Zeit, UNRWA auslaufen zu lassen

Der Untergang der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees ist lange überfällig. Hoffen wir, dass der Generalbevollmächtigte Lazzarini zurecht besorgt ist.

Ruthi Blum, Israel HaYom, 27. Juni 2022

Obwohl er es am Donnerstag schaffte in New York bei einer Geberkonferenz des Ad Hoc-Komitees der UNO-Vollversammlung $160 Millionen aufzubringen, war der Leiter der United Nations Works Relief Agency for Palestine Refugees (UNRWA) nicht zufrieden.

Im Versuch für den unverdienten Glücksfall dankbar zu klingen, prahlte der UNWRA-Generalbevollmächtigte Philippe Lazzarini gleichzeitig vom „festen Engagement“ der internationalen Gemeinschaft für die Organisation und beklagte, dass die zugesagten Gelder bei weitem nicht ausreichen den Ort über das Ende des Jahres hinaus zu betreiben.

Der Presse gegenüber sagte Lazzarini am Freitag, dass die UNRWA selbst mit den zugesagten Geldern ein Defizit von $100 Millionen hat. Er fügte hinzu, wenn sie es nicht schafft „in den nächsten Monaten die Geldlücke zu schließen“, werden Millionen Palästinensern Gesundheitsversorgung fehlen und ihren Kindern Bildung geraubt.

„Wir haben eine Gefahrenzone betreten“, erklärte er und wurde zu all den wunderbar „unerlässlichen“ Diensten poetisch, die die UNRWA den palästinensischen Flüchtlingen mit einem Minibudget geboten hat; UNRWA, betonte er, sei im Leben der Palästina-Flüchtling“  nicht weniger als unverzichtbar und trägt in gewissem Sinne zu „Stabilität“ bei.

Sie bekommen das Bild. Das Problem ist, dass das falsch ist.

Erstens ist das Wort „Flüchtling“ in Bezug auf die Palästinenser eine Täuschung. Genauer gesagt passen die so bezeichneten Palästinenser nicht in die vom UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) so dargelegte Definition.

Laut UNHRCR „sind Flüchtlinge Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Konflikt oder Verfolgung geflohen sind und eine internationale Grenze überquerten, um in einem anderen Land Sicherheit zu finden… Die Flüchtlingskonvention von 1951 ist ein juristisches Schlüsseldokument und definiert Flüchtlinge als ‚jemanden, der aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet‘.“

Die Aufgabe des UNHCR besteht darin „bei der freiwilligen Rückführung [solcher Leute] in die Heimat, der lokalen Integration oder der Wiederansiedlung in einem Drittland zu helfen“.

Im Gegensatz dazu hat UNRWA den Führern in Gaza, Ramallah, Damaskus und Beirut aus politischen Gründen geholfen am Leben zu erhalten, was sie die palästinensische „Flüchtlingskrise“ nennen.

Zweitens ist UNRWA – die im Dezember 1949 eingerichtet wurde, um Arabern zu helfen, die 1948 als Ergebnis des arabischen Angriffs auf den jüdischen Staat, der Israels Unabhängigkeitskrieg war, obdachlos wurden – weit entfernt davon eine „humanitäre“ Organisation zu sein. Sie ist eher eine eigennützige NGO, die das Opfertum und den Radikalismus seiner angeblich aus ihren Umständen zu holenden Leute verstärkt.

Tatsächlich hetzt die Organisation, deren Türen und Kassen vor Jahrzehnten hätten zugenagelt werden sollen, auf mehrere Arten. Eine beseht darin Fatah, Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad zu ermöglichen Waffen unter und in Schulen zu verstecken.

Das ist ein perfektes menschliches Schutzschild-Doppelangebot: Judenkillern werden Raketenlager und Abschussplatz zur Verfügung gestellt; und man kann Israel beschuldigen Kinder ins Visier zu nehmen, wenn es auf die Quelle der tödlichen Projektile schießt.

Eine weitere erfolgt über die antisemitischen Inhalte der Schulbücher in diesen Schulen, zu deren Lehrern palästinensische Aktivisten gehören, die offen zu Gewalt gegen Israelis aufrufen. Solch illustre Erzieher verbreiten regelmäßig in sozialen Medien Lügen über den jüdischen Staat. Zu ihren vielen und vielfältigen Ritualmord-Beschuldigungen gehört die Behauptung, dass Israel Kinder absichtlich mit COVID-19 infiziert.

Wiederholte Zusagen von UNRWA, es werde diese Lehrer „untersuchen“ und sich mit ihnen „beschäftigen“, führten zu nichts. Was auch sonst?

Diese und andere ungeheuerlichen Methoden trieben den früheren US-Präsidenten Donald Trump an, der UNRWA das Geld zu entziehen, er bezeichnete sie als eine „hoffnungslos fehlerhaften Betrieb“.

Leider stimmt sein Nachfolger dem nicht zu.

Terrorismus zu bestärken ist allerdings nicht der einzige von der UNRWA begangene Verstoß gegen ihren Auftrag. Nein, ihre Zweckentfremdung von Millionen amerikanischer und europäischer Steuerdollars und -euros dehnt sich auf weniger erhabene Ideale aus als Israel anzugreifen.

Ein im Juli 2019 von Al-Jazira und AFP aufgedeckter, vernichtender interner Bericht offenbarte, dass der damalige UNRWA-Generalkommissar Pierre Krähenbühl und andere offizielle Vertreter der Agentur „sexuelles Fehlverhalten, Vetternwirtschaft, Vergeltung, Diskriminierung und andere Machtmissbräuche für persönlichen Vorteil betrieb, um legitimen Widerspruch zu unterdrücken und auf weitere Weise persönliche Ziele zu erreichen.

Ironischerweise kam die unschöne Sache ans Licht, als man entdeckte, dass Krähenbühl sich auf eine private Spendenkampagne begeben hatte, für die er die arme, klamme UNRWA als Mittel nutzte. Aber in Wirklichkeit er sammelte er Geld, um Businessclass-Reisen mit seiner Geliebten zu bezahlen, die er im Schnellverfahren in eine Rolle gebracht hatte, die er 2015 für sie erfand – die seiner „Senior-Beraterin“ – damit sie ihn stilvoll begleiten konnte. Es ist nicht klar, was seine Frau dazu zu sagen hatte, aber die UNRWA-Beschäftigten, die gedrängt wurden den Gürtel enger zu schnallen, waren nicht gerade glücklich.

Ein paar Monate, nachdem der Bericht öffentlich gemacht wurde, trat Krähenbühl mit dem Hinweis auf „schmutzige Politik“ zurück. Und die interne Ermittlung durch die UNO, dieser aufrechten Organisation, kam in der Folge zum Schluss, dass die Vorwürfe gegen ihn unfair gewesen seien.

Na ja. Zumindest haben sie jetzt Lazzarini um für sie zu betteln.

Apropos: Während der am Donnerstag auf dem Podium der Vollversammlung stand, veröffentlichte die NGO UN Watch einen Bericht, in dem der aktuelle Antisemitismus und die Unterstützung für Terrorismus gegen Israelis detailliert beschrieben wird. Und das trotz der Proklamation von „Null Toleranz“ gegenüber Hetze.

Laut UN Watchs Exekutivdirektor Hillel Neuer sollte wegen der Tatsache, dass keine einzige der fraglichen Lehrkräfte entlassen worden ist, die UNRWA „als mitschuldig angesehen werden“. Da hat er recht. Aber das sollten dann auch die Länder tun, die weiter die Gelder für das erbärmliche Gremium berappen.

Die gute Nachricht lautet: Wenn Lazzarinis düstere Voraussage korrekt ist und die Organisation zerfällt, dann wird die Welt ein besserer Ort sein. Der Untergang der UNRWA ist lange überfällig. Lassen Sie uns für ihre Beerdigung beten.

„Die vor 1967 international anerkannten Grenzen“

Elder of Ziyon, 19. Mai 2022

Sie wissen, dass die UNO, die EU und viele andere Staaten gerne behaupten, die Waffenstillstandslinien von 1949 (die „Grüne Linie“) seien die international anerkannten Grenzen Isrels?

Ich fand den UNRWA-Jahresbericht von 1960, der Landkarten der Operationsgebiete der Organisation zeigt.

Schauen Sie sich Israel an.

13 Jahre nach der Ablehnung durch die Araber zog die UNRWA immer noch die Teilungsgrenzen von 1947 über die „gegenwärtigen Demarkationslinien“. Der einzige Grund, dass die Teilungslinien relevant sein könnten, lautet: Wenn UNRWA hatte das Gefühl, das seien die „wahren“ Grenzen Israels.

Also war die Grüne Linie nie die „international anerkannte Grenze“ Israels. Die 1949 gezogene Linie wurde erst nach 1967 heilig.

Das ist eines der magischen Dinge, die im Nahen Osten passieren, so wie das „jordanisch besetzte Land“ sich in „besetzte Palästinensergebiete“ wandelte.

Was der Westen unbedingt finanzieren will

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Jerusalem hat auf twitter ein Video geteilt, das zeigt, was Kinder in den von der UNRWA betriebenen Schulen über Juden und Israel denken, weil sie dort eine Gehirnwäsche erhalten. DAS HAT NICHTS MIT DEM AUFTRAG DER UNO/UNRWA ZU TUN.

Wir müssen Krieg führen, um zu beweisen, dass wir stärker sind als die Juden.
Die Leute Palästina und sie sind bereit für Palästina zu sterben. Ich will gegen sie [die Juden] kämpfen und sie im Krieg besiegen.
In der Schule bringen sie uns bei, dass die Al-Aqsa und ganz Palästina uns gehören.
Die Juden lügen und sagen, dass ihr Tempel sich unter der Al-Aqsa befindet. Der war nie dort.
Ich hasse die Juden.
Ja, sie lehren uns, dass die Zionisten unser Feind sind und wir sie bekämpfen müssen.
Sie lehren uns, dass die Juden Terroristen sind.
In der Schule lehren sie uns von den Juden. Sie lehren uns, dass das schlimme Leute sind. Sie töteten unsere jungen Leute.
Sie lehren uns in der Schule, dass die Juden launenhaft, schlechte Leute sind.
Ich bin bereit auf einen Juden einzustechen und sie [mit einem Auto] zu überfahren.
Ich will kämpfen. Ich will ein Auto in sie [die Juden] rammen.
Wir müssen sie ständig abstechen, sie überfahren und auf sie [die Juden] schießen.
Juden niederzustechen und zu überfahren bringt dem palästinensischen Volk Würde. Ich werde sie überfahren und mit Messern stechen.
In diesem Moment bin ich bereit ein Selbstmordbomber zu sein.
Mit Allahs Hilfe werde ich für ISIS kämpfen, den Islamischen Staat.

Ich kann diese Kinder und Jugendlichen und das, was sie von sich geben, nur mit der Gehirnwäsche vergleichen, die Kinder und Jugendliche in der Hitlerjugend erhalten haben.

Aber die „Progressiven“ behaupten, die Israelis seien die Nazis!

Im Westen gibt es jede Menge Länder, die das fraglos über ihre UNRWA-Spenden weitergehen lassen wollen.

Palästinenser fliehen aus dem Libanon – UNRWA zählt sie für die eigene Finanzierung immer weiter

Elder of Ziyon, 17. Januar 2022

2017 wurde eine Volkszählung durchgeführt, die zeigte, dass die Zahl der Palästinenser im Libanon 174.422 betrug.

Die UNRWA sagt, mehr als 479.000 palästinensische „Flüchtlinge“ seien bei der UNRWA im Libanon registriert.

Was bedeutet, dass die meisten dieser „Flüchtlinge“ den Libanon verließen – aber UNRWA zählt sie trotzdem weiter.

Inzwischen, stellt The National fest, geht die Zahl weiter zurück:

In den letzten zwei Jahren sind palästinensische Flüchtlinge im Libanon in beträchtlich höheren Raten auf der Suche nach besseren Arbeitsmöglichkeiten und einem besseren Lebensstandard ausgewandert.

Die wirtschaftliche Lage im Libanon verstärkt ihren Zugriff auf die Bürger wie auch auf Ausländer, sagte Abdelnaser Elayi, Projektmanager am interministeriellen libanesisch-palästinensischen Dialogkomitee.

„Vor 2020 erlebten wir in der Regel, dass jedes Jahr rund 6.000 bis 8.000 Palästinenser das Land verließen, ohne zurückzukehren“, sagte Herr Elayi gegenüber The National.

„Heute liegen die Zahlen näher bei 10.000 bis 12.000. Das ist eine Zunahme um mindestens 30 Prozent.“

Wenn diese Zahlen stimmen, bedeutet das, dass seit der Volkszählung rund 40.000 Palästinenser das Land verlassen haben!

Während 30.000 bis 50.000 Palästinenser wegen des syrischen Bürgerkriegs aus Syrien in den Libanon flohen, wären die meisten im Zensus von 2017 gezählt worden und viele können nicht lange bleiben, weil sie alle Visa alle drei Monate erneuern müssen.

Das bedeutet, dass es vielleicht nur 135.000 Palästinenser im Libanon gibt. Bis zu 70% der UNRWA Gezählten sind gar nicht dort.

Niemand kann den libanesischen Palästinensern vorwerfen, dass sie weg wollen. Sie werden furchtbar behandelt, sie können auch nach 73 Jahren, in denen sie dort wohnen, Staatsbürger werden, ihre Lager sind Dreckslöcher und ihnen wird nicht erlaubt Häuser zu bauen oder zu erweitern und sie leiden unter echter Apartheid durch libanesische Gesetze, die extra gegen sie verfasst werden. Jetzt, wo sich die Wirtschaft des Libanon sich in einer Notlage befindet, sind sie die unterste Sprosse einer sehr wackeligen Leiter.

Ein grund, das die Welt sich nicht um sie kümmert, lautet, dass die arabische Welt eine bewusste Entscheidung getroffen hatte sicherzustellen, dass ausschließlich Israel für die Misere der Palästinenser verantwortlich gemacht wird und alle anderen Probleme nicht zur Sprache kommen sollten.

Die Peinlichkeit UNRWA, in ihren eigenen Zahlen

First One Through, 19. November 2021

UNRWA, die umstrittene UNO-Organisation, die einzig den Nachkommen palästinensischer Flüchtlinge und anderer lokaler Menschen gewidmet ist, veranstaltete einen zweitätigen Spenden-Appell, der am 16. November 2021 begann. Angeführt von den Regierungen Jordaniens und Schwedens, wurden Länder rund um die Welt gebeten einer befristeten Organisation Geld zu spenden, die 1949 gegründet wurde.

Eine Untersuchung der statistischen Daten von UNRWA vom 31. Dezember 2020 würde die Spender flüchten lassen.

UNRWA-Klientel

Nach Angaben der UNRWA versorgte sie 5,7 Millionen Flüchtlinge und 685.000 andere Menschen (hauptsächlich Arme und Personen, die mit Nachkommen von Flüchtlingen verheiratet sind) in fünf Operationsgebieten. Das bedeutet, dass 10,7% der UNRWA-Mündel keine Flüchtlinge sind, nicht einmal, wenn man der übertriebenen Definition folgt, die UNRWA verwendet. In der Westbank sind die Zahlen noch höher, dort sind 19,5% der UNRWA-Mündel „andere“. Viele dieser Zusatz-Klienten sind arme Araber in Jerusalem, wie im Kleingedruckten des UNRWA-Berichts zu erkennen ist.

UNRWA fügte Dienste für tausende arme Araber in den östlichen Teilen Jerusalems hinzu, was in der Westbank zu in aufgeblähten 19,5% UNRWA-Mündeln als „andere“ führt, während das im Gazastreifen nur 10,2% sind.

Als Beweis für die Verfälschung in der Westbank gibt es dort sehr wenige Schüler im Verhältnis zur Bevölkerung, besonders im Vergleich mit dem Gazastreifen. Während der Prozentsatz der Bevölkerung unter 14 Jahren in beiden Bereichen mit 35,3% in der Westbank und 42,5% im Gazastreifen sehr hoch ist (und 17,4% bzw. 18,0% für die 15- bis 24-jährigen), gehen nur 4,2% der UNRWA-Mündel in der Westbank in UNRWA-Schulen, während es im Gazastreifen 17,5% sind – das Vierfache! Der Grund dafür lautet, dass Kinder in der Westbank viel mehr Möglichkeiten haben und es vorziehen sich von UNRWA-Schulen fernzuhalten.

UNRWA versorgt 287.000 Schüler im Gazastreifen, aber nur 46.000 in der Westbank. Die Jugend in der Westbank zieht es vor nicht von UNRWA betriebene Schulen zu besuchen, weil sie die Wahl haben, während es im Gazastreifen nur Auswahlmöglichkeiten gibt.

Obwohl die UNRWA-Schulen in der Westbank nicht beliebt sind, stellt die Organisation weiter Lehrer ein. Das Verhältnis Schüler zu Lehrer betrug 20, in scharfem Kontrast zu dem von 30 Schülern pro Lehrer im Gazastreifen.

Die US-Botschafterin bei der UNO könnte Teil des Witzes sein, da sie während ihres Besuchs an einer UNO-Schule am 17. November twitterte: „Heute traf ich mich mit Pädagogen und Schülern der Jalazone-UNRWA-Mädchenschule in Ramallah. Ich war von ihren Geschichten und Zukunftsträumen inspiriert und ich sprach mit UNRWA-Vertretern darüber, wie man ihre Arbeit stärken, effizienter und rechenschaftspflichtiger machen kann.“

Schritte der UNRWA nach Jerusalem und Stationen zur Staatenlosigkeit

Zum 1. Januar 2012 begann UNRWA die Kategorie „andere“ erstmals herauszulösen. Das war auch das letzte Jahr, in dem der jährliche Bericht aus dem Gazastreifen veröffentlicht wurde. Mit Beginn des folgenden Jahres – einem Jahr, das erlebte, wie die Demokratische Partei der USA auf ihrem nationalen Wahlparteitag brüllte, sie würde Jerusalem nicht länger als Hauptstadt Israels betrachten – begann sie ihren Bericht in Jerusalem zu veröffentlichen, wie am Fuß des Berichts vermerkt wurde.

Im Verlauf der neun Jahre seit Beginn der Ausweisung der Kategorie „andere“ nahm die Zahl der Flüchtlinge in der Westbank von 727.471 auf 871.537 zu, ein Wachstum von 20%, während die anderen Bereiche mit 147.156 auf 211.116 einen Sprung von 43% hatten – mehr als das Doppelte. Die Situation war in Jordanien noch dramatischer; dort nahm die UNRWA-Flüchtlingsbevölkerung um 17% zu, während die Kategorie „andere“ sage und schreibe 130% Wachstum erlebte. Es ist nicht schwer zu spekulieren, dass Menschen heirateten, um die kostenlose Dienste der UNRWA zu bekommen und die fette Organisation konnte Bargeld und Dienstleistungen an Flüchtlinge leiten, die in Wirklichkeit vor dem syrischen Bürgerkrieg fliehend nach Jordanien fluteten.

Tatsächlich hatte die Mehrheit der UNRWA-Klientel aus der Zeit der Gründung der Organisation bis 1988 die jordanische Staatsbürgerschaft. Jordanien annektierte 1950 illegal, was heute allgemein die „Westbank“ genannt wird und gab allen dortigen Arabern die Staatsbürgerschaft. Viele Araber zogen bis 1967 zwischen Jordanien und der Westbank hin und her (die beide Teil des ursprünglichen Mandats Palästina waren); dann wurde es schwerer das zu tun, nachdem Jordanien (und die Westbanker) Israel angriffen und die Region verloren. Jordanien gab diesen Arabern weiter die jordanische Staatsbürgerschaft, bis sie sie ihnen im Juli 1988 abrupt entzog, was diese Araber staatenlos machte.

Insgesamt 55,5% der UNRWA-Mündel wären immer noch Jordanien, hätte der König ihnen nicht die Staatsbürgerschaft entzogen.

Personal

Im Jahr 2000 beschäftigte die UNRWA 22.447 Personen, um eine Bevölkerung von 3.806.055 zu versorgen – ein Verhältnis von 170 registrierten Personen pro Mitarbeiter. Ende 2020 war der Personalstand aufgrund der Kürzungen der Administration Trump gegenüber den Vorjahren zurückgegangen, insgesamt aber von 28.563 Mitarbeitern für 6.388.887 Menschen höher – auf einen Mitarbeiter für 224 Menschen. Im Vergleich dazu musste der UNHCR, die weltweite Flüchtlingsagentur der UNO, 76,7 Millionen Menschen versorgen, die vor Kriegen in weite Entfernung ihrer Heimat flohen, was brandneue Unterkünfte und Schulen erforderte und das Ganze mit Personal von 17.300 oder einem Mitarbeiter für 4.433 echte Flüchtlinge.

UNRWA hat in exakt derselben Gegend mit genau denselben Menschen gearbeitet, die seit Jahrzehnten genau dieselbe Sprache sprechen, hat aber immer noch Personal, das das zwanzigfache Verhältnis gegenüber dem der UNHCR hat, die echte Flüchtlinge handhaben muss, die quer durch die Welt fliehen und alles neu brauchen.

Zusammenfassung

UNRWA ist extrem überbesetzt, besonders im Verhältnis zur globalen Flüchtlingsorganisation, die wirklich Ressourcen benötigt. Sie hat ihren Auftrag aufgeblasen, indem sie fast 11% neue Leute auf ihre Liste setzte und ihr Zentrum in die umkämpfte Stadt Jerusalem verlegte und begann die armen Araber Ostjerusalems zu versorgen, was die Organisation noch mehr politisierte. Darüber hinaus hat die UNRWA, in Begrifflichkeiten der Kompetenz ausgedrückt, gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist ihre Schulen für Schüler attraktiv zu machen.

Man muss sich keine Nachrichten und Kommentare darüber ansehen, dass die UNRWA Antisemitismus unterstützt, Terroristen Unterschlupft gibt und sie beschäftigt, den Begriff „Flüchtling“ umdefiniert, ihren Auftrag ausweitet und zu hören, dass Araber sich aus dem UNRWA-Register löschen, um zu erkennen, wie katastrophal sie ist. Die eigenen Zahlen dieser Organisation machen deutlich, dass sie unfähig ist und dass es höchste Zeit ist sie aufzulösen.

UNRWA – das Schlimmste, was den Palästinensern je passiert ist

Itamar Marcus, Palestinian Media Watch, 14. November 2021

Geberländer werden sich am Dienstag in Brüssel treffen; sie hoffen $800 Millionen für die United Nations Relief and Works Agency for Palestinian Refugees (UNRWA) zu sammeln, um palästinensische Flüchtlingslager zu betreiben. Aber ist UNRWA zu finanzieren eine weise Investition der Geberländer? Und noch wichtiger: Ist die UNRWA zu finanzieren gut für die Palästinenser?

Es hat eine Menge negativer Nachrichten über die UNRWA gegeben. Die Vereinten Nationen und andere fordern, dass UNRWA ihre Schulbücher in Ordnung bringt und garantiert, dass UNRWA-Schulen nicht weiter Terrortunnel verstecken. Natürlich sind diese Forderungen berechtigt.

Was aber nicht angesprochen wird: Selbst wenn UNRWA all diese Probleme in Ordnung bringen würde, bliebe sie möglicherweise immer noch die am stärksten die Menschenrechte missbrauchende Institution, die von der internationalen Gemeinschaft finanziert wird.

Dieses Jahr haben die USA der UNRWA bereits $318 Millionen gegeben und vor der Administration  Trump waren die USA der größte Geldgeber der UNRWA. Während der acht Jahre der Administration Obama z.B. gaben die USA UNRWA mehr als $2 Milliarden. Was bekamen die USA im Gegenzug für ihre Investitionen?

Nach Angaben von UNRWA nahm die Zahl der Flüchtlinge während der Obama-Jahre von 4,6 Millionen auf 5,3 Millionen zu – ein Anstieg von 700.000 Flüchtlingen. Die $2 Milliarden-Investition durch die USA rehabilitierte nicht einen einzigen Flüchtling. Stattdessen bekam sie $2.857 für jeden neuen Flüchtling. Addiert man die vielen Milliarden hinzu, die von anderen Ländern beigetragen wurden, dann handelt es sich um eine enorme Verschwendung. Zusätzlich hat das UNRWA-Budget seit Obamas erstem Jahr von $545 Millionen auf $806 Millionen zugenommen. UNRWA ist ein Hort der Zunahme von Flüchtlingen und ein Fass ohne Boden für internationale Gelder. Das fundamentale Problem der UNRWA ist – die UNRWA selbst.

Betrachtet man die Geschichte der UNRWA, so zeigt dies noch deutlicher. UNRWA wurde 1949 gegründet, als schätzungsweise 726.000 Araber (nach Angaben von UNO-Zahlen), die während des israelischen Unabhängigkeitskriegs heimatlos geworden waren, unter die Obhut der UNRWA gestellt wurden. Deren Zahl ist bis heute auf unglaubliche 5.700.000 in 58 Lagern gestiegen. Mit der Ablehnung die ursprünglichen Flüchtlinge neu anzusiedeln, machte UNRWA aus einem begrenzten Problem gewollt eine dauerhafte Not, sowohl für die eigentlichen Flüchtlinge als auch die 5,5 Millionen Menschen, die als Flüchtlinge geboren wurden. Möglicherweise war das Schlimmste, was den Palästinensern jemals passierte die Gründung der UNRWA. UNRWA ist die wahre palästinensische Nakba (Katastrophe).

Es hätte nicht so sein müssen. Ein paar Monate nach der Gründung der UNRWA wurde das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) eröffnet, um allen anderen Flüchtlingen zu helfen. UNHCR beschreibt seinen Erfolg: „Zu unseren Lebzeiten (seit 1950) haben wir mehr als 50 Millionen Flüchtlingen geholfen!“ Der Kontrast ist seltsam. UNHCR hat in demselben Zeitraum Millionen Flüchtlinge neu angesiedelt, in dem UNRWA nicht einen einzigen umsiedelte, sondern Millionen Kindern den Flüchtlingsstatus aufdrückte, von denen einige schon vor 72 Jahren geboren wurden. Jedes Kind hat das Recht in Freiheit geboren zu werden, aber UNRWA hat dieses Menschenrecht mehr als fünf Millionen Male mit Füßen getreten. UNRWA zu finanzieren ist nicht nur eine Verschwendung internationaler Ressourcen, sondern die Finanzierung einer Organisation, die ein fundamentaler Menschenrechtsverletzer ist.

In einem schockierenden Eingeständnis der politischen Agenda hinter UNRWA sagte PA-Sozialentwicklungsminister Ahmed Majdalani vor kurzem dem UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini in einem Online-Artikel in Al-Quds am 27. Oktober, wie die PA UNRWA sieht: „Majdalani betonte die Notwendigkeit UNRWA nicht als Institution zu beschützen, die Dienste für Flüchtlinge bietet, sondern vielmehr als politisches Symbol der Rückkehrrechts der Flüchtlinge ist“, heißt es in dem Artikel.

UNRWA soll den Flüchtlingen nicht helfen, sondern sie als Flüchtlinge bewahren, die den Zielen der PA dienen. Die Welt erlebte während des syrischen Bürgerkriegs ein tragisches Beispiel für die Ideologie der PA. Palästinenser in Flüchtlingslagern wurden getötet und Israel bot ihnen an sie in PA-Gebiete zu lassen, unter der Voraussetzung, dass sie von der UNO-Flüchtlingsliste genommen werden. Schockierenderweise lehnte Mahmud Abbas ab. Die PA zog es vor, dass sie lieber als Flüchtlinge getötet werden, statt dass sie als freie Menschen in den PA-Gebieten leben. Es wird geschätzt, dass bis zu 4.000 Lager-Bewohner während der Kämpfe getötet wurden.

Als oberste internationale Priorität muss etwas unternommen werden, um die 5,7 Millionen Opfer der UNRWA zu retten und es gibt eine Lösung. Die UNRWA-Infrastruktur muss dichtgemacht und die Verwaltung all ihrer Lager muss an den UNHCR übertragen werden – ohne die Diktate der PA. UNHCR wird mit der Lösung des Problems beauftragt, ganz anders als die UNRWA, deren Aufgabe es gewesen ist das Problem zu verewigen. UNHCR wird mit dem Auftrag in den Libanon, nach Syrien, Jordanien und in die PA-Gebiete gehen den Flüchtlingen die Ketten zu nehmen und ihnen Freiheit zu geben.

Der UNHCR wird seine Milliarden Dollar dazu verwenden sie auszubilden, Arbeitsplätze zu schaffen und ihnen Heime in Ländern zu geben, in denen sie geboren wurden und ihr gesamtes Leben verbrachten, wo ihnen volle Staatsbürgerschaft gewährt werden muss. Länder, die es ablehnen ihre arabischen Geschwister anzusiedeln, müssen von der internationalen Gemeinschaft geächtet werden, bis sie einwilligen. Statt jedes Jahr weitere 100.000 neue Flüchtlinge in Ketten zu legen, können hunderttausende, am Ende Millionen jedes Jahr neu angesiedelt werden, bis alle diese politischen Flüchtlinge befreit sind.

UNRWA passt als „politisches Symbol“ der PA nicht in die Werte der Welt und dient nicht den Interessen derer, die in den Gefängnissen der UNRWA leiden. UNRWA aufzulösen und den UNHCR diese Menschen in Ketten umsiedeln zu lassen ist ein Gebot der Menschenrechte. Wenn die internationale Gemeinschaft UNRWA erlaubt weiterzumachen, dann wird es bis 2030 sieben Millionen Flüchtlinge geben und bis 2050 vermutlich 10 Millionen oder mehr. Jeden Tag werden in den 58 Gefängnissen der UNRWA 274 weitere Kinder geboren. Jedes Jahr wird weiteren 100.000 Kindern die Freiheit verweigert. Es ist unmoralisch der UNRWA zu erlauben noch einen einzigen weiteren Tag zu existieren.

Die Palästinenser sagen, sie betrachten die UNRWA als Mittel Israel zu vernichten, nicht als Hilfsorganisation (UNRWA widerspricht nicht)

Elder of Zion, 28. Oktober 2021

Al-Quds berichtet über das Treffen eines ranghohen Palästinenservertreters mit dem Leiter der UNRWA gestern in Ramallah.

Ahmed Majdalani ist Mitglied des Exekutivkomitees der PLO und Generalsekretär der Palästinensischen Volkskampffront. Er traf sich mit UNRWA-Generalkommissar Philip Lazzarini, angeblich um die Bemühungen der UNRWA zu unterstützen mehr Spender zu gewinnen, damit die Organisation weiterarbeiten kann.

Aber Majdalani ist egal, dass die UNRWA Leuten hilft, die sie als „Flüchtlinge“ bezeichnet. Für ihn – wie für alle Palästinenserführer – dient sie einem ganz anderen Zweck: der Hilfe bei der Vernichtung des jüdischen Staats.

Nach Angaben des Artikels sagte er Lazzarini, dass er UNWRA nicht als Institution unterstützt, die palästinensischen Flüchtlingen Dienstleistungen bietet, sondern weil sie eine politische Basis für das „Rückkehrrecht“ repräsentiert: Millionen Palästinenser, die Israel fluten und aus ihm einen weiteren arabischen Staat machen sollen.

Um zu helfen das zu erreichen, sagte Majdalani, sei er dagegen, dass die USA darauf bestehen, dass die UNRWA lehrt, Israel habe das Recht zu existieren und dass sie keine Aufstachelung lehren soll. Er ist heftig gegen die Vereinbarung der UNRWA mit den USA, über die Objektivität als Vorbedingung für Gelder sichergestellt werden soll; dazu sagte er: „Wir betrachten diese Vereinbarung als riskant, sie zielt gegen und bedroht die Flüchtlingsfrage, um diese zu untergraben und aufzulösen. Sie definiert zudem Flüchtlinge um und das wird als für uns in der Palästinensischen Befreiungsorganisation gefährlich betrachtet.“

Er spricht nicht nur für sich selbst, sondern für die ganze PLO.

UNRWA gibt vor eine unpolitische, objektive Organisation zu sein, aber natürlich ist sie das nicht. Sie sagt, es müsse sie geben, bis es eine Lösung für die „Flüchtlingsfrage“ gibt; und da die Palästinenser keine Lösung akzeptieren, mit der Israel nicht vernichtet wird, stimmt die UNRWA Majdalani und der PLO im Wesentlichen zu.

Bei dem Treffen sagte Lazzarini offensichtlich kein Wort gegen Majdalanis Darstellung der Organisation; stattdessen lobte er Majdalani für dessen Worte zur Unterstützung der Ziele der UNRWA weitere Gelder zu bekommen.

Sein Schweigen ist Zustimmung. UNWRA wird das nicht laut sagen, aber auch sie betrachtet sich selbst als entscheidendes Mittel bei der etwaigen Vernichtung Israels.