Verhältnismäßig unverhältnismäßig (3/3) – Europas unverhältnismäßige Kritik

Nach dem israelischen Vorgehen gegen die Terroristen der Hamas im Gazastreifen und die der Hisbollah im Libanon erklang es aus Europa bei allem „Verständnis“ einmal mehr: Das ist unverhältnismäßig, das ist kollektive Bestrafung, Israel kennt kein Maß!
Dieser Unsinn soll durch diesen Text (und zwei weitere) zurechtgerückt werden.

Europas unverhältnismäßige Kritik

Gerald M. Steinberg, Wall Street Journal, 17. Juli 2006

Anfang 2000 war die Europäische Union ein begeisterter Unterstützer des einseitigen israelischen Abzugs aus der Sicherheitszone im südlichen Libanon. Paris war gerade dabei im Juli die EU-Präsidentschaft zu übernehmen und spielte eine dominante Rolle in den Diskussionen. Der französische Außen- und der Verteidigungsminister setzten Israel unter Druck seine Militärkräfte auf die internationale Grenze zurückzuziehen. In detaillierten Gesprächen, die in der Residenz des französischen Botschafters in Jaffa stattfanden und an denen ich als akademischer Berater teilnahm, versicherten die Europäer uns, dass, wenn Israel sich erst einmal zurückgezogen habe, die Hisbollah ihren raison díetre als „Miliz“ verlieren und sich in eine politische Partei wandeln würde. Frankreich und seine Partner würden Friedenssicherer schicken, um Terror und Raketenangriffe gegen Israel zu verhindern und der libanesischen Armee zu helfen, die Kontrolle über die Grenze zu übernehmen und die Hisbollah zu entwaffnen.

Im Mai desselben Jahres verließ das israelische Militär den Libanon. Die Vereinten Nationen zertifizierten die Vollständigkeit des Rückzugs. Aber Europa tat nichts. Die Führer der Hisbollah feierten einen großen „militärischen Sieg“ und iranische „Berater“ lieferten Informationen, Training und tausende weitere Raketen, von denen einige eine Reichweite von 75km und mehr haben; diese konnten tief auf israelisches Gebiet eindringen und zum ersten Mal Haifa treffen, die drittgrößte israelische Stadt.

Statt des versprochenen Wandels nahm die Hisbollah Stellungen an der Grenze Israels ein und bereitete sich auf die nächste Runde des Krieges vor. Aus Furcht vor internationaler und insbesondere europäischer Verurteilungen unternahm Israel nichts, um diesen gefährlichen Aufbau zu verhindern. Durch israelische Zurückhaltung ermutigt, unternahm die Hisbollah den ersten Angriff über die Grenze hinweg mit einer Entführung nur fünf Monate nach dem israelischen Rückzug, im Oktober 2000.

Europas Reaktion damals beschränkte sich auf die üblichen Mantras: Aufrufe an Israel „mit Zurückhaltung“ zu reagieren und „der Diplomatie eine Chance zu geben“.

Nun, nach stetiger Zurückhaltung und Abnutzung, durch die Israel besonders verletzbar ist, trat die Hisbollah eine totale Konfrontation los, indem sie eine Welle von Raketen auf israelische Städte abschoss und einen Entführungsangriff durchführte, bei dem acht israelische Soldaten getötet wurden. Im Zusammenspiel mit den palästinensischen Angriffen aus dem von der Hamas kontrollierten Gaza, zu denen ebenfalls Flugkörper und entführte Soldaten gehören, die gegen Terroristen eingetauscht werden sollen, eröffnete dies einen Zweifronten-Krieg.

Diesmal allerdings reagierte Israel schnell, um die strategische Bedrohung im Libanon auszuschalten. Kein Staat kann einfach zusehen, während seine Bürger getötet und entführt werden, seine Städte bombardiert werden und Teile seiner Bevölkerung gezwungen sind in Angst zu leben und in Bunkern zu schlafen. Die Hisbollah hat fälschlicherweise geglaubt, ihre Raketen und die Unterstützung aus dem Iran und Syrien würden ihr erlauben Israel weiterhin ungestraft anzugreifen.

Die Rolle Europas beschränkt sich einmal mehr auf die Wiederholung derselben alten, müden Phrasen. Die EU nannte Israels Antwort und die Angriffe auf Beirut und Gaza „unverhältnismäßig“ und eine Verletzung internationalen Rechts. Besonders Frankreich war empört. „Mehrere Stunden lang wurde der Flughafen eines absolut souveränen Staates bombardiert, eines Freundes Frankreichs – dies ist ein Kriegsakt, der in keinem Verhältnis steht“, sagte der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy. Es könnte dem Minister entgangen sein, dass der ursprüngliche Kriegsakt aus dem Libanon kam und dass die Ziele dieser unprovozierten Aggression angeblich ebenfalls ein „souveräner Staat“ und ein „Freund Frankreichs“ ist.

Die harte Verurteilung ihres Landes entging den Israelis nicht, die sich an die gebrochenen Versprechen von 2000 und die tief sitzende Antipathie ihnen gegenüber erinnern, als sie Arafats Terrorkrieg zu bekämpfen hatten. Über das Gerede hinaus bieten Vertreter Europas keinerlei Rahmen für ein sauberes und „verhältnismäßiges“ Niveau der Gewaltanwendung als Antwort auf den Massenterror an, der auf die das Endziel „Israel von der Landkarte zu wischen“ abzielt.

In Europa begreifen nur wenige, dass das Versagen der EU, auf das Streben des Iran nach Atomwaffen zu antworten und die drei Jahre, die mit Verhandlungen verschwendet wurden, während der Iran Uran anzureichern begann, nur Israels Entscheidung stärkten, mit Macht auf die Terrordrohungen zu reagieren, die von der Hisbollah und der Hamas ausgehen, die als Stellvertreter Teherans agieren.

Israel verfolgt eine Zweifach-Strategie. Das unmittelbare Ziel ist es, die akute Bedrohung durch die Hisbollah zu beseitigen, indem man ihre militärischen Möglichkeiten zerstört und ihre Truppen aus der Grenzzone treibt. Angriffe auf die libanesische Infrastruktur dienen dazu Nachschub-Lieferungen für die Hisbollah zu verhindern und die libanesische Regierung unter Druck zu setzen, die volle Souveränität über ihr Land herzustellen. Es ist der Libanon, nicht Israel, der internationales Recht verletzt, da Beirut immer noch nicht die UNO-Resolution 1559 umgesetzt hat, die verlangt, dass die Hisbollah entwaffnet wird.

Gleichzeitig, und das ist Israels mittelfristiges Ziel, sendet die heftige Verfolgung des iranischen Kindes im Libanon eine machtvolle Botschaft nach Teheran. Es erneuert Israels Abschreckungsfähigkeit, ein entscheidender Zug für die Verhinderung zukünftiger Konfrontationen mit dem Iran in einem viel größeren Ausmaß. Aber viele idealistische europäische Politiker können nicht sehen, dass ein zu früh gestoppter kleiner Krieg nur den Weg zu einem späteren, viel größeren Krieg ebnet. Um Israels Militäraktionen zu verstehen, muss man unbedingt die beiden Mächte einbeziehen, die hinter der Hisbollah stehen. Die größere strategische Bedrohung für Israel ist die Achse Damaskus-Teheran. Israels Handeln in Beirut und Gaza als „unverhältnismäßig“ zu betrachten bedeutet, dass man das radikal-islamische Regime in Teheran ignoriert, das droht Israel zu vernichten und wild entschlossen ist sich die Waffen zu verschaffen, um seine Drohung auch wahrzumachen.

Gleichzeitig hat Europa – und besonders Frankreich – stark in den Wiederaufbau des Libanon und die internationale Isolierung des syrischen Regimes investiert. Aus dieser Perspektive ist der Schaden an Beiruts Flughafen und Infrastruktur und der Druck auf die libanesische Regierung gerechtfertigtermaßen Besorgnis erregend.

Wenn es den europäischen Führern aber ernst ist mit der Verhinderung von Instabilität und der Verfolgung ihrer eigenen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen, dann müssen sie sich an den Kosten der Eindämmung von Terrorgruppen wie der Hisbollah und der Hamas beteiligen. Um die unmittelbare Krise zu lösen und weiteren Schaden für die zerbrechliche wirtschaftliche und politische Struktur des Libanon zu verhindern, können Europas Führer das Rückgrat Beiruts stärken, indem sie Hilfen von der Freilassung entführter israelischer Soldaten abhängig machen. Feuereinstellungs-Initiativen müssen zur Entwaffnung der Hisbollah führen. Indem weitere Wirtschaftshilfe an ein Ende der Terrorangriffe gebunden wird, kann Europa helfen die Basis für eine langfristige Stabilität zu schaffen. Und natürlich muss es Druck auf Teheran und Damaskus ausüben. Statt reflexartig Israels verspätete Anwendung von Gewalt als „unverhältnismäßig“ zu bezeichnen, müssen die Führer der EU lernen ihre eigene Sicherheitspolitik verhältnismäßig und realistisch zu gestalten.

Verhältnismäßig unverhältnismäßig (2/3) – Eine Frage der Verhältnismäßigkeit

Nach dem israelischen Vorgehen gegen die Terroristen der Hamas im Gazastreifen und die der Hisbollah im Libanon erklang es aus Europa bei allem „Verständnis“ einmal mehr: Das ist unverhältnismäßig, das ist kollektive Bestrafung, Israel kennt kein Maß!
Dieser Unsinn soll durch diesen Text (und zwei weitere) zurechtgerückt werden.

Eine Frage der Verhältnismäßigkeit

Frimet und Arnold Roth, This Ongoing War, 13. Juli 2006

Reden wir von „Verhältnismäßigkeit“. Das Wort ist heute und die ganze Woche schon unmäßig in Gebrauch.

Während der letzten Stunden, an einem nationalen Fastentag, der an Zerstörung in der Vergangenheit erinnert, ist die gesamte nördliche Region dieses kleinen Landes mit Raketen und Flugkörpern angegriffen worden. Die Bilder sind zutiefst erschütternd – wir sehen sie jetzt in den Abendnachrichten. Normale Leute, normale Häuser, normale Städte – unter Feuer, brennend, verwundet, getötet, bei der Beerdigung. Städte, die voller Einwohner und Feiertagsbesucher sein sollten – sind jetzt verlassen. Die Einwohner sind in den Luftschutzbunkern; die Besucher sind schnell weg gefahren. Kein Ort liegt außerhalb der Reichweite (der Raketen).

Israel empfinden wir, die wir hier leben, oft als sehr kleinen Ort. Für uns sind die stündlichen Radio-Nachrichten und die Fernseh-Nachrichten am Abend wie für andere Ferngespräche von Mitgliedern der engsten Familie: Sch, sch, lass mich hören, was sagt sie?

Was genau bringen unsere Nachrichten im Moment? Die Verlobte eines der gestern in einem Panzer getöteten Soldaten; sie schluchzt, während sie von ihrer verlorenen Zukunft spricht. Live-Videointerviews aus Ecken von Städten, die wir alle kennen – Nahariya, Tsfat, Carmiel, Hatzor, Rosch Pina, Haifa – alle in Flammen; plötzlich sind sie zur Front im Krieg geworden. Ein militärisches Begräbnis in einem Drusendorf. Berichte von einer Bnei Akiva-Jugendgruppe, die für das Wohlergehen eines der entführten Soldaten beten. (Anders als einige der naiven und schlecht informierten Reporter wissen wir, was eine Entführung durch die Hisbollah bedeutet. Zwei Jahrzehnte fruchtloser Bemühungen um Ron Arad haben ihre Spuren auf dem israelischen Bewusstsein hinterlassen.) Und fast im Nachhinein, als Anhängsel, Szenen aus dem Süden – eine weitere Kriegsfront – wo weiter Raketen fliegen und ein entführter israelischer Teenager von denen gesucht wird, die ihn lieben.

Es gibt hier eine Menge Wut. Die Israelis wissen besser als jeder sonst, wie wenig wir mit unseren Nachbarn im Krieg sein wollen, aber uns lässt man keine Wahl. Wir haben kaum das Trauma des letzten Sommers hinter uns: der Vorlauf zu Premier Scharons „Abkoppelung“, dann die sehr verstörenden Szenen uniformierter Israelis, die mit Gewalt entschlossene Familien aus Häusern und Farmen und Geschäften entfernten, die sie seit Jahrzehnten aufgebaut hatten – aber die Botschaft war: Das dient dem Frieden. Wir machen das und dann ist ein großes Hindernis für bessere Beziehungen zu den problematischen Leuten auf der anderen Seite des Zauns weg. Aber das Hindernis ist natürlich nicht weg gewesen. Die Ruinen dieser jüdischen Städte im Gazastreifen sind heute palästinensische Militärlager und Abschussrampen für Raketen, die jetzt etwas weniger weit fliegen müssen, um Gemeinden im unumstrittenen Israel zu treffen und zu schädigen.

Leider zieht niemand die Palästinenser-Führung wegen ihres massiven historischen Fehlschlags zur Verantwortung, etwas – irgendetwas! – Konstruktives für sich aufzubauen. Das Bild des Farmers im Gazastreifen, der Hydrokultur-Tomaten in Gewächshäusern zieht, die von israelischen Agronomen gezogen wurden und diese verkauft, ist ein schlechter Witz. Sie kamen dem nicht einmal nahe.

Ein Gefühl dafür, wie weit unsere Nachbarn davon entfernt sind unsere Werte zu teilen, kann man aus den Bildern den Nachrichten erhalten, die jubilierende arabische Männer zeigen, die tanzend und herumhüpfend die Entführung zweier weiterer IDF-Soldaten feierten. Das ist das, was sie wollen, während die Frequenz und Intensität der tödlichen Raketen zunimmt, die irgendwo in die allgemeine Richtung israelischer Zentren zunimmt – was sie mehr wollen als gebildete und sicher und fröhlich lebende Kinder. Das geht über unseren Verstand.

Und dann ist da die Sache mit Europa.

Die Europäische Union ist zutiefst besorgt wegen der unverhältnismäßigen Gewaltanwendung Israels im Libanon als Antwort auf die Angriffe der Hisbollah auf Israel. Die Präsidentschaft [der EU] beklagt den Verlust zivilen Lebens und die Zerstörung der zivilen Infrastruktur. Die Verhängung einer Luft- und See-Blockade gegen den Libanon sind nicht zu rechtfertigende Aktionen, die gegen das internationale Menschenrecht stehen, können nur den Kreislauf der Gewalt und Vergeltung verstärken und können keinerlei legitimen Sicherheitsinteressen dienen.

Das, eine offizielle Stellungnahme aus Brüssel von heute Nachmittag, ist selbstsüchtiger Unsinn. Handlungen, die zur Niederlage einer Führung dienen, die mehr daran interessiert ist vor Freude wegen der Entführung der Kinder des Feindes zu tanzen als das eigene Leben zu verbessern, dienen den legitimen Sicherheitsinteressen. Europa versteht das sehr gut, aber nur dann, wenn es seine Feinde betrifft. Sollen wir von dem Umgang der Russen mit den Tschetschenen Verhältnismäßigkeit lernen? Hilft das Studium der britischen, französischen oder belgischen Geschichte dabei?

Verhältnismäßig ist ein Codewort. Erinnern Sie sich daran, dass der französische Botschafter am Court of St. James, der sich nie die Mühe machte das abzustreiten, damit zitiert wurde, dass er Israel „dieses kleine Scheißland“ nannte? Die meisten, die das zur Kenntnis nahmen, waren wegen seiner Bezugnahme auf Exkremente verärgert. Aber das wahre Problem von Monsieur Bernards abfällig offener Bemerkung war, dass er das Wort „klein“ benutzte. Was er damit wirklich sagte, war dies: Wie kann dieses kleine Gebilde, dieses Nichts, glauben Selbstverteidigungsmaßnahmen ergreifen zu können, die so viele Interessen verletzen? So viele französische Interessen. Das ist es, was im Endeffekt die europäischen Regierungen und die EU uns heute Abend sagen.

Wir haben viele europäische Personen der Öffentlichkeit und Politiker getroffen, seit unsere Tochter von Hamas-Terroristen ermordet wurde. Einige sind ehrlich mitfühlende Menschen. Aber viele – einschließlich verschiedener europäischer Außenminister, mit denen wir hinter verschlossenen Türen sprachen – sind durchschaubare, Krokodiltränen vergießende Heuchler. Verhältnismäßig, wenn sie es aussprechen, bedeutet nicht mehr und nicht weniger als dies: Tötet weiter gegenseitig eure Kinder, denn ihr seid dazu verdammt, das in alle Ewigkeit zu tun. Aber wagt es ja nicht die Oberhand zu gewinnen, denn DAS würde enorme Wellen schlagen und für noch tiefere Erniedrigung und Verbitterung seitens der Leute mit dem größten Komplex in der Geschichte sorgen. Und wir wissen, was das für die Städte in Europa bedeutet.

Wir Israelis mit unserem Hass auf und der Furcht vor dem Krieg verstehen, dass wir, solange wir die Terroristen nicht besiegen, wir – und sie – auf Jahre hinaus weiter einen hohen Preis für ihren Barbarismus zahlen werden. Noch haben wir eine Wahl und die besteht darin, die Doppelzüngigkeit der Populisten aus dem Ausland und die oberflächliche, ignorante Berichterstattung der Medienanalysten zu ignorieren – und entscheidend zu handeln, zu tun, was getan werden muss. Das ist etwas, das heute Israelis aus dem gesamten politischen Spektrum sagen. Hisbollah und Hamas sind nicht unsere Rivalen in einer Art Streit um das zukünftige Aussehen der Grenzen. Sie sind terroristische Gewaltverbrecher, die sich zu nichts Konstruktivem für ihr eigenes Volk verpflichteten und massiv davon besessen sind uns zu schaden.

Vielleicht müssen Sie heute Abend vor einem israelischen Fernseher sitzen, um das zu verstehen. Die Verhältnisse sehen von heute Abend von hier aus sehr anders aus.

Wer ist der Riese?

gefunden auf Facebook:

Wer ist der Riese

Am 30. Oktober veröffentlichte Dieter Hallervorden einen Leserbrief indem er seinen Judenhass durchblicken lässt. Am Ende des wirren Briefes schreibt er Folgendes:
„Ja, der erste Schritt zum Frieden kommt meist vom Stärkeren. Und: das ist im Nahen Osten nicht der, der Messer und Steine hat, sondern der, der über die wirtschaftlichen Ressourcen, modernste (deutsch ausgerüstete) Luftwaffe und die Atombombe verfügt.“

Weil Israel seiner Meinung nach der stärkere ist, ist Israel auch daran Schuld, dass es keinen Frieden mit den Arabern hat.
Der Herr Hallervorden ignoriert dabei geschickt, dass es 200 Mio Araber um Israel herum gibt – wohingegen in Israel nur 6 Mio Juden diesen 200 Mio Arabern gegenüber stehen. Wer ist hier der Stärkere?
Ich erinnere daran, dass die arabischen Staaten schon 1948 Israel KOLLEKTIV angriffen.

Israel mit seltsamem Recht besiegen

Der Rechtsweg Israel aus dem Weg zu schaffen geht über das Humanitäre Völkerrecht. Das Humanitäre Völkerrecht ist nicht auf Israel anwendbar, wenn es angegriffen, sondern nur, wenn es sich verteidigt.

Steve Apfel, Israel National News, 19. Juli 2015

Die altehrwürdige Rolle des Juden im Exil war geknechtet, bärtig und auf Bücher versessen zu sein. Dann zauberten die zionistischen Träumer einen Ministaat aus dem Hut und fingen an einen Krieg nach dem anderen zu gewinnen. Selbst am Krieg nicht Beteiligte war schwindelig. Die Vorstellung militärischer „Jidden“, selbst ohne den Teil mit dem Gewinnen, war ein Zerrbild. Um die Uhr zurückzudrehen erfanden die vor den Kopf gestoßenen Mächte ein seltsames Recht, um den Brummer neutralisieren. Danach, so hofften und glaubten sie, würden Todfeinde das tun, was Todfeinde immer tun, wenn Juden im Exil geknechtet wurden.

Den Kennern ist das seltsamen Rechts als IHL bekannt – International Humanitarien Law (humanitäres Völkerrecht). Forderungen Israel wegen Kriegsverbrechen anzuklagen verlassen sich implizit darauf, warum auch eigentlich nicht? Mit sorgfältiger Boshaftigkeit angewandt hat es die Mittel Israel aus einem Licht der Nationen in einen Luzifer mit mörderischer Macht zu verwandeln. Ich widmete ein volles Kapitel meines Buchs Hadrian’s Echo den Freiheiten, die Israel-„Kritiker“ sich beim IHL nehmen und welch eine griffbereite Waffe es sein kann, um die Juden dafür bezahlen zu lassen, dass sie stark sind. Wenn die Auserwählten dem physischen Ansturm nicht unterliegen, lasst sie mit die Moral verzehrenden verbalen Ansturm zu tun haben. Flucht das Leben aus Israel raus!

Der rachsüchtige Ansturm unter dem halbwegs verborgenen Banner des Führt Krieg mit dem Recht lässt sich in vier Elemente aufgliedern, die das Herz gefrieren lassen.

  • Die Agenda: Den beleidigenden Staat auf die Knie zu zwingen, indem man ihn als Paria aus der Weltgemeinschaft ausstößt.
  • Die Planung: Die IDF handlungsunfähig zu machen, um die Arbeit der Terrororganisationen so stark zu erleichtern.
  • Die Falle: Die juristische Latte hoch genug zuhängen (weit höher als irgendwo sonst auf der Erde), um sicherzustellen, dass Israel es nicht schafft sie zu überqueren.
  • Das erhoffte Ergebnis: Alarm zu schlagen, dann Israel und seine Führungskräfte vor die UNO, die Medien, das Gericht der öffentlichen Meinung und den internationalen Strafgerichtshof zu zerren.

Zusammen genommen verweigern die Elemente Israel das Recht sich zu verteidigen. Dafür Grund ist das IHL ein Gottesgeschenk.

Ohne eine Klasse effektiver „Juden-Ankläger“ würde das Projekt keine Chance haben. Der UNO-Menschenrechtsrat ernennt sie aus einer engeren Wahl an Rechts-Professoren. Die Gattung gehört seit langem zu den schlimmste Antisemiten. Man erinnere ich daran, dass die Einsatzgruppen der Nazis, die durch Russland streiften, um Stadt für Stadt die Juden auszulöschen, Akademiker in ihren Reihen hatten. Ein Kommandeur, Otto Ohlendorf, hatte Abschlüsse von drei Universitäten und einen Doktor in Jurisprudenz.

Heute nutzen Rechtswissenschaftler auf Geheiß der UNO das IHL um Juden zu kriminalisieren. Einige, wie John Dugard und Richard Falk, erhalten den Titel „Sonderberichterstatter“ mit einer Kurzanweisung Verbrechen aufzubauschen, die aus israelischen Führungskräften eine Klasse Krimineller machen. Andere, wie Richard Goldstone und Mary McGowan Davis, leiten Kommissionen, die vom UNO-Menschenrechtsrat den Auftrag haben Israel nach jedem Mini-Krieg mit dem Gazastreifen für schuldig zu befinden. Für diese angeheuerten „Auftragskiller“ ist das dehnbare, die Juden in die Falle bringende IHL die perfekte Waffe.

Wie geschickt sie es anwenden! Während sie Israel das universale Recht auf Verteidigung seines Volks zugestehen, legen die Killer in Roben Bedingungen fest, die auf das Folgende hinauslaufen: Die IDF darf den Feind nicht töten, nicht verletzen oder ihm gehörenden Grundbesitz nicht beschädigen. Nur eines dieser drei Kriterien ist nötig, damit sie Alarm schlagen. Überflüssig zu erwähnen, dass die Forderung Krieg so zu führen, dass niemand verletzt und nichts beschädigt wird nur für Israel gilt. Das ist die rote Ampel.

„Der Anspruch eines jeden Rechtssystems“ sagt Harvards Alan Dershowitz, „ist es, vom objektiven Rechtsstaatsprinzip geleitet zu sein statt von den Ad-hoc-Entscheidungen befangener Menschen.“ Dershowitz vergleicht dieses Grundprinzip mit dem Modus operandi der ernannten und selbsternannten IHL-Implementierer; letztere sind Leute, die davon (ein gutes Leben) leben, dass sie UNO-Mietlinge halten, die mit israelischen Verstößen ausgerüstet sind. Sie arbeiten beobachtet Dershowitz, mit Umkehrung. Von vorne nach hinten beginnen sie mit israelischem Tun statt mit neutralem Recht, das die Taten aller anderen Staaten regelt. Sie gehen dann dazu über das Tun der IDF „mit unrealistischen, anachronistischen und abstrakten Prinzipien zu messen, die (auf anderes Militär) nie angewendet werden können oder konnten“.

Auf diese Weisen ist ein ständiger Fluss an Verbrechen garantiert. Eine israelische Truppe, B’Tselem, prahlt sogar mit ihrer ergiebigen Rate. Der Guardian, The New York Times Washington Post, AP, CNN, NBC und viele weitere Nachrichtenkanäle nutzen unsere grundlegenden Daten. Der UNO-Bericht zum Gaza-Konflikt von 2014 führte unsere Zahlen und Befunden mehr an als solche von irgendeiner anderen (NGO).“ Das schrieb Oded Diner von B’Tselem bei der Bitte an Spender die Geldbörsen zu öffnen.

Abstraktes Recht war eine rote Ampel. Eine zweite besteht darin, dass nicht die Sorge um palästinensisches Leben die Forderung an Israel antreibt Krieg auf sichere Weise zu führen. Der Schlächter Assad in Syrien ließ Hunderte Palästinenser verhungern und der Menschenrechts-Apparat wurde erwischt, wie er seine Fußnägel studierte. Hier waren dieselben Palästinenser, die zu schädigen Israel verboten wird, die aber Syrien ungestraft abschlachten kann. Keine IHL-Polizisten oder -Ankläger drängelten sich wegen des IHL, als Assad sein schmutzigen Taten verübte.

Das Wort „unverhältnismäßig“ löst eine weitere rote Ampel aus, kreuzt ein drittes Kästchen an. Von der UNO angeheuerte Helfer verlassen sich stark auf dieses Wort, hören nie auf zu erklären, wie und warum was die die IDF tut unverhältnismäßig ist. Manche warten nicht einmal, bis Beweise gesammelt sind. Christine Chinkin, Jura-Professorin an der London School of Economics, kann den Impuls Waffen schwingende Juden zu dämonisieren einfach nicht unterdrücken. „Israels Bombardierung des Gazastreifens ist keine Verteidigung – das ist ein Kriegsverbrechen. Israels (unverhältnismäßiges) Handeln bedeutet Aggression, nicht Verteidigung.“ Als sie ihr Urteil abgab, musste Chinkin überhaupt erst noch einen Fuß in den Gazastreifen setzen und hatte selbst noch nicht eine einzige Spur eines Beweises abgewogen.

Professor Dugard, ein weiterer Auftragskiller, ist besser darin eine professionelle Fassade beizubehalten. „Es ist nicht möglich bei der Bewertung der Reaktion Israels auf Selbstmord-Bombenanschläge und palästinensische Gewalt eine Sessel-Haltung einzunehmen. Israel hat das Recht auf eine breite Marge an Verständnis bei seiner Reaktion. Aber selbst wenn man das zugesteht, wird auf Grundlage der vorliegenden Beweise nahegelegt, dass Israels Reaktion auf Terror unverhältnismäßig ist.“

Wieder dieses Wort. Hat es eine Dimension, die nicht gemessen werden kann? Vielleicht nicht, wenn selbst ein Jura-Professor sich die Mühe macht „unverhälnismäßig“ die Bedeutung zukommen zu lassen, was er als überbordende Gewalt betrachtet – Gewalt, die ihn vor den Kopf stößt. Doch wie viel Gewicht soll man den Gefühlen eines Ermittlers geben, dessen Mandat darin besteht nichts Böses zu hören, nichts Böses zu sagen, nichts Böses zu berichten, wenn Palästinenser Verbrechen begehen? Gedungene Auftragskiller klagen Israel ohne juristische Beweise an. Juden töten willkürlich. Punkt.

Das Internationale Straftribunal zu Jugoslawien gab vor langem zu: Es gibt keine harten und schnellen Regeln für unverhältnismäßige Gewalt oder dazu auf Zivilisten zu schießen. Kriegsverbrechen müssen einzeln bewiesen werden, Fall für Fall. Der Juden-Ankläger versagt nicht nur darin das zu tun, er legt keinen objektiven Maßstab welcher Art auch immer an. Ein Terrorist als Opfer Israels ist ein Opfer zu viel. Ein israelischer Angriff ist einfach ein Angriff, den MacGowan Davis und Ihresgleichen nicht mögen – oder ein Angriff von Leuten, die sie nicht mögen.

Bezüglich all dessen stellte Charles Krauthammer von der Washington Post die richtige Frage: „Wenn für Israel keinerlei militärische Taktik zulässig ist, was bleibt übrig? Ah, das ist der Punkt. Was bleibt übrig? Nichts. Der ganze Sinn besteht darin Israel jeglicher legitimen Form von Selbstverteidigung zu berauben. Die Welt hat es satt, dass diese lästigen Juden, sechs Millionen, jede Einladung zum nationalen Selbstmord ablehnen.“

Genau da haben wir es, im Kleingedruckten des seltsamen Rechts: „Kein Recht zu leben.“