Die UNO kann keinen palästinensischen Antisemitismus erkennen

First One Through, 12. November 2020

Der aktuelle Leiter der Vereinten Nationen, Generalsekretär Antonio Guterres, ist ein anständiger Mann und eine enorme Verbesserung gegenüber früheren Bossen wie Ban Ki-moon, der mehr oder weniger zu palästinensischer Gewalt gegen Israelis ermutigte. Aber in diesem Kompliment liegt die schmerzlich Anerkennung, dass die Vereinten Nationen alle blenden.

Am 9. November 2020 verlieh der World Jewish Congress Guterres in Gedenken an den Jahrestag der Kristallnacht, dem Pogrom gegen die Juden Deutschlands und Österreichs, das den Holocaust ankündigte, den Theodor-Herzl-Preis. Bei Entgegennahme des Preises hielt der Generalsekretär eine Rede über die Schrecken des Holocaust und Jahrhunderte von Antisemitismus, einschließlich dem in seiner Heimat Portugal, das im Mittelalter alle Juden vertrieben hatte. Er streifte den Coronavirus, der neue Formen der Ritualmordlegenden gegen die Juden sowie den Aufstieg der Neonazis entfesselte. Er beschwor Folgendes:

Wir müssen gegen den Hass in all seinen Formen zusammenstehen. Unsere heutige Welt braucht eine Rückkehr zur Vernunft – und eine Ablehnung der Lügen und Abscheu, die die Nazis antrieben und die die Gesellschaften heute zerbrechen.
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres

Dennoch unterlässt es die von ihm geführte Organisation „Lügen und Abscheu“ zurückzuweisen. Sie ist ein gigantisches Megafon für die niederträchtigsten Lügen und Propaganda, denen von ihrem Markennamen Legitimität verliehen wird. Diese Institution war dazu geschaffen den Weltfrieden zu fördern; sie hat sich einen Kessel von Hass und ein Mittel für Gewalt verwandelt.

Die UNO erkennt das Mantra an und wiederholt es, aber wenn es um die Palästinenser geht, ignoriert sie seine Voraussetzung.

In derselben Rede fügte Guterres an: „Es bleibt meine sehnlichste Hoffnung, dass nächstes Jahr wieder ein Dialog zwischen Israelis und Palästinensern begonnen werden kann, der das Ziel von zwei Staaten hat, die in Harmonie und Frieden Seite an Seite leben.“ Das ist ein Hirngespinst, entzündet von dem Wunsch danach Selbstbestimmung für die staatenlosen Araber zu sehen, wobei aber der systematische Antisemitismus in der palästinensischen Gesellschaft ignoriert wird.

  • Die Palästinenser sind nach einer ADL-Studie das antisemitischste Volk.
  • Sie wählten Mahmud Abbas zum Präsidenten, einen Mann der seine Doktorarbeit schrieb, mit der er den Holocaust leugnete.
  • Sie stimmten für die Terrororganisation Hamas, so dass diese eine 58%-Mehrheit im Parlament hatte; Hamas hat die antisemitischste jemals geschriebene Gründungscharta (eine Kombination aus Hitlers Mein Kampf und der Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion mit gewaltigen Verschwörungstheorien).
  • Die PA-Führung bestreitet die Geschichte der Juden im Heiligen Land.
  • Die PA behauptet fälschlich, dass Israel die Araber ethnisch aus Jerusalem säubert, obwohl ihre Wachstumsrate die der Juden in Jerusalem und der Araber in anderen Hauptstädten der Region übersteigt.
  • Die PA behauptet fälschlich, dass Israel den Zugang der Araber zur Al-Aqsa-Moschee einschränkt, obwohl tatsächlich NUR JUDEN auf dem Tempelberg begrenzten Zugang und Gebetsrechte haben.
  • Die palästinensische Autonomiebehörde benennt Schulen, öffentliche Plätze und Turniere nach Terroristen, die israelische Zivilisten töten.
  • Die PA-Führung bezeichnet Juden als „Söhne von Affen und Schweinen“.
  • Für die PA hat die Bezahlung lebenslanger Unterstützung von Terroristen höhere Priorität gegenüber allen Gehältern für öffentliche Bedienstete oder andere Bedürftige.

PA-Präsident Mahmud Abbas hält 2011 eine Rede vor der UNO

Die UNO schweigt immer zu diesen Dingen. Sie ist blind für den manischen Antisemitismus, der in der palästinensischen Gesellschaft allgemein verbreitet ist, die den Wunsch hegt jeden Juden entweder zu töten oder aus dem Land zu vertreiben, das sie als rein muslimisches heiliges Land betrachtet. In ihren eigenen UNRWA-Schulen im Gazastreifen und der Westbank lehrt die UNO lehrt nicht einmal den Holocaust.

Palästinensische Einstellungen gegenüber Juden ist die moderne Fusion der Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal im 15. Jahrhundert mit dem Nazi-Holocaust im 20. Jahrhundert. Die moderne Inquisition wird in der UNO von muslimischen Staaten mit Unterstützung linksextremer Progressiver angeführt, die den jüdischen Staat als Kolonialunternehmen betrachten, eine Ursünde, die nur mit Bekehrung oder Vernichtung gut gemacht werden kann.

Das Friedenshindernis sind nicht jüdische Häuser; es sind palästinensisch-arabische „Lügen und Hass“, die in den Vereinten Nationen Unterstützung finden. Bis diese Tatsache anerkannt und angegangen wird, gibt es keine Chance auf Frieden.

Der Völkermord-Mechanismus

Itamar Marcus, Jerusalem Post, 25. April 2009

Überlebende der Völkermorde in Ruanda und Darfur sprachen diese Woche in Genf auf der Parallelkonferenz zu Menschenrechten, mit der die Durban II-Veranstaltung der UNO gekontert wurde. Ihrer Beschreibung zuzuhören, wie sie von ihren Mördern systematisch dämonisiert wurden, machte klar, dass Völkermord nicht in einem Vakuum geschieht. Der Hass-Zustand einer Bevölkerung, die bereit und begierig darauf ist Völkermord zu begehen, muss genährt werden. Völkermord muss in positive Worte gekleidet werden, damit er die notwendige breite öffentliche Unterstützung bekommt.

Dem Rahmen aller Völkermorde ist eine sehr besondere Art von Dämonisierung gemein. In Ruanda lehrten die Hutus, dass die Tutsies Kakerlaken und Schlangen seien. Tutsi-Frauen wurden als listige Verführerinnen dargestellt, die Schönheit und sexuelle Macht nutzten, um die Hutus zu erobern. In Bosnien besagte ein fiktiver Nachrichtentext, dass Muslime Tieren im Zoo von Sarajewo mit serbischen Kindern fütter würden. Radio Ruanda strahlte wiederholt eine Warnung aus, dass Hutus kurz davor stehen würden von Tutsis angegriffen zu werden, um die Hutus zu überzeugen, dass sie, um sich zu schützen, zuerst angreifen müssten.

Zu dieser Dämonisierung gehörten zwei spezielle Komponenten. Erstens mussten die Opfer als klare und aktuelle Gefahr wahrgenommen werden, damit die Mörder überzeugt waren in Selbstverteidigung zu handeln. Zweitens wurden die Opfer dämonisiert, damit die Mörder sich selbst überzeugten, das sie keine wirklich menschlichen Wesen vernichteten.

Ein anständiger Mensch wird sich am Mord an Unschuldigen nicht beteiligen, aber ein anständiger Mensch könnte sich am Töten von Untermenschen beteiligen, die seine Existenz gefährden. Völkermord als Selbstverteidigung zu formulieren kann anständige Menschen zu Mördern machen. Der Schutz von Kindern und Familie kann aus einem ruhigen Nachbarn einen leidenschaftlichen Mörder machen, weil Selbstverteidigung immer gerechtfertigt ist.

In Darfur und Ruanda bestand alles Nötige, um eine Gesellschaft normaler Menschen in Mörder zu verwandeln, darin sie zu überzeugen, dass sie in Gefahr waren und dass die Leute, die sie gefährdeten, weniger menschlich waren.

Ein Blick zurück in die jüdische Geschichte macht klar, dass die Methode, die genutzt wurde, um Gewalt gegen Juden zu schüren, immer diese Formulierung der „Selbstverteidigung“ einschloss, an der nur Details geändert wurden.

Wenn also Juden im Mittelalter fälschlich der Brunnenvergiftung beschuldigt wurden, die tausende Tote verursachte, dann schlossen sich selbst anständige Menschen dem Töten an. Sie empfanden sich nicht als Mörder, denn sie verteidigten sich und ihre Familien. Als man glaubte, Juden würden das Blut von Kindern für ihre Passah-Matzen benutzen, dann empfanden es selbst anständige Menschen als in Ordnung, wenn sie Juden massakrierten, denn sie verteidigten ihre Kinder vor fürchterlicher Folter.

Selbst Hitler benutzt dieses Argument der Selbstverteidigung in Mein Kampf: In diesem Fall [angesichts der Bedrohung des deutschen Volkes durch die Juden] war die einzige Rettung der Krieg, Krieg mit allen Waffeen, die der menschliche Geist, Verstand und Willen aufbringen kann… Wenn der Jude… über die Völker dieser Welt siegt, dann wird seine Krone der Trauerkranz der Menschheit sein… Daher glaube ich heute, dass ich entsprechend des Willens des allmächtigen Schöpfers handle: Wenn ich mich gegen den Juden verteidige, dann kämpfe ich für das Werk des Herrn.“*

Auch Hitler verpackte seinen Völkermord als legitime Selbstverteidigung. Die Details mögen in jeder Gesellschaft anders sein, aber die Formulierung ist immer dieselbe.

Wenn man die palästinensische Werbung für Hass heute untersucht, dann ist es besonders auffällig und verstörend, dass diese Komponenten von Genoziden an Juden in der Vergangenheit hervorstechende Elemente der Hass-Werbung der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas gegen Juden und Israelis sind. Zwei Sendungen des Hamas-Fernsehens Anfang des Monats dokumentieren dies klar.

Das Hamas-Fernsehen strahlte einen Sketch aus, in dem Schauspieler einen jüdischen Vater und seinen Sohn in traditioneller Kleidung darstellten, die den Hass gegen Muslime diskutierten, die ihre jüdische Religion fordert. Der Vater belebt sogar den Jahrhunderte alten Ritualmordvorwurf wieder, die Jüden würden das Blut der Muslime trinken: „Shimon, sieh, mein Sohn, ich will dich ein paar Dinge lehren. Du musst die Muslime hassen… wir wollen die Muslime ttöen, wir Juden wollen das Blut der Muslime trinken.“ Er kritisiert seinen Sohn später, dass er sich die Hände vor dem Gebet in Wasser wäscht: „Wir müssen unsere Hände mit dem Blut der Muslime waschen.“ (Al-Aqsa-TV, 3. April) Ironischerweise kam die Beschuldigung der Hamas, die Juden würden muslimisches Blut trinken, in der Woche vor dem Passah-Fest, dem Jahrestag vieler fürchterlicher Ritualmord-Vorwürfe.

Am selben Tag beendete ein religiöser Führer der Hamas seine Predigt mit dem Versprechen, dass letztlich der Völkermord an den Juden stattfinden wird. Um das richtig zu formulieren, begann er mit einer Darstellung der Juden als Feinde der Menschheit. Die Juden sind in sich böse, streben die Weltherrschaft an und sind eine Bedrohung der Muslime und der gesamten Menschheit.

Ziad Abu Alhai formulierte es so: „Hass auf Muslime und den Islam ist in ihren [der Juden] Seelen, sie sind von Natur aus so veranlagt… Israel ist ein Krebs, der die Welt beherrschen will.“ Er schlussfolgerte, dass den Juden die Auslöschung bestimmt ist: „Die Zeit wird kommen, durch Allahs Willen, wenn ihr Besitz zerstört und ihre Kinder ausgelöscht werden und kein Jude oder Zionist auf dem Angesicht dieser Erde verbleiben wird.“ (Al-Aqsa TV, 3. April)

Diese Dämonisierung und Entmenschlichung der Juden ist nicht auf die Hamas beschränkt. Obwohl sie zögert ausdrücklich zum Mord an Juden aufzurufen, während sie Geld vom Westen bekommen will, führt die PA weiterhin ihre unerbittliche Formulierung von Völkermord als Selbstverteidigung und zum Guten der Allgemeinheit fort.

In den PA-Fatah-Medien von heute werden Juden und Israelis durch böswillige Verleumdungen dämonisiert, darunter durch Lügen wie die Behauptung, dass Israel absichtlich AIDS und Drogen verbreite, naziartige medizinische Experimente an Palästinensern durchführe und plane die Al Aksa-Moschee zu zerstören.

Taysir al-Tamimi, der palästinensische religiöse Oberrichter, sagt: „Die AIDS-Frage muss die ihr zustehende Aufmerksamkeit bekommen… da wir Nachbar einer Gesellschaft [Israel] sind, wo diese Seuche weit verbreitet ist und die so handelt, dass [AIDS] in der palästinensischen Gesellschaft übertragen wird. Die Besatzungsbehörden, besonders die in Jerusalem, arbeiten daran Drogen und Drogenabhängigkeit zu verbreiten, ohne Zweifel.“ (PA-Radio, 17. Februar 2008)

Und dies kommt von Dr. Mutawakil Taha, dem Kopf der palästinensischen Schriftstellervereinigung und ehemalige stellvertretende Minister der PA: „Wir haben gesehen, wie sie [die Zionisten] mit Messern in die Bäuche schwangerer Frauen stechen, Kleinkinder abschlachten und kaltblütig Leben fressen. Sie beschossen Kinder und die Schöße von Frauen, damit dieses Volk sich nicht fortpflanzt.“ (PA-TV, 4. März 2008)

Ein Artikel in Al-Ayyam vom Juli 2008 beschuldigt israelische Siedler, sie setzten Ratten in Jerusalems Altstadt frei „um das Leben der [arabischen] Einwohner in eine Hölle auf Erden zu verwandeln, sie zur Flucht zu zwingen…“ (17. Juli 2008). Ein Video auf PA-TV stellte Szenen echter israelischer Panzer fiktiven Szenen eines Kindes gegenüber, auf das geschossen wird, womit die Fiktion geschaffen wurde, dass Israelis absichtlich auf palästinensische Kindern zielen und schießen. (PA-TV, 15. Mail 2008)

So, wie die Tutsis als Kakerlaken und Schlangen beschrieben wurden, haben sowohl die Hamas als auch die PA Juden als verabscheuungswürdige und gefährliche Tiere beschrieben, darunter als Kakerlaken, Spinnen, Skorpione und Alligatoren.

Zwar ist jede Verleumdung ein wenig andres, aber ihr Substanz dieselbe: Die Israelis und die Juden sind gefährlich, sie sind keine Menschen, wir müssen uns gegen sie verteidigen und wir sind klar im Recht, wenn wir das tun.

Es ist tragisch, dass diese Formulierung von Völkermord als notwendige Selbstverteidigung derart erschreckend erfolgreich geworden ist.

Eine Umfrage nach dem Mord an acht Jeschiwa-Schülern im letzten Jahr stellte fest, dass „84 Prozent der Palästinenser die Terror-Anschläge befürworten, bei denen acht junge Schüler in einer Jerusalemer Jeschiwa am 6. März 2008 getötet wurden“ (Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research, New York Times, 19. März 2008). Wie kann eine ganze palästinensische Gesellschaft den Mord an Kindern unterstützen? Eindeutig ist die Bezeichnung von Juden und Israelis als tödliche Gefahr für die Palästinenser ein totaler Erfolg gewesen.

Israel sieht sich jetzt einer Gesellschaft gegenüber, die sehr wahrscheinlich über das Stadium der Formulierung des Völkermords hinaus ist und den Punkt erreicht hat, die Tötung von Israelis, sogar Teenagern, als gerechtfertigt betrachtet. All dies wäre notwendig, damit die Bevölkerung bei dem von ihren Führern so oft in allen Details beschriebenen End-Script mitzieht, das das Mittel dazu wäre.

BDS demaskieren: Eine neue Methode zur Bekämpfung der Bewegung ist aufgekommen und sie funktioniert

Von Radioheads eiserner Weigerung sich von Antiisrael-Advokaten unter Druck setzten zu lassen bis zum Bestseller “BDS for Idiots” trumpft der Kampf gegen die Bewegung auf.

Barry Shaw, The Jerusalem Post, 15. Juli 2017

Rod Steward kommt vor seinem Konzert in Tel Aviv am 13. Juni 2017 in Israel an. (Foto: LIOR KETER)

Nachdem der BDS-Bewegung Jahrzehnte lang ein freies Spielfeld überlassen wurde, auf dem sie ihre Beschuldigungen gegen Israel spinnen konnte, ist ein Trend erkennbar, der etwas gegen das Wirrwarr ihres Narrativs erreicht. Langsam aber sicher werden Fortschritte gegen die radikalen Beschuldigungen gemacht, die gegen den jüdischen Staat abgefeuert wurden.

Die alte Taktik Israel als Start-up Nation zu kennzeichnen, ist nur von begrenztem Wert. Welchen Nutzen hat das Lob der Wunder von Waze, wenn die andere Seite die negative emotionale Bildsprache eines zionistischen Staates als Kindermörder und brutale Besatzer nutzt? Stattdessen fasst eine neue Strategie Fuß. Nehmt Israel aus der Gleichung heraus. Richtet den Scheinwerfer auf unsere Feinde. Konzentriert euch auf die Botschaft und den Charakter unserer Gegner von der BDS. Zielt au diejenigen, die Israel und die Juden angreifen und kontert direkt gegen sie. Entlarvt sie und entlarvt ihre Scheinheiligkeit und Lügen.

Die antiisraelischen BDS-Befürworter sind in einer Falle gefangen, die sie selbst aufgestellt haben, nämlich dem Mangel an Argumenten und oft tief sitzendem Antisemitismus, der sie antreibt.

Der Kampf ist eingetreten und es sind rasche Fortschritte gemacht worden. Ein Teil der Offensive beinhaltet die Nennung und das Anprangern der BDS-Feinde Israels. Dies wird oft über die sozialen Medien gemacht, so der Internetseite Canary Mission, die Einzelpersonen und Gruppen dokumentiert, die Hass auf Israel Juden an US-Universitäten propagieren. Ihre Seite katalogisiert Personen und Gruppen, indem sie ihre Namen und Standorte auflistet, zu welcher radikalen Gruppe sie gehören, welche Rolle sie spielen und eine ausführliche Beschreibung des negativen Handelns oder von ihnen gemachten Äußerungen. Zu ihren Profilen gehört normalerweise ein Porträtfoto. Oft beinhaltet das Profil der Person auch ihre Präsenz in den sozialen Medien.

In der Vergangenheit übten Unterhaltungspersönlichkeiten oft in der Kulturwelt Einfluss aus. Vor kurzem ist ihre radikale Einseitigkeit offengelegt worden und sie werden zunehmend ignoriert. Ein Beispiel dafür ist Roger Waters mit seinem „Pink Floyd“-Ruhm. Einst eine Ikone des BDS wurde er zur Lachnummer, von Künstlern verrissen, die seine Forderungen an sie Israel zu boykottieren ignorierten. Aerosmith wurden bald von Radiohead, Rod Steward und die Pet Shop Boys mit Auftritten vor riesigem Publikum in Israel gefolgt.

Nachdem er Radiohead Monate lang unter Druck setzte, verprügelte Thom Yorke von der Band Radiohead Waters mit einem vernichtenden Interview im Rolling Stone fertig, indem er ihm sagte: „Es ist völlig respektlos davon auszugehen, dass wir entweder zu falsch informiert oder zu zurückgeblieben sind, um eigene Entscheidungen zu treffen.“

Yorke fuhr fort: „Ich fand es als extrem bevormundend, richtig ärgerlich, dass ein Künstler, den ich respektiere, glaubt, wir seien nach all den Jahren nicht in der Lage eine eigene moralische Entscheidung zu treffen.“

Radioheads moralische Entscheidung bestand darin nach Israel zu komme und ihre multikulturellen Fans zu unterhalten.

Charles Asher Small, der Gründer des Institute for the Study of Global Antisemitism and Policy (ISGAP – Institut zur Beobachtung von weltweitem Antisemitismus und Politik) an der McGill University, sagte Teilnehmern der jährlichen IDC Herzliya Conference, dass seine NGO mit der Dokumentation „Wish Your Weren’t Here“ (Ich wünschte, du wärst nicht hier) arbeitet, die zeitgenössischen Antisemitismus und die BDS-Bewegung untersucht. Er weist auf Waters‘ Geschichte antijüdischer Bildsprache hin, zu der gehört, dass er bei seinen früheren Konzerten einen Ballon in der Form eines Schweins mit Davidstern und Dollarzeichen auf dessen Körper schweben ließ, dazu seine Gleichsetzungen Israels mit den Nazis. Eine neue ISGAP-Webseite ruft als Vergeltung zum Boykott der Konzerte von Waters auf. Die Internetseite wednontneedrogerwaters.com (wir brauchen Roger Waters nicht) fordert die Leute auf eine Petition zu unterschreiben, die andere drängt aus Protest seine Konzerte zu meiden.

„BDS for Idiots“, 2016 ein Bestseller-Buch, drängte Anti-BDS-Aktivisten Israel aus der Gleichung zu nehmen, wenn mit BDS-Aktivisten diskutiert wird und sich stattdessen auf das BDS-Narrativ zu konzentrieren. Das Buch weist darauf hin, dass wir uns in einem intellektuellen Jiu-Jitsu-Kampf befinden, in dem unsere Anti-BDS-Aktivisten die Schwachpunkte der BDS finden müssen, von denen es viele gibt; sie müssen effektiv genutzt werden, um ihre Argumente effektiv aus dem Gleichgewicht zu bringen und letztlich zunichte zu machen.

Das Buch beschreibt ausführlich die offenkundigen Fakten, wie diejenigen, die vorgeben propalästinensisch zu sein, dabei ertappt werden sich nicht wirklich um palästinensisches Leben zu kümmern, ihm sogar Schaden zuzufügen.

Belege dafür wurden klar, als BDS-Proteste dazu führten, dass SodaStream seine Fabrik von Mischor Adumim in Judäa und Samaria in den Negev verlegte, was hunderte palästinensischer Arbeiter in die Arbeitslosigkeit schickte. Palästinensisches Leben wurde geschädigt, aber die BDS betrachtete das als Sieg.

Vor kurzem fanden SodaStream und die israelische Regierung eine Möglichkeit, wie die palästinensischen Arbeiter mi Bussen in die neue Fabrik in Rahat gebracht werden können, damit sie wieder eingestellt und mit ihren jüdischen und beduinischen Kollegen wiedervereint werden können.

Dieser Fall illustriert eindeutig, wer Schaden zufügt und wer sich um palästinensische Arbeiter sorgt. Er entlarvt die verlogene Botschaft der BDS.

Proisraelische Gruppen sind angesichts der Entdeckung überrascht gewesen, wie einfach es ist die BDS aufzuhalten, indem man in die Offensive geht.

In Spanien habe Angel Mas und seine proisraelische juristische Organisation ACOM mehrere von spanischen Städten unternommene BDS-Aktionen aufgehoben, indem sie gegen Entscheidungen von Stadträten zum Boykott von Israel klagten. Dazu gehören La Guardia, der Madrider Bezirk Rivas Vacia, der Bezirk Olesa in Barcelona, Campezo und Valencia.

Wenn BDS in Spanien besiegt wird, dann wegen Angel Mas und ACOM.

Die Anwendung örtlicher Gesetze hat den UK Lawyers for Israel (UKLFI) zahlreiche Erfolge eingebracht; dabei handelt es sich um eine Freiwilligengruppe britische Anwälte, die gegen BDS-Beschlüsse von Studentenorganisationen an verschiedenen britischen Universitäten vorgingen, indem sie Campus-Verwaltungen benachrichtigten, dass die Umsetzung von Forderungen der BDS-Studenten zum Boykott Israels sie in schweren Rechtsbruch der britischen Gesetze für Wohlfahrtseinrichtungen bringen würden, was ihren Gemeinwohlstatus gefährden würde, durch den sie Regierungsgelder erhalten. Zu den britischen Universitäten, an denen BDS-Beschlüsse dank UKLFI zu zahnlose Abstimmungen wurden, zählen das Kings College, City University, SOAC, University College London, Warwick, York Brunel und East Anglia.

Das Trustte Boad of Edinburgh University hob eine BDS-Entscheidung auf, nachdem die Israel Engagement Society der Universität mit juristischer Unterstützung der UK Lawyers for Israel intervenierte. UKLFI half außerdem der proisraelischen Studenteninitiative Stand With Us UK dabie die Bath University dazu zu bringen BDS abzulehnen.

UKLI hilft individuellen Studenten und Gruppen Antisemitismus zu kontern, den sie an Universitäten oft seitens hasserfüllter BDS-Aktivisten erfahren.

Die juristischen Anti-BDS-Aktiviten von UKLFI beschränken sich nicht auf Universitäten. Jonathan Turner, der Gründer von UK Lawyers for Israel, sagte gegenüber The Jerusalem Report, dass seinen juristische Freiwilligengruppe mit Hilfe weiterer Spender und Freiwilliger weit mehr tun könnte.

Gilad Erdans Strategic Affairs Ministry schloss sich der gemeinsamen Herangehensweise gegen die an, die Israel delegitimieren wollen. Im Juni startete der Dienst die neue informative Internetseite 4IL.org.il, die Karikaturen und kurze Videos beinhaltet, mit denen BDS-Lügen entlarvt werden.

Amerikanische Städte und Bundesstaaten müssen gegen BDS zurücktreten. Im Mai wurde Nevada der 20. US-Bundesstaat, der ein Gesetz beschloss, mit dem BDS illegal gemacht wurde. Dieser Erfolg war die Frucht des Ausschusses Christliche Verbündete, einer amerikanischen Gruppe, die sich der Stärkung der Beziehungen zwischen Christen und Israel widmet, sowie der juristischen Expertenarbeit von Prof. Eugene Kontorovich über die Israel Allies Foundation.

Das ergab sich nach einem zufälligen Treffen von Kontorovich und Alan Clemmons, einem Abgeordneten des Bundesstaatsparlaments South Caroline. Bei einem Besuch in Israel traf Clemmons den Eigentümer von AL Solutions, einer Firma, die von BDS betroffen war. Diese israelische Firma hatte eine Fabrik in Clemmons‘ Bundesstaat eröffnet.

Clemmons erkannte schnell den finanziellen Schaden, den BDS seinem Staat finanziell wie gesellschaftlich zufügen konnte, sollte dem Tun der BDS Arbeitslosigkeit folgen. Clemmons sagte über sein Treffen mit Kontorovich: „Hier war einer hellsten Köpfe der Welt, was das Angehen der BDS unter der US-Verfassung betrifft.“

Sein Staat war ein früher Initiator von Anti-BDS-Gesetzgebung. Quer durch Amerika und weltweit muss BDS auf lokaler, städtischer und staatlicher Ebene demaskiert und geächtet werden.

Wiederkehr der Kreuzzüge? Europäische Bischöfe fordern „Handeln nach 50 Jahren Besatzung im Heiligen Land”

JNi.Media, The Jewish Press, 24. Januar 2017

Bischo Declan Lang Foto: Screeshot

Eine Gruppe Bischöfe aus acht Ländern zitiert 3. Mose 25,10: “Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen“ zum Ende ihres jüngsten Besuchs im Heiligen Land, in der sie die Lage in den von Israel im Sechstage-Krieg von 1967 befreiten Gebiete lautstark verdammen. Sie puschen eine absolut originelle (und widerliche) Interpretation des Gebots des Erlassjahres der Torah, das grundsätzlich für Juden gilt; damit erklärten die Bischöfe: „Während dieses fünfzigsten Jahres der Besatzung müssen wir für die Befreiung eines Jeden im Heiligen Land beten und all diejenigen praktisch unterstützen, die für den Aufbau eines gerechten Friedens arbeiten.“

„Wir alle haben Verantwortung uns gegen den Bau von Siedlungen zu stellen“, erklärten die guten Bischöfe. „Diese de-facto-Annexion von Land höhlt nicht nur die Rechte der Palästinenser in Bereichen wie Hebron und Ostjerusalem aus, wie es die UNO gerade anerkannte, sonder gefährdet auch die Chancen für Frieden.“

Natürlich kann man, wie in solchen antiisraelischen Dokumenten, auf Fakten verzichten. So auf die t
Tatsache, dass Israel und seine beiden „palästinensischen“ Nachbarn, die PA und die Hamas, trotz des gelegentlichen Allahu-Akbar-Ausbruchs einen Grad an Ruhe genossen haben, für deren Art man nach Marokko im Westen oder Indonesien im Osten reisen muss, um sie noch einmal zu finden. Und egal auch die Tatsache, dass Israel in einer Region, in der das Wort Christ nur allzu oft von Worten wie „vergewaltigt“, „verstümmelt“ und „Sklaverei“ begleitet ist, wahrscheinlich der einzige Zufluchtsort für Christen ist.

„Wir alle haben eine Verantwortung den Menschen des Gazastreifens Hilfe zu leisten, die weiterhin inmitten einer menschgemachten humanitären Katastrophe leben“, schrieben die Bischöfe, wobei sie eine verbindlichere Definition dessen umgehen, wer der „Mensch“ in „menschgemacht“ ist und was genau er macht (Qasssam-Raketen, die auf israelische Zivilisten geschossen werden).

„Sie (die Gazaner) haben inzwischen ein Jahrzehnt unter Blockade verbracht, vermischt mit einer politischen Sackgasse von Böswilligkeit auf allen Seiten“, schrieben die Bischöfe, wenn sie hätten schreiben sollen: „Warum erkennt ihr Israel nicht an, das euer Gebiet vor 12 Jahren verließ und gebt eure Drohungen es zu vernichten auf?“ Das wäre etwas, das ein redlicher Bischof mit Selbstachtung erklärt hätte.

Hier kommt der empörendste Teil der Erklärung der Gruppe nach ihrem Besuch: Der Bishof von Clifton and Chair of the Holy Land Coordination, Declan Lang, sagte, die Gruppe sei in der Lage gewesen „Zeit damit zu verbringen den Geschichten derer zuzuhören, die unter der Besatzung gelebt haben; er erinnerte sich insbesondere an die Studenten der Universität Bethlehem, die, wie er sagt, nie eine andere Realität gekannt haben.“

Declan Lang übersah vermutlich den Bericht im National Catholic vom 19. Dezember 2016, der offen legte: „1950 waren Bethlehem und die umgebenden Dörfer zu 86 Prozent christlich. Aber bis 2016 sank die christliche Bevölkerung auf gerade einmal 12 Prozent, wie Bethlehems Bürgermeisterin Vera Baboun angibt. In der gesamten Westbank stellen Christen inzwischen weniger als 2 Prozent der Bevölkerung, obwohl die Christen in den 1970-er Jahren 5 Prozent der Bevölkerung stellten. In Bethlehem, nach der Tradition der Geburtsort von Jesus, hat heute gerade noch 11.000 Christen.

Nach Nennung der statistischen Fakten versucht der NCR die Schuld weg von der muslimischen Einschüchterung der israelischen „Besatzung“ zuzuschieben (obwohl Bethlehem unter PA-Herrschaft steht) – weniger brutal, aber vollgepackt mit derselben Intoleranz und Hass wie die Attacken auf Christen vom Nordirak und Syrien bis hinunter nach Ägypten.

Wissen Sie, welches Land das einzige im Nahen Osten ist, in dem die christliche Gemeinschaft aufblüht und gedeiht? Natürlich: Israel. Willkommen, Bischof Lang.

Warum wird die UNO immer noch ernst genommen?

Judith Bergman, Israel HaYom, 17. Juli 2015

Seit 1982 findet sich die Altstadt von Jerusalem kurioserweise auf der Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO wieder. Eines der Hauptziele der UNO-Organisation ist der „Aufbau interkulturellen Verständnisses durch Schutz von Erbe und Unterstützung von kultureller Vielfalt“.

Die Altstadt von Jerusalem wurde 2982 auf Veranlassung Jordaniens auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Das an sich war, wie die USA damals betonten, eine kontroverse Entscheidung, da das fragliche Eigentum (in diesem Fall die Altstadt) sich auf dem Gebiet des vorschlagenden Staates befinden muss – so die Vereinbarung zum Schutz des Weltkultur- und Weltnaturerbes der UNESCO.

Die größte Ironie der Nominierung der Altstadt durch Jordanien hätte viele weitere Länder die Begründung Jordaniens damals infrage stellen lassen sollen. Während seiner Besetzung der Altstadt Jerusalems von 1948 bis 1967 richtete Jordanien verheerenden Schaden dort an, dessen Ausmaß erst bekannt wurde, nachdem Israel sie während des Sechstage-Kriegs zurückeroberte. In der Altstadt hatte es 35 Synagogen gegeben, aber Jordanien hatte bis auf eine aller zerstört. Sie waren als Stallungen und Hühnerställe benutzt und mit Müll, Misthaufen und Tierkadavern gefllt worden. Darüber hinaus waren Grabsteine vom Friedhof auf dem Ölberg geschändet und zerschlagen worden; man hatte sich als Baumaterial benutzt. Hundert Thora-Rollen und Tausende heilige Bücher wurden zerstört. So viel also zu Jordaniens Sorge um Jerusalems Welterbe.

Auf der jüngst in Deutschland abgehaltenen 39. Sitzung der Welterbe-Kommission, die am 8 Juli beendet wurde, wurde eine neue Resolution zur Altstadt von Jerusalem verabschiedete, in der es hieß Jerusalem solle auf der Liste verbleiben. Das Komitee stimmte mit 13 zu 2 (bei fünf Enthaltungen) dafür.

Angesichts des originellen Hintergrunds der mehr als dubiosen Aufnahme der Altstadt auf die Liste der UNESCO sollte der fortgesetzte Verbleib dort nicht irgendwie ernst genommen, sondern als Fortsetzung des politischen Kriegs der arabischen Staaten gegen Israel unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen betrachtet werden. Gewiss, die Resolution dieses Jahres wurde von Algerien, dem Libanon und Qatar eingebracht, die Israel beschuldigen „die islamischen heiligen Stätten zu beschädigen“, was sich auf den Tempelberg als nur „muslimische heilige Stätte“ bezieht. Gleichermaßen wird der Platz vor der Westmauer nur mit seinem muslimischen Namen, den „Buraq-Platz“ erwähnt. Nach Angaben dieser Resolution haben die Juden also keinen Platz in ihrer eigenen Hauptstadt.

Die Resolution wurde als so wichtig betrachte, dass sie an der Spitze der Tagesordnung des Komitees stand, noch vor den Stätten, die in Syrien unmittelbar vor der Zerstörung stehen.

Die UNESCO soll eine unpolitische Organisation sein. Doch das hält sie nicht davon ab fleißig gegen Israel zu arbeiten. Während der zweiten Intifada, im Jahr 2000, war die UNESCO gespenstisch still, als Palästinenser skrupellos das Josephsgrab, eine wichtige heilige Stätte der Juden, und alles darin zerstörten, einschließlich Thora-Rollen und weiterer heiliger Bücher. 2009 ernannte die UNESCO zusammen mit der Arabischen Liga Jerusalem zur arabischen „Kulturhauptstadt“. 2010 stufte die UNEWCO das Rahelgrab als „muslimische Moschee“ ein und kritisierten Israels Entscheidung sowohl dieses als auch die Patriarchenhöhle in Hebron auf seine Liste der Stätten nationalen Erbes zu setzen. Darüber hinaus machte die UNESCO klar, dass sie beide Stätten als palästinensisch betrachtet. Das Rahlegrab ist der drittheiligste Ort des Judentums und eine jüdische Pilgerstätte. Es bedeutete der UNESCO nichts, dass das Rahelgrab nie einem Moschee gewesen ist. Einzig die USA stimmten gegen diese absurde Entscheidung.

Der Jüdische Weltkongress schrieb der UNESCO damals und betonte, dass „die Ursprünge wichtiger jüdischer religiöser und historischer Orte zu, an denen Juden seit Jahrtausenden beteten, zu politisieren und zu fälschen im Widerspruch zur wichtigen Rolle der UNESCO stehen, die gegründet wurde, um heilige Erbestätten überall in der Welt zu bewahren und zu schützen. Dem jüdischen Volk das biblische Erbe des Rahelgrabs und der Patriarchenhöhle zu verweigern bedeutet ihm seine Geschichte zu verweigern.“

Trotzdem arbeitet die UNESCO unermüdlich daran das zu rechtfertigen und Israel als den Usurpartor arabischen Landes hinzustellen, um zu beweisen, dass die Juden nicht das einheimische Volk des Staates Israel sind. Es handelt sich um einen hinterhältigen und bösartigen Prozess, der aber nicht mit der Aufnahme der Altstadt auf die Liste des gefährdeten Welterbes begann. Schon 1974 stimmte die UNESCO dafür „Unterstützung von Israel im Bereich der Bildung, Wissenschaft und Kultur zu verweigern, weil Israel hartnäckig die Charakterzüge Jerusalems verändert“. Interessanterweise hatte die UNESCO während Jordaniens 20-jähriger Herrschaft kein Interesse an der Altstadt gezeigt.

Was uns zu der Frage bringt, welche aktuelle Bedeutung die UNESCO in der Praxis spielt, vor Ort, wo es wirklich zählt. Im März 2001, noch vor dem 9/11, stand die Welt daneben und sah zu, während die Taliban zwei unschätzbare Buddha-Statuen des 6. Jahrhunderts in der Stadt Bamiyan in der Region Hazarajat in Afghanistan sprengten. Die UNESCO rettete diese Statuen nicht und vergoss anscheinend sehr wenige Tränen darüber.

Gleichermaßen hatte die UNESCO keine Eile die unschätzbaren archäologischen und kulturellen Artefakte zu retten, die in Syrien und dem Irak zerstört werden.

Wie alle anderen UNO-Instanzen ist die UNESCO nicht da, um sich um die Interessen zu kümmern, für deren Schutz sie eigentlich gegründet wurde. Unglücklicherweise ist die UNO ein Mittel in den Händen derselben Art totalitärer Kräfte geworden, gegen die sie als Bollwerk dienen sollte. Die entsprechende Frage, die eine Antwort verdient, lautet daher also: Warum nimmt irgendjemand immer noch irgendetwas ernst, das die UNO sagt oder tut?