Die muslimische Aneignung Mariens

Raymond Ibrahim, 21. Februar 2021

In „Vatican Mary is Catholic-Muslim Bridge“ werde ich von Juls Gomes von Church Militant interviewt.

Vatikanstadt (ChurchMilitant.com) – Die Pontificia Accademia Mariana Internazionale (PAMI) wirbt nach dem Pakt von Abu Dhabi zwischen Papst Franziskus und dem Großimam der Al-azhar, Ahmed Al-Tayyeb, für die Gesegnete Jungfrau als Brücke, die den Islam und den Katholizismus miteinander versöhnt.

Am Donnerstag startete die Marienakademie in Rom eine zehnwöchige Webinar-Serie mit dem Titel „Maria, ein Vorbild für Glauben und Leben für die Christenheit und den Islam“ in Zusammenarbeit mit der Großen Moschee in Rom und dem Islamischen Kulturzentrum Italiens.

Auf der Grundlage des Glaubens, dass Maria „eine jüdische, christliche und muslimische Frau“ ist, versucht Fr. Gain Matteo Roggio, der Organisator der muslimisch-christlichen Dialogserie die Gottesmutter Maria als Vorbild für „ offene Grenzen“ zwischen religiösen und multikulturellen Welten zu mobilisieren.

Maria antwortet „auf die genetischen Codes von Judentum, Christentum und Islam“, bestätigt Roggio, Mitglied des religiösen Ordens der Missionare unserer Jungfrau von La Salette mit einem Text in der italienischen liberalen katholischen Zeitschrift Famiglia Cristiana.

Der Islam-Historiker Raymond Ibrahim sagte gegenüber Church Militant: „Diese Serie ist ein weiterer Versuch die Katholiken zu überzeugen, dass der Islam irgendwie ihrem eigenen Glauben ähnelt, obwohl der Islam sich in Wirklichkeit die Namen und heiligen Auren biblischer Personen aneignet, sie aber dann mit völlig anderen Merkmalen umdichtet – einer, die den Islam als den „wahren“ Glauben bestätigt.

Ibrahim, ein erfolgreicher Autor, aktuell mit dem Bestseller Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War Between Islam and the West, erklärte:

Zum Beispiel bestehen die Organisatoren der Serie darauf, dass Maria eine „jüdische, christliche und muslimische Frau“ war, was nur zu zwei Dritteln stimmt. Ja, sie war Jüdin durch ihre Rasse und ihren Hintergrund; und ja, sie war Christin in dem Sinn, dass sie buchstäblich Christ(entum) gebar, aber sie war gewiss keine Muslima – ein Begriff und eine Religion, die es bis 600 Jahre nach dem Ende ihres irdischen Lebens gar nicht gab.

„Schlimmer ist: Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein, wie sie das für 1,5 Milliarden Christen – Katholiken und Orthodoxe – ist, präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies mit Mohammed ‚verheiratet‘ und mit ihm ‚kopulierend‘“, gab Ibrahim preis.

In einem Artikel für das Frontpage Magazine mit dem Titel „Mohammed und die Jungfrau Maria: Eine im Himmel geschlossene Verbindung?“ zitierte Ibrahim einen Hadith (islamische kanonische Tradition), in dem Mohammed, der Prophet des Islam, erklärt: „Allah wird mich im Paradies mit Maria, der Tochter Imrans, verheiraten.“

Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies Mohammed „verheiratet“ und „kopulierend“. (Tweet)

Wenige Christen wissen von dieser Behauptung, aber mittelalterliche Christen, die unter islamischer Besatzung lebten, waren damit vertraut, weil ihre muslimischen Eroberer sie mit diesem Text regelmäßig demütigten, um den Anspruch der Kirche auf Marias ewige Jungfräulichkeit zu widerlegen, schreibt Ibrahim.

Fakt ist: Ägyptens ehemaliger stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen, Dr. Salem Abdul Galil, erklärte offen, dass unter anderen biblischen Frauen wie Moses‘ Schwester und Pharaos Frau „unser Prophet Mohammed – Gebete und Friede sei mit ihm – im Paradies mit (der Jungfrau) Maria verheiratet sein wird“.

Ibrahim bekam ein arabisches Video mit Galil, der dies im Fernsehsender Mahwar erklärte.

„Weit davon entfernt ‚Gemeinsamkeiten‘ zu schaffen, sollte klar sein, dass solche Aneignung Konflikt schafft“, sagte Ibrahim gegenüber Church Militant.

Maria ist eine jüdische, christliche und muslimische Frau. Der erfolgreiche Autor führt näher aus:

Stellen Sie sich über Analogie vor, dass Sie einen Großvater haben, den sie besonders mögen und aus heiterem Himmel sagt ein Fremder: „Hey, das ist mein Großvater!“ Dann – damit Sie nicht glauben, dieser Fremde versuche irgendwie Ihr Freund zu sein – fügt er hinzu: „Und alles, was du über Großvater zu wissen glaubtest, ist falsch!“ Würde das diesem Fremden Ihre Zuneigung verschaffen?

Die Webinare werden während des Monats Ramadan im Konferenzraum der Großen Moschee von Rom mit „Marias Datteln“ enden – ein Verweis auf die Frucht der Dattelpalme und ein Vers aus dem Koran (Sure 19,22-26).

Die Verse beschreiben, wie Maria angeblich getrieben durch ihre Geburtswehen, zum Stamm einer Dattelpalme getrieben wurde, wo eine Stimme aus dem Himmel sagte: „Schüttle den Stamm dieser Palme auf dich zu, er wird frische, reife Datteln auf dich fallen lassen. Also iss und trink und ruhe dein Herz aus.“

Roggio hofft, dass die Reihe in der Moschee, sobald die Sonne untergeht, mit einem Mahl aus Freundschaft und Bruderschaft zu Ende geht, als greifbarer Pakt des Bundes für den Dienst am gemeinsamen Guten für alle.

Das, schreibt Roggio, ist Gehorsam gegenüber dem, was das Abu Dhabi-Dokument als „Auffassung der großen göttlichen Gnade, das aus allen Menschen Brüder macht“, versteht.

Die Vorträge der Reihe werden gemeinsam von katholischen und muslimischen Rednern gehalten, die „Dialog, Wissen und Zusammenarbeit“ zu Themen wir „Maria, eine Frau des Glaubens“ sowie Gebet, Reinheit, Gastfreundschaft, Gewaltlosigkeit, Bußfertigkeit, Fasten und Staatsangehörigkeit anstrebt.

Zu den Mitorganisatoren der Reihe gehören über den Lehrstuhl Dun Scotus für Marienstudien die Päpstliche Universität von St. Anton (Antonianum) sowie die Internationale Islamisch-Christliche Marien-Kommission.

1939 bis 1945: Die katholische Kirche war Teil der Kriegsgesellschaft

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In einem neuen Bericht anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs hat die Deutsche Katholische Bischofskonferenz endlich die Mittäterschaft der Kirche beim Handeln des Naziregimes während des Krieges eingestanden. Man muss nur ein paar Zeilen ihres Textes zitieren, um zu verstehen, was die derzeitigen Bischöfe über ihre Vorgänger in der Kriegszeit sagen: „Die katholische Kirche in Deutschland war Teil der Kriegsgesellschaft. Die patriotische Bereitschaft die materiellen, personellen und geistigen Ressourcen der Kirche für den Kriegseinsatz zu mobilisieren, blieb bis zum Ende ungebrochen.“[1] Weiter: „Sowohl im September 1939 als auch danach blieb der offene Protest der deutschen Bischöfe gegen den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg aus“ und „gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als ‚rassenfremd‘ diskriminierten und verfolgten Anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.“[2] Es gab viele andere Wege, wie die Kirche den Nazis half. Der Bericht beschreibt auch diese.

Man sollte hinzufügen, dass die deutsche katholische Kirche die Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher als Racheakte wahrnahm. Diese extremen Kriminellen waren in ihren Augen Opfer, die von der Siegerjustiz verfolgt wurden.[3] Katholische Geistliche, auch aus dem Vatikan, gehörten zu denen, die tausenden Nazis halfen über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika zu entkommen.[4]

Der aktuelle Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sagte, dass die in dem Bericht enthaltenen Eingeständnisse für die Bischöfe nicht leicht waren. „Wir wissen, dass der Vorsitz als Richter und Jury über unsere Vorgänger uns nicht zusteht. Keine Generation ist frei von Urteil und Vorurteil, die von ihrer Zeit geformt sind… aber wer später kommt, muss sich der Geschichte stellen, um daraus zu lernen.“[5] In seiner Einführung in den Bericht deckt Bätzing auf – das sollten schockierende Neuigkeiten sein – dass ernsthafte Fragen zum Verhalten der deutschen Bischöfe während des Zweiten Weltkriegs erst vor kurzem veröffentlicht wurden.

Warum warteten die Bischöfe 75 Jahre bis zu diesem Eingeständnis? Wir befinden uns Generationen an Bischöfen später. Was machte es den Bischöfen der Kriegszeit so schwer ihr Versagen einzugestehen? Im Katholizismus spielt die Beichte der eigenen Sünden des Individuums eine zentrale Rolle. Man sollte denken, dass die Natur des Katholizismus tatsächlich ein solches Eingeständnis fördern würde.

Selbst im Vergleich zu einer anderen deutschen religiösen Körperschaft brauchten die katholischen Bischöfe sehr lange, bis sie ihr Eingeständnis abgaben. Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland gab 1980 „die christliche Mitverantwortung für und Schuld am Holocaust, die Ächtung und Auslöschung der Juden im Dritten Reich“ zu.[6]

Der Bericht ermöglicht es uns auch, eine bessere Perspektive auf einen Skandal zu gewinnen, der sich im März 2007 zutrug. 27 deutsche Bischöfe gingen auf Pilgerfahrt nach Israel. Das sollte ein Symbol der Versöhnung zwischen Juden und Katholiken sein. Einige der Bischöfe machten daraus allerdings einen beschämenden Besuch.

Gregor Maria Hanke, Bischof von Eichstätt, machte eine für Holocaust-Umkehrer typische Bemerkung; er suggerierte, dass Israelis sich wie Nazis verhalten: „Am Morgen sahen wir die Fotos des unmenschlichen Warschauer Ghettos und am Abend reisten wir in das Ghetto Ramallah.“ Später sagte er, er habe eine solche Gleichsetzung nicht beabsichtigt.

Bischof Walter Mixa aus Augsburg beschrieb die Situation in Ramallah als „wie im Ghetto“ und sagte, es sei „fast Rassismus“. Mixa trat 2010 von seiner Position in der Kirche zurück, weil ihm mehrere Verstöße vorgeworfen wurden. Er wurde später von einigen dieser Vorwürfe entlastet.[7]

Ein weiteres Mitglied der Delegation war der inzwischen verstorbene Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, der die Trennbarriere in der „Westbank“ mit der Berliner Mauer verglich. Bei einer anderen Gelegenheit entstellte er den Holocaust. Er setzte die Abtreibungspille mit dem Gas Zykon-B gleich, das in den Gaskammern der Nazis benutzt wurde. 2005 verglich er Abtreibungen in einer Predigt mit dem Holocaust.[8] Andere verletzende Bemerkungen, die als von diesen Bischöfen getätigt berichtet wurden, konnten nicht verifiziert werden.

Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in Yad Vaschem über die Vertiefung der Verbindungen zwischen Juden und Katholiken. Die Kirche veröffentlichte später, dass nur die Äußerung Kardinal Lehmanns repräsentativ für die Delegation sei.

Der neue Bericht stellt die Bischofsdelegation von 2007 weiter bloß. Ihre Mitglieder hätten sich entschuldigen müssen, statt Israel zu kritisieren. Katholische Kriminalität gegen die Juden geht mehr als 1000 Jahre vor die Kollaboration mit Hitler zurück. Es hat Jahrhunderte der Verfolgung, des Hasses, der Aufstachelung und manchmal sogar des Mordens gegeben. Erbarmungslose christliche Hetze gegen die Juden bot den Nazis einen Teil der Infrastruktur gegen sie.

Derweil braut sich ein weiterer möglicher Skandal bisher unbekannten Ausmaßes zusammen. Papst Franziskus beschloss vor kurzem alle Archive des Vatikans zum Kriegspontifikat von Pius XII. für Forscher zu öffnen. Eine Woche danach wurden sie im März wegen der Coronakrise wieder geschlossen. Einer der Wissenschaftler, der deutsche Katholik Herbert Wolf, hat erklärt, er hege keine Zweifel, dass der Papst vom Holocaust wusste.[9]

1999 schuf der Vatikan eine internationale katholisch-jüdische historische Kommission zur Erforschung der Rolle von Papst Pius XII. im Krieg. Ihr gehörten drei katholische und drei jüdische Mitglieder an. Einer davon war ein Israeli, der verstorbene Robert Wistrich. Da ihnen die Informationen, die sie anforderten, nicht gegeben wurden, stellte die Kommission ihre Aktivitäten 2001 ein.[10]

Man fragt sich, in welchem Ausmaß die massive Nachkriegs-Säkularisierung in Europa in Teilen vom Versagen der Kirchen im Zweiten Weltkrieg verursacht wurde. Seitdem hat die katholische Kirche im Auge der Öffentlichkeit enorme Schläge einstecken müssen, weil sie massiven sexuellen Missbrauch durch Mitglieder ihres Klerus verheimlichte. Eine von der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Studie stellte fest, dass 1.670 Priester von 1946 bis 2014 in sexuellen Missbrauch in Deutschland verwickelt waren.[11] Und wer weiß, was die riesigen vatikanischen Kriegszeit-Archive offenbaren werden?

[1] „Deutsche Bischöfe im Weltkrieg Wort zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren, 20. April 2020. Hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.“ Bonn, 2020, S. 12. https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2020/2020-075d-DB_107-Deutsche-Bischoefe-im-Weltkrieg.pdf

[2] ebenda, S. 14

[3] www.zeit.de/1992/09/vergebung-ohne-reue/komplettansicht

[4] www.dw.com/en/the-ratlines-what-did-the-vatican-know-about-nazi-escape-routes/a-52555068

[5] https://nypost.com/2020/05/03/german-catholic-bishops-admit-they-were-complicit-in-nazi-crimes/

[6] This is discussed in detail in Hans Jansen, “Christelijke theologie na Auschwitz ((The Hague: Boekencentrum, 1985), 694ff.

[7] http://www.dw.com/en/secret-file-rekindles-controversy-over-ex-bishop-mixa/a-5716587

[8] http://www.dw.com/en/combative-cardinal-joachim-meisner-dies-age-83/a-39548377

[9] www.bbc.com/news/world-europe-51703464

[10] https://jcpa.org/article/reassessing-pope-pius-xiis-attitudes-toward-the-holocaust/

[11] www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf

Muslimführer bestreitet jüdische Rechte in Jerusalem vor Repräsentanten des Vatikan

Elder of Ziyon, 4. Oktober 2019

Am Donnerstag besuchten die Repräsentanten des Vatikan für die östlichen Kirchen Leonard Sandri und Fracesco Patton den Tempelberg/das Al-Aqsa-Gelände.

Kardinal Sandri hielt eine Rede, in der er die Position des Vatikan zu Jerusalem betonte, darunter dieses Zitat von Papst Franziskus vom letzten März:

Wir glauben es ist wichtig die Heilige Stadt Jerusalem als gemeinsames Erbe der Menschheit zu erhalten und vor allem für die Gläubigen der drei monotheistischen Religionen, als einen Treffpunkt und Symbol friedlicher Koexistenz, an dem gegenseitiger Respekt und Dialog kultiviert werden.
Mit diesem Ziel vor Augen müssen der besondere multireligiöse Charakter , die geistliche Dimension und die eigene kulturelle Identität Jerusalems erhalten und gefördert werden.
Wir hoffen daher, dass den Gläubigen der drei monotheistischen Religionen in der Heiligen Stadt die volle Freiheit des Zugangs und das Recht eines Jeden seinen eigenen Gottesdienst zu feiern gewährt wird, damit in Jerusalem von seinen Gläubigen das Gebet zu Gott, dem Schöpfer von allem, für einen zukünftigen Frieden und Brüderlichkeit auf der Erde aufgerichtet wird.

Scheik Mohammed Azzam Al-Khatib Al-Tamimi, Generaldirektor der Waqf und der Al-Aqsa-Moschee, antwortete mit einer antiisraelischen Äußerung, die zudem jegliche jüdische Verbindung zu Jerusalem leugnete:

Ich danke der franziskanischen Delegation in Jerusalem, der Delegation des Vatikan, für diesen Besuch und für Ihre Solidarität mit der Behörde der Waqf in Jerusalem, die wegen der fortgesetzten historischen israelische Verletzung der Al-Aqsa-Moschee eine schwierige Zeit erlebt.
Das heutige Treffen hat eine historische Bedeutung und wir können sagten, dass es früheren Besuchen des Obersten Pontifex Franziskus bei unserem Grundbesitz (Waqf) und unserer Al-Aqsa-Moschee folgt und er ist eine klare und feierliche Botschaft auf Grundlage der christlich-muslimischen Koexistenz und Ihre fortgesetzte Unterstützung zum Erhalt des historischen Status quo in islamischen und christlichen Schreinen gemäß den Vereinbarungen, die vor der Besetzung Jerusalems 1967 eingerichtet wurden.
Das Modell der friedlichen islamischen und christlichen Koexistenz in Jerusalem hat 1.400 Jahre angehalten, aber leider können wir nicht vergessen, sondern verurteilen die Kriege und Angriffe gegen Gotteshäuser, gegen die Gläubigen und die unschuldigen Einwohner der Heiligen Stadt und betrachten diese Taten als Anomalie in der Geschichte Jerusalems.

Dann macht er es noch schlimmer:

Wir nutzen die Gelegenheit dieses Treffens um unser Festhalten an den Prinzipien des Omar-Paktes, der die Form der christlich-muslimischen Beziehung auf der Grundlage einrichtete, dass die Al-Aqsa-Moschee ausschließlich Gebetsort für die Muslime ist, so wie die Grabeskirche das für die Christen ist.

Dieser Pakt, auf Arabisch als „al-‘Uhda al-‘Umariyya“ bekannt, ist bezüglich seiner Authentizität in Frage gestellt; es gibt viele Versionen. Die scheinbar zuverlässigste Version, von Al-Tabari festgehalten, beinhaltet:

Dies ist die Zusage der Sicherheit [aman], die der Diener des Gottes, Omar, der Kommandeur der treuen Gläubigen, dem Volk von Jerusalem gegeben hat. Er hat ihnen Sicherheit für sich selbst, ihren Besitz, ihre Kirchen, ihre Kreuze, den Kranken und Gesunden der Stadt zugesichert, für alle ihre Rituale, die zu ihrer Religion gehören. Ihre Kirchen werden nicht von Muslimen bewohnt werden, noch werden sie zerstört werden. Weder sie noch das Land, auf dem sie stehen, auch nicht ihr Kreuz, nicht ihr Landbesitz werden beschädigt werden. Sie werden nicht zwangskonvertiert. Kein Jude wird mit ihnen in Jerusalem leben.*

Wenn Al-Tamimi sich auf Omars Versprechen an die Christen bezieht, löscht er weiter jüdische Geschichte aus.

Die Vertreter des Vatikans sind natürlich zu höflich, um bei einer Zeremonie gegen den auseindeutigen Antisemitismus des Repräsentanten der Waqf zu protestieren, die die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Religionen feiert sollte. Die Juden den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen ist ein kleiner Preis, der dafür bezahlt wird.

Oh und arabische Nachrichtenseiten berichten über Tamimis Worte, als würde der Vatikan dem zustimmen.

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* Gehörte der antisemitische Teil wirklich zu Omars Zusicherung? Tamimi scheint das so zu sagen. Islamicity in den USA argumentiert, es habe nicht so sein können, zerstört dann aber Tamimis Beharren auf muslimische Exklusivität für den Tempelberg!

Es gibt in dem Vertrag zwar eine Klausel bezüglich des Bannes der Juden aus Jerusalem, aber deren Authentizität ist umstritten. Einer der Führer von Omar in Jerusalem war ein Jude namens Kaab al-Ahbar. Omar erlaubte Juden weiterhin auf dem Tempelberg und an der Klagemauer zu beten, während die Byzantiner ihnen alle solche Aktivitäten verboten. Damit steht die Authentizität der Klausel zu den Juden in Frage.

Andere Quellen sagen, dass Omar Jerusalem niemals besuchte, sondern Zeugen sahen, dass Juden auf den Tempelberg gelassen wurden und sogar halfen den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee zu bauen.

Ernsthafter Dialog mit dem Islam: was sich lohnt und was nutzt

Raymond Ibrahim, 28. Februar 2019 (PJ Media)

Was ist der  Zweck von interreligiösem Dialog? Oder was sollte er sein?

Als der Vatikan und Papst Franziskus ankündigten, wie es vor kurzem geschah, dass ein interreligiöser Dialog mit führenden Muslimen geführt wird, was genau vermitteln sie der Welt? Was erreichen sie?

Die Antwort auf diese Fragen ist der Unterschied zwischen dem, was echter interreligiöser Dialog ist – nämlich etwas Ausgezeichnetes, das die Komplikationen anerkennt und zu überwinden versucht – und worauf postmoderner interreligiöser Dialog hinausläuft: beruhigende, aber falsche Wundermittel, die nur dazu dienen zu unterdrücken, was Komplikationen unter der Oberfläche eitern und Metastasen bilden lassen.

Als Beispiel dafür sollten Sie sich das historische Dokument ansehen, die von Papst Franziskus und seinem muslimischen Gegenüber, Scheik Ahmed al-Tayeb von der Al-Azhar unterzeichnet wurden. Weit davon entfernt auch nur anzudeuten, dass der Islam eine Verbindung zu all dem Terror und der Verwüstung hat, die in seinem Namen verursacht werden, gibt das Dokument die gesamte Schuld „fehlerhafter Interpretationen religiöser [muslimischer] Texte und Politik, die mit Hunger, Armut, Ungerechtigkeit, Unterdrückung und stolz zusammenhängt“.

Natürlich besteht einer der Gründe, dass solche „interreligiösen Dialoge“ üblich sind, darin, dass ihre Kehrseite – aufrichtige und direkte Dialoge – für ziemlich unbehagliche Erfahrungen sorgen. Sie würde etwa so ablaufen: Wir – Gläubige dieser oder jener Religion – bestätigen, dass wir Differenzen haben und dass wir, statt uns deswegen gegenseitig umzubringen, hier sind, um sie offen zur Diskussion zu stellen.

Das ist immerhin genau das, was historisch Dialog zwischen westlichen und muslimischen Leuten bedeutete.

Zum Beispiel forderte Kalif Omar um das Jahr 718 – weniger als ein Jahrhundert nach dem Tod des islamischen Propheten Mohammed – den byzantinischen Kaiser Leo III. auf den Islam anzunehmen. Das führte zu einem offenen Briefaustausch. Statt den Islam diplomatisch zu preisen, aber höflich abzulehnen, prüfte Leo dessen Behauptung, er sei vom Himmel geschickt. Unter anderem kritisierte er den Islam offen wegen der Beschneidung und dem Umgang mit Frauen als bewegliches Eigentum und für die Lehre, dass das Paradies wenig mehr als ein Bordell sein wird, in dem muslimische Männer auf ewig mit übernatürlichen Frauen kopulieren.

Leo stellte darüber hinaus den Frieden Christi Mohammeds Jihad gegenüber: „Ihr nennt diese verheerenden Angriffe den ‚Weg Gottes‘ [sabil Allah, Code für: Jihad]; sie bringen allen Menschen Tod und Gefangenschaft. Seht eure Religion und ihre Entlohnung [Tod und Vernichtung]. Seht eure Pracht, die ihr vorgebt ein engelhaftes Leben zu führen.“

Weit davon entfernt ein Gottesgeschenk zu sein, befand sich der Islam mit Gottes Volk im Krieg, schloss der Kaiser: „Ich sehe euch, selbst jetzt … solche Grausamkeiten an den Gott Treuen verüben, mit dem Zweck sie zum Gaubensabfall zu konvertieren und all jeden den Tod zu bringen, die euren Plänen Widerstand leisten, so dass täglich die Vorhersage unseres Retters erfüllt ist: ‚Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit.‘“ (Joh. 6,2) (Sword and Scimitar, S. 63-65 hat den gesamten „Dialog“.)

„Fußabtreter-Christentum“ und die islamische Invasion

Raymond Ibrahim, 1. November 2018 (PJ Media)

Ein katholischer Erzbischof berührte ein unausgesprochenes, aber höchst subversives Phänomen: Wie antichristliche Kräfte christliche Lehre ausnutzen, um diejenigen stark zu machen, die die christliche Zivilisation demontieren wollen, darunter in erster Linie Muslime.

In einem im letzten Sommer im italienschen IlGiornale.it veröffentlichten Interview sagte der katholische Erzbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan:

Das Phänomen der sogenannten „Immigration“ ist ein organisierter und lange vorbereiteter Plan internationaler Kräfte, um die christliche und nationale Identität der Völker Europas radikal zu verändern. Diese Kräfte nutzen das enorme moralische Potenzial der Kirche und ihrer Strukturen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel effektiver zu erreichen. Dafür werden das wahre Konzept des Humanismus und selbst das christliche Gebot der Nächstenliebe missbraucht.

Um zu verstehen, wie diese Kräfte „das enorme Potenzial der Kirche missbrauchen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel zu erreichen“, muss man zuerst die symbiotische Beziehung zwischen Linken und Christentum begreifen.

Es wird oft vergessen, aber Toleranz, Menschenrechte, Friedenssehnsucht, anderen entgegenzukommen und alle ähnlichen Konzepte die die säkularen Linken zu verfechten behaupten, entwickelten sich nicht in einem zivilisationischen Vakuum; sie wurden aus den einzigartigen Lehren des Jesus von Nazareth entwickelt. Im Verlauf von etwa zweitausend Jahren haben diese Grundsätze einen tiefgreifenden Einfluss auf die westliche Erkenntnislehre, Gesellschaft und Kultur genommen, bis zu dem Punkt, das sie heute als selbstverständlich gelten.

Irgendwie sind jedoch westliche Christen dazu gebracht worden zu glauben, dass die Gesamtheit ihres Glaubens ausschließlich auf diesen passiven Werten beruht – insbesondere Vergebung und andere nicht zu verurteilen, dazu Selbstprüfung und Eigenverantwortlichkeit. Dies manifestieren sich heute als pauschale „Toleranz“ und eigene Schuldgefühle. Während Christus die Sünder tolerierte, aber nicht die Sünde – er rief die Sünder immer auf zu „bereuen“ und zitierte die Qualen der Hölle mehr als jede andere Person in der Bibel – glauben die meisten westlichen Christen heute, sie müssten sowohl den Sünder als auch die Sünde tolerieren (oder „feiern“). Letztere scheint, dank des verschanzten moralischen und kulturellen Relativismus, noch nicht einmal mehr zu existieren.

So sieht das „Fußabtreter-Christentum“© aus, das diejenigen, die das traditionellen Christenum verachten, ihren Freund nennen (oder dessen nützliche Idioten sie sind). Muslime und andere Elemente verfolgen weltweit Unschuldige? Zeigt Liebe und Toleranz, haltet die andere Wange hin, sprecht ein Gebet und fühlt euch wegen eurer eigenen Verbrechen schuldig – oder auch wegen der Verbrechen eurer Vorfahren.

Das Fußabtreter-Christentum zeigte sich regelmäßig während er Präsidentschaft von Barack H. Obama: „An Ostern denke ich über die Tatsache nach, dass ich als Christ lieben soll“, sagte er 2015 – drei Tage nachdem ein Terroranschlag auf Christen in Kenia 147 Menschen zum Opfer hatte, was ein paar amerikanisch-christliche Gruppen Wut äußern ließ. „Und ich muss sagen, dass manchmal, wenn ich die weniger liebevollen Äußerungen von Christen höre, in Sorge gerate.“

Ebenso beschwor Obama während des Nationalen Gebetsfrühstücks am 5. Februar 2015 direkt die Dogmen des Fußabtreter-Christentums, um Christen zu beschämen, weil sie den Gräueltaten des Islamischen Staates zu kritisch gegenüber stünden. „Damit wir uns nicht aufs hohe Ross setzen und glauben, dies [islamische Enthauptungen, Sexsklaverei, Kreuzigungen, Menschen bei lebendigem Leib zu rösten und zu verbrennen] sei irgendwo einzigartig“, mahnte der amerikanische Präsident, „denken Sie daran, dass Menschen während der Kreuzzüge und der Inquisition im Namen Christi furchtbare Taten begingen.“

Dass Obama fast eintausend Jahre zurückreichen musste, um Beispiele zu finden, indem er auf die Kreuzzüge und die Inquisition verwies, störte die meisten Amerikaner nicht. Ebenso wenig wussten die meisten Amerikaner, dass die Kreuzzüge und die Inquisition in dieser Reihenfolge Verteidigungsreaktionen auf muslimische Aggression und Subversion waren (lesen Sie die Kapitel 4, 5 und 6 von Sword and Scimitar).

Immerhin wurden Amerikaner in den Fehlglauben erzogen, dass ihre mittelalterlichen europäischen Vorfahren falsche Christen waren, die den Glauben verstümmelten, um friedliche Muslime zu verfolgen. Die ehemalige Nonne und heutige selbsternannte „freischaffende Monotheistin“ Karen Armstrong formulierte es einst so: „Während des 12. Jahrhunderts führten Christen brutale heilige Kriege gegen Muslime, obwohl Jesus seinen Jüngern geboten hatte sie sollten ihre Feinde lieben, nicht sie auslöschen.“

Die Vorstellung, dass das Christentum damit beginnt und endet „seine Feinde zu lieben“ – nur allzu oft eine erhabene Art Feigheit vor dem Feind zu rechtfertigen – ist unter westlichen Christen Mainstream geworden. 1999 nahmen hunderte Protestanten, um den 900. Jahrestag der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter zu begehen, an einem „Versöhnungsgang“ teil, der in Deutschland begann und in Jerusalem endete. Auf dem Weg trugen sie T-Shirts mit den Worten: „Ich entschuldige mich“ – auf Arabisch.

In ihrer Abschlusserklärung hieß es:

Vor 900 Jahren trugen unsere Ahnen den Namen Jesu Christi im Kampf durch den Nahen Osten. Angetrieben von Angst, Gier und Hass … erhoben die Kreuzritter das Banner des Kreuzes über euer Volk … Am Jahrestag des ersten Kreuzzugs möchten wir die die Fußstapfen der Kreuzritter zum Zeichen der Entschuldigung für ihre Taten erneut gehen. Wir bereuen die Gräuel zutiefst, die im Namen Christi von unseren Vorfahren begangen wurden. Wir schwören aller Gier, Hass und Angst ab und verurteilen alle im Namen Jesu Christi verübte Gewalt.

Die ersten Kreuzritter machten sich nur nach Jerusalem auf, weil Muslime in den vorhergehenden Jahren buchstäblich Hunderttausende Christen im Nahen Osten abschlachteten und versklavten. Die viel erzählte Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter war nur ein Tropfen im Bluteimer islamischer Gräueltaten. Das scheint aber für solch erhaben gesinnte Christen keine Rolle zu spielen.

Es sollte vermerkt werden, dass Fußabtreter-Christentum ein ausgesprochen westliches Phänomen ist. Mehrere osteuropäische Nationen lehnen es ab, weigern beim Öffnen ihrer Türen für muslimische „Flüchtlinge“ mitzuspielen. Am 11. November 2015, zwei Tage nach dem Terroranschlag in Paris, der 130 Tote zurückließ, demonstrierten tausende Polen gegen muslimische Zuwanderung; es war der größte Marsch in Polens Geschichte. Sie skandierten, sie würden ihre Heimat – in der „Christus König ist“ und wo es „keinen Platz für die islamische Scharia oder Terror“ gibt – gegen muslimische Invasoren und „linke Verräter“ verteidigen.

Zwei Monate zuvor brachte der ungarische Premierminister Viktor Orbán ähnliche Empfindungen zum Ausdruck, allerdings diplomatischer:

Diese ankommenden [Zuwanderer] sind in einer anderen Religion aufgewachsen und repräsentieren eine radikal andere Kultur. Die meisten von ihnen sind keine Christen, sondern Muslime. Das ist ein wichtiges Problem, denn Europa und die europäische Identität wurzelt im Christentum. … Wir wollen weder Frankreich, noch Belgien oder irgendein anderes Land kritisieren, aber wir glauben, dass alle Länder ein Recht haben zu entscheiden, ob sie eine große Zahl an Muslimen im jeweiligen Land haben wollen. Wenn sie mit ihnen zusammenleben wollen, können sie das tun. Wir wollen das nicht und ich denk, wir haben ein Recht zu entscheiden, dass wir keine große Zahl muslimischer Menschen in unserem Land haben wollen. Uns gefallen die Folgen davon eine große Zahl an muslimischen Gemeinden im Land zu haben nicht, wie wir es in anderen Ländern sehen und ich sehe keinen Grund dafür, dass uns irgendjemand zwingt Möglichkeiten zu schaffen, wie wir in Ungarn mit Leuten zusammenleben sollen, die wir hier nicht sehen möchten.

Dann tat Orbán das Unverzeihliche: Er führte Ungarns Besatzung durch den Islam von 1541 bis 1699 an:

Ich muss sagen, wenn es darum geht mit muslimischen Gemeinschaften zusammenzuleben, dann sind wir die einzigen, die damit Erfahrung haben, denn wir hatten die Möglichkeit diese Erfahrung 150 Jahre lang durchzumachen.

(Um eine „Idee“ davon zu bekommen, wie diese 150 Jahre abliefen, lesen Sie die Kapitel 7 und 8 von Sword and Scimitar.)

Für wie empörend man die Zitierung der tatsächlichen Geschichte Europas mit dem Islam im Kontext der Ablehnung der Sensibilitäten des Fußabtreter-Christentums finden kann, ist darin zu erkennen, wie die Hüter dieses Narrativs – angefangen mit dem entsprechend benannten britischen Guardianreagierten:

Ungarn hat eine Geschichte mit dem osmanischen Reich und Orban ist beschäftigt damit Zauberkunststücke zu veranstalten. Das osmanische Reich schlägt zurück, warnt er: Sie übernehmen die Macht! Ungarn wird nie wieder dasselbe sein! … Daher der Draht; daher die Armee, daher ab heute der Notstand; daher die erbitterte, unnachgiebige Rhetorik des Hasses. Weil es das ist, was es von Anfang an gewesen ist: schiere, krasse Feindschaft und üble Nachrede.

Nur weil er eine genaue Sicht der Geschichte behält und ohne Entschuldigung danach strebt christliche Identität und Erbe seines Landes zu erhalten, charakterisierten zahlreiche westliche Medien und Politiker Orbán als „fremdenfeindlich“, „voller Hassrede“ und Europas „schleichender Diktator“. Ein weiterer Text im Guardian verwies auf Orbán einfach als ein „Problem“, das „gelöst“ werden muss.

Derweil fliehen die indigenen Bürger der europäischen Staaten, die – einschließlich Frankreichs und Deutschlands – große Anzahlen an muslimischen Migranten aufgenommen haben, nach Ungarn und suchen dort Zuflucht, eine Tatsache, die für sich spricht.

Zufälligerweise ist es, für den Fall, dass nur „liberale Protestanten“ Anhänger des Fußabtreter-Christentums, erwähnenswert, das der Mann, der dasselbe Amt inne hat, das historisch die Verteidigung des Christentums gegen den Islam anführt, einer der höchsten Repräsentanten der passiven Christenheit: der katholische Papst, Franziskus.

Er ruft, so wird berichtet, wiederholt westliche Staaten auf „keine Mauern, sondern Brücken zu bauen“, darunter Millionen muslimischer Flüchtlinge aufzunehmen. Trotzdem ist eine Residenz im Vatikan von Mauern umgeben, die vor einem Jahrtausend gebaut wurde, um anhaltende muslimische Angriffe zu verhindern. Bei einem dieser Überfälle wurden zwei der größten Basiliken der Christenheit gebrandschatzt, die des Petrus und des Paulus (lesen Sie Kapitel 3 von Sword and Scimitar).

Nichtsdestotrotz gibt der Vikar Christi an:

Wenn ich Gerede von christlichen Wurzeln Europas höre, dann fürchte ich manchmal den Ton, der triumphal und sogar rachsüchtig erschient. Dann nimmt er kolonialistische Untertöne an.

Wie kann der Wunsch die nationale, kulturelle und religiöse Integrität des eigenen Heimatlandes „kolonialistische Untertöne“ haben kann, muss erst einmal erklärt werden.

Ja, Europa hat christliche Wurzeln und es liegt in der Verantwortung der Christenheit diese Wurzeln zu wässern. Aber das muss in einem Geist des Dienens wie bei der Fußwaschung getan werden. Die Pflicht der Christenheit gegenüber Europa ist eine des Dienens … Der Beitrag der Christenheit zu einer Kultur besteht im Waschen der Füße durch Christus.

Damit haben wir hier das Fußabtreter-Christentum vom Feinsten, es besteht nur aus dem „Waschen der Füße“ – oder in diesem Kontext: Millionen muslimischer Migranten aufzunehmen, von denen viele Christen gegenüber offen feindselig eingestellt sind.

Fürs Protokoll: Ja, Christus diente und wusch seinen Jüngern die Füße und predigte Barmherzigkeit und Mitgefühl – aber das war kaum der einzige oder gar die vorrangige Zweck seines Auftrags. Er bot eine komplette Weltsicht, die auf theologischen Annahmen von ewiger Bedeutung gegründet war. Als Menschen in die Irre gingen, indem sie den Tempel entweihten, hielt er nicht „die andere Wange hin“ (ganz zu schweigen davon, dass er ihnen die Füße wusch) – er peitschte sie und warf sie aus hinaus. Als er selbst geschlagen wurde, hielt Jesus nicht die andere Wange hin, sondern wies den Täter in die Schranken (Johannes 18,23). Er pries einen römischen Zenturio ohne ihn aufzufordern eines der brutalsten Militärs der Geschichte zu verlassen (Matth. 8,5-13). Kurz gesagt: Er forderte seine Jünger nicht auf Fußabtreter zu sein – sondern „weise wie Schlangen“.

Warum verfehlen es Christen überall sich dieser biblischen Positionen zu erinnern, die diese „bedingungslose“ Toleranz und Vergebung zumindest ausbalancieren? Weil sie in Fußabtreter-Christentum geboren und aufgezogen wurden, eine Oxymoron-Karikatur, die dazu entwickelt wurde den Selbstmord der westlichen Zivilisation zu inszenieren, einschließlich durch die Hände des Jihad.

Unmoralische deutsche Bischöfe einmal mehr bloßgestellt

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Viele Moralisten, die Israel kritisiert haben, werden später als solche entlarvt, die bei wichtigem unmoralischem Tun in ihrer eigenen Umgebung wegsehen. Eine von der deutschen Katholischen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene aktuelle Studie stellte fest, dass 1.670 Priester von 1946 bis 2014 in sexuellen Missbrauch in Deutschland verwickelt waren. Die Opfer waren hauptsächlich männlich. In mehr als der Hälfte der Fälle waren sie 13 Jahre alt oder jünger. Jeder sechste Missbrauch beinhaltete eine Vergewaltigung und in drei Vierteln der Fälle kannten die Opfer und die Täter sich über die Kirche.

Forscher sagten, der Missbrauch fand auch 2014 noch statt, dem letzten von der Studie abgedeckten Jahr.[1] Eine Opferorganisation sagte, der Bericht sei nicht weit genug gegangen und dass es seien Akten vernichtet worden. Sie forderte danach eine unabhängige Ermittlung.[2] Eine offene Frage lautet, ob die Kirche mit den vielen Opfern angemessen umgehen wird.

Wie relevant sind diese furchtbaren Fakten für Israel? Das zu beantworten muss man mehr als zehn Jahre zurückgehen. Im März 2007 pilgerte eine Delegation 27 römisch-katholischer Bischöfe aus Deutschland nach Israel. Es sollte ein Symbol der Aussöhnung zwischen Juden und Katholiken werden. Einige Teilnehmer aber machten daraus einem Skandal.

Gregor Maria Hanke, der Bischof von Eichstätt, sagte: „Am Morgen sehen wir Fotos des unmenschlichen Warschauer Ghettos und am Abend reisen wir ins Ghetto von Ramallah.“ Dieser Holocaust-Umkehrer, der suggerierte Israelis würden wie Nazis handeln, hat seine Position in der Kirche bis heute behalten. Nachdem er den Vergleich zog, sagte Hanke später, er hätte nicht vorgehabt einen solchen Vergleich zu ziehen. Der Augsburger Bischof Walter Mixa beschrieb die Lage in Ramallah als „ghettoartig“ und sagte, sie sei „fast Rassismus“. Mixa trat 2010 unter Vorwürfen verschiedener Übergriffe von seinem Kirchenamt zurück. Er wurde später von einigen der Vorwürfe entlastet.[3]

Ein dritter Delegierter war der inzwischen verstorbene Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, der die Sperranlage in der Westbank mit der Berliner Mauer auf eine Stufe stellt. Er setzte auch die Antibabypille mit dem Gas Zyklon-B gleich, das in den Gaskammern der Nazis verwendet wurde. 2005 verglich er in einer Predigt Abtreibung mit dem Holocaust.[4] Andere verletzende Bemerkungen, die als Aussagen dieser Bischöfe veröffentlicht wurden, konnten nicht verifiziert werden.

Kardinal Lehman, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in Yad Vashem über die sich vertiefenden Verbindungen zwischen Juden und Katholiken. Die Kirche sagte, dass nur die Erklärung von Kardinal Lehmann repräsentativ für die Delegation war.

Die aufhetzenden Äußerungen der Bischöfe waren bereits damals extrem deplatziert. Dies um so mehr angesichts der viele Jahrhunderte langen antisemitischen Verbreitung von Hass durch die katholische Kirche. Diese Hetze legte eine Infrastruktur extremen Hasses gegen Juden, auf der Deutschlands Nazi-Regierung weiter aufbauen konnte. Die katholische Kirche änderte ihre Einstellung gegenüber den Juden erst zwei Jahrzehnte nach dem Holocaust. 1965 gab Papst Paul VI. auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Erklärung Nostra Aetate aus, die den Vorwurf des Gottesmords gegenüber dem jüdischen Volk als ganzem aufhob.

Während Hitlers Regime kollaborierte die deutsche katholische Kirche mit den Nazis.[5][6] Vor diesem Hintergrund waren die Bemerkungen der zu Besuch gekommenen deutschen Bischöfe über Israel noch obszöner. Der damalige Vizepräsident der Dachorganisation der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sagte: „Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?“ Shimon Stein, damaliger israelischer Botschafter in Deutschland, reagierte: „Wenn man in diesem Kontext Begriffe wie das Warschauer Ghetto und Rassismus verwendet, dann zeigt das, dass man alles vergessen hat oder nichts gelernt hat. Jemand hat moralisch versagt.“[7]

Die Deutsche Bischofskonferenz wies die Äußerung des Botschafters zurück. Ihr Sekretär Hans Langendörfer sagte, dass die Bischöfe wenigen „sehr persönlichen Schock zum Ausdruck gebracht habenden Äußerungen“ inzwischen von ihnen auf selbstkritische Weise inzwischen korrigiert worden seien. Man muss sich heutzutage fragen, wie diese Bischöfe all diese Jahre sehr persönlichen Schock vermieden, wenn sie von den vielen Vorfällen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester hörten.

Der Kommentator Alan Posener lenkte in der Qualitätszeitung Die Welt die Aufmerksamkeit auf die beschränkte deutsche Reaktion auf die antisemitischen Bemerkungen der Bischöfe. Er fragte, wer protestiert; Antwort: „Die üblichen Verdächtigen. Der Zentralrat der Juden. Der viel geplagte israelische Botschafter. Als ob die von keinerlei historischer Kenntnis, geschweige denn Scham getrübte Äußerung zweier deutscher Bischöfe in erster Linie die deutschen Juden anginge oder Israel.“[8] Gert Weisskirchen, damals der für Außenpolitik zuständige sozialistische Parlamentarier, sagte, dies sei für deutsche Christen und für die Deutschen allgemein eine zutiefst beschämende Angelegenheit.[9][10]

Israel bekämpft Terrorismus mit extrem hochentwickelten Methoden. Der Kampf gegen seine verbalen Angreifer sollte in ähnlicher Weise geführt werden. Die Worte der beiden deutschen Bischöfe waren bereits zu dem Zeitpunkt, als sie geäußert wurden, unmoralisch und antisemitisch. Aber mit dem aktuellen Wissen über die gewaltige, versteckte Unmoral in Bezug auf den Pädophilen-Skandal, die so lange Zeit vertuscht wurde, sollten die schmähenden Kommentare von 2007 wieder aufgebracht werden. Das ist nur ein einzelnes Beispiel. Viele weitere unmoralische Hassschürer könnten bloßgestellt werden, wenn die israelische Regierung ein System einrichten würde, um die Äußerungen der vielen antiisraelischen Hetzer zu verfolgen.

[1] www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf

[2] http://www.dw.com/en/german-catholic-priests-abused-thousands-of-children/a-45459734

[3] http://www.dw.com/en/secret-file-rekindles-controversy-over-ex-bishop-mixa/a-5716587

[4] http://www.dw.com/en/combative-cardinal-joachim-meisner-dies-age-83/a-39548377

[5] https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/article/the-german-churches-and-the-nazi-state

[6] http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3374026,00.html

[7] www.tagesspiegel.de/politik/israelreise-zentralrat-der-juden-entsetzt-ueber-bischofs-aeusserungen/819082.html

[8] http://www.welt.de/ politik/article750858/Wenn-es-aus-deutschen-Bischoefen-spricht.html

[9] https://www.welt.de/politik/article750858/Wenn-es-aus-deutschen-Bischoefen-spricht.html

[10] Mehr dazu auf: https://www.tagesspiegel.de/politik/israel-reise-bischoefe-wegen-ghetto-vergleichs-weiter-in-der-kritik/819526.html

 

Der Vatikan widersetzt sich dem Islam

Vorbemerkung heplev (2018): Das waren noch Zeiten! Inzwischen haben wir einen neuen Papst, der von Widerstand gegen den ganz alltäglichen Muslimterror nichts mehr sagt, sondern die Opfer im Stich lässt!

Daniel Pipes, The Jerusalem Post, 5. Juli 2006

„Es reicht jetzt mit diesem Hinhalten der anderen Wange! Es ist unsere Pflicht uns zu schützen.“ So sprach Monsignore Velasio De Paolis, Sekretär des Obersten Gerichts des Vatikan, in Bezug auf die Muslime. In Erklärung seiner offenbaren Ablehnung der Ermahnung Jesu an seine Jünger, „die andere Wange“ hinzuhalten, führt De Paolis an, dass „der Westen seit einem halben Jahrhundert Beziehungen zu den arabischen Staaten hatte … und ist nicht in der Lage gewesen, auch nur die geringsten Zugeständnisse bei den Menschenrechten zu erzielen.“

De Paolis steht mit diesem Denken kaum allein; in der Tat vollzieht sich in der katholischen Kirche ein dramatischer Wechsel von einer Jahrzehnte langen Politik zum Schutz von unter muslimischer Herrschaft lebenden Katholiken. Die alten Methoden der stillen Diplomatie und der stummen Beschwichtigung haben klar versagt. Die geschätzten 40 Millionen Christen im Dar-al-Islam, stellt Patrick Sookohdeo vom Barnabas Fund fest, sehen sich zunehmend als umkämpfte Minderheit wieder, die sich wirtschaftlichem Niedergang, schwindenden Rechten und physischer Gefahr ausgesetzt sieht. Die meisten von ihnen, fährt er fort, sind verachtete und mit Misstrauen betrachtete Bürger zweiter Klasse, die bei Bildung, Arbeit und vor Gericht Diskriminierung ausgesetzt sind.

Diese harten Umstände sorgen dafür, dass Christen aus ihren angestammten Heimatländern in die gastfreundlichere Region des Westens fliehen. Folglich befinden sich die christlichen Bevölkerungzsahlen in der muslimischen Welt im freien Fall. Zwei kleine, aber anschauliche Beispiele dieses Musters: zum ersten Mal in zwei Jahrtausenden haben weder Nazareth noch Bethlehem eine christliche Bevölkerungsmehrheit.

Die Wirklichkeit von Unterdrückung und Niedergang befindet sich in dramatischen Gegensatz zur anschwellenden muslimischen Minderheit des Westens. Obwohl sie weniger als 20 Millionen zählen und zum größten Teil aus Einwanderern und ihren Nachkommen bestehen, handelt es sich um eine zunehmend etablierte und stimmgewaltige Minderheit, der extensiv Rechte und Schutz gewährt werden, obwohl sie neue rechtliche, kulturelle und politische Privilegien gewinnen.

Diese sich weitende Ungleichheit hat die Aufmerksamkeit der Kirche gewonnen, die nun zum ersten Mal auf den radikalen Islam statt das Handeln Israels als zentralem Problem der Christen zeigt, die unter Muslimen leben.

Ein solches Grollen konnte man schon zur Zeit Johannes Pauls II. hören. Kardinal Jean-Louis Tauran, ehemals das vatikanische Äquivalent eines Außenministers, führte z.B. Ende 2003 an, dass „es zu viele mehrheitlich muslimische Länder gibt, wo Nichtmuslime Bürger zweiter Klasse sind“. Tauran drängte auf gegenseitige Gleichbehandlung: „So, wie Muslime ihre Gebetshäuser überall in der Welt bauen können, sollten die Gläubigen anderer Religionen es auch tun können.“

Katholische Forderungen auf gegenseitige Gleichbehandlung sind stärker geworden, besonders seit der Amtsübernahme von Papst Benedikt XVI. im April 2005, für den der Islam ein zentraler Sorgenpunkt. Im Februar betonte der Papst die Notwendigkeit „die Überzeugungen und religiösen Praktiken anderer zu respektieren, damit im Gegenzug die frei gewählte Religion auszuüben für alle wahrhaft sicher gestellt ist“. Im Mai betonte er erneut die Notwendigkeit der gegenseitigen Gleichbehandlung: Christen müssen Einwanderer lieben und Muslime müssen die Christen unter sich gut behandeln.

Niederrangige Geistliche sind, wie üblich, freimütiger. „Die Radikalisierung des Islam ist die Hauptursache für den christlichen Exodus“, meint Monsignore Philippe Brizar, der Generaldirektor des Oeuvre d’Orient, einer französischen Organisation, die sich auf nah- und mittelöstliche Christen konzentriert. Bischof Rino Fisichella, Rektor der Lateran-Universität in Rom, rät der Kirche ihr „diplomatisches Schweigen“ fallen zu lassen und stattdessen „Druck auf internationale Organisationen auszuüben, um die Gesellschaften und Staaten in mehrheitlich muslimischen Länder dazu zu bringen sich ihrer Verantwortung zu stellen.“

Die Krise um die dänischen Karikaturen bot ein typisches Beispiel der katholischen Ernüchterung. Ursprünglich kritisierten Kirchenführer die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen. Aber als Muslime mit der Ermordung katholischer Priester in der Türkei und Nigeria antworteten, ganz zu schweigen von Christen, die in fünftägigen Krawallen in Nigeria getötet wurden, antwortete die Kirche mit Warnungen an die Muslime: „Wenn wir unseren Leuten sagen, dass sie nicht das Recht haben zu beleidigen, dann müssen wir anderen sagen, dass sie nicht das Recht haben uns zu vernichten“, sagte Kardinal Angelo Sodano, Innenminister des Vaticans. „Wir müssen immer bei politischen Kontakten mit Behörden in islamischen Ländern unsere Forderung nach gegenseitiger Gleichbehandlung betonen; mehr noch, auch bei kulturellen Begegnungen“, fügte Erzbischof Giovanni Lajolo, der Außenminister, hinzu.

Für Christen dieselben Rechte zu erhalten, derer Muslime sich im Christentum erfreuen, ist der Schlüssel für die Diplomatie des Vatikans gegenüber den Muslimen geworden. Dieses ausgeglichene, ernste Herangehen stellt eine tief greifende Verbesserung im Verständnis dar, die Folgen weit über die Kirche hinaus haben könnte, da viele Politiker ihrer Kirchenführung in interreligiösen Fragen folgen. Sollten die westlichen Staaten auch für das Prinzip der gegenseitigen Gleichbehandlung werben, könnte das Resultat in der Tat interessant sein.