Nein, Christen und Muslime verehren nicht denselben Gott

Robert Spencer, Jihad Watch, 9. August 2019

Colm Fitzpatrick liefert im Irish Catholic ein Argument der Obrigkeit, das das schwächste aller Argumente ist: Christen und Muslime verehren denselben Gott, weil das Zweite Vatikanische Konzil das sagt. Aber eine genauere Prüfung der Beweise zeigt, dass das nicht stimmt. Neben den offensichtlichen Unterschieden bezüglich der Dreifaltigkeit, der Kreuzigung und der Göttlichkeit Jesu gibt es stärkere Unterschiede, die oft übersehen werden.

1. Der freie Wille: Es gibt zahlreiche Abschnitte im Koran sowie Hinweise aus der islamischen Tradition dahingehend, dass nicht nur niemand an Allah glauben kann, außer durch dessen Willen, sondern auch niemand nicht an ihn glauben kann, außer durch dessen Willen. „Und wem immer Allah kein Licht zuweist, der wird kein Licht haben.“ (Sure 24,40)

Das Thema freier Wille versus Vorherbestimmung hat natürlich Christen verschiedener Sekten Jahrhunderte lang gequält, da verschiedenen biblischen Abschnitten in unterschiedlichen Traditionen unterschiedliches Gewicht gegeben wurde. Der Calvinismus in seiner Reinform ist berüchtigt für seine Doktrin der doppelten Prädestination, der Vorstellung, dass Gott Menschen für die Hölle wie für die Rettung bestimmt hat. Aber diese haben sie in der christlichen Tradition heute weitgehend alleine, allgemein gilt, dass Gott möchte, dass alle Männer und Frauen gerettet werden und er gibt ihnen die Mittel diese Rettung zu erreichen. Die Vorstellung, dass Gott Menschen für die Hölle schafft steht komplett in Konflikt mit dem Plan, dass Gott wünscht, „dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2,4) und dass er „keinen Gefallen am Tod dessen, der sterben muss“ hat (Hesekiel 18,32).

Die Lage im Islam ist auf den ersten Blick weit schlimmer, denn das Zeugnis des Koran dazu, wie in anderen Dingen, schient hoffnungslos widersprüchlich zu sein. Der Koran, sagte der Koran, ist „nur eine Ermahnung für alle Welten, für die unter euch, die recht wandeln wollen, dieweil ihr nicht anders wollt, als wie Allah will, der Herr der Welten.“ (Sure 81,27-29) Diejenigen, die „recht wandeln“ wollen – Allahs rechtem Weg folgen – können das nicht, „außer Allah will es“.

Der Koran geht noch beträchtlich weiter, in einen mehr oder weniger offenen Determinismus: „Und hätte Allah gewollt, Er hätte euch sicherlich zu einer einzigen Gemeinde gemacht; jedoch Er läßt den irregehen, der es will, und führt den richtig, der es will, und ihr werdet gewiß zur Rechenschaft gezogen werden für das, was ihr getan.“ (Sure 16,93) Obwohl alles in Allahs Hand liegt, sogar die Entscheidung des Einzelnen ihm zu gehorchen oder nicht – denn er führt diejenigen in die Irre, von denen er das will und führt diejenigen zur Wahrheit, von denen er das will – werden Menschen immer für die Dinge zur Rechenschaft gezogen, die sie getan haben.

Allah schickt sogar Menschen nicht aufgrund ihrer Taten in die Hölle, sondern einzig aufgrund seiner Anordnung: „Und hätten Wir gewollt, Wir hätten jedem seinen Weg zeigen können; jedoch Mein Wort ist wahr geworden: «Füllen will Ich die Hölle mit Dschinn und Menschen allzumal.»“ (Sure 32,13)

Der Koran wiederholt diese Idee oft: Diejenigen, die Allah abgelehnt haben, tun das, weil er es ermöglichte, dass nichts anderes zu tun. Und tatsächlich ist angesichts der Tatsache, dass im islamischen Plan der Schöpfung und Rettung Menschen die Sklaven Allahs sind, nicht seine Kinder, die Ablehnung des freien Willens nicht völlig überraschend. Allah sagt Mohammed, „unter ihnen sind manche, die dir Gehör schenken, doch Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, dass sie nicht begreifen, und in ihre Ohren Taubheit. Selbst wenn sie jedes Zeichen sehn, sie würden doch nicht daran glauben, so dass sie mit dir streiten, wenn sie zu dir kommen. Die Ungläubigen erklären: «Das sind bloß Fabeln der Alten.» Und sie hindern daran und halten sich selbst davon fern. Aber sich selbst stürzen sie ins Verderben; allein sie begreifen es nicht.“ (Sure 6,25-26)

An anderer Stelle im Koran beschreibt Allah diesen Schleier als Siegel und als Barriere; er sagt seinem Propheten: „Die nicht geglaubt haben – und denen es gleich ist, ob du sie warnst oder nicht warnst -, sie werden nicht glauben. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihre Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und sie wird schwere Strafe erwarten.“ (Sure 2, 6-7) Der mittelalterliche Gelehrte Ibn Kathir (1301 – 1372), dessen Kommentar zum Koran bei Muslimmen immer noch enorm einflussreich ist, sagt in seinem Kommentar zu diesem Abschnitt: „Diese Ayat [Verse] deuten an, dass, wen immer Allah aufgeschrieben hat, dass er elend sei, niemlas jemanden finden wird, der ihn zum Glück führt und wen immer Allah in fehl leitet, der wird nie jemanden finden, der ihn führt.“

Auf den ersten Blick mag das nicht weit von Jesu Worten entfernt sein: „Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (Jesaja 6,9-10): »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.« (Matth. 13,13-15)

Und tatsächlich teilt islamische Tradition mit christlicher Tradition die Vorstellung, dass wiederholter Widerstand gegen Gott die eigene Seele für Gnade unempfänglich machen kann. Das scheint in vielen Abschnitten des Koran der Fall zu sein, so bei dem Bericht über die Reaktion von Heuchlern auf eine neue Offenbarung, die Mohammed übermittelte: „Und sooft eine Sura herabgesandt wird, schauen sie einander an: «Sieht euch jemand?» Dann wenden sie sich ab. Allah hat ihre Herzen abwendig gemacht, weil sie ein Volk sind, das nicht begreifen will.“ (Sure 9,127)

Doch im Islam gibt es mehr. Ein weiterer Kommentar des Koran erklärt Sure 36,9 so, dass sie bedeutet, dass Allah „vor ihnen eine Sperrmauer errichtet und hinter ihnen eine Sperrmauer und sie so überdeckt, dass sie nicht sehen (können)“. Ibn Kathir hält fest, dass ein früher Muslim ebenfalls Unglaube für Allahs Willen beschreibt: „Allah setzte diese Sperrmauer zwischen ihnen und dem Islam und dem Imam [Glauben], so dass sie ihn niemals erreichen werden.“

Andere Stellen im Koran erklären das ausdrücklich. „Wir haben viele der Dschinn und der Menschen erschaffen, deren Ende die Hölle sein wird! Sie haben Herzen, und sie verstehen nicht; sie haben Augen, und sie sehen nicht; sie haben Ohren, und sie hören nicht. Sie sind wie das Vieh; ja sie sind weit ärger abgeirrt. Sie sind fürwahr unbedacht.“ (Sure 7,179)

Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit des Leitgedankens der „Augen, die nicht sehen und Ohren, die nicht hören“ gibt es eine gewaltige Kluft zwischen diesen und der Äußerung Jeus, die die meisten Exegeten über die Zeitalter so ausgelegt haben, dass manche Menschen sich derart in Unglauben verhärten, dass sie, wenn sie die Wahrheit Gottes hören, sie sie nicht als solche erkennen. In dem Koran-Abschnitt hingehen sagt Allah, dass er tatsächlich Menschen (wie auch die als Dschinn bekannten mysteriösen Geister) für die Hölle geschaffen hat – eine Doktrin, die sich nur schwerlich mit der Vorstellung eines gerechten und liebenden Gottes in Einklang bringen lässt.

In der theologischen Geschichte des Islam versuchte eine als Qadariyya bekannte Gruppe das Konzept des individuellen freien Willens zu fördern. Der wegbereitender islamische Gelehrte Ignaz Goldziher erklärt, dass die Qadaryya gegen „eine unwerte Konzeption von Gott“ protestierte und doch „konnten sie keine große Anhängerschaft unter den Muslimen finden“. Ihre Gegner „bekämpften sie mit der erhaltenen Interpretation der heiligen Schriften“. Und sie gewannen. Am Ende erklärten muslimische Autoritäten das Konzept des freien menschlichen Willens für häretisch. Ein muslimischer Jurist des 12. Jahrhunderts, Ibn Abi Ya’la, wetterte, die Qadariyya betrachte fälschlich „sie könne in ihrem Griff die Fähigkeit halten Gutes und Böses zu tun, schaden zu vermeiden und Nutzen zu gewinnen, zu gehorchen und nicht zu gehorchen und geleitet oder fehlgeleitet zu werden. Sie behaupten, dass menschliche Wesen die volle Initiative behalten, ohne irgendeinen vorherigen Status innerhalb des Willens Allahs für ihr Handeln, nicht einmal in Seinem Wissen über sie.“ Noch schlimmer: „Ihre Doktrin gleicht der der Zoroastriker und Christen. Sie ist die Wurzel der Ketzerei.“

2. Die Natur der Seele. Das christliche Konzept, dass die Entfremdung der Menschheit von Gott sich in einer Hang zur Sünde zeigt, ist dem Islam völlig fremd. Im Islam ist selbst, dass Adam und Eva im Paradies anfangen und nach ihrem Ungehorsam von dort vertrieben wurden und Satan gelobt die Gläubigen zu versuchen, letztlich auch das eine Erscheinungsform des aktiven Willens Allahs. Im Koran ist es einzig Allah, der in der Seele sowohl „das Böse als auch Rechtschaffenheit“ veranlasst (Sure 91,8). Der weltbekannten muslimische politische Führer und Theologe Syed Abul Ala Maudui aus Pakistan (1902-1979), der einen populären und einflussreichen Kommentar zum Koran schrieb, erklärt, dieser Vers bedeutet, dass „der Schöpfer in die Natur des Menschen Tendenzen und Neigungen eingebettet hat, die sowohl gut als auch böse sind“.

Das bedeutet, dass Allah letztlich nicht nur für die Neigung der Seele zum Guten verantwortlich ist, sondern auch für ihren Hang zum Bösen. Mit anderen Worten: In scharfem Gegensatz zum christlichen Verständnis, dass das Böse von Gott abgelehnt wird, ist Gott im Islam die Quelle des Bösen. Das ist Welten entfernt von der Aussage: „Gott ist Licht und keine Finsternis ist ihn ihm.“ (1. Joh. 1,5) – denn um das Böse in die Seele zu bringen, muss Allah es geben, was in christlicher Vorstellung absolut unmöglich und absurd ist, weil das Böse die Abwesenheit Gottes ist.

3. Das Wesen Gottes. Der Souveränität Allahs kann keine Grenzen gesetzt werden, er ist der absolute Monarch. Das schließt ein, was natürlich daraus kommen würde, dass er immer gut und wahrhaftig ist. Allah, sagt der Koran zweimal, ist der Beste aller „Ränkeschmiede“: „Und als diejenigen, die ungläubig sind, gegen dich Ränke schmiedeten, um dich festzunehmen oder zu ermorden oder zu vertreiben. Sie schmiedeten Ränke, und (auch) Allah schmiedete Ränke. Und Allah ist der beste Ränkeschmied.“ (Sure 8,30; vgl. Sure 3,54) In diesen „Intrigen“ hat Allah keinerlei Grenzen. Tatsächlich verurteilt der Koran die Juden an einer Stelle, weil sie naheliegen, dass Gottes Macht beschränkt ist. Der Abschnitt ist mehrdeutig, aber seine Hauptbedeutung ist deutlich: Si wagten es zu sagen, dass es etwas gibt, das Allah nicht tun kann: „Und die Juden sagen: „Allahs Hand ist gefesselt.“ Ihre (eigenen) Hände seien gefesselt und sie seien verflucht für das, was sie sagen. Nein! Vielmehr sind Seine Hände (weit) ausgestreckt; Er gibt aus, wie Er will.“ (Sure 5,64) Genauso hat er keinerlei Verpflichtung irgendeine Beständigkeit oder etwas anders in dem zu zeigen, was er tut: „Er wird nicht befragt nach dem, was Er tut; sie aber werden befragt.“ (Sure 21, 23)

Was hätten die Juden meinen können, wenn irgendwelche Juden das überhaupt je gesagt haben? Es ist möglich, dass sie meinten, Gott, der gut ist, beständig ist und da Universum gemäß beständigen und beobachtbaren Gesetzen steuert. Das wäre keine sonderliche Einschränkung dessen gewesen, was Gott tun kann, sondern dessen, was er tun würde. Diese Aussage göttlicher Beständigkeit war für die Entwicklung wissenschaftlicher Forschung überaus wichtig. „Der Aufstieg der Naturwissenschaften“, bemerkt der Sozialwissenschaftler Rodney Stark, „war keine Erweiterung des klassischen Lernens. Er war die natürliche Folge christlicher Doktrin: Die Natur existiert, weil sie von Gott geschaffen war. Um Gott zu lieben und zu ehren ist es notwendig die Wunder seines Werks voll zu schätzen. Weil Gott perfekt ist, funktioniert dieses Werk in Übereinstimmung mit unveränderlichen Prinzipien. Mit der vollen Verwendung unserer gottgegebenen Kräfte der Vernunft und Beobachtung sollt es möglich sein diese Prinzipien zu entdecken.“ Dieser Prozess der Entdeckung wurde die Grundlage der modernen Wissenschaften. „Das waren die entscheidenden Ideen“, sagt Stark, „die erklären, warum die Naturwissenschaften im christlichen Europa aufkamen und nirgendwo sonst.“

Tatsächlich wäre es nichts weniger als Blasphemie gewesen, dass eine islamische Kultur bestätigt, Gottes Schöpfung würde gemäß unveränderlichen Prinzipien arbeiten. Allahs Han ist nicht durch Beständigkeit oder sonst etwas gebunden. Allah ist absolut frei alles zu tun, was er will, ohne jegliche Erwartung oder Beschränkung, die aus Logik, Liebe oder sonst etwas stammt. Diese Vorstellung stellt sicher, dass wissenschaftliche Forschung in der islamischen Welt tot geboren wäre.

Das Gleiche gilt für philosophische Untersuchung. Der große islamische Theologe Al-Ghazali (1058 – 1111), obwohl Philosoph, lieferte, was sich als Gnadenstoß für islamische Philosophie herausstellte, zumindest als lebendige Mainstream-Kraft, in seiner monumentalen Attacke auf die Grundidee islamischer Philosophie: Zusammenhanglosigkeit der Philosophen. Muslimische Philosophen wie Avicenna und Averros waren gemäß Al-Ghazali keine intellektuellen Vorreiter, die Respekt und sorgfältige Betrachtung verdienen. Mit dem Postulat, dass es Wahrheit geben könnt, die außerhalb dessen liegt oder gar dem widersprechen könnte, was Allah im Koran offenbart hat, hatten sie sich selbst als nicht weiter als Ketzer erwiesen, die getötet werden und deren Bücher verbrannt werden sollten.

Und während Christen sagen, das Gott sich nicht ändert, bestätigt der Koran Allahs Veränderbarkeit, selbst in dem, was er der Menschheit offenbart: „Was Wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen – Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür. Weißt du denn nicht, dass Allah zu allem die Macht hat?“ (Sure 2,106)

Diese drei Punkt werden kaum jemals in Betracht bezogen, wenn diese Frage aufkommt. Aber sie zeigten die Bestätigung, dass die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils Lumen Gentium und Nostra Atate komplett falsch liegen.

„Verehren Christen und Muslime denselben Gott?
Colm Fitzpatrick, The Irish Catholic, 1. August 2019:

… Das Dokument Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils macht das klar, wenn es darin heißt: „Der Rettungsplan beinhaltet auch diejenigen, die den Schöpfer anerkennen, in erster Linie unter ihnen sind die Muslime; diese bekennen den Glauben an Abraham und zusammen mit uns verehren sie den einen, gnädigen Gott, den Richter der Menschheit am Jüngsten Tag.“ (S. 16)

Doch während die Kirche lehrt, dass beide Religionen denselben Gott verehren, muss eine wichtige Unterscheidung getroffen werden, nämlich dass unsere Auffassung von Gott sich unterscheidet. Muslime glauben z.B. nicht, dass Jesus der Sohn Gottes war und halten nicht an der Dreieinigkeit fest. Das bedeutet nicht, dass Muslime nicht auf denselben Gott Bezug nehmen, nur das sie ein anderes Verstehen davon haben, wer Gott ist…

Das berühmte Kirchendokument zur Einheit der Religionen, Nostra Aetate, fasst diese Sichtweise deutlich zusammen.

„Die Kirche betrachtet auch die Muslime mit Wertschätzung. Sie verehren den einen Gott, leben und existieren in Ihm, gnädig und allmächtig, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu Menschen gesprochen ha; sie bemühen sich sehr sich sogar Seinen unergründlichen Beschlüssen von ganzem Herzen zu unterwerfen, so wie Abraham, mit dem der Glaube des Islam sich mit Vergnügen verbindet, sich Gott unterwirf.

Obwohl sie Jesus nicht als Gott anerkennen, verehren sie ihn als Propheten. Sie verehren zudem Maria, Seine jungfräuliche Mutter, bisweilen rufen sie sie sogar mit Hingabe an. Zusätzlich erwarten Sie den Jüngsten Tag, an dem Gott ihre Wüsten allen geben wid, die von den Toten aufgeweckt wurden. Schließlich schätzen sie das moralische Leben und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen geben und Fasten.“ (S. 3)

Während also Muslime und Christen unterschiedliche Vorstellungen von Gott haben, ist die von ihnen verehrte Gottheit dieselbe.

BDS droht damit Haifas Big Mac-Skulptur zu erlegen

„Ich habe mich der BDS-Bewegung angeschlossen, die das einfache Prinzip unterstützt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest der Menschheit.“

Sheri Oz, The Jerusalem Post, 13. Januar 2019

Die Skulptur eines gekreuzigten Ronald McDonald, die am Freitag gewalttätige Protesten in Haifa auslöste, sollte überhaupt nie im Haifa Museum of Art ausgestellt werden, sagte ihr Künstler Jani Leinonen.

Der finnische Künstler sagte der Jerusalem Post am Sonntag, dass die Nachricht von Protesten seitens der christlichen Gemeinschaft in Haifa „für mich eine beunruhigende Überraschung kam, insbesondere weil meine Arbeit sich gegen meinen Wunsch in der Ausstellung befindet“.

„Ich schloss mich der Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) an, die das einfache Prinzip vertritt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest dem Menschheit“, sagte Leinonen. „Israel nutzt offen die Kultur als Propagandamittel, um sein Besatzungsregime, Kolonialisierung durch Si edler und Apartheid über das palästinensische Volk zu übertünchen. Daher wünsche ich nicht Teil dieser Ausstellung zu sein und forderte das Museum auf mein Kunstwerk aus der Ausstellung zu nehmen.“

Leinonen erhielt nach eigenen Angaben eine Antwort von Shamir, die ihn glauben ließ, sein Werk sei entfernt worden. Dann las er Samstagmorgen von den gewalttätigen Demonstrationen.

„Ich schickte sofort eine weitere Aufforderung an den Kurator, dass das Werk aus der Ausstellung entfernt werden soll, wie es von vorneherein hätte geschehen sollen“, sagte Leinonen. „Ich habe vom Museum noch keine Antwort erhalten. Ich bestehe darauf, dass meine Arbeit sofort aus der Ausstellung genommen wird.“

Eine Sprecherin des Haifa Museum of Art sagte jedoch, dass die McJesus-Skulptur (unter diesem Namen ist sie bekannt) von einer Galerie in Finnland für eine bestimmte Zeit ausgeliehen wurde. Die Skulptur hat sich seit August 2018 in dem Museum befunden und seitdem „hat das Museum von der Galerie nie eine Aufforderung bekommen sie zu entfernen.“

Die Sprecherin war sich nicht sicher, ob Shamir eine solche Aufforderung direkt vom Künstler erhalten hat.

„Die Regelmäßigkeit solcher Ereignisse in Verbindung mit BDS-Aktivisten, die versuchen Kunstausstellungen in Israel zu verhindern, hat in den letzten Jahren oft zugenommen und das Museum muss viele Fälle dieser Art handhaben“, sagte die Sprecherin. „Das Haifa Museum of Art arbeitet mit Hingabe gegen Versuche wie diese, damit Israelis, die Kunst schätzen, weiterhin Zugang zu ihr haben.“

Am Freitag wurde berichtet, dass Proteste gegen die Skulptur ausbrachen, weil die arabisch-christliche Gemeinschaft das Gefühl hatte, die Skulptur sei respektlos gegenüber der Religion.

Ein arabisch-christlicher Demonstrant sagte gegenüber Walla! News, die Regierung reagiere nicht angemessen auf die Beschwerden der arabisch-christlichen Gemeinde, Grund dafür sei ihr Minderheitsstatus in Israel.

„Wenn sie ein Skulptur von Hitler mit einer Thora-Rolle aufstellten, würden sie sofort reagieren“, sagte er.

Die Proteste wurden gewalttätige und das Polizeipräsidium von Haifa schickte Beamte seiner Sondereinheit hin, um das Museum zu bewachen.

Ein paar Hundert Protestierende versuchten während der Demonstration mit Gewalt ins Haifa Museum of Art einzudringen, hieß es seitens der Polizei von Haifa. Drei Beamte wurden leicht verletzt, als sie mit Steinen beworfen wurden.

Nissim Tal, Generaldirektor des Museums, sagte gegenüber der Jerusalem Post, am Eröffnungsabend im August waren mehr als 1.000 Menschen anwesend und es gab nicht ausreichen Platz für alle. Seitdem sind mehr als 30.000 Besucher gekommen, um die neun Ausstellungsstücke zu sehen, die eine umfassende Ausstellung über die Kommerzialisierung der modernen Gesellschaft zeigt.

Nach den Protesten stimmte Tal zu am Eingang ein Schild aufzustellen, das die Besucher warnt, manche könnten den Inhalt beleidigend finden.

Eine Quelle in der Stadtverwaltung von Haifa sagte, sie glaube, die Proteste seien von einem „rechten Extremisten in Protest gegen die Wahl von Einat Kalisch-Rotem ausgelöst worden, die Yona Yahaf im Bürgermeisteramt von Haifa ablöst“.

Sie sagte, da das Museum ein wichtiges Element des kulturellen Lebens in Haifa sei, „ist es ein weiches Ziel, leichte Beute für die, die gegen Kalisch-Rotem sind“.

Die Äußerungen der Quelle aus der Stadtverwaltung konnten nicht bestätigt werden.

(Das Thema ist noch nicht abgeschlossen.)

Kommentare:

(1) Es spricht Bände, dass ein BDS-Anhänger sich gegen die Ausstellung seines Werks in Haifa wendet. Er agiert damit nicht zugunsten der PalAraber, boykottiert nicht die Siedlungen, sondern Israel als Ganzes. Es beweist sich damit einmal mehr, dass die Behauptung von BDS-Vertretern nur  „gegen die Besatzung“ zu sein/zu agieren eine gelogene Nebelwand ist.

(2) Es ist auch nicht verwunderlich, dass es sich bei dem religionsfeindlichen „Künstler“ um jemanden handelt, der die BDS-Antisemiten unterstützt. Leute, die den christlichen Glauben verunglimpfen, haben oft auch keinerlei Respekt vor Fakten in Sachen Nahost-Konflikt/Israel oder stellen sie gewollt auf den Kopf.

(3) Abgesehen von der Gewalttätigkeit der Demonstranten: Ich würde mich ihrem Protest anschließen, wäre ich vor Ort. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass der christliche Glaube weiter mit „Kunstwerken“ diffamiert und herabgewürdigt wird, wenn das nicht mit allen Religionen gemacht wird. Insbesondere Kritik an einer bestimmten Religion mit grüner Flagge wird von Künstlern überhaupt nicht geübt, weil sie vor der von deren Vertretern angedrohten und ausgeübten Gewalt kuschen. Wer so „mutig“ ist, Christen aufs Blut zu reizen und zu beleidigen, weil er weiß, dass diese sich nicht mit Gewalt wehren, ist ein Feigling und ein Heuchler, wenn er das nicht mit anderen Religionen auch tut. (Allerdings muss man sich schon fragen, ob Proteste etwas bringen, wenn sie im Vergleich mit „Protesten“ gegen islamkritische Werke bzw. Äußerungen/Schriften so völlig wirkungslos bleiben. Müssen Christen tatsächlich erst gewalttätig werden, wenn es um ihre Sensibilitäten geht, damit darauf Rücksicht genommen wird?)

(4) Die Behauptung, die Regierung müsse einschreiten und tue nichts, finde ich hingegen unangebracht, weil die Regierung nicht in die Ausstellungspolitik des Museums einzugreifen hat. Der Protest hat sich gegen das Museum und seine Betreiber zu richten, die Ausstellungsinhalte haben nichts mit dem Minderheitsstatus der (arabischen) Christen zu tun.

 

Der Islam macht gerade rebellische Teenager-Jahre durch, sagt Vater

The Mideast Beast, 7. Januar 2017

is-rebellische-jahre

Mit dem Aufkommen von ISIS und islamischem Extremismus im Allgemeinen macht die Religion, der die Welt riesige Vorteile in den Wissenschaften, Mathematik und Medizin, als er jünger war, jetzt einige natürlich Wachstumsschwierigkeiten durch.

„Der Islam macht gerade eine schwere Zeit durch“, sagte Abraham, der Vater der Nationen, während er ein Glas starken Scotch eingoss, natürlich Single Malt. „Es ist nur natürlich, dass der Islam sich Dingen gegenüber sieht, die alle Religionen durchmachen, wenn sie dieses Alter erreichen: Er ist streitlustiger, hat einen Unbesiegbar-Mentalität, neigt stärker zu Konflikten usw. Vielleicht gibt es ungelöste Wut, weil ich nicht wirklich für Ismael da war, als er aufwuchs. Aber das gibt es nicht nur im Islam. Alle meine Religionen haben ihre besch… Zeiten der Verrücktheit durchgemacht. Der Islam hat nur Zugang zu mehr Schießpulver.“

Recherche des Mideast Beast stützt Abrahams Behauptungen. Seine anderen Religionen machten auch diese Art gewalttätiger Phasen durch, als in die Pubertät kamen. Das Alte Testament ist geplagt von Geschichten über Abrahams Älteste, die Israeliten-dann Hebräer-dann Juden, die das Land Kanaan eroberten und behaupteten Gott habe es ihnen gegeben. Die Christenheit begann mit Zeichen impulsiver Jugendphasen, als es erst vorpubertär war, was mit dem Niedergang des Heidentums innerhalb des römischen Imperiums begann, über die Kreuzzüge weiterging und ihren Weg bis zur spanischen Inquisition und eine Weile weiter fand. Heute ist der Islam dran.

„Wer mir richtig Sorgen macht, sind die Baha‘i“, fuhr Abraham fort. „Sicher, die sind jetzt friedlich und haben wunderschöne Gärten, aber in ein paar hundert Jahren werden wir eine Rückkehr ui, Baha’i-Fundmantalismus erleben und alleine Gott weiß, was für Waffen es dann geben wird.“

„Wissenschaftliche“ Behauptung: Christliche Bibel ist „blutrünstiger“ als Koran

Raymond Ibrahim, 14. Februar 2016

Eine neue, auf Daten basierende Studie, die von Yahoo News, der Huffington Post und in vielen weiteren Medien veröffentlicht wurde, erweckt den Anschein bewiesen zu haben, dass die Bibel, einschließlich des Neuen Testaments, gewalttätiger sei als der Koran.

Tom McKay schreibt in seinem Artikel über die Studie, dass 58% der Amerikaner eine schlechte Meinung über den Islam hätten dank einer geschönten Liste bestehend aus Falschinformationen über den heiligen Text, den Koran. Er fährt fort:

„Aber ein kürzlich durchgeführtes Projekt des Datenanalysten und Marktforschers Tom Anderson stellt eine Fehlvorstellung auf den Kopf: dass der Koran blutrünstiger sei als die christliche Bibel … Das Projekt stellte fest, dass von den drei Büchern [Altes Testament, neues Testament, Koran] das Alte Testament am gewalttätigsten ist; etwa 5,3% des Textes verweisen auf Zerstörung und Töten – der Koran fährt bei 2,1% ein, das Neue Testament liegt mit 2,8% etwas höher …. Laut Anderson stellt dieser Befund die beliebte Meinung der Menschen im Westen infrage, dass Muslime einem besonders gewalttätigen Glauben anhängen. In Wirklichkeit scheint der Inhalt des Alten Testaments in der Tat der von diesen drei Büchern der gewalttätigste zu sein.“

Diese Studie beweist also was Islam-Apologeten schon lange behaupten: dass die Bibel mehr Gewalt und Blutvergießen enthält als der Koran. Dennoch muss die Intelligenz und/oder Aufrichtigkeit eines jeden – einschließlich angeblicher Wissenschaftler und „Denker“ – der diese Tatsache als Beweis zitiert, dass der Koran nicht zu mehr Gewalt aufruft als die Bibel, aufs äußerste bezweifelt werden.

Zunächst einmal ignoriert dieses Argument grundsätzlich den Kontext aller drei Schriften. Gewalt in der Bibel – sei es im Alten oder im Neuen Testament – mit Gewalt im Koran zu vergleichen vermengt Geschichte mit Doktrin. Die Mehrheit der Gewalt in der Bibel wird als geschichtliches Ereignis verzeichnet, eine Beschreibung von Ereignissen. Im Gegensatz dazu ist die überwältigende Mehrheit der Gewalt im Koran doktrinär bedeutsam. Mit anderen Worten, die Bibel ist genauso fähig ihre Leser zu Gewalt anzustacheln wie ein Geschichtslehrbuch. Demgegenüber benutzt der Koran offene Sprache, um die Gläubigen zu Gewalttaten gegen Nichtmuslime aufzurufen (s. Raymond Ibrahim: Are Judaism and Christianity as Violent as Islam als umfassendste und dokumentierte Abhandlung gegen diese ermüdende Rechtfertigung).

Diese Studie enttäuscht auch darin berücksichtigen, wer hinter dieser Gewalt steckt. Sie scheint nur die Anzahl der Stellen zu zählen in denen das Wort „töten“ erscheint. Deswegen stehen Beschreibungen des Neuen Testaments über die Verfolgung und Tötung von Christen – einschließlich Jesus – angeblich als Aufruf zur Gewalt auf der gleichen Stufe wie Allahs Gebote für Muslime „die Ungläubigen zu schlachten wo immer man sie findet – greift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ (Sure 9,5). Diese Studie macht keinen Unterschied zwischen dem Märtyrertum von Stefan und Allahs Worten: „Ich werde Terror in die Herzen der Ungläubigen werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab“ (Sure 8,12).

Auch die Behauptung hinter dieser Studie – „58% der Amerikaner haben eine unvorteilhafte Meinung vom Islam, offenbar wegen „Fehlinformationen über den heiligen des Text des Islams, den Koran“ – ist ein Strohhalm-Argument. „Islamophobie“ gründet weniger auf dem, was die Amerikaner über den Koran denken, als vielmehr auf der von Muslimen im Namen des Islams täglich begangen Gewalt, dem Terror und den Grausamkeiten, die sie sehen und hören. (Ironischerweise besteht der einzige Grund, sich auf ein solches Strohhalm-Argument zu berufen, darin, dass das Argument selbst unangreifbar ist, selbst wenn es am wahren Sachverhalt vorbei geht. Wie wir hier jedoch sehen, ist sogar das Strohhalm-Argument selbst – dass die Bibel mehr Potenzial zur Aufstachelung zu Gewalt hat als der Koran – voller Löcher).

Das sagt nichts zu der Tatsache, dass islamische Lehre sich kaum auf den Koran beschränkt. Viele Bände kanonischer (sahih) Hadithe (Worte und Taten Mohammeds) prägen gleichermaßen das Handeln von Muslimen. Ein muslimischer Kleriker formulierte es so: „Vieles im Islam bleibt ohne die Hadithe ein rein abstraktes Konzept. Ohne die Beschreibungen, die man in den Hadithen findet, wüssten wir nicht wie man betet, fastet, Zakah bezahlt oder pilgert….“. Und wie der Zufall so spielt, gibt es in den Hadithen zahlenmäßig weit mehr Aufrufe zu Gewalt gegen Ungläubige als im Koran.

Schließlich scheint diese Studie nicht in Betracht zu ziehen, dass die Bibel ungefähr zehnmal länger ist als der Koran. Setzt man das ins Verhältnis, dann enthält der Koran mehr als dreimal so viel Gewalt als in der Bibel zu finden ist.

Aufgrund ihrer vielen Mängel gibt selbst Anderson zu, dass seine „Analyse oberflächlich ist und die Ergebnisse alles andere als schlüssig sind“. Warum stellen also etliche Medien die Schlussfolgerung einer Studie heraus, die bereitwillig zugibt, dass sie gar nicht beweist, was ihre Anhänger behaupten?

Weil die politisch korrekte Schlussfolgerung – dass der Islam nicht schlimmer sein kann als Judentum und Christenheit – alles ist, was hier zählt, scheiß auf klaffende Löcher in der Methodik.