Stärkung des Jihad: Der tödliche Mythos einer „Grundursache“

Phyllis Chesler, The New York Post, 26. Februar 2015

Berichte, dass “Jihadi John”, der Erzähler mit dem britischen Akzent in den ISIS-Snuff-Videos, Mohammed Emwazi ist – ein gebildeter junger Mann mit Mittelklasse-Hintergrund – sollte dem Vorwand den letzten Sargnagel verpassen, dass Armut und mangelnde Bildung und Chancen islamistischen Hass schüren.

Diese unangebrachte Vorstellung scheint Politik der Obama-Administration zu sein. Marie Harf, stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, sagte vor kurzem:

„Wir können diesen Krieg nicht gewinnen, indem wir [Jihadisten] töten. Wir müssen die Grundursachen angreifen, die Menschen dazu bringen sich diesen Gruppen anzuschließen, ob das nun mangelnde Chancen auf Arbeit sind… Wir können mit Ländern rund um die Welt zusammenarbeiten, um ihre Staatsführung zu verbessern helfen. Wir können ihnen helfen ihre Wirtschaften aufzubauen, damit sie Jobchancen für diese Menschen haben können.“

Natürlich sind Nachrichten über „Jihadi John“ nur die jüngsten Beweise des Gegenteils. Diese Terroristen sind oft gut ausgebildet und sogar reich. Osama bin Laden war es allemal.

Viele islamistischen Terroristen sind Ärzte: Major Nidal Hassan (der Schütze von Ft. Hood) und Al-Qaidas aktueller Führer Ayman al-Zawahiri.

„Lady Al-Qaida“ Aafia Siddiqui (die Terroristin, für die ISIS James Foley, dann Steven Setloff eintauschen wollte) war eine Wissenschaftlerin.

Mohammed Atta, der Anführer der 9/11-Truppe, war Ingenieur und Sohn einer soliden Mittelklasse-Familie. Ein weiterer Ingenieur: Umar Farouk Abdulmutallab, der Unterhosen-Bomber, ist der Sohn eines reichen nigerianischen Geschäftsmanns.

William A. Wulf, ehemaliger Präsident der National Academy of Engineering, stellte fest: „In den Reihen der gefangenen und geständigen Terroristen sind Ingenieure und Ingenierstudenten erheblich überrepräsentiert.“

Dr. Marc Sageman, ein ehemaliger CIA-Beamter mit Doktortitel der New York University sowie seinem Abschluss in Medizin ist Autor der bahnbrechenden Studie „Understanding Terror Networks“ (Terrornetzwerke verstehen) aus dem Jahr 2003. Diese stellte fest: „Zwei Drittel der Mitglieder von Al-Qaida hatten eine Universitäts-Ausbildung“, und: „Die riesige Mehrheit der Terroristen kam aus solidem Mittelklasse-Hintergrund; ihre Führung stammt aus der oberen Mittelklasse. Sie kamen aus fürsorglichen, intakten Familien.“

Für die islamistischen Schrecken Armut verantwortlich zu machen verschleiert das wahre Problem nur: Jihadisten sind von einer Ideologie getrieben – einer Ideologie, die sich nach einem mythischen Kalifat sehnt, das von der strengsten Version des Scharia-Rechts bestimmt wird.

2002 stellten Alan Kreuger und Jitka Maleckova in einem Arbeitspapier für das National Bureau of Economic Research fest: „Armut und niedrige Bildung verursachen Terrorismus nicht.“ In der Tat ist „jede Verbindung zwischen Armut, Bileung und Terrorismus indirekt, kompliziert und vermutlich ziemlich schwach… Statt Terrorismus las direkte Reaktion auf schwache Marktchancen und Ignoranz zu betrachten, schlagen wir vor, dass er genauer als Reaktion auf politische Umstände und lange bestehende Gefühle (eingebildet oder real) der Demütigung und Frustration betrachtet werden sollte, die wenig mit der Wirtschaft zu tun haben.“

Was uns zu der Art bringt, wie Präsident Obama und andere Teil des Problems sind.

Die linken westlichen Eliten, die den Glauben stärkten, dass Muslime und Araber verfolgt worden sind, dass Profile erstellt wurden, dass sie ausspioniert wurden, dass sie diskriminiert wurden usw. verstärken das Ressentiment an der Wurzel des radikalen Jihad.

Das ist nur die neue Version eines lange bestehenden Problems der Linken.

In „The Tears of the White Man: Compassion as Contempt” (Die Tränen des Weißen Mannes: Mitgefühl als Geringschätzung) und „The Tyranny of Guilt: An Essay on Western Masochism” (deutscher Titel: Der Schuldkomplex: Vom Nutzen und Nachteil der Geschichte für Europa) merkt Pascal Bruckner an, dass westliche Linke ihre Romane mit dem totalitären Kommunismus in einen gefährlichen Flirt mit den Kämpfen der Dritten Welt verwandelten. Wahnvorstellungen von Solidarität und Mitgefühl mit „den Verdammten der Erde“, vermerkt er, stärken antiwestlichen, antisemitischen und antikolonialen Hass.

Finanziell sicher gestellte Linke betreiben „pseudorevolutionäres Posieren“ und „politische Schauspielerei“, die Frauen, Ungläubige, Dissidenten und Apostaten opfert. Westliche Eliten sehen sich selbst als Antirassisten, die eine bessere Welt herbeiführen. Was für ein Jammer, dass sie das nie zu Ende denken: Nieder mit dem Bösen Reich des Westens – hoch mit dem … sogar noch böseren Islamistischen Reich?

Auf ins Getümmel: Es ist der Islam, Dussel! – Islam ist für Terror, was Regen für Überflutungen ist

Martin Sherman, Jerusalem Post, 8. Januar 2015 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Ein Sechstel aller Menschen weltweit ist muslimisch… der Versuch, irgendeine verallgemeinernde Aussage über diese große Gemeinschaft – 1,5 Milliarden Menschen – zu treffen, wird danebengehen… Die große Mehrheit dieser Populationen haben nichts mit dem zu tun, was weltweit an Gewalt und Terror geschieht… Ich glaube nicht, dass es etwas Wesentliches gibt, das diese große und historisch wichtige Religion mit all dem Terrorismus verbindet.

Sami Abu Shehadeh, Generalsekretär von Balad, Tel Aviv-Jaffa

Mit diesen Worten beendete Sami Abu Shehadeh von der antizionistisch-arabischen Balad-Partei letzten Monat in den Nachrichtenstudios des Senders i24 eine Debatte mit mir zum Thema „Die wachsende antimuslimische Stimmung im Westen“.

Die Geschehnisse diesen Mittwoch in Paris, wo 12 Menschen brutal niedergeschossen wurden, verlieh dem Thema eindeutig eine neuerliche und drängende Relevanz.

Islam verhält sich zum Terror, wie Regen zu Überschwemmungen

Natürlich steckt in Abu Shehadehs Behauptung, die meisten Muslime wären nicht aktiv im Terrorismus involviert, viel Wahrheit. Faktisch ist diese Behauptung korrekt, aber im Wesentlichen ist sie bedeutungslos.

Für jeden mit einem Funken intellektueller Integrität, der halbwegs über die Ereignisse in der Welt informiert ist, sollte die Antwort auf die Frage, ob Islam und Gewalt und Terrorismus in ursächlicher Verbindung stehen oder nicht, unmissverständlich klar sein. Ob der Islam mit Terrorismus in Verbindung steht, klingt ein wenig wie die Frage, ob Regen mit Überschwemmungen in Verbindung steht. Natürlich tut er das! Und dies kann sogar unwiderlegbar aus Abu Shehadehs Versuch, den Islam zu entlasten, abgeleitet werden.

Wenn ein Sechstel der Welt Muslime sind, dann bedeutet dass, dass fünf Sechstel keine Muslime sind. Richtig? Gäbe es also keine übermäßige Affinität des Islam zu Gewalt und Terrorismus, sollten muslimische Terrorakte ein Sechstel zählen und nichtmuslimische fünf Sechstel – d. h. falls der Islam keinen größeren Hang zum Terrorismus hätte als andere, sollte man erwarten, dass es fünf Mal (!) mehr nichtmuslimische Terrorhandlungen gäbe als muslimische.

Das ist eindeutig nicht der Fall. Terroranschläge von Islamanhängern überwiegen denjenigen von Nichtmuslimen in beträchtlicher Weise.

Daher scheint es, dass es – in grober Verletzung der Gepflogenheiten der politischen Korrektheit – kaum eine Wahl gibt, als den Schluss zu ziehen, den viele Westler instinktiv erkannt haben: Es gibt eine unverhältnismäßige ursächliche Verbindung zwischen Islam auf der einen Seite und Handlungen ideologisch-politisch motivierter Gewalt gegen zivile Populationen, also Terrorismus, auf der anderen Seite.

Die biblische Schrift an der Wand?

Ich will nicht gefühllos wirken, aber das Blutbad in Paris geschah kaum unerwartet. In vielerlei Hinsicht war die Schrift an der Wand seit Jahren zu sehen.

Letzten Endes ereignete sich das Blutbad im Verlauf einer Reihe von Vorfällen mordlüsterner, islamisch motivierter Gewalt im ganzen Land.

Mitte März 2012 wurden mehrere dienstfrei habende Soldaten in Montauban und Toulouse von einem in Frankreich geborenen Moslem algerischer Herkunft niedergeschossen.

Einige Tage später schlachtete er bei einem Angriff auf eine jüdische Tagesschule in Toulouse einen Rabbi und drei Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren ab.

Und erst vor kurzem, gerade vor Weihnachten, wurde Frankreich von einer Flut von Terroranschlägen im Stil „Einsamer Wolf“ in Dijon, Nantes und Tours erschüttert, was den British Independent dazu brachte, die Vorfälle unter der unheilverkündenden Schlagzeile „Frankreich an Weihnachten nach dritter Straßenattacke innert drei Tagen von Angst ergriffen“ (23. Dezember 2014). Sowohl in Dijon als auch in Tours wird berichtet, dass der Angreifer „Allahu akbar“ geschrien hat, was jeden Verdacht zerstreut, die Angriffe könnten von buddhistischen Extremisten ausgeführt worden sein.

Muslimische Gewalt hat in Frankreich jahrelang vor sich hin gebrodelt und ist regelmäßig rund um Weihnachten und Neujahr übergekocht, als viele hundert Autos in Gebieten mit muslimischer Mehrheit niedergebrannt wurden, um den Start des Gregorianischen Jahres einzuläuten.

Für gewöhnlich vermeiden die Berichte der Mainstreammedien gewissenhaft die Erwähnung jedweder Verbindung zwischen dieser massiven kriminellen Brandstiftung und der ethnischen Herkunft der Schuldigen.

Katalog der Gemetzel

Das Gemetzel in Paris findet seinen Platz in der langen Liste von Metzeleien im Namen des Islam.

Hier ein (eindeutig unvollständiger) Katalog der Gemetzel und der blutrünstigen Vorfälle während der letzten zwei Jahrzehnte auf dem ganzen Planeten, die die Welt mit ihrer Brutalität schockiert haben.

  • New York – katastrophale Vernichtung des World Trade Centers
  • Washington – versuchte Zerstörung des Pentagons
  • London – koordinierter Angriff auf das öffentliche Transportsystem; das Zerhacken eines dienstfrei habenden Soldaten in der Öffentlichkeit am hellichten Tag
  • Madrid – Bombenattentat auf dichtgepackte Pendlerzüge mitten im Berufsverkehr
  • Nairobi – Beschlagnahme des Westgate-Einkaufszentrums und Mord an einer Vielzahl Unschuldiger
  • Burgas, Bulgarien – Bombenattentat auf einen Touristenbus
  • Mumbai – Mordanschlag auf das Tadsch-Mahal-Hotel, auf das Chabad-Haus und andere Stätten
  • Boston – Bombenattentat auf das alljährliche Marathon der Stadt
  • Bali – Bombenattentat auf dicht bevölkerte Touristenorte
  • Buenos Aires – tödliche Angriffe auf jüdische Einrichtungen und die israelische Botschaft
  • Ottawa – Angriff auf das kanadische Parlament
  • Sydney – Beschlagnahme eines Innenstadtcafés und Mord an zwei Kunden
  • In-Amenas, Algerien – Beschlagnahme einer Gas-Einrichtung und Mord an Dutzenden Zivilisten
  • Chibock, Nigeria – Entführung von fast 300 Schulmädchen, den Berichten zufolge zu dem Zweck, dass sie als Sexsklavinnen dienen

Diese blutrünstige Liste ist keineswegs vollständig, und zahlreiche weitere Vorfälle sollten addiert werden. Natürlich sind darin nicht die vielen versuchten Angriffe zu finden, die von Sicherheitsleuten in verschiedenen Ländern vereitelt wurden und noch weit schlimmere Grausamkeiten von Islamanhängern verhindert haben.

Die Schrecken interner muslimischer Streitigkeiten

Egal wie sehr man es versucht: Es ist in der modernen Welt unmöglich, eine andere Glaubensrichtung mit solcher Gewalt und solchem Terror in Verbindung zu bringen – in Ausmaß, Wirkung, Häufigkeit und weltumspannender Allgegenwart der Vorfälle.

Aber so haarsträubend muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime sein mag, so verblasst sie bis zur Bedeutungslosigkeit anbetrachts der Gewalt unter Muslimen selbst.

Es wäre unmöglich, eine umfassende Liste der internen muslimischen Gräueltaten anzufertigen, die sich über einen Großteil des Globus zog – und noch immer zieht –, von den Küsten des Atlantik bis zu den Inseln des asiatisch-pazifischen Raums. Eine brutal abgekürzte Zusammenfassung wird genügen müssen.

Selbst bevor die unaussprechliche Barbarei von al-Nusra und dem Islamischen Staat einen Großteil der Levante zu überziehen begann, gab es endlose unbarmherzige Massaker an Muslimen durch Muslime.

Beispielsweise führten wechselseitig zerstörerische Spannungen zwischen rivalisierenden islamistischen Gruppierungen im fast zehnjährigen algerischen Bürgerkrieg zu massiven Brudermorden – mit Todeszahlen, die Schätzungen zufolge 150.000 erreichten. Unvorstellbare Brutalität löschte ganze Ortschaften aus, und die Leichen der Opfer waren völlig entstellt.

In ähnlicher Weise führten regelmäßige Bombenanschläge auf Märkte und Moscheen in Ländern wie dem Irak, Afghanistan und Pakistan zu einem massiven Verlust an muslimischem Leben durch die Hand kriegerischer Brüder – aber den Mainstreammedien ist das kaum eine Fußnote wert. Der interne muslimische Konflikt erscheint so intensiv und kompliziert, dass selbst ein halbwegs gut informierter Laie es fast unmöglich finden würde, da noch zu überblicken, wer wen tötet und warum…

Als Gradmesser des Ausmaßes der Massaker berichtete die pakistanische Website „Dawn“ in einem Beitrag mit dem Titel „Islam im Krieg – mit sich selbst“, dass Angehörige der al-Qaida und anderer extremer Islamistengruppierungen „willkürliche Gewaltakte gegen Zivilisten ausgeführt haben… was zu über 48.000 Toten führte…“

Die Mehrheit der Muslime…

Die tiefgreifende Gewalt in der muslimischen Welt führt unausweichlich zur Frage des generellen Charakters des Islam und der Art von Verhaltensmuster, die er zu generieren scheint.

Sie führt auch zur heiklen Frage der Handlungen der Minderheit im Vergleich mit der Nichthandlung der Mehrheit.

Zwar hat Abu Shehadeh mit seiner Behauptung vielleicht recht, nur eine Minderheit der Muslime betätige sich in verabscheuungswürdigen terroristischen Akten, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie diese Handlungen ohne die Unterstützung – oder zumindest die stillschweigende Akzeptanz – weit größerer Bevölkerungsschichten fortführen könnten.

Selbst wenn die Mehrheit das Verhalten einer verbrecherischen Minderheit nicht aktiv gutheißt, gibt es fast keine Beweise für wirksame Missbilligung, von aktiver Opposition ganz zu schweigen. (In dieser Hinsicht kann man nur hoffen, dass die außerordentlich mutige Rede des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi mit der Forderung nach einer „religiösen Revolution“ sich als Vorbote einiger radikaler Veränderungen in der Entwicklungsrichtung, die der Islam gegenwärtig eingeschlagen hat, erweisen wird.) Also gibt es entgegen Abu Shehadehs Argumentation, es sei schwierig, akkurate Verallgemeinerungen für 1,6 Milliarden Menschen zu formulieren, verschiedene lehrreiche Gradmesser, die ein beängstigendes Bild über die Ansichten eines Großteils der muslimischen Welt zeichnen.

Das angesehene Pew Research Center hat zahlreiche in die Tiefe gehende Umfragen in der muslimischen Welt durchgeführt. Die Resultate zeigen, dass solide – zuweilen sogar überwältigende – Mehrheiten in vielen Ländern (und signifikante Minderheiten in anderen) harsche körperliche Strafen (Auspeitschen / Amputieren) für Raub und Diebstahl begrüßen; Tod durch Steinigung bei Ehebruch; Tod für den Abfall vom Glauben.

Bei einem derartigen Hang zu Gewalt als weithin akzeptierte kulturelle Norm ist die Annahme nicht unplausibel, dass breite Segmente der muslimischen Bevölkerung den Einsatz von Gewalt und Terrorismus nicht für inkompatibel mit ihren Kernansichten halten.

Der Versuch einer Apologetik: Die Lüge des „Kolonialismus“

Es gab zahlreiche Versuche, einen Großteil der Herrschaft der Gewalt in der muslimischen Welt und bei ihrem Konflikt mit dem Westen wegzuerklären.

Der wohl bekannteste Apologet ist niemand anders als Präsident Barack Obama. 2009 bot er bei seiner „Outreach-Ansprache“ in Kairo die folgende Erklärung für den beklagenswerten Zustand der Verhältnisse zwischen Westen und Islam, der laut ihm „Jahrhunderten der Koexistenz und Kooperation“ folgte. (Wirklich?) Obama sagte, „seit kurzem wurden die Spannungen von Kolonialisten genährt, die vielen Muslimen ihre Rechte und Gelegenheiten vorenthielten.“

Das trifft natürlich in keinster Weise zu.

Zwar ist es wahr, dass der Großteil des Nahen Ostens jahrhundertelang unter imperialer Herrschaft stand, aber das war meist muslimischer Imperialismus – d. h. das Osmanische Reich.

Mit Ausnahme Nordafrikas bestand der westliche Kolonialismus im fraglichen Gebiet nur für eine kurze Zeit nach dem 1. Weltkrieg und endete kurz nach dem 2. Weltkrieg. Dies scheint kaum ausreichend, um die starrsinnige islamische Feindseligkeit zu erklären, der wir uns heute gegenübersehen.

Wenn es also Beschwerden über die Vorenthaltung muslimischer Rechte und Gelegenheiten durch Kolonialisten gibt, sollten diese dann nicht an die muslimischen Imperialisten gerichtet werden? Seltsamerweise waren die Schmelztiegel des heute extremsten antiwestlichen Islam kaum von Kolonisation betroffen – nämlich die Arabische Halbinsel und der Iran.

Keiner von beiden hat irgendeine imperiale – einschließlich westliche – Herrschaft irgendeiner Konsequenz erlitten, aber Erstere brachten die aus der Sunna abgeleitete Version des islamischen Radikalismus hervor, Letztere die aus der Shia abgeleitete Version. Diese Tatsache verträgt sich nicht mit der Diagnose, welche die anhaltenden Spannungen zwischen Muslimen und dem Westen dem Kolonialismus zuschreibt.

Kein Aufruf zum „Töten für Krishna“?

Zudem darf man fragen, warum das Unrecht des Kolonialismus nicht z. B. die hinduistische Mehrheit in Indien beeinflusst hat, wo das Volk unter dem Joch des britischen Imperialismus „Rechte und Gelegenheiten“ verwehrt bekam, in derselben Weise wie die Muslime Pakistans.

Trotzdem hört man aus irgendeinem Grund keinerlei Aufrufe zum „Töten für Krishna“ oder „Ganesh ist groß“ von verbitterten hinduistischen Terroristen, die sich in vollen Bussen, auf bevölkerten Märkten, in Cafés und Moscheen in die Luft sprengen, so wie wir das aus der ganzen muslimischen Welt kennen einschließlich des benachbarten Pakistan.

Und wir sehen auch keine gekränkten Shiva-Anhänger, die sich zu einem globalen heiligen Krieg aufmachen, um alle unter dem Glauben des Hinduismus zu versammeln.

Warum konnte Indien seine koloniale Vergangenheit ad acta legen und zu einer lebhaften Wirtschaftsmacht aufsteigen? Warum ist es nicht länger an die Vergangenheit gekettet und versinkt nicht im Sumpf massenmörderischer Frustration? Da die bei weitem größte Opferzahl muslimischer Gewalt andere Muslime sind, scheinen die angeblich von ausländischen Besatzern vor sieben Jahrzehnten verwehrten „Rechte und Gelegenheiten“ eine schwache Ausflucht für das gegenwärtige Verhaltensmuster zu sein.

Die Moderne als Missetäter?

Einige haben versucht zu erklären, der Beginn der Moderne und der Globalisierung habe einen Eindruck der Bedrohung islamischer Werte geschaffen, was zu den Spannungen mit dem Westen geführt habe.

Entsprechend sagte Obama in Kairo: „Die großen Veränderungen durch die Moderne und die Globalisierung brachte viele Muslime dazu, den Westen als islamischen Traditionen gegenüber feindlich zu betrachten.“

Auch das ist schwer zu akzeptieren.

Der Islam ist schließlich die jüngste der großen Religionen und wurde Jahrhunderte – in einigen Fällen sogar Jahrtausende – nach Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Christentum begründet. Warum sollte die neueste Religion die Entwicklungen der Moderne als Bedrohung seiner Traditionen empfinden, in einer Art und Weise, die die Traditionen viel älterer Glaubensrichtungen offenbar nicht bedroht? Würde das nicht zu denselben Spannungen mit dem Westen führen, die wir im Fall des muslimischen Glauben vorfinden? Könnte es vielleicht sein, dass der Islam fundamental inkompatibel nicht nur mit der Moderne ist, sondern mit allem, das nicht islamisch ist, und das können viele nicht sehen oder – schlimmer noch – sie verweigern sich dieser Erkenntnis?

Ein Weckruf

Europa im allgemeinen und Frankreich im speziellen sind am Scheitelpunkt einer grimmigen, möglicherweise grausamen Zukunft.

Europäische Führer täten gut daran, den Weckruf von jemandem mit intimen Kenntnissen des Islam wahrzunehmen – die in Somalia geborene ehemalige niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die durch Drohungen von Muslimen, die ihre Islamkritik nicht hinnehmen wollten, zur Flucht in die USA gezwungen wurde. Sie warnte: „Islam ist keine Religion des Friedens. Islam ist eine politische Eroberungstheorie, die in jeder erdenklichen Weise die Herrschaft anstrebt. Jede Gefälligkeit gegenüber muslimischen Forderungen führt zu einer Art Euphorie und der Überzeugung, Allah befände sich auf ihrer Seite. Sie sehen jeden Akt der Besänftigung als Einladung, neuerliche Forderungen aufzustellen.“ (21. März 2009)

Europa wäre gut beraten, diese düstere Mahnung zu beherzigen und seine Politik entsprechend zu gestalten, denn wenn Europa dies nicht tut, sind die Konsequenzen grausam.

Martin Sherman (www.martinsherman.org) ist Gründer und geschäftsführender Direktor des Israel Institute for Strategic Studies www.strategicisrael.org

Israelische Checkpoints halten Terroristen auf, nicht Wahlen

Es sind die Führer von Fatah und Hamas, nicht Israel, die keine Reformen und Demokratie in der Westbank und dem Gazastreifen haben wollen. Doch die antiisraelischen Sprecher in den USA, Kanada und Europa werden nicht zulassen, dass ihnen Fakten in die Quere kommen.

Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 2. Mai 2013

Stimmt es, dass die Palästinenser wegen den israelischen keine Wahlen abhalten können?

Das ist eine Behauptung, die in den USA, Kanada und Teilen von Europa oft aufgestellt wird: Die Palästinenser sind in den vergangenen fünf Jahren nicht in der Lage Präsidentschaftswahlen und Parlamentswahlen durchzuführen, weil es die Checkpoints der israelischen Armee in der Westbank gibt und dass es für die Palästinenser unmöglich ist in der Zukunft Neuwahlen abzuhalten, solange Israel Checkpoints in verschiedenen Teilen der Westbank beibehält.

Eine weitere Behauptung ist, dass Israel für die Tatsache verantwortlich sei, dass die Palästinenser in ihren beiden getrennten Gebilden in der Westbank und dem Gazastreifen keine Demokratie hätten.

Erstens muss festgestellt werden, dass solche Behauptungen oft von Leuten gemacht werden, die im Westen leben und nicht von Palästinenser, die in der Westbank und dem Gazastreifen leben.

Diese Leute im Westen denken gerne, sie seien propalästinensisch, doch durch ihre beständige Verzerrung der Tatsachen schienen sie in Wirklichkeit mehr antiisraelisch als propalästinensisch zu sein. Sie treten niemals gegen die Unterdrückung und Korruption ein, von denen die Palästinenser tatsächlich abgewürgt werden. Stattdessen zeihen sie es vor die Wirklichkeit vor Ort zu ignorieren und machen oft Israel für alles verantwortlich, was in der Westbank und dem Gazastreifen falsch läuft.

Es überrascht nicht, dass viele Palästinenser viel pragmatischer und realistischer zu sein scheinen als die Antiisrael-Sprecher in Washington, New York und London.

Die Palästinenser wissen zum Beispiel, dass sie ohne den ständigen Machtkampf zwischen Hamas und Fatah schon vor einigen Jahren freie Wahlen gehabt hätten. Die Palästinenser wissen darüber hinaus, dass israelische Checkpoints nichts mit der Einschränkung der freien Meinungsäußerung und Wahlen zu tun haben. Sie sind sich voll und ganz bewusst, dass die Checkpoints vorhanden sind, um Terroranschläge zu verhindern und nicht Demokratie oder Reformen.

In der Vergangenheit hatten die Palästinenser trotz israelischer Sicherheitsmaßnahmen und Checkpoints freie und demokratische Wahlen für Präsident und Parlament. Die israelische „Besatzung“ hielt die Hamas nicht davon ab die Parlamentswahl vom Januar 2006 zu gewinnen.

Israel erlaubte nicht nur arabischen Einwohnern Jerusalems bei diesen Wahlen zu kandidieren und abzustimmen, sondern zum ersten Mal überhaupt öffnete Israel seine Postämter in Jerusalem, damit arabische Wähler bei der Wahl von 2006 Briefwahl ausüben konnten und gestattet einer Reihe Hamas-Kandidaten aus Jerusalem sich zur Wahl zu stellen. Seitdem haben die Palästinenser verschiedene Wahlen für unterschiedliche Körperschaften in der Westbank abgehalten, darunter Kommunalwahlen und Wahlen an Universitäten und für Gewerkschaften.

Es ist nicht nötig anzuführen, dass diese Wahlen allesamt trotz der Präsenz israelischer Checkpoints stattfanden.

Israel hat nie Palästinenser davon abgehalten Wahlen durchzuführen oder Verwaltungs- und Finanzreformen umzusetzen; und es hat nie irgendwelche Beschwerden von Palästinensern gegeben, es habe israelische Versuche gegeben diese Wahlen zu be- oder verhindern.

Die Führer von Fatah und Hamas sind die einzigen, die für die fortgesetzte Teilung und die Rivalität in der palästinensischen Arena verantwortlich zu machen sind. Es sind diese Führer – nicht Israel – die keine Reformen und keine Demokratie in der Westbank und dem Gazastreifen sehen wollen.

Die Checkpoints sind da, um Selbstmordbomber und andere Terroristen aufzuhalten und nicht um irgendjemanden davon abzuhalten bei einer Wahl zu kandidieren oder eine neue politische Partei zu bilden.

Hamas und Fatah dulden keine Konkurrenz. Als eine religiöse palästinensische Person, Scheik Taysir Tamimi, vor kurzem seine Absicht ankündigte bei der nächsten Präsidentschaftswahl anzutreten, fackelten palästinensische Strolche in Hebron sein Auto ab. PA-Sicherheitskräfte in der Westbank haben außerdem Unterstützer Tamimis gemobbt, um ihn davon abzuhalten bei den Wahlen anzutreten.

Gleichermaßen ist die Hamas gegen palästinensische Aktivisten vorgegangen, die offen die Herrschaft der Islamischen Bewegung im Gazastreifen in Frage stellten.

Es lohnt sich diese Leute, die vorgeben die Palästinenser zu lieben, daran zu erinnern, dass es innerhalb des Gazastreifens keine israelischen Checkpoints gibt, die palästinensische Wahlen oder Demokratie vereiteln könnten und dass die in der Westbank auch weder Wahlen noch Demokratie verhindern.

Doch die antiisraelischen Sprecher in den USA, Kanada und Europa werden nicht zulassen, dass ihnen Fakten in die Quere kommen. Sie scheinen entschlossen weiter Lügen zu verbreiten, die nicht nur Israel schaden, sondern auch den Palästinensern, die ein Ende der Tyrannei und Korruption in der Westbank und dem Gazastreifen erleben wollen.

An den Westler, der den Terroristen “versteht”

Jedes Mal, wenn die Israelis sich zu wehren anfangen, geht das Gejammer los. Im Westen. Bei denen, die „zum Wohl Israels“ argumentieren, die Juden müssten nachgeben. Bei denen, die für jede Mordserie eine Begründung finden. Auch bei denen die, „aber die Israelis“ anführen, wann immer jemand die Völkermordversuche der Araber anzuprangern versucht. Diese gutmenschlichen Verstehern hat Bradley Burston einen „Brief“ geschrieben, den man einfach so unterschreiben kann. Seine Ansicht, dass „die Welt“ der palästinensischen Beschwerden wegen des Terrors müde ist, kann ich allerdings nicht nachvollziehen, zumindest für Europa, wo das „Heldentum“ der „Widerstandskämpfer“ immer noch höher steht als das Blut von Juden und ihre Gegenwehr. Klare Äußerungen wie diese von Claudio Casula sind leider die ganz große Ausnahme.

Bradley Burston,
Haaretz.com, 7. März 2008

An den Westler, der den Terroristen „versteht“:

Erspare uns die Erklärungen.

Erspare uns die gelehrten, soziologiegetränkten Rechtfertigungen.

Erspare uns die Gründe, warum du Palästinenser „verstehst“, wenn sie kaltblütig Juden niederschießen.

Erspare uns Kapitel und Vers über das Elend der Palästinenser die Wurzel des islamischen Terrorismus in der gesamten Welt und wenn den Palästinensern nur volle Gerechtigkeit erfahren würden, würde der islamische Terrorismus aus der Welt verschwinden.

Erspare uns das.

Du magst tatsächlich glauben, mit dem blinden Glauben der Hoffnungsvollen und von Angst Erfüllten, dass diese Leute, wenn sie mit den Juden fertig sind, nicht hinter dir her sein werden.

Denke nochmal darüber nach.

Erspare uns den Postmodernismus und den radikalen Chic und den ganzen Mumpitz.

Mach die Augen auf.

Wenn einer mit einer Waffe in eine religiöse Schule am Hauptzugang zu diesem Teil Jerusalems geht, die seit 1948 jüdisch gewesen ist und die niemandem gestohlen wurde, dann pass auf.

Wenn er das Feuer auf Religionsstudenten eröffnet, die in einer Bücherei über Bücher gebeugt sind, wenn er immer weiter feuert, bis Blut die heiligen Buchdeckel und offenen Seiten des Talmud und den ganzen Boden tränkt, dann pass gut auf, wie die selbsternannten Menschen des Glaubens reagieren, die die Hamas betreiben.

Erspare uns die Schlussfolgerung, dass die Hamas Juden nur aus einem Grund umbringt und das dahinter stehende Motiv für die Ermutigung anderer, dasselbe zu tun, der ist, Israel zu einem Waffenstillstand zu zwingen. [Die putzige Scheiße lässt grüßen.]

Erspare uns das „die israelische Politik ist für das Blutvergießen verantwortlich“ und „das Seminar ist immerhin eine ideologische Bastion und ein Symbol der religiösen Rechten“ und all die anderen gelehrten, arroganten, herablassenden und unmoralischen Arten zu sagen „sie haben es verdient“.

Erspare uns das Verständnis für die Motive der Massenmörder, die mit Gott auf den Lippen töten. Erspare uns das Verständnis der Worte der Hamas-Sprecher, die sagen, dass nach all den durch die Israelis getöteten Palästinenser die Tötungen in Jerusalem „unsere einzige Freude“ sind.

Erspare uns die Ansicht des Erntedankgebets für den großen Sieg, Gebete, die in Moscheen von Gaza just nach der Abschlachtung der Juden begannen. Erspare uns die Ansicht davon, wie Süßigkeiten von kleinen Kindern an Autofahrern im Gazastreifen verteilt werden – Süßigkeiten zur Feier der tot am Boden liegenden jungen Juden, der toten jungen Juden an ihren Schreibtischen, der Juden, die wegen des Verbrechens Juden zu sein an diesem Ort des Studierens und Betens getötet wurden.

Erspare uns die Rechtschaffenheit derer, die Baruch Goldstein dafür verurteilen, dass er mit einem Gewehr in einen heiligen Ort eingedrungen ist und Palästinenser ermordete, die aber verstehen können, warum ein Palästinenser genau dasselbe macht.

Mach die Augen auf.

Letzte Woche, als israelische Truppen in den Gazastreifen fuhren und rund 120 Palästinenser getötet wurden, waren viele davon Bewaffnete; aber weil Kinder ein Sechstel der Gesamtzahl [der Toten] ausmachten, sprach ein trauernder Vater still und wortgewandt: „Wenn das an anderen Orten der Welt geschieht, gibt es einen großen Aufschrei. Wenn es hier geschieht, schweigt die Welt. Niemanden kümmert es.“

Er hat recht. Die Welt ist zufrieden damit geworden Palästinenser sterben zu lassen. Der Grund ist nicht einfach Gefühllosigkeit. Und es liegt auch nicht daran, wie die Hamas ihren Anhängern im Gazastreifen gegenüber verkündet, dass die Juden die Weltmedien und die Weltfinanzen und damit auch die westliche Regierung kontrollieren.

Der Grund ist der Terror.

Die Welt ist des Kredo der Islamisten müde, dass nur der bewaffnete Kampf den israelisch-palästinensischen Konflikt lösen kann und dass die einzig saubere Lösung das Ende Israels ist.

Sogar die israelische Linke, die Jahrzehnte lang die Palästinenser mutig und entschlossen hoch hoben, hat zu einem großen Teil die Nase von ihnen voll. Der Grund ist der Terror. Der Grund ist Mord. Der Grund ist, dass die Herrsche von Gaza Leute sind, die einen Wert darin sehen Juden um der Erhöhung der Zahl der toten Juden in der Welt töten.

Die Herrscher von Gaza können sich nicht dazu bringen das Konzept zu akzeptieren, das Heilige Lande mit den Juden zu teilen.

Das Beste, was die Herrscher von Gaza tun können, ist der Hoffnung bei ihrem eigenen Volk und auch unserem ein Ende zu bereiten.

Sie glauben, dass der jüdische Staat vorübergehend ist und dass die Juden es bald islamischer Herrschaft überlassen werden.

Nach all dieser Zeit, sollte man meinen, sie würden die Juden ein wenig besser kennen.