Als „Antizionisten“ noch rechte Antisemiten waren

Elder of Ziyon, 1. November 2022

In den 1940-ern und 1950-ern gab es eine boomende Verlagsindustrie rechtsextremer Antisemiten.

Jack Tenney war ein Senator des Staates Kalifornien, der in den 1950-er Jahren eine Reihe antisemitischer Abhandlungen veröffentlichte – aber darauf bestand lediglich antizionistisch zu sein.

Das Cover seines „Zionist Network“ war ziemlich identisch mit antisemitischer Propaganda der Nazis:

Die Innenseite des Covers von Tenneys Buch „Zion’s Fifth Column“ [Die Fünfte Kolonne Zions] enthält ein Zitat, mit dem er darauf beharrt, er habe nichts gegen Juden:

„Antisemitismus ist unmoralisch und unamerikanisch.
Vernunftlose Vorurteile gegen wen auch immer aufgrund von Rasse, Farbe oder Bekenntnis ist unentschuldbar.“

Natürlich glaubte Tenney nicht, sein Hass auf Juden sei vernunftlos. In „Zionist Network“ beschreibt er, wie eng verbundene Juden die Welt kontrollieren.

… Inzwischen verleihen jüdische Drahtzieher in den eng verwobenen und stark finanzierten internationalen Organisationen täglich dem Vorwurf Glaubwürdigkeit, dass die Juden ein imperium im imperio  bilden, eine Regierung innerhalb einer Regierung; die Männer, die die Männer kontrollieren, die die politischen Entscheidungsträger der Welt zu sein scheinen. Im Bereich der öffentlichen Information und Kommunikation entscheiden jüdische Organisationen unverfroren, was die Leute lesen dürfen und wem sie zuhören dürfen, indem sie ihre Anordnungen durch wirtschaftliche Kombinationen und Techniken verleumderischer Einschüchterung durchsetzen.

Ebenfalls ähnlich den antisemitischen Antizionisten von heute schuf Tenney ein Hitlisten-Netzwerk jüdischer Organisationen, ganz so wie das Boston Mapping Project aus diesem Jahr und eine ganze Menge von dem, was David Miller immer noch macht.

Die […] sind die wichtigen Verleumdungsbrigaden des zionistischen Netzwerks… Während fast jede jüdische Organisation einen gewissen Grad dieser Aktivitäten betreibt, stellen… die Sturmtruppen bereit, die Kommando-Truppen, die schwersten Geschütze, Spione und Geheimdienstler.

Im „Zion’s Fifth Column“ listet er viele jüdische Organisationen auf, zusammen mit den Namen ihrer Leiter. Das ist nicht von dem zu unterscheiden, was man heute an jedem beliebigen Tag auf Electronic Intifada sehen kann.

Eine weitere bemerkenswerte „antikommunistische“ Publikation wurde „Common Sense“ [gesunder Menschenverstand] genannt (nicht zu verwechseln mit dem Magazin aus den 1940-ern oder mit dem derzeitigen Newsletter von Bari Weiss).

Common Sense heute zu lesen zeigt dein Zerrspiegel-Version der heutigen Antizionisten, die genauso antisemitisch sind wie es dieser Verleger war. Auf viele Arten ähnelt Common Sense dem Antisemitismus der arabischen Medien, komplett mit der Chasaren-Verschwörungstheorie und dem Geschimpfe gegen den Talmud.

Hier sind einige der Top-Schlagzeilen von Common Sense, wo „Juden“ und „Zionisten“ austauschbar verwendet wird.

„Zionismus bedroht die Sicherheit des Staates“
„Zionisten kapern ISA, Bekommen $3 Milliarden in Komplott für die kommunistische Welt“
UNO – jüdischer Welt-Plan
„Zionismus arbeitet für Mord – Terror – Einschüchterung!“
„Wie rot ist die zionistisch kontrollierte NAACP“
„Zionistische Handlanger infiltrieren, verwirren, spalten US-Führer“
„Viele Päpste verurteilen Juden und  ihren obszönen Talmud“

Besonders bemerkenswert ist dieses Cover, das die Titelseite der heutigen Linken mit ihren Anschuldigungen, Zionisten würden den Antisemitismus zur Waffe machen. Wie sich herausstellt, stimmte die Rechtsextreme ihnen zu!

„Antisemitismus“ – die Geheimwaffe der Roten
Talmudisches Gebet schafft Verräter

Zu Common Sense gehörte auch Holocaust-Leugnung. Es wurde zum Teil von Benjamin Friedman finanziert, einem berühmten Antisemiten und Holocaust-Leugner.

Es hatte eine Auflage von ca. 50.000 und wurde bis etwa 1970 weiter veröffentlicht. Es wurde als vom House Committee on UN-American Acitivities 1954 als Hassgruppe erkannt. Während der Ausschuss mit der Rechten assoziiert wurde, erkannte und verurteilte er diejenigen, die Antikommunismus als Ausrede für ihren Hass nutzten.

Die aktuelle Bedrohung des Kommunismus für das schiere Überleben der USA und dem Rest der freien Welt hat den Verteidigern von menschlicher Freiheit und Würde eine schwere Last auferlegt. Der Ausschuss für unamerikanische Aktivitäten stellt mit Besorgnis fest, dass diese Last durch gewissen Einzelpersonen und Organisationen skrupellos die Bedrohung durch den Kommunismus ausnutzen, um andere, genauso subversive und genauso unamerikanische Aktivitäten zu propagieren. Solche Aktivitäten würden jedes Fundament der amerikanischen Republik zerstören, wenn ihnen erlaubt wird unbemerkt und unbehelligt zu agieren. Ermittlungen des Ausschusses legen offen, dass diese organisierte Aktivität zwei Muster hat: (1) die neofaschistische Organisation, die offen ein faschistisches Regime für die USA befürwortet und (2) Die organisierte Hassgruppe, die sich als Verteidiger unserer republikanischen Regierungsform ausgibt, aber in der berüchtigten Tradition faschistischer Diktaturen Hasskampagnen gegen rassische und religiöse Minderheiten führt.

Das schrieb der Ausschuss, der heute mit den extremsten Auswüchsen der Rechten assoziiert wird – etwas, von dem Sie kaum feststellen werden, dass es von der heutigen Linken, auch nicht von der heutigen Rechten jemals gesagt werden wird: „Diejenigen, die heute die extreme Rechte unterstützen würden, üben genauso große Gewalt an unseren nationalen Institutionen aus, wie die von der extremen Linken.“

Führungspolitiker und ihre Geburtsorte

gefunden auf LinkedIn:

Benjamin Netanyahu: IsraelYassir Araft: Ägypten
Ehud Barak: IsraelSaeb Erekat: Jordanien
Ariel Sharon: IsraelFaisal al-Husseini: Irak
Yitzhak Rabin: IsraelSari Nusseibeh: Syrien
Ehud Olmert: IsraelMahmud al-Zahar: Ägypten
Ezer Weizman: IsraelNayef Hawatmeh: Jordanien

Und ihr glaubt, die Palästinenser sind Eingeborene?

Eine Erinnerung an den moralischen Unterschied zwischen der christlichen und der muslimischen Welt in dieser Zeit

Angefangen mit Beleidigungen der Christenheit vs. Beleidigungen Mohammeds

Dennis Prager, FrontPage Mag, 19. August 2022

Rund 40 Jahre, nachdem Ayatollah Ruhollah Khomeini seine Fatwa ausgab, die die Muslime aufrief Salman Rushdie zu ermorden, wurde der indische Schriftsteller schließlich angegriffen und beinahe getötet.

Von einem in Amerika lebenden jungen Muslim zehnmal gestochen, befindet sich Rushdie in einem Krankenhaus, wo seine Prognose zum Zeitpunkt, als dies geschrieben wird, eine teilweise Lähnumg und der Verlust eines Auges lautet.

Was war Rushdies Verbrechen? Er „beleidigte“ den Islam.

Dutzende Millionen Muslime glauben, wenn eine Person den Islam, Mohammed oder den Koran beleidigt, dann sollte sie getötet werden. Jeder Muslim, der eine Person tötet, von dem sie glauben, er habe den Islam beleidigt, kommt direkt in den Himmel, wenn er oder sie stirbt.

Der berühmteste Fall eines Muslims, der Menschen ermordet, denen vorgeworfen wird den Islam zu beleidigen, ereignete sich 2015, als zwei französische Muslime in Paris das Redaktionsbüro des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo betraten und 12 Menschen ermordeten sowie 11 weitere verletzten. Charlie Hebdo hatte Karikaturen von Mohammed abgedruckt, was die meisten Muslime als selbst für Nichtmuslime verboten betrachten.

In derselben Woche betraten Muslime auch einen koscheren Supermarkt in Paris und ermordeten vier Juden. Für viele Muslime müssen Juden nichts tun, um den Islam zu beleidigen; allein ihre Existenz ist für den Islam eine Beleidigung.

Es ist aufschlussreich christliche Reaktionen auf Beleidigungen der Christenheit mit muslimischen Reaktionen auf das zu vergleichen, was sie als Beleidigung des Islam empfinden.

Wenn Christen auf Beleidigungen des Christentums auf die Weise reagieren würden, wie Muslime auf Beleidigungen des Islam reagieren, dann würde es in Amerika und andernorts täglich Morde geben. Die Christenheit wird in Amerika und andernorts im Westen ständig beleidigt und Christen werden im Nahen Osten und Afrika regelmäßig von Muslimen ermordet.

Das berühmte Beispiel des ersteren ist vielleicht das „Kunstwerk“ von Andres Serrano mit dem Titel „Piss Christ“, bei dem ein Kruzifix in einem Becher Urin steckt.

Stellen Sie sich vor, wie viele Leute radikale Muslime töten würden, sollte ein Koran oder ein Bild Mohammeds in einen Becher Urin getaucht und in Museen überall in Amerika ausgestellt werden. Das würde nie passieren, weil Museen niemals ihre Mitarbeiter oder ihre Besucher dieser Gefahr aussetzen würden. Museumsmitarbeiter und -besucher, die dieses Werk ausstellen, würden getötet werden.

Warum spricht das nicht für die moralische Überlegenheit der meisten Christen gegenüber den meisten Muslimen zu diesem Zeitpunkt der Geschichte? Immerhin argumentieren einige Gelehrte, Muslime und die muslimische Zivilisation seien Christen und der christlichen Zivilisation in verschiedenen Zeiten während des Mittelalters moralisch überlegen gewesen. Ob das stimmt oder nicht, niemand klagt die Gelehrten an, die mit einer christenfeindlichen Phobie oder damit argumentieren, dass sie christenfeindlichen Fanatismus hegen. Doch jeder, der argumentieren würde, dass die zeitgenössische christliche Zivilisation sich auf einem höheren Niveau befindet als die muslimische Zivilisation – wobei natürlich zugegeben wird, dass das nicht für alle Muslime oder alle Christen gilt – würde als „islamophob“ angegriffen, verlöre seinen guten Ruf verlieren und möglicherweise seine Arbeit und Karriere.

Dies Unfähigkeit den Westen – der von Christen geschaffen wurde und bei all seinen Fehlern in jüdisch-christlicher Moral verwurzelt ist – als moralisch höher stehend als die muslimische Welt zu beurteilen, geht in den Kern der Krise, der der Westen gegenüber steht: Das Verlangen der Linken ihn zu zerstören. Die westlichen Eliten in der akademischen Welt, den Medien, der Politik und der Geschäftswelt – kurz gesagt: überall – sind moralische Toren.

Sie behaupten nicht in der Lage zu sein, moralische Unterscheidungen zwischen den beiden Zivilisationen treffen zu können – z.B. wegen westlicher Sklaverei und die Behandlung eingeborener Bevölkerungen. Dennoch kennen sie die weit schlimmere Geschichte der Sklaverei und der Auslöschung einheimischer Bevölkerungen durch Muslime entweder nicht oder ignorieren sie einfach. Und sie kennen die Tatsache, entscheiden sich aber zu ignorieren, dass die weltweite Antisklaverei-Bewegung im Westen begann und von Christen gegründet wurde. Sie begann nicht in der muslimischen Welt, die keine solch weit verbreitete Bewegung hatte.

Dieselbe moralisch bankrotte Einstellung hat die Linke zu Israel und seinen muslimischen Feinden. Für die Linken ist Israel mit seinen robusten Freiheiten, die sich auf seine große muslimische Minderheit erstrecken, moralisch seinen unfreien, Terror ehrenden muslimischen Nachbarn (d.h. Libanon, Syrien, Iran und Hamas) nicht überlegen.

Es stimmt, dass es nur ein einzelner Muslim war, der auf Salman Rushdie einstach. Aber es sind Millionen Muslime, die glauben, dass jeder, der den Islam „beleidigt“, sterben sollte. [Anmerkung des Übersetzers: Und man sehe sich die Zustimmung an, die der Attentäter im Internet durch Muslime erfährt!] Es war auch nur ein einzelner Muslim, der den niederländischen Filmemacher Theo von Gogh wegen der „Beleidigung“ der Einstellung des Islam zu Frauen ermordete. Und es waren eine Menge mehr als ein einziges muslimisches Mitglied des Islamischen Staates, der zahllosen Ungläubigen – das heißt: Nichtmuslimen – die Kehle aufschlitzte und sie köpfte.

Die Schriftstellerin Taslima Nasrin floh aus ihrer Heimat Bangladesch, weil sie um ihr Leben fürchtete, nachdem ein Gericht sagte, sie habe mit ihrem Roman „Lajja“ (Schande) die religiösen Gefühle von Muslimen verletzt. Anders als praktisch jeder westliche Schriftsteller und Führungspolitiker hielt ihre Reaktion auf den Anschlag auf Rushdie fest, dass er Möchtergern-Mörder Muslim war: „Ich erfuhr gerade, dass Salman Rushdie in New York angegriffen wurde. Ich bin wirklich schockiert… Wenn er angegriffen wird, wird jeder, der den Islam kritisch betrachtet, angegriffen.“

Eben.

Ja, New York Times, Fotos können irreführen. Und ihr habt selbst Haufen davon veröffentlicht.

Elder of Ziyon, 1.August 2022

Die New York Times hat einen interessanten Artikel über die Offenbarung, dass Herman Heukels, der die meisten der berühmten Fotografien von Juden machte, die sich für den Transport von Amsterdam zur Arbeit oder in Todeslager fertig machten, ein Nazi war.

Mit diesem Wissen verstehen wir heute, dass er beabsichtigte die Juden herabzusetzen, die er fotografierte. Er machte zum Beispiel keine Fotos von der sie umgebenen Polizei.

Auf einigen Bildern schimmert die Würde der Juden trotzdem durch.

Aber das verändert die Interpretation der Fotos.

Janina Struk, Autorin des Buches „Photographing the Holocaust: Interpretations oft he Evidence“ [Den Holocaust fotografieren: Interpretationen der Beweise] aus dem Jahr 2005 sagte, dass in der Nachkriegszeit aufgenommene Fotos von Schaulustigen, Tätern und Opfern „auf alle mögliche Arten vermischt wurden“ und kaum jemand fragte, wer die Fotos oder zu welchem Zweck aufgenommen hatte.

In den letzten Jahren, fügte sie hinzu, hat es eine größere Betonung der Kontextualisierung der Bilder gegeben, es wurde erklärt, wie sie aufgenommen wurden, so dass Betrachter bessere verstehen, was sie sich da ansehen – und so können die Leute bessere ethische Entscheidungen dazu treffen, wie sie dargeboten werden sollten.

Ich wünschte, die New York Times kümmere sich genauso sehr um den Kontext von Fotos aus dem Gazastreifen, die von modernen Antisemiten aufgenommen werden.

Hier sind zwei Fotos vom Krieg im Gazastreifen aus dem letzten Jahr, die offensichtlich gestellt sind, worauf ich damals hinwies:

Die New York Times heuert im Gazastreifen auch freie Fotografen an, die allen Anreiz haben Israel in einem schlechten Licht zu zeigen und Hamas-Kriegsverbrechen wie das Verschießen von Raketen aus Wohngebieten zu ignorieren. Die NYT hebt auch offensichtlich inszenierte Fotos wie dieses hervor, auf dem eine Kinderwiege irgendwie richtigherum landete, nur wenige Meter entfernt von dem zerstörten Gebäude, in dem sie sich angeblich befand – und ohne ein einziges Staubkörnchen darauf. Der Fotograf hatte auch das erstaunliche Glück einen fotogenen, traurigen Jungen zu finden, der gerade direkt davor vorbeiging, knapp daneben, damit wir beide sehen können.

Oder dieses, in dem eine alte Frau über gefährlichen Schutt kletterte, auf dem sie hätte fallen und sich die Hüfte brechen können, damit sie sich setzen konnte (auf einem passenden Plastikstuhl) um traurig in diese angeblich nicht gestellte Aufnahme zu blicken.

Sieht man den Strand im Hintergrund, dann könnte dieser Luftangriff im Lager Schati stattgefunden haben, wo sich laut Israel Hamas-Führer trafen – aber die New York Times sagt das nicht.

Kontext ist alles. Fotografen inszenieren ihre Fotos und geben ihren Motiven Anweisungen wie Schauspielern, wenn sie nicht erwischt werden. Sie versammeln sich vorher an wahrscheinlichen neuralgischen Punkten, stellen aber sicher, dass die anderen dutzenden Fotografen, die sich dort drängeln, nicht im Bild sind. Sie suchen diejenigen aus, die die Geschichte erzählen, die sie erzählen wollen und legen die nicht vor, die dem widersprechen. Die Freischaffenden liefern die Hintergrundinformation, die von den Redaktionen vorbehaltlos geglaubt werden.

Gibt es einen moralischen Unterschied zwischen der Veröffentlichung kontextfreier Fotos von Leuten, die in den 1940-ern Juden hassten und denen von Leuten, die heute Juden hassen?

Der letzte Absatz des Artikels über die Nazi-Fotos ist die beste Zusammenfassung des Themas und eines, auf das faire Medien sich eingestellt hätten, würden sie sich um Kontext und Objektivität kümmern.

Struk fügte hinzu: „Wir müssen von der Idee wegkommen, dass ein Foto einfach ein Fenster zur Welt ist. Das ist es nicht. Es ist eine sehr aufbereitete Version dessen, was der Fotograf sich zum Fotografieren aussucht.“