Die Kugel, die keine Rolle spielt

Es ist seit dem ersten Tag unbestritten klar, wer die Schuldigen am Tod der Al-Jazira-Reporterin Shiree Abu Akleh sind.

Stephen M. Flatow, Israel HaYom, 6.Juli 2022

Die Kugel, die die palästinensische Autonomiebehörde US-Vertretern übergab könnte oder könnte nicht die gewesen sein, die die Al-Jazira-Reporterin Shireen Abu Akleh im Mai in Jenin tötete.

Die Kugel könnte oder könnte nicht zu beschädigt gewesen sein, um schlüssig festzustellen, aus wessen Waffe sie kam.

Die Kugel könnte oder könnte nicht von einem israelischen Soldaten geschossen worden sein.

Alles, was eine Rolle spielt, ist wer die – juristische wie moralische – Verantwortung für Aklehs Tod trägt. Und es ist vom ersten Tag an unbestritten klar, wer die Schuldigen sind: Die palästinensisch-arabischen Terroristen, die den Feuerwechsel initiierten, der ihren Tod zur Folge hatte und die palästinensische Autonomiebehörde, die diese Terroristen verhätschelt und ihnen Schutz bietet.

Erinnern Sie sich an diese Fakten: Jenin wird seit 1995 einzig von der PA regiert. Es gibt dort keine israelischen Siedler. Keinen israelischen Statthalter. Keine israelische Verwaltung. Der einzige Grund, dass israelische Truppen Jenin an diesem fatalen Tag kurz betraten, war, dass sie Terroristen jagten, die festzunehmen die PA abgelehnt hatte.

In krasser Verletzung der Oslo-Vereinbarung erlaubt die PA Terrorzellen der Hamas, der Fatah und des Palästinensischen Islamischen Jihad (die Bande, die meine Tochter Alisa ermordete) in Jenin offen zu agieren.

Laut der Oslo-Vereinbarung ist der PA vorgeschrieben alle Terrorgruppen aufzulösen, ihre Waffen zu beschlagnahmen und sie zu verbieten – mit anderen Worten: sie aus dem Geschäft zu nehmen. Machte sie aber nie.

Die PA verbot terroristische Gruppen nie. Sie hat nie ernsthaft angefangen deren Mitglieder zu verhaften oder ihre Waffen in Jenin oder sonstwo zu beschlagnahmen. Sie könnte die Terrorgruppen vernichten, wenn sie wollte: Die PA hat die weltweit größte Zahl von Sicherheitskräften pro Kopf. Aber sie will nicht. Sie behandelt Terroristen in Jenin und anderen Gegenden unter ihrer Kontrolle wie Brüder, nicht wie Feinde.

Selbst Quellen die Israel nicht wohlgesonnen gegenüber stehen, geben gelegentlich zu, dass Terroristen in den PA-Städten frei umherstreifen. Am 23.März 2014 z.B. berichtete die New York Times, dass israelische Truppen gezwungen waren bei der Verfolgung von Terroristen das Flüchtlingslager Jenin zu betreten, weil Jenin zwar unter der „vollen Kontrolle“ der PA steht, „die palästinensischen Sicherheitskräfte aber allgemein nicht in Flüchtlingslagern operieren“.

Das ist der Grund, dass diese israelischen Soldaten nach Jenin hineingingen; die PA zwang sie mit ihrer gewollten Politik des Nichthandelns dazu. Die Israelis konnten ihre Verfolgung nicht einstellen, als die die fliehenden Terroristen Jenin erreichten; das hätte den Terroristen die Freiheit gelassen weitere jüdische Frauen und Kinder zu ermorden. Die israelischen Soldaten mussten sie verfolgen. Es war ihre moralische und legale Verpflichtung, auch wenn es bedeutete kurz eine von der PA geführte Stadt einzudringen.

Das macht die PA teilweise verantwortlich für den Tod von Shireen Abu Akleh.

Die Terroristen waren die, die direkt für die Verursachung der konkreten Umstände verantwortlich waren, die zu ihrem Tod führten. Als sie mit israelischen Soldaten konfrontiert waren, hätten sie sich ergeben sollen.

Das ist ganz so, wie wenn ein Krimineller in den USA mit Polizisten konfrontiert ist. Der Kriminelle hat eine Wahl. Er oder sie kann sich friedlich ergeben oder sie können anfangen zu schießen. Wen ein unschuldiger Beobachter bei der Schießerei getötet wird – ob die tödliche Kugel von dem Kriminellen oder der Palästinenser abgeschossen wurde – es ist der Kriminelle, der das verursachte. Die Polizei hätte ihre Waffen nicht abgefeuert, wenn der Kriminelle sich friedlich ergeben hätte.

Ähnlich in Jenin. Der einzige Grund, dass Israelis schossen, war, dass die Terroristen auf sie schossen. Offensichtlich zielten die Israelis mit ihren Gewehren nicht auf Reporter im Umfeld. Israleische Soldaten haben nie vorsätzlich auf Journalisten geschossen.

Wenn die bestimmte Kugel, die Abu Akleh tötete, aus dem Gewehr eines palästinensischen Terroristen kam, dann sind die Terroristen verantwortlich zu machen. Und wenn die Kugel von israelischen Soldaten kam, die auf das Feuer der Terroristen reagierten, dann sind die Terroristen verantwortlich zu machen. So oder so, die Herkunft der vielgepriesenen Kugel spielt wirklich überhaupt keine Rolle.

Der Bombenanschlag auf das Restaurant Sbarro und warum Oslo versagte

Zwei Jahrzehnte nach dem terroristischen Massaker in Jerusalem bleibt der Vorfall eine notwendige, grausige Erinnerung an den grundlegenden Charakter eines Konflikts, der nicht durch israelische Zugeständnisse gelöst werden kann.

Jonathan S. Tobin, Israel National News, 11. August 2021

Der Terroranschlag auf das Sbarro (Foto: Flash90)

Nächsten Monat werden die Amerikaner den 20. Jahrestag der Anschläge vom 9/11 begehen. Das Trauma bleibt im Gedächtnis eines jeden bestehen, der damals lebte. Aber während dieser Tag des Terrors nie vergessen werden wird, weil er ein Ereignis ist, das Außen- und Verteidigungspolitik prägt, wird er schnell so belanglos werden wie der japanische Angriff auf Pearl Harbor.

Die letzten amerikanischen Truppen ziehen sich aus Afghanistan zurück, während Washington mit Gleichgültigkeit auf die Beweise reagiert, dass die Taliban – die Gruppe, die die Angreifer des 9/11 beherbergten und möglich machten – in Kabul schnell wieder das Sagen haben werden, zwei Jahrzehnte, nachdem US-Truppen sie als Teil einer Reaktion auf die Terroranschläge in die Flucht schlugen.

Aber etwas mehr als einen Monat vor dem 11. September erlitt Israel einen Terroranschlag, der zwar im Ausmaß geringer war als der Angriff auf New York und Washington, aber ebenfalls traumatisch. Und im Gegensatz zur amerikanischen Reaktion auf die Anstrengungen von Al-Qaida ist das, was am 9. August 2011 geschah immer noch entscheidend für das Verständnis nicht nur der israelischen Einstellungen gegenüber der Vorstellung eines Friedensprozesses mit den palästinensischen Arabern, sondern der Notwendigkeit, dass der jüdische Staat Verteidigungsmaßnahmen trifft, um sicherzustellen, dass die Ereignisse dieses Tages sich nicht wiederholen.

Ein Jahr nach Beginn des palästinensischen Abnutzungskriegs, der als Zweite Intifada bekannt wurde, schnallte eine palästinensische Araberin einem Selbstmord-Bomber eine Vorrichtung mit Sprengstoff, Nägeln und Schraubenmuttern um. Ihr Ziel war eine Filiale der Pizzakette Sbarro an Jerusalems Zion-Platz an der verkehrsreichen Kreuzung der King George Street und der Jaffa Road.

Das Verbrechen wurde von Ahmad Ahlam al-Tamimi geplant, einer damals 20-jährigen palästinensischen Araberin, die den Ort des Anschlags auswählte und den Bomber zu der Pizzeria führte. Sie glaubte, das Restaurant sei ein gutes Ziel, weil es ein beliebter Ort für Familien war, um ihre Kindern am Freitagnachmittag in der Hektik vor Sabbat zu verpflegen.

Zusammen mit dem Mörder wurden in dem Restaurant 15 Israelis und Touristen, darunter sieben Kinder getötet. Weitere 130 wurden von der Bombe verletzt, viele davon furchtbar verstümmelt, die so gestaltet war, dass nicht nur einfach Tod zugefügt wurde, sondern grauenhafte Verletzungen.

In einem Interview im Palästinenserfernsehen war Tamimi 2012 weiter stolz auf das, was sie getan hatte – und weidete sich sogar an der Erinnerung in einem Bus in Jerusalem gewesen zu sein, als die Nachricht von dem Bombenanschlag gesendet wurde und sie hörte, dass die anderen arabischen Fahrgäste die steigenden Todeszahlen feierten.

Natürlich sind 20 Jahre eine lange Zeit. Dank dem Bau der Sicherheitsbarriere zwischen einem Großteil der von der PA regierten „Westbank“ und Israel gehören Ereignisse wie die Bombe vom Sbarro, die während einer Intifada, die sich auf solche Gräueltaten konzentrierte, alltäglich geworden waren, heute der Vergangenheit an. Folgende Bemühungen palästinensisch-arabischen „Widerstands“, bei dem das Abschlachten von Juden das Ziel ist, beschränken sich auf ziellose Stichangriffe sowie das weitgehend sinnlose Schießen von Raketen nach Israel durch die Hamas und den Islamischen Jihad (von denen die meisten von der Eisernen Kuppel und dem Arrow-Luftverteidigungssystem abgefangen werden und viele Projektile oft zu kurz fliegen). Durch sie dürften mehr Araber als Juden geschädigt werden.

Warum sollten wir uns dann immer noch an den Sbarro-Bombenanschlag erinnern, außer um die Opfer zu ehren?

Dieses traurige Kapitel ist mehr als nur eine Tragödie, der gedacht werden sollte. Es gibt ein Problem mit so viel von dem, was als in den Mainstream-Medien als informierte Kommentare zum Konflikt durchgeht. Diejenigen, die hirnlos israelische Zugeständnisse und territoriale Rückzüge, einschließlich in Jerusalem fordern, haben anscheinend das Schlachtfest im Sbarros so vergessen wie andere Terroranschläge, die schließlich mehr als 1.000 Israelis das Leben kosteten.

Sie haben auch vergessen, was der unsinnigen, wenn auch blutigen, fünfjährigen Kampagne der palästinensischen Araber vorausging und warum es unter den Israelis einen breiten Konsens gibt, der sich von Mitte-links bis Rechts erstreckt und zurecht begreift, dass bei den palästinensischen Arabern und ihren Führern kein plausibler Friedenspartner irgendeiner Art zu finden ist.

Im Jul 2000 reiste der damalige israelische Premierminister Ehud Barak nach Camp David, wo er zusammen mit dem Gastgeber, Präsident Bill Clinton, PLO-Führer Yassir Arafat die Erfüllung des Versprechens der Formel „Land für Frieden“ der Oslo-Vereinbarungen von 1993 anbot. Arafat wurde ein Deal angeboten, der den Palästinensern Unabhängigkeit in fast der gesamten „Westbank“, dem Gazastreifen und einem Teil der Stadt Jerusalem gegeben hätte. Im Tausch dafür war alles, was er zu tun hatte, zuzustimmen den Konflikt für immer zu beenden.

Arafats Antwort lautete „nein“. Ein paar Monate später was es immer noch „nein“, als Barak das Angebot bei Gesprächen in der ägyptischen Grenzstadt Taba noch versüßte. Im Widerspruch zu den Erwartungen vieler Israelis und der meisten Beobachter des Auslands war das Ziel der von ihm geführten palästinensisch-arabischen nationalistischen Bewegung kein unabhängiger Staat an der Seite Israels, sondern ein Palästinenserstaat anstelle des einen jüdischen auf diesem Planeten.

Aber als Arafat Barak zum zweiten Mal abgewiesen hatte, hatte er auf das israelische Friedensangebot eine entschiedener Antwort gegeben, indem er die Orgie terroristischer Morde lancierte, die mit dem neutral klingenden Begriff „Zweite Intifada“ keimfrei gemacht wurde.

In den folgenden Jahren versuchten sich die folgenden US-Administrationen an derselben „Land für Frieden“-Formel mit ähnlich fehlendem Erfolg, weil Mahmud Abbas – Arafats angeblich „moderaterer“ Nachfolger – nicht fähiger war Frieden zu schließen, selbst wenn er dem zugeneigt gewesen wäre.

Dieselbe Art Aufstachelung zu Mord an Juden seitens der offiziellen palästinensischen Medien und Bildungsinstitutionen, die zu Massakern wie im Sbarro führten, geht heute weiter. Und in einem Anflug grausamer Ironie sitzt Tamimi heute frei wie ein Vogel in Jordanien, als Ergebnis der Entscheidung des ehemaligen Premierministers Benjamin Netanyahu mehr als 1.000 Terroristen freizulassen, um den 2005 von der Hamas entführten Soldaten Gilad Shalit frei zu bekommen, darunter solche mit Blut an den Händen wie sie.

Genauso schlimm: Präsident Joe Bidens außenpolitisches Team agiert immer noch so, als sei die Annahme über „Land für Freiden“ und eine Zweistaatenlösung so berechtigt, wie sie es war, als Präsident Bill Clinton im Sommer 2000 glaubte, er werde den Friedensnobelpreis gewinnen. Für sie ist es so, als hätten das Friedensangebot von Camp David sowie das folgende Blutvergießen nie stattgefunden. Sie und die Basis der Demokratischen Partei, die eine noch feindseligere Haltung gegenüber Israel vorziehen würde, handeln immer noch so, als würden die israelischen Sicherheitskontrolle in den ansonsten autonom regierten Bereiche der palästinensischen Autonomiebehörde in der „Westbank“ ein Akt der Unterdrückung sein statt notwendige Selbstverteidigung.

Die Palästinenser und ihrer Führer müssen begreifen, dass diese israelischen Anstrengungen eine Rückkehr zu Bombenanschlägen wie während der Intifada zu einem Rohrkrepiere macht. Aber auch sie handeln und reden immer noch, als sei die Anerkennung der Legitimität eines jüdischen Staates – egal, wo seine Grenzen gezogen werden – etwas, das sie nie tun werden. Die Israelis wissen, dass ein Rückzug aus der „Westbank“ und die Entwurzelung hunderttausender Juden aus ihren Heimen in Jerusalem und den Gebieten keinen Frieden bringen wird. Es würde, wie der Abzug aus dem Gazastreifen 2005, ihr Land nur weniger sicher machen.

Sbarro ist immer noch wichtig, nicht nur wegen seines Grausens, sondern weil die Dummheit, die die Serie der Ereignisse zur Runde des Terrorismus in Gang setzte, in den unrealistischen Forderungen nach einem Ende der „Besatzung“ und Unterstützung von BDS-Kampagnen, die vom Antisemitismus derer inspiriert wird, die behaupten die einzigen zu sein, die für Frieden und Menschenrechte eintreten, immer noch gesund und munter ist. Anständige Menschen sollten nicht nur die Erinnerung an die Opfer vom 9. August 2021 als Segen behalten, sondern auch niemals erlauben, dass die Lektionen des Scheiterns von Oslo vergessen werden.

Mal so, mal anders – wie sie es gerade haben wollen

Die Araber (nicht nur) im Gazastreifen machen sich die Nazis, wie sie es gerne hätten. Mal sind sie die Bösen, wenn es ihnen dient, mal (und zwar öfter) sind die Nazis die Vorbilder.
Frage: Sind die Terroristen am Gaza-Zaun gegen die Nazis oder befürworten sie sie?

(gefunden auf Facebook)

Arafat’s Suicide Factory

Daniel Pipes, The New York Post, 9. Dezember 2001

Indem er seinen eigenen Krieg gegen den Terrorismus erklärte, unternahm Premierminister Ariel Sharon letzte Woche einen überraschenden Schritt. Er sagte, dass Yassir Arafat, der palästinensische Führer, „verantwortlich ist für alles, was hier passiert“, ein Verweis auf den Angriff von vier Selbstmord-Operationen, die gerade 26 tote Israelis und rund 200 Verwundete hinterließ.

Worauf man vernünftigerweise fragen möchte: Warum Arafat verantwortlich machen?

Niemand macht Präsident Bush für die Katastrophe vom 11. September verantwortlich – oder andere Politiker für den Terrorismus, der in ihrer Amtszeit stattfindet. Warum sollte es bei Arafat anders sein? Ist Sharon nicht unfair?

Schauen wir uns die Beweise an.

Jede Untersuchung palästinensischer Selbstmord-Anschläge – und besonders Nasra Hassans bemerkenswerter Bericht in einer der letzten Ausgaben des „New Yorker“ – stellt fest, dass diese nicht einfach so spontan geschehen, sondern aus einer großen und hoch entwickelten Infrastruktur heraus kommen.

Diese Infrastruktur hat einen Grund: normale Menschen zum Sterben bereit zu machen. Weil islamisches Recht Selbstmord verbietet, kann keine selbstmordgefährdete Person dafür rekrutiert werden eine solche Mission durchzuführen. Stattdessen ist es (perverserweise) nötig, nur jemanden loszuschicken, der nicht selbstmordgefährdet ist.

Der Islamische Jihad, der wie Hamas Selbstmord-Mörder ausbildet, erklärt: „Wir nehmen keine depressiven Leute. Wenn es nur eine Minimal-Chance von 1 zu 1000 gäbe, dass eine Person selbstmordgefährdet wäre, würden wir ihm nicht erlauben, sich zum Märtyrer zu machen. Um ein Märtyrer-Bomber zu sein, musst du leben wollen.“ Dieselbe befremdliche Logik gilt für Hamas, die jeden ablehnt, „der Selbstmord begeht, weil er die Welt hasst“.

Gesunde Individuen davon zu überzeugen sich selbst in die Luft zu jagen, ist offenbar nicht leicht, sondern bedarf Ideen und Institutionen. Der Prozess beginnt damit, dass die palästinensische Autonomiebehörde (PA) ihrer Bevölkerung zwei Dinge einimpft, womit sie bei den Kindern beginnt: einen Hass auf die Juden und eine Liebe zum Tod. Lehrpläne, Ferienlager, Fernseh-Programme und religiöse Indoktrination stellen die Israelis in nazi-ähnlicher Manier dar, als Untermenschen, die getötet werden dürfen und verwerfen dann den Selbsterhaltungstrieb, indem sie beindruckbaren jungen Menschen erzählen, dass ihr Leben zu opfern das ehrenhafteste aller Ziele sei.

Das System funktioniert: Hassan berichtet, dass „Horden junger Männer“ danach verlangen, in ihre eigene Vernichtung geschickt zu werden. Hamas und Islamischer Jihad haben in den Moscheen einen Auswahlprozess eingerichtet, wo „ein bemerkenswert fanatische Jugendliche“, vorbereitet auf ihr Märtyrertum, von Klerikern aufmerksam registriert werden, die sie für die Auswahl empfehlen.

Diejenigen, die es schaffen, beginnen ein langwieriges, streng beaufsichtigtes und diszipliniertes Ausbildung in spirituellen Studien und militärähnlichem Training. Dieses Können wird gelehrt, um die Selbstmord-Aktionen als eine Möglichkeit zu sehen, „die Tür zum Paradies“ für sich und die Familie zu sehen. „Ich liebe das Märtyrertum“, sagt ein solcher „lebender Märtyrer“.

Kurz vor dem Anschlag führen die Männer besondere fromme Vorbereitungen aus (Waschungen, saubere Kleidung, ein gemeinschaftliches Gebet). Ihre Tode werden von Hamas oder Islamischem Jihad durch eine instrumentalisierte Beerdigungsfeier („als wäre es eine Hochzeit“, beschreibt es Hassan) und die Verteilung von Videokassetten mit einer Erklärung aus dem Grab gefeiert. Die Organisation, die das sponsert, stellt sicher, dass die Familie [des „Märtyrers“] soziale Ehren und finanzielle Belohnungen erhält.

Diese Fakten sagen uns dreierlei: Selbstmord-Attentäter des militanten Islam werden nicht geboren, sondern geschaffen. Wie die vier gleichzeitigen Selbstmord-Flugzeugentführungen am 11. September resultierten die vier fast gleichzeitigen Selbstmord-Anschläge letzte Woche in Israel aus einer langfristigen Planung durch erfahrene Organisationen. Sie können nicht heimlich agieren, sondern bedürfen der Erlaubnis einer regierenden Obrigkeit, entweder der Taliban oder der PA.

All dies führt zu der Schlussfolgerung, dass Sharon Recht hatte, als er Arafat für den Schlag der Selbstmord-Attentate auf Israelis verantwortlich machte.

Dies hat umgekehrt eine Folge für den Krieg gegen den Terrorismus. Mindestens genauso wie in Afghanistan muss das amerikanische Ziel sein, die Selbstmord-Fabrik in den Palästinenser-Gebieten zu schließen.

Und während es wunderbar gelegen käme, wenn Yassir Arafat diese Aufgabe übertragen werden könnte, so sind die Chancen dafür, dass er das tut in etwa so groß wie die der Taliban, Al Qaida abzustoßen – mit anderen Worten: „gleich null“. Arafat ist seit fast vier Jahrzehnten im Geschäft des Ermordens von Israelis tätig; er verdient nicht noch eine weitere Chance.

Glücklicherweise ist in diesem Fall – anders als in anderen Teilen der Welt, wo Amerikaner den Kampf gegen den Terrorismus auf eigene Faust führen müssen – ein Verbündeter, Israel, bereit und willens, den Terrorismus selbst zu bekämpfen. Die Zeit ist reif, sie dazu anzuspornen.

PLO-Archive: Arafat kontrolliert den Terror der Fatah-Tanzim und anderer Organisationen

Michael Widlanski, The MediaLine, 25. März 2002

Israel hat in den letzten Tagen Dokumente zugänglich gemacht, die Yassir Arafat unwiderlegbar mit den Terrorakten der Fatah-Tazim-Miliz und anderer terroristischer Organisationen in Verbindung bringt.

Andere Akten deuten stark darauf hin, dass Arafat und seine Adjutanten den gegenwärtigen Abnutzungskrieg (von ihnen „Intifada“ genannt“ lange vor dem September 2000 planten – vielleicht bereits im Herbst 1995 – und dass sie keine Absicht hatten, eine friedliche Einigung aufgrund von Kompromissen mit Israel einzugehen.

„Diese Akten – von denen Arafat viele selbst unterschrieb – sind mehr als eine rauchende Waffe. Sie sind ein rauchender Füller – ein Füller, aus dem Blut tropft -, den Arafat hält“, erklärte Uzi Landau, Israels Minister für öffentliche Sicherheit, der die Dokumente der AP zugänglich machte.

Die Akten waren Teil der Archive mit zehntausenden von Papieren, die im „Orient-Haus“ lagerten; das Orient-Haus ist ein Gebäude-Komplex, der Faisal Husseini gehörte, Yassir Arafats persönlichem Repräsentant in Jerusalem (bis zu seinem Tod im Herbst letzten Jahres) und das Hauptquartier der Autonomiebehörde in der israelischen Hauptstadt.

Die Gebäude wurden auf Anordnung von Sicherheitsminister Landau geschlossen, was die Rückendeckung der israelischen Gerichte hatte, denn der Autonomiebehörde ist es laut den mit Israel geschlossenen Verträgen nicht erlaubt, dort nationale Institutionen zu unterhalten.

Zusätzliche Akten in den Archiven, die von den israelischen Behörden sicher gestellt wurden, enthüllen die enge Verbindung zwischen Arafat (und den Institutionen, die er kontrolliert) und islamischen Terrorgruppen wie Hamas und der Holy Land Foundation (die mit Al-Qaida verbunden ist).

Die Akten zeigen, dass die Autonomiebehörde (PA) eine enge Beziehung zu Saddam Husseins Irak hat und sich glücklich schätzte, besondere Geldhilfen zu empfangen, die aus irakischen Ölverkäufen stammten, die unter besonderen Vereinbarungen mit der UNO getätigt wurden.

Zu den bemerkenswerten Funden unter den tausenden von Akten befinden sich:

*– unterschriebene Befehle Arafats, Tanzim-Mitglieder zu entlohnen, die als Leute bekannt sind, die Anschläge durchführen;

*– unterschriebene Berichte über Terrror-Aktivitäten, die um höhere Budget-Mittel bitten; diese Berichte gingen an den Mann, der Arafats persönlicher Repräsentant in Jerusalem war – Faisal Husseini;

*– unterschriebene Befehle Arafats, Mitglieder der Tanzim-Miliz in Offiziersränge der Palästinensischen Armee zu erheben, die eine nicht uniformierte Armee und damit nach internationalem Recht eine illegale Armee ist.

„Arafat leugnet eine Beteiligung am Waffentransport der Karine-A, aber er kann diese Akten nicht leugnen, die zeigen, dass er und seine Spitzenleute diese Terrorakte planten und finanzierten“, erklärte Dr. Landau.

Die Akten könnten dazu dienen, der Frage, ob Arafat die Tanzim kontrolliert oder von ihnen kontrolliert wird, ein Ende zu setzen.

Zusätzlich beinhaltet das Archivmaterial viele handschriftliche Notizen und Briefe, wie auch maschinenschriftliche Artikel und Aufsätze, die von führenden Palästinensern wie Arafat selbst, Husseini und Tanzimführer Marwan Barghouti unterschrieben sind.

Das Material deutet unter anderem stark darauf hin, dass:

*– Die Tanzim sind ein integraler Bestandteil der militärischen Bereiche der Autonomiebehörde und ihre Mitglieder agieren praktisch als nicht uniformierte Armee, im Gegensatz zu internationalem Recht;

*– Yassir Arafat hat formal und praktisch die Kontrolle über die Tanzim, entgegen den Analysen, die beinhaltet haben, dass die Tanzim unabhängig von Arafats Kontrolle seien;

*– Marwan Barghouti berichtet Yassir Arafat regelmäßig sogar über Kleinigkeiten der Operationen seiner Organisation – sogar die Ernennung und die Ränge von Offizieren der mittleren und höheren Ebene;

Eine der am meisten für sich sprechenden Enthüllungen der Akten ist: die weithin akzeptierte Ansicht, dass Arafat „die Details anderen überlässt“, ist völlig falsch.

Tatsächlich zeigen die Akten wiederholt, dass Arafat tagtäglich in Kontrolle der Details aller seiner Organisationen ist und die Informationen zur Kommentierung seinen hochrangigen Mitgliedern seiner militärischen Abteilungen weiter gibt – z.B. den Generälen Haj Ismail, Abdel-Razek Mujaida und Hadj Mutlik (der die militärische Entlohnung der PA abwickelt).

„Einsame Wölfe“ als palästinensische Terroristen sind nicht so alleine

Benyamin Korn, The Algemeiner, 7. September 2015

PA-Präsident Mahmud Abbas zeigt auf ein Poster seines Vorgängers, PLO-Chef Yassir Arafat (Photo: Facebook)

Es gab eine interessante Verdrehung der Berichterstattung in den Medien zu den jüngsten palästinensischen Terroranschlägen gegen Israelis. Diese Messerangriffe, Rammen mit Autos und andere arabische Anschläge waren „isolierte“ Vorfälle, erklärte die Associated Press. New York Times-Korrespondent Diaa Hadid betonte im zweiten Satz eines aktuellen Berichts, dass die Angreifer „allein zu handeln scheinen, ohne die Rückendeckung oder Anweisungen irgendeiner Organisation“.

Warum sind die großen Nachrichtenmedien und andere Sympathisanten der Palästinenser so erpicht darauf die Angreifer als einsame Wölfe darzustellen?

Der erste Grund besteht darin, dass viele pro-palästinensische Journalisten hoffen aufrichtig, dass solche Anschläge den Beginn einer neuen Welle von „Volks“-Intifada-Gewalt signalisieren. Die jüngsten Anschläge „bringen Ängste vor einer neuen Welle der Gewalt auf“, berichtete die AP. Sie sagte nicht, wer genau es ist, der solche „Ängste“ hat. Musste sie auch nicht. Wir alle erinnern uns an die Menge an Artikeln in den internationalen Nachrichtenmedien vor mehreren Monaten, die hoffnungsvoll eine „dritte Intifada“ durch die palästinensischen Massen vorhersagen.

Palästinensersympathisanten freuen sich sogar auf solche Gewalt. Sie hoffen, das wird die Israelis aus dem Rest von Judäa-Samaria treiben. Sie sind aufrichtig überrascht und enttäuscht, wenn ein Anschlag oder zwei sich nur als ein Anschlag oder zwei herausstellen und nicht als Teil einer groß angelegten Welle täglicher, gewalttätiger Angriffe auf israelische Juden.

Im Verlauf der Jahre haben verschiedene US-Offizielle Erklärungen abgegeben, die einer Rechtfertigung der palästinensischen Gewalt gefährlich nahe kamen. Im Jahr 2000 sagte Präsident Bill Clintons Nationaler Sicherheitsberater Samuel „Sandy“ Berger, palästinensische Gewalt sei nicht nur „ein Fluch“, sondern auch „ein Segen“, weil sie zu mehr israelischen Zugeständnissen führen könnte. Im Mai 2014 sagte ein „ranghoher US-Offizieller“ Reportern: „Die Palästinenser sind des Status quo müde. Sie werden am Ende ihren eigenen Staat bekommen – ob durch Gewalt oder indem sie sich an internationale Organisationen wenden.“ Ha’aretz berichtete in der Folge, dass Präsident Obamas Nahost-Gesandter Martin Indyk derjenige war, der das gesagt hatte. Indyk stritt das nie ab.

Der zweite Grund für all die Betonung der Behauptung, dass die jüngsten Anschläge von „einsamen Wölfen“ verübt werden, besteht darin, dass es eine Möglichkeit ist die PA von jeder Verantwortung freizusprechen. Unterstützer der palästinensischen Sache sind erpicht darauf die PA vor Kritik abzuschirmen. Beweise für die Unterstützung der PA für Terrorismus untergräbt die Chancen die Gründung eines Palästinenserstaats herbeizuführen. Es könnte die US-Hilfe für die Palästinenser gefährden. Es könnte die israelischen Wähler dazu treiben Parteien zu unterstützen, die stark antiterroristisch sind. Daher muss das Image der PA um jeden Preis aufrecht erhalten werden.

Die New York Times und Martin Indyk scheinen jedoch nicht die Möglichkeit bedacht zu haben, dass die Israelis eine sehr andere Lektion aus den jüngsten „Einsamer Wolf“-Anschlägen gelernt haben könnten.

Sie könnten legitimerweise zu dem Schluss kommen, dass es einen Grund gibt, warum sich ein einzelner Palästinenser, selbst ohne Deckung einer Organisation, entschließen könnte willkürlich einen Juden abzustechen oder sein schnell fahrendes Auto in eine Gruppe Juden zu fahren, die an einer Bushaltestelle warten.

Das könnte etwas mit dem zu tun haben, was sie in Schulen gelehrt werden, was sie im Fernsehen sehen und was ihnen in ihren Moscheen gepredigt wird. Die Schulbücher in palästinensischen Schulen lehren die Kinder, dass Juden böse sind und Israel vernichtet werden muss. Sendungen im offiziellen PA-Fernsehen stellen Massenmörder als Helden und Märtyrer dar, denen nachgeeifert werden sollte. Die Imame in ihren Moscheen beschuldigen Juden die muslimischen heiligen Stätten zu schänden.

Kurz gesagt: Die „einsamen Wölfe“ sind also nicht wirklich „allein“. Sie sind das Produkt einer Kultur des Hasses und der Gewalt, die die PA befürwortet und nährt. „Es braucht ein Dorf“, um ein Kind großzuziehen, heißt es in Hillary Clintons berühmtem Kinderbuch. Das Dorf der palästinensischen Autonomiebehörde zieht eine Generation an Killern groß.