Den Löwen zähmen

Micah Halpern, 12. April 2005

Erfolg oder Fehlschlag. Wahrheit oder Wagnis. Die Zukunft der palästinensischen Autonomie liegt in den Händen eines Mannes, ihres Präsidenten Mahmud Abbas.

Die Entscheidungen, die Abbas fällt, werden, langfristig und kurzfristig, die Zukunft des palästinensischen Volkes gestalten. Er hat die Wahl zu treffen. Die Verpflichtungen muss er übernehmen.

Einige Entscheidungen, wie die gegen den Terror vorzugehen oder die Kontrolle auszuüben, sind jetzt zu treffen und physisch schwierig. Aber Abbas muss den palästinensischen Wilden Westen zähmen oder dieser wird ihn verschlingen. Und wenn oder wann der erste demokratisch gewählte Präsident der Palästinensischen Autonomie stürzt, wird die Anarchie einsetzen. Und wenn die Anarchie übernimmt, verschwindet jede Chance der palästinensischen Volkes ein anständiges Leben zu führen. Wenn Abbas fällt, geht jede Chance auf eine Annäherung zwischen der Autonomie und Israel verloren. Wird Abbas verschlungen, wird die palästinensische Gesellschaft niemals aufblühen, sondern statt dessen ein Nicaragua oder Belfast werden.

Wie kann man den Löwen zähmen?

Die Banden von Hooligans zu entwaffnen, die durch die Städte schwärmen, sie ins Gefängnis zu stecken und ihre Geldquellen zu verstopfen, Hetze ungesetzlich zu machen – all das sind offensichtliche Möglichkeiten die Kontrolle wiederzugewinnen. Physisch ist das schwierig, aber es ist machbar.

Die Massen von der Wichtigkeit des Auftrags zu überzeugen ist weitaus schwieriger. Der Grund dafür, dass es viel schwieriger ist, besteht darin, dass Umerziehung viel mehr als physische Entschlossenheit verlangt; sie braucht eine emotionale Entschlossenheit. Und hier hat Abbas furchtbar versagt. Abbas hat kaum einmal den Versuch unternommen das palästinensische Volk umzuerziehen.

Erziehung oder Umerziehung ist zentral für den Erfolg des Präsidenten Abbas. Sie ist ein wesentliches Werkzeug für die Umsetzung einer demokratischen, wirtschaftlich gesunden und produktiven Zukunft seines Volkes. Und doch hat Abbas noch nicht einmal angefangen die einfachsten Bildungsreformen einzuführen. Es gibt konkrete Handlungen, die keinerlei Zeit und keine Kraft benötigen, um eingeführt zu werden. Es gibt Handlungen, die fast kein Geld kosten, aber wichtigen kurz- und langfristigen Einfluss auf die Zukunft des palästinensischen Volkes haben würden.

Alles, was Abbas als ersten, einfachen und entscheidenden Schritt tun muss: Er muss ein Buch aus der Liste der Schulbücher entfernen. Wenn Abbas wirklich dem Frieden mit den Israelis verpflichtet ist, wenn er wahrhaftig ist, während er in internationalen Diplomaten-Kreisen von Frieden und Fortschritt redet, wird er den Prozess der Umerziehung jetzt beginnen. Er ist bereits spät dran, jedes Noch-Später wird zu spät sein. Aber wird er das wagen?

Der israelische Minister Natan Sharansky hat gerade einen dringenden Brief an Israels Ministerpräsidenten Ariel Sharon und US-Präsident George Bush geschickt.

Und hierum geht es:
Der offizielle palästinensische Lehrplan für das 10. Schuljahr lehrt die „Protokolle der Weisen von Zion“. Die in den Schulen genutzte Ausgabe wird in Syrien verlegt. Der Lehrplan erwähnt nie, dass die Protokolle eine Fälschung der russischen Geheimpolizei sind, veranlasst vom Zaren, um den berüchtigten Mythos zu verbreiten, die Juden würden die Welt beherrschen.

Man muss sich fragen:
Warum lehrt man die Protokolle, wenn nicht, um das Werk als Verschwörungstheorie von Antisemiten zu entlarven? Was ist in jedem anderen Zusammenhang der bildungspolitische Sinn davon, die Protokolle der Weisen von Zion beeindruckbaren Zehnklässlern angesichts des heutigen sozialen und politischen Klimas zu lehren?

Um den Mythos fortbestehen zu lassen. Wir kennen die Antwort alle. Die Protokolle der Weisen von Zion sind nicht aus dem palästinensischen Lehrplan entfernt worden, das Buch ist nicht aus den Regalen der Schulbüchereien genommen worden, aus einem EINZIGEN Grund: Um den Mythos fortbestehen zu lassen!

Die Palästinenser lehren die Protokolle weiterhin, weil sie sich noch immer keinen Reformen verschrieben haben. Und Mahmud Abbas als ihre Präsident ist der verantwortliche Mann dafür, dass sein Volk umerzogen wird oder nicht, für die Umsetzung von Reformen oder dafür sie zu verschleppen, dass sie ignoriert, wenn nicht gar vergessen werden.

Aber es gibt mehr. Da gibt es die Landkarten.

Auf keiner offiziellen Landkarte der Palästinensischen Autonomie gibt es Israel. Nicht nur bei Karten der Schulen – auf allen und jeder Landkarte.

Zivilisierte, langfristige Interaktion zwischen Völkern, Gesellschaften, Staaten ist schwer vorstellbar, wenn die offiziellen Landkarten des einen Partners weiterhin die Existenz des anderen nicht anerkennen.

Und es geht weiter: In den 160 Schulbüchern, mit denen die PA lehrt, bezieht sich nicht ein einziger Text auf Israel als unabhängigen Staat. Schockierend? Inzwischen nicht mehr, würde ich vermuten.

Ja, Palästinenser-Präsident Abbas muss den terroristischen Gangstern das Rückgrat brechen, die seine Kontrolle über seine Gesellschaft physisch bedrohen könnten. Aber er muss auch ein Bildungssystem verändern, er muss ausbilden. Zukünftige Palästinenserführer sollten in Schulen herangezogen werden, nicht in plündernden Banden.

Man muss nicht Liebe lehren, aber genauso wenig sollte man Hass ewig fortbestehen lassen.

Miese Fotos: @UNICEF und @UNDP bauen Schule in Gaza wieder auf, die Gewalt lehrt und Terroristen verehrrlicht

Elder of Ziyon, 9. Dezember 2016

Die Gamal Abdel Nasser Mittelschule für Jungen östlich von Gaza Stadt wurde während der Operation Fels in der Brandung zerstört.

UNICEF und das UNDP haben zum Wiederaufbau der Schule nach modernen Standards beigetragen, die die erste „kinderfreundliche“ Schule im Gazastreifen sein soll. Sie wird jede Menge offenen Raum haben, größere Klassenzimmer und neue Labore.

Die Feier zur Grundsteinlegung wurde diese Woche veranstaltet.

Sehen wir uns an, was diese Schule lehrt, da die UNO wie getrennte Organisationen hat, die sie so stark unterstützen.

Hier ist ein Video, das 2013 in der Schule aufgenommen wurde, als Schüler die Darstellung eines Anschlags auf einen israelischen Posten feierten, bei der ein „Soldat“ entführt wurde und ein Schüler den Posten mit einer Panzerfaust zerstörte:

2014 war die Schule Gastgeber für eine Rede von Ramez al-Halabi, einem Terroristen, der elf Jahre wegen seiner Beteiligung an der Planung zweier Selbstmord-Bombenanschläge in einem israelischen Gefängnis saß; einer fand in Kfar Darom statt (vermutlich dieser, bei dem die Amerikanerin Alisa Flatow und sieben weitere Personen getötet wurden) und der andere in Netzarim (vermutlich dieser Fahrrad-Bombenanschlag, bei dem 3 Personen getötet wurden).

Hier sehen wir paramilitärische Übungen von Schülern der Schule im Jahr 2014:

Jetzt kann sie wieder aufgebaut werden und die nächste Generation Terroristen ausbilden.

Dank dem UNDP und UNICEF.

Palästinenser beschweren sich, ihre Schulbücher sind nicht antiisraelisch genug

Elder of Ziyon, 6. September 2016

Es gab eine Welle an Beschwerden von Lehrern und Eltern wegen der neuesten PA-Schulbücher, berichtet Palestine Today

Bei einigen der Beschwerden ging es um grundlegende Fehler – so, dass Bethlehem auf einer Landkarte mit Gaza Stadt durcheinander gebracht wurde.

Aber anderes war politischer.

Zum Beispiel hatte das fragliche Buch (mutmaßlich ein Geographie-Werk) Fragen zu Ramallah. Die Kritiker waren aufgebacht, dass das Buch nicht stattdessen Fragen über Jerusalem stellte; sie sagen, das Buch impliziere, dass Ramallah die Hauptstadt Palästinas sei.

In einer weiteren Beschwerde ging es um ein Buch, das Tel Aviv buchstabengetreu ins Araber als Tel al-Rabi (Frühlingshügel) übersetzte, statt auf die fiktiven Viertel von Jaffa zu verweisen, auf denen Tel Aviv angeblich gebaut wurde.

Wissenschaften nach Madrassa-Art

Elder of Ziyon, 18. November 2008

Aus der „The National” der Vereinigten Arabischen Emirate:

Mitte der 1980-er Jahre reiste der Cousin meines Vaters, ein bekannter Notar, zu Madrassen (Religionsschulen) entlang der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan, die zu enormen Teilen von der saudischen Regierung finanziert werden. Diese Schulen waren Stützen des Jihad, denn sie lehrten die Kinder der afghanischen Flüchtlinge und produzierten am laufenden Band tausende von Kämpfern.

Mein Cousin beobachtete, dass Lehrer, die Geschichte oder grundlegende wissenschaftliche Konzepte lehrten – zum Beispiel, dass die Erde um die Sonne kreist – gefeuert und durch Mullahs ersetzt wurden, die nur ein paar Verse des Koran kannten; und die „Bedeutung“ des Tötens von Ungläubigen.

Die Ignoranz dieser Männer wurde durch eine besonders dumme Frage hervorgehoben, die meinem Cousin von einem Mullah gestellt wurde: „Wie kann jemand die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne kennen? Niemand hat ein Lineal gemacht, das dafür lang genug wäre.“