Kampagne in Südafrika

Südafrika hat sich zu einem der schlimmten Israelfeinde und Antisemiten-Land entwickelt. Dem versucht die Organisation „StandWithUs“ zu Zeit entgegenzuwirken. So gibt es derzeit eine Kampagne, die u.a. mit einem Zitat von Nelson Mandela wirbt:

Wir bestehen auf dem Existenzrecht des Staates Israel“

Mal sehen, wie lange Mandela wirklich noch als Nationalheld Südafrikas gehandelt wird…

Miese Nummer – Afrikas größte Gewerkschaft (und BDS-Anhänger) vermengt ihre Flüchtlinge

Aussie Dave, Israellycool, 21. Juni 2018

COSATU, Afrikas größter Gewerkschafts-Zusammenschluss und ein Anhänger der BDS gegen Israel, twitterte gestern Folgendes:

Heute begehen wir den Weltflüchtlingstag
Palästinenser sind die größte und am längsten leidende Gruppe Flüchtlinge der Welt, sagen BDS Südafrika, UNO, RTUKnews

Aber obwohl die palästinensischen Araber sind, was sie sie als die „größte und am längsten leidende Gruppe Flüchtlinge der Welt“ sind, schient COSATU ein Problem damit zu haben ein Foto von ihnen zu finden – urteilt man entsprechend der Tatsache, dass sie stattdessen ein Foto jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern verwenden – in einem Aufnahmelager.

Hier gibt es zwei Ebenen des Versagens: Erstens darin, die Aufmerksamkeit auf die Notlage jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern zu lenken (es gab rund 850.000, mehr als die 650.000 palästinensischen Flüchtlinge von 1948); und zweitens darin, die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass das winzige, entstehende Land Israel in der Lage war sie zu integrieren, während die Vielzahl arabischer Länder sich nicht damit behelligte dasselbe für die palästinensischen Flüchtlinge zu tun (was zu der Lage führte, die wir heute haben und die den Konflikt perpetuiert).

Übrigens bin ich nicht sicher, warum wir so viele BDS-Geschichte haben, die diese Woche aus Südafrika kommen. Muss etwas mit ihrem Wasser zu tun haben.

Ups, sorry. Zu früh?

Da hat die Regierung von Südafrika was verpasst

gefunden auf twitter: Die Regierung Südafrikas fordert die israelischen Verteidigungskräfte  zum Rückzug aus dem Gazastreifen und einem Ende der gewalttätigen und destruktiven Übergriffe in Palästinensergebiete auf.

Dumm nur, dass die IDF das schon 2005 gemacht haben… hat Pretoria das Memo nicht bekommen?

Südafrika und Israel – Zeit die Dinge richtigzustellen

Ron Traub, MiDA, 3. Dezember 2017

Währen Israel seien Beziehungen zu afrikanischen Ländern ausbaut, bleibt Südafrika feindselig, zumeist wegen verzerrter Interpretation der Geschichte.

Nelson Mandela mit Ezer Weizman, damals Präsident Israels (Foto: GPO)

Der israelische Premierminister Netanyahu komplettierte letzte Woche seinen dritten Besuch bei afrikanischen Ländern innerhalb von 18 Monaten. Netanyahu hat die Verbesserung der Beziehungen zu Afrika zu einer seiner wichtigsten außenpolitischen Prioritäten erhoben. Israels expandierende und gegenseitig nützlichen Beziehungen zu afrikanischen Ländern bildet einen starken Kontrast zu den antagonistischen Beziehungen, die es zu Südafrika hat.

Als in den 1990-er Jahren die Apartheid zu Ende ging, bewegte sich das Land dahin die Missstände des Apartheidregimes zu korrigieren. Im Verlauf der Jahre strebte es an das Land von aller radikal diskriminierender Politik und Einstellungen zu befreien. Alle, so scheint es, mit Ausnahme der Einstellungen der Apartheidführung gegenüber Israel.

Im Gegensatz zur gängigen Meinung war der Staat Israel niemals ein Verbündeter des Apartheid-Regimes. Es hatte Beziehungen, wie auch viele andere Länder. Eine einfache Prüfung der Geschichte der beiden Länder beweist, das und verrät sogar Fakten, die oft übersehen werden.

1947 war die Regierung von Südafrika unter der Führung von Jan Smuts eines der Länder, die in der UNO für die Gründung des Staates Israel stimmten.

Eifrig darauf bedacht nach seiner Gründung diplomatische Beziehungen aufzubauen, hoffte Israel zur Bandung-Konferenz von 1955 eingeladen zu werden, an der 29 afrikanische und asiatische Staaten teilnahmen. Das Ziel dieser Konferenz war eine Strategie gegen Kolonialismus zu formulieren.

Wie so oft wurde Israels Bemühungen mit Ländern der Dritten Welt zu kooperieren mit erbitterter arabischer Opposition begegnet. Die 1945 gegründete Arabische Liga drohte die Bandung-Konferenz zu boykottieren, sollte Israel eingeladen werden; sie hatte mit ihren Anstrengungen Erfolg. Zu den berüchtigtsten Teilnehmern gehörte Haddsch Amin al-Husseini, der Ex-Mufti von Jerusalem, der ein Intimus Hitlers und einer der Planer der Auslöschung der Juden war.

Im Versuch diese diplomatische Isolation zu überwinden, schickte Israel 1957 Golda Meir nach Afrika. Tief bewegt von den Herausforderungen, denen die jungen Staaten Afrikas sich gegenüber sahen, gründete Meir Israels internationales Entwicklungsprogramm, MASHAV. Das Ziel bestand darin die Probleme in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Unterernährung, Entwicklungsressourcen und niedrigem Status der Frauen anzugehen. Als Folge des Programms wurden israelische Experten in 33 afrikanische Staaten geschickt.

1961 stimmte Israel in der UNO gegen die Apartheid. Oliver Tambo, damals ANC-Chef, schickte dem israelischen Präsidenten Yitzhak Ben Zvi einen Brief, in dem er ihm für Israels Handeln dankte.

Dieses Eintreten Israels gegen die Apartheid erzürnte Hendrick Verwoerd, den Premierminister der damaligen nationalistischen Regierung Südafrikas. Er lehnte Israels Gegnerschaft zur Apartheid ab und erklärte Israel selbst zum Apartheidstaat; dazu behauptete er, die Juden hätten das Land den Arabern weggenommen, „die dort seit tausenden Jahren gelebt hatten“.

Es ist ironisch, dass diese historisch verzerrte Anschuldigung, vorgenommen von einem rassistischen Premierminister des Apartheidregimes, heute zur Verunglimpfung Israels von genau den Leuten übernommen und wiederholt wird, die er unterdrückte.

Ein paar Monate vor seiner Verhaftung 1962 durchlief Nelson Mandela in Äthiopien militärisches Training durch Mossad-Agenten; er nutzte dabei das Pseudonym David Mobsari. Nelson Mandela war bei weitem nicht der einzige Teilnehmer an diesem geheimen Programm. Ander Antiapartheid-Bewegungen und –Einzelpersonen waren beteiligt, darunter Potelkako Leballo, der Chef des militärischen Arms des P.A.C. (Pan-Africanist Congress).

Zur Zeit des Rivonia-Gerichtsverfahrens (1963/64), bei den Nelson Mandela und andere wegen Sabotage zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, bat Israels damalige Außenministerin Golda Meir in der Verhandlung um Milde und Umwandlung jeder Todesstrafe.

Die Beziehung zwischen afrikanischen Staaten und Israel kam nach dem Sechstagekrieg von 1967 und dem Yom-Kippuer-Krieg 1973 zu einem abrupten Stillstand. Diese Veränderung war eine direkte Folge der arabischen Drohung gegen alle Länder, die Beziehungen zu Israel hatten; sie sollten alle Hilfe für die Befreiungsbewegungen abbrechen, die Unterstützung für den jüdischen Staat zeigten.

Während der 1980-er Jahre wurde Israel in der internationalen Gemeinschaft wegen seines Handels mit Südafrika als Paria herausgestellt. Die Zahlen malen allerdings ein sehr anderes Bild. Südafrikas Haupthandelspartner in den 1980-ern waren die USA mit $3,5 Milliarden, Japan mit $2,9 Milliarden, Deutschland mit $2,8 Milliarden, Großbritannien mit $2,6 Milliarden. Der Handel Israels betrug gerade $200 Millionen, was etwa 1% des südafrikanischen Bruttoinlandsprodukts ausmachte.

Aufschlussreicher waren Südafrikas jährliche Öl-Importe im Wert von $2 Milliarden, von denen offensichtlich nichts aus Israel kam. Sogenannt Unterstützer des Befreiungskampfs, namentlich Saudi-Arabien, lieferten jährlich Öl im Wert von $1 Milliarde. Tauschgeschäfte mit dem Iran und dem Irak lieferten im Jahr jeweils $1 Milliarde bzw. $750 Millionen.

Es ist daher verwirrend, dass das Südafrika der Zeit nach der Apartheid sich mit all diesen Regimen versöhnen kann. Sie können sogar Beziehungen zu Tätern der Apartheid verbessern. Dennoch sondern sie, genauso wie der rassistische Afrikaner Verwoerd es machte, Israel heraus um es zu verurteilen.

Israel ist zudem fälschlich beschuldigt worden der Hauptwaffenlieferant der Apartheid-Regierung zu sein. Die Hauptwaffenlieferanten waren in Wirklichkeit die USA, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Westdeutschland, Belgien und Italien. Zusätzlich kam ein durch den Physiker David Albright geschriebener, ausführlicher Artikel zu dem Schluss, dass „verfügbare Belege gegen bedeutende Kooperation“ mit Israel bezüglich des Atomprogramms argumentiert. Die Hauptspieler sind die USA, Deutschland und Frankreich gewesen.

Tatsächlich hat ist niemals ein Beweis vorgelegt worden, der Kooperation nachwies oder gemeinsam Bemühung in der Entwicklung militärischer Atomnutzung, wie es Israel oft vorgeworfen wird.

Trotz dieses ganzen Szenarios entwickelte Israel 1986 ein Gemeindeentwicklungs- und –führungsprogramm auf dem Bet Berl-Campus bei Kfar Saba, einer Stadt in Israel. Das Programm nahm geheime Gruppen auf, zu denen Führer sowohl des ANC als auch von AZAPO (Azanian Peoples Orgnization) gehörten.

Es wäre natürlich wünschenswert gewesen, hätte Israel sich auf keinerlei Weise mit der Apartheid-Regierung zusammengetan. Man muss aber daran erinnern, dass die Befreiungsbewegungen der damaligen Zeit einen großen Teil der Schuld zu schultern haben, da sie Israel für Öl verrieten. Erwarteten diese Bewegungen und heutigen politischen Führer wirklich, dass Israel ihre Interessen über sein eigenen stellt, nachdem sie es so schlecht behandelten?

Für westliche Länder, ist die Konzentration auf Israel sehr bequem, um die Aufmerksamkeit von ihrer eigenen Beteiligung am Apartheidregime und die finanziellen Nutzen, den sie aus dieser Beziehung zogen. Arabische Länder haben zusammen mit antiisraelischen Kräften im Westen sicher etwas zu gewinnen, indem sie Feindseligkeit gegenüber Israel bei den Südafrikanern fördern.

Doch während die Völker anderer afrikanischer Länder die Vorteile der wachsenden Beziehungen zu Israel einstreichen, ist es bedauerlich, dass das Volk im Post-Apartheid-Südafrika, diejenigen, die so dringend die vielen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten brauchen, die Israel zu bieten hat, das verwehrt wird, weil ihre Führer eine windschiefe Auffassung von Geschichte haben.

Sie lernen von den beleidigten Halbmond-Profis

Afrika – der verlorene Kontinent! Immer mehr zeigt sich die Wahrheit dieser Einschätzung. Auf wirtschaftlichem Gebiet kenne ich das schon länger; in Sachen Kriminalität ebenso; und politisch machen sie sich auch auf, ihren Vorbildern aus dem arabisch-muslimischen Raum nachzueifern.

Besonders deutlich wurde es jetzt auf dem Gipfel der EU und der Afrikanischen Union in Lissabon. Kritik der Bundeskanzlerin an Robert Mugabes Zimbabwe wurde mit wütenden Reaktion bedacht. Die Behauptung, Frau Merkels Äußerungen seien „Rassismus erster Güte“ ist fast noch zu den harmlosen zu rechnen – und das aus dem Munde eines der Mitglieder des Regimes, das Rassismus gegen Weiße zum Teil der Staatsdoktrin erhoben hat!

Der südafrikanische Präsident bezeichnete Merkels Bemerkung zu Zimbabwe als „realitätsfern“; Senegals Präsident Wade fand, Merkels Meinung beruhe auf „ungenauen Informationen“. Was hatte sie gesagt? „Wir dürfen nicht wegschauen, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden… Der jetzige Zustand von Simbabwe schadet dem Bild des neuen Afrikas.“

Das ist mindestens so schlimm wie Eva Hermanns „Autobahn“ bei Kerner. Kritik ist nicht gestattet – wie bei den empfindsamen Seelen muslimischer Opfer von Kritik. Kritik steht Europa nicht zu, es hat gefälligst zu Kreuze zu kriechen. Vor den Typen, die ständige Alimentierung fordern und im eigenen Haus nichts auf die Reihe bekommen – außer Korruption und Kriminalität, Gewalt und Unterdrückung.

Afrika hängt am Tropf des Westens, will aber bestimmen, wo es lang geht – ganz so, wie die Araber. Und sie können es sich leisten, denn der Westen buckelt und duckt sich – sei es aus falsch verstandener Scham über die Kolonialgeschichte, aus Angst vor Verlust von Absatzmärkten und Rohstoff-Lieferungen, die von China übernommen werden könnten (und längst wurden). Europa ist derart harmoniesüchtig, dass es sich das gefallen lässt. Es stellt seine freiheitlichen, demokratischen und humanitären Prinzipien hintan, damit sein Gegenüber nur ja nichts Böses sagt oder denkt – unabhängig davon, dass diesem Gegenüber scheißegal ist, was Europa tut, und es schlecht macht. Immerhin kann man damit Gelder locker machen, die der afrikanischen Korruption dienen und die man für den eigenen Machterhalt braucht.

Europa hat nachgegeben – schon vor dem Gipfel, indem es der Teilnahme Mugabes zustimmte. Wer kann da erwarten, dass von der Afrikanischen Union Entgegenkommen geübt oder Kritik angenommen wird? Man hat durchgesetzt, dass Mugabe kommt, also sind die Europäer Papiertiger, die man melken kann und muss. Wie die Araber und die OIC stellen die Afrikaner lediglich dreiste Forderungen und können sich sicher sein, dass sie damit durchkommen. Europa tut ihnen den Gefallen, wie es das gegenüber den islamischen Staaten auch tut. Immer wieder. Und glaubt, es würde dafür respektiert. Wird es nicht. Es wird wegen seiner Schwäche und dem Nachgeben verachtet. Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt und der Hund das gut findet, warum sollte der Schwanz aufhören? Das Dumme ist: Der Hund ist nicht bereit zu lernen. Und wird weiter mit sich wedeln lassen. Inzwischen von zwei Schwänzen – dem islamischen und dem afrikanischen.

Dummheit muss bestraft werden. Und der Bestrafte bedankt sich noch dafür. Angesichts der heutigen Stimmungslage bis in alle Ewigkeit.

Nachtrag: Tankdriver von der Gegenstimme hat wegen Mugabe und der AU einen ähnlich dicken Hals wie ich.

 

Von Helden und Schurken

Melanie Philipps, diary, 3. Oktober 2007

Es gibt viele wichtige Innen-Einsichten in diesem Bericht über die jährliche Internationale Konferenz zur Terrorismusbekämpfung an Interdisciplinary Centre in Herzliya. Eine davon ist diese des berühmten Steven Emerson, Direktor des Investigative Project on Terrorism, über die außergewöhnliche Übertragung des Opferstatus, der in Amerika genauso wie in Großbritannien statt gefunden hat:

Die Ironie, deckte er auf, ist die, dass es in den USA zehnmal mehr Hass-Verbrechen gegen Juden als gegen Muslime gibt. Trotzdem gibt es, was die Berichterstattung angeht, 100-mal mehr Artikel und Nachrichtenmeldungen über die Hass-Verbrechen gegen Muslime. Und was stellt für diese Menschenrechtsgruppen ein Hass-Verbrechen dar? Schauen Sie sich ihre Liste an. Dazu gehört die Verhaftung eines prominenten Hamas-Agenten mit dem Verdacht auf Verbindungen zum Terrorismus.

Ein Grund für diese faktische und moralische Umkehrung ist das Gruppendenken der Linken, die annimmt, dass Menschen aus der Dritten Welt per Definition Opfer sind und daher nichts Falsches tun können. Der ikonenhafte Held dieser Weltsicht ist Nelson Mandela – und nicht der Hauch einer Kritik wurde im Westen gegen den African National Congress wegen seines Kampfes gegen das illegitime Apartheid-Regime gerichtet. Aber in der realen Welt hinter dem karikativen Mechanismus der Linken könnten diejenigen, die gegen ein Schurken-Regime kämpfen, selbst Schurken sein. Hussein Solomon, muslimischer Professor an der Universität von Pretoria in Südafrika und Direktor des Centre for International Political Studies an seiner Universität, sagte auf der Herzliya-Konferenz, das der ANC mit dem jihadistischen und antijüdischen Terror in einem Bett liegt:

„Ich habe bis heute sieben Todesdrohungen erhalten“, gab er gegenüber Metro bekannt. „Was war mein großes Verbrechen? Von der South African Zionist Federation (SAZF – Südafrikanische Zionisten-Vereinigung) in Johannesburg eingeladen worden zu sein, um mir die Bühne mit Juden zu teilen und die israelisch-palästinensische Frage zu diskutieren! Dass ich gegen die Besatzung der Westbank bin, war irrelevant. Die bloße Tatsache, dass ich eine öffentliche Einladung der ‚Zionisten’ angenommen hatte, war in den Augen der örtlichen muslimischen Gemeinde Verrat. Als nächstes wurde ein Gerücht verbreitet, dass die SAZF nur Mossad-Agenten einlädt; daher musste ich ein solcher Agent sein. Bald wurde das Gerücht zur akzeptierten Tatsache und ich war ein legitimes Ziel geworden, um umgelegt zu werden.“

Solomon ist nicht einverstanden mit einer naiven Welt, die “immer noch vom 1994-er ‘Wunder’ von Südafrika eingeschlossen ist, als Nelson Mandela Präsident wurde. Sie haben dieses Bild eines Landes, zeitlich eingefroren, im Licht der ewigen Moral angestrahlt. Mein Land hat sich seitdem fortbewegt und ja, es ist zwar viel erreicht worden, aber es hat auch ernste Fehler gegeben, die ethisch und moralisch verstörend sind. Leider ist Südafrika ein Nährboden für jihadistsiche Aktivitäten geworden.“ Er machte keinen Hehl daraus, dass Al-Qaida und die Hamas Zellen in Südafrika eingerichtet haben. Die muslimische Gemeinschaft repräsentiert nur 1,5 bis 2 Prozent der Gesamtbevölkerung Südafrikas, aber, sagt Solomon, es wäre ein Fehler zu glauben, dass sie keine Gefahr darstellt. „Sie müssen verstehen, dass die jihadistischen Aktivisten heute nicht an das Modell des Nationalstaats gebunden sind. Ihre Ansprüche sind global und sie betrachten sich als Krieger für die Beherrschung der Welt. Südafrika ist für diese Typen nur ein Steinchen auf dem Weg zur Schaffung des Kalifats.“

Es ist tragisch, dass ein ehemals unterdrücktes Volk, die Schwarzen Südafrikas, sich nicht mit den Juden Israels identifizieren, die unter ihre Existenz bedrohenden Angriffe durch die Araber leben, die ihnen ihre Recht auf Selbstbestimmung in ihrem einzigen Zuflucht vor globaler historischer Unterdrückung verweigern, sondern mit denen, die die Juden auslöschen wollen und darüber hinaus das Licht der Freiheit überall ausblasen wollen. Der ANC verhält sich so, weil er eine revolutionär-marxistische Bewegung ist, die letztlich für die Auslöschung der Freiheit steht – eine Ideologie, die ihr ehemaliges, nobles Ziel der Sicherstellung der Freiheit ihres eigenen Volkes vor Unterdrückung auf fatale Weise verbiegt und übertrumpft. Die groteske Verdrehung ist: Israel wird derzeit von den ANC-Vertretern dämonisiert und delegitimisiert – damit beteiligen sie sich an dem, was mit Sicherheit „Apartheid-Leugnung“ genannt werden kann, da solch falsche Vergleiche nicht nur Israel verleumden, wo israelische Araber gleiche Rechte haben (und die Araber in den umstrittenen Gebieten, die in einem Verteidigungskrieg besetzt wurden sich überhaupt nicht in Israel befinden und statt dessen vorgeben Bürger eines ganz anderen Landes zu sein), sondern auch dazu dienen, die brutale Realität des wirklichen Apartheids-Regimes Südafrikas zu negieren.