Die kriminellen Brüder Merah: Wie Frankreich seine Juden und seine übrigen Bürger im Stich ließ

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Anfang November wurde Abdelkader Merah von einem französischen Gericht zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.[1] Er wurde der kriminell-terroristischen Verschwörung für schuldig befunden. Abdelkader hatte großen Einfluss auf seinen mörderischen Bruder Mohammed Merah gehabt. Den Hintergrund der Familie Merah zu analysieren bietet uns wichtige Einblicke in die Probleme unkontrollierter und nicht selektiver Zuwanderung von Muslimen nach Europa sowie anderer Themen, die weit über die Verbrechen der Familie Merah hinausgehen.[2]

Zuerst die Fakten: Im März 2012 tötete Mohammed Merah, ein in Frankreich geborener Muslim algerischer Eltern, einen jüdischen Lehrer und drei Kinder vor der jüdischen Schule Otzar haTorah in Toulouse.[3] Mehrere Tage zuvor ermordete er drei französische Soldaten. Ein paar Tage nach den Morden an der Schule wurde Merah bei einem Schusswechsel mit der französischen Polizei getötet. Es wurde festgestellt, dass er Besucher einer Al-Qaida-Hochburg in Pakistan gewesen war.[4]

Mohammed Merah behauptete, er sei aus Solidarität mit palästinensischen Kindern zum Mord an Juden motiviert gewesen. Danach distanzierte sich der damalige palästinensische Premierminister Salam Fayyad von Merah. Er erklärte, dass palästinensische Kinder nicht zur Legitimierung von Terror genutzt werden sollten.[5] Fayyad versäumte es zu erwähnen, dass die Palästinenser gewohnheitsmäßig ihre eigenen terroristischen Mörder israelischer Zivilisten auf viele Weisen verherrlichen.

Nach Angaben der französischen Tageszeitung Le Monde sagte der Vater von Merah, um die Palästinenser zu verteidigen sei er bereit zum Selbstmordbomber zu werden. Souad Merah, die älteste Schwester von Mohammed, wurde mit der Aussage zitiert, sie wolle zusammen mit ihren Kindern im Untergrund zur Selbstmordbomberin werden, weil „es nicht Unschuldige sind, die man tötet, sondern Ungläubige“. Als sie von den von Mohammed begangenen Morden erfuhr, sagte Merahs Mutter Zoulikha: „Mein Sohn hat Frankreich auf die Knie gebracht.“[6] Der aktuelle Aufenthaltsort von Souad Merah ist nicht bekannt.[7]

Ende 2012 veröffentlichte Mohammeds Bruder Abdelghani ein Buch mit dem Titel „Mein Bruder, der Terrorist“. Er schrieb, dass ihre Eltern sie zu fanatischen Antisemiten erzogen hatten.[8] Bei einem Vorfall stach Abdelkader auf seinen Bruder Abdelghani ein und erhielt eine Gefängnisstrafe.

Hätten die französischen Behörden den Hintergrund und die Einstellungen ins Land kommender Migranten überprüft, wäre den Eltern der Merahs niemals die Einreise ins Land gestattet worden. Warum sollte das demokratische Frankreich mit seiner dunklen Vichy-Vergangenheit weiteren extremen Antisemiten erlauben sich dort niederzulassen? Eine Studie der amerikanischen Anti-Defamation League (ADL) stellte fest, dass der Anteil von Antisemiten in Algerien, Tunesien und Marokko jeweils bei 87 Prozent, 86 Prozent und 80 Prozent liegen.[9] Bei derart hohen Zahlen kann man verstehen, wie die massive, unkontrollierte Zuwanderung aus muslimischen Ländern für das westeuropäische Judentum zum negativsten Ereignis der letzten fünfzig Jahre geworden ist.

Mohammed Merahs Morde schufen eine Verbrechenswelle durch Nachahmer. Nach Angaben der jüdischen Verteidigungsorganisation Service de Protection de la Commauté Juive (SPCJ) erlebte Frankreich 2012 im Vergleich zu 2011 eine Zunahme der antisemitischen Vorfälle von 58%. Ihr Bericht erklärte: „2012 ist ein Jahr nie dagewesener Gewalt gegen Juden in Frankreich gewesen.“[10]

Zu den intelligentesten Apologeten von Mohammed Merah gehörte damals Tariq Ramadan, Professor für zeitgenössische Islamstudien in Oxford und Enkel von Hassan al-Banna, dem Gründer der Muslimbruderschaft. Er wurde vor kurzem von der Universität beurlaubt, nachdem zwei Frauen ihn der Vergewaltigung beschuldigten.[11] Es lohnt sich Ramadans Technik des Reinwaschens des Mörders zu analysieren. Er begann mit der Fälschung von Mohammed Merah’s Weltanschauung. Ramadan schrieb: „Merah war ein fehlgeleiteter Junge, in dessen Denken es keine Werte des Islam oder rassistische oder antisemitische Ideen gab.“

Der nächste Schritt bestand darin aus Merah ein Opfer zu machen. In Ramadans Worten war Merah „ein armer Kerl, schuldig und zweifelsohne zu verurteilen, obwohl er selbst Opfer einer sozialen Ordnung war, die ihn und Millionen weitere bereits zu einer Randständigkeit und Nichtanerkennung seines Status als Bürger mit gleichen Rechten und Chancens verurteilt hatte“. Ramadan verwandelte Merah so in ein nicht rassistisches, nicht  antisemitisches Opfer der Gesellschaft, dessen Ideen nichts mit irgendeiner muslimischen Ideologie zu tun hatte.[12]

Der inzwischen verstorbene französische jüdische Philosoph André Glucksmann griff Ramadans Reinwaschen an. Er schrieb, man könne heute sagen: „Der Henker war ein Opfer und die Opfer sind Henker.“ Glucksmann verwies zudem auf muslimische fundamentalistische Massenmörder mit einer weit besseren Bildung, als er schrieb, dass diejenigen, die von 1992 bis 1997 in Algerien viele Menschen abgeschlachtet hatten, Abitur hatten.[13]

In manchen Kreisen wurde Merah ebenfalls zum Helden. Eine Lehrerin in Rouen wurde beurlaubt, nachdem sie ihre Klasse zu einer Schweigeminute für Merah aufforderte.[14] Ihre Gewerkschaft machte aus ihr daraufhin ein Opfer, indem sie sagte, sie habe „psychologische Probleme“. Eine den Mörder verherrlichende Facebook-Seite wurde auf Verlangen der französischen Behörden geschlossen.[15]

Seitdem sind in Frankreich weitere muslimisch-terroristische Mörder dem Beispiel Mohammed Merahs gefolgt. 2015 konzentrierten sich einige auf Juden wie bei den Hypercacher-Morden[16], während andere bestimmte französische Ziele wie die Journalisten von Charlie Hebdo angriffen.[17] Wieder andere griffen willkürlich ausgesuchte französische Ziele an, wie es bei den Morden in Paris im November 2015 und denen von Nizza 2016 der Fall war. Zunächst sah es so aus, als habe die französische Regierung mit ihrer fahrlässigen Einwanderungspolitik gegenüber Frankreichs Juden unverhältnismäßig versagt. In den letzten Jahren ist allerdings klar geworden, dass sie auch gegenüber ihren Bürgern insgesamt versagt hat.

[1] http://www.lefigaro.fr/langue-francaise/dossier/abdelkader-merah-juge-pour-complicite-d-assassinats

[2] theatlantic.com/international/archive/2017/11/abdelkader-merah-toulouse-terrorist-brother-trial-france/544961/

[3] http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/9157126/Toulouse-siege-as-it-happened.html

[4] http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/9312399/Toulouse-killer-Mohamed-Merah-was-traced-to-al-Qaeda-stronghold.html

[5] http://www.maannews.com/Content.aspx?id=469956

[6] http://www.lemonde.fr/societe/article/2017/10/19/la-famille-merah-vue-de-l-interieur_5203004_3224.html

[7] http://www.marianne.net/societe/proces-merah-la-grande-absence-de-souad-soeur-ainee-et-mentor-du-tueur-au-scooter

[8] John Lichfield: How my hate-filled family spawned Merah the Monster. The Independent, 12. November 2012.

[9] http://global100.adl.org/#map/meast

[10] JTA: Report: France saw 58% rise in anti-Semitic attacks in 2012. Jerusalem Post, 20. Februar 2013. Den französischen Text lesen Sie bitte hier:“Rapport sur l’Antisémitisme en France,” Service de Protection de la Communauté Juive (SPCJ), 2012, http://dl.antisemitisme.org/RAPPORT%202012.pdf.

[11] http://www.theguardian.com/world/2017/nov/07/oxford-university-places-tariq-ramadan-on-leave-amid-claims

[12] https://tariqramadan.com/les-enseignements-de-toulouse/

[13] André Glucksmann: Strage di Tolosa, il male esiste. Ora non sia colpevole. Corriere della Sera, 26. März 2012.

[14] “French teacher seeks ‘minute’s silence for killer,’ AFP, 24. März 2012.

[15] http://www.lemonde.fr/societe/article/2012/03/23/l-interieur-fait-fermer-une-page-d-hommage-a-mohamed-merah-sur-facebook_1674659_3224.html

[16] http://www.timesofisrael.com/bodies-of-kosher-market-victims-to-arrive-in-israel-for-burial/

[17] http://www.bbc.com/news/world-europe-30708237

Advertisements

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (4. – 9.12. 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 04.12.2017:

Den vierten Tag in Folge werden die Übergänge aus Judäa/Samaria und dem Gazastreifen für Fußgängerverkehr geschlossen bleiben; die Beschäftigten protestieren damit gegen ihre Arbeitsbedingungen. Rund 70.000 Araber können so nicht zu ihren Arbeitsplätzen in Israel kommen.

Montag, 04.12.2017:

Auf dem Ölberg bauten Muslime vor 6 Jahren illegal eine Moschee in unmittelbarer Nähe der Gräber von Menachem Begin und Eliezer Ben Yehuda. Bisher wurde deswegen nie etwas unternommen. Jetzt haben die Araber angefangen die Moschee zu erweitern. Auf einmal werden jetzt von der Stadt doch Inspektoren losgeschickt, die die Sache prüfen sollen.

PA-arabische Facebookseiten rufen zur Ermordung des Israelis auf, der beim Schutz der angegriffenen Kinder letzte Woche auf die Terroristen schoss und einen von ihnen tödlich verletzte.

Der Schabak konnte die Festnahme der 2 Terroristen (Einwohner des Negev) verkünden, die letzte Woche bei Arad einen 19-jährigen Soldaten ermordeten. Die Waffe des Soldaten wurde dabei wiedergefunden.

PA und Hamas erklärten gemeinsam den Mittwoch zum „Tag des Zorns“ gegen Israel und die USA; Anlass ist die mögliche Entscheidung des US-Präsidenten zum Status von Jerusalem.

Dienstag, 05.12.2017:

Während der letzten Tage wurden insgesamt 6 Jerusalemer Araber festgenommen, die mit Brandbombenwürfen auf jüdische Fahrzeuge stehen im Zusammenhang stehen.

Die Fatah glorifizierte eine Bombenbauerin als Vorbild; dazu wurde u.a. ein Foto von ihr als Teenagerin veröffentlicht. Außerdem wurde ein Mörder gepriesen und ein Foto seines „kindlichen Gesichts“ veröffentlicht.

Mittwoch, 06.12.2017:

Die Fatah schwört den UNO-Sicherheitsrat wegen Trumps Jerusalem-Entscheidung um Hilfe zu bitten. (Fragt sich, was das soll – der Sicherheitsrat kann dem US-Präsidenten nichts vorschreiben.)

Mahmud Abbas erklärte derweil Jerusalem zu „ewigen Hauptstadt des Staats Palästina“. (Wohlgemerkt: Jerusalem, nicht „Ost-Jerusalem“.) Außerdem postulierte er, Trump habe die Zweistaatenlösung vernichtet. (Wie, wenn er die Anerkennung an die Zweistaatenlösung gekoppelt hat? Zeigt das nicht wieder, dass die PalAraber ganz Jerusalem beanspruchen statt nur „Ostjerusalem“?)

Die Hamas findet, Israels Angriffe in Syrien zeigen „Israels Hilflosigkeit“.

Donnerstag, 07.12.2017:

Angesichts der Ankündigungen seitens der PalAraber verstärkte die IDF ihre Kräfte in Judäa und Samaria.

Ein 45-jähriger Araber aus Taibe wurde wegen Diebstahls von Artefakten an einer archäologischen Grabungsstätte festgenommen.

Hassan Nasrallah empfindet die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels als „2. Balfour-Erklärung“.

Der Israelisch-arabische Hohe Rat sagt, die jüngsten Entwicklungen zeigten eine strategische Allianz zwischen Trump, Netanyahu und „den reaktionären arabischen Regimen“. Deshalb initiiert er „Proteste“ in Nazareth.

Freitag, 08.12.2017:

Zahlen: Bei den von den Arabern provozierten „Zusammenstößen“ wurden fast 100 von ihnen verletzt. Einer soll getötet worden sein.

Die moderaten Terroristen von der Fatah (die „Friedenspartner“!) fordern zu bewaffneten Terroranschlägen in Israel auf.

Mahmud Abbas lässt wissen, dass die pal-arabische Wut nie nachlassen wird. US-Politik zu Jerusalem wird nicht vorankommen. (Was ist da neu? Die Verweigerung ist doch schon längst vorhanden.)

Saeb Erekat tönt, dass es keine Gespräche geben wird, bis die Trump seine Entscheidung widerruft.

Die Hamas lässt wissen, dass die Intifada „gegen die Besatzung weitergeht“.

In Um el-Fahm demonstrierten israelische Araber gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt; sie trugen Schilder „Al-Quds ist die Hauptstadt Palästinas“; ein MK tönte, die USA befänden sich an vorderster Front der Gegner des Friedens.

Ein arabischer Knessetabgeordneter wohnt in einem von ihm illegal gebauten Haus, obwohl ihm in der Nähe ein Grundstück angeboten worden war. Es wird erwartet, dass dieses Haus genauso abgerissen wird wie andere illegal gebaute Häuser.

Samstag, 09.12.2017:

Erst forderte die Hamas die PalAraber zu gewalttätigen „Demonstrationen“ auf, bei denen sie israelische Sicherheitskräfte angreifen sollen – und jetzt sollen die Israelis schuld sein, dass die Situation eskalierte und es Tote Araber gegeben hat.

Rund 600 Araber beteiligten sich über Judäa und Samaria verteilt an den „Protesten“; im Gazastreifen waren es 450, die am Sicherheitszaun randalierten. (Ziemlich wenig, wenn das die Gesamtzahl ist…)
Bereits gestern sollen geschätzte 4.000 Araber in ganz Judäa/Samaria „protestiert“ haben – verdammt wenig für den Lärm, den die Terrororganisationen gemacht haben, was alles passieren sollte.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden der Fatah haben die Rakete geschossen, die gestern in Sderot einschlug (sagen sie).

In London könnte die Wahrheit unter der Oberfläche gefunden werden

Dr. Joel Fishman, Makor Rishon, 22. Juli 2005 (direkt vom Autor)

Aus den unterschiedlichen Reaktionen, die in der israelischen Presse erschienen, wird deutlich, dass die Terroranschläge in London eine besondere Bedeutung hatten. Die spontanen Reaktionen vieler waren zwar Mitgefühl und Anteilnahme, aber eine Reihe Schreiber warfen eine andere Frage auf: die Beschuldigung der intellektuellen Unehrlichkeit, insbesondere bei der BBC, die in Fällen außerhalb von England die Terroristen nicht bei ihrem wahren Namen nannte. Diesmal jedoch, benutzte London für kurze Zeit das richtige Wort: Terroristen. Das ist eine ernste Sache, denn Worte können so wichtig sein wie Taten, insbesondere wenn sie die öffentliche Wahrnehmung der Wirklichkeit formen.

Dass die BBC besonderes Vokabular benutzt um die furchtbare Realität des Terrors zu kaschieren oder sogar zu legitimieren, wenn er gegen andere eingesetzt wird, ist nicht neu; aber man muss die Bedeutung begreifen. Eine Wahl der Worte, die andeutet, dass Terror gegen andere legitim ist, gegen Briten aber nicht, ist moralisch verwerflich, denn um diese Ansicht zu vertreten muss man davon ausgehen, dass nicht alle Menschen gleich sind oder dass die Engländer gleicher sind als andere – was rassistisch ist. Bestenfalls könnte dies ein Beispiel orwellschen „Doppeldenkens“ sein. Tatsächlich könnte im Hinterkopf ein Gefühl lauern, dass die Probleme anderer, wenn sie weit weg sind, uns nicht sonderlich betreffen. Als Neville Chamberlain die Tschechoslowakei ihrem Schicksal überließ, tat er die nazideutsche Aggression ab als „einen Streit in einem Land weit weg, zwischen Leuten, über die wir nichts wissen.“ Das Problem heute ist, dass zwar solche Einstellungen weiter bestehen, die modernen „Streitigkeiten“ aber nicht länger weit weg sind.

Es sollte angemerkt werden, dass die britische Regierung tatsächlich versuchte, mit den Terrorkräften ihren Frieden zu schließen. Bei der Entführung eines britischen Flugzeugs im September 1970 nach Jordanien erfüllte die Regierung Heath die Forderungen der palästinensischen Entführer, obwohl Großbritannien 1963 die Internationale Konvention von Tokio zu Flugzeugentführungen unterschrieben hatte, dass mit Entführern nicht verhandelt würde. Jahre später sagte Leila Khaled, Entführerin im Ruhestand: „Es war ein guter Schritt für uns, dass wir sahen, dass mit Regierungen verhandelt werden konnte. Wir konnten unsere Forderungen durchsetzen. Der Erfolg dieser Taktik der Entführungen und der Durchsetzung unserer Forderungen gab uns den Mut und die Sicherheit unseren Kampf fortzuführen.“ Arafats Biographen, Barry und Judy Rubin, berichteten, dass König Hussein vor dem Schwarzen September die Briten um Hilfe bat, um das haschemitische Königreich zu retten. Unter Gebrauch von Archivquellen, nämlich den Mitschriften aus den Sitzungen des britischen Kabinetts, berichteten die Rubins, dass die Regierung Heath sich entschied Hussein fallen zu lassen und den Amerikanern empfahl dasselbe zu tun. Am Ende schaffte es Hussein an der Macht zu bleiben – mit Hilfe der USA und eines Nachbarstaates. (Diese Woche starb Edward Heath im reifen Alter von 89 Jahren.)

Offensichtlich gibt es eine Dynamik, dass man erst dem Terror nachgibt, dann den Versuch unternimmt diejenigen zu beschwichtigen, die die Terroristen schickten, indem man ihre „vernünftigen Ansprüche“ befriedigt und schließlich zu ihren Anwälten wird. 1980 schrieb Terence Prittie, ein britischer Freund Israels, dass das britische Außenministerium die Unwahrheit zu verbreiten begann – heute bekannt als die Doktrin des Verstehens – „dass die Regelung der ‚Palästinensischen Frage‘ es ermöglichen würde, dass alle anderen Teile des Nahost-Puzzle sich hübsch zusammenfügen, was in Frieden, Fortschritt und Wohlstand für alle mündet.“ Prittie erklärte weiter die Motivation: „Angesichts einer europäisch inspirierten Regelung der palästinensischen Frage, in die Großbritannien sehr stark involviert sein würde, wäre die Dankbarkeit der arabischen Welt grenzenlos; die Möglichkeit, unschätzbaren Rat zur Lösung anderer innerarabischer Dispute geben zu können, wäre grenzenlos.“ Daher würde es viel arabisches Öl und Investitionen für Europa geben und europäische Technologie und Expertenwissen würde in die umgekehrte Richtung fließen. Das würde ein goldenes Zeitalter europäisch-arabischer Zusammenarbeit eröffnen. Prittie schrieb kurz nach dem Gipfel von Venedig im Juni 1980, auf dem die EWG-Regierungsspitzen eine Erklärung über die Notwendigkeit veröffentlichten, die PLO in zukünftige Nahost-Verhandlungen einzubeziehen. Damals wurden Amerikaner im Iran als Geiseln festgehalten (4. November 1979 – 20. Januar 1981) und Präsident Carter zeigte historische Schwäche, was die arabische Welt enorm ermutigte. Das von Prittie beschriebene Denken stimmt im Grundsatz mit dem britischen und europäischen von heute überein, aber das goldene Zeitalter, von dem geträumt wurde, kam nicht zustande. Großbritannien mag zwar beträchtliche finanzielle Gewinne verbucht haben, aber nachdem es von Anfang an gegenüber dem Terror klein beigegeben hat, sieht es sich nun einer weit gefährlicheren Realität gegenüber. Denn aus Sicht der Araber hat der Terror funktioniert. Er funktionierte nicht nur, weil er half, dass die Täter ihr unmittelbares Ziel erreichten, sondern er schuf auch eine Dynamik, die die fortgesetzte politische Zusammenarbeit seiner Opfer sicher stellte.

In diesem Zusammenhang veröffentlichte kürzlich (im Juni 2005) das Center for Monitoring the Impact of Peace (CMIP) einen Bericht über palästinensische Schulbücher, der eine verräterische Passage aus „Islamic Education“, einem Buch der 10. Klasse, enthielt. Arnon Grois identifizierte einen Text, der islamische Moral mit der des Westens verglich: „[Islamische] Moral unterscheidet sich von der anderer Völker, denn [westliche Moral] wird von Relativität, Unstetigkeit und Unterordnung unter das Kriterium der Interessen und des Nutzens charakterisiert. Solche Völker sind nicht an sie gebunden, wenn sie ihnen nicht einen gewissen Gewinn einbringen.“ Der Text zeigt, dass, obwohl die Briten die Sache erfolgreich vernebelt haben mögen, die Palästinenser deutlich eine westliche Verletzbarkeit feststellten, bei der Zweckmäßigkeit Vorrang vor Prinzipientreue hatte.

Das Nichtvorhandensein moralischer Klarheit, die die palästinensischen Schulbücher beschreiben, wird durch die pragmatische Anwendung einer Sprache mit barbarischer Gewalt beispielhaft gezeigt. Nicht nur die Worte sind falsch; solches sprachliches Zusammenwirken befreit diejenigen von Verantwortung, für die das Ziel die Mittel heiligt. Diese Entwicklung zeigt auf, dass die Briten die moralische Dimension des Konflikts nicht mehr verstehen, in dem sie sich befinden – eine Entwicklung, die ihnen letztlich die Fähigkeit schwächt sich zu verteidigen. Eine damit zusammenhängende Möglichkeit ist, dass sie sich Stück für Stück in den Status einer „beschützten Minderheit“, der Dhimmi, im Europa der Zukunft konditionieren.

Was motiviert palästinensische Selbstmordbomberinnen?

Manfred Gerstenfeld interviewt Rachel Avraham (direkt vom Autor)

Die erste palästinensische Selbstmordbomberin war Wafa Idris, die sich während der zweiten Intifada 2002 in Jerusalem sprengte. Sie tötete einen alten Mann und verletzte 100 Personen. Bereits davor betrieben verschiedene Palästinenserinnen antiisraelischen Terrorismus. Leila Khaled war Mitglied eines Teams, das 1969 ein Flugzeug entführte. Dalal Mughrabi gehörte zu den Terroristen, die 1978 das Küstenstraßenmassaker verursachten, bei dem 38 israelische Zivilisten getötet wurden, darunter 13 Kinder.

Nach der zweiten Intifada gab es 2006 zwei weitere Selbstmordbombenanschläge durch Frauen. Diese hörten auf, als Selbstmordbombenanschläge im Allgemeinen nachließen. Seit diesem Zeitpunkt entschieden sich die Palästinenser andere Taktiken im Kampf gegen Israel anzuwenden.

Rachel Avraham wurde in Washington DC geboren und lebt seit 2009 in Israel. Sie hat einen BA in Regierungsarbeit und Politik von der Universität Maryland. Avraham entwickelte ihre MA-Abschlussarbeit in Nahost-Studien an der Ben Gurion-Universtität zu einem Buch mit dem Titel Women and Jihad (Frauen und Jihad). Sie ist Senior Media Research Analyst am Center for Near East Policy Research und Korrespondentin der Israel Resource News Agency.

In der palästinensischen und muslimischen Kultur werden Frauen als Spenderinnen neuen Lebens in diese Welt betrachtet. Sie sollen Ehefrauen und Mütter sein, keine Kämpfer. In der islamistischen Weltsicht sollen Frauen die Jihadisten unterstützen, indem sie die Kinder zum Kampf im Jihad aufziehen und das Haus erhalten, während die Männer weit weg kämpfen. Die Hamas-Charta demonstriert klar, dass der Platz der Frauen sich um das Zuhause und die Kinder dreht, nicht die „männliche“ Arbeit des Kämpfens erledigen und sich selbst in die Luft zu sprengen.

Trotzdem begannen islamistische Terrorgruppen Selbstmordbomberinnen zu akzeptieren, zumeist weil sie begriffen, dass Frauen ihnen halfen bestimmte strategische Hindernisse zu überwinden. Folglich akzeptierte die Hamas Reem Riyaschi, Mutter zweier kleiner Kinder, als Selbstmordbomberin. Diese Entscheidung war in der arabischen Welt sehr umstritten. Allerdings war die Selbstmordbomberinnen mehrheitlich Single-Frauen.

Während der zweiten Intifada verursachten die acht palästinensischen Selbstmordbomberinnen viele Tote und Verletzte. 2003 sprengte sich die Jurastudentin Hanadi Jaradat im zum Teil in arabischem Besitz befindlichen Restaurant Maxim in Haifa. Zwanzig Zivilisten –vier davon Kinder – wurden getötet und 51 verletzt. Der Wachmann, ein israelischer Araber, wurde bei dem Anschlag getötet. 3 weitere arabische Angestellte des Restaurants wurden ebenfalls getötet. Jaradat erhielt viel positive Publicity, weil Israel ihren Bruder und ihren Verlobten getötet hatte – beide Mitglieder des Islamischen Jihad. In der beliebten amerikanischen Fernsehsendung Nightline behaupteten palästinensische Frauen, sie sei mehr Opfer als die Menschen, die sie ermordete.

Studien haben gezeigt, dass palästinensische Selbstmordbomberinnen achtmal mehr Publicity erhalten als ihre männlichen Pendants. 5 der 8 Selbstmordbomberinnnen hatten  nationalistische Überzeugungen. Andere Palästinenserinnen entschieden sich während der zweiten Intifada Selbstmordbomberinnen zu werden, weil sie unfruchtbar oder geschieden oder mit einem Kollaborationsverdächtigen verwandt waren, eine außereheliche Affäre hatten, durch Vergewaltigung traumatisiert oder wegen des Küssens mit einem Mann in der Öffentlichkeit entehrt waren. Es sollte auch vermerkt werden, dass mindestens vier Selbstmordbomberinnen eine Geschichte der Mitwirkung an Terrorismus oder einen Verwandten hatten, der in Terrororganisationen aktiv war.

Die Knessetabgeordnete Anat Berko interviewte viele am Terrorismus beteiligte Palästinenserinnen. Die Ergebnisse hat sie in ihrem Buch The Path to Paradise (Der Weg ins Paradies) veröffentlicht. Ihre Schlüsse lauteten, dass die Hauptmotive für weiblichen Terrorismus religiös und nationalistisch waren. Diese vermengen sich, um ein fruchtbares Medium für Terrorismus zu erzeugen. Zu weiteren Faktoren gehören der Wunsch nach Rache für den Tod von Verwandten, Judenhass und Hass auf die westliche Welt. Berko impliziert, dass diese Einstellungen oft Ergebnis der terroristischen Subkultur unter palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen sind und dass die von einigen der Terroristinnen abgegebenen Äußerungen nicht zu 100 Prozent die Wirklichkeit bezüglich ihrer Motivation spiegeln.

Die arabischsprachigen Medien verherrlichen die palästinensischen Selbstmordbomberinnen. Wafa Idris wurde mit der Mona Lisa, Jesus Christus, Khadija – der ersten Frau des Propheten Mohammed – und Johanna von Orléans verglichen. 2002 rechtfertigten einige amerikanische Medien die Taten der Selbstmordbomberinnen im Namen der vermeintlichen palästinensischen Klagegründe. Medien tendieren zudem dazu sie als befreite Frauen darzustellen statt als Terroristinnen. Nur in wenigen Fällen gab es Kritik der Medien an Terroristinnen.

Die Frauen, die sich an der aktuelleren Messer-Intifada beteiligten, glaubten, dass es möglich sei jemanden anzugreifen und lebend daraus hervorzugehen. Das hat eine andere Dynamik zur Folge als die der Selbstmordbomberinnen.

Selbstmordbomberinnen gibt es auch in anderen Gesellschaften wie Syrien und dem Irak sowie auch in der kurdischen Bewegung PKK in der Türkei und bei Tschetschenen. Die Tamil Tiger in Sri Lanka waren ebenfalls für ihren Einsatz von Selbstmordbomberinnen berüchtigt. Zusätzlich hat ISIS Frauen benutzt um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, obwohl es anfangs Widerstand aufgrund von Sittsamkeitsvorstellungen gab.

Avraham schließt: Keine Frau, die sich auf Terrorismus verlegt, ist eine normgebende Person, denn diese Frauen bestärken nicht die Erwartungen, die ihre Gesellschaft an sie stellt. Statt Ehefrauen und Mütter zu werden, betätigten sie sich in männlicher Aktivität des Kampfs gegen Israel. Sie interagieren als Teil ihres Trainings mit Männern und brechen damit arabische Ehrenkodexe. Und wenn sie als Selbstmordbomberinnen versagen, werden sie als Schande für ihre Gesellschaft betrachtet, weil sie sowohl als normale Frau wie auch als Schahida versagt haben.

Die Doppelzüngigkeit von Fayyad und Abbas: Gewaltlosigkeit predigen, aber Terroristen ehren

Itamar Marcus/Nan Jacques Zilberdik, Palestinian Media Watch, 7. April 2010

Anders als Äußerungen sowohl von PA-Premierminister Salam Fayyad als auch des Vorsitzenden Mahmud Abbas, sie würden „gewaltfreien Widerstand“ unterstützen, sprechen ihre Taten weiterhin dafür, dass sie Gewalt und Terror unterstützen. Wie PMW berichtete, haben die PA-Führer wiederholt Terroristen in deutlich veröffentlichten Handlungen der letzten Monate Terroristen geehrt.

Die jüngste Vorstellung der Unterstützung von Terror durch die PA-Führung fand letzte Woche statt, als sowohl Abbas als auch Fayyad einen der berüchtigtsten Terroristen der ersten fünf Jahre des palästinensischen Terrorkriegs (der „Intifada“) ehrten. Der Terrorist Abdallah Daud führte den palästinensischen Geheimdienst in Bethlehem und war aktiv am palästinensischen Terror gegen israelische Zivilisten beteiligt. Als Israel 2002 in dem Versuch in Bethlehem eindrang, den palästinensischen Terror auszumerzen, war Abdallah Dau einer der meist gesuchten palästinensischen Terroristen, die in die Geburtskirche stürmten. Mehrere Wochen lang kämpften Daud und seine Mitterroristen gegen Israel aus dem Inneren der Kirche heraus, wobei sie praktisch die Mönche und den religiösen Ort als ihr Schutzschild benutzten.

Israel stimmte schließlich zu, die Terroristen ohne Gerichtsverfahren gehen zu lassen; sie wurden ins Ausland und den Gazastreifen deportiert. Daud wurde nach Zypern und später nach Mauretanien geschickt, wo er letzte Woche eines natürlichen Todes starb.

Unter Ignorierung der Verbrechen und des Terrors, der zu Dauds Deportation führte, entschieden sich die PA-Führer letzte Woche den Terroristen Daud zu ehren, indem sie ihm ein „offizielles“ Begräbnis gaben. Die offizielle PA-Zeitung berichtete von der Beerdigung mit einem großen Bild auf der Titelseite.

Abbas schickte einen persönlichen Abgesandten zu der Beerdigung. Er sprach in Abbas‘ Namen:

„Wir müssen den Weg des Schahid [Märytrers] Daud weitergehen, der immer an den Kampf glaubte, in Liebe zu seiner Heimat und in der Erkenntnis nationaler Einheit.“ [Al-Quds, 28. März 2010]

Der palästinensischen Premerminister Fayyad entschied sich den Terroristen öffentlich und persönlich zu ehren, indem er einen Kondolenzbesuch im Haus der Familie absolvierte. Fayaad „zählte die Tugenden des Shahid auf“ und stellte fest, dass er „an der Ungerechtigkeit seiner Ausweisung litt“. Die Geschichte hinter der Ehrung des Terroristen wurde ebenfalls auf der Titelseite der offiziellen Tageszeitung der PA berichtet.

Weitere Beispiele der Ehrung von Terroristen durch Fayyad in der jüngsten Vergangenheit:
Am 26. Dezember 2009 machte Fayyad Kondolenzanrufe in den Häusern jedes der drei Terroristen, die den israelischen Rabbi Meir Avsahlom Hai aus einem vorbeifahrenden Auto heraus schießend ermordeten.
Am 14. Februar 2010 machte Fayyad einen Kondolenzanruf bei der Familie des Terroristen, der versuchte einen israelischen Soldaten zu erstechen.

Weitere Beispiele der Ehrung von Terroristen durch Abbas in der jüngsten Vergangenheit:
Am 27. Dezember ehrte Abbas drei Terroristen, die den israelischen Rabbi Meir Avshalom Hai aus einem vorbeifahrenden Auto heraus schießend ermordeten; er nannte sie „Shaide der palästinensischen Revolution…“
Am 29. Dezember 2009 ehrte Abbas die Terroristin Dalal Mughrabi mit einer Geburtstagsfeier.
Am 17. Januar 2010 verteidigte Abbas die Benennung eines Platzes nach der Terroristin Dalal Mughrabi.
Am 6. März 2010 beförderte Abbas den in einem israelischen Gefängnis einsitzenden Terroristen Mahmud Damra zum Generalmajor.
Am 9. März 2010 ehrte ein Vertreter Abbas‘ die Terroristin Dalal Mughrabi, indem er sie die „Brücke, über die wir den Weg in unsere Freiheit gehen“ nannte.

Es folgt der Bericht über Fayyads Kondolenzbesuch in der letzten Woche, der auf der Titelseite der offiziellen PA-Tageszeitung erschien:

Premierminister Dr. Salam Fayyad gab gestern im Flüchtlingslager Balata in Nablus seinem Beileid zum Tod des Shahid (Märtyrers) Abdallah Daud Ausdruck. Der Premierminister zählte die Tugenden des Shahid auf und sagte, sein Tod so weit entfernt von seiner Heimat und unter der Ungerechtigkeit seiner Ausweisung leidend verleihen seinem Märtyrertum ein klares nationales und menschliches Ansehen.“

[Al-Hayat Al-Jadida, 31. März 2010]

Nachfolgend der Bericht zu Abbas Erklärung, die von Mahmud al-Aloul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, auf der Beerdigung verlesen wurde:

Mahmud al-Aloul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, hielt im Namen von Präsident Mahmud Abbas eine Rede, während der er die Lebensgeschichte des Shahid (Märtyrers) wiedergab, der sein Leben für sein Land und für sein Volk opferte. Al-Aloul sagte, wir müssten den Weg des Shahid Daud gehen, der immer an den Kampf glaubte, in Liebe seines Heimatlandes und der Erkenntnis nationaler Einheit.“

[Al-Quds, 28. März 2010]

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (2. – 8. Juli 2017)

Sonntag, 02.07.2017:

Um 4 Uhr früh wurden 4 jüdische Minderjährige im Gush Etzion aus dem Bett geholt und zur Befragung festgenommen. Sie wurden im Zusammenhang mit einem Vorfall verhört, der sich vor vielen Monaten ereignete. Nach der Befragung wurden sei auf freien Fuß gesetzt.

Die Fatah gelobt, das von der IDF abgebaute Denkmal für einen Terroristen wieder herzustellen. Die DFLP kam ihr offenbar zuvor und hat das schon gemacht.

Die Polizei hat einen vierten Verdächtigen zum Mord an der Grenzpolizistin Hadas Malka festgenommen.

Am Samstag wurden 28 illegal im Land befindliche PalAraber festgenommen. Der Van, in dem sie unterwegs waren, weckte den Verdacht von Grenzpolizisten, weil er mit Shas-Stickern (der Partei der Ultraorthodoxen) ausgerechnet am Sabbat unterwegs war.

Die Knessetabgeordenten sollen nach 18 Monaten Verbot ab nächster Woche wieder den Tempelberg wieder besuchen dürfen.

Montag, 03.07.2017:

Die PA fordert, dass der israelische Generalstaatsanwalt wegen „Ermutigung zu Terrorismus“ vor Gericht gestellt wird. Er hatte es gewagt sich positiv über Bautätigkeit in den „Siedlungen“ zu äußern.

Dienstag, 04.07.2017:

Mahmud Abbas gelobt die „Gehälter“ an die Terroristen niemals zu stoppen, „selbst wenn mich das die PA-Präsidentschaft kostet“.

Die IDF hat die Erlaubnis erhalten die Häuser der Terroristen abzureißen, die die Grenzpolizistin Hadas Malka ermordeten. Die Vorbereitungen laufen.

Mittwoch, 05.07.2017:

Die PA hat einen Verantwortlichen für die Machmpelah (Patriarchenhöhle) in Hebron, den aktuellen Bürgermeister von Hebron. Der Mann hatte vor einem Jahr auf Arabisch damit geprahlt, wie er 1980 6 Juden am Sabbat abschlachtete. Das war auf Film eingefangen worden. Er gab unter Applaus seiner Hoffnung Ausdruck, dass er weitere Juden ermorden wird.

Die Hamas verkündete auf twitter, dass sie die BDS-Bewegung unterstützt. Israels Minister für innere Sicherheit antwortete darauf, dass das offenbart, dass beide Gruppen dasselbe Ziel haben (sprich: die Vernichtung Israels).

In der Region Binyamin (in Samaria) wurden 2,5 ha Frucht tragende Weinstöcke von Arabern abgeschnitten und weiter beschädigt. Die Einwohner von Esch Kodesch beschweren sich seit Jahren, dass die Polizei nichts unternimmt.

Palästinensische und israelische Feuerwehrleute führten in Jenin eine gemeinsame Übung durch, wie Menschen aus Unfallfahrzeugen gerettet werden.

Hamasführer Ismail Haniyeh fordert eine palästinensische Einheitsregierung und offene Wahlen.

Mahmud Abbas hat bei seinem Besuch in Frankreich behauptet, er und seine Regierung seien zur Unterzeichnung einer Friedensvereinbarung bereit und würden nur auf eine Antwort aus Israel warten.

Donnerstag, 06.07.2017:

Eine der Hamas nahe stehende Zeitung veröffentlichte Daten zu den jüngsten Anschlägen auf Israelis. Demnach hat es in der ersten Jahreshälfte 2017 161 Anschläge gegeben, darunter 80 Fälle von Steinwürfen, 25 Stech-Anschläge, 9 mit Autos, 29 mit Schusswaffen und 39 mit Sprengsätzen. Zusätzlich gab es 365 Vorfälle, bei denen Molotowcocktails geworfen wurden sowie gewalttätige Auseinandersetzungen an mehr als 2.900 Stellen in Judäa und Samaria. (Dabei gab es 11 israelische Tote und 208 Verletzte, während die PalAraber 51 Tote melden, darunter 4 Frauen und sechs Minderjährige.

Terrorchef Ismail Haniyeh von der Hamas behauptet, dass ein „Gefangenenaustausch“ mit Israel unmittelbar bevor steht. Außerdem sagt er, die „Westbank“ bleibe ein Zentrum des Konflikts und „eine Adresse für Aufstand und Widerstand in all seinen Formen“. (Sprich: Der Terror geht weiter.)

Freitag, 07.07.2017:

Das PA-Fernsehen glorifizierte wieder einmal Terrormörder – diesmal die, die 1974 in Ma’alot 22 Schulkinder und 4 Erwachsene ermordeten. Nachdem vor kurzem ein Platz in Jenin nach dem Kopf der Mörder benannt und ein weiteres Denkmal aufgestellt wurde, benannte man jetzt noch eine Straße nach dem Terrorchef. Das Fernsehen pries zudem die Morde und die Mörder in einer Sendung.

PA-Araber versuchten bei Kedar eine illegale Siedlung zu bauen. Sicherheitskräfte beschlagnahmten Ausrüstung und zerstörten die bereits errichteten Gebäude. Beides war den Arabern von der EU geschenkt worden (eine eklatante Verletzung der Oslo-Vereinbarung).

Samstag, 08.07.2017:

Medien aus Israel und arabischen Staaten berichten übereinstimmend, dass Israel und die Hamas intensive Verhandlungen führen und kurz vor einer Einigung stehen, über die drei im Gazastreifen festgehaltene israelische Staatsbürger und die Leichen zweier Soldaten Israel übergeben werden sollen. Vermittler sind Russland, Ägypten und die Vereinen Nationen. Eine mögliche Einigung würde wohl so aussehen wie beim Austausch von Gilad Shalit.

Die Treibstofflieferungen Ägyptens in den Gazastreifen wurden heute um bis zur Hälfte gekürzt, weil die PA die Bankkonten einfror, mit denen die Lieferungen bezahlt wurden. Als wäre das noch nicht genug, kappte jemand die Stromleitungen, über die Strom aus Ägypten in den Gazastreifen geliefert werden.