Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.04.-02.05.2015)

Sonntag, 26.04.2015:

Der Araber, der gestern in Jerusalem die vier Polizisten überfuhr, konnte festgenommen werden.

Montag, 27.04.2015:

Ein populärer pal-arabischer Sänger schwört die Gemeinde wieder mal ein: Safed, Tiberias, Akko und Haifa sind „palästinensische Städte“. (Also: Israel beseitigen)

Die Polizei gibt inzwischen zu, dass der Bus auf der Straße 443 durch einen von Arabern geworfenen Molotowcocktail in Brand geriet.

Zwei der vier toten Bombenleger von Sonntag waren Söhne eines drusischen Terroristen aus Majdal Schams.

Al-Jazira behauptet die israelische Luftwaffe habe erneut an der syrisch-libanesischen Grenze angegriffen. Die IDF bestreitet dies; wahrscheinlich wurde der Angriff von syrischen Rebellen ausgeführt.

Hamasführer Ahmed Yussef ließ wissen, dass unter europäischer Vermittlung „Gespräche“ der Terroristen mit Israel stattfinden.

Israelische Araber haben für morgen zu einem Generalstreik aufgerufen. Als Grund wird die israelische Praxis angegeben, Häuser von Terroristen abzureißen. (Eine Praxis, die schon länger nicht mehr durchgeführt wird, auch wenn es immer wieder ins Gespräch gebracht wird.)

Dienstag, 28.04.2015:

Die Reaktion der PalAraber auf die Terroranschläge der letzten Tage: Die PA behauptet, die Anschläge seien Erfindungen der Israelis; die Hamas erklärt die Terroristen zu Märtyrern. In den sozialen Medien wird eine Intifada in Jerusalem gefordert.

Seit Januar 2014 gab es nur in Jerusalem 995 Angriffe auf Grenzpolizisten und SEKs.

Mittwoch, 29.04.2015:

Die israelische Marine hat 15 konfiszierte Fischerboote in den Gazastreifen retourniert; diese waren im Lauf der letzten Jahre beschlagnahmt worden, als ihre Besatzungen die erlaubte Zone vor der Küste des Gazastreifens verließen.

Die Leichen der 4 an der Grenze beim Bombenlegen getöteten Terroristen wurden nach Syrien zurückgebracht.

Die beiden Mörsergranaten, die am Dienstag auf der israelischen Seite des Golan einschlugen, wurden von einer ISIS-Gruppe geschossen, die nur noch 2,5 bis 3km von der Grenze entfernt steht.

Freitag, 01.05.2015:

Der UNO-Nahostgesandte Nikolai Mladenow besuchte erstmals den Gazastreifen und forderte die Aufhebung der Blockade durch Israel. (Natürlich ohne dass die Terroristen irgendetwas dafür tun müssen…)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.04.2015)

Sonntag, 19.04.2015:

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktags hatte die offizielle PA-Zeitung auch ein paar Nettigkeiten parat: Es gab zwischen ein und zwei Millionen jüdische Opfer; das Ziel der zionistischen Bewegung während des Holocaust waren: 1) finanzielle und politische Erpressung der europäischen Staaten, 2) die Juden drangsalieren, damit sie in den ethnisch säubernden Staat Israel einwandern, 3) das Leid der Juden zu vergrößern, um das Mitgefühl der Welt auszuschlachten.

Die UNO hat keine Belege dafür, dass in den Gazastreifen geliefertes Baumaterial für andere als zivile Zwecke verwendet wird. (Na ja, die kriegen ja auch nicht mit, dass die Terroristen Raketen und andere Waffen in UN-Einrichtungen lagern…)

Montag, 20.04.2015:

Während der letzten 12 Monate wurden 31 Israelis bei Terroranschlägen getötet. (In den 12 Monaten davon nur 2.)

Ein Soldat wurde verhaftet, nachdem er den Tempelberg verließ; beim Verlassen des Plateaus soll er seinen Kopf leicht geneigt haben, wie viele es aus Respekt beim Verlassen z.B. einer Synagoge tun.

Dienstag, 21.04.2015:

Sinai: Ägypten meldet, dass seit März 69 Tunnel zerstört wurden.

Die PA und ihr Chef Mahmud Abbas aalen sich zum israelischen Gefallenen-Gedenktag in Terror-Verherrlichung; Abbas persönlich ehrte im Verlauf des letzten Monats „erste“ Terroristen (daruter der 1. „Märtyrer“, der 1. Gefangene, die 1. Gefangene).

Der im letzten Sommer von drei Juden ermordete arabische Jugendliche wurde auf die Gedenktafel für die Terroropfer auf dem Herzl-Berg in Jerusalem gesetzt. Seine Familie forderte allerdings, dass er wieder entfernt wird; sie betrachten sich nicht als Israelis.

Der Araber, der neulich mit seinem Auto an einer Bushaltestelle mehrere Menschen rammte (einer starb noch am selben Tag, die andere ist immer noch in kritischem Zustand), gab zu, dass er „Juden töten“ wollte.

Mittwoch, 22.04.2015:

Premierminister Netanyahu mahnt die PalAraber: Hört auf Terror zu verherrlichen, das wird euch keinen Frieden bringen.

Eine christliche Schule in den Palästinensergebieten schickte einige ihrer Schüler auf einen Schulausflug nach Yad Vashem. Dafür erntet sie jetzt heftige Kritik; das PA-„Bildungsministerium“ verlangte von der Schulleitung sogar eine Rechtfertigung für den Ausflug.

Sport-/Fußball-Jihad: FIFA-Chef Blatter reist demnächst los, um israelische und palarabische Führungspersönlichkeiten zu treffen, damit eine Abstimmung über den PA-Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zu vermeiden. Jibril Rajoub „hofft“ darauf, dass Blatter die Israelis überzeugen kann alle Restriktionen gegen palästinensische Athleten aufzuheben und den palästinensischen Verband als Gleichen zu behandeln. Er werde nichts weniger akzeptieren, sonst werde der Antrag nicht aufgegeben. (Sch…. drauf, dass Israel nur Terroristen und stark Terrorverdächtigen Beschränkungen auferlegt. Die Juden dürfen keine Gründe haben…)

Freitag, 24.04.2015:

Die Hamas hat signalisiert, dass nicht sie für den Raketenangriff von Donnerstag verantwortlich ist und daran arbeitet die Verantwortlichen ausfindig zu machen; von israelischen Sicherheitskreisen wird trotzdem die Hamas als verantwortlich betrachtet.

Ein Hamas-Abgeordneter offenbarte, wie viel die PA inhaftierten Terroristen zahlt. Die Summe, die den Familien von „Märtyrern“, bei ihren Aktionen verletzten Terroristen und inhaftierten Terroristen gezahlt wird, beläuft sich auf monatlich 150 bis 160 Millionen US-Dollar.

Der ehemalige Kommandeur des Abschnitts Süd sagte, dass die Hamas definitiv einen weiteren Krieg gegen Israel vorbereitet. Da die Hamas die Bevölkerung im Gazastreifen vernachlässigt, baut sich Druck auf, der einen weiteren Krieg praktisch zwingend zur Folge haben wird.

Neue Satellitenbilder zeigen, dass die Hisbollah im Libanon eine Start-/Landebahn gebaut hat, die offenbar für (vom Iran gelieferte) Drohnen gedacht ist.

Samstag, 25.04.2015:

Zu den Angriffen der Luftwaffe in Syrien gibt es weiter unklare Berichte. Es soll zwei Angriffe gegeben haben, der zweite am Freitag; dieser soll Hisbollah-LKWs mit Raketen beschossen haben. Der erste Angriff soll am Mittwoch stattgefunden und einen Toten gefordert haben.

Der Sprecher der jüdischen Gemeinschaft in Hebron sagt, dass der Angriff an der Patriarchenhöhle durch die Aufhetzung durch anarchistische, antisemitische Organisationen provoziert wurde. Kurz vor dem Angriff wurde eine Gruppe israelischer Wanderer von einer Gruppe Anarchisten angegriffen. Solche Aktionen gäbe es ständig.

Hisbollah-Nasrallah sagt, er habe kein Problem mit Juden, nur mit Zionisten. Mal sehen.

Elder of Ziyon, 7. April 2015

Nasrallah-hasst-keine-Juden

Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah gewährte dem syrischen Sender al-Ekhbariya ein Interview, in dem er seine Meinung zu allem von Syrien bis Jemen wissen ließ.

Eines, was er sagte, ist: „Ein Problem haben wir mit den Zionisten und nicht mit den Juden, denn die Zionisten töteten und vertrieben Palästinenser und begingen Massaker an arabischen und islamischen Menschen.“

Natürlich hat Nasrallah kein Problem mit Juden. Er will sogar von Juden getötet werden!

So sagte er 2005:

Jeder von uns lebt seien Tage und Nächte mehr als alles anderer hoffend, dass er für die Sache Allahs getötet wird. Der ehrenwerteste Tod ist so, wie der Führer Imam Al-Khamenei sagte, als ‘Abbas [Musawi] zum Märtyrer wurde. Er sagte: „Gratulation an ‘Abbas, Gratulation an ‘Abbas.“ Der ehrenhafteste Tod ist der Tod durch getötet werden und die ehrenhafteste Tötung und das ruhmreichste Märtyrertum ist es, wenn ein Mann für die Sache Allahs getötet wird, von den Feinden Allahs, den Mördern der Propheten [d.h. den Juden].“

Vielleicht ist es an der Zeit, dass er seinen Wunsch erfüllt bekommt.

Und wenn er sagt, dass Juden die Nachkommen von Affen und Schweinen sind, dann spricht er nur von zionistischen Juden:

Wir bestätigen den Wahlspruch des Kampfs gegen den Großen Satan und rufen wie letztes Jahr auf: „Tod Amerika. Den Mördern der Propheten, den Enkeln von Affen und Schweinen sagen wir: „Tod Israel…“

Sie sehen, irgendwie sind die Zionisten die einzigen Juden, die Affen und Schweine als Vorfahren haben.

Unglücklicherweise sagt Hisbollahs Fernsehsender Al-Manar, der nichts ohne Nasrallahs vorbehaltloses Einverständnis tun würde:

Hollywood ist eine jüdische Erfindung, die die Art veränderte, wie Amerikaner Amerika sehen; sie schufen Träume statt Wirklichkeit. Sie schafften es die Amerikaner dazu zu bringen den Traum zu leben, der von der Wirklichkeit getrennt ist. Ohne Zweifel war das Ziel die größte Supermacht der Welt zu übernehmen, alles Aspekte des täglichen Lebens zu kontrollieren und sie in den Dienst der jüdischen Ziele weltweit einzuspannen.

Und:

Rassismus ist in den Seelen der Anhänger der jüdischen Religion tief verwurzelt – besonders seit ihrem Exil im Irak oder Babylon im Jahr 586 vor der heutigen Zeitrechnung. Dort schrieben sie die Torah, völlig anders als die Torah, die sie von Moses erhielten. In diese Torah fügten sie den Geist des Rassismus ein, der sich seit damals wie ein Virus im Verstand eines jeden Juden ausbreitete.

Nö, da ist überhaupt kein Judenhass vorhanden.

Die traumatisierten IS-Terroristen

gefunden auf Facebook:

IS-Terroristen+Gutmenschen

Kaya Cahit schreibt dazu:

Schon Hunderte IS-Heimkehrer sind wieder in Deutschland. Sie schlossen sich dem IS an, der nur damit warb Menschen zu töten und zu foltern und vorgab, er sei unbesiegbar. Da diese Mörder nun merken, dass sie mit heftiger Gegenwehr zu rechnen haben und die Menschen sich nicht einfach so vom IS ermorden, foltern oder vergewaltigen lassen, kommen die ersten wieder zurück und die Gutmenschen entwickeln wieder Mitleid und überlegen sich schon, wie man diese “Traumatisierten”, die in Syrien lernten wie man Menschen tötet mit Steuergeld wieder in die Gesellschaft eingliedern kann.

Und wieder die Gutmenschen mit ihrem Verständnis für Faschisten, solange sie sich im Namen des Islam zum Terror entscheiden.

P.S. Roth steht im Bild nur stellvertretend für die verblödeten Gutmenschen, die jeden Tag aufs neue unser Leben aufs Spiel setzen, um weiter Gutmensch spielen zu dürfen.

Warum sind Jihadisten so besessen von Pornografie?

Phyllis Chesler, New York Post, 17. Februar 2015

Kürzlich beschrieb der Londoner Bürgermeister Boris Johnson Jihadisten als “von Pornografie getriebene Loser”, die „Selbstwertgefühl und keinen Erfolg bei Frauen haben“. Er ist da an etwas Großem dran.

Nach Angaben syrischer Ärzte in einem Bericht in den britischen Medien kaufen ISIS-Kämpfer Rüschen-Unterwäsche für ihre Frauen und Sexsklavinnen – und unterziehen sie abnormalen und sadistischen Sexpraktiken. Sie könnte das durchaus aus Pornografie gelernt haben.

Er ist da an etwas Wichtigem und Tiefgehendem dran.

Die Navy SEALs, die Osama bin Laden töteten, fanden eine recht umfangreiche Sammlung moderner Pornografie in seinem Besitz.

Die 9/11-Jihadisten besuchten Stripclubs, zahlten für Lapdance und für Prostituierte in ihren Motelzimmern in Boston, Las Vegas und Florida.

Anwar al-Awlaki, der in Amerika geborene Imam, der 2004 in den Jemen floh und später von einer US-Drohne getötet wurde, aß vor dem 9/11 eine Menge Pizza und besuchte eine Menge Prostituierte. Als mutmaßlich „heiliger Mann“ betreute Al-Awlaki mindestens drei der 9/11-Entführer, den Schützen von Ft. Hood, den Möchtegern-Bomber vom Times Square (Faisal Shahzad) und den Unterhosen-Bomber.

In den Jahren seit dem 9/11 erbrachten Polizeirazzien bei Terrorzellen in Großbritannien, Italien und Spanien unzählige Bilder von Hardcore-Kinderpornografie.

Jihadisten nutzten Pornografie nicht nur zum Vergnügen; sie betteten auch geheime, verschlüsselte Nachrichten in geteilter Pornografie und auf pädophile Internetseiten ein. 2011 und 2012 fand die deutsche Polizei mehr als 100 Al-Qaida-Dokumente zu Terror-Komplotten eingebettet in ein Pornovideo, dase in der Unterwäsche des Verdächtigen Maqsud Lodin versteckt war.

Nach Angaben von NSA-Dokumenten, die durch Edward Snowdens Lecks öffentlich gemacht wurden, haben zahlreiche „Radikale“ tagsüber zum Jihad aufgerufen und nachts Pornos angesehen. Ein schadendes Beweisstück zeigt einen „Militanten“, der „eindeutig ausdrücklich sexuellen Sprachgebrauch nutzt, wenn er mit unerfahrenen jungen Mädchen kommuniziert“.

Die Jihadisten Amedy Coulibaly und Cherif Kouachi von den Anschlägen in Paris dieses Jahr hatten beide Kinderporno-Fotos auf ihren Laptops, darunter „Ekel erregende Bilder kleiner Jungen und Mädchen bei sexuellen Handlungen mit Erwachsenen“.

Warum ist diese Besessenheit der Jihadisten mit Pornorgrafie von Bedeutung?

Pronografie ist buchstäblich das, wozu Prostituierte gezwungen oder für das sie bezahlt werden. Der Begriff stammt vom griechischen porni („Prostituierte“) und graphein („schreiben“).

Pornografie ist ein globales Phänome, das überall und zunehmend von Menschen aller Altersgruppen produziert und konsumiert wird – und die sexuelle Entwicklung von jungen Zuschauern deformiert. Sie anzusehen desensibilisiert den Zuschauer für sexuelle Aggression und stärkt bestehenden Glauben, der Gewalt gegenüber Frauen befürwortet. Sie ist regelmäßig sehr gewalttätig: 82 Prozent der meistgesehenen pornografischen Szenen involvieren physische Aggression (Schlagen, den Hintern versohlen, Knebeln); 49 Prozent beinhalten verbale Aggression (Beschimpfungen, Beleidigungen). Die Täter sind männlich, 94 Prozent der Zielobjekte sind Frauen.

Man kann sich leicht den überwältigenden Einfluss auf die Möchtegern-Jihadisten vorstellen, die nicht in der Lage sein könnten, sich den Preis für eine Ehefrau oder eine Prostituierte zu leisten, die junge, ohne normale sexuelle Ventile und bereits empfänglich für Gewalt gegenüber Frauen sind – und für Pädophilie.

Während zwar die meisten Menschen in der muslimischen Welt zutiefst sexistisch ist (und es auch dort überall Pornografie gibt), billigen wenige Muslime Pornografie. In der Tat geißeln ihre Führer den Westen oft dafür, dass Frauen auf eindeutig sexuelle Weise gezeigt werden.

Beachten Sie die Kluft in Westeuropa, die 2008 von einer Gallup-Umfrage offengelegt wurde: 43 Prozent der allgemeinen französischen Bevölkerung fand Pornos anzusehen „moralisch akzeptabel“, aber nur 16 Prozent der französischen Muslime. In Deutschland waren es 58 Prozent der Gesamtbevölkerung, aber nur 18 Prozent der Muslime. In Großbritannien fanden 35 Prozent der Nichtmuslime Pornografie akzeptabel, aber nur 1 Prozent der britischen Muslime sahen es genauso.

Muslime mögen gegenüber Meinungsforschern zu Sex lügen, aber wenn sie die Wahrheit sagen, dann ist die Möglichkeit bin Laden und all die anderen Jihadisten zu entheroisieren, sie nicht „Terroristen“ zu nennen, sondern sie als „Pornohunde“ zu beschreiben.

Vielleicht sind Muslime gegen Pornografie – Jihadisten sind es nicht.

Die Folgen der Morde von Paris – französische Juden und Israel

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Folgen der Morde von Paris für die französische Gesellschaft werden zu mehreren politischen und sozialen Entwicklungen führen. Die meisten davon werden nur allmählich sichtbar werden. Viele werden für die französischen Juden und/oder Israel von Bedeutung sein. Eine dieser Entwicklungen betrifft eine aktuelle Erklärung von Premierminister Manuel Valls im Parlament, dass Frankreich sich im Krieg mit dem Terrorismus befindet. Er fügte hinzu: „Frankreich befindet sich im Krieg mit dem Jihadismus und dem radikalen Islamismus. Frankreich befindet sich nicht mit dem Islam oder den Muslimen im Krieg.“ In seiner Rede wandte sich Valls auch an die französische muslimische Gemeinschaft und versicherte ihr den Schutz der Regierung.1

Doch eine solch klare Trennung zwischen radikalem Islamismus und dem Islam ist weit schwieriger herzustellen als es Valls‘ Worte vermitteln dürften. In mehreren französischen Schulen erachten muslimische Schüler, die selbst keine Jihadisten sind, die Morde der Karikaturisten als nicht verurteilenswert und einige glauben, dass solche Morde sogar zu loben sind.2

Derweil hat das Lager der Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel Frankreich mit weiteren Anschlägen gedroht.3 Die Lage könnte sich weiter verschlechtern, wenn Frankreich erfolgreich Verbündete für einen Militäreinsatz in Libyen mobilisieren kann, das zu einem wichtigen Drehkreuz für Jihadisten geworden ist.4

Die französische Regierung hat angekündigt, dass sie verschiedene Maßnahmen treffen wird, um den Terrorismus im Inland besser in den Griff zu bekommen. Eine Reihe Terror-Apologeten hat bereits Gefängnisstrafen erhalten, andere werden vor Gericht gebracht.5 Außerhalb von Frankreich rufen die Jihadisten allerdings weiter die französischen Muslime dazu auf, Anschläge gegen das Land auszuführen.

Was nicht besonders betont worden ist: Der Kampf gegen muslimischen Terrorismus wird eine Zunahme der Telefon- und Internetüberwachung erfordern. In einem Land, das Freiheit zu seinen höchsten Prioritäten zählt, wird die französische Regierung dieses Thema nicht hervorheben. Fakt ist, dass solches Abhören oft missbraucht wird. Charlie Hebdo verkörpert einen Aspekt der französischen Freiheit – das Recht zu provozieren und zu beleidigen. Ein Recht hochzuhalten und gleichzeitig ein anderes – das Recht auf persönliche Privatsphäre – einzuschränken ist eine der Realitäten unserer Zeit. Die Amerikaner haben mit ihrer gängigen Überwachung von Kommunikation an vielen Orten – einschließlich der der Führungskräfte ihrer Verbündeten – die Führung dabei übernommen.6

Der in Spanien geborene und mit einer Jüdin verheiratete Valls warf noch eine weitere Frage auf. Zu einer anderen Gelegenheit sagte er, ein Frankreich ohne die Juden würde bedeuten, dass die Republik versagt habe.7 Er hat nicht klargestellt, was er mit diesem Kommentar meint. Man könnte dies als Valls‘ Art der Reaktion auf die vielen Diskussionen zur Auswanderung französischer Juden nach Israel betrachten, die zum Teil vom israelischen Premierminister Benjamin Netanyhau angeregt ist. Valls erklärte auch: „Wenn die Juden Frankreichs angegriffen werden, wird Frankreich angegriffen, das Gewissen der Menschheit wird angegriffen. Lasst uns das nie vergessen.“8

Was Israel angeht, ist die französische Doppelzüngigkeit jedoch immer offenkundig. In der Tat haben französische Führungskräfte auf höchster Regierungsebene und besonders Valls ihr Bestes gegeben, um der jüdischen Gemeinschaft die richtigen Worte zu sagen. Auf niedrigeren Ebenen der französischen Regierung werden allerdings andere Gesinnungen zum Ausdruck gebracht. In der Stadt Aubervilliers wurde dem palästinensischen Terroristen Marwan Barghouti die Ehrenbürgerschaft verliehen.9 In Valenton wurden sowohl eine Straße als auch ein Platz nach ihm benannt.10 Indem sie Barghouti ehren, machen sich diese Städte zu indirekten Unterstützern des palästinensischen Terrorismus.

Auch über einen anderen Typ Doppelzüngigkeit sickerte etwas durch: Hollande wäre es lieber gewesen, Netanyahu hätte nicht an dem riesigen Solidaritätsmarsch in Paris teilgenommen.11 Und das, obwohl der Zweck des Marsches zum Teil darin bestand die Morde an Juden als das zu verurteilen, was sie waren. Und als Netanyahu seine Absicht äußerte doch daran teilzunehmen, lud Hollande Mahmud Abbas, den Verherrlicher vieler palästinensischer Terrormörder israelischer Zivilisten zum Mitmarschieren ein.12

Um die jüngsten Morde hat sich eine zusammenhanglose Diskussion bezüglich der Auswanderung von Juden aus Frankreich entwickelt. Die Annahme, dass innerhalb weniger Jahre die Mehrheit der halben Million Juden Frankreich Richtung Israel verlassen wird, ist komplett unrealistisch. Es gibt viele Gründe, aus denen ein solcher Massenexodus nicht stattfinden wird. Einer ist, dass viele französische Juden sich als ausschließlich französische Staatsbürger betrachten, die wenig Verbundenheit zu Israel oder sogar zum jüdischen Volk haben. Würde die Lage in Frankreich untragbar werden, würden sie wahrscheinlich überlegen in andere Länder als Israel abzuwandern. Es gibt bereits beträchtliche Zahlen französischer jüdischer Einwanderer in London, Montreal, Miami und New York.13

Selbst für die Juden, die gerne weggehen würden, gibt es zahlreiche Einschränkungen. Viele französische Juden sprechen nur Französisch und tun sich nicht unbedingt leicht damit eine neue Sprache zu erlernen. Ist man ein Franzose mittleren Alters aus dem Beamtentum, welche Arbeitsstelle könnte man in Israel überhaupt bekommen? Über solche Überlegungen hinaus gibt es auch familiäre Zwänge. So bedeutsam die Aliyah auch sein würde, Frankreich ist nicht die Sowjetunion. Es gibt in Frankreich ein Komfortlevel, das die französischen Juden vermissen würden. Diejenigen französischen Juden, die nach Israel einwandern, werden vermutlich aus den aktiveren Teilen der jüdischen Gemeinschaft kommen und das wird diese Gemeinschaft überproportional weiter schwächen.14

Die Israelis dürften sich fragen, ob die Franzosen jetzt erkennen werden, dass Frankreichs wie Israels Kampf gegen den muslimischen Terrorismus – weit gefasst – ein und derselbe sind. Das ist es, was Netanyahu immer wiederholt, aber ohne die substanzielle und organisierte Unterstützung durch eine – derzeit nicht existente – israelische Antipropaganda-Struktur wird diese Idee nicht in Fahrt kommen.15 Das ist selbst dann so, wenn jetzt ein paar weitere einzelne Franzosen der Gleichartigkeit des Kampfs gegen den Terrorismus zustimmen sollten.

Das Fehlen einer solchen Anerkennung ist jedoch nicht nur eine Frage der Ignoranz. Es gibt wichtigen politischen Widerstand in der französischen und europäischen Politik diese Wahrheit zuzugeben. Eine Ähnlichkeit einzugestehen würde bedeuten, dass ihr sorgfältig aufgebautes politisches Kartenhaus mit seinen vielen Lügen und Täuschungen zusammenbrechen würde. Zuzustimmen, dass Israels Kampf gegen den palästinensischen Terrorismus und der Kampf des Westens gegen den muslimische Terrorismus ein und dasselbe sind, würde bedeuten, dass europäische Politiker eingestehen müssten, dass der palästinensisch-israelische Konflikt weit davon entfernt ist das zentrale Problem der Welt zu sein, dass israelischer Siedlungsbau nicht die singuläre Handlung im Nahen Osten ist, die regelmäßig verurteilt werden sollte und dass palästinensische Gewalt nicht nur wirtschaftlich bestimmt ist, sondern eine riesige religiös-ideologische Komponente hat.

Es würde auch bedeuten zugeben zu müssen, dass die Palästinenser nicht die Opfer Israels sind, sondern dass sie eine von vielen arabischen Gesellschaften sind, die – zum Teil – von Verbrechen durchdrungen sind und die wenig Respekt für menschliches Leben besitzen. Das würde weiterhin die Erwähnung der Tatsache einschließen, dass die größte Palästinenserpartei, die Hamas, ein islamo-nazistisches Wesen habt. Es würde auch die Notwendigkeit bedeuten, dass Europa die Praxis der Beurteilung Israels mit zweierlei Maß aufgeben müsste. Man könnte dem viele weitere Elemente des falschen europäischen Konstrukts über den palästinensisch-israelischen Konflikt hinzufügen.

 

1 Manuel Valls: Oui, la France est en guerre contre le terrorisme. Le Monde, 13. Januar 2015.
2 Dans les collèges et lycées, le soutien à ‘Charlie Hebdo’ loin de faire l’unanimité. Le Monde, 4. Januar 2015.
3 Attentats de Paris: Al-Qaïda au Yémen menace la France de nouvelles attaques. L’Express, 10. Januar 2015.
4 Jean-Yves Le Drian, Sur Le Pied de Guerre en Libye. Paris Match, 10. Januar 2015.
5 Plus de 70 procédures ouvertes pour apologie et menaces d’actions terroristes. Le Monde, 13. Januar 2015.
6 James Ball: NSA monitored calls of 35 world leaders after US official handed over contacts. The Guardian, 25. Oktober 2013.
7 Jeffrey Goldberg: French Prime Minister: If Jews Flee, the Republic Will Be a Failure. The Atlantic, 10. Januar 2015.
8 www.gouvernement.fr/partage/3118-seance-speciale-d-hommage-aux-victimes-des-attentats-allocution-de-manuel-valls-premier-ministre
9 Marwan Barghouti nommé Citoyen d’honneur de la ville d’Aubervilliers. l’Humanité, 22. Dezember 2014.
10 Valenton Inauguration d’une rue Marwan-Barghouti, une première dans le monde. l’Humanité, 18. September 2014.
11 Hollande asked Netanyahu not to attend unity march. JTA, 12. Januar 2015.
12 Itamar Marcus/Nan Jacques Zilberdik: Abbas Hypocrisy: Participated in the Anti-Terror march in France, while PA glorifies terrorists who kill Israelis. Palestinian Media Watch, 11. Januar 2015.
13 Uriel Heilman: For embattled French Jews, mixed feelings about call to move to Israel. JTA, 12. Januar 2015.
14 Cnaan Lipshiz: After attack, spike in emigration could deplete France’s Jewish community. JTA, 13. Januar 2015.
15 Herb Keinon: Netanyahu at site of Paris attack: I expect world leaders to fight terrorism alongside Israel. The Jerusalem Post, 12. Januar 2015.