Wer ist der palästinensische Jesus?

Palestinian Media Watch, 24. Dezember 2020

Nach Angaben der palästinensischen Autonomiebehörde war Jesus

  • „der erste Palästinenser“
  • „der erste palästinensische Märtyrer”
  • „der erste palästinensische fida’i (sich selbst opfernde Kämpfer)“
  • „ein palästinensischer Bote“
  • „ein Palästinenser par excellence“
  • „der Urgroßvater des palästinensischen Volks“
  • Ein Prophet des Islam (nicht der Christenheit)

Und entsprechend:

  • Weihnachten ist ein palästinensischer Nationalfeiertag

Die palästinensische Autonomiebehörde versucht verzweifelt eine palästinensische  Identität zu schaffen, die auf einer uralten palästinensischen Geschichte aufbaut, obwohl keine existierte. PMW hat gezeigt, dass die PA regelmäßig fälschlich den Anspruch erhebt, sie sei eine 5.000 Jahre alte Nation; regelmäßig behauptet sie, dass die Geschichte eines anderen Volkes ihre eigene sei. Eines der auffälligsten Beispiele dafür ist die gefälschte Verbindung der PA zu einer der bedeutendsten Gestalten aller Zeiten, die Behauptung Jesus, ein Juden aus der Nation Judäa, sei in Wirklichkeit ein Palästinenser.

Diese PA-Märchengeschichte ist eine oft wiederholte Botschaft, die sogar von den Führern der PA hinausposaunt wird. Saeb Erekat sagte, Jesus sei „der erste Palästinenser“ gewesen. Mahmud Abbas sprach von „Jesus … einem palästinensischen Boten“ und sagte, Weihnachten sei ein palästinensischer Feiertag. Yassir Arafat sagte: „Jesus war der erste palästinensische Märtyrer.“ Die offizielle PA-Zeitung schrieb erst letzte Woche: „Jesus… war der erste palästinensische fida’i (sich selbst opfernde Kämpfer)“ und ein PA-Diplomat behauptete sogar, dass die Palästinenser die Nachkommen Jesu seien: „Jesus … war Urgroßvater des palästinensischen Volks.“ Und heute Morgen sandte PA-Regierungssprecher Ibrahim Melhem im PA-Fernsehen Segensgrüße an die Christen zum „Feiertag der Geburt des palästinensischen Propheten Jesus, dem Sohn der Maria“.

Die höchsten religiösen PA-Führer haben dieses Märchen ebenfalls übernommen; auf Grundlage islamischer Behauptungen fügen sie hinzu, dass Jesus nicht das Christentum, sondern den Islam predigte.

Sobald aus Jesus ein Palästinenser gemacht wurde, hat die PA genauso aus Maria eine Palästinenserin gemacht, die als Nationalheilige der palästinensischen Sache präsentiert wird. Schließlich wird mit Jesus ein markantes palästinensisches Weihnachten zu einem palästinensischen Nationalfeiertag.

Wie mit aller PA-Änderung sind historische Dokumentationen und Beweise irrelevant. Die PA ignoriert z.B. die Tatsache, dass das „Palästina” als Name für das Land Israel/Judäa erst rund 100 Jahre nach dem Tod Jesu entstand, als das römische Reich als Strafe für die jüdische Nation nach ihrer Rebellion den Namen von Judäa in Palästina änderte. Es war der Versuch Roms die Verbindung des jüdischen Volks zu seinem Land zu durchtrennen, der natürlich fehlschlug.

Wer ist also der palästinensische Jesus? Im Folgenden gibt es einige Beispiele, in der offiziellen PA-/Fatah-Presse aufgetaucht sind:

Jesus der Palästinenser:

Vor allem erklärte die PA Jesus selbst zum Palästinenser.

PA-Bildungsminister Sabri Saidam:

Der Text des Facebook-Eintrags lautet: „Für den authentischen Palästinenser Jesus und für die Mitglieder des [palästinensischen] Volks – frohe Feiertage.“
[Facebook-Seite des PA-Bildungsministers Sabri Saidam, 25. Dezember 2017]

Der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas.

„Folgend der volle Text der Weihnachtsbotschaft des Präsidenten:
„In Bethlehem wurde vor mehr als 2.000 Jahren Jesus Christus geboren; ein palästinensischer Bote, der zum Leitbild für Millionen weltweit geworden ist.“
[WAFA, offizielle PA-Nachrichtenagentur, 23. Dezember 2013]

Der PA-Regierungssprecher Ibrahim Melhem:

„Erlaubt mir den christlichen Gemeinden Segenswünsche zu senden, die den gregorianischen Kalender für diesen Feiertag verwenden. Der Feiertag der Geburt des palästinensischen Propheten Jesus, den Sohn der Maria.“
[offizielles PA-Fernsehen, 24. Dezember 2020]

Der Sprecher der PA-Sicherheitskräfte Adnan al-Damiri:

„Angelegentlich des Jahrestags der Liebe und des Friedens, dem Geburtstag des Palästinensers Jesus, übermitteln wir Palästina, seinen Einwohnern und denen, die es lieben, Neujahrswünsche.“
[Facebook-Seite des offiziellen Sprechers der PA-Sicherheitskräfte Adnan al-Damiri, 25. Dezember 2014]

Der palästinensische Historiker Khalil Shoka im PA-Fernsehen:

„Die christliche Religion begann hier [Bethlehem]… Die gesamte Welt konzentriert sich wegen ihrer historischen und traditionellen Rolle auf diese Stadt… weil in finaler Analyse „Jesus ein Palästinenser ist.
[der palästinensische Historiker Khalil Shoka im PA-TF (Fatah), 16. Dezember 2012]

Jesus der erste Palästinenser

Er war nicht nur Palästinenser, sondern er war auch der erste Palästinenser und der Großvater des palästinensischen Vaters und ein Palästinenser „par excellence“:

Mitglied des Zentralkomitees der Fatah Tawfiq Tirawi:

„Wir wünschen unserem geeinten palästinensischen Volk ein neues Weihnachten, das Freiheit ankündigt, wie es Jesus machte, der erste Palästinenser, Friede sei mit ihm.“
[Facebook-Seite des Mitglied des Zentralkomitees Tawfiq Tirawi, 24. Dezember 2014]

Der PA-Diplomat Dr. Jabra Shomali:

„Es gibt keinen Zweifel, dass der Jesus Christus, den du [Präsident Donald Trump] als Gott anbetest, der Urgroßvater des palästinensischen Volks ist… Wenn du [Trump] nicht wieder im Fach Geschichte durchfallen willst, dann lies das Matthäus-Evangelium, Kapitel 15,28, wo Matthäus über eine kanaanitische Frau zur Zeit Jesu Christi sagte: „Oh Frau, dein Glaube ist groß!“ Diese Frau war eine Urgroßmutter des palästinensischen Volks.“
[Geschrieben vom PA-Diplomaten Dr. Jabra Shomali, gepostet auf der offiziellen Fatah-Facebook-Seite, 3. Februar 2020]

Scheik Mohammed Hussein, PA-Mufti:

„Die palästinensische Nation wurzelt in diesem Land seit den Kanaanitern und den Jebusitern. Die arabische Präsenz – christlich wie islamisch – in diesem Land ist ununterbrochen. Jesus ist ein Palästinenser par excellence.“
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinensergebieten, PA-TV (Fatah), 30. November 2012]

Scheik Mohamme Hussein, PA-Mufti:

„Jesus wurde in diesem Land geboren. Er lebte in diesem Land. Es ist bekannt, dass er in Bethlehem geboren wurde… Er lebte auch in Nazareth, zog nach Jerusalem. Als war er ein Palästinenser par excellence.”
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinensergebieten, PA-TV (Fatah), 21. April 2009]

Jesus, der palästinensische Märtyrer und sich selbst opfernde Kämpfer

Was also machte, nach Angaben der palästinensischen Obrigkeit, dieser Palästinenser par excellence, Großvater des palästinensischen Volks? Er war ein palästinensischer islamischer Märtyrer und sich selbst opfernder Kämpfer. Obwohl er von keiner anderen PA-Quelle angeführt wird, wäre Jesus gemäß der fundamentalen und wiederholten PA-Ideologie als islamischer Märtyrer im Paradies von 72 dunkeläugigen Jungfrauen begrüßt worden:

Editorial in der offiziellen PA-Tageszeitung:

„Jesus, Friede sei mit ihm, war ein Bote Allahs und er war der erste palästinensisch fida’i (sich selbst opfernder Kämpfer), der von den Anhängern der jüdischen Religion gekreuzigt wurde, aber es erschien ihnen nur so [als hätten sie ihn getötet].“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 20. Dezember 2020]

Mitglied des Fatah-Zentralkomitees Tawfiq Tirawi:

„Dies ist das gesegnete Weihnachten, der Geburtstag unseres Herrn Jesus, des Messias, dem ersten Palästinenser und dem ersten Schahid.“
[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 17. Dezember 2014]

Autor: „Der Schahid (Märtyrer) Präsident Yassir Arafat pflegte zu sagen: ‚Jesus war der erste palästinensische Schahid (Märtyrer).‘ Ich hörte ihn diesen Satz viele Male sagen.“
PA-TV-Moderator: „Er [Jesus] war ein Palästinenser; niemand bestreitet das.“
Autor: „Er [Jesus] war der erste palästinensische Schahid [Märtyrer]. Er (Arafat) schrieb auch dieses Märtyrertum Palästina zu.
[Wortwechsel in der religiösen Sendung Dies ist unsere Religion, gesendet im PA-TV (Fatah), 3. Dezember 2010]

Jesus von der (palästinensischen) Heiligen Dreifaltigkeit

In einem Versuch die Gestalt ihres eigenen Palästinenserführers zu heben, erklärt die PA jetzt die neue heilige Dreifaltigkeit – Jesus, Arafat, Abbas:

Editorial in der offiziellen PA-Zeitung:

„Jesus ist ein Palästinenser; der sich selbst opfernde Yassir Arafat ist ein Palästinenser; Mahmud Abbas, der Bote des Friedens auf Erden, ist ein Palästinenser. Wie groß ist diese Nation der heiligen Dreifaltigkeit!“
[Editorial in der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 30. November 2012]

Jesus, der islamische Prophet

Obwohl die PA-Obrigkeit anerkennt, dass Jesus von Christen verehrt wird, hält man ihn für einen islamischen Propheten, der seinen Anhängern den Islam predigte:

Scheik Mohammed Hussein, PA-Mufti:

„Wir reden von einer fortgesetzten Kette [der Propheten des Islam], von Adam bis zu Mohammed. Es ist eine Kette, die fortgesetzt wird, die den Aufruf für den Monotheismus und die Mission des Islam repräsentiert … Die Propheten waren alle von derselben Religion [Islam]… Wir respektieren Jesus, wir glauben an ihn [wie einen muslimischen Propheten], so wie wir an den Propheten Mohammed glauben.“
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinenser-Gebieten, PA-TF (Fatah), 21. April 2009

Maria, Mutter Jesu und Schutzeilige der Sache der Palästinenser

Nachdem Jesus zum ersten Palästinenser erklärt wurde, ist auch seine Mutter, Maria, als wichtige Persönlichkeit anerkannt worden: die Schutzheilige der Sache der Palästinenser. Maria war daher auch Palästinenserin.

Offizielle Fatah-Facebook-Seite:

„Die Jungfrau Maria, Tochter des palästinensischen Galiläa, ist die Schutzheilige der Unterdrückten und nicht der Unterdrücker…“
[geschrieben im PA-Diplomaten Dr. JAbra Shomali und gepostet auf der offiziellen Fatah-Facebook-Seite, 3. Februar 2020]

Fatahs Kommunikations- und Bildungsbehörde:

„Wenn wir auf die Heiligkeit unseres Landes stolz sind, dnan sind wir auf uns selbst stolz, dass die erste und wichtigste heilige Frau der Nationen und Völker aus dem heiligen Land kommt: Die Jungfrau Maria – die Frau der Liebe und des Friedens – gehört der Nation Palästinas an, dessen Wurzeln in den Tiefen der Geschichte gründen. Unsere Bewegung stellt ihren Stolz auf alle weiblichen Märtyrer, Gefängnissen, palästinensischen Kämpfer fest, die zum Opfervorbild geworden sind und zu einer Schule, die die Bedeutung des Gebens und Opferns lehrt.“
[Stellungnahme der Kommunikations- und Bildungsbehörde der Fatah zu Ehren des internationalen Frauentags, gepostet auf der Internetseite der Fatah, 8. März 2010]

Weihnachten als palästinensischer Nationalfeiertag

Jesu Position als erster palästinensischer und islamischer Prophet und Märtyrer wirft ein neues Licht auf Weihnachten – als dem Nationalfeiertag des palästinensischen Volks, der Kinder Jesu:

Offizielle PA-Zeitung:

„Das gesamte palästinensische Volk feiert Weihnachten, weil wir stolz darauf sind, dass Jesus Palästinenser ist.“
[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 24. Dezember 2019]

Mahmud Abbas, Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde:

„Weihnachten ist ein nationaler religiöser Feiertag und nicht nur ein religiöser. Für uns alle Palästinenser ist das unser Feiertag. Daher feiern wir es alle. Die Palästinenserführung geht in die Kirche, um bei der [Weihnachts-] Messe anwesend sein… Wir sind dazu verpflichte, weil es – wie ich Ihnen sagte – für unsere [christlichen] Leuten ein religiöser Feiertag ist und ihr seid unser Volk und es ist [auch] für uns alle ein nationaler Feiertag.“
PA-Führer Mahmud Abbas in den offiziellen PA-Fernsehnachrichten, 28. Dezember 2019]

Mahmud Abbas, Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde:

Weihnachten ist ein palästinensischer Feiertag … Es gibt eine besondere Bedeutung der Weihnachtsfeiern in Palästina, da es eindeutig ein nationaler Feiertag geworden ist, an dem unser ganzes Volk teilnimmt, angefangen vom Präsident Palästinas [Mahmud Abbas] bis  hinunter zum letzten Kind.“
[Abbas, zitiert auf der offiziellen Facebook-Seite der Fatah, 20. Dezember 2019]

Mahmdu Al-Habbash, Berater von Mahmud Abbas für den Islam:

Weihnachten ist auch ein palästinensischer Feiertag, weil Jesus, Friede sei mit ihm, war Palästinenser. Er wurde in Palästina gebore; lebte und wurde [als Prophet] nach Palästina geschickt. Daher hat Weihnachten einen besonderen palästinensischen Geschmack.“
[Mahmud Al-Habbash, oberster Scharia-Richter, zitiert von der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 22. Dezember 2014 und Ma’an, 21. Dezember 2014)

Nein, Christen und Muslime verehren nicht denselben Gott

Robert Spencer, Jihad Watch, 9. August 2019

Colm Fitzpatrick liefert im Irish Catholic ein Argument der Obrigkeit, das das schwächste aller Argumente ist: Christen und Muslime verehren denselben Gott, weil das Zweite Vatikanische Konzil das sagt. Aber eine genauere Prüfung der Beweise zeigt, dass das nicht stimmt. Neben den offensichtlichen Unterschieden bezüglich der Dreifaltigkeit, der Kreuzigung und der Göttlichkeit Jesu gibt es stärkere Unterschiede, die oft übersehen werden.

1. Der freie Wille: Es gibt zahlreiche Abschnitte im Koran sowie Hinweise aus der islamischen Tradition dahingehend, dass nicht nur niemand an Allah glauben kann, außer durch dessen Willen, sondern auch niemand nicht an ihn glauben kann, außer durch dessen Willen. „Und wem immer Allah kein Licht zuweist, der wird kein Licht haben.“ (Sure 24,40)

Das Thema freier Wille versus Vorherbestimmung hat natürlich Christen verschiedener Sekten Jahrhunderte lang gequält, da verschiedenen biblischen Abschnitten in unterschiedlichen Traditionen unterschiedliches Gewicht gegeben wurde. Der Calvinismus in seiner Reinform ist berüchtigt für seine Doktrin der doppelten Prädestination, der Vorstellung, dass Gott Menschen für die Hölle wie für die Rettung bestimmt hat. Aber diese haben sie in der christlichen Tradition heute weitgehend alleine, allgemein gilt, dass Gott möchte, dass alle Männer und Frauen gerettet werden und er gibt ihnen die Mittel diese Rettung zu erreichen. Die Vorstellung, dass Gott Menschen für die Hölle schafft steht komplett in Konflikt mit dem Plan, dass Gott wünscht, „dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2,4) und dass er „keinen Gefallen am Tod dessen, der sterben muss“ hat (Hesekiel 18,32).

Die Lage im Islam ist auf den ersten Blick weit schlimmer, denn das Zeugnis des Koran dazu, wie in anderen Dingen, schient hoffnungslos widersprüchlich zu sein. Der Koran, sagte der Koran, ist „nur eine Ermahnung für alle Welten, für die unter euch, die recht wandeln wollen, dieweil ihr nicht anders wollt, als wie Allah will, der Herr der Welten.“ (Sure 81,27-29) Diejenigen, die „recht wandeln“ wollen – Allahs rechtem Weg folgen – können das nicht, „außer Allah will es“.

Der Koran geht noch beträchtlich weiter, in einen mehr oder weniger offenen Determinismus: „Und hätte Allah gewollt, Er hätte euch sicherlich zu einer einzigen Gemeinde gemacht; jedoch Er läßt den irregehen, der es will, und führt den richtig, der es will, und ihr werdet gewiß zur Rechenschaft gezogen werden für das, was ihr getan.“ (Sure 16,93) Obwohl alles in Allahs Hand liegt, sogar die Entscheidung des Einzelnen ihm zu gehorchen oder nicht – denn er führt diejenigen in die Irre, von denen er das will und führt diejenigen zur Wahrheit, von denen er das will – werden Menschen immer für die Dinge zur Rechenschaft gezogen, die sie getan haben.

Allah schickt sogar Menschen nicht aufgrund ihrer Taten in die Hölle, sondern einzig aufgrund seiner Anordnung: „Und hätten Wir gewollt, Wir hätten jedem seinen Weg zeigen können; jedoch Mein Wort ist wahr geworden: «Füllen will Ich die Hölle mit Dschinn und Menschen allzumal.»“ (Sure 32,13)

Der Koran wiederholt diese Idee oft: Diejenigen, die Allah abgelehnt haben, tun das, weil er es ermöglichte, dass nichts anderes zu tun. Und tatsächlich ist angesichts der Tatsache, dass im islamischen Plan der Schöpfung und Rettung Menschen die Sklaven Allahs sind, nicht seine Kinder, die Ablehnung des freien Willens nicht völlig überraschend. Allah sagt Mohammed, „unter ihnen sind manche, die dir Gehör schenken, doch Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, dass sie nicht begreifen, und in ihre Ohren Taubheit. Selbst wenn sie jedes Zeichen sehn, sie würden doch nicht daran glauben, so dass sie mit dir streiten, wenn sie zu dir kommen. Die Ungläubigen erklären: «Das sind bloß Fabeln der Alten.» Und sie hindern daran und halten sich selbst davon fern. Aber sich selbst stürzen sie ins Verderben; allein sie begreifen es nicht.“ (Sure 6,25-26)

An anderer Stelle im Koran beschreibt Allah diesen Schleier als Siegel und als Barriere; er sagt seinem Propheten: „Die nicht geglaubt haben – und denen es gleich ist, ob du sie warnst oder nicht warnst -, sie werden nicht glauben. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihre Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und sie wird schwere Strafe erwarten.“ (Sure 2, 6-7) Der mittelalterliche Gelehrte Ibn Kathir (1301 – 1372), dessen Kommentar zum Koran bei Muslimmen immer noch enorm einflussreich ist, sagt in seinem Kommentar zu diesem Abschnitt: „Diese Ayat [Verse] deuten an, dass, wen immer Allah aufgeschrieben hat, dass er elend sei, niemlas jemanden finden wird, der ihn zum Glück führt und wen immer Allah in fehl leitet, der wird nie jemanden finden, der ihn führt.“

Auf den ersten Blick mag das nicht weit von Jesu Worten entfernt sein: „Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (Jesaja 6,9-10): »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.« (Matth. 13,13-15)

Und tatsächlich teilt islamische Tradition mit christlicher Tradition die Vorstellung, dass wiederholter Widerstand gegen Gott die eigene Seele für Gnade unempfänglich machen kann. Das scheint in vielen Abschnitten des Koran der Fall zu sein, so bei dem Bericht über die Reaktion von Heuchlern auf eine neue Offenbarung, die Mohammed übermittelte: „Und sooft eine Sura herabgesandt wird, schauen sie einander an: «Sieht euch jemand?» Dann wenden sie sich ab. Allah hat ihre Herzen abwendig gemacht, weil sie ein Volk sind, das nicht begreifen will.“ (Sure 9,127)

Doch im Islam gibt es mehr. Ein weiterer Kommentar des Koran erklärt Sure 36,9 so, dass sie bedeutet, dass Allah „vor ihnen eine Sperrmauer errichtet und hinter ihnen eine Sperrmauer und sie so überdeckt, dass sie nicht sehen (können)“. Ibn Kathir hält fest, dass ein früher Muslim ebenfalls Unglaube für Allahs Willen beschreibt: „Allah setzte diese Sperrmauer zwischen ihnen und dem Islam und dem Imam [Glauben], so dass sie ihn niemals erreichen werden.“

Andere Stellen im Koran erklären das ausdrücklich. „Wir haben viele der Dschinn und der Menschen erschaffen, deren Ende die Hölle sein wird! Sie haben Herzen, und sie verstehen nicht; sie haben Augen, und sie sehen nicht; sie haben Ohren, und sie hören nicht. Sie sind wie das Vieh; ja sie sind weit ärger abgeirrt. Sie sind fürwahr unbedacht.“ (Sure 7,179)

Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit des Leitgedankens der „Augen, die nicht sehen und Ohren, die nicht hören“ gibt es eine gewaltige Kluft zwischen diesen und der Äußerung Jeus, die die meisten Exegeten über die Zeitalter so ausgelegt haben, dass manche Menschen sich derart in Unglauben verhärten, dass sie, wenn sie die Wahrheit Gottes hören, sie sie nicht als solche erkennen. In dem Koran-Abschnitt hingehen sagt Allah, dass er tatsächlich Menschen (wie auch die als Dschinn bekannten mysteriösen Geister) für die Hölle geschaffen hat – eine Doktrin, die sich nur schwerlich mit der Vorstellung eines gerechten und liebenden Gottes in Einklang bringen lässt.

In der theologischen Geschichte des Islam versuchte eine als Qadariyya bekannte Gruppe das Konzept des individuellen freien Willens zu fördern. Der wegbereitender islamische Gelehrte Ignaz Goldziher erklärt, dass die Qadaryya gegen „eine unwerte Konzeption von Gott“ protestierte und doch „konnten sie keine große Anhängerschaft unter den Muslimen finden“. Ihre Gegner „bekämpften sie mit der erhaltenen Interpretation der heiligen Schriften“. Und sie gewannen. Am Ende erklärten muslimische Autoritäten das Konzept des freien menschlichen Willens für häretisch. Ein muslimischer Jurist des 12. Jahrhunderts, Ibn Abi Ya’la, wetterte, die Qadariyya betrachte fälschlich „sie könne in ihrem Griff die Fähigkeit halten Gutes und Böses zu tun, schaden zu vermeiden und Nutzen zu gewinnen, zu gehorchen und nicht zu gehorchen und geleitet oder fehlgeleitet zu werden. Sie behaupten, dass menschliche Wesen die volle Initiative behalten, ohne irgendeinen vorherigen Status innerhalb des Willens Allahs für ihr Handeln, nicht einmal in Seinem Wissen über sie.“ Noch schlimmer: „Ihre Doktrin gleicht der der Zoroastriker und Christen. Sie ist die Wurzel der Ketzerei.“

2. Die Natur der Seele. Das christliche Konzept, dass die Entfremdung der Menschheit von Gott sich in einer Hang zur Sünde zeigt, ist dem Islam völlig fremd. Im Islam ist selbst, dass Adam und Eva im Paradies anfangen und nach ihrem Ungehorsam von dort vertrieben wurden und Satan gelobt die Gläubigen zu versuchen, letztlich auch das eine Erscheinungsform des aktiven Willens Allahs. Im Koran ist es einzig Allah, der in der Seele sowohl „das Böse als auch Rechtschaffenheit“ veranlasst (Sure 91,8). Der weltbekannten muslimische politische Führer und Theologe Syed Abul Ala Maudui aus Pakistan (1902-1979), der einen populären und einflussreichen Kommentar zum Koran schrieb, erklärt, dieser Vers bedeutet, dass „der Schöpfer in die Natur des Menschen Tendenzen und Neigungen eingebettet hat, die sowohl gut als auch böse sind“.

Das bedeutet, dass Allah letztlich nicht nur für die Neigung der Seele zum Guten verantwortlich ist, sondern auch für ihren Hang zum Bösen. Mit anderen Worten: In scharfem Gegensatz zum christlichen Verständnis, dass das Böse von Gott abgelehnt wird, ist Gott im Islam die Quelle des Bösen. Das ist Welten entfernt von der Aussage: „Gott ist Licht und keine Finsternis ist ihn ihm.“ (1. Joh. 1,5) – denn um das Böse in die Seele zu bringen, muss Allah es geben, was in christlicher Vorstellung absolut unmöglich und absurd ist, weil das Böse die Abwesenheit Gottes ist.

3. Das Wesen Gottes. Der Souveränität Allahs kann keine Grenzen gesetzt werden, er ist der absolute Monarch. Das schließt ein, was natürlich daraus kommen würde, dass er immer gut und wahrhaftig ist. Allah, sagt der Koran zweimal, ist der Beste aller „Ränkeschmiede“: „Und als diejenigen, die ungläubig sind, gegen dich Ränke schmiedeten, um dich festzunehmen oder zu ermorden oder zu vertreiben. Sie schmiedeten Ränke, und (auch) Allah schmiedete Ränke. Und Allah ist der beste Ränkeschmied.“ (Sure 8,30; vgl. Sure 3,54) In diesen „Intrigen“ hat Allah keinerlei Grenzen. Tatsächlich verurteilt der Koran die Juden an einer Stelle, weil sie naheliegen, dass Gottes Macht beschränkt ist. Der Abschnitt ist mehrdeutig, aber seine Hauptbedeutung ist deutlich: Si wagten es zu sagen, dass es etwas gibt, das Allah nicht tun kann: „Und die Juden sagen: „Allahs Hand ist gefesselt.“ Ihre (eigenen) Hände seien gefesselt und sie seien verflucht für das, was sie sagen. Nein! Vielmehr sind Seine Hände (weit) ausgestreckt; Er gibt aus, wie Er will.“ (Sure 5,64) Genauso hat er keinerlei Verpflichtung irgendeine Beständigkeit oder etwas anders in dem zu zeigen, was er tut: „Er wird nicht befragt nach dem, was Er tut; sie aber werden befragt.“ (Sure 21, 23)

Was hätten die Juden meinen können, wenn irgendwelche Juden das überhaupt je gesagt haben? Es ist möglich, dass sie meinten, Gott, der gut ist, beständig ist und da Universum gemäß beständigen und beobachtbaren Gesetzen steuert. Das wäre keine sonderliche Einschränkung dessen gewesen, was Gott tun kann, sondern dessen, was er tun würde. Diese Aussage göttlicher Beständigkeit war für die Entwicklung wissenschaftlicher Forschung überaus wichtig. „Der Aufstieg der Naturwissenschaften“, bemerkt der Sozialwissenschaftler Rodney Stark, „war keine Erweiterung des klassischen Lernens. Er war die natürliche Folge christlicher Doktrin: Die Natur existiert, weil sie von Gott geschaffen war. Um Gott zu lieben und zu ehren ist es notwendig die Wunder seines Werks voll zu schätzen. Weil Gott perfekt ist, funktioniert dieses Werk in Übereinstimmung mit unveränderlichen Prinzipien. Mit der vollen Verwendung unserer gottgegebenen Kräfte der Vernunft und Beobachtung sollt es möglich sein diese Prinzipien zu entdecken.“ Dieser Prozess der Entdeckung wurde die Grundlage der modernen Wissenschaften. „Das waren die entscheidenden Ideen“, sagt Stark, „die erklären, warum die Naturwissenschaften im christlichen Europa aufkamen und nirgendwo sonst.“

Tatsächlich wäre es nichts weniger als Blasphemie gewesen, dass eine islamische Kultur bestätigt, Gottes Schöpfung würde gemäß unveränderlichen Prinzipien arbeiten. Allahs Han ist nicht durch Beständigkeit oder sonst etwas gebunden. Allah ist absolut frei alles zu tun, was er will, ohne jegliche Erwartung oder Beschränkung, die aus Logik, Liebe oder sonst etwas stammt. Diese Vorstellung stellt sicher, dass wissenschaftliche Forschung in der islamischen Welt tot geboren wäre.

Das Gleiche gilt für philosophische Untersuchung. Der große islamische Theologe Al-Ghazali (1058 – 1111), obwohl Philosoph, lieferte, was sich als Gnadenstoß für islamische Philosophie herausstellte, zumindest als lebendige Mainstream-Kraft, in seiner monumentalen Attacke auf die Grundidee islamischer Philosophie: Zusammenhanglosigkeit der Philosophen. Muslimische Philosophen wie Avicenna und Averros waren gemäß Al-Ghazali keine intellektuellen Vorreiter, die Respekt und sorgfältige Betrachtung verdienen. Mit dem Postulat, dass es Wahrheit geben könnt, die außerhalb dessen liegt oder gar dem widersprechen könnte, was Allah im Koran offenbart hat, hatten sie sich selbst als nicht weiter als Ketzer erwiesen, die getötet werden und deren Bücher verbrannt werden sollten.

Und während Christen sagen, das Gott sich nicht ändert, bestätigt der Koran Allahs Veränderbarkeit, selbst in dem, was er der Menschheit offenbart: „Was Wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen – Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür. Weißt du denn nicht, dass Allah zu allem die Macht hat?“ (Sure 2,106)

Diese drei Punkt werden kaum jemals in Betracht bezogen, wenn diese Frage aufkommt. Aber sie zeigten die Bestätigung, dass die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils Lumen Gentium und Nostra Atate komplett falsch liegen.

„Verehren Christen und Muslime denselben Gott?
Colm Fitzpatrick, The Irish Catholic, 1. August 2019:

… Das Dokument Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils macht das klar, wenn es darin heißt: „Der Rettungsplan beinhaltet auch diejenigen, die den Schöpfer anerkennen, in erster Linie unter ihnen sind die Muslime; diese bekennen den Glauben an Abraham und zusammen mit uns verehren sie den einen, gnädigen Gott, den Richter der Menschheit am Jüngsten Tag.“ (S. 16)

Doch während die Kirche lehrt, dass beide Religionen denselben Gott verehren, muss eine wichtige Unterscheidung getroffen werden, nämlich dass unsere Auffassung von Gott sich unterscheidet. Muslime glauben z.B. nicht, dass Jesus der Sohn Gottes war und halten nicht an der Dreieinigkeit fest. Das bedeutet nicht, dass Muslime nicht auf denselben Gott Bezug nehmen, nur das sie ein anderes Verstehen davon haben, wer Gott ist…

Das berühmte Kirchendokument zur Einheit der Religionen, Nostra Aetate, fasst diese Sichtweise deutlich zusammen.

„Die Kirche betrachtet auch die Muslime mit Wertschätzung. Sie verehren den einen Gott, leben und existieren in Ihm, gnädig und allmächtig, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu Menschen gesprochen ha; sie bemühen sich sehr sich sogar Seinen unergründlichen Beschlüssen von ganzem Herzen zu unterwerfen, so wie Abraham, mit dem der Glaube des Islam sich mit Vergnügen verbindet, sich Gott unterwirf.

Obwohl sie Jesus nicht als Gott anerkennen, verehren sie ihn als Propheten. Sie verehren zudem Maria, Seine jungfräuliche Mutter, bisweilen rufen sie sie sogar mit Hingabe an. Zusätzlich erwarten Sie den Jüngsten Tag, an dem Gott ihre Wüsten allen geben wid, die von den Toten aufgeweckt wurden. Schließlich schätzen sie das moralische Leben und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen geben und Fasten.“ (S. 3)

Während also Muslime und Christen unterschiedliche Vorstellungen von Gott haben, ist die von ihnen verehrte Gottheit dieselbe.

BDS droht damit Haifas Big Mac-Skulptur zu erlegen

„Ich habe mich der BDS-Bewegung angeschlossen, die das einfache Prinzip unterstützt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest der Menschheit.“

Sheri Oz, The Jerusalem Post, 13. Januar 2019

Die Skulptur eines gekreuzigten Ronald McDonald, die am Freitag gewalttätige Protesten in Haifa auslöste, sollte überhaupt nie im Haifa Museum of Art ausgestellt werden, sagte ihr Künstler Jani Leinonen.

Der finnische Künstler sagte der Jerusalem Post am Sonntag, dass die Nachricht von Protesten seitens der christlichen Gemeinschaft in Haifa „für mich eine beunruhigende Überraschung kam, insbesondere weil meine Arbeit sich gegen meinen Wunsch in der Ausstellung befindet“.

„Ich schloss mich der Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) an, die das einfache Prinzip vertritt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest dem Menschheit“, sagte Leinonen. „Israel nutzt offen die Kultur als Propagandamittel, um sein Besatzungsregime, Kolonialisierung durch Si edler und Apartheid über das palästinensische Volk zu übertünchen. Daher wünsche ich nicht Teil dieser Ausstellung zu sein und forderte das Museum auf mein Kunstwerk aus der Ausstellung zu nehmen.“

Leinonen erhielt nach eigenen Angaben eine Antwort von Shamir, die ihn glauben ließ, sein Werk sei entfernt worden. Dann las er Samstagmorgen von den gewalttätigen Demonstrationen.

„Ich schickte sofort eine weitere Aufforderung an den Kurator, dass das Werk aus der Ausstellung entfernt werden soll, wie es von vorneherein hätte geschehen sollen“, sagte Leinonen. „Ich habe vom Museum noch keine Antwort erhalten. Ich bestehe darauf, dass meine Arbeit sofort aus der Ausstellung genommen wird.“

Eine Sprecherin des Haifa Museum of Art sagte jedoch, dass die McJesus-Skulptur (unter diesem Namen ist sie bekannt) von einer Galerie in Finnland für eine bestimmte Zeit ausgeliehen wurde. Die Skulptur hat sich seit August 2018 in dem Museum befunden und seitdem „hat das Museum von der Galerie nie eine Aufforderung bekommen sie zu entfernen.“

Die Sprecherin war sich nicht sicher, ob Shamir eine solche Aufforderung direkt vom Künstler erhalten hat.

„Die Regelmäßigkeit solcher Ereignisse in Verbindung mit BDS-Aktivisten, die versuchen Kunstausstellungen in Israel zu verhindern, hat in den letzten Jahren oft zugenommen und das Museum muss viele Fälle dieser Art handhaben“, sagte die Sprecherin. „Das Haifa Museum of Art arbeitet mit Hingabe gegen Versuche wie diese, damit Israelis, die Kunst schätzen, weiterhin Zugang zu ihr haben.“

Am Freitag wurde berichtet, dass Proteste gegen die Skulptur ausbrachen, weil die arabisch-christliche Gemeinschaft das Gefühl hatte, die Skulptur sei respektlos gegenüber der Religion.

Ein arabisch-christlicher Demonstrant sagte gegenüber Walla! News, die Regierung reagiere nicht angemessen auf die Beschwerden der arabisch-christlichen Gemeinde, Grund dafür sei ihr Minderheitsstatus in Israel.

„Wenn sie ein Skulptur von Hitler mit einer Thora-Rolle aufstellten, würden sie sofort reagieren“, sagte er.

Die Proteste wurden gewalttätige und das Polizeipräsidium von Haifa schickte Beamte seiner Sondereinheit hin, um das Museum zu bewachen.

Ein paar Hundert Protestierende versuchten während der Demonstration mit Gewalt ins Haifa Museum of Art einzudringen, hieß es seitens der Polizei von Haifa. Drei Beamte wurden leicht verletzt, als sie mit Steinen beworfen wurden.

Nissim Tal, Generaldirektor des Museums, sagte gegenüber der Jerusalem Post, am Eröffnungsabend im August waren mehr als 1.000 Menschen anwesend und es gab nicht ausreichen Platz für alle. Seitdem sind mehr als 30.000 Besucher gekommen, um die neun Ausstellungsstücke zu sehen, die eine umfassende Ausstellung über die Kommerzialisierung der modernen Gesellschaft zeigt.

Nach den Protesten stimmte Tal zu am Eingang ein Schild aufzustellen, das die Besucher warnt, manche könnten den Inhalt beleidigend finden.

Eine Quelle in der Stadtverwaltung von Haifa sagte, sie glaube, die Proteste seien von einem „rechten Extremisten in Protest gegen die Wahl von Einat Kalisch-Rotem ausgelöst worden, die Yona Yahaf im Bürgermeisteramt von Haifa ablöst“.

Sie sagte, da das Museum ein wichtiges Element des kulturellen Lebens in Haifa sei, „ist es ein weiches Ziel, leichte Beute für die, die gegen Kalisch-Rotem sind“.

Die Äußerungen der Quelle aus der Stadtverwaltung konnten nicht bestätigt werden.

(Das Thema ist noch nicht abgeschlossen.)

Kommentare:

(1) Es spricht Bände, dass ein BDS-Anhänger sich gegen die Ausstellung seines Werks in Haifa wendet. Er agiert damit nicht zugunsten der PalAraber, boykottiert nicht die Siedlungen, sondern Israel als Ganzes. Es beweist sich damit einmal mehr, dass die Behauptung von BDS-Vertretern nur  „gegen die Besatzung“ zu sein/zu agieren eine gelogene Nebelwand ist.

(2) Es ist auch nicht verwunderlich, dass es sich bei dem religionsfeindlichen „Künstler“ um jemanden handelt, der die BDS-Antisemiten unterstützt. Leute, die den christlichen Glauben verunglimpfen, haben oft auch keinerlei Respekt vor Fakten in Sachen Nahost-Konflikt/Israel oder stellen sie gewollt auf den Kopf.

(3) Abgesehen von der Gewalttätigkeit der Demonstranten: Ich würde mich ihrem Protest anschließen, wäre ich vor Ort. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass der christliche Glaube weiter mit „Kunstwerken“ diffamiert und herabgewürdigt wird, wenn das nicht mit allen Religionen gemacht wird. Insbesondere Kritik an einer bestimmten Religion mit grüner Flagge wird von Künstlern überhaupt nicht geübt, weil sie vor der von deren Vertretern angedrohten und ausgeübten Gewalt kuschen. Wer so „mutig“ ist, Christen aufs Blut zu reizen und zu beleidigen, weil er weiß, dass diese sich nicht mit Gewalt wehren, ist ein Feigling und ein Heuchler, wenn er das nicht mit anderen Religionen auch tut. (Allerdings muss man sich schon fragen, ob Proteste etwas bringen, wenn sie im Vergleich mit „Protesten“ gegen islamkritische Werke bzw. Äußerungen/Schriften so völlig wirkungslos bleiben. Müssen Christen tatsächlich erst gewalttätig werden, wenn es um ihre Sensibilitäten geht, damit darauf Rücksicht genommen wird?)

(4) Die Behauptung, die Regierung müsse einschreiten und tue nichts, finde ich hingegen unangebracht, weil die Regierung nicht in die Ausstellungspolitik des Museums einzugreifen hat. Der Protest hat sich gegen das Museum und seine Betreiber zu richten, die Ausstellungsinhalte haben nichts mit dem Minderheitsstatus der (arabischen) Christen zu tun.

 

Der Islam macht gerade rebellische Teenager-Jahre durch, sagt Vater

The Mideast Beast, 7. Januar 2017

is-rebellische-jahre

Mit dem Aufkommen von ISIS und islamischem Extremismus im Allgemeinen macht die Religion, der die Welt riesige Vorteile in den Wissenschaften, Mathematik und Medizin, als er jünger war, jetzt einige natürlich Wachstumsschwierigkeiten durch.

„Der Islam macht gerade eine schwere Zeit durch“, sagte Abraham, der Vater der Nationen, während er ein Glas starken Scotch eingoss, natürlich Single Malt. „Es ist nur natürlich, dass der Islam sich Dingen gegenüber sieht, die alle Religionen durchmachen, wenn sie dieses Alter erreichen: Er ist streitlustiger, hat einen Unbesiegbar-Mentalität, neigt stärker zu Konflikten usw. Vielleicht gibt es ungelöste Wut, weil ich nicht wirklich für Ismael da war, als er aufwuchs. Aber das gibt es nicht nur im Islam. Alle meine Religionen haben ihre besch… Zeiten der Verrücktheit durchgemacht. Der Islam hat nur Zugang zu mehr Schießpulver.“

Recherche des Mideast Beast stützt Abrahams Behauptungen. Seine anderen Religionen machten auch diese Art gewalttätiger Phasen durch, als in die Pubertät kamen. Das Alte Testament ist geplagt von Geschichten über Abrahams Älteste, die Israeliten-dann Hebräer-dann Juden, die das Land Kanaan eroberten und behaupteten Gott habe es ihnen gegeben. Die Christenheit begann mit Zeichen impulsiver Jugendphasen, als es erst vorpubertär war, was mit dem Niedergang des Heidentums innerhalb des römischen Imperiums begann, über die Kreuzzüge weiterging und ihren Weg bis zur spanischen Inquisition und eine Weile weiter fand. Heute ist der Islam dran.

„Wer mir richtig Sorgen macht, sind die Baha‘i“, fuhr Abraham fort. „Sicher, die sind jetzt friedlich und haben wunderschöne Gärten, aber in ein paar hundert Jahren werden wir eine Rückkehr ui, Baha’i-Fundmantalismus erleben und alleine Gott weiß, was für Waffen es dann geben wird.“

„Wissenschaftliche“ Behauptung: Christliche Bibel ist „blutrünstiger“ als Koran

Raymond Ibrahim, 14. Februar 2016

Eine neue, auf Daten basierende Studie, die von Yahoo News, der Huffington Post und in vielen weiteren Medien veröffentlicht wurde, erweckt den Anschein bewiesen zu haben, dass die Bibel, einschließlich des Neuen Testaments, gewalttätiger sei als der Koran.

Tom McKay schreibt in seinem Artikel über die Studie, dass 58% der Amerikaner eine schlechte Meinung über den Islam hätten dank einer geschönten Liste bestehend aus Falschinformationen über den heiligen Text, den Koran. Er fährt fort:

„Aber ein kürzlich durchgeführtes Projekt des Datenanalysten und Marktforschers Tom Anderson stellt eine Fehlvorstellung auf den Kopf: dass der Koran blutrünstiger sei als die christliche Bibel … Das Projekt stellte fest, dass von den drei Büchern [Altes Testament, neues Testament, Koran] das Alte Testament am gewalttätigsten ist; etwa 5,3% des Textes verweisen auf Zerstörung und Töten – der Koran fährt bei 2,1% ein, das Neue Testament liegt mit 2,8% etwas höher …. Laut Anderson stellt dieser Befund die beliebte Meinung der Menschen im Westen infrage, dass Muslime einem besonders gewalttätigen Glauben anhängen. In Wirklichkeit scheint der Inhalt des Alten Testaments in der Tat der von diesen drei Büchern der gewalttätigste zu sein.“

Diese Studie beweist also was Islam-Apologeten schon lange behaupten: dass die Bibel mehr Gewalt und Blutvergießen enthält als der Koran. Dennoch muss die Intelligenz und/oder Aufrichtigkeit eines jeden – einschließlich angeblicher Wissenschaftler und „Denker“ – der diese Tatsache als Beweis zitiert, dass der Koran nicht zu mehr Gewalt aufruft als die Bibel, aufs äußerste bezweifelt werden.

Zunächst einmal ignoriert dieses Argument grundsätzlich den Kontext aller drei Schriften. Gewalt in der Bibel – sei es im Alten oder im Neuen Testament – mit Gewalt im Koran zu vergleichen vermengt Geschichte mit Doktrin. Die Mehrheit der Gewalt in der Bibel wird als geschichtliches Ereignis verzeichnet, eine Beschreibung von Ereignissen. Im Gegensatz dazu ist die überwältigende Mehrheit der Gewalt im Koran doktrinär bedeutsam. Mit anderen Worten, die Bibel ist genauso fähig ihre Leser zu Gewalt anzustacheln wie ein Geschichtslehrbuch. Demgegenüber benutzt der Koran offene Sprache, um die Gläubigen zu Gewalttaten gegen Nichtmuslime aufzurufen (s. Raymond Ibrahim: Are Judaism and Christianity as Violent as Islam als umfassendste und dokumentierte Abhandlung gegen diese ermüdende Rechtfertigung).

Diese Studie enttäuscht auch darin berücksichtigen, wer hinter dieser Gewalt steckt. Sie scheint nur die Anzahl der Stellen zu zählen in denen das Wort „töten“ erscheint. Deswegen stehen Beschreibungen des Neuen Testaments über die Verfolgung und Tötung von Christen – einschließlich Jesus – angeblich als Aufruf zur Gewalt auf der gleichen Stufe wie Allahs Gebote für Muslime „die Ungläubigen zu schlachten wo immer man sie findet – greift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ (Sure 9,5). Diese Studie macht keinen Unterschied zwischen dem Märtyrertum von Stefan und Allahs Worten: „Ich werde Terror in die Herzen der Ungläubigen werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab“ (Sure 8,12).

Auch die Behauptung hinter dieser Studie – „58% der Amerikaner haben eine unvorteilhafte Meinung vom Islam, offenbar wegen „Fehlinformationen über den heiligen des Text des Islams, den Koran“ – ist ein Strohhalm-Argument. „Islamophobie“ gründet weniger auf dem, was die Amerikaner über den Koran denken, als vielmehr auf der von Muslimen im Namen des Islams täglich begangen Gewalt, dem Terror und den Grausamkeiten, die sie sehen und hören. (Ironischerweise besteht der einzige Grund, sich auf ein solches Strohhalm-Argument zu berufen, darin, dass das Argument selbst unangreifbar ist, selbst wenn es am wahren Sachverhalt vorbei geht. Wie wir hier jedoch sehen, ist sogar das Strohhalm-Argument selbst – dass die Bibel mehr Potenzial zur Aufstachelung zu Gewalt hat als der Koran – voller Löcher).

Das sagt nichts zu der Tatsache, dass islamische Lehre sich kaum auf den Koran beschränkt. Viele Bände kanonischer (sahih) Hadithe (Worte und Taten Mohammeds) prägen gleichermaßen das Handeln von Muslimen. Ein muslimischer Kleriker formulierte es so: „Vieles im Islam bleibt ohne die Hadithe ein rein abstraktes Konzept. Ohne die Beschreibungen, die man in den Hadithen findet, wüssten wir nicht wie man betet, fastet, Zakah bezahlt oder pilgert….“. Und wie der Zufall so spielt, gibt es in den Hadithen zahlenmäßig weit mehr Aufrufe zu Gewalt gegen Ungläubige als im Koran.

Schließlich scheint diese Studie nicht in Betracht zu ziehen, dass die Bibel ungefähr zehnmal länger ist als der Koran. Setzt man das ins Verhältnis, dann enthält der Koran mehr als dreimal so viel Gewalt als in der Bibel zu finden ist.

Aufgrund ihrer vielen Mängel gibt selbst Anderson zu, dass seine „Analyse oberflächlich ist und die Ergebnisse alles andere als schlüssig sind“. Warum stellen also etliche Medien die Schlussfolgerung einer Studie heraus, die bereitwillig zugibt, dass sie gar nicht beweist, was ihre Anhänger behaupten?

Weil die politisch korrekte Schlussfolgerung – dass der Islam nicht schlimmer sein kann als Judentum und Christenheit – alles ist, was hier zählt, scheiß auf klaffende Löcher in der Methodik.