Vom Ritualmord-Vorwurf zum Landraub-Vorwurf

Michael Freund, 15. November 2006

Für einen Kontinent, der stolz auf den Ruhm und den Tiefgang seiner Zivilisation über die Jahrhunderte ist, hat Europa noch ziemlich viel zu tun, wenn es um seinen Umgang mit dem jüdischen Volk geht.

Seit Hunderten von Jahren war die Haltung der Europäer gegenüber den Juden im Wesentlichen von einer gehässigen und boshaften Lüge geprägt. Und wenigstens diesbezüglich scheint sich wenig geändert zu haben.

Denn während sie uns einst Ritualmorde vorwarfen und sagten, wir würden verbotenerweise das Blut anderer Menschen benutzen, teeren sie uns stattdessen heute mit dem „Landraub-Vorwurf“ und behaupten, wir hätten anderen Land weggenommen. Und wie sie einst die Juden für alle Katastrophen – wie z. B. den Schwarzen Tod – verantwortlich machten, versuchen sie jetzt alle Krisen der Welt uns zur Last zu legen.

Nehmen wir z. B. den britischen Premierminister Tony Blair und seine Rede neulich bei einem Bankett in London; dort umriss er seine Ansicht, wie die Krise im Nahen und Mittleren Osten zu lösen sei. In erstaunlicher Einbildung, als Analyse getarnt, versuchte Blair praktisch seine Zuhörer zu überzeugen, dass der „Kern“ aller Probleme der Region – und ja, selbst der des Irak – irgendwie mit dem jüdischen Staat in Verbindung stehe: „Ein Großteil der Antwort zum Irak ist nicht im Irak selbst zu finden, sondern außerhalb, in der gesamten Region“, sagte Blair und fügte hinzu, dass es notwendig sei zu übernehmen, was er eine „Gesamt-Nahoststrategie“ nennt.

Und dann, nachdem er vorschlug die derzeitige Konzentration auf Syrien und den Iran sei fehlgeleite, fügte Blair den entscheidenden Trumpf an: „Im Gegenteil, wie sollten mit Israel/Palästina beginnen. Das ist der Kern.“

Der Kern?

Von was um alles in der Welt redet er da?

Anzudeuten, dass der israelisch-palästinensische Konflikt irgendwie mit dem baathistischen Aufstand im Irak zu tun hat oder mit Syriens Wunsch den Libanon abzuwürgen, Marokkos Besetzung der Westsahara, Sudans Mordtaten in Darfur oder irgendeinem der sonstigen nicht zu zählenden innerarabischen Konflikte der Region, ist nicht nur intellektuell geistlos, es ist schlichtweg dumm.

Schlimmer noch: Es ist ein billiger und durchsichtiger Versucht die arabischen Staaten zu besänftigen, indem man deren Parteilinie nachplappert: „Macht nicht uns für die Probleme der Region verantwortlich, sondern die Juden.“

Durch die Vertretung dieses Unsinns lenkt Blair die Aufmerksamkeit von der wahren Ursache ab, die den Krankheiten der Region zugrunde liegt, nämlich dem Fehlen von Freiheit, Demokratie, Toleranz und gegenseitigem Respekt in der arabischen Welt.

Während den Arabern den Hof zu machen für Herrn Blair nützlich sein könnte, da er für nächstes Jahr seinen Rückzug (vom Amt) plant, sollten wir uns nicht so weit verdummen lassen zu glauben, dass sein Vorschlag den Nahen Osten in irgendeiner Weise sicherer oder friedfertiger machen wird.

Stattdessen ist das nur ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie Europas tiefer liegende Haltung zu den Juden sich immer noch ändern muss.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.02.2015)

Sonntag, 15.02.2015:

Tony Blair (offizieller Gesandter des Nahost-Quartetts) besuchte den Gazastreifen. Er warnte vor einem „weiteren Ausbruch“ in den PA-Gebieten. Diese Warnung scheint sich allerdings an die Hamas zu richten. The Times of Israel berichtet aber auch, dass Blair Ägypten und Israel aufforderte die Handelseinschränkungen für den Gazastreifen aufzuheben. Der Gazastreifen sollte nicht vom Rest der Welt und dem Rest der Palästinensergebiete getrennt sein. (Der Mann glaubt immer noch, wenn es den Menschen im Gazastreifen wirtschaftlich besser geht, würde der Konflikt enden…)

Nett: Die US-Regierung wird Israel nicht weiter über die Gespräche mit dem Iran informieren. Das soll wohl eine „Bestrafung“ dafür sein, dass Netanyahu vor dem Kongress reden wird.

Benjamin Netanyahu soll vorhaben die Patriarchenhöhle in Hebron zu besuchen. Fatah und Hamas „warnen“: Das sei eine „ernste Eskalation“. Der „Kriminelle Netanyahu“ wird vor den Folgen der „Stürmung und Schändung“ der „Ibrahimi-Moschee“ gewarnt.

Montag, 16.02.2015:

Mahmud Abbas‘ Fatah droht mit Raketenangriffen und dem „Ende von Israel“.

Dienstag, 17.02.2015:

Der oberste religiöse Führer der PA behauptet die Al-Aqsa-Moschee sei von Israel „bedroht“ und erneuert die Aufrufe, die im Oktober/November zu einer Terrorwelle führten. Angeblich will Israel jetzt schon wieder den Tempel bauen, „auf den Ruinen der gesegneten Al-Aqsa-Moschee“. Und Abbas‘ Berater für Religionsfragen fordert, dass die UNESCO Israel davon abhalten muss „das humanitäre Erbe in Jerusalem zu zerstören“.

Mittwoch, 18.02.2015:

Vor etwa zwei Jahren wurde die kleine Adele Biton durch einen Steinfwurf-Anschlag von Arabern extrem schwer am Kopf verletzt. Sie musste viele Operationen durchmachen, lag fast ein Jahr im Koma und behielt erhebliche Schäden. Diese schwächten sie so sehr, dass sie jetzt eine Lungenentzündung nicht überlebte; sie wurde 4 Jahre alt. Heute wurde sie beerdigt. Die Terroristen haben also auf Umwegen ihr Ziel des Judenmordes doch noch erreicht.

Donnerstag, 19.02.2015:

Mahmud Abbas‘ Fatah – die „Friedenspartner“ – pries drei japanische (kommunistische) Terroristen, die 1972 in Israel 24 Menschen (8 Israelis, 16 Touristen) ermordeten und mehr als 70 verletzten, als „Kämpfer für Palästina“ in einem Internet-Post, der auch das Denkmal für die Terroristen in Beirut zeigt.

Tony Blair hatte anscheinend eine unverschämte Frage gestellt: Ob die Hamas eine Islamistengruppe oder an Frieden interessiert ist. Die Hamas nahm das zum Anlass, ihm vorzuwerfen, er stelle „neue Vorbedingungen für den Wiederaufbau des Gazastreifens“.

Montag, 23.02.2015:

Die Terroranschläge in Jerusalem haben seit Oktober abgenommen, ihre Zahl ist aber immer noch sehr hoch.

Der Shin Bet hob im Januar in Hebron eine Terrorzelle aus, die eine Serie an Terroranschlägen plante, darunter auch Selbstmord-Bombenanschläge.

Knessetsprecher (Parlamentspräsident) Yuri Edelstein sagte in einer Ansprache bei der Jerusalem-Konferenz, dass er zwar ein Friedensabkommen mit der PA/PLO in den nächsten Jahren nicht für möglich hält, aber die Idee die arabische Bevölkerung „aus Israel hinauszutransferieren“ keine Option ist und von den Juden nicht ernsthaft erwogen wird. Juden und Araber müssten schlicht lernen miteinander zu leben.

Die Israel Electric Company hatte ihre Drohung wahr gemacht und wegen der unbezahlten Stromrechnungen die Lieferungen eingestellt – jedenfalls für zwei Stunden am Tag, eine Stunde am Vormittag, eine weitere am Abend.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14.-20.09.2014)

Sonntag, 14.09.2014:

Eine Nettigkeit der PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida vom 10. September 2014 (gesehen hier):

alhayat20140910.tw24

Waffenstillstand? Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad sind längst wieder kräftig dabei neue Terrortunnel zu graben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Khaled Meschaal: Israel versteht nur Gewalt. (Indirekt) zu verhandeln ohne weiter „Widerstand“ zu üben, sei wie um Almosen zu betteln.

Montag, 15.09.2014:

Wieder zu erwarten: Die verzweifelten PA-Terrorgranden sehen nicht genug Aufmerksamkeit für sich und müssen daher irgendwie die Ursache für alles Grauen wieder Israel zuschieben: Es gäbe keinen ISIS, wenn es die „Besatzung“ „Palästinas“ durch die Juden nicht gäbe, behauptete Nabil Abu Rudeineh. Klar doch.

Dienstag, 16.09.2014:

Friedenspartner? Der PA-„Außenminister“ setzte „die Besatzung“ mit dem Terrorismus des Islamischen Staat gleich.

Ein Imam im Gazastreifen: „Waffen sind unser einziges Mittel zur Gründung des Kalifats.“

Der arabische Terror in Jerusalem wird von vielen Israelis „stille Intifada“ genannt, weil die Behörden so wenig gegen die Randalierer und Terroristen unternehmen. In diese Krawalle sind zunehmend kleine Kinder im Alter bis hinunter zu 9 Jahren verstrickt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Gesandte Robert Serry sagte, die Parteien hätten eine Vereinbarung erzielt, die sicherstellt, dass die Hamas kein Baumaterial für Terrorismus abzweigen kann.

Mittwoch, 17.09.2014:

Es scheint so, dass die Hamas die Raketenschießer von gestern Abend festgenommen hat.

Soldaten schützten rund 700 Besucher, die während der Nacht das Josefsgrab in Schechem (Nablus) besuchten, um dort zu beten.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Trotz des Feuers gestern Abend soll der Waffenstillstand aufrecht erhalten bleiben.
Israel stimmt einem Vorschlag der UNO für einen Mechanismus zum Wiederaufbau des Gazastreifens zu. Die Aufsicht wird die UNO haben; einerseits soll der Wiederaufbau vorangetrieben werden, andererseits sollen Israels Sicherheitsinteressen gewahrt werden.
Tony Blair im Auftrag des Nahost-Quartetts: Eine Verzögerung beim Wiederaufbau des Gazastreifens wird die Waffenruhe gefährden. Es muss also alles wieder ganz schnell gehen (übers Knie gebrochen werden) – der Gazastreifen muss über bloße Reparatur hinaus gehen und substantielle, dauerhafte Veränderungen erhalten, mit der Westbank vereinigt und für die Welt wieder geöffnet werden.

Donnerstag, 18.09.2014:

Friedensförderndes aus dem PA-Fernsehen: Juden sind „die bösartigsten aller Kreaturen“, „barbarische Affen, erbärmliche Schweine“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas lässt wissen, dass die indirekten Gespräche mit Israel noch vor am 24. September wieder beginnen werden.

Freitag, 19.09.2014:

Nach Angaben aus dem Libanon verstärkt die IDF die Befestigungen an der Nordgrenze. Bei Metulla wurden Zemetblöcke und eine Mauer zwischen der Grenze und der Stadt aufgestellt und ließ Panzer und Schützenpanzer auffahren. Die Araber behaupten natürlich, das werde nicht zum Schutz gemacht, sondern um Militärbewegungen zu verbergen.

Friedens-Heckmeck:
François Hollande findet, dass die Verhandlungen zu lange dauern. Beide Seiten müssten eine „dauerhafte Friedensvereinbarung“ treffen. Eine Resolution zur „Lösung für den Konflikt“ werde dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt werden, in der sehr klar gesagt werden würde, was man von beiden Seiten erwartet.

Samstag, 20.09.2014:

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Ein Hamas-Vertreter behauptete Ägypten habe es abgelehnt, weiterhin Gastgeber der (indirekten) Gespräche mit Israel zu sein; die Fatah habe das der Hamas mitgeteilt. Ägypten und die Fatah bestreiten dies.
– Weil Mittwochabend das jüdische Neujahrsfest (Rosh HaShanah) beginnt, hat Israel gebeten, dass die für Mittwoch geplante Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo vorgezogen wird. Ein israelischer Diplomat bestätigte später, dass die Gespräche bereits am Dienstag aufgenommen werden sollen.

Die UNO bestätigt die Unterstützung für ihre UNDOF-Truppe auf dem Golan. Diese werde weder abgezogen noch aufgelöst. Die Erfüllung ihres Auftrags sei „unverzichtbar für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.06.2014)

Sonntag, 22.06.2014:

Die Entführung:
Mahmud Abbas tönt weiter, es gebe keine Beweise dafür, dass die Hamas hinter der Entführung steckt. Niemand wisse, wer dafür verantwortlich ist.
Der PA-„Außenminister“ betonte wieder, dass die Entführung wahrscheinlich nur eine israelische List ist, um negative Aufmerksamkeit oder nur von einer kriminellen Tat abzulenken.Die PA jammert bei der UNO, Israel würde die „eine gefangen gehaltene Bevölkerung terrorisieren“, weil nach den entführten Jungen gesucht wird. Der Westen solle dafür sorgen, dass das aufhört.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon telefonierte mit Benjamin Netanyahu. Dabei brachte er seine „Sorge“ wegen der vielen Festnahmen von Terroristen zum Ausdruck. Er forderte „von allen Seiten Zurückhaltung und Respekt für die Menschenrechte und das internationale Recht“. (Wenn er das so vehement doch den Terroristen sagen würde…)

Seit Freitag schossen die Terroristen insgesamt 8 Raketen Richtung Israel. Die Luftwaffe flog Angriffe gegen 4 Terrororte.

Die Hamas droht weiter mit „Selbstverteidigung“ gegen die Suche nach den entführten Jungen. Israel werde leiden, heißt es.

Shimon Peres verkündet, dass Mahmud Abbas „der beste Partner ist, den wir je hatten“. Sagt eigentlich alles über beide aus – über Peres, der Abbas damit lobt und über Abbas, der eben kein Partner ist und wenn die „Palästinenser“ nichts besseres zu bieten haben, dann ist das traurig, zeigt aber, dass es derzeit absolut sinnlos ist mit ihnen zu reden.

Montag, 23.06.2014:

Die Entführung:
Khaled Meschaal stritt ab, dass die Hamas Informationen über den Verbleib der drei Jugendlichen hat. Aber er pries die Aktion der Entführung von drei „Siedler-Soldaten“.

Mittwoch, 25.06.2014:

Ein syrischer Minister befand, sein Land befinde sich jetzt – wegen israelischer Luftangriffe nach syrischem Mord an einem arabischen Jungen auf dem Golan – „in einer offenen Konfrontation“ mit Israel. Die Regierung seines Landes haben entschieden auf die „israelische Aggression“ zu antworten; Art und Zeitpunkt sie in die Hände des Militärs gegeben worden. (Die syrische Opposition ist ebenfalls „unzufrieden“ mit Israel – das sei bei weitem nicht genug, was die Luftwaffe da gemacht hat.)

Umfrage unter den PalArabern: weniger als 30% sind für eine Zweistaaten-Lösung; Ziel eines Fünfjahres-Plans soll die „Zurückgewinnung des gesamten historischen Palästina vom Fluss zum Meer“ sein.

Nach der UNO rief auch der weithin als Israelfreund gehandelte Quartett-Beauftragte Tony Blair Israel zur „Zurückhaltung“ auf. Er sei „zutiefst beunruhigt von den Ereignissen in Israel und den palästinensischen Gebieten, den getöteten palästinensischen Zivilisten und den vielen Verhaftungen“.

Der Hamas-Grande Mahmud Al-Zahar prahlte, seine Truppe könne Raketen auf jede Stadt in Israel schießen.

Der Hamas-Chef im Gazastreifen, Ismail Haniyeh, hat die Dritte Intifada für begonnen erklärt.

Donnerstag, 26.06.2014:

Vorbeugend schwört die Hamas schonmal Rache, sollte Israel eine „Offensive“ gegen den Gazastreifen starten.

Friedensbotschaft der Fatah: „Haltet an und überlegt, Söhne Zions, dass (euer) Tod nahe ist. Alles, was ihr von uns bekommen werdet, ist Tod.“

Die Fünfte Kolonne: Arabische Knesset-Abgeordnete erklären den Tempelberg zur ausschließlich für Muslime bestimmte Zone. Sie rechtfertigen die Entführung der 3 Jugendlichen und attackieren die IDF wegen „Verbrechen gegen die Menschheit“. Außerdem priesen sie die Freipressung von Terroristen.

Bei den massiven Feuern, die sehr plötzlich innerhalb von zwei Tagen in und um Jerusalem aufflammten, besteht der Verdacht einer Welle von Brandstiftungen.

Die Entführung:
– Die IDF hat die Namen zweier Hamas-Mitglieder zur Veröffentlichung freigegeben; diese sollend die drei Jugendlichen entführt haben.

Heckmeck:
Putin an Abbas: Ich würde gerne sehen, dass der Friedensprozess wiederbelebt wird.
– Was soll man von diesem Mann noch halten? Shimon Peres ist in Washington und spricht vor dem Kongress: „Friedenspartner“ Mahmud Abbas wird von ihm mächtig gelobt, die Araber sind keine Feinde Israels. Realitätsverlust ist da wohl noch eine milde Bewertung.
Eine bisher unbekannte Gruppe, die sich „Hisbollah-Brigaden“ (YNet: Hisbollah-Regimenter) nennt, will die 3 Jugendlichen als Rache für den angeblich von Israel 2008 ermordeten Ismail Mughniyeh entführt haben. Das wäre dann die dritte Gruppe, die die Jugendlichen entführt zu haben beansprucht.

Freitag, 27.06.2014:

Die Hamas hat Raketenschützen verhaftet, die Israel beschossen – nicht, weil die Raketen falsch wären, sondern weil sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt geschossen wurden und von einer Gruppe, die sich von der Hamas abgespalten hat, weil diese nicht radikal genug seien.

Der EU-Botschafter in Israel warnte (erneut), „Europa“ verliere wegen des Siedlungsbaus die Geduld mit Israel.

Israelische Kinderärzte retteten 5 palästinensischen Herzpatienten das Leben. „Kinder sollten nicht Teil des Konflikts sein“, heißt es dazu.

Heckmeck:
Mahmud Abbas behauptet gegenüber Israel: Wenn ihr Terroristen freilasst, nehmen wir die Gespräche wieder auf. (Die Gespräche darüber, wie Israel sich dem Selbstmord hingeben kann…)

Samstag, 28.06.2014:

So sind sie, die Friedenspartner auf der anderen Seite der Grenze: Der jordanische Politik-Analyst Bassam Badaren klärt zu den entführten israelischen Jugendlichen auf, dass es in Israel keine Kinder gibt, sondern nur Soldaten.

Arabische Medien zeigen ein Video, das die Eliminierung der zwei Terroristen am Freitag zeigen soll. Es beweist zumindest, dass die Luftwaffe sehr präzise und ohne Kollateralschäden gearbeitet hat.

Der stellvertretende Hamas-Führer Mussa Abu-Marzouk offenbarte, dass trotz der „Einheits“-Regierung die Hamas weiter im Gazastreifen fest im Sattel sitzt und den Raketenterroristen freie Hand lässt. Er erklärte außerdem, dass der von Ägypten vermittelte Waffenstillstand mit Israel von 2012 eine strategische Leistung war und zum Ausbau der (militärischen) Stärke genutzt wurde.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (04.-10.11.2012)

Sonntag, 04.11.2012:

Gestern wurden im Sinai 3 ägyptische Polizisten ermordet. Sechs weitere kamen ins Krankenhaus. Die arabischen Medien wissen schon und „beweisen“, wer die Täter sind: „Zionisten“, denn die Täter hatten Autos und schwere Waffen. (Jetzt warten wir noch darauf, dass ein „Zeuge“ sagt, sie hätten jüdisch ausgesehen.)

Die Fatah geilt sich wieder auf: Sie werde „in Kürze“ Informationen über Geheimgespräche veröffentlichen, die zwischen Israel und Palästinensergruppen einschließlich der Hamas geführt werden, um den PA-Antrag bei der UNO zu verhindern. Klar, die Hamas begibt sich in strategische Gespräche mit Israel!

Dienstag, 06.11.2012:

Die Jihadisten im Sinai bringen zwar gerne mal ägyptische Polizisten um, aber sie haben nur einen Grund dafür: Israel. Denn: Unser einziger Feind sind die Juden. Oh, also doch nicht Israel. „Die Juden“. Sage niemand, Antizionismus sei kein Antisemitismus.

Mittwoch, 07.11.2012:

Dieselbe Leier wie immer: Es werden Bauanträge für Wohnungen in „Ost“-Jerusalem und Ariel gestellt und die EU (diesmal die Außenminister von Großbritannien und Deutschland vorneweg) giften wieder „Friedenshindernis“. (Danke, Obama! Schwachsinn setzt sich weiterhin durch.)

Tony Blair spinnt: Obamas Sieg wird die Friedensverhandlungen wiederbeleben. Wie bitte? Wie den das? Dazu müsste Israel dem staatlichen Selbstmord vorab zustimmen, den die Terroristen fordern. Und den Obama, will er irgendetwas voran bringen, von Israel verlangen wird.

Donnerstag, 08.11.2012:

Das hässlichste Gesicht der EU-Politik musste natürlich auch wieder mit unangemessenem Vokabular den Hausbau in „Ost“-Jerusalem verdammen.

Heckmeck:
Meretz-Vorsitzende Zehava Gal’on forderte Obama auf, die PA bei ihrem UNO-Antrag zu unterstüzten und ihre Status auch bei Washington aufzuwerten. Damit würde der Friedensprozess wieder in Gang gesetzt. Linksextremisten halt, irre wie üblich.

Samstag, 10.11.2012:

Mal abgesehen davon, dass der Oslo-Prozess schon lange tot ist: Uns soll doch von „Experten“ und Führungspolitikern verkauft werden, die Aufwertung der PA bei der UNO werde den „Friedensprozess“ wiederbeleben. Was für ein Schwachsinn! Das glauben nur westliche Vollidioten, selbst noch nachdem die Fatah verkündete, dass nach einer Aufwertung die Oslo-Vereinbarungen aufhören werden zu existieren und man mit dieser Aufwertung Israel endlich vor den Internationalen Kriminalgerichtshof zerren kann. Was ist daran friedlich? Was gibt es daran, das auf eine friedliche Lösung des Konflikts hindeutet? NICHTS!

Kriegt er kalte Füße oder beugt er sich Druck? Abbas soll „ernsthaft überlegen“ seinen Antrag bei der UNO auf Januar zu verschieben. Palästinenserquellen geben an, das sei der Fall, damit Obama Zeit habe seine zweite Amtszeit zu organisieren.

Finanzminister Steinitz droht die Steuergelder für die PA einzufrieren, sollte sie mit ihren Antrag bei der UNO einreichen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24.09.11)

Sonntag, 18.09.2011:

Abbas Zaki, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, schimpft, die Ausrufung/Anerkennung eines Palästinenserstaates und das „Rückkehrrecht“ der „Palästinenser“ müssten in Übereinstimmung mit Resolution 194 durchgesetzt werden. Komisch: Da die Araber die Resolution ablehnten, ist sie hinfällig, jetzt soll sie auf einmal gelten? Und komisch: Dann müssten die Araber aber auch den jüdischen Staat anerkennen!

PA-Quellen beschuldigten Tony Blair, er handle wie ein israelische Politiker, nicht wie ein internationaler Vermittler, weil er PA-Chef Abbas unter Druck setzt den Antrag bei der UNO zu streichen. Auch Dennis Ross und David Hale von der UNO (beides keine Freunde Israels) wurde vorgeworfen sich „undiplomatisch zu verhalten“. Was immer das heißt, es bedeutet, dass jeder niedergemacht wird, der den Terroristen ihre Forderungen nicht zu mindestens 100% erfüllt.

Die IDF hat ein Video von den Krawallen am Wochenende eingestellt.

Heckmeck:
Die PA droht den USA: Ein Veto gegen den Anerkennungsantrag bei der UNO wird die Zweistaatenlösung „zerstören“. (Heißt wohl: Dann wollen sie „wieder“ das „ganze“ „historische“ „Palästina“ samt zugehöriger Vernichtung Israels mit ethnischer Säuberung des Landes von Juden. Sagen wir: Sie machen es offiziell wieder offiziell.)
Besonders niedlich: Im Fall eines Vetos wird Herr Abbas die Rückkehr sämtlicher „Flüchtlinge“ „von 1948“ nach Israel fordern. Als wenn er das nicht schon immer getan hätte.
– Wäre auch erstaunlich gewesen, hätten sie sich anders entschieden: Norwegen wird die PA als Staat anerkennen.
Die Hamas hat ihren eigenen Vorschlag für die UNO: Sie soll einen Palästinenserstaat im ganzen „historischen Palästina“ anerkennen, einschließlich dem, was heute Israel ist.

Dienstag, 20.09.2011:

Wegen einer Bombendrohung musste das israelische Konsulat in Marseille evakuiert werden. Die Bombe erwies sich als blinder Alarm.

PA-„Außenminister“ Riad al-Maliki verkündete, dass für die Erneuerung der Gespräche Israel erst einmal sämtliche Vorbedingungen der Terroristen erfüllen muss.

König Abdallah von Jordanien macht allein „Israels Führung“ dafür verantwortlich, dass die „Friedens“-Verhandlungen mit den Terroristen noch nicht wieder aufgenommen worden sind. Sie blockierten die Straße zum Frieden.

Heckmeck:
Eine US-Quelle behauptet, die Gespräche des „Nahost-Quartetts“ zur Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israel und der PA seien „produktiv und müssten fortgesetzt werden“. Was genau das heißen soll, war nicht festzustellen; die PA hat immer wieder betont, dass unabhängig von allen anderen Maßnahmen – auch Verhandlungen – der Antrag bei der UNO gestellt werden soll. Offizielle Antragstellung ist 14.05 Uhr am Freitagmittag (20.05 Uhr MESZ).

Mittwoch, 21.09.2011:

Präsident Obama am 21.09.2011 (manchmal sagt er sogar etwas teilweise Richtiges): Frieden hängt von Kompromissen zwischen Völkern ab, die noch lange miteinander leben müssen, nachdem wir zu Ende geredet haben.
Mahmud Abbas (11. November 2010): Ich fordere jeden heraus auch nur ein einziges Zugeständnis zu finden, das von unseren Hauptprinzipien seit 1988 abweicht.
Kommentar Elder of Ziyon: Frieden verlangt Kompromisse. Die Palästinenserführer lehnen das ab. Und sie prahlen damit.

BBC-Schlagzeile: „Palästinensische Eigenstaatlichkeit in der Westbank und dem Gazastreifen“
Darunter ein Bild (Video) aus Ramallah mit Abbas-„Palästina“ im Bild: Israel gibt es nicht. (Die BBC blind, die PA offen – und niemand will es sehen.)

Heckmeck:
Ulrich Sahm berichtet (E-Mail): Präsident Barack Obamas Rede in der UNO wurde von allen elektronischen Medien in Israel live übertragen und simultan ins Hebräische übersetzt. Reporter, Rechtsexperten und sogar Außenminister Avigdor Lieberman gaben erste Kommentare ab. „Die Rede Obamas packe ich mit beiden Händen“ sagte der Außenminister in einem Statement in New York. Alan Baker, ein ehemaliger Rechtsberater des israelischen Außenministeriums, zählte vor allem Punkte auf, die Obama nicht erwähnte. So kamen weder wie „Linie (Grenze) von 1967“, noch ein Gebietsaustausch  oder die israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten vor. Aus guten Gründen habe Obama den Weg von Südsudan beschrieben, das sich erst nach viel Gewalt, langen Verhandlungen und nach der Staatsausrufung an die UNO gewandt habe, um Mitglied zu werden. Indirekt habe Obama so die Palästinenser kritisiert, den umgekehrten Weg zu gehen.
Dann habe Obama in aller Ausführlichkeit die Umstürze im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ in Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien und anderen Ländern beschrieben, ehe er zum Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern überging.
Reporter bemerkten, dass Mitglieder der palästinensischen Delegation, besonders Chefverhandler Saeb Erekat, während der Rede Obamas einen „Gesichtsausdruck der Unmut“ gezeigt hätten. Ein ehemaliger palästinensischer Minister Kadura Fares, sagte in Ramallah nach der Rede Obamas, dass die USA „in der ganzen arabischen Welt schwere Verluste“ erleiden würden, falls sie gegen die palästinensische Initiative im Sicherheitsrat ein Veto einlegen sollten. Er sagte das auf Hebräisch einem israelischen Fernsehteam, das auf dem Weg zum Stadtzentrum von Ramallah „attackiert“ worden sei. Das Team habe beobachtet, wie eine amerikanische Flagge in Ramallah verbrannt worden sei. Fares verurteilte „jegliche Verbrennung von Flaggen“.
Andere israelische Reporter berichteten live aus Ramallah, von einer „idyllischen Ruhe“, viel weniger Menschen auf den Straßen bei den Feiern, als angekündigt und weiteren Treffen zwischen hohen israelischen und palästinensischen Offizieren. Beide Seiten rechnen mit Ruhe, obgleich einzelne Gewaltausbrüche befürchtet werden.

Donnerstag, 22.09.2011:

Abbas‘ Sprecher Nabil Abu Rudeineh sagte am Mittwoch, die PalAraber seien bereit mit Israel wieder Verhandlungen aufzunehmen, wenn dieses vorab die territorialen Forderungen der Terrorgruppen akzeptiert.

Heckmeck:
PA-Repräsentanten haben in der UNO für ihre Eigenstaatlichkeit geworben – mit Landkarten, auf denen Israel nicht existiert. So viel dazu, was die Terroristen wollen.
Die Hamas will keinen Palästinenserstaat – sollte ein solcher von der UNO anerkannt werden, werden die PalAraber nicht weiter in der Lage sein gegen Israel zu kämpfen.
Sarkozy sagt, das US-Veto werde zu muslimischer Gewalt führen. Und deshalb soll man den Terroristen ihren Willen geben?

Freitag, 23.09.2011:

Ein weiteres Mal hielt Abbas eine Rede, die seine Unnachgiebigkeit beweist – am Abend vor seinem Auftritt bei der UNO. Und er bekam donnernden Applaus von arabischen Amerikanern.
Der Lügner behauptete weiter, die Mehrheit der israelischen Bevölkerung wolle Frieden, die israelische Regierung nicht. (Alle Israelis wollen Frieden, nur die Terroristen nicht – außen den Friedhofsfrieden über jüdischen Gräbern.)
Zu Abbas‘ Rede hatte der Palästinensische Islamische Jihad (Terrorgruppe unter der Fuchtel der Hamas) gleich etwas zu sagen: Das repräsentiere ein Unterfangen, das keinen Konsens [unter den „Palästinensern“] habe und man werde kein Stück Palästinas aufgeben.

Vor der UNO beschuldigte Mahmud Abbas Israel der ethnischen Säuberung Jerusalems. (Der Lügenbolzen „vergisst“, dass die arabische Bevölkerung Jerusalems stärker zunimmt als die jüdische.)

Sie suchen sich weiter die notorischen Völkermörder, Holocaustleugner, Kriegstreiber, Kriegsverbrecher als Freunde aus: Ein Fatah-Offizieller behauptete: Die USA sind Völkermörder, die Palästinenser sollten sich Ahmadinejad zuwenden.

Heckmeck:
Das Nahost-Quartett hat sich auf einmal doch noch auf eine Erklärung geeinigt, von der es hofft, dass es „Israel und die Palästinenser“ zurück an den Verhandlungstisch bringt.
Ban Ki-moon leitete den Antrag der PA an den Sicherheitsrat weiter.
Der Vorschlag des Quartetts beinhaltet mal wieder einen Zeitplan. Besser wäre ein auf Leistungen basierender Vorschlag. (Kein Wunder, dass Saeb Erekat den Vorschlag ganz toll findet – falls Israel vorher Forderungen der Terroristen erfüllt.)
– Der PA-Antrag soll anscheinend Montag im UNSC diskutiert werden.

Samstag, 24.09.2011:

Heckmeck:
Tony Blair findet, das Quartett bewege sich mit seinem Vorschlag für Verhandlungen auf Richtlinien zu, die beide Seiten akzeptieren können. Er scheint nur zu vergessen, dass von den Arabern immer gleich Zusatzbedingungen gestellt werden und die trotzdem ihr Ziel der Vernichtung Israels nicht aufgeben. Den Stufenplan scheint er immer noch nicht begriffen zu haben. Er scheint auch nicht zu hören, was Abbas sagt: NICHTS kann „die Palästinenser“ davon abbringen ihren Antrag durchbringen zu wollen. Und so lehnte der Terrorchef den Quartett-„Plan“ auch umgehend ab, während Netanyahu in – wieder mal – akzeptierte. Sogar Avigdor Lieberman findet, Israel solle den Vorschlag annehmen, um Abbas dazu zu bringen an den Verhandlungstisch zu kommen!

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2011“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).