Europa, hör auf Israel zu belehren

Giulio Meotti, Israel National News, 14. Februar 2018

Ist es nicht wunderbar zeuge des Schweigens Europas zur Aggression des Iran gegen Israel und der Selbstverteidigung des jüdischen Staates zu sein? Europas scheint den Weg der Feigheit und der Schande gewählt zu haben, die Straße zu progressiver Moral und politischer Dekadenz. Europa den Iran Israel vorgezogen.

Der alte Kontinent durchlebt eine große Verdunkelung der Vernunft, deren Ende wir nicht sehen. Dann beschweren wir uns, dass Europa so wenig zählt: Morgen und Übermorgen wird es immer weniger zählen. Israel wird wissen, wie es sich verteidigen muss, aber Europa riskiert die versklavte Halbinsel des im Chaos befindlichen Nahen Ostens zu werden.

Der Iran, wiederbelebt durch feiges westliches Geld, schlägt die Kriegstrormmel und greift über die Hisbollah und Syrien Israel an. Was erden die europäischen Bürokraten tun? Werden sie zu „Ruhe auf beiden Seiten“ aufrufen? Wird die UNO, die sich bereits den Schurkenstaaten ergeben hat, die „israelische Vergeltung“ verurteilen?

Was werden die, die wegen dem polnischen Gesetz zu den Vernichtungslagern besorft sind, angesichts eines den Holocaust leugnenden Regimes sagen, das auf dem Weg zum Atomstaat ist, Langstreckenraketen hat und von der Vernichtung der „Zionisten“ besessen ist?

Pazifismus, Appeasement und Feigheit haben nie zu einem anderen als einem Ergebnis geführt: Krieg.

Welche andere Demokratie in der Welt wacht jeden Morgen auf, geht ins Kino, baut, schafft und erfreut sich des Lebens, während seine Sicherheitskräfte im Durchschnitt 3 Anschläge pro Tag vereiteln müssen? In Israel spielt sich ein Terrorkrieg ab und das kommt in den internationalen Medien und den Außenbeziehungen nicht vor.

Selbst die Wahrnehmung dessen, wem dieses kleine Land sich stellen muss, fehlt. Der Shin Bet, Israels Inlandsgeheimdienst, gab gerade die Zahlen bekannt: 113 versuchte oder erfolgreiche Terroranschläge im Januar in Jerusalem, Judäa und Samaria. Ein Durchschnitt von 3 Anschlägen am Tag auf den Straßen, gegen die Soldaten, an den Checkpoints. Und im Rückblick auf das Jahr 2017: mehr als 1.100 vereitelte Terroranschläge.

Welches europäische Land, das sich heute auf die Seite des Iran schlägt, würde sich gegen diese Zustände wehren? Schaut in den Spiegel, bevor ihr Israel belehrt.

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EU baut weiter illegale Siedlungen – nur um sich zu beschweren, wenn Israel sie abreißt

Elder of Ziyon, 5. Februar 2018

Gestern (04.02.2018) von der UNO:

Äußerung des geschäftsführenden Humanitären Koordinators für die oPt[1], Roberto Valent, zu Zerstörung der von Spendern finanzierten Klassenzimmer in der palästinensischen Gmeinde Abu Nuwar: Ich bin tief besorgt vom Abriss der zwei spendenfinanzierten Klassenzimmer (3. Und 4. Schuljahr) durch die israelischen Behörden heute Morgen, die 26 palästinensischen Schulkindern in der Beduinen- und Flüchtlingsgemeinde Abu Nuwar dienten und in der Area C in den Außenbezirken von Jerusalem standen. Der Abriss wrude aufgrund fehlender von Israel ausgegebener Genehmigungen durchgeführt, die zu erhalten fast unmöglich ist.

Abu Nuwar ist eine der gefährdetsten Gemeinden in der besetzten Westbank, die humanitäre Hilfe  benötigen. Die Zustände, der sie sich ausgesetzt sieht, repräsentieren auch die vieler palästinensischer Gemeinden, in denen einen Kombination israelischer Politik und Praktiken – einschließlich Abrissen und eingeschränkter Zugang zu Basisdienstleistungen, die die Menschenrechte der Einwohner verletzten und das Risiko eines Zwangstransfers generieren. Das ist der sechste Vorfall von Abriss oder Beschlagnahme in der Schule von Abu Nuwar durch die israelischen Behörden seit Februar 2016.

Das bedeutet, dass die EU in den letzten zwei Jahren alle vier Monate illegale Schulgebäude baut und Israel sie abreißt.

Klingst das so, als würde die EU sich wirklich darum sorgen Kindern Bildung zu verschaffen? Sie könnte z.B. Transportmöglichkeiten zu anderen Schule organisieren, wenn sie das wollte.

Dieselben Spiele sollen eindeutig nicht den Palästinensern helfen, sondern Israel mit Fotos von abgerissenen Gebäuden in Verlegenheit bringen, von denen sie behaupten kann, dass sie Schulen waren, die vermutlich nie irgendwelche Klassenräume hatten.

Abu Nuwar liegt im Bereich E1, der Ma’ale Adumim mit dem Rest von Jerusalem verbindet. Und darum geht es in Wirklichkeit – die internationale Gemeinschaft ist ganz versessen darauf Israel davon abzuhalten die beiden zu verbinden.

Im Hintergrundbericht der UNO dazu gibt es etwas Ironisches:

Abu Nuwar ist eine palästinensisch-beduinische Gemeinde in Area C mit ungefähr 650 palästinensischen Einwohnern (88% Flüchtlinge), die zum Teil saisonal in der Gemeinde wohnen. Die Gemeinde ist eine von 46 Beduinengemeinden in der zentralen Westbank, die wegen der gegen sie ausgeübten Zwangsumstände in der Gefahr eines Zwangstransfers stehen; zu diesen Zwängen gehört ein „Verlegungs“-Plan, der von den israelischen Behörden vorgeschlagen wird. Es handelt sich zudem um eine von 18 palästinensischen Beduinengemeinden im östlichen Jerusalem Gouvernement, die im oder in direkter Nähe zu einem Gebiet liegen, das für den Siedlungsplan E1 angesetzt sind, der darauf abzielt ein durchgehend bebautes Gebiet zwischen der Siedlung Ma’ale Adumim und Ostjerusalem zu schaffen.

Das humanitäre Völkerrecht erbietet den individuellen oder Massen-Zwangstranser von Bevölkerung eines besetzten Gebiets, unabhängig vom Motiv. Solche Transfers sind ein schwerer Bruch der Vierten Genfer Konvention und beinhaltet damit individuelle strafrechtliche Verantwortung. Die Zerstörung von Grundbesitz in einem besetzten Territorium ist ebenfalls verboten, außer sie ist militärisch absolut nötig.

Abu Nawar ist keine uralte Gemeinde. Sie wurde Mitte der 1960-er Jahre angelegt und wie dies erklärt, handelte es sich um eine Nomaden-Gemeinde, in die Menschen au saisonaler Basis einzogen.

Es gibt in den Genfer Konventionen nichts, das sagt, illegal gebaute Gebäude dürften nicht zerstört werden. Im Gegenteil, von den Besatzungsbehörden wird erwartet, dass sie bestehende Gesetze durchsetzen und bestimmt würde jordanisches und osmanisches Recht nicht erlauben, dass ohne Genehmigung einfach so Hütten auf Hügeln gebaut werden.

Die Ironie besteht darin, dass die UNO sagt, was für ein furchtbares Verbrechen es ist ein paar Dutzend Familien umzusiedeln, die ohnehin Nomaden sind, aber darauf besteht, dass mehr als eine halbe Million Juden, die seit Jahrzehnten in genau dieser Gegend gelebt haben (und von denen viele Vorfahren hatten, die dort viel länger lebten) aus dem „Palästina“ genannten Gebiet ethnisch gesäubert werden müssen.

[1] occupied Palestinian territories = besetzter Palästinensergebiete

Europas hartnäckige Scheinheiligkeit

Eldad Beck, Israel HaYom, 15. Januar 2018

2003, kurz nachdem die iranische Opposition die Existenz von Teherans geheimem Atomprogamm aufdeckte, nahmen drei Weltmächte – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – zusammen mit dem außenpolitischen Chef der EU Javier Solana ihre ganzen Bemühungen in Dienst,, um den Iran zu überzeugen seine atomaren Bestrebungen aufzugeben. Die Europäer nannten diese drei Jahre dauernden Verhandlungen „kritischen Diskurs“.

Was das bedeutet, scherzten Zyniker, war, dass die Europäer und die Iraner sich zusammensetzten um die Vereinigten Staaten zu kritisieren. Selbstverständlich endeten diese Gespräche in einem erbärmlichen Fehlschlag: Die Iraner unterschrieben Vereinbarungen mit den Europäern, verletzten sie aber schon bevor die Tinte trocken war. Wir hätten erwarten sollen, dass die Europäer aus iher Unfähigkeit mit iranischer Arglist klarzukommen lernen, aber die Europäer überbieten sich beim ständigen wieder beim Aufbereiten ihrer Fehler und Reinfälle.

Einen Tag vor Donald Trumps äußerst wichtigen Entscheidung zur Zukunft der Atomvereinbarung mit dem Iran, die sein Versprechen erfüllt hätte diesen „schlechten Deal“ zu zerreißen, flog der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif nach Brüssel zu einem Treffen mit der derzeitigen Wiederholung des „3 plus 1“-Forums – mit anderen Worten: mit seinen Gegenüber aus Europas prominenten Mächten und der EU. Statt wegen der tödlichen und gewalttätigen Unterdrückung der Volksproteste gegen die iranische Regierung, wegen der fortgesetzten Weiterentwicklung ihres Programms für ballistische Raketen und wegen seiner ausgedehnten Involvierung beim Untergraben der Stabilität im Nahen Osten gescholten zu werden, gaben die vier Außenminister dem Iran und dem Atomdeal ihre völlige Unterstützung und zwangen Trump in eine Ecke. Der Kern ihrer gemeinsamen Erklärung nach dem Treffen mi Zarif: Der Iran halte den Atomdeal vollständig ein; daher gebe es keinen Grund neue Wirtschaftssanktionen zu verhängen oder es abzulehnen die alten nicht aufzuheben, wie die Vereinbarung es vorschreibt.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel ging so weit zu sagen, dass Europa und der Iran den Atomdeal vor jeder Entscheidung schützen wollen, die ihn gefährdet. Während Gabriel in Brüssel das Regime im Iran verteidigte, waren deutsche Behörden eifrig damit beschäftigt den prominenten Regime-Ayatollah Mahmud Haschemi Schahrudi, der sich mitten in einer medizinischen Behandlung befand, aus Deutschland zurück in den Iran zu schmuggeln.

Schahrudi leitete von 1999 bis 2009 die iranische Justiz. Während dieser Zeit vollzog er angeblch mehr als 2.000 Hinrichtungen aus, darunter Heranwachsende, während er die Folter von Häftlingn und die Verhaftung von politischen und Menschenrechtsaktivisten beaufsichtigte. Nachdem iranische Dissidenten seinen Krankenhausaufenthalt in Deutschland aufdeckten, wurden Anzeigen bei der örtlichen Polizei gestellt, um ihn zu verhaften. Die deutsche Regierung, die Schahrudis Ankunft im Land „im Schutz der Dunkelheit“ ermöglichte, bemühte sich ihn sicher nach Hause zu schaffen.

Sigmar Gabriel war der erste ranghohe westliche Amtsträger, der sich beeilte den Iran zu besuchen, schon bevor der Atomdeal bestätigt war, um die Interessen seiner deutschen Wirtschaft in einem Land sicherzustellen, das Berlin als historischen Verbündeten betrachtet. Diese Interessen treiben Deutschland und die EU Teheran gegen Washington zu unterstützen. „Universale und Menschenrechts-“Prinzipien sind offenbar für die Europäer kein Faktor mehr. Ihre Unterstützung für den Iran nimmt ihnen das Recht anderen Moral zu predigen und macht sie alleinverantwortlich für die Entwicklung einer iranischen Atombombe.

Richard Goldstone widerruft (2): 4 Gedanken zu Golstones „mea culpa“

Pesach Benson, HonestReporting.com, 3. April 2011 (so nicht mehr online)

Vier Gedanken zu Richter Richard Goldstones mea culpa. Sein an die Brust schlagen in der Washington Post ist schwach, aber dennoch von Bedeutung:

  1. Goldstone rudert deutlich zurück

Wenn er Israel loben wollte, weil es die Forderungen seines Berichts erfüllte (die Operationen der Armee zu untersuchen und Veränderungen zum Schutz von Zivilisten umzusetzen), dann hätte es gereicht zu sagen: „Ich bin zufrieden mit Israels Antwort auf meine Empfehlungen.“

Man kann aber nur ernstes Bedauern hören, wenn er stattdessen sagt: „Hätte ich damals gewusst, was ich jetzt weiß, wäre der Goldstone-Bericht ein anderes Dokument geworden.“

  1. Klopfe dir selbst auf die Schulter

Die Online-Gemeinschaft der Israel-Unterstützer – Blogger, Leser, Aktivisten, jeder, der in der Schule, auf der Arbeit den Mund auf machte, usw. – verdient Anerkennung dafür, die Frage nicht ruhen zu lassen und den Druck aufrecht zu erhalten.

Ich weiß nicht, warum Goldstone sich entschied das jetzt zu schreiben, aber ich muss annehmen, dass etwas aus der Konversation dabei eine Rolle spielte. (Meiner bescheidenen Meinung nach war bereits im letzten Januar erkennbar, dass in der Gemüt des Richters etwas im Gang war. Maurice Ostroff sah die Zeichen…)

  1. Die Rolle der Medien

Auf Israel wurde gewaltig eingeprügelt, weil es Mohammed el-Dura „getötet“, Palästinenser in Jenin massakriert, willkürlich Zivilisten im Gazastreifen beschossen haben soll usw. usw. usw. Ein französisches Gericht entlarvte schließlich France2s Bilder des „Mordes“ an al-Dura, während die UNO schließlich zugab, dass es in Jenin kein Massaker gab. Erst jetzt distanziert sich Goldstone von seinem Bericht.

Warum springen die Medien so schnell auf den Zug auf, der Israel auf Israel einprügelt, statt einen kritischen Blick auf all die Vorwürfe zu werfen? Wie viel Leben muss noch verloren werden, wie viel politischer Schaden muss noch angerichtet werden, bevor die großen Medien einen langen, strengen Blick auf sich selbst werfen?

  1. Was bedeutet das für die Zukunft?

Das Palestinian Center for Human Rights beschuldigt die Hamas, sie gefährde die Zivilisten des Gazastreifens. Die Washington Post veröffentlichte Landkarten der Bunker und Waffenlager der Hisbollah – von denen sich viele in zivilen Gegenden befinden.

Ob nun die nächste Runde der Kämpfe im Gazastreifen oder im Libanon stattfindet, wir wissen, dass Israel wieder wegen des Beschusses von Zivilisten Prügel seitens der Großen Medien beziehen wird.

Drei einseitige Kommentare von Prominenten zu Trumps Jerusalem-Entscheidung

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Scheinheiligkeit vieler Prominenter, die wichtige politische Ereignisse zu Israel kommentieren, kann oft auf leichte Weise bloßgestellt werden. Ihre Äußerungen dürften extreme Einseitigkeit, Pseudo-Expertise, wissentliches Schweigen zu vielen größeren Problemen sowie zweifelhafte Vorhersagen spiegeln.

Ein solches Ereignis war die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump. Die folgenden drei Reaktionen Prominenter illustrieren diese fehlende Ernsthaftigkeit. UNO-Generalsekretär António Guterres sagte: „In diesem Moment großer Beklemmung möchte ich klar machen, dass es keine Alternative zur Zweistaatenlösung gibt.“ Er fuhr fort, dass Trumps einseitiges Handeln die Aussichten auf Frieden für Israelis und Palästinenser gefährde.[1] Über seine zweifelhaften Vorbedingungen hinaus litt er zudem offenbar unter selbstverursachter Besorgnis.

Ist Guterres entgangen, dass die hohen Gehälter, die die palästinensische Autonomiebehörde Familien von Terroristen zahlt, den Friedensaussichten großen Schaden zugefügt haben? Wenn ja, dann ist er ein Pseudo-Experte. Sollte Guterres sich entschieden haben wissentlich die Augen vor diesen Vorfällen zu verschließen, dann ist er ein Heuchler, der zweierlei Maß anlegt. Erst recht, da seine wiederholt geäußerte Ansicht lautet, israelische Siedlungen seien ein Friedenshindernis. Man mag sich daran erinnern, dass Guterres sich bei seinem Besuch in Israel im August 2017 als „ehrlichen Vermittler“ bezeichnete.[2]

Papst Franziskus richtete einen Appell an Trump den Status quo der Stadt zu respektieren und sich an UNO-Resolutionen zu halten. Er sagte: „Ich kann aus meiner tiefen Sorge über die Situation, die in den letzten Tagen geschaffen worden ist, nicht schweigen.“Sollte er als Kopf der katholischen Kirche nicht seiner tiefen Sorge um die Lage der Christen in der muslimischen Welt mit besonderer Betonung der Christen in Syrien Ausdruck geben?

Im April 2017 sprach der Papst bei einer internationalen Konferenz in Kairo.[3] Es gab kaum einen besseren Ort, um die andauernde Flucht der Christen aus einer Reihe muslimischer Länder und die prekäre Situation vieler der dort Verbleibenden zu erwähnen. Stattdessen rief er christliche und muslimische Führer in Ägypten und dem gesamten Nahen Osten auf, gemeinsam „eine neue Zivilisation des Friedens“ aufzubauen.[4]

Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, sagte über Trumps Entscheidung: „Die Ankündigung von Präsident Trump zu Jerusalem könnte sehr besorgniserregende Auswirkungen für den Frieden in der Region haben.“ Sie fügte hinzu, „die Ankündigung habe das Potenzial „uns in noch dunklere Zeiten zurückschicken als die, in denen wir bereits leben.“[5]

Ich habe vergeblich versucht herauszufinden, ob Mogheini jemals dasselbe bezüglich der Ankündigung von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer 2015, die massive Ankunft von Flüchtlingen in ihrem Land willkommen zu heißen, sagte. Wäre es mit Deutschlands horrender Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg und der problematischen Gegenwart für Mogherini nicht einfach gewesen vorherzusagen, dass der massive Zustrom weiterer Muslime die Reaktionen rechtsextremer Bewegungen beträchtlich stärken würde? Wie schwierig war es vorauszusagen, dass es noch mehr Antisemiten in Deutschland geben würde, als bereits da waren?

Die dunkleren Zeiten in Deutschland, die vorauszusagen Mogherini verfehlte, traten innerhalb von zwei Jahren ein. Aus den Wahlen im September 2017 ging die rechte Partei AfD, von der einige Schlüsselpersönlichkeiten Nazisoldaten verklären und den Holocaust bagatellisieren, als drittstärkste Kraft in der deutschen Politik hervor.

Zu den jüngsten antisemitischen Vorfällen sagte Regierungssprecher Steffen Seibert: „Man muss sich schämen, wenn auf den Straßen deutscher Städte so offen Judenhass zur Schau gestellt wird.“[6]

Die Hanns-Seidel-Stiftung, die der bayrischen Christlich-Sozialen Union (CSU) nahe steht, hat eine Studie unter Asylsuchenden in Bayern durchgeführt. Sie stellte fest, dass mehr als die Hälfte der muslimischen Asylsuchenden der Meinung sind, dass Juden in der Welt „zu viel Einfluss“ haben.[7]

Eine gerade veröffentlichte Studie des American Jewish Committee zu syrischen und irakischen Flüchtlingen in Deutschland, durchgeführt von Günther Jikeli, stellte fest: „Antisemitische Denkmuster und Stereotype waren bei allen Befragten weit verbreitet, auch wenn diese ihren ‚Respekt‘ für das Judentum oder die Bedeutung der friedlichen Koexistenz von Muslimen, Christen und Juden betonten.“ Die Studie stellte zudem fest: „Fast alle arabischen Befragten betrachteten ein fundamental negatives Image Israels als natürlich und stellten Israels Existenzrecht ganz selbstverständlich infrage.“[8]

Diese Antisemiten sind von der Regierung zu einer Zeit nach Deutschland hineingelassen worden, als die stark verzerrten Meinungen vieler Deutscher zu Israel bereits stockfinster waren. Nach Angaben einer Studie der Bertelsmann-Stiftung glauben einundvierzig Prozent der deutschen Bevölkerung, dass Israel sich gegenüber den Palästinensern so verhält wie die Nazis die Juden behandelten.[9]

Israels politischer Spielraum die drei prominenten Kommentierenden frontal anzugreifen, ist begrenzt. Solche Einschränkungen bestehen für viele proisraelische Organisationen und Autoren nicht. Je mehr die Unaufrichtigkeit von Guterres, Papst Franziskus und Mogherini aufgedeckt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie in der Zukunft etwas mehr nachdenken, bevor sie einseitige Kommentare über Israel abgeben.

[1] http://www.theguardian.com/world/2017/dec/06/trump-to-plunge-middle-east-into-fire-with-no-end-with-jerusalem-speech

[2] http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=57421#.WjVTGlWWa7Q

[3] http://www.reuters.com/article/us-pope-egypt/pope-francis-denounces-barbarity-during-egypt-visit-preaches-tolerance-idUSKBN17U0U4

[4] http://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2015/jul/27/where-in-the-world-is-it-worst-place-to-be-a-christian

[5] http://www.politico.eu/article/federica-mogherini-donald-trump-jerusalem-decision-very-worrying/

[6] https://www.welt.de/politik/article171478315/Wir-wenden-uns-gegen-alle-Formen-von-Antisemitismus.html

[7] www.hss.de/download/publications/Argu-Kompakt_2017-8_Asylsuchende.pdf, page 6

[8] AJC Berlin Ramer Institute: Attitudes of refugees from Syria and Iraq towards integration, identity, Jews and the Shoah Research Report: December 14, 2017

[9] www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_LW_Germany_and_Israel_today_2015.pdf, p.35

Der UNRWA-Beauftragte Peter Hansen

Analyse und Kommentar von UN Watch, 12. November 2003 (per Newsletter)

Das Folgende ist eine bearbeitete Version eines UN Watch-Artikels, der gestern auf der Meinungsseite der Jerusalem Post veröffentlicht wurde.

Vor Kurzem sagte der UNRWA-Generalbeauftragte Peter Hansen in einem Interview mit der Jordan Times: „Ich fordere (die israelische Regierung) heraus, etwas vorzuzeigen, das ich gesagt habe, das einseitig oder unausgewogen war.“ Als einzige Nichtregierungs-Organisation mit dem exklusiven Auftrag die Integrität der UNO zu beobachten, wird UN Watch den Handschuh gerne aufnehmen. Die UN-Charta verlangt von ihren Beamten, dass sie „die höchsten Standards an Effizienz, Kompetenz und Integrität“ erfüllen. Hansen hat den Test nicht bestanden, da er seine pro-palästinensische Voreingenommenheit bei mehreren Gelegenheiten demonstriert hat.

Hansens Parteilichkeit wurde im letzten Jahr während der Operation Schutzschild am stärksten zu sehen. Er verlangte am 7. April 2002, dass Israel „diese unbarmherzigen Angriff auf zivile Flüchtlingslager einstellt“. Monate später, in einer Presseerklärung am 22. Juli, gab Hansen zu, dass „ohne Zweifel Waffen und Munition in den Lagern hergestellt worden waren, wie es auch in Jenin geschah“. Nachdem er sieben Jahre lang der UNRWA vor stand, konnte Hansen nicht in gutem Glauben die terroristischen Aktivitäten in den Lagern ignoriert haben.

Jenin war auch das Thema von Hansens unrühmlichsten Statement. Am 8. April führte er eine UNO-Delegation dort hin; danach sagte er: „Ich hatte gehofft, dass die Horror-Geschichten über Jenin übertrieben und von den damit verbundenen Gefühlen beeinflusst seien, aber ich fürchte, dass sie nicht übertrieben waren und dass die Bewohner des Lagers Jenin eine humanitäre Katastrophe durchmachten, die in der jüngeren Geschichte wenige Parallelen haben.“ Die am besten bekannte dieser „Horror-Geschichten“ war Saeb Erekats Behauptung gegenüber CNN, dass 500 Palästinenser getötet worden seien. Hansens Erklärung gab dieser palästinensischen Lüge nicht nur die Unterstützung der UNO, seine Bezugnahme auf die Opfer mit „wenig Parallelen in der jüngeren Geschichte“ enthüllte Hansens einseitige Sympathien. Nur drei Wochen vor Hansens Statement ermordete ein Selbstmord-Bomber am Passah-Vorabend in Netanya 29 Israelis – er tötete ohne Ansehen der Person eine noch größere Zahl von Zivilisten als in Jenin versehentlich umkamen. Einer der tödlichsten Terror-Anschläge in der Geschichte Israels ging seinem Gedächtnis offenbar verloren.

Hansen versuchte auch, den palästinensischen Missbrauch von UNRWA-Einrichtungen zu unterdrücken. Die UNRWA-Presseerklärung vom 22. Juli 2002 behauptete, dass die UNRWA nur für die Integrität ihrer eigenen Einrichtungen verantwortlich ist, nicht für die Polizeiarbeit im gesamten jeweiligen Lager; Hansen „konnte mit absoluter Sicherheit sagen, dass es keine fragwürdigen Aktivitäten in irgendeiner der UNRWA-Einrichtungen gab“. Aber bei einem Treffen der Unterzeichner der Vierten Genfer Konvention am 5. Dezember 2001 gab Hansen zu: „Außen Stehende sind die UNRWA-Schulen im Gazastreifen gekommen und haben auf israelische Stellungen geschossen.“ Und: „Bewaffnete Palästinenser haben während des letzten Jahres gelegentlich UNRWA-Schulen im Gazastreifen betreten.“

Hansen könnte auch die Beteiligung von palästinensischen UNRWA-Bediensteten bei Terror-Organisationen vertuscht haben. In Reaktion auf den Tod zweier UNRWA-Angestellten, einer davon Osama Tahrawi, bei einem israelischen Raketenangriff in Gaza im letzten Dezember, sagte Hansen: „Dieser Verlust an zivilem Leben, von Leuten, die für eine humanitäre UN-Behörde arbeiteten, ist völlig unakzeptabel.“ Aber war Tahrawi ein Zivilist? Von den Al-Aksa-Märtyrerbrigaden behaupten, er war ihr Mitglied und seine Mutter sagte einem Reporter der New York Times: „Alle jungen Männer hier verließen ihre Häuser. Einige hatten Waffen, andere nicht. Osama hatte eine Waffe.“

Dies sind nur ein paar wenige Beispiele – unabhängig von Vorwürfen der israelischen Regierung – für Hansens Versagen, die Standards zu erfüllen, die von einem internationalen Bediensteten erwartet wird. Zusätzlich behauptet Israel, dass ein UNRWA-Angestellter zugab, einen UNRWA-Krankenwagen für den Transport von Waffen für Hamas benutzt zu haben, während ein andere ein UNRWA-Fahrzeug nutzte, um bewaffnete Terroristen auf dem Weg zu ihrem Anschlag zu verstecken.

Letztlich liefert Hansen selbst die erdrückendsten Beweise für seine Voreingenommenheit. In genau dem Interview, in dem er seine Objektivität proklamierte und seine Herausforderung an die israelische Regierung stellte, ließ er alle vorgebliche Neutralität fallen. Nachdem er beide Seiten des Konflikts als militärisch „asymmetrisch“ charakterisierte, behauptete er, dass Israelis und Palästinenser ebenfalls „in der Legitimität ihrer Sache asymmetrisch“ seien.

Die Herausforderung für Hansen ist, dieses Statement zu verteidigen und seinen Job zu behalten.

Scheinheilige EU-Führer haben kein Problem „Verhandlungen vorzugreifen“, indem sie Jerusalem zur Hauptstadt Palästinas erklären

Elder of Ziyon, 7. Dezember 2017

Die Scheinheiligkeit der Angriffe westlicher Führungspolitiker auf die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch Präsident Trump ist unverhüllt und atemberaubend.

Der französische Präsident Macron sagte: „…die Festlegung Frankreichs und Europas auf die Zweistaatenlösung mit Israel und Palästina, die in Frieden und Sicherheit Seite an Seite in international anerkannten Grenzen leben, mit Jerusalem als Hauptstadt der zwei Staaten.

Die britische Premierministerin Theresa May sagte, der Status Jerusalems „sollte letztendlich die geteilte Hauptstadt der israelischen und palästinensischen Staaten sein“.

UNO-Generalsekretär Antonion Guterres sagte: „Nur über die Realisierung der Vision von zwei Staaten, die  Seite an Seite in Frieden, Sicherheit und gegenseitiger Anerkennung leben, mit Jerusalem als Hauptstadt von Israel und Palästina und der Lösung aller Endstatusfragen durch Verhandlungen können die legalen Ansprüche beider Völker erreicht werden.“

EU-Außenministerin Federica Mogherine sagte: „Die Ansprüche beider Seiten müssen erfüllt werden und es muss durch Verhandlungen ein Weg gefunden werden den Status Jerusalems als zukünftige Hauptstadt beider Staaten zu lösen.

Die schwedische Außenministerin Margot Wallström sagte, Jerusalem sei „ein Endstatus-Thema und zukünftige Hauptstadt zweier Staaten“:

Im selben Atemzug, in dem sie sagen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen sei ein Vorgriff auf Verhandlungen, greifen alle diese Führungspolitiker  dem Ausgang von Verhandlungen vor – indem sie darauf bestehen, dass Jerusalem die Hauptstadt eines Palästinenserstaats sein wird“ Diese „Tatsache“ ist für Verhandlungen nicht einmal vorgesehen!

Israel existiert heute. Jerusalem heute sein Regierungssitz. Das laut auszusprechen schadet dem Frieden nicht. Im Gegenteil, die Wahrheit anzuerkennen ist die einzige Möglichkeit Frieden herbeizuführen. Hirngespinsten nachzugeben ist der Weg Frieden fernzuhalten.

Aber das ist genau das, was die Führer von EU und UNO tun. Sie „wissen“, dass jeglicher Palästinenserstaat Jerusalem als Hauptstadt haben muss – obwohl es keinen logischen, historischen oder auch Sicherheitsgrund gibt, um darauf zu bestehen.

Mit anderen Worten: Die Palästinenser haben die Macht darüber ein Veto dagegen Jerusalem zur Hauptstadt Israels zu erklären (weil das „verhandelt“ werden muss), aber Israel hat keine solche Macht darüber, dass Palästinenser dasselbe über ihre zukünftige Hauptstadt sagen. Die Welt hat sie ihnen bereits ausgehändigt.

Der existierende palästinensische Regierungssitz befindet sich in Ramallah. Jerusalem ist keine arabische Hauptstadt und war es nie. Der ganze Grund dafür, dass die Palästinenser Jerusalem fordern, besteht darin es Israel wegzunehmen. Sie haben das selbst gesagt.

Dass darauf bestanden wird, dass Jerusalem die Hauptstadt eines Palästinenserstaates sein muss, ist das wahre Friedenshindernis.

Wenn die EU und die UNO wirklich Frieden wollten, statt vor unhistorischen und letztlich unmöglichen palästinensischen Forderungen zu katzbuckeln (ernsthaft: Wie kann eine Stadt mit zwei Souveränen existieren, ohne wieder geteilt zu werden?), würden sie den Palästinensern sagen, dass sie die Wahl haben: einen Staat ohne Jerusalem (außer auf symbolische Weise einen Vorort der Stadt zu nutzen) oder gar keinen Staat.

Indem den Palästinensern gesagt wird, dass sie ihren Preis auf jeden Fall erhalten, belohnt die Welt Jahrzehnte des Terrors und der Unnachgiebigkeit. Und das bringt keinen Frieden – es garantiert mehr Gewalt.