Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (12.-18. Februar 2017)

Sonntag, 12.02.2017:

Ein Hamasnik: „Dass sie am Leben bleiben wollen, ist Beweis, dass die Juden feige sind.“ (Das kann nur ein unmenschlich Verblendeter von sich geben – es zeigt, welch dunkle, teuflische Ideologie von dieser Truppe vertreten wird.)

Montag, 13.02.2017:

Das Nachrichtenportal 0404 vermeldete, dass im Laufe des jüdischen Neujahrsfestes der Bäume Tu Bishvat (am vergangenen Samstag, 11,2) mehrere Gruppen von linksextremen Aktivisten gemeinsam mit lokalen arabischen Einwohnern an die Sicherheitszäune der Farm Ma’on und der Siedlung Karmel und anderen in den Südhevronbergen gekommen waren. Teilweise hätten diese demonstrativ palästinensische Flaggen geschwenkt; neben dem Sicherheitszaun, unmittelbar an den Gemeinschaften und teilweise auf Staats- bzw.Gemeinschaftsland hätten sie Bäume gepflanzt. 0404 berichtet, diese Pflanzungen haben im Laufe der ganzen Woche bis zum Samstag hin stattgefunden. Offenbar handele es sich bei den Aktivisten, welche die palästinensischen Einwohner zu den Pflanzungen bringe, um Ausländer. Der Vorsitzende des Regionalkonzils Südhevron, Yochai Damri, äußerte starken Protest gegen die Aktionen.

Zudem berichtete 0404,Verdächtige hätten eine Aussichtsplattform nahe der jüdischen Ortschaft Bet Haggai bei Hevron angezündet, ebenso hätten andere versucht, Kirschenplantagen bei der Ma’on-Farm anzuzünden.

Wegen der seit Monaten andauernden Anschläge mit Felsbrocken und anderem aus dem PA-Dorf Husan am Gush Etzion ist der Zugang zu diesem Dorf von der IDF jetzt blockiert worden.

Die Hamas im Gazastreifen hat einen neuen Führer: Yahya Sinwar übernimmt von Ismail Haniyeh. Er gilt als einer der skrupellosesten Hamasniks überhaupt. Er saß wegen Mordes in einem israelischen Gefängnis und kam im Austausch gegen Gilad Shalit 2011 wieder frei. Selbst in der Hamas gilt er als „Falke“ und ist gegen jeglichen Kompromiss in der Politik gegenüber der PA und Israel.

Saeb Erekat hetzt wieder bei der EU: Er fordert ein „totales Verbot von in der Westbank hergestellten Waren“; das sei nötig um Israels „Kolonisierungspläne zu vereiteln“.

Donnerstag, 16.02.2017:

PA-Araber aus Husan wurde der Zugang nach Beitar Illit verwehrt, wo sie normalerweise arbeiten; aber wegen der ständigen Mordversuche mit Felsbrocken an Autofahrern wird Familienmitgliedern von Steinewerfern die Aufenthalts-/Arbeitsgenehmigung für Israel und „Siedlungen“ aberkannt.

Die Hisbollah droht Israel mit Angriffen auf den Atomreaktor von Dimona.

Es gab eine Bombendrohung gegen das israelische Konsulat in Miami. Es wurde evakuiert.

MK Ahmed Tibi (Vereinigte Arabische Liste) prahlt, wenn es keine Zweistaatenlösung gibt, dann eben eine Einstaatenlösung und dann würden alle Palästinenser ihn wählen und einige Israelis auch und er wäre Premierminister.

Die PLO interpretiert Trumps Anmerkung, dass die Zweistaatenlösung nicht die einzige Möglichkeit sein muss, „wenn beide Seiten das so wollen“ als offene Ablehnung der Zweistaatenlösung (was schon gelogen ist) und sagt, die Alternative dazu sein „Blutvergießen“.

Freitag, 17.02.2017:

Avigdor Lieberman bot der Hamas massive Wirtschaftshilfe für den Gazastreifen an, wenn die Terroristen ihre Raketen und Tunnel aufgeben. Mahmud al-Zahar von der Hamas lehnte das für die Terrorgrupe ab.

Grundsatzaussage eines Fatah-Offiziellen: Die Palästinenser haben das „Recht“ Terror zu benutzen, um „unser Heimatland zu befreien“. (Total nach Frieden suchend…)

Abbas hat neuerdings einen „Vizepräsidenten“ – jedenfalls in der Fatah. Und dieser Mahmud al-Aloul ist langjähriger Führer des „bewaffneten Arms der Fatah“, schon vor den Oslo-Vereinbarungen. Und er hat immer erklärt und ist weiterhin der Meinung, „bewaffneter Widerstand“ sei das Rechte der „Palästinenser“.

Der Januar war der für Israel blutigste Monat seit Juni: 5 tote Israelis, 16 Verletzte.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28. Januar 2017)

Sonntag, 22.01.2017:

Im Gush Etzion wurde ein Fahrzeug beschlagnahmt, aus dem heraus vor zwei Wochen Molotowcocktails auf Einwohner von Migdal Oz geworfen wurden.

Die PA hört nicht auf zu „prophezeien“, dass eine Verlegung der US-Botschaft „ein Feuer entzünden“ würde und zwar „in der gesamten Region“. Jerusalem sei gemäß dem Völkerrecht eine „besetzte Stadt“. (Ah, ganz Jerusalem ist besetzt…)

Der Imam der Al-Aqsa-Moschee warnte PA-Araber davor Land in der Jerusalemer Altstadt an Juden oder jüdische Organisationen zu verkaufen. Das würde für die arabische und islamische Identität der Stadt gefährliche Konsequenzen haben. Außerdem bezeichnete er Trumps Plan die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen als „Kriegserklärung nicht nur gegen unser Volk in Palästina, sondern gegen alle Araber und Muslime, die handeln müssen und die Einwohner Jerusalems nicht im Stich lassen dürfen“.

Der Fraktionsvorsitzende der Vereinten Arabischen Liste bezeichnete den Terror-LKW-Fahrer, der einen Polizisten totfuhr, als „Märtyrer“.

Montag, 23.01.2017:

Fatah paradierte in Ramallah in „Selbstmordgürteln“ und hochgereckten Messern; in Gaza wirbt die PA für den Tod für Allah.

Mehrere Dutzend Araber feierten mit einer offiziellen Zeremonie den Abschluss ihrer militärischen Ausbildung im Gazastreifen. Dazu marschierten sie herum, präsentierten ihre Waffen, zeigen ihre Fähigkeiten im Nahkampf usw. Das Alter der Absolventen hatte eine große Spannweite (von Kindern bis zu Erwachsenen im mittleren Alter). Höhepunkt: Ein kleiner Junge verbrannte eine israelische Flagge.

Der nächste bitte: Jetzt war Jibril Rajoub dran mit Krieg zu drohen, sollte die US-Botschaft nach Jerusalem verlegt werden.

Die Polizei und IDF-Kräfte konnten 3 Araber festnehmen, die im Verdacht stehen letzte Woche Molotowcocktails auf Migdal Oz geworfen zu haben.

Dienstag, 24.01.2017:

An der Beerdigung des Terroristen, der letzte Woche sein Auto in eine Gruppe Polizisten fuhr, einen ermordete und mehrere verletzte, nahmen tausende PalAraber teil.

Saeb Erekat schimpft wieder über „Ausdehnung der Siedlungen“, weil Israel Wohnungsbau genehmigt hat; er fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft. (Sch… drauf, dass die „Siedlungen“ nicht erweitert werden…)

Donnerstag, 26.01.2017:

Zahlen: 2016 verhinderten israelische Sicherheitskräfte mehrere hundert Terroranschläge in Judäa und Samaria.

Bei dem Schießangriff im Vorbeifahren gestern Abend schossen die Soldaten zurück; der Fahrer des Wagens wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Als Präventionsmaßnahme (Warnung an andere) entzog Innenminister Deri 11 Mitgliedern der Familie des Terroristen, der früher diesen Monat mit seinem LKW vier Soldaten ermordete, die vorläufige Aufenthaltsgenehmigung. Als Grund dafür werden vor allem Äußerungen der Familienmitglieder angeführt. (Diese hatten sich positiv zum Tun des Terroristen geäußert.)

Freitag, 27.01.2017:

Am späten Donnerstagabend gab es einen schweren Bus-Unfall in Samaria. Der Bus stürzte in eine Schlucht, 2 Personen starben. Die Ersten, die den Opfern halfen, war eine Familie PA-Araber.

Samstag, 28.01.2017:

Zwei Araber, die im Verdacht stehen gestern bei Ni’lin auf Autos geschossen zu haben, wurden festgenommen; bei ihnen wurde eine Schusswaffe gefunden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24. Dezember 2016)

Sonntag, 18.12.2016:

Die Führung der (vorwiegend arabischen) Stadt Nazareth in Galiläa veranstaltete eine öffentliche „Lesekette“ (Teilnehmer: Grundschüler, Oberstufenschüler, weitere junge Menschen), die den „Märtyrer Baha Alyan“ ehrte – einen Terroristen, der letztes Jahr mit einem Komplizen in einem Bus in Jerusalem 3 Menschen ermordete.

Nach mehrere Wochen dauernden Ermittlungen wurde in Samaria eine Brandstifter-Terrorzelle aus drei Arabern festgenommen, die in Ariel während eines Attentats von einer Sicherheitskamera aufgezeichnet worden waren.

Montag, 19.12.2016:

Die Fünfte Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Ayman Odeh nahm an der siebten Fatah-Konferenz teil. Dort sagte er, die nächste solche Konferenz werde in der palästinensischen Hauptstadt Ostjerusalem stattfinden. Darauf reagierte die Menge mit dem Ruf: „Millionen Märtyrer marschieren auf Jerusalem!“

Dienstag, 20.12.2016:

Ein 17-jähriger Araber wurde Anfang Dezember festgenommen; er soll im Oktober auf einen Soldaten eingestochen haben.

Soldaten eingestochen haben.

Mittwoch, 21.12.2016:

Saeb Erekat droht seit Tagen, heute auch wieder: Wenn Trump die US-Botschaft nach Jerusalem verlegt, wird die PLO ihre Anerkennung Israels zurücknehmen und alle seit 1993 unterzeichneten Vereinbarungen annullieren.

Donnerstag, 22.12.2016:

Die Fatah feiert, dass sie 116 Israelis ermordet hat. Dabei prahlt sie auf ihrer Facebook-Seite von den „10 herausragendsten Operationen“ und den „10 herausragendsten Operationen während der Intifada“. Bei diesen 20 Terroranschlägen ermordeten sie 78 erwachsene Zivilisten, 16 Soldaten und 22 Kinder.

Heckmeck:
– Der französische Nahost-Gipfel soll jetzt doch wieder stattfinden – am 15. Januar.

Samstag, 24.12.2016:

Die Terrororganisationen jubeln über die Lügen-Resolution des UNO-Sicherheitsrats. Dieser werde zu internationalen Sanktionen gegen Israel führen, heißt es. (Etwas anderes interessiert sie nicht, schon gar nicht Frieden.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11.-17. Dezember 2016)

Sonntag, 11.12.2016:

Während des Monats November strahlte die Fatah durch ihren offiziellen Fernsehsender 72-mal ein für Terror werbendes Musikvideo aus.

Bei einer Veranstaltung zum 29-jährigen Bestehen der Hamas paradierten Kinder mit Palästinenserflaggen, Hamasflaggen und (Spielzeug-?) Waffen. Sie skandierten: „Wir sind die Al-Qassam-Truppen!“ Ein 11-jähriger proklamierte, er werde nach Palästina zurückkehren, wenn es judenrein sei. Juden sollten sich an Kaybar erinnern (wo Mohammed einen Friedensvertrag brach und Juden ermordete). Ein Vater sagte, das alles sei kein Hass, sondern Grundsatzlehre des Koran.

Die Hamas rief die Fatah zur Zusammenarbeit gegen die Juden auf. Einheit sei nötig, um das Land von Juden zu befreien.

Montag, 12.12.2016:

Die Fatah ehrt auf ihrer Facebookseite der Operationschef des „Schwarzen September“ (ein Terror-Ableger der PLO). Ali Hassan Salameh war für das Massaker von München (Oympia 1972) sowie zahlreiche Briefbomben verantwortlich. Die Fatah behauptet, Salameh habe mit seinen Briefbomben „Mossad-Agenten“ getötet und prahlt offen mit dem Anschlag in München.

Dienstag, 13.12.2016:

Zwei Drittel der PA-Araber glauben nicht länger an eine Zweistaatenlösung.

Der IS im Sinai behauptet die israelische Luftwaffe habe Ziele im nördlichen Sinai angegriffen.

Heckmeck:
Umfrage: 80% der PalAraber wollen nicht, dass Trump eine Rolle im „Friedensprozess“ bekommt. (Warum nur????)
– Der „Friedensgipfel“ in Paris ist (mal wieder) verschoben worden – auf Januar. Nach Angaben des PA-„Botschafters“ in Frankreich soll Israels Entscheidung nicht teilzunehmen nichts damit zu tun haben.

Mittwoch, 14.12.2016:

Eine PA-Delegation    ist in den USA und spricht mit Kerry. Gespräche mit Trump sind nicht vorgesehen. Die PA-Apparatschiks behaupten, sie wollten eine verhandelte Zweistaatenlösung. (Seltsam nur, dass ihr ganzes Handeln genau das Gegenteil demonstriert.)

Sicherheitskräfte berichten, dass sie eine Zelle Waffenhersteller im Gush Etzion festgenommen und Schusswaffen beschlagnahmt haben. Zwei Minderjährigen wurden festgenommen, weil sie Orte in Judäa mit Brandsätzen beworfen hatten; die beiden verrieten Mitglieder eines Terrorrings, die die Schusswaffen herstellten.

Eine Gruppe arabischer Grabräuber wurde Ende letzter Woche gefasst, als sie versuchte Artefakte aus einer archäologischen Grabungsstätte in Nordisrael zu stehlen.

Donnerstag, 15.12.2016:

Liebesgrüße aus Teheran – aber die Fristen werden inzwischen länger: Der oberste Revolutionsführer kündigt an, das es „das zionistische Regime in 25 Jahren nicht mehr gibt“.

Die IDF meldet, dass die Hamas Drachen nutzt, die sie mit Kameras bestückt, um die IDF und israelische Städte auszuspionieren.

ISIS beansprucht am Montag aus dem Sinai 2 Raketen auf einen israelischen Grenzposten geschossen zu haben. Die IDF habe mit Luftangriffen darauf reagiert.

Freitag, 16.12.2016:

Mit landesweit 94 Terroranschlägen war der November der Monat mit den zweitwenigsten Anschlägen 2016 (im August gab es 93).

Bald haben sie einen neuen Schuldigen: Seab Erekat kündigte an, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen würde den „Friedensprozess“ „vernichten“.

Der Krieg der PA gegen die Balfour-Erklärung

Ruthie Blum, Israel HaYom, 28. Oktober 2016

Ermutigt und ermächtigt von der jüngsten UNESCO-Resolution, die jüdische Verbindungen zum Tempelberg und der Westmauer bestreitet, prahlt die palästinensische Autonomiebehörde mit Plänen während des nächsten Jahres weltweit eine Reihe globaler Veranstaltungen zu betreiben, um die Gründung des Staates Israel anzuprangern.

Der Sinn der von der Nachrichtenagentur Qudsnet als „massiv“ beschrieben Kampagne besteht darin „die internationale Gemeinschaft und besonders Großbritannien mit ihrer historischen Verantwortung zu konfrontieren und sie aufzufordern dieses große Verbrechen zu büßen und das Thema der dem palästinensischen Volk zugefügten historischen Ungerechtigkeit aufzubringen“.

Das fragliche „schwere Verbrechen“ ist die Balfour-Erklärung vom 2. November 1917, die der britische Außenminister Arthur Balfour dem jüdischen Gemeindeleiter Walter Rothschild schickte, geschickt an die Zionist Federation of Great Britain and Ireland. Darin hieß es:

Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Obwohl es den Begriff „Palästinenser“ – oder ein Volk, das sich „Palästinenser“ nennt – noch lange nicht gab, ist das Verfälschen von Geschichte fester Bestandteil ihrer Bejühungen Israel auf jede mögliche Weise zu delegitimieren. Die Abstimmung in der UNESCO ist nur ein winziges Beispiel für diese Gepflogenheit, die mit Hilfe westlicher Linker an Boden gewinnt.

Ein weiteres ist die unaufhörliche Kakophonie, die israelischen Siedlungen stellten ein „Hindernis für den Frieden“ dar.

Ironischerweise dient die Tatsache, dass alle Fraktionen der PA keinen Hehl daraus machen, dass sie den jüdischen Staat als Katastrophe betrachten, die eine jährliche Trauer verdient – und ebenso das Abschlachten unschuldiger Juden – nicht dazu Verfechter einer Zweistaatenlösung von ihrer Behauptung abzubringen, dass neue Wohnungen in der Westbank unnötig provozieren.

Im Gegenteil: Obwohl Abbas klar sagte, dass in einen von der PA kontrollierten Gebiet Juden unter keinen Umständen willkommen wären, war es Premierminister Benjamin Netanyahu, der von überall gnadenlos gescholten wurde, als er die Aufmerksamkeit auf diesen eklatanten Antisemitismus lenkte – und besonders vom Weißen Haus und dem US-Außenministerium.

Saeb Erekat, der Chef-„Friedens“-Unterhändler der Palästinenser, nutzte die Gelegenheit, wie er es immer tut und nutzte die US-Kritik an Israel als Beweis dafür, dass der jüdische Staat in Sünde geboren wurde und lebt.

In einem Kommentar in der Washington Post vom Dienstag machte Erekat genau dies im Zusammenhang mit der Balfour-Erklärung, die er den „symbolischen Anfang der Leugnung unserer Rechte“ nannte. Die Geißelung der Welt, weil sie keine signifikanten Schritte zur Beendigung des Zerrbilds der Existenz Israels rotzte er die üblichen Lügen darüber hin, wie der jüdische Staat entstand.

„Das palästinensische Volk wurde 1948 mit Gewalt seiner Häuser enteignet und aus seinem Heimatland vertrieben, erlitt 1967 die Besetzung, nur um in den historischen Kompromiss gezwungen zu werden die Grenzen von 1967 als die Grenzen des Staates Palästina anzuerkennen“, schrieb er, wobei er bequemerweise die wahre Geschichte des Unabhängigkeitskriegs Israels und des Sechstage-Kriegs 19 Jahre später ausließ – den Angriff der umgebenden arabischen Armeen auf ein winziges, junges Land, das einen Großteil seiner Zeit damit verbringt mit denen eine Absprache zu finden, die auf seine Auslöschung erpicht sind.

Erekats Text steht in Übereinstimmung zu Abbas‘ Ankündigung im Juli, dass die PA wegen der Balfour-Erklärung eine Klage gegen Großbritannien einreichen wird. Das wurde vom palästinensischen Außenminister Riyad al-Maliki auf dem Gipfel der Arabischen Liga in Mauretanien übermittelt, an dem Abbas nicht teilnehmen konnte, weil sein Bruder verstorben war.

Ungeachtet der Tatsache, dass Omar Abbas in einem Krankenhaus in Tel Aviv wegen Krebs behandelt worden war – so wie Familienmitglieder anderer Bosse von Fatah und Hamas auch – legte der Palästinenserführe mit seinem Prozess gegen Großbritannien wegen eines 100 Jahre alten Dokuments los, „nachdem hunderttausende Juden aus Europa und anderen Orten in Palästina ankamen, auf Kosten unseres Volkes“.

Mit einem derart krassen Eingeständnis seiner tatsächlichen Haltung zur jüdischen Eigenstaatlichkeit – so weit zu gehen, dass er einen Krieg gegen die Balfour-Erklärung führt – sollte die palästinensische Autonomiebehörde mit der Verachtung und dem Hohn behandelt werden, die sie verdient.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29. Oktober 2016)

Montag, 24.10.2016:

Die PalAraber haben eine einjährige Kampagne zum „Verbrechen der Balfour-Erklärung“ angekündigt. Sie soll vom 2. November 2016 bis zu 2. November 2017 dauern und soll „die Welt und besonders Großbritannien daran erinnern, dass sie sich ihrer historischen Verantwortung stellen“ und die Palästinenser für „das Verbrechen am palästinensischen Volk entschädigen“. (Fragt sich nur, wie diese Entschädigung aussehen soll…)

Avigdor Liberman wurde von der Jerusalemer Zeitung Al-Quds interviewt. Die Hamas ist stinkig: Das hätte nicht passieren dürfen. Und wenn, dann hätte das Interview mit veröffentlicht werden dürfen. Es wird überlegt den Verkauf der Zeitung im Gazastreifen zu verbieten.

Dienstag, 25.10.2016:

Avigdor Liberman hatte in dem Interview mit Al-Quds ein Friedensabkommen vorgeschlagen. Im Gegenzug für die Aufgabe des Terrorismus würde Israel den PalArabern helfen einen Flughafen, einen Hafen und Infrastruktur im Gazastreifen zu bauen. Hamas, PFLP und PIJ schäumen. Lieberman wollen sie erpressen. Sie beanspruchen ein „Recht“ die Juden zu terrorisieren. Mit anderen Worten: Sie sind an Frieden nicht ansatzweise interessiert.

Das Liberman-Interview hat bei den israelischen Arabern wieder Ängste geschürt: Sie wollen nicht in einen Palästinenserstaat gewechselt werden (Liberman hatte einen Austausch von arabischen Bereichen Israels gegen „Siedlungen“ in Judäa und Samaria vorgeschlagen). Die israelischen Araber wollen Teil von Israel bleiben.

Nabil Sha’ath von der Fatah drängt auf Wirtschaftssanktionen gegen Israel: „Israel gibt niemandem etwas umsonst.“ Deshalb sollte Boykott „unsere Waffe“ sein.

Die PA hat eine Schule in Tulkarm nach Salah Khalaf benannt, dem Terroristen, der den Terrorüberfall des Schwarzen September plante. Er hatte auch den Tod zweier amerikanischer Diplomaten im Sudan zu verantworten.

Mittwoch, 26.10.216:

Nach der UNESCO-Abstimmung, die die jüdische Verbindung zu Jerusalem leugnet, ist die Zahl der Terroranschläge im Bereich der israelischen Hauptstadt stark angestiegen. Der Polizeichef von Jerusalem spielt das aber herunter.

Die PalAraber haben wieder die Feiertage genutzt und dutzende weitere illegale Bauten errichtet. Das war vor allem auch deshalb möglich, weil die israelischen Kontrollbeamten während der Feiertage Urlaub hatten.

Donnerstag, 27.10.2016:

Der Shin Bet gab bekannt, dass er an 14. September zwei Araber aus Ras al-Asmud (Jerusalem) fest, die einen Terroranschlag planten.

Araber aus „Ost“-Jerusalem drohen mit Gewalt, weil Netanyahus persönlich an einer archäologischen Ausgrabung in der Altstadt teilnehmen will. Das sei eine „Kriegserklärung gegen die Al-Aqsa-Moschee und Verachtung aller Muslime weltweit“. Und natürlich auch der UNESCO-Entscheidung, dass Juden keine Verbindung zu Jerusalem haben…

An der Al-Quds-Universität wurde ein neues Denkmal enthüllt. Mit diesem werden die Studenten ermutigt „Märtyrer“ zu werden: „Meide den natürlichen Tod. Sterbe nicht anders als in einem Kugelhagel.“ Mit dem Denkmal werden Terroristen der Universität geehrt, die bei der Durchführung von Terroranschlägen getötet wurden.

Freitag, 28.10.2016:

Die Friedenspartner: Saeb Erekat bezeichnete in israelischen Gefängnissen sitzende, rechtmäßig verurteilte Terroristen wieder einmal als „unsere mutigen Gefangenen … Wir beugen unsere Häupter in Bewunderung und Ehre der Opfer der Gefangenen wegen ihrer Heldentaten“.

Diese Woche wurden arabische Olivenpflücker von Soldaten geschützt, als sie bei Yitzhar in Samaria Oliven ernteten. Sie „dankten“ es ihren Beschützern mit Graffiti an ihrem Posten: „Tod den Juden“, „Land Palästina“ und – „natürlich“ Hakenkreuzen.

Samstag, 29.10.2016:

Mahmud Abbas will die Kontakte zur Hamas wieder intensivieren und verbessern, um wieder eine Einheit unter den PalArabern herzustellen. Dazu traf er sich mit Khaled Meshaal und Ismail Haniyeh in Qatar.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25.09.-01.10.2016)

Sonntag, 25.09.2016:

Khaled Meschaal von der Hamas prahlt: Seine Terrortruppe hat inzwischen doppelt so viele Waffen wie 2014.

Die Flughafenbehörden in Kairo haben 7 Gaza-Araber festgenommen, die bei der Rückkehr von der Haddsch Komponenten mitbrachten, die zum Bau von Sprengsätzen nötig sind. Der Verdacht: Sie wollten sie an Terroristen im Sinai weitergeben. Da die Hamas sich aber recht aktiv um die Freilassung dieser „Pilger“ einsetzt, kann man davon ausgehen, dass das Material für sie bestimmt war.

Eine Gruppe aus israelisch-arabischen Unternehmern und IDF-Veteranen hat sich gebildet, um Start-Ups im arabischen Sektor zu fördern.

Die IDF gibt an, dass dieses Jahr bereits 145 PalAraber wegen Hetze im Internet angeklagt wurden. (Arutz-7 schreibt von 108 Anklagen; letztes Jahre waren es nur 13.)

Ein ranghoher IDF-Kommandeur sagte, dass innerhalb von nur Monaten die unterirdische Sicherheitssperre entlang des Gazastreifens vollendet sein würde. Ein Teil der Optionen wird sein die Tunnel zu fluten, das Tunnelnetzwerk werde zu einer Todesfalle werden.

Montag, 26.09.2016:

Donald Trump hat versprochen die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, wenn er Präsident werden sollte. (Das würde einem Gesetz entsprechen, das der Kongress schon vor 21 Jahren verabschiedete!). Außerdem sprach er sich für ein geeintes Jerusalem aus. Die PA-Terrorgranden finden das natürlich gar nicht gut. Saeb Erekat log, Trump würde damit das Völkerrecht brechen wollen.

Israel half dabei 12 Affen und 2 Schildkröten aus einem Zoo in Rafah in einen Zoo in Tulkarm in Samaria zu transportieren. Das ist das zweite Mal, dass Israel dem PA-Landwirtschaftsministerium beim Transfer von Zootieren half, die im Gazastreifen unter furchtbaren Bedingungen gehalten wurden.

Dienstag, 27.09.2016:

Der Schabak gab bekannt, dass fünf Einwohner von Hebron und dem nahe gelegenen Yatir wegen des Verdachts auf Waffenbau und -schmuggel festgenommen wurden. Dabei wurde ein Menge Schusswaffen und Munition, eine Rohrbombe und Messer beschlagnahmt.

Mittwoch, 28.09.2016:

Shimon Peres ist gestorben. Die Hamas ist wieder extrem pietätvoll: „Das palästinensische Volk ist über den Tod dieses Kriminellen glücklich“, sagte ein Hamas-Sprecher. Außerdem wird ein „Tag des Zorns“ während Peres‘ Beerdigung gefordert.
Die PA kommentierte nicht offiziell (Abbas redete allerdings etwas wie Lob zu Peres‘ Friedenswille), aber eine Sprecherin befand: „Peres war ein unbußfertiger Kriegsverbrecher. Revisionistische Geschichte wird nicht funktionieren.“
Bedenkt man, dass Peres den Friedensbesoffenen als eine große Hoffnung galt und hofiert wurde, dann sollten diese Typen mal überlegen, wem sie da das Wort reden, wenn sie von Israel verlangen, dass es mit den Terrorbanden auskommt und ihnen nachgibt.

Bilanz der letzten Tage: 39 Verdächtige (Terror, Kriminalität, illegaler Waffenbesitz) und  wurden von israelischen Sicherheitskräften in Ostjerusalem festgenommen.

Donnerstag, 29.09.2016:

Zahlen: Der Magen David Adom (Roter Davidstern) gab bekannt: Seit dem letzten Jahreswechsel nach hebräischem Kalender (Rosh HaSchanah) hat es 499 Terroranschläge gegeben, durch die 40 Menschen getötet und 459 verletzt wurden. Außerdem mussten 143 Menschen wegen Schock behandelt werden. MDA-Mitarbeiter dokumentierten 131 Fälle von Steinwürfen, 123 Stichangriffe, 27 Angriffe mit Autos, 25 mit Schusswaffen, eine Bus-Bombardierung und weiteres.

Die arabischen Knesset-Abgeordneten kündigten an, dass sie an Peres‘ Beerdigung (geschlossen) nicht teilnehmen. Als Begründung wird von einem moderaten Abgeordneten angegeben, dass Peres Teil der „Tragödie unseres Volks“ sei und es am respektvollsten sei zu schweigen. Andere (wie Basel Ghattas) waren heftiger: Peres sei eine Säule des zionistisch-kolonialen Projekts und einer der verabscheuungswürdigsten, grausamsten, radikalsten und langlebigsten Führer Israels“.

Mahmud Abbas beantragte an der Beerdigung teilnehmen zu dürfen; Netanyahu gab seine Genehmigung. Die Hamas verdammt ihn deswegen natürlich.

Derweil schickt die Fatah Bildchen durchs „Netz“, die Peres auf dem Weg in die Hölle zeigen. Und das PA-Fernsehen lässt einen „Experten“ verkünden, Peres hätte als Mann des Krieges vor den Internationalen Strafgerichtshof gehört, als größte Fälschung der Geschichte der zionistischen Bewegung“.

Auch ein prominenter Jude wird nicht an der Beerdigung teilnehmen; Benny Katzover, der ehemalige Direktor des Yescha-Rats (der jüdischen Gemeinschaft in Judäa und Samaria) kann fühlt sich „wegen des Schadens, den er angerichtet hat“ nicht dazu in der Lage zur Beerdigung zu gehen; gleichzeitig erkennt er Peres‘ Leistungen in den 1970-er Jahren an.

Der Generalstaatsanwalt hat die polizeiliche Befragung der beiden arabischen Knesset-Mitglieder Hanin Zoabi und Jamal Zahalka wegen Korruptionsvorwürfen genehmigt.

Am Tag vor Rosh HaSchana (Sonntag) dürfen keine Juden auf den Tempelberg, weil gleichzeitig ein muslimischer Feiertag ist (der Tag, an dem Mohammed von Mekka nach Medina umzog). Dieser Tag gilt zwar als Feiertag, ist aber recht unbedeutend.

Freitag, 30.09.2016:

Das Palestine News Network propagiert, Abbas‘ Teilnahme an der Beerdigung von Shim Peres sein eine Botschaft palästinensischen Friedens an die Welt. (Na ja, die Welt wurde ja immer schon mit solchen bombardiert, die keine Bedeutung hatten. Und alle „internen“ Aussagen aus Fatahstan bezeugen eh das Gegenteil.)

Die Hamas verkündete, die „Intifada“ werde weitergehen, bis „ganz Palästina“ befreit ist.

Vor der Beerdigung von Shimon Peres hatte die Polizei vorbeugend mehrere „rechtsgerichtete“ Israelis sowie auch einige Araber aus Sicherheitsgründen festgenommen.

Samstag, 01.10.2016:

Der gestern am Checkpoint Qalandiya angeschossene Terrorist erlag seiner Verletzung. Der von ihm angestochene Israeli ist schwer verletzt aber in stabiler Verfassung im Krankenhaus.

Die Fatah-Jugend in Bir Zeit fordert, dass Abbas wegen seiner „erniedrigenden“ Teilnahme am Begräbnis von Shimon Peres zurücktritt.