Al-Aqsa-Wunder: Einzig israelische Grabungen gefährden sie, nicht muslimische Zerstörungen im Untergrund

Elder of Ziyon, 23. Juni 2022

Vor ein paar Wochen fiel ein Stein aus einer Mauer in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg.

Natürlich werden die Juden dafür verantwortlich gemacht.

The Islamic Information gab eine Presseerklärung aus:

Laut dem Vorsitzenden des Al-Quds- und Al-Aqsa-Komitees des palästinensischen Legislativrats, Mohammed Abu Halabiye, stellen unterirdische israelische Tunnel und Grabungen unter der Al-Aqsa-Moschee eine echte Bedrohung der Zukunft der Moschee dar.

MP Abu Halabiye verkündete am Montag, dass vor kurzem Steine aus der Mauer der Aqsa-Moschee fielen, was Ergebnis israelischer Grabungen unter dem Omajjaden-Paläste genannten Bereich war, der sich über mehr als 800 Meter zwischen Ein Silwan und der Buraq-Mauer erstreckt.

Als Ergebnis der Weigerung Israels der islamischen Waqf zu erlauben Renovierungsarbeiten in Aq-Quds auszuführen, gefährden die wiederkehrenden Risse und Einstürze an der Al-Aqsa-Moschee die gesamte heilige Stätte.

Palestine Today fügt hinzu:

Scheik Ikrama Sabri, der Prediger der Al-Aqsa-Moschee, bestätigte heute, Donnerstag, dass die Fundamente der Al-Aqsa-Moschee freigelegt wurden, eine Folge der Ausgrabungen der israelischen Besatzung; er erklärte, dass „jedes starke Erdbeben diese Fundamente zerstören wird, nachdem die Besatzung den umgebenden Boden entfernte“.

Sabri sagte in einer Presseerklärung: „Die von der Besatzung durchgeführten Ausgrabungen in der Nähe der Al-Aqsa-Moschee sind alte und neue Grabungen unter dem Vorwand der Suche nach Spuren der Juden.

Der Prediger der Al-Aqsa fügte an: „Die israelischen Besatzungssoldaten und Siedler graben und suchen und fanden doch kein einziges Beweisstück für hebräisch-jüdische Geschichte.“

Haben Sie jemals bemerkt, dass die Muslime immer die Juden beschuldigen Schäden am Tempelberg zu verursachen, weil sie in der Umgebung graben – aber nie erwähnen, dass sie selbst illegale Grabungen direkt unter dem Berg selbst vornehmen?

In den 1990-er Jahren beaufsichtigte die Waqf die Umwandlung der „Ställe Salomos“ in die riesige Marwani-Moschee und grub dann einen großen Tunnel zu einem unterirdischen Ausgang; dazu warf sie hunderte Tonnen unschätzbarer Artefakte aus der Zeit des ersten und des zweiten Tempels weg. Aber ihre umfassende Zerstörungsarbeit endete damit nicht.

Als der Tempelberg wegen COVID-19 geschlossen war, veröffentlichte die Waqf Fotos von Muslimen, die die fehlende israelische Aufsicht ausnutzten und an der Stätte ein weiteres Loch gruben.

Im September 2020 tat sich ein Loch auf dem Berg auf und statt Archäologen und Experten zu erlauben das Loch zu untersuchen und sorgfältig zu reparieren, goss die Waqf Beton hinein, um sicherzustellen, dass keinerlei jüdische Schätze dort gefunden wurden.

Es scheint so, als würde Allah das Ausgrabgen von Tonnen an Material praktisch direkt unter der Al-Aqsa die Moschee nicht beschädigen lassen. Er lässt den Schaden nur von Juden anrichten, die sich weit davon entfernt befinden.

Raserei wegen jüdischem „Komplott“ zur Übernahme der Al-Aqsa-Moschee

Palästinenser erreichen neue Ebene der Hysterie

Hugh Fitzgerald, FrongPage Mag, 22. Juni 2022

Eine sichere Möglichkeit, wie die Palästinenserführung zu einem israelfeindlichen Rausch im eigenen Volk aufpeitschen können, ist zu behaupten, Israel habe die Absicht den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern, indem es Juden erlaubt auf dem Berg zu beten, etwas, das die israelische Regierung immer verboten hat. Israel wird auch vorgeworfen, dass eine zunehmende Zahl Juden den Tempelberg besucht und die Stunden und Tage erweitert werden, zu denen Besuche erlaubt sind, alles als Teil eines teuflischen Plans die Al-Aqsa zu übernehmen, zu zerstören und an ihrer Stelle den Dritten Tempel zu bauen.

Das jüngste Beispiel solcher Hysterie und die Drohung mit einem „Religionskrieg … zur Auslöschung von allem“ steht hier: „Palästinenser versprechen ‚Religionskrieg, der alles auslöschen wird‘, wenn Juden auf dem Tempelberg beten“ (von Nan Jacques Zilberdik, Algemeiner, 17. Juni 2022):

Israels Handeln in Jerusalem wird zu einen „Religionskrieg führen … der die USA, Europa und die gesamte Welt erreichen wird“ und „wird alles auslöschen“. Das sind Drohunen, die von offiziellen Sprechern und Beratern des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, kommen.

Doch all diese Warnungen und Drohungen der PA gründen auf Verleumdungen und Lügen.

Die Verleumdung, Israel plane die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee, um an ihrer Stelle einen jüdischen Tempel zu bauen, ist eine der wirksamsten und langjährigsten Verleumdungen der PA.

Wenn Israel die Al-Aqsa-Moschee zerstören wollte, hätte es 55 Jahre Zeit gehabt das zu tun. Tatsächlich hätte es den meisten Sinn gemacht sie sofort nach dem Ende des Sechstage-Kriegs zu zerstören, als die Palästinenser von der katastrophalen arabischen Niederlage traumatisiert waren. Aber statt die Al-Aqsa zu zerstören, riss sich Israel ein Bein aus den Arabern entgegenzukommen; dazu setzte Verteidigungsminister Mosche Dayan ein komplettes Verbot jüdischen Gebets auf dem Tempelberg und strikte Begrenzungen dazu ein, wann Juden den Berg besuchen können – nur vier Stunden am Tag und nur fünf Tage die Woche – während Muslime weiter in der Lage waren ihn zu jeder Tageszeit und Woche zu besuchen. Es sind Juden, nicht Muslime, die vom israelischen Staat kräftig eingeschränkt worden sind.

Als Vorspiel zu diesem angeblichen israelischen Plan behauptet die PA, dass Israel auch eine „Aufteilung entsprechend Bereichen und Zeiten“ auf dem Tempelberg vorbereitet, was die PA als „nur den Muslimen gehörend“ definiert. Die angebliche Teilung würde Juden und Muslimen erlauben an der Stätte an separaten Orten und zu separaten Zeiten zu beten. Das würde eine Veränderung in dem darstellen, was als der sogenannte „Status quo“ an dem Ort wahrgenommen wird, was de facto so interpretiert wird, dass es heißt Juden werde nur erlaubt den Tempelberg zu betreten, aber dort keine individuellen oder gemeinsamen Gebetet auszuführen.

Aber das ist eine Lüge. Der ehemalige israelische Führungspolitiker Benjamin Netanyahu aht oft erklärt, dass die israelische Regierung nicht die Absicht hat den Status quo zu verändern.

Im Juli 2021 bestätigte der israelische Premierminister Naftali Bennett, dass „es keine Veränderung des Status quo gibt“.

Es gibt keinen Plan, wie die Araber behaupten, die Besuchsstunden für Gebet zwischen Juden und Muslimen aufzuteilen. Keine israelische Regierung hat die Stunden verändert, zu denen Juden zu Besuch kommen dürfen. Nämlich: 7:30 bis 10:30 Uhr und 12:30 bis 13:30. Darüber hinaus gibt es keine „Gebetsstunden“ für Juden; solches Gebet ist verboten, seit Israel die Altstadt im Sechstage-Krieg in Besitz nahm.

Ungeachtet dessen präsentiert die PA „die Aufteilung nach Zeiten“ den Palästinensern als tatsächlichen israelischen Plan und als drohende Gefahr für die Al-Aqsa-Moschee. Wie von Palestinian Media Watch dokumentiert, hat die Verleumdung viele Terroranschläge angetrieben und von den Palästinensern als „Verteidigung der Al-Aqsa“ gerechtfertigt worden sind.

Die „Bedrohung der Al-Aqsa“, wenn auch in der Realität nicht existent, wird heraufbeschworen, wann immer die Palästinenserführer die Spannungen verschärfen wollen. Sie ist auch der sicherste Weg zu Terroranschlägen durch die aufzustacheln, die entsprechend zur Verteidigung Der Al-Aqsa“ aufgepeitscht worden sind.

Vor Kurzem wurde die Verleumdung im offiziellen PA-Fernsehen wiederholt:

Der offizielle Moderator des PA-Fernsehens: „Seit dem Juni-Krieg (d.h. dem Sechstage-Krieg 1967) – wir reden von seinem 55. Jahrestag – gibt es [israelische] Absichten die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören und den angeblichen Tempel zu bauen und das ist nicht nur eine Teilung nach Zeiten und Bereichen, die der Al-Aqsa-Moschee widerfahren wird.“
[Offizielles PA-Fernsehen, 6. Juni 2022]

Vor kurzem drohte einer von Mahmud Abbas‘ Beratern, dass fortgesetzte Besuche von Juden auf dem Tempelberg zusammen mit einer Aufteilung von Gebetszeiten für Juden und Muslime zu etwas wie dem dritten Weltkrieg führen wird.

„Ahmed al-Ruweidi, Berater für Jerusalem-Angelegenheiten des PA-Präsidentenbüros, sagte, dies würde „einem Angriff auf eine Milliarde Muslime weltweit gleichkommen“ und zu einem „Religionskrieg“ führen, der „die gesamte Welt erreicht“:

„Er betonte, sollten die Einmärsche und Angriffe [d.h. Besuch durch Juden] auf die Al-Aqsa-Moschee weitergehen und wenn Israel versucht eine Aufteilung [zwischen Juden und Muslimen] nach Gebetszeiten zu verhängen, dann wird das einem Angriff auf eine Milliarde Muslime weltweit gleichkommen – was die Knospen eines Religionskriegs bedeutet…“

Er fügte hinzu: „Der Religionskrieg wird nicht an den Grenzen der Region und den Grenzen des palästinensischen Volks aufhören, sondern die USA, Europa und die gesamte Welt erreichen.“

Ahmed al-Ruweidi behauptet, jede noch so kleine Veränderung am Status quo auf dem Tempelberg werde einen Weltkrieg mit „einer Milliarde Muslime“ in Gang setzen (eine merkwürdige Geringsetzung, denn Muslime neigen dazu ihre Anzahl zu übertreiben), einen Krieg, der sich nach „in die USA, nach Europa und in die gesamte Welt“ ausbreiten wird. Dieser weltweite Flächenbrand, wird uns erzählt, kann von „jeglicher Veränderung“ ausgelöst werden – einer Handvoll Juden, denen erlaubt wird still zu beten, könnte ausreichen eine Milliarde Muslime aufzupeitschen gegen die Ungläubigen in den Krieg zu ziehen.

Nabil Abu Rudeina, ein weiterer PA-Topvertreter, stellvertretender Premierminister für Information und offizieller Spreche von Abbas‘ Präsidentenbüro, hat ebenso damit gedroht, dass Beuche von Juden auf dem Tempelberg zu „Religionskrieg führen, der alles auslöschen wird“.

Wieder: Es wird wegen einer Handvoll Juden, die still den heiligsten Ort des Judentums besuchen, wo ihnen eingeschränkt gestattet wird in der Eingrenzung des Bergs herumzugehen, mit einer weltweiten Katastrophe gedroht.

Nabil Abu Rudeina sagte, die täglichen Einbrüche extremistischer Juden in die gesegnete Al-Aqsa-Moschee und ihre Plätze seien zu einer Invasion geworden und nicht zu einem Besuch. Er fügte hinzu, dass sie verurteilt werden und inakzeptabel sind.

Es gibt keine „täglichen Einbrüche“ von Juden in die Moschee; jüdische Besucher halten sich von der Moschee deutlich entfernt. Die Al-Aqsa-Moschee wird hier bewusst mit den 35 Morgen Gelände um die Al-Aqsa verschmolzen, das den gesamten Tempelberg abdeckt, wohin Juden umhergehen dürfen. Die israelische Polizei betritt die Moschee einzig bei akuter Verfolgung von Muslimen, die Felsbrocken und Sprengsätze vom Tempelberg auf jüdische Betende an der Westmauer darunter warfen oder wenn Muslime innerhalb der Moschee Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Besucher des Tempelbergs werfen.

Abu Rudeina betonte, dass der rechtliche und historische Status quo an der Al-Aqsa-Moschee bewahrt werden muss und er warnte, dass fortgesetzte Invasion aus dem Konflikt einen Religionskrieg machen würde, der sich auf alles ausdehnen wird. [WAFA, offizielle PA-Nachrichtenagentur, 6. Juni 2022]

Der Status quo ist erhalten worden; er ist kein Thema. Es gibt keine „fortgesetzte Invasion“ durch Juden, sondern eine Handvoll, die für ein paar Stunden erschienen, fünf Tage die Woche, ohne Gebetstücher oder Tefillin und denen verboten ist auch nur einen Silbe Gebet zu äußern. Mit „fortgesetzte Invasion“ bezieht sich Abu Rudeina auf die Tatsache, dass am Jerusalem-Tag 2.600 Juden den Tempelberg besuchten, eine Zahl, die er mit Entsetzen sieht. Aber diese Zahl jüdischer Besucher, beträchtlich größer als an den meisten sonstigen Tagen, war nichts im Vergleich zu den 100.000 Muslimen, die regelmäßig zum Gebet auf dem Tempelberg erschienen, die Moscheen bis an die Grenzen ihrer Kapazität füllen und auf die Promenade überschwappen. Bei einigen Gelegenheiten, so wie an Eid al-Fitr, erreicht die Zahl der jüdischen Besucher sogar 250.000; jüdische Besucher bringen es in ihren höchsten Anzahlen auf wenig mehr als 1% der Zahl der Muslime, die an Feiertagen auf dem Tempelberg erscheinen. Welche Invasion durch Juden soll das sein?

Religiöse offizielle Vertreter der PA wiederholen oft, dass die Al-Aqsa-Moschee „nur für Muslime da ist“, genauso der PA-Mufti, de höchste religiöse Autorität in der PA:

Der PA-Mufti von Jerusalem und Prediger an der Al-Aqsa-Moschee, Scheik Mohammed Hussein, sagte von der Saladin-Kanzel [Al-Ayyubi] in der südlichen Moschee: ‚Die Al-Aqsa-Moschee gehört nur den Muslimen und wir werden keiner Partnerschaft oder Teilung zustimmen. Die Maßnahmen der Besatzung werden keine rechtlichen Auswirkungen haben und die Moschee mit all ihren Teilen in ihrer Gesamtheit von 144 Dunam … gehört den Muslimen.‘“

Die Israelis stimmen nicht zu, dass der heiligste Ort des Judentums, an dem 586 v.Chr. der erste Tempel und 70 n.Chr. der zweite Tempel zerstört wurden, „nur den Muslimen gehört“. Er hat fast 3.000 Jahre im Zentrum des jüdischen religiösen Lebens gestanden. Aber glauben sie, trotz Scheik Mohammed Husseins Befürchtungen, dass die Al-Aqsa-Moschee einzig den Muslimen gehört? Nur sehr selten betritt die Polizei – niemals jüdische Besucher – die Moschee, um diejenigen festzunehmen, die entweder jüdische Besucher an der Westmauer angriffen und dann hinein fliehen oder es wurden aus dem Inneren der Moschee heraus Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg selbst geworfen.

Angesichts solch empörender Behauptungen und Drohungen sollte die israelische Regierung vielleicht ihre Politik des Entgegenkommens ändern, wie sie von Mosche Dayan 1967 abgesteckt wurde und jüdischen Besuchern erlauben still Gebete zu sprechen, mit der klaren Verständigung, wenn solche Drohungen mit einem „Vernichtungskrieg“ weitergehen oder wenn die Palästinenser weiterhin Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Betende an der Westmauer und auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg werfen, die Regierung ihre Politik ändern wird und Juden erlaubt auf dem Tempelberg offen ihre Gebete zu sprechen. Je mehr die Palästinenser mit „Auslöschung“ drohen, oder je mehr sie jüdische Besucher angreifen, desto mehr muss ein Widerstand der Israelis geben. Juden auf dem Tempelberg Gebete sprechen zu lassen ist etwas, das die Welt greifen und mit dem sie sympathisieren kann. Die Menschen werden fragen: „Warum sollte Juden nicht erlaubt werden an ihrem heiligsten Ort zu beten?“

In der Tat, warum sollten sie es nicht dürfen?

Wie sieht der „Status quo“ auf dem Tempelberg aus?

Maurice Hirsch, Palestinian Media Watch, 17. Juni 2022

Am 17. Juni 1967 (also vor 55 Jahren) traf der damalige Verteidigungsminister Mosche Dayan allein eine der wichtigsten und schicksalhaftesten Entscheidungen in der Geschichte des Staates Israel und des jüdischen Volks. Nur Tage nach dem Ende des Sechstage-Kriegs stimmte Dayan zu, einen neuen „Status quo“ für den Tempelberg einzurichten. Weil er vor der offenen Diskussion seiner Entscheidung Angst hatte, wurde Dayans Zustimmung von Israels damaliger Regierung bzw. jeder Regierung seitdem nicht positiv ratifiziert.

Der Tempelberg ist die heiligste Stätte des Judentums. Er ist der biblische Berg Moria, auf dem Abraham seinen Sohn Isaak opfern sollte. Er ist der Ort, an dem König Salomo den ersten jüdischen Tempel baute, der 586 v.Chr. zerstört wurde. Er ist der Ort, an dem die Juden 70 Jahre später den zweiten Tempel bauten. Eine 1924 vom Obersten Muslimrat veröffentlichte Touristen-Broschüre erklärt offen: „Dieser Ort ist einer der ältesten der Welt. Seine Heiligkeit stammt aus den frühesten (vielleicht vorgeschichtlichen) Zeiten. Seine Identität mit der Stelle von Salomos Tempel ist unbestritten.“

gelb unterlegt: „Der Ort ist einer der ältesten der Welt. Seine Heiligkeit stammt aus den frühesten (vielleicht vorgeschichtlichen) Zeiten. Seine Identität mit der Stelle von Salomos Tempel ist unbestritten. Es handelt sich auch um die Stelle, wo nach allgemeiner Überzeugung „David einen Altar für den HErrn baute und Brand- und Friedensopfer darbrachte.“

Der Tempelberg ist auch den Muslimen heilig, die ihn als Al-Haram al-Scharif („das edle Heiligtum“) bezeichnen. Die Muslime fügten dem Ort zwei dominierende Bauten hinzu: Den Felsendom, der 691 gebaut wurde und mitten auf dem Berg direkt dort steht, wo sich die Ruinen der inneren Heiligtümer der beiden Tempel befinden; und die Al-.AQsa-Moschee, gebaut 693, in der Südwest-Ecke des Bergs. In den 1990-er Jahren grub die Waqf den als „Ställe Salomos“ bekannten Bereich aus und machte daraus eine neue Moschee, die El-Marwani-Moschee genannt wurde. Sie liegt 12 Meter unter dem derzeitigen Vorplatz und die Broschüre des Oberste Muslimrats hält fest, dass der Bereich der Ställe „wahrscheinlich bis zum Bau des salomonischen Tempels zurückreicht. Laut Josephus hatte er Bestand und wurde als Zufluchtsort von den Juden in der Zeit der Eroberung Jerusalems durch Titus im Jahr 70 n.Chr. genutzt.“ Es war Titus, der den zweiten Tempel zerstörte.

Nachdem Israel Jerusalem und den Tempelberg von der illegalen jordanischen Besatzung (1948 bis 1967) befreite, musste eine Entscheidung getroffen werden, welcher Zugang zum Tempelberg den Muslimen und den Juden gegeben würde.

Im Versuch die Muslime nach ihrer eindeutigen Niederlage zu beschwichtigen, bot Dayan der jordanischen Waqf die Kontrolle über Aktivitäten innerhalb der Mauern des Berges selbst an, während Israel für die äußere Sicherheit und öffentliche Ordnung verantwortlich sein würde. Dayan gestand den Muslimen weiterhin zu, dass ihnen freier  Zugang zu der Stätte gewährt werden würde. Er stimmte darüber hinaus zu, dass es zwar keine Begrenzung der Zahl der Juden geben würde, die die Stätte betreten, ihnen würde aber nicht erlaubt werden dort zu beten. Es wurde argumentiert, dass Dayan versuchte die religiöse Zutat des israelisch-arabischen Konflikts zu neutralisieren, indem er der der Waqf die internen Aktivitäten auf dem Berg überließ.

Geheime Dokumente, die von den israelischen Archiven veröffentlicht und von Palestinian Media Watch begutachtet wurden, bieten hingegen eine einzigartige Gelegenheit den 1967 eingeführten authentischen und offiziellen „Status quo“ aufzudecken.

Am 15. August 1967arrangierte der damalige IDF-Oberrabbiner Generalmajor Schlomo Goren, um den Tag zu begehen, an dem Juden des Tags der Zerstörung beider Tempel (den 9. Tag des hebräischen Monats Av) gedenken, dass Juden auf den Tempelberg gehen würden und Gebete verrichten.

Ein Treffen des israelischen Ministerialkomitees zu Absicherung der heiligen Orte wurde am 13. August 1967 einberufen, um Rabbi Gorens Pläne zu diskutieren. Das Komitee lehnte einen Vorschlag jüdisches Gebet auf dem Tempelberg zu verbieten ausdrücklich ab und zog es stattdessen vor den Leiter des Komitees anzuweisen sich mit Rabbi Goren zu treffen und ihn zu informieren, dass er es unterlassen sollte Gebete zu arrangieren. Eine ähnliche Anweisung wurde Verteidigungsminister Dayan gegeben, er solle Rabbi Goren das über den IDF-Generalstabschef vermitteln. Interessanterweise trägt die schriftliche Zusammenfassung der bei dem Treffen getroffenen Entscheidung das Datum 16. August 1967. Das Originalprotokoll des Beschlusses des Treffens und seine Übersetzung folgen unten.

In Wortbruch zu Wahlversprechen des ehemaligen Premierministers Menachem Begin, Juden offen auf dem Tempelberg beten zu lassen, wurde hierzu keine Veränderung vorgenommen.

Zu bestimmten Zeiträumen war der Tempelberg für Juden komplett geschlossen, vorwiegend während und nach Ausbrüchen von arabischer Gewalt und Terror. Im Gegensatz dazu ist der Ort für Muslime fast nie geschlossen, außer bei außergewöhnlichen Umständen wie im Juli 2017, als der Berg für ein paar Tage gesperrt war, nachdem Terroristen dort zwei israelische Polizisten auf Patrouille ermordeten.

Während bis heute keine israelische Regierung Dayans Vereinbarung jemals ratifizierte, lautet der „Status quo“ auf dem Tempelberg, dass der innere Teil der Stätte von der Waqf verwaltet wird und Israel für die äußere Sicherheit und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung verantwortlich ist. Muslimen wird der freie Besuch des Ortes erlaubt und das in unbegrenzter Zahl, abhängig vom Feintuning unter Berücksichtigung von Sicherheitsvorkehrungen. Juden wird der Besuch der Stätte nur zu eingeschränkten Stunden am Tag und in begrenzter Zahl erlaubt und ihnen wird zumeist nicht gestattet individuell oder gemeinschaftlich dort zu beten.

Seit ihrer Einrichtung hat die palästinensische Autonomiebehörde den Tempelberg ständig und durchgehend als Mittel genutzt religiöse Inbrunst zu entzünden, ebenso als Schlachtruf zu Gewalt und Terror. Immer wieder wurde behauptet Israel plane die „Al-Aqsa-Moschee“ zu zerstören, die von ihr als 144 Dunam groß definiert wird – d.h. der gesamte Tempelberg – womit die PA die Palästinenser und sogar die gesamte muslimische Welt täuscht, so dass die fälschlich glauben „die Al-Aqsa ist in Gefahr“.

Zwar demonstrieren Dokumente und 55 Jahre Realität eindeutig, dass Israel keinerlei Absicht hat irgendeinen Teil der Stätte zu untergraben, geschweige denn zu zerstören, aber die PA behauptet, wie von PMW gezeigt, immer noch, dass „es seit dem Juni-Krieg (d.h. der Sechstage-Krieg von 1967) – wir reden vom 55. Jahrestag – [israelische] Absichten gibt die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören und den angeblichen Tempel zu bauen.“ [offizielles PA-Fernsehen, 6. Juni 2022]. Für die PA , die keinerlei Mitspracherecht daran hat, wie die Stätte verwaltet wird, würde Juden auf dem Tempelberg das Beten zu erlauben, nicht weniger als die Erklärung des Dritten Weltkriegs bedeuten. Ähnliches leeres Gegeifere wurde von der PA schon abgegeben, bevor die USA ihre Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegten.

Seit 1967 hat sich viel verändert. Im Verlauf der letzten zehn Jahre haben die meisten westlichen Gesellschaften ein stark gesteigertes Gefühl und Werte persönlicher Freiheiten und Rechte entwickelt, darunter die Religionsfreiheit und freie Religionsausübung. Die Vorstellung, dass die Entscheidung allein einer Person – Dayans – verhindern konnte, dass alle Juden am heiligsten Ort des Judentums beten können, wäre heute unvorstellbar. Gleichzeitig haben der Wunsch und die Bereitschaft der Juden den Tempelberg zu betreten im Lauf der Jahre dramatisch zugenommen.

Da es heute unsinnig ist zu glauben, Muslime seien inhärent unfähig die legitimen Rechte der Juden anzuerkennen auf dem Tempelberg zu beten und die notwendige religiöse Toleranz zu bekunden, ist es vielleicht an der Zeit, dass Israels Regierung endlich klarzustellt, was genau der „Status quo“ zum Tempelberg war, ist und sein sollte.

Es folgt das Protokoll der Beschlüsse des Ministerialkomitees zum Schutz der heiligen Orte, gefolgt von seiner Übersetzung:

Protokoll
Treffen des Ministerialkomitees zur Gewährleistung der Sicherung der heiligen Orte, eingerichtet durch den Beschluss Nr. 732 der Regierung vom 7. Av 5727 (13.08.1967)

10. Av 5727 – 16.08.1967

Anwesende Minister: Z: Wharftig – Vorsitzender, A. Eban (für den ersten Teil des Treffens), M: Begin, Y. Yeschayahu, C.M: Schapira, Y.S. Schapira, A. Sasson
abwesende Minister: M: Dayan, M. Kol
S. Tzrigreich – Regierungssekreatirat
Oberst D. Vardi – IDF
Generalmajor U. Narkis – IDF
M. Raviv – Außenministerium (für den ersten Teil des Treffens)

Der Tempelberg

Nach der Diskussion der verschiedenen Vorschläge zum Tempelberg wurde beschlossen:

  1. Das Komitee beauftragt den Vorsitzenden sich mit Generalmajor Rabbi Goren zu treffen und ihn darüber zu informieren, dass er aufhören muss Gebete, Maßnahmen und so weiter auf dem Tempelberg zu organisieren.
  2. Der Verteidigungsminister wird beauftragt den Generalstabschef der IDF anzuweisen Generalmajor Rabbi Goren anzurufen und ihn zu instruieren, er soll alles Handeln in Verbindung mit der Organisation von Gebeten, Maßnahmen und ähnliches auf dem Tempelberg unterlassen.
  3. Mit 6 Stimmen: Wenn jüdische Beter auf den Tempelberg gehen, werden sie von den Sicherheitskräften zur Westmauer umgeleitet.

Die folgenden Vorschläge wurden abgelehnt:

  1. (mit 3 gegen 2 Stimmen) Genehmigung des Eintritts von Juden auf den Tempelberg am anstehenden Sabbat.
  2. (mit 3 gegen 2 Stimmen) Verbot von organisiertem Gebet auf dem Tempelberg durch Nichtmuslime am kommenden Sonntag .
  3. (mit 3 gegen 3 Stimmen) Verhinderung organisierten demonstrativen Gebets auf dem Tempelberg.
  4. (mit 3 gegen 3 Stimmen) Es gibt keinen Widerspruch zwischen Vorschlag 2 und Beschluss c von oben.

Die Fortsetzung des Treffens verschoben.

Das Treffen ist abgeschlossen

Vor „Palästina“: Erkundung der ungebrochenen jüdischen Verbindung zum Tempelberg

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 2. Juni 2022

Vermeintliche israelische Bedrohungen der Al-Aqsa-Moschee, der drittheiligsten Stätte des Islam, gebaut auf den Ruinen des antiken jüdischen Tempels in der Altstadt von Jerusalem, sind schon lange ein Schlachtruf für palästinensischen Terrorismus gewesen. Beispielsweise wurde das Massaker von Hebron 1929, bei dem Araber 67 jüdische Einwohner der Stadt ermordeten, von Gerüchten ausgelöst, Juden würden planen die Kontrolle über die Moschee an sich zu reißen.

In jüngerer Zeit, nachdem der palästinensische Bewaffnete Raad Hazem am 7. April 2022 in Tel Aviv drei Israelis tötete und mehr als ein Dutzend weitere verletzte, waren Terrorgruppen schnell dabei den Anschlag mit der Behauptung in Verbindung zu bringen, die Heiligkeit der Al-Aqsa sei bedroht.

Internationale Medien perpetuierten in den letzten Wochen das palästinensische Narrativ, indem sie jüdische Besucher, die über den Tempelberg schlenderten, als „ultra-rechtsextreme israelische Nationalisten“ (VICE), „rechtsgerichtete jüdische Nationalisten“ (NPR) und „religiöse Extremisten“ (Associated Press) beschrieben.

Aber während Religionsfreiheit für Juden auf dem Tempelberg innerhalb der israelischen Gesellschaft ein heißes Thema ist, ist die Andeutung, der Tempelberg sei nur für „Extremisten“ (Agence France Presse) heilig, völlig ahistorisch.

Tatsächlich haben Juden den Berg seit Jahrhunderten besucht und dort gebetet.

Laut jüdischer mündlicher Mainstream-Tradition sowie auch mystischen Quellen gehört zum Tempelberg (Hebräisch: „Har HaBayit“) der Grundstein („Even HaSchetiya“), von dem aus Gott die Welt schuf. Die Midrasch und der Jerusalemer Talmud erklären weiterhin, dass Adam, der erste Mann, aus dem Staub des Plateaus von Jerusalem geschaffen wurde. Dann brachten Kain, Abel und Noah auf demselben Berg Opfer. In Genesis (1. Mose) 22 wird dem jüdischen Patriarchen Abraham befohlen seinen Sohn Isaak als Opfer darzubringen – auf dem Berg Moria, der als weiterer Name für dieselbe Stätte identifiziert wird.

Später kaufte König David dem Jebusiter Arauna den Dreschboden ab (2. Samuel 24, 24, 1. Chronik 21, 22-30) um einen Altar zu bauen. Sein Sohn Salomo baute schließlich um 950 v.Chr. auf dem Even HaSchetiya den ersten Tempel, den Mittelpunkt der jüdischen Verehrung, mit dem Allerheiligsten und seiner Bundeslade.

Bei Ausgrabungen gefundene archäologische Schätze scheinen den Bericht der hebräischen Bibel aus dieser Periode im antiken Israel zu bestätigen.

Die zentrale Bedeutung des Tempelbergs: Die Westmauer ist NICHT der heiligste Ort des Judentums

Obwohl der Tempel jetzt in Ruinen liegt – Salomos Tempel wurde 586 v.Chr. von den Babyloniern und der zweite Tempel von den Römern 70 n.Chr. zerstört – hat sich der religiöse Status des heiligsten Ortes des Judentums nie geändert. Der jüdische Weise Maimonides (1138 bis 1204) kommt in seinem Hauptwerk Mischne Thora zu dem Schluss, dass „ein Mensch [den Ort] in so Ehrfurcht halten sollte, wie es gemacht würde, wenn der Tempel noch stünde.“

Die zentrale Rolle des Tempelbergs für das Judentum ist über jeden Zweifel erhaben. Während der Gebete haben sich Juden seit undenkbaren Zeiten dreimal täglich der heiligen Hügelkuppe in Jerusalem zugewandt. Im Gegensatz zu dem, was einige Nachrichtenorgane gerne suggerieren (siehe z.B. hier, hier and hier), ist die Westmauer nicht der „heiligste Ort“ des Judentums. Typisches Beispiel: Die Mauer – der letzte verbleibende Teil des Geländes des zweiten Tempels – wurde erst im 16. Jahrhundert zu einem wichtigen Ort.

Während einige religiöse Juden dabei bleiben, dass auf den Tempelberg zu steigen an sich derzeit wegen Fragen ritueller Unreinheit und ohne das Vorhandensein der roten Färse verboten ist, betete Maimonides vermutlich im Herbst 1165 auf dem Har HaBayit. Ein weiterer jüdischer Weiser, der Chatam Sofer (1762 bis 1839) gab sogar ein Urteil zum jüdischen Recht aus, in dem er erklärte, dass es immer noch möglich ist das Pessah-Opfer auf dem Tempelberg darzubringen – wenn die herrschende Obrigkeit das erlaubt.

Führende Rabbiner haben festgehalten, dass Juden mit Gebet auf dem Berg Moria fünf Gebote gleichzeitig erfüllen.

Ist das legal? Das Status quo-Abkommen von 1967

Seit Israel in einem Verteidigungskrieg 1967 die Kontrolle über Ostjerusalem gewann, ist ein informelles Regelwerk in Kraft, das als der „Status quo“ den Stand der Dinge an dem heiligen Ort geregelt hat. Aus Angst vor einem breiteren religiösen Konflikt nach dem Sechstage-Krieg stimmte Verteidigungsminister Mosche Dayan zu, die von den Jordaniern geleitete islamische Waqf den Tempelberg weiter verwalten zu lassen.

Unter dieser Status quo-Vereinbarung, die Premierminister Naftali Bennetts Regierung aufrechtzuerhalten zugesagt hat, dürfen Juden und andere Nichtmuslime den Tempelberg besuchen, aber nicht dort beten. Gerichte haben aber bisweilen die Rechtmäßigkeit des Verbots angezweifelt (siehe hier und hier). Das Gesetz zum Erhalt der Heiligen Orte von 1967 stellt freien Zugang und Schutz für alle heiligen Stätten unter israelischer Zuständigkeit fest, auch denen im östlichen Teil seiner Hauptstadt.

Es lohnt sich festzuhalten, dass derselbe Status quo das Zeigen von Flaggen jeglicher Art an dem heiligen Ort verbietet. Dennoch sind Journalisten, die sich auf Juden konzentrierten, die an ihrem heiligsten Ort Worte des Gebets aussprachen, scheinbar desinteressiert in der unablässigen Zurschaustellung der Flaggen der von den USA als Terrororganisationen eingestuften Gruppierungen an der angeblich drittheiligsten Stätte des Islam.

Während die Regierung in Jerusalem ständig daran arbeitet die Ruhe zu bewahren und Gewalt zu verhindern, ermutigen die palästinensische Autonomiebehörde, die Hamas und Jordanien ständig zu Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften, die versuchen die Pilger aller Religionen zu schützen.

Es ist klar, dass trotz des Beharrens arabischer Führer darauf, friedliche Besuche von Israelis würden auf die Entweihung des heiligen Bergs hinauslaufen, die jüdische Verbindung zum Tempelbergareal – und tatsächlich Gesamt-Jerusalems – mindestens eintausend Jahre älter ist als der Begriff „Palästina“.

Denken Sie an Artikel 9! Wer wird protestieren?

Yisrael Medad, My Right Word, 11. Oktober 2017

Ich beziehe mich auf Artikel 9 des Friedensvertrags zwischen Jordanien und Israel.

Artikel 9:

ORT VON HISTORISCHER UND RELIGIÖSER BEDEUTUNG

1. Jede Seite wird für freien Zugang zu Orten von religiöser und historischer Bedeutung sorgen.

2. Diesbezüglich respektiert Israel in Übereinstimmung mit der Erklärung von Washington die aktuelle Sonderrolle des Haschemitischen Königreichs Jordanien an muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem. Wenn Verhandlungen zum endgültigen Status stattfinden werden, wird Israel der jordanischen historischen Rolle an diesen Stätten Vorrang geben.

3. Die Seiten werden gemeinsam handeln, um die zwischenreligiösen Beziehungen der drei monotheistischen Religionen zu fördern, mit dem Ziel auf religiöses Verständnis, moralische Verpflichtungen, freie Religionsausübung und Toleranz und Frieden hin zu arbeiten.

Ist dieser Vertrag keine Verpflichtung, die eingehalten werden muss?

Sind die Elemente des Artikels 9 verworfen worden?

Lassen Sie uns die offizielle jordanischen Nachrichtenagentur Petra lesen:

300 extremistische Siedler stürmen die Al-Aqsa-Moschee
Ramallah, 10. Oktober (Petra) – Rund 300 extremistscheSieder stürmten früher am Dienstag die Al-Aqsa-Moschee/Haram al-Scharif, so eine palästinensische Quelle.
Dier Generaldirektor für die Islamische Awqaf und Al-Aqsa-Angelegenheiten, Scheik Azzam al-Khatib, sagte gegenüber Petras Reporter in Ramallah, dass israelische Siedler vom Bab al-Magharbeh-Tor unter schwerem Schutz durch israelische Sondereinsatzkräfte und Polizei in den heiligen Schrein einbrachen.
Al-Kathib sagte, dass die Siedler auf provokative Weise eine Tour über die Höfe der Al-Aqsa machten.

Okay, das ist das üble Verhalten von Jordanien.

Aber gibt es jemals einen israelischen Protest?

Vom Premierminister?

Dem stellvertretenden Außenminister?

Dem Minister für religiöse Angelegenheiten?

Den Oberrabbinern?

Irgendwem?

Israel muss die Appeasement-Politik auf dem Tempelberg beenden

Diskriminierung von jüdischem Gebet am heiligsten Ort des Judentums ist obszön.

Farley Weiss, Israel HaYom, 30. Mai 2022

Das Jerusalemer Amtsgericht hat gerade Strafverfahren gegen Juden zugelassen, die an einem öffentlichen Ort auf dem Tempelberg, dem heiligsten Ort des Judentums, das Schmaij-Gebet sprechen. In ihrem Urteil schrieb Richterin Einat Avman-Muller, dass Gebetsfreiheit „nicht absolut ist und sie sollte von anderen Interessen aufgehoben werden, darunter die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung.“ Mit anderen Worten: Der Grund für dieses obszöne Urteil ist antisemitische Opposition muslimischer Radikaler zu solchem Gebet.

Es ist klar, dass Opposition gegen jüdisches Gebet auf dem Berg, ob nun von Jordanien oder der PA, der Inbegriff von virulentem Antisemitismus ist. Warum sollte irgendjemand gegen friedliches jüdisches Gebet sein, wenn er kein virulenter Antisemit ist? Und warum sollte Israel vor Antisemitismus kapitulieren, statt für die Sicherheit betender Juden zu sorgen?

Die Aufzeichnungen der Geschichte beweisen, dass der Tempelberg der heiligste Ort des Judentums ist, die Stelle, der die Juden sich zuwenden, wenn sie beten, sowie der Ort der zwei jüdischen Tempel. In einer kleinen Ecke des Tempelbergs befindet sich die Al-Aqsa-Moschee, aber Muslime erhoben erst einen historischen Anspruch auf irgendeinen Teil des Tempelbergs, nachdem Israel ihn 1967 befreite.

1925 veröffentlichte der Oberste Muslimrat einen Touristenführer für den Tempelberg. Darin hieß es, dass die „Identität des Ortes mit der Stelle des Tempel Salomos unbestritten ist. Das ist laut allgemeiner Überzeugung auch die Stelle, an der David einen Altar für den Herrn baute und Brandopfer sowie Friedensopfer darbrachte‘.“ Der Führer erklärt weiter, dass muslimische Herrschaft über den Tempelberg 637 n.Chr. begann, dem „Jahr, in dem Kalif Omar Jerusalem besetzte“. 1925, so scheint es, gaben die muslimischen Führer eine akkurate historische Sicht auf den Tempelberg wieder, erkannten die historische Verbindung der Juden zu dem Ort an und erkannten an, dass darauf zwei Tempel existierten.

Es überrascht daher nicht, dass Israel, als es den Ort 1967 befreite, den Tempelberg in Unordnung vorfand, weil von 1948 bis 1967 kein arabischer Führer den Tempelberg besuchte – er wurde nicht als wichtig genug betrachtet.

Heute sieht das Narrativ, das die Muslime im Verlauf des letzten Jahrhunderts ausgeheckt haben, sehr anders aus. Infolge ihrer falschen und antisemitischen Behauptungen ist die heiligste Stätte des Judentums, ein öffentlicher Ort, der Tempelberg, heute zur einzigen Stätte in einer Demokratie geworden, an der es für Juden illegal ist zu beten.

Zur Grundlage hat dieses Verbot die falsche Behauptung, dass nicht nur die Al-Aqsa-Moschee, sondern der gesamte Tempelberg samt der Westmauer den Muslimen heilig ist. Diese Behauptung wird noch durch die antisemitische Falschmeldung verschlimmert, der Tempelberg sei den Juden nicht heilig, was auf berüchtigte Weise vom PA-Vorsitzenden Yassir Arafat am 17. Juli 2022 beim Camp David-Gipfel verkündet wurde. Arafat schockierte Präsident Bill Clinton, als er leugnete, dass die jüdischen Tempel jemals auf dem Tempelberg standen. Der israelische Botschafter in den USA, Danny Ayalon, der dabei war, berichtete, dass Präsident Clinton wütend und tief bestürzt war. Er schrie Arafat an: „Nun, lassen Sie mich Ihnen etwas sagen, Herr Vorsitzender: Als mein Messias Jesus Christus auf den Tempelberg ging, sah er keine Moscheen. Er sah keine Al-Aqsa. Er sah nicht den Felsendom. Er sah nur den jüdischen Tempel.“

Es ist bedauerlich, dass Israel auf derartiges antisemitisches Leugnen nicht so geantwortet hat, wie es das hätte tun sollen. Tatsächlich hat es über eine Appeasement-Politik zu radikalen muslimischen Krawallen und Einschüchterung ermutigt, die den Status quo auf dem Tempelberg verändert haben und solche Gewalt hat wegen ihres Erfolgs nur zugenommen. Yisrael Medad schrieb vor kurzem, dass die „Waqf, die religiöse islamische Stiftung, die Eintrittszeiten geändert und Sabbat-Besuche von Juden verboten hat. … Die Waqf schuf neue Feiertagszeiten, pflanzte Obstgärten, pflasterte neue Wege, errichtete Freiluft-Gebetsstellen und baute drei neue Moscheen auf dem Tempelberg.

Damit ist klar, dass Israels Entscheidung, aus Angst vor Gewalt solches Tun zu gestatten, nicht funktionierte. Stattdessen hat sich die Situation verschlimmert. Offizielle Vertreter Jordaniens und der PA haben deutlich gemacht, dass sie diese Strafaktionen fortsetzen werden, um jüdischem Gebet nicht nur auf dem Tempelberg, sondern auch an der Westmauer ein Ende zu setzen.

Taysir al-Tamimi, ehemaliger oberster Richter des Religionsgerichts der PA, sagte vor kurzem: „Die gesegnete Al-Aqsa-Moschee ist islamisch und gehört allein den Muslimen … und die Juden haben kein Recht daran … oder ein Recht an irgendeinem Teil davon zu beten.“ Er fügte hinzu: „Zur Al-Aqsa-Moschee gehören alle ihre Höfe … und insbesondere die Westmauer.“ Der PA-Minister für Religionsangelegenheiten Mahmud al-Habbasch behauptete auch, die Al-Aqsa „wird mit niemandem geteilt und niemand außer Muslime werden darin beten“. Letzten Dezember erklärte Habbasch, dass die Westmaure „einzig ein authentischer Teil der Al-Aqsa-Moschee“ ist.

Der jordanische Premierminister Bischer al-Kasawnet gab Angriffen auf jüdische Betende an der Westmauer volle Unterstützung. In einer Parlamentssitzung sagte er: „Ich gratuliere allen Palästinensern und allen jordanischen Waqf-Arbeitern, die alle wie ein Turm mit erhobenem Haupt da stehen und denen, die Steine auf Pro-Zionisten [Betende an der Westmauer] werfen, die die Al-Aqsa-Moschee besudeln.“ Vor nur ein paar Jahren forderte Jordanien das Welterbe-Komitee der UNESCO auf die Westmauer als muslimische Stätte umzuklassifizieren und versuchte das Patriarchengrab in Hebron sowie das Rahelgrab bei Bethlehem als rein muslimische Stätten einstufen zu lassen, um ihre Heiligkeit für Juden auszulöschen.

Daher ist klar, dass Israels Zugeständnisse nicht funktioniert haben, weil die einzige Konzession, die die zufriedenstellen wird, die gegen jüdisches Gebet auf dem Berg sind, die Vernichtung Israels ist. Die Krawalle und Gewalt werden enden, wenn muslimische Radikal lernen, dass Krawalle und Gewalt ihre politischen Ziele nicht erreichen werden und wenn Israel die Diskriminierung von jüdischem Gebet abschafft und deutlich macht, dass seine Politik auf dem gründet, was Recht und gerecht ist, nicht auf Angst vor Gewalt. Wenn Israel das tut, dann wird das fundamentale Recht der Juden an ihrem heiligsten Ort zu beten, zum ersten Mal seit 2.000 Jahren verwirklicht werden.

Der Drang den Status quo auf dem Tempelberg zu bewahren: Niemand erkennt, dass es keinen gibt

Daled Amos, Elder of Ziyon, 25. Mai 2022

Jerusalem im Allgemeinen und der Tempelberg im Besonderen, sind nach wie vor Blitzableiter der Kontroverse, die droht in Gewalt auszubrechen.

Erst diesen Monat gab das Weiße Haus nach einem Treffen Bidens mit König Abdallah II. von Jordanien eine Erklärung aus, in der es u.a. heißt:

Der Präsident bestätigte seine nachdrückliche Unterstützung einer Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt und führte die Notwendigkeit an, den historischen Status quo auf dem Haram al-Scharif/Tempelberg zu erhalten. [Hervorhebung hinzugefügt]

Nicht so schnell.

In dem für die Jerusalem Post verfassten Artikel Protecting the Status of the Temple Mount in Jerusalem (Wahrung des Status des Tempelbergs in Jerusalem) schreibt Nadav Shragai über den ursprünglichen „Status quo“, der 1967 von dem damaligen Verteidigungsminister Mosche Dayan konzipiert wurde.

Während Israels Erfolg bei der Wiedervereinigung Jerusalems und der Übernahme der Kontrolle über den Tempelberg ein aufregender Moment war, der Juden mit Stolz erfüllte, war

Dayan hingegen von anderen Überlegungen motiviert, die solche Emotionen beiseiteschoben: Auf beiden Seiten des israelisch-arabischen Konflikts gab es tiefsitzende religiöse Komponenten, die sich mit nationalistischen Grundlagen vermischten. Auf der israelischen wie auf der arabischen Seite hatten die beiden Religionen – Judentum und Islam – zahllose Kämpfe zwischen den beiden Seiten genährt.

Dayan betrachtete sich als verpflichtet zu versuchen eine Barriere zwischen Religion und Nationalismus zu schaffen und Situationen zu verhindern, in denen der Konflikt anfällig dafür war einen religiösen Farbton zu übernehmen. Er glaubte, dass es möglich war dem Islam zu gestatten seine religiöse Souveränität über den Berg zum Ausdruck zu bringen – religiöse Souveränität, im Unterschied zu nationaler Souveränität. Dayan glaubte, dass es auf diese Weise möglich sein würde, den israelisch-arabischen Konflikt auf den national-territorialen Bereich zu einzugrenzen, womit das Potenzial des Konflikts zu einem religiösen zu werden aussortiert würde.

Mit der Erlaubnis, dass Juden den Tempelberg besuchen dürfen, versuchte Dayan Forderungen nach jüdischem Gebet und religiöser Souveränität über den Berg einzudämmen; indem die religiöse Souveränität auf dem Tempelberg den Muslimen gegeben wurde, glaubte Dayan, er schwäche die Bedeutung des Ortes als Mittelpunkt des palästinensischen Nationalismus.

Diese Situation ist ein Status quo, der mehrere wichtige Veränderungen durchgemacht hat. Zum Beispiel:

  • Einschränkung von Besuchen durch Juden: Der ursprüngliche Status quo hielt Juden davon ab auf dem Tempelberg zu beten, erlaubte ihnen aber den Ort zu besuchen.  Heute werden Juden im Gegensatz dazu oft vom Besuch des Berges abgehalten (auch ohne dort zu beten) oder solche Besuche werden beträchtlich eingeschränkt.
  • Erweiterung der muslimischen Gebetsbereiche: Als der Status quo eingerichtet wurde, beteten die Muslime nur in der Al-Aqsa-Moschee. Im Verlauf der Jahre wurden ihre Gebetsbereiche auf dem Berg enorm ausgeweitet – zuerst auf den Felsendom, der ursprünglich keine Moschee war, sondern ein Gedenkschrein … Im Jahr 2000 begannen Muslime zwei zusätzliche Gebetsbereiche auf dem Gelände zu nutzen: die Ställe Salomos in einem unterirdischen Bereich im südöstlichen Teil des Berges, wo die Waqf einrichtete, was als Marwani-Moschee bekannt wurde, sowie einen Teil der Al-Aqsa-Moschee aus einer früheren Periode, der unter der bestehenden Al-Aqsa-Moschee liegt. Ähnlich wurde ein großer Abschnitt des Tempelberggeländes gepflastert und dient in der Praxis als private Gebetsstätte für zehntausende Besucher, in erster Linie an muslimischen Feiertagen.
  • Die Einbeziehung Jordaniens bei der Verwaltung des Tempelbergs: Der ursprüngliche Status quo gewährte Jordanien eine Beteiligung an der Verwaltung des Tempelbergs über die Schirmherrschaft der Waqf, die ein Zweig des jordanischen Ministeriums für Heiliges Eigentum war. Jordanien ist in der Praxis der offizielle Arbeitgeber der Waqf-Arbeiter auf dem Tempelberg und zahlt ihre Gehälter. Heute ist der Einfluss Jordaniens auf den Tempelberg enorm ausgeweitet worden … Heute erstreckt sich der jordanische Einfluss de facto sogar auf die Art und Weise, wie die israelische Polizei sich auf dem Tempelberg verhält.

Heute benutzen die Muslime den Namen „Al-Aqsa“ nicht nur als Bezeichnung der Moschee, die den Namen trägt – jetzt verwenden sie den Begriff auch um das gesamte Gebiet auf dem Tempelberg zu definieren, einschließlich der Westmauer.

Shragai formuliert es so:

Von vielen Standpunkten aus ist der vom damaligen Verteidigungsminister Mosche Dayan 1967 formulierte Status quo tot. Die öffentliche Debatte bezieht sich aber weiterhin auf den Status quo, als sei er immer noch am Leben und bindend.

Trotz aller Bemühungen Dayans gingen muslimische Bemühungen die jüdische Verbindung zum Tempelberg zu leugnen weiter und gewannen an Fahrt. 2016 verabschiedete die UNESCO eine Resolution, die anerkannte, dass Jerusalem für Judentum, Christenheit und Islam heilig sei. Allerdings beinhaltete sie einen Sonderabschnitt zum Tempelberg, mit dem behauptet wurde, dass der Tempelberg dem Islam heilig sei, weil ausgelassen wurde, dass er auch den Juden heilig ist. Die muslimischen Namen Al-Aqsa-Moschee und Haram al-Scharif werden verwendet, aber nicht der Begriff Har HaBayit und noch nicht einmal Tempelberg.

Im folgenden Jahr sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres in einem Interview mit Israel Radio, es sei „völlig klar, dass der Tempel, den die Römer in Jerusalem zerstörten, ein jüdischer Tempel war“; er fügte an, dass „niemand die Tatsache bestreiten kann, dass Jerusalem heute den drei Religionen heilig ist“, auch dem Judentum.

Die palästinensischen Araber reagierten mit der Forderung Guterres solle sich für die Leugnung des von der UNESCO genehmigten Monopols der Muslime auf dem Tempelberg entschuldigen.

Offenbar soll Israel Guterres dankbar sein, dass dem Judentum erlaubt wird eine der drei Religionen mit einem Anspruch auf Jerusalem zu sein.

Matti Friedman schreibt in The Treasure of the Jews [der Schatz der Juden], dass das tieferliegende Problem „eines ist, das viele westliche Beobachter mit ihrem Narrativ einer Stadt „die drei Religionen heilig ist“ betrifft – nämlich dem Versäumnis die einzigartige Zentralität Jerusalems im Judentum zu begreifen oder zuzugeben, dass die Stadt nur deshalb von Interesse ist, weil sie zuerst den Juden heilig war“.

Es ist unmöglich die Stadt zu verstehen, ohne zu begreifen, dass Jerusalem im Zentrum des jüdischen Bewusstseins existiert hat, seit Rom ein Dorf am Tiber war und dass es in keiner anderen Religion diese Rolle gespielt hat. Für die Christenheit ist Jerusalem wichtig, weil Jesus und seine Jünger Juden waren, die um das rituelle jüdische Zentrum auf dem Tempelberg kreisten. Der Islam baute den Felsendom, weil er der Standort des jüdischen Tempels war. Beide imperialen Religionen haben wichtigere Städte an anderen Orten, kamen aber mit Architekten und Steinmetzen her, um einen physischen Ausdruck eines Anspruchs zu schaffen, der für beide zentral war – dass sie die zahlenmäßig unbedeutenden, aber historisch eindrucksvollen Einheimischen Judäas ersetzt hatten.

Wenn Organisationen in der UNO wie die UNESCO sich nicht eifrig damit beschäftigen von ihren Mitgliedern manipuliert zu werden die Legitimität – wenn nicht gar unverblümt die Existenz – Israels anzugreifen, fallen solche Organisationen auf Plattitüden über die Gleichbehandlung der drei monotheistischen Religionen zurück, die eine gemeinsame, gleichberechtigte historische Verbindung zu Jerusalem teilen.

Friedmann hält aber fest:

Diese Vorstellung – dass alle Denksysteme und Kulturen austauschbar und jedermanns Ideen gleichberechtigt sind – ist an sich eine religiöse Idee, das Produkt eines bestimmten Augenblicks im westlichen Denken und eine, die etwas strengere Selbstprüfung ihrer Anhänger vertragen könnte.

Das ist dieselbe Art von Gleichheit, die palästinensischen Arabern angeboten wird, die als heimisch beschrieben werden. Das ist ziemlich großzügig, bedenkt man, dass ihre Wurzeln, Geschichte, Sprache und Kultur alle aus dem Arabischen herrühren – anders als die Juden, die ein Produkt des Landes Judäa sind.

Das ist der Grund, dass die Verbindungen des jüdischen Volks zum Land mehr ist als nur eine Frage der Zeit.

Laut Allen Z. Hertz, einem früheren ranghohen Berater des kanadischen Premierministers zu Eingeborenen-Angelegenheiten, sind Juden nicht einfach nur im Land Israel heimisch – sie sie Eingeborene:

Von allen noch existierenden Völkern haben die Juden den stärksten Anspruch das Eingeborenenvolk von Eretz Israel zu sein. Dort entstanden die hebräische Sprache (das biblische Hebräisch: yehudit יהודית) und das Judentum, was zur Geburt rund vor 2.600 Jahren als eigenständiges Volk führte, das sich als Yehudim (יהודים) identifiziert. Früher war das Heilige Land Heimat ihrer direkten Vorfahren, darunter berühmte Persönlichkeiten wie die Könige Saul, David und Salomo. Es gab auch andere lokale Völker – wie die Philister, Phönizier, Ammoniter, Moabiter, Edomiter und Samariter. Aber mit Ausnahme der wenigen überlebenden Samaritaner sind alle diese andere antiken Völker lange verschwunden.

Was ist mit dem arabischen Volk? Das große arabische Volk der Geschichte ist in Arabien eingeboren, nicht im Heiligen Land. Das Judentum, die hebräische Sprache und ein sich als „jüdisch“ identifizierendes Volk waren bereits tausend Jahre vor der Ethnogenese des arabischen Volks in Arabien (ca. 600 n.Chr.) in Eretz Israel vorhanden, dessen Geburt ungefähr so alt ist wie das Entstehen des Islam und des klassischen Arabisch.

Oder wie Friedman es formuliert:

Wenn du dich bis unter die islamischen und christlichen Schichten der Stadt durchgräbst, dann wirst du feststellen, dass sie jüdisch ist.

Wird von Juden erwartet, dass sie dankbar sind, wenn ein UNO-Beamter anerkennt, dass Juden einen gleichen Anteil an Jerusalem haben, wenn schon die Heiligkeit Jerusalems selbst aus dem Judentum stammt?

Eine Hauptursache der Änderung des Status quo auf dem Tempelberg ist die Leichtigkeit, mit der zu arabischer Gewalt aufgestachelt worden ist und dazu die Überzeugung, mit der mit mehr Gewalt angedroht wird. Es reicht nicht, dass Israel die Geschichte und die Verbindung zu Jerusalem und dem Tempelberg hat.

Ohne den Willen und die Fähigkeit für die besondere Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Tempelberg einzustehen wird der Status quo sich weiter gegen die Juden verändern.