Es ist an der Zeit das „Palästinensertum“ zu entnormalisieren

Juden können es sich nicht länger leisten die Auslöschung unserer Identität, unserer Ethnie, unseres Volks und unserer Nation zu tolerieren.

Karen Lehrman Bloch, Israel National News, 11. Juli 2022

להחרים את ישראלצילום (Foto: istock)

Letztes Jahr gab es in den USA fast 3.000 antisemitische Übergriffe, eine Zunahme um 34% gegenüber 2020. In New York City nahmen die Angriffe um 409% zu. Das spiegelt sich in den täglichen Vorfällen an Universitäten mit unverhohlen israelfeindlichen Professoren, Rednern, Studenten und Resolutionen. Und es nahm damit Eingang in die Politik, dass die Abgeordnete Rashida Tlaib einen „Nakba“-Beschluss in den Kongress einbrachte, mit dem in Gesetz gegossen werden sollte, dass die Gründung Israels eine „Katastrophe“ war.

Das dramatische Anschwellen des Antisemitismus ist weitgehend ohne Gegenwehr erfolgt, weil er sich in der wirksamen Form des „Palästinensertums“ an verschiedene woke Anliegen angehängt hat. Diese neue Form des alten Hasses ist eine Ideologie der Lügen über das Land Israel in Kombination mit einer völligen Auslöschung der jüdischen Identität der Juden. „Palästinensertum“ baut zwar auf uralten antisemitischen Motiven der Weltbeherrschung auf, hat sich aber mühelos mit den aufkommenden woken Ideologien von heute verschmolzen. Obwohl sie absolut  genauso gewalttätig, betrügerisch und gefährlich ist, wie ältere Formen von Judenhass, ist sie in einem schockierenden Ausmaß unbehelligt geblieben.

Das ist die einzige Möglichkeit das Fehlen bedeutender Gegenreaktionen zu erklären, als am 2. Juni eine interaktive Landkarte von 483 jüdischen und weiteren Institutionen in Massachusetts – darunter eine jüdische Highschool, eine jüdische Behindertengruppe und eine Synagoge – online ging. Die harmlos „Mapping Project“ [Kartierungsprojekt] genannte Internetseite erklärt ungeniert: „Unser Ziel bei der Verfolgung dieser kollektiven Kartierung bestand darin die lokalen Instanzen und Netzwerke offenzulegen, die Verwüstung inszenieren, damit wir sie demontieren können. Jede Einheit hat eine Adresse, jedes Netzwerk kann zerschlagen werden.“

Unter Zuhilfenahme Jahrtausender alter antisemitischer Sprachbilder zu jüdischer Manipulation und politischer Strippenzieherei ist die Karte (gespenstisch ähnlich den Nazi-Kartierungen von Juden; um sie leichter zusammentreiben zu können – Red.) im Wesentlichen eine Version des 21. Jahrhunderts der Protokolle der Weisen von Zion; diese waren eine Fälschung aus dem Jahr 1903, die einen jüdischen Plan zur Beherrschung der Welt behauptete, der half brutale russische Pogrome und den Holocaust zu befeuern.

Juden sind laut dieser Landkarte für alles Schlechte in der Welt verantwortlich und haben andere Gruppen dahingehend manipuliert bei ihren ruchlosen Plänen zu kollaborieren.

Die Landkarte ist ein natürlicher nächster Schritt für die internationale Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS), die anstrebt Israel zu „entnormalisieren“ und seine Existenz zu beenden. Die Landkarte, veröffentlicht von einer anonymen Gruppe BDS-Anhänger, identifiziert ein „Spinnennetz an Verbindungen“, darunter die Namen und Adressen jüdischer und nichtjüdischer Leiter. Das Projekt will demonstrieren, dass „institutionelle Unterstützung für die Kolonisierung Palästinas“ hier, wo wir leben, strukturell mit der Politik und systemischen weißen Vorherrschaft und imperialistischen Projekten der USA in anderen Ländern verbunden ist. Die Karte ist „eine Ressource zur Sammlung von Informationen unter den Aspekten der [sogenannten] Unterdrückung“, einschließlich „Medizinapartheid“ und „Landraub“.

Hätte eine Landkarte, die zeigt, wo all die Juden sind und sie als feindliche Unterdrücker ins Visier nimmt, die „demontiert“ werden müssen, nicht sofort angeprangert und dichtgemacht werden müssen?

Leider hat das Palästinensertum bisher Erfolg gehabt. Das BDS-Nationalkomitee gab eine nicht überzeugende und belanglose Kritik an der Seite aus; sie ist aber aktiv und wird von BDS Boston immer noch beworben. In einem Brief vom 20. Juni wies Generalkoordinator Mahmoud Nawajaa BDS Boston an die Landkarte zu entfernen oder „das BDS-Akronym von eurem Namen zu nehmen“. Nawajaa schrieb, dass das Nationalkomitee „schwere Bedenken“ wegen des Projekts hat, weil es „unstrategisch Namen und ‚physische Adressen‘ von Institutionen und Personen als Ziel vorgibt und zur Verfügung stellt und Botschaften bewirbt, die Formulierungen wie ‚Widerstand in all seinen Formen‘ beinhalten“.

Es ist traurig, dass dieser Brief irreführend ist, denn das Palästinensertum des Mapping Projects ist die Grundlage der BDS-Bewegung an sich, deren Endziel darin besteht Israel auszugrenzen und letzten zu „demontieren“. Nerdeen Kiswani von der Gruppe Within Our Lifetime [zu unseren Lebzeiten] behauptete zum Beispiel vor kurzem, dass jüdische Gemeindeorganisationen „zionistische Organisationen sind, die sich hinter dem Judentum verstecken. Also ist jede einzelne Organisation auf dieser Liste ein legitimes Ziel.“

Zahra Billoo, Exekutivdirektorin der Ortsgruppe San Francisco des Council on American-Islamic Relations, sagte: „Wir müssen auf die zionistischen Synagogen achtgeben. Das sind unsere Feinde.“ Die New Yorker Gruppe Decolonize This Place war noch deutlicher und postete online: „Findet Ziele in eurer Nähe, findet heraus, wo diese zionistischen Pappnasen leben und wo ihre Büros sind und handelt!“

Die BDS-Kampagne hat intersektionales Palästinensertum enorm effektiv eingesetzt. BDS Boston twitterte: „Imperialismus, Rassismus, Militarismus & Zionismus sind in unseren Gemeinschaften systemisch verbunden.“ Die Kartierer sprachen von „hoch militarisierten Kräften, die Ressourcen und Informationen teilen, um die zusammenlaufenden Systeme der weißen Vorherrschaft und des Kapitalismus durchzusetzen“.

Wird das, nachdem das Mapping Project jetzt gründlich Antizionismus als unverhohlenen Antisemitismus entlarvt ist, ein Wendepunkt im endlosen Kampf zur „Entnormalisierung“ Israels darstellen? Leider nein. Die Karte ist immer noch online und die meisten nationalen Medien haben sich nicht einmal die Mühe gemacht darüber zu berichten.

Berichten zufolge beobachtet das FBI das Projekt, obwohl sie noch „keinerlei direkte Drohungen mit Gewalt“ gefunden haben, die der Karte entstammen. Am 21. Juni drängte eine überparteiliche Gruppe von 37 Abgeordneten des Repräsentantenhauses die Bundes-Gesetzeshüter die potenzielle Verwendung des von ihnen als „gefährliche Aufstachelung“ bezeichneten Projekts durch Extremistengruppen zu untersuchen, auch wenn unklar ist, ob es solche Ermittlung geben wird.

Das Mapping Project ist aber eindeutig nur die jüngste – wenn auch krasseste – Erscheinungsform eines Stroms an bösartigen Ideen, die mit dem überwältigenden Anstieg tatsächlicher antisemitischer Angriffe verbunden ist.

Was passieren muss: die Entnormalisierung des „Palästinensertums“

Ehrliche Journalisten, Professoren und Politiker müssen anfangen herauszustellen, dass es nie ein Land namens „Palästina“ gab. Israel ist kein „Siedler- und Kolonial“-Staat „weißer Europäer“. Juden stammen aus Judäa und sind Einheimische im Land Israel. Trotz Jahrhunderten Verfolgung sind wir ein Volk geblieben, eine Nation, eine Ethnie – und nicht „weiß“, europäisch oder „privilegiert“.

Fakt ist: Vor 1948 bezog sich der Begriff „Palästinenser“ auf Juden. Im 2. Jahrhundert schlugen die Römer eine jüdische Revolte nieder, kolonisierten Jerusalem und Judäa und benannten das Land in Syria Palaestina“ um – ein Name, der wahrscheinlich den Philistern entlehnt wurde, einem Volk aus der Ägäis, das absolut keine Verbindung zu Arabien hatte. Wegen einer ständigen jüdischen Präsenz im und Verbindung zum Land wurden in der Region lebende Juden bis zur Wiedergeburt des Staats Israel „Palästinenser“ genannt. 1950 erfanden jedoch der KGB und später der Ägypter Yassir Arafat ein „palästinensisch“-arabisches Volk als Mittel zur Vernichtung Israels. Das wurde vom arabischen Professor Edward Said von der Columbia University in den 1970-er Jahren „akademisch“ formalisiert.

Und jetzt hat dieses „Palästinensertum“ endgültig, katastrophal über die Woke-Ideologie seinen Höhepunkt erreicht.

Juden haben keinen Wunsch in der Woke-Opfer-Olympiade zu wetteifern. Aber unsere Identität wird nicht länger gelöscht werden. Im „White Rose Magazine“ haben wir das Judean Ethnicity Project geschaffen, um die jüdische Identität sowie unsere indigenen Verbindungen zum Land Israel zurückzuholen. Wird das den Hass und die Verfolgung beenden, die das Palästinensertum schürt? Leider nein. Aber es wird jedem Judäer einen Grund geben für unser Land und unser Volk zu kämpfen.

Regavim: Israel hat es versäumt eine Politik zu Judäa und Samaria auszuformulieren

Die Gruppe macht „selektive Durchsetzung empörend überholter Gesetze“ dafür verantwortlich, dass der PA weiter erlaubt wird Israel auszunutzen.

Eitan Divinsky (Regavim), Israel National News, 9. Juni 2022

Israelis in Gush EtzionGershon Elinson/Flash90

Die Bewegung Regavim veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie erklärte, dass das aktuelle Versagen der Regierung das Gesetz für die Bestimmungen zu Judäa und Samaria zu verabschieden „nur ein kleiner Teil des Gesamtproblems“ war und dass Israel eine präzise Politik in Bezug auf die Zukunft jüdischen Lebens in Judäa und Samaria formulieren muss, weil es ansonsten riskiert alles zu verlieren.

Zu Beginn der Woche stimmte das Knesset-Plenum gegen das, was fünf Jahrzehnte lang Standardgesetzgebung gewesen ist.

Die erste Lesung des Gesetzes zur Verlängerung der Notstandsregelungen in Judäa und Samaria um weitere fünf Jahre wurde nicht angenommen – zum ersten Mal seit 1967: 52 Abgeordnete stimmten dafür, 58 dagegen. Die Notstandregelung wendet israelisches Recht auf Bürger an, die in Judäa und Samaria leben und betrifft in erster Linie die Befugnisse von Israels Judikative und Exekutive zu Israelis, die in Judäa und Samaria Verbrechen begangen haben, einschließlich Bereichen unter PA-Zuständigkeit.

Diese Regelungen ermöglichen es Israel gegenüber israelischen Bürgern Verfügungen auszuführen und Strafen durchzusetzen und schaffen einen Rahmen für juristische Kooperation zwischen Israel und den zuständigen Zweigen der palästinensischen Autonomiebehörde.

Die Notfallregelungen werden Ende diesen Monats auslaufen, was die Dinge für die Strafverfolgungsbehörden wie auch für die Einwohner von Judäa und Samaria komplizieren dürfte. Nach Meinung des stellvertretenden Generalstaatsanwalts „wird das juristische und praktische Probleme für die Durchführung komplexer oder gemeinsamer Ermittlungen schaffen, was ein beträchtlicher Faktor und ein unverzichtbares Element der Befugnisse des Militärgouverneurs ist, die die Verwaltung des Gebiets und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit beeinflusst“.

„Aber die tatsächliche Geschichte hier ist das fortgesetzte Versagen der israelischen Regierung eine Politik zu formulieren, eine nationale Vision zu artikulieren und Regierungsführung zu demonstrieren“, sagte Avraham Binyamin, der Direktor der Politik-Abteilung der Bewegung Regavim.

„Das Einzige, was israelische Regierungen seit 1967 davon abgehalten hat israelisches Recht in Judäa und Samaria zur Anwendung zu bringen, ist ihre eigene Zurückhaltung – eigentlich ihr Kleinmut. Das hat zu einer chaotischen Realität geführt, die der Sicherheit und der Lebensqualität der Einwohner von Judäa und Samaria, Juden wie Arabern, und der Sicherheit des Staates Israel als Ganzem schadet“, sagt Binyamin.

„Diese Regularien betreffen hauptsächlich das Strafrecht und Bürgerrechte. Die verschiedenen technischen Bestimmungen offenbaren die offizielle Politik des Staates Israel für Verbrechen in Judäa und Samaria, aber was sie nicht beinhalten dürfte vielsagender sein: Weil die Fragen von Eigentumsrechten – Grundstücks- und Eigentumsrecht – völlig ignoriert werden, decken sie das Versagen der Regierung auf die Grundrechte des Staates und seiner Bürger zu schützen“, fährt er fort.

„Grundstücksrechte in Judäa und Samaria verbleiben in den jordanischen und osmanischen Systemen und diese Gesetze sind veraltet, ineffektiv und in einigen Fällen sogar antisemitisch. Noch schlimmer ist vielleicht, dass die selektive Art, in der diese Gesetze angewendet werden, vom israelischen Justiz- und Militärsystem durchgesetzt wird. Selektive Durchsetzung von empörend veralteten Gesetzen hat es der palästinensischen Autonomiebehörde ermöglicht – und ermöglicht es ihr weiter – das israelische System auszunutzen, um riesige Bereiche von Judäa und Samaria zu annektieren, die Landkarte neu zu zeichnen und die gesamte Region in gewalttätige Konfrontation zu führen. Fortgesetzter Verlass auf Notfallgesetzgebung könnte das kleinere Übel sein, aber das ist gewiss nicht die Lösung.“

Israel muss die Appeasement-Politik auf dem Tempelberg beenden

Diskriminierung von jüdischem Gebet am heiligsten Ort des Judentums ist obszön.

Farley Weiss, Israel HaYom, 30. Mai 2022

Das Jerusalemer Amtsgericht hat gerade Strafverfahren gegen Juden zugelassen, die an einem öffentlichen Ort auf dem Tempelberg, dem heiligsten Ort des Judentums, das Schmaij-Gebet sprechen. In ihrem Urteil schrieb Richterin Einat Avman-Muller, dass Gebetsfreiheit „nicht absolut ist und sie sollte von anderen Interessen aufgehoben werden, darunter die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung.“ Mit anderen Worten: Der Grund für dieses obszöne Urteil ist antisemitische Opposition muslimischer Radikaler zu solchem Gebet.

Es ist klar, dass Opposition gegen jüdisches Gebet auf dem Berg, ob nun von Jordanien oder der PA, der Inbegriff von virulentem Antisemitismus ist. Warum sollte irgendjemand gegen friedliches jüdisches Gebet sein, wenn er kein virulenter Antisemit ist? Und warum sollte Israel vor Antisemitismus kapitulieren, statt für die Sicherheit betender Juden zu sorgen?

Die Aufzeichnungen der Geschichte beweisen, dass der Tempelberg der heiligste Ort des Judentums ist, die Stelle, der die Juden sich zuwenden, wenn sie beten, sowie der Ort der zwei jüdischen Tempel. In einer kleinen Ecke des Tempelbergs befindet sich die Al-Aqsa-Moschee, aber Muslime erhoben erst einen historischen Anspruch auf irgendeinen Teil des Tempelbergs, nachdem Israel ihn 1967 befreite.

1925 veröffentlichte der Oberste Muslimrat einen Touristenführer für den Tempelberg. Darin hieß es, dass die „Identität des Ortes mit der Stelle des Tempel Salomos unbestritten ist. Das ist laut allgemeiner Überzeugung auch die Stelle, an der David einen Altar für den Herrn baute und Brandopfer sowie Friedensopfer darbrachte‘.“ Der Führer erklärt weiter, dass muslimische Herrschaft über den Tempelberg 637 n.Chr. begann, dem „Jahr, in dem Kalif Omar Jerusalem besetzte“. 1925, so scheint es, gaben die muslimischen Führer eine akkurate historische Sicht auf den Tempelberg wieder, erkannten die historische Verbindung der Juden zu dem Ort an und erkannten an, dass darauf zwei Tempel existierten.

Es überrascht daher nicht, dass Israel, als es den Ort 1967 befreite, den Tempelberg in Unordnung vorfand, weil von 1948 bis 1967 kein arabischer Führer den Tempelberg besuchte – er wurde nicht als wichtig genug betrachtet.

Heute sieht das Narrativ, das die Muslime im Verlauf des letzten Jahrhunderts ausgeheckt haben, sehr anders aus. Infolge ihrer falschen und antisemitischen Behauptungen ist die heiligste Stätte des Judentums, ein öffentlicher Ort, der Tempelberg, heute zur einzigen Stätte in einer Demokratie geworden, an der es für Juden illegal ist zu beten.

Zur Grundlage hat dieses Verbot die falsche Behauptung, dass nicht nur die Al-Aqsa-Moschee, sondern der gesamte Tempelberg samt der Westmauer den Muslimen heilig ist. Diese Behauptung wird noch durch die antisemitische Falschmeldung verschlimmert, der Tempelberg sei den Juden nicht heilig, was auf berüchtigte Weise vom PA-Vorsitzenden Yassir Arafat am 17. Juli 2022 beim Camp David-Gipfel verkündet wurde. Arafat schockierte Präsident Bill Clinton, als er leugnete, dass die jüdischen Tempel jemals auf dem Tempelberg standen. Der israelische Botschafter in den USA, Danny Ayalon, der dabei war, berichtete, dass Präsident Clinton wütend und tief bestürzt war. Er schrie Arafat an: „Nun, lassen Sie mich Ihnen etwas sagen, Herr Vorsitzender: Als mein Messias Jesus Christus auf den Tempelberg ging, sah er keine Moscheen. Er sah keine Al-Aqsa. Er sah nicht den Felsendom. Er sah nur den jüdischen Tempel.“

Es ist bedauerlich, dass Israel auf derartiges antisemitisches Leugnen nicht so geantwortet hat, wie es das hätte tun sollen. Tatsächlich hat es über eine Appeasement-Politik zu radikalen muslimischen Krawallen und Einschüchterung ermutigt, die den Status quo auf dem Tempelberg verändert haben und solche Gewalt hat wegen ihres Erfolgs nur zugenommen. Yisrael Medad schrieb vor kurzem, dass die „Waqf, die religiöse islamische Stiftung, die Eintrittszeiten geändert und Sabbat-Besuche von Juden verboten hat. … Die Waqf schuf neue Feiertagszeiten, pflanzte Obstgärten, pflasterte neue Wege, errichtete Freiluft-Gebetsstellen und baute drei neue Moscheen auf dem Tempelberg.

Damit ist klar, dass Israels Entscheidung, aus Angst vor Gewalt solches Tun zu gestatten, nicht funktionierte. Stattdessen hat sich die Situation verschlimmert. Offizielle Vertreter Jordaniens und der PA haben deutlich gemacht, dass sie diese Strafaktionen fortsetzen werden, um jüdischem Gebet nicht nur auf dem Tempelberg, sondern auch an der Westmauer ein Ende zu setzen.

Taysir al-Tamimi, ehemaliger oberster Richter des Religionsgerichts der PA, sagte vor kurzem: „Die gesegnete Al-Aqsa-Moschee ist islamisch und gehört allein den Muslimen … und die Juden haben kein Recht daran … oder ein Recht an irgendeinem Teil davon zu beten.“ Er fügte hinzu: „Zur Al-Aqsa-Moschee gehören alle ihre Höfe … und insbesondere die Westmauer.“ Der PA-Minister für Religionsangelegenheiten Mahmud al-Habbasch behauptete auch, die Al-Aqsa „wird mit niemandem geteilt und niemand außer Muslime werden darin beten“. Letzten Dezember erklärte Habbasch, dass die Westmaure „einzig ein authentischer Teil der Al-Aqsa-Moschee“ ist.

Der jordanische Premierminister Bischer al-Kasawnet gab Angriffen auf jüdische Betende an der Westmauer volle Unterstützung. In einer Parlamentssitzung sagte er: „Ich gratuliere allen Palästinensern und allen jordanischen Waqf-Arbeitern, die alle wie ein Turm mit erhobenem Haupt da stehen und denen, die Steine auf Pro-Zionisten [Betende an der Westmauer] werfen, die die Al-Aqsa-Moschee besudeln.“ Vor nur ein paar Jahren forderte Jordanien das Welterbe-Komitee der UNESCO auf die Westmauer als muslimische Stätte umzuklassifizieren und versuchte das Patriarchengrab in Hebron sowie das Rahelgrab bei Bethlehem als rein muslimische Stätten einstufen zu lassen, um ihre Heiligkeit für Juden auszulöschen.

Daher ist klar, dass Israels Zugeständnisse nicht funktioniert haben, weil die einzige Konzession, die die zufriedenstellen wird, die gegen jüdisches Gebet auf dem Berg sind, die Vernichtung Israels ist. Die Krawalle und Gewalt werden enden, wenn muslimische Radikal lernen, dass Krawalle und Gewalt ihre politischen Ziele nicht erreichen werden und wenn Israel die Diskriminierung von jüdischem Gebet abschafft und deutlich macht, dass seine Politik auf dem gründet, was Recht und gerecht ist, nicht auf Angst vor Gewalt. Wenn Israel das tut, dann wird das fundamentale Recht der Juden an ihrem heiligsten Ort zu beten, zum ersten Mal seit 2.000 Jahren verwirklicht werden.

Warum die USA das Appeasement der Palästinenser nicht beenden werden

Es gibt auch eine tödliche Weigerung sich der Realität des Nahen Ostens zu stellen, die amerikanische Administrationen wie auch Regierungen in Britannien und Europa seit vielen Jahrzehnten kennzeichneten.

Melanie Phillips, Israel HaYom, 3. Juni 2022

Die Besessenheit der Administration Biden die Sache der Palästinenser auf Kosten Israels anzukurbeln, geht weiter.

Letzte Woche wurde berichtet, dass die Administration zögerlich ihren Vorschlag aufgegeben hat das Palästina-Konsulat in Jerusalem wieder zu eröffnen.

2019 hatte der ehemalige Präsident Donald Trump das Konsulat geschlossen. Israel war gegen den amerikanischen Plan der Wiedereröffnung, weil eine Mission, die die palästinensischen Araber bedient und von israelischem Territorium aus agiert, die israelische Souveränität beeinträchtigt.

Es würde den Eindruck verstärken, dass die USA die Teilung Jerusalems unterstützt, womit die mächtige Geste amerikanischer Unterstützung für Israels Hauptstadt durch Verlegung der US-Botschaft im Jahr 2018 aus Tel Aviv ins Konsulatsgebäude in Jerusalem untergraben wird.

Darüber hinaus erklärten der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo und andere, dass die Eröffnung eines Konsulats für die Palästinenser in Jerusalem laut der Genfer Konvention zu konsularen Beziehungen illegal wäre, was das Einverständnis des Gastgeberlandes zur Eröffnung genauso voraussetzt, wie der US Jerusalem Embassy Act von 1995, der Jerusalem als Israels Hauptstadt und ungeteilte Stadt anerkennt.

Es wurde berichtet, dass das Team Biden eine andere Taktik übernommen hatte, um die palästinensische Vertretung zu fördern, indem Hady Amr, der Staatssekretär für israelische und palästinensische Angelegenheiten, in die Rolle des Sondergesandten für die Palästinenser erhoben wurde.

Im Rahmen dieses Plans sollte Amr eng mit der Palestinian Affairs Unit zusammenarbeiten, die aktuell ein Zweig innerhalb der US-Botschaft in Israel ist. Das dürfte amerikanische Diplomaten, die die Palästinenser bedienen, von denen trennen, die die Israelis bedienen und damit den Status der Palästinenser aufwerten, indem ihnen direkter und öffentlicher Zugang zur US-Regierung gegeben wird.

Amr seinerseits hat eine Geschichte der Feindseligkeit gegenüber Israel. „Ich war von der palästinensischen Intifada inspiriert“, schrieb er 2001. Nachdem ein israelischer Luftangriff 2002 Scheik Salah Schahada, den Kopf der Issedin al-Qassam-Brigaden tötete, tönte Amr, die Araber würden „niemals vergessen, was das israelische Volk, das israelische Militär und die israelische Demokratie den palästinensischen Kindern angetan haben. Und es wird tausende geben, die versuchen werden diese brutalen Mörder Unschuldiger zu rächen.“

Amr wird als Schlüsselfigur hinter der Abkühlung der Administration Biden gegenüber Israel und ihrer Katzbuckelei vor den Palästinensern betrachtet, darunter zu den Plänen die Hilfe für die PA bedingungslos wiederherzustellen, die während Trumps Amtszeit gekürzt wurde.

Wie immer Amr’s tatsächliche Rolle aussieht, es scheint so, dass das Team Biden den Konsulatsplan nicht aufgegeben hat. Bei einer Pressekonferenz sagte diese Woche US-Außenamtssprecher Ned Price: „Wir bleiben der Eröffnung eines Konsulats in Jerusalem verpflichtet. Wir glauben weiter, dass das für unser Land ein wichtiger Weg sein kann mit dem palästinensischen Volk in Kontakt zu treten und es zu unterstützen.“

Die Verzögerung bei der Wiedereröffnung, sagte er, beinhalte „einzigartige Empfindlichkeiten … und wir arbeiten das Problem mit unseren palästinensischen und israelischen Partnern durch.“

Doch was die Palästinenser in letzter Zeit getan haben, berechtigt kaum zu solchem Respekt als „Amerikas Partner“ neben Israel.

Denn die PA stachelt wiederholt zu Gewalt gegen israelische Juden auf, wie man in dem Material sehen kann, das auf den Internetseiten von Palestinian Media Watch (PMW) und dem Middle East Media Research Institute (MEMRI) eingestellt ist.

Auf ihrer offiziellen Fatah-Facebookseite postete Mahmud Abbas‘ Partei, die die PA leitet, ein Video, das die Palästinenser anstachelt den israelischen nationalen Flaggenmarsch durch Jerusalems Altstadt letzte Woche aufzuhalten. „Jerusalem verteidigen“, hieß es dort, „ist nicht einfach normale Pflicht, sondern ein Test unseres religiösen und nationale Bewusstseins … Jerusalem wartet auf seine Beschützer, also seid nicht gleichgültig und lasst sie ihre Flaggen nicht an unserem Himmel schwenken.“

Die offizielle PA-Zeitung brachte eine Kolumne, die den Flaggenmarsch attackierte und einmal mehr die Juden aus ihrer eigenen nationalen Geschichte schrieb. Darin wurde fälschlich und haarsträubend behauptet, vor 5.000 Jahren habe eine palästinensische Nation mit Jerusalem als Hauptstadt existiert und die Tatsache bestritten, dass Jerusalem jemals die Hauptstadt eines antiken Königreichs Israel oder Judäa war.

In ähnlicher Weise behauptete sie auch, dass die Westmauer des Tempelbergs „einzig den Gläubigen der Religion des Islam“ gehöre und rief sie auf „die zionistischen Herden aus ihm zu vertreiben, die das palästinensische Land stehlen und das Judentum aus seinen Schlupfwinkeln zu werfen, bis es friedlich oder mit anderen Mitteln des Kampfes befreit wird“.

Während des letzten Ramadans ermutigte die PA Gewalt an der Al-Aqsa-Moschee und den sie umgebenden Plätzen sowie sonstigen Stellen in Israel. Ein Fatah-Offizieller schwor, die Fatah „wird weder das Gewehr absetzen, noch den Stein, noch irgendein anderes Mittel des Widerstands gegen die Besatzung“.

Diese und viele andere Aufrufe zu jihadistischer Gewalt hatte Terroranschläge im März und April zur Folge, durch die mindestens 19 Israelis ermordet wurden, darunter ein arabisch-israelischer Polizist.

Die Fatah hat zwei palästinensische Mörder, die während der Gewaltwelle bei zwei Terroranschlägen im Zentrum von Tel Aviv und in Bnei Brak acht Menschen töteten, als „heldenhafte Märtyrer“ bezeichnet. Ein offizieller Vertreter der Fatah erklärte: „Wir lieben den Märtyrertod so, wie ihr das Leben liebt“, während Palästinenser skandierten: „Wie süß ist es Juden zu töten!“

Obwohl solche Hetze vor kurzem einen Höhepunkt erreichte, verkündet die PA regelmäßig naziartige Ritualmordlügen und Verschwörungs-Irrsinn von „bösartigen Juden“, weist ihre Kinder an, dass ihre höchste Berufung darin besteht Israelis zu töten und ihr Land zu stehlen; und sie zahlt weiter Terroristen-Familien eine Belohnung für die Ermordung israelischer Juden.

In jedem zurechnungsfähigen und funktionierenden Universum würden solche Leute daher als soziale und politische Parias behandelt und für ihre mörderische Agenda zur Verantwortung gezogen.

Warum ist dann die Administration Biden so entschlossen sie stattdessen hochzuheben? Natürlich gibt es Elemente innerhalb der Administration widerliche Antizionisten oder judenfeindlichen Hass. Solcher Fanatismus kennzeichnet viele Palästinenser-Anhänger in progressiven Kreisen überall im Westen.

Es gibt aber auch eine todbringende Weigerung sich der Realität im Nahen Osten zu stellen, die amerikanische Administrationen, wie auch Regierungen in Britannien und Europa viele Jahre lang geprägt hat.

Das wurde von einer fundamentalen Fehlvorstellung gespeist, dass der gegen Israel geführte Vernichtungskrieg stattdessen ein Konflikt zwischen rivalisierenden Ansprüchen auf dasselbe Gebiet ist. Für diejenigen, die diese Scheuklappen tragen, muss die Lösung daher ein Kompromiss zwischen den beiden Seiten sein, bei dem das Land geteilt werden muss.

Weil es sich aber in Wirklichkeit um einen Vernichtungskrieg der palästinensischen Seite gegen Israel handelt, dienen alle solche Kompromissversuche stattdessen der Legitimierung, Anreiz für und Belohnung von Aggression – während Israel bestraft und geschwächt wird, weil es sich weigert vor einem existenziellen Feind zu kapitulieren.

Der große Trugschluss amerikanischer oder westlicher Liberaler besteht darin, dieses Bestehen auf Kompromiss sei der Beweis für ihre Objektivität.

Die Idee der Egalität und damit der moralischen Gleichwertigkeit ist ein vermeintlich grundlegendes Gebot liberalen Denkens. In Wirklichkeit hat es groteske und amoralische Ungleichheit zur Folge. Dadurch, dass auf Gleichwertigkeit zwischen Opfer und Aggressor bestanden wird, endet es immer damit den Aggressor zu begünstigen und das Opfer in noch größere Gefahr zu bringen.

Es ist unmöglich den Palästinenserstaat zu unterstützen, ohne Israel zu schaden. Palästinenser-Anhänger sagen sich selbst, sie würden denen helfen, die eines eigenen Staates beraubt worden sind. Tatsächlich helfen sie dem möglichen Einmarsch und Diebstahl des Landes von jemand anderem.

Westliche Liberale scheinen das nicht zu erkennen, aber ihre Unterstützung stellt die letzte Chance der Palästinenser dar Israel zu vernichten. Denn die arabische Welt hat sich weitgehend von ihnen abgewendet und statt zu versuchen Israel zu vernichten, „normalisieren“ die arabischen Staaten zunehmend die Beziehungen zum jüdischen Staat.

Kurz gesagt: Der mörderische palästinensische Zug hat den Bahnhof verlassen. Die Administration Biden und andere westliche Liberale – die sich an ihrer ideologisch verdrehten Fantasien über die Schaffung einer neuen Welt festklammern – sind offensichtlich die Letzten, die das mitbekommen.

Eine verpasste Gelegenheit Fakten vor Ort zu schaffen

Anders als Israel stehen die Palästinenser unter keinem internationalen Druck nicht in E1 zu bauen – und sie tun das bereits

Karni Eldad, Israel HaYom, 2. Juni 2022

Die gelben Hügel, die von Jerusalem hinunter nach Ma’ale Adumim führen, sind geduldig und haben ein langes Gedächtnis. Sie erinnern sich daran, das Versprechen des verstorben Premierministers Yithak Shamir gehört zu haben, dass auf ihnen jüdische Viertel als Teil von Ma’ale Adumim gebaut werden würden. Sie waren aufgeregt, als der verstorbene Premierminister Yitzhak Rabin diese Pläne genehmigte und den Beginn der Arbeiten anordnete. Sie hielten den Atem an, als sie hörten, sie würden die Heimat für 4.000 Wohneinheiten werden, die „Mevasseret Adumim“ heißen sollten, aber am Ende ging ihnen die Luft aus, weil selbst Hügelkuppen nicht derart lange warten können.

27 Jahre sind vergangen und das Gebiet E-1 ist immer noch ohne Juden. Die Palästinenser? Sie haben bereits angefangen dort zu bauen. Diese Bautätigkeit ist Teil des großen Plans, den sie mit der UNO und der EU für eine De facto-Besetzung Jerusalems und seiner Umgebung teilen. Dieser Plan wird mit etwa einer Milliarde Dollar finanziert und dazu gehören der Bau von Regierungsgebäuden und massive Bautätigkeit, um sich auf enormen Landstrichen auszudehnen. Unter dem Namen „Bezirksentwicklung Jerusalem“ umreißt der Plan, wie man von „Reaktion zu Initiative übergeht und Fakten vor Ort schafft“, was es ermöglicht bis 2030 aus Jerusalem die Hauptstadt Palästinas zu machen.

Wir können aus dem Verhalten der Palästinenser und ihrer Helfer lernen: Sie handeln. Ohne Genehmigungen, Pläne oder Bremsen arbeiten die Araber still in E-1 und übernehmen die Kontrolle darüber. Sie haben bereits eine Obstplantage gepflanzt und Land eingezäunt und jetzt versucht mal sie rauszuwerfen, wie wir es im nahe gelegenen Al-Akhmar sahen. Täuschen Sie sich nicht – das sind keine armen Bauern, die ein wenig Land für ihre drei Olivenbäume brauchen; das ist eine gut organisierte, gut finanzierte Übernahme mit von der PA sorgfältig abgesteckten Grenzen, mit Korrekturen der Engländer und Franzosen.

Vor sechs Monaten wurden der Öffentlichkeit Baupläne für E-1 vorgelegt. Und die gelben Hügel waren nicht sonderlich begeistert, denn sie erkannten, mit wem sie es zu tun hatten. Und das ist gut, weil Diskussionen über Einwände den Plan wiederholt verzögerten.

Ma’ale Adumims Bürgermeister Benny Katriel appellierte an den Obersten Gerichtshof, er solle fordern, dass die Zivilverwaltung der IDF über das Thema spricht und die Regierung, die weiß, dass sie vor Gericht verlieren würde, setzte das Gespräch in zwei Monaten an, nach dem Besuch von US-Präsident Joe Biden.

Glauben Sie angesichts dieses Beschlusses, dass die Hügel anfingen einen Hora zu tanzen? Natürlich nicht. Sie wissen, wie wir auch, dass die Entscheidung eine Diskussion über den Bauplan zu führen wegen des juristischen Drucks getroffen wurde und nicht, weil die Regierung beschloss sie zu führen und solange es nach der derzeitigen Regierung geht – werden die Palästinenser die einzigen sein, die die Wüste erblühen lassen. Sie stehen nicht unter internationalem Druck nicht zu bauen, im Gegenteil; und selbst wenn es solchen Druck gäbe, würden sie bauen und Zäune errichten und Land besetzen. Machen Sie nicht den Fehler zu glauben, sie seien dumm.

Wie üblich liegt das Problem bei uns, nicht bei den Arabern. Hätten wir vor 27 Jahren angefangen zu bauen oder würden wir jetzt die illegalen palästinensischen Bauten wegräumen, hätten wir eine ganz andere Geschichte.

Aber wir sind kein anderes Volk und die Entscheidung Bauarbeiten für Juden auszuführen ist etwas, das die Regierung immer wieder ablehnen wird.

Obwohl wir kurz wohl vor einer Wahl stehen und Premierminister Naftali Bennett und Innenministerin Ayelet Shaked versuchen könnten ihrer Basis Signale zu geben, ist es nicht nötig Ohrstöpsel zu kaufen.

Die Bagger werden so bald nicht anfangen auf den gelben Hügeln zu arbeiten.

Die Strategie „zerbrochene Fenster“ gegen die Dämonisierung Israels

Üble Typen kommen mit Mord davon, wenn alle andere beschließen wegzusehen.

Melanie Phillips, 20. Mai 2022

Die Politik-Theorie der „zerbrochenen Fenster“, die den 1990-er Jahren für einen atemberaubenden Rückgang der Verbrechen in New York verantwortlich war, gründete auf einem einfachen Vorschlag. Dieser lautete, dass üble Menschen dazu ermutigt werden schwere Verbrechen zu begehen, wenn kleinere soziale Ärgernisse wie Müll, Vandalismus oder Schwarzfahren ignoriert werden.

Dieses Ignorieren übermittelt das fatale Signal, dass diejenigen mit Verantwortung einen Freifahrtschein für Störungen ausstellen. Um schwere Verstöße zu stoppen, muss es eine beständige Botschaft geben, dass es null Toleranz für den Bruch jeglicher Regeln gibt, die eine Gesellschaft zivilisiert halten.

Die Theorie der „zerbrochenen Fenster“ ließe sich durchaus auch auf die Politik anwenden. Der Altphilologe und Kommentator Victor Davis Hansen hat eine schreckenerregende Analyse Amerikas veröffentlicht, die nahelegt, dass es unaufhaltsam in die Zerstörung absinkt.

Die amerikanische Politik, schreibt er, ähnelt den gewalttätigen letzten Tagen der römischen Republik. Die traditionellen Grundlagen des amerikanischen Systems – eine stabile Wirtschaft, Energieunabhängigkeit, enorme Lebensmittelüberschüsse, geheiligte Universitäten, eine professionelle Judikative, Strafverfolgungsbehörden und ein glaubwürdiges Kriminal-Justiz-System – lösen sich auf.

Das alles stimmt. Er vermerkt aber auch: „All diese Katastrophen sind selbstverursacht. Das sind getroffene Entscheidungen, kein Schicksal.“

Das ist in der Tat der Schlüssel. Eine Kultur zerstört sich selbst, wenn ihr Volk beschließt sich nicht zu verteidigen. Böse Menschen kommen mit echt schlimmen Dingen davon, wenn alle anderen sich entscheiden wegzusehen.

Dieselbe düstere und demoralisierende kulturelle Entwicklung findet in Großbritannien statt, wenn auch nicht so explosiv wie in Amerika.

Aufeinander folgende britische Regierungen haben sich entschieden das nötige Handeln zur Kontrolle der Grenzen des Landes oder zur Verhinderung der Balkanisierung der britischen Gesellschaft durch islamistische Einschüchterung nicht zu unternehmen. Sie haben sich entschieden den diversen Irrsinnigkeiten und der Drangsaliererei mit Identitätspolitik keine Null Toleranz zu zeigen, womit immer mehr sozial und kulturell destruktivem Verhalten grünes Licht gegeben wurde.

In der Außenpolitik erleben wir die erschreckenden Ergebnisse der Nichtanwendung von null Toleranz gegenüber Verstößen gegen die Regeln der Zivilisation. Der Eifer des Westens von Russlands Mafiastaat zu profitieren und sein noch selbstmörderischeres Appeasement gegenüber dem Iran haben zur Folge gehabt, dass Russland den fürchterlichen Angriff auf die Ukraine führte und dass das völkermörderische iranische Regime kurz vor dem Atomwaffendurchbruchs steht.

Das Versagen die Lektionen der Theorie des „zerbrochenen Glases“ zu lernen ist angesichts des Israel und die jüdische Diaspora verschlingendenTsunami an Antisemitismus besonders offensichtlich.

Das ist so gekommen, weil der Westen beschlossen hat keine Null-Toleranz-Politik gegenüber palästinensischen Lügen zu zeigen, die dazu dienen sollen Israel zu dämonisieren, das jüdische Volk aus seiner eigenen Geschichte zu schreiben und ihm sein Land zu stehlen.

Stattdessen sind diese Lügen von den westlichen Medien unkritisch recycelt worden; sie haben damit die Drecksarbeit der Palästinenser erledigt, indem sie palästinensisch-arabische Aggressoren zu Opfern und ihre israelischen Opfer zu blutrünstigen Unterdrückern machen.

Das wurde aktuell mit der bei einem Feuergefecht zwischen palästinensischem Bewaffneten und israelischen Soldaten in der „Westbank“-Stadt Jenin getöteten der Al-Jazira-Journalistin Shireen Abu Akleh anschaulich unterstrichen.

Es bleibt unbekannt, ob Abu Akleh von einer palästinensischen oder einer israelischen Kugel getötet wurde. Und die israelische Polizei schritt zur Kontrolle des Beerdigungszugs erst ein, als die Gefahr bestand, dass dieser von einer Menschenmenge gekapert wurde, die versessen auf hysterische Hetze aus war. Trotzdem verurteilten die westlichen Medien Israel dafür Abu Akleh getötet und ihre Trauernden mutwillig brutal behandelt zu haben.

Noch schlimmer war, dass US-Außenminister Antony Blinken dieses boshafte und unfaire Narrativ übernahm. Bei den Palästinensern wie beim Iran scheint die Administration Biden erpicht darauf zu drin „Null Toleranz“ bezüglich Israels Interessen zu zeigen, statt gegenüber denen, die entschlossen sind es von der Landkarte zu wischen.

Derweil gibt es eine gewaltige und ständige Steigerung der antisemitischen Übergriffe in Amerika und Britannien. Das ist alles miteinander verbunden.

Nach dem Akleh-Aufruhr wies Israels Generalkonsul in New York, Asaf Zamir, auf CNN darauf hin, dass antisemitische Vorfälle in New York City sich im letzten Jahr vervierfacht hatten; er sagte: „Ihr macht automatisch Israel für Dinge verantwortlich, die wir nicht getan haben. Daraus werden am Ende des Tages antisemitische Übergriffe und antisemitische Gesinnungen in den USA.“

Antisemitismus kann nie ganz ausgemerzt werden. Es könnte jedoch viel mehr getan werden, um ihn in den Untergrund zu drängen, indem man ihn völlig inakzeptabel macht. Das ist der Punkt, an dem die jüdische Welt selbst schwer gefallen ist. Sie hat es versäumt „Null Toleranz“ für die zu zeigen, die für seine Begünstigung verantwortlich sind.

Viele in der jüdischen Welt haben seit Jahren Sorge wegen der Zunahme des Antisemitismus und Millionen Dollar im Versuch ausgegeben ihn zu bekämpfen. Doch im Allgemeinen hat sich das als ineffektiv erwiesen, weil Israels Verteidiger immer versucht haben defensiv vorzugehen, statt die einzige Strategie anzuwenden, die funktioniert – in die Offensive zu gehen.

Gemäß der Theorie der „zerbrochenen Fenster“ warteten Polizisten nicht, bis die Mordrate nach oben schoss, sondern trafen Maßnahmen, um zu zeigen, dass sie schon geringere Verstöße nicht tolerieren würden. Aber die Verteidiger Israels reagieren nur, wenn antisemitische Anschläge ausgebrochen sind, haben die vergiftete Subkultur ignoriert, die in der er ausgebrütet worden ist.

Während Israels Verteidiger sich darauf beschränkt haben Anstrengungen zu unternehmen, um den Rückstand aufzuholen, haben ihre Feinde proaktiv und aggressiv die Kultur und die politische Landschaft umgestaltet.

Das Palästinensertum hat funktioniert, weil es eine über Jahrzehnte angewandte und von großen Geldmitteln gestützte Strategie gab, die bei den leichtgläubigen westlichen Linken ein komplett falsches Narrativ säte, mit dem Aggressor und Opfer umgekehrt und Israel sowie seine Verteidiger dämonisiert werden.

Die Verteidiger müssen eine ähnlich pro-aktive und aggressive Strategie gegen Israels Feinde übernehmen, allerdings auf der Grundlage von Wahrheit statt Lügen.

Das bedeutet eine Infrastruktur aufzubauen, die die öffentliche Debatte gestaltet, statt nur darauf zu reagieren. Das Hauptziel sollte nicht sein allen Menschen von Israel und dem jüdischen Volk zu erzählen (so wichtig das bleibt). Das Hauptziel sollte sein die Öffentlichkeit auf die Schlüsseltatsache aufmerksam zu machen, die ihr fast komplett unbekannt ist – dass sie belogen wird und dass die Ursache der Sache, die sie in gutem Glauben unterstützen, eine böse und völkermörderische ist.

Es ist zum Beispiel erstaunlich, dass Israels Verteidiger nicht regelmäßig die horrenden und geistesgestörten antisemitischen Karikaturen, Predigten und Äußerungen veröffentlichen, die von den palästinensischen Medien ununterbrochen herausgepumpt werden und die das Middle East Media Research Institute (MEMRI) und Palestinian Media Watch auf ihren Internetseiten sorgfältig übersetzen und wiedergeben.

Solches Material bietet eine Waffe, mit der die Achillessehne der Israelhasser getroffen werden kann – ihre narzisstische Selbstachtung. Denn was für solche Individuen von höchster Wichtigkeit ist, ist ihre Selbstüberzeugung als Menschen mit Gewissen, die sich dem Antirassismus, Antikolonialismus und Antiimperialismus und so weiter verschrieben haben.

Eine effektive proisraelische Strategie bestünde darin jeden solchen Übeltäter – Medienorgane, bestimmte Journalisten, Akademiker und andere kulturellen Führer – zu nennen und zu beschämen indem man sie mit der Nase in das stößt, was von den von ihnen verteidigten Palästinensern selbst gesagt wird, um diese „Progressiven“ als Begünstiger von Rassismus, ethnischer Säuberung und arabischem Imperialismus zu entlarven.

Die meisten Leute im Westen haben keine Vorstallung davon, dass die von ihnen unterstützten Palästinenser naziartige Hetze gegen Israel und das jüdische Volk ausspeien. Der Grund ist, dass niemand – weder in der jüdischen Welt noch sonstwo – dieses Material nutzt um zu fragen, wie ein zivilisierter Mensch jemals solche Leute unterstützen konnte. Stattdessen unterstützt sie selbst eine zunehmende Zahl linker Juden.

Medienbeobachter wie das Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis (CAMERA) und HonestReporting machen ausgezeichnete Arbeit beim Entlarven der Lügen; aber wer außerhalb der jüdischen Gemeinschaft hört von ihrer Arbeit? Eine integrierte Strategie würde sicherstellen, dass politische und andere Persönlichkeiten, deren Äußerungen berichtenswert sind, diesen Ergebnissen ein Megafon geben würden. Das könnte ihnen sogar einen Fernsehsender geben.

All das würde eine enorme Investition an Geld, Menschen und Zeit erfordern. Am wichtigsten ist jedoch, dass es einer pro-israelischen Welt bedürfte, die ein völlig anderes Denken übernimmt – eine Strategie zu schaffen, um die Fenster des Feindes zu zerbrechen bevor sie weitere der unseren zerstören.

Warum gilt Israel als schuldig, bis seine Unschuld nachgewiesen ist?

Wenn Israel verurteilt wird, egal wie es handelt, dann ist es vielleicht an der Zeit, dass seine Führung aufhört sich Sorgen zu machen, was die Welt denkt und ausnahmsweise die Wahrheit so sagt, wie sie ist.

Karni Eldad, Israel HaYom, 17. Mai 2022

Der sogenannte „Nakba-Tag“ war dieses Jahr der Höhepunkt des Albtraums, den Israel in der letzten Woche erlebte. Seit dem Tod der Al-Jazira-Reporterin Shireen Abu Akleh sind wir von allen  Seiten mit Anschuldigungen bombardiert worden und es ist kein Ende in Sicht.

Innerhalb von zwei Tagen fanden sich Militär und Polizei mitten in einem Skandal wieder: Ersteres wurde beschuldigt eine Journalistin getötet zu haben, die „über die Besatzung die Wahrheit sagte“ und Zweitere, weil sie die Trauernde schlug und die Toten nicht respektierte und so weiter und so fort.

Und ohne Soldaten und Offiziere in Sicht erlaubten sich die Palästinenser auf beiden Seiten der Grünen Linie sich auszutoben, denn wer sollte sie aufhalten? An der Universität Tel Aviv wurden Palästinenserflaggen geschwenkt und es gab Gewalt, Zusammenstöße auf dem Mahane Yehuda-Markt in Jerusalem, der Marsch nach dem Tod des Terroristen Daoud Zubeidi aus Jenin, der versuchte Lynchmord an einem Juden in Ostjerusalem und leider weitere Vorfälle, die bis zur Veröffentlichung dieses Kommentars stattfinden könnten.

Sowohl in Jerusalem als auch in Tel Aviv erhielten die Randalierer die volle Unterstützung der sie vertretenden Knesset-Abgeordneten: den MKs der Gemeinsamen Arabischen Liste Aida Touma-Suleiman, die „stolz auf die beeindruckenden jungen Leute ist, die darauf bestehen die wahre Geschichte dieses Ortes darzulegen“ und Ofer Cassif, der einen Polizisten angriff, sowie Parteichef Ahmed Tibi, der einem Randalierer half der Polizei zu entkommen.

Scheinbar eine Sackgasse. Noch besser: Wir hätten den Moment kommen sehen müssen, in dem die Journalistin getötet wurde. Dieser irre Kreislauf, der immer – und ich meine IMMER – darin endet, dass Israel verleumdet wird und Juden getötet werden, überrascht niemanden. Denn das ist das, was sie immer gemacht haben – während der Operation Wächter der Mauern im Mai letzten Jahres und 2014 während der Operation Fels in der Brandung und davor. Unsere Unterwürfligkeit machte keinen Unterschied, genauso wenig die Kastration der Gesetzeshüter und eigentlich nicht einmal die Wahrheit.

Aber dem müssen wir nicht folgen. Es gibt einen anderen Weg.

Es ist naiv zu denken: „Wenn wir der Welt nur beweisen können, dass wir in Ordnung sind, dann werden sie uns nicht schlagen.“ Das entstammt einer Mentalität, die der eines Ehepartners in einer Beziehung mit Missbrauch ähnelt. Wenn das der Fall ist, warum hören wir dann nicht einfach auf uns einen Dreck darum zu kümmern, was alle denken und sagen ausnahmsweise die Wahrheit, wie sie ist?

Die ganze Situation hätte anders aussehen können, hätten die israelischen Führungspolitiker nach dem Tod der Journalistin geschlossen gesagt: Ihr Tod ist eine Tragödie. Es ist unklar, wer sie tötete, aber wir sind sicher, dass sie – als Kriegsreporterin – die Risiken kannte. Hätten wir sie töten wollen, hätten wir das auf durchdachte Weise tun können, aber wir waren es nicht. Nächster Punkt.

Was die Beerdigung des Terroristen aus Jenin angeht, sagte mir ein weiser Mensch einmal: Wenn wir diskutieren, ob auf Palästinenser, die Steine werfen, geschossen werden soll, dann ziehe er vor „einen guten Anwalt zu haben statt eines guten Beerdigungsredners“. Das stimmt auf der Mikro- wie auf der Makro-Ebene.

Der Staat sollte sich nicht darauf konzentrieren, wie unser Handeln von der Welt wahrgenommen werden könnte, sondern darauf unsere Souveränität und unser Leben zu schützen. Wenn wir sowieso verurteilt werden, dann müssen wir sicherstellen diesen Weg nicht wieder einzuschlagen, der immer mit dem Tod von Juden endet.