Der urkomische Humor der UNESCO

Nissan Ratzlav-Katz, The Times of Israel (blogs), 14. Oktober 2016

2001 erkannte die UNESCO Massada – die jüdische Rebellen-Festung auf einem Berg in Judäa aus der Römerzeit  – als Welterbestätte an. Warum? „Massada ist ein Symbol des antiken jüdischen Königreichs Israel, seiner gewaltsamen Zerstörung im späten 1. Jahrhundert n.Chr. und der folgenden Diaspora“, sagt die UNESCO.

Dann erkannte die UNESCO 2005 die Tells Megiddo, Hatzor und Beer Sheva in Israel als Welterbestätten an. Warum? „Die drei Tells stellen durch ihre Erwähnung in der Bibel ein religiöses und spirituelles Zeugnis herausragender universeller Werte dar“, sagt die UNESCO.

Zehn Jahre später, 2015, wurde die archäologische Stätte Beit Sche’arim in Nordisrael durch die UNESCO als Welterbestätte anerkannt. Sie als „Wahrzeichen jüdischer Erneuerung“  bezeichnet.  In der Erklärung der Organisation zur Wahl der Stätte heißt es: „Beit Sche’arim stellt ein außergewöhnliches Zeugnis des antiken Judentums in seiner Zeit der Erneuerung und des Überlebens unter der Führung von Rabbi Juda, dem Patriarchen dar. Die großflächigen Katakomben mit Kunstwerken mit klassischen und orientalischen Einflüssen illustrieren die unverwüstliche jüdische Kultur, die dort im 2. Und 4. Jahrhundert blühte.“ Übrigens war Beit Sche’arim die größte jüdische Beerdigungsstätte außerhalb Jerusalems nach der jüdischen Revolte gegen die Römer, infolge des römischen Edikts, das jüdische Begräbnisse in Jerusalem verbot, das in „Aelia Capitolina“ umbenannt wurde.

Zur gleichen Zeit, ebenfalls 2015, gab die UNESCO eine Erklärung ab, die das Patriarchengrab (in Hebron) und das Rahelgrab (zwischen Bethlehem und Jerusalem) als muslimische Stätten definierte. Das kann nur als übermütiger Witz oder horrende Beleidigung der arabischen Intelligenz angesehen werden, bedenkt man, dass das jüdische Königreich Israel, die biblische jüdische Verbindung zu Megiddo, Hatzor und Beer Sheva und die unverwüstliche jüdische Kultur im Land Israel durch die UNESCO selbst wiederholt anerkannt wurde.

Heute, 2016, wurden die Dinge noch absurder, als die UNESCO eine Resolution beschloss, die die jüdische Verbindung zum Tempelberg und der Westmauer bestritt und anordnete, das alle Hinweise zu diesen orten muslimisch-arabische Namen verwenden.

Übrigens wurden in Massada – UNESCO-Welterbestätte, wie Sie sich erinnern – Schriftrollen gefunden, zu denen Teile des biblischen Textes von Hesekiel gehörten. In Hesekiel 36,38 heißt es: „Wie die zum Opfer geweihten Schafe, wie die Schafe an den Festen Jerusalem füllen, so sollen Herden von Menschen die zerstörten Städte bevölkern. Dann wird man erkennen, dass ich der Herr bin.“

Wenn also die UNESCO stets auf diesen in Massada gefundenen Text verweist, wird sie erklären müssen, dass diese „Schafe“ zur „Moschee auf dem al-Haram al-Scharif“ gebracht wurden?

Möchten Sie noch mehr drollig Ironie kennenlernen?

In der palästinensischen Eingabe von Hebron zur Erwägung als Welterbestätte (für natürlich nicht existente Palästinenser) schreiben sie: „Hebron/al-Khlail ist ein klares Beispiel für einen Ort, der direkt und greifbar mit Ereignissen und Lebenstraditionen verbunden ist, besonders mit Ideen und Überzeugungen, die mit herausragenden universalen Werten im Zusammenhang stehen.“
Die Patriarchen und Matriarchen von wem genau? (Hinweis: Es fängt mit einem „J“ an un endet mit dem unerschütterlichen Staat Israel.)

Mehr? Gerne.

Die Palästinenser legten auch Qumran als Kandidaten zur Welterbestätte vor. In ihrer Eingabe schreiben sie: „Seine Abschrift des Alten Testaments, Kopien anderer Dokumente, Aufzeichnungstraditionen und anderer Schriften trugen zu einem bedeutenden Schritt in der Menschheitsgeschichte während des ersten Jahrhunderts nach Christus dar und trugen wieder beträchtlich zum intellektuellen Leben nach ihre Entdeckung im 20. Jahrhundert bei.“ Und: „Das Studium der Schriftrollen entwickelte sich in eine akademische Disziplin, die als Qumran-Studien bekannt sind. Sie bietet uns wertvolle Informationen über die Geschichte des Judentums und die frühe Phase des Christentums.“

Eine dieser „wertvollen Informationen“ ist natürlich die Tatsache, dass Jerusalem und der Tempelberg seit uralten Zeiten jüdische Stätten gewesen sind. Und dass Juden seitdem immer diese biblischen Texte, die von den Palästinensern selbst zitiert werden, gelesen, in Ehen gehalten und studiert haben, die Jerusalem und den Tempelberg zu jüdischen Stätten erklären.

Noch einer. Diesen liebe ich.

Die Palästinenser reichten auch Sebastia ein; sie schrieben: „Sebaste, das mit dem antiken Samaria identifiziert wird, ist die Hauptstadt des nördlichen Königreichs während der Eisenzeit II in Palästina und ein wichtiges urbanes Zentrum der hellenistischen wie der römischen Periode.

Das „nördliche Königreich“ wovon, sagt schon! Sagen sie nicht. Aber ich. Es war der nördlichste zweier souveräner jüdischer Staaten, die es zu gleicher Zeit in diesem Land gab. Und keienr davon wurde „Palästina“ genannt (aber ist als „Israel“ bekannt).

Seit dieses „nördliche Königreich“ existierte, gab es einen dritten und vierten jüdischen Staat. Letzterer wurde offiziell 1948 gegründet. Sie könnten von ihm gehört haben.

Um also konsequent und ehrlich zu sein, sollte die UNESCO einfach voranschreiten und den gesamten Staat Israel zum „Wahrzeichen der jüdischen Erneuerung“ erklären.

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UNESCO reagiert auf US-Abgang mit 77 antiisraelischen Resolutionen

The Mideast Beast, 16. Oktober 2017

Ein Treffen der Generalkonferenz der UNESCO zur Diskussion der Entscheidung Präsident Donald Trumps sich aus der Organisation zurückzuziehen endete damit, dass die Konferenz fast 80 Resolutionen beschloss, mit denen Israel und das jüdische Volk verurteilt wurden.

„Wir wissen wirklich nicht richtig, was passiert ist“, gestand Generalsekretärin Irina Bokowa ein. „Wir eröffneten die Debatte, um den Verlust der Unterstützung der USA zu diskutieren und dann verabschiedeten wir auf einmal 12 Resolutionen, die die Juden wegen des Holocaust verurteilten.“

Während der erklärte Auftrag der UNESCO darin besteht für Frieden und Sicherheit durch Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturreformen zu werben, ist die Organistation wiederholt von ihrer Besessenheit von Verurteilungen des jüdischen Staates abgelenkt worden. Von 2009 bis 2014 verabschiedete die UNESCO zum Beispiel 46 antiisraelische Resolutionen, wohingegen nur eine die syrische Regierung verurteilte.

„Ohne Gelder aus den USA“, warnte Bkowa, „werden wir vielleicht in der Zukunft Resolutionen die jüdische Verbindung zur Westmauer besteitende Resolutionen auf billigerem Papier drucken müssen.“

UNESCO verabschiedet weitere Resolution gegen Juden, „einfach um zu sehen, ob es klappt“

The Mideast Beast, 11. Juli 2017

„Wir wollten einfach nur sehen, ob wir das können“, war die früher am heutigen Tag gegebene Erklärung des United Nations, Scientific and Cultural Organization, als sie eine weitere Resolution mit der Behauptung verabschiedeten, ein Bagel-Laden in Westjerusalem sei eine palästinensische Erbe-Stätte.

Die UNESCO ist während des letzten Jahres wegen einer Reihe an Resolutionen unter schweres Feuer gekommen, die eine historische jüdische Verbindung zu Teilen des jüdischen Staates bestreiten, die so jüdisch sind, wie es nur sein kann. Letzte Woche verabschiedete die UNESCO eine Resolution, mit der behauptet wird das Patriarchengrab in Hebron sei eine gefährdete palästinensische Erbe-Stätte.

Ein Repräsentant der UNESCO verteidigte die UNO-Organisation; er sagte: „Es begann irgendwie ernsthaft, aber nach ein paar Drinks am späten Abend schlossen wir eine Wette ab; wir wollten sehen, ob wir das Lächerlichste durchbekommen würden.“ Die palästinensische Autonomiebehörde veröffentlichte eine Erklärung, die die Resolution willkommen hieß und erklärte, sie hoffe, dass bald weitere palästinensische Erbe-Stätten von der UNESCO zurückgefordert werden. Die UNO-Organisation hat ebenfalls gesagt, dass sie daran interessiert sei Revolutionen zu verabschieden, die behaupten ein chinesischer koscherer Laden in Brooklyn, das Apartment, wo man auf Seinfeld und Woody Allen schoss, seien palästinensische Erbe-Stätten.

In Reaktion darauf veröffentlichte das Weiße Haus eine Erklärung, die die UNESCO wegen der Resolution verurteilte; es nannte sie „scheußliche Kekse, einfach furchtbar, ich habe sie nie gegessen, ich finde, sie sind Müll. Ich mag die lieber, die die Elfen machen“. Das führt dazu, dass einige politische Analysten glauben, der Präsident dachte an Nabisco.

Bauern und Patriarchen

Annika Hernroth-Rothstein, Israel HaYom, 9. Juli 2017

Unsere Weisen lehrten uns, dass es drei Teile Israels gibt, zu denen die jüdischen Eigentumsrechte nicht bestritten werden können, selbst wenn man das göttliche Versprechen und das Band zwischen Gott und dem jüdischen Volk verneint. Diese Orte sind der Tempelberg in Jerusalem, den König David vom Jebusiter Araunah kaufte; der Teil von Schechem (Nablus), den Jakob der Familie von Hamor kaufte und das Feld und die Höhle Machpelah in Hebron, die Abraham von Ephron, dem Hethiter kaufte.

Die Ironie ist atemberaubend.

Abraham tätigte seinen Kauf und achtete sorgfältig darauf ihn legal bindend zu machen, damit er einen Vertrag über Landbesitz hatte, der niemals in Frage gestellt werden kann, unabhängig vom Glauben. Und trotzdem finden wir uns heute hier, werden – zumindest theoretisch – mit wenig Rücksicht auf Geschichte oder Recht bezweifelt.

Letzte Woche stimmte bei einem Treffen in Polen die UNESCO, eine UNO-Organisation mit dem Auftrag Welterbestätten zu bestimmen, dafür die Patriarchenhöhle in Hebron zu einer gefährdeten palästinensischen Welterbestätte zu bestimmen. Selbst nach UNO-Standards schockiert diese Entscheidung. Das auf den Gräbern unserer Patriarchen errichtete Gebäude wurde von Juden vor über 2000 Jahren gebaut, rund 700 Jahre vor dem Entstehen des Islam und weit länger bevor es die Idee eines Palästinenserstaats gab.

Ich habe dieses Gebäude oft besucht und was ich dort sehe sind Juden und Muslime, die zusammenleben, die gegenseitigen Rechte zu Gebet respektieren, einen Weg gefunden haben an einem der explosivsten Orte der Welt miteinander auskommen. Die jüngste Abstimmung der UNESCO ist ein direkter Angriff auf das Miteinander und eine Deklaration der Aggression, die versucht das zarte Gewebe Hebrons zu zerreißen.

Eines meiner Lieblingsfotos ist eines, das ich letztes Jahr beim Besuch des Tempelbergs mit einer Gruppe religiöser Juden aufnahm. Wir wurden von einer lauten Gruppe an Menschen belästigt, die uns ins Gesicht brüllten, uns einschüchterten, als wir herumgingen. Es war beängstigend, stressig und traurig, also gingen wir schweigend, um dorthin zu kommen, wohin wir gingen. Der Angriff hielt uns davon ab anzuhalten und das Wunder auf uns wirken zu lassen.

Dann, unmittelbar bevor ich den Berg verlassen wollte, sah ich einen muslimischen Mann, der sich auf einer höher gelegenen Stelle niedergelassen hatte, der sorgfältig in Koran las. Ein älterer Mann, der scheinbar den Tumult nicht bemerkte, der still seine Lippen bewegte, als er den Text durchging. Ich schoss ein Bild in dem Moment, als die Sonne auf seinen Rücken traf, denn das Bild fasste alles zusammen, von dem ich wünschte, dass wir es sein konnten. Diese Frauen, die mich jedes Mal, wenn ich auf den Tempelberg gehe, belästigen, sind weder gläubig noch fromm, sie nutzen diesen heiligen Ort um mich zu verletzen und mich mit wenig Rücksicht auf seine Heiligkeit zu verscheuchen. Aber dieser den Koran studierende Mann war ein Mann im Gespräch mit Gott und das war etwas, das ich nachvollziehen konnte. Mit ihm könnte ein Zusammenleben aufgebaut werden.

Die Menschen, die gefühlskalt die UNO benutzen, um Israel zu delegitimieren und die Lügen verbreiten, um historische Verbindungen auszulöschen, sind nicht die Männer die täglich in der Patriarchenhöhle betten. Es sind Menschen, die für ihre gefährliche Politik bezahlt werden und die bequem in Palästen sitzen, weit weg von den Konsequenzen ihrer Hass-Politik. Und es wird Konsequenzen geben.

Was mich in Sachen der jüngsten UNESCO-Abstimmung vielleicht am meisten aufbringt ist die absolute Gefühlslosigkeit, mit der sie vorgebracht wurde. Wir alle wissen, dass es kein Endspiel gibt. Wir wissen, wenn die dahinter steckenden Leute mit ihrer Machtergreifung erfolgreich sind, dann werden sie weder bereit noch in der Lage sein sich um ihre eigenen Leute zu kümmern. Das ist ein Spiel, ein grausames und gefährliches Spiel, in dem die Frommen die Bauern werden.

Ich nahm das Bild aus einem Grund auf – weil Männer wie er so selten sind. Nicht interessiert an Auseinandersetzungen und dem Text verschrieben; er sah tatsächlich die Schönheit des Berges. Die Männer, die behaupten für ihn zu sprechen, nutzen ihn in Wirklichkeit aus und das ist der Grund, dass ich mich so entmutigt fühle. Es gibt nicht nur keine Friedenspartner, es gibt in Wirklichkeit nur solche, die den Krieg verewigen und dafür scheint es keine Lösung zu geben.