Die 10 schwachsinnigsten antiisraelischen Handlungen der UNO 2017

Hillel Neuer, The Times of Israel (Blogs), 21. Dezember 2017

Die Liste, auf die Sie alle gewartet haben – es gab 20107 zwar eine Unzahl weiterer echt antiisraelische Resolutionen, Berichte und Stellungnahmen von UNO-Organisationen und –Beamten, aber bedauerlicherweise konnte ich nur zehn hier einbringen.

10. Die UNO-Agentur von 18 arabischen Staaten veröffentlichte einen Bericht, in dem Israel der „Apartheid“ beschuldigt wurde.

In Reaktion darauf ergriff UN Watch-Geschäftsführer Hillel Neuer das Wort und stellte Algerien, den Irak, Syrien, Ägypten, Libyen, den Libanon, Jemen und andere eine einfache Frage: „Wo sind eure Juden?“ Ausnahmsweise war der Saal zum Schweigen gebracht worden. Die Rede von UN Watch verbreitete sich im virusartig Internet; es wurde weltweit 5 Millionen Mal angesehen.

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9. Die UNO-Kommission für Frauenrechte verurteilte Israel als den einzigen Staat der Welt, der Frauenrechte verletzt. Echte Verletzter von Frauenrechten wie der Iran, Jemen und Afghanistan wurden ignoriert.

Im nächsten Monat entlarvte UN Watch die Wahl Saudi Arabiens durch die UNO in genau diese Frauenrechtskommission –  und die Tatsache, dass mindestens 5 EU-Staaten für die Saudis stimmten. Die Story verbreitete sich rasend schnell und sorgte in Belgien für einen mächtigen Skandal; dort gestand  der Premierminister schließlich ein, dass sein Land dafür stimmte und entschuldigte sich; die Sache löste in Irland, Norwegen und Schweden Kontroversen aus. (Video)

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8. Im June unterzeichneten 16 UNO-Organisationen eine Vereinbarung mit dem „Staat Palästina“, um beispiellose $18 Millionen für die Finanzierung von Lawfare gegen Israel zu finanzieren, das Ganze formuliert in Vokabular für Menschenrechte, Völkerrecht und „Verantwortlichkeit“.

Die Kampagne der UNO strebt an Israels Fähigkeit zu auszuhöhlen sich gegen Terroranschläge von Hamas und Hisbollah zu verteidigen. So vermerkte Fox News: „UN Watch, eine unabhängige Beobachtergruppe mit Sitz in der Schweiz, war eine der ersten, die die UNO-Ausgaben aufzeigte und kritisierte; Geschäftsführer Hillel Neuer forderte die USA, Kanada und Australien sowie weitere Demokratien auf sicherzustellen, dass ihre Steuergelder-Beiträge nicht missbraucht werden, um UNO-Institutionen durch eine Eskalation der politisierten Angriffen auf Israel zu untergraben.

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7. Im Oktober gab UNO-Palästina-Berichterstatter Michael Lynk einen Bericht aus, der sich für einen Wirtschaftsboykott gegen israelische Firmen einsetzt.

Als Llynk zu seiner jährlichen Pressekonferenz im UNO-Hauptsitz in New York ankam, war er überrascht, als drei verschiedene Journalisten ihn zu seinem einseitigen Bericht und Mandat zur Rede stellten. Die Reporter waren von UN Watchs Beschwerdebrief an den UNO-Generalsekretär ermuntert worden, in dem Lynks Boykottaufruf und dass er Menschrechtsverletzungen durch die palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas ignorierte. Lynk behauptete fälschlich sich „nicht bewusst“ zu sein, dass er palästinensische Menschenrechtsverletzungen weiterleiten konnte.

„Nicht gewusst“ – UNMO-Palästina-Berichterstatter Michael Lynk

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6. Die Weltgesundheitsorganisation der UNO hob Israel als einzigen Verletzer von „mentaler, physischer und Umweltgesundheit“ der Welt hervor und löschte auf Druck von Syriens Assad-Regime Teile eines Berichts zu israelischem Handeln auf den Golanhöhen – wie diese für Israel positiv waren.

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5. Dubravka Simonovic, die UNO-Expertin für Gewalt gegen Frauen, besuchte Israel und die Gebiete und kam zu dem Schluss: Wenn palästinensische Männer ihre Frauen schlagen, dann ist Israel das schuld.

UN Watchs Geschäftsführer ergriff das Wort um den Bericht der UNO-Ermittlerin infrage zu stellen: „Warum versäumen Sie zu erwähnen, dass das offizielle palästinensische Fernsehen regelmäßig islamische Prediger ausstrahlt, die den Menschen erzählen, wie sie ihre Frauen schlagen müssen?“

Als Reaktion darauf brach der ägyptische Vorsitzende mit dem parlamentarischen Protokoll: „Ich würde gerne Danke sagen, aber das kann ich nicht“, sagte Botschafter Amr Ramadan. „Denn ich glaube, Sie müssen diesem Rat mehr Respekt entgegenbringen.“ (Video)

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4. In ihrem Ritual des jährlichen Israel zum Sündenbock machens verabschiedete die UNO-Vollversammlung 20 einseitige Resolutionen gegen Israel – und nur 6 zum Rest der übrigen Welt zusammen. Morgen wird bei einem Dringlichkeitstreffen, das von den arabischen und islamischen Staaten einberufen wurde, um die USA wegen ihrer Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt zu verurteilen, eine 21. Resolution verabschiedet werden, die den jüdischen Staat kritisiert.

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3. Die UNESCO machte ihren Auftrag das Welterbe zu schützen zunichte, indem sie eine Resolution verabschiedete, die Hebron – wegen des Patriarchengrabs die zweitheiligste Stadt des Judentums – als palästinensische Welterbestätte anerkannte.

UN Watch deckt auf, dass die UNESCO den Rat ihrer eigenen Experten verworfen hatte, die aufgrund der fehlenden Anerkennung des jüdischen und christlichen Erbes gegen die palästinensische Nominierung waren.

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2. UNRWA begann eine globale Kampagne, die das Bild eines 11-jährigen Mädchens, „Aya aus Gaza“, in einem ausgebombten Gebäude zeigte; Israel wurde als grausamer Unterdrücker palästinensischer Kinder dargestellt. Aber UN Watch deckte auf, dass das eine Fälschung war: Das Foto stammte in Wirklichkeit aus Syrien. Die Story verbreitete sich rasend schnell. Die UNRWA kam gewaltig in Verlegenheit und war weltweit gezwungen das Foto zu entfernen.

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1. Das Büro von Menschenrechtskommissar Zeid Ra’ad al-Hussein verbrachte das vergangene Jahr mit der Vorbereitung dafür die antiisraelische Boykott-Kampagne anzufachen, indem eine Schwarze Liste von Firmen erstellt wird, im Jüdischen Viertel von Jerusalem oder anderen jüdischen Gemeinden jenseits der Waffenstillstandslinie von 1949 Geschäfte machen. Der Bericht soll diesen Monat eingereicht und dem Rat im März vorgelegt werden. UN Watch wird die Führung beim Kontern dieser Schwarzen Liste übernehmen, die Nikki Haley diese Woche als „übles Produkt“ des UNO-Menschenrechtsrats bezeichnete.

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Der urkomische Humor der UNESCO

Nissan Ratzlav-Katz, The Times of Israel (blogs), 14. Oktober 2016

2001 erkannte die UNESCO Massada – die jüdische Rebellen-Festung auf einem Berg in Judäa aus der Römerzeit  – als Welterbestätte an. Warum? „Massada ist ein Symbol des antiken jüdischen Königreichs Israel, seiner gewaltsamen Zerstörung im späten 1. Jahrhundert n.Chr. und der folgenden Diaspora“, sagt die UNESCO.

Dann erkannte die UNESCO 2005 die Tells Megiddo, Hatzor und Beer Sheva in Israel als Welterbestätten an. Warum? „Die drei Tells stellen durch ihre Erwähnung in der Bibel ein religiöses und spirituelles Zeugnis herausragender universeller Werte dar“, sagt die UNESCO.

Zehn Jahre später, 2015, wurde die archäologische Stätte Beit Sche’arim in Nordisrael durch die UNESCO als Welterbestätte anerkannt. Sie als „Wahrzeichen jüdischer Erneuerung“  bezeichnet.  In der Erklärung der Organisation zur Wahl der Stätte heißt es: „Beit Sche’arim stellt ein außergewöhnliches Zeugnis des antiken Judentums in seiner Zeit der Erneuerung und des Überlebens unter der Führung von Rabbi Juda, dem Patriarchen dar. Die großflächigen Katakomben mit Kunstwerken mit klassischen und orientalischen Einflüssen illustrieren die unverwüstliche jüdische Kultur, die dort im 2. Und 4. Jahrhundert blühte.“ Übrigens war Beit Sche’arim die größte jüdische Beerdigungsstätte außerhalb Jerusalems nach der jüdischen Revolte gegen die Römer, infolge des römischen Edikts, das jüdische Begräbnisse in Jerusalem verbot, das in „Aelia Capitolina“ umbenannt wurde.

Zur gleichen Zeit, ebenfalls 2015, gab die UNESCO eine Erklärung ab, die das Patriarchengrab (in Hebron) und das Rahelgrab (zwischen Bethlehem und Jerusalem) als muslimische Stätten definierte. Das kann nur als übermütiger Witz oder horrende Beleidigung der arabischen Intelligenz angesehen werden, bedenkt man, dass das jüdische Königreich Israel, die biblische jüdische Verbindung zu Megiddo, Hatzor und Beer Sheva und die unverwüstliche jüdische Kultur im Land Israel durch die UNESCO selbst wiederholt anerkannt wurde.

Heute, 2016, wurden die Dinge noch absurder, als die UNESCO eine Resolution beschloss, die die jüdische Verbindung zum Tempelberg und der Westmauer bestritt und anordnete, das alle Hinweise zu diesen orten muslimisch-arabische Namen verwenden.

Übrigens wurden in Massada – UNESCO-Welterbestätte, wie Sie sich erinnern – Schriftrollen gefunden, zu denen Teile des biblischen Textes von Hesekiel gehörten. In Hesekiel 36,38 heißt es: „Wie die zum Opfer geweihten Schafe, wie die Schafe an den Festen Jerusalem füllen, so sollen Herden von Menschen die zerstörten Städte bevölkern. Dann wird man erkennen, dass ich der Herr bin.“

Wenn also die UNESCO stets auf diesen in Massada gefundenen Text verweist, wird sie erklären müssen, dass diese „Schafe“ zur „Moschee auf dem al-Haram al-Scharif“ gebracht wurden?

Möchten Sie noch mehr drollig Ironie kennenlernen?

In der palästinensischen Eingabe von Hebron zur Erwägung als Welterbestätte (für natürlich nicht existente Palästinenser) schreiben sie: „Hebron/al-Khlail ist ein klares Beispiel für einen Ort, der direkt und greifbar mit Ereignissen und Lebenstraditionen verbunden ist, besonders mit Ideen und Überzeugungen, die mit herausragenden universalen Werten im Zusammenhang stehen.“
Die Patriarchen und Matriarchen von wem genau? (Hinweis: Es fängt mit einem „J“ an un endet mit dem unerschütterlichen Staat Israel.)

Mehr? Gerne.

Die Palästinenser legten auch Qumran als Kandidaten zur Welterbestätte vor. In ihrer Eingabe schreiben sie: „Seine Abschrift des Alten Testaments, Kopien anderer Dokumente, Aufzeichnungstraditionen und anderer Schriften trugen zu einem bedeutenden Schritt in der Menschheitsgeschichte während des ersten Jahrhunderts nach Christus dar und trugen wieder beträchtlich zum intellektuellen Leben nach ihre Entdeckung im 20. Jahrhundert bei.“ Und: „Das Studium der Schriftrollen entwickelte sich in eine akademische Disziplin, die als Qumran-Studien bekannt sind. Sie bietet uns wertvolle Informationen über die Geschichte des Judentums und die frühe Phase des Christentums.“

Eine dieser „wertvollen Informationen“ ist natürlich die Tatsache, dass Jerusalem und der Tempelberg seit uralten Zeiten jüdische Stätten gewesen sind. Und dass Juden seitdem immer diese biblischen Texte, die von den Palästinensern selbst zitiert werden, gelesen, in Ehen gehalten und studiert haben, die Jerusalem und den Tempelberg zu jüdischen Stätten erklären.

Noch einer. Diesen liebe ich.

Die Palästinenser reichten auch Sebastia ein; sie schrieben: „Sebaste, das mit dem antiken Samaria identifiziert wird, ist die Hauptstadt des nördlichen Königreichs während der Eisenzeit II in Palästina und ein wichtiges urbanes Zentrum der hellenistischen wie der römischen Periode.

Das „nördliche Königreich“ wovon, sagt schon! Sagen sie nicht. Aber ich. Es war der nördlichste zweier souveräner jüdischer Staaten, die es zu gleicher Zeit in diesem Land gab. Und keienr davon wurde „Palästina“ genannt (aber ist als „Israel“ bekannt).

Seit dieses „nördliche Königreich“ existierte, gab es einen dritten und vierten jüdischen Staat. Letzterer wurde offiziell 1948 gegründet. Sie könnten von ihm gehört haben.

Um also konsequent und ehrlich zu sein, sollte die UNESCO einfach voranschreiten und den gesamten Staat Israel zum „Wahrzeichen der jüdischen Erneuerung“ erklären.

UNESCO reagiert auf US-Abgang mit 77 antiisraelischen Resolutionen

The Mideast Beast, 16. Oktober 2017

Ein Treffen der Generalkonferenz der UNESCO zur Diskussion der Entscheidung Präsident Donald Trumps sich aus der Organisation zurückzuziehen endete damit, dass die Konferenz fast 80 Resolutionen beschloss, mit denen Israel und das jüdische Volk verurteilt wurden.

„Wir wissen wirklich nicht richtig, was passiert ist“, gestand Generalsekretärin Irina Bokowa ein. „Wir eröffneten die Debatte, um den Verlust der Unterstützung der USA zu diskutieren und dann verabschiedeten wir auf einmal 12 Resolutionen, die die Juden wegen des Holocaust verurteilten.“

Während der erklärte Auftrag der UNESCO darin besteht für Frieden und Sicherheit durch Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturreformen zu werben, ist die Organistation wiederholt von ihrer Besessenheit von Verurteilungen des jüdischen Staates abgelenkt worden. Von 2009 bis 2014 verabschiedete die UNESCO zum Beispiel 46 antiisraelische Resolutionen, wohingegen nur eine die syrische Regierung verurteilte.

„Ohne Gelder aus den USA“, warnte Bkowa, „werden wir vielleicht in der Zukunft Resolutionen die jüdische Verbindung zur Westmauer besteitende Resolutionen auf billigerem Papier drucken müssen.“

UNESCO verabschiedet weitere Resolution gegen Juden, „einfach um zu sehen, ob es klappt“

The Mideast Beast, 11. Juli 2017

„Wir wollten einfach nur sehen, ob wir das können“, war die früher am heutigen Tag gegebene Erklärung des United Nations, Scientific and Cultural Organization, als sie eine weitere Resolution mit der Behauptung verabschiedeten, ein Bagel-Laden in Westjerusalem sei eine palästinensische Erbe-Stätte.

Die UNESCO ist während des letzten Jahres wegen einer Reihe an Resolutionen unter schweres Feuer gekommen, die eine historische jüdische Verbindung zu Teilen des jüdischen Staates bestreiten, die so jüdisch sind, wie es nur sein kann. Letzte Woche verabschiedete die UNESCO eine Resolution, mit der behauptet wird das Patriarchengrab in Hebron sei eine gefährdete palästinensische Erbe-Stätte.

Ein Repräsentant der UNESCO verteidigte die UNO-Organisation; er sagte: „Es begann irgendwie ernsthaft, aber nach ein paar Drinks am späten Abend schlossen wir eine Wette ab; wir wollten sehen, ob wir das Lächerlichste durchbekommen würden.“ Die palästinensische Autonomiebehörde veröffentlichte eine Erklärung, die die Resolution willkommen hieß und erklärte, sie hoffe, dass bald weitere palästinensische Erbe-Stätten von der UNESCO zurückgefordert werden. Die UNO-Organisation hat ebenfalls gesagt, dass sie daran interessiert sei Revolutionen zu verabschieden, die behaupten ein chinesischer koscherer Laden in Brooklyn, das Apartment, wo man auf Seinfeld und Woody Allen schoss, seien palästinensische Erbe-Stätten.

In Reaktion darauf veröffentlichte das Weiße Haus eine Erklärung, die die UNESCO wegen der Resolution verurteilte; es nannte sie „scheußliche Kekse, einfach furchtbar, ich habe sie nie gegessen, ich finde, sie sind Müll. Ich mag die lieber, die die Elfen machen“. Das führt dazu, dass einige politische Analysten glauben, der Präsident dachte an Nabisco.

Bauern und Patriarchen

Annika Hernroth-Rothstein, Israel HaYom, 9. Juli 2017

Unsere Weisen lehrten uns, dass es drei Teile Israels gibt, zu denen die jüdischen Eigentumsrechte nicht bestritten werden können, selbst wenn man das göttliche Versprechen und das Band zwischen Gott und dem jüdischen Volk verneint. Diese Orte sind der Tempelberg in Jerusalem, den König David vom Jebusiter Araunah kaufte; der Teil von Schechem (Nablus), den Jakob der Familie von Hamor kaufte und das Feld und die Höhle Machpelah in Hebron, die Abraham von Ephron, dem Hethiter kaufte.

Die Ironie ist atemberaubend.

Abraham tätigte seinen Kauf und achtete sorgfältig darauf ihn legal bindend zu machen, damit er einen Vertrag über Landbesitz hatte, der niemals in Frage gestellt werden kann, unabhängig vom Glauben. Und trotzdem finden wir uns heute hier, werden – zumindest theoretisch – mit wenig Rücksicht auf Geschichte oder Recht bezweifelt.

Letzte Woche stimmte bei einem Treffen in Polen die UNESCO, eine UNO-Organisation mit dem Auftrag Welterbestätten zu bestimmen, dafür die Patriarchenhöhle in Hebron zu einer gefährdeten palästinensischen Welterbestätte zu bestimmen. Selbst nach UNO-Standards schockiert diese Entscheidung. Das auf den Gräbern unserer Patriarchen errichtete Gebäude wurde von Juden vor über 2000 Jahren gebaut, rund 700 Jahre vor dem Entstehen des Islam und weit länger bevor es die Idee eines Palästinenserstaats gab.

Ich habe dieses Gebäude oft besucht und was ich dort sehe sind Juden und Muslime, die zusammenleben, die gegenseitigen Rechte zu Gebet respektieren, einen Weg gefunden haben an einem der explosivsten Orte der Welt miteinander auskommen. Die jüngste Abstimmung der UNESCO ist ein direkter Angriff auf das Miteinander und eine Deklaration der Aggression, die versucht das zarte Gewebe Hebrons zu zerreißen.

Eines meiner Lieblingsfotos ist eines, das ich letztes Jahr beim Besuch des Tempelbergs mit einer Gruppe religiöser Juden aufnahm. Wir wurden von einer lauten Gruppe an Menschen belästigt, die uns ins Gesicht brüllten, uns einschüchterten, als wir herumgingen. Es war beängstigend, stressig und traurig, also gingen wir schweigend, um dorthin zu kommen, wohin wir gingen. Der Angriff hielt uns davon ab anzuhalten und das Wunder auf uns wirken zu lassen.

Dann, unmittelbar bevor ich den Berg verlassen wollte, sah ich einen muslimischen Mann, der sich auf einer höher gelegenen Stelle niedergelassen hatte, der sorgfältig in Koran las. Ein älterer Mann, der scheinbar den Tumult nicht bemerkte, der still seine Lippen bewegte, als er den Text durchging. Ich schoss ein Bild in dem Moment, als die Sonne auf seinen Rücken traf, denn das Bild fasste alles zusammen, von dem ich wünschte, dass wir es sein konnten. Diese Frauen, die mich jedes Mal, wenn ich auf den Tempelberg gehe, belästigen, sind weder gläubig noch fromm, sie nutzen diesen heiligen Ort um mich zu verletzen und mich mit wenig Rücksicht auf seine Heiligkeit zu verscheuchen. Aber dieser den Koran studierende Mann war ein Mann im Gespräch mit Gott und das war etwas, das ich nachvollziehen konnte. Mit ihm könnte ein Zusammenleben aufgebaut werden.

Die Menschen, die gefühlskalt die UNO benutzen, um Israel zu delegitimieren und die Lügen verbreiten, um historische Verbindungen auszulöschen, sind nicht die Männer die täglich in der Patriarchenhöhle betten. Es sind Menschen, die für ihre gefährliche Politik bezahlt werden und die bequem in Palästen sitzen, weit weg von den Konsequenzen ihrer Hass-Politik. Und es wird Konsequenzen geben.

Was mich in Sachen der jüngsten UNESCO-Abstimmung vielleicht am meisten aufbringt ist die absolute Gefühlslosigkeit, mit der sie vorgebracht wurde. Wir alle wissen, dass es kein Endspiel gibt. Wir wissen, wenn die dahinter steckenden Leute mit ihrer Machtergreifung erfolgreich sind, dann werden sie weder bereit noch in der Lage sein sich um ihre eigenen Leute zu kümmern. Das ist ein Spiel, ein grausames und gefährliches Spiel, in dem die Frommen die Bauern werden.

Ich nahm das Bild aus einem Grund auf – weil Männer wie er so selten sind. Nicht interessiert an Auseinandersetzungen und dem Text verschrieben; er sah tatsächlich die Schönheit des Berges. Die Männer, die behaupten für ihn zu sprechen, nutzen ihn in Wirklichkeit aus und das ist der Grund, dass ich mich so entmutigt fühle. Es gibt nicht nur keine Friedenspartner, es gibt in Wirklichkeit nur solche, die den Krieg verewigen und dafür scheint es keine Lösung zu geben.