Skandinavische Vergewaltigungen, skandinavische Scheuklappen

Bruce Bawer, FrontPageMag.com, 22. August 2013

Der königliche Palast von Norwegen, mitten im Herzen von Oslo, ist von einem schönen kleinen Park umgeben, der Slottsparken heißt. Er hat Rasen, Blumenbeete und einen plätschernden Back, über den ein Steg führt. Hinter dem Palast gibt es eine kleine Hütte, in der Mitglieder der Palastwache ihre tote Zeit mit Nickerchen und Fernsehen verbringen.

Ein weniger bezauberndes Merkmal des Parks ist, dass er auch die Kulisse für verschiedene Vergewaltigungen ist – nicht weniger als fünf davon allein in der Zeit von Juni bis Oktober 2011. Es ist so schlimm geworden, dass das Radisson Hotel – das sich vom Park aus gerade mal eine Minute zu Fuß vom Palast auf der anderen Straßenseite befindet – begann seinen Gästen Vergewaltigungsalarme mitzugeben, die sie tragen sollten, wenn sie einen Spaziergang machten.

Das Zeitungsprofil eines der Slottsparken-Vergewaltiger von 2011 bietet ein ziemlich repräsentatives Bild der Art von Individuum, das die meisten dieser Verbrechen begeht. Der Täter war ein junger Iraker, der 2003 als Asylbewerber nach Norwegen kam. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, aber – wie es Standardpraxis ist – wurden ihm trotzdem erlaubt zu bleiben. Drei Jahre später vergewaltigte er brutal eine 18-jährige vor dem Rathaus von Oslo und wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. 2009, nach seiner Entlassung, wurde seine Ausweisung angeordnet; er klagte dagegen; 2010 verlor er sein Verfahren. Trotzdem wurde ihm wieder erlaubt zu bleiben. Ein Jahr später, immer noch in Oslo, vergewaltigte er eine Frau außerhalb des königlichen Palastes.

Ein muslimischer Asylbewerber; ein Vorstrafenregister; ein bedeutungsloser Ausweisungsbefehl: im heutigen Skandinavien gehören diese zu den Standard-Angaben im Lebenslauf vieler Vergewaltiger.

Ja, die skandinavische Polizeiarbeit könnte, wie ich früher feststellte – besser sein. Viel besser. Besonders in Oslo, wo die Polizei bedauerlicherweise unterbesetzt und mit zu geringen Mitteln ausgestattet ist. Sieht man die Beamten bei der Arbeit, dann kann man den Eindruck bekommen, dass sie immer noch mit einem Handbuch von vor einem halben Jahrhundert ausgebildet werden, als Oslo so verschlafen, wohlerzogen und ausländerfrei war wie Andy Griffiths Mayberry. Letzten September beschwerte sich ein Vergewaltigungsopfer öffentlich, dass die Cops sechs Monate warteten, bis sie die Zeugenaussage ihres dreizehnjährigen Sohnes aufnahmen. Solche Geschichten sind alltäglich. Und nicht nur in Oslo: Diese verträumte Herangehensweise der Gesetzeshüter ist ein gewohntes Phänomen überall in den nordischen Ländern, wo das einzige wirkliche Verbrechen – so scheint es manchmal – darin besteht, zu irgendetwas ein Gefühl von Dringlichkeit zu zeigen.

Doch die Vergewaltigungszahlen in Skandinavien sind kein Fehler der Polizei. Wie inzwischen jeder ohne Scheuklappen weiß, handelt es sich hierbei um eine Geschichte gescheiterter Einwanderungspolitik und Islam, der Verachtung von Ungläubigen lehrt – besonders unverschleierte Frauen. So wie die muslimische Bevölkerung Skandinaviens angewachsen ist, sind es auch die Vergewaltigungsstatistiken.

Als ich vor zwei Jahren über die Vergewaltigungskrise in Oslo schrieb, hatten dessen Vergewaltigungsstatistiken die von Stockholm und Kopenhagen in den Schatten gestellt und der Stadt den Titel „Skandinaviens Vergewaltigungshauptstadt“ eingetragen. Seitdem sind allerdings die Vergewaltigungsfälle in Schweden jäh angestiegen. Daniel Greenfield berichtete im Januar: „Schweden hat jetzt die zweithöchste Anzahl der Vergewaltigungen weltweit, nach Südafrika, das mit 53,2 pro 100.000 sechsmal höher liegt als die Vereinigten Staaten. Statistiken legen inzwischen nahe, dass jede vierte schwedische Frau vergewaltigt werden wird.“ (Eine weitere Studie aus jüngster Zeit setzt Schweden auch an Nummer 2, hat aber Lesotho auf dem ersten Platz.)

Im Verlauf der letzten sieben Jahre hat sich die Zahl der Vergewaltigungen in Schweden beinahe verdreifacht. Während der ersten sieben Monate diesen Jahres wurden in Stockholm eintausend Vergewaltigungen angezeigt – ein Sprung von 16 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. In dreihundert Fällen waren die Opfer Mädchen unter 15 Jahren. Diesen Monat berichtete die dänische Zeitung Den Korte Avis, dass Vergewaltigung inzwischen in Schweden – wo die öffentliche Diskussion über Einwanderungsprobleme praktisch verboten ist – mindestens fünfmal üblicher ist als in Dänemark, wo das Thema seit Jahren offen diskutiert wird (was zu sanften Reformen führte, was die bien pensant-Schweden und -Norweger die Dänen als rassistisch kritisieren).

Es gibt überwältigende Anhaltspunkte dafür, dass Vergewaltiger in Schweden – wie die in Dänemark und Norwegen – in unverhältnismäßiger Zahl Muslime sind. Die schwedische Regierung sammelt Statistiken zu solchen Angelegenheiten, will sie aber nicht veröffentlichen. Wenn es in Schweden tabu ist die steigende Zahl der muslimischen Bevölkerung zu diskutieren, stellte Den Korte Avis fest, dann ist es noch mehr tabu, diese zur steigenden Zahl der Vergewaltigungen in Verbindung zu bringen. Eine unabhängige Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass 85 Prozent der Vergewaltiger in Schweden im Ausland geboren wurden – in erster Linie in Nordafrika, dem Nahen Osten und Südasien.

So wie sich die Vergewaltigungskrise Skandinaviens intensiviert hat, sind neue Merkmale entstanden. Zum einen hat sie sich aus den Städten in die Provinzen verbreitet. Es hat eine Anstieg der Arten von Vergewaltigung gegeben – beispielsweise Gruppenvergewaltigungen – die man vorher in Skandinavien so wie nicht kannte. Die heutigen Vergewaltigungen tendieren darüber hinaus dazu gewalttätiger zu sein als die der Vergangenheit.

Dann gibt es die zunehmende Zahl von Kinder-Vergewaltigungen- nicht nur Vergewaltigung von Kindern, sondern auch Vergewaltigung durch Kinder. Letzten November vergewaltigte in Malmö ein 17-jähriger afghanischer „Flüchtling“ brutal ein 14-jähriges Mädchen. (Der Staatsanwalt hätte eine Ausweisungsanordnung fordern können, entschied sich aber nur für die übliche – kurze – Gefängnisstrafe). Im Januar wurde in der selben Stadt ein 13-jähriges Mädchen von einer Gruppe aus vier Jungs vergewaltigt. Zwei der Täter wurden den Sozialdiensten übergeben, weil sie erst 13 und damit zu jung für Strafverfolgung waren; die anderen zwei, beide 15, wurden verhaftet und angeklagt, was ihren Rechtsanwalt empörte: Wie kann der Staat Kinder vor Gericht stellen!

Die Entschlossenheit, mit der die skandinavischen kulturelle Elite sich um die Wahrheit zu Vergewaltigung und Islam drückt, ist eisern. Früher in diesem Jahr veröffentlichte der norwegische Soziologe Preben Z. Møller „The Struggle over Rape“ (Der Kampf wegen Vergewaltigung), in der er „kulturelle“ Erklärungen für Vergewaltigungen zurückwies und argumentierte – als wäre das eine neue Idee! – dass Vergewaltigung ein Produkt von Armut und sozialer Ausgrenzung ist, „ein Weg für das Individuum in eine brutale Welt zu passen“. Wie sollen dann die anschwellenden Vergewaltigungszahlen in Schweden erklärt werden, das sich als Vorbild wirtschaftlicher Gleichheit und sozialer Inklusion betrachtet? Wie kann man die Korrelation zwischen den Vergewaltigungsdaten und den Einwanderungsdaten erklären? Doch der Humbug, mit dem Typen wie Møller hausieren gehen, machen sich die mächtigen Skandinavier zu eigen, die es vorziehen sich um die Wahrheit zu drücken statt sich damit zu befassen.

Und es sind nicht nur die Skandinavier. The Economist, der die Islamisierung Europas seit Jahren weißwäscht, nannte die hohen Vergewaltigungszahlen in Schweden „ein ziemliches Rätsel“; es hieß dort, „die wahrscheinlichste Erklärung“ dafür sei, dass „schwedische Frauen besonders selbstbewusst darin sind sexuelle Übergriffe anzuzeigen, während Frauen andernorts schweigen“. Natürlich wird die Tatsache, dass Schweden den zweithöchsten Prozentsatz an Muslimen hat, nicht erwähnt.

So läuft das. Derweil wurde wieder in Oslo letzten Freitag auf einer schicken Straße in der Innenstadt eine Frau vergewaltigt. Am selben Abend vergewaltigte ein Mann, der als „Afrikaner“ beschrieben wurde, eine Frau in Oslos vornehmem Viertel Grünerløkka brutal. (Nach Pakistanern sind Somalier Norwegens größte nicht westliche Einwanderergruppe.) Nach einem weiteren „afrikanischen“ Mann wird wegen der Vergewaltigung einer Frau in der idyllischen Telemark-Stadt Kongsberg gefahndet. Und, oh ja, am Wochendende davor gab es eine weitere Vergewaltigung im Slottsparken. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die königliche Familie sich der Tatsache stellt, dass die Nachbarschaft den Bach runter geht und umzieht. Aber wohin?

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Schwedischer Außenminister Carl Bildt redet von „Unreife“!

Der schwedische Außenminister Carl Bildt hat eine Karriere auf dem Schutz von Islamisten aufgebaut, für die er schwedische Steuergelder nutzte, um zu Fototerminen mit Terror-Unterstützern losjettete und Islamisten vor dem Fallout ihrer eigenen Taten schützte.

Ilya Meyer, 16. Oktober 2012

Gerade erst war Carl Bildt der einzige EU-Außenminister, der die verstärkten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran blockierte, dessen Regime offen für die Vernichtung des UNO-Mitgliedsstaats Israel eintritt. Der Iran beschafft sich derzeit mutmaßlich Atomwaffen-Technologie, um genau das zu tun.

Eine israelische Zeitung – Ha’aretz – enthüllte, dass Bildt wohl seine weiche Haltung zum Iran aus krass finanziellen Gründen vertritt: Schwedens Telekom-Gigant Ericsson einen großen Vertrag mit Irans Irancell und schwedische Arbeitsplätze könnten auf dem Spiel stehen. Carl Bildt, dessen Niveau der adoleszenten Unreife über die Tatsache beurteilt werden kann, dass er die Außenpolitik seines Landes auf Twitter betreibt, sagt: „Ich finde nicht, dass reife Länder so miteinander umgehen sollten.“

Er hat seinen Unmut bei der israelischen Botschaft in Stockholm vermeldet und bei Botschafter Isaac Bachman eine scharfe Ermahnung abgeliefert.

Bemerkenswerterweise weicht Bildts Reaktion auf diese Story in der freien Presse völlig von seiner Haltung ab, als das schwedische Schlammschlachten betreibende, ans Antisemitische grenzende Boulevardblatt Aftonbladet einen erfundenen „Bericht“ veröffentlichte, israelisches Militär töte regelmäßig palästinensische Araber, um deren inneren Organe für lukrativen Handel zu ernten. Damals hielt Bildt die Freiheit der Presse hoch, diese könne drucken, was sie wolle.

So ändern sich die Zeiten, was Carl Bildt? Eine 3000km entfernte Zeitung druckt einen Artikel und plötzlich macht sich Bildt jede Menge Gedanken über Freiheiten, die mit der Pressefreiheit zu tun haben. Sieh an, sieh an!

Norwegische Medien verdrehen die Nachrichten

Manfred Gerstenfeld, HonestReporting.com, 23. August 2012

Seit einer Reihe von Jahren hat Norwegen die erste Position auf dem Index der Pressefreiheit gehalten. Die Wahrnehmung, dass Norwegen eine freie Presse hat, ist allerdings weitgehend falsch. In der Tat beaufsichtigen oder zensieren die norwegischen Behörden die Medien nicht. Doch es gibt eine starke antiisraelische Schieflage sowie Selbstzensur unter den Redakteuren der meisten Medien. Das Land grenzt auch an Russland. Doch man gewinnt oft den Eindruck, dass Israel häufiger in der norwegischen Presse auftaucht, als der mächtige Nachbar. Norwegens Medien sind besessen von Israel und viele hetzen auf verschiedene Weisen gegen das Land.

Die Anomalien mehrerer führender norwegischer Medien gehen oft über die übliche Einseitigkeit vieler anderer westlicher antiisraelischer Zeitungen hinaus. Sie berichten ohne weiteres Dinge, mit denen sie Israel rügen können, aber die zahlreichen palästinensischen Verbrechen werden oft ausgelassen oder überaus lückenhaft gebracht. Man sucht in der Regel vergeblich nach Artikeln über das Parteiprogramm der Hamas, das deren Absicht Völkermord an den Juden zu verüben anführt. Dasselbe gilt für die Glorifizierung von Mördern jüdischer Kinder durch die palästinensische Autonomiebehörde. Regelmäßige und durchsichtige Lügen von palästinensischen Ministern, Offiziellen und Medien bekommen nur selten Aufmerksamkeit, wenn überhaupt.

Norwegische Medien schauen oft weg, wenn es um die riesige Kriminalität und Verfehlungen beim humanitären Recht in der arabischen und muslimischen Welt geht. Zu erwähnen, dass es keine andere Religion gibt, in der mörderische, ideologische Kriminalität so sehr aufblüht wie in der islamischen Welt, ist genauso tabu.

Gelegentlich erscheint in einer der großen Zeitungen ein positiver Artikel über Israel. Das war vor kurzem der Fall bei einem Editorial in der drittgrößten Tageszeitung Dagbladet. Darin wurde sich über das fehlende Interesse in Norwegen bezüglich der vielen Kriegsopfer in Syrien im Vergleich mit einem Fokus auf Israel gewundert.

Gäbe es nicht die wenigen mutigen Leute wie die Redakteure der kleinen christlichen Wochenzeitschrift Norge Idag und den führenden norwegischen Blog Document.no, hätten die Norweger keine Möglichkeit etwas darüber zu lesen, wie unausgewogen die Information zum Nahen Osten ist, mit denen sie vom staatlichen Fernseh- und Radiosender NRK und fast allen Medien gefüttert werden. Die kleine christliche Tageszeitung Dagen ist genauso mutig. Sie veröffentlichte vor kurzem einen meiner Artikel, in dem ich erkläre, warum Premierminister Jens Stoltenberg von der Arbeitspartei ein Teilzeit-Antisemit ist.

Anfang 2009 wurde ein englischsprachiger Blog namens Norway, Israel and the Jews gegründet. Er wurde gegründet, nachdem sein Blogger mein Buch Behind the Humanitarian Mask: The Nordic Countries, Israel and the Jews (Hinter der humanitären Maske: Die nordischen Länder, Israel und die Juden) aus dem Jahr 2008 gelesen hatte. Er hatte die darin enthaltenen Fußnoten zum norwegischen Antisemitismus und antiisraelischer Einseitigkeit überprüft. Zu seiner Überraschung waren alle Zitate korrekt. Der Blog – inzwischen von einer anderen Bloggerin bedient, die unter dem Pseudonym Miranda McGonagal schreibt – ist eine Hauptquelle für Informationen über weit verbreiteten norwegischen Antisemitismus geworden. Dieser wird weithin über Antiisraelismus zum Ausdruck gebracht.

2009 schlug eine Reihe Akademiker dem Verwaltungsrat der NTNU Universität Trondheim einen kulturellen/akademischen Boykott Israels vor. Detaillierte Beschreibungen, wie dieser Kampf gegen diesen Boykott von jüdischen und anderen Organisationen im Ausland geführt wird, sind nur bei Norway, Israel and the Jews zu finden. Die norwegischen Medien berichteten wenig und spät über diese Boykott-Aktion, die später vom NTNU-Verwaltungsrat niedergestimmt wurde.

Ein Beispiel dafür, wie die norwegische Presse unliebsame Informationen zum Land verschweigt, gab es im Sommer 2010, als der damalige US-Senator Sam Brownback dem norwegischen Botschafter in Washington einen Brief schickte. Darin gab er seinen Sorgen über norwegischen Antisemitismus und Antiisraelismus Ausdruck. Angehängt war eine detaillierte Beschreibung antisemitischen Handelns durch norwegische Minister, die auch König Harald V. involvierten. Zu dem Brief gab es in den norwegischen Medien fast völliges Schweigen. Man fragt sich allerdings, ob je ein anderer US-Senator sich die Mühe gab Norwegen wegen irgendetwas in diesem Land anzusprechen. Der Blog Norway, Israel and the Jews war der erste, der Brownbacks Brief veröffentlichte.

Norwegische Kritiker der von der norwegischen Arbeitspartei dominierten Regierung wurden nach den Massenmorden des kriminellen Anders Breivik im Juni 2011 noch stärker zum Schweigen gebracht. Premierminister Jens Stoltenberg behauptete fälschlich kurz danach, es werde noch mehr Offenheit (sic) und Demokratie in Norwegen geben. Das Gegenteil geschah, wie es der in Norwegen lebende amerikanische Autor Bruce Bawer beschrieben hat. Er veröffentlichte ein Buch mit dem Titel The New Quislings: How the International Left Used the Oslo Massacre to Silence Debate About Islam (Die neuen Quislinge: Wie die internationale Linke das Oslo-Massaker nutzte, um Diskussion über den Islam zum Schweigen zu bringen).

Ich kann einige meiner eigenen surrealen Erfahrungen mit den norwegischen Medien hinzufügen. Ein Interview, das der Journalist Fredrik Graesvik mit mir führte, wurde im März 2009 vom wichtigen norwegischen, kommerziellen Fernsehsender TV2 ausgestrahlt. Er übersetzte das meiste dessen, was ich sagte, korrekt. Graesvik warf jedoch ein, dass ich die Norweger als „Barbaren und nicht intellektuell“ ansähe, weil sie Wale und Seehunde töten. Das war eine starke Verfälschung meiner Worte.

Die Person bei TV2, die dieses verzerrte Interview für die Internetseite des Senders verschriftlichte, malträtierte meine Zitate noch mehr und behauptete fälschlich, ich hätte gesagt, „Norweger seien unintelligent und barbarisch“ und „Norwegen ist das antisemitischste Land in Europa“. Die norwegische Presseagentur NTB verbreitete diese falschen Zitate weiter. Sie wurden von vielen norwegischen Medien und einigen schwedischen Zeitungen aufgegriffen. Das Ergebnis: Ich bin jetzt im Besitz einer maßgeblichen Sammlung an Hassmails von Norwegern. TV2 gab dazu dem britische Holocaust-Leugner David Irving mehr als eine Viertelstunde Sendezeit, um seine Ansichten darzustellen. Der Sender zahlte seine Reisekosten und Spesen für den Trip nach Oslo.

Sidsel Wold, damals Israel-Korrespondentin des staatlichen Radios NRK, übertraf TV2 noch. Sie interviewte mich und behauptete hinterher, sie hätte das Interview versehentlich gelöscht. Statt mich erneut zu interviewen, erfand sie ein falsches Interview. Sie sammelte im Internet einige aufgezeichnete Texte von mir. Danach strahlte sie ein erfundenes Interview mit mir aus, das voller Entstellungen war und kritisierte danach den Text, den sie fälschlich mir zuschrieb. Dafür erhielt sie eine Unredlichkeits-Erwähnung bei HonestReportings Dishonest Reporter-Preis 2010. So wurde Wold eine der seltenen norwegischen Journalisten, die tatsächlich einen internationalen Preis gewannen.

Dr. Manfred Gerstenfeld hat 20 Bücher veröffentlicht, von denen einige Antisemitismus und Antiisraelismus zum Thema haben.

Aus Schweden – mit Hass

Ilya Meyer, Times of Israel (blogs), 27. August 2012

Götheborg (Schweden) – Die Estelle ist ein schwedisches Schiff, das Richtung Küste von Gaza fährt, Teil des zumeist mit öffentlichen Geldern finanzierten „Ship to Gaza“-Propagandaprojekts.

Am Samstag, 18. August fand in Stockholm und Malmö, der drittgrößten Stadt Schwedens, gleichzeitig eine gefährliche Demonstration statt: Menschen gingen mit Kippot auf die Straße.

Und diesen Sonntag, 2. September, wird es parallele Kundgebungen zur Unterstützung Israels, der Demokratie und der Wahrheit in Stockholm und Schwedens zweitgrößter Stadt, Götheborg, geben. Was verbindet sie?

Alles. Ship to Gaza behauptete der „humanitären Krise im Gazastreifen“ ein Ende setzen zu wollen. Seine fanatischen, virulent antiisraelischen Kollaborateure aus Schweden verweigern Kommentare zur Tatsache oder auch nur zuzugeben, dass der Gazastreifen von der Hamas selbst wegen seiner Fünf-Sterne-Hotels, verschwenderischen Einkaufszentren, Schwimmbädern mit Olympiastandard, von der Kritik gefeierten Restaurants und wundervollen Stränden (wenn diese auch von der Hamas patrouilliert werden, um den züchtigen islamischen Dresscode durchzusetzen – wenn auch nur für weibliche Badende) als luxuriöses Reiseziel für arabische Touristen vermarktet wird. Die Wahrheit ist ein unangenehmes Hindernis für Propaganda. In der Tat hat das Rote Kreuz vor mehr als einem Jahr unzweideutig erklärt, dass es im Gazastreifen keine humanitäre Krise gibt. Die Erklärung des Roten Kreuzes wird vom palästinensischen starken Mann Mohammed Dahlan bekräftigt, der sagt, Gaza „fehlt es an nichts“ – und er sollte es besser wissen als eine Gruppe finanziell gut ausgestatteter Verschwörungstheoretiker, die weit weg in Stockholm leben.

Belagerung der Wahrheit

Unter Missachtung von Wahrheit, Logik und Fakten legte die Ship to Gaza-Crew in Schweden ab, um das Hamas-Regime zu unterstützen und zu brechen, was sie Israels „Belagerung“ des Gazastreifens nennen. Natürlich ist die „Belagerung“ der von den Hamas-Terroristen geführten Enklave nicht total: Israel lässt alle legalen Importe von Lebensmitteln, Medikamenten, Baumaterial, Treibstoff usw. in den Gazastreifen durch und lässt eine zunehmende Anzahl Einwohner des Gazastreifens zu Behandlungen in Krankenhäusern in Israel ausreisen – Fakten, die die schwedische Ship to Gaza-Crew bequemerweise ignoriert.

Was Ship to Gaza tatsächlich befördert, ist Hass. Hass, der so heftig ist, dass es als gefährlich, sogar lebensgefährlich angesehen wird auf den Straßen Schwedens unterwegs zu sein und eine Kippa zu tragen. Man kann als Sikh einen Turban tragen, als Muslima einen Hijab, als Christ ein Kreuz, aber wehe dem Juden, der eine Kippa oder einen Davidstern trägt. Das lädt zu Angriffen ein. Nicht durch Neonazis oder weiße Rassisten, sondern durch Einwanderer aus muslimischen Ländern. Deshalb die gerade erfolgte öffentliche „tragt Kippa“-Demonstration, an der aus Solidarität mit der traditionell starken schwedischen Begriffe von Demokratie, gleichem Respekt für alle und einer offenen Gesellschaft viele Nichtjuden teilnahmen.

Juden fliehen aus Malmö

Viele mögen es als Hetze gegen die Gesellschaft werten, wenn Bürger die Notwendigkeit verspüren auf den Straßen zu paradieren, um ihr Existenzrecht einfordern. Es sollte Politiker und die Medien veranlassen ein wenig in sich zu gehen. Stattdessen nimmt die antisemitische Aura in Teilen von Schweden derart überhand, dass das Simon Wiesenthal Center vor kurzem den beispiellosen Schritt unternahm eine Reisewarnung für Malmö auszugeben, weil vom umstrittenen linken Bürgermeister Ilmar Reepalu weiter angefachte islamistische Stimmungen die Juden der Stadt zwingen en masse zu fliehen. In der Tat ist die Lage so Besorgnis erregend, dass US-Präsident Obamas Sonderberaterin zu Antisemitismus, Hannah Rosenthal, zu Gesprächen mit dem unbußfertigen Bürgermeister der Stadt nach Malmö geschickt wurde.

Aus genau diesem Grund werden in Stockholm und Götheborg am Sonntag Kundgebungen abgehalten. Das sind keine Demonstrationen gegen etwas oder jemanden, sondern nur Kundgebungen zur Unterstützung Israels, der Demokratie und der Wahrheit.

Israel, Demokratie und Wahrheit – drei Dinge, die für die Ship to Gaza-Schweden ein Gräuel sind; sie werden bald vor der Küste Israels ankommen. Wie schon zuvor, vor allem als das türkische Schiff Mavi Marmara unter heftigen Angriffen durch seine hardcore-islamistischen „Friedensaktivisten“ geentert und nach Israel umgeleitet wurde, hat Israel erklärt, dass der Estelle nicht gestattet werden wird in Gaza anzulegen, sondern sie nach Israel umdirigiert wird, um die von der UNO genehmigte Blockade aufrecht zu erhalten. Israel wird jegliche humanitäre Fracht weiterleiten, die das Schiff für den Gazastreifen mitführen wird. Abgesehen davon ist sie ein jämmerlich kleines Schiff, das nicht in der Lage ist mehr als ein paar Autoladungen an Fracht mitzuführen. Vergleichen Sie das mit den mehr als 1.200 LKW-Ladungen, die Israel jede Woche in den Gazastreifen transferiert. Die Estelle befördert keine Ladung humanitärer Hilfe, sondern eine Fracht Menschenrechts-Saboteure, die dem antisemitischen Hamas-Regime Hilfe leistet.

Ungesund vom jüdischen Staat besessen

Schweden ist ein Land, in dem die politisierte Kirchenführung – anders als die Mehrheit ihrer Mitglieder – fanatisch antiisraelisch ist und oft ans Antisemitische grenzt. Ein Blick auf ihre „Hilfs“-Organisation Diakonia offenbart keine Hilfe für die belagerten Christen in Bethlehem oder Gaza oder koptische Christen in Ägypten oder massakrierte Christen in Pakistan – sondern nur eine Obsession mit antiisraelischen Taten und Empfindungen.

Abgesehen von ein paar Ausnahmen sind die schwedischen Medien träge, vorurteilsbehaftet, massenkompatibel, prinzipienlos und faktenscheu, weil sie Angst haben, diese könnten ihren vorgefassten Vorstellungen stören. Schwedens größte Boulevardzeitung, Aftonbladet, brachten eine nicht belegte Story, die IDF würde palästinensische Araber töten und für einen makabren, aber lukrativen Handel ihre Organe ernten. Sie gab nie eine Rücknahme, auch keine Entschuldigung für diesen mittelalterlichen Ritualmord-Vorwurf ab.

Kundgebung für Israel

Das ist das Klima der Indoktrination, in dem naive, gut meinende Schweden aufgezogen werden. Es ist hier, wo die Ship to Gaza-Kollaborateure ihre geistige Nahrung, ihre Finanzen, ihre Unterstützung gewinnen. Schweden sind nicht von Natur aus antisemitisch, auch nicht inhärent anti-israelisch. Verzerrende Medien, die sich durch einen ungesunde Hingabe3 an den Konsens selbst zensieren, eine stark politisierte Kirchenführung und Politiker, die am Alter der politischen Korrektheit beten – all das hat geholfen eine Situation zu schaffen, in der das Tragen einer Kippa in der Öffentlichkeit gefährlich ist, in der das Schwenken der israelischen Flagge und nicht gegen irgendjemanden oder irgendetwas, sondern sich für Demokratie und Wahrheit auszusprechen eine massive Anwesenheit höchst lobenswerter, aber politisch lahm gelegter Polizeikräfte erfordert.

Schweden im Spätsommer 2012: Zuhause genährter Hass und sein Export nach Gaza auf der Estelle, während Demokraten sich Kippa tragend unter Polizeischutz auf die Straße begeben. Das ist ein trauriges Bild.