Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.03.-05.04.2014)

Sonntag, 30.03.2014:

War zu erwarten: Naftali Bennett sagt, dass die PA mit der Behauptung lügt, Israel habe angeboten 400 Araber freizulassen, wenn die PA die Gespräche über den 29. April hinaus weiterführt.

Derweil verkündet Abbas, das „Angebot“ Israels 400 Araber freizulassen, sei zu niedrig – für die Fortsetzung der Gespräche müsse Israel 1000 Gefangene freilassen.

Aus Anlass des „Tag des Landes“ hatten israelische Araber für heute zu einem Streik aufgerufen. Alle Bildungseinrichtungen, Geschäfte, öffentlichen Einrichtungen und medizinischen Zentren sind davon betroffen. (Die schaden sich also wieder am liebsten selbst – und machen dann wieder die Juden dafür verantwortlich…)
Am Nachmittag gab es Demonstrationen in Galiläa und dem Negev.

Mahmud Abbas fordert Israel auf mit der vierten Gruppe Terroristen auch Marwan Barghouti freizulassen, der wegen fünf Morden an Israelis einsitzt. (Er hat viel mehr Juden auf dem Gewissen.)

Montag, 31.03.2014:

Heckmeck:
Ein Abbas-Sprecher kündigte an, die Gespräche mit Israel würden bis zum 29. April weitergeführt.

Dienstag, 01.04.2014:

Im März gab es einen beträchtlichen Anstieg der Terroranschläge an den verschiedenen israelischen Fronten.

Fatah-Sprecher Ahmed Assaf hat eine Erklärung abgegeben, dass die PA einzig an den „Friedensgesprächen“ teilnimmt, um Israel zur Freilassung inhaftierter Terroristen zu erpressen.

Die Terroristentruppe von Ramallah sagt, sie will Israel aus der FIFA ausschließen lassen, sollten die Reisebeschränkungen in Judäa und Samaria nicht aufgehoben werden.

Heckmeck:
PA an Kerry: Du hast 24 Stunden Israel dazu zu bringen die Häftlinge freizulassen, danach werden wir internationale Anerkennung beantragen. Die Terroristen nennend das eine „diplomatische Attacke“.
John Kerry verließ Israel heute ohne sich mit PA-Chef Abbas getroffen zu haben. Er traf sich nur kurz mit Erekat. Mittwoch will er wieder da sein.
Shimon Peres forderte eine Rückkehr zu geheimen Verhandlungen. Der Frieden stehe vor der Tür.
Es gibt Gerüchte: Im Tausch für die Freilassung von Jonathan Pollard durch die USA soll Israel 400 Mörder (darunter Marwan Barghouti) freilassen, den Bau öffentlicher Einrichtungen in den „Siedlungen“ stoppen, keine neuen Baugenehmigungen dort erteilen. Beide Seiten müssen dafür die Gespräche bis 2015 fortsetzen.
Mahmud Abbas hat die Gespräche mit Israel praktisch offiziell beendet, indem er die Anträge zur Aufnahme in 15 UNO-Gremien offiziell unterschrieb.

Mittwoch, 02.04.2014:

Wer wundert sich? Die PA-Führungsetage klagt: John Kerrys „jüdische Berater“ sind für den Stillstand in den Friedensgesprächen verantwortlich. Alle Mitglieder der US-Delegation bei den Gesprächen (mit Ausnahme von Kerry)seien Juden, behauptet ein ehemaliger PA-Minister und strebten danach Israels Ziele durchzusetzen. Klar doch… (Wie nennt man das? Ach ja: Antisemitismus.)

Und Mahmud Abbas höchst persönlich klagt: Krieg ist im Interesse der „Palästinenser“, aber die arabischen Führer sind nicht darauf vorbereitet. Juhu, der Frieden bricht aus und Israel ist Kriegstreiber, nicht wahr?

Sechs Anwälte, Einwohner Jerusalems, wurden unter dem Verdacht festgenommen Geld und Botschaften der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad an Häftlinge vermittelt zu haben.

Heckmeck:
John Kerry weiß es ganz genau: Keines der gestern von Mahmud Abbas unterzeichneten Dokumente (Anträge auf Aufnahme in UNO-Gremien) war für die UNO. Abbas habe ihm sein Wort gegeben die Gespräche bis zum Ende ihrer Deadline im April weiterzuführen. Der hat die Liste der 15 Organisationen, bei denen Abbas die Mitgliedschaft beantragte, nicht mitbekommen oder will sie nicht sehen..
– Trotz der boshaften Ausfälle von Abbas gegen Kerrys Mannschaft und der Aufkündigung der Gespräche mit Israel durch die Anträge bei UNO-Organisationen hat der Terrorchef die Hoffnung geäußert, dass der Amerikaner „in den kommenden Tagen die Bemühungen erneuern wird“. Mit anderen Worten: Wir machen was wir wollen, aber ihr habt trotzdem so zu tun, als hätten wir nichts gemacht, was uns diskreditiert.
John Kerry telefonierte mit Mahmud Abbas und bat ihn „die Tür für Verhandlungen offen zu halten“. (Schon wieder sollen keine Konsequenzen für das Verhalten folgen…)

Donnerstag, 03.04.2014:

Der UNO-Nahost-Sondergesandte berichtete, dass er die PA-Anträge zur Aufnahme in 13 UNO-Gremien und -Konventionen erhalten hat.

Der PA-„Botschafter“ bei der UNO sagte, die PA sei berechtigt 550 internationalen Konventionen und Verträgen beizutreten, darunter auch dem internationalen Kriminalgerichtshof.

Eine linke israelische Truppe will in Tel Aviv Menschen mit Geld (Schecks über $1.175) „überreden“ für „Frieden“ mit den Terroristen einzutreten. Die Bekloppten behaupten, die „Besatzung“ von Judäa, Samaria und „Ost“-Jerusalem koste jeden israelischen Steuerzahler jährlich $1.175.

Heckmeck:
Der Terrorchef in Ramallah behauptete in einem Telefongespräch mit John Kerry, er sei weiterhin „internationalen Resolutionen verpflichtet, um einen gerechten Frieden mit Israel zu erreichen“. (Hat er ja mit seiner Verletzung praktisch aller Vereinbarungen bewiesen…)
Tzipi Livni bezeichnet die UNO-Anträge der PA als „Fehler“, der aber die Fortsetzung der Gespräche nicht verhindern dürfe. Er ist von Israel und der PA „enttäuscht“, befindet das Verhalten für „nicht hilfreich“ und betont, dass die USA immer noch an den diplomatischen Prozess glauben.
John Kerry forderte Israel und die PalAraber auf sich endgültig zu entscheiden, ob sie Frieden schließen wollen oder nicht. Beide müssten „fundamentale Entscheidungen zu Kompromissen treffen“; andernfalls gibt es nicht viel, für das man sorgen könne.
Livni soll Erekat mit Sanktionen gegen die PA gedroht haben; dieser soll im Gegenzug gesagt haben, wenn Israel die Lage weiter verschärfe, werde die PA Israel vor dem internationalen Kriminalgerichtshof wegen Kriegsverbrechen verklagen.
Israel hat die Entlassung der vierten Tranche der Häftlinge offiziell abgesagt.
Die PA hat neue Forderungen gestellt: Für die Fortsetzung der Gespräche soll Israel sich zu einem Palästinenserstaat in den „Grenzen“ von 1967 (vor dem Krieg) mit Jerusalem als Hauptstadt verpflichten, 1.200 Häftlinge freilassen (darunter die Erzterroristen Marwan Barghouti und Ahmed Saadat), Blockaden gegen den Gazastreifen aufheben, jüdische Bautätigkeit in Ostjerusalem beenden und PA-Institutionen dort erlauben, die Rückkehr der Terroristen der Geburtskirche gestatten und 15.000 PA-Einwohnern die israelische Staatsbürgerschaft verleihen (Stichwort „Familienzusammenführung“). Die Verhaftung von Terroristen und andere Sicherheitsmaßnahmen in Judäa und Samaria müssen aufhören und die Area C-Gebiete der Kontrolle der PA übergeben werden. (Worüber soll dann eigentlich noch verhandelt werden?????)

Freitag, 04.04.2014:

Bilanz März: rund 123 Raketen- und Mörserschüsse aus dem Gazastreifen Richtung Israel, 77 davon schlugen in Israel ein.

Yassir Abed-Rabbo behauptet Israel habe die Gewohnheit Vereinbarungen und Konventionen zu umgehen, die es unterschrieben hat. (Ausgerechnet – da schließt wieder einer von sich auf andere!)

Samstag, 05.04.2014:

Erst stellen die Terroristen neue und mehr als unverschämte Bedingungen für die Fortsetzung der Gespräche, von denen sie wissen, dass Israel sie nicht einmal ansatzweise in die Überlegungen einbeziehen kann. Und dann behauptet Saeb Erekat, diese Liste sei nicht von ihm oder seinen Mitarbeitern – womit der Eindruck erweckt werden soll, dass es die Liste und die Forderungen gar nicht geben würde.

Der PA-Außenminister erwartet übrigens, dass es seitens der USA „keinerlei Konsequenzen“ (gegenüber den Terroristen) wegen der eingereichten UNO-Anträge geben wird.

Freitagspredigten im Gazastreifen (die ohnehin schon antisemitische Jihad-Veranstaltungen sind) werden noch etwas heftiger. Demnächst werden Hamas-„Kämpfer“ freitags in den Moscheen „predigen“ – dreimal darf geraten werden, was sie dort predigen werden.

Ein Hamas-Kleriker rühmt die „palästinensischen Frauen“ für die Ermordung von Israelis und bei diesem Tun getötet zu werden.

Heckmeck:
Ma’an berichtet von den „Verhandlungen“: Erekat habe erklärt, nicht für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zu verhandeln, die letzten Endes von Israel kontrolliert werde, sondern für den „Staat Palästina“. Das ist ja interessant. Ach ja: Erekat hat nach diesem Bericht die Forderungen der PA vorgelegt…
Baroness Ashton findet, dass die sich in einer kritischen Phase befinden. Schlauli sagte auch, die Bemühungen von Kerry würden „voll unterstützt“ und dass „die Radikalen auf beiden Seiten“ die Gespräche übernehmen. (Als hätte es auf der arabischen Seite jemals andere als Radikale gegeben. Und Netanyahu gilt ja sowieso als radikal.)
Tzipi Livni tönt, dass die Gespräche unbedingt fortgesetzt werden müssen. Netanyahu und Abbas müssten direkt miteinander reden. (Ich weiß, wer dazu bereit wäre und wer nicht…)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.03.2014)

Sonntag, 16.03.2014:

Der Palästinensische Islamisch Jihad, also die Gruppe, die die meisten der weit über 100 Raketen der letzten Woche nach Israel schoss, behauptet, sie sei immer noch dem Waffenstillstand von 2012 verpflichtet, würde aber Israel bekämpfen, wenn das notwendig würde („wenn uns ein Krieg aufgezwungen wird“).

Khaled Meschaal kündigte an, dass es keine Lösung für das palästinensische Problem gebe, außer der Erneuerung des Geistes des Jihad und der Selbstopferung für Allah. Und das werde „bald passieren“.

Heckmeck:
– Eine Umfrage stellte fest, dass fast 71% der Israelis eine Volksabstimmung vor Unterzeichnung eines Friedensabkommens befürworten.
Es wird gemunkelt, dass Mahmud Abbas die Verlängerung der „Friedens“-Gespräche anbieten wird – vorausgesetzt, Israel friert alle Bautätigkeit in Judäa und Samaria ein und lässt weitere Terroristen frei, darunter Marwan Barghouti und Ahmed Sa’adat – zwei der schlimmsten Mörder überhaupt.

Montag, 17.03.2014:

Der jordanische König besuchte die Familie des „Märtyrers“, der letzten Montag israelische Soldaten angegriffen hatte und beim Versuch einen von ihnen zu erwürgen erschossen wurde.

Shimon Peres wirft sein politisches Gewicht hinter Mahmud Abbas, den „guten Partner“. (Es wird Zeit, dass dieser senile Idiot endlich von der politischen Bühne abtritt!)

Jordanien schimpft, Isarel würde die Lage auf dem Tempelberg eskalieren. Grund: Ein (rechter) israelischer Minister bekam die Erlaubnis das Plateau zu betreten. Das werde zu mehr Gewalt führen, hieß es aus Amman.

Heckmeck:
Tzipi Livni auf einmal ganz anders: Sie unterstützt die Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischem Staat durch die Araber. Dann folgen aber wieder seltsame Äußerungen…
Nabil Sha’ath meint, weil „mehr 20% der Bevölkerung“ Israels „Palästinenser“ seien, sie eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat unmöglich.
Abbas fordert von den USA und Israel zu zeigen, dass es ihnen mit dem Frieden ernst ist – indem sie die nächste Gruppe Terrormörder freilassen. Wann wird von Abbas endlich gefordert, dass er zeigt, dass es ihm ernst ist? (Ach ja, der braucht das nicht, der bekommt das von den Vollhonks im Weißen Haus und in der Jerusalemer Präsidentenresidenz als Persilschein attestiert!)
– Netanyahu/Israel bekommt einfach vor den Kopf geknallt, dass gefälligst „schmerzhafte Zugeständnisse“ den Terroristen gegenüber gemacht werden sollen. Bei Abbas sieht das dann so aus: „Der Minister [Kerry] dankte Präsident Abbas für seine standhafte Führung und Partnerschaft während der letzten Monate und ermutigte ihn die schweren Entscheidungen zu treffen, die in den vor uns liegenden Wochen nötig sein werden.“ Yep, Bauchpinselei und nicht sonderlich konkrete Aufforderungen.

Dienstag, 18.03.2014:

Die Hamas lässt wissen: Dass Ägypten die Grenze zum Gazastreifen dicht macht, ist „ein Verbrechen gegen die Menschheit“. Sie tun es halt nie unter dem Maximum, weil sie – die „Palästinenser“ – der Nabel nicht nur der arabischen oder muslimischen, sonder der gesamten Welt sind.

Eine mysteriöse Explosion letzte Woche im Gazastreifen, bei der eine Araberin umkam und mehrere weitere Personen verletzt wurden, war eine Rakete der Terroristen, die es nicht nach Israel schaffte.

Heckmeck:
Saeb Erekat: Israel muss sich entscheiden – „Siedlungen“ oder Frieden. Als wenn die Terroristen Frieden geben würden, wenn Israel einfach so die Siedlungen räumen würde. (Mal abgesehen davon, dass er seine „Argumente“ mit Lügen untermauert…)
– Wer’s glaubt… „Eine hochrangige Quelle“ sagt, wenn die Gespräche mit den Terroristen in einer Sackgasse enden, dann würde die Freilassung des restlichen Teils der Terroristen noch einmal überdacht. Das nennen die Terroristen natürlich „Erpressung“ – damit kennen sie sich aus, sie betreiben das ja selbst ständig. Nur ihre Opfer, die dürfen das natürlich auf keinen Fall. Und Abbas legte gleich in Washington los, es werde keinen Frieden geben, wenn die 26 Terroristen nicht freikommen.
Derweil sinniert Nabil Sha’ath darüber, ob die „Palästinenser“ vielleicht, eventuell, nachdem alle anderen Fragen gelöst sind, darüber nachzudenken anfangen könnten, ob Israel als jüdischer Staat anerkannt werden könnte. Also dann, wenn sie keinerlei Grund mehr haben würden, sich darüber Gedanken zu machen…

Mittwoch, 19.03.2014:

Musste wohl so kommen: Syrien beschwert sich (bei der UNO), dass Israel das Entflechtungsabkommen (auf dem Golan) verletzt habe, als es gestern Terrorziele in Syrien beschoss, nachdem Syrer einen Sprengsatz zündeten, um israelische Soldaten zu töten. Syrien behauptet auch, Israels Angriff gefährde die Stabilität der Region (- also sind Angriffe auf Israel nicht destabilisierend und die Lage in Syrien schon mal gar nicht…). Assads Armee warnt übrigens Israel, es solle nicht „verzweifelt versuchen die Lage zu eskalieren“.

Die PA droht wieder damit, dass sie ihre Anerkennung bei der UNO verfolgen wird, wenn Israel nicht mehr Terroristen freilässt.

Nach der Eskalation auf dem Golan durch Syrien wird Israel seine Posten dort verstärken.

Heckmeck:
Nabil Sha’ath bestreitet, dass er angeboten habe den jüdischen Staat eventuell möglicherweise anzuerkennen. (Radio Kol Yisrael hatte das „Angebot“ in einem Interview aufgezeichnet.) Sha’ath sagte PA-Medien, eine Anerkennung Israels als jüdischer Staat schade den „Flüchtlingen“.

Donnerstag, 20.03.2014:

Nach seiner Rückkehr aus den USA gelobte Mahmud Abbas, er werde „nicht kapitulieren“; wenn Israel nicht klein beigebe, dann werde er eben die internationale Anerkennung der „Palästinenser“ anstreben.

Und wieder wird die Massenmörderin Dalal Mughrabi von der PA in den höchsten Tönen gelobt und als nachahmenswertes Vorbild präsentiert. Der Frieden steht vor der Tür!

Heckmeck:
– Die EU (in Form von 4 MdEPs) drängt Israel weitere Terroristen freizulassen. Das sei zentral für den Friedensprozess. Die Bekloppten sollten das umgekehrt sehen: Wenn die Abbas-Truppe nicht verhandelt, dann gibt es absolut keinen Grund mehr die Terroristen freizulassen.

Freitag, 21.03.2014:

Das PA-Fernsehen und die Fatah-Facebook-Seite haben sich in einer Kampagne vereint, die Kinder lehrt „bevor sie Lesen und Schreiben lernen“, dass ganz Israel „Palästina“ ist. Ach ja: Der Palästinenserstaat ist natürlich judenrein!

Heckmeck:
Die Terroristen behaupten schon wieder, der Stillstand bei den „Verhandlungen“ sei vom israelischen Siedlungsbau verursacht.

Samstag, 22.03.2014:

Das Assad-Regime hat während der letzten Woche während der Eskalation an der israelischen Grenze Mittelstrecken-Raketen an die Hamas geliefert.

Heckmeck:
Mahmud Abbas soll nach Angaben von PA-Sprecher Nabil Abu Rudeineh Obama und Kerry gesagt haben, dass er das Recht auf einen Palästinenserstaat nicht aufgeben werde, egal, wie sehr sie ihn unter Druck setzen. (Wer hat – gerade von denen – je behauptet, er solle den Pallistaat aufgeben????)
– Ein israelischer Fernsehsender berichtet von „3 Nein“ des PA-Chefs gegenüber den Amerikanern: Nein zu einer Anerkennung des „jüdischen Israel“, zur Aufgabe des „Rückkehrrechts“ und zur Verpflichtung den Konflikt zu beenden. (Der Friede steht vor der Tür!)
Dafür forderte Abu Rudeineh die USA auf gegen die „israelische Eskalation“ (Festnahmeversuch in Jenin) zu intervenieren, bevor „alles zusammenbricht“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21.-27.07.2013)

Sonntag, 21.07.2013:

Natürlich sind nicht alle erfreut von den anstehenden Gesprächen. Die Hamas giftet dagegen und auch der Iran befindet, das sei eine schlechte Idee.

Die Hamas hat übrigens Rechte, sagt sie: das Recht die Botschaften, die Interessen und offiziellen Vertreter Israels und seiner Verbündeten anzugreifen zum Beispiel.

Heckmeck:
Gerücht: Präsident Peres soll letzten Monat in Amman Mahmud Abbas überzeugt haben an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dieser soll einen Vorschlag angenommen haben, dass alle Israelis in Judäa und Samaria unter PA-Zuständigkeit bleiben.
Yuval Steinitz soll versprochen haben, dass als Geste Terroristen freigelassen werden sollen, die schon Jahrzehnte hinter israelischen Gitters sitzen. Premierminister Netanyahu soll vorhaben in Sachen Freilassung das Kabinett zu umgehen.
– Derweil gibt es seitens der PLO immer noch keine Entscheidung, ob die Gespräche stattfinden sollen oder nicht.
– Die PA und Israel sollen sich inzwischen schon mit einem von den USA vorgeschlagenen Mediator einverstanden erklärt haben – den ehemaligen US-Botschafter in Israel Martin Indyk.
– Ein Vertreter des Westens sagte der New York Times gegenüber, die Bedingungen zur Wiederaufnahme der Gespräche beinhalteten NICHT die Grundlage der „Grenzen von 1967“. Ein PA-Vertreter hatte berichtet, dass Abbas nur mit einer schriftlichen Bestätigung durch John Kerry, dass diese „Grenzen“ die Grundlage der Verhandlungen bilden, wieder verhandeln würde.

Montag, 22.07.2013:

Der Iran äußerte sich wieder: Frieden gibt es nur, wenn Israel nicht mehr existiert.

Heckmeck:
Die Arabische Liga baut schonmal vor, falls die Gespräche schief gehen: Sie begrüßt die Wiederaufnahme der Gespräche, ist aber bezüglich Israels Absichten „skeptisch“.
– Ein hochrangiger PA-Vertreter betonte noch einmal, dass der Weg zu formellen Verhandlungen mit Israel weiterhin blockiert sei. Abbas habe zugestimmt einen Delegierten nach Washington zu schicken, um auf niedriger Ebene mit einem israelischen Gegenpart über die Bedingungen für Verhandlungen zu sprechen – die die bekannten Vorbedingungen sind. (Womit Kerry wieder die nächste Ohrfeige gekriegt hat.)
MK Ahmed Tibi (5. Kolonne): Wenn die Gespräche scheitern, gibt es eine weitere „Intifada“. Womit schon wieder geklärt wird, was Ziel der Araber ist.
Und Mahmud Abbas legt nach: „Alle Optionen stehen offen“ , wenn die US-Bemühungen scheitern.
Und der PA-Religionsminister sagt sehr genau, was unter einem Vertrag mit Israel zu verstehen sein wird: Das ist dasselbe wie Mohammeds Verträge mit seinen Gegnern – sprich: Sobald sie sich stark genug fühlen, wird der Vertrag gebrochen und der Vertragspartner hinterrücks gemeuchelt. (Das hat Arafat 1993 schon nach den Oslo-Vereinbarungen so gehalten.)

Dienstag, 23.07.2013

Abu Mazen macht weiter: Er pries den verstorbenen „Kühlschrank-Terroristen“ in einem Nachruf als „reine Seele“ und Vorbild.

„Palästinensische“ Kinder in einem UNO-Ferienlager skandieren: „Mit Allahs Hilfe und unserer Kraft werden wir Krieg führen. Und mit Bildung und Jihad werden wir zurückkehren!“

Al-Dustur schreibt über den Tod von Hass-Journalistin Helen Thomas – und findet, es gibt doch gar nichts gegen deren Plan zur ethnischen Säuberung „Palästinas“ einzuwenden.

Klar doch: Der „palästinensische“ Repräsentant bei der UNO beschuldigt Israel Kriegsverbrechen. Darüber hinaus behauptete er, die PA stelle keine Vorbedingungen, sondern die Siedlungen seien das Haupthindernis für Frieden und sabotierten jegliche Bemühungen um eine Zweistaatenlösung.

Mittwoch, 24.07.2013:

Die israelische Modekette Fox hat vor ein Geschäft in Ramallah zu eröffnen. Viele Araber sind interessiert, aber es regt sich auch gewaltiger Widerstand gegen die „Normalisierung“ mit Israel.

Heckmeck:
– Martin Indyk soll die Gespräche zwischen Israelis und Terroristen leiten. Das verursacht Bedenken bei vielen israelischen Gruppen, denn Indyk ist Vorstandsmitglied des New Israel Fund, einer Gruppe, die eine große Bandbreite linksextremer und israelfeindlicher NGOs finanziert. Das macht Indyk zu keinem „ehrlichen Vermittler“ und lässt die israelische Öffentlichkeit ihre Skepsis nur noch stärker werden.
Netanyahu kündigte an, dass 82 Terroristen in vier Stufen freigelassen werden, die beginnen, wenn die PA-Araber sich zu Verhandlungen verpflichten. Die Freilassungen sollen über einen Zeitraum von 8 Monaten erfolgen.
Die Langzeit-Häftlinge stellen jetzt auch Bedingungen: Im ersten Zug sollen 52 von ihnen freigelassen werden und sie werden die Gefängnisse nicht verlassen, wenn nicht alle 103 entlassen werden.

Donnerstag, 25.07.2013:

Heckmeck:
– Jetzt soll es also am Dienstag in den USA mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen losgehen.

Freitag, 26.07.2013:

Hm: John Kerry hat sich verplappert und sprach von den „beiden Ländern“ (Israel und Palästina). Daraufhin musste eine Sprecherin des Außenministeriums klarstellen, dass sich in der Haltung der USA nichts geändert habe und es (noch) keinen Staat Palästina gibt.

Frieden! „Eine Vereinbarung die Gespräche mit Israel wieder aufzunehmen, ist wie der Vertrag von Hudaybiyya“, sagte der PA-Religionsminister in einer Freitagspredigt am 19.07.2013. Der Vertrag von Hudaybiyya ist eine „Hudna“, ein Heuchel- und Betrugsvertrag, den Mohammed einging, um ihn zu brechen, sobald er sich stark genug fühlte, seine ahnungslosen Gegner zu überfallen und zu vernichten.

Heckmeck:
Ein israelisch-arabischer Abgeordneter behauptet, Kerry habe versprochen, dass Israel alle Häftlinge freilassen wird, die „vor Oslo“ inhaftiert wurden.
Minister Yuval Steinitz erklärte, Israel sei bereit „schmerzliche Zugeständnisse“ zu machen, vorausgesetzt es erhält im Gegenzug einen „glaubwürdigen und sicheren Frieden“.
Netanyahu soll bereit sein, für Wiederaufnahme von Verhandlungen die Bautätigkeit in den Siedlungen einzuschränken.
– Außerdem heißt es, dass Netanyahu 86% der „Westbank“ für einen Frieden aufgeben würde.

Samstag, 27.07.2013:

Die Fatah – der Friedenspartner(!) – hat die Gründe aufgezählt, weshalb der „mutige Gefangene“ Abdallah Barghouti geehrt und hochgehalten werden muss: Er bereitete die Bomben vor, mit denen „15 Zionisten im Sbarro-Restaurant getötet wurden, 11. Zionisten im Café Moment getötet wurden, 15 Zionisten im Nachtclub Sheffield getötet wurden, 9 Zionisten an der Hebräischen Universität getötet wurden, 11 Zionisten in der Ben Yehuda-Fußgängerzone getötet wurden“.

Die Knesset hatte letztes Jahr beschlossen, dass israelische Personalausweise jetzt alle zehn Jahre erneuert werden müssen. Das haben sie bei WAFA wohl nicht mitbekommen – halt, nein: Sie wissen es sehr genau, wollen sich aber die Möglichkeit zu Lügenpropaganda nicht nehmen lassen. Und so behauptet dort ein Berater von Mahmud Abbas, die Araber hätten jetzt mit Bestürzung festgestellt, dass sie in spätestens zehn Jahren aus Jerusalem ethnisch gesäubert werden, weil ihre Ausweise nur noch so lange gelten. Tja, dann wird die „Regierung in Tel Aviv“ wohl auch die Juden aus Israel ethnisch säubern…

Herr Abbas will nicht genauer werden, aber er erwartet am Sonntag gute Nachrichten bezüglich der Freilassung arabischer Terroristen in Israel. Ein Bericht Israel Radio scheint das zu bestätigen – ALLE „Langzeit“-Sicherheitshäftlinge – einschließlich wichtiger Terroristen – sollen im Verlauf der Gespräche freigelassen werden. Aus der Regierung kommen Informationen, dass tatsächlich alle 104 Terroristen („von vor 1993“) entlassen werden sollen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.12.2012 – 05.01.2013)

Sonntag, 30.12.2012:

Mahmud Abbas macht es offiziell: Mit dem neuen Logo der Fatah zeigt er, dass die Araber ganz Israel als Palästina betrachten. Für den jüdischen Staat ist kein Platz da.

Montag, 31.12.2012:

Absolut glaubwürdig: Das neue Logo der Fatah zeigt ganz Israel als „Palästina“, in den Schulen, im Fernsehen, den Moscheen usw. lernen die Kinder und Erwachsenen, dass Israel kein Recht hat zu existieren, ein Usurpatoren-Gebilde ist und „Palästina“ vom Fluss bis zum Meer reicht. Außerdem sind Judenmörder die größten Vorbilder, die die Medien, Schulen, Kleriker und Politiker dem eigenen „Volk“ vorsetzt. Aber Abbas verkündet: „Wir wollen Frieden mit Israel.“ Klar doch.

Die Hamas lügt wenigstens diesbezüglich nicht so eklatant wie Abbas. Hamas-Führer Mushir al-Masri besuchte den Libanon und erklärte gegenüber der Hisbollah und ihrem Fernsehen: „Die Siege im Gazastreifen und dem Libanon sind der Ausgangspunkt für die kommenden Siege… Das Gewehr wird in unserer Hand bleiben, bis ganz Palästina befreit ist, vom Meer bis zum Fluss.“ (Unpragmatisch, Frau Roth?)

Eine PA-Zeitung bezeichnete in einem Kreuzworträtsel Beer Sheva als „südliche palästinensische Stadt“.

Heckmeck:
Shimon Peres hatte eine Erleuchtung: „Hamas und Gaza müssten sich entscheiden, was sie wollten – Krieg oder Frieden.“ Hört der Mann denen nicht zu? Die haben sich entschieden und wollen Krieg! Ach ja, noch so ein Klopper: „Wir sind willig mit der Hamas zu reden, aber die wollen nicht.“ So irre der Mann ist – Frau Roth sollte ihm vielleicht mal zuhören, dann wüsste sie, was es mit den „pragmatischen Teilen der Hamas“ auf sich hat. Und dann hätte der senile Knallkopp vielleicht ja doch noch Sinn gestiftet.

Dienstag, 01.01.2013:

Heckmeck:
Mahmud Abbas behauptet für die Wiederaufnahme direkter Gespräche mit Israel zu sein. Wie das mit der Einheit mit der angestrebten Hamas in Einklang zu bringen sein soll, sagte er nicht. Im Anschluss sprach er von der „Geburtsurkunde“ des „Staats Palästina“, die von der UNO ausgestellt worden sei, was (zwangsläufig) die „palästinensische“ Unabhängigkeit im Jahr 2013 führen werde.
Die Fatah beging einen Jahrestag: Der erste gegen Israel ausgeführte Terroranschlag gegen Israel am 1. Januar 1965 wurde gefeiert.
83% der Israelis sind sich sicher: Ein Rückzug auf die „Grenzen von 1967“ wird keinen Frieden bringen. 67% würden ein diplomatisches Abkommen mit der PA befürworten, sollten deren Führer den Konflikt damit für beendet erklären und keine weiteren Forderungen stellen.

Mittwoch, 02.01.2013:

Der Bau des Sicherheitszauns an der Grenze zu Ägypten ist nach zwei Jahren (der Hälfte der geplanten Zeit) abgeschlossen.

Donnerstag, 03.01.2013:

Ein jordanischer Minister beschuldigt Israel, es plane das Gelände der Al-Aqsa-Moschee und den Tempelberg zu teilen und den dritten Tempel zu bauen. Er rief dazu auf die Einwohner Jerusalems zu unterstützen in „ihrem Kampf gegen die wiederholten israelischen Angriffe auf die heilige Al-Aqsa-Moschee und die islamischen heiligen Stätten in Jerusalem“.

Heckmeck:
Die USA forderten Israel und die PA  auf „einen Neustart“ zu machen und Friedensgespräche wieder aufleben zu lassen. Jetzt sei die Zeit für „echte Führungsqualitäten“, hieß es aus dem Außenministerium; man solle „kontraproduktive einseitige Schritte unterlassen“.

Freitag, 04.01.2013:

Ägyptische Behörden verhinderten den Schmuggel von fortschrittlichen Panzerabwehr- und Flugabwehr-Raketen in den Gazastreifen.

Mohamed Morsi vor 2 Jahren: Keine Verhandlungen mit „Nachkommen von Affen“ – das ist der Typ, von dem gesagt wird, dass Israel ihm vertrauen soll!

Mahmud Abbas tönt wieder: Israels Baupläne haben eine rote Linie überschritten und die PalAraber haben das Recht und die Pflicht „alles Mögliche“ zu tun, um sich dagegen zu stellen.

Und er tönt noch mehr: Der Sieg (über Israel) ist nahe. Gaza war das erste Gebiet, das von den der Besatzung und Besiedlung befreit wurde (hahaha!).

Und befohlen hat der Terrorchef auch noch etwas: Alle PA-Institutionen müssen ab sofort nicht mehr „Palästinensische Nationale Behörde“ benutzen (was schon gelogen war, denn es war die „Palästinensische Autonomiebehörde“), ab sofort ist „Staat Palästina“ zu verwenden. Das gilt für alle offiziellen Dokumente, Siegel und Orden.

Samstag, 05.01.2013:
Die Juden von Hebron haben die Nase voll: Weil die IDF ihrer Meninung nach nicht effektiv gegen die Bedrohungen durch Terroristen vorgeht, haben sie jetzt ihre eigenen Sicherheitspatrouillen begonnen, um weitere Gewaltausbrüche zu verhindern.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11.-17.11.2012)

Sonntag, 11.11.2012:

Ägypten will einen „Waffenstillstand“ vermittelt haben. Danach sollen die Terroristen sagen, sie würden das Feuer einstellen, wenn Israel die Luftschläge im Gazastreifen einstellt.

Der überaus „friedfertige“ Scheik Rahed Saleh (islamistischer Hetzer aus Israel) auf einer Konferenz in Tunesien: Die „Aggression der israelischen Besatzung geht dem Ende zu“, was „zur Verkürzung des Lebens [Israels] führen“ wird.

Ach nee? Die PA-Medien, -Moscheen und -Schulen sagen aber etwas ganz anderes: Mahmud Abbas behauptet, mit dem Antrag bei der UNO solle Israel nicht delegitimiert werden.

Montag, 12.11.2012:

Der Rote Davidstern berichtet, dass bei den mehr als 100 Raketenangriffen auf Israel 47 Personen verletzt wurden.

Die Schweinepriester von der Hamas haben ein „Militär-Kommuniqué“ ausgegeben: „Als Antwort auf israelisches Massaker … schossen Palästinenserfraktionen auf israelische Militärziele rund um Gaza.“ NICHT EIN EINZIGES DER RAKETENZIELE WAR MILITÄRISCH!

Der ägyptische Botschafter in Ramallah forderte Israel auf die Angriffe auf den Gazastreifen einzustellen. (Was ist mit den Terroristen?) Baroness Ashton brachte natürlich auch nichts raus, das ansatzweise als Kritik an den Terroristen gewertet werden könnte – die üblichen Aufrufe „an beide Seiten“ müssen reichen.

Der ägyptische „Botschafter“ in Ramallah ließ wissen, dass der vermittelte „Waffenstillstand“ offiziell ja gar nicht bestand, also konnte er auch nicht gebrochen werden.

Eine Delegation israelischer Araber stattete der Umgebung des Gazastreifens einen Solidaritätsbesuch ab, um zu zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der israelischen Araber auf der Seite der beschossenen Einwohner steht.

Die Hamas zieht einen Waffenstillstand mit Israel gar nicht erst in Betracht.
Aber die Terroristen machen Israel für die Eskalation verantwortlich. Klar, die haben ja auch zuerst zurückgeschossen.

Dienstag, 13.11.2012:

Liebesgrüße von Nasrallah, der sich nicht aus seinem Versteck traut: Die fehlende Antwort Israels auf die Terroristen-Drohne im Oktober zeigt die Stärke der libanesischen „Miliz“. Die Zionisten würden abgeschreckt und sich nicht trauen gegen sie vorzugehen. Ansonsten kritisierte er die Arabische Liga, weil die nichts gegen Israels „tägliche Massaker an den Palästinensern im Gazastreifen“ tue.

Eine ägyptische Delegation ist zu Besuch im Gazastreifen. Ismail Haniyeh nutzte die Gelegenheit, um Ägypten aufzufordern, „den Kampf um Jerusalem“ aufzunehmen.

Mittwoch, 14.11.2012:

Die Terroristen kloppen sich, wer am Samstag den IDF-Jeep beschossen hat. Die PRC veröffentlichten ein Video und reklamierten den feigen Mordversuch für sich. Die PFLP widerspricht und bezeichnet das Video als Fälschung, die ihr den „Ruhm“ stehlen will.

Natürlich: Die ägyptische Muslimbruderschaft verurteilt die „zionistischen Besatzer“, weil sie sich gegen den Terror aus dem Gazastreifen verteidigen. (Und das war vor dem Abschuss von Terrorfürst Ahmed Jabari). Israel ist für die Eskalation verantwortlich, wer auch sonst – die Terroristen nie!
Die Jihadisten sehen das natürlich auch nicht anders: Nachdem sie mehr als 100 Raketen auf Israel schossen, heißt es jetzt, Israel (!) habe den Krieg erklärt (und damit den Frieden gebrochen).

Hamas-Terrorfürst Abdallah Barghouti wurde in Israel zu 67 lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. Er findet das weiterhin völlig in Ordnung und heldenhaft, dass er für 67 tote Zivilisten gesorgt hat.

Mahmud Abbas kriegt Saures aus Israel: Wenn er das mit dem UNO-Antrag tatsächlich macht, sollte er sich nicht wundern, wenn die Oslo-Vereinbarungen annulliert und er gestürzt wird.

In Jericho soll eine arabisch-israelische NGO-Konferenz stattfinden. Eine Araber-Organisation hetzt dagegen und fordert Boykott. Unter den Teilnehmern seien solche, die weder das „Rückkehrrecht“ anerkennen noch das Ende des „israelischen Apartheid-Regimes“ befürworten, was „den Zielen des nationalen Kampfes der Palästinenser entgegen steht“.

Shimon Peres, der Falke? Er forderte jetzt bei einem Besuch in Sderot, dass die Überweisungen an nach Gaza eingestellt werden.

Ägyptens Präsident hat wegen des Vorgehens gegen die Terroristen den israelischen Botschafter einbestellt und den ägyptischen Botschafter aus Israel abgezogen. Daraufhin verließ der israelische Botschafter samt Personal Ägypten.

Die IDF hat ein Luftbild von Zeitoun veröffentlicht, in dem die Abschussorte für Fajr-Raketen gekennzeichnet sind; außerdem ein Video, wie Terroristen diese Raketen abladen und verstecken

Der oberste Terrorchef im Gazastreifen jammert und fleht die arabischen „Bruder“-Staaten auf Israels Angriff auf den Terrorstreifen zu beenden. Er nannte das militärische Vorgehen Israels einen „barbarischen Feldzug“. So ist das halt mit den terroristischen Aggressoren: Sie fangen an zu jammern, wenn sie Gegenwind bekommen, weil die bösen Juden sich ja nicht wehren dürfen.

Die Araber haben es nicht eilig: Die Arabische Liga will sich am Samstag zum Thema Gaza-Krieg treffen.

Donnerstag, 15.11.2012:

Die Luftwaffe warf über dem Gazastreifen Flugblätter ab, in denen die Einwohner aufgefordert wurden sich von Terroristen und ihren Waffen fernzuhalten.

Bei der Untersuchung von Raketen-Überresten wurde festgestellt, dass einige der Grad-Raketen mit Phosphor geladen waren. (Wo bleibt der Aufschrei der „Menschenrechtler“?)

Der Erez-Übergang wird für Journalisten offen gehalten.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte in der eine Dringlichkeitssitzung (auf Antrag von Ägypten). Wieder ein typischer Fall von „Israel hat sich zuerst gewehrt, jetzt muss etwas unternommen werden.“

Herr Ban erwartet von Israel „gemäßigt“ vorzugehen, um keine „neue Spirale des Blutvergießens zu provozieren, die zusätzliche zivile Opfer verursachen und gefährliche Überlaufeffekte in der Region verursachen würde“. Wann sagt er so etwas einmal der Hamas?????

Herr Ban sprach mit Ägyptens Präsident Morsi und brachte starke Unterstützung für dessen Regierung aus, die versuche die Ruhe in der Region wieder herzustellen. Zwei Probleme: Warum ließ Ban aus, dass Raketen auch von Ägypten aus nach Israel geschossen wurden? Warum lobt er einen Typen, der einseitig Partei gegen Israel ergreift und hetzt, er versuche die Ruhe wieder herzustellen – damit bekommt er keine Ruhe, sondern ermutigt die Terroristen und stößt Israel vor den Kopf.

Die Muslimbruderschaft hat in Ägypten für Freitag zu einem „Tag des Zorns“ aufgerufen – wegen der Angriffe der Israelis, die der Terroristen sind ja in Ordnung.
Die USA wurden von Ägypten aufgefordert, „Israels Operation im Gazastreifen“ zu beenden. Die Lage könnte außer Kontrolle eskalieren. Dass die Raketen aufhören sollen, forderte Morsi nicht.

Die Sitzung des UNO-Sicherheitsrats endete ohne Ergebnis. Der UNSC-Präsident sagte, es habe keinen Versuch gegeben eine Entscheidung zu erzielen. Die Araber nannten die Sitzung „sinnlos“.

Den Gefallen sollte man ihm tun: Khaled Meschaal tönte, man könne ihn ruhig auch töten, „aber wir werden es trotzdem nach Jerusalem schaffen. Israel und alle dunklen Mächte der Welt werden es nicht schaffen das palästinensische Volk zu eliminieren.“ Da hat er was falsch verstanden, der Lügenbolzen. Israel will nur die eliminiert sehen, die den Terror verüben und es gibt genügend Araber zwischen Mittelmeer und Jordan, die das nicht tun.

Die Fünfte Kolonne: An der Universität Haifa standen arabisch-israelische Studenten eine Minute still, um den gestern getöteten Terrorfürsten der Hamas zu ehren. (Elder of Ziyon hat Bilder von der üblen Veranstaltung.) Eine andere Gruppe Studenten hielten dagegen: Sie sangen die Hatikva und hatten ein passendes Transparent:

Die Hamas behauptet, dass am Freitag der ägyptische Premierminister den Gazastreifen besuchen wird.

Herr Putin wieder, beim Telefonat mit Netanyahu: Die Israelis und die Palästinenser müssten weitere Eskalation vermeiden.

Noch ein Hinweis für Frau Nahles, Herrn Gabriel und all die anderen Vollpfosten, die glauben eine Statusänderung der PA bei der UNO eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche fördert: Abbas Zaki, Mitglied des Fatah-Zentralkomitees, ließ wissen: a) In dem Moment, wo die Vollversammlung die Aufwertung beschließt, sind die Olso-Verträge ungültig. b) Der erste Schritt nach der Aufwertung wird sein Israel vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof zu verklagen. Wie soll das Frieden bringen?

Das israelische Außenministerium kritisierte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte ohne sie beim Namen zu nennen): Frau Pillay betäubendes Schweigen angesichts des Raketenhagels auf Israel kümmert sich einen Dreck um die Menschenrechte der Israelis. Jegliche Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtsrat in jeder Form und bezüglich jeder Person von dort wird eingestellt; „sollte jemand anrufen, werden wir einfach nicht abnehmen“, hieß es.

Solidarität mit Israel:
Kanada
USA (wobei die Frage im Raum steht, welchen Preis Israel dafür zu zahlen hat)
na ja, fast solidarisch: GB-Außenminister Hague (eher als Israelfeind bekannt) stellte fest, dass die Hamas hauptverantwortlich die die aktuelle Krise ist.
Ausgerechnet die BILD ist als anscheinend einziges Blatt in Deutschland, das nicht nur Wahlkampf hinter den israelischen Aktionen gegen die Terroristen sehen will.

Hetze – Araber und andere:
Der Golf-Kooperationsrat (die arabischen Anliegerstaaten des Persischen/Arabischen Golfs) verurteilten „die jüngsten israelischen brutalen Angriffe auf Gaza“.
Ausgerechnet: Assad verurteilt „barbarische israelische Verbrechen am ‚palästinensischen Volk‘ in Gaza“.
Malaysia stellt sich heftig auf die Seite der Terroristen.
– Auch klar: Der Großmufti der Al-Azhar in Kairo verurteilt das „zionistische Gebilde“ dafür, dass es sich verteidigt.
Der Iran verurteilt Israels Angriff auf den Gazastreifen.
Die Türkei, Ägypten, Jordanien und Russland im Chor: Israel darf sich nicht wehren.

Hetze – unsere Medien:
– tagessschau.de: Die Hamas antwortet auf die Luftangriffe. Vorher war nichts.
– Wer RTLs Nachtjournal gesehen hat, muss glauben, Israel habe aus heiterem Himmel und ohne jeden Grund den Gazastreifen angegriffen. Von den Hunderten von Raketen der letzten Zeit, von den über 100 der letzten Tage erfuhr man – NICHTS!
Lila beschreibt, wie die Leser verarscht werden: Das Bild des Starts einer israelischen Rakete, die einfliegende Raketen abfangen soll, wird so beschrieben, dass der Leser glauben muss, es handle sich um einen Raketenangriff auf arabische Zivilisten!
– unser Lokalradio (10 Uhr-Nachrichten): Die UNO forderte beide Seiten zur Zurückhaltung auf. „Danach sieht es aber nicht aus, im Gegenteil: Israel denkt darüber nach Bodentruppen in den Gazastreifen zu schicken.“ Natürlich, der weiterhin fortgesetzte Terror sieht nicht nach dem „Gegenteil“ aus.
– Israel tötet Militärchef der Hamas und löst damit Eskalation im Nahen Osten aus. (ORF)
Großbritannien: Israel ist schuld. Und 120 Raketen auf Zivilisten in drei Tagen sind keine (!) Eskalation.
– unser Lokalradio (11 Uhr): Die Spirale der Gewalt dreht sich wieder im Nahen Osten. Nach dem Mord an… (die Raketen der letzten Tage haben nicht dran gedreht!)
ORF („Völkischer Beobachter-TV“): „Israel tötet Militärchef der Hamas und löst damit Eskalation im Nahen Osten aus“
– Huch, um 11.30 Uhr bringt unser Lokalradio, dass die israelischen Luftangriffe erst nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen kamen!
– Auch bei der taz schießen die Terroristen zurück, nicht die Israelis. (Aber da konnte man nun beim besten Willen wirklich nichts anderes erwarten.)
– unser Lokalradio (Nachrichten 13 Uhr): Auslöser der derzeitigen Welle der Gewalt war der gezielte Mord am palästinensisch…
– Britische und französische Zeitungen haben Schlagzeilen mit den getöteten Israelis – der SPIEGEL konzentriert sich natürlich nur darauf, dass Israel „die Palästinenser bombardiert“.
SkyNews macht aus der reinen Verteidigungswaffe „Iron Dome“ eine Offensivwaffe der Israelis!
Sidney Gennies, Tagesspiegel: „Dieser Krieg ist Teil des israelischen Wahlkampfs“. Klar, hat nichts mit dem Terror zu tun.
– Die 22 Uhr-Nachrichten bei n-tv machen mit dem Angriff auf Tel Aviv auf – und dann wird davon geschwätzt, dass Israel den Gazastreifen angreift, die Bilder zeigen aber, wie Terror-Raketen von dort verschossen werden!

Freitag, 16.11.2012:

Unser Lokalradio (Nachrichten 10 Uhr): „Waffenruhe im Gazastreifen angeblich schon gebrochen.“ „Angeblich“? Dann im „Bericht“: Anscheinend ist die Pause nicht zustande gekommen, im Gazastreifen werden Explosionen berichtet. Ah, AUS dem Gazastreifen heraus kam nichts, nicht wahr? Und Israel hatte die Feuerpause ja auch überhaupt nicht davon abhängig gemacht, dass die Terroristen mit dem Schießen aufhören! (Meldung der IDF: In den letzten 2 Stunden wurden mehr als 50 Raketen auf Israel geschossen.)
Nachrichten um 11:30 Uhr im Lokalradio: „Trotz Waffenstillstand geht die Bombardierung des Gazastreifens weiter.“
Lokalradio-Nachrichten 13:00 Uhr: „Selbst während des Besuchs des ägyptischen Premierministers Kandil flog die Luftwaffe Angriffe auf Gaza.“ Und die Terroristen haben zurückgeschossen. Also ist wieder Israel der Schuldige.

ZDF, 15 Uhr: Beide Seiten hatten angekündigt, dass sie während des Besuchs (von Kandil) eine Waffenruhe einhalten würden – und sie gebrochen. Natürlich: beide. Das nennt man dann wohl verlogene Äquidistanz.

Besuch im Gazastreifen – der ägyptische Premierminister stärkt den Terroristen den Rücken: „Ägypten … steht Schulter an Schulter mit dem palästinensischen Volk.“ Was für eine Lüge. Stünden sie Schulter an Schulter mit dem „palästinensischen Volk“, dann würden sie ihnen helfen auf die Beine zu kommen. Aber die Revolutions-Muslimbrüder stehen nur Schulter an Schulter mit den terroristischen Mordbanden.
Der Premier versprach „diese Aggression zu stoppen“ – ich hätte da einen Tipp, wie das ganz einfach geht: Er sollte dafür sorgen, dass die Hamas das Feuer einstellt, dann ist wieder Ruhe.
Auch Präsident Morsi schwört, Kairo werde Gaza nicht allein lassen. Israelische Experten haben da ihre Zweifel; sie reden von Lippenbekenntnissen, nachdem sie den Premier quasseln hörten.

David Cameron (GB) telefonierte mit Netanyahu und drängte ihn, die zivilen Verluste bei den Arabern so gering wie möglich zu halten. JA, WAS TUT ISRAEL DENN SONST? Und warum telefoniert er nicht mit demselben Thema mit Haniyeh?

Das Arschloch Gaga-Hugo Chavez: Israels „Aggression“ ist „barbarisch“ und erfolge nur wegen des UNO-Antrags der PA. Klar, dass das Charakterschwein sich auf die Seite von Völkermördern stellt. Und auch klar, dass Israel die Hamas für den Schwachinn der Fatah büßen lassen will. Völlig logisch.

Die Terror-Mullahs fordern von den USA und Europa, dass sie die „barbarischen Angriffe“ Israels auf die armen, antisemitischen Mordbanden im Gazastreifen beenden.

Auch Baroness Ashton ist wieder besorgt. Wegen der Gewalt auf beiden Seiten. Sie drängt Israel darauf zu achten, dass seine Reaktion auf die Hamas „verhältnismäßig“ ist.

Wenn Zivilisten in der Nähe waren, brach die Luftwaffe ihre Angriffe ab.

Natürlich muss auch Erwahn loslegen: Israel geht gegen die Araber vor, weil in zwei Monaten Knesset-Wahlen sind, befindet der türkische Premier.

Obama und Erdogan telefonierten. Sie sind sich einig: Die eskalierende Gewalt gefährdet die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten und die Gewaltspirale gefährdet dies Aussichten auf einen dauerhaften Frieden in der Region. Klar. Also bitte: Sagt den Terroristen, sie sollen aufhören, dann hört Israel auch auf. Ist doch immer so.

Ein Hamas-Verantwortlicher macht den Arabern weis, die Hamas würde aus diesem Krieg gestärkt hervor gehen.

Die Hacker von Anonymous eskalieren den Cyber-Krieg gegen Israel. Sie versprachen mehr als 40 Internetseiten der Regierung und des Militärs vom Netz zu holen.

Das Heimatfront-Kommando rechnet mit 7 Wochen Krieg.

Samstag, 17.11.2012:

Die Hamas verweigert 22 Ausländern die Ausreise aus dem Gazastreifen, u.a. 9 italienischen Journalisten, 6 Japanern, einem Kanadier, einem Südkoreaner, einem Franzosen; zusätzlich lassen sie 2 Mitgliedern des Türkischen Roten Halbmonds die Ausreise. Menschenrechte? Wo sind die Menschenrechtler?

Ägyptische Sicherheitskräfte fingen Schmuggler mit 35 libyschen Raketen ab, die in den Gazastreifen geliefert werden sollten.

Anscheinend kommen die Proteste gegen Israel in Ägypten nicht wirklich in Gang; die Teilnahme an den Demonstrationen war für die Muslimbruderschaft enttäuschend gering.

Die BBC ergreift Partei – natürlich die der Terroristen: Sie fordert twitter auf, die IDF nicht mehr twittern zu lassen! (Heißt das, dass die PR-Anstrengungen der IDF erfolgreich sind?)

Desmond Tutu muss mal wieder die Israelis mit den Terroristen gleichsetzen: „Einmal mehr greifen die Fanatiker auf beiden Seiten einander an und geben vor mit der Genehmigung Gottes zu handeln.“ Ich wüsste nicht, wann Netanyahu, seiner Regierung oder die IDF sich auf Gott berufen hätte. Aber das passt in Tutus Hetzerhin nicht hinein.

Russland und Jordanien bezeichneten die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen als „unverhältnismäßig“. Wer wundert sich?

Ein hochrangiger Terrorfürst des Palästinensischen Islamischen Jihad bezeichnet die Androhung einer Bodenoffensive als „psychologische Kriegsführung“: „Die IDF versucht die Kämpfe zu beenden, um die Schäden an der Heimatfront zu minimieren.“ Klar doch.

Die Terror-Mullahs fordern die Welt auf, gegen Israel „zurückzuschlagen“. Hm. Zurück?

Auch nicht anders zu erwarten: Die arabischen Außenminister machen Israel allein verantwortlich für die Feindseligkeiten im/am Gazastreifen. Sie fordern außerdem internationalen Schutz für die Palästinenser. (Da sollten sie mal dafür sorgen, dass es keine menschlichen Schutzschilde gibt. Das wäre der beste Schutz.)

Erdowahn: Israel stürzt die ganze Region in eine Blutbad. Hm, die Juden sind also auch dran schuld, dass die Türkei die Kurden bombardiert?
Dann warf er noch ein, Israel führe einen Tanz um seine drei Toten auf. Mit anderen Worten: Die sollen sich nicht so haben, 3 Tote sind nichts.

Tzipi Livni gibt mal wieder den Falken. Gegen die Hamas müsse heftig vorgegangen werden.

Die Arabische Liga fordert, Israels Führungspolitiker wegen Kriegsverbrechen anzuklagen. Alle Vereinbarungen mit Israel müssen aufgekündigt werden.

Regierung Merkel (im Gespräch mit Netanyahu): Es muss möglichst schnell ein Waffenstillstand erreicht werden.

n-tv, Nachrichten 21 Uhr: „Auge um Auge, Zahn um Zahn. Scheinbar unaufhaltsam steuern Israel und die Hamas auf einen Krieg zu.“ Die haben auch immer noch nicht begriffen, was das heißt, denn sie nutzen das, um die „Spirale der Gewalt“ zu definieren; auch nicht, dass der Krieg längst läuft, angefangen von den Terroristen. „Seit Beginn er Operation Wolkensäule feuerten die Militanten mehr als 700 Raketen nach Israel. Die Antwort ist härter.“ Wir lernen: Israel rächt sich unverhältnismäßig. Danke, ihr Drecksäcke!

MK Taleb es-Sana hetzt: „Die Achse des Bösen Netanyahu-Barak-Lieberman ist blutrünstig. Sie genießen es, wenn Palästinenser zerfetzt werden, im Wissen, dass das ihren Status vor den Wahlen verbessert.“

Morsi behauptet es würde ein Waffenstillstand unterzeichnet werden. Israel bestreitet das.

Die Hamas sagt, sie habe „Selbstmord-Einheiten“ bereit stehen, die sich den israelischen Bodentruppen entgegenstellen werden.

Die IDF hat ein Video des Angriffs auf das Haus eines Hamas-Kommandeurs ins Internet gestellt. Es zeigt, dass das Haus auch Munitionslager war.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.01.-04.02.2012)

Montag, 30.01.2012:

Benjamin Netanyahu ist bereit „nach Ramallah zu gehen“, um sich mit Mahmud Abbas zu treffen. Arabischen Journalisten gegenüber erklärte er im Internet-Chat, dass die palästinensische Seite die Gespräche blockiert.

Dienstag, 31.01.2012:

Die Scheidungsrate im Gazastreifen steigt. 2011 betrug sie 17%. Schuld ist – Israel, wer sonst?

Seit die IDF 32 illegale Holzkohle-Produktionsstätten im Raum Jenin zerstörten, hat sich die Luftqualität dort enorm verbessert.

Mittwoch, 01.02.2012:

Senilitätsalarm hoch drei: Shimon Peres behauptet wieder, die PA-Führer wollten Frieden. (Hm, er sagt nicht, welchen Frieden, aber selbst das liegt weit außerhalb des Radars dieses Mannes.)

Währenddessen demonstrieren im Gazastreifen Kinder gegen Fatan und Hamas – d.h. dagegen, dass die beiden Terrorgruppen immer noch nicht versöhnt sind.

Heckmeck:
Ban Ki-moon fordert von Israel mal wieder den Siedlungsbau einzustellen. Siedlungen seien „nicht hilfreich“. Und eine Geste des guten Willens sei angebracht. Außerdem sollte Israel konkrete Vorschläge zu Grenzen und Sicherheit vorlegen. Hm, haben sie ja neulich in Amman gar nichts abgeliefert, nicht wahr? Und was fordert das Superhirn von den Arabern?
Ach ja: Als er bei Netanyahu war, beklagte er den Raketenterror aus dem Gazastreifen, der müsse aufhören. Aber Israel müsse auch mit dem Siedlungsbau aufhören und „beide Seiten“ müssen „Vertrauen bildende Maßnahmen“ ausführen. (Kann es sein, dass der Typ bei den Terroristen nicht so „ausgewogen“ redet?)
Benjamin Netanyahu erklärte im Gespräch mit US-Außenministerin Clinton, dass er an direkten Gesprächen mit der PA interessiert ist.

Donnerstag, 02.02.2011:

Die Raketen, die gestern in Israel einschlugen, trafen ein Gebiet, das nicht vom Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel abgedeckt wird.

Hamas-Chef Ismail Haniyeh ist ein Moderater – er wird kleine Pausen einlegen lassen: „Die Hamas-Bewegung wird Intifada nach Intifada führen.

Die IDF sagte am Donnerstag, dass das Taoz Crossings-Bataillon des Zentralkommandos an den Übergängen nach Judäa und Samaria 6.851 PA-Araber festsetzte. 5.376 wollten illegal nach Israel eindringen; 1.334 weitere hatten keine gültigen Ausreisepapier der PA.Das Militär sagt, nach 141 der Festgenommenen wurde gefahndet; 153 Waffen wurden beschlagnahmt.

„Einwirken auf beide Seiten“ a la Westerwelle: 11 Millionen Euro für die Terroristen (verbunden mit einem „ey, die Gespräche müssen fortgesetzt werden“) – und die Israelis müssen „auch mit einem Paket“ einen Beitrag dazu leisten, „dass diese Gespräche fortgesetzt werden“. Westerwelle (wie auch Herr Ban) sahen keinen Anlass den arabischen Beitrag dazu, die Gespräche in Gang zu bringen, zu verurteilen: 6 Raketen auf das südliche Israel am selben Tag.

Heckmeck:
Mahmud Abbas auf einer Pressekonferenz mit Ban Ki-moon: Ich bin bereit die Verhandlungen mit Israel wieder aufzunehmen, aber nur, wenn Israel ein ermutigendes Angebot macht. (Wie das Angebot aussehen soll, hat er immer wieder beschrieben: Festlegung des staatlichen Selbsmords.)
Ban Ki-moon gab mal wieder von sich, dass die Zeit für eine Lösung des arabisch-palästinensisch-israelischen Konflikts laufe aus. (Begründet hat er das nicht.)
Gestern forderte der Generalsekretär, Israel müsse Vertrauen bildende Maßnahmen gegenüber den Palästinensern bieten. Da lässt sich die Westerwave nicht lumpen: “[U]nseren israelischen Freunden wollen wir deutlich sagen, dass sie etwas dafür tun müssen, die Palästinenser am Verhandlungstisch zu halten.” Gegen das offizielle Propagandaprogramm der Terroristen, den Mufti von Jerusalem mit seinem Aufruf zum Judenmord, dem Fernsehprogramm dazu, den medial verbreiteten Schwüren von Kindern ihr Leben dem Judenmord zu widmen – haben beide Herren anscheinend absolut NICHTS!

Freitag, 03.02.2012:

Qassam-Fehlschüsse im Januar: Nach Angaben von GANSO’s beiden halbmonatlichem Berichten explodierten 4 Raketen vorzeitig aus dem mittleren Bereich des Gazastreifens; eine explodierte vorzeitig im Bereich des Gazastreifens; 3 Qassams explodierten entweder am Boden oder schlugen noch im nördlichen Gazastreifen ein; eine von Khan Yunis aus verschossene Qassam flog zu kurz. Das sind 9 Raketen des Gazastreifens, die im Januar im Gazastreifen einschlugen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Zeit, Rabin loszulassen

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 3. November 2010

Die jährliche Wiederkehr des Todes Rabins ist schon lange nicht mehr als ein trauriges Schauspiel. Sie ist eine Bühne für Linksaußen-Politiker, die im übrigen völlig irrelevant geworden sind, um wegen Frieden zu posieren und eine Chance dafür, dass die linken Medien atemlos Skandale über „Rechtsgerichtete“ ausgraben, die den geheiligten Tag des Todes Rabins nicht respektieren. Das ist die armselige Art und Weise, wie Israels degenerierende linke Elite ihre Zeit verschwendet – für hohle Reden über Frieden und wütende Artikel, die die fehlende Anerkennung ihres Personenkults beklagen.

Als Verkörperung der Irrelevanz der Linken schleppte sich der jetzt 89-jährige Peres hinüber zum Rabin-Platz in Tel Aviv, um zu erklären: „Wir sind entschlossener als die Feinde des Friedens und deshalb werden wir siegen.“ 1996, als die Linke die „Feinde des Friedens“ brandmarkte, meinten sie Netanyahu. Jetzt ist Netanyahu wieder im Amt und man kann das Los werfen, ob Peres ihn meint oder Lieberman oder die Hamas. Heute glauben wenige außerhalb der radikalen Linken überhaupt, dass das einzige Hindernis für den Frieden die israelischen Konservativen und Nationalisten sind. Die armseligen paar Tausend, die auf den Rabin-Platz trotteten, dokumentieren das.

18 Jahre, nachdem die Linke Israel illegal die Friedens-Zeitverschwendung aufdrängte, klingt ihr Gerede armselig hohl. „Sei haben nicht gewonnen und sie werden nicht gewinnen und uns unseren einzigen Besitz wegfangen. Ein Besitz, der unbezahlbar ist… Dieser teure Besitz heißt Hoffnung, er heißt Hoffnung“, deklamierte Peres. Es hat in dem Land seit langer Zeit keinen Frieden gegeben. Und für die meisten Israelis ist der kostbarste Besitz nicht der Mythos des Friedens, sondern ihr Haus, ihre Familie im Land Israel – die die Linke in ihrem fiebrigen Streben nach Frieden in Gefahr gebracht hat.

Neben der Denunzierung israelische Fernsehkanäle, weil die sich weigerten die Veranstaltung live zu übertragen, aus dem rationalen Grund, dass sie derzeit niemand sehen will, haben die Medien einen weiteren künstlich fabrizierten Skandal zusammengeschustert. Darin wir die Studentenvereinigung der Bar Ilan-Universität beschuldigt, weil sie es wagte zur Eröffnung des Studienjahres eine Party zu geben, am Datum der Ermordung nach dem gregorianischen Kalender. Klar, diese Rechtsgerichteten schmeißen eine Party, um sich über Rabins Tod an einem Kalendertag lustig zu machen, der nicht einmal für den Jahrestag genutzt wird. Der nächste Schritt besteht wahrscheinlich darin herauszufinden, was die Studenten der Bar Ilan am Jahrestag des Todes Rabins im chinesischen Kalender tun werden. Und dann geht es weiter zum aztekischen Kalender.

So wie Verschwörungstheoretiker nichts mehr lieben als Zusammenhänge zwischen der Ermordung Kennedys und Howard Hunt herzustellen, ist jede Erwähnung der Bar Ilan für die israelische Linke ein pawlowscher Pfiff, mit dem Yigal Amir mit der Bar Ilan und jedem rechts von ihnen selbst gleichgestellt wird. „Die Feinde des Friedens.“ Diejenigen, die Rabin töteten und dann auf sein Grab spuckten. Doch seitdem sind Premierminister von allen Seiten gekommen und gegangen. Rabins alte Arbeitspartei ist nur noch eine Hülle ihres alten Selbst. Kein Premierminister der Arbeitspartei oder der Kadima war in der Lage den Gordischen Knoten des Terrorstaates zu entwirren, den Rabin und Peres in die Grenzen Israels importierten.

Die israelische Linke ist inzwischen zerstückelt. Die radikale Linke nimmt die Frage der Verhandlungen nicht länger ernst. Stattdessen sind sie zu vollem Verrat übergegangen. Ihre Vorbilder sind Tali Fahima und Anat Kam. Sie arbeiten für NGOs oder Aktivistengruppen, die von der EU oder George Soros finanziert werden. Sie schwenken kommunistische Flaggen und leben Brände in Weinbergen jüdischer Bauern. Sie drängen Soldaten, sich der Wehrpflicht zu entziehen und machen Geheiminformationen öffentlich. Sei schmuggeln potenzielle Terroristen in ihren Autos nach Israel. Sie unterstützen internationale Boykotte gegen Israel.

Sie befinden sich inzwischen jenseits des politischen Prozesses und statt den Staat zu nutzen, um Frieden herbeizuführen, versuchen sie Israel zu vernichten. In Rabins Erbe gibt es nichts davon. Und während einige von ihnen sich auf dem Kikar Rabin zeigen, haben sie wenig für die alten Linken übrig, die immer noch Israels Existenz in irgendeiner Form behalten wollen. Die neue israelische Linke ist nicht nur radikal, sie postisraelisch. Sie freut sich auf die Abschaffung des Staates. Ihre Gelder kommen aus dem Ausland. Ihre Reihen bestehen aus den fanatischen, den verblendeten und bezahlten Verrätern.

Die Linke, die eher dem Mainstream angehört, findet sich als isoliert und irrelevant wieder. Peres‘ Fantasien eines Neuen Nahen Ostens erscheinen in einer Umgebung armselig kindisch, in der Israel mehr als je zuvor gehasst wird und der einzig mögliche Frieden mit hohen Mauern und fortschrittlichen Waffensystem erzielt werden kann. Yossi Sarid gibt trauernd zu, dass der Rabin-Tag eine schlechte Idee war und verurteilt Peres und den Rest der Linken dafür Rabins „Traum“ im aufgegeben zu haben. Die Wahrheit ist allerdings, dass es nie einen Traum gab.

Die unschöne Wahrheit ist: Die Arbeitspartei war bereits zu Rabins Zeiten scheintot. Sie war zur Partei der Korruption ohne neue Ideen geworden. Während der Likud für wirtschaftliche Reformen und nationale Sicherheit eintrat, war die Avoda todgeweiht und irrelevant geworden. Als nochmal eine Chance auf die Macht kam, machten Rabin und Peres unter dem amerikanischen Druck dienernd eine Kehrtwende und verhandelten mit der PLO eine Art visionäre Errungenschaft. Sie begrüßten die Ideen der Linksextremen, schüttelten der PLO die Hände und zerstörten Israel.

Peres mag ein wahrer Gläubiger gewesen sein, aber Rabin war der Pragmatist. Er war bereit sich als Friedensheld Ständchen bringen zu lassen, aber sein Ziel war es nur, den Konflikt dadurch zu beenden, dass den Terroristen ein Autonomiegebiet geboten wurde. Und wenn dieses pragmatische Ziel auch dazu diente die Arbeitspartei als „Friedenspartei“ neu zu erfinden, ihre Basis zu aktivieren und ihr wieder Bedeutung zu geben – um so besser. Und das beste überhaupt: Die amerikanische Unterstützung würde die Arbeitspartei an der Macht halten.

Amerika zu trotzen hatte Shamir und Israels konservative Likud-Partei gestürzt. Der Druck mit der PLO zu verhandeln, war stetig gestiegen. Hätte Rabin sich dem widersetzt, wäre Arafat in Obskurität auf Zypern gestorben und der Terrorismus wäre eine kleine Fußnote in einem ansonsten friedlichen Israel gewesen. Stattdessen machte Rabin den Fehler sich dem Druck zu ergeben. Er schüttelte Clinton und Arafat die Hand. Und als er ermordet wurde, nutzten Clinton und Peres seinen Namen zynisch aus, um eine Politik zu fördern, der er bestenfalls skeptisch gegenüber stand.

Rabin und Peres waren das Schwanzende eines sozialistischen politischen Establishments, das sich Israel als persönlichen Jungs-Club vorstellte. Die Arbeitspartei war nie in der Lage ihre schmalbrüstige Sphäre der säkularen aschkenasischen Sozialisten irgendjemandem draußen zu vermitteln. Und selbst heute sind ihre Medienorgane wie Haaretz bitterlich außerstande sich mit einem Land zu versöhnen, das religiöser, sefardischer und eingewanderter ist. Die Jungs-Club simmert immer noch mit Hass gegen die „groß Ungewaschenen“, die Sefardim, die Siedler, die Haredim, die Russen, die Anglos und den ganzen Rest, der ihnen ihr utopisches sozialistisches Paradies genommen haben.

Die Linke hat das Land verloren, aber sie wollen einen mörderischen Todesgriff auf der Justiz, den Medien, den Universitäten und den Literaturzirkeln behalten, wo Type wie Amos Oz dafür gefeiert werden, dass sie ihren Spleen auf jeden ablassen, der aus dem Land etwas mehr als ein Café auf der Dizengoff-Straße machen wollen. Die alte Linke ist in Israel irrelevant geworden. Die neue Linke ist zu Monstern geworden, losgelöst vom Land, konzentriert auf seine Vernichtung. Die alte Linke könnte sie stoppen, aber sie entscheidet sich nicht länger dazu. Sie hat nur ihren Hass, den sie jetzt nähren kann. Ihre alten und zerbrochenen Träume.

„Niemand kann mit der Arbeitspartei bezüglich Intensität und Hass konkurrieren. Manchmal verdecken sie das mit akademischen, literarischen oder philosophischen Verkleidungen, aber es ist immer derselbe Hass, der durch ihre Venen fließt“, schrieb Eitan Haber schon 2001. Der Hass ist seitdem nur stärker geworden. Je kleiner die Arbeitspartei wurde, desto mehr wurde sie zu einer Schlangengrube. Sie ist eine Partei, deren Überbleibsel nur von ihren internen und externen Feindschaften geeint ist. Bei all dem Gerede über Frieden gibt es nicht einmal in ihren eigenen Reihen Frieden.

Die Linke hat keine Zukunft mehr. Nur ihre Vergangenheit. Und ihre Verbitterung über das, was hätte sein können. Rabin-Erinnerungen sind eine zynische politische List, in echte Trauer verwandelt – nicht um Rabin, den die meisten von ihnen von Peres abwärts hassten, sondern um ihre eigene Bedeutung. Um ihre Träume von einem pariserischen Israel, einem Land der Kaffehaus-Debatten und künstlerischen Darbeitungen, der Viertage-Arbeitswoche und dem Ende der Religion. Während die Gedenkreden die schwindenden Massen auffordern in die Zukunft zu sehen, können ihre Teilnehmer nur in die Vergangenheit blicken.

Israels politisches Establishment ist zwischen dem sanften konservativen Likud und den apolitischen Karrieristen der Kadima aufgeteilt, deren einzige politische Strategie darin besteht an die Macht zu kommen, indem sie tun, was immer Obama sagt, du dann durch amerikanische Unterstützung an der Macht zu bleiben. Kadima hat Rabins Strategie wörtlich genommen, während alles und jeder sonst missachtet wurde, außer einem unverhüllten Streben an die Macht zu kommen, um das Land auszuplündern. Anders als die anderen Parteien, die allgemein das Land im Namen von irgendetwas plündern, hat die Kadima die ultimative Selbstsucht erreicht. Ihre Korruptheit ist von Ideologie losgelöst. Sie wollen gewinnen, um zu gewinnen. Und welch besseren Ruf könnte es bezüglich des gesamten Konstrukts des Erbes Rabins geben als dass die einzige große „Pro-Frieden-Partei“ nicht länger mehr an was auch immer glaubt.

„Das Problem mit Israel ist, dass seine politisch Rechten große Trottel sind und seine politischen Linken absolut böse“, sagte einmal Präsident Chaim Herzog. Und fasst damit die Situation nur allzu gut zusammen. Die Rechte ist dumm und die Linke böse. Aber wo es einst das Böse spießbürgerlicher Tyrannen war, ist es jetzt das Böse abgesetzter Könige, die proklamieren: „Nach mir die Sintflut!“ Und welches bessere Motto könnte es je für den gesamten Friedenswahn geben, als eine lange Aufforderung zum „nach mir die Sintflut“.

Es ist an der Zeit, dass Israel Rabin loslässt, womit ich meine, dass es Zeit ist, dass die Linke ihn loslässt. Das Land selbst hat das längt getan. Nur die Verbitterten, die Realitätsfernen, hängen diesem Personenkult noch an. Ihren zerschlagenen Träumen, die auf katastrophaler Politik, schlechter Wirtschaftspolitik und einer kompletten Geringschätzung für die nationale Sicherheit des Landes gründeten. Die israelische Linke ist ein Synonym für Verrat geworden. Sie ist einmal mehr zum Instrument von Auslandsinteressen geworden, die das Land vernichten wollen. Um das hinter sich zu lassen, muss sie eine realistische Zukunft für Israel formulieren.

Die Linke überbietet sich beim Schuld zuschreiben. Ihre Identität ist gänzlich negativ geworden, mit ein paar Pinselstrichen idealistischen Geredes, die über eine hässliche Leinwand geworfen wurden. Aber statt mehr Hass zu ziehen, könnte es an der Zeit sein, dass die Linke vollständig und gänzlich zugibt, dass sie falsch lag. Dass ihr Geschacher idealistische Wurzeln gehabt haben könnte, aber auf einer Vision der Welt gründeten, die nicht existiert. Die Linke kontrolliert immer noch die Kultur, aber die Rechte hat den Streit vor langem gewonnen. Es ist an der Zeit Rabin und das leere Gerede von Frieden loszulassen und tatsächlich anzufangen nach der Zukunft des Staates Israel zu suchen.