Wenn die Medien so richtig daneben liegen (2)

Wo Medien selbst bei noch so einseitiger Betrachtung einfach Schwachsinn von sich geben:

Fragwüridge „Dokumentation“ auf Phoenix.de
Phoenix.de gibt in seiner Dokumentation zu Ariel Sharon ganz tolle Sachen von sich. Den Vogel schießen sie dort aber mit folgenden Daten ab (man bedenke: mit Datum 6. Januar 2006!):

Sharon musste zurücktreten, blieb aber in verschiedenen Funktionen in der Regierung und konnte nach der Ermordung Izthak Rabins 1995 erneut Schlüsselpositionen einnehmen: 1996 als Minister für Infrastruktur, zwei Jahre später als Außenminister und schließlich 1999 als Premierminister.

Friedensprozess in weiter Ferne
Im Herbst 2000 marschiert Sharon im vollen Bewusstsein der sensiblen Situation mit massivem Polizeiaufgebot zur Al-Aksa-Moschee. Die Reaktion der Palästinenser ist vorhersehbar: Die zweite Intifada (Aufstand der Palästinenser) beginnt und damit eine Welle von palästinensischen Selbstmordattentaten und israelischen Vergeltungsaktionen. Seither wurden mehr als 2.000 Palästinenser und 1.000 Israelis getötet.

Da hat es also Ehud Barak gar nicht gegeben, denn wann sollte der sonst Premierminister gewesen sein?
Der Besuch Sharons auf dem Tempelberg war ja überhaupt nicht mit der PA-Führung abgesprochen.
Die „Reaktion der Palästinenser“ war ja überhaupt nicht geplant, völlig spontan und folgte unmittelbar, oder? Oder war es doch so, dass Arafat sie Monate lang planen ließ und Marwan Barghouti am Tag des Besuchs das Rumpelstielzchen machte, weil der Terror nicht so los ging, wie er das wollte und dann doch erst mehr als 24 Stunden nach der „Provokation“ „ausbrach“.
Und die tolle „Statistik“ ist zumindest, was die Palästinenser angeht, so was von veraltet, dass ich mich frage, ob keiner die Spinnweben spürt, die da dran hängen – immerhin gibt es inzwischen rund 3.500 tote Palästinenser infolge dieser „Intifada“.


In München kamen 1972 11 Palästinenser um
„Das neue Werk des Kultregisseurs handelt von dem Attentat während der Olympischen Spiele in München 1972, bei dem elf Palästinenser ums Leben kamen.“ So stand es auf KINO.DE in der Ankündigung des Films mitsamt Erwähnung einiger Kritikpunkte, die am Film geübt werden.
Inzwischen ist das richtiggestellt. Fragt sich nur, wie es kommt, dass die Schreiber von KINO.DE diesen Schwachsinn überhaupt erst in die Tastatur bringen konnte. Vielleicht liegt’s ja am Film, der sich weniger mit dem Mehrfachmord der Terroristen als mit der israelischen „Rache“ beschäftigt. Wenn der Film sich um israelisches Morden dreht, dann schreibt man schnell was über palästinensische Opfer, auch wenn Palästinenser die Täter waren.


spiegel online, 5. Dezember 2005 – Unter Schwere Explosion in israelischem Supermarkt – Dutzende Opfer konnte man Erstaunliches lesen – inzwischen hat spiegel-online den Schwachsinn gelöscht, aber dass das überhaupt auf deren Website kommen konnte, spricht für die Ahnungslosigkeit oder Dummheit der Journalisten. Diese hatten nämlich über den Tatort geschrieben: „Die Explosion ereignete sich in einem Einkaufszentrum, das nach dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon benannt ist.“
Das ist einfach unsinnig. Das Einkaufszentrum heißt „Ha-Sharon“ ist nach der Region um Netanya benannt, die auch Sharon heißt – was absolut nichts mit den heutigen Ministerpräsidenten zu tun hat.
Qualitativ hochwertige journalistische Arbeit. Herzlichen Glückwunsch, SPIEGEL!


arte, Info Nachrichtenjournal, 6. September 2005, Ausgaben von 19:45 und 23:50 Uhr (übernommen aus einer Info-Mail):
In der Arte-Reportage von F. Méon und W. Charaf wurde die ägyptische Muslimbruderschaft als eine Organisation der Bahrmherzigkeit und Wohltätigkeit vorgestellt: „Hilfe für die Schwächsten, darin liegt die Stärke der Bruderschaft“. Ein schmeichelhaftes Bild für eine Bewegung, die etwa bei der Verbreitung der 1938 veröffentlichten arabischen Übersetzung von „Mein Kampf“ den Deutschen behilflich war oder 1946 alles dafür tat, die Einreise von 100.000 Überlebenden der Shoa nach Palästina zu verhindern.
Wer, über diese einzelnen Ereignisse hinausgehend, derart gelassen von der zentralen Bedeutung der Bruderschaft für den sich radikalisierenden und in den internationalen Raum expandierenden antisemitischen Kampf absieht, den kümmert anscheinend auch nicht die rigerose Mobilisierung nach Innen. Diese schwört die ägyptische Bevölkerung nicht nur ein auf Djihad und Märtyrertod, sondern zudem auf das islamische Inferioritätspostulat. Kein Wort also von anbefohlener Ganzkörperbekleidung usw.
Hat also innerhalb der Arte-Nachrichtenredaktion und bei Arte insgesamt, die populistisch-karitative Seite der Bruderschaft Vorrang vor den terroristischen Strukturen und Verwicklungen jener Organisation und vor der Unterwerfung der Frauen Ägyptens? Oder sind es vielleicht, ganz pluralistisch, gleichberechtigte Themen?

Der WDR stellt einen der radikalsten Islamisten als Moderaten hin; arte gibt die Muslimbruderschaft als Wohlfühlverein aus. Da fragt man sich, wann Osama bin Laden zum Chef der Eurythmie-Übungen in den Waldorf-Schulen stilisiert wird.


The Guardian, 18. Juni 2005: Israel wird Gaza mit Unterwasser-Mauer abriegeln

Die israelische Marine wird eine Unterwasser-Sicherheitsbarriere um den Gazastreifen bauen, um Palästinenser daran zu hindern, von See her nach Israel einzudringen; das wurde gestern angekündigt.

Und wie soll diese „Gefängnismauer“ unter Wasser aussehen, die rund um den Gazastreifen installiert wird (folgt später im selben Artikel)?
Die Barriere wird aus einer 150 m (500ft) langen Mauer und einem 800 m langen Zaun bestehen, die vom Strand ins Mittelmeer verlaufen, so Berichte in den Nachrichten.
Der Teil Zaun soll 1,8m hoch sein und direkt unter der Wasseroberfläche liegen. Elektronische Sensoren sollen jede Bewegung ober- oder unterhalb der Barriere entdecken.

Wow! Der Guardian ist ein Meister der Rechenkunst! Der Gazastreifen hat also ganze 150m Küste, dann kommt schon Ägypten! Fehlt nur noch der Begriff „marine Apartheidmauer“, um den Schwachsinn dieser Zeitung vollends zu entblößen…
(Für Ahnungslose: Die Israelis wollen die beschriebene Sperre im rechten Winkel zur Küstenlinie ins Meer bauen, um Terroristen den Zugang nach Israel zu erschweren.)


honestreporting.com, 24.05.2005:

In den USA macht einmal mehr ein Magazin die unsinnigste Behauptung über die Ursache der Gewalt im Nahost-Konflikt. Opra Winfreys Magazin „O“ behauptet in einem Artikel über die Leiden einer 18-jährigen Palästinenserin, die wegen der Planung eines Selbstmord-Attentats in Israel zu Gefängnis verurteilt wurde. Dazu stellt Autor David France die Frage: „Was könnte ein Mädchen [HE: Warum sind 18-jährige Palästinenserinnen eigentlich immer Mädchen, während Israelinnen Frauen oder Siedlerinnen genannt werden?] dazu bringen einen so radikalen und grässlichen Schritt zu tun?“, um sofort mit der Erklärung eines Professors weiter zu machen:
„Religion ist nicht die Ursache [des palästinensischen Selbstmord-Terrors]… Das sind Leute, die ihre Situation als hoffnungslos definieren. Sie fühlen, dass sie keine Möglichkeit haben auf das zu antworten, was sie als israelische militärische Aggression betrachten.“

Wie, bitte, passen dann solche Sachen wie die folgende in diese Einschätzung des Professors bzw. des Magazins? Vom 13. Mai stammen diese Worte von Imam Ibrahim Mudayris bei einer „Freitagspredigt“ im palästinensischen Fernsehen:

Mit der Errichtung des Staates Israel wurde die gesamte muslimische Nation verloren, denn Israel ist ein Krebs[geschwür], das sich im gesamten Körper der islamischen Nation ausbreitet; denn die Juden sind ein Virus, der ähnlich ist wie AIDS und an dem die gesamte Welt leidet… Der Tag wird kommen, dass wir Amerika beherrschen, Großbritannien, wir werden die ganze Welt beherrschen, außer den Juden. Die Juden werden nicht einverständig und dauerhaft unter unserer Herrschaft leben, denn sie sind die ganze Geschichte hindurch verräterisch gewesen… Hört auf euren Geliebten [Mohammed], der euch vom überaus entsetzlichen Ende der Juden erzählt. Die Steine und Bäume werden von den Muslimen verlangen, jeden einzelnen Juden zu erledigen.“

Zu behaupten, der Terror sei nur auf die als hoffnungslos definierte Situation der Palänstinenser zurückzuführen, der blendet die Hetze nicht nur aus, die aus den Moscheen, Medien und Schulen strömt, sondern der bewegt sich in einer unrealen Welt, die nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun hat, was wirklich los ist.


WDR 5, „Zeitzeichen„, 22.05.2005:

Sendung über die Scharia („das islamische Rechtsystem“) und wie sich Ägypten in seinem Rechtswesen darauf stützt. Tenor: Die Scharia ist eigentlich gar kein Problem, sondern nur Auslegungssache. Dabei wird der „moderate Scheik der Al-Azhar-Universität“ (also praktisch die oberste Instanz der Universität überhaupt und darüber hinaus als „dem Papst in der katholischen Kirche am nächsten kommende Instanz“ gilt) in Kairo zitiert, der vermeintlich fortschrittliche Positionen vertritt. Hm. Wenn man Fatwas gegen die USA als fortschrittlich bezeichnen will – so den Aufruf zum Jihad gegen die amerikanischen Streitkräfte im Irak samt der Aufforderung an alle Araber und Muslime, als Jihadkämpfer in den Irak zu gehen. Und besonders moderat ist es, Selbstmordbomber-Aktionen als „höchste Form der Jihad-Operationen“ zu bezeichnen; kein Wunder, dass er die Selbstmord-Mörder der Palästinenser in den höchsten Tönen lobt. Da es auch um moderne Formen des Islam ging, sollten die Autoren sich lieber anschauen, was Jihad Watch zu Tantawi zitieren kann – dass er nämlich Reformen im Islam untersagt. Dass er antisemitische Äußerungen von sich gibt, darf da nicht überraschen (höchstens die Redakteure des WDR?): Die Geschichte der Juden ist Blut getränkt und gekennzeichnet von Täuschung und Verrat.“ Weiter: „Es ist legal Juden und Israelis zu töten.“ Er geht sogar noch weiter und behauptet, dass der Antisemitismus eine Erfindung der Juden sei, „ein Mittel, um Araber und Muslime unter Druck zu setzen und ihre (jüdischen) Verschwörungen in arabischen und muslimischen Ländern umzusetzen“. Wenn das ein moderater islamischer Würdenträger ist, dann möchte ich nicht wissen, was nach Vorstellung des WDR einen radikalen und extremistischen Muslim ausmacht.


FAZ, 4. Mai 2005, Nr. 103, Seite 10:

Unrealistisch
Die Forderung mag unrealistisch sein, doch ein gewisses Verständnis kann man angesichts der Terrorerfahrung schon dafür haben: Israel möchte die radikalislamische Hamas vollständig entwaffnet sehen, bevor sie sich an den Wahlen im Juli beteiligt. Diese sollen zur weiteren Demokratisierung und inneren Befriedung der palästinensischen Gesellschaft beitragen. Andererseits haben die in Palästina eingewanderten Juden, als sie ihren Staat Israel noch nicht hatten, ihre bewaffneten Kräfte auch niemals entwaffnet. Aus ihnen ging später die israelische Armee hervor. Angesichts der fortdauernden israelischen Besatzung und des Ausbaus mancher jüdischer Siedlungen im Westjordanland kann der Palästinenser-Präsident Abbas nicht einfach die Entwaffnung der Hamas (oder anderer Gruppen) anordnen. Es ist schon schwer genug, sie einigermaßen auf den Waffenstillstand zu verpflichten, der im Februar in Scharm al Scheich verabredet wurde. Nur ein glaubwürdiger Friedensprozeß wird in der Lage sein, die in Palästina vorhandenen militanten Kräfte wenigstens so weit zu schwächen, daß man verläßlich Politik betreiben kann. Immerhin sind die Sicherheitskräfte von Abbas erstmals gegen Hamas-Leute vorgegangen.

Man merkt einmal mehr, wie bei Journalisten Geschichtsklitterung vorherrscht. Der (nicht genannte) Schreiber dieses Kommentars entbehrt weitest gehend geschichtlicher Kenntnisse, selbst der jüngsten Vergangenheit. Ein Umstand, der quasi eine Rechtfertigung der palästinensischen Vorgehensweise und Vertragsbrüche darstellt.
Dieses Unwissen beginnt schon mit der Gleichsetzung des jüdischen Untergrunds vor 1948 mit den Terroristen von heute. Wie viel Dummheit und Ahnungslosigkeit ist nötig, um diese Gleichsetzung vorzunehmen? (Andere könnten hier auch böse Absichten unterstellen.) Bis 1948 gab es keinerlei vertraglich abgesicherte Autonomie für die Juden, wie es bei den Palästinensern der Fall war. Niemand hat den Juden Waffen zum Selbstschutz oder eine eigene Sicherheitsorganisation zugestanden, im Gegenteil – anders als bei den Palästinensern. Es gab keine Verträge zur Entwaffnung aller Milizen, wie sie in den Verträgen seit Oslo und der verpflichtenden Präambel der Roadmap enthalten sind. Israel hat seine Untergrund-Gruppen integriert und unter ein einziges Kommando gestellt, das keine irregulären Tätigkeiten mehr zuließ; die Terroristen auf Seiten der Palästinenser sind neben den „Milizen“ oft gerade Mitglieder der „Sicherheitskräfte“ und „Polizei“ der PA! Irreguläre Truppen zum Selbstschutz von 1948 mit terroristischen Vereinigungen zur Vernichtung eines Volkes und Staates gleichzusetzen, ist unerträglich.
Hätte die PA die Hamas-Mitglieder 1994 in die Polizei aufgenommen und wäre die „Miliz“ nicht mehr existent, sähe die Sache ganz anders aus. Aber statt dessen wird gerechtfertigt, dass die PA mt Herrn Abbas, der PLO usw. sich nicht an Verträge hält, weil Israel es 1948 angeblich auch nicht anders gemacht haben soll. Wo bitte ist heute die angestrebte Vernichtung der Palästinenser, der Wille sie ins Meer zu treiben und alles zu verhindern oder zu vernichten, was einen eigenen Staat darstellen könnte? Israel arbeitet am Gegenteil! Ganz anders als die Araber seit 1948!
Die Äußerungen dieses Kommentators in der FAZ strotzen vor Unwissen oder bösem Willen. Beides ist journalistisch unredlich und untragbar.

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Wenn die Medien so richtig daneben liegen (1)

Wo Medien selbst bei noch so einseitiger Betrachtung einfach Schwachsinn von sich geben:

ARD Tagesschau, 30.11.2004, 20 Uhr:
Hintergrund: Ende November fand in Den Haag eine Konferenz statt, die den Friedensprozess in Nahost wieder in Gang bringen soll. Dazu trafen sich die 25 Außenminister der EU mit zwölf arabischen Delegationen. Am 29.11. traf sich dann auch eine Troika aus der EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner, dem niederländischen Außenminister Bot (als Vertreter der amtierenden EU-Ratspräsidentschaft) und EU-Chefdiplomat Solana mit dem israelischen Außenminister Schalom. (Dass die Araber sich nicht mit dem Israeli treffen würden, gehört ja schon zum normalen Verhalten…)
Der Bericht der Tagesschau schloss mit den Worten:

„Den Europäern kommt jetzt eine Schlüsselrolle zu, denn sie genießen – anders als die USA – das Vertrauen beider Seiten, der Israelis und der Araber. Das hat diese Konferenz gezeigt. Damit könnte Europa der Motor sein, der den Friedensprozess wieder in Gang bringt.“

Das dürfte die Fehleinschätzung des Monats sein. Noch dazu eine, die furchtbar einfach zu widerlegen ist. Aber das macht ja nichts in unserer Medienlandschaft, da belügt man sich selbst und das Publikum mit dem eigenen Wunschdenken, ohne Rücksicht auf Verluste. Unmittelbar vorher hatte nämlich Minister Schalom sich folgendermaßen geäßert:

„Es kann nicht sein, dass die EU zuerst zu 100 Prozent hinter der palästinensischen Seite steht, und dann als unparteiischer Vermittler in dem Konflikt akzeptiert werden will.“ (vgl. den oben verlinkten Artikel)

Womit sich die Tagesschau-Redaktion als Absurditäten-Kabinett outet. Aber was tut man nicht alles, um den Amerikanern eins auszuwischen: „anders als die USA“. Das könnte die entscheidende Aussage des ganzen dusseligen Satzes gewesen sein…
Aber auf die Idee, dass die Israelis – anders als gewisse andere Leute – jede Gelegenheit wahr nehmen, um zu sondieren, was wirklich möglich ist um Frieden zu schließen, darauf kommt man in Deutschland vielerorts offenbar nicht…


AFP schlägt richtig zu (übermittelt von honestreporting.com): Einen Bericht zu der IDF-Operation in Gaza begann die Agentur so:

Israels massive Militäroperation im nördlichen Gazastreifen zeigt nach zwei tödlichen Wochen kein Zeichen des Nachlassens, in denen 111 Palästinenser getötet wurden, hauptsächlich Kinder und Qassam-Raketen werden weiterhin auf israelisches Territorium abgeschossen.

„Hauptsächlich Kinder“ getötet? Nach Angaben der New York Times und auch palästinensischer Quellen aus den Krankenhäusern gibt es nach 11 Tagen Kämpfen 90 tote Palästinenser, darunter 55 Militante und 35 Zivilisten. Unter den Toten befinden sich 18 Palästinenser, die 16 Jahre oder jünger“ sind – was auch die Zählung bei Associated Press ist (auch keine sonderlich israelfreundliche Firma).

Bleibt die Frage, was das soll. Diese Angabe von Agence France Presse ist kein unbedeutendes Detail. Die Ungenauigkeit betrifft eine hoch sensitive Frage und wurde in die erste Zeile der Meldung von AFP gestellt. Damit wird ein Ton gesetzt, der verurteilen soll.

HonestReporting.com hat sich an AFP gewandt und der Fehler wurde dort zugegeben. Allerdings hat AFP die falsche Angabe nicht korrigiert, sondern nur aus dem nächsten Bericht die falsche Angabe gestrichen – AFP hatte aber keinen Hinweis an die Empfänger des ersten Berichts gegeben, dass in diesem ein Fehler enthalten war, der nicht veröffentlicht werden sollte. Dadurch wurde die Falschmeldung weltweit veröffentlicht (YahooNews und hier und hier.)

In Agenturberichten können Fehler passieren. Journalistischer Standard ist in solchen Fällen, dass eine kurzfristige und deutliche Korrektur erfolgt. Das stellt sicher, dass andere Medien die Erfindung nicht verbreiten und eigene Korrekturen veröffentlichen, falls der Fehler schon verbreitet wurde. Dass eine solche Korrektur von AFP nicht erfolgte, weicht vom Standard journalistischer Abläfe ab. Damit macht sich AFP der gezielten Verbreitung von Falschinformationen schuldig.


Gestern und heute (3. und 4. Oktober 2004) streuten die deutschen Medien (mit wenigen Ausnahmen) einen Satz aus: Ariel Scharon habe die Streitkräfte zu einem „härteren Vorgehen“ im Gazastreifen aufgefordert. Die entsprechend bissigen Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. Nur scheinen die deutschen Medien ein kleines Problem mit der englischen Sprache zu haben: Alle englischen Agenturmeldungen, auf die sich auch die deutschen Medien stützen, beschreiben Scharons Aufforderung als „expand“ = ausdehnen – das ist etwas ganz anderes als „härter“!
Ein Schuft, der Böses dabei denkt, oder?


Associated Press bringt am 15. August 2004 den Schwachsinn der Woche, wie HonestReporting.com in seinem „Backspin“ berichtet:
Reporter Barry Schweid von AP glaubt wirklich, dass Arafat „der Gewalt abschwor“; er schreibt:

Arafat übernahm die Palästinensische Befreiungsorganisation 1967, nachdem Israel die Araber im Sechs-Tage-Krieg entscheidend besiegt. Seitdem der Führer der Palästinenser, hat er den Terrortaktiken abgeschworen, die die PLO Jahrezehnte nutzte und der Koexistenz mit Israel zugestimmt. Er wurde Kopf der Palästinensischen Autonomie, die im Rahmen der Oslo-Vereinbarungen in den 90-ern eingerichtet wurde.

Es ist wirklich lächerlich, wie dem Vater des Terrors von Menschen im Westen immer wieder Persilscheine ausgestellt werden. Das scheint aber das Hobby der meisten Schreiberlinge dieser Art zu sein. Wer angesichts der Berge an Beweisen des Gegenteils trotzdem immer noch den „guten“ Arafat (die Schwächen des Mannes sind nicht von Bedeutung, alles ist Israels Schuld, insbesondere Scharon und die Siedler) kolportieren, ist mir schleierhaft. Aber die Journalisten befinden sich ja in bester Gesellschaft: Die EU-Kommission (allen voran Sir Christopher Patten), fast alle EU-Staaten, OLAF usw. ignorieren ja auch alles, was gegen Arafat und für Israel sprechen könnte…


Rassismus in Israel (24.12.2003)
Der britische Guardian berichtete am Mittwoch über einen schwerwiegenden Fall von Rassismus in Israel.
Chinesische Angestellte eines nicht genannten israelischen Unternehmens mußten sich dem Bericht zufolge vertraglich verpflichten, jegliche religiöse und politische Aktivitäten zu unterlassen und außerdem keinerlei sexuelle Beziehung zu israelischen Frauen – einschließlich Prostituierten – aufzunehmen.
Ein Sprecher der Polizei, Rafi Yaffe, sagte, daß dies nicht illegal sei und daß es keine Untersuchung geben würde.
Ein israelischer Anwalt, der anonym bleiben wollte, sagte, daß die Verträge von einem Gericht verboten werden würden, sollte dagegen geklagt werden. Dies ist aber kaum wahrscheinlich, da chinesische Arbeiter in Israel nicht nur kaum die finanziellen Mittel für eine solche Klage besitzen, sondern auch bereit sind, fast alles zu akzeptieren, um Arbeit zu bekommen.
Erst im August hatte die „Fédération Internationale des ligues des Droits de l’Homme“ („Internationale Föderation des Menschenrechtsorganisationen“) einen Bericht (Adobe Acrobat-Datei) mit dem Titel „Gastarbeiter in Israel – Eine moderne Art der Sklaverei“ veröffentlicht.
Gastarbeiter werden in Israel demnach häufig mehr als Leibeigene denn als Angestellte behandelt. Häufig werden ihnen die Ausweispapiere abgenommen und ihnen der ihnen zustehende Lohn nicht bezahlt.
Die Bedingung aber, daß die chinesischen Arbeiter keine Beziehung zu israelischen Frauen haben dürfen, geht weit hierüber hinaus, da sich hieraus kein wirtschaftlicher Vorteil für das Unternehmen ableiten läßt.
Hier kann es sich nur um ein deutliches Beispiel von Rassismus handeln. Insbesondere die Reaktion der Polizei, die dies als völlig legal betrachtet, ist hierbei bemerkenswert, andernfalls würde es sich „nur“ um einen mehr oder weniger einzelnen Fall handeln. Da dieses Verhalten aber von der israelischen Polizei vollständig akzeptiert wird, ist davon auszugehen, daß es sich hier eben nicht nur um einen „Ausrutscher“ handelt.

Hierzu ein Kommentar von Ulrich W. Sahm:
Ich machte mir den Spass, jenen zitierten Polizeisprecher Rafi Yafe (der arbeitet bei der Ausländerbehörde) anzurufen und nach dem Artikel zu fragen:
Es stellt sich heraus, dass es sich um ein Dokument handelt, das in China (für die chinesische Bevölkerung) auf chinesisch verfasst wurde und irgendwie nach Israel zu der Arbeiter-Vermittlergesellschaft „Kav La´oved“ gelangte. Die haben das Papier übersetzt (möglicherweise müssen chinesische Gastarbeiter das in China unterschreiben, ehe man sie ausreisen läßt, und zwar auf Verlangen der chinesischen Behörden).
Das Dokument wurde von Kav Laoved an die Polizei gegeben, um es zu prüfen. Rafi Yafe: Für uns gab es da nichts zu prüfen, weil es ein chinesisches Dokument ist und nichts mit Israel zu tun hat. „Was geht uns das an“.
Der Journalist des Guardian, so Yafe habe wohl alles umgedreht. Es gebe in Israel keine solche Verpflichtungen der Gastarbeiter.


„Steine werfende Jugendliche von israelischen Soldaten erschossen (07.01.2004)
Die Meldungen vom letzten Wochenende sprachen davon, dass israelische Soldaten in Nablus auf Jugendliche geschossen hätten, die Steine auf sie warfen. Interessant ist das folgende Foto von AP, das diese Jugendlichen und ihre Steine zeigt:

apwerferDie „Steine“ sind Betonblöcke, die aus einer Höhe von mehreren Stockwerken geworfen werden. Damit stellen sie tödliche Waffen dar – in Europa werden Menschen, die Steine von Autobahnbrücken werfen, wegen Todschlag, wenn nicht Mordversuch verurteilt. Steine, die hier bei uns von Autobahnbrücken geworfen werden, sind nicht annähernd so groß wie die Blöcke, die auf diesem Foto „fliegen“. Eine Presse, die verharmlosend von „Steine werfenden Jugendlichen“ berichtet, die von israelischen Soldaten beschossen wurden, lügt, ist parteiisch und verletzt damit ihre Berichterstatter-Pflichten.


honestly-concerned-Newsletter vom 07.04.2003:
Ulrich Sahm schrieb einen Artikel über Hass-Predigten im Islam. Dabei fiel ihm zur deutschen Presse auf:

In der Welt des Islam waren diese Reden populär, während sie in Deutschland entweder nicht wahrgenommen oder aber in der Presse wegzensiert wurden. In Kirchenkreisen redete man von einem „Dialog“ mit dem Islam. Da „störten“ diese fanatischen Sprüche. Unbeachtet blieb so auch der Ruf des berühmten Scheich Kardawi. Nachdem die Moslems Konstantinopel (Istanbul) mit dem Schwert erobert hätten, sei nun Rom an der Reihe. Ganz offen rief er auf, Europa den Lehren des Propheten Mohammad zu unterwerfen.

An diesem Wochenende legitimierte die höchste geistliche Instanz der sunnitischen Moslems, Scheich Tantawi von der Al Ashar Universität in Kairo, Selbstmordattentate gegen die amerikanischen Agressoren in Irak. „Die Aktionen von Märtyrern gegen die Invasoren sind gerechtfertigt.” So verbreitete es die ägyptische Nachrichtenagentur Mena und so berichtete es auch die BBC. Doch eine große deutsche Zeitschrift titelte: „Islamischer Religionsführer nennt Saddam einen Terroristen“ und schrieb weiter [HE: nach Information aus demselben Newsletter war das der „Spiegel“]: „Der höchste islamische Geistliche in Ägypten hat Saddam Hussein scharf angegriffen. Der irakische Präsident hätte ins Exil gehen sollen.“ Die Befürwortung der Selbstmordattentate gegen Amerikaner aus dem Munde des Gottesmannes passten offenbar nicht ins Konzept. Also wurden sie ihren Lesern vorenthalten.


Honestreporting.com vom 14.01.2002

Reuters Schwachsinn der Woche

Eine der jüngsten Reuters-Meldungen redet von „Selbstmord-Bombern, die von israelischen Streitkräften getötet werden“.
Kommentar von honestreporting.com: Nur in der verrückten Welt von Reuters kann Israel für den Tod von Palästinensern verantwortlich gemacht werden, die Selbstmord begehen.
(Die Original-Meldung von Reuters, letzter Abschnitt)

Für’s Archiv: Der Reuters-Artikel berichtet, dass Abdel Aziz Rantissi, der Führer der Hamas, einen Aufruf gestartet hat, Selbstmord-Attentäter sollten gegen Amerika eingesetzt werden. Bei einer Demstration von Zehntausenden in Gaza sagte Rantissi: „Ich rufe alle arabischen Nationen auf, den Boden unter den Füßen der Amerikaner in allen Hauptstädten zu verbrennen.“
Die Demonstranten schrien „Tod Amerika“ und verbrannten amerikanische, israelische und britische Flaggen. Rantissi erklärte: „Ich rufe den Irak auf eine Armee möglicher Märtyrer vorzubereiten und zehntausende Sprengstoffgürtel vorzubereiten… Jagt euch gegen die amerikanische Armee in die Luft. Bombardiert sie in Baghdad.“

APs Schwachsinn der Woche

Nach 15.000 Terroranschlägen gegen Israelis verkündet Associated Press – unglaublicherweise – immer noch, die Palästinenser liebten den Frieden. Schauen Sie sich diesen kürzlich gemachten Bericht über den Premierminister-Kandidaten Amram Mitzna an:
„Als ich diente, sagte ich, man kann nicht gegen den Willen von 3 Millionen Menschen nur durch Militärmaßnahmen gewinnen“, sagte Mitzna in dem Interview. „Man muss verhandeln, man muss reden.“

Dann führt AP die eigene Meinung an:

Palästinenserführer begrüßen das als einen Weg hinaus aus dem Konflikt, der in 28 Monaten mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet hat…“

Welchen Palästinenserführer meinen sie? Yassir Arafat? Marwan Barghouti? Hamas-Führer Abdel Aziz Rantissi?

Lesen Sie den AP-Artikel auf: http://honestreporting.com/a/r/331.asp

Wenn Lord Balfour verklagt wird

Elliott Abrams, 26. Juli 2016

Die nicht vorhandene Ernsthaftigkeit des Wunsches der PLO nach Frieden mit Israel wurde diese Woche auf ulkige Weise demonstriert. Hier die Nachricht von AP:

Der Palästinenserpräsident sagte, er werde Großbritannien wegen der Balfour-Erklärung von 1917 und seiner Unterstützung einer jüdischen nationalen Heimstatt im Heiligen Land verklagen.

Der palästinensische Außenminister Riad Malki verkündete das für Mahmud Abbas bei der Eröffnung des Gipfels der Arabischen Liga in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott.

Malki sagte, die Klage würde beim Internationalen Gerichtshof eingereicht. Nähere Ausführungen machte er nicht.

Vielleicht machte Herr Malki „keine weiteren Ausführungen“, weil er irgendwo den Irrsinn dieses Vorgehens erkennt. Soll es der Internationale Strafgerichtshof sein, wo sie vielleicht einen Haftbefehl gegen Lord Balfour beantragen? Problem: Der starb 1930. Vielleicht hat er Nachkommen, deren Landbesitz gepfändet werden kann. Fakt ist: Er hatte nie geheiratet und hatte keine Kinder. Over vielleicht könnte die PLO versuchen alle in Israel nach Balfour benannten Straßen zu pfänden oder den nach ihm benannten Moschaw Balfouria.

Und diese Vorgehensweise der PLO könnte zum Vorbild werden: Vielleicht könnten Deutsche, die immer noch wegen des Versailler Vertrag unzufrieden sind, England und Frankreich verklagen. Wie die Balfour-Erklärung ist das erst ein Jahrhundert her – und Versailles war tatsächlich ein Vertrag, keine bloße „Erklärung“. Wenn Erklärungen in internationalen Gerichten justiziabel sind, wird das eine Goldgrube für Anwälte geben. Jedes Land in Lateinamerika könnte die Vereinigten Staaten wegen der Monroe-Doktrin verklagen oder vielleicht könnte jedes europäische Land, das die Monroe-Doktrin daran hinderte in seiner Hemisphäre zu intervenieren, uns verklagen. Rechtsanwälte könnten über den Unterschied zwischen einer „Doktrin“ und einer „Erklärung“ nachsinnen.

Aber es gibt etwas weit bedenklicheres, über das man nachdenken sollte: dass die Palästinenserführung ihre Zeit und Energie auf diesen Unsinn verschwendet, statt zu versuchen das Leben der Palästinenser auf praktische Weise zu verbessern. Lord Balfour oder genauer: das Vereinte Königreich wegen der Balfour-Erklärung von 1917 zu verklagen, ist ein Surrogat für anständiges Regieren und eine Ausflucht dafür auch nur das Bemühen darum zu umgehen. Ich vermute, dass die Palästinenser sich dessen voll bewusst sind und begreifen, dass diese Initiative eine Form des „Brot und Zirkus“ ist. Wahrscheinlich finden sie diesen Vorfall nicht so lächerlich und amüsant wie wir im Westen.

Schockierend: Obama lobt USA im Ausland – na ja, mehr oder weniger

Jack Engelhard, Israel National News, 3. Mai 2016

Wer weiß? Vielleicht wird sich Obama, nachdem er aus dem Amt ausgeschieden ist, eine Tour durch die USA machen -und sich bei uns entschuldigen.

Inzwischen saß Obama vor ein paar Tagen in London in einer Pressekonferenz mit Premierminister David Cameron und nutzte die Gelegenheit North Carolina zu loben; er sagte, die Menschen dort seien „wundervoll“. Er versicherte empfindsamen britischen Touristen, diejenigen, die erschrocken sind, dass der Staat nicht transgender-konform ist, sie würden mit „außergewöhnlicher Gastfreundlichkeit“ behandelt.

Das Wort „außergewöhnlich“ fällt einem nicht ein, wenn man diesen Präsidenten ein paar nette Worte über die Vereinigten Staaten sagen hört. Nach meiner Zählung war es im Verlauf von acht Jahren dreimal.

Er vergeudete seine Karriere damit Amerika jedes Mal zu verdammen, wenn er den Fuß in ein anderes Land setzte. Wir vermissen die Tage, als wir Präsidenten hatten, die uns tatsächlich mochten. Vielleicht schafft er es diesmal, in den letzten Monaten seiner Amtszeit, zu dem Schluss zu kommen, das wir doch nicht gar so schlimm sind. Wir verdienen einen Klopfer auf die Schulter.

Von diesem Präsidenten kommt das allerdings zusammen mit einem Schlag ins Gesicht, denn Obama machte seinem europäischen Publikum klar, dass er mit einem von North Carolina erlassene Gesetz nicht einverstanden ist, das etwas in Kraft lässt, das wir alle vor selbstverständlich hielten – Männer gehen hierhin und Frauen gehen dahin, wenn es darum geht öffentliche Toiletten zu benutzen.

Überall im Land ist das nicht mehr ganz so einfach. Während Sie schliefen waren Linke geschäftig dabei eine völlig neue Beschwerdeindustrie aufzubauen.

Gestern war es die Erderwärmung. Heute ist es Genderpolitik und die hat das Land in Aufruhr darüber versetzt, was für Leute getan werden muss, die ihr Geschlecht geändert haben – Leute wie Caitlyn Jenner, die einmal Bruce war; und es wird noch schwieriger, wenn es um Einzelne geht, die die Linke „non-konform“ sind.

Das sind Menschen (wenn ich das richtig verstehe), die spontan entschließen können, ob sie männlich oder weiblich sind und damit jede öffentliche Einrichtung benutzen können, die sie wollen. Nicht jeder ist damit glücklich – nicht begeistert, wenn n diesem Momenten extremer Privatsphäre und Anstand die hereinkommende Person – nun ja, jedermann sein könnte.

Denn einige Männer könnten sich, wenn wir Dienstag haben, entscheiden, dass sie Frauen sind.

Die Märsche für Transgender-Bürgerfreiheiten haben begonnen und wir warten darauf, dass die BDS und SJP[1]-Trottel sich bald anschließen und ihre „Palästina“-Flaggen schwenken.

Sie kommen überall dazu, nicht wahr?

Ich fragte einen Freund in Israel, ob die Israelis von Transgender-Kriegen genauso besessen sind. „Offen gesagt“, sagte Moische, „haben wir andere Probleme.“

Unsere Camille Pgalia, offen homosexuelle und feministische Intellektuelle, die keine Geduld für politische Korrektheit hat, sagte dies: „Während wir Nabelschau wegen Gender-Identität betreiben, köpft ISIS Menschen.“

Macht nichts, sagt Bürgermeister de Blasio. Also ist New York jetzt zusammen mit 19 weiteren großen Städten transgender-freundlich. Dazu gehören „Nonkonformisten“.

Es ist Gesetz, dss sie fast jede öffentliche Einrichtung benutzen können, die sie wollen, selbst der Mann, der plötzlich das Gefühl von Weiblichkeit bekommt. (Bisher hat Trump nichts dagegen. Mein Instinkt sagt, dass er seine Meinung ändern wird.)

Recherche (von CBS- und ABC-Sendungen) offenbart, dass fast 25.000 Transgender-Leute in dieser Stadt von achteinhalb Millionen leben. Verstanden? Jemand anderes wird das ausrechnen müssen, aber es scheint verrückt, dass eine gesamte Stadt auf den Kopf gestellt werden sollte, um einem Bruchteil ihrer Bevölkerung entgegenzukommen.

Au der nationalen Ebene erfahren wir, dass es rund 700.000 Transgender-Leute in den gesamten USA gibt, in der 320 Millionen von uns leben, die andere Probleme haben. Wenn die Linken ihren Willen bekommen, muss deshalb also das gesamte Land Unannehmlichkeiten bekommen, damit ein paar es angenehm haben.

Kein Zweifel: Leute mit Gender-Identifizierungsproblemen brauchen unsere Anteilnahe und Aufmerksamkeit. Aber von uns zu verlangen, dass wir unsere intimsten Gepflogenheiten wegen derart schiefer Zahlen verändern – ist das nicht absurd?

Um das scharf zu formulieren, hier etwas von ABC News: „Wenn man sich in einer High School mit 2.000 Kids befindet, wird man zu jeder beliebigen Zeit vermutlich irgendwo zwischen zwei und vier Transgender-Kids in dieser Schule haben“, sagt Dr. Norman Spack, der stellvertretende Direktor der Gender-Management-Klinik am Bostoner Kinderkrankenhaus.

Für vier Kids wird also von 2.000 anderen verlangt, dass sie ihre normalen Gewohnheiten ändern. Macht das Sinn?

North Carolina sagt Nein. Obama sagt Ja. Aber er glaubt trotzdem, dass die Leute dort „wundervoll sind“.

Keine große Sache, sagen Sie? Zu wenig, zu spät?

Ich sage: Nehmt jede Liebenswürdigkeit eines Präsidenten, der uns nie geschätzt hat und seine besten Jahre damit verbrachte überall in der Welt über uns zu lästern.

[1] SJP = Sarah Jessica Parker-Mode

Juden kaufen libysches Land, werden eine Million Siedler übersiedeln

Elder of Ziyon, 30. Januar 2015

Der Libyen-Korrespondent der ägyptischen Albawabh berichtet, dass Juden planen libysches Land zu übernehmen.

Der Artikel behauptet, Voice of Israel habe einen Gast gehabt, der der Chef der jüdischen Gemeinschaft in Libyen war. Er habe eine heimliche Reise nach Tripoli unternommen, um anzufangen große Grundstücke im Bereich der Grünen Berge im Osten Libyens aufzukaufen.

Der Bericht besagt, die Grundstücke habe ursprünglich Juden gehört und sei nach der libyschen Revolution von Muammar Gaddafi beschlagnahmt worden, der ihnen damit ihre Geschäft, Bauernhöfe und Unternehmen abnahm.

Eine andere Story, auch angeblich von Voice of Israel, besagte, ein jüdischer Geschäftsmann mit Investitionen in verschiedenen Ländern rund um die Welt sagte, Libyens Juden würden sehr bald in ihr Land zurückkehren und wir werden erleben, dass Juden 2015 nach Libyen zurückkehren, zusammen mit der Wiederansiedlung der Juden der arabischen Maghreb-Staaten Tunesien, Marokko und Algerien.

Der nicht genannte Geschäftsmann sagt, der Transfer von einer Million Juden nach Libyen werde mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen aus aller Welt geschehen, zudem mit der Hilfe von Amerika, Großbritannien und Frankreich.

Wie immer sind die arabischen Medien von Parodie nicht zu schlagen.

Sie wissen, dass Araber behaupten die blauen Balken der israelischen Flagge stellten den Nil und den Euphrat dar. Da lagen sie eindeutig falsch. Sie stehen für den Atlantischen und den Pazifischen Ozean!

2011 protestierten Hunderte Libyer gegen einen einzelnen Juden, der ins Land zurückkam um den Versuch zu unternehmen eine Synagoge wiederzueröffnen, die seit 1967 verschlossen gewesen war; sie sagten: „Für Juden gibt es keinen Platz in Libyen.“

Absurder Boykott

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 12. Dezember 2013 (direkt vom Autor)

Mit einer Mischung aus Abscheu, Empörung und Unverständnis hat der israelische Energieminister Silvan Shalom auf den Beschluss der holländischen Trinkwassergesellschaft Vitens reagiert, alle Kontakte mit der israelischen Wassergesellschaft Mekorot abzubrechen.

Vitens hatte erst vor zwei Monaten ein Kooperationsabkommen mit Mekorot unterzeichnet und inzwischen wieder aufgekündigt, weil Mekorot gegen internationales Recht verstoße, in den besetzten Gebieten aktiv sei und „den Palästinensern das Wasser wegnehme“. Vitens behauptete, dem Druck des holländischen Parlaments und der Regierung stattgegeben zu haben. Die holländische Botschaft in Tel Aviv dementierte laut Medienberichten, dass die Regierung Druck ausgeübt habe, infolge der Richtlinien der EU, nicht mit israelischen Einrichtungen zu kooperieren, die jenseits der „Grünen Linie“ in den seit 1967 besetzten Gebieten aktiv sind. Nach Angaben von Vitens stamme die Einschätzung, dass Mekorot den Palästinensern Wasser vorenthalte von der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Mekorot ist die nationale israelische Wassergesellschaft. Über sie werden alle Wasserfragen abgewickelt, wie sie 1974 in den Osloer Verträgen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt worden sind.

Abraham Ben Josef, stellvertretender Chefingenieur von Mekorot, sagte in einem nächtlichen Interview im israelischen Rundfunk, dass Mekorot jährlich 50 Millionen Kubikmeter Wasser in den Gazastreifen pumpe. „Das Wasser wird durch unsere Rohre geliefert…“ sagte er. In das Westjordanland werde eine noch größere Menge Wasser geliefert, mehr als vertraglich abgesprochen. Eine genaue Zahl konnte er nicht nennen. Ben Josef bezeichnet den Beschluss der holländischen Gesellschaft auch deshalb als „absurd“, zumal einen Tag vor der Boykottankündigung die Palästinenser, Jordanien und Israel – vertreten durch Mekorot – unter Schirmherrschaft der Weltbank einen historischen Vertrag über die Verlegung von Wasserrohren zwischen dem Roten und Toten Meer unterzeichnet hatten, um das Tote Meer vor dem Austrocknen zu bewahren.

Jigal Palmor, Sprecher des israelischen Außenministeriums, forderte von den Holländern ein „dringenden Einsatz gesunden Menschenverstandes“, wenn sogar die Palästinenser mit Mekorot voll kooperieren.

Obgleich in den Medien immer wieder das knappe Wasser als Kriegsgrund im Nahen Osten hochgespielt wird, ist ausgerechnet die Wasserfrage seit den 1950ziger Jahren auch zwischen tief verfeindeten Staaten wie Syrien und Israel mit amerikanischer Vermittlung im Rahmen der „Johnston-Verträge“ geregelt worden. In den Osloer Verträgen wurde genau festgelegt wie viel Wasser aus welchen Brunnen gepumpt werden darf. Um palästinensische Städte und Ortschaften zu versorgen, wird das nach 1967 von Israel gelegte Rohrsystem verwendet, das gleichzeitig auch israelische Siedlungen versorgt. Viele palästinensische Dörfer erhielten dank der israelischen Infrastruktur erstmals fließendes Wasser.

Mit Jordanien wurde abgesprochen, im Winter überschüssiges Wasser aus dem Jarmuk-Fluss in den See Genezareth umzuleiten. Das zwischengespeicherte Wasser werde im Sommer in den jordanischen Ghorkanal und bis nach Amman zu gepumpt. Auch der Gazastreifen, wo es durch übermäßiges Auspumpen des Grundwassers kein Trinkwasser mehr gibt, weil salziges Meerwasser die Grundwasserschichten ungenießbar gemacht haben, wird aus dem See Genezareth versorgt.

Der Vize-Chefingenieur von Mekorot, Ben Josef, sagte in dem Radio-Interview auch, dass der Zustand des Wasserhaushalts in Israel dank der in Betrieb genommenen Entsalzungsanlagen „besser als jemals zuvor“ sei. Weil weniger Wasser aus dem See Genezareth abgepumpt werden müsse, habe das größte Süßwasserreservoir Israels in dieser Jahreszeit einen höheren Pegel als in den Jahren zuvor. In den noch wichtigeren Grundwasser-Schichten hätten bis vor einem Jahr noch eine Milliarde Kubikmeter gefehlt. Dank der Entsalzungsanlagen und weil in Israel fast 90% des Brauchwassers geklärt und in separaten Rohrsystemen der Landwirtschaft für die Bewässerung zugeführt werde, sei Mangel beim Grundwasser auf 400 Millionen Kubikmeter reduziert worden. Ben Josef äußerte sich zuversichtlich, dass Israel bald sogar über einen Wasserüberschuss verfügen werde.

Ägyptischer „Wissenschaftler“ behauptet: NASA versteckt Beweise für Wunder im Koran

Elder of Ziyon, 13. August 2012

Ein Ägypter namens Abdul Baset Mohammed, Präsident der Akademie der wissenschaftlichen Wunder im Heiligen Koran und der Sunna, behauptet, die NASA habe die koranische Geschichte der Laylat al-Qadr bewiesen.

Der Legende nach – die an verschiedenen ungeraden Daten gegen Ende des Ramadan gefeiert wird – erschien in dieser Nacht die Sonne ohne sichtbare Sonnenstrahlen, so in etwa wie der Mond. Das ist die Nacht, von der Muslime glauben, in ihr seien Mohammed die ersten Verse des Koran offenbart worden.

Mohammed sagt, vor zehn Jahren habe die NASA Beweise für dieses Phänomen gefunden, vertusche das aber.

Nicht nur das: Ein weiterer NASA-Wissenschaftler, der bei seiner Weltraumforschung Beweise für den Koran gesehen hat, konvertierte zum Islam – und wurde dann von der NASA gefeuert.

Er fährt damit fort weitere Geschichten zu erzählen, dass Behauptungen des Koran zur Anatomie von der Wissenschaft bewiesen worden sind, ebenso eine Geschichte über britische Wissenschaftler, die angeblich feststellten, dass der Stein in der Kaaba nicht aus diesem Sonnensystem stammt.

All das erinnert an die muslimische Behauptung Neil Armstrong und andere Astronauten hätten den muslimischen Gebetsruf gehört, als sie auf dem Mond umher gingen und das Wissenschaftler festgestellt hätten, die Kaaba in Mekka sei das Zentrum kosmischer Strahlung.