Deutsche Medien berichten über einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf Tel Aviv

Die Terroristen im Gazastreifen haben am späten Abend des 14. März den Konflikt wieder einmal weiter eskaliert. Zwei Raketen wurden auf den Großraum Tel Aviv geschossen. Beide richteten zum Glück – ganz entgegen der Absichten der Terroristen – keinen Schaden an. Die deutsche Qualitätsjournaille berichtet. Drei Beispiele:

Ein Wunder bei der Süddeutsche Zeitung: Die Reihenfolge des Geschehens stimmt schon in der Schlagzeile und den Inhaltspunkten darunter!

Natürlich beschäftigt sich die SZ zuvörderst mit dem israelischen Gegenschlag  und weidet diesen aus, bevor es ein klein wenig (unvollständige) Info zum arabischen Terrorismus gibt. Zitat:

Die israelischen Streitkräfte bestätigten auf Twitter Angriffe auf mehrere „terroristische“ Ziele, machten zunächst aber keine näheren Angaben dazu.

Wie gehabt: Israelische Angaben werden durch die Wiedergabeart in der Zeitung in Zweifel gezogen, die Anführungszeichen signalisieren dem Leser: Pass auf, hier kommt was, das nicht stimmt. Im Gegensatz dazu werden arabische Angaben teilweise zwar als solche gekennzeichnet, aber nicht gewertet – womit sie als glaubhaft etikettiert sind.

Und dann muss das Ganze am Ende garniert werden. Zuerst mit Informationen aus 2014 sowie den „teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze“ (Hervorhebung: heplev), die natürlich ausschließlich mit den Opferzahlen aus dem Gazastreifen versehen sind; und zusätzlich mit einem Verweis auf einen anderen Artikel: Frauen im Nahost-Konflikt. „Es gibt keine Träume in Gaza“.

Es kann ja nicht sein, dass Israel das Opfer ist, die Araber müssen Opfer sein, nicht Täter.

BILD agiert ähnlich: Die Schlagzeile ist grundsolide, faktisch, genauer als in der SZ.

Auch danach folgt viel ausführliche Information über den israelischen Gegenschlag (von den Terroristen übernommen), bevor ein Video aus Tel Aviv während des Raketenangriffs der Terroristen samt Abwehrfeuer folgt und dann ein paar sehr kurze erläuternde Zeilen dazu.

Den Vogel schießt einmal mehr die tagesschau ab. Auf ihrer Internetseite findet sich die politisch passende/gewollte Desinformations-Schlagzeile:

„Im Gazastreifen“ fliegen Raketen. Sonst nicht? Die Inhaltsbeschreibung gibt zwar die Reihenfolge richtig wieder (Angriff auf Tel Aviv, Reaktion Israels), aber auch dort finden sich die üblichen Vokabeln, die Israel als Täter und schlimmer als die Terroristen darstellen: „holte umgehend zum Vergeltungsschlag aus und flog Angriffe“. Die Juden können ja nichts anderes als Rache nehmen und überreagieren. Zum Beispiel dadurch, dass „mehrere Ziele“ im „Gazastrafen“ bombardiert wurden. Tel Aviv wurde nicht bombardiert. Und ob „Gazastrafen“ ein harmloser Tippfehler ist, darüber könnte mancher gerne spekulieren.

Natürlich darf auch bei der tagesschau nicht fehlen, dass die israelische Kategorisierung der Ziele im Gazastreifen in Anführungszeichen gesetzt wird, um sie in Zweifel zu ziehen. Dass es „mindestens 4 Explosionen“ gegeben hat, „davon eine besonders schwere in der Stadt Gaza“, gibt dem Ganzen auch wieder den Anstrich der Übertriebenheit der israelischen Reaktion. Was sind 4 Explosionen, eine davon besonders schwer, schon gegen zwei harmlose Raketen?

Und auch hier wieder die Garnierung mit einer Rechtfertigung für den Terror durch das Einklinken eines Links zu einer „Zusatzinformation“:

Die Opfer sind die Araber. Nicht die Israelis. Die Juden sind die Täter. Das wird dem Medienkonsumenten-Michel auch bei Eskalationen durch die Terroristen immer schön eingehämmert.

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Promi-Köche testen Israels Kochszene

The Tower (Redaktion), 31. Januar 2019

Der bekannte britische Koch Jamie Oliver tourte diese Woche durch Tel Aviv, probierten israelische Küche für das, was gerüchteweise seine neueste, immer noch geheime Fernsehsendung ist, berichtete The Jewish Chronicle am Mittwoch.

Als Teil seiner Reise durch die Stadt besuchte Oliver das vegane Restaurant Sultana auf der Ibn Abirol-Straße, wo er dessen Markenzeichen bestellt: veganes Schwarma. Auf Facebook postete das Restaurant ein Bild eines lächelnden Oliver zusammen mit einem Statement: „Ja, die Gerüchte stimmen. Koch Jamie Oliver hat uns für eine Fernsehsendung besucht, die später dieses Jahr ausgestrahlt werden wird. Er war charmant und genoss das Schwarma und die Atmosphäre und das ist so ziemlich alles, was wir im Moment sagen können.“

Der Koch Jonathan Borowitz aus Tel Aviv begleitete ihn durch Teile der Stadt, wie eine sehr große Entourage, darunter ein Filmprouktionteam, was Gerüchte anheizte, Oliver sei in Israel um für seine neue Fernsehsendung zu filmen.

Borowitz sagte: „Jamie Oliver tourte über den Carmel-Markt, wo er vegetarische Läden besuchte und von allem begeistert war, was er aß und er hörte von mir über die soziale Bewegung „vom Bauernhof auf den Tisch“ in Tel Aviv.

Der Promikoch wurde gesehen, wie er mit Gemüse gefülltes Streetfood am Popup-Stand Panda Pita auf dem Carmelmarkt aß. An anderer Stelle auf dem Markt kostete Oliver das lateinamerikanische Gericht areapas am venezolanischen Streetfood-Stand Arepitas‘ Town.

Oliver und sein Team sollen eine volle Woche in Israel verbracht haben, hieß es im Chronicle.

Damit verbunden ist die Nachricht, dass eine Gruppe Gourmet-Köche, Autoren, Restaurantbesitzer und Persönlichkeiten der Lebensmittelbranche sich für die Birthright-Reise für Promi-Köche sammeln, organisiert vom kulinarischen Produzenten und Unternehmer Herb Karlitz.

Das Projekt ist steht nicht in Verbindung mit dem Birthright-Programm, das 18 bis 26 Jahre alte Juden dazu einlädt Israel zu erleben.

Die Times of Israel berichtete, dass Karlitz der Gruppe sagte, er sei „umgehauen“ von Israels Küchenszene, als er letztes Jahr zu Besuch war und „wie sie sich sein meiner ersten Reise vor mehr als 20 Jahren verändert hat, als ich „totgeschnitzelt“ und unbeeindruckt von der mangelnden Abwechslung blieb.“

Die Gäste sprachen ebenfalls anerkennend von Israelis kulinarischer Szene. Bäcker und Restaurantbetreiberin Nancy Silverton, die Israel schon in der Vergangenheit besuchte, sagte, sie sei „umgehauen, das ist so verdammt lecker“ und stellte fest: „Es ist großartig wieder hier zu sein.“

Zu der Gruppe gehörten die Köchin, Lebensmittel-Autorin und letzte Chefredakteurin des inzwischen eingestellten Gourmet Magazine Ruth Reichl, die Bäckerin und Restaurantbetreiberin Nancy Silverton, Koch und Fernsehstar Mark Murphy, Koch und Restaurantbetreiber Jonathan Waxman sowie Koch und „Chopped“-Jurymitglied Amanda Freitag.

Zu Gruppe gehörte auch gehörte Andrew Zimmern, der mit „Bizarre Food“ berühmt wurde. Er dokumentiert seine Israelreise auf seinem Instagram-Feed.

[Foto: Sultana/ סולטנה /Facebook]