Nur dagegen sein ist der falsche Ansatz

Paula R. Stern, Facebook, 8. Oktober 2020

Ich habe Tage lang überlegt, ob ich das schreiben soll, aber es hat so sehr überhand genommen, dass ich das Gefühl bekam, ich müsse etwas tun.

Eine negative Botschaft ist eine ineffektive Botschaft.

Ich sage Firmen immer, wenn ihre Hauptbotschaft mit der Angst oder der Verletzbarkeit der Leute spielt, dann ist es vielleicht an der Zeit zurück ans Reißbrett zu gehen. Verbreitet eine positive Botschaft. Das kommt bei den Leuten etwas viel besser an. Sagt mir, warum ich euer Produkt brauche, nicht warum das Produkt der Konkurrenz stinkt.

Wir alle kennen dieses Geschäft, aber in der Politik vergessen wir das irgenwie.

Die amerikanische Politik ist das perfekte Beispiel. Ich musst immer noch jemanden finden, der mir etwas erklärt, warum er für Biden stimmt, das nicht „Er ist nicht Trump“ ist. Das ist keine positive Sichtweise und keine positive Botschaft.

Es erinnert mich an die palästinensische Autonomiebehörde. Wie lautet die Hauptbotschaft ihrer Charta? Kein Israel! Hm, wie wäre es damit mir zu sagen, was positiv ist und nicht eure gesamte Existenz und Identität auf dem Völkermord an einer Nation und der Vernichtung eines Staates zu gründen? Kein Wunder, dass sie als Volk keine Fortschritte gemacht haben. Sie wollen nicht voran kommen, sie wollen zerstören. Ich rede von der Führung, nicht dem Durchschnittsmenschen auf der Straße.

Die israelische Politik ist natürlich nicht anders. Mein gesamter Feed ist voll mit Leuten, die das Wort „geh“ als Profilbild haben. Es richtet sich gegen Netanyahu und wie sehr sie ihn aus dem Amt haben wollen.

„Geh“? Kannst du das wirklich nicht besser? Sie protestieren auf der Straße dafür, dass Bibi zurücktreten soll, statt die Leute zu ermutigen rauszugehen und Bibi demokratisch aus dem Amt zu wählen. Das wäre eine positive Botschaft. Sagt mir, ich soll wählen gehen. Sagt mir, wer ihn ersetzt, schreibt nicht einfach nur „geh“.

Wie kann das eine positive Botschaft sein?

Jeder konzentriert sich auf Negatives und das ist so außer Kontrolle geraten, dass die Leute Trump bei seiner Infektion mit COVID wörtlich einen negativen Ausgang wünschen! Echt jetzt, Leute? Sind wir so tief gesunken?

Ich verstehe: Ihr mögt den Mann nicht, ihr glaubt, er ist verrückt. Ich könnte zustimmen oder auch nicht. Aber jemandem, der mit einem Virus infiziert ist, etwas Schlechtes wünschen? Kommt schon, das könnt ihr besser.

Dasselbe gilt für Bibis Familie. Ja, sein Sohn sagt schwachsinnige Sachen. Auch seine Frau. Aber ihnen etwas Schlechtes wünschen? Kommt schon, das muss aufhören.

Ich habe immer noch keinen Post eines „Bibi-Hassers“ gefunden, der ihm Anerkennung wegen des Deals mit den USA zollt. Wie kann jemand das Positive daran leugnen? Ganz zu schweigen von all den anderen Gesprächen, die mit der arabischen Welt laufen. Können wir nicht zugeben, dass er etwas machte, was Lob verdient? Nein, denn das ist positiv und er ist Bibi. Nichts Positives gestattet.

Wir stecken alle gemeinsam in dieser Pandemie, sie ist der ultimative Gleichmacher der Gesellschaft. Keine Armen und Reichen mehr, keine Berühmten und Unberühmten, wir alle stehen vor derselben Bedrohung und wir können alle etwas Positives brauchen.

Ich sagte euch nicht, was ihr tun sollte, aber ich sage euch, dass so viel Hass und Negativität anzustauen nicht gut ist, für niemanden, auch nicht für euch. Hauptsächlich für euch.

Versucht Positives zu verbreiten. Ihr werdet euch um einiges besser fühlen.

Ist nur meine unbedeutende Meinung.

Was die taz-Kommunisten so meinen

Die taz kommentiert die von Trump vermittelten Friedensvereinbarungen zwischen Israel einerseits und den VAE sowie Bahrain andererseits.

Der Frieden zwischen Israel und zwei arabischen Golfstaaten sei zwar ganz nett, hinterlasse aber verbrannte Erde bei den Palästinensern, schreibt ein Jannis Hagmann; denn diese würden einfach ignoriert und an den Rand gedrängt. Und das ist pöse, von Trump, ganz pöse! Weil es eigene Überlegenheit demonstriert. Und das dürfen Amerikaner nicht, Juden schon mal gar nicht. Ohne Beteiligung palästinensischer Stimmen agiert der pöse Trump. Wie kann er nur?

Tja, er kann und er hat recht damit. Trump hatte ganz am Anfang seiner Amtszeit Abbas empfangen – und kurz darauf festgestellt, dass der Friedensengel ihn belogen und von vorne bis hinten verarscht hat. Dass der „Palästinenser-Präsident“ nichts in Richtung Frieden zu tun bereit ist. Dass die PA Israel immer noch vernichten will. Dass die palästinensische Öffentlichkeit aufgehetzt wird und die PA alles dazu einsetzt: Medien, Moscheen, Schulen, öffentliche Kundgebungen. Dass es nichts gibt, was auch nur ansatzweise andeutet, die Palästinenser könnten Frieden geben. Dass seitens der Palästinenserführung keine anderen Möglichkeiten auch nur in Erwägung gezogen werden als „Tages des Zorns“, Raketen und Terroranschläge/Judenmord. Dass sie bisher alle Friedensangebote, jedes einzelne davon, egal wie es aussah, in Bausch und Bogen abgelehnt haben – ohne Gegenvorschläge. Aber das alles zählt für die Intelligenzbestien der taz nicht. Der Kommentator Jannis Hagmann tönt:

In Palästina hinterlässt Trump, der sich vor der US-Wahl nun mit den ersten „Friedens“-Abkommen zwischen Israelis und Arabern seit 26 Jahren schmückt, verbrannte Erde. Nicht nur die korrupte, rückwärtsgewandte Führung in Ramallah und die Terrorregierung in Gaza sehen sich betrogen. Die neokoloniale und dezidiert antipalästinensische Stoßrichtung der US-Nahostpolitik ist auch den Menschen im Westjordanland und Gaza nicht verborgen geblieben.

Er weiß es: Die Führung in Ramallah ist eine, mit der es nicht geht. Die im Gazastreifen sind reine Terroristen. Nur die Folgerung, die lautet nicht: Mit solchen Leuten geht nichts; nein, die lautet bei ihm: Scheißegal, die müssen weiter hofiert werden, denen muss weiter Zucker in den Arsch geblasen werden, die müssen freie Hand haben.

Dass für Fortschritte im Nahen Osten neue Ansätze ausprobiert werden müssen, das kommt den Berliner Pfeifen nicht in den Sinn. Sie glauben tatsächlich, dass immer wieder dasselbe zu versuchen, was sich seit 100 Jahren als Dauer-Fehlschlag erwiesen hat, doch noch das richtige Ergebnis bringen wird. Was auch immer das sein mag. Keine Ahnung, was die wirklich wollen. Im Zweifelsfall ein Israel ohne gleichberechtigte Juden, wo die Araber ihren 24. Muslimstaat haben, in dem Juden Bürger zweiter Klasse sind.

Dass statt Terroristen zu hofieren sie zu besiegen eine erfolgreiche Möglichkeit sein könnte – geht gar nicht. Es darf keine besiegten Araber geben. Terroristen müssen überzeugt werden. Auch wenn sie sich nicht überzeugen lassen wollen. Kotau ist immer Klasse. Das wird ihnen Angst machen und sie werden aufhören. Appeasement nennt man das und das hat schon seit 1920 nicht funktioniert, als Haddsch Amin al-Husseini zur Belohnung für seinen antisemitischen Hass von den Briten zum Großmufti von Jerusalem ernannt wurde. Aber egal, wir probieren das immer weiter. Einstein lässt grüßen, aber das werden die Kommi-Schmierer nicht akzeptieren, da sind sie genauso verbohrt wie die PLO & Co.

Ach übrigens „verbrannte Erde“: Das war wohl so rein intellektuell dahingeschrieben, nicht wörtlich, sondern bildlich gemeint, weil bei Trump ja nichts übel genug dargestellt werden kann. Tatsächliche verbrannte Erde gibt es aber auch. Die ist in Israel zu finden. Und die ist nicht von den Juden gemacht. Auch nicht von den Amis. Die verbrannte Erde in Israel wird von Arabern geschaffen, die sich „Palästinenser“ schimpfen – mit Hilfe von Kinderdrachen und heliumgefüllten Luftballons, an die Sprengsätze und Brandsätze gebunden werden, um in Israel möglichst großen Schaden an Landwirtschaft und Natur sowie bei der Zivilbevölkerung anzurichten. Darüber finden sich bei den Kommunisten-Schmierfinken nichts. Da kommt auch nichts von Umweltschützern. Wenn es gegen die Juden geht, dann ist alles egal: Menschenrechte, Umweltschutz, Demokratie. Dafür gibt es einen Begriff…

Der neue Ansatz von Trump ist richtig. Den Palästinensern muss demonstriert werden, dass sie mit ihrer Haltung nicht mehr weiter kommen, keinen Erfolg mehr haben. Die Palästinenser müssen ihr Ziel der Vernichtung Israels, der Beseitigung des jüdischen Staates aufgeben, damit Frieden möglich ist. Davon kann man sie nicht überzeugen, indem man weiter macht wie bisher – was jedem normalen Menschen klar sein sollte, denn das immer weiter angewandte Rezept hat absolut nichts gebracht, sondern die Haltung der Terroristen immer nur bestärkt. Ihnen muss klar werden, dass sie damit nicht mehr weiter kommen. Das geht nur, wenn sie einsehen, dass sie besiegt sind. Was für linke Gutmenschen und Ideologen nicht statthaft ist. Jedenfalls nicht im Fall des jüdischen Staates. (Habe ich schon gesagt, dass es dafür einen Begriff gibt?)

Dazu kommt dann noch die Trump-Phobie – nein, Phobie kann man das nicht mehr benennen, das ist manisch. Was immer Trump macht, es kann nur falsch und böse sein. Wenn Trump sagt, der wolkenlose Himmel sei blau, wird selbst das noch „kritisiert“ – also beschimpft und Trump als Lügner bezeichnet. „Trump Derangement Syndrome“ nennen das – natürlich böse, rechtsradikale, übelst rassisitische – Amerikaner. Und dieser Wahn führt dazu, dass alternative Möglichkeiten außer der Hofierung der Terroristen und der Verdammung des jüdischen Staates weiterhin gar nicht erst in Betracht gezogen werden dürfen. Ganz im Sinne der Judenhasser in Ramallah und Gaza, Teheran usw. Sie werden bestärkt ihren Hass und ihre Fantasien zur Vernichtung Israels weiter zu leben. Warum? Was macht diese Leute so verbohrt, dass sie nichts und niemanden als sich selbst gelten lassen? Ideologie. Feindbilder. Und die richten sich gegen – die Juden Israels. Ach ja, das mit dem Begriff dafür …

Keine Ahnung von nichts, dafür aber davon ganz viel – und jede Menge Hass

Die Basler Zeitung berichtet (online) über einen Industriepfarrer (was ist das, predigt er Maschinenparks?) namens Martin Duerr, der kaum verhohlen zum Mord an Präsident Trump aufgerufen hat. Geschehen auf Facebook in seinen sogenannten „Nachtgedanken“.

Jetzt ist das nicht leicht nachzuprüfen, da des Pfarrers Konto nicht öffentlich ist, sondern man mit ihm „befreundet“ sein muss, um seine Inhalte zu sehen. Fragt sich, seit wann das so ist. Ich vermute mal ganz böse: Seit der den Mordaufruf eingestellt hat und deshalb Gegenwind bekommt. Der dürfte ziemlich happig und wenig erbaulich aussehen; im Netz hält sich oft mancher ungerne mit Höflichkeiten auf. Aber das ist noch mehr Spekulation.

Keine Spekulation ist, was der Herr Pfarrer da von sich gegeben hat, auch wenn seine Anhänger und weitere Trumphasser sofort von „aus dem Zusammenhang gerissen“ tönen. Wenn ich dieses Argument höre, kriege ich Plack. Es ist der Standardvorwurf bei allem, was kritisch zum Islam gesagt wird, wenn Hass auf „Rechte“/„Populisten“ oder sonstige unbotmäßig denkende/agierende Menschen geschürt werden soll und jemand sich kritisch damit auseinandersetzt. Und es ist natürlich auch bei Hetze gegen Trump der Fall, wenn jemand entlarvt, wie verbrecherisch diese ist.

Von daher – geschenkt, „aus dem Zusammenhang gerissen“ kann ignoriert werden. Fassen wir zusammen:

Der Herr Pfarrer schreibt: „Wie kann es sein, dass sie einen pathologischen Lügner und Narzissten wählten und ihn weiterhin anbeten, als wäre er Gott? Wann ist der Moment gekommen, einen faschistischen Diktator umzubringen? Was braucht es noch außer den 10’000 und vermutlich bald 100’000 Menschen, die jetzt sterben, alleine wegen seinem perversen Wunsch, an der Macht zu bleiben, und seiner unendlichen Gier?“

Das offenbart die ganze hasserfüllte Ahnungslosigkeit dieses angeblichen Gottesmannes. Glaubwürdiger wäre es, hätte er auch von Obama gesagt, dass dieser ein pathologischer Lügner und Narzisst ist, denn auf den trifft das zu 100% zu. Zu Trump kann man das sicher auch angeben, aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger zeigt Trump auch Empathie und hilft z.B. mit Schecks persönlich – etwas, das Obama nie gemacht hat. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger (und vielen weiteren Präsidenten der Demokraten) hat sein Vermögen im Amt nicht zugenommen, sondern sich sehr deutlich verringert; er wollte auf sein Präsidentengehalt verzichten, was nicht gestattet wurde – seitdem spendet er es. Damit ist der Vorwurf „unendlicher Gier“ vom Tisch, aber das wird jemand wie Pfarrer Duerr niemals eingestehen.

Die BaZ nimmt auch die Behauptung auseinander, die amerikanischen Corona-Toten seien (allein) durch Trump zu verantworten.

Desweiteren scheut Trump nicht davor zurück Trump mit Hitler auf eine Stufe zu stellen und ihn als Diktator zu bezeichnen. Dagegen nimmt sich sein Satz, Trump habe mit Wahlbetrug und Russlands Hilfe 2016 die Wahl gewonnen schon harmlos aus. Beides zeigt aber, dass der „Gottesmann“ sich für Fakten nicht interessiert, sondern einzig seinem Hass frönt und keine Ahnung von Demokratie und Diktatur hat. Weder sind die Wahl-Vorwürfe auch nur ansatzwese bewiesen, noch ist Trump ein Diktator. Außer natürlich, es macht einen zum Hitler, dass große Menschenmengen sich zu Wahlkampfauftritten drängen. Was natürlich nur für „Rechte“ und „Populisten“ gilt, aber niemals für Linke. Hätte Bernie Sanders große Menschenmengen angezogen und jemand hätte ihn dafür zum (potenziellen) Diktator erklärt, wäre der Herr Pfarrer wohl vor Empörung im Dreieck gesprungen. Wir kennen das: Was sie bei sich selbst richtig und positiv finden, ist bei anderen Sünde hoch drei.

Dieses unanständige zweierlei Maß zeigt die BaZ auch anhand der Corona-Maßnahmen des US-Präsidenten auf: Seine Einflug-Verbote, zunächst aus China, dann auch aus der EU – als erste Maßnahme wurden von links und aus Europa heftigst kritisiert, inzwischen heißt es, er habe nichts unternommen, erst viel zu spät. Wie üblich: Der Missliebige kann tun oder lassen, was er will, es ist Grund für „Kritik“. Und Kritik ist in diesem Fall Hetze und Verleumdung. Sachliche Auseinandersetzung ist nicht opportun. Da könnte man ja argumentativ unterliegen.

Dass die Corona-Opferzahlen aus den USA manipulativ eingesetzt werden, ist auch klar, verwundern tut es natürlich nicht. So manchem dürfte bereits aufgefallen sein, dass immer nur die Zahl der Opfer angeführt wird, aber kaum einmal die Verhältnismäßigkeit? 10.000 Corona-Tote auf die Gesamtbevölkerung der USA gerechnet ist schon eine andere Nummer als auf die Gesamtbevölkerungszahl der Schweiz oder auch Deutschlands. Aber erst damit ergibt sich ein Vergleich. Wenn schon nur die Anzahlen genannt werden, dann müssten die der USA mit der für die gesamte EU verglichen werden, weil deren Bevölkerungszahl der der USA in etwa entspricht – aber in dem Moment, wo das gemacht wird, schneidet die EU auf einmal mehr als deutlich schlechter ab. Also wird das von den Sand-in-die-Augen-Streuern tunlichst vermieden.

Von den föderalen Strukturen und Verantwortlichkeiten in den USA hat der Herr Pfarrer – wie die sonstigen Amerika-Basher – übrigens auch keine Ahnung. So sehr hervorgehoben wurde, dass Trump neulich so bescheuert tönte, er als Präsident habe über Lockerungen der Einschränkungen zu entscheiden: Das ist vor allem Aufgabe der Gouverneure/Regierungen der Bundesstaaten und teilweise darunter angeordneter Institutionen. Dass einige Gouverneure der Demokraten eng mit der Regierung in Washington zusammenarbeiten und diese loben, kommt hier nicht an bzw. wird unter den Teppich gekehrt. Dass die schlimmsten Corona-Herde in von Demokraten regierten Bundesstaaten liegen, spielt auch keine Rolle, wenn man alles Trump in die Schuhe schiebt. Die sind dessen Opfer. Dass Trump einige Lügen des Gouverneurs von New York mit Fakten entkräftete – wer weiß das schon, das interessiert nicht, das kennen wir schon von der widerlegten Russland-Wahlbetrugs-Kampagne. Dass die hanebüchendsten Einschränkungsmaßnahmen ohne jeden Bezug zur Realität von Gouverneuren der Demokraten kommen, weiß auch niemand (s. u.a. Kalifornien oder Michigan). Mich würde interessieren, ob der Herr Pfarrer davon überhaupt etwas mitbekommen hat. Ich gehe jede Wette ein: Hat er nicht, will er nicht, interessiert ihn nicht.

Stattdessen will er „Tyrannenmord“ sehen. Sehr christlich. Oh, er führt Bonhoeffer an, der „Tyrannenmord“ im Fall Hitler offenbar befürwortete. Herr Pfarrer Duerr zeigt aber deutlich, dass er keinen regulären Begriff eines Tyrannen hat (s. zur Definition auch hier). Was ist Trump für ein unfähiger Tyrann, wenn drei Jahre nach seiner Wahl die Opposition immer noch unbeschadet agiert und sogar in dieser Zeit bei den „midterm elections“ die Mehrheit der Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen konnte? Allein die Tatsache, dass die Demokraten seit 2018 mit Nancy Pelosi wieder die Parlamentspräsidentin stellen widerlegt die Lüge des „Diktators Trump“, geschweige denn des „Hitlers Trump“. Eine Presse, die fast komplett auf der Seite der Trump-Hasser steht und sich für keine Verdrehung, Verzerrung und Lüge zu schade ist, um Trump übel dastehen zu lassen, spricht auch Bände. In einer Diktatur wäre das nicht ansatzweise möglich. Da wäre es höchstens umgekehrt: Alles hofiert den Präsidenten und es gibt vielleicht das eine Feigenblatt, das ihm nicht offiziell huldigt. Die Lage in den USA ist genau anders herum.

Dass dieser Pfarrer ziemlich unverhohlen die Ermordung des gewählten Präsidenten der USA fordert, spricht Bände über sein Christsein. Bonhoeffer hat lange mit sich gerungen, um die Ermordung Hitlers für zulässig zu befinden. Hat Duerr einen solchen Prozess durchlaufen? Er hat mit Sicherheit nicht ansatzweise so lange gebraucht wie Bonhoeffer, um sich zu entschließen das zu unterstützen. Zudem kommt er aufgrund objektiv falscher und verlogener Argumente zu seinem Entschluss. Das spricht gegen ihn. Das spricht dafür, dass er keine wirklich Ahnung von dem Glauben hat, den er durch seinen Beruf angeblich vertritt. Dieser Mann ist so wenig ein Vorbild, das sich persönlich ihm absprechen mag Christ zu sein. Er ist politisch verblendet und von Hass erfüllt.

„Ich konnte nie so radikal sein wie er“ (wie Bonhoeffer), lässt der Amtsträger wissen. Stimmt; Bonhoeffer war durch und durch Jünger Jesu. Davon ist Duerr meilenweit entfernt. Aber er meinte das anders, wähnt sich auf der Seite Bonhoeffers. Auf der Seite des Guten. Wie alle Radikalinskis, die die Welt mit Hass voran bringen wollen. Dass dieser Pfarrer ausgerechnet Bohnhoeffer als Kronzeugen für seine Überzeugung anführt, Trump müsse gewaltsam beseitigt werden, ist der blanke Hohn.

 

Update:

Am 20. April berichtet die BaZ, dass der Pfarrer sich entschuldigte:

Nun entschuldigt sich Martin Dürr auf Facebook: «Wer mich kennt, weiss: Nichts liegt mir ferner als zum Mord an einem Menschen aufzurufen. Er tut mir leid, dass dies so verstanden worden ist.» Es sei ein Fehler gewesen, eine so komplexe Frage in so verkürzter Form wiederzugeben. Als Sofortmassnahme habe er sich nun ein Schreibverbot auferlegt: «Ich habe vieles dazugelernt. Und muss noch vieles lernen», so der Industriepfarrer.

Ich bin mal böse: Solche Entschuldigungen kennen wir zuhauf. Falsch verstanden worden, schlecht formuliert, verkürzt geschrieben. Dass er faktische Fehler machte, dass er Dinge falsch darstellte, dass er Gehässiges schrieb – das sieht er anscheinend nicht, zumindest gesteht er es nicht ein. Bis auf eines (s.u.).

Der Blick schreibt, der Pfarrer sei zu Kreuze gekrochen und zitiert ihn ausführlicher:

«In meinem Text habe ich – offensichtlich sehr unbedacht – über zivilen Ungehorsam geschrieben. Es ging mir in meinem Text nie darum, zum Mord an einem Menschen aufzurufen. Dass dies so verstanden wurde, bedauere ich sehr», sagt er zu BLICK.
Der Vergleich mit dem Naziregime sei zudem völlig verfehlt. Dürr: «Dafür möchte ich mich zutiefst entschuldigen. Diesen Facebook-Post würde ich so ganz sicher nicht mehr schreiben.»

Der Vergleich mit dem Nazi-Regime – darauf beruhte doch seine gesamte Argumentation. Wie sonst hätte er Bonhoeffer da mit reinargumentieren können? Was hat diese faktenfreie Trump-Hetze mit zivilem Ungehorsam zu tun?

Blick weiter:

Während des Texts relativierte Dürr jedoch seine Aussagen: «Natürlich zögere ich, zum Tyrannenmord aufzurufen», schreibt er. Klar hingegen scheint für ihn: «In den USA kann nur ein Umsturz eine noch viel grössere Katastrophe verhindern.»

Wieso Umsturz? Im Repräsentantenhaus haben die Anti-Trumper die Mehrheit. Die Gouverneure agieren nicht nach dem Dirigentenstab aus dem Weißen Haus, in der amerikanischen Föderation sind die Bundesstaaten weit autonomer als die Kantone in der Schweiz (oder die Bundesländer in Deutschland). Da gibt es große Unterschiede im Umgang mit der Corona-Krise. Außerdem wird im November in den USA der Präsident gewählt. Da bedarf es keines Umsturzes. Außer die Amerikaner erdreisten sich Trump erneut zu wählen. Aber dann wäre mit einem Umsturz dort die Demokratie beseitigt, nicht durch Trump gefährdet. Manchmal fragt man sich wirklich, was in Köpfen gewisser Leute vorgeht oder was die genommen haben. Unwissen über politische Verhältnisse und von Hass gefertigte Scheuklappen sind keine Mittel, die zur Analyse taugen.

Präsident Trumps ultimative Gelegenheit für einen Fototermin

John Hinderaker, PowerLine blog, 2. September 2017

Am Dienstag, als sich die Verwüstung durch Hurrikan Harvey auf ihrem Höhepunkt befand, besuchten der Präsident und Frau Trump Texas. Angemessenerweise mieden sie Bereiche, in denen aktiv Rettungsoperationen im Gang waren und konzentrierten sich stattdessen auf ein Treffen mit staatlichen und lokalen Behördenvertretern, um sicherzustellen, dass die Reaktionen auf den Hurrikan angemessen koordiniert werden. Fälschlicherweise, aber unvermeidlich kritisierten Demokraten den Präsidenten, weil er nicht mehr Flutopfer traf und nicht mehr „Empathie“ zeigte.

Heute nahm Präsident Trump die Linken diesbezüglich beim Wort. Er und Melania reiste noch einmal nach Texas, diesmal ums ich mit Opfern zu treffen und Bundeshilfen zuzusagen. Es war eine goldene Gelegenheit für Wohlfühl-Momente und Gelegenheiten für Pressefotos. Hier nur ein paar der Bilder, die es in die Nachrichten schafften:

Der Präsident kommt in Texas an und begrüßt Gouverneur Abbott, der nach einem außergewöhnlichen Unfall im Alter von 26 Jahren im Rollstuhl sitzt: Beim Joggen fiel ein Bau auf ihn. Hasst Trump Behinderte? Scheint nicht so:

Donald und Melania Trump gingen zu einem Treffen mit Hurrikan-Opfer in verschiedenen Notunterkünften usw. über. Der Präsident zeigte all die Empathie, die die Linken forderten – und mehr.

Moment mal! Hasst der Präsident nicht Schwarze? Offenbar nicht:

Schräg. Wenn man es nicht besser wüsste, sollte man glauben, das auch Melanie Schwarze nicht hasst.

Was haben wir sonst noch? Donald und Melanie servieren Leuten, die von Harvey obdachlos gemacht wurden, Mahlzeiten:

Hier ist mehr. Präsident Trump serviert vom Hurrikan obdachlos Gemachten Essen:

Das könnten wir ganz schön lange fortsetzen:

Für jetzt reicht es. Der Punkt ist: Die Linken versuchen Präsident Trump als Hasser darzustellen. Es gibt für diese Verleumdung keine Grundlage. Fakt ist, wie wir alle wissen, dass Hass sich größtenteils bei der Linken weilt und die hysterische Antipathie der Linken gegenüber unserem Präsidenten ist ein gutes Beispiel. Hurrikan Harvey hat mit dem Drängen der Linken Präsident und Frau Trump eine ausgezeichnete Gelegenheit geboten ihre Empathie für alle Amerikaner aller Rassen zu zeigen. Was zweifelsohne nicht das ist, was die Katastrophen liebenden Linken im Sinn hatten.

Anmerkung heplev:
Ich bin kein Trump-Fan; es gibt reichlich Kritik. Aber es ist einfach ein Unding, wie er verleumdet wird und wie die Linken daran arbeiten ihn schlecht zu machen und alles, was er tut, zu verunglimpfen – und das auch noch meistens mit erfunden Schlechtigkeiten und durch Auslassungen und Verdrehungen.
Abgesehen davon sieht man in diesem Bild, wie begeistert die Leute von Trumps Besuch waren; Gleiches gilt für sein überraschendes Auftauchen z.B. bei einer Hochzeit in einem seiner Hotels, als er übers Wochenende dort war (was mehrfach vorkam). Er ist ein schon doch Präsident des Volks, kein abgehobener, versnobter Gutmensch wie Obama, der auf andere herabblickte und sich tatsächlich für etwas Besseres hält. Deshalb versuche ich hier Korrekturen am vermittelten Bild Trumps weiterzugeben.
Melanie Phillips fasst die Lage in Sachen USA so zusammen:
Womit er es zu tun hat ist ein linkes Establishment und seine Linksaußen-Stoßtruppen (gestützt von rückgratlosen und missgünstigen Republikanern), die Illegalität, Missbrauch der Verfassung, Verachtung für Demokratie, verleumderischen Lügen und Rufmord, Obstruktionspolitik und Gewalt einsetzen, nicht nur gegen Donald Trump, sondern gegen Amerika – und gegen die Vernunft.

Kloppe

Was Charlottesville noch bewirkt hat:

Und mir nichts, dir nichts
redet keiner mehr von Russland.

Aber jetzt geht es wirklich jedem an den Kragen:

Dabei war der nicht mal im Bürgerkrieg. (Wer ihn nicht kennt: Das ist Colonel Sanders, der Erfinder von Kentucky Fried Chicken.)

Vergleichen wir mal – wann sind die Dinger dran? Schließlich sind sie riesige Monumente der Sklaverei:

Google hat diese Woche einen Mitarbeiter geschasst, der nicht die Meinung der Eliten teilt.

Suchen wir mal auf Google nach „Gedankenvielfalt“. Dann kommt vermutlich „Gedankenverbrechen“ bei raus:

Linke Hysterie-Themen:

Sie wollen Faschismus unterdrücken? Na ja…

Obama, der Superpräsi:

2008 versprach Obama Amerika fundamental zu verändern. Das Vorher und das Nachher sehen so aus:

Und wir sollten nicht vergessen, wer die Sauerei mit Nordkorea hinterlassen hat:

Obamedien:

Die zwei Hauptabteilungen der Qualitätsmedien: die Abteilung, die Nachrichten sammelt und die Abteilung, die aussucht, wie Trump beschuldigt wird.

Charlottesville, Trump/Konservative und die Medien:

Und sie schreiben Trump runter und runter und runter – und haben Meinungsumfragen dazu. Das Problem:

Holzfäller: Ich bin die [Schimpfwort] New York Times
und du kannst auf keinen Fall da oben sein!!

Macht aber nichts, sie nutzen die nationalen Krisen (oder was sie dafür halten), um Trump zu beschuldigen:

Trumps Fehler!

Das hier wird von Obamedien mit Sicherheit als falsche Gleichsetzung eingestuft werden:

Sind Kommunisten schlecht? Ja.
Sind Nazis schlecht? Ja.

Der Donald:

… und sein Umgang mit der Presse:

Noch irgendwelche Fragen?

Eine andere Meinung dazu, wie Trump mit dem Problem mit Nordkorea umging:

Kim: Okay, lass uns auf ein Remis einigen

Die Medien entdecken Religion in Sicherheitsfragen. Manchmal.

FirstOneThrough, 10. Februar 2017

Mehrere Nachrichten beschrieben Präsident Donald Trumps Vorschlag der vorläufigen Nichtaufnahme von Flüchtlingen aus vom Krieg zerrissenen Ländern als „Muslim-Verbot“. Die Medien führten die „sieben mehrheitlich muslimischen Länder“ an und hoben die Religion dieser Länder hervor.

Warum?

Es gibt auf der Welt etwa 50 mehrheitlich muslimische Länder. Das bedeutet, dass es viele weitere mehrheitlich muslimische Länder gibt, die NICHT von Trumps Erlass betroffen sind.

Was die sieben Länder – Syrien, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan, Iran und Irak – gemeinsam haben, sind instabile Regierungen. Syrien und der Jemen sind in Bürgerkriege verstrickt. Libyen und der Irak sind Failed States, die von Terroristen übernommen worden sind. Somalia und der Sudan sind Kombinationen aus beidem.

Und der Iran ist der führende staatliche Terrorsponsor der Welt (direkt vor Syrien und dem Sudan).

Warum also sagen die Medien nicht, dass diese sieben Länder Failed States sind, auf kein Verlass ist, dass sie die Bürger auf Sicherheit hin überprüfen? Es ist nicht so, als hätten die Medien in der Diskussion von Religion in Sachen amerikanischer Sicherheit eine Geschichte.

2014 entschloss sich die Obama-Administration, nachdem eine von palästinensisch-arabischen Terroristen geschossene Rakete in der Nähe des Flughafens von Tel Aviv einschlug, die Flüge aus den USA einzustellen. Sie strich ausschließlich die Flüge nach Israel, obwohl in verschiedenen Ländern Flugzeuge abgeschossen worden sind, darunter in der Ukraine, Russland, Indonesien und Ägypten. Richtig abgeschossen; nicht nur eine Rakete, die in der Nähe eines Flughafens einschlug und minimalen Schaden anrichtete.

Diskutierten die Medien, ob das Verbot verfassungswidrig oder ungerechtfertigt war? Stellten sie heraus, dass es muslimische Terroristen waren, die auf den israelischen Flughafen schossen? Dass Obama ein Verbot gegen das einzige mehrheitlich jüdische Land der Welt verhängte? Gingen überall in den USA Protestierende gegen das Verbot auf die Straße?

Nein, nein, nein und nein.

Offizielle Vertreter Israels protestierten laut. Ephraim Sneh, General im Ruhestand und stellvertretender Verteidigungsminister Israels, kritisierte die Entscheidung die Flüge einzustellen scharf. Er sagte, es sei ein Traum der Hamas-Führung Israel von der Welt draußen abzuschneiden. Eine Belohnung der Terroristen.

Doch praktisch niemand – außer dem Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg – äußerte wegen des Verbots Empörung. Bloomberg machte mehr als seien Empörung zu äußern – er flog sogar trotz des Verbots nach Israel.

Die Medien und die Demokraten kamen schon vor langer Zeit zu dem Schluss, dass Trump ein „erbärmlicher“ Rassist sei. Sie haben der Welt seit Jahren gesagt, sie sollte sich vor „Islamophobie“ in Acht nehmen und die größte Bedrohung der Sicherheit Amerikas komme von den Rechten.

Daher muss, wenn ein Rassist (Trump) muslimischen Flüchtlingen Schaden zufügt (das muss Islamophobie sein), die Religion laut hinausgerufen werden. Wenn aber ein friedliebender Linker (Obama) Israel Schaden zufügt (das gemäß den Mainstream-Medien nie wirklich unschuldig ist), dann gibt es keinen Bedarf über Religion (das mehrheitlich jüdische Land) oder Antisemitismus (den Obama überhaupt nicht hegen kann) zu reden.

Dieses voreingenommene Narrativ von kein Antisemitismus/echte Islamophobie und linker Reinheit/republikanischem Rassismus wird gewiss nicht aufhören.