Feuerpause palästinensischer Art

Der Geist von Arafats Weihnachts-Vergangenheit sieht aus wie seine Weihnachts-Zukunft

Michael Widlanski, The MediaLine, 25.12.2001 (nicht mehr online)

Eine dreiköpfige palästinensische Terroristengruppe aus Arafats Fatah-Organisation verwundete in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag einen israelischen Autofahrer schwer, aber als sie sich ihm näherten um sicher zu stellen, dass er tot war, schoss der lebensgefährlich verwundete Israeli – der aus mehreren Wunden in Brust und Bauch blutend – auf die arabischen Angreifer, tötete einen und verwundete einen anderen.
(Nicht einmal seine ureigene „Fraktion“ hört auf die „Friedensappelle“ ihres Führers! Die Frage ist: Weil sie ihm nicht folgen oder weil sie wissen, was sie von seinen Reden zu halten haben?)

Arafats Radio „Voice of Palestine“ (VOP) verurteilte den Angriff heute Morgen nicht, sondern erhob den toten arabischen Terroristen, Jamal Ahmad Abu-Atwan, zum „Märtyrer“; israelische Geheimdienst-Quellen sagten, der Schütze war Teil einer Gruppe, die von Fatah-Offiziellen aus dem direkten Umfeld von Arafat ausgeschickt wurde.
(Wenn es Arafat ernst wäre mit der Feuerpause, dann würden seine Medien anders reden!)

„Die palästinensische Befreiungsbewegung (Fatah) grüßt den Märtyrer Abu-Atwan als einen Helden“, erklärte ein Bericht von Voice of Palestine um 7.25 Uhr, keine zehn Minuten nachdem VOP eine Weihnachtsansprache von Arafat zum wiederholten Male ausstrahlte, in der er zum „Frieden der Mutigen“ aufrief und Israel Kriegsverbrechen vorwarf.

„Dieser ‚Märtyrer‘ hätte im Gefängnis sitzen müssen“, machte Dr. Ra’anan Gissin, persönlicher Sprecher von Premierminister Ariel Sharon, geltend. „Wir hatten seinen Namen vor langem an Arafat weiter gegeben (der versprach Terroristen zu verhaften)“, sagte Gissin in einem Interview mit The Media Line (www.themedialine.org).

VOP gab die Schuld am Tod des Terroristen israelischen Soldaten, ohne zu erwähnen, wie die drei Terroristen den von dem 47-jährigen Vitali Binos gefahrenen israelischen Wagen in der Nähe der Siedlung von Einav in Samaria (im nördlichen Teil der Westbank) angriffen.

Der Anschlag war nur einer von vielen auf Israelis, seit Arafat seine weit beachtete Rede letzte Woche (16.12.2001) gab, die einen starken Rückgang palästinensischer Angriffe, besonders von Selbstmord-Attentätern in israelischen Städten, signalisieren sollte; es gab aber stichhaltige Hinweise darauf, dass dies nicht passieren würde, einschließlich der folgenden:

* – Ein ranghoher Beistand Arafats, der palästinensische Kabinett-Sekretär Ahmad Abdul-Rahman machte vor drei Tagen [am 22.12.2001] einen dramatischen „Geburtstags“-Besuch im Hauptquartier der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), um die Gründung der Organisation vor 34 Jahren zu feiern ? der Organisation die vor zwei Monaten in Jerusalem einen israelischen Minister ermordete.

* – Ein 23-jähriger israelischer Reserve-Soldat wurde durch palästinensische Terroristen an der israelisch-jordanischen Grenze im Jordantal getötet und vier weitere verwundet. Mindestens zwei der Terroristen wurden ebenfalls getötet. Der israelische Soldat wurde als Michael Siton, ein Jeschiwa-Schüler, identifiziert.

* – Drei arabische Terroristen, die mit Selbstmord-Bombenanschlägen in der Vergangenheit oder neu geplanten in Verbindung stehen, wurden in den letzten Tagen in oder bei Haifa, Ort jüngster Anschläge, verhaftet.

* – Und die Anzahl der Terror-Anschläge „fiel“ auf 15 bis 25 pro Tag; vor zwei Monaten lag der Durchschnitt bei 40 bis 70.

Eine gründliche Analyse von Arafats „moderater“ Rede am 16. Dezember und die Natur verschiedener Anschläge der letzten Tage zeigen tatsächlich, dass Arafat der Meinung ist, es sei legitim, auf Israelische „Siedler“ und Soldaten zu schießen; israelische Beamte glauben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor die Selbstmord-Anschläge und der Mörserbeschuss auch wieder aufgenommen werden.
„Wir haben Informationen, dass sie immer noch versuchen ihre Anschläge in den Städten fortzusetzen“, macht Generalstabschef Shaul Mofaz geltend.

Mehrere ranghohe israelische Beamte sagten, dass die Terroristen, die bei Haifa gefangen wurden, auch Teil der PFLP-Organisation waren, die von Arafat, Abdul-Rahman und anderen führenden Personen der Autonomiebehörde umarmt wurde.
„Wir wissen, dass diese Anschläge von Ahmad Sa’adat (Kopf der PFLP) geplant wurden, der beweisen wollte, dass es ihn noch gibt“, sagte Sharons Sprecher Gissin.
Zum Angriff auf Vitali Binos sagte Gissin, dass Israel schlüssige Informationen habe, dass „die ganze Operation von Marwan Barghouti befohlen wurde“, dem Kopf der Tanzim-Miliz der Fatah in der Westbank.

Zwischenzeitlich ist es eindeutig als Wunder anzusehen, dass der 47-jährige Binos, in seinem lebensbedrohlichen Zustand und an eine Beatmungsmaschine angeschlossen, immer noch lebt.
„Er verlor ein drittel seines Blutes und als er im Krankenhaus ankam hatte er keinen Blutdruck mehr“, sagte Dr. Meir Ronen vom Hillel Yaffe-Hospital in der nordisraelischen Stadt Hadera.
Dr. Ronen sagte, Binos Zustand habe sich stabilisiert, sei aber weiterhin lebensbedrohlich.

Die politische Bühne Israels heizte sich auf; es gab Aufrufe, Außenminister Shimon Peres solle zurücktreten und Premierminister Sharon solle öffentlich zu Gerüchten um hochrangig geführte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern Stellung nehmen.

Die Situation entwickelte sich, nachdem Sharon – innerhalb von 24 Stunden – öffentliche Rückzieher bezüglich seiner öffentlichen Abscheu über die „eingebildeten Verhandlungen“ machte, die Außenminister Shimon Peres mit Arafats Autonomiebehörde führte.
Sharon, der Peres‘ Stimme bei der Verabschiedung des Haushalts diese Woche braucht, war gezwungen, seine Bemerkungen zurückzunehmen und öffentlich zu verkünden, dass er Peres erlaubt habe, politische Gespräche mit der PA zu führen. Ein detaillierter Bericht in der israelischen Tageszeitung Yediot Aharonot veröffentlichte ein Dokument, in dem Peres Arafat die Erklärung eines palästinensischen Staates auf rund 42 Prozent der Westbank als Teil eines Interim-Abkommens anbot. „Herr Sharon hat einmal mehr seinen berühmten Zickzack-Kurs verfolgt“, merkte Yaron Dekel, Kommentator von Israeli Television, an.

Die Palästinensischen „Staatsmedien“ verkündeten, dass der PA-Unterhändler Ahmad Qreia (bekannt unter seinem Spitznamen Abu Ala) nur zwei Tage nach der Verwerfung der Idee Gespräche mit Peres führte.

Sharon und Peres wurden von Mitgliedern von Sharons Likud und Peres‘ Arbeitsparte kritisiert. Der frühere Premier- und Verteidigungsminister Ehud Barak griff Peres wegen der Gespräche mit Arafat heftig an und sagte, dass Peres‘ Taten Israels militärische und seine politische Position untergrabe. Barak, früherer Chef der Arbeitspartei und Generalstabschef, sagte, Peres helfe Arafat aus seiner Isolation heraus zu bringen. „Niemand wird strenger mit ihm umgehen als wir“, sagte Barak.

Die Sharon-Regierung verweigerte Arafat die Erlaubnis sein Hauptquartier in Ramallah zu verlassen um die Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem beizuwohnen, bis bzw. bevor Arafat die beiden in Ramallah lebenden Terroristen verhaftet, die den israelischen Tourismusminister Rehav’am Ze’evi vor zwei Monaten ermordeten.

Arafats Adjutanten sagten, der palästinensische Führer versuche hart, die Mörder zu finden, habe aber wenig Erfolg, obwohl Arafat im Ersten Kanal von Israeli Television vor zwei Wochen prahlte, dass er die Täter so gut wie gefasst habe.

Arafat hielt in der Zwischenzeit im Fernsehen seine zweite Ansprache innerhalb von acht Tagen an das palästinensische Volk, wobei er Weihnachten zum Vorwand nahm: „Wir sind für den Frieden der Mutigen, nicht für den durch die Panzer geschaffenen“, sagte der Palästinenser-Führer, unter dessen Herrschaft Bethlehem gleichmäßig seine christliche Einwohnerschaft verliert.

Unsinn aus Israel (2): Shimon Peres

Es soll keiner glauben, in Israel würde alles richtig gemacht. Aber neben den alltäglichen Fehlern und Unzulänglichkeiten gibt es auch extremen Unsinn:

Shimon Peres bezweifelt, dass Ariel Sharon ein Partner für den Frieden ist:

Der Spiegel in einem Interview (Ausgabe vom 29.07.2002):
SPIEGEL: Nicht nur Palästinenser, auch viele Israelis zweifeln daran, dass Scharon ein Partner für den Frieden sein kann.
PERES: Auch ich habe meine Zweifel. Aber was mache ich damit? Soll ich sie sammeln? Scharon kann auch nicht alles tun, was er will. Wir stecken in einer Krise, und schon denken die Leute, das ist das Ende der Welt. Die Welt hört nicht auf, Krisen wohl.
Es ist schon seltsam, dass er an Sharon zweifelt (der nur auf Palästinenserterror reagiert), aber Arafat noch nach 18 Monaten Terror als „Partner für den Frieden“ ansah. Erst jetzt bequemt er sich dazu, das in Zweifel zu ziehen, versucht aber weiter mit Arafats Kumpanen auf gutem Fuß zu stehen und mit ihnen Abkommen zu erzielen, die nicht eintreten werden.

Arutz-7 berichtet in seinen e-mail-Nachrichten vom 28.07.2002, dass die „Professoren für ein starkes Israel“ folgendes Statement zu Peres abgaben:

Wenn der Außenminister, Architekt des 100-prozentigen Fiaskos von Oslo, sagt, dass die Eliminierung eines Chefterroristen ein „100-prozentiger Fehler“ ist, dann bildet das einen Rekord an Unverschämtheit. Wenn der Außenminister, Oslo-Architekt und Vater des Oslo-Krieges, Zweifel äußert, ob der Premierminister ein Partner für den Frieden sein kann, während der Herr Minister weiter seinem Mit-Friedensnobelterror-Preisträger den Hof macht, dann ist das ein Rekord in Zynismus…“

„Die Welt“ berichtet, dass Schimon Peres diese Äußerungen über Regierungschef Ariel Scharon und dessen Palästinenser-Politik im „Spiegel“ dementierte. Peres sagte im israelischen Rundfunk, seine Worte seien „schlecht übersetzt und verzerrt worden“… Er sei gefragt worden, ob Scharon Frieden erreichen könne. Darauf habe er geantwortet, Scharon sei nicht allmächtig und der Frieden hänge nicht allein von ihm ab.
Es ist nicht das erste Mal, dass Peres „falsch zitiert“ oder „schlecht übersetzt“ wurde. Fragt sich nur, wie das kommt? Warum drückt er sich so missverständlich aus?

IMRA berichtet am 30.05.2002:

Außenminister Shimon Peres sagte Israel Radio im Morgenprogramm des 30. Mai 2002, dass „man über Oslo sagt: ‚Warum habt ihr ihnen Gewehre gegeben?‘ – Aber Gewehre spielen keine Rolle. Was wichtig ist, sind Selbstmord-Bomber.“ Peres sagte dies zwei Tage nachdem ein Terrorist mit einem einzigen Sturmgewehr drei Teenager ermordete und ein anderer Terrorist einen Israeli in seinem Auto erschoss – auch mit einem Gewehr.

IMRA kommentiert dies so:

Wenn Herr Peres einen Blick auf die Liste der detailliert auf der Internetseite seines eigenen Ministeriums aufgeführten Terroranschläge werfen würde, könnte er feststellen, dass es viele Fälle gibt, in denen Israelis im Laufe der Zeit des Oslo-Experiments des Herr Peres mit den Gewehren ermordet wurde, „die keine Rolle spielen“.

Es ist nicht verwunderlich, dass es Shimon Peres ungemütlich wird, wenn man ihn mit dem puren, zerstörerischen Wahnsinn seines eigenen Tuns konfrontiert. Aber statt zu versuchen Teil einer Lösung zu sein, bleibt Herr Peres Teil des Problems. CIA-Chef Tenet ist auf dem Weg in die Region, der das bizarre Ziel hat, die palästinensische Befreiungsarmee zu stärken und effektiver zu machen (damit sie israelische Sicherheitsbemühungen teurer machen kann?), statt mit dem Ziel den Umfang der palästinensischen Sicherheitskräfte zu stutzen und sie in eine innenpolitische Polizei zu formen, die wie Bereitschaftspolizei ausgerüstet ist, statt wie Fallschirmjäger. In diesem Zusammenhang vertritt Herr Peres die Meinung, dass es „keine Rolle spielt“, dass es zehntausende palästinensischer Soldaten gibt, die mit Sturmgewehren ausgerüstet sind.

Mit der Meinung, dass „Gewehre keine Rolle spielen“, hilft Herr Peres, den Druck zu untergraben die sofortige Entwaffnung der verschiedenen illegalen palästinensischen Milizen vorzunehmen.

Warum will Peres die Forderung an die Palästinenser, die Beschränkung der Waffen als erste Aufgabe der Palästinenser zu erfüllen, nicht unterstützen? Vielleicht, weil Herr Peres nicht will, dass die Wirklichkeit in seine Pläne eingreift. Aus der Sicht von Shimon Peres stehen der israelische Rückzug und die Ausrufung eines palästinensischen Staates kurz bevor: Eine Deklaration hier, eine Unterschriften-Zeremonie da; ein paar Tage lang fahren die Palästinenser ihren Durst nach isrealischem Blut auf ein paar „wenige“ Morde zurück und dann sind wir wieder bei den gedankenschweren Tagen, „den Wind der Geschichte blasen“ zu hören.

Erinnerung an Shimon Peres

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Meine persönliche Erinnerung an Shimon Peres besteht aus ein paar Treffen und einer Reihe seiner Reden, denen ich beiwohnte. Ich traf Peres erstmals 1965. Er befand sich an einem der Tiefpunkte seiner Karriere. Peres war damals Generalsekretär der Partei Rafi, die von Ben Gurion gebildet worden war, der sich vor den Wahlen des Jahres von der Arbeitspartei abgespalten hatte. Rafi wurde schwer geschlagen und erhielt nur zehn Sitze. Sie wurde in die Opposition gezwungen.

Peres kam, um nahe Paris auf einer Konferenz der World Union of Jewish Students (WUJS) zu sprechen. Ich war damals der Vorsitzende der Organisation. Nach seiner Rede setzten sich einige der Leiter der Union mit ihm zu einem faszinierenden Gespräch zusammen. Wir erkannten, dass er sich wesentlich von den anderen israelischen Führungspersönlichkeiten seiner Generation unterschied: Er war charismatisch, intelligent und aufgeschlossen.

Doch heute bin ich bei der Erinnerung an Peres sehr ambivalent; der Grund sind seinen Einstellungen und sein Verhalten nach den Oslo-Vereinbarungen von 1993, für die er auf israelischer Seite der Hauptarchitekt war. Haben diese Vereinbarungen Israel mehr Gutes gebracht oder mehr Schaden zugefügt? Das ist schwer einzuschätzen.

War der Rabin und Peres gemeinsam mit Yassir Arafat verliehene Friedensnobelpreis gerechtfertigt? Höchstwahrscheinlich nicht, aber eine ganze Reihe anderer Friedensnobelpreise sind ungerechtfertigt gewesen. Dazu gehört der, der Barack Obama verliehen wurde. Wir wissen heute, dass Arafat persönlich Schecks zur Belohnung von Terroristen unterschrieb, die israelische Zivilisten noch nach Erhalt des Preises töteten. Legte Peres je das Verbrechertum Arafats offen? Ich bezweifle es.

Eine der vielen schockierenden Äußerungen Peres‘ nach den Oslo-Vereinbarungen wurde vom ehemaligen Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes, General Uri Saguy, in einem Interview mit der Tageszeitung Ma’ariv festgehalten. Er sagte, als er diesen Posten bekleidete, hatte er sowohl dem damaligen Premierminister Rabin als auch Außenminister Shimon Peres gesagt, dass es klare Zeichen einer libanonartigen Entwicklung der Situation im Gazastreifen gab. Peres‘ Antwort: „Sie zerstören meinen Frieden.“ Darauf erwiderte Saguy: „Ich bringe Ihnen eine schlechte Nachricht und Sie schießen auf den Überbringer. Es ist nicht meine Aufgabe Ihren Frieden aufzubauen oder zu zerstören. Ich habe ein realistisches Bild zu zeichnen.“

Peres ist für viele wichtigen Dinge bekannt, die meisten davon positiv. Eines davon ist sein großer Beitrag zur Sicherheit Israels in den Jahren vor der Gründung des Staates und viele der folgenden Jahre. Seine Rolle bei der Einrichtung von Israels Atomreaktor in Dimona war ein gewaltiger Beitrag.

Peres war ein Visionär. Er entwickelte ein Konzept namens „der Neue Nahe Osten“. Er veröffentlichte 1993, dem Jahr der Oslo-Vereinbarungen, ein Buch mit demselben Titel, das in viele Sprachen übersetzt wurde. Es stellte sich als wilde Fantasie heraus, wie ein utopischer Roman. Peres sollte regelmäßig verfechten, dass man langfristig denken müsse. Es war eine kontraproduktive Botschaft in der Realität Israels und des Nahen Ostens. Er sah das derzeitige Chaos im Nahen Osten nicht vorher.

Peres‘ Fantasien stellten die Weltgemeinschaft zufrieden. Eine große Zahl ranghoher Repräsentanten des Auslands kam zu seiner Beerdigung. Viele priesen ihn. Außer Mohammed Abbas wurden die arabischen Delegationen von zweitrangigem Personal gestellt. Das ist ein Hinweis darauf, wie wenig er die Realität des Nahen Ostens begriffen hat. Die Repräsentanten der israelisch-arabischen Parteien blieben fern.

Peres‘ Visionen dienten Israel zu einem gewissen Grad, weil er als prominente Persönlichkeit Israels in der westlichen Welt gut ankam. Das leistete Israel einen Bärendienst, denn einige der Dinge, die er sagte, waren Unsinn und ermutigten Weltführer immer unvernünftigere Zugeständnisse von Israel zu erwarten.

Präsident Peres wiederholte mehrmals eine absurde Aussage. Er sagte der New York Times im Januar 2013: „Es gibt zwei Dinge, die nicht gemacht werden können ohne die Augen zu schließen – Liebe und Frieden.“ Als Peres 2014 Norwegen besuchte, pries der das Land und wie gut die Norweger seien, wobei er die weit verbreitete antiisraelische Haltung ignorierte. Peres hätte Norwegen nicht derart hoch loben dürfen. Achtunddreißig Prozent der Norweger glauben, dass das, was Israel mit den Palästinensern macht, dasselbe ist, was die Nazis den Juden antaten. Hätte es je eine parlamentarische Untersuchungskommission gegeben, wäre er als unverantwortlich entlarvt worden.

Peres initiierte die Präsidenten-Konferenz. Diese brachte Geschäftsleute, Politiker, Denker und Wissenschaftler aus aller Welt zusammen. Ich nahm dort an einer Reihe faszinierender Sitzungen teil, hauptsächlich zu wissenschaftlichen Fortschritten. Diese Konferenz war eine großartige Initiative, die sein Nachfolger leider nicht fortgesetzt hat. Andererseits war die Auswahl jüdischer Redner oft sehr einseitig. Als Präsident Israels hätte er eine ausgewogener Gruppe einbringen müssen, zu der mehr religiösere und rechte Personen gehört hätten. Peres hätte zudem davon Abstand nehmen müssen jüdische Selbsthasser und Leute, die antisemitische Verleumdungen in die Welt setzen, einzuladen.

Viele glauben, dass Nachrufe geschönt sein sollten. Ich gehöre nicht dazu. Man kann nicht voraussehen, was von seinem Vermächtnis übrigbleiben wird, doch wenn der ambivalente Charakter seiner späten Jahrzehnte nicht bewahrt werden wird, dann wird die Geschichte nicht die Wahrheit erzählen.

Shimon Peres: Die Führer der Welt in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 30. September 2016

Normalerweise sind die Straßen am Freitagmorgen belebt,
besonders vor einem anstehend Feiertag,
aber in Jerusalem (Israel) war das kein normaler Freitagmorgen.

Hauptstraßen waren für den Verkehr gesperrt,
sogar einige Schulen mussten schließen,
als die Autobahn Nr. 1 nach Jerusalem
für die persönliche Fahrzeugkolonne von
US-Präsident Barack Obama reserviert war.

Die Beerdigung des ehemaligen Präsidenten Shimon Peres
war ebenfalls keine gewöhnliche Beerdigung.

Das Staatsbegräbnis auf dem Herzlberg

brachte ein breites Spektrum internationaler Führungspolitiker,
wie es Jerusalem noch nie gesehen hat.

Präsident Obama flog für die Beerdigung auf dem Har Herzl
nach Israel ein und wieder raus.

Präsident Reuven Rivlin sprach

ebenso wie Premierminister Netanyahu,

der ehemalige US-Präsident Bill Clinton
und der aktuelle US-Präsident Barack Obama.

Die gesamte Beerdigung wurde live um in die gesamte Welt gestreamt.

Stellen Sie sich die Bilder all dieser Führer der Welt mit Kippot auf ihren Köpfen vor,

Prinz Charles hatte sogar eine besondere,
nicht wie John Kerrys schlichte, einfache.

Was wird als nächste geschehen, wenn das Jahr 5776 endet?

Ja, es war kein gewöhnlicher Freitag in Jerusalem,
also musste ich mehr als ein einfaches Shabbat Shlom teilen.

War das Mahmud Abbas, der da heute in Jerusalem (Israel)
in der ersten Reihe Hände schüttelte?

Eines ist sicher:
Shimon Peres bewies, dass fast alles möglich ist.
Wenn man lange genug durchhält,
kann man Präsident werden.
Während der Operation Schild in der Brandung 2014,
als Peres noch im Amt war,
wurden junge Kinder aus dem Süden zu einem
Tag Spaß ins Beit Hanasi,
das Haus des israelischen Präsidenten eingeladen.

Dieser Clown setzten dem Präsidenten eine Taube auf den Kopf,

die Kinder sollten sich immer an diesen Augenblick erinnern.

Peres jagte dem Frieden nach und wenigstens für einen Moment
befand sich der Friedensvogel tatsächlich auf seinem Kopf.

Ein ernster Tag, aber ich erinnere mich gerne
an das großartige Video, das nach seiner Amtszeit aufgenommen wurde.

Jetzt ist es Zeit für die Vorbereitungen auf den Sabbat,
Zeit wieder zum „Normalen“ zurückzukehren.

שלום שבת

טובה שנה

Schabbat Schalom

Ein frohes neues Jahr

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.06.2014)

Sonntag, 22.06.2014:

Die Entführung:
Mahmud Abbas tönt weiter, es gebe keine Beweise dafür, dass die Hamas hinter der Entführung steckt. Niemand wisse, wer dafür verantwortlich ist.
Der PA-„Außenminister“ betonte wieder, dass die Entführung wahrscheinlich nur eine israelische List ist, um negative Aufmerksamkeit oder nur von einer kriminellen Tat abzulenken.Die PA jammert bei der UNO, Israel würde die „eine gefangen gehaltene Bevölkerung terrorisieren“, weil nach den entführten Jungen gesucht wird. Der Westen solle dafür sorgen, dass das aufhört.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon telefonierte mit Benjamin Netanyahu. Dabei brachte er seine „Sorge“ wegen der vielen Festnahmen von Terroristen zum Ausdruck. Er forderte „von allen Seiten Zurückhaltung und Respekt für die Menschenrechte und das internationale Recht“. (Wenn er das so vehement doch den Terroristen sagen würde…)

Seit Freitag schossen die Terroristen insgesamt 8 Raketen Richtung Israel. Die Luftwaffe flog Angriffe gegen 4 Terrororte.

Die Hamas droht weiter mit „Selbstverteidigung“ gegen die Suche nach den entführten Jungen. Israel werde leiden, heißt es.

Shimon Peres verkündet, dass Mahmud Abbas „der beste Partner ist, den wir je hatten“. Sagt eigentlich alles über beide aus – über Peres, der Abbas damit lobt und über Abbas, der eben kein Partner ist und wenn die „Palästinenser“ nichts besseres zu bieten haben, dann ist das traurig, zeigt aber, dass es derzeit absolut sinnlos ist mit ihnen zu reden.

Montag, 23.06.2014:

Die Entführung:
Khaled Meschaal stritt ab, dass die Hamas Informationen über den Verbleib der drei Jugendlichen hat. Aber er pries die Aktion der Entführung von drei „Siedler-Soldaten“.

Mittwoch, 25.06.2014:

Ein syrischer Minister befand, sein Land befinde sich jetzt – wegen israelischer Luftangriffe nach syrischem Mord an einem arabischen Jungen auf dem Golan – „in einer offenen Konfrontation“ mit Israel. Die Regierung seines Landes haben entschieden auf die „israelische Aggression“ zu antworten; Art und Zeitpunkt sie in die Hände des Militärs gegeben worden. (Die syrische Opposition ist ebenfalls „unzufrieden“ mit Israel – das sei bei weitem nicht genug, was die Luftwaffe da gemacht hat.)

Umfrage unter den PalArabern: weniger als 30% sind für eine Zweistaaten-Lösung; Ziel eines Fünfjahres-Plans soll die „Zurückgewinnung des gesamten historischen Palästina vom Fluss zum Meer“ sein.

Nach der UNO rief auch der weithin als Israelfreund gehandelte Quartett-Beauftragte Tony Blair Israel zur „Zurückhaltung“ auf. Er sei „zutiefst beunruhigt von den Ereignissen in Israel und den palästinensischen Gebieten, den getöteten palästinensischen Zivilisten und den vielen Verhaftungen“.

Der Hamas-Grande Mahmud Al-Zahar prahlte, seine Truppe könne Raketen auf jede Stadt in Israel schießen.

Der Hamas-Chef im Gazastreifen, Ismail Haniyeh, hat die Dritte Intifada für begonnen erklärt.

Donnerstag, 26.06.2014:

Vorbeugend schwört die Hamas schonmal Rache, sollte Israel eine „Offensive“ gegen den Gazastreifen starten.

Friedensbotschaft der Fatah: „Haltet an und überlegt, Söhne Zions, dass (euer) Tod nahe ist. Alles, was ihr von uns bekommen werdet, ist Tod.“

Die Fünfte Kolonne: Arabische Knesset-Abgeordnete erklären den Tempelberg zur ausschließlich für Muslime bestimmte Zone. Sie rechtfertigen die Entführung der 3 Jugendlichen und attackieren die IDF wegen „Verbrechen gegen die Menschheit“. Außerdem priesen sie die Freipressung von Terroristen.

Bei den massiven Feuern, die sehr plötzlich innerhalb von zwei Tagen in und um Jerusalem aufflammten, besteht der Verdacht einer Welle von Brandstiftungen.

Die Entführung:
– Die IDF hat die Namen zweier Hamas-Mitglieder zur Veröffentlichung freigegeben; diese sollend die drei Jugendlichen entführt haben.

Heckmeck:
Putin an Abbas: Ich würde gerne sehen, dass der Friedensprozess wiederbelebt wird.
– Was soll man von diesem Mann noch halten? Shimon Peres ist in Washington und spricht vor dem Kongress: „Friedenspartner“ Mahmud Abbas wird von ihm mächtig gelobt, die Araber sind keine Feinde Israels. Realitätsverlust ist da wohl noch eine milde Bewertung.
Eine bisher unbekannte Gruppe, die sich „Hisbollah-Brigaden“ (YNet: Hisbollah-Regimenter) nennt, will die 3 Jugendlichen als Rache für den angeblich von Israel 2008 ermordeten Ismail Mughniyeh entführt haben. Das wäre dann die dritte Gruppe, die die Jugendlichen entführt zu haben beansprucht.

Freitag, 27.06.2014:

Die Hamas hat Raketenschützen verhaftet, die Israel beschossen – nicht, weil die Raketen falsch wären, sondern weil sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt geschossen wurden und von einer Gruppe, die sich von der Hamas abgespalten hat, weil diese nicht radikal genug seien.

Der EU-Botschafter in Israel warnte (erneut), „Europa“ verliere wegen des Siedlungsbaus die Geduld mit Israel.

Israelische Kinderärzte retteten 5 palästinensischen Herzpatienten das Leben. „Kinder sollten nicht Teil des Konflikts sein“, heißt es dazu.

Heckmeck:
Mahmud Abbas behauptet gegenüber Israel: Wenn ihr Terroristen freilasst, nehmen wir die Gespräche wieder auf. (Die Gespräche darüber, wie Israel sich dem Selbstmord hingeben kann…)

Samstag, 28.06.2014:

So sind sie, die Friedenspartner auf der anderen Seite der Grenze: Der jordanische Politik-Analyst Bassam Badaren klärt zu den entführten israelischen Jugendlichen auf, dass es in Israel keine Kinder gibt, sondern nur Soldaten.

Arabische Medien zeigen ein Video, das die Eliminierung der zwei Terroristen am Freitag zeigen soll. Es beweist zumindest, dass die Luftwaffe sehr präzise und ohne Kollateralschäden gearbeitet hat.

Der stellvertretende Hamas-Führer Mussa Abu-Marzouk offenbarte, dass trotz der „Einheits“-Regierung die Hamas weiter im Gazastreifen fest im Sattel sitzt und den Raketenterroristen freie Hand lässt. Er erklärte außerdem, dass der von Ägypten vermittelte Waffenstillstand mit Israel von 2012 eine strategische Leistung war und zum Ausbau der (militärischen) Stärke genutzt wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11.-17.05.2014)

Sonntag, 11.05.2014:

Hamas beschwert sich. Sie werden Israel NIE anerkennen. Damit seien die Äußerungen von US-Sicherheitsberaterin Susan Rice eine unverfrorene Intervention in die inneren Angelegenheiten der Palästinenser. Sie hatte gesagt, dass jede Einheitsregierung sich unzweideutig und ausdrücklich zu Gewaltverzicht, der Anerkennung Israels verpflichten und allen bisherigen Abkommen und Verpflichtungen nachkommen muss.

Die Behörden informierten, dass vor Kurzem eine Terrorzelle aufgebracht wurde, die mit Rückendeckung von Hamas und Saudi-Arabien Soldaten entführen wollte.

Montag, 12.05.2014:

Der Palästinensische Islamische Jihad hielt gerade ein Militärmanöver ab, bei dem Panzerbekämpfungs- und Flugabwehrwaffen präsentiert wurden.

Die IDF riss 7 illegal auf einem Schießstand gebaute arabische Gebäude ab.

Ein Fatah-Offizieller ist zuversichtlich, dass bis Ende Mai die Einheitsregierung gebildet sein wird.

Heckmeck:
Mahmud Abbas besteht darauf, dass die Hamas Israel nicht anerkennen muss. Sie muss auch nicht dem Terrorismus abschwören. Er werde der Einheitsregierung aus Professionellen vorstehen, die die Plattform für die Ablehnung von Gewalt verabschieden wird. (Mit anderen Worten: Die Regierung macht etwas, was alle anderen ignorieren sollen.)
Die EU nun wieder: Der Fatah-Hamas-Deal ist willkommen, aber nur Abbas kann die Palästinenser repräsentieren, weil allein er autorisiert ist für sein Volk zu sprechen. (Wodurch eigentlich?) Außerdem sollen „beide Seiten maximale Zurückhaltung üben“ und „jegliches einseitiges Handeln unterlassen, das die Friedensbemühungen untergraben könnte“. Wofür natürlich ausschließlich die „Siedlungen“ angeführt werden.
Am Mittwoch sollen sich nach Angaben eines PA-Vertreters Abbas und Kerry in London treffen, um die Gespräche wieder in Gang zu bekommen.

Dienstag, 13.05.2014:

Liebesgrüße vom Friedenspartner: Israels Gründung ist das „größte Verbrechen, das die Menschheit kennt“, schreibt die offizielle PA-Zeitung. Weitere Wortwahl: „Ein Monstrum wurde geboren“ und die Gründung Israels war „ein abscheulicher Auftrag“. Jüdische kämpfende Verbände im Unabhängigkeitskrieg sind „zionistische Banden“.

Friedensgruß: Jibril Rajub, der „Sportchef“ der PA, kündigte an, dass die PA nächste Woche auf dem FIFA-Kongress Sanktionen gegen Israel fordern wird. Als Grund führt er die Verhaftung eines Fußballspielers „palästinensischer Herkunft“ an.

EU-Botschafter in Israel Lars Faaborg Anderson sagte, die Hamas werde weiterhin als Terrororganisation angesehen, aber es müsse etwas getan werden, um den Weg zu lange überfälligen Wahlen zu ebnen und in der palästinensischen Gesellschaft eine „demokratische Kultur“ zu fördern. (Klar, wenn man antidemokratische Massenmörder an die Spitze der Regierung bringt, ist das Förderung einer demokratischen Kultur!)

Es gibt eine Organisation namens Combatants for Peace (Kämpfer für Frieden); diese besteht aus Israelis und Palästinensern, die aktiv an Kämpfen (bzw. palästinensischem Terror) teilnahmen. Sie wurde 2005 gegründet. Die keine Gelegenheit „Friedensbereitschaft“ zu verkünden auslassende PA hat den palästinensischen Zweig der Organisation im Juni 2013 aufgelöst, denn mit Israelis für Frieden einzutreten ist offenbar Verrat, schließlich wird „Normalisierung“ gefördert. Derzeit sieht sich der palästinensische Koordinator für Combatants for Peace einer arabischen Verleumdungskampagne ausgesetzt. Die PA unterstützt das. Mit dem Verbot der Organisation ermutigt sie Radikale zur Bekämpfung von Palästinensern, die für Frieden und Toleranz mit Israel arbeiten.

Mittwoch, 14.05.2014:

Heckmeck:
– Shimon Peres bleibt optimistisch: Die Friedensverhandlungen sind nur unterbrochen, die werden schon wieder aufgenommen werden.
– Vor kurzem wurde ein Treffen zwischen John Kerry und Mahmud Abbas in Ramallah abgesagt. Nach Aussage von Yuval Steinitz, israelischer Minister für strategische Angelegenheiten, hatte Abbas das Gespräch abgesagt, nicht Kerry – und damit die Gespräche mit Israel praktisch für beendet erklärt.

Donnerstag, 15.05.2014:

Der Unterschied zwischen Hamas und Fatah: Abbas appelliert an Israels Mitgefühl (während er den eigenen Leuten gegenüber Hass und Vernichtung der Juden predigt), Hamas schwört den bewaffneten Kampf fortzusetzen.

Der vorgeschlagene „Einheits“-Minister der PA findet (und sagt): Die Juden wollen die Welt beherrschen.

Der arabisch-israelische Politiker Ayman Odeh gibt die Fünfte Kolonne: Israelische Araber seien integraler Bestandteil des palästinensischen Volks und blieben trotz unterdrückerischer Schritte Israels auf ihrem Land. Und dann kam natürlich auch wieder die Projektion: Israel versuche aus dem politischen Konflikt einen religiösen zu machen.

Heckmeck:
– Die PalAraber lassen verlauten, dass es kaum Chancen gibt die Gespräche mit Israel wieder in Gang zu bringen. Die Amerikaner hatten ein Treffen von Abbas mit Kerry gefordert, das war aber auch alles. Es gibt keine Veränderung an der Haltung des „Präsidenten“ (der PA), Abbas informiert Kerry lediglich noch einmal über die Vorbedingungen für eine Wiederaufnahme.
Schlaumeier: Kerry sagte, das Schicksal der Gespräche liege in der Hand der Israelis und der Palästinenser. Fortschritte sind bei seinem Gespräch mit Abbas nicht gemacht worden.
Das war übrigens das Gespräch, von dem Außenamtssprecherin Psaki gestern noch sagte, es werde nicht stattfinden, sei nicht geplant, nicht angefragt…

Freitag, 16.05.2014:

Marwan Barghouti, der Mehrfachmörder, gilt immer wieder als „Friedenshoffnung“. Er tönt wie sein Chef: Kein Frieden ohne Umsetzung des „Rückkehrrechts“ – damit Israel demografisch vernichtet wird.

Heckmeck:
In London traf Tzipi Livni am Donnerstag den PA-Chef; sie gab Israels Unzufriedenheit mit dem Einheitspakt der Terroristen weiter. Außerdem traf sie John Kerry. Aus dem US-Außenministerium hieß es, das überraschende Treffen kam zustande, weil sich sowohl Kerry als auch Livni gerade in London aufhielten.

Samstag, 17.05.2014:

Heckmeck:
Netanyahu distanziert sich von Livni: Bei dem Treffen mit Abbas in London habe sie ausschließlich sich selbst repräsentiert, nicht die israelische Regierung. Das hat er ihr offenbar schon vor dem Treffen mitgeteilt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).