Von Pferden und Wagen, Eiern und Hühnern

Batya Medad, 24. Januar 2005 (Original auch auf Think-Israel)

Heute Morgen hörte ich eines dieser Angebote in den Nachrichten. Es erinnerte mich an die Witze, die ich als Kind über leichtgläubige Leute hörte, die die Brooklyn Bridge kauften, oder die Kindergeschichte von dem kleinen Tier, das dem Fuchs glaubte, er würde es über den Fluss bringen und dann auf der anderen Seite im Fuchs ankam, statt auf ihm.

Das Angebot, das ich hörte, spannte den Wagen vor das Pferd; es ist eine Umkehrung, eine Perversion der Wirklichkeit. Der „israelisch-arabische Konflikt“ ist kein philosophisches Problem, wie das von den Eiern und Hühnern – wer zuerst da war. Und wie sieht das Angebot aus? Wenn Sie es noch nicht erraten haben: die Araber boten an den Terror zu stoppen, wenn wir unsere Militäraktionen einstellen. Ja, sicher.

Es scheint, dass sie bequemerweise etwas „vergessen“ haben, ein „winziges“ Detail ignorieren. Sie sind die Aggressoren, die Initiatoren und wir versuchen nur uns zu verteidigen. Sie lassen Bomben gegen Häuser, Schulen, Zivilisten, Familien und Schulkinder los. Wir wischen das Blut auf, heben Gräber aus und versuchen gelegentlich mit aller Vorsicht Terroristen zu schnappen, ohne jemandem Schaden zuzufügen, „der nur ein unschuldiger Zivilist sein könnte“.

Es würde keinerlei israelische Militäraktivität geben, wenn die Araber uns nicht angreifen und ermorden würden. Es gibt kein ambivalenteres Land, keines, das weniger enthusiastisch seinem Militär gegenüber ist, als Israel. Katholiken betrachten Sex als „das notwendige Übel“ – und Israelis behandeln ihr Militär genauso. Ohne eine Armee würden wir nie unsere Eigenstaatlichkeit erreicht haben und wären niemals in der Lage gewesen uns in den Kriegen zu verteidigen, die die Araber gegen uns führten.

Die Leute hier segnen ihre neu geborenen männlichen Kinder mit „Er soll nie ein Soldat sein müssen“. Nach dem Yom Kippur-Krieg 1973 gab es einen von Yoram Gaon gesungenen Hit: „Ani mavti’ach lach, yaldah sheli, k’tana, shezot t’hiyeh hamilchamah ha’achronah“ – „Ich verspreche dir, mein kleines Mädchen, dass dies der allerletzte Krieg ist.“ Ein weiterer, gern gehörter Song war „Shir Hashalom“, „Das Friedenslied“, das auf der von John Lennon in „Imagine“ besungenen Philosophie basierte. Sein Thema ist, dass es nichts gibt, das es wert ist dafür zu sterben, weder Religion noch Nationalität. Diese Philosophie ist extrem gefährlich für ein Land, dessen pure Existenz tagtäglich bedroht wird. Die Songschreiber haben die israelische Öffentlichkeit Jahre lang einer Gehirnwäsche ausgesetzt. Lehrer und Anthropologen haben immer gewusst, dass die einfachste Art, etwas zu lernen, die ist, es zu singen. Eine angenehme Melodie kann die Hemmungen von fast jedem überwinden. Man merkt noch nicht einmal, dass da eine Botschaft enthalten ist; es ist so gut zu singen. Das ist die Gefahr. Die Leute werden einfach alles glauben, wenn man es lange genug sagt.

Die natürliche Folge dieser Philosophie ist, dass, wenn es nichts gibt, für das es zu sterben lohnt, es auch nichts gibt, für das es sich zu leben lohnt. Unglücklicherweise sehen wir das immer mehr, da die Flucht in Drogen, Materialismus und mystische Suche mehr und mehr Allgemeingut werden. Es gibt eine furchtbare Leere in Teilen der israelischen Gesellschaft, weil sie sich von ihrem Erbe „abkuppeln“.

Die Spaltung in der israelischen Gesellschaft kann darin gesehen werden, wie der Wagen und das Pferd angeordnet werden. Wir in Yesha und unsere Unterstützer haben etwas, für das wir leben. Wir bauen unser Land auf und wir sind nicht bereit irgendjemandem nachzugeben. Unsere Ziele sind klar. Unsere Sicherheit und Unabhängigkeit stehen an erster Stelle. Unser Wagen ist hinter das Pferd gespannt und wir arbeiten hart. Wenn wir unsere Feinde bekämpfen müssen, werden wir das tun. Wenn sie aufhören und anzugreifen – nicht nur für ein paar Stunden oder einen Tag – wenn sie uns ihre Waffen übergeben und sich ergeben, dann können wir unsere „Militäraktivitäten“ einstellen. Aber wir werden immer wachsam bleiben müssen, um unser Land zu schützen.

Und für die, die den arabischen Versprechungen glauben, ich hätte da eine Brücke…

Human Rights Watchs scheinheilige Einstellung

gefunden auf Facebook:

vergleich-hausabrisse

Israel zerstört die Wohnung eines Terroristen als Reaktion auf einen Auto-Jihad-Angriff, bei dem ein Baby und eine 22 Jahre alte Frau getötet wurden.

Human Rights Watch bezeichnet Israels Tun als KRIEGSVERBRECHEN
und den Anschlag des Terroristen…

nun… sie sagten gar nichts.

Äypten zerstört mehr als 1.000 Häuser im Gazastreifen,
weil sie in seiner geplanten Pufferzone stehen.

Human Rights Watch nannte Ägptens Tun…

nun… sie sagten gar nichts.

Human Rights Watch
Weil es ist nur dann ein Verbrechen ist, wenn Israel es tut.

Das 70 Jahre alte Muslim-Verbot, von dem niemand redet

Die muslimische Welt verbietet Israelis effektiv und unverfroren die Einreise in ihre Länder oder auch nur dort zur Durchreise zu landen. Warum wird das zugelassen?

Giulio Meotti, Israel National News, 1. Februar 2017

Es gibt eine Welle schändlicher und verzerrter Vergleiche zwischen Donald Trumps Präsidentenanweisung, die zeitlich begrenzt Bürgen aus sieben mehrheitlich muslimischen Länder – Syrien, Iran, Irak, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen – die Einreise in die USA verbietet, und dem Holocaust, der Auslöschung von sechs Millionen Juden durch die Nazis. Linke sind wegen der Anordnung empört, die die Vereinigten Staaten schützen und den Visa-Mechanismus einfrieren würde, damit die Überprüfung möglicher Immigranten verbessert werden kann – und das für gerade drei Monate.

Es gibt unglaublich scheinheilige Linke, die das Schicksal „irakischer Christen“ anprangern, denen jetzt die Einreise in die USA verweigert wird. Wo waren diese Linken, warum hörten wir nichts von ihnen, als der Islamische Staat diese Christen ins Exil treib und vergewaltigte und ermordete? Wo waren diese Linken, als Barack Obama diese östlichen Christen diskriminierte, indem er statt ihrer mehr und mehr muslimische „Flüchtlinge“ willkommen hieß?

Iran und Irak rächen sich und verbieten jetzt Amerikaner in ihre Länder reisen zu lassen? Wer will Teheran, Bagdad und Damaskus, Tripolis, Mogadischu, Khartum und Sanaa besuchen?

Doch jenseits von allem was man von Trumps Maßnahme hält, habe ich nie dieselbe linke Empörung angesichts der Tatsache erlebt, dass die Gruppe, auf die Trump zielt, die Länder Iran,  Syrien, Libyen, Jemen und Juden tatsächlich die Einreise von Personen ablehnen, die Reisepässe der Dokumente haben, die anzeigen, dass sie in Israel gewesen sind. Israelischen Bürgern ist die Durchreise durch diese Länder nicht gestatten, nicht einmal wenn sie nicht die Absicht haben das Flugzeug zu verlassen.

Diese muslimischen Länder, die heute vom linken Mitgefühl profitieren, gehen gegen die Bürger nur eines Staates vor: des Staates Israel. Ist das keine „rassistische Schikane“ und „religiöse Diskriminierung“? Ist das nicht eine Tirade der New York Times wert? Einen Bericht von Amnesty International? Oder Lamentieren der UNO? Nein? Das muslimische Verbot gegen israelische Bürger ist drei Monate dauernde Präsidentenanordnung. Sie dauert bereits 70 Jahre an.

Liebe Linke, hört auf in der Twittersphäre über „die neue Anne Frank“ zu weinen und kehrt in die Realität zurück.

Palästinenser und Israelis reagieren unterschiedlich auf die Anschläge

Paul Crespo, The Miami Herald, 26. Januar 2004

Während meiner Reise neulich in den Nahen Osten besuchte ich Yassir Arafats Präsidenten-Komplex in Ramallah in der Westbank. Als wir in das Gelände hinein fuhren, hob unsere palästinensische Eskorte die Zerstörung hervor, die der israelische Einmarsch vor mehreren Monaten verursacht hatte.

„Schaut euch an, was die Israelis gemacht haben“, sagte ein Beamter der PA und zeigte auf den Schutt. Drinnen wiederholte Arafat aufgebracht dieselbe Argumentation.

Viele der Gebäude sind außen in der Tat verwüstet und immer noch mit den Pockenmarken der Gewehrkugeln übersäht; einige von ihnen bleiben kaum stehen. Tief im Inneren des Komplexes aber, nach einem Labyrinth von Gängen und Sicherheitstüren, sind die präsidialen Büros gut isoliert und erhalten.

Statt den Schutt wegzuschaffen und das Areal wieder aufzubauen, hat die PA sich offensichtlich entschieden, die Gebäude in dem schlechten Zustand zu lassen, als Monument der israelischen Militäraktionen, die von der PA „Invasionen“ genannt werden. Das ist Teil einer gezielten und im Allgemeinen erfolgreichen palästinensischen Strategie sich als Opfer darzustellen, die in scharfem Gegensatz zu dem stehen, wie die Israelis mit den palästinensischen Terroranschlägen umgehen.

Während die Israelis Dutzende Restaurants und andere Terror-Ziele der Vergangenheit als permanente Symbole des Terrorismus erhalten könnten, entschieden sie sich anders. Sie ziehen es vor, nicht auf den Anschlägen herumzureiten.

Ihre unterschiedlichen Antworten auf Angriffe, gemeinsam mit den gegensätzlichen Mitteln, die jede Seite in ihrem Kampf benutzt, haben auch Auswirkungen darauf, wie die Medien den Konflikt darstellen.

  • Palästinensische Terroranschläge sind gewöhnlich fast unsichtbar. Terrorgruppen wie die Hamas und die Al Aksa-Märtyrerbrigaden benutzen einzelne Selbstmord-Attentäter, die plötzlich in einer vollen Straße in der Stadt, im Bus oder Geschäft auftauchen und in einem Explosionsblitz verschwinden.
  • Israelische Vorstöße des Militärs gegen palästinensische Militante beinhalten regelmäßig massive Zurschaustellung von Macht und dauern oft mehrere Tage. Israelische Vergeltungsschläge sind oft physisch vernichtender und visuell dramatischer als Selbstmord-Bomber. Israel benutzt gepanzerte Fahrzeuge, seine Truppen bewegen sich durch und schießen in Palästinensergebieten, während Kampfhubschrauber darüber stehen und schießen.

Fügen wir die emotionalen Ausbrüche der Palästinenser hinzu, wie sie nach einem israelischen Vorstoß verstümmelte Leichen durch die Straßen tragen, und dann haben wir eine herzzerreißende Story. Egal, dass die Palästinenser eine Kultur des Todes geschaffen haben, die die Selbstmord-Bomber, die Israelis ohne Unterschied umbringen, als „Märtyrer“ glorifiziert.
Choreographierte Abläufe

In der Zwischenzeit haben die stoischeren Israelis eine völlig andere Antwort auf die palästinensischen Anschläge entwickelt.

Bruce Hoffman erklärt in seinem monatlichen Magazin „Atlantic“, wie Israels Ersthelfer hochgradig choreographierten Abläufen folgen. Jerusalem, das kürzlich mit fast 40 Anschlägen in den letzten Jahren zur „Selbstmord-Hauptstadt der Welt“ wurde, hat aus seiner Reaktion eine Kunst gemacht.

Wenn sich ein Selbstmord-Bomber sprengt (oder eine Selbstmord-Bomberin, wie es jüngst an einer Straßensperre in Gaza geschah), antwortet der Magen David Adom (Rote Davidstern, das israelische Gegenstück zum Roten Kreuz, das die Krankenwagen und die Sanitäter ausschickt und die Koordination mit der Polizei und den örtlichen Krankenhäusern übernimmt) innerhalb von 10 Minuten auf den Anschlag.

Die Verwundeten werden rasch in die Krankenhäuser gebracht; Leichen werden sofort aus religiösen wie politischen Gründen weggebracht; Geheimdienste und forensische Teams gehen an die Arbeit; Zeugen werden zur Befragung in die Polizeistationen gebracht. Bald darauf sammeln Mitglieder der ZAKA – einer religiösen Nichtregierungs-Organisation, deren grausiger Auftrag ist, die Katastrophenopfer zu identifizieren – alle auffindbaren Körper-Fragmente ein, die dort verstreut sind.
Die Normalität wieder hergestellt

Innerhalb von ein paar Stunden fegen und schrubben Reinigungsteams (ironischerweise oft Palästinenser aus Ostjerusalem, die von den städtischen Behörden angeworben wurden) die Gegend sauber. Am nächsten Tag sind bereits Reparaturen ausgeführt, Fenster ersetzt, die meisten Zeichen des Anschlags verschwunden und ein Gefühl der Normalität wieder hergestellt.

Wegen dieser schnellen Antwort verbreiten die israelischen Medien im Allgemeinen weniger Bilder von Leichen oder Leichensäcken.

Zwar leiden beide Seiten, aber ihre gegensätzliche Herangehensweisen an den Konflikt geben den Palästinensern oft einen Vorteil in der Öffentlichkeitsarbeit, der ihr Mantra des Opfer seins verstärkt und unsere Wahrnehmung der Ereignisse verzerrt.

Die meisten Israelis reiten nicht auf dem Tod herum, aber zu viele Palästinenser scheinen daran ihre wahre Freude zu haben.