Die Araber haben endlich ein perfektes Foto gefunden, mit dem sie die Feuer in Israel zeigen

Elder of Ziyon, 1. Juli 2018

Die arabischen Medien haben die in Israel durch Drachen und Ballons aus dem Gazastreifen ausgelösten Brände weit dichter gefolgt als die meisten israelischen Medien.

Aber heute Morgen sah ich ein Foto, das die Brände illustrierte, das genau so war, wie arabische Medien sie liebend gerne zeigen:

Nachforschen ergab, dass dasselbe Foto im April für Gaza-Brände verwendet wurde.

Die arabischen Medien lieben Bilder von religiösen Juden. Sie sehen besonders als Silhouette irgendwie unheimlich aus.

Genau dieses Foto wurde während der katastrophalen Brände in Israel im Jahr 2010 aufgenommen, von denen viele Folge arabischer Brandstiftung waren.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 08.04.2018:

Ein Hamas-Vertreter soll angedeutet haben, dass die Gaza-Proteste eingedämmt werden könnten, wenn Israel die Wirtschaft im Gazastreifen stärkt – wozu mehr Export und Handelsfreiheiten gehören würden.

Mahmud al-Zahar von der Hamas drohte mit Angriffen auf israelische „Siedlungen tief in Israel“.

Ein ranghoher Vertreter des Iran betonte noch einmal, dass Israel innerhalb der nächsten 25 Jahre vernichtet wird; er ist sich sicher, dass die Hisbollah Haifa und Tel Aviv „platt macht“.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmed Tibi forderte die Araber auf die gewaltfreien Proteste fortzusetzen.
Die arabischen Abgeordnete Hanin Zoabi rief „Millionen Palästinenser auf nach Jerusalem zu marschieren“.

Verteidigungsminister Liberman erklärte, dass er Freitag getötete arabische Journalist eine Drohne über die Soldaten steuerte. Er erinnerte daran, dass die Hamas schon oft Journalisten und Krankenwagen für Terror eingesetzt hat.

Die IDF hat Team eingesetzt, das die Todesfälle am Gazastreifen untersuchen wird.

Mahmud Abbas sagte bei einem Treffen der Fatah, dass „keine politische Initiative akzeptabel ist, die nicht auf einer Zweistaatenlösung mit Ostjerusalem als Hauptstadt“ basiert.

Montag, 09.04.2018:

Mohamed Hamdan, Sprecher des PA-Verkehrsministeriums, beschwert sich bitter: Die Israelis haben die PA informiert, dass bis auf weiteres die Einfuhr von Reifen in den Gazastreifen untersagt ist. Das geht ja nun gar nicht, vor allem angesichts des akuten Mangels an Reifen dort, findet er. (Ja, wie sollen die Terroristen denn jetzt nur den Israelis mit dem Rauch von brennenden Reifen die Sicht versperren, wenn sie keine Reifen mehr haben…)

Das war ja auch langsam mal wieder nötig: Es gibt Behauptungen der PalAraber, Israel haben am letzten Freitag weißen Phosphor gegen die „Demonstranten“ eingesetzt. (Die angeführten „Beweise“ zeigen nur zweierlei: a) Es handelt sich um Tränengas-Einsatz; b) Sie verwenden mal wieder Bilder aus anderen Konflikten, um ihre Lüge zu „untermauern.)

Im März 1975 drangen 8 Terroristen vom Libanon aus über das Meer an den Strand von Tel Aviv vor und nahmen in einem Hotel Geiseln. Während der Befreiungsoperation ermordeten sie 8 Geiseln und 3 Soldaten. Die Fatah bezeichnet die Terroraktion in einem aktuellen Video als „größte und wunderbarste Qualitätsoperation“.

Am morgigen Dienstag wollen Mitglieder einer rechten jüdischen Bewegung in Umm el-Fahm demonstrieren und die Schließung einer Moschee fordern, aus der viele Terroristen hervorgegangen sind.

Der Terrorist, der am Sonntag bei Ma’ale Adumim einen Stichanschlag versuchte, ist seinen Verletzungen erlegen.

Die Hamas schwört, dass die „Proteste“ an der Grenze weitergehen werden, bis die „Palästinenser“ „nach ganz Palästina zurückkehren“.

Dienstag, 10.04.2018:

Israel hat ermittelt, dass der am Freitag getötete „Foto-Journalist“ vor allem eins war: ein altgedienter und ranghoher Hamas-Führer, der Jahre lang in den Sicherheitskräften der Hamas diente.

Die Zivilverwaltung riss am Montagabend eine mit EU-Mitteln gebaute illegale Schule ab, die von der PA in der Area C (volle israelische Kontrolle) in eine archäologische Grabungszone in den Hebronbergen gebaut worden war. Laut Reden bei der Eröffnung ausdrücklich „in Rekordzeit als Herausforderung an Israel“ – also nicht als Lehrinstitution. Jeder wusste, dass sie abgerissen werden wird. €41.000 für Propaganda zum Fenster hinausgeworfen.

Mittwoch, 11.04.2018:

Die PA benutzt erneut Bilder aus dem Holocaust (und von anderen Konflikten), um israelische Massaker im Unabhängigkeitskrieg zu „belegen“: Bilder von Holocaustopfern (von Amerikanern befreit) wurden so manipuliert, dass die US-Soldaten und die KZ-Kleidung nicht mehr zu sehen sind.
Dazu wird behauptet, dass jüdische Kämpfer 1948 Araber in Öfen verbrannten.
Und Opfer der Massaker von Sabra und Shatila 1982 wurden ebenfalls per Foto als Opfer der Juden von 1948 präsentiert.

Donnerstag, 12.04.2018:

Während eines Interviews im PA-Fernsehen erklärte der politische Analytiker Hani Abu Zeid: Die Juden mit Hitler konspiriert und der Holocaust war gar nicht so wild, alles übertrieben, aufgeblasen, eine Lüge, die sie verbreiten, damit sie die Juden nach Palästina bringen konnten.

Mahmud Abbas begrüßte den von der Hamas organisierten „Volkswiderstand“ in Form der Randale am Gazazaun.

Die Hamas lässt wissen, dass die Forderung, sie solle ihre Waffen abgeben, „Aggression gegen uns“ ist.

Freitag, 13.04.2018:

Bilanz vor dem Tag der Gefallenen: Seit der Erklärung der Unabhängigkeit 1948 gab es in Israel 3.134 Todesopfer durch Terror (darunter 122 Bürger des Auslands, die in Israel durch Terror ermordet wurden, sowie 100 Israelis, die durch Terror im Ausland ermordet wurden); innerhalb der letzten 12 Monate gab es 12 Terrortote. Diese Terroranschläge hinterließen 3.175 Waisen, darunter 114, die beide Eltern durch Terror verloren; 822 Witwen und 926 trauernde Eltern, die heute noch leben.

Die „9. Internationale Konferenz zur Heiligen Stadt Jerusalem“ in Ramallah kam zu dem Ergebnis, dass die „besetzte Stadt Al-Quds die ewige Hauptstadt Palästinas ist“. (Merke: Hier ist nicht die Rede von „Ost“-Jerusalem, sondern von ganz Jerusalem.)

Die PA jammert: „Trump unterstützt Israel blind. Wir brauchen Hilfe aus dem Ausland.“

Samstag, 14.04.2018:

Nach dem Angriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien hat Israel den Luftraum über dem Golan komplett gesperrt; Fluglinien wurden angewiesen diesen zu umgehen.

NGO twittert Bild von Juden an der Kotel als „palästinensische Christen und Muslime vereint gegen Trump“

Elder of Ziyon, 15. Dezember 2017

Das „Institute of Middle East Understanding“, das behauptet eine unabhängige Organisation zu sein, Journalisten akkurate Informationen zum Nahen Osten zu bieten, hat diesen Tweet veröffentlicht:

„Wir sind eins“: Palästinensische Christen und Muslime vereint gegen Trumps Jerusalem Entscheidung

Das ist natürlich ein Foto von Juden beim aktuellen Sukkot (Laubhüttenfest) zur Kotel (Westmauer) strömten.

Der Artikel von Reuters verweist allerdings darauf, dass das Foto als Diashow verschiedener Aspekte Jerusalems gebracht wurde; nur die IMEU impliziert, dass dieses Foto tatsächliche Proteste zeigt.

Der Twitter-Feed von IMEU ist angefüllt mit antiisraelischer Giftigkeit und Lügen. Man kann sich nur fragen, wie viele bequeme Journalisten sich auf diese Organisation verlassen, um sich ihre Gemüter vergiften zu lassen, damit sie jegliche eigene Recherche vermeiden können.

Dem Terror Schwung geben

Daniel Mandel, The Baltimore Sun/Middle East Forum, 5. November 2004)

Geben die Medien den Terroristen Hilfe und Trost, indem sie ihrer Gewalt maximalen Platz und Einfluss verschaffen, während sie manchmal die Täter sauber halten und zu anderen Zeiten die ihre Opfer beschmutzen?

Für die Medien ist es Standard, die Täter terroristischer Akte – das vorsätzliche Abschlachten von Zivilisten – mit einer ganzen Bandbreite an Euphemismen zu beschreiben, wobei „Militante“ die gebräuchlichste ist.

Auf diese Weise kann die „New York Times“ einen Bericht über die Tötung einer Geisel mit dem Titel versehen: „Irakische Militante sollen LKW-Fahrer aus Bulgarien geköpft haben“. Gleicherweise können Terroristen, die in einem Militärschlag getötet wurden, in einer weiteren Schlagzeile so beschrieben werden: „Israelischer Luftschlag tötet 2 Militante der Hamas, verwundet 6 Nebenstehende“. Manchmal werden Worte ersetzt, wenn Regierungs-Erklärungen zu „gesuchten Terroristen“ in „gesuchte Militante“ verwandelt werden.

Im Gegensatz dazu wird höchst wertende Sprache benutzt, wenn Antiterror-Aktionen beschrieben werden: „Mord“ und „Ermordung“ sind populäre Begriffe, wenn beschrieben wird, wie Israel Terror-Führer, Bomber und Hintermänner jagt, selbst wenn keine Zivilisten geschädigt werden.

Wie wird diese Wortwahl gerechtfertigt? Die Medien-Organisationen behaupten professionell objektiv zu sein. Die Nachrichtenagentur Reuters hat argumentiert, dass „Terrorist“ ein „gefühlsbetonter Begriff“ sei, der sich für „unparteiische Journalisten“ nicht schickt. Die Canadian Broadcasting Corp. nimmt eine ähnlich Haltung ein: “Terrorist” ist ein subjektiver Begriff, während “Militant” ein objektiver ist. Ersterer, so wird gesagt, ist Meinung, der zweite Berichterstattung.

Diese Erklärungen gründen auf der Annahme – willentlich oder anders – dass Gewalt, die aufgrund einer anerkannten Sache verübt wird, nicht terroristisch sein kann. Die Plattitüde dazu kennt jeder gut: „Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer.“

Tatsache ist, dass ein Freiheitskämpfer zu sein, wie immer man das definiert, nicht die Möglichkeit ausschließt, dass man ein Terrorist ist. Der israelische Terrorismus-Forscher Boaz Ganor hat das gut ausgedrückt: „Wenn man sich bewusst entscheidet Zivilisten anzugreifen, kann man nicht mehr sagen ‚Ich bin kein Terrorist, weil ich ein Freiheitskämpfer bin.’ Vielleicht bist du ein Freiheitskämpfer, aber du bis auch definitiv ein Terrorist.“

Warum bestehen dann die Medien darauf, den Terrorismus sauber zu halten und den Kampf dagegen zu beschmutzen? Aus Einseitigkeit und Angst. Entgegen dem normalerweise Behaupteten ist Einseitigkeit am Werk, in der die Natur der Anschläge weniger eine Rolle spielt als die Identität der sie ausübenden Gruppen. Diese illegitime Praxis begann damit, dass die Medien Israel benachteiligten und die Palästinenser bevorzugten. Es hat damit nicht aufgehört.

Dieselben Medienkonzerne, die dieser Praxis nachgehen, verteidigen sie auch vehement. Als CanWest Global Communications Corp., Kanadas größte Zeitungskette, Agenturmeldungen dahin gehend änderte, dass das Wort „Terrorist“ in Berichten zu terroristischen Akten wieder eingeführt wurde, beschwerte sich daher Reuters als führende Lieferant der beschönigenden Berichte über Terror.

Es ist entlarvend, dass der Welt-Chefredakteur von Reuters, David Schlesinger, meint, dass Terroristen als solche zu bezeichnen „die Reporter in den instabilen Gebieten gefährden“ könnte. Der Journalist Jonathan Tobin merkt trocken dazu: „Reuters sorgt sich, dass es von den Menschen, die es nicht als Terroristen bezeichnen mag, terrorisiert wird.“ Die daraus resultierende Einseitigkeit diktiert eine falsche moralische Neutralität, die in Wirklichkeit die Terroristen begünstigt.

Ohne das Fernsehen oder das Internet könnten die grässliche Ausstrahlung von Appellen unschuldiger Geiseln irakischer Terroristen, gefolgt von ihren im Fernsehen ausgestrahlten, gnadenlosen Enthauptungen, als Taktik der psychologischen Kriegsführung gegen den Westen keinen Erfolg haben. Das verdoppelt natürlich den Druck auf die Regierungen, der Erpressung nachzugeben und stellt die Ermordung fast sicher, wenn diese Regierungen das nicht tun.

Weit davon entfernt, die damit zusammen hängende journalistische Ethik ernsthaft zu überdenken, leisten sich die Medienkonzerne, besonders in Europa, einen Wettlauf darum, wer der erste ist, der die grausigen Bilder der ausgestellten Tötungen in Umlauf bringt. Das stellt lediglich sicher, dass weitere Geiseln genommen werden und so mehr unschuldiges Leben genommen wird.

Die Meiden versagen klar in ihrem Auftrag, wenn sie überlegene Distanz behaupten, während sie in Wirklichkeit gehorsame Komplizen der Terroristen werden. Terroristen könnten natürlich weiter töten, egal, welcher Art die Berichterstattung ist. Aber sie sollten keine Hilfe von den Journalisten erhalten. Und wenn das doch so ist, können die Medien nicht erwarten, dass sie für Kritik unantastbar sind.

Israel mit falscher moralischer Äquivalenz dämonisieren

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Rhetorik spielt im Prozess zur Dämonisierung Israels eine wichtige Rolle. Neben der Nutzung von Lügen ist das Streuen falscher Argumente die vorherrschende unter den bedeutenden Dämonisierungstechniken.1 Es ist daher wichtig, dass diejenigen, die Israel öffentlich verteidigen, darauf trainiert sind solche Techniken zu erkennen. Eine markante gegen Israel eingesetzte Technik ist falsche moralische Gleichsetzung. Sie basiert auf der täuschenden Behauptung, dass es keinen Unterschied zwischen zwei enorm ungleichen Handlungen gibt.

Vergleiche bieten sich von Haus aus für Missbrauch an. Beispiele gibt es zuhauf und hier können nur einige der am häufigsten benutzten erwähnt werden. Einige gehen über den Bereich des gesunden Menschenverstandes hinaus. Ein berühmtes ist der Vergleich Israels mit Nazideutschland oder den Nazis. Dieses Beispiel falscher moralischer Äquivalenz ist in ganz Europa weit verbreitet. Fünf Studien in neun europäischen Ländern zeigen, dass rund 40% der Europäer glauben, dass Israel ein Nazistaat ist.2/3/4

Eine Variante dieser Lüge besagt, dass Israel die Palästinenser ausrottet. Auch das ist weit verbreitet, wie Umfragen in Europa feststellten.5/6

Noch eine weitere Version dieses falschen Vergleichs heißt „Zionismus ist Faschismus“. Als er im Februar 2013 vor dem Forum der Fünften Allianz der Zivilisationen in Wien sprach, erklärte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan: „Genau wie bei Zionismus, Antisemitismus und Faschismus wird es unvermeidlich, dass Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschheit betrachtet werden muss.“7 Diese Erklärung wurde von US-Außenminister John Kerry, UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu sofort kritisiert.

Da falsche Vergleiche so leicht zu ziehen sind, wird eine große Auswahl davon gegen Israel angewendet. Die falsche moralische Gleichsetzung von Zionismus und Rassismus war eine von der Sowjetunion entworfene Taktik, um ihre Ablehnung der Verurteilung von Antisemitismus zu rechtfertigen. Diese politische Strategie wurde in den 1960-er Jahren ursprünglich beim Versuch benutzt Israel aus den Vereinten Nationen auszuschließen. Obwohl sie fehlschlug, hatten die Sowjetunion, ihre Satellitenstaaten und ihre arabischen Verbündeten schließlich 1975 Erfolg damit, als die UNO-Resolution 3379 verabschiedet wurde. Sie bestimmte, dass „Zionismus eine Form von Rassismus und Rassendiskriminierung ist“.8

Noch ein weiteres Beispiel regelmäßig genutzter falscher moralischer Gleichsetzung zur Dämonisierung Israels besteht darin Israel als Apartheidstaat zu bezeichnen. Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter gehört zu denen, die diese falsche Gleichsetzung in seinem Buch aus dem Jahr 2006 Palestine: Peace Not Apartheid (Palästina: Frieden, nicht Apartheit) vornahmen.

Das Buch Drawing Fire (Das Feuer auf sich lenken) des linken israelischen Journalisten Benjamin Pogrund trägt den Untertitel Investigating the Accusations of Apartheid in Israel (Untersuchung der Apartheidvorwürfe an Israel). Der Autor sagt in einem persönlichen Vermerk im Buch:

Ich wurde wegen Magenkrebs in einem der führenden israelischen Krankenhäuser behandelt, dem Hadassah auf dem Skopusberg in Jerusalem. Der Chirurg (er war der leitende Arzt) war jüdisch, der Anästhesist war Araber. Die Ärzte und Pfleger, die sich um mich kümmerten, waren Juden und Araber. Während der viereinhalb Wochen als Patient sah ich, wie arabische und jüdische Patienten dieselbe hingebungsvolle Behandlung bekamen. Etwa ein Jahr später ging der leitende Chirurg in Rente; er wurde von einem Doktor abgelöst, der Araber ist. Seitdem bin ich in Kliniken und Notaufnahmen gewesen. Dort ist für jeden überall alles gleich. Israel ist wie das Südafrika der Apartheid? Lächerlich.9

Eine weitere gern genutzte, falsche moralische Gleichsetzung ist die Vorstellung, dass Israel im Nahen Osten eine Kolonialmacht darstellt. Der Historiker Richard Landes zeigte die Scheinheiligkeit dieser moralischen Äquivalenz auf. Er schrieb über die harmlose Natur zionistischer Siedlungen im ottomanischen und britischen Palästina, die sich stark von den imperialen Bestrebungen der europäischen Mächte der damaligen Zeit abheben. „Statt als militärische Nullsummen-Sieger zu kommen, kamen die Zionisten als positiv aufgerechnete Nachbarn.“10

Ein weiterer falscher Gebrauch moralischer Äquivalenz ist die Gleichsetzung des Holocaust mit der Naqba. Diese falsche moralische Gleichsetzung ist von vielen übernommen worden. Der Holocaust und die Naqba sind jedoch weit davon entfernt einander zu ähneln. Der Holocaust war ein geplanter Völkermord industrieller Ausrottung. Die palästinensische Naqba war ein direktes Ergebnis davon, dass die Palästinenser die Existenz Israels ablehnten, was zu ihrer schweren militärischen Niederlage führte.

Eine weitere Kategorie moralischer Äquivalenz impliziert, dass der beabsichtigte Mord an unschuldigen Zivilisten dem unabsichtlichen Tod von Zivilisten bei Militäraktionen gleichzusetzen ist. Im März 2012 verglich die Chefin der außenpolitischen Vertretung der Europäischen Union, Catherine Ashton, den Tod unschuldiger Menschen wie in Toulouse (Frankreich) getötete jüdische Kinder durch Serienmörder und brutale Diktatoren wie Syriens Bashar al-Assad mit dem unbeabsichtigten Tod von Zivilisten durch israelische Gegenschläge im Gazastreifen. Justizministerin Tzipi Livni reagierte so: „Es gibt keine Gleichartigkeit zwischen einem Akt des Hasses oder einem Führer, der Mitglieder seiner Nation tötet und einem Land, das Terror bekämpft, selbst wenn Zivilisten zu Schaden kommen.“11

Viele sogenannte humanitäre NGOs benutzen regelmäßig missbrauchend falsche moralische Äquivalenz. Selbst wenn sie kurze Erklärungen über die dem israelischen Soldaten Gilad Shalit auferlegten Menschenrechtsverletzungen schrieben, als er von Hamas-Terroristen entführt und fünf Jahre lang gefangen gehalten wurde, entschieden sich Amnesty International und Human Rights Watch dazu, die Aufmerksam auf die falsche moralische Gleichsetzung vom entführten Shalit auf die von Gerichten verurteilten palästinensischen Terroristen in israelischen Gefängnissen zu lenken.12

Diese falschen moralischen Gleichsetzungen von israelischen Haftstrafen für Terroristen mit Entführungen durch Palästinenser sind weit entfernt davon wahr zu sein. Der amerikanische Rechtsanwalt Alan Dershowitz sagt:

„Jeder einzelne von Israel festgehaltene Gefangene verfügt über gerichtlichen Rechtsschutz und hat auf die eine oder andere Weise seine bzw. ihre Entlassung erreicht. Jeder einzelne von ihnen hat Zugang zu Besuch durch das Rote Kreuz, kann mit der Familie kommunizieren und sein/ihr Aufenthaltsort ist bekannt. Andererseits werden entführte israelische Soldaten von kriminellen Elementen isoliert gehalten, werden regelmäßig gefoltert, oft ermordet (wie erst vor kurzem geschehen) und haben keinen Zugang zum Roten Kreuz oder gerichtlichem Rechtsschutz. Darüber hinaus sind die von Israel festgehaltenen Gefangenen Terroristen – heißt: rechtswidrige Kombattanten. Viele sind Mörder, die in Einklang mit dem Rechtsstaatsprinzip überführt und verurteilt wurden. Die „Frauen“ und „Kinder“ haben sich des Mordes oder versuchten Mordes an unschuldigen Babys und anderen Nichtkombattanten schuldig gemacht. Die entführten Soldaten waren legitime Kombattanten, für die der Kriegsgefangenenstatus gilt.“

Dershowitz erwähnte, dass die Hamas oder die Hisbollah die israelischen Soldaten nicht auf dieselbe Weise behandelt, wie Israel mit seinen Gefangenen umgeht, denn „sie sind Terrororganisationen, die sich nicht innerhalb des Rechtsstaatsprinzips bewegen.“13

Viele weitere falsche moralische Gleichsetzungen können angeführt werden. Wer Israel öffentlich verteidigt und auch seine Diplomaten sind zum größten Teil nicht dafür ausgebildet die missbrauchende moralische Äquivalenz zu erkennen und zu bekämpfen. Der durch diese Dämonisierungstaktik angerichtete Schaden sollte von denen angesprochen und angegangen werden, die in der Öffentlichkeit stehen. Dasselbe gilt für andere falsche Argumente, die regelmäßig genutzt werden, so sentimentale Appelle, zweierlei Maß und die Suche nach Sündenböcken. Das Scheitern der Bekämpfung falscher moralischer Gleichsetzung ist eine der vielen israelischen Unzulänglichkeiten im Krieg der Worte, denen die Regierungsbehörden weit mehr ernste Aufmerksamkeit widmen sollten.14

 

1 Some Informal Argument Fallacies. University of North Carolina,
2 Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.): Deutsche Zustände. Folge 3. Frankfurt am Main (Suhrkamp) 2005, S, 151.
3 In Norway, 38% believe Israel treats Palestinians like how Nazis treated Jews, survey shows. Ha’aretz, 14. Juni 2012.
4 Zusammenfassung zentraler Ergebnisse. Friedrich-Ebert-Stiftung/Universität Bielefeld, 20. November 2014, S. 5
5 Kritik an Israel nicht deckungsgleich mit antisemitischen Haltungen. GFS Bern, März 2007.
6 Intolerance, Prejudice, and Discrimination: A European Report. FES Projekt gegen Rechts/Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin, 2011.
7 Erdogan: Zionism is a crime against humanity. YNet, 28. Februar 2013.
8 3379 (XXX). World conference to combat racism and racial discrimination. United Nations, 10. November 1975.
9 Benjamin Pogrund: Drawing Fire. London (Rowman & Littlefield) 2014, S. 152.
10 Richard Landes: 1948-2008 Part I: The Sad Story of the Nakba. The Augean Stables, 8. Mai 2008.
11 Jerusalem Post (Mitarbeiter): Israel to Ashton: Retract Toulouse-Gaza comparison. The Jerusalem Post, 20. März 2013.
12 Israel-Hamas prisoner swap casts harsh light on detention practices of all sides. Amnesty International, 18. Oktober 2011. S. auch: Gaza: Allow Access to Gilad Shalit. Human Rights Watch, 25. Juni 2010.
13 Alan Dershowitz: The Anti-Israel Double Standard Watch. The Huffington Post, 14. Juli 2006.
14 Manfred Gerstenfeld: Wie man antiisraelische Propaganda effektiv bekämpfen kann. Abseits vom mainstream, 8. Dezember 2014.

Lügen dominieren alles

Wie sehr Lügen, Mythen und Unwissen samt eingeimpftem Feindbild die Sicht auf den Nahost-Konflikt bestimmen, kann man sehr schön anhand einer Karikatur aufzeigen, die ein Jonathan Shapiro alias Zapiro aus Südafrika für den Mail & Guardian erstellte:

Shapiro in Mai&Guardian

Hier wird alles auf den Kopf gestellt, was an Fakten vorhanden ist. Das obere Bild wird betitelt mit „1967: der Mythos von 40 Jahren.“ Der kleine Steinschleuderer-David ist „das heldenhafte Israel“, der vom Stein getroffene Goliath die „arabische Aggression“. Laut Shapiro alles Lüge, denn in Wirklichkeit war es so, wie auf dem unteren Bild zu sehen: „1967: Was wirklich geschah“ – „von den USA finanzierte israelische Macht“ lässt einen riesigen Stein auf den kleinen, harmlosen Schwertschwinger fallen. Auf dem Stein steht: „geplanter Landraub“.

Schauen wir mal nach. Die Israelis haben also alles lange geplant und sind die Aggressoren? Hm, warum hatten denn Ägypten und Syrien ein Militärbündnis geschmiedet, das sich nur ein Ziel gesetzt hatte: die Juden ins Meer zu treiben? Warum hatte Nasser die Straße von Tiran gesperrt – ein klarer Kriegsakt gegen Israel? Warum hatte Nasser die UNO-Friedensschützer aus dem Sinai wegbefohlen? Warum wurden die ägyptischen Truppen an der Grenze zu Israel massiert, die der Syrer auf dem Golan (von dem sie ohnehin seit 19 Jahren eifrig auf Juden schossen)? Warum ließ die israelische Regierung dem kleinen König im Osten immer wieder vermitteln, er solle sich aus dem Krieg heraushalten?

So weit nur das, was den Vorlauf und den Kriegsbeginn angeht. Mal abgesehen von der Zahl der Panzer, Flugzeuge, Geschütze und Soldaten, die Israel einerseits, seine arabischen Feinde andererseits aufbieten konnten. Hinterher bot Israel „Land für Frieden“ an. Wieso? Weil es sich alles einverleiben wollte? Warum hat es dann den Sinai 1979-81 an Ägypten zurückgegeben? Und wenn die Araber die Opfer waren, warum haben sie dann in Karthoum die berühmten „drei Nein“ formuliert: Keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels und kein Frieden mit Israel. Wie lässt sich das mit den Behauptungen dieser Karikatur vereinbaren?

Nun zu etwas weniger „emotionalen“ Fakten, die heute keiner mehr kennen will: den USA als Finanzier des „jüdischen Gebildes“. Die Amerikaner haben sich schon bei der Resolution zur Staatsgründung sehr zurückhaltend verhalten. Lediglich die Standhaftigkeit von Präsident Truman hat dafür gesorgt, dass die USA für den Teilungsplan stimmten. Die professionellen Diplomaten im US-Außenministerium waren vehement dagegen. Diese bestimmten auch weiterhin weit gehend das Verhalten der USA gegenüber Israel – das eher ablehnend war. So waren es die USA (zusammen mit der Sowjetunion), die dafür sorgten, dass Israel den Sinai-Feldzug mit einem propagandistischen Sieg Nassers beendete und sich ohne jegliche Zugeständnisse der Verlierer zurückzog. Israel fragte Ende der 1950-er Jahre in den USA an, ob sie den Militärtransporter Lockheed C-130 Hercules kaufen könnten. Die USA lehnten ab und überließen den Israelis völlig veraltete und in ruinösem Zustand befindliche Boeing C-97, die mit den modernen Flugzeugen der anderen Nahost-Mächte überhaupt nicht Schritt halten konnten und von der US Air Force längst ausgemustert waren. Israel musste sie erst aufwändig in Stand setzen und modifizieren, damit sie in der gedachten Rolle überhaupt einsetzbar waren. Die Flugzeuge wurden von der IAF ab 1962 übernommen und bis 1978 eingesetzt. Von amerikanischer Stütze für Israel kann keine Rede sein.

Statt dessen war Frankreich Haupt-Ausrüster – bis 1967, als es wegen des (drohenden und dann auch noch unverschämt erfolgreichen) Krieges ein Embargo gegen Israel verhängte. Die israelische Luftwaffe war ausschließlich mit französischen Kampfflugzeugen ausgerüstet, von denen sie allerdings einen ganzen Haufen trotz Bezahlung gar nicht mehr erhielt – die Franzosen boykottierten Israel, damit die Araber ihnen nicht böse wurden.

Am Boden wurden von der IDF noch amerikanische Sherman-Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Ha, jetzt haben wir sie erwischt, die Amis! Klar, die WK II-Fuhrwerke waren ja auch völlig up-to-date, oder? Nun, die Israelis hatten sie modifiziert, aber die Amerikaner hatten sie ihnen in der Sicherheit verkauft, keinerlei modernes Gerät abgegeben zu haben. Da waren die Araber mit ihren russischen T-Panzern weit besser ausgerüstet. Ohne die erfolgreich eroberte Lufthoheit und effektiven Luft-Boden-Angriffen auf die arabischen Panzerkolonnen hätten die Israelis keine Chance gegen die Völkermord-Ambitionen der Syrer, Ägypter und Jordanier gehabt.

Amerikanische Hilfe für Israels Aggression? Nicht haltbar. Die dumme Ignoranz des Herrn aus Südafrika – oder seine völlig stumpfsinnige Unwissenheit – sind deutliche Hinweise darauf, dass „Israelkritik“ heutzutage nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, sondern sich deutlich nur aus Vorurteilen, Hass und einer Mischung aus Lüge und Unkenntnis nährt.

Die Amerikaner sind erst nach 1967 zum Lieferanten Israels geworden. Und selbst da haben sie noch lange nicht aktuelles Material verkauft, sondern beispielsweise Flugzeuge, die sie selbst schon ersetzten. Erst durch den nächsten versuchten Vernichtungskrieg vom Oktober 1973 gingen einigen Verantwortlichen in den USA die Augen auf und Israel bekam „state-of-the-art“-Waffen aus Amerika geliefert. Aber nicht ohne Fußfessel. Der von Israel in den 1980-er Jahren entwickelte Kampfflieger „Lavi“ wurde „aus Kostengründen“ nicht gebaut – in Wirklichkeit aber auf Druck der USA ins Museum geschickt, die die zu große Konkurrenz für ihre F-16 sahen, der die Lavi weit überlegen gewesen wäre. Der Verkauf von israelischem Radargerät für AWACS-Zwecke wurde durch massiven Druck der USA unterbunden – Israel durfte den Amerikanern keine Konkurrenz machen. El Al hatte – nach einer Umfrage unter ihren Passagieren – bei Airbus praktisch so schon bestellt, es fehlte nur der Kaufvertrag für Passagier-Flugzeuge der A320-Klasse – und dann kam Präsident Clinton nach Israel und El Al bestellte doch wieder Boeings. Den neuen Super-Kampfflieger F-35 werden die Israelis zwar wohl auch bekommen – aber sie werden keine eigene Avionik und sonstiges Gerät einbauen, wie sie es bei ihre F-16 und F-15 gemacht haben, mit denen sie bei gemeinsamen Übungen sämtliche NATO-Flugzeuge „vom Himmel holten“. Die USA mögen der Hauptlieferant der israelischen Streitkräfte sein; sie mögen Israel mehr Finanzhilfe geben als den Ägyptern. Aber sie tun nichts ohne Gegenleistung. Sie tun nichts davon, ohne Israel Fesseln anzulegen und Druck auszuüben, der den jüdischen Staat gefährdet.

Die Karikatur am Anfang ist eine unverschämte Lüge. Und selbst heute wäre sie so weit weg von der Wahrheit wie der Süd- vom Nordpol.