1948 geht vor 1967

Während der ersten Intifada war der Jahrestag zum 6-Tage-Krieg im Juni von großer Bedeutung. Heute ist das anders. Was hat sich geändert?

Danny Rubinstein, Ha’aretz, 6. Juni 2004

Am gestrigen 5. Juni war der 37. Jahrestag des Ausbruchs des 6-Tage-Krieges. Im palästinensischen Sprachgebrauch wird dies „Nakhsa“ genannt, was in Sturz oder Niederlage zu übersetzen ist; anders ist es mit der „Nakba“ von 1948, was so viel wie Katastrophe, Holocaust, Schandtat bedeutet.

Die Palästinenser betrachteten die Nakba immer als größere Tragödie als die Nakhsa, aber ihr Kampf legte mehr Betonung auf Israels Besatzung der Gebiete und weniger auf die Deportation der Flüchtlinge. Was ist in den letzten Jahren des blutigen Konflikts geschehen, dass die Niederlage von 1967 vergessen ist, während die Erinnerung an die Katastrophe von 1948 stärker wird?

In den ersten Jahren nach dem Krieg von 1967 feierten die Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen den Jahrestag des Krieges mit Paraden und Demonstrationen und Dutzenden Versammlungen und Feierlichkeiten. Während der ersten Intifada (1987-1991) z.B. gab es Streiks und Störungen von Schulunterricht und Arbeit, wie auch gewalttätige Vorfälle, die in den Gebieten aufflammten. Im Gegensatz dazu hielt die palästinensische Öffentlichkeit in diesem Jahr nur eine Hand voll Veranstaltungen ab, bei denen diese sechs Tage im Juni 1967 erwähnt wurden, als die Westbank und der Gazastreifen (sowie der Sinai und der Golan) erobert wurden. Die palästinensische Presse widmete dem Thema in ihren Wochenendausgaben ebenfalls nur geringe Aufmerksamkeit: Eine Zeitung brachte die Memoiren von Abu Anton Seniora aus Jerusalem, der den Tag des Ausbruchs der Kämpfe aus seiner Sicht als Beschäftigter des UN-Hauptquartiers im Armon Hanatziv in der Hauptstadt beschrieb. Abgesehen davon gab es ein paar Artikel und Ankündigungen durch verschiedene Organisationen – und das war’s dann schon. Es gibt keinen Vergleich zu dem, was an diesem Tag in der Vergangenheit gewöhnlich statt fand.

Wir können den Wandel im Licht der von Yassir Arafat ausgeführten Strategie in den Jahren des Friedensprozesses betrachten. In seinen Hunderten, vielleicht Tausenden öffentlicher Auftritte seit den Oslo-Vereinbarungen stellte Arafat sicher, dass er den Wahlspruch nutzte, der das palästinensische Volk aufrief zum Kampf „bis der unabhängige Staat mit Jerusalem als seiner Hauptstadt gegründet ist“. Er wiederholte diesen Aufruf bis zum Überdruss, gemeinsam mit der Forderung der Umsetzung von UN-Sicherheitsrats-Resolution 242, die die Palästinenser und viele andere so interpretieren, dass sie eine Rückkehr zu den Grenzen von 1967 bedeutet.

Gemeinsam mit der Betonung, die Arafat und seine Leute in jenen Jahren auf die Notwendigkeit eines israelischen Rückzugs auf die Grenzen von 1967 legten, fiel die Tatsache besonders auf, dass sie eine Beschäftigung mit dem Flüchtlingsproblem vermieden, das von der Nakba von 1948 geschaffen wurde. In Übereinstimmung mit dem palästinensischen Sprachgebrauch beschäftigten sie sich mit „dem Fall 1967“ und entschieden sich „den Fall 1948“ geschlossen zu halten.

All das änderte sich in den letzten zwei bis drei Jahren. Der Untergang des Friedensprozesses drängte den Fall Nakhsa beiseite und eröffnete den Fall Nakba neu. Das kann auch vor dem Hintergrund einer Schwächung des zentralen Konzepts des Friedensprozesses betrachtet werden – „zwei Staaten für zwei Völker“. Wenn die fraglichen Staaten ein jüdischer Staat und ein arabischer Staat sind, dann ist die logische Schlussfolgerung, dass die Palästinenser die Verwirklichung des Rückkehrrechts opfern müssen.

Zahlen der UNO beziffern die Anzahl der Flüchtlinge heute auf rund 4 Millionen; und selbst, wenn keinem großen Teil von ihnen die Rückkehr nach Israel selbst erlaubt wird, würde das bedeuten, dass Israel aufhören würde ein jüdischer Staat zu sein. Israelische Kommentatoren haben regelmäßig angemerkt, dass die Umsetzung des Rückkehrrechts das Konzept von drei Staaten für ein Volk – das palästinensische – verwirklichen würde. Die drei Staaten sind Jordanien, die Westbank mit dem Gazastreifen und der Staat Israel – von denen alle eine palästinensische Mehrheit haben würden.

Der Mann, der mutigerweise seine Bereitschaft erklärte, das Rückkehrrecht zu opfern, ist Sari Nusseibeh in seinem gemeinsamen Programm mit dem ehemaligen Shin Bet-Direktor Ami Ayalon. Yossi Beilins und Yassir Abed Rabbos „Genfer Initiative“ beinhaltet ebenfalls eine palästinensisch Bereitschaft zur Aufgabe des Rückkehrrechts, obwohl dies dort weit vager formuliert ist. [heplev: Alle palästinensischen Vertreter der Genfer Initiative betonten, dass das Rückkehrrecht NICHT aufgegeben wurde!]

Dennoch reden Arafat und palästinensische Sprecher dieser Tage oft über die Rückkehr – mehr, als sie das je seit der Konferenz von Madrid 1991 getan haben, die am Beginn des Friedensprozesses stand. Es ist kein Zufall, dass der Nakba-Tag, der auf den 15. Mai fällt, dieses Jahr von den Palästinensern auf weitaus breitere Weise gefeiert wurde, als in den voran gegangenen Jahren. So brachte die palästinensisch Zeitung „Al-Ayyam“ eine Sonderteil mit dem Titel „Das Rückkehrrecht“, der Artikel einiger der besten palästinensisch Schreiber in den Gebieten, Israel und der palästinensischen Diaspora enthielt. Einige von ihnen kritisierten Arafat direkt dafür, dass er nicht Nusseibeh und Abed Rabbo nicht schalt, dass sie das Rückkehrrecht aufgaben. Andere schrieben über die jetzige Intifada als Fortsetzung der Nakba von 1948, weil Israel weiterhin die Flüchtlinge angriff. Sie führten die Zerstörung des Flüchtlingslagers in Jenin an (bei der Operation „Schutzschild“ im April 2002), beschrieben detailliert die schweren Schäden, die den Lagern Khan Yunis und Balata zugefügt wurden und den jüngsten Abriss Dutzender Häuser in den Flüchtlingslagern in Rafah.

Der größte Anteil der palästinensischen Wut in den letzten Wochen war gegen US-Präsident George Bush gerichtet, der in seiner Pressekonferenz mit Ariel Scharon am 14. April im Wesentlichen den palästinensischen Flüchtlingen das Rückkehrrecht verweigerte. Einwohner von Jenin erzählten einem Reporter von „Al-Ayyam“, dass der als Abu Raschid bekannte Khaled Mansour, 70-jähriger Flüchtling aus Haifa, sich Zuhause auf sein Fernsehgerät stürzte und es zerschlagen wollte, als er Bush reden hörte.

Ein palästinensischer Journalist aus Ostjerusalem, der letzte Woche gefragt wurde, was sein Blatt für den Jahrestag des 6-Tage-Krieges vorbereitet, antwortete: „Fast nichts. Für uns Palästinenser ist der Krieg von 1967 zu einem großen Teil einer, der mit Jordanien, Ägypten und Syrien zu tun hat, nicht unser Krieg. Die Nakba und die Intifada dagegen gehören ganz und gar uns.“

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50 Jahre Dämonisierung und Verdrehung der Wahrheit

Elder of Ziyon, 3. Mai 2017

Zwei aktuelle Artikel über den Sechstage-Krieg im Forward illustrieren, wie vergiftet falsch das palästinensische Narrativ gewesen ist.

Der Foward grub einen wunderbaren Aufsatz von Elie Wiesel aus, der nach dem Krieg geschrieben wurde. Auszüge:

Zukünftige Generationen werden es vermutlich nie glauben. Lehrer werden Probleme haben ihre Schüler zu überzeugen, dass das, was legendär klingt, tatsächlich passierte. Die Kinder werden natürlich jedes Wort schlucken, aber später, als Erwachsene, werden sie mit dem Kopf nicken und lächeln, anmerken, dass das Fantasien der Geschichte waren.

Sie werden nicht glauben, dass dieser kleine Staat, umgeben von Hass, Feuer und Mord, so schnell ein Wunder bewerkstelligt hatte. Es wird schwer zu beschreiben sein, wie eine winzige Armee inmitten eines Meers des Hasses mehrere gut ausgerüstete Militärhorden aus wer weiß wie vielen arabischen Ländern zurückschlagen und demütigen konnte.

Wie formulierte es das gefeierte Talmud-Genie Shaul Lieberman? In weiteren 2.000 Jahren werden die Leute diese Ereignisse so betrachten, wie wir über die Beschreibungen der Makkabäer und ihrer Siege denken.

Sagte ich in 2.000 Jahren? Nein, sagen wir: in einem Jahre oder sogar morgen schon.

Letzten Sonntag bedrohten die Araber und ihre Verbündeten Israel prahlerisch, wenn es wagen würde sich zu rühren, dann würde es mit seiner Existenz dafür bezahlen. Und mehrere Stunden später gingen unsere jüdischen Helden vor und die gesamte Welt folgte jeder ihrer Bewegungen mit angehaltenem Atem.

Sie werden sich an die Radiosendungen zu Beginn der Woche erinnern, die praktisch arbeitsmäßig klangen. Jede Stunden erklärte ein weiterer arabischer Staat Israel den Krieg. Ägypten, Jordanien, Syrien, der Jemen, der Libanon, Saudi-Arabien. Und dann: Marokko, Tunesien, Algiers. In Tunesien veranstaltete ein aufgehetzter Mob ein Pogrom im jüdischen Viertel. Weitere muslimische – oder teilweise muslimische – Länder beeilten sich sich dem „heiligen Krieg“ [des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel] Nasser anzuschließen. Malaysia, der Sudan, Mali, Guinea und weitere.

Wir bissen uns auf die Lippen, knackten mit den Knöcheln und konnten keinen angenehmen Ort für uns finden. In aller Stille fragten wir uns, wie schlimm der Test diesmal werden würde. Wurde dem jüdischen Volk und seinem Volk zu viel abverlangt? Wie konnten wir erwarten erlöst zu werden, im Wissen, dass der Feind Dutzende Millionen, gar Hunderte Millionen zählte – gegen nur zwei Millionen Juden in Israel?

Und dann geschah zwischen Pessah und Schawuot das Hanukkah-Wunder. Es dauerte nicht lange, bevor der vermeintlich mächtige Feind sprachlos gemacht wurde und die Nerven verlor. Selbst der sowjetische UNO-Botschafter Nikolai Fedorenko änderte plötzlich den Ton. Statt sich darüber zu sorgen, ob Nasser endlich seinen Heißhunger auf Macht zügeln würde, begannen die Führer der Welt nach Wegen zu suchen, dem israelischen Premierminister Levi Eschkol Abbitte zu leisten.

Es war so, als habe ein Theater-Regisseur, dem die Rollenbesetzung nicht vertraut ist, einen Teil seiner Schauspieler ausgewechselt: Diejenigen, die stur gegen uns waren, baten jetzt um Gnade, während ihre ehemaligen Beschützer sich jetzt von ihnen distanzierten. Über Nacht schien die Stimmung im UNO-Sicherheitsrat nicht wiederzuerkennen zu sein.

Vergleichen Sie das mit dem, was Forward-Redakteurin Jane Eisner heute über ihre miteinander kämpfenden Gefühle zum Sechstage-Krieg schreibt:

Ich nähere mich dieser 50-Jahre-Marke mit einer verwirrenden Mischung aus Verwunderung und Grauen, Freude und Verzweiflung, Stolz und Beschämung. Der vernichtenden militärische Sieg, der Israels Landfläche verdreifachte und Jerusalem dem jüdischen Volk zurückbrachte, verwandelte das Israel, das ich liebe, in einen manchmal brutalen Besatzer von schätzungsweise 2,9 Millionen Palästinensern, ohne dass ein Ende in Sicht wäre.

Ich glaube, viele andere teilen diese schmerzliche Ambivalenz. Man ist versucht sich abzuwenden, weil es sich zu verdammt schwer anfühlt sich auszusöhnen, aber unsere Verantwortung als Juden meidet das.

Warum fühlt sie so? Wegen der große Lüge, die die Welt seit 1967 durchdringt:

„Von Anfang an haben wir sie nicht als Israelis betrachtet. Wir waren versessen auf ihr Land. Wir wollten sie nicht“, sagte mir Danny Seidemann, einer der Top-Experten des Landes zu Jerusalem, vor ein paar Tagen. „Und sie betrachteten sich selbst nicht als israelisch. Alles rührt von da her.“

Es war ein historischer Sieg für Israel, absolut. Für andere Völker war es auch eine Katastrophe.

Damals wurden die Araber in Judäa und Samara nicht als „Palästinenser“ betrachtet. Sie wurden waren Jordanier. Sie bekundeten Loyalität zu Jordanien, sie waren jordanische Staatsbürger und das Wort „Palästinenser“ wurde kaum jemals für sie benutzt; bestenfalls waren sie „palästinensische Araber“, selbst in der Fatah-Charta von 1964.

Ihre neue Verwandlung in ein Volk – und ich stimme zu, dass sie heute ein Volk sind – war eine politische Entscheidung der arabischen Führung sie staatenlos und im Elend zu halten.

Der gesamte Grund, dass heute das palästinensische Volk existiert, besteht darin Israel zu vernichten.

Das ist die fundamentale Wahrheit, die nur allzu wenige zu erwähnen wagen. Es scheint grausam. Und das ist es. Aber die Grausamkeit kommt aus der arabischen Welt und den Palästinenserführern, ihrer zynischen und systematischen Verwendung menschlichen Lebens als Kanonen- und Propagandafutter gegen Israel, innerhalb wie außerhalb der Gebiete.

Jeder einzelne politische oder militärische Schritt der arabischen Welt und der Palästinenserführung hinsichtlich der palästinensischen Araber soll letztlich Israel vernichten. Manche sind dazu gedacht das früher zu tun und manche es in Phasen zu erledigen, aber das ist der eine, beständige Faktor, der die ansonsten unsinnige Geschichte der letzten fünfzig und 69 Jahre erklärt.

Warum entschied sich Jordanien 1988 Millionen Menschen staatenlos zu machen? Warum unterschrieb Arafat die Oslo-Vereinbarungen und behauptete dem Terror abzuschwören? Warum hat die arabische Welt es abgelehnt die Palästinenser – und nur die Palästinenser – Staatsbürger werden zu lassen? Warum lehnten die Palästinenser 2000 und 2001 die Eigenstaatlichkeit ab und begannen einen Terrorkrieg? Warum verwenden sie so viel Zeit auf symbolische Siege in der UNO statt tatsächlich irgendetwas zu tun, um ihrem Volk zu helfen? Warum lehnen Palästinenserführer es ab europäische Initiativen für Graswurzelinitiativen wie Jugend-Fußballspiele zwischen ihnen und israelischen Kindern zuzustimmen? Warum hat es trotz gewaltiger Finanzunterstützung durch den Westen keinerlei von der PA gebauten, maßgeblichen neuen Universitäten oder Krankenhäuser gegeben? Warum gibt es immer noch „Flüchtlings“-Lager in Gegenden unter palästinensischer Kontrolle? Warum gibt es immer noch die UNRWA? Warum bestehen Palästinenser darauf, dass Jerusalem, eine Stadt die in tausend Jahren muslimischer Herrschaft weithin ignoriert wurde, ihre Hauptstadt sein muss?

Meinungsumfragen, die damit behelligen die angemessenen Fragen zu stellen, decken die Antworten auf: Der „Palästinenserstaat“, von dem die Welt glaubt, dass die Palästinenser ihn ersehnen, ist nur als Phase zur Vernichtung Israels gedacht; und die Palästinenser geben es selbst zu. Das ist der Grund, warum das „Rückkehrrecht“ immer noch als offene Frage außerhalb der Eigenstaatlichkeit gehalten wird. Das ist der Grund, dass die Hamas einen Staat in den Gebieten „akzeptiert“. Das ist der Grund, warum es so viel Widerstand gegen Kompromisse in allen Verhandlungen gibt – weil Kompromiss bedeutet, dass die Ansprüche enden müssen; darauf zu warten, dass die Welt 100% der Phase liefert, bedeutet, dass es einen Phase 2 geben wird.

Die traurige Tatsache lautet, das jeder Palästinenser mit falschen „Flüchtlings“-Status, innerhalb oder außerhalb der Gebiete, eine Schachfigur ist. Das wurde seit den 1950-er Jahren erkannt, aber die Sehnsucht Israel irgendwann zu vernichten ist das, was die Sache heute noch am Leben erhält, nicht „Gerechtigkeit“. Welche Art von Gerechtigkeit findet sich darin Menschen künstlich im Elend zu halten und vorzugeben, das würde zu deren eigenem Guten geschehen?

50 Jahre Propaganda und Lügen haben enorme Auswirkungen gehabt. Das Ende von Elie Wiesels Aufsatz ist heute deprimierend, weil die Antisemiten der Welt es geschafft haben ihre Propaganda so gründlich zu verbreiten, dass es klingt, als sei es in einem anderen Zeitalter geschrieben worden:

Erinnern Sie sich , wie tausende jüdische Jugendliche die israelischen Konsulate belagerten und darum bettelten als Freiwillige nach Israel geschickt zu werden? Erinnern Sie sich an die Massendemonstrationen auf den Straßen? Und an die zahllosen Juden, einschließlich der Ärmsten der Armen, die ihre dürftigen Ersparnisse in Puschkes [Wohlfahrtsspardosen] des United Jewish Appeal steckten?

Dieses neue jüdische Erwachen ist Teil dieses Wunders, ein Teil des jüdischen Sieges. Diejenigen, die glaubten, die Juden würden durch riesige Armeen in Angst versetzt, haben sich geirrt; und diejenigen, die glauben, man könne den jüdischen Staat vom jüdischen Volk überall in der Welt trennen, haben uns eindeutig unterschätzt.

Leider haben sie im Verlauf von fünfzig Jahren ein einem gewissen Ausmaß Erfolg gehabt, denn nur allzu viele Juden haben das Instant-Getränk des Palästinenserstaats getrunken und betrachten Israel nicht als liberale Bastion, die versucht den jüdischen Staat in der uralten jüdischen Heimat zu schützen, sondern als grausamen Kolonialbesatzer von „palästinensischem Land“ – eine Redewendung, die 1967 nie jemand hervorbrachte.

Wenn die Palästinenser einen Staat und Frieden haben wollten, hätten sie einen Staat und Frieden. Ihr Verlangen ist es einen solchen Staat als Startrampe zur Vernichtung Israels zu verwenden, das sie staatenlos gemacht hat.

Das ist die einzige beständige Bedrohung, die die gesamten fünfzig Jahre der Propaganda, Lügen, falschen „Moderatheit“ und Terror erklärt.

Als internationale Garantien komplett versagten

David Makovsky, Jerusalem Post, 4. Mai 2017

Ein ägyptischer Arbeiter montiert Poster von Gamal Abdel Nasser, dessen Schließung der Straße von Tiran den Sechstage-Krieg herbeiführte. (Foto: Reuters)

Die Unentschlossenheit der internationalen Gemeinschaft und vage Garantien im Vorfeld des Kriegs von 1967 erteilten den Israelis eine wichtige, warnende Lektion: Wenn es hart auf hart kommt, dann müssen sie selbst in der Lage sein sich zu verteidigen.

Da wir uns dem 50. Jahrestag des Kriegs von 1967 nähern, sollten wir eine aus dem Vorlauf zum Krieg bleibenden Lektionen nicht vergessen sollten. Diese lautet, dass Vereinbarungen durch ihre eigenen Vorzüge stehen müssen und nicht auf abstrakten internationalen Garantien für die Zukunft gründen können. Diese Idee wurde im Mai 1967 in das Bewusstsein Israels eingebrannt. Diese schmerzliche Lektion verstärkte den zionistischen Ethos der Autarkie. Menachem Begin sollte später den bekannten Satz sagen: „Es gibt keine Garantie, dass man eine Garantie garantieren kann.“

Am 22. Mai 1967 schloss Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser die Straße von Tiran – für Israel ein lebensgefährlicher Schlag, da es von Ölimporten aus dem Iran abhängig war. Israel glaubte, es habe 1957 von der der internationalen Gemeinschaft eine Garantie erhalten, dass sie die von Nasser geschlossene Straße wieder öffnen werde, wie sie das 1956 getan hatte.

Nach der Suezkrise (Sinai-Krieg) von 1956 machte Premierminister David Ben-Gurion prinzipiell zu von der Halbinsel abzuziehen, verlangte aber mehrere Garantien, bevor Israel den Schritt machen konnte: Zu den Sicherheiten, die er anstrebte, gehörte, dass die Straße von Tiran nicht wieder blockiert wird und dass israelische Schiffe Zugang zum Golf von Aqaba und den israelischen Hafen Eilat haben würden. Er strebte zu dem die Garantie an, dass die UNO-Eingreiftruppe (UN Emergency Force, UNEF) im Sinai nicht nur allein auf Forderung der Ägypter zurückgezogen werden kann.

Präsident Dwight Eisenhower hatte das Gefühl, dass Israel die Pflicht hatte die UNO-Resolution einzuhalten und abzuziehen und konnte nicht mit Bedingungen für einen Abzug aufwarten. Gleichzeitig gestand er ein, dass es legitime Bedenken hatte. Um im März 1957 die Quadratur des Kreises zu schaffen, bot er Israel einen Text an, der im US-Außenministerium als aide-memoire bekannt war; darin hieß es: „Kein Staat hat das Recht die freie und gutartigen Passage in den Golf und durch die Straße, die den Zugang zu ihm gewährt, mit Gewalt zu verhindern“ und dass „die Vereinigten Staaten im Interesse von Schiffen im US-Register bereit ist, das Recht der freien und gutartigen Passage geltend zu machen und sich anderen anzuschließen, um die allgemeine Anerkennung dieses Rechts sicherzustellen“, wobei explizit erklärt wurde, dass die Blockade der Straße nicht hinnehmbar ist. Er implizierte, erklärte aber nicht, dass die USA bereit wären militärische Mittel einzusetzen, um seinen Worte Rückendeckung zu geben.

In einem dem aide-memoire folgenden Brief an Ben-Gurion schrieb Eisenhower, Israel „wird keinen Grund haben seine Entscheidung zum Abzug zu bereuen“. Ben-Gurion übermittelte Eisenhower, er „betrachte die freie Schifffahrt durch die Straße von Trian und in den Golf von Aqaba als mehr oder weniger sichergestellt“.

In der Folge von Nassers Schritt in der Straße schickte Premierminister Levi Eschkol Außenminister Abba Eban auf eine stürmische Reise nach Paris, London und Washington, um zu sehen, ob die internationale Gemeinschaft die Straße wieder öffnen und Krieg abwenden würde. Eban sah sich allerdings einem veränderten politischen Kontext als dem von zehn Jahren zuvor gegenüber. Charles de Gaulles Frankreich vertrug sich inzwischen mit der arabischen Welt nach dem französischen Abzug aus Algerien und war nicht länger der Paria, der es in den 1950-er Jahren war. De Gaulle räumte Eban gegenüber ein, dass die Verpflichtung die Straße von Tiran offen zu halten, eingegangen worden war. Michael Oren schreibt dazu in seinen Six Days of War, dass de Gaulle danach erklärte: „Das war 1957“, und hinzufügte: „Heute haben wir 1967.“ Präsdient Lyndon Johnson war mit Vietnam beschäftigt und seine Berater mussten zu Eisenhowers Ruhestand-Wohnsitz in Gettysburg in Pennsylvania eilen, um herauszufinden, was versprochen worden war.

Johnsons Generalstabschef General Earle Wheeler mochte die britische Idee einer „Regatta“ oder einer Gruppe Schiffe aus verschiedenen Ländern nicht, die durch die Straße fahren sollten, um Nasser zu zwingen sie zu öffnen. Gefragt, war gemacht werde für den Fall, dass Ägypten auf die USA schießt, falls deren Streitkräfte sich die Durchfahrt durch die Straße erzwingen, erklärte Wheeler: „Das bedeutet Krieg.“ Die Idee mit der Regatta verlief im Sande.

Der Gedanke, dass internationale Garantien nicht wasserdicht sind, sollte jedoch nicht mit dem Gedanken verwechselt werden, dass Israel sich nur auf Gewalt verlassen sollte. Der Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel von 1979 sowie der Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel von 1994 haben in den letzten zwei Jahrzehnten enormen regionalen und bilateralen Erschütterungen standgehalten.

Kritiker verhöhnten beide Verträge als lediglich einen kalten Frieden. Diese Vereinbarungen haben sich für Israel jedoch enorm bezahlt gemacht.

In der Zeit nach dem Krieg von 1973, schätzen offizielle Zahlen der USA, dass Israel die Hälfte seines Bruttosozialprodukts für Militärausgaben ausgab. Auf Grundlage dieses Anteils würde das bedeuten, dass Israel haute fast $150 Milliarden im Jahr ausgeben würde. Tatsächlich betragen Israels Militärausgaben nach Angaben des International Institute for Strategic Studies in London weniger als $19 Milliarden. (Von diesem Betrag kommen $3,1 Milliarden aus den USA, weitere $500 Millionen unterstützen Israels Verteidigung gegen Raketen.) Der Unterschied der beiden Beträge ist offensichtlich enorm – eine Friedensdividende von mehr als $130 Milliarden in jedem einzelnen Jahr. Diese Gelder gehen stattdessen in Straßen, Schulen, Kliniken und eine Vielzahl weiterer Programme, die zu die Lebensqualität der Israelis in die Höhe schießen ließ.

Frieden hat also bedeutet, dass bilaterale Militär-Sicherheits-Beziehungen zwischen Israel und Ägypten sowie Israel und Jordanien sich infolge gemeinsamer Bedrohung durch ISIS, Hamas und anderer Jihadisten auf einem Höchststand befinden. Die Quintessenz lautet, dass ordentlich aufgebaute Vereinbarungen für Israels Sicherheit enorm wichtig gewesen sind und den Test de Zeiten überstanden haben. Vereinbarungen, die den Interessen beider Seiten dienen, funktionieren.

Diese unterscheide sich fundamental von allgemeinen Versprechen internationalen Eingreifens Dritter für zukünftige Krisen, in denen es keine vertragliche Bündnisse gibt. Es gab viele Faktoren, die zum Krieg im Juni 1967 beitrugen; einer davon war, dass internationale Garantien von einem Jahrzehnt zuvor vergänglich waren. Als der politische Kontext sich für die außen stehenden Seiten änderte, verflüchtigten sie die Garantien.

Fairerweise muss gesagt werden, dass internationale Garantien und Sicherheitsvereinbarungen nicht dasselbe sind. Sollte die Lektion von 1967 von der NATO oder den USA geführte Sicherheitsarrangements im Jordantal im Fall eines israelisch-palästinensischen Durchbruchs ausschließen? Das Thema ist einstweilen aus einer Reihe von Gründen extrem theoretisch geworden, darunter die enormem Lücken in Fragen zwischen Israel und den Palästinenser sowie der Gesamtstabilität des Nahen Ostens in der Zeit nach dem Arabischen Frühling. Natürlich sind unzählige Faktoren zu berücksichtigen und ein aide-memoire von Eisenhower für ein theoretisches Zukunftsszenario würde sich entscheidend von detaillierten, konkreten, nachhaltigen Sicherheitsvorkehrungen unterschieden, die Israel in die Lage versetzen würde sich erfolgreich zu verteidigen, wenn diese Arrangements zusammenbrechen.

Die Unschlüssigkeit im Vorfeld des Kriegs von 1967 lehrt uns immer noch eine wichtige Lektion der Vorsicht, die veranschaulicht, wo internationale Garantien komplett versagten. Wenn es hart auf hart kommt, muss Israel in der Lage sein sich selbst zu verteidigen.

Erinnerung an die Bedrohung vom Mai 1967

Michael Freund, Jerusalem Post, 18. Mai 2017

Während die Nation sich darauf vorbereitet den 50. Jahrestag der Wiedervereinigung von Jerusalem und die Befreiung von Judäa, Samaria und dem Golan zu feiern, liegt es vielleicht in der Natur der Sache, dass wir uns vorrangig auf den wunderartigen Ausgangs des Sechstage-Kriegs im Juni 1967 zu konzentrieren. Nach 1.900 Jahren des Sehnens war das jüdische Volk endlich mit dem herzen unseres angestammten Heimatlandes wiedervereint, als göttliche Fügung Israel einen schallenden Sieg über unsere Gegner schenkte.

Zum ersten Mal seit die römischen Legionen unter Titus Jerusalem in Brand setzten, standen heilige Orte wie der Tempelberg, Schiloh und Hebron wieder unter voller jüdischer Souveränität und Kontrolle.

Es war ein Sieg für die Ewigkeit, ein Wendepunkt in der Geschichte, der das jüdische Schicksal neu formte, als die Träume unserer Vorfahren in Wirklichkeit verwandelt wurden; Juden konnten wieder in den Hügeln von Judäa, den Weinbergen von Samaria und den mit Steinen gepflasterten Gassen Jerusalems leben und spielen, beten und arbeiten.

Doch inmitten der Festlichkeiten ist es nicht weniger wichtig sich der Ereignisse des Mai 1967 zu erinnern, als die Drohung der Vernichtung über der Nation lastete, weil unsere Nachbarn schworen dem jungen jüdischen Staat den Gnadenstoß zu versetzen.

Inbesondere heute, wo die Palästinenser und ihre Anhänger haben Erfolg damit gehabt die historische Wahrheit mit Hirngespinsten und Unwahrheiten zu vergiften, wird ein kurzer Blick zurück auf das, was sich vor dem Krieg abspielte dazu dienen das falsche Narrativ zu untergraben, das von unseren Feinden bemüht wird.

Erst einmal behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass es im Mai 1967 keine israelische „Besatzung“ gab, keine jüdischen „Siedlungen“ und keine „Verjudung“ von Jerusalem. Trotzdem gab es jede Menge arabischer Anfeindungen, der Äther war angefüllt mit schaurigen Drohungen die Juden ins Meer zu treiben.

Am 8. Mai 1967 erklärte Syriens Informationsminister Mahmud Zuabi offen, dass sein Land bald „ernstere Schlachten führen wird, bis Palästina befreit und die zionistische Präsenz beendet ist“.

Acht Tages später, am 16. Mai, fiel Radio Kairo ein und verkündete: „Die Existenz Israels hat schon zu lange Bestand… Wir heißen die Schlacht willkommen, auf die wir so lange gewartet haben. Die Stunde des Höhepunkts ist gekommen. Die Schlacht ist gekommen, mit der wir Israel vernichten werden.“

Für den Fall, dass jemand ihre Botschaft nicht begriffen haben sollte, war das Radio in Kairo am nächsten Tag noch unverblümter: „Ganz Ägypten ist vorbereitet, um in totalen Krieg zu tauchen, der Israel ein Ende bereiten wird.“

Unter diesen Drohungen unternahm der ägyptische Diktator Gamal Abdel Nasser konkrete Schritte zur Vorbereitung für Völkermord am jüdischen Staat; er verdoppelte die ägyptischen Truppen im Sinai und stationierte hunderte Panzer nahe der südlichen Grenze Israels. Nasser orderte dann, dass die 3.400 Mann starke United Nations Emergency Force sofort abgezogen wird, die seit einem Jahrzehnt im Gazastreifen und dem Sinai stationiert war, um Konflikt zu verhindern.

Weniger als eine Woche darauf, am 22. Mai machte die UNO genau das; die Truppen verließen feige ihre Posten, womit sie die Bühne für eine ägyptische Invasion bereiteten.

Ägyptens Radiosender „Stimme der Araber“ strahlte hämisches Feiern des Abzugs der UNO aus und verkündete: „Es gibt kein Leben, keinen Frieden und keine Hoffnung für die Banden des Zionismus im besetzten Land zu bleiben. Von heute an gibt es keine internationale Notfalltruppe mehr, um Israel zu beschützen… Die einzige Methode, die wir gegen Israel anwenden werden, ist ein totaler Krieg, der die Vernichtung der zionistischen Existenz zur Folge haben wird.“

Mit dem Abgang der UNO machte Nasser mit der Schließung der Straße von Tiran für israelische Schiffe weiter, eine Handlung, die zehn Jahre zuvor, 1957, US-Präsident Dwight D. Eisenhower gesagt hatte, sie würde als Kriegshandlung betrachtet werden.

Am 25. Mai verlegten Syrien, Jordanien, der Irak und Saudi-Arabien Truppen an Israels Grenzen, womit sie den jüdischen Staat wie Aasgeier, die sich darauf vorbereiten sich auf ihre Beute zu stürzen.

Sechs Tage später nahm der irakische Präsident Abdel-Rahman Aref kein Blatt vor den Mund, als er erklärte, warum sein Land Soldaten in das Gebiet schickte; er behauptete: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Das ist unsere Gelegenheit die Schmach auszulöschen, die uns seit 1948 begleitet. Unser Ziel ist klar – Israel von der Landkarte zu wischen.“

Derweil machte sich auch die 1964 gegründete PLO für den Krieg bereit. Auf die Frage in einem Interview, was mit Israels Juden im Fall eines Krieges geschehen würde, erklärte PLO-Gründer Ahmed Schukairy am 1. Juni schlagfertig: „Diejenigen, die überleben, werden in Palästina bleiben. Ich schätze, dass keiner von ihnen überleben wird.“

Vier Tage später brach der Krieg aus und der Rest ist Geschichte.

Oder etwa nicht?

Trotz der Umstände, die eindeutig demonstrieren, dass Israel im Sechstage-Krieg in einen Verteidigungskrieg um seine Existenz verwickelt war, stellt ein Großteil der internationalen Gemeinschaft heute die Übernahme von Territorium 1967 fälschlich als aggressive Handlung oder „Besatzung“ dar.

Schlimmer noch: Sie spielen das palästinensische Märchen mit, dass es beim arabisch-israelischen Konflikt nur um Jerusalem, Judäa und Samaria geht, obwohl es in Wirklichkeit, wie die Ereignisse von 1967 zeigen, die zugrunde liegende Ursache in der Weigerung der Araber eine dauerhafte jüdische Präsenz in der Region zu akzeptieren besteht.

Während wir uns also der Erinnerung an Israels wunderbaren Sieg vor fünf Jahrzehnten erfreuen, wollen wir unsere Anstrengungen verstärken die Welt an die einfache Wahrheit zu erinnern, die viele von uns nicht sehen wollen. Der Auftakt zum Krieg von 1967 ist ein entscheidender Teil der Geschichte, einer, der den ihm folgenden Ereignissen dringend notwendige Klarheit und Kontext schafft.

Einfach gesagt: Der jüdische Staat schuldet niemandem eine Entschuldigung dafür, dass er seine Feinde niederstarrte und das Territorium einnahm, das genau diese Feinde als Plattform nutzten, von der aus sie uns vernichten wollten.

Israels Präsenz in Jerusalem, Judäa und Samaria ist historisch gerechtfertigt, moralisch recht, biblisch bevollmächtigt und militärisch notwendig, um unser Überleben sicherzustellen. Und wir werden bis ans Ende der Zeiten in diesen Gebieten bleiben, ob das der Welt gefällt oder nicht.

20 Fakten zu Israel und dem Nahen Osten

Empower America, 26. April 2002

Die Aufmerksamkeit der Welt hat sich auf den Nahen Osten konzentriert. Wir werden täglich mit Szenen von Blutbädern und Zerstörung konfrontiert. Können wir solche Gewalt verstehen? Ja, aber nur, wenn wir mit einer soliden Grundlage an Fakten der Fakten kommen, die zu oft vergessen werden, wann immer sie bekannt werden. Es folgen zwanzig Tatsachen, die wir für nützlich zum Verstehen der derzeitigen Situation halten, wie wir an diesem Punkt ankamen und wie wir möglicherweise eine Lösung erreichen könnten.

Die Wurzeln des Konflikts

* Als die UNO die Errichtung von zwei Staaten in der Region vorschlug – einer jüdisch, einer arabisch -, akzeptierten die Juden den Vorschlag und erklärten 1948 ihre Unabhängigkeit. Der jüdische Staat war nur ein Sechstel eines Prozents dessen, was als „die arabische Welt“ bekannt war. Die arabischen Staaten aber lehnten den UN-Plan ab und haben seitdem wiederholt Krieg gegen Israel geführt, „heiße“ Kriege wie auch Terrorismus und Abnützungskriege. 1948 drangen fünf arabische Armeen nach Israel ein und versuchten es auszuradieren. Jamal Husseini vom Arabischen Hochkommissariat sprach für viele, als er „den Boden unseres geliebten Landes mit den letzten Tropfen unseres Blutes“ zu tränken schwor.

* Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wurde 1964 gegründet – drei Jahre bevor Israel die Westbank und Gaza einnahm. Das erkläre Ziel der PLO war, den Staat Israel durch bewaffneten Kampf zu eliminieren. Bis heute behauptet die Internetseite von Yassir Arafats Palästinensischer Autonomiebehörde (PA), dass das gesamte Israel „besetztes Gebiet“ ist. Es ist unmöglich, das mit den Erklärungen der PLO und der PA in Einklang zu bringen, dass die Wurzel des Konflikts Israels Besetzung der Westbank und des Gazastreifens ist.

* Die Westbank und der Gazastreifen (von 1948 bis 1967 von Jordanien und Ägypten kontrolliert) kam während des Sechs-Tage-Kriegs von 1967 unter israelische Kontrolle; der Krieg begann, als Ägypten die Straße von Tiran schloss und arabische Armeen an Israels Grenzen aufmarschieren ließ, um in den Staat einzumarschieren und ihn zu liquidieren. Es ist wichtig anzumerken, dass während der 19-jährigen Herrschaft weder Jordanien noch Ägypten irgendwelche Bemühungen unternahmen einen palästinensischen Staat auf diesen Landstrichen zu gründen. Kurz bevor die arabischen Staaten ihren Aggressionskrieg 1967 gegen den Staat Israel begannen, erklärte der syrische Verteidigungsminister (und spätere Präsident) Hafez Assad: „Unsere Streitkräfte sind jetzt bereit… die Befreiungsaktion selbst zu beginnen und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland zu sprengen… Die Zeit ist gekommen eine Vernichtungsschlacht zu beginnen.“ Am Vorabend des Krieges von 1967 erklärte der ägyptische Präsident Gamal Nasser: „Unser grundlegendes Ziel wird die Zerstörung Israels sein.“

* Wegen ihrer Feindseligkeit gegen die Juden haben viele Palästinenserführer unsere Feinde seit Langem unterstützt. Der Großmufti von Jerusalem verbündete sich während des Zweiten Weltkriegs mit Adolf Hitler. Yassir Arafat, Vorsitzender der PLO und der PA, hat wiederholt Amerikaner ins Visier genommen und getötet. 1973 befahl Arafat die Exekution von Cleo Noel, dem amerikanischen Botschaft im Sudan. Arafat war mit der Sowjetunion und anderen Feinden der USA während des gesamten Kalten Krieges eng verbunden. 1991, im Golfkrieg, stellte sich Arafat in eine Linie mit Saddam Hussein, den er als „den Verteidiger der arabischen Nation, der Muslime und der freien Menschen überall“ pries.

* Fakt ist, dass Israel das meiste Land zurückgegeben hat, das es während des Krieges von 1967 eroberte und gleich nach dem Krieg im Tausch gegen Frieden und normale Beziehungen anbot; das Angebot wurde abgelehnt. Als Resultat der Verträge von Camp David von 1978 – in denen Ägypten das Existenzrecht Israels anerkannte und durch die normale Beziehungen zwischen den beiden Ländern begründet wurden – gab Israel die Wüste Sinai zurück, die dreimal so groß wie Israel ist und 91 Prozent der Gebiete darstellt, über die Israel im 1967-er Krieg die Kontrolle übernahm.

* Im Jahr 2000, als Teil der Verhandlungen über einen umfassenden und dauerhaften Frieden bot Israel an, alle bis auf einen sehr geringen Teil der verbleibenden Territorien an Yassir Arafat zu übergeben. Aber Israel wurde abgewiesen, als Arafat Camp David verließ und die jetzige Intifada begann.

* Yassir Arafat hat nie ein Geheimnis aus seinen Zielen gemacht – zumindest auf Arabisch. Am selben Tag, an dem er 1993 die Oslo-Verträge unterschrieb – in denen er versprach, dem Terrorismus abzuschwören und Israel anzuerkennen – sprach der im jordanischen Fernsehen zum palästinensischen Volk und erklärte, dass er den ersten Schritt „im Plan von 1974“ getan hätte. Das war ein nur dünn verhüllter Hinweis auf den „Stufenplan“, nach dem jeglicher territorialer Gewinn annehmbar war als Mittel hin zum Endziel der Zerstörung Israels.

* Der kürzlich verstorbene Faisal Husseini, ein führender palästinensischer Sprecher, drückte sich 2001 genauso aus, als er erklärte, dass die Westbank und Gaza „nur 22 Prozent von Palästina“ darstellten und dass der Oslo-Prozess ein „Trojanisches Pferd“ war. Er erklärte: „Als wir alle palästinensischen Kräfte und Fraktionen aufforderten und die Oslo-Verträge und anderen Vereinbarungen als ‚zeitlich begrenztes‘ Vorgehen oder Zwischenziele zu betrachten, bedeutete das, dass wir den Israelis einen Hinterhalt legen und sie reinlegen.“ Er fuhr fort: Das Ziel war „die Befreiung Palästinas vom Fluss bis zum Meer“, d.h. vom Jordan bis zum Mittelmeer – ganz Israel.

* Bis zum heutigen Tag hat die Fatah in der PLO (der „moderate“ Flügel, der von Arafat selbst gegründet und kontrolliert wird) als offizielles Emblem den gesamten Staat Israel, der von zwei Gewehren und einer Handgranate bedeckt wird – eine weitere Tatsache, das die Behauptung Lügen straft, dass Arafat nicht mehr will als die Westbank und Gaza.

* Während Kritik an Israel nicht unbedingt dasselbe ist wie „Antisemitismus“, muss daran erinnert werden, dass die Presse des Nahen Ostens tatsächlich vor Antisemitismus strotzt. Vor mehr als fünfzehn Jahren konnte der berühmte Bernard Lewis ausführen, dass „die Dämonisierung der Juden [in der arabischen Literatur] weiter geht als es jemals in westlicher Literatur mit Ausnahme der Zeit der Naziherrschaft in Deutschland“ geschah. Seitdem und über all die Jahre des „Friedensprozesses“ wurden die Dinge immer schlimmer. Bilder von Juden in arabischen und muslimischen Medien ähneln denen in Nazideutschland. Mittelalterliche Ritualmord-Vorwürfe – einschließlich der Behauptungen, das Juden christliches und muslimisches Blut zur Vorbereitung ihrer Feiertagsspeisen – sind markant und Routine geworden. Ein Beispiel dafür ist eine vom PA-Fernsehen ausgestrahlte Predigt, in der Scheik Ahmad Halabaya erklärte: „Sie [die Juden] müssen geschlachtet und umgebracht werden, wie Allah, der Allmächtige sagte: ‚Bekämpft sie: Allah wird sie durch unsere Hände foltern.‘ Habt keine Gnade mit den Juden, egal, wo sie sind, in jedem Land. Bekämpft sie, wo immer ihr seid. Wo immer ihr ihnen begegnet, tötet sie.“

* Mehr als zwei Drittel der Palästinenser befürworten Selbstmord-Attentate – eine entsetzliche Statistik, aber im Licht der oben genannten Fakten keine Überraschung.

Der Staat Israel

* Es gibt im Nahen Osten 21 arabische Staaten und nur einen jüdischen Staat: Israel, das auch die einzige Demokratie in der Region ist.

* Israel ist das einzige Land in der Region, das Bürgern jeden Glaubens erlaubt, frei und öffentlich ihren Glauben auszuüben. Zwanzig Prozent der israelischen Staatsbürger sind nicht jüdisch.

* Während es Juden nicht erlaubt ist, in vielen arabischen Ländern zu leben, erhalten Araber in Israel die volle Staatsbürgerschaft und das Wahlrecht. Araber haben die Freiheit, Mitglieder des israelischen Parlaments (der Knesset) zu werden. Tatsächlich sind verschiedene Araber demokratisch in die Knesset gewählt worden und haben dort seit Jahren ihren Dienst getan. Araber, die in Israel leben, haben mehr Rechte und sind freier als die meisten Araber, die in arabischen Staaten leben.

* Israel ist kleiner als der US-Staat New Hampshire und ist umgeben von Nationen, die seiner Existenz feindlich gegenüber stehen. Einige Friedensvorschläge – einschließlich des jüngsten saudischen Vorschlags – verlangen den Rückzug aus der gesamten Westbank, was Israel an seiner verletzbarsten Stelle gerade einmal 15 km breit lässt.

* Die oft zitierte UN-Resolution 242 (die nach dem 1967-er Krieg verabschiedet wurde) verlangt in Wahrheit nicht den vollständigen Rückzug aus der Westbank. Wie der Rechtswissenschaftler Eugene Rostow klar stellte: „Die Resolution 242, die ich als Unterstaatssekretär für politische Belange im Außenministerium zwischen 1966 und 1969 zu entwerfen half, ruft die Parteien auf Frieden zu schließen und erlaubt Israel, die 1967 besetzten Gebiete zu verwalten, bis ‚ein gerechter und dauerhafter Frieden im Nahen Osten‘ erreicht ist. Wenn ein solcher Frieden geschlossen wird, wird von Israel verlangt, seine Streitkräfte‚ aus Territorien‘ zurückzuziehen, die es während des Sechs-Tage-Krieges besetzte – nicht aus ‚den‘ Territorien, nicht aus ‚allen‘ Territorien, sondern aus manchen Territorien.“

* Israel hat – natürlich – zugestanden, dass die Palästinenser legitime Ansprüche auf die umstrittenen Gebiete haben und ist bereit Verhandlungen in der Sache zu führen. Wie oben angeführt, hat der israelische Premierminister Ehud Barak fast die gesamten Territorien im Jahr 2000 in Camp David angeboten.

* Trotz der Behauptungen, dass die israelischen Siedlungen in der Westbank ein Hindernis für den Frieden seien, lebten dort Juden seit Jahrhunderten, bevor sie von arabischen Armeen 1948/49 massakriert oder vertrieben wurden. Und entgegen der gängigen falschen Auffassungen verdrängten israelische Siedlungen – die weniger als zwei Prozent der Territorien darstellen – Palästinenser so gut wie nie.

* Das Gebiet der Westbank hat einige der wichtigsten Stätten der jüdischen Geschichte, darunter Hebron, Bethlehem und Jericho. Ost-Jerusalem, oft als „arabische Stadt“ oder „besetztes Gebiet“ bezeichnet, ist die Stätte des größten Heiligtums des Judentums. Während sie unter arabischer Herrschaft standen (1948-1967), war dieses Gebiet für Juden vollständig geschlossen. Seit Israel die Kontrolle übernahm, stand es Menschen jeden Glaubens offen.

* Lassen Sie uns am Ende die Forderung betrachten, dass gewisse Gebiete in der muslimischen Welt für Juden tabu sein müssen. Dieses Verlangen passt genau in Hitlers Aufruf, das deutsches Land „judenrein“ sein müsse. Araber können in ganz Israel frei leben, als echte Staatsbürger. Warum sollte Juden verboten werden, in einem Gebiet der Westbank zu leben oder Land zu besitzen, nur weis die Mehrheit der Menschen dort Araber sind?

Zusammengefasst: Eine faire und ausgewogene Darstellung des Nahen Ostens wird aufzeigen, dass eine Nation weit über den anderen steht in ihrer Verpflichtung zu den Menschenrechten und zur Demokratie wie in ihrer Entschlossenheit zu Frieden und gegenseitiger Sicherheit. Das ist die Nation Israel.

Besuch beim Sechstage-Krieg

Joseph Farah, WorldNetDaily, 23. Januar 2003

Besatzung, Besatzung, Besatzung.

Wenn man Arabern zuhört, ist das die Ursache des Konflikts mit Israel: die Besatzung.

Sie schieben alle ihre Missgeschicke – von Flüchtlingen, die seit 50 Jahren unter Arafats schlechtem Atem in Elend leben – auf die so genannte israelische „Besatzung“ der Westbank und des Gazastreifens.

Die Araber sagen, die Israelis griffen sich dieses Land 1967 in einem Aggressionskrieg. Tatsächlich hatte aber nicht Israel diesen Krieg begonnen. Israel wollte diesen Krieg nicht. Israel verteidigte sich nur – sehr, sehr effektiv – gegen koordinierte Angriffe Ägyptens, Iraks, Jordanien, Syriens und durch Arafats Terroristen.

Das ist keine Meinung. Das ist Tatsache. Einer meiner Freunde, Sol Jacobs, tat etwas sehr einfaches – etwas sehr offensichtliches – um diese Tatsache zu dokumentieren, die vielen heutzutage entgeht. Er ging hin und sah sich an, was Zeitungen über die Krise vor dem 5. Juni 1967 berichteten – bevor es eine behauptete „israelische Besatzung“ gab.

Hier ist das Ergebnis seiner einmonatigen Zeitleiste, die zum Sechstage-Krieg führt:

* 7. Mai: Die New York Times berichtete, dass Syrien das israelische Dorf Ein Gev mit Artillerie beschoss.

* 17. Mai: Die New York Times berichtete, dass die PLO, geführt von Arafat, gelobt, „weiterhin Kommandos nach Israel zu schicken“.

* 19. Mai: Die Los Angeles Times berichtete, dass Ägypten beschuldigt im Yemen wird Giftgas einzusetzen.

* 19. Mai: Die New York Times berichtete, dass Ägypten Streitkräfte entlang der israelischen Grenze postiert hat.

* 20. Mai: Die New York Times berichtete, dass Ägypten UNO-Friedensschutz-Truppen zwang die Wüste Sinai im Vorfeld eines Angriffs gegen Israel zu verlassen.

* 21. Mai: Die New York Times berichtete, dass massiv ägyptische Soldaten im Sinai auffahren.

* 22. Mai: Die New York Times berichtete, dass die PLO ihre Angriffe in Israel intensivieren wollte, dass Kairo 10.000 Reservisten einberief und dass der Irak Hilfe für die Schlacht gegen Israel schicken wollte.

* 23. Mai: Jede Zeitung der Welt berichtete, dass Ägypten die Provokation der Sperrung des Golfs von Akaba für Israel einsetzt.

* 24. Mai: Jede Zeitung der Welt berichtete, dass die USA Ägyptens militärische Blockade des Golfs für „illegal“ erklärten.

* 25. Mai: Die New York Times berichtete, dass Jordanien für die Schlacht gegen Israel saudisches und irakisches Militär auf seinem Boden gestatten würde.

* 27. Mai: Jede Zeitung der Welt berichtete Ägyptens heftige Drohungen zur Vernichtung Israels.

* 29. Mai: Die New York Times berichtete, dass der Aufmarsch der ägyptischen Streitkräfte im Sinai weiter ging.

* 29. Mai: Die Washington Post berichtete, dass trotz all dieser Provokation Israel immer noch zögerte, den Showdown mit seinen Feinden anzustreben.

* 29. Mai: Die New York Times berichtete von neuen Angriffen Syriens auf Israel.

* 3. Juni: Die New York Times berichtete, dass Großbritannien erklärte, die ägyptische Blockade könnte zu Krieg führen. Sie berichtete ebenfalls, dass vier syrische Stoßtrupps in Israel abgefangen wurden.

* 5. Juni: Der Sechstage-Krieg begann. Israel rollte alle seine Feinde schneller auf, als es irgendjemand für möglich gehalten hatte. Es nahm Jordanien die Kontrolle von Ost-Jerusalem ab. Es nahm Jordanien die Kontrolle von Judäa und Samaria westlich des Jordan ab. Es entriss Syrien die Kontrolle über die Golan-Höhen. Und es übernahm von Ägypten die Kontrolle des Gazastreifens und der Wüste Sinai.

Dank der Arbeit von Sol Jacobs können Sie diese Zeitungsberichte selbst lesen (http://www.yije.org/israel/6 day war.pdf).

Ganz klar geschah also diese so genannte „Besatzung“ dieser Gebiete als Ergebnis arabischer Kriegstreiberei gegen Israel. Israel verteidigte sich nur gut. Israel bewies auch, dass es bereit war, diese Gebiete an Nachbarn zurückzugeben, die in Frieden mit dem jüdischen Staat leben wollten, wie es mit der Rückgabe des Sinai an Ägypten demonstrierte.

All das wirft einige Fragen auf: Wenn Israel dise Gebiete heute besetzt hält, wer besetzte sie bis 1967? Wenn die Westbank und Gaza den „Palästinensern“ gehören, warum waren sie bis zum 5. Juni 1967 unter der Kontrolle von Jordanien und Ägypten? Wenn arabische „Palästinenser“ nur ihren eigenen Staat wollen, warum forderten sie ihn nicht schon vor 1967?

Und schließlich: Warum ist es so, dass, wenn – nach vielen dieser 1967 geschriebenen Artikel – die Araber von „besetzten Gebieten“ sprachen, sie ganz Israel meinten?