Die Briten waren die ersten, die Juden schon 1942 mit Nazis gleichsetzten. Die Araber folgten enthusiastisch

Elder of Ziyon, 27. Januar 2022

Das „Juden als Nazis“-Mem ist unter Antisemiten üblich. Für Judenhasser ist die groteske Analogie köstlich: Die Juden sind genauso schlimm wie ihre Unterdrücker, die Juden sind genauso des Völkermords schuldig, Juden zu töten ist so moralisch wie der französische Widerstand, Juden haben kein Recht sich zu verteidigen, Juden haben die „Lektionen“ des Holocaust nicht gelernt – als sei der Holocaust nur eine Universität für Juden gewesen, die bei ihren Kursen durchfielen, während der Rest der Welt, der daneben stand und zuließ, dass sie abgeschlachtet wurden, die Lehrer sind.

Wer war der erste, der diese widerwärtige Behauptung aufstellte?

Das Früheste, was ich finden kann, kommt von den Briten.

Lord Moyne, der britische Staatsminister im Nahen Osten, beteiligte sich am 9. Juni 1942 an einer Diskussion im britischen Parlament, in der es darum ging, ob Juden in Palästina erlaubt werden sollte gegen die Nazis zu kämpfen. Lord Moyne war gegen diese Idee, was Lord Wedgwood energisch unterstützte. Seine Argumente klingen gewaltig nach Antisemitismus: Er beschwerte sich, dass die Juden ihren Mitjuden erlauben wollten nach Palästina zu immigrieren, um ihr Leben zu retten:

Der zionistische Anspruch hat zwei brennende Themenaufgeworfen: Erstens die Forderung nach groß angelegter Immigration in ein bereits übervölkertes Land und zweitens Rassenvorherrschaft durch diese Neuankömmlinge über die ursprünglichen Einwohner… Die Einwohner dieses kleinen Landes – etwa in der Größe von Wales, aber weit weniger fruchtbar – sind bereits von Zuständen massiver Überfüllung bedroht. Bei der gegenwärtigen Wachstumsrate wird die arabische Bevölkerung sich innerhalb von siebenundzwanzig Jahren verdoppeln. Der gesamte fruchtbare Boden wird nicht nur besetzt, sondern sehr eng bebaut. Am Ende des letzten Krieges zählte die jüdische Gemeinschaft 80.000. Heute sind es 450.000; und trotzdem hat die zionistische Organisation die Bedingungen des Weißbuchs empört abgelehnt, unter dem Immigration weiterer 75.000 innerhalb von fünf Jahren zugelassen werden soll.

Lord Wedgwoods Bemühungen haben eine weit größere Macht Schaden anzurichten, weil sie sich an Amerika richteten. Es muss sicher eine bedauerliche Auswirkung auf unsere Alliierten haben, dass ihnen von einem ehemaligen Kabinettsmitglied erzählt wurde, die Verwaltung Palästinas möge Juden nicht und dass es genug Antisemitismus in Großbritannien gibt die Politik und den Geist Hitlers zu unterstützen. Der Hinweis ist eine komplette Umkehrung der Wahrheit. Wenn ein Vergleich mit den Nazis gezogen wird, dann handelt es sich mit Sicherheit um diejenigen, die der arabischen Bevölkerung ein importiertes Regime aufzwingen wollen und sich des Geistes der Aggression und Herrschaft schuldig gemacht haben.

Hier setzt er direkt alle Zionisten, die das Leben von Millionen Juden retten wollten, mit den Nazis gleich.

Lord Moyne brachte auch die Chasaren-Theorie ein, dass aschkenasische Juden keine echten Juden sind und nicht in den Nahen Osten gehören:

Sehr oft wird lose gesagt, dass die Juden Semiten sind, aber Anthropologen sagen uns, dass die jüdische Rasse, so rein sie ihre Kultur gehalten hat, sich seit Beginn der Diaspora stark mit Nichtjuden vermischte. Während der babylonischen Gefangenschaft erwarben sie eine stark hethitische Beimischung und es ist offensichtlich, dass die armenischen Merkmale, die immer noch bei den Sephardim zu finden sind, aus dem Aschkenasischen durch eine Beimischung von slawischem Blut herausgezüchtet worden sind.

Premierminister Winston Churchill brachte die Analogie der Juden zu den Nazis nicht als Tatsache, sondern als Befürchtung zur Sprache, nachdem Lord Moyne von Mitgliedern der Lehi-Gruppe in Ägypten ermordet wurde. Aus einer Meldung vom 1. November 1944:

Dieses schändliche Verbrechen hat die Welt schockiert. Es hat niemanden stärker beeinflusst als diejenigen, wie mich selbst, die in der Vergangenheit beständige Freunde der Juden und ständig Architekten ihrer Zukunft gewesen sind. Wenn unsere Träume vom Zionismus im Rauch der Pistolen der Mörder enden sollten und unsere Arbeiten für ihre Zukunft nur eine neue Gruppe Gangster hervorbringt, die Nazideutschlands würdig sind, werden viele, ich selbst auch, die Haltung überdenken müssen, die wir in der Vergangenheit so konsequent und so lange beibehalten haben.

Lord Moynes Nachfolger Sir James Grigg wiederholte diese Meinung am 3. Januar 1945:

Die Ermordung schockierte England und die Welt tatsächlich. Anders als Lord Moynes frühere Kommentare, die eindeutig antisemitisch waren, können die Anmerkungen von Churchill und Grigg so interpretiert werden, dass sie sich nur gegen die jüdischen Gruppen richteten, die Briten angriffen, nicht gegen alle Zionisten.

Trotzdem öffneten sie die Tür für weitere widerwärtige Verwendungen der Analogie.

Der nächste britische Beamte, der die gesamte zionistische Bewegung mit den Nazis auf eine Stufe stellte, war Sir Edward Spears 1946, deutlich nachdem die gesamten Schrecken des Holocaust bestens bekannt geworden waren. Von United Press, 30. Januar 1946:

rot unterstrichen:
„…beschuldigte die zionistische Politik Eigenschaften zu haben, die der Nazi-Philosophie sehr ähnlich sind…“
… mit vielen der nicht wünschenswerten Eigenschaften, die die Nazi-Bewegung kennzeichneten.“

Arabische Diplomaten nahmen die Verleumdung etwa zur selben Zeit auf; das Thema „Juden sind Nazis ist seitdem ein ständiges Merkmal der Antisemiten geblieben.

Die Arabische Liga zog die Analogie am 6. Dezember 1945, wobei jüdische Immigration wieder mit den Nazis gleichgesetzt wurden (Manchester Guardian, 7. Dezember 1945):

Überschrift: Nazi-zionistischer Terrorismus

Im September 1947 beschuldigte der arabische Delegierte die Juden gleichzeitig, sie legten Naziverhalten an den Tag, als er damit drohte, dass die Araber sie alle umbringen würden:

Überschrift: Arabischer Delegierter beschuldigt Zionisten der Nazitaten

Und im Oktober 1947 sagte der Leiter der arabischen Delegation bei den Teilungsgesprächen in Lake Success, die Zionisten seien nicht an Palästina interessiert, sondern wollten dieses als Tor für die Übernahme des gesamten Nahen Ostens nutzen – irgendwie genauso wie die Nazis.

Überschrift: Zionisten setzen in Palästina Nazi-Methoden ein, sagte Jamali

Beachten Sie, dass genau diese Analogien überall vorkommen: Die konkreten Nazi-Taten, derer die Juden angeblich schuldig sind, ändern sich ständig. Für moderne Antisemiten ist Juden mit ihren Mördern gleichzusetzen das Hauptziel und die Details sind nicht weiter wichtig. Die Gültigkeit der Analogien hat keine Bedeutung für die Analogien selbst. Der springende Punkt liegt darin zu sagen, dass Juden die schlimmsten Menschen auf der Erde sind und um nichts besser als die Nazis, die sie abschlachteten.

Die Anschuldigung soll nicht korrekt sein. Sie soll den Juden wehtun.

Gedankenverlorenes Territorium: NGO hofft Israel unter dem Vorwurf vor den ICC zu bringen, dass massenhaft nicht vergewaltigt wurde

PreOccupied Territory, 13. September 2021

Foto: Vincent van Zeijst

Den Haag, 13. September – Aktivisten für Palästinenser-Rechte setzen ihre Anstrengungen fort Gerechtigkeit zu suchen; eine Gruppe organisiert sich dabei um das Ziel israelische Offizielle auf die Anklagebank des Internationalen Strafgerichtshof hier in dieser Stadt in den Niederlanden zu bringen, weil sie Operationen der Israelischen Verteidigungskräfte beaufsichtigten, die den Tod von Millionen palästinensischer Frauen und Mädchen zum Ergebnis hatten, gegen die es keine sexuellen Übergriffe von israelischen Soldaten gab, was nur die rassistische Ideologie hinter dem zionistischen Vorhaben unterstreicht, verkündete heute eine Sprecherin der Gruppe.

Oness Hamoni von der NGO New York Movement for Palestinian Hysterics and Outlandishness (New Yorker Bewegung für palästinensische Hysteriker und Absonderlichkeit – NYMPHO) sagte heute gegenüber Reportern, ihre Gruppe sei extra zum ICC gekommen, um dem Gremium eine Petition zu übereichen, mit dem dessen Ermittlungen zu vorgeworfenen israelischen Kriegsverbrechen ausgeweitet werden soll, darunter mutwillige Weigerung Palästinenser massenhaft zu vergewaltigen, eine Politik, die sich auf dramatische Weise von praktisch der gesamten Kriegsgeschichte verabschiedet und bestürzende Fragen dazu aufwirft, wie israelische Soldaten palästinensische Frauen betrachten.

„Da stimmt etwas nicht“, klagte Frau Hamoni an, selbst Palästinenserin und syrischer Abstammung. „Nur eine zutiefst voreingenommene Gesellschaft könnte ihren Soldaten befehlen die Frauen und Mädchen – oder übrigens auch Männer und Jungen – in Bereichen unter ihrer Kontrolle nicht zu vergewaltigen, besonders im Blutrausch während und direkt nach dem Kampf, und diese Soldaten bis zum letzten Mann dazu zu bringen diesen Befehl zu befolgen. Das kann nur bedeuten, dass die IDF und die zionistische Kultur im Allgemeinen die Palästinenser, vermutlich alle Araber, als untermenschlich und daher der Lust nicht würdig betrachten.“

Hamoni warnte davor in die Falle zu geraten israelische Erklärungen für die Ereignisse für bare Münze zu nehmen. „Wir wissen bereits von Pinkwsahing und anderen Phänomenen“, mahnte sie unter Verweis auf Israel als Insel der Toleranz und Freiheit für Homosexuelle in einer Region, in der die Bevölkerung sich Folter und Exekutionen ausgesetzt sieht. „Wann immer und wo immer es aussieht, dass Israel etwas Positives tut, sollte man nach einem unheilvollen, verborgenen Motiv suchen. Da liegt die Wahrheit.“

Jura-Experten bezweifeln die Aussichten der Initiative. „Ein Erfolg ist wahrscheinlicher, wenn sie einfach palästinensische Freiwillige oder, was wahrscheinlicher ist, gegen Bezahlung finden, die Fälle tatsächlicher Vergewaltigungen durch IDF-Soldaten erfinden, zu denen es keine Untersuchungen oder Strafen gab“, erklärte Richard Falk. „Internationale Organisationen wie der ICC neigen dazu solche Beschuldigungen leichter zu schlucken, so empfänglich, wie sie dafür sind von israelischer Schuld auszugehen, noch bevor es echte Ermittlung von Beweisen gegeben hat. Ich würde vorschlagen, die NYMPHO sollte sich stattdessen darauf konzentrieren ‚Opfer‘ dieser Art zu identifizieren und zu trainieren. Ich kann da einige Hilfe anbieten, habe selbst Erfahrung darin Vorwürfe israelischer Verbrechen zu handhaben. Meine Mitarbeiter und ich werden sie freudig in meinem Hotelzimmer zu beraten.“

Die UNO kann keinen palästinensischen Antisemitismus erkennen

First One Through, 12. November 2020

Der aktuelle Leiter der Vereinten Nationen, Generalsekretär Antonio Guterres, ist ein anständiger Mann und eine enorme Verbesserung gegenüber früheren Bossen wie Ban Ki-moon, der mehr oder weniger zu palästinensischer Gewalt gegen Israelis ermutigte. Aber in diesem Kompliment liegt die schmerzlich Anerkennung, dass die Vereinten Nationen alle blenden.

Am 9. November 2020 verlieh der World Jewish Congress Guterres in Gedenken an den Jahrestag der Kristallnacht, dem Pogrom gegen die Juden Deutschlands und Österreichs, das den Holocaust ankündigte, den Theodor-Herzl-Preis. Bei Entgegennahme des Preises hielt der Generalsekretär eine Rede über die Schrecken des Holocaust und Jahrhunderte von Antisemitismus, einschließlich dem in seiner Heimat Portugal, das im Mittelalter alle Juden vertrieben hatte. Er streifte den Coronavirus, der neue Formen der Ritualmordlegenden gegen die Juden sowie den Aufstieg der Neonazis entfesselte. Er beschwor Folgendes:

Wir müssen gegen den Hass in all seinen Formen zusammenstehen. Unsere heutige Welt braucht eine Rückkehr zur Vernunft – und eine Ablehnung der Lügen und Abscheu, die die Nazis antrieben und die die Gesellschaften heute zerbrechen.
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres

Dennoch unterlässt es die von ihm geführte Organisation „Lügen und Abscheu“ zurückzuweisen. Sie ist ein gigantisches Megafon für die niederträchtigsten Lügen und Propaganda, denen von ihrem Markennamen Legitimität verliehen wird. Diese Institution war dazu geschaffen den Weltfrieden zu fördern; sie hat sich einen Kessel von Hass und ein Mittel für Gewalt verwandelt.

Die UNO erkennt das Mantra an und wiederholt es, aber wenn es um die Palästinenser geht, ignoriert sie seine Voraussetzung.

In derselben Rede fügte Guterres an: „Es bleibt meine sehnlichste Hoffnung, dass nächstes Jahr wieder ein Dialog zwischen Israelis und Palästinensern begonnen werden kann, der das Ziel von zwei Staaten hat, die in Harmonie und Frieden Seite an Seite leben.“ Das ist ein Hirngespinst, entzündet von dem Wunsch danach Selbstbestimmung für die staatenlosen Araber zu sehen, wobei aber der systematische Antisemitismus in der palästinensischen Gesellschaft ignoriert wird.

  • Die Palästinenser sind nach einer ADL-Studie das antisemitischste Volk.
  • Sie wählten Mahmud Abbas zum Präsidenten, einen Mann der seine Doktorarbeit schrieb, mit der er den Holocaust leugnete.
  • Sie stimmten für die Terrororganisation Hamas, so dass diese eine 58%-Mehrheit im Parlament hatte; Hamas hat die antisemitischste jemals geschriebene Gründungscharta (eine Kombination aus Hitlers Mein Kampf und der Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion mit gewaltigen Verschwörungstheorien).
  • Die PA-Führung bestreitet die Geschichte der Juden im Heiligen Land.
  • Die PA behauptet fälschlich, dass Israel die Araber ethnisch aus Jerusalem säubert, obwohl ihre Wachstumsrate die der Juden in Jerusalem und der Araber in anderen Hauptstädten der Region übersteigt.
  • Die PA behauptet fälschlich, dass Israel den Zugang der Araber zur Al-Aqsa-Moschee einschränkt, obwohl tatsächlich NUR JUDEN auf dem Tempelberg begrenzten Zugang und Gebetsrechte haben.
  • Die palästinensische Autonomiebehörde benennt Schulen, öffentliche Plätze und Turniere nach Terroristen, die israelische Zivilisten töten.
  • Die PA-Führung bezeichnet Juden als „Söhne von Affen und Schweinen“.
  • Für die PA hat die Bezahlung lebenslanger Unterstützung von Terroristen höhere Priorität gegenüber allen Gehältern für öffentliche Bedienstete oder andere Bedürftige.

PA-Präsident Mahmud Abbas hält 2011 eine Rede vor der UNO

Die UNO schweigt immer zu diesen Dingen. Sie ist blind für den manischen Antisemitismus, der in der palästinensischen Gesellschaft allgemein verbreitet ist, die den Wunsch hegt jeden Juden entweder zu töten oder aus dem Land zu vertreiben, das sie als rein muslimisches heiliges Land betrachtet. In ihren eigenen UNRWA-Schulen im Gazastreifen und der Westbank lehrt die UNO lehrt nicht einmal den Holocaust.

Palästinensische Einstellungen gegenüber Juden ist die moderne Fusion der Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal im 15. Jahrhundert mit dem Nazi-Holocaust im 20. Jahrhundert. Die moderne Inquisition wird in der UNO von muslimischen Staaten mit Unterstützung linksextremer Progressiver angeführt, die den jüdischen Staat als Kolonialunternehmen betrachten, eine Ursünde, die nur mit Bekehrung oder Vernichtung gut gemacht werden kann.

Das Friedenshindernis sind nicht jüdische Häuser; es sind palästinensisch-arabische „Lügen und Hass“, die in den Vereinten Nationen Unterstützung finden. Bis diese Tatsache anerkannt und angegangen wird, gibt es keine Chance auf Frieden.

Der Völkermord-Mechanismus

Itamar Marcus, Jerusalem Post, 25. April 2009

Überlebende der Völkermorde in Ruanda und Darfur sprachen diese Woche in Genf auf der Parallelkonferenz zu Menschenrechten, mit der die Durban II-Veranstaltung der UNO gekontert wurde. Ihrer Beschreibung zuzuhören, wie sie von ihren Mördern systematisch dämonisiert wurden, machte klar, dass Völkermord nicht in einem Vakuum geschieht. Der Hass-Zustand einer Bevölkerung, die bereit und begierig darauf ist Völkermord zu begehen, muss genährt werden. Völkermord muss in positive Worte gekleidet werden, damit er die notwendige breite öffentliche Unterstützung bekommt.

Dem Rahmen aller Völkermorde ist eine sehr besondere Art von Dämonisierung gemein. In Ruanda lehrten die Hutus, dass die Tutsies Kakerlaken und Schlangen seien. Tutsi-Frauen wurden als listige Verführerinnen dargestellt, die Schönheit und sexuelle Macht nutzten, um die Hutus zu erobern. In Bosnien besagte ein fiktiver Nachrichtentext, dass Muslime Tieren im Zoo von Sarajewo mit serbischen Kindern fütter würden. Radio Ruanda strahlte wiederholt eine Warnung aus, dass Hutus kurz davor stehen würden von Tutsis angegriffen zu werden, um die Hutus zu überzeugen, dass sie, um sich zu schützen, zuerst angreifen müssten.

Zu dieser Dämonisierung gehörten zwei spezielle Komponenten. Erstens mussten die Opfer als klare und aktuelle Gefahr wahrgenommen werden, damit die Mörder überzeugt waren in Selbstverteidigung zu handeln. Zweitens wurden die Opfer dämonisiert, damit die Mörder sich selbst überzeugten, das sie keine wirklich menschlichen Wesen vernichteten.

Ein anständiger Mensch wird sich am Mord an Unschuldigen nicht beteiligen, aber ein anständiger Mensch könnte sich am Töten von Untermenschen beteiligen, die seine Existenz gefährden. Völkermord als Selbstverteidigung zu formulieren kann anständige Menschen zu Mördern machen. Der Schutz von Kindern und Familie kann aus einem ruhigen Nachbarn einen leidenschaftlichen Mörder machen, weil Selbstverteidigung immer gerechtfertigt ist.

In Darfur und Ruanda bestand alles Nötige, um eine Gesellschaft normaler Menschen in Mörder zu verwandeln, darin sie zu überzeugen, dass sie in Gefahr waren und dass die Leute, die sie gefährdeten, weniger menschlich waren.

Ein Blick zurück in die jüdische Geschichte macht klar, dass die Methode, die genutzt wurde, um Gewalt gegen Juden zu schüren, immer diese Formulierung der „Selbstverteidigung“ einschloss, an der nur Details geändert wurden.

Wenn also Juden im Mittelalter fälschlich der Brunnenvergiftung beschuldigt wurden, die tausende Tote verursachte, dann schlossen sich selbst anständige Menschen dem Töten an. Sie empfanden sich nicht als Mörder, denn sie verteidigten sich und ihre Familien. Als man glaubte, Juden würden das Blut von Kindern für ihre Passah-Matzen benutzen, dann empfanden es selbst anständige Menschen als in Ordnung, wenn sie Juden massakrierten, denn sie verteidigten ihre Kinder vor fürchterlicher Folter.

Selbst Hitler benutzt dieses Argument der Selbstverteidigung in Mein Kampf: In diesem Fall [angesichts der Bedrohung des deutschen Volkes durch die Juden] war die einzige Rettung der Krieg, Krieg mit allen Waffeen, die der menschliche Geist, Verstand und Willen aufbringen kann… Wenn der Jude… über die Völker dieser Welt siegt, dann wird seine Krone der Trauerkranz der Menschheit sein… Daher glaube ich heute, dass ich entsprechend des Willens des allmächtigen Schöpfers handle: Wenn ich mich gegen den Juden verteidige, dann kämpfe ich für das Werk des Herrn.“*

Auch Hitler verpackte seinen Völkermord als legitime Selbstverteidigung. Die Details mögen in jeder Gesellschaft anders sein, aber die Formulierung ist immer dieselbe.

Wenn man die palästinensische Werbung für Hass heute untersucht, dann ist es besonders auffällig und verstörend, dass diese Komponenten von Genoziden an Juden in der Vergangenheit hervorstechende Elemente der Hass-Werbung der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas gegen Juden und Israelis sind. Zwei Sendungen des Hamas-Fernsehens Anfang des Monats dokumentieren dies klar.

Das Hamas-Fernsehen strahlte einen Sketch aus, in dem Schauspieler einen jüdischen Vater und seinen Sohn in traditioneller Kleidung darstellten, die den Hass gegen Muslime diskutierten, die ihre jüdische Religion fordert. Der Vater belebt sogar den Jahrhunderte alten Ritualmordvorwurf wieder, die Jüden würden das Blut der Muslime trinken: „Shimon, sieh, mein Sohn, ich will dich ein paar Dinge lehren. Du musst die Muslime hassen… wir wollen die Muslime ttöen, wir Juden wollen das Blut der Muslime trinken.“ Er kritisiert seinen Sohn später, dass er sich die Hände vor dem Gebet in Wasser wäscht: „Wir müssen unsere Hände mit dem Blut der Muslime waschen.“ (Al-Aqsa-TV, 3. April) Ironischerweise kam die Beschuldigung der Hamas, die Juden würden muslimisches Blut trinken, in der Woche vor dem Passah-Fest, dem Jahrestag vieler fürchterlicher Ritualmord-Vorwürfe.

Am selben Tag beendete ein religiöser Führer der Hamas seine Predigt mit dem Versprechen, dass letztlich der Völkermord an den Juden stattfinden wird. Um das richtig zu formulieren, begann er mit einer Darstellung der Juden als Feinde der Menschheit. Die Juden sind in sich böse, streben die Weltherrschaft an und sind eine Bedrohung der Muslime und der gesamten Menschheit.

Ziad Abu Alhai formulierte es so: „Hass auf Muslime und den Islam ist in ihren [der Juden] Seelen, sie sind von Natur aus so veranlagt… Israel ist ein Krebs, der die Welt beherrschen will.“ Er schlussfolgerte, dass den Juden die Auslöschung bestimmt ist: „Die Zeit wird kommen, durch Allahs Willen, wenn ihr Besitz zerstört und ihre Kinder ausgelöscht werden und kein Jude oder Zionist auf dem Angesicht dieser Erde verbleiben wird.“ (Al-Aqsa TV, 3. April)

Diese Dämonisierung und Entmenschlichung der Juden ist nicht auf die Hamas beschränkt. Obwohl sie zögert ausdrücklich zum Mord an Juden aufzurufen, während sie Geld vom Westen bekommen will, führt die PA weiterhin ihre unerbittliche Formulierung von Völkermord als Selbstverteidigung und zum Guten der Allgemeinheit fort.

In den PA-Fatah-Medien von heute werden Juden und Israelis durch böswillige Verleumdungen dämonisiert, darunter durch Lügen wie die Behauptung, dass Israel absichtlich AIDS und Drogen verbreite, naziartige medizinische Experimente an Palästinensern durchführe und plane die Al Aksa-Moschee zu zerstören.

Taysir al-Tamimi, der palästinensische religiöse Oberrichter, sagt: „Die AIDS-Frage muss die ihr zustehende Aufmerksamkeit bekommen… da wir Nachbar einer Gesellschaft [Israel] sind, wo diese Seuche weit verbreitet ist und die so handelt, dass [AIDS] in der palästinensischen Gesellschaft übertragen wird. Die Besatzungsbehörden, besonders die in Jerusalem, arbeiten daran Drogen und Drogenabhängigkeit zu verbreiten, ohne Zweifel.“ (PA-Radio, 17. Februar 2008)

Und dies kommt von Dr. Mutawakil Taha, dem Kopf der palästinensischen Schriftstellervereinigung und ehemalige stellvertretende Minister der PA: „Wir haben gesehen, wie sie [die Zionisten] mit Messern in die Bäuche schwangerer Frauen stechen, Kleinkinder abschlachten und kaltblütig Leben fressen. Sie beschossen Kinder und die Schöße von Frauen, damit dieses Volk sich nicht fortpflanzt.“ (PA-TV, 4. März 2008)

Ein Artikel in Al-Ayyam vom Juli 2008 beschuldigt israelische Siedler, sie setzten Ratten in Jerusalems Altstadt frei „um das Leben der [arabischen] Einwohner in eine Hölle auf Erden zu verwandeln, sie zur Flucht zu zwingen…“ (17. Juli 2008). Ein Video auf PA-TV stellte Szenen echter israelischer Panzer fiktiven Szenen eines Kindes gegenüber, auf das geschossen wird, womit die Fiktion geschaffen wurde, dass Israelis absichtlich auf palästinensische Kindern zielen und schießen. (PA-TV, 15. Mail 2008)

So, wie die Tutsis als Kakerlaken und Schlangen beschrieben wurden, haben sowohl die Hamas als auch die PA Juden als verabscheuungswürdige und gefährliche Tiere beschrieben, darunter als Kakerlaken, Spinnen, Skorpione und Alligatoren.

Zwar ist jede Verleumdung ein wenig andres, aber ihr Substanz dieselbe: Die Israelis und die Juden sind gefährlich, sie sind keine Menschen, wir müssen uns gegen sie verteidigen und wir sind klar im Recht, wenn wir das tun.

Es ist tragisch, dass diese Formulierung von Völkermord als notwendige Selbstverteidigung derart erschreckend erfolgreich geworden ist.

Eine Umfrage nach dem Mord an acht Jeschiwa-Schülern im letzten Jahr stellte fest, dass „84 Prozent der Palästinenser die Terror-Anschläge befürworten, bei denen acht junge Schüler in einer Jerusalemer Jeschiwa am 6. März 2008 getötet wurden“ (Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research, New York Times, 19. März 2008). Wie kann eine ganze palästinensische Gesellschaft den Mord an Kindern unterstützen? Eindeutig ist die Bezeichnung von Juden und Israelis als tödliche Gefahr für die Palästinenser ein totaler Erfolg gewesen.

Israel sieht sich jetzt einer Gesellschaft gegenüber, die sehr wahrscheinlich über das Stadium der Formulierung des Völkermords hinaus ist und den Punkt erreicht hat, die Tötung von Israelis, sogar Teenagern, als gerechtfertigt betrachtet. All dies wäre notwendig, damit die Bevölkerung bei dem von ihren Führern so oft in allen Details beschriebenen End-Script mitzieht, das das Mittel dazu wäre.