Israels Hochleistungs-Lasersystem ist ein „Durchbruch“

Israels Feinde sollten große Angst haben

Hugh Fitzgerald, FrontPage Mag, 1. Juli 2021

Israel hat uns wieder einmal daran erinnert, dass wir unserem Glück danken sollten, dass der jüdische Staat auf unserer Seite steht. In der Abteilung „Was habt ihr in letzter Zeit für uns getan?“ hat Israel gerade Tests seines neuen Hochleistungs-Lasersystems abgeschlossen, das – in einem zivilen Flugzeug installiert – Drohnen abschießen kann. Es verspricht ein sogenannter Game-Changer zu sein. Die Geschichte hinter diesem bemerkenswerten Fortschritt ist hier: „Israel schießt mit luftgestütztem Lasersystem erfolgreich Ziele ab“, geschrieben von Anna Ahronheim in der Jerusalem Post am 21. Juni 2021:

Das Verteidigungsministerium hat erfolgreich eine Reihe Abfangmanöver ausgeführt, um mit einem leistungsstarken luftgestützten Lasersystem Drohnen abzuschießen, das in einem zivilen Flugzeug installiert ist…

Während der über See ausgeführten Versuche zerstörte der aus einer zivilen Cessna heraus schießende Hochleistungs-Laser die unbemannten Ziele in unterschiedlichen Entfernungen und Höhen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ist Israel vielleicht das erste Land der Welt, das in der Lage gewesen ist eine solche Laser-Technologie in einem Flugzeug zu nutzen, um bei einer operativen Simulation Ziele abzufangen…

Das voll automatische Energiesystem nutzt den Laser um ein Ziel zu zerstören, während es selbst über den Wolken fliegt, sagte er und fügte hinzu, dass das „kräftige und präzise System“ das Ziel „ungeachtet der Wetterbedingungen“ abfangen kann.

Sobald ein Ziel in den Interessenbereich einfliegt, kann das System mit sehr großer Genauigkeit an jeden Teil davon gerichtet werden. Er fasst das Ziel auf und bleibt darauf, bis es abgeschossen ist…

Das Bodensystem wird auch in der Lage sein mit einem 100kW-Laser Ziele in einer Entfernung bis zu 10km zu zerstören, sagte Rotem. Das Ministerium strebt an bis 2024 ein einsatzfähiges System zu haben, das im Bereich an der Grenze zum Gazastreifen stationiert wird, um Raketen abzuschießen, sagte er.

Verteidigungsminister Benny Gantz gratulierte MAFAT, Elbit und der Luftwaffe zu dem technologischen Durchbruch.

„Heute habt ihr uns einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung einer mehrstufigen Verteidigungsanordnung für den Staat Israel näher gebracht und er ist sowohl in Form von Kosteneffektivität wie auch Verteidigungsfähigkeiten bedeutsam“, sagte er.

„Das Lasersystem wird dem Schutz eine neue Stufe längerer Reichweite hinzufügen und eine Vielzahl von Bedrohungen entgegentreten: Die Sicherheit des Staates Israel sicherstellen und die Kosten des Abfangens senken“, sagte Gantz. „Ich bin zuversichtlich, dass Israels Verteidigungsindustrie bei diesem wichtigen Entwicklungsprogramm Erfolg haben wird und ich werde persönlich zusammen mit dem gesamten Verteidigungsbetrieb daran arbeiten seinen Erfolg sicherzustellen.“

Das Verteidigungsministerium hofft, dass das gesamte luftgestützte System die Effektivität der Luftverteidigung Israels gegen bestehende und zukünftige Bedrohungen weiter verbessern wird. Es wird erwartet, dass Israels vielschichtige Luftverteidigung, zu der die Eiserne Kuppel, die Schleuder Davids und das Arrow-Raketenabfangsystem gehören, ergänzt…

Die Laser können einen weit größeren Bereich abdecken und diesen passierende, unbemannte Objekte erfassen und dann zerstören. Die Kosten einen Laserstrahl für ein Abfangmanöver zu schießen werden etwa $2.000 betragen. Derweil liegt der Preis eine Abfangrakete der Eisernen Kuppel zu verschießen zwischen $40.000 und $60.000. Beachten Sie, wie viele Dutzend Millionen Dollar die IDF für Raketen der Eisernen Kuppel im letzten Krieg gegen die Hamas ausgab; die Hamas schoss 4.300 nicht sonderlich teure Raketen auf Israel; etwa 600 schlugen zu kurz ein, was heißt, dass 3.700 den israelischen Luftraum erreichten; die Eiserne Kuppel schaffte es 90% davon abzufangen. Die Kosten einer solchen Verteidigung werden zu einem zunehmend drängenden Thema, weil groß angelegte Angriffe zunehmen und die Kosten sie abzufangen in die Höhe schießen.

Das Lasersystem wird der IDF möglicherweise hunderte Millionen Dollar sparen; es zielt auch genauer und kann Ziele im Vergleich zur Eisernen Kuppel viel näher an deren Abschusspunkt erfassen.

Israel liefert immer weiter Beweise dafür, wie kreativ es auf jede militärische Herausforderung reagiert, die seine Feinde präsentieren. Innerhalb von drei Jahren wird es ein betriebsbereites Raketen- und Drohnenabwehrsystem haben, dessen Kosten ein Zwanzigstel betragen wird, was eine solche Verteidigung gegenwärtig kostet. Und Israel wird seine Laserstrahl-Technologie – wie es das in der Vergangenheit immer mit jedem militärischen Fortschritt gemacht hat – mit den USA teilen.

Habt Angst, Ismail Haniyeh und Yahyah Sinwar. Habt Angst, Hassan Nasrallah, Ebrahim Raisi und Ayatollah Kahmenei, habt große Angst. Konzentrieren diese israelischen Waffenwissenschaftler ihre Aufmerksamkeit erst einmal auf den Bau neuer Waffensysteme, dann scheint es kein Hindernis zu geben, das sie nicht mit der Zeit überwinden können. Heute haben sie den „Durchbruch“ bei Laserstrahl-Waffen erzielt, die in der Lage sind sowohl vom Boden als auch aus zivilen Kleinflugzeugen über den Wolken heraus zu schießen. Was kommt als nächstes von den kreativen Genies bei Israel Aerospace Industries, Elbit Systems und Rafael Advanced Defense Systems? Wir sitzen gespannt vorne auf der Stuhlkante.

Obamas Weg in den Krieg

Ari Lieberman, FrontPage Magazine, 15. März 2016

Die Botschaft der Rakete der Mullahs an Israel und ihre unheilvollen Auswirkungen/Folgen

Letzte Woche prahlte der stellvertretende Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarden, Brigadegeneral Hossein Salami, der Iran habe zehnmal so viele Raketen wie sein Erfüllungsgehilfe Hisbollah und drohte, diese Raketen seien „bereit Feinde und Ziele aus verschiedenen Teilen des Landes (heraus) zu treffen“. Nach konservativen Schätzungen hat die Hisbollah einen Vorrat von annähernd 100.000 Raketen angehäuft. Wenn Salamis Geprahle geglaubt werden kann, bedeutet das, dass die Iraner ein atemberaubende Arsenal von 1.000.000 Raketen angehäuft hat – etwa eine Rakete für 8,5 Israelis.

Die feindlichen Kommentare folgen zwei iranischen Raketenstarts aus der im Osten des Landes liegenden Alborz-Bergkette. Die Raketen sollen eine Reichweite von 2.000 Kilometern haben; man nimmt an, dass sie in der Lage sind Atomsprengköpfe zu tragen. Auf Hebräisch und auf Farsi schmückte folgender Satz die Flugkörper: „Israel muss vom Angesicht der Erde gewischt werden.

Wenn die auf die Raketen geschriebenen Drohungen nicht klar genug gewesen sein sollten, dann betonte der Leiter der Weltraum-Division der Revolutionsgarden, Amir Ali Hajizadeh, dass die Raketentests dazu dienten zu demonstrieren, dass Israel deutlich innerhalb der Reichweiter der Raketen des Irans liegt. Er vermerkte, dass die Raketen dazu gedacht seien „dem zionistischen Regime die Stirn zu bieten“ und dass „Israel von islamischen Ländern umgeben ist und sich in einem Krieg nicht lange halten können wird. Es wird schon zusammenbrechen, bevor es von diesen Raketen getroffen wird.“ Um sich nicht ausstechen zu lassen schalteten sich weitere politische und militärische Vertreter des Iran mit ähnlichen Drohungen und Schwulst ein.

Es scheint so, als seien die Raketenschüsse auf Vizepräsident Joe Bidens jüngste Reise nch Israel abgestimmt worden. In Reaktion auf die Starts erkärte Biden: „Ein atomar bewaffneter Iran ist für Israel, für die Region und für die Vereinigten Staaten eine absolut inakzeptable Bedrohung. Und ich will das noch einmal betonen, von dem ich weiß, dass Leute hier es immer noch bezweifeln: Wenn sie tatsächlich den Deal brechen, werden wir handeln.“ Biden schränkte seine Bemerkungen aber mit der Erklärung ein: „Und all ihre konventionellen Aktivitäten außerhalb des Deals sind immer noch jenseits des Deals und wir versuchen jetzt und in der Zukunft zu handeln wo immer wir das finden können.“ Dieser Kommentar war bewusst formuliert, um der Administration breiten Spielraum zu verschaffen zu argumentieren, dass die iranischen Raketenstarts konventionelle Waffentest darstellen und daher nicht unter den Geltungsbereich der Vorschriften des Gemeinsamen umfassenden Handlungsplans (JCPOA) fallen.

Bidens Kommentare waren das typische lange Gerede ohne viel Handlung. Darüber hinaus übermitteln sie ein Gefühl der Mehrdeutigkeit ohne klares Gespür für die Richtung. Die Resolutino 2231 des UNO-Sicherheitsrats verbietet dem Iran eindeutig Testschüsse von ballistischen Raketen mit Atomkapazität, aber faktisch haben die Iraner zahlreiche atomfähige ballistische Raketenstarts durchgeführt, seit der JCPOA unterschrieben wurde. Die Obama-Administration hat diese Übertretungen so gut wie ignoriert und sich stattdessen entschieden entweder über sie hinwegzusehen oder Nadelstich-Sanktionen gegen bestimmte Einzelpersonen und Instanzen zu verhängen, die keine sinngebenden Auswirkungen für die Iraner haben. Diese Sanktionen sind angelegt, um den zunehmend unruhigen und argwöhnischen Kongress zu beschwichtigen, statt die ruchlosen Ambitionen des Iran zu beeinflussen.

Zusammen mit der Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zur den despotischen Castro-Brüdern hat Obama den JCPOA als krönende Leistung seiner Außenpolitik angepriesen und – durch Wort und Tat – den Eindruck vermittelt, dass er nichts tun wird, um das zum Entgleisen zu bringen, selbst wenn die Iraner seine Bedingungen unverhohlen übertreten. Diese Einstellung ist das, was viele Experten und politischen Entscheidungsträger beunruhigte, bevor der Deal mit dem Iran unterzeichnet wurde. Wichtiger noch: Die Iranier sind sich dieser Tatsache und der fortgesetzten amerikanischen bewusst und internationale Untätigkeit angesichts wiederholter iranischen Übertretungen des JCPOA werden nur zu weiteren Verstößen einladen.

Die Iraner stellen derzeit die Administration auf die Probe und sind sich durchaus bewusst, dass Obama während seiner restlichen Zeit im Amt selbstgefällig bleiben wird. Die Raketenstarts sind Teil einer mehrgleisigen Bemühung der Iraner zu sehen, wie weit sie den Bogen spannen können und geht man nach der bisherigen Reaktion der USA, dann scheint es so, als hätten weit mehr Raum für Manöver bekommen.

Die wiederholten Übertretungen des JCPOA durch den Iran müssen im breiteren Zusammenhang seiner regionalen und internationalen Umtriebe betrachtet werden. Seine Unterstützung des Assad-Regimes in Syrien hat direkt zum Aufkommen des ISIS geführt und zu russischer Beteiligung aufgefordert. Seine Unterstützung von Stellvertreterarmeen im Libanon, Bahrain, dem Jemen und dem Irak stellt eine Versuch dar sich breitere regionale Dominanz und die Kontrolle über wichtige regionale Wasserstraßen zu sichern – die Bab Al-Mandab-Straße und die Straße von Hormuz, Engpässe, die einen Großteil des Schiffsverkehrs der Welt kontrollieren.

Die Iraner sind als der führende staatliche Sponsor des internationalen Terrorismus anerkannt; sie haben Dutzende Terrorkomplotte in Länder auf fünf Kontinenten angezettelt. Der letzte Komplott wurde von bahrainischen Behörden am 6. Januar aufgedeckt. Sie schafften es einen Plan von Iran und Hisbollah zu knacken, der im Königreich durch eine Serie von Bombenanschlägen Unruhen schüren sollte. Bahrain ist Heimatbasis der Fünften US-Flotte; dort sind mehr als 7.000 Angehörige der US-Streitkräfte stationiert. Dass der Iran diesen Ort auswählte, ist kein Zufall.

Die Ergreifung von 10 US-Matrosen und ihres schwer bewaffneten Sturmboots im Arabischen Golf am 12. Januar unter immer noch ungeklärten Umständen stellt einen weiteren iranischen Versuch dar die amerikanische Entschlossenheit auszutesten. Obama gestattete, dass die Demütigung unbeantwortet bleib und sein Außenminister dankte den Iranern sogar, was die Mullahs weiter ermutigt.

Obama versuchte der amerikanischen Öffentlichkeit die unsinnige Idee zu verkaufen, der JCPOA würde moderatere iranische Führer herbeiführen; es ist aber ganz schnell das Gegenteil passiert. Die Iraner sind nur noch extremer geworden, sowohl in der Rhetorik als auch im Handeln und ihr jüngster Raketen-Teststart untermauert diese Tatsache. Das Einzige, was der JCPOA geschafft hat, ist die Schatzkisten des Iran mit $150 Milliarden zu füllen und den Mullahs zu gestatten geheime Atomexperimente in ihrer streng geheimen Anlage in Parchin durchzuführen – einer Anlage, zu der internationalen Inspektoren trotz des JCPOA immer noch der Zutritt verboten ist.

Obamas kostbarer JCPOA, das Kronjuwel seiner bescheidenen außenpolitischen Leistungen, aht die Welt zu einen gefährlicheren Ort gemacht. Wie das Diktat von München 1938 wird er uns auf den Weg in den Krieg führen. Heute ist es nur noch eine Frage des „wann“ und nicht des „ob“. Und urteilt man nach der Unentschlossenheit und Untauglichkeit der Administration, dann wird das „wann“ wohl schneller kommen als wir glauben.

Zehn Jahre unter Raketenbeschuss

Maayana Miskin, Arutz-7, 15. April 2011

Am 16. April 2001 schossen Terroristen im Gazastreifen die erste Rakete auf das südliche Israel ab; sie zielten auf die Stadt Sderot. Am Sabbath werden seit diesem Tag zehn Jahre vergangen sein. Raketenfeuer bleibt eine ernste Sorge in den Städten im Süden, die erst letzte Woche mit einem Sperrfeuer aus Raketen und Mörsergranaten getroffen wurden.

„Damals waren sich alle sicher, dass es ein einmaliges Ereignis wäre, eine rote Linie, die niemand auch nur denken würde noch einmal zu überschreiten“, sagte Eli Moyal, der ehemalige Bürgermeister von Serot, diese Woche in einem Interview mit Ma’ariv/Nrg. „Niemand stellte sich zehn Jahre Raketenterror vor.“

Terroristen begannen mit Kurzstreckenraketen, die im Gazastreifen hergestellt wurden; man kennt sie als „Qassams“. In den ersten Jahren schlugen die Raketen ohne Warnung ein. Selbst nach dem Aufbau des Raketenwarnsystems „Farbe rot“ hatten die Einwohner höchstens 15 Sekunden, um in Schutzräume zu laufen – und oft bedeutend weniger Zeit.

Von den Raketen wurden alleine in Sderot mehrere Menschen getötet, darunter vier Kinder. Andere wurden schwer verletzt, darunter ein achtjähriger Junge, der ein Bein verlor.

Vor dem israelischen Abzug aus dem Gazastreifen 2005 und der Vertreibung der Juden aus dem Bereich waren jüdische Gemeinden in Gush Katif das Ziel vieler Raketenangriffe. Der Gaza-Gürtel wurde 2004 mehr als 280-mal getroffen, 2005 170-mal, sahen sich aber keinen täglichen Angriffen ausgesetzt.

Nach der Vertreibung begannen die Terroristen allerdings weit häufiger anzugreifen; sie beschossen die Region 2006 mit 946 Raketen; 2008 waren es 2.048. Nach der Machtübernahme der Hamas 2007, als UN-Beobachter von der Grenze flohen, schaffte es die Hamas mehr fortschrittliche Mittelstrecken-Raketen einzuschmuggeln und dehnten ihre Anschläge über Sderot und den Gaza-Gürtel hinaus aus. Städte wie Ashkelon, Be’er Sheva, Ashdod und Ofakim wurden ebenfalls zu ihren Opfern.

Die Antiterror-Operation „Gegossenes Blei“, bei dem Israel einen großen Teil der Infrastruktur und Waffenlieferungen der Hamas zerstörte und geschätzte 700 Hamas-Terroristen tötete, führte zu einer vorläufigen Schonung. Doch vor kurzem ging die Hamas wieder in die Offensive, schoss Raketen auf Netivot, Ofakim, Be’er Sheva und Ashkelon.

„Im Nachhinein war diese [erste] Qassam ein klares Zeichen, dass die Hamas eine Kampf mit Israel haben wollte“ sagte der ehemalige Verteidigungsminister Amir Peretz, der in Sderot wohnt, gegenüber Ma’ariv. „Anfangs behandelten wir die Qassam nicht als etwas, das eine Bedrohung oder Gefahr sein könnte. Wir gingen damit als einem Versuch der Palästinenser um uns zu drohen, nicht mehr.“


Der Alarm „Farbe rot“ ertönt; Kinder suchen Schutz.


Spielplätze wurden wegen Raketengefahr in Gebäude verlegt.


Eine Sammlung gebrauchter Raketen in Sderot.


Folgen eines Raketenangriffs auf den Raum einer Kindergartengruppe.


Gaza-Terroristen trafen einen Schulbus, ein Kind wurde schwer verletzt.

Satire: Israels neuer Verteidigungsplan für Sderot

Nissan Ratzlav-Katz, Back to Sanity, 14. Dezember 2007

In Folge der Entscheidung des israelischen Sicherheitskabinetts, keine volle militärische Reaktion wegen der Raketen aus dem Gazastreifen zu fahren, hat die Staatsführung eine nationale Verteidigungspolitik verkündet, die darauf abzielt den Schutz für die von Granateneinschlägen geschüttelte Stadt Sderot zu verbessern.

Auf einer in einem Fitness-Studio abgehaltenen Pressekonferenz nannten Premierminister Ehud Olmert und Verteidigungsminister Ehud Barak die neue Verteidigungsstrategie „Lauf, Jude, lauf!“

Verteidigungsminister Ehud Barak, gekleidet in einen Reebok-Trainingsanzug, erklärte: „In unserer Zeit bringt eine Jude, der nicht physisch fit ist, sein Leben in Gefahr. Also weisen wir 4 Millionen Schekel aus dem Verteidigungshaushalt der Eröffnung von Fitness-Studios in der Region von Sderot zu. Jeder Straße wird ein Trainer zugewiesen werden, um sie alle in gute Form zu bringen, damit sie schneller vor den arabischen Qassam-Raketen davon laufen können.“

Bevor sie fortfuhren, ließen die beiden Staatslenker eine Echtzeit-Einführung des Plans „Lauf, Jude, lauf!“ vor. Premierminister Olmert erklärte, dass Truppen in den Gazastreifen zu schicken keine Option sei, weil „einige von ihnen verletzt und getötet werden könnten“.

Ted CommonSense von CNN fragte: “Warum investiert der Staat Israel dann Ressourcen in die Ausbildung von Soldaten, wenn die Exekutive sich davor fürchtet das Militär einzusetzen?“ Olmert antwortete, dass das Training der IDF die Soldaten in physische Bestform bringe, damit sie an der nationalen Lauf-Jude-lauf-Verteidigungspolitik beteiligt sein können.

CommonSense drängte weiter: „Aber es sind zehn Zivilisten durch arabische Qassams und Mörserfeuer getötet worden…“ Olmert schnitt CommonSense das Wort ab und sagte: „Wenn wir die Armee in den Gazastreifen schicken würden, dann würden nicht nur zehn, sondern Dutzende Soldaten getötet werden. Das ist es einfach nicht wert.“

CommonSense erwiderte: „Was ist aber, wenn 100 Zivilisten von verbesserten Raketen getroffen werden?“

Die Augen wandten sich dem Premierminister zu. Stille herrschte im Raum. Hatten die Politiker ein solches Szenario einbezogen? Plötzlich erschien ein Ausdruck der Zuversicht auf Olmerts Gesicht und er erklärte: „Wird in den Gazastreifen einzudringen diese 100 Menschen ins Leben zurück holen? Es wird nur dafür sorgen, dass weitere Soldaten getötet werden! Das liegt nicht in unserem Interesse.“

Eine der Gründerinnen der Bewegung der Vier Mütter im Publikum stand auf und rief: „Olmert hat rechte. Wenn ein Premierminister die Armee zynisch benutzt, um die Zivilisten des Landes zu schützen, wird das nur dafür sorgen, dass noch mehr Soldaten sterben. Herr Olmert beschützt unsere Soldaten.“ Verteidigungsminister Barak dankte der Vier-Mütter-Gründerin für ihre Worte und merkte an, dass es die Voraussicht der „Vier Mütter“ waren, die seine Regierung im Jahr 2000 dazu brachte die israelischen Truppen aus dem Libanon abzuziehen und die Region den Hisbollah-Terroristen zu überlassen.

Die Pressekonferenz ging mit einer Demonstration des neuen Verteidigungsprogramms weiter. Zuerst erklärte Verteidigungsminister Barak, dass das Frühwarnsystem in Sderot eine Vorwarnzeit von 15 Sekunden bis zum Einschlag der Rakete gibt. Barak rannte dann mit einem eindrucksvollen Sprint einmal um die Halle, um den operativen Mechanismus des neuen Plan zu demonstrieren. Baraks Trainer hielt die Stoppuhr hoch, so dass alle sie sehen konnten, und proklamierte: „14 Sekunden und 56 Hundertstel!“

Premierminister Olmert senkte sein Haupt und die Stimme und erinnerte daran, wie die Juden Generation lang vor ihren Verfolgern wegrannten. „Das ist unser nationales Erbe“, erklärte Olmert. „Unsere Vorväter liefen vor den ägyptischen Herren davon, vor den babylonischen, griechischen und römischen Soldaten. Später liefen wir vor Pogromen und der Inquisition davon. Warum sollte diese glorreiche Tradition ausgerechnet jetzt gebrochen werden?“

Gesundheitsminister Yaakov Ben-Yizri (Renterpartei) schätzte, dass die durch die Stärkung der physischen Fitness der Bevölkerung dem Gesundheitssystem ersparten Gelder den vorgeschlagenen Kauf von Harley Davidson-Motorrädern für ältere Menschen abdecken, die den 15-sekündigen Sprint in Sicherheit nicht schaffen können.

CNNs CommonSense: „Aber einige Zivilisten haben nicht die Kraft, die man braucht, um mit einem Motorrad in Sicherheit zu rasen. Was ist mit denen?“

Premierminister Olmert flüsterte mit dem Gesundheitsminister, drückte einige Zahlen in einen Taschenrechner und antwortete dann: „Nach unseren Berechnungen bietet ‚Lauf, Jude, lauf!’ für 98% der Israelis eine Lösung. Und wie mein Vorgänger Yitzhak Rabin sagte: ‚Es ist ein kalkuliertes Risiko.’ Wenn ein alter oder behinderter Sepharde in Sderot verletzt wird, ist das der Preis, den wir zahlen müssen.“

Einem langbärtigen Einwohner Sderots (ehemals aus Gusch Katif) wurde die letzte Frage zugestanden: „Warum fangen wir nicht damit an den Gazastreifen aus der Luft zu bombardieren? Das würde das Risiko für unsere Soldaten verringern, die hinterher mit einer Bodenoffensive folgen, damit die Qassams ganz gestoppt werden.“

Olmert: „Sie wollen also vorschlagen, dass wir Kindergärten im Gazastreifen bombardieren?“

Der Einwohner von Sderot: „Herr Premierminister, wir kämpfen gegen Terroristen. In diesem Kampf werden Zivilisten getötet werden. Es sind entweder ihre Kindergärten oder unsere. Welche wählen Sie?“

Olmert: „Ich wähle eure.“ Helfer flüsterte Olmert etwas ins Ohr und der Premierminister stellte schnell klar: „Ich meine: unsere. Ich wähle unsere Kinderkrippen und Kindergärten. Und außerdem, sagen wir, wir erobern den Gazastreifen. Was tun wir nach dem Krieg?“

Einwohner von Sderot: „Wir sollten dort bleiben. Erinnern Sie sich, wie wenige Terroranschläge es vor dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen 1995 im Zuge der Oslo-Vereinbarungen gab? Die Zugeständnisse des Friedensprozesses sind genau das, was uns eine Eskalation dieser Anschläge brachten. In der Region Gaza können wir die blühenden jüdischen Städte wieder aufbauen und wieder herstellen, was buchstäblich Israels fortschrittlichstes Landwirtschaftsunternehmen war.“

An dieser Stelle ging eine Yassam-Polizeieinheit zu dem Einwohner von Sderot, schlug ihn nieder und brachte ihn in die Schwerverbrecher-Zelle der Polizeiwache von Petach Tikvah. Der Premierminister verkündete, dass gegen den Verdächtigen wegen „Aufruf zum Völkermord“ ermittelt würde und erklärte, dass die israelische Demokratie immer ein Plattform für freie Meinungsäußerung bieten wird, „voraus gesetzt, sie liegen innerhalb der Vernunft“.

Premierminister Olmert schloss damit, dass, wenn sich der „Lauf, Jude, lauf!“-Verteidigungsplan im Fall der Region Sderot bewährt, er auf den Großraum Tel Aviv ausgedehnt werden würde, gerade rechtzeitig für den von der Regierung angekündigten Rückzug aus Judäa und Samaria.