Rave im Park

The Jewish Press, 3. Mai 2017

Foto: Dov Levi

Die Studentegruppe Realize Israel organisierte einen Israel-Unabhängigkeitstags-Rave auf dem Washington Square Platz in New York. Es gab eine unglaubliche Unterstützung für den jüdischen Staat, an der hunderte jüdische Studenten teilnahmen.

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68 Gründe Israel zu seinem 68. Geburtstag zu respektieren, wenn nicht gar zu lieben

Robert Sarner, Forward (opinion), May 9, 2016

In dieser Woche, während Israel den 68ten Jahrestag seiner hart erkämpften Unabhängigkeit feiert, ist es wert, inmitten alle seiner Unvollkommenheit, die unglaubliche Erfolgsgeschichte dieses umkämpften kleinen Landes zu feiern.

Wie alle anderen Länder ist Israel in Entwicklung begriffen. Schönheitsfehler sind unübersehbar und die Israelis sind die ersten, diese zu kritisieren und die Defizite zu hinterfragen: Politische Korruption, ein nicht funktionierendes Wahlsystem, der Wucher und die Erpressungen der ultra- orthodoxen Parteien, die um sich greifenden wirtschaftlichen Ungeheuerlichkeiten, der Status der israelischen Araber, wie äthiopische Flüchtlinge behandelt werden, die Situation der Palästinenser in der Westbank, die Not der afrikanischen Flüchtlinge… Diese Probleme bestehen und sind eine brennende Anklage gegen die israelische Führung.

Aber man zeige mir ein anderes Land auf diesem Planeten, das in solch kurzer Zeit und gegen alle Widerstände das geschafft hat, was Israel seit seiner Gründung 1948 erreicht hat. Um also seinen Geburtstag zu feiern, gibt es hier nun 68 gründe, den weltweit einzigen jüdischen Staat zu respektieren, wenn nicht gar zu lieben.

  1. Israels „Save a Heart“ Organisation führt lebensrettende Herzoperationen an Kinder aus aller Welt durch – einschließlich bei vielen Palästinensern – und das kostenlos!
  2. Durch die Glaubensfreiheit ist Israel das einzige Land im Nahen Osten in dem die Anzahl der Christen steigt!
  3. Israel ist das einzige Land der Welt, das heute mehr Bäume hat als vor 50 Jahren!
  4. Israels Geldscheine sind für die Sehbehinderten mit Brailleschrift versehen!
  5. Israel hat pro Einwohner mehr Museen als irgendein Land in der Welt, einschließlich das einzige Unterwasser – Museum der Welt!
  6. Israel hat sein eigenes ganztägiges Fest der Liebe; es wird Tu b´Av genannt!
  7. In Relation zu seiner Bevölkerung hat Israel mehr Immigranten als jedes andere Land aufgenommen, die Neuankömmlinge kommen aus mehr als 100 Ländern!
  8. Die Technik der Voicemail wurde in Israel entwickelt!
  9. Die IDF (israelische Armee) ist führend bei der Rettung von Menschen, die durch Naturkatastrophen oder durch menschliches Verschulden verschüttet wurden. Kurz gesagt; seine Such- und Rettungseinheiten haben in vielen Ländern nach Erdbeben, Eisenbahnunglücken, eingestürzten Gebäuden und Terrorattacken gewirkt (einschließlich Mexiko, Kenia, Indien und den USA)!
  10. 10. Israel ist die Heimat der einzigen Theaterkompanie, die ausschließlich aus tauben und blinden Schauspielern besteht!
  11. Die Lebenserwartung in Israel ist mit 82 Jahren eine der höchsten der Welt!
  12. Der Kaffee und die Cafés sind in Israel so gut, dass es das einzige Land ist, in dem Starbucks keinen Fuß in den einheimischen Markt bekam!
  13. Wenn es um die jährliche Veröffentlichung von wissenschaftlichen Aufsätzen geht, steht Israel, ausgehend von der Einwohnerzahl, an erster Stelle!
  14. Die seit langem laufende Fernsehshow `Eretz Nehederet´ (Es ist ein wunderbares Land) zeigt den israelischen Humor und Satire auf allerbeste Weise, ohne Tabus werden die aktuellen Affären und öffentlichen Personen auf´s Korn genommen. Heilige Kühe zu schlachten ist außerordentlich populär!
  15. Israel hat mehr Nobelpreise gewonnen als alle Staaten des Nahen Ostens zusammen!
  16. Israel bietet kostenlose medizinische Versorgung der Verletzten des syrischen Bürgerkriegs. Unter Einsatz ihres Lebens hat die IDF mehr als 2000 Menschen an seiner nordöstlichen Grenze gerettet (einschließlich vieler Kämpfer die eingeschworene Feinde Israels waren) und sie in israelische Krankenhäuser gebracht!
  17.  Israel ist das einzige Land, das eine antike, ungesprochene Sprache, Hebräisch, wiederbelebt hat, um es zu seiner Staatssprache zu machen!
  18. Eine der heiligsten Stätten und das internationale Zentrum der Glaubensgruppe der Bahai steht in Haifa, Nordisrael!
  19. In einer Region, in der LGBT-Menschen verfolgt werden, ist Israel das einzige Land in dem sie eine solche Menge an Menschenrechten genießen!
  20. In israelischen Krankenhäusern arbeiten jüdische und arabische Ärzte zusammen und behandeln Patienten aller Glaubensrichtungen!
  21. Mehr als 90% aller Israelis benutzen Sonnenenergie um ihr Wasser aufzuheizen!
  22. An Yom Kippur schließt fast das ganze Land für 24 Stunden: alle Geschäfte, Cafés, Restaurants und andere Vergnügungsplätze. Der Verkehr steht still und die Kinder übernehmen die Straßen mit ihren Fahrrädern.
  23. Das israelische Zentrum für Blindenführhunde hilft allen Bürgern, ungeachtet der Rasse oder Glaubensbekenntnis, mit 24/7 Stunden kostenloser Hundebegleitung, um den Sehbehinderten Unabhängigkeit und Mobilität zu ermöglichen!
  24. 2011 wurde in Israel die erste Mini-Bibliothek an Bushaltestellen in Betrieb genommen, welche gebührenfrei Bücher anbot. Das hat gleiche Initiativen in vielen Ländern angeregt!
  25. Israel hat den größten Anteil von recycelten Abwässern zur Bewässerung!
  26. Zwei Professoren der Jerusalemer Hebrew University schufen die ersten Cherrytomaten!
  27. Die UNESCO erklärte Tel Aviv zu einer Kulturerbestätte, wegen der 4000 erhalten gebliebenen Bauhaus – Häusern, die in den 1930ern und 1940er errichtet wurden!
  28. Beersheba, in der Negev-Wüste gelegen, hat mehr Schach Großmeister pro Einwohner, als irgendeine Stadt der Welt!
  29. Als erstes Land verbot Israel 2012 untergewichtige Modells auf Modeschauen!
  30. Sicherheitsmaßnahmen (viele davon unsichtbar) machen den Ben Gurion Flughafen zum Besten in der Welt.
  31. Der Wert der Familie ist so stark, dass die Abendessen am Freitagabend mit der gesamten Familie ein fast heiliger Fixpunkt ist, selbst für die, die sich hip und cool finden!
  32. Ein israelisches Start-up Unternehmen entwickelte ein berührungs- und strahlungsfreies Instrument, namens Babysense, das den plötzlichen Kindstod durch die Überwachung der Atmung und Bewegung des schlafenden Babys, verhindert!
  33. Israels inoffizieller Nationalsport ist ein bekanntes Paddleball Strandspiel, genannt Matkot. Es wird von Männern und Frauen jeden Alters und allen sportlichen Niveaus gespielt. Es gibt keine Gewinner oder Verlierer, nur zwei Menschen die den Ballwechsel so lang wie möglich aufrecht erhalten wollen!
  34. In Bezug auf die Einwohner hat Israel die höchste Rate an Universitätsabschlüssen!
  35. Bob Dylan´s offizielles Video von 2013 zu seinem Kultsong von 1965 „Like A Rolling Stone“ wurde als revolutionär gepriesen. Der interaktive Clip, der es den Zuschauern ermöglicht in einem virtuellen Fernseher zwischen 16 Kanälen hin und her zu wechseln, ist das Werk eines Tel Aviver Start ups namens Interlude!
  36. Israel entwickelte die Technik, die Handys ermöglichte!
  37. Der Ölberg ist der älteste durchgängig benutzte Friedhof der Welt!
  38. Es gibt keine Todesstrafe, selbst nicht für Terroristen, die wohlgeplante Massenmorde an unbewaffneten Kindern und Erwachsenen durchführten!
  39. Israel hat pro Einwohner mehr Orchester als irgend ein Land!
  40. Zwei Israelis der Tel Aviver Universität entwickelten einen „Anti-Vergewaltigungs Strohhalm“ (Anti-Date Rape Straw), der die zwei der üblichsten Chemikalien in K.O Tropfen, die in Getränke geschüttet werden, erkennt und das gewählte Opfer warnt.
  41. Israels jüngster Sieg beim Eurovision Song Contest wurde von einem Transgender Popstar erreicht!
  42. Israel nimmt große Risiken auf sich, um – oft in geheimen und gefährlichen Unternehmungen – Juden in Not zu helfen, so im Jemen, Äthiopien und dem Irak!
  43. Trotz der hohen Lebenskosten gibt e sehr wenige Bettler und Obdachlose auf Israels Straßen!
  44. Israels Milchkühe sind ungeschlagen in ihrer jährlichen Milchproduktion (etwa 25,430 Kilo Milch im Jahr)!
  45. Eine israelische Firma entwickelte die erste einzunehmende Videokamera, die den Ärzten bei der Diagnose von Krebs und Verdauungsstörungen hilft!
  46. Israel schätzt das Leben seiner Bürger so hoch ein, dass es oft unglaublich große Anstrengungen unternimmt um deren Freiheit zu erlangen. Dazu verpflichtet es sich oft zu außerordentlich einseitigen Geschäften, indem es 1500 palästinensische Sicherheitshäftlinge (viele von ihnen waren Massenmörder), gegen die Rückgabe von einigen Soldaten und Gefallenen austauschte!
  47. Viele bekannte amerikanische Serien stammen aus Israel. Unter anderem haben „Homeland“, „In Treatment“ und „Rising Star“ ihren Ursprung im israelischen Fernsehprogramm!
  48. Salim Joubran, ein israelischer Araber wurde 2004 ständiges Mitglied des Obersten Gerichtshofes des Landes. Er ist der erste Araber der im zentralen Wahlkomitee Platz genommen hat!
  49. Israel hat mehr Invitro-Fertilisationen (künstliche Befruchtungen) pro Kopf als irgend ein anderes Land. Und es ist kostenlos!
  50. Unzählige Studien bescheinigen Israel, dass es das beste Land ist um Kinder aufzuziehen!
  51. Israelis sind berüchtigt dafür, sich bei Diskussionen zu streiten und gegenseitig anzuschreien, aber die wenigsten schlagen oder drohen, den anderen zu verklagen!
  52. Es gibt nur einen signifikanten Süßwassersee in Israel, außerhalb als See Genezareth, innerhalb als See Kinnereth bekannt. Er ist der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Welt und beinhaltet den größten Vorrat an Trinkwasser des Landes!
  53. Israelische Ingenieure entwickelten eine neue Art der Tröpfchenbewässerung um den Wasserverbrauch für das Pflanzenwachstum zu minimieren!
  54. Dadurch, dass es ein Zwergstaat ist und durch sein geringe Bevölkerung fühlt sich Israel manchmal wie eine große Familie. Ein gemeinsamer Geist herrscht, wie nur in wenigen Ländern1
  55. Eine Jerusalemer Firma, die auf künstliches Sehen spezialisiert ist, hat eine minikleine Kamera entwickelt, die Fahrern eine sicherere Navigation ermöglicht. Das Gerät, genannt „Mobiles Auge“ wird nun in viele neue Autos rund um die Welt eingebaut!
  56. Das Weizmann Institut hat 2016 eine neue Behandlung eingeführt, die Patienten mit Prostatakrebs neue Hoffnung gibt. Es zielt auf die Tumore ohne die männlichen Genitalien, die Harnwege oder die Lebensqualität beeinträchtigt. Bis jetzt hat sich diese Behandlung bewährt!
  57. Man kann in Israel den Nachrichten nicht entkommen. Jeder spricht über sie und die Busfahrer haben ihr Radio so laut, dass es jeder hört, vor allem die stündlichen Nachrichtensendungen! (Anmerkung des Übersetzers: Was auch schon mal dazu führt, dass die Busfahrer rechts ran fahren und sich begeistert an der Debatte, die durch die Nachrichten ausgelöst wurde, beteiligen.)
  58. Ein in Israel entwickeltes Gerät verschafft Menschen mit einem Glaukom Erleichterung und einer echten Alternative zu den üblichen Operationen!
  59. Jedes Jahr stehen die Israelis, wo immer sie auch gerade sind, zwei Minuten still und stumm in Erinnerung an die Opfer des Holocausts während die Sirenen heulen. Genauso stehen die Israelis am Heldengedenktag zwei Minuten still zu Ehren der gefallenen Soldaten, während die Sirenen heulen!
  60. Das bekannte Landkartenprogramm für´s Handy, Waze, wurde in Israel entwickelt. Google hat die GPS-basierte Navigations-App 2013 für 1.3 Milliarden Dollar aufgekauft.
  61. Israelis sind unheilbar direkt und formlos, auch bei denen, die sie nicht kennen. Normalerweise immer in guter Absicht und hilfsbereit., haben sie einen Hang ungefragt Ratschläge zu erteilen, wie etwas besser gemacht werden könnte!
  62. Sesampaste ist ein Grundbestandteil des israelischen Essens. Bekannt als Tahina oder Tahini, stellt das Land davon zwei Dutzend unterschiedliche Geschmacksrichtungen her, dazu 50 unterschiedliche Arten der, auf Grundlage von Tahini basierenden, Süßigkeit namens Halva und verkaufen es in alle Welt!
  63. Es fällt schwer in Israel einsam zu sein, denn jeder Fremde beginnt mit jedem in der Öffentlichkeit ein Gespräch und liebt es Menschen zu Feiertagsessen einzuladen!
  64. Die Passagiere der israelischen Fluglinie ELAL klatschen immer, wenn ihr Flug den Boden des Ben Gurion Flughafens berührt hat!
  65. In einem Land, in dem einen Unglücke oft überraschend treffen können, triumphiert Spontanität oft über alle Planungen und ist ein Teil des „Lebe jetzt“ Denkens!
  66. Nachdem sie über Jahre von Gaza und dem Libanon aus mit Raketen angegriffen wurden, entwickelte Israel 2011 das „Eiserne Kuppel“ Verteidigungssystem, das Raketen abfängt und Kurzstrecken-Geschosse und Granaten zerstört!
  67. Israelis zeigen ihre beste Seite wenn sie einem Freund eine helfende Hand reichen können – und auch Fremden.
  68. Trotz der unangenehmen Nachbarschaft, in der sie leben, zeigen viele Studien, dass die Israelis zu den glücklichsten Menschen in der westlichen Welt gehören!

Wenn das alles keine Erfolgsgeschichte zeigt, dann weiß ich nicht, was sonst. Mit Israels unbeugsamen Geist, seinem unendlichen Einfallsreichtum, seiner Findigkeit und der Entschlossenheit, gibt es jeden Grund daran zu glauben, dass es weitergehen wird. Und wir sollten dafür dankbar sein.

Nach den Feiern zum israelischen Unabhängigkeitstag

The Real Jerusalem Streets, 15. Mai 2016

Die Feiern zum Yom Haatzmaut,
dem israelischen Unabhängigkeitstag,
sind für dieses Jahr zu Ende.

Es gab jede Menge Feiern und ein Bibel-Quiz im Fernsehen,
Flaggen über den Straßen und an Gebäuden

sowie kleine Flaggen, die an Autos geklemmt wurden.

Wie üblich war der Gan Sacher,

der Sacherpark, Szene für hunderte Familienpicknicks.

Die Menschen brachten Stühle und Tische und Taschen voller Essen,

und sogar Matratzen, um es sich bequem zu machen.

Aber dieses Sofa war eine Premiere.

Es gab fröhliche Gesichter von Fremden, es gab Zelte.

Rauch von Grills und Karaoke-Klänge füllten die Luft.

Am Nachmittag erschienen

Flugzeuge aller Größen in Formation

am blauen Himmel

und begeisterten die Menschenmenge unten.

Hübsche Kinder mit Flaggen und Ballons
genossen die Feiern.

Eine Gruppe einsamer Soldaten genoss ein paar riesige Rippchen,
den ganzen Tag über wurden Grills angeworfen, um die Hunderte zu verpflegen, die kamen.

Zehntausende feierten im Gan Sacher,
darunter eine besondere Mädchengruppe,

Bnot Sherut, Mädchen aus dem Ausland, die ihr Jahr
zwischen Schule und Universität als Freiwillige in Israel verbringen.

Die Medien verpassten ihre Tanzvorführung, aber sie fanden diese Familie,

die glücklich ihre Meinung darüber mitteilte,
welch ein schöner Tag es war;
sie schlossen mit einem schwungvollen
AM YISRAEL CHAI!

Nein, das ist kein Schnee, auch wenn es „sheleg“ genannt wird;
das ist dieses grässliche Schaumzeugs zum Rasieren.

Dieses Paar fand etwas rosa gefärbten
und hatte Spaß damit ihn überall zu versprühen.

Ich war froh dieses Jahr weniger von dem dreckigen Zeugs vorzufinden.

Und was war mit der Sicherheit?

Man sah Polizistinnen, die das Essen probierten.

Das war alles am Donnerstag. Ich hoffe, dass heute,
am Sonntag, die Hitzewelle schnell vorüber geht.
Die Hitze und Luftfeuchtigkeit hielten mich von der Straße fern
und im Haus, die Klimaanlage läuft.

Da die Feiertage vorbei sind,
ist es an der Zeit für weiter Festtage.

Die Bildung beginnt morgen mit einer Veranstaltung im Israel Museum

und das Jerusalemer Lichterfest in der Altstadt,
das nächste Woche beginnt, dazu
ein internationales Autorenfest und Lag Ba’Omer

Alles wird in Jerusalem (Israel) stattfinden.

Reebok gibt neues Sneaker-Modelldesign zu Ehren von Israels 68. Unabhängigkeitsjahrestag aus

Der besondere Sneaker ist blau-weiß und am Absatz ist „Israel 68“ eingeprägt.

The Jerusalem Post, 9. Mai 2016

Reeboks Sondereditionsschuh zu Ehren von Israels feiern des 68. Jahrestages seiner Unabhängigkeit (Foto: Reebok Israel)

Die Schuhfirma Reebok veröffentlichte Montag ein neues Sneaker-Design zu Ehren von Israels Feiern zum 68. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Die Sonderedition des Sneakers ist blau-weiß und am Absatz ist der Schriftzug „Israel 68“ eingeprägt.

Mosche Sinai, der Vorstandsvorsitzende von Reebok Israel, erklärte, diese Sneaker einmalig als Sammlerstück in Israel und der Welt ausgegeben werden sollen.

Die Unabhängigkeitstags-Sneaker haben die Reebok-„Pump“-Technologie, die es dem Sneaker ermöglicht den Fuß seines Trägers zu formen. Eine Drucktaste presst Luft in den Schuh, was seinen Sitz am Fuß des Trägers verbessert und den Schuh erlaubt den natürlichen Ablaufschritt der Person beizubehalten.

Der Schuh wird am Unabhängigkeitstag in einer Auktion verkauft, die auf der Facebookseite von Reebok stattfinden wird. Alle Erträge des Schuhverkaufs werden an die Organisation Crossfit Without Borders gespendet, die Menschen mit geistigen Behinderungen hilft sich in die Crossfit-Gemeinschaft zu integrieren.


Update:

Die Ankündigung hat „natürlich“ in sozialen Medie für Hass- und Boykott-Aufrufe gesorgt. Diese waren anscheinend so heftig, dass Reebok sich schnell von der Aktion distanzierte und behauptete, ein unabhängiger Designer habe den Schuh vorgeschlagen, der Vorschlag sei aber abgelehnt worden. Die Firma meide „verstörende Schuhe in Zusammenhang mit nationalen Emblemen oder Ländern“. Die Ankündigung entstamme einem Kommunikationsfehler.

Eine kleine Mahnung zur Zielsetzung

Daniel Gordis, 24. April 2009

Es gibt so ein gewisses Aussehen einer Witwe, die Mitte zwanzig ist, deren Ehemann im Januar im Gazastreifen getötet wurde: Die Augen geschwollen von Tränen, doch gleichzeitig voll stählerner Entschlossenheit. Immer noch eine gewisse Verletzbarkeit auf ihrem sehr jungen Gesicht, das gleichzeitig für ihr Alter alt erscheint. Ein Bild von Schmerz und unaussprechlicher Traurigkeit, aber keine Bitte um Mitleid. Sah nur ich es oder war es klar, dass sie selbst inmitten ihrer untragbaren Last sehr genau wusste, dass sie – wie der junge Ehemann, der ihr viel zu früh genommen wurde – Teil von etwas viel Größerem als sie selbst ist? Ist das der Grund, dass ich, als ich sie ansah, mehr als alles andere ein Gefühl von Kraft empfand?

Ich wäre mir lieb gewesen, viel mehr Leute hätten sie gesehen. Präsident Obama zum Beispiel, während er sich auf einen weiteren Stich des Nahost-Friedensmachens vorbereitet. Hillary Clinton, die uns jetzt sagt, wir müssten Frieden machen, wollten wir nicht die Unterstützung Amerikas in der drohenden Auseinandersetzung mit dem Iran verlieren. All die Juden da draußen, die sich an die Brust schlagen, die daran verzweifeln, dass der jüdische Staat so „unjüdisch“ ist in seinem anscheinenden Widerwillen Frieden zu machen.

Wir hören all diese Leute – natürlich hören wir sie. Und während wir das tun, können wir nur den Kopf schütteln und uns fragen, ob die Welt begonnen hat unserer müde zu werden, die Entscheidung zu bereuen, die sie am 29. November 1947 traf. (Wir wissen z.B. zweifellos, dass OIsrael, sollte die UNO heute abstimmen, nicht gegründet würde.) Forderungen an Israel mit der Hamas zu verhandeln, obwohl die sich der Vernichtung Israels verschrieben hat, die giftige Umgebung von Durban II und die Bereitschaft der Obama-Administration sich mit dem Iran zusammenzusetzen, obwohl der weiterhin Uran anreichert, tragen alle zu diesem Gefühl bei.

Daher möchte ich allen, die wegen Israels Unnachgiebigkeit und Unbeugsamkeit verzweifelt gestikulieren, am Vorabend des diesjährigen israelischen Unabhängigkeitstages ein kurzes Wort über Nationen und Staaten und Entschiedenheit mitgeben. Denn ohne Entschiedenheit zu begreifen, ist Israel nicht zu begreifen.

Die Israelis wählten 1999 Ehud Barak, weil der Frieden mit den Palästinensern versprach. Als Barak fast die ganze Westbank und sogar Teile von Jerusalems auf den Verhandlungstisch legte, zogen die meisten Israelis mit. Der Handel fiel in sich zusammen, weil die Palästinenser die Zweite Intifada lostraten. Die Mehrheit der Israelis unterstützte Ariel Sharons Entscheidung aus dem Gazastreifen abzuziehen und alle jüdischen Gemeinden dort zu entfernen. Sie wählten 2006 sogar Ehud Olmert, nachdem er seinen Wahlkampf auf einer Plattform weiterer Rückzüge aus der Westbank führte. Wie konnte ein Land, das ständig schmerzliche Zugeständnisse für den Frieden favorisierte, mit Benjamin Netanyahu und Avigdor Lieberman als Premierminister und Verteidigungsminister enden? Das müssen Obama, Clinton und all die verzweifelt Gestikulierenden begreifen, wenn sie irgendeine Hoffnung haben wollen hier gehört zu werden.

Um das heutige Gefühl Israels wertschätzen zu können, wäre es für all diese Leute gut zwei ikonenhafte Fotografien im Hinterkopf zu behalten, zu denen praktisch jeder Israeli aufgezogen wird. Diese Bilder sind zu Repräsentanten zweier radikal unterschiedlicher Zeitalter geworden – jüdischer Machtlosigkeit unter den Nazis und Juden auf der Höhe ihrer Macht, als sie die Altstadt Jerusalems von den Jordaniern eroberten.

Das erste Zeitalter ist im Gedächtnis vieler Israelis vom Schwarzweiß-Foto eines jüdischen Jungen dargestellt, der vermutlich nicht älter als neun oder zehn ist, gekleidet in seinen besten Mantel und Mütze, seine schwarzen Strümpfe fast bis zu den Knien hochgezogen. Er ist das Muster der Unschuld, des europäisch-jüdischen finanziellen und sozialen Erfolgs; und doch ist er bemitleidenswert – genau das Bild der Verletzbarkeit. Seine Eltern sind nicht bei ihm und keiner der Zuschauenden ist gekommen, um ihn zu trösten. Seine Hände als Zeichen der Ergebung erhoben, während ein Nazi ein Gewehr in seine Richtung hält, liegt das Schicksal des Jungen voll und ganz in der Hand seiner Feinde und deren Laune. Er könnte genauso gut schon tot sein.

Ein völlig anderes Foto wurde an der Westmauer infolge der Eroberung der Altstadt durch die Fallschirmjäger im Sechstagekrieg des Juni 1967 gemacht. Dieses Foto von David Rubinger ist gleichermaßen eine Ikone. Es zeigt ebenfalls Juden und Soldaten – drei sind es. Aber diesmal sind die Juden und Soldaten ein und dieselben. Der Jude ist nicht länger der verängstigte Junge, der irgendwo in Europa mit dem Blick der Waffe des Nazis ausweicht. Er ist zuhause, in Jerusalem, für sein Schicksal selbst verantwortlich.

Nicht in diesem Bild feiert den Krieg. Die Waffen der Soldaten sind nirgendwo zu sehen. Ihre Helme haben sie abgenommen. Die Person in der Mitte ist jung, wirkt fast wie ein Junge. Was die jüdische Vorstellungskraft gefangen nimmt, war nicht der Jude als Soldat, sondern das Bild eines Juden, dessen Daseinsbedingung in der Zeit zwischen den zwei Fotos vollkommen verändert worden ist, nur durch die Gründung des jüdischen Staates. Der jüdische Staat, versprach der Zionismus, würde die Bedingungen für die Juden in der Welt verändern. Juden sollten nicht länger nach der Laune anderer leben und sterben. Die Sicherheit unserer Kinder sollte nicht davon abhängig sein, was unserer Feinde beschlössen.

Heute machen sich die Israelis Sorge, dass das angefangen hat sich zu ändern; dass wir unausweichlich in die Wirklichkeit abrutschen, die das erste Bild repräsentiert. Seit acht Jahren verwandeln palästinensische Raketen und Mörser die Kindheit von Israelis in Sderot und anderen Städten in Jahre der ununterbrochenen Angst. Tausende israelischer Kinder lernten und schliefen – und einige starben – ganz nach der Laune Qassams abschießender Palästinenser. Und als Israel endlich antwortete, kam im selben Moment die Wut der Welt.

Jetzt fragen sich die Israelis, ob die Amerikaner sich still einem atomaren Iran ergeben haben. Wenn die Israelis überzeugt sind, dass dies der Fall ist, wird es weder Netanyahu noch Liebermann sein, sondern die amerikanische Politik, die die israelische Unnachgiebigkeit verursacht haben wird. Denn eine iranische Atomwaffe, selbst wenn sie nie benutzt würde, würde die Veränderung in der existenziellen Bedingungen für den Juden umkehren, der Israel möglich machte. Hat der Iran erst einmal Atomwaffen, werden alle israelischen Eltern ihre Kinder nachts in dem Wissen ins Bett bringen, dass wieder einmal unser Überleben und das unserer Kinder nicht von dem abhängt, was wir tun, sondern was andere entscheiden, wie unser Schicksal aussehen soll. Eine iranische Atomwaffe wird nicht nur ein Versagen der amerikanischen Abschreckung darstellen, sondern das Versagen des Versprechens des Zionismus einen jüdischen Staat zu schaffen und auf Dauer zu erhalten, der seinen Bürgern ein sicheres Leben bietet.

Eine internationale Gemeinschaft, die sich bedeutsamem Fortschritt im israelisch-arabischen Konflikt verschrieben hat, muss zuerst die Israelis überzeugen, dass sie nicht im Stich gelassen werden, dass die Welt dem Ziel verpflichtet ist, für das Israel gegründet wurde. Sehr wenige unter uns finden Geschmack daran unsere Söhne und Töchter in den Krieg zu schicken, lebenslang die Narben des Kampfes zu tragen oder Schlimmeres. Auch wir würden nichts lieber haben als ein Ende dieses fürchterlichen Konflikts. Das wird dadurch bewiesen, wie wir in der Vergangenheit gewählt haben.

Aber während wir uns darauf vorbereiten wieder einmal unseren Unabhängigkeitstag zu feier, muss eine Tatsache deutlich bleiben: Wir werden diesen Konflikt nicht um jeden Preis beenden. Die internationale Gemeinschaft muss demonstrieren, dass sie das begreift. Denn an diesem Erev Yom Ha-Atzma’ut, wie an allen anderen, wissen zumindest wir sehr gut, was auf dem Spiel steht. Vor die Wahl gestellt, unsere Kinder einmal mehr in den Kampf zu schicken oder zu der Welt dieser ersten Fotografie zurückzukehren, in der jemand anderes entscheidet, ob wir leben oder wie lange wir leben, werden fast alle von uns Ersteres wählen.