Die UNO gibt einen Meisterkurs in Antisemitismus

Anne Bayefsky, Israel HaYom, 23. Oktober 2022

Nazi-Verbrechen schuldig. Das ist das Urteil einer UNO-„Untersuchungskommission“ zu Israel, die vom UNO-Menschenrechtsrat erstellt wurde, um naziartige Verbrechen der Dämonisierung und der Vernichtung des jüdischen Staates zu begehen. Moralische Umkehrung wie sie im Buche steht.

Die „Ermittlungskommission“ wurde im Mai 2021 eingerichtet und veröffentlichte ihren ersten Bericht für die Vollversammlung am 20. Oktober 2022. Keine einzige westliche Demokratie stimmte für die Einrichtung der Kommission, aber das oberste UNO-Rechtsgremium hat recht ungewöhnliche Eigenheiten. Nur 30 Prozent der Mitglieder des Menschenrechtsrats sind freie Demokratien: Islamische Staaten halten die Machtbalance durch ein System von Regionalgruppen und zu den Mitgliedern gehören Menschenrechtsleuchten wie China, Libyen, Somalia, der Sudan und Venezuela.

Die „Ermittlungskommission“ steht im Einklang mit ihren Architekten. Alle drei ihrer Mitglieder wurden ausgesucht, weil sie Israel bereits für Verbrechen schuldig erklärt hatten, mit deren Untersuchung sie erst noch beauftragt wurden. Der Auftrag der „Untersuchung“ trieft mit der enormen Breite, Umfang und Ressourcen vor zweierlei Maß.

Die Kommission gab ihren ersten Bericht an den Menschenrechtsrat im Juni aus und es dauerte nicht lange, bis ihre Mitglieder sich dadurch auszeichneten antisemitische Sprachbilder zu puschen. Mitglied Chris Sidoti aus Australien tat die Stimmen jüdischer Opfer von Diskriminierung mizt einer scharfen Erwiderung ab, dass „mit Antisemitismus-Anschuldigungen herumgeworfen wird wie mit Reis auf einer Hochzeit“. Im Juli behauptete ihr Mitglied Miloon Kothari aus Indien, „die jüdische Lobby“ und ihr Geld kontrolliere die sozialen Medien und die schlechte Presse der Ermittlungskommission. Er schlug auch vor Israel aus der UNO zu werfen.

Die Vorsitzende der „Ermittlungs“-Kommission, die ehemalige UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay, ist selbst jemand, die die Ente der „extremistischen Israel-Lobby“, die Verleumdung „Apartheid-Israel“ und BDS (Boykott, De-Investitionen, Sanktionen) puscht. So trat Pillay im August eine dreiste, eigennützige Verteidigung des haarsträubenden Verhaltens ihrer Kollegen los. UNO-Obrigkeiten unternahmen nichts, um sie aus dem Amt zu nehmen. Sie alle hatten offensichtlich die grundlegenden UNO-Regeln verletzt, die Unparteilichkeit, Objektivität und persönliche Integrität verlangen – was aber der Grund dafür ist, dass sie überhaupt ausgesucht wurden.

Der neue Bericht an die Vollversammlung ist daher zwar keine Überraschung, er ist aber ein verstörender Beweis für die moralische Verderbtheit des UNO-Menschenrechts-Apparats und seiner Funktionäre.

Der Bericht ist durchsetzt mit einer Serie hervorgehobener Zitate von Palästinensern in Hebron. Sie sind allesamt ohne Datum, nicht unterschrieben, anonyme Beschuldigungen ohne Beweise, haben nicht einmal eine Fußnote. Eines enthält eine Ritualmordlüge über Juden, die mitten in der Nacht an palästinensischen Häusern erscheinen und drohen die Menschen darin zu verbrennen. Ein weiteres behauptet, Juden würden Kinder belästigen, scharf darauf die Brüste palästinensischer Mädchen zu betasten.

Wie führten die Inquisitoren also ihre „Faktenfindung“ durch? Sie gaben im Herbst 2021 einen „Aufruf zu Eingaben“ aus und behaupteten offiziell, sie wollten Einzelheiten über Opfer von „systematischer Diskriminierung und Unterdrückung“ sowie „darunter liegenden Ursachen“ des israelisch-palästinensisch-arabischen Konflikts sammeln. Es gab weder Beginn noch Ende zu Fakten, Tätern oder Verbrechen.

In Reaktion ermöglichte ich es über das Touro Institute on Human Rights and the Holocaust und Human Rights Voices über fünf Millionen einzelne Eingaben mit Bezug auf jüdische Opfer besagter „systematischer Diskriminierung und Unterdrückung“ und die Rollen, die von palästinensischen und anderen arabischen Tätern dabei gespielt wurden. Über den Winter und Frühling 2022 wurden sorgfältig dokumentierte Fotos, Videos, Äußerungen, Namen und statistische Belege aus Forschungszentren wie Palestinian Media Watch, dem Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center, MEMRI (Middle East Media Research Institute), der Jewish Virtual Library und CAMERA (Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America) an die „Ermittlungs“-Kommission übermittelt – und diese Übermittlungen wurden von unserer Seite akribisch festgehalten.

Diese Eingaben waren eine in der Geschichte des UNO-Menschenrechtssystems beispiellose Antwort. Ebenfalls nie da gewesen: Jede unserer Eingaben wurde von der UNO in den Müll gesteckt, offenbar ohne gelesen worden zu sein. Pillay ging bei einer UNO-Pressekonferenz im Juni besonders auf unsere Eingaben ein und erklärte: „Ich haben sie nicht gesehen“ und „sie wären allesamt pro-israelisch“.

Wir gaben nicht auf. Im Verlauf des Sommers ermöglichten wir die Vorlage von 180.316 weiteren Akten. Sie führten 190.161 jüdische Einzelopfer von Verfolgung und Unterdrückung auf, dazu die palästinensisch-arabischen Verbindungen zu diesen Ereignissen. Sie listeten 5.875 Anschläge durch Palästinenser und ihre Kollaborateure im 21. Jahrhundert einzeln auf. Und sie zeichneten sechs arabische Kriege gegen den jüdischen Staat nach, zusätzlich zu acht defensiven israelischen Militäroperationen in Reaktion auf arabische Aggression im 20. Jahrhundert.

Angesichts des jüngsten „Ermittlungs“-Berichts wissen wir, dass diese Eingaben ebenfalls alle im Müll landeten, was beweist, dass die UNO-„Ermittlung“ vorgetäuscht ist, ein Schwindel, Punkt. Die Inquisitoren prahlen damit, sie hätten Befragungen „von Primär- und Sekundärquellen“ durchgeführt und „persönlich sowie Online-Diskussionen mit Beteiligten geführt“. Und ihr Bericht hat 65 mit Quellen versehene „Zitate“ von 18 Organisationen. Aber jede einzelne davon schwurbelt gegen Israel und nichts von auch nur einer einzigen teilnehmenden, sogenannten „pro-israelischen“ NGO oder „Beteiligten“ erblickte das Tageslicht.

Die in dem Bericht zur Schaugestellte schamlose Voreingenommenheit ist schockierend, selbst für UNO-Standards. Die „Zusammenfassung“ des Berichts für die Vollversammlung – die Zusammenfassung einer Ermittlung, die als Feststellung „aller zugrundeliegenden Wurzeln“ des Konflikts angekündigt wurde – verkündet dreist, dass es nur um die „Menschenrechts-Auswirkungen für Palästinenser“ geht. Nicht um irgendwelche „Menschenrechte“ jüdischer Israelis.

Das ist grassierender historischer Revisionismus. Eine anonyme, undatierte „Ermittlung“ zitiert oberflächlich einen Palästinenser, der erklärt, dass Hebron „unser Land und das Land unserer Väter und Großväter“ sei. Es gibt auch dort keine Fußnote. Vielleicht, weil Hebron in Wirklichkeit die älteste jüdische Gemeinde ist, die Stelle des ersten von Abraham gekauften Stück Lands ist, das dem jüdischen Volk in seinem verheißenen Land gehörte, der Begräbnisort fast aller Patriarchen und Matriarchen des Judentums, der in der Bibel dutzende Male erwähnt wird und nur zeitweise in Teilen des 20. Jahrhunderts infolge arabischer Massaker an seinen jüdischen Einwohnern, britischen Vertreibungen und jordanischer Gewaltanwendung judenrein gemacht wurde.

Die Aussagen des Berichts über israelische Menschenrechts-Verletzungen laufen Amok. Dazu gehört, dass Israelis für die Hygieneprobleme palästinensischer Frauen und Mädchen bei der Menstruation verantwortlich sind.

Der Bericht bringt ein neues Promi-„Opfer“: die Palästinenserin, die von israelischen Männern misshandelt wird. Das Schweigen zu Ehrenmorden, diskriminierenden Gesetzen und grassierender häuslicher Gewalt, die von sexistischen, chauvinistischen, missbrauchenden palästinensischen Männern begangen werden, die ihre eigene, nicht gleichberechtigte Gesellschaft besudeln, ist ohrenbetäubend.

Was fehlt noch? Das Wort „Terrorismus“ ist nirgendwo zu finden. Palästinensische Täter sind verschwunden. Die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad tauchen nirgendwo auf.

Es gibt eine Nebenbemerkung, dass palästinensisch Demonstranten „bei einigen Gelegenheiten Molotow-Cocktails auf israelische Streitkräfte warfen“. Es stellt sich jedoch heraus, dass das nur „als Reaktion“ auf israelische Übeltäter war und beim „werfen … auf“ niemand verletzt wurde.

Nicht erwähnt: Palästinensische Raketen- und Mörserangriffe, Selbstmord-Bombenanschläge, Branddrachen, Rohrbomben, Schusswaffenfeuer, Brandstiftung, Fahrzeugangriffe, Granaten, Sprengsätze, Heckenschützenfeuer, Panzerfaustfeuer, Luftabwehrfeuer, Entführungen, Messeranschläge, Vergewaltigungen, Folter, Steinwürfe und Enthauptungen.

In der einzigen anderen Nebenbemerkung zu jüdischen Opfern verweist der Bericht auf diese Weise auf die Jahre 2000 bis 2007: „Die Kommission erkennt den bedeutenden abträglichen Einfluss der bewaffneten Angriffe und Sicherheitsvorfälle an.“ Mit „abträglicher Einfluss“ beschreiben sie, dass Juden bei palästinensischen Selbstmord-Terrorherrschaft zerfetzt wurden. Beschrieben nicht als Verletzung der Menschenrechte.

Der Bericht endet mit Schlussfolgerungen, dass Israelis vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen Verbrechen gegen die Menschheit gejagt, strafrechtlich belangt und ins Gefängnis gesteckt werden sollen – für naziartige Verbrechen der „Verfolgung“ und des „Bevölkerungstransfers“ (im vollen Wissen, dass Letzteres den Transfer in die Todeslager bedeutete).

Andererseits konnte sie sich nicht dazu bringen auch nur ein einziges palästinensisches Verbrechen zu nennen, das es wert war es strafrechtlich zu verfolgen.

Die Liste der Empfehlungen sind einzig an „die Regierung Israels“, an den Ankläger des IStGH und an mehrere UNO-Gremien und -Mitgliedstaaten gerichtet. Und nicht eine einzige Empfehlung wird der palästinensischen Obrigkeit erteilt.

Zu guter Letzt sollten die Amerikaner sich keinen Illusionen hingeben, dass sie vor diesem giftigen internationalen Pogrom gefeit sind.

Der Bericht fordert, dass der Internationale Strafgerichtshof, das „Weltgericht“ der UNO, instrumentalisiert wird, um Pflichten „dritter Staaten“ zu fertigen, damit angeblich kriminelle Israelis gejagt werden können.

Der letzte Abschnitt dieses Meisterwerks des modernen Antisemitismus verkündet, wie weit die Spinne ihr Netz webt. In Amateur-Juristensprache fordert die Untersuchungskommission, dass UNO-Mitgliedstaaten anfangen „gegen Personen zu ermitteln und sie strafrechtlich zu verfolgen, die im Verdacht stehen Straftaten begangen oder auf andere Weise Beihilfe oder Unterstützung beim Begehen oder bei der versuchten Begehung von Verbrechen begangen zu haben“.

Welche Verbrechen? Verbrechen in den Augen genau der Männer und Frauen, die das kriminelle Unternehmen begehen, dabei zu helfen, es zu begünstigen und zu unterstützen den jüdischen Staat zu vernichten und sein Einwohner zu dezimieren.

Leute, die auf jüdische Betende schießen, sagen, Israel betreibe religiöse Diskriminierung

Elder of Ziyon, 7. Juli 2022

Manche Anschuldigungen gegen Israel sind so lächerlich, dass sie nur im UNO-Menschenrechtsrat erhoben werden können.

Al-Awda, das „Palästinensische Rückkehrzentrum“ sagte bei einem Treffen des UNO-Menschenrechtsrats, Israel diskriminiere Palästinenser aus religiösen Gründen.

Im Gespräch mit dem UNO-Sonderberichterstatter über zeitgenössische Formen des Rassismus erwähnten sie unter dem 9. Punkt der Agenda der 50. Sitzung des Menschenrechtsrats erwähnten sie, dass Israel Unter-50-Jährigen verweigert in der Al-Aqsa zu beten.

Israel macht das manchmal, um die Möglichkeit von Terroranschlägen zu minimieren, aber es gibt jede Menge Männer unter 50, die die Al-Aqsa besuchen, wie dieser sehr fromme Besucher.

„Andererseits erlaubt es jüdischen Siedlern jeden Alters die Al-Aqsa-Moschee unter provokativen und rassistischen Äußerungen und Beleidigungen der Palästinenser zu stürmen.“ Die „rassistischen Äußerungen“ sind meistens Bibelzitate.

Sie behaupteten auch, dass palästinensische Christen religiöser Diskriminierung unterworfen würden, weil die israelischen Streitkräfte vor kurzem eine große Zahl von ihnen davon abhielt in der Stadt Bethlehem Weihnachten zu feiern. Sie ließen unerwähnt, dass das eine Reaktion auf die Omikron-Variante von COVID-19 war.

Al-Awda sagte, den Zugang von Gottesdienstbesuchern in islamischen und christlichen heiligen Stätten einzuschränken sei eine eklatante Verletzung von Menschenrechten, insbesondere des Artikels 18 der Universalen Erklärung der Menschenrechte. Die Mitglieder des Menschenrechtsrats wurden aufgerufen öffentlich gezielte religiöse Diskriminierung durch Israel zu verurteilen und die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um Andachtsstätten in Jerusalem zu schützen und die Freiheit aller Besucher dort zu beten unterstützen.

Derweil schießen Palästinenser buchstäblich auf echte Betende, die versuchen das  Josefgrab zu besuchen. Und man kann wetten, dass im UNHRC niemand ein Wort darüber verlieren wird (außer Hillel Neuer von UN Watch schafft es zu Wort zu kommen).

Einer Pro-Terror-Organisation, deren gesamter Zweck darin besteht einen UNO-Mitgliedsstaat zu vernichten, wird nicht nur erlaubt an UNHRC-Sitzungen teilzunehmen, sondern sie darf Lügen propagieren, ohne dass irgendjemand in diesen geheiligten Hallen auch nur darüber nachdenkt, dass sie das erfindet.

Das kleine Land, das machte

Abstimmung mit den „großen Jungs“ in der UNO stellt Eswatini fest auf die Landkarte

Rolene Marks, Lay of the Land, 23. Juni 2022

Schon die Erwähnung der Vereinten Nationen wird garantiert den Blutdruck der meisten Leute hochtreiben – besonders die Erwähnung des Menschenrechtsrats. In dieser Kammer des Absurden halten einige der schlimmsten Menschenrechtsverletzter der Welt, darunter Venezuela, der Iran und Nordkorea Hof und hatten den Vorsitz, zudem sind einige der lächerlichsten Resolutionen gegen Israel verabschiedet worden. Der jüdische Staat hat und bleibt der Fokus einer obszönen Menge an Aufmerksamkeit – enorm zu Lasten anderer Konflikte und Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Letzte Woche legte die „Untersuchungskommission“ des UNHRC – eine Untersuchung, die nach dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der international als Terrororganisation eingestuften Gruppe Hamas, die den Gazastreifen beherrscht – in diesem Zirkus des Lächerlichen ihre Erkenntnisse vor. Natürlich lautete das Urteil, dass Israel für den andauernden Konflikt mit seinen Nachbarn verantwortlich war und ist.

Die Untersuchungskommission schaffte es, kaum Verweise auf die Aufstachelung zu Hass und die von der Hamas begangenen Terrorakte und andere vom Iran gesponserte Terrorgruppen im Gazastreifen wie möglich anzuführen.

Problem Pillay. Die „Untersuchungskommission“ zu dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas wurde von der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, geleitet, einer überzeugten Anhängerin der BDS-Bewegung, die das Ende des Staates Israel fordert.

Geleitet wurde die Untersuchungskommission von Navy Pillay, einer bekannten Antiisrael-Agitatorin, die in der Vergangenheit die BDS-Bewegung befürwortet hat, die ein Ende des Staates Israel fordert, dem Iran für die Unterschrift unter die israelfeindliche UN-Erklärung applaudierte und sie hat persönliche Beziehungen zu Mitgliedern der PFLP bewiesen, die auf der internationalen Terrorliste steht. Es ist kein Wunder, dass Israel es ablehnte mit einer solchen Untersuchung zu kooperieren.

Warum sich die Mühe machen die Fassade zu durchbrechen? Die Untersuchungskommission wurde aber von Nordkorea begrüßt – und dem palästinensischen Repräsentanten, der forderte, dass die USA aus dem Menschenrechtsrat geworfen werden. Es wäre komisch, wäre es nicht so ernst, weil manche Leute immer noch an die Aufrichtigkeit einer solchen Organisation glauben.

Obsessive israelfeindliche Einseitigkeit. Israels Botschafter bei der UNO Gilad Erdan zerreißt am 29. Oktober 2021 auf dem Podium einen Bericht des Menschenrechtsrats, als er ihn wegen seiner unverhältnismäßigen Verurteilung Israels kritisierte; er sagte, der Bericht gehöre in „die Mülltonne des Antisemitismus“ (Video-Screenshot)

Aber es ereignete sich etwas Außergewöhnliches. Die USA führten, gefolgt am nächsten Tag von Australien, 22 Länder in einer Erklärung an, die den UNHRC unter anderem wegen seiner „unverhältnismäßigen Konzentration auf Israel“ verurteilte, auch weil diese Kommission für die Sache des Friedens kontraproduktiv ist.

Die von den USA geführte und Kontinente überspannende, ungleiche Gruppe an Ländern, zu denen Israel, Österreich, die Niederlande, Bulgarien, Ungarn, Eswatini, Brasilien, Kamerun, Mikronesien, Kanada, Großbritannien, Togo, Kolumbien, Guatemala, Kroatien, Liberia, die Marschallinseln, Nauru, Nordmazedonien und Palau gehörten, prangerten die Untersuchungskommission an.

Ihnen schloss sich am nächsten Tag Australien an, das die „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel und die Untersuchungskommission, die der Sache des Friedens nicht dient“ des UNHRC scharf kritisierte. Es gab eine ermutigende Präsenz afrikanischer Länder, die es auch überdrüssig sind Partei ergreifen zu müssen, wenn sie von dem profitieren können, was Israel zu bieten hat und eine konkrete Rolle als Mitglieder der Afrikanischen Union spielen, um eine Lösung des Konflikts zu vermitteln – eine Rolle, die Südafrika, das ebenfalls eine unproduktive Besessenheit mit dem jüdischen Staat hegt, leider verwirkt hat.

Besonders ermutigend war die Anzahl an afrikanische Staaten zu sehen, die mit dem Stillstand der Vergangenheit brachen und sich für Israel einsetzten. Israel hat in Anerkennung der Ähnlichkeiten zwischen unserer Geschichte und Herausforderungen für diese afrikanischen Länder seine Aufmerksamkeit auf zunehmende bilaterale Beziehungen auf dem Kontinent konzentriert. Offensichtlich wird das mit Israels Beobachterstatus bei der Afrikanischen Union (AU) und die stete Zunahme bilateraler Beziehungen.

Dass die afrikanischen Staaten in der UNO zugunsten Israels stimmen, ist von gewaltiger Bedeutung. Es heißt, dass die Jahrzehnte lange Pattsituation des afrikanischen Blocks jetzt gebrochen wurde.

Ein Land sticht besonders heraus. Eswatini (früher als Swasiland bekannt) macht sehr wenige Schlagzeilen, aber letzte Woche setzte der winzige südafrikanische Staat durch seine Abstimmung zugunsten Israels an der Seite der führenden Demokratien der Welt ein deutliches Zeichen – wir sind hier und wir kamen um mitzuspielen. Täuschen sie sich nicht: Die Stimme eines jeden Landes hat, ungeachtet seiner Größe oder seiner vermeintlichen Bedeutung, dasselbe Gewicht.

Ein neuer Tagesanbruch. Das von Südafrika eingeschlossene Königreich Eswatini, früher Swasiland, im südlichen Afrika stimmte zusammen mit den führenden Demokratien der Welt zugunsten Israels und verurteilte den UNHRC u.a. für seine „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel“.

Die von Eswatini gesandte Botschaft war klar. Wir stehen auf der Seite Israels. Wir erkennen den Nutzen für unser Land, Beziehungen zu einem Land wie Israel zu haben, das in so vielen Bereichen führend ist. Wir werden uns vom benachbarten Südafrika nicht dazu zwingen lassen gegen Israel zu stimmen. Südafrikas wichtiger außenpolitischer Fokus für 2022 besteht darin Israels Beobachterstatus bei der AU wieder zu annullieren – eine enttäuschende Entscheidung für ein Land, das von so vielen Herausforderungen geplagt ist, bei denen der jüdische Staat helfen könnte.

Eswatini sandte mit dem Traditionsbruch eine starke, schallende Botschaft. Größe spielt keine Rolle – stattdessen ist es das Gebot der Stunde moralische und prinzipientreue Haltung gegenüber einer Institution einzunehmen, die rasant ihr Prestige verliert. Eswatini hat gezeigt, dass das Land an der Seite der führenden Demokratien der Welt stehen kann – und sich behauptet. Eswatini hat gezeigt, dass es, wenn es ihm um das Beste für seine Bürger geht, sich nicht unter Druck setzen lässt. Eswatini ist mit gutem Beispiel vorangegangen.

Der südafrikanische Staat hat sich nicht nur auf der Weltbühne fest etabliert, sondern auch bewiesen, dass er das kleine Land ist, das könnte – und tat.

Der diplomatische Terrorismus des UNO-Menschenrechtsrats

Der jüngste Bericht des UNO-Menschenrechtsrats zu Israel ist widerlich. Gegen die Ermittler sollte wegen ihre eigenen Verbrechen ermittelt werden.

Danny Danon, Israel HaYom, 15. Juni 2022

Diese Woche veröffentlichte der UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC) einen 18 Seiten starken Bericht zum Konflikt zwischen der Hamas und Israel vom Mai 2021. Israel wusste, dass der Schluss des Berichts vorgegeben war und lehnte es zurecht ab bei einer voreingenommenen Ermittlung zu kooperieren, die es als „einen moralischen Fleck auf der internationalen Gemeinschaft und der UNO“ bezeichnete. Diese Bewertung hat sich als korrekt erwiesen.

Die Untersuchung, die zu diesem Bericht führte – die erste unbefristete solche Untersuchung – wird von Navo Pillay geleitet, einer früheren UNHRC-Hochkommissarin, die mehr Ermittlungen gegen Israel als gegen jedes andere Land der Welt angeführt hat. Sie hat eine lange Geschichte israelfeindlicher Äußerungen. Miloon Kothan aus Indien und Chirs Sidoti, ein australischer Experte für internationales Menschenrecht, waren ebenfalls in der Untersuchung involviert.  Diese beiden haben dokumentierte Bilanzen israelfeindlicher Einseitigkeit.

Es sind keine Informationen vorgelegt worden, wie diese drei Kommissionsmitglieder ernannt wurden oder wer sonst beim Verfassen ihres Berichts beteiligt war. Es ist aber klar, dass diese drei Einzelpersonen – von denen keiner im Verlauf der Untersuchung auch nur einen Fuß nach Israel setzte – es einzig aufgrund von Besuchen in Jordanien und Genf irgendwie schafften unerschütterliche Schlussfolgerungen zum Konflikt zu ziehen. Man fragt sich, wie die Motive dieser nicht gewählten Offiziellen aussehen könnten. Angesichts ihrer Geschichte und klaren Hasses auf Israel ist es nicht schwer zu verstehen, warum ihr Bericht mit Lügen vollgestopft ist.

Die Einseitigkeit und Absurdität des Berichts werden schon klar, wenn man einfach die Inhalte überfliegt sowie durch die Beobachtung, dass auf 18 Seiten des Einprügelns auf Israel nur eine Handvoll Absätze den Gräueln arabischer Terrororganisationen wie der Hamas gewidmet werden, die öffentlich erklärt, eines ihrer Ziele sei die komplette Vernichtung des Staates Israel. Angesichts dessen, dass der Rat immer wieder wegen seiner israelfeindlichen Einseitigkeit bloßgestellt wurde, überrascht es nicht, dass der UNHRC-Bericht diese Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat perpetuiert und sogar intensiviert.

Zum Beispiel vernachlässigt der Bericht komplett die mehr als 4.000 Raketen, die im Verlauf des elftägigen Konflikts im Mai letzten Jahres auf Israel geschossen wurden. Damit wird nicht nur dieses entscheidende Thema ignoriert, sondern er geht weiter. Er untergräbt und kritisiert ein demokratisches Land, dessen einziges „Verbrechen“ darin besteht sich gegen dieses Raketen-Trommelfeuer zu verteidigen, das auf seine unschuldige Zivilbevölkerung abgegeben wurde.

Statt sich zu Israels Verteidigung gegen einen brutalen Angriff blutrünstiger Radikaler zu sammeln, stellt sich der UNHRC-Bericht auf die Seite der aggressiven arabischen Terroristen, die nicht nur jüdische Bürger schädigen, sonder auch Araber in Israel und dem Gazastreifen. Statt sich einer Demokratie anzuschließen, die keine Alternative hatte als sich und ihre Bürger zu verteidigen, kollaboriert der Bericht mit Terroristen.

Das trägt nicht zur Förderung von Frieden bei. Tatsächlich macht es das Gegenteil. Es nährt Terror und versucht gleichzeitig einen souveränen Staat zu bestrafen, weil der sein Recht ausübt Terror zu bekämpfen. Niemand zieht daraus Gewinn. Nicht die unschuldigen israelisch-jüdischen oder arabischen Zivilisten, die durch die Raketenangriffe getötet und verwundet wurden oder unter Stress und Trauma leiden. Gewiss nicht die palästinensischen Araber, deren Leben während des sinnlosen Angriffs der Hamas geschädigt wurde. Die einzigen Sieger sind die Terroristen und Radikalen, deren Ziel Zerstörung und Verwüstung ist, ungeachtet der menschlichen Kosten.

Die UNHRC-Ermittlung und ihr Bericht sind schamloser diplomatischer Terrorismus gegen Israel. Gegen die dafür verantwortlichen Ermittler sollte selbst wegen Beihilfe zu Terrorismus und Gewalt gegen unschuldige Zivilsten ermittelt werden.

Der heutige Witz: UNO-Menschenrechtsrat behauptet, er sei für Unvoreingenommenheit (plus Elder-Toon)

Elder of Ziyon, 15. Februar 2022

UN Watch schrieb dem Leiter des UNO-Menschenrechtsrats einen Brief und hängte einen 30 Seiten langen Bericht an, der belegt, dass Navi PIllay, die zur Leiterin einer Ermittlungskommission zu israelischem Handeln ernannt wurde, gegen Israel voreingenommen ist.

Die Tatsachen stehen nicht einmal infrage. Natürlich ist sie voreingenommen. Hier ist das Inhaltsverzeichnis des Berichts:

ANGABE DER FAKTEN
A. Ermittlungskommission wurde gebildet, um Israel ins Visier zu nehmen.
B. Pillay erklärte Israel schuldig an den Feindseligkeiten von 2021 zu sein, die sie untersucht.
C. Pillay beschuldigte Israel wiederholt der „Apartheid“.
D. Pillay bechrieb Israels Handeln als „unmenschlich“.
E. Pillay verteidigte den antisemitischen Durban-Prozess.
F. Pillay verteidigte den Tagesordnungspunkt gegen Israel.
G. Pillay vorverurteilte Israel schon vor dem Gaza-Konflikt.
Pillay verurteilte Israel vorab für den Hamas-Israel-Konflikt 2009 als schuldig.
Pillay verurteilte Israel innerhalb von Stunden des Flottillen-Vorfalls 2010 als schuldig.
Pillay verurteilte Israel für den Hamas-Israel-Krieg 2014 als schuldig.

Der Leiter des Menschenrechtsrats reagierte mit einem der lächerlicheren Äußerungen, die die UNO je ausgegeben hat:

Der Präsident des Menschenrechtsrats legt größte Bedeutung auf die Untersuchung der Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit eines jeden Mitglieds, um die Objektivität des Gremiums sicherzustellen.

Zusätzlich legt der Präsident besonderen Wert auf die Qualifikationen, Fähigkeiten, Sachkenntnis und Erfahrung der Kandidaten, wenn er ihn/sie ernennt.

Während es bei den Verhandlungen und Abstimmungen zur Resolution, die die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission zu den besetzten palästinensischen besetzten Gebieten einschließlich Ostjerusalems unterschiedliche Ansichten gibt, wurde die Kommission zu einem Mechanismus des Rats, der den vollen Respekt und Zusammenarbeit aller Ratsmitglieder verdient.

Mit anderen Worten: Wir sind wunderbar objektiv und ihr könnt euch nicht mit Fakten über uns beschweren.

Und das könnte gar nicht anders sein, weil er keinen einzigen Satz dieses Dokuments widerlegen kann.

Die erste Reation der  UNO beim Lesen der Presseerklärung von UN Watch, die Objektivität bei der jüngsten Ermittlung zu Israel fordert.