1976 urteilte ein israelisches Gericht, dass jüdisches Gebet auf dem Tempelberg in Ordnung ist

Elder of Ziyon, 8. Februar 2017

Die Internetseite der PLO bringt einen täglichen Artikel, der das Jahr hindurch Jahrestage wichtiger Ereignisse in der palästinensischen Geschichte heraushebt.

Mit sehr wenigen Ausnahmen stammen fast alle der etwa 240 Ereignisse in ihrer Timeline aus den letzten 100 Jahren. (Sie beinhaltet für 1099 ein Datum für die Kreuzzüge und ein paar für die Zeit Napoleons 1799, dazu den ersten Zionistischen Kongress im Jahr 1897.)

Für den 8. Februar heißt es, dass 1976 „ein zionistisches Gericht entschied den Juden zu erlauben im Haram al-Scharif zu beten“.

Was geschah 1976?

JTA schreibt:

… eine winzige nationalistische Gruppe hat in regelmäßigen Abständen versucht auf dem Tempelberg zu beten. Am 8. Mai 1975 begannen acht junge Mitglieder dieser Gruppe, die vordergründig eine Tour auf dem Ort machten, zu beten. Die waren mit ihrem Gebet fast fertig, als ein alter Muslim sie bemerkte und seine Freunde herbeirief. Schon bald versammelte sich eine Menge Muslime und eine Auseinandersetzung brach aus. Die Dienst habenden Polizisten des Polizeipostens auf dem Tempelberg (zumeist Araber) wurden gerufen, um den Zusammenstoß zu beenden. Sie nahmen die jungen Juden fest, die in der Folge vor Gericht gestellt wurden.

Richterin Ruth Or entschied in ihrem Urteil vom 28. Januar, dass die den Polizisten gegebenen Anweisungen – die Juden davon abzuhalten auf dem Berg zu beten – illegal waren, da das Gesetz das Grundrecht aller Gläubigen an ihren heiligen Orten zu beten feststellt. Die Richterin kritisierte den Minister für religiöse Angelegenheiten dafür, dass er keine Verfahren für Gebete sowohl für Juden als auch Muslime auf dem Tempelberg eingeführt hatte.

Die Regierung hat solche Arrangements für die gemeinsame Nutzung der Machpela-Höhle in Hebron durch Muslime und Juden eingeführt, stellte die Richterin fest; sie hatte es aber unterlassen das auch für den Tempelberg zu tun.

Der Staatsanwalt hat gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts Berufung eingelegt – was durchaus die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von 1970 wieder einsetzen könnte. Derweil ist das Urteil der Richterin weiterhin Ursache für Spannungen in Ostjerusalem und er Westbank. Die Polizei sperrt weiter vermeintliche jüdische Beter vom Berg, aber muslimische Wut wird offenbar beschwichtigt werden, wenn die Entscheidung der Richterin verworfen werden wird.

Anscheinend wurde dieses Urteil aufgehoben.

Der Präsident des Obersten Gerichtshof, Aharon Barak, schrieb 1976 in Reaktion auf die Berufung:

Das Grundprinzip lautet, dass jeder Jude das Recht hat den Tempelberg zu betreten, dort zu beten und Gemeinschaft mit seinem Schöpfer zu haben. Das ist Teil der religiösen Freiheit zu beten, es ist Teil der freien Meinungsäußerung. Aber es ist, wie bei jedem Menschenrecht, nicht absolut, sonder ein relatives Recht… Tatsächlich ist es in einem Fall, in dem es so gut wie sicher ist, dass das öffentliche Interesse beeinträchtigt werden könnte, wenn das Recht einer Person auf religiöse Anbetung und freie religiöse Betätigung umgesetzt wird, möglich die Rechte der Person einzuschränken, um das öffentliche Interesse aufrechtzuerhalten.

Das ist erstaunlich, denn es sind nicht die Betenden, die Verletzungen verursachen, sondern die Frömmler, die es ablehnen dieses grundlegende Menschenrecht zuzulassen, das um das sich zu sorgen Barak behauptet. Es bedeutet, dass muslimische Extremisten Vetorecht über jüdische Menschenrechte besitzen, solange sie Gewalt einsetzen, was genau das Gegenteil von Menschenrechten ist.

Obwohl das Urteil der Richterin jüdisches Gebet gestattete, wurde das nie durchgesetzt und die israelische Polizei verbietet weiter jüdisches Gebet, die Palästinenser begehen den Tag immer noch (übrigens den falschen Tag) als weiteres Beispiel dafür, dass sie von Juden unterdrückt werden.

Pierres neuer Freund

gefunden auf Facebook (Pierre Rehov):

pierres-neuer-freund

Darf ich Ihnen meinen neuen Freund vorstellen, den Groß-Imam der Al-Aqsa-Moschee? Er erklärte mir, dass es NIE irgendeinen jüdischen Tempel auf dem Tempelberg gab, dass alle Juden verschwanden, als Titus Jerusalem im Jahr 200 zerstörte (das richtige Datum wäre das Jahr 67, aber egal…), dass die Juden von heute Konvertiten sind, die keine Verbindung zu den ursprünglichen Hebräern haben und dass es keine belegte Verbindung zwischen Juden und Jerusalem gibt, das IMMER SCHON den Muslimen gehörte. Die Al-Aqsa-Moschee selbst wrude von Adam Sohn höchstpersönlich entworfen… Das ist die Art von Überzeugungen, die zur UNESCO-Deklaration führten. Verrückte Welt. 🙂

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07. Januar 2017)

Sonntag, 01.01.2017:

Mahmud Abbas hat ja behauptet er wolle mit Trump am Frieden arbeiten. Problem für die Gültigkeit dessen, was er (unwahrscheinlich) schaffen würde: Zwei Drittel der PalAraber wollen ihn endlich weg sehen.

Die Hamas verhöhnt die Israelis mit zwei gefakten Geburtstagsvideos für einen der von ihr verschleppten toten Soldaten.

Die Hamas beschwert sich, dass Israel die Leichen mehrerer Terroristen nicht an sie zurückgibt. Das sei Beweis dafür wie kriminell und barbarisch Besatzung die Besatzung ist – tönt ausgerechnet die Terrortruppe, die seit 2 Jahren die Leichen zweier Israelis nicht rausrücken will…

Montag, 02.01.2017:

Nach der UNSC-Resolution kurz vor Weihnachten haben die Pal-Araber die Anschläge mit Steinwürfen intensiviert. Allein heute gab es mindestens 9 davon.

Die Fatah feiert ihr 52-jähriges Bestehen: „Um ein echter Palästinenser zu sein, musst du ein Kämpfer sein, der sich opfert.“ Dazu wurden Terrorführer geehrt, die für Hunderte Terrortote verantwortlich sind. Als Vorbilder wurden einige weitere Terroristen gerühmt. (Elder of Ziyon hat Fotos von den Feiern.)

Die Hamas hat ihre jährliche „Märtyrerstatistik“ veröffentlicht. 2016 gab es 29 Märtyrer, wobei die Hamas selbst weit erfolgreicher war solche zu schaffen als Israel: 21 starben in einstürzenden Tunneln, 2 bei Trainingsunfällen, 2 bei „Arbeitsunfällen“, einer beim Entschärfen eine Bombe, einer erlag früher erlittenen Verletzungen, einer wurde von israelischen Truppen in Hebron getötet (nach der Ermordung von Rabbi Miki Mar), und einer soll in Tunesien vom Mossad getötet worden sein.

Am Berg Hebron stürzte eine Drohne ab. Es wurde festgestellt, dass sie der EU gehört, die damit in Zusammenarbeit mit den Pal-Arabern jüdische Orte ausspioniert (die in der Regel IDF-Basen haben).

Die ägyptischen Behörden geben an 12 Schmuggeltunnel in den Gazastreifen zerstört zu haben.

Dienstag, 03.01.2016:

Die Fatah/PA dreht die Gebetsmühle; jetzt war Sultan Abu al-Einein dran einer Zeitung zu verkünden, dass eine Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem zu Judenmord führen wird.

Letzten Monat wurde eine 17-jährige Terroristin überwältigt, bevor sie Schaden anrichten konnte. Sie zeigte während der Vernehmungen eigene Zeichnungen, die ihre Mordabsichten illustrieren.

Sonntag führte der Archäologe Gabriel Barkay eine Gruppe amerikanischer Studenten über den Tempelberg. Waqf-Wächter zerrten ihn zur Polizei und forderten, er solle des Tempelbergs verwiesen werden, weil er nicht „Haram al-Scharif“, sondern „Tempelberg“ sagte. Die Polizisten lehnten das ab, „rieten“ Barkay aber den Begriff „Tempelberg“ nicht mehr zu benutzen. Dieser sagte während der restlichen Führung nur noch „TM“ (für Temple Mount).
Barkay und viele Reiseführer berichten, dass sie immer wieder von Waqf-Wächtern angegriffen und belästigt werden, wenn sie auf dem Tempelberg historische Erklärungen geben.

Mittwoch, 04.01.2016:

Karikatur der PA in ihrer Tageszeitung: Der Weihnachtsmann wurde von Israel ermordet, weil er ein Terrorist sein soll.

WAFA „berichtet“ alle zwei Wochen über „antiarabische israelische Hetze und Rassismus“ – und es stellt sich heraus, dass alles, was die PalAraber schlecht aussehen lässt, „antiarabische Hetze und Rassismus“ ist.

Donnerstag, 05.01.2016:

10 chassidische Juden gingen zu Josuas Grab in Kifl Hares bei Ariel in Samaria. Sie worden von Arabern angegriffen und riefen die Polizei, die daraufhin die Juden festnahm. Nach Angaben der NGO Honenu, die für jüdische Rechte in Israel eintritt, befindet sich Kil Hares in Area B, die von Juden betreten werden darf. Die Polizei behauptet die Juden hätten die Gegend illegal betreten.

Gut, wundern sollte sich niemand: Die Stadt Ramallah hat eine Straße nach einem katholischen Erzbischof benannt, der zu den boshaftesten Antisemiten der katholischen Kirche gehörte (und am Sonntag in Rom im Alter von 94 Jahren verstarb). In den 1970-er Jahren hatte der Erzbischof in seinem Dienstfahrzeug automatische Waffen für PLO-Terroristen geschmuggelt.

Seit heute ist klar, dass ein Mord in Haifa am Mittwochmorgen ein Terroranschlag war. Der Terrorist wird immer noch gesucht. Inzwischen hat er sich nach Angaben von YNet selbst gestellt.

Freitag, 06.01.2017:
Mittwochabend (gegen 22.30 Uhr) sank ein arabisches Fischerboot aus dem Gazastreifen nach einer Kollision mit einem israelischen Patrouillenboot. Die IDF sagt, das sei den Umständen auf See geschuldet gewesen, die PalAraber behaupten die Marine habe das gezielt gemacht.
Gestern behaupteten PalAraber, IDF-Soldaten hätten auf das Auto eines stellvertretenden PA-Ministers geschossen. Die IDF bestreitet dies kategorisch.
– Am Nachmittag bewarfen Araber im Gush Etzion israelische Autofahrer mit Felsbrocken.

Mahmud Abbas verkündet, die Konferenz in Paris (ohne Israel) sei eine Gelegenheit eine Friedensvereinbarung zu erreichen (über einen „internationalen Mechanismus und einen Zeitplan). Er wolle Frieden durch Verhandlungen erreichen (wie, wenn er nicht mit Netanyahu redet???), lehne jeden anderen Weg ab (warum dann die Terrorhetze gegen die Juden?) und sei gegen jeglichen Terror, Extremismus und Gewalt überall in der Welt.

Die PA erhielt von Israel die Leichen zweier Terroristen, die vor vier Monaten Anschläge in Hebron verübten.

Die Version der „Großen Lüge“ des 21. Jahrhunderts

Sarah N. Stern, Israel HaYom, 30. Oktober 2016

Dieses Wochenende sah ich mir den Film „Denial“ [Leugnung] an, der die erfolgreichen Bemühungen von Deborah Lipstadt darstellt, wie sie die revisionistische Geschichtsschreibung des Holocaustleugners David Irving vor einen britischen Gericht herausforderte.

Aber wohin können wir uns wenden, wenn die historischen, religiösen und kulturellen Verbindungen unseres Volkes zu diesem Ort von Institutionen mit internationaler Zuständigkeit wie den Vereinten Nationen systematisch ausgelöscht werden? Gibt es ein höheres Gericht, vor dem wir in Berufung gehen können?

Am Mittwoch letzter Woche beschloss die UNESCO, die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, eine weitere Resolution, mit der versucht wurde die jüdischen und christlichen Verbindungen zu Jerusalem auszulöschen. Diesmal wurde das vom 21 Mitglieder zählenden Welterbe-Komitee ausgeführt. Die Resolution vom Mittwoch setzt das Sahnehäubchen auf den Kuchen, der in der Woche davor vom Exekutivrat der UNESCO gebacken wurde und die jüdischen und christlichen Ansprüche am Tempelberg leugnet.

Das widerspricht unbestreitbar dem Auftrag des Welterbe-Komitees; dieser wird auf seiner Internetseite als „Ermutigung der Identifikation, dem Schutz und dem Erhalt des kulturellen Erbes in aller Welt, das als von herausragendem Wert für die Menschheit betrachtet wird“ beschrieben.

Einmal mehr lehnt es diese Resolution sogar ab den Tempelberg mit seinen hebräischen und englischen Namen zu benennen, sondern nur mit seinen arabischen Namen: Haram al-Scharif oder Al-Aqsa-Moschee.

Wir wissen, dass die Quelle dieser Resolution die Organisation der Islamischen Kooperation ist, die aus 56 Mitgliedstaaten der UNO plus der palästinensischen Autonomiebehörde besteht. Sie beansprucht mehr als 1,5 Milliarden Muslime der Welt zu repräsentieren und stellt den größten einzelnen Abstimmungsblock in der UNO dar.

Die OIC wurde in Jiddah (Saudi-Arabien) gegründet. Ihr Auftrag ist es angeblich die freie Religionsausübung zu garantieren; sie hat aber eine seltsame Definition von Religionsfreiheit: Es ist die freie Religionsausübung für den Islam und nur für den Islam. Das Hauptziel der OIC besteht darin das Scharia-Recht zu internationalisieren und international für Strafen für die zu werben, die das nicht akzeptieren, indem sie als „islamophob“ zu etikettieren.

Zu dieser Definitino gehört ein auf den Islam zentriertes Konzept Jerusalems.

Aber der Anspruch der OIC auf die Stadt ist von Haus aus mit Fehlern behaftet.

Jerusalem wird in der Torah nicht weniger als 669 Mal erwähnt. Nach Angaben von Dr. Mordechai Kedar von der Bar-Ilan-Universität wird es nicht ein einziges Mal im Koran erwähnt, sondern es wird ein Hinweis darauf gegeben, dass sie den Juden gehört: Im Sure 178,1 wird „Al-Aqsa“ erwähnt, was „die am weitesten entfernte“ bedeutet. Von welchem Bezugspunkt aus ist das die am weitesten Entfernte? Die Antwort lautet: von Mekka und Medina, den beiden heiligsten Städten des Islam. Wie die meisten Menschen wissen, wenden sich Muslime Mekka und Medina in Saudi-Arabien zu, wenn sie beten, während Juden sich Jerusalem zuwenden.

Darüber hinaus verweist der Koran auf Al-Aqsa und den Felsendom in demselben Vers, der den ersten und den zweiten Tempel erwähnt. Sure 17,1, der die Vergehen Israels behandelt, sagt: „Wir erlaubten euren Feinden eure Gesichter zu entstellen und eure Tempel zu betreten, wie sie sie früher betreten hatten.“

Die muslimische Tradition ist besonders stark bezüglich der Existenz des ersten Tempels, den König Salomo baute, den sie als Inbegriff der Weisheit betrachtet.

Die Ironie besteht darin, so stellt der amerikanisch-israelische Wissenschaftler Martin Kramer heraus, dass die muslimische Leugnung der Existenz des Tempels genau die theologischen Fundamente untergräbt, auf denen der muslimische Anspruch auf die Stadt basiert.

Seit der Befreiung Jerusalem im Jahr 1967 sind jede Menge archäologische Artefakte gefunden worden, die den jüdischen Anspruch auf das Land stützen. Es wurden Münzen aus der Hasmonäerzeit gefunden, ebenso rituelle Bäder und das Siebungs-Projekt fand, was Archäologen als „unbestreitbare Beweise“ von Mosaikfliesen sind, die einen Davidstern bilden; sie glauben, dass diese Teil des Bodens des zweiten Tempels waren.

Das Tempelberg-Siebungsprojekt entstand, weil die palästinensische Autonomie, die die Oberfläche dessen, was sie als „Haram al-Scharif“ bezeichnen – den Tempelberg – an Bautätigkeit vor Ort beteiligt ist, wobei Objekte entnommen werden, die mit der Behutsamkeit eines Chirurgen behandelt werden sollte und wirft sich auf eine Mülldeponie der Geschichte. Nach Angaben des israelischen Archäologen Gabriel Barkay wurden 400 LKW-Ladungen von mit Artefakten durchsetztem Boden von der Islamischen Waqf in Jerusalem beseitigt und im Kidron-Tal auf der Ostseite der Altstadt abgeladen.

Eine große Schar Israelis siebt sich durch die Erde und birgt uralte Schlüssel zum kostbaren Erbe unseres Volkes.

Genau an dem Tag, an dem über diese betrügerischen Resolutionen abgestimmt wurde, enthüllte der Bibelforscher Shmuel Achituv ein außergewöhnliches Dokument, das die israelische Antikenbehörde rettete: eine antike Schriftrolle, die aus der Zeit des ersten Tempels im siebten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung stammt und das ein Geschenk – Wein – erwähnt, das an einen König in Jerusalem geschickt werden soll. Das ist die früheste Aufzeichnung in hebräischer Schrift, die Jerusalem erwähnt.

Die größere Frage lautet, wie die Leute es einer ideologischen Agenda gestatten konnten ihre wissenschaftliche Objektivität in den Schatten zu stellen. Früher Oktober sagte MK Ahmed Tibi von der Gemeinsamen Arabischen Liste, ein Gynäkologe, der mit Sicherheit an die Objektivität der Wissenschaft glauben muss: „Ich glaube an das palästinensische Narrativ zu Jerusalem.“ Tortz allem, was an wissenschaftlichen Beweisen vorgelegt wird.

Die Vereinten Nationen sind in ein aberwitziges Forum ausgeartet, über dem es kein höheres Berufungsgericht gibt und wo absurde Resolutionen, die keine Grundlage in den Wissenschaften, der Realität oder der Wahrheit haben, einfach nur deshalb beschlossen werden, weil der muslimische Block politisch dominiert.

Wir alle kennen die „Theorie der Großen Lüge“ von Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels: Wenn man eine Lüge erzählt, dann sollte man eine große erzählen, sie einfach machen und sie ständig wiederholen“. Das war einer der ersten Schritte in der Vorbereitung der Grundlagen bei deutschen Volk, um bei der Auslöschung der Juden zu helfen. Die Version der „Theorie der Großen Lüge“ des 21. Jahrhunderts ist ein Versuch den Anspruch des jüdischen Volks auf das Land Israel auszulöschen und im innersten Kern davon liegt unsere Verbindung zu Jerusalem.

Wenn es aber etwas gibt, das wir Juden haben, dann ist es unser Gedächtnis und es ist die uralte Erinnerung an unsere heiligen Tempel, die uns durch die dunkelsten Tage unseres Exils getragen hat. Keine Abstimmung irgendeiner Institution kann uns das jemals stehlen.

Der möglicherweise erste Film der Kotel und weitere Szenen aus Jerusalem von 1911

Elder of Ziyon, 27. Oktober 2016

Dies sah ich als Teil einer Dokumentation über Jerusaelm aus dem Jahr 1963, Reige von David Perlow. Es handlt sich um ein Interveiw mit einen Klimatoogen, der 1911 Szenen in Jerusalem filmte. Darunter auch die Kotel:

Der ganze Film ist hier.

Dass die UNESCO Tempelleugnung gut heißt ist nicht nur falsch – es ist gefährlich

Petra Marquardt-Bigman, The Tower, 17. Oktober 2016

„Da Kriege in den Hirnen von Menschen beginnen, ist es das im Hirn von Menschen, wo die Verteidigungen des Friedens gebaut werden müssen.“

Diese Beobachtung ist am Beginn der Verfassung der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) zu finden. Was stimmte, als UNESCO kurz nach dem Ende eines verheerenden Weltkreigs gegründet wurde, bleib auch sieben Jahrzehnte danach gültig, wenn die UNESCO sich damit beschäftigt die Flammen der religiösen Leidenschaften zu schüren, die den gesamten Nahen Osten in Brand setzen könnten. Mit ihrem gerade verabschiedeten Beschluss, der gewollt die jüdische – und damit auch die christliche – Verbindung zu Jerusalems Tempelberg ignoriert, hat die UNESCO praktisch die Ansichten von Mohammed Hussein, dem Großmufti von Jerusalem übernommen, der vor ein paar Jahren drohte: „Wenn die Israelis hierher kommen [auf den Tempelberg], dann wird es mehr als eine Intifada geben… die gesamte Region wird von Krieg verschlungen werden.“ Vor einem Jahr wiederholte der Großmufti seine Drohung; er fügte dabei Unheil verkündend hinzu, dass Gewalt „die gesamte Welt“ erreichen könnte, würde Juden oder irgendwelche anderen Nichtmuslime erlaubt werden irgendwo am „Al-Aqsa-Moscheegelände“ zu beten – d.h. der gesamten Tempelberg-Promenade.

Ebenfalls vor einem Jahr behauptete der Großmufti in einem Interview mit einem israelischen Fernsehsender, dass es nie einen jüdischen Tempel auf dem Tempelberg gegeben habe, während die Al-Aqsa-Moschee dort „vor 3.00 Jahren und vor 30.000 Jahren stand … seit der Schaffung der Welt“. So absurd diese für westliche Ohren klingen mag, bedenkt man die archäologischen Beweise des Gegenteils, es ist wichtig zu begreifen, dass „Tempel-Leugnung“ unter Palästinensern und Muslimen allgemein keine Randmeinung ist: Der tote Palästinenserführer Yassir Arafat war nicht im Geringsten verlegen während der Verhandlungen in Camp David im Juli 2000 die historische Existenz der jüdischen Tempel in Jerusalem zu bestreiten; und sein Nachfolger Mahmud Abbas wie auch andere offizielle Palästinenser-Vertreter und religiöse Führer haben ähnliche Behauptungen oft genug wiederholt, um – wie der Autor Daniel Levin 2009 im The Forward schrieb, den Schluss zu rechtfertigen, dass „Tempelleugnung zu einem zentralen Dogma des palästinensischen Nationalismus geworden ist“.

Aber während Tempelleugnung in den letzten Jahrzehnten populär geworden ist, wurde die Verwendbarkeit des Aufwiegelns religiöser Leidenschaften zur Mobilisierung von Muslimen zum Kampf gegen Juden und Zionismus erstmals von Haddsch Amin al-Husseini verwirklicht, dem berüchtigten Palästinenserführer, dessen Allianz mit Nazideutschland ihm schließlich den Beinamen „Hitlers Mufti“ einbrachte. Husseini begann seine Karriere als politischer und religiöser Führer in den 1920-er Jahren mit einer ambitionierten Kampagne zur Sammlung von Geldern für die Renovierung muslimischer Heiligtümer auf dem Tempelberg, die sich in völliger Verwahrlosung befanden, weil die muslimischen  Herrscher des osmanischen Reichs Jerusalem erlaubten Jahrhunderte lang als verwahrlostes Kaff zu schmachten. Um potenzielle Spender von der Bedeutung seines Projekts zu überzeugen behauptete Husseini, dass der Zionismus den „Wiederaufbau des Tempels anstrebt, der Salomons Tempel genannt wird, am Ort der gesegneten Al-Aqsa-Moschee und in dem religiöse Dienste durchgeführt werden sollen“. Schon bald wurde diese völlig fadenscheinige Beschuldigung nicht nur dazu genutzt Gelder zu sammeln, sondern auch um zu tödlicher Gewalt gegen Juden aufzustacheln – eine Taktik, die bis heute tausenden Juden das Leben kostete, angefangen mit den mörderischen arabischen Krawallen von 1929 bis zur blutigen „Al-Aqsa-Intifada“ Anfang der 2000-er und der Welle der aktuellen Terroranschläge.

Einiges von der Rhetorik die in den späten 1920-er Jahren genutzt wurde, um zu Gewalt gegen Juden aufzustacheln, unterscheidet sich nicht sonderlich vom Tenor der jüngsten UNESCO-Resolution. Im Oktober 1928 beschuldigte der Oberste Muslimrat, dem Husseini vorstand, die Juden als „Konkurrenz der Muslime um die Heilige Burak, die Westmauer der Moschee Al-Aqsa“ und erklärte:

Da sie die bittere Erfahrung der grenzenlosen, habgierigen Ansprüche der Juden diesbezüglich erkannt haben, glauben Muslime, dass das Ziel der Juden darin besteht allmählich Besitz von der Moschee von Al-Aqsa zu ergreifen; ihr Vorwand ist der Tempel, sie beginnen mit der Westmauer an diesem Ort, die ein untrennbarer Bestandteil der Moschee von Al-Aqsa ist.“

Fast 90 Jahre später gibt die UNESCO diese Hetze wieder: Der Text [PDF] der Resolution bezieht sich auf den Platz an der Westmauer nur in Anführungszeichen, während er vorgibt, der Ort sei in Wirklichkeit der „Al-Burak-Platz“; der Tempelberg wird ausschließlich als „Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram Al-Scharif“ bezeichnet, der in seiner Gesamtheit als „muslimische heilige Gebetsstätte“ beschrieben wurde. Ähnlich zum Begriff „Al-Aqsa-Moschee-Gelände“ – in Begriff der regelmäßig von Al-Jazira verwendet wird, um den gesamten Tempelberg zu bezeichnen – verfehlt es die exklusive Nutzung von „Al-Aqsa-Moschee-Gebäude/Al-Haram Al-Scharif“ durch die UNESCO zwischen dem Gebäude der tatsächlichen Al-Aqsa-Moschee am südlichen Rand des Tempelbergs und dem Rest der gewaltigen Plattform zu unterscheiden. Wenn aber der gesamte Tempelberg die „Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram Al-Scharif“ ist (oder das „Al-Aqsa-Moschee-Gelände“) ist und alles insgesamt „eine muslimische heilige Gebetsstätte“, dann wird die Anwesenheit eines jeden Juden oder nicht Nichtmuslim irgendwo auf dem Tempelberg schnell ein nicht tolerierbare Provokation, die die UNESCO streng als „ständige israelische Aggressionen“ verurteilt.

Das Lob, das die UNESCO von Izzat al-Rischeq, einem Sprecher der islamistischen Terrorgruppe Hamas, erhielt, war daher wohlverdient: „Wir loben die Abstimmung bei der UNESCO, die jegliche historischen Ansprüche zwischen Juden und der Al-Aqsa-Moschee und ihrer Westmauer bestreitet.“ Ähnliche kann Abbas heute zurecht das Gefühl haben, in seiner Sicht bestätigt worden zu sein, dass den Juden nicht erlaubt werden darf die Al-Aqsa „mit ihren dreckigen Füßen zu besudeln“ und dass „jeder Tropfen Blut, der für Jerusalem vergossen worden ist … sauberes und reines Blut ist, das für Allah vergossen wurde“. Und während die UNESCO „ständige israelische Aggressionen“ verurteilt, hat der vor zehn Jahren von Abbas ernannte, angeblich „moderate“ Großmufti nicht nur die Existenz der jüdischen Tempel bestritten und wiederholt mit Krieg gedroht, um exklusive muslimische Kontrolle des Tempelbergs geltend zu machen, aber er begrüßte auch Selbstmord-Bombenanschläge und zitierte beifällig die berüchtigte islamische Prophetie, die markant in der Hamas-Charta steht, denn diese sieht eine göttlich bestimmte apokalyptische Schlacht vor, in der Muslime fast alle Juden töten.

Palästinensische Ansichten zu diesen Dingen haben sich seit den Tagen des berüchtigten Haddsch Amin al-Husseini geändert und mit der aktuell verabschiedeten Resolution hat die UNESCO fast ein Jahrhundert palästinensischer Unnachgiebigkeit und tödlicher Hetze belohnt.