Warum veranstaltet das Rote Kreuz Seminare für die Hamas?

Michael Freund, The Jerusalem Post, 19. August 2015

Letzten Sonntag brachte die New York Times eine Story, die alles zusammenfasst, was beim westlichen Herangehen an den extremen islamischen Fundamentalismus falsch läuft.

In einem Bericht in seinem ersten Teil offenbart die Abhandlung eine Nachrichtenmeldung: „Rotes Kreuz bietet der Hamas Workshops in internationalem Recht an.“

Stimmt. Die globale Institution, die behauptet, sie arbeite „um Leid zu verhindern, indem für die Stärkung des humanitären Rechts und er universalen humanitären Prinzipien“ wirbt“, führt geschäftig Seminare für Terroristen im Gazastreifen dazu durch, wie sie – äh – humanitärer sein können, wenn sie Israel angreifen.

Was kommt als nächstes? Den Taliban Tischmanieren beibringen? Der Artikel der Times führt mit der Beschreibung des dreitägigen Seminars fort, das das Rote Kreuz letzten Monate für die Hamas hielt. Dazu gehörten Rollenspiele und Fallstudien, wobei festgehalten wurde, „eine Übung beinhaltete, dass eine bewaffnete Gruppe aus dem Garten eines zivilen Hauses in der Nähe eines Krankenhauses auf einen eindringenden Panzer schoss“. Wie lehrreich! Mamadou Sow, Leiter der Operationen des Roten Kreuzes im Gazastreifen, vermerkte der Times gegenüber kess, dass Anfang diesen Jahres, als er der Hamasführung eine Kritik ihres Verhaltens während des Gazakriegs des letzten Sommers präsentierte, dies „das willkommen hießen“ und „andeuteten, dass sie eine lernende Organisation sind“.

Der Artikel deutet nicht an, ob Sow in der Lage war ein ernstes Gesicht zu behalten, als er etwas derart Dummes äußerte.

Aber damit man nicht den Verdacht schöpft, das willkürliche Schießen tausender Raketen auf Israel durch die Hamas zeige, dass sie irgendwie den Werten von menschlichem Leben gegenüber gleichgültig ist, scheuten die Leiter des Roten Kreuzes keine Mühen, um zu betonen, dass „wir eine zunehmende Hingabe der Hamasführer und des Fußvolks gleichermaßen gesehen haben“, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren.

„Zum ersten Mal“, sagte Jacques de Maio, Direktor des Roten Kreuzes für Israel und die Palästinensergebiete, „gibt die Hamas tatsächlich, in privatem, geschützten Raum ihrer Bereitschaft Ausdruck sich kritisch einer Reihe Dinge zu stellen, die einen Einfluss auf ihr Niveau des Respekts für das humanitäre Völkerrecht haben“.

Seltsamerweise erwähnte de Maio nicht die beiden Israelis, von der man glaubt, dass die Hamas sie gefangen hält, Avraham Mengistu und einen nicht genannten Beduinen; auch nicht die Weigerung der Organisation die Verantwortung für deren Schicksal zu übernehmen. So viel zu ihrem „Respekt für das humanitäre Völkerrecht“.

Die Zusammenkunft war eines von sechs Workshops, die das Rote Kreuz dieses Jahr für die Qassam-Brigaden der Hamas organisierte, zusätzlich zu zwei oder mehr für weitere, nicht genannte Terrorgruppen.

Das ist ein absoluter Skandal. Es ist seitens des Roten Kreuzes oder jedes anderen Gremiums moralisch stumpfsinnig und strategisch kurzsichtig, eine Beziehung zur Hamas herzustellen, als könne diese in eine nettere, sanftere Verbrecherbande verwandelt werden.

Die Hamas wird, wie radikalislamische Fundamentalisten sonst auch, von einer Überlegenheitsideologie des Hasses und Theologie des Mordens getrieben, die nicht für die Annahme der Normen westlicher Zivilisation empfänglich ist.

Zu versuchen, der Hamas oder anderen Jihadisten die Werte des humanitären Völkerrechts einzuflößen, ist wie der Versuch einem Alligator zu lehren sich die Zähne zu putzen, nachdem er seine Beute vertilgte. Es könnte das Erscheinungsbild des Typen verbessern, aber es wird seine Natur als Killermaschine nicht beeinflussen.

Bedenken Sie aber, dass einige der Dinge, die die Hamas während der letzten zehn Monate öffentlich gesagt hat.

Im Dezember organisierte die Terrorgruppe aus Anlasse ihres 27. Jahrestages eine Feier in Gaza Stadt, an dem Tausende Menschen teilnahmen, zu der auch ein Marsch von 2.000 ihrer bewaffneten Mitglieder gehörte. Bei seiner Ansprache vor der Menge schwor Hamasführer Khalil al-Hayya: „Diese Illusion namens Israel wird beseitigt werden. Sie wird durch die Hände der Qassam-Brigaden beseitigt werden.“

Und im Februar diesen Jahres forderte Hamas-Sprecher Mahmud Al-Zahar den Iran auf der Organisation Gelder und Waffen zur Verfügung zu stellen, damit sie „die israelische Besatzung vernichten“ könne.

Dann, Ende März, sagte Hamasführer Ismail Haniyeh gegenüber Reportern: „Die Hamas strebt nicht die Gründung eines Palästinenserstaats im Gazastreifen an, sondern die Befreiung des gesamten Palästina von der israelischen Besatzung.“

Diese Äußerungen stehen alle im Einklang mit der Hamas-Charta, die offen die Vernichtung des jüdischen Staates fordert.

Also mit allem Respekt für das Rote Kreuz: Seine Bemühungen sind vergeblich und laufen auf wenig mehr hinaus als eine naive Verschwendung von Zeit, Energie und Geld.

Die Gutmenschen beim Roten Kreuz mögen es gut meinen, aber sie ignorieren eindeutig den raison d’être der Hamas, der entschieden nicht humantiär ist – sondern genau genommen völkermörderisch.

Und indem sie sich mit der Hamas abgeben, übertragen sie einer Organisation unnötig Legitimität, die sowohl die USA als auch die Europäische Union als Terrorgruppe betrachten.

Leider ist diese Dummheit beispielhaft dafür, wie viele im Westen weiterhin islamische Extremisten sehen: als seien sie lediglich fehlgeleitete Menschen, denen der Fehler ihrer Gebräuche gezeigt werden kann.

Es sollte nicht länger nötig sein gesagt zu werden, aber hier bitte: Seminare und Workshops mögen gut sein, um Alkoholismus, Drogenmissbrauch oder anderen Gesellschaftskrankheiten entgegen zu wirken, aber sie sind keine Möglichkeit den Jihad zu bekämpfen.

Im Kampf auf Leben und Tod gegen islamischem Extremismus wird nichts weniger als die Verteidigung unserer selbst genügen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.08.2015)

Sonntag, 09.08.2015:

PA-Minister: Gewalttätiger Widerstand gegen die Besatzung ist ein Recht und eine Pflicht.

Die IDF hat nach dem Tod des verbrannten Familienvaters die Präsenz in Judäa und Samaria verstärkt, weil von mehr Unruhen ausgegangen wird.

Im Nafha-Gefängnis schlossen sich 107 Häftlinge dem Hungerstreik an.

Im Kreis Eschkol waren Explosionen zu hören, die aus der Offensive der Ägypter gegen Jihadisten im Sinai stammen.

Nahe der jüdischen Gemeinde Yitzhar in Samaria brach ein Feuer aus.
Im Jerusalemer Stadtteil A-Tur brach ein Buschfeuer aus. Die Feuerwehr bekam es gegen Abend unter Kontrolle.

Nicht zum ersten Mal: An der Stelle, an der vor einer Woche ein arabischer Autofahrer absichtlich drei Soldaten überfuhr, versammelten sich noch während der Bergung der Verletzten viele Araber, um Selfies zu machen, die den Anschlag bejubelten.

Hochzeitsfeier in Schuafat – durch die „Freudenschüsse“ wurde ein fünfjähriges Kind in Pisgat Ze’ev verletzt. Außerdem wurde ein Zehnjähriger in Schuafat verletzt.

Montag, 10.08.2015:

Die Hamas preist natürlich wieder den feigen Messerstecher von gestern als Helden.

Der gestern durch eine Messer-Attacke verletzte Israeli berichtete, dass die Araber an der Tankstelle sich einfach nur amüsierten, als er um Hilfe rief.

Nahe des Gazastreifens lebende Israelis, beschweren sich über eine neue Taktik der Araber ihnen das Leben zur Hölle zu machen: Müll-Terror. Die Araber laden ihren Müll an einer Stelle direkt an der Grenze ab, wo der Wind den Gestank in israelische Ortschaften trägt. Von israelischer Seite wird die Müllhalde als Sicherheitsrisiko gewertet, nicht nur weil Terroristen sie als Deckung nutzen können, sondern auch weil Ungeziefer aus dem Müll von dort aus ungehindert über die Grenze kommen kann.

Dienstag, 11.08.2015:

Ein festgenommener Hamasnik, der durch einen Tunnel nach Israel eindrang und erwischt wurde, bestätigte (detailliert), dass die Hamas Baumaterial für den Gazastreifen in den Bau von Terrortunneln abzweigt. (Der Mann ist glaubwürdig, er war daran beteiligt.)

Die PA widmet wieder einmal einen Platz einem terroristischen Mörder: Auf einem Platz in Nablus wurde ein Denkmal eingeweiht, das dem „Märtyrer-Führer Naif Abu Sharakh, Kommandeur der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, Führer der das Martyrium Suchenden“ gewidmet ist. Der Terrorist ist für zahlreiche ermordete Israelis verantwortlich, darunter ein Attentat mit 23 Toten am 5. Januar 2003 in Tel Aviv. Er wurde am 26. Juni 2004 von der israelischen Armee getötet.

Verteidigungsminister Ya’alon besuchte heute Morgen die Patriarchenhöhle in Hebron. Die PA-Medien „berichten“, er sei in die „Ibrahimi-Moschee“ „eingebrochen“.

Die PA-Jugendlichen und -Kinder lernen in ihren Sommerlagern, dass sie das „Land befreien werden, das 1948 besetzt wurde“. (Ach ja, es geht immer nur um die 1967 „besetzten Gebiete“?)

Als „Reaktion“ auf den Brandanschlag von Duma droht die Fatah mit verstärktem Terror in Judäa und Samaraia.

Mittwoch, 12.08.2015:

Das neulich abgesagte Rückspiel einer Mannschaft aus dem Gazastreifen in Hebron soll am Freitag stattfinden; die Mannschaft reiste heute aus dem Gazastreifen aus.

Es verdichten sich wieder Gerüchte, dass Mahmud Abbas von seinen Posten zurücktreten wird.

Eine Gruppe friedensbesoffener Frauen lagern seit mehreren Wochen vor Premierminister Netanyahus Haus und protestieren, weil er keinen Frieden mit den PalArabern schließt. Sarah Netayahu traf sich mit den Frauen und sagte ihnen, sie möchten doch bitte nach Ramallah fahren und Mahmud Abbas belagern, ihr Mann sei die falsche Adresse.

Donnerstag, 13.08.2015:

Der in einem israelischen Gefängnis einsitzende Erzterrorist Marwan Barghouti wurde vom Leiter einer Palästinenserorganisation als neuer Vorsitzender der PA vorgeschlagen.

Seit Januar 2015 haben die Geheimdienste und Sicherheitskräfte 111 Terroranschläge verhindert, darunter Entführungen und Bomben. 17 davon waren geplante Selbstmordanschläge.

Freitag, 14.08.2015:

Der hungerstreikende Terrorist Muhammad Allan hat das Bewusstsein verloren. Es ist unklar, ob er jetzt zwangsernährt werden wird.

Der „militärisch Zweig“ des Palästinensischen Islamischen Jihad droht, wenn ein hungerstreikender Araber in israelischen Gefängnissen stirbt, dann wird Israel angegriffen. (Sie drohen, wenn Israel den Typen retten will, sie drohen, wenn es ihn sterben lässt – es kann immer nur alles falsch machen.)

Die von Jordanien 1948 gesprengte Synagoge Tiferet Yisrael soll im Jüdischen Viertel der Altstadt wieder aufgebaut werden. Die Muslimtruppen schäumen, das sei Teil des Plans die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören.

Stolz und Vorurteil

Ruthie Blum, Israel HaYom, 4. August 2015

Am Donnerstag, als Jerusalem sich auf die Gay Pride-Parade vorbereitete, indem die Hauptverkehrsstraßen abgesperrt und überall in der Stadt Regenbogenfahnen aufgehängt wurden, begab sich der 39-jährige Yischai Schlissel in die Hauptstadt, den Kopf voller Massenmord und ein Messer in der Tasche seines schwarzen Mantels.

Trotz der starken Polizeipräsenz zur Veranstaltung schaffte Schlissel es durch das Gedränge zu kommen, anfangs unentdeckt. Das wäre nicht so seltsam, angesichts der großen Zahl an Menschen, von denen er umgeben ist. Aber Schlissels hareidische Kleidung, sein langer Bart und die Schläfenlocken hätten dafür sorgen müssen, dass er in der farbenfrohen, leicht bekleideten Menge enorm auffällt.

Als die Aufmerksamkeit sich der Gesetzeshüter auf ihn richtete, war es allerdings zu spät: Schlissel hatte bereits erfolgreich auf sechs Menschen eingestochen, darunter die 16-jährige Shira Banki, die Montag ihren Verletzungen erlag.

Die Nachricht von dem, was das gesamte Land sofort als einen „Akt jüdischen Terrorismus“ verurteilte, entfachte allgemeines Entsetzen, Trauer und gesellschaftliche Selbstgeißelung.

In erster Linie gibt es einen allgemeinen Konsens, dass der Anschlag hätte verhindert werden können.

Schlissel war ganze drei Wochen vorher aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem er ein Jahrzehnt dafür im Gefängnis verbrachte, genau dasselbe Verbrechen am selben Schauplatz beging. In der Tat stach er bei der Gay Pride-Parade in Jerusalem 2005 auf drei Teilnehmer ein. Das führte dazu, dass er wegen versuchtem Mord und schwerer Körperverletzung zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt wurde – ein Strafmaß, das 2007 heruntergesetzt wurde.

Zweitens zeigte er bei seiner Entlassung ein Verhalten, das Alarmglocken hätte schrillen lassen müssen. Im Vorfeld der Parade verteilte er an Nachbarn in Modi’in Illit ein Dokument, in dem er schrieb: „Es ist die Verpflichtung eine jeden Juden seine Seele von Strafe fernzuhalten und diese gigantische Schändung des Namens Gottes am nächsten Donnerstag aufzuhalten.“

Er gab auch einem hareidischen Radiosender ein Interview, in dem er seine Geisteshaltung und Aufruf zum Handeln an seine Mit-Glaubenseiferer bekräftigte.

Die Tatsache also, dass er frei umherstreifen konnte, ohne jegliche Überwachung, schockiert viele Beobachter.

Mich allerdings nicht, denn weder das nachsichtige Justizsystem noch die Inkompetenz der Polizei, verbunden mit ihrer eingeschränkten Personalstärke, sind irgendetwas Neues.

Genauso wenig überrascht, dass Politiker aus dem gesamten Spektrum, gemeinsam mit der Öffentlichkeit, den Experten und allen Rabbinern, die die Gesetze des Staates und der Thora anerkennen und respektieren, den Anschlag umgehend verurteilten. (Auch wenn Schlissel und Seinesgleichen behaupten das jüdische Recht hochzuhalten, scheinen sie zu glauben, dass sie über der Einhaltung der Zehn Gebote sowie den israelischen Gerichten stehen.)

Was innehalten lassen könnte, ist die Reaktion der israelischen Linken auf den Vorfall. Demonstrationen das ganze Wochenende über, vordergründig zum Zweck der Bekräftigung des Aufrufs zu „Toleranz“ und „Miteinander“, verwandelten sich in Hass-Feste. Nicht gegen die antiisraelischen Ultraorthodoxen; nicht gegen die Polizei; nicht gegen die Gerichte; nicht gegen das Wahlsystem, das für die Macht der hareidischen Parteien verantwortlich ist.

Nein, der Hass und das Gift waren gegen Premierminister Benjamin Netanyahu und seine Koalitionspartner gerichtet. Parolen mit hebräischen Reimen, die den Premierminister der Aufstachelung beschuldigten, wurden überall gerufen, vom Zionsplatz in Jerusalem bis zum Rabinplatz in Tel Aviv.

Bildungsminister Naftali Bennett wurde in letzter Minute gebeten auf der Kundgebung in Tel Aviv nicht zu sprechen, als das Brüllen und Fluchen bei der bloßen Erwähnung seines Namens zu bedrohlich wurden. Energie- und Infrastrukturminister Yuval Steinitz war nur mit Geleit in der Lage das Podium zu erreichen. Mitglieder der LGBT-Fraktion des Likud geleiteten ihn nach vorne, während sie von Schwulen mit anderen Ansichten verspottet und als „Faschisten“ bezeichnet wurden – und auch von anderen Linken mit roter Farbe auf den Handballen, die Blut an den Händen eines jeden darstellen sollte, der eine andere Meinung dazu hatte, warum sie sich überhaupt hier versammelt hatten.

Die Ironie an der Sache: Schlissel hasst Netanyahu genauso heftig wie sie, allerdings weil er ein säkularer Jude im modernen Staat Israel ist, dessen Eintreten für liberale Werte nicht tolerierbar ist.

Es besteht kein Zweifel, dass Schlissel diesmal zu lebenslänglich verurteilt wird. Dank der Linken und Netanyahu – der die Verabschiedung eines Gesetzesvorschlags zur Wiedereinführung der Todesstrafe für Terroristen verhinderte – wird der Mörder noch seine nächste Entlassung erleben, statt für das Abschlachten eines unschuldigen Mädchens zu sterben.

Dieses Zerrbild ist es, das den arabischen Terroristen erlaubt ihre Zeit abzuwarten, bis sie als Teil eines wiederholten israelischen „Gefangenenaustauschs“- und „Friedensprozess“-Handels befreit werden.

Aber das kümmert die Linke nicht, die jeden einzelnen muslimischen Mörder als „einsamen Wolf“ behandelt, aber die israelische Gesellschaft als Ganzes (mit Ausnahme ihrer selbst) für Typen wie Schlissel verantwortlich macht.

Darüber hinaus war Schlissels Amoklauf mit dem Messer einmalig. Im Verlauf der 14 Jahre jährlicher Gay Pride-Paraden waren die beiden Messerangriffe von ein und derselben Person verübt worden.

Der Versuch der Linken diese Tatsache zu verschleiern und den Mord in eine weitere Rechtfertigung zu wenden das Land schlechtzumachen, ist widerlich.

Stolz ist nicht das Wort, das einem diese Woche einfällt, sonder Scham.

Wie fing das heute an?

Yisrael Medad, My Right Word, 26. Juli 2015

Es gab heute, am Fastentag des neunten Av, auf dem Tempelberg muslimische Gewalt.

Wie fing das an?

WAFAs Nachrichtenseite:

Der Zutritt von Siedlern provozierte Moscheebesucher, die sich versammelten, um den Ort zu verteidigen, was Zusammenstöße mit der Polizei ankurbelte, die den Siedlern Schutz bot.

Von Arutz-7s Internetseite:

Die Jerusalemer Polizei erhielt Informationen von arabischen Jugendlichen, die sich am Samstagabend in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg einschlossen. Die jungen Terroristen sammelten Steine, Holzbretter und Feuerwerkskörper, sie machten im Innern der Moschee sogar Molotowcocktails, im Versuch eine Angriff auf die Polizeikräfte zu führen und jüdische Besuche auf dem Tempelberg am Tischa B’Av zu stören.

Bei YNet:

Gewalt auf dem Tempelberg am Tischa B’Av:

Polizeieinheiten auf ihrem Weg in die Al-Aqsa-Moschee, wo mit Steinen und Feuerwerkskörpern ausgestattete arabische Jugendliche sich über Nacht verbarrikadierten; Polizisten verletzt; Krawall aufgelöst.

Die Distriktpolizei von Jerusalem erhielt Informationen, dass einige Jugendliche sich über Nacht in der Moschee verbarrikadiert und Steine, Bretter und Molotowcocktails gesammelt hatten, mit denen sie mit der Polizei streiten und die Besuche von Juden auf dem Tempelberg stören wollten, die zu Tischa B’Av zum Beten kamen. Tisch B’Av ist ein jährlicher Gedenktag zur Erinnerung an die Zerstörung des ersten und des zweiten Tempels in Jerusalem.

Die Jugendlichen, von denen einige maskiert waren, bauten Barrikaden, um zu verhindern, dass die Tür in die Moschee geschlossen wird; dazu nutzten sie Schuhregale, Eisenstangen und Seile.

Als eine Einheit Polizisten sich der Moschee näherte, warfen die Jugendlichen Steine und schossen mit Feuerwerkskörpern. Von Kommandeur Moshe Edri geführte Polizisten und Grenzpolizisten betraten den Komplex, als die Randalierer in die Moschee entkamen und Dutzende Steine und Betonblöcke warfen.

Die Polizei begann die Barrikaden am Eingang zur Moschee zu beseitigen, wobei einige von den Steinen und Feuerwerkskörpern verletzt wurden. Sie schafften es sich den Weg hinein zu bahnen und schlossen die Moschee.

Und Sie glauben arabischen Quellen?

UPDATE (27.07.2015):
Freundlicherweise stellen die Terroristen gerne selbst Videobeweismaterial zur Verfügung. Dieses hier zeigt, was VOR der Ankunft der Polizei an der Al-Aqsa-Moschee los war:

Das israelische Außenministerium hat den Ablauf der Ereignisse veröffentlicht:
Ereignisse auf dem Tempelberg am Tischa B’Av

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (31.05.-06.06.2015)

Sonntag, 31.05.2015:

Die PA lässt wieder hetzen: In einem Musikvideo singt ein bewaffneter Kindersoldat zu trainierenden und schießenden Terroristen. Abbas-Berater Sultan Abu Al-Einein sagt, der Widerstand müsse wiederbelebt werden, damit es „tägliche Konfrontation mit dem Feind“ gibt. Weil das Gewehr der PalAraber stärker ist als man glaubt.

Die PA hat Terrorismus verurteil – der darin bestehen soll, dass sich Juden auf dem Tempelberg befinden.

War auch zu erwarten: Er hatte den Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zurückgezogen, aber Jibril Rajoub will weiter daran arbeiten, dass dieser eingebracht und beschlossen wird.

Einmal mehr betonte die Hamas, dass sie weite israelische Soldaten entführen will. Das ist der beste Weg Terroristen aus israelischen Gefängnissen freizubekommen.

Beim Besuch von Walter Steinmeier sagte Netanyahu, die Palästinenser sollten ihre Delegitimierungsbemühungen einstellen und ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückkehren. Der einzige gangbare Weg sind direkte Gespräche. Er glaube, dass die Lösung in zwei Staaten für zwei Völker besteht.

Montag, 01.06.2015:

Die PA zerstört weiter jede Chance auf Frieden, indem sie ihre Kinder lehrt, dass Juden eine innewohnende boshafte Natur haben und Konflikt Teil des Islam ist. Aktuell strahlen sie im Kinderprogramm des Fernsehens ein Mädchen mit einem Gedicht aus, in dem es u.a. heißt, Juden seien „barbarische Affen“, „die übelsten Kreaturen“, und „die, die Allahs Propheten ermordeten“.

Dass Jibril Rajoub seinen Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zurückgezogen hat, kommt bei den PalArabern gar nicht gut an. Die Palestinina BDS Campaign geifert, er habe seine Verpflichtung nicht erfüllt. Aus dem Gazastreifen nennt man ihn einen Feigling. Und vieles mehr.

Jetzt dürfen Juden auf dem Tempelberg nicht einmal mehr von den öffentlichen Wasserspendern trinken. Anweisung der Polizei!

Shimon Peres und Wissenschaftsminister Danny Danon haben ein neues Technikprojekt initiiert, bei dem sich jüdische und arabische Studenten/Schüler aus ganz Israel online treffen, um sich besser oder überhaupt erst kennenzulernen.

Heckmeck:
Es steinmeiert wieder Israel: Er hat die Hoffnung, dass alle Seiten sich bewusst sind, dass wir hier (in Gaza) auf einem Pulverfass sitzen und sichergestellt werden muss, dass die Lunte nicht angezündet wird. Das Risiko einer neuen Eskalation kann nur entscheidend reduziert werden, wenn wir „wirtschaftliche Entwicklung im Gazastreifen zusätzlich zur humanitären Hilfe und Wiederaufbau leisten“. Und das ginge nur mit offenen Grenzen. Was voraussetzt, dass es keine Raketenangriffe auf Israel mehr gibt. [Kommentar: Das Risiko kann nur reduziert werden, wenn die Ideologie der Hamas beseitigt wird! Und wenn auch die PA aufhört zu hetzen und die Bevölkerung zum Judenhass zu erziehen. Geschieht das nicht, ist alle sonstige Hilfe sinnlos. Und das muss auch Herr Steinmeier endlich einmal begreifen!]

Dienstag, 02.06.2015:

Die Sicherheitskräfte der Hamas warnen: Junge israelische Frauen geben auf Facebook vor Araberinnen zu sein und suchen Kontakt mit jungen Arabern des Gazastreifens, um sie in Fallen zu locken und Informationen für Israel zu sammeln.

Kindersendung im PA-Fernsehen: Eines Tages werden wir Jaffa, Haifa, Akko und Nazareth zurückerobern.

Das ist wohl die falsche Adresse: Die Regierung der Niederlande gab eine Reiseempfehlung/-warnung aus, in der vor Steine werfenden Siedlern in Judäa und Samaria gewarnt wird. (Vor Steine werfenden Arabern wird nicht gewarnt…)

Mittwoch, 03.06.2015:

Die Hisbollah wurde gestern nicht von der israelischen Luftwaffe angegriffen. Das war ein Fehler, der dadurch zustande kam, dass gleichzeitig mit dem Auftauchen israelischer Kampfflugzeuge in der Region eine syrische Rebellengruppe einen Hisbollah-Posten angriff.

Die PA – das sind die mit dem zu wenig Geld für die Versorgung der eigenen Bevölkerung – hat einen neuen Fernsehsender gegründet, der als Zielgruppe die israelischen Araber hat. Das Programm des Senders ist klar: Hetze gegen Israel und Aufhetzung der Araber dort.

Donnerstag, 4. Juni 2015:

Die Islamistengruppe, die die letzten Raketen nach Israel schoss, hat gelobt weitere Raketenangriffe zu starten und „die Juden anzugreifen“ (NICHT die „Zionisten“ – „die Juden“).

Mahmud Abbas verlieh einer Terroristin, die 1967 ein Kino in die Luft jagte, den „Militärischen Ehrenstern“ für seine „Pionierrolle im Kampf“ und „das Gute für die Öffentlichkeit“.

Heckmeck:
Saeb Erekat bestritt Gerüchte, dass die PA Geheimgespräche mit Israel führt.

Freitag, 05.06.2015:

Hassan Nasrallah droht damit im nächsten Krieg „Millionen“ Israelis heimatlos zu machen. Die Zeit, „in der die Israelis unsere Häuser zerstörten und die ihren behielten, ist seit 2006 beendet“, behauptete er.

Die Hamas ließ am Donnerstag wissen, dass die Unterscheidung zwischen „Flüchtlingen von 1948“ und „Evakuierten von 1967“ nur aus propagandistischen Gründen und wertlose Verhandlungen vorgenommen wurde, die die Palästinenser schwächten und die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge wertlos machten.

Hamas wettert wieder einmal über „Aggression“ Israels, weil die Luftwaffe diese Woche in Reaktion auf die Raketenangriffe auf israelische Zivilisten Angriffe auf Terrorziele flog. Die Angriffe hätten den Waffenstillstand verletzt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.04.-02.05.2015)

Sonntag, 26.04.2015:

Der Araber, der gestern in Jerusalem die vier Polizisten überfuhr, konnte festgenommen werden.

Montag, 27.04.2015:

Ein populärer pal-arabischer Sänger schwört die Gemeinde wieder mal ein: Safed, Tiberias, Akko und Haifa sind „palästinensische Städte“. (Also: Israel beseitigen)

Die Polizei gibt inzwischen zu, dass der Bus auf der Straße 443 durch einen von Arabern geworfenen Molotowcocktail in Brand geriet.

Zwei der vier toten Bombenleger von Sonntag waren Söhne eines drusischen Terroristen aus Majdal Schams.

Al-Jazira behauptet die israelische Luftwaffe habe erneut an der syrisch-libanesischen Grenze angegriffen. Die IDF bestreitet dies; wahrscheinlich wurde der Angriff von syrischen Rebellen ausgeführt.

Hamasführer Ahmed Yussef ließ wissen, dass unter europäischer Vermittlung „Gespräche“ der Terroristen mit Israel stattfinden.

Israelische Araber haben für morgen zu einem Generalstreik aufgerufen. Als Grund wird die israelische Praxis angegeben, Häuser von Terroristen abzureißen. (Eine Praxis, die schon länger nicht mehr durchgeführt wird, auch wenn es immer wieder ins Gespräch gebracht wird.)

Dienstag, 28.04.2015:

Die Reaktion der PalAraber auf die Terroranschläge der letzten Tage: Die PA behauptet, die Anschläge seien Erfindungen der Israelis; die Hamas erklärt die Terroristen zu Märtyrern. In den sozialen Medien wird eine Intifada in Jerusalem gefordert.

Seit Januar 2014 gab es nur in Jerusalem 995 Angriffe auf Grenzpolizisten und SEKs.

Mittwoch, 29.04.2015:

Die israelische Marine hat 15 konfiszierte Fischerboote in den Gazastreifen retourniert; diese waren im Lauf der letzten Jahre beschlagnahmt worden, als ihre Besatzungen die erlaubte Zone vor der Küste des Gazastreifens verließen.

Die Leichen der 4 an der Grenze beim Bombenlegen getöteten Terroristen wurden nach Syrien zurückgebracht.

Die beiden Mörsergranaten, die am Dienstag auf der israelischen Seite des Golan einschlugen, wurden von einer ISIS-Gruppe geschossen, die nur noch 2,5 bis 3km von der Grenze entfernt steht.

Freitag, 01.05.2015:

Der UNO-Nahostgesandte Nikolai Mladenow besuchte erstmals den Gazastreifen und forderte die Aufhebung der Blockade durch Israel. (Natürlich ohne dass die Terroristen irgendetwas dafür tun müssen…)