Hintergrundbericht: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden

Sean Durns, CAMERA, 7. Mai 2019

Im Schatten des israelisch-palästinensischen Konflikts werden gewisse Behauptungen oft für bare Münze genommen. Die bedeutendste davon ist, die Fatah, die Bewegung, die die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und die palästinensische Autonomiebehörde (PA) beherrscht, sei „säkular“ und „moderat“. Doch das ist übertrieben. Als Beweis muss man sich nur die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden (AAMB) ansehen, eine Terrorgruppe, die besonders aktiv bei der Ausführung von Terroranschlägen gegen Israel aus dem Gazastreifen gewesen ist.

Herkunft und Ideologie

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden entstanden während der zweiten Intifada (2000 – 2005) aus der Tanzim-Fraktion. Ein vom Europarat für Außenpolitische Beziehungen erstelltes Profil vermerkte, dass die Brigaden sich aus „einem losen Netzwerk mit der Fatah verbundener militärischer Gruppen“ gebildet hatten, von denen viele „Aktivisten aus dem Flüchtlingslager Balata“ waren. In den Jahren seitdem sind die AAMB der „primäre terroristische Zweig“ der Fatah geworden, wie der  Historiker Ephraim Karsh schrieb (Arafat’s War: The Man and His Battle for Israeli Conquest. Grove University Press, 2003). Die Brigaden wurden oft als „militärischer Arm“ der Fatah beschrieben (The Al-Aqsa Martyrs Brigades, YNet, 29. Mai 2008). Die AAMB sind zudem als die Palästinensische Nationale Befreiungsbewegung, Al-Aqsa-Brigaden und Al-Mudschaheddin Al-Aqsa bezeichnet worden.

Die Gruppe hat ihren Namen von der Al-Aqsa-Moschee übernommen. Wie CAMERA dokumentiert hat, wird die Moschee, die in Jerusalem auf dem steht, was Juden Tempelberg und Muslime Edles Heiligtum nennen, oft als Mittelpunkt zur Aufstachelung antijüdischer Gewalt benutzt (Backgrounder: The Battle over Jerusalem and the Temple Mount, 24. Juli 2017). Die muslimische Tradition besagt, dass der Prophet Mohammed von der Stelle der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel aufstieg; Al-Aqsa-ist Arabisch für „entferntester Ort“. Viele antiisraelische Organisationen und Einzelpersonen behaupten oft, dass Nichtmuslime im Allgemeinen und Juden im Besonderen die Moschee zerstören, schänden oder beschädigen wollen – um den Status quo zu kippen. Viele muslimisch-arabische Herrscher, insbesondere palästinensische, haben diese – auch „Al-Aqsa-Verleumdung genannte – Behauptung verwendet, um zu Gewalt und Terrorismus aufzustacheln. Als solcher spiegelt der Name, den die Gruppe gewählt hat, nicht nur eine Behauptung die „Hüter der Al-Aqsa“ zu sein wider, sondern ist ein klarer Beleg einer islamistischen Neigung, die der regelmäßigen Darstellung der Fatah als „säkular“ oder nationalistisch im westlichen Sinne des Begriffs zuwiderläuft.

Die Fatah ist keine islamistische Organisation, aber die Präsenz der AAMB in ihren Reihen illustriert, dass die Fatah weit bereiter ist islamistische Motive und Ideologie einzusetzen, als oft anerkannt wird. Der Rat für Außenbeziehungen, das Slate Magazine und andere haben argumentiert, dass die Ideologie der Brigaden „in palästinensischem Nationalismus, nicht im politischen Islam wurzelt“ und dass ihr  Ziel darin besteht Israel „aus der Westbank und dem Gazastreifen zu treiben“. Aber wie oben ausführlich beschrieben, entstanden die Brigaden in einer Zeit, in der Israel begonnen hatte seine Militärpräsenz im Großteil der Westbank abzubauen und in der es den Palästinensern Eigenstaatlichkeit im Tausch für Frieden anbot. Darüber hinaus erschienen die AAMB in dem Jahr wieder und blieben aktiv, nachdem Israel 2005 einseitig aus dem Gazastreifen abzog.

In der Tat bieten die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, wie der Terroranalytiker Samuel Katz festhält, „Arafat eine Streitmacht islamisch angetriebener Angehöriger, die die abscheulichsten Terroranschläge begeht, ohne jemals offiziell mit dem PA-Präsidenten in Verbindung zu stehen“. (The Ghost Warriors, Penguin Random House, 2016).

2011 gaben die Märtyrerbrigaden – zusammen mit Hamas und anderen islamistischen Gruppen – eine Erklärung aus, in der der Tod von Al-Qaida-Führer Osama bin Laden beklagt wurde. In einem Statement gegenüber Ma’an News, einer halb offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur, sagten die AAMB: „Die islamische Nation war geschockt angesichts der Nachricht, dass bin Laden von den Ungläubigen getötet worden ist.“ Die Gruppe fügte an: „Die Kämpfer in Palästina und rund um die Welt, die ihren Führer verloren haben, gaben ihre Mission nicht auf und werden weiter der Anleitung ihrer Herren folgen.“

„Wir sagen den israelischen und den amerikanischen Besatzern, dass wir Führer haben, die mit ihrem Jihad und ihrer Standhaftigkeit die Geschichte verändert haben. Wir sind breit unser Leben zu opfern, um den Frieden zurückzubringen.“ (Jihad to continue without Bin Laden, 3. Mai 2011)

AAMB-Fraktionen wie die Division Nidal al-Amouodi mit Sitz im Gazastreifen haben zudem islamistische Rhetorik eingesetzt, die sich wenig von der unterscheidet, die vom Islamischen Staat oder der Hamas verwendet wird. Ein Mitglied der al-Amouodi-Division ermahnte zum Beispiel in einem Video vom 31. Dezember 2017, das vom Middle East Research Institute (MEMRI) übersetzt wurde: „Einer unserer jungen Männer oder eine unserer jungen Frauen wird die Flagge Palästinas auf den Mauern Jerusalems hissen.“

AAMB–Akteure sprechen mit der Presse

Beziehung zur Fatah

Das AAMB-Establishment stimmte mit Bemühungen der Fatah überein eine zunehmend harte Linie zu fahren, um der zunehmenden Beliebtheit palästinensisch-islamistischer Terrorgruppen wie Hamas, Palästinensischer Islamischer Jihad und anderen entgegenzutreten, die die Entscheidung der Fatah ablehnten, während des Oslo-Friedensprozesses in den 1990-er Jahren Gespräche mit Israel zu führen.

Wie CAMERA herausstellte, verhandelte Fatahchef Yassir Arafat in übler Absicht; in mehreren aufgezeichneten Reden gab er zu, dass die Verhandlungen eigentlich Betrug waren und dass sein Ziel der Vernichtung der jüdischen Nation Israel unverändert blieb (s. z.B. The Oslo Diaries and Yasser Arafat’s Trunk, 20. September 2018, JNS). Trotzdem sah sich Arafat wegen seiner Bereitschaft mit Israelis zu verhandeln ständiger Kritik seitens anderer Palästinensergruppen ausgesetzt. Arafats Reaktion beinhaltete zum Teil den Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000 sowie die Bewilligung der Gründung der Märtyrerbrigaden.

In der Tat wurden, so zeigte Daniel Byman, ein Professor der Georgetown University, in seinem Buch A High Price: The Triumphs and Failures of Israeli Counterterrorism von 2011 auf, sowohl die AAMB als auch die Volkswiderstandkomitees im Gazastreifen gegründet, nachdem Arafat den Hohen Nationalen und Islamischen Rat für die Nachfolge der Intifada schuf und örtliche Tanzim-Gruppen autorisierte während der Anfangsmonate der zweiten Intifada IDF-Soldaten anzugreifen (s. auch: Backgrounder: Tanzim, CAMERA, 5. September 2017).

Die AAMB setzen sich aus mehreren Gruppen zusammen, von denen viele in unterschiedlichem Maß und Art mit zahlreichen Fatah-Persönlichkeiten in Verbindung stehen. Gemäß dem Rat für Außenbeziehungen, „besteht die AAMB aus lokalen autonomen Einheiten, die zumeist unabhängig voneinander agieren, geeint unter einer gemeinsamen Allianz.“ (Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, 1. November 2005) Viele dieser Fraktionen übernehmen ihre Namen von getöteten Terroristen.

Gemäß dem Europäischen Rat für Außenbeziehungen (ECFR), betrachten AAMB-Mitglieder sich ursprünglich „als Fortsetzung der Fatahgruppen ‚Sturm‘ (al-‘Asifah) und ‚Fatah-Falken‘ (Suqoor Fatah), die in die Sicherheitskräfte der PA integriert wurden.“

Es ist für viele Experten und politische Entscheidungsträger üblich die Verbindungen der Brigaden zur Fatah zu verschleiern. In einem Profil der Terrorgruppe vom 1. Juli 2003 behauptete die BBC: „Die Brigaden sind weder offiziell anerkannt noch offen von Herrn Arafat und der Fatah unterstützt, obwohl die Brigaden dazu tendieren auch zur Fatah zu gehören, der politischen Gruppe des Palästinenserführers.“ Gleichermaßen behauptete ein Hintergrundbericht des Rats für Außenbeziehungen, dass darüber „diskutierte“ wurde, ob die „Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden eine direkte Beziehung zur Führung der Fatah haben“. Mehrere Fatah-Führer haben bei der Verschleierung geholfen, einschließlich Yassir Arafat, der die AAMB als „Schurkenmiliz“ charakterisierte, über die er keine Kontrolle habe.

Es gibt jedoch nicht widerlegbare Beweise, dass die Fatah die Brigaden unterstützt – und dass die Unterstützung insbesondere während der Zeit des damaligen Fatah/PLO/PA-Chefs Yassir Arafat ausgeprägt war.

Bei einer Durchsuchungsaktion in Arafats Hauptquartier in Ostjerusalem, dem Orienthaus, beschlagnahmte die IDF im Jahr 2002 Dokumente, die zeigen, dass AAMB-Mitglieder in Wirklichkeit auf der Gehaltsliste der PA standen. Die Dokumente zeigten z.B., dass Arafat der Gruppe $20.000 gegeben hatte. Eine Recherche der BBC deckte auf, dass die Fatah bis zu $50.000 monatlich direkt an die AAMB schickte.

Zusätzlich haben AAMB-Mitglieder ihre Verbindungen zur Fata zugegeben. Im März 2002 sagte der Führer der Brigaden in Tulkarm gegenüber USA Today: „Die Wahrheit ist, wir sind Fatah … Wir sind der bewaffnete Arm der Organisation. Wir erhalten unsere Anweisungen von der Fatah. Unser Kommandeur ist Yassir Arafat persönlich.“ Bei einer anderen Gelegenheit gestand PA-Minister Abd al-Fattah al-Hamayel ein, dass die Fatah die Brigaden finanziell unterstützte. Arafat seinerseits bezeichnete die Kader der AAMB als seine „Kinder“ (Discover the Networks: Al-Aqsa Martyrs Brigades. David Horowitz Freedom Center).

Auf der Höhe der zweiten Intifada bezeichnete Jibril Rajoub, ein ranghoher Fatah-Vertrter, der heute ein möglicher Nachfolger des aktuellen Fatah-Chefs Mahmud Abbas ist, die AAMB als „das edelste Phänomen in der Geschichte der Fatah, weil sie die Ehre der Bewegung wiederherstellte und die politische und Sicherheitshierarchie der palästinensischen Autonomie stärkte“.

Im einem Briefing für das Washington Institute for Near East Policy, einem Think Tank in Washington DC, stellte der Terrror-Analyst Matthew am 25. März 2002 Levitt fest: „Die Infrastruktur, Gelder, Führung und Mitglieder, die die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden bilden und die Aktivitäten der Gruppe ermöglichen, entstammen allesamt der Fatah.“

Unter Anführung der mehr als 100.000 im Orienthaus gefundenen Dokumente vermerkt Levitt, dass die IDF – in Arafats eigenen Schreibutensilien – Beweise gefunden hat, dass die Fatah die AAMB und andere Terrorgruppen finanzierte. Levitt stellte heraus: „Die Dokumente beinhalteten einen von Arafat unterzeichneten Brief vom 9. Juli 2002, mit dem Kamil Hamid – ein Fatahführer in Bethlehem – ermächtigt wurde Gelder an vierundzwanzig Fatah-Aktivisten auszuzahlen, darunter Atef Abayat, einen Al-Aqsa-Kommandeur in Bethlehem.“ Darüber hinaus „sind die meisten Mitglieder der Führung der Brigaden bezahlte Mitglieder der PA und ihrer Sicherheitskräfte, so wie Nasser Awais, ein Vollzeitbeschäftigter der palästinensischen Nationalen Sicherheitskräfte und ranghoher Al-Aqsa-Kommandeur“.

Yael Shahar, Wissenschaftlerin am International Institute for Counter-Terrorism, studierte ebenfalls einige der im Orienthaus beschlagnahmten Dokumente. In einem Bericht vom 24. März 2002 kam Shahar zu dem Schluss, dass Mitglieder der AAMB „auf der Gehaltsliste der PA stehen, ihre Aktivisten werden aus den Kassen der PA bezahlt und ihre Anschläge werden mit Wissen und Unterstützung von Yassir Arafats innerem Kreis ausgeführt“. Tatsächlich waren viele der gefundenen Dokumente an Brigadegeneral Fuad Schubaki adressiert, der damals als oberster Finanzchef für militärische Operationen diente. Die Brigaden schickten Rechnungen an Schubaki – darunter für Propagandaplakate, mit denen für Selbstmordbomber geworben und diese rekrutiert wurden.

Zusammengefast: Die AAMB boten Arafat zusammen mit den Tanzim und der Force 17 eine plausible Möglichkeit alles abzustreiten. Aber die Gruppe war – zumindest während der Ära Arafat – ein Ableger der Fatah. In seiner Biografie Arafats sagte der verstorbene Terroranalyst Barry Rubin: „Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden waren einfach eine neue Version der Gruppe Schwarzer September aus den 1970-er Jahren.“ Der Schwarze September war eine Gruppe, von der Arafats Fatah zwar behauptete sie sei unabhängig, die aber von der Bewegung kontrolliert wurde.

Viele der im Orienthaus beschlagnahmten Dokumente dienten als Grundlage für Gerichtsverfahren von Terroropfern und ihren Familien gegen die PA (für weitere Informationen s. diesen Bericht vom 15. Januar 2015 des Investigative Project on Terrorism).

In den Jahren seit Arafats Tod im November 2004 sind weitere Beweise für die direkte Unterstützung der AAMB durch die Fatah aufgetaucht. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas hat weiterhin Gehälter an inhaftierte Mitglieder der Terrorgruppe gezahlt, ebenso an die, die getötet oder verwundet wurden, als sie Terroranschläge verübten. So zeigte CAMERA in einem Op-Ed im Washington Examiner, dass Abbas US-Forderungen das einzustellen abgelehnt hat. (The Palestinian Authority Has Chosen Terrorism Over U.S. Foreign Aid. 2. März 2019)

Die Entscheidung der PA weiterhin Terroristen zu bezahlen, verletzt die Bedingungen der Oslo-Vereinbarungen sowie die Zusagen der obersten Palästinenserführer, von denen viele schworen die Unterstützung für Terrorismus im Tausch für Auslandshilfe zu beenden.

Geschichte

Ursprünglich nutzten die Brigaden, angefangen ab etwa September 2000, kleine Waffen um Schussanschläge auf IDF-Soldaten und Einwohner jüdischer Gemeinden in der Westbank zu verüben. Die AAMB begannen allerdings bald Selbstmord-Bombenanschläge zu verüben, so wie Hamas und andere Islamistengruppen es zuvor getan hatten. Nach Angaben des Artikels „Ha’Mitabed Ha-250“ von Yediot Aharonots Korrepondent Roni Shaked waren die Tanzim und AAMB der Fatah für 39 der ersten 250 Bombenanschläge der zweiten Intifada verantwortlich. Die Eskalation der AAMB fiel mit ihrer Zusammenarbeit mit Hamas und Palästinensischem Islamischem Jihad (PIJ) bei der Ausführung von Anschlägen während dieser Intifada zusammen.

Im Januar 2002 beanspruchten die AAMB die Verantwortung für den „ersten von einer Frau verübten Selbstmord-Bombenanschlag (Jewish Virtual Library, Profil der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden). Bis zum 23. März 2002 hatten Fatah-Tanzim und AAMB „die Verantwortung für mehr als 300 Terroranschläge übernommen, bei denen israelische Zivilisten getötet wurden“ (The Al-Aqsa- Martyrs Brigades – A political tool with an edge. International Institute for Counter-Terrorism).

Im März 2002 kennzeichnete das US-Außenministerium die AAMB als Terrororganisation (US lists Al-Aqsa-Martyrs Brigades asl terror group. CNN, 21. März 2002). Wie der Terror-Analyst Matthew Levitt festhielt, „brach das Außenministerium mit der Tradition und verkündete die anstehende Einordnung als Auslands-Terrororganisation (FTO) noch bevor der Kongress den Prozess abschloss, der zu seiner offiziellen Listung im Bundesregister führte“ – ein Drängen, das von Sorgen ausgelöst wurde, dass die AAMB den Friedensauftrag des damaligen US-Botschafters Anthony Zinni untergrub (Designating the Al-Aqsa Martyrs‘ Brigades, 25. März 2002, Washington Institute for Near East Policy). Kanada und die Europäische Union (EU) ordneten die Gruppe ähnlich ein.

2004 unterzeichneten die AAMB einen Waffenstilltand mit Israel, nur um die Anschläge wieder aufzunehmen, als die Hamas die Palästinenserwahlen 2006 gewann. (Al-Aqsa Martyrs‘ Brigades, 1. November 2005, Council of Foreign Relations).

Während der zweiten Intifada wurden zahlreiche AAMB-Akteure getötet oder inhaftiert. Als Ergebnis hat sich die Gruppe stärker dezentralisiert; die Operationen und Aktivitäten werden in kleineren, lokalen Zellen ausgeführt. Ursprünglich setzten die AAMB sich aus älteren Terroristen der Fatah und anderen, viel kleineren Gruppen zusammen (Profil: Al-Aqsa Martyrs‘ Brigade, Anti-Defamation League). Wie Ronen Bergman jedoch 2018 in seinem Buch Rise and Kill First über israelische Geheimdienste vermerkte, wurden gegen Ende der Intifada viele dieser Terror-Veteranen eliminiert oder inhaftiert.

Am 26 Juli 2007 verkündete PA-Präsident Mahmud Abbas die Entwaffnung „aller bewaffneten Milizen und irregulären militärischen und paramilitärischen Gruppen“ die es in der PA gab. Abbas hatte eine unbehagliche Beziehung zu den Brigaden, die im März 2005 eine Zusammenkunft von Fatah-Aktivisten in Ramallah störten, indem sie in den Saal stürmten und das Treffen „durch Abfeuern ihrer Gewehr in die Luft“ auflösten (The Last Palestinian: The Rise and Reign of Mahmoud Abbas. Amir Tibon/Grant Rumley, Prometheus Books, 2007). So stellte das Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) fest, dass die Entwaffnungsankündigung vom Juli 2007 auch die Brigaden einschloss. Die JCPA fügt hinzu: „Die Entwaffnung der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde im Rahmen der ‚Flüchtigen-Vereinbarung‘ zwischen Israel und der palästinensischen Autonomie ausgeführt, die nach der bewaffneten Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas im Juni und Juli 2007 Formen annahm. Im Einklang mit dieser Vereinbarung begnadigte Israel fast 200 flüchtige Fatah-Mitglieder im Gegenzug für ihre Unterzeichnung einer Verpflichtung den Weg des Terrors zu verlassen, zuerst in PA-Gefängnissen und hinterher in palästinensischen Städten, während denen ihnen verboten wurde sich auf irgendeine Weise an Waffenhandel oder Terror zu beteiligen.“

Im Austausch sollten die PA-Sicherheitskräfte die begnadigten Männer übernehmen. Der IDF-Oberstleutnants a.D. Jonathan Halevi gibt an: „Jede der PA-Geheimdienstorganisationen übernahm einige der Männer und war dafür verantwortlich zu zertifizieren, dass sie ihre Waffen abgegeben hatten. In der Folge wurden die Männer in PA-Gefängnissen unter recht komfortablen Bedingungen inhaftiert. Nach der Inhaftierung, die drei bis sechs Monate dauerte, erhielten die Männer eine ‚Teilamnestie‘, die es ihnen erlaubte sich außerhalb der Gefängnisse frei zu bewegen, während sie die Nächte weiterhin in den Hauptquartieren der Sicherheitseinheiten verbringen müssen. Wenn sie diese Bedingungen auch erfüllten, erhielten sie drei Monate später eine ‚volle Amnestie‘, die es ihnen erlaubte sich innerhalb der Westbank ohne Überwachung durch die Sicherheitsorganisationen frei zu bewegen.“

AAMB-Terroristen

Obwohl viele AAMB-Mitglieder in die PA-Sicherheitskräfte eingegliedert wurden, „behielten andere ihre Waffen und wurden von der PA ins Visier genommen“, vermerkte der Europäische Rat für Außenbeziehungen. „Andere bildeten Splittergruppen wie die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden – Nidal al-Amouodi-Division und die Volkswiderstandskomitees (PRC) im Gazastreifen“.

Im Juni 2007 besiegte die Hamas die Fatah in einem kurzen, aber blutigen internen Krieg und übernahm die Kontrolle über den Gazastreifen. Danach halfen AAMB-Mitglieder der PA drei Monate hart vorzugehen, um „fünfzehnhundert Hamas-Sympathisanten“ in der Westbank zu verhaften (A High Price).

Die nächsten Jahre lang waren die AAMB weitgehend inaktiv, obwohl im Januar 2008 einige Gruppen im Gazastreifen anfingen aktiv mit Hamas und PIJ bei Raketenangriffen auf israelische Grenzgemeinden zu kooperieren. 2014 tauchte die Organisation dann wieder auf. Während der Operation Fels in der Brandung, die am 8. Juli 2014 begann, als IDF-Kräfte auf unablässiges Raketenfeuer aus dem von der Hamas kontrollieren Gazastreifen reagierten, gaben die Brigaden eine öffentliche Erklärung ab, mit der „offener Krieg gegen den zionistischen Feind auf alle [möglichen] Weisen mit [operationellen] Überraschungen in Übereinstimmung mit allen Gesetzen und internationalen Konventionen“ angehalten wird, „die uns [dem palästinensischen Volk] das Recht auf bewaffneten Kampf geben, um diese Besatzung von allem palästinensischen Land zu entfernen“. Die JCPA vermerkte zudem, dass die Brigaden zu einem „Abnutzungskrieg“ aufriefen, „zu dem viele Überraschungen gehören werden und die eine Balance aus Terror schaffen und zu einer Kampagne im zionistischen Innern [ein Begriff für das Territorium des souveränen Staats Israel] führen werden“.

Am 16. August 2014 veröffentlichten die AAMB eine Liste von Terroranschlägen, die im Juli und August des Jahres begangen wurden. Darin wurden mehr als 30 Anschläge angeführt – alle davon in der Westbank (Judäa und Samaria) und Jerusalem. Die meisten der Anschläge bestanden aus Schüssen auf IDF-Soldaten und -Basen, sowie auf jüdische Gemeinden in der Westbank. Obwohl Oberstleutnant a.D. Halvei 2014 schrieb, dass man „nicht weiß, ob Abbas seine Zustimmung zur Wiedereinrichtung des militärischen Arms der Fatah seine Zustimmung und dessen offizielle Rückkehr zu Terroraktivitäten gegeben hat“, scheint es höchst unwahrscheinlich, dass solch eine Entwicklung ohne die Genehmigung des zunehmend autokratischen Abbas geschehen wäre.

Die Brigaden schafften es während der Kämpfe 2014 auch IDF-Ausrüstung in die Hände zu bekommen, darunter schultergestützte Raketen-Abschussgeräte. (Al-Aqsa Martyr’s Brigades Posts Videos Showing IDF Equipment Seized in Gaza. The Jerusalem Post, 5. August 2014)

Die AAMB waren ein aktiver Teilnehmer der sogenannten Messer-Intifada (2015/16), bei der Palästinenser unter anderem Messer, Schusswaffen, Fahrzeugte und Betonsteine einsetzten um Israelis zu ermorden. Obwohl zahlreiche Kommentatoren in der Washington Post und andernorts versuchten die Intifada als nicht mit der Fatah in Verbindung stehend darzustellen, unterstützte die Bewegung tatsächlich die Gewalt, sowohl rhetorisch als auch finanziell. Wie das Investigative Project on Terrorism dokumentierte im Oktober 2015, beanspruchten die AAMB die Verantwortung für „die Eröffnung des Feuers auf Eitam und Na’ama Henkins Auto – ein israelisches Paar in ihren 30-ern – während diese mit vieren ihrer Kinder auf dem Weg nach Hause waren. Die Kinder – vier Monate bis 9 Jahre alt – waren Zeugen des Mordes an ihren Eltern, wurden aber nicht verletzt.“ Mahmud Al-Aloul vom Zentralkomitee der Fatah pries die Morde, nannte sie eine „Operation“. Fatahchef Mahmud Abbas unterließ es derweil sie zu verurteilen. (Netanyahu demands Palestinian condemnation four couple’s murder. 2. Oktober 2015).

Die AAMB-Akteure beteiligten sich am sogenannten „Rückkehr-Marsch (2018/19), bei dem Palästinenser, viele bewaffnet und unter der Schirmherrschaft der Hamas, versuchten – mit dem ausdrücklichen Ziel Israelis zu ermorden – nach Israel einzudringen. AAMB-Terroristen starteten von der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen Angriffe gegen den jüdischen Staat und mehrere, darunter Kommandeure, wurden bei den Kämpfen getötet. (Al-Aqsa Martyr’s Brigades commander killed in explosion in Gaza. YNet News, 15. Juli 2018)

Spannungen mit der aktuellen Fatah-Führung

Obwohl die Fath, die die PA beherrscht, die AAMB schuf und einige Mitglieder mit Geldern versorgt, gibt es Spannungen zwischen AAMB-Zellen und den Behörden und sind in der Ära Abbas auffällig geworden. Im April 2016 z.B. verhafteten PA-Sicherheitskräfte (PASF) Ahmed Izzat Halawa, einen AABM-Führer in Nablus, der Berichten zufolge in Haft zu Tode geprügelt wurde, was örtlich Proteste auslöste. Früher im selben Monat hatten PA-Sicherheitskräfte mit AAMB-Mitgliedern in der Stadt gekämpft. Nach Angaben der Analytiker Grant Rumley und Amir Tibon „ist Nablus zum Epizentrum der Bewegung gegen Mahmud Abbas geworden“. (The Last Palestinian)

Die AAMB sind ziemlich aktiv bei der Verbreitung von Propaganda an die Medien und andere. Am 8. Dezember 2017 zum Beispiel vermerkte der Guardian, eine britische Zeitung: „Maskierte palästinensische Militante der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden hielten eine Presskonferenz, um die Entscheidung von US-Präsident Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zu verurteilen.“

Die Führung der AAMB war in den frühen Jahren ihrer Existenz klarer ausgerichtet. Ihr aktueller Leiter ist Hassan Al-Qassas, den Hamas im Januar 2007 zu ermorden versuchte. (Gaza fighting: 5 killed, 10 kidnapped. YNet, 3. Januar 2007) Die frühen Führer der Gruppe waren oft Mitglieder der Tanzim-Fraktion der Fatah; zu ihnen gehörten:

  • Marwan Barghouti (sitzt derzeit wegen Terroraktivitäten fünf aufeinander folgende lebenslängliche Haftstrafen in Israel ab; mehr zu Barghoutis Hintergrund auf CAMERAS Backgrounder zu den Tanzim vom 5. September 2017).
  • Naif Abu-Sharah: örtlicher Kommandeur in Nablus (im Juni 2004 von der IDF getötet).
  • Fadi Kafisha: ehemaliger Chef der Tanzim in Nablus. Kafisha arbeitete bei der „Vorbereitung zahlreicher Sprengstoffgürtel“ und der Einfädelung von Terroranschlägen eng mit der Hisbollah zusammen. IDF-Kräfte töteten ihn am 31. August 2006. Palestinian Media Watch dokumentierte, dass Kafisha von der Fatah weiter gefeiert wird, darunter auch auf der Facebookseite der Bewegung, die ihn einen „Märtyrer“ nennt. (Fatah Facebook glorifies ‘outstanding‘ commander of Fatah military Wing. 31. August 2018)
  • Zakaria Zubeidi: Ein örtlicher Kommandeur in Jenin und ehemaliger palästinensischer Polizist. 2007 wurde Zubeidi Amnestie angeboten, wenn er auf terroristische Aktivitäten verzichtet. Die Amnestie wurde 2011 widerrufen. Im Februar 2019 wurde er wegen „ernster und aktueller Terroraktivitäten“ verhaftet. (Israel arrests infamous Zakaria Zubeidi for serious terrorist activities. JNS, 27.02.2019) Zubeidi war davor PA-Minister für Häftlingsangelegenheiten. Er ist zudem Mitgründer des Freedom Theater, einer NGO, die in Schweden registriert ist und zu deren Ehren- und Vorstandsmitgliedern pro-BDS-Akademiker wie Judith Butler und Noam Chomsky und andere gehören.
  • Zaki al-Sakani: Ein AAMB-Kommandeur, der in Kairo lebt. Die Hamas beschuldigte al-Sakani gerade der Versuche den Gazastreifen zu destabilisieren, indem er ihn und Israel in einen Konflikt zieht. Davor verbrachte al-Sakani Jahre in einem Hamas-Gefängnis, weil er 2007 während der Kämpfe zwischen Fatah und Hamas im Gazastreifen Sprengsätze legte und al-Qassam-Akteure tötete. Die Hamas schickte ihn nach seiner Entlassung ins Exil in Ägypten. (The rift between Hamas and Fatah grows. GroundBrief ACESS, Joe Truzman, 25.04.2019)

Beziehungen zu anderen Terrorgruppen/Finanzierung

Die AAMB haben während ihrer gesamten Existenz mit anderen Terrorgrupen kooperiert, einschließlich der Hamas, der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und dem Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ). Als Repräsentant der Fatah hat die Gruppe holprige Beziehung zu Konkurrenten wie der Hamas – und mal kooperieren sie mit Terrorgruppen im Gazastreifen, mal bekämpfen sie sie.

Angesichts des eisernen Zugriffs der Hamas auf den Gazastreifen scheint es jedoch wahrscheinlich, dass viele AAMB-Gruppen im Streifen mit Erlaubnis der Hamas agieren. Tatsächlich erkennen einige AAMB-Fraktionen in Gaza, so die Nidal al-‘Amoudiy-Fraktion, die aktuelle Fatah-Führung nicht an und unterstützen stattdessen Mohammed Dahlan, einen Rivalen von Abbas. Am 2. Dezember 2017 kündigte diese AABM-Clique an, dass sie „die Märtyrer Yassir Arafat-Basis, die erste Militärbasis der Fatah-Bewegung im Gazastreifen“ gegründet habe. (Al-Aqsa Martyrs Brigades Establish ‚Yassir Arafat‘ Military Base in Gaza. Middle East Media Research Institute, 8. Februar 2019) Dieselbe Fraktion gibt auch Training und Kooperation bei Terroranschlägen mit den Issedin al-Qassam-Brigaden der Hamas zu.

Nach Angaben des Investigative Project on Terrorism, einem Thinktank in Washington DC, bieten der Iran und sein Hauptstellvertreter, die Hisbollah im Libanon, „vermutlich einige Unterstützung für Al-Aqsa-Elemente, aber das Ausmaß äußerer Einflüsse auf die Al-Aqsa als ganze ist nicht klar.“ Im April 2007 gestand ein Führer einer AAMB-Zelle im Nördlichen Gazastreifen mit Namen Abu Ahmed ein, dass die Brigaden „herzliche Beziehungen“ zur Hisbollah hatten, die der Gruppe „Training und Information“ lieferten. Es fällt auf, dass die Volkswiderstandskomitees (PRC), eine Terrorgruppe im Gazastreifen, zu der viele ehemalige AAMB-Mitglieder gehören und die enge Beziehungen zu den Brigaden hat, beträchtliche Unterstützung aus dem Iran erhalten.

Während ihrer Anfangsjahre hatten die Brigaden „Nebenjobs im Waffenhandel und andere Schmuggel-Monopole zu Geschäften“, gibt Mahmud Muslih an, ein Hamas-Offizieller, der sagte, sie habe „Sicherheitschaos“ geschaffen. (The Last Palestintian)

Mediendarstellung

Die AAMB werden in den Medien regelmäßig falsch dargestellt. Wie oben vermerkt, werden die  Brigaden oft als Teil der Fatah geschildert, die jenseits der Kontrolle Yassir Arafats war – trotz Beweisen des Gegenteils. Marwan Barghouti von den Tanzim der Fatah und ehemaliger Leiter der Brigaden, hat Op-Eds in der New York Times und anderen großen US-Zeitungen veröffentlicht – alle aus seiner Gefängniszelle heraus, in der er mehrere lebenslange Strafen wegen Mord absitzt. Am 17. April 2017 – dem jüdischen Pessach-Fest – veröffentlichte die Times einen Text von Barghouti, der ihn lediglich als „Palästinenserführer und Parlamentarier“ bezeichnete. Sein terroristischer Hintergrund oder seine Überzeugungen wurden nicht erwähnt. New York Times-Redakteur Matt Seaton (heute bei der New York Review of Books) lehnte es ursprünglich ab eine Anmerkung der Redaktion mit mehr Information über Barghouti anzuhängen. Nach dem Kontakt durch CAMERA und anderen überstimmten ihn Seatons Redakteure und fügte eine Notiz an, dass Barghouti „fünf Fällen von Mord und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ für schuldig befunden worden war (New York Times adds background on op-ed contributor Marwan Barghouti. CAMERA, 18. April 2018)


Marwan Barghouti

Für die Washington Post hat Reporterin Ruth Eglash Barghouti als „einen Mann, den Palästinenser mit Nelson Mandela vergleichen“ bezeichnet sowie nur ein „ranghohes Mitglied der in der Westbank herrschenden Partei Fatah“, der „auf viele Weisen [Mahmud] Abas‘ natürlicher Nachfolger“ ist. Die Post brachte auch ein Op-Ed von Daoud Kuttab, einem palästinensischen Journalisten, der Barghoutis Verbrechen wegließ und nannten ihn einen „prominenten Führer der Fatah-Bewegung der PLO“. (s. Washington Post-Commentator Whitewashes Palestinian Terrorism. The Algemeiner, 28. April 2017) Neben anderen Aktionen nutzte Kuttab, der in westlichen Nachrichtemedien weithin veröffentlicht worden ist, am 23. April 2019 Twitter, um den verstorbenen Fatah-Erzterroristen Abu Jiahd wegen „seiner Rolle bei der Unterstützung der gewaltfreien Intifada, Stärkung der Gewerkschaften und Unterstützung der Bildung“ zu verteidigen.

Struktur und Standort

Es ist nicht bekannt, wie viele aktive Akteure die AAMB haben; die dezentrale Struktur der Gruppe und die Inhaftierung und der Tod vieler ihrer ursprünglichen Mitglieder machen eine genaue Zählung schwierig, wenn nicht unmöglich. So vermerkte YNet News am 29. Mai 2008 im Profil: „Die dezentrale Struktur der Gruppe arbeitet zu ihrem Vorteil, macht es schwerer aktive Akteure und Führer durch die Geheimdienste zu verfolgen.“ Nach Angaben einer Schätzung der Analystin Arlene Kusher hatten die AAMB wahrscheinlich „nicht mehr als ein paar hundert Männer, die in Zellen im Geheimen agieren. (Disclosed: Inside the Palestinian Authority and the PLO. Pavilion Press) Dennoch hat diese Zahl in den folgenden eineinhalb Jahrzehnten sicherlich beträchtlich geschwankt.

In ihren Anfangsjahren waren die AAMB „in den Städten Ramallah und Bethlehem in Raum Jerusalem gut vertreten, auch in Nablus und Jenin in Obersamaria. (Samuel Katz: The Ghost Warriors. Penguin Random House 2016) In der Tat stammten mehrere der AAMB-Selbstmord-Bomber während der zweiten Intifada aus Nablus. Im selben Zeitraum erklärte Jamal Hwaid, ein Top-AAMB-Akteur: „Das Lager Jenin ist eine der großartigsten Quellen an Märtyrern für Palästina. Es ist die Hauptstadt der Märtyrer.“ (A High Price) In der Ära Abbas sind die AABM hingegen im Gazastreifen aktiver. Die Gruppe hat zudem einige Mitglieder in Flüchtlingslagern im Libanon.

Abzeichen

Das Emblem der AAMB ist die Al-Aqsa-Moschee mit zwei Palästinenserflaggen darunter. Zwei M16-Sturmgewehre befinden sich über der Moschee. Zwischen den Gewehren befindet sich eine grüne Granate. Eine dem Koran entnommene Inschrift besagt: „Kämpft. Allah wird sie durch eure Hand bestrafen, er wird sie in Erniedrigung ersticken und euch helfen über sie hinauszuwachsen und die Brust des Gläubigen heilen.“ Die Anti-Defamation League (ADL) stellte daher in ihrem Profil der AAMB fest: „Der Koran-Schriftzug und der Name der Gruppe an sich implizieren ein Gefühl religiöser Pflicht und Rechtfertigung für ihre Bereitschaft Gewalttaten zu verüben.“ Akteure der Terrorgruppe tragen oft Stirnbänder in gelb, grün oder schwarz mit dem Emblem. (Al-Aqsa Martyrs Brigagdes. Jihad Intel, Middle East Forum)

Was war nochmal der Unterschied zwischen Gaza-Terrorgruppen und ISIS?

Elder of Ziyon, 25. Juli 2016

Die Al-Quds-Brigaden des Palästinensischen Islamischen Jihad verkünden ihren letzten „Märtyrer“.

Bassem Fawzi al-Lihama (38) erlitt einen„irrtümliche“ tödliche Schusswunde „während er einen Jihad-Auftrag ausführte“, heißt es auf der militärischen Internetseite des Islamischen Jihad.

„Wir ersuchen Allah, den Allmächtigen, der Seele des Märtyrers Mujahid al-Lihama, Seine Gnade und ewigen Frieden zu gewähren, begleitet von den Propheten und den Heiligen und Märtyrern und den Gefährten und dass er seine Familie und Kameraden inspiriert seinem Weg der schönen Ruhe und Tapferkeit zu folgen“, hieß es in der Erklärung.

„Die Al-Quds-Brigaden bestätigten, dass das Blut der Märtyrer der Brennstoff für die Lampe bleiben wird, die die Mujaheddin auf dem Pfad des Stolzes und der Würde bleiben wird, um mit dem Widerstand bis zur Befreiung des gesamten geliebten Palästna weiterzumachen“, fügte die Erklärung hinzu.

Die „Märtyrer-Abkündigungen“ der Hamas haben im Wesentlichen dieselbe blumige Sprache, die den Jihad im Namen Allhas und die Vernichtung Israels preisen.

Jemand, der viel klüger ist als ich, muss nochmal erklären, wie erheblich die Philosophie von Gruppen, die diese Worte schreiben, sich von denen des ISIS unterscheiden. Beide setzen Terroristen ein, beide nehmen Zivilisten ins Visier, beide nutzen den Islam um ihre Anschläge zu rechtfertigen, beide morden im Namen des Jihad, beide sagen sie wollen einen islamischen Staat schaffen und beide glorifizieren den Tod.

Ich meine, sie müssen sich unterscheiden, denn der Westen betrachtet nur ISIS als terroristisch, während der Islamische Jihad und die Hamas „terroristisch“ sind; Europäer sind Opfer von Terroranschlägen, während israelische Juden Opfer dessen sind, „was Israel als ‚Terroranschläge‘ betrachtet“.

Ich weiß, es muss einen Grund geben, dass die herrenmenschliche islamisch-jihadistische Ideologie einer Gruppe, die buchstäblich Islamischer Jihad heißt, als irgendwie legitimer betrachtet wird als die herrenmenschliche islamisch-jihadistische Ideologie von Al-Qaida oder Boko Haram oder ISIS.

Das kann doch nichts mit den Opfern zu tun haben, oder?

„Der Gazastreifen steht kurz vor der Explosion“ – aber nicht wegen irgendetwas, das Israel tut

Elder of Ziyon, 20. Februar 2018

Palestine Today berichtet:

Palästinenserfraktionen kündigten Dienstag einen umfassenden Handelsstreik mit einer viertelstündigen Unterbrechung an, um der wahren Katastrophe im Gazastreifen als Ergebnis der sich verschlimmernden wirtschaftlichen Lage Ausdruck zu geben.

Die Fraktionen sagten während einer Pressekonferenz, dass der Gazastreifen ein Pulverfass kurz vor dem Explodieren sei, wenn nicht das Schweigen gebrochen würde; die palästinensische Autonomiebehörde wurde aufgerufen Verantwortung zu übernehmen, besonders nachdem die Regierung ihre Pflichten im Gazastreifen gemäß der jüngsten Vereinbarung von Kairo übernahm.

Die Fraktionen riefen die internationale Gemeinschaft auf zu handeln und dem belagerten Gazastreifen dringend benötigte Hilfe zu bringen; an Ägypten wurde appelliert den Übergang Rafah zu öffnen und damit die Einreise in den Gazastreifen zu erlauben.

Der Aufruf an die Arabische Liga und die Organisation der Islamischen Zusammenarbeit wurde erneuert, es sollten Schritte zur Rettung des Sektors unternommen werden.

Die Hamas will, dass die PA zahlt, was sie schuldig ist. Die PA sagt, die Hamas übergebe die von ihr eingesammelten Steuereinnahmen nicht.

Und so sieht es dann aus.

Die Polizei im Gazastreifen stoppte mittags 15 Minuten lang den gesamten Verkehr an großen Kreuzungen, um gegen die Lage zu protestieren.

Gelegentlich gibt es mal einen Artikel in westlichen Medien über die wahre Krise im Gazastreifen – die Krise, die einzig die Araber schufen – aber größtenteils wird das alles ignoriert, weil das Denkmuster der „israelischen Belagerung“ zu stark ist, als dass faule Journalisten sich damit quälen es zu widerlegen.

Und letzten Endes wollen kein Journalist und keine NGO Mahmud Abbas kritisieren.

Warum die Juden immer Schuld sind

Melanie Phillips, Spectator, 20. April 2002

Es muss schon einiges passiert sein, wenn die SUN wegen des Feuersturms anti-israelischen und anti-jüdischen Hasses, der täglich aus den britischen Medien heraus brüllt, derart alarmiert ist, dass sie sich genötigt fühlt einen ganzseitigen Leitartikel zu veröffentlichen, der ihren Lesern mitteilt: „Der jüdische Glaube ist keine böse Religion“.

Nicht böse? Warum sollte irgendjemand überhaupt einen solch hässlichen Gedanken hegen? Sind nicht letzten Endes die Juden in Israel die Opfer des Terrors? Werden sie nicht durch Selbstmord-Attentäter in Stücke gerissen, die gezielt ältere Holocaust-Überlebende auf Passah-Seder-Essen und Jugendliche in Pizzerien als Ziele auswählen? Haben sie nicht Opfer zu be-klagen, die auf die Bevölkerungszahl Großbritanniens umgerechnet rund 4000 Tote und viele weitere tausend Verwundete zählen, seit diese Intifada Ende September 2000 begann?

Aber Israel hat ein abscheuliches Verbrechen begangen. Dieses Verbrechen besteht darin, sich gegen den Versuch zu wehren es auszulöschen. Wegen dieses Affronts strömt ein Sturzbach an Lügen, Verdrehungen, Verleumdungen, Aufgabe von Objektivität und der Ersetzung der Wahrheit durch Arglist und Hass aus den britischen und europäischen Medien und dem Establishment.

Die zulässige Version, von der es kaum eine Abweichung gibt, läuft folgendermaßen: Die Palästinenser, denen von Israel eine eigenes Land verweigert wird und die verständlicherweise durch Verzweiflung in den Terrorismus getrieben wurden, werden nun durch Israels Premierminister Ariel Sharon mörderischen angegriffen, der die Selbstmord-Anschläge als Vorwand zur Zerstörung der Palästinenser nutzt.

Das wird verständlicherweise weitere Selbstmord-Anschläge hervor bringen; wenn also weitere Israelis in tausend Stücke gerissen werden, ist das ihre eigene Schuld. In Wirklichkeit sind sie an ihren Verletzungen ohnehin selber schuld, weil sie nicht verhandeln werden. Wenn sie nur endlich den Palästinensern das geben würden, was diese verlangen, würde die Gewalt enden und die Welt wäre sicherer. So wie es jetzt aussieht, könnte die gesamte Region in Flammen aufgehen, einschließlich Israel. Auch das wird Israels schuld sein.

Die Doppelmoral, verdrehte Geschichte und hassgetränkte Blindheit in dieser Analyse setzen sich über jeden Glauben hinweg. Stellen Sie sich vor eine Terror-Organisation würde sich, sagen wir, in Wales einrichten, jeden Tag Selbstmord-Attentäter in englische Städte schicken, jede Woche Dutzende Menschen ermorden und tausende weitere verletzen. Würde irgendjemand allen Ernstes vorschlagen, dass Tony Blair nicht die Armee benutzen sollte, um diese Morde zu beenden und stattdessen über die Forderungen der Terroristen zu verhandeln, während sie weiter britische Staatsbürger ermorden?

Aber für die britischen und europäischen Medien übt Israel offenbar nicht Selbstverteidigung, es übt lediglich Vergeltung und kollektive Bestrafung. Hey, weiß nicht jeder seit frühester Kindheit, dass den Juden Vergeltung im Blut liegt?

Daher war die Schlacht in Jenin ein von Israelis verübtes Massaker. Die Medien wissen, dass es so ist, denn die Palästinenser sagten das und das muss wahr sein; denn jeder weiß, dass Israel furchtbar ist und Sharon ein Schlächter und – oh ja – ein jüdischer Nazi. So erzählen sie der Welt von den unzweifelhaften Leiden in Jenin und der Brutalität der Israelis, oft sogar ohne die israelische Version des Geschehens aufzunehmen. Diese war, dass Jenin durchsetzt war mit Männern, die bereit und ausgerüstet waren für Selbstmord-Einsätze; die Israelis hatten den Bewaffneten in Jenin sicheren Abzug angeboten, wenn sie sich ergeben; aber die Terroristen hatten ihre Häuser mit Sprengfallen ausgestattet und waren entschlossen zu einem tödlichen letzten Kampf.

Die Zerstörungen in Jenin sind wirklich schlimm. Aber Krieg ist nichts Schönes. Wenn Terroristen sich zwischen Zivilisten verstecken, wird es offensichtlich unzählige menschliche Tragödien geben; aber das ist Krieg, kein Massaker. Wenn die Israelis wirklich wahllos Palästinenser hät-ten umbringen wollen, hätten sie sie mit Bombenteppichen belegt. Stattdessen führten sie die für sie selbst gefährlichste Taktik aus: Durchsuchungen von Haus zu Haus. Etwa 23 israelische Soldaten starben in Jenin, ein bitterer Blutzoll für dieses kleine Land.

Israel ist – mit all seinen Fehlern – eine Demokratie und eine offene Gesellschaft. Die Autonomiebehörde ist korrupter Despotismus, der sein Volk einer Gehirnwäsche unterzogen hat, so dass es an mittelalterliche Ritualmord-Vorwürfe gegen die Juden glaubt. Aber westliche Journalisten und Intellektuelle gehen automatisch davon aus, dass die Israelis lügen und die Palästinenser die Wahrheit sagen. Denn jedermann weiß, dass die Israelis nicht die Opfer sein können – denn sie sind immer verantwortlich.

Genauso weiß jeder, dass der Vorsitzende Arafat kein Terrorist ist. Statt dessen ist er ein Staatsmann mit der öffentlichen Unterstützung solch wichtiger Personen der Weltpolitik wie dem EU-Kommissar Chris Patten. Das Schlimmste, was Arafat gemäß Patten gemacht hat, ist, die Selbstmord-Anschläge nicht mit genügend Nachdruck zu verurteilen. Israel als Demokratie da-gegen „widerspricht vielem, für das es steht“. Du meine Güte! Wofür stehen denn der Vorsit-zende Arafat und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA)?

Viele der Selbstmord-Anschläge der letzten Wochen sind das Werk von Gruppierungen gewe-sen, die mit der Fatah, der Terrorabteilung der PA, in Verbindung stehen. Israel hat beschlag-nahmte Dokumente vorgelegt, die Arafats Unterschrift tragen und sich auf Zahlungen für Bom-ben beziehen, die Männer herstellten, die nach israelischen Angaben Selbstmord-Anschläge planten. Wenn jemand Israel nicht glaubt, dann sollte derjenige sich ansehen, was die PA selbst gesagt hat: Im Dezember 2000 erzählte der Fatah-Offizielle Sakhr Habash der Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, dass die Intifada von Arafat geplant worden ist. „Die Führung der PA blieb die Autorität und sie allein war der Faktor, der in der Lage war, die Operationen der Intifada im gesamten Heimatland zu führen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass Bruder Abu Ammar [Arafat] die o-berste Autorität aller Operationen ist; und wer immer etwas anderes denkt, weiß nicht, was los ist…“

Noch schlimmer ist, wie die PA Kinder dazu aufhetzt, „Märtyrer“ und Selbstmord-Bomber zu werden. Sie sendet kranke, hypnotisierende Fernseh-Appelle, die die Opfer der Kinder verherrlichen, die dazu gedrängt werden sich zu melden und sich selbst in die Luft zu jagen; ihre Familien bekommen ein Blutgeld für die terroristischen Tode der Kinder, die die Gehirnwäsche durchgemacht haben.

Auf der Grundlage solcher Fakten sollte Arafat als die Quelle des Terrors vor Gericht gestellt werden. Aber wir können natürlich von unseren Medien nicht erwarten, dass sie solche Beweise berichten. Hat schließlich nicht das Friedensnobelpreis-Komitee die richtige Antwort auf Arafats Terrorismus gegeben, indem es nicht Aberkennung nicht des 1994-er Preises Arafats, sondern des ehemaligen israelischen Premierministers Shimon Peres forderten, den beide sich teilten? Eindeutig ist für die Europäer die richtige Antwort auf Selbstmord-Bomben der Angriff auf die Opfer.

Der Grund, den jeder angibt, um Israels Schuld die Schuld zuzuweisen, ist die offene Wunde der Westbank und des Gazastreifens. Es gibt keinen Zweifel, dass Israel die Palästinenser in diesen Gebieten schlecht behandelt hat. Es war grundfalsch, dort zu siedeln; diese Siedlungen hätten abgebaut und die Territorien schon vor Jahren zurück gegeben werden müssen.

Aber die Territorien sind eine monumentale Ablenkung von der eigentlichen Sache. Diese ist, dass die Palästinenser den jüdischen Staat zerstört sehen wollen. Sie wollen keine Lösung mit zwei Staaten. Das wurde 1948 und ist – mit nur wenigen mutigen Ausnahmen – von den Arabern seitdem abgelehnt worden. Ihre Forderung nach dem „Rückkehrrecht“ aller Palästinenser nach Israel – zusätzlich zum eigenen Staat -, die das israelische Land zerstören würde, macht das deutlich. Sakhr Habash hat gesagt: „Wenn wir die Gründung eines Staates und die Unabhängigkeit erklären, werden wir das Recht haben, den Rest des besetzten Landes zu befreien…“ Die führende palästinensische Taube, Faisal Husseini, sagte der ägyptischen Tageszeitung Al-Arabi im Juli 2001 kurz vor seinem Tod, dass der Friedensprozess ein „Trojanisches Pferd“ war und dass das Langzeit-Ziel die „Befreiung Palästinas vom Fluss bis zum Meer“ sei.

Die Territorien sind nicht die Frage, die über allem steht; denn Israel bot an, sie zurück zu ge-ben. In Camp David und in Taba bot Israel im Jahr 2000 an, 96 Prozent der Westbank und des Gazastreifens, dazu halb Jerusalem zurückzugeben, eine Geste, die weitgehend als Aufsehen erregend mutig angesehen wurde.

Die Palästinenser behaupten, dass dies immer noch nicht für einen lebensfähigen Staat reicht. Aber jede Verhandlung in gutem Glauben würde einen alternativen Friedensvorschlag hervor gebracht haben. Stattdessen antwortete Arafat mit der Auslösung der Intifada und dem Loslassen der Selbstmord-Bomber. Von Imad Al-Faluji, dem PA-Kommunikationsminister, wird berichtet, dass er bei einer Gelegenheit sagte, die Intifada war eine vorbereitete Antwort darauf, dass die Palästinenser ihre Ziele in Camp David nicht erreicht hatten.

Aber jeder „weiß“, dass die Rückgabe der Territorien Frieden bringen würde. So, wie sie auch „wussten“, dass dort Frieden einkehren würde, wenn Israel sich aus dem Libanon zurück zöge. Denn – wie wir uns alle erinnern – war Sharon auch hier äußerst schuldig. Also zog sich Israel zurück. Und was war das Ergebnis? Vom Iran bewaffnet (von dem eine Waffenladung auf ei-nem Schiff auf dem Weg zum Nicht-Terroristen Arafat abgefangen wurde), hat die Hisbollah jetzt 8000 Katjuscha-Raketen auf Israels nördliche Städte ausgerichtet und Mörsergranaten auf israelische Ziele geschossen.

Haben die Medien dies anerkannt? Haben sie die Tatsache berichtet, dass Journalisten um ihr Leben rennen mussten, nachdem sie versuchten, Palästinenser zu filmen, die als israelische Kollaborateure erschossen und aufgehängt wurden? Berichteten sie von den Krankenwagen, die zum Schutz von Terroristen benutzt wurden? Berichteten sie, dass die die in der Geburtskirche eingesperrten palästinensischen „Opfer“ die Schlösser der Kirche aufgeschossen und sie entweiht haben, indem sie das Gebäude und die darin befindlichen Menschen als Geiseln nahmen? Berichteten sie über die israelische Liste der Terroristen in dieser Kirche? Natürlich nicht; denn jeder weiß, dass bei allem, was die Palästinenser an schlimmen Dingen getan haben, Israel Schuld ist.

Es gibt die weit verbreitete Ansicht, die ausweglose Situation im Nahen Osten müsse gelöst werden, bevor der Angriff auf den Terrorismus fortgesetzt werden kann. Aber es ist genau umgekehrt: Es wird keine Aussicht auf Frieden mit den Palästinensern geben, bis man mit ihren terroristischen Geldgebern im Iran, im Irak und Syrien fertig ist.

Man sagt, Israels Vorstöße hätten die arabische Trauer entfacht und Terroranschläge wahrscheinlicher gemacht. Als die Amerikaner ihre Angriffe auf Al Qaida begannen, wurde ihr Handeln als einen Angriff auf den Islam verstanden, der weitere Ausbrüche rechtfertigte. So ist das auch mit den Palästinensern. Sie betrachten Israels Selbstverteidigung als unberechtigten An-griff. Die Antwort Großbritanniens und Europas ist nicht, dass dies eine monströse Umkehrung der moralischen Argumentation ist, sondern die Übereinstimmung damit, dass solche Selbstverteidigung ein brutaler Akt ist.

Zum Teil ist das so, weil das verdrehte Denken der Terroristen die moralische Konfusion der korrumpierten liberalen Orthodoxie des Westens füttert. Diese sieht eine moralische Gleichwertigkeit zwischen Terror und den Maßnahmen zum Schutz davor. Im Glauben, dass es so etwas wie die Wahrheit nicht gibt, umarmt sie Lügen und kann nicht zwischen Opfern und Tätern unterscheiden. Und natürlich können Israelis nicht die Opfer sein, denn sie haben die Macht Amerikas hinter sich. Schließlich weiß doch jeder, dass Amerika von den Juden gesteuert wird.

Wie immer liegen die Fakten etwas anders. Die Juden sind lediglich eine Lobbyistengruppe unter vielen. Die größten und unkritischsten Unterstützer Israels in Amerika sind die evangelikalen Christen. Amerika gibt den arabischen Staaten ebenso viele Hilfen wie Israel. Der größte Geldgeber der PA ist Kommissar Pattens EU. Hält er jemals inne um über die Tatsache nach-zudenken, dass die EU die Waffen und den Sprengstoff finanzierte, mit denen die PA israelische Familien ermordet? Natürlich nicht; denn Kommissar Patten weiß, dass Israel Schuld ist.

Die Ansicht, dass Amerika von den Juden gesteuert wird, ist natürlich eine klassische antisemitische Darstellung. Und hier kommt der wirklich verwerfliche Teil: so, wie jeder weiß, dass Arafat kein Terrorist sein kann, weiß auch jeder, dass die Juden immer über Antisemitismus zu jammern anfangen, um ihre eigenen Untaten zu verdecken. A.N. Wilson erzählte uns das im Londoner Evening Standard. In der Tat – grübelte er – sei er nicht länger sicher, ob er immer und überall gegen Terrorismus sei. Denn schließlich sei es Israel, das vorsätzlich Kirchengebäude anzündet und Unschuldige abschlachtet.

Denn das wirkliche Verbrechen Israels ist: gekämpft zu haben. Juden sollten das nicht tun. Sie sollten passiv in den Tod gehen. Wenn die Juden kämpfen, sollten sie verlieren. Was sie nie machen sollten, ist zu gewinnen.

Menschen, die denken, dass die Juden alle so mächtig sind, können sich nicht vorstellen, dass Israel jemals zerstört werden könnte. Aber das ist nur allzu möglich. Kontinuierlicher Terror durch Selbstmord-Bomben – der Waffe, die die Regeln des menschlichen Umgangs zerreißt – könnten es derart demoralisieren, seine Wirtschaft zum Krüppel machen und seine militärische Stärke untergraben, dass es letztlich gegenüber den arabischen Staaten verletzbar würde, die es immer schon weg haben wollten. Ein bewaffneter palästinensischer Staat, von Chris Pattens EU erzwungen, würde sich dann wirklich als Trojanisches Pferd erweisen.

Aber wenn all jene, die glauben, dass die Juden Amerika steuern, denken, dass die Welt besser dran wäre, wenn nur diese fürchterlichen Juden freundlicherweise verschwinden würden, sollten noch einmal nachdenken. Für den radikalen Islam ist der Westen als nächstes dran.

Die Frage ist, ob der Westen im Krieg gegen den Terror Schulter an Schulter mit Israel stehen wird oder ob er sich gemeinsam mit dem Terror gegen Israel stellt. Die Zeichen sind zur Zeit unheilvoll. Das Leitmotiv des Staates Israel – geschmiedet, nachdem die Welt vor dem Holocaust die Augen verschloss – heißt: „Nie wieder“. Der Westen hat jetzt seine Antwort gegeben: „Ja, noch einmal“. Und wenn der Westen zerstört wird, werden wieder – wie immer – die Juden schuld sein.

Der Weg der EU-Gelder

Aus: A Time to Speak, Nr. I-12 vom 15.12.2001

Der Euro im PLO-Land:


Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind wichtige Spendengeber der PLO. Theoretisch soll die Verwendung dieser 60 bis 80 Millionen US-Dollar jährlichen Taschengeldes belebt werden, aber in der Praxis werden diese Belege weder gemacht noch ernsthaft nachgefragt.

Zu den Begünstigten der Freigiebigkeit der EU gehört das PLO-Schulsystem, das seine Schüler zur Lust des Tötens von Juden erzieht und ausbildet, wie auch den zugehörigen Techniken. Der Lehrplan und die Schulbücher impfen diese Ideale ein und versichern den jungen Schützlingen den Tod Israels. Einige Persönlichkeiten der EU argumentieren damit, dass ihre Spenden an die PLO-Erziehung nicht direkt die Schulbücher bezahlen. Aber wenn diese Gelder andere Ausgaben der Schulen abdecken, dann wird Geld frei für die Schulbücher und anderes Material, das die jungen Seelen korrumpieren soll.

Die PLO-Sendeanstalten konzentrieren sich auch auf die Aufhetzung zu Hass und Mord (bei allen Altersgruppen) und die Verherrlichung der Terroristen als „heilige Märtyrer“. Sie senden regelmäßig Predigten, die die Tötung von Juden und Amerikanern verkünden und zur Zerstörung nicht nur von Israel, sondern auch der USA aufrufen. Nach dem Philadelphia Inquirer vom 7. September 1997 wurde „der Sender mit rund $500.000 für Ausrüstung und Ausbildung von der US Agency for International Development (Internationale Entwicklungsagentur der USA) und mit mehr als 6 Millionen Dollar Hilfen der Europäischen Union gefüttert…“

Die EU spendet Millionen von Dollar für die PLO-„Sicherheitsdienste“, wohl wissend, dass diese Gaben für das Training und die Waffen des Terrors der PLO-Fatah, Hamas und des Islamischen Jihad sorgen

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Der Euro in Israel: Die EU beschränkt ihre Großzügigkeit nicht auf die PLO. Sie ist Spendengeber für sorgfältig ausgesuchte israelische Nutznießer. Innerhalb der israelischen Demokratie haben Parteien, Organisationen und Einzelpersonen das Recht, sich ihre Ansichten selbst zu bilden und dürfen versuchen andere zu überzeugen mit ihnen übereinzustimmen. Sie dürfen zeitweise private Ermutigung und sogar finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhalten.

Die Einmischung der EU in die inneren Angelegenheiten Israels ist allerdings nicht privater Natur, sie ist offizielle Aktion der Regierung(en). Das ist nicht demokratisch, sondern eine Untergrabung der Demokratie. Um ihren eigenen Geschmack und Ziele zu verfolgen hat die EU eine „Aufgabenliste“, die Israel unbedingt aufgedrückt werden soll und Gruppen in Israel subventioniert, von denen sie erwartet, dass sie diese Liste voran bringen.

Die EU beteuert, dass sie „immer eine Politik der Unterstützung von Nicht-Regierungs-Organisationen betrieben hat, die für Frieden, Demokratie und Menschenrechte in den zivilen Gesellschaften um das Mittelmeer arbeiten… Wir unterstützen innerhalb des EU-Programms Menschen für Menschen keine Projekte, die den Friedensprozess nicht fördern.“

Diese Kriterien stellen Frieden, Demokratie und Menschenrechte an das eine äußerste Ende des sozialpolitischen Spektrums. Alle anderen Punkt dieses Spektrums werden als „anti-friedlich“ verachtet. Das Ziel der EU, „Frieden“ oder „Friedenserziehung“ oder „die Friedensbewegung“ zu fördern, gilt nur für „Frieden“ zu von ihr diktierten Bedingungen. Alle, die glauben, dass es bessere Bedingungen für Frieden gibt, sind Objekte der Verdammung und/oder Bekehrung. Die Freigiebigkeit gilt exklusiv einer kleinen Bewegung, deren Programm viele, wenn nicht die meisten Israelis als gefährliche Beschwichtigung und/oder Preisgabe legitimer nationaler Recht ansehen.

Dies sind für die Bürger und die Regierung Israels strittige Themen, die ohne Einmischung fremder und zum großen Teil unfreundlich gesonnener Länder diskutiert und entschieden werden sollten. Wenn die EU eine Seite der Diskussion finanziert, dann fuscht sie in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates ein, um ihre eigenen Absichten zu verfolgen. Die EU zeigt damit absolute Geringschätzung für die Unabhängigkeit und Souveränität Israels.

Beispiele dafür, wie die EU Strippen zieht, werden in „Wie sich die EU in die israelische Politik einmischt“ von Yoav Yitzchak in Ma’ariv vom 22. Juni 2001 aufgedeckt:

Im Allgemeinen blasen europäische Regierungen Israel mächtig ins Gesicht. In der politisch-militärischen Auseinandersetzung mit den Palästinensern unterstützen sie die Palästinenser.

… Diese Geschichte handelt von der tiefen Verstrickung der europäischen Staaten, offensichtlich sogar der groben Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Staates Israel, wobei relativ große Geldsummen im Spiel sind. Diese Einmischung wird scheinbar offen ausgeübt, durch nicht Profit orientierte israelische Organisationen und öffentliche Institutionen.

Die Dinge sind allerdings nicht so, wie sie scheinen: Die tatsächlichen Aktivitäten werden vor dem Auge der Öffentlichkeit verborgen. Die Entscheidungen werden am Sitz der Europäischen Union in Brüssel getroffen. Die, die die Entscheidungen treffen, sind nicht Israelis; daher werden ihre Aktivitäten – tief im Inneren Israels – nicht ausreichend beobachtet. Darüber hinaus sind die Einrichtungen, die hunderttausende von Dollars an finanzieller Unterstützung von diesen Entscheidungsträgern erhalten, aus verschiedenen Gründen zurückhaltend, dies der Öffentlichkeit zu eröffnen.

… Ein Teil der Unterstützung und Spenden, die als Hilfe überwiesen werden, wird – zumindest nach den Arbeitspapieren der EU – zur Förderung politischer Ziele gegeben. Manchmal wird das mit der aktiven Kooperation des Empfängers der Hilfe erreicht, der sich über den Empfang der Gelder freut und zur Förderung der Ziele der EU handelt. …

[Es ist] offensichtlich, dass die Europäische Union in die inneren Angelegenheiten Israels eingreift. Die Frage ist, wer verantwortlich ist für die Aufsicht über den Fluss der Gelder zu den verschiedenen Körperschaften in Israel und warum ein demokratischer Staat seine Pforten dafür öffnet, dass fremde Staaten sich einmischen können, selbst wenn sie als Freunde angesehen werden.

Unter den EU-Subventionen und/oder Zusagen sind:

  1. Eine Beihilfe von 400.000 Euro an eine politische Partei Israels, die sich in erster Linie an Immigranten aus Russland wendet. Diese Partei folgt einer von der EU verfolgten Linie und versucht russische Wähler in den Knessetwahlen zu gewinnen. Dies bildet einen Versuch der EU, den Ausgang der Wahlen in Israel zu beeinflussen.
  2. Ein Zuschuss von 250.000 Euro an „Die vier Mütter“, eine Gruppe von Frauen, die für den sofortigen und bedingungslosen Rückzug der israelischen Streitkräfte aus der Sicherheitszone an der libanesischen Grenze agitierte. Das Geld sollte persönliche Kontakte zwischen israelischen und libanesischen Frauen finanzieren; als die israelische Flucht aus dem Libanon stattfand, ließ die EU dieses Projekt fallen und der Zuschuss wurde nie gezahlt.
  3. Ein Zuschuss von 400.000 Euro an „Frieden Jetzt“, eine Gruppe, die dauernd und lauthals für Standpunkte agitiert, die sich von denen der PLO praktisch nicht unterscheiden. Die EU zahlt sie, um die „zum Frieden zu erziehen“, die „anti-Frieden-Standpunkte“ einnehmen – in letztere Kategorie fallen alle Israelis, die nicht das Programm von „Frieden Jetzt“ unterstützen. „Frieden Jetzt“ hat die EU-Zahlungen für politische Kampagnen genutzt, eine weitere Einmischung in innere Angelegenheiten und Wahlen Israels.
  4. Ein Zuschuss von 500.000 Euro an das „Komitee gegen die Zerstörung von Häusern“ und „In Shalem“, die mit „Frieden Jetzt“ zusammen arbeiten, um gegen Bauvorhaben in Teilen von Jerusalem vorzugehen, von denen die EU denkt, dass sie judenrein sein sollten.

All dies sind in Israel umstrittene Themen, für die die EU-Staaten keinen Bezug zu legitimen nationalen Interessen haben, durch die die EU sich herausnehmen könnte, sie zu lösen.

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Yossi Beilin, Architekt der Oslo-Vereinbarungen, war stellvertretender Außenminister der Rabin-Peres-Regierung und Justizminister der Barak-Regierung. Er hat eine zusätzliche Karriere als Vermittler von EU-Beihilfen an die palästinensische Sache gemacht.

„Die wirtschaftliche Kooperations-Gesellschaft (ECF) und Dr. Yossi Beilin“ – von Adriana Marin Grez, Israel Resource Review, 23. August 2001:

Die ECF wurde vor 10 Jahren von Yossi Beilin gegründet und hatte ihre registrierte Adresse anfangs bei Dr. Yir Hirschberg [einem der Verfasser des Oslo-Textes]. Die ECF-Satzung erklärt, dass ihr Ziel die Erleichterung des Eingreifens der EU in einen zukünftigen Friedensprozess zwischen Israelis, Jordaniern und Palästinensern ist. Nicht Hilfe. Eingreifen.

Yossi Beilin, der aus der israelischen Regierung und der Knesset ausgeschieden ist, stellt sich jetzt als hochrangiger Forscher in der ECF vor – trotz der Tatsacahe, dass die Akten der ECF zeigen, dass Beilin schon 1995 aus ihr austrat. Vielleicht ist das so, weil Beilin ein zweites ECF-Büro öffnete, nicht weit vom registrierten Büro entfernt. Es ma bald die Aufgabe des israelischen Registers für nicht Profit orientierte Organisationen sein herauszufinden, ob Beilin ein System doppelter Buchführung betreibt.

Die ECF organisiert ein Forum von rund 40 Nichtregierungs-Organisationen (NGO), die in allen und jeden Bereich des Verhandlungsprozesses mit der PLO eingebunden sind. Die ECF versorgt nach Aviv Is-Am, dem Projektleiter der ECF, diese 35 bis 40 NGOs mit technischer Unterstützung und Geldbeschaffungs-Diensten.

Unter Beilins Aufsicht und Führung haben diese NGOs während der gesamte aktuellen Intifada sich mit palästinensischen Gegenüber getroffen und gearbeitet. Rabbi Jeremy Milgrom, Direktor für „Rabbis für Menschenrechte“ und Verbindungsmann zwsichen „Rabbis für Menschenrechte“ und der ECF erklärte, dass diese Treffen für einen „moralischen Auftrieb für die Friedens-Aktivitsten“ gesorgt hätten.

Beilin nutzt dieses Forum als Weg, EU-Mittel für NGOs zu verstärken. Aus von uns untersuchten Akten konnten wir entnehmen, dass die EU Beilin als Referent für Finanzmittel zutzt… Nach Avivit Ish-Am wird die ECF von Spendern aus der ganzen Welt unterstützt; Spenden kommen aus Belgien, Dänemark, Großbritannien, Holland und Italien. Eine der Unterstützergruppen der ECF ist die „Christian Foundation of Holland“, die auch „LAW“ sponsort, die bösartige Lobbygruppe der PLO. Avivit Ish-Am berichtet, dass Stiftungen oft Geld an die ECF geben, das für Palästinenser bestimmt ist, weil sie der ECF vertrauen, dass sie das Geld an die richtigen Leute weiter gibt.

Das ist eine durchsichtige Aktion, um zu verhindern, dass Gelder in den fraglichen PA-Konten verschwinden. In dieser Hinsicht spielt Beilin eine Rolle, die die PA für die Gebiete unter ihrer Kontrolle übernehmen sollte.

Die ECF erhält Gelder von Stiftungen in Europa, den USA und Kanada…

Die ECF ist als israelische Organisation registriert und het keine Büros außerhalb von Israel, arbeitet aber eng mit dem israelischen Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung der linken SPD in Deutschland zusammen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20. – 26. August 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 20.08.2017:

Die Fatah behauptet der Mossad hätte in Schweden einen PA-Araber ermordet, der bei einem Gefangenenaustausch aus israelischer Haft entlassen worden war.

Mehrere Dutzend arabische Kinder aus dem Gazastreifen im Alter von 8 bis 14 Jahren konnten am Sonntag zum ersten Mal Jerusalem und die heiligen Stätten besuchen. Bis auf 7 hatten bis dahin noch nie den Gazastreifen verlassen.

Montag, 21.08.2017:

Das palästinensische Olympische Komitee hat einem Boxer verboten gegen einen Israeli (einen Drusen) zu boxen. Es sei „verboten gegen Israelis anzutreten und sie als den Staat Israel anzuerkennen“, wurde ihm gesagt. Es sei „unter palästinensischer Würde gegen Israelis anzutreten“.

Ein Sprecher der PA ließ wissen, dass sie immer noch auf eine „klare Vision“ aus den USA Friedensgespräche mit Israel warten. Abbas wolle „Klarheit“ zur Zweistaatenlösung haben.

Der oberste Muslimrat in Jerusalem hat eine Erklärung veröffentlicht, die besagt, dass Juden und sonstige Nichtmuslime keinerlei Verbindung zum Tempelberg haben, der ein ausschließlich muslimisches Heiligtum sei. Das sei nicht verhandelbar, dazu gebe es keinerlei Zugeständnisse.

Dienstag, 22.08.2017:

Die PA hat im Fernsehen eine „Dokumentation“ ausstrahlen lassen. Darin wird wieder behauptet, dass 1969 Juden an der Brandstiftung an der Al-Aqsa-Moschee beteiligt gewesen sein sollen: Es habe mehr als den einen Täter (einen australischen Christen) gegeben und geplant hätten das Juden in hohen Positionen.

Nach einer dreimonatigen Pause wurden die Märsche um die Tore der Altstadt von Jerusalem wieder aufgenommen. 1.000 Personen nahmen daran teil. An der Stelle der Ermordung der zwei drusischen Polizisten wurden Psalmen rezitiert.

Die Hamas hat ca. 170 Personen im Gazastreifen festgenommen, die verdächtigt werden ISIS nahezustehen. Die Aktion erfolgte offenbar infolge des Selbstmordanschlags eines ISIS-Anhängers in Rafah, bei dem ein Hamas-Wächter getötet wurde.

Nach einer ganzen Reihe von Versuchen seitens PA-Arabern in die Gemeinde einzudringen und regelmäßiger Terroranschläge (u.a. Sprengsätze, Molotowcocktails und Schüsse), erhält Beit-El jetzt einen verbesserten Sicherheitszaun; das Verteidigungsministerium stellt dafür 5,5 Millionen Schekel zur Verfügung.

Die PA fordert mal wieder die internationale Gemeinschaft auf einseitig einen Palästinenserstaat zu gründen. Als Begründung wird angeführt, dass 24 Jahre Verhandlungen nichts gebracht hätten. (Und natürlich hat einzig Israel die Schuld daran…)

Mittwoch, 23.08.2017:

Die „Internationale Al-Quds-Stiftung“ hat am Montag einen „Bericht“ veröffentlicht, in dem gelogen wird, Israel betreibe 64 Ausgrabungen unter dem Tempelberg, durch die der Zusammenbruch der Al-Aqsa-Moschee drohe und erreicht werden solle.

Auf dem Tempelberg verbot die Polizei einem jüdischen Kind von einem Wasserspender zu trinken; dieser sei nur für Araber. (Video)

Ein ranghoher Vertreter der PA hat sich pessimistisch über Jared Kushners anstehenden Besuch und Friedensverhandlungen geäußert. Ohne amerikanische Verpflichtung zu einer Zweistaatenlösung und ein Ende der Siedlungen und ein Ende der Besatzung würde man nicht viel von der US-Administration erwarten. (Mit anderen Worten: Wenn nicht vorab alles erfüllt ist, was die Terroristen verlangen, wollen sie gar nicht erst reden.)

Donnerstag, 24.08.2017:

Die PFLP lässt über ihren „bewaffneten Arm“ wissen, dass sie persönliche Informationen über Knesset-Mitglieder hat; sie droht damit diese Abgeordneten anzugreifen, es gebe keinen Ort, wo sie vor den Terroristen immun seien.

Ein neues Video (von MEMRI) zeigt, wie ein arabischer Prediger auf dem Tempelberg gegen Juden hetzt und die arabischen Länder dafür angreift, dass sie die Anschläge von Barcelona verurteilen „statt gegen die Juden zu kämpfen“.

Ein Muezzin aus Um el-Fahm hat offenbar den Terroristen vom Tempelberg bei der Planung der Morde am 14. Juli geholfen hat.

Die Gouverneurin von Ramallah legte einen Kranz am Grab der Fatah-Terroristen ab, die 1975 im Savoy Hotel in Tel Aviv 8 Menschen ermordeten.

Demonstranten in Ramallah protestierten gegen den Besuch der US-Delegation, die die Chancen für Friedensgespräche ausloten will. Die Araber bezeichneten Trump und Kusher als „Israels Hunde“.

Die PA zahlt an die „Märtyrer“ und in Israel inhaftierten Terroristen mehr als an alle Bedürftigen in den eigenen Gebieten zusammengenommen.

Freitag, 25.08.2017:

Bilanz: Die Zahl der Terroranschläge auf Israelis liegt im Juli mehr als doppelt so hoch als im Vormonat. Mit 222 Anschlägen (5 ermordete Israelis: 2 Soldaten, 3 Zivilisten) ist der Juli der Monat mit den meisten Terroranschläge seit Dezember 2015.

PA-Chef Mahmud Abbas kündigte den USA an, dass er weiter den Terroristen und ihren Familien die „Gehälter“ zahlen wird, auch wenn ihn das seinen Posten kosten sollte. Er werde es bis zum letzten Tag machen.