Amnesty International ermutigt Lügenbande

Tajul Islalm, Weekly Blitz, 7. Mai 2022

Es ist lange her, dass Amnesty International seinen Ruf eine Menschenrechtsorganisation zu sein verloren hat und hauptsächlich am Appeasement von Terroristen, Militanten und Antisemiten sowie einem Trupp schlimmer Leute interessiert ist. Diesmal hat es einen größeren Versuch unternommen Lügner zu ermutigen, indem es ihren „Hauptpreis“ einem sogenannten Investigativ-Bericht des Terror-Senders Al-Jazira aus Qatar verlieh. In den Augen von Al-Jazira wurden ihre erfundenen „Investigativ“-Berichte für den „besten Menschenrechtsjournalismus des Jahres“ gehalten. Was für ein Hohn und blanke Bloßstellung des moralischen Verfalls von Amnesty International. Aber es gibt noch ein weiteres Geheimnis hinter Amnestys Preisverleihung an al-Jazira, das der Aufmerksamkeit der Nachrichtenorgane entgeht.

Beim Erhalt des Amnesty-Preises sagte Phil Rees, Al-Jaziras Direktor für investigativen Journalismus: „Menschenrechtsverletzungen aufzudecken ist eine Grundwert der I-Einheit und die Investigation des Jahres von Amnesty International zu gewinnen ist eine riesige Ehre.“ Was Phil Rees unterdrückt hat, ist, dass der gesamte sogenannte investigative Bericht auf der Grundlage einer mündlichen Äußerung einer Einzelperson namens Zulkarnain Saer Khan erstellt wurde. Mit anderen Worten: Diese Dokumentation wurde aufgrund von Hörensagen erstellt, was der Minimalethik von gutem Journalismus widerspricht. Aber für einen Terrorsender hat ja Ethik nie Priorität.

Laut einer glaubwürdigen Quelle spielten die persönlichen Bemühungen des verurteilten, flüchtigen Führers der Nationalistischen Partei Bangladeschs (BNP) Tarique Rahman und seiner Frau Zubaida Rahman, Amnesty Internationals frühere Chefin Irene Kann, eine direkte Kusine von Zubaida, eine wichtige Rolle dabei, dass Amnesty seinen Preis für Al-Jaziras Anti-Bangladesch-Propagandastück verlieh. Das wurde gemacht, um einmal mehr die internationalen Medien auf die Sache aufmerksam zu machen sowie Al-Jazira zu ähnlichem Anti-Bangladesch-Propagandazeug vor den allgemeinen Wahlen in Bangladesch 2023 zu ermutigen.

Es gab aber auch andere Elemente.

In dem erwähnten erfundenen Investigativ-Bericht stellte Al-Jazira den Kauf von Überwachungsausrüstung heraus, von der behauptet wurde, die Obrigkeit von Bangladesch habe sie von Israel gekauft. Mit den Worten von Al-Jazira kaufte Bangladesch diese „höchst invasive Spionageausrüstung von Israel, einem Land, zu dem es offiziell keine diplomatischen Beziehungen hat“, was bedeutet, dass Al-Jazira verzweifelt seine üblen Versuche vorantrieb ein souveränes Land wie Bangladesch zu bedrohen, damit es auf jegliche Kontakte mit dem jüdischen Staat verzichtet. Auch hier hatte Al-Jazira falsche Behauptungen aufgestellt, denn Bangladesch hatte nie Spionageausrüstung oder sonst etwas von Israel gekauft. Die Ausrüstung kam aus Ungarn. Aber das Problem kaum auf, als ein Einzelner namens Zulkarnain Saer Khan 25 Prozent des Gesamtwerts des Postens als persönliche Provision forderte. Er soll Berichten zufolge der ungarischen Firma gedroht haben sie in Schwierigkeiten zu bringen, wenn seine Forderung nicht erfüllt wird.

Laut der Armee von Bangladesch ist Zulkarnain Saer Khan (in dem gefälschten Bericht des Terrorsenders Al-Jazira als Sami gezeigt) ein von der Militärakademie Bangladeschs wegen Vorwürfen der Drogenabhängigkeit ausgeschlossener ehemaliger Kadett. Jahre lang hat der in Ungarn sitzende Saer Kahn unter dem Deckmantel eines Restaurantgeschäfts illegale länderübergreifende Geldwäsche- und Drogenschmuggelaktivitäten betrieben. Sein Restaurant in Budapest ist praktisch ein Treffpunkt von Leuten, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen.

Man konnte auch erfahren, das Zulkarnain Saer Khan Geschäftsbeziehungen zur Verbrecherbande des Juan Orlando Hernández hat, dem ehemaligen Präsidenten von Honduras, der wegen Drogenschmuggel-Vorwürfen von den Vereinigten Staaten an Honduras ausgeliefert worden ist.

Vor Jahren war Zulkarnain Saer Khan erstmals durch einflussreiches Mitglieder mexikanischer Drogenkartelle, die Ungarn als Einfallstor für den Transport von Betäubungsmitteln in ost- und westeuropäische Länder nutzen, mit dem Drogenschmuggelring von Juan Orlando Hernández verbunden. Zulkarnain Saer Khan wird auch vorgeworfen als Brücke für afghanische Betäubungsmittel zu arbeiten, die von der libanesischen Terrororganisation Hisbollah an den ehemaligen honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández geliefert werden.

Eine weitere Quelle sagte gegenüber Blitz-Reportern, dass Saer Khan mehreren russischen Superreichen seit der Verhängung von Sanktionen gegen russische Oligarchen geholfen hat unbekannte Bargeld-Mengen in Ungarn und in einigen Offshore-Banken zu verstecken.

Das Schweigen der Aleida Assmann

Leo Sucharewicz, DEIN e.V. (direkt vom Autor)

Die Medien konfrontieren uns mit dem Elend der Welt, das wir ohnmächtig an uns vorbeiziehen lassen“, schreibt die „Kulturwissenschaftlerin“ Aleida Assmann in der FAZ vom 08.07.2020. Das „Elend der Welt“ ist ein großes Thema. Für Aleida Assmann besteht es nicht in Hunger und Armut, nicht in Krieg und Zerstörung, nicht in Krankheit und Korruption, sondern im Rechtsstreit um eine Immobilie, am Rande Jerusalems.

Dieses Elend der Welt schmerzt Aleida Assmann und zwingt sie zu einem „Aufschrei gegen die Ohnmacht des Schweigens.“ Und – übersehen wir den Antagonismus – zu tiefster Resignation, weil „nichts und niemand mehr zu retten ist.

Aleida Assmanns anti-Israel-Obsessionen sind so bekannt wie ultimativ. Nach dem „Elend der Welt“ ist nicht mehr viel an beklagenswerten Apokalypsen vorstellbar, auch begrifflich lässt es sich kaum toppen. Was also soll Aleida Assmann zur Zerstörung der Ukraine sagen? Was zum Massenmord an ukrainischen Zivilisten? Zur Zerstörung ganzer Städte? Was zu hunderten Vergewaltigungen?

Sie sagt – nichts. Aleida Assmann, seit Jahren umtriebig in einem Dunstkreis selbstgeschaffener antiisraelischer Thematisierungen, ist im Konsens der Kritik an Russlands Vernichtungskrieg nicht wahrnehmbar.

Dabei ist die Meisterin des akademischen Geschwurbels zu kunstvollen Offenbarungen durchaus fähig: „Die Erinnerung der Menschen bahnt sich unterschiedliche Wege, entdeckt Zusammenhänge und bildet unerwartete Allianzen, die sich von den Mustern und Vorgaben der Ideologen entfernen und auf diese Weise neue Wege und Zugänge öffnen.“ Es gelingt ihr auch, den Holocaust als erinnerungskulturelles „Geschichtsereignis“ kryptoakademisch neu zu definieren.Deshalb fehlt ihr bei der geschundenen Ukrainezwangsläufig dieSteigerung von „Das Elend der Welt.“ DerGeschwurbel-Nachschub stockt. Das monströse Verbrechen an einem Volk in Europa führt bei Aleida Assmann zu keinem vernehmbaren Aufschrei.

Verachtenswert ist nicht alleine ihre Geschwurbel-Blockade, sondern die Hässlichkeit gehässiger akademischer Heucheleien. Diese phänotypische Aleidaisierung hat in den vergangenen Jahren um sich gegriffen: wenn in ZDF-Nachrichten ein palästinensischer Attentäter als Opfer betitelt wird; wenn der Bayerische Rundfunk aus dem blutigen Anschlag eines palästinensischen Terroristen eine „Kneipenschießerei“ (sic!) macht.

Aleida Assmann ist mehr als ein akademischer Troll. Sie ist ein Synonym für die neue informative Dreistigkeit, mit der unsere Demokratie untergraben wird.

——

Dipl.sc. pol Leo Sucharewicz ist Kommunikationspsychologe mit Schwerpunkt Politische Psychologie und Vorstand des Demokratie – und Information e.V.

Fragen / Hintergrundinformationen bitte per E-Mail: LS@comlab.de

Ein weiterer israelfeindlicher Mythos widerlegt: Jüdische Selbstbestimmung ist kein „Kolonial-Unternehmen“

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 23. Februar 2022

Die Veröffentlichung des Berichts von Amnesty International im Februar, mit dem Israel der Unterhalt eines „grausamen Apartheid-Systems“ und des Versuchs der Einrichtung „jüdische Vorherrschaft und Kontrolle über bestimmte Bereiche von strategischer Bedeutung“ vorgeworfen wird – während gleichzeitig die Palästinenser und arabische Israelis als „minderwertige, nichtjüdische Rassengruppe(n)“ behandelt wird – löst eine Lawine an Anschuldigungen in den Medien aus, Israel bestehe aus Siedler-Eindringlingen. (siehe hier, hier und hier).

Tut es aber nicht.

Die unkritische Darstellung, dass Juden den Palästinensern gehörendes Land „gestohlen“ oder „kolonisiert“ hätten, ist offenkundig falsch. Und die ungenaue Darstellung löscht die uralte Verbindung des jüdischen Volks zu Israel aus, während sie eine Gefahr für den jüdischen Staat darstellt, indem die historischen und kulturellen Grundlagen delegitimiert, auf denen er nach 2.000 Jahren wiedergegründet wurde.

Eine kurze Geschichte des Kolonialismus

Kolonialismus ist eine Herrschaftspraxis, die durch die Unterwerfung eines Volkes durch ein anderes gekennzeichnet ist, was in der Regel den Transfer einer Bevölkerung in ein neues Territorium beinhaltet – wo die Ankömmlinge als dauerhafte Siedler leben, während sie politische Treue gegenüber ihrem Herkunftsland beibehalten.

Die Geschichte ist voller Beispiele einer Gesellschaft, die sich durch die Eroberung von Land ausweitet, in das sie in der Folge das eigene Volk hineinbringt. Die antiken Griechen schufen Kolonien, die Römer, die Mauren und die Osmanen machten es genauso. Allerdings wurde der Kolonialismus im 16. Jahrhundert infolge technologischer Fortschritte in der Navigation forciert. Bis 1914 war eine Mehrheit der Welt irgendwann durch europäische Mächte kolonisiert worden. Obwohl die Kolonialzeit mit dem Erfolg zahlreicher Nationalbewegungen von den 1940-er bis zu den 1960-er Jahren weitgehend endete, hinterließen fast vier Jahrhunderte fremder Kontrolle bei vielen Ländern Spuren.

Israel ist nicht Südafrika: Die Verbindung zwischen dem Mythos des Eindringlings und der Apartheid-Verleumdung

Amnesty Internationals 280 Seiten langes Dokument mit dem Titel „Israels Apartheid gegenüber den Palästinensern. Grausames Herrschaftssystem und Verbrechen gegen die Menschheit“ erzeugte breite Medienberichterstattung (siehe hier, hier and hier). Und der fehlerhaften Voraussetzung des Berichts liegt ein implizierter Vorwurf des Kolonialismus zugrunde, der von jüdischen Israelis begangen wird.

Tatsächlich haben agendagetriebene Gruppen argumentiert, dass der jüdische Staat ein koloniales Unternehmen ist, indem sie ihn mit der anglo-niederländischen Kontrolle über Südafrika gleichsetzten. Die Stichhaltigkeit dieser Analogie wird jedoch von der Geschichte widerlegt.

Als die niederländischen und englischen Imperien in Südafrika ankamen, verdrängten sie die Einwohner der Region. Aber diese Siedler hatten keine ‚Grundlagen für Besiedlung, keinen Grund für Krieg und weder Kenntnis noch Verbundenheit zu dem Territorium.

Im Gegensatz dazu haben Juden seit Jahrtausenden im Heiligen Land gelebt. Und diejenigen Juden, die vor kürzerer Zeit in das immigrierten, was der moderne Staat Israel werden sollte, kehrten genau genommen zu ihren Wurzeln zurück. Tatsächlich bestätigt die Forschung, dass eine jüdische Nation in der Levante erstmals vor rund 4.000 Jahren auftrat. Die damalige jüdische Bevölkerung kultivierte die Region Kanaan – die das israelische Territorium von vor 1967, die Westbank, den Gazastreifen und den Libanon umfasst – und schuf schließlich das Königreich Israel im Norden und das Königreich Judah im Süden.

Das Land Israel ist somit der Ort, wo die Juden zum Volk wurden. Dort erreichten sie Souveränität, lange bevor sie sie verloren, als das römische Imperium die Region schließlich kolonisierte, was im Lauf der Zeit zum Ergebnis hatte, dass ein Großteil der indigenen jüdischen Bevölkerung entweder ins Exil gezwungen oder getötet wurde.

Tatsächlich war es das römische Imperium, das die Gegend der Provinz Judäa neu organisierte – wo die Juden verfolgt wurden. Schließlich nahm Rom der Region diesen Namen und wies ihm einen neuen kolonialen Namen zu: Syria Palaestina. Dieser Schritt war ein Versuch die Verbindung zwischen Juden ihrer Heimat auszulöschen.

Obwohl die Römer das Land umbenannten, vergaß das jüdische Volk seine Herkunft nie. Über biblische Berichte hinaus sind archäologische Beweise jüdischen Lebens an mehr als 30.000 Stellen überall in Israel zu finden. Die Sprache, Kultur, Feiertage, Rituale, Liturgie, Geschichte des jüdischen Volks und sogar das Wort „Jude“ sind allesamt nicht vom Heiligen Land zu trennen.

Obwohl Juden von christlichen Kreuzrittern oder arabischen oder osmanischen Invasoren massakriert wurden, wurde die Bindung zu der Gegend niemals unterbrochen.

Kein Vaterland: Geburt des modernen Israel

Einige haben die moderne Wiedergeburt jüdischer Selbstbestimmung auf den 67 Worte langen Brief zurück, der vom damaligen britischen Außenminister Arthur Balfour an Lord Walter Rothschild geschrieben wurde.

Bei ihrer Veröffentlichung wurde die Balfour-Erklärung 1917 tatsächlich von einigen im britischen Mandat Palästina lebenden Arabern unterstützt. Viele davon wollten friedliche Koexistenz, um von dem wirtschaftlichen Boom zu profizieren, der von der jüdischen Bevölkerung angeführt wurde. Im Gegenzug versprachen jüdische Leiter die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der angrenzenden arabischen Staaten abzuwägen und wenn möglich bei der Entwicklung ihrer Ressourcen zu helfen.

Der Geist der Kooperation sollte auf dem Versprechen der Balfour-Erklärung aufbauen, dass „nichts getan wird, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina [Mandat] beeinträchtigt“.

Zum Unglück für gewöhnliche Juden wie auch Arabern lehnte die arabische Führung es ab ihre Maximal-Positionen fallenzulassen und mit ihren jüdischen Gegenübern zu verhandeln; stattdessen begaben sie sich auf den Pfad der gewalttätigen Verweigerung. Trotz dieser Realität haben folgende israelische Regierungen wiederholt versucht einen Weg zu einer friedlichen Lösung für den arabisch-israelischen Konflikt zu finden.

Bis zur Gründung des Staats Israel 1948 immigrierten Juden aus eigenem Willen in die Region. Sie wurden weder von einem Staat oder einer Militärmacht angewiesen noch beaufsichtigt, wie es bei tatsächlichen Kolonialisten, zum Beispiel den Franzosen in Algerien, der Fall war.

Ein weiterer bedeutender Unterschied zwischen Israel und Kolonialmächten besteht darin, dass der jüdische Staat der einzige „Eindringling“ ist, der von der internationalen Gemeinschaft durch Abstimmung zustande gebracht wurde. Nach sechs Jahrhunderten der osmanischen Kontrolle gründete der Völkerbund das „Mandat Palästina“, der das Territorium unter die Kontrolle Großbritanniens stellte. Die Briten hatten vor die Balfour-Erklärung umzusetzen und unabhängige Länder für die jüdische und die arabische Bevölkerung zu schaffen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Völkerbund durch die Vereinten Nationen ersetzt. Die UNO nahm auf, was der Völkerbund hinterlassen hatte, stimmte 1947 für die Teilung des Mandats Palästina in zwei getrennte Staaten – einen jüdische und einen arabischen. Der Teilungsplan wurde von den Arabern abgelehnt, es wurde kein arabischer Staat geschaffen und die internationale Gemeinschaft hat seitdem dasselbe Paradigma immer und immer wieder aufbereitet.

Israel heute: eine „atemberaubend“ demokratische Gesellschaft

Trotz Amnestys Behauptung, Israel sei ein Apartheidstaat, ist das Land auf einem respektierten Weltindex demokratischer Werte noch vor Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten eingestuft. Die jüngste Ausgabe des jährlichen Democracy Index der renommierten Economist Intelligence Unit (EIU) gab Israel 7,97 von maximal zehn Punkten; es liegt direkt hinter Frankreich (7,99 Punkte) und Großbritannien (8,1 Punkte).

Die Ergebnisse beweisen, dass Israel das bei weitem demokratischste Land im Nahen Osten ist.

Der bis Januar für den Nahen Osten verantwortliche US-Topdiplomat David Schenker begrüßte den EIU-Bericht. Der ehemalige Staatssekretär für Nahost-Angelegenheiten sagte, es komme einer „überwältigenden Widerlegung“ der aktuellen Behauptung von Amnesty International gleich, dass Israel ein „Apartheidstaat“ sei und das von Anbeginn war.

Anders als europäische Siedler-Kolonialmächte ist Israel eine Demokratie, die all ihren Bürgern Rechte und Schutz zukommen lässt – Juden wie Nichtjuden gleichermaßen. Israel ist ein Land, in dem Araber als Richter am Obersten Gerichtshof, Kampfpiloten, Knessetabgeordnete, Künstler und Athleten dienen.

Alles, was jüdische Israelis tun, können auch arabische Israelis tun.

Darüber hinaus ermutigt und ermöglicht die israelische Regierung aktiv die bessere Integration von Arabern in eine diverse Gesellschaft.

Im Oktober 2021 verabschiedete die israelische Regierung zwei weitreichende Pläne zur Zuteilung in Höhe von mehr als $10 Milliarden zur Verbesserung der Entwicklung der arabischen Gemeinschaften. Arabische Bürgermeister, Parlamentarier, Organisationen der Zivilgesellschaft und Regierungsvertreter aller Hintergründe haben im Verlauf der vergangenen Monate intensiv an dem Vorschlag gearbeitet.

Geht der Mythos des Eindringlings in den Mainstream?

Mit der unkritischen Perpetuierung des Mythos vom Israeli als Siedler-Kolonialisten ermöglichen große Medienorgane (siehe hier, hier, hier und hier) es Antizionisten ihre Verweigerungshaltung gegenüber dem jüdischen Staat in die Sprache der „Menschenrechte“ oder „sozialen Gerechtigkeit“ zu verkleiden.

Ein bemerkenswertes Beispiel war das des Supermodels Bella Hadid, die auf ihrem Instagram-Account mit 42 Millionen Followern eine Karikaturen-Reihe postete, die Israelis als „Besatzer“ und auf Palästinenser als die „Unterdrückten“ bezeichnete. In einer Karikatur sagt eine Frau ihrem Freund: „Es gibt keine ‚Kämpfe‘. Es gibt nur israelische Kolonisatoren, ethnische Säuberung, militärische Besatzung und Apartheid.“

Indem sie die anhaltende Kampagne zur Herabwürdigung und Isolierung des einzigen jüdischen Staates nichts entgegenhalten, wenden sie praktisch den Blick von der chronischen palästinensischen Verweigerungshaltung ab und machen es damit schwieriger den Konflikt zu lösen.

Und all das, wohlgemerkt, während der Antisemitismus ein Niveau erreicht, das jedem objektiven Beobachter Sorgen bereiten sollte.

„Apartheid“ ist das neue „Besatzung“ – ein Begriff, der einzig für Propagandazwecke verwendet wird

Elder of Ziyon, 23. Februar 2022

Das linksextreme, antiisraelische Magazin +972 ist auf den „Apartheid“-Zug aufgesprungen und damit beschreibt man dort unwissentlich, was wirklich hinter dem koordinierten Angriff auf die Legitimität des jüdischen Staates steckt:

Erstens glauben wir, es sollte als wesentliche Tatsache anerkannt werden, dass Israel über Jahrzehnte kolonialer Expansion die Grüne Linie praktisch ausgelöscht und ein einziges Regime zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer gefestigt hat. Damit haben es aufeinander folgende israelische Regierungen glasklar gemacht, dass der Staat die dauerhafte Herrschaft über die Palästinenser anstrebt – ob über Militärherrschaft in Hebron, Staatsbürgerschaft ohne Gleichberechtigung in Jaffa, die Belagerung des Gazastreifens oder Zwangsexil in Ein al-Hilweh.

Um über diese Fakten besser nachzudenken, haben wir die Standardsprache verändert, die wir nutzen, um das Regime in Israel-Palästina zu beschreiben. Als +972 gegründet wurde, reichte vielen das Wort „Besatzung“ aus. Heute, als Ergebnis sowohl der Entwicklungen vor Ort als auch deS unermüdliche Aktivismus von Palästinensern und Verbündeten ist das Wort „Apartheid“ eine geeignetere Beschreibung des Systems der Trennung und Überlegenheitsdenken, das zwischen dem Fluss und dem Meer besteht. Dieser Begriff negiert das Framing von „Besatzung“ oder „Kolonialismus“ – die wir auf dieser Site ebenfalls beide verwenden – nicht, sondern ist dazu gedacht eine Grundlinie zu etablieren, aus der heraus Leser, Journalisten oder andere Beobachter die aktuellen Realitäten verstehen können.

Natürlich hat sich im Verlauf der „Jahrzehnte“ nichts verändert. Israel kontrolliert praktisch dasselbe Territorium wie während Oslo – tatsächlich weniger, da es den Gazastreifen aufgab. Mindestens 95% der Palästinenser leben ihr Alltagsleben unter palästinensischer Herrschaft (beachten Sie, dass kein einziges Beispiel des „Fluss-bis-zum-Meer“-Argument von +972 die Areas A und B anführt, in denen fast alle Westbank-Palästinenser leben). Die Zahl der Siedlungen ist praktisch dieselbe wie 1993.

Es hat keine „Jahrzehnte kolonialer Expansion“ gegeben. Wenn Frieden während Oslo möglich war, ist er heute auch möglich. Das Hauptproblem, das sich seit Oslo verändert hat, ist eine Kleinigkeit namens Intifada, bei der die Palästinenserführung beschloss Juden zu ermorden statt Kompromisse mit ihnen einzugehen. Und selbst danach bot Israel mehrfach Frieden an und wurde abgewiesen.

Darüber will die Truppe von +972 nicht reden.

Seit sie angefangen haben, wollten sie von „Besatzung“ reden. Und dann weiteten sie die Definition des Begriffs „Besatzung“ so aus, dass Orte dazu gehören, die laut Völkerrecht keinesfalls als besetzt angesehen werden können. Jahre lang hämmerten sie und ihre Verbündeten auf die „illegale Besatzung“ und den „Kolonialismus“ ein, die schlichtweg nicht existieren.

Gegen „Besatzung“ zu sein ist letztlich ein juristischer Streit und Menschen werden von juristischen Streitereien gelangweilt. Das erringt keine Aufmerksamkeit, außer man ist bereits jemand, der den jüdischen Staat hasst. Das Wort „Besatzung“ macht Leute nicht böse – immerhin haben die meisten Leute Besatzungen, die meisten Leute besetzen ihre Häuser.

Das Experiment „Besatzung“ ist gescheitert.

Also erfanden die Israel-Hasser eine neue Strategie – nicht wirklich neu, das sie 2001 in Durban ausgebrütet wurde. Aber von den modernen Antisemiten wurde beschlossen, dass sie ein Wort brauchen, das „Besatzung“ ersetzt, ein Wort, das die Leute schockiert, ein Wort mit emotionalem Ballast, dessen Beziehung zur Wirklichkeit nicht wichtig ist.

„Apartheid“ hat auch eine juristische Definition und die Versuche von B’Tselem und Human Rights Watch und Amnesty und jetzt +972 diese Definition Israel anzuziehen sind spektakulär gescheitert. Aber sie wissen, dass sie nicht versuchen mit Fakten und Völkerrecht zu argumentieren – sie wissen, dass sie diesen Kampf verlieren.

Die aktuelle „Apartheid“-Kampagne gründet nicht auf Fakten, sondern auf Emotionen. Es kein Gesetz, sondern Propaganda. Ihr Ziel ist es Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren – das einzige Land auf dem Planeten, das auf diese Weise behandelt wird.

Dieser kleine +972-Aufsatz gesteht so ziemlich alles davon ein. Sie sagen, dass sie ihre Leser und die Welt mit dem Wort „Apartheid“ mit Israel zu verbinden und sie über bloße Weiderholung dazu zu bringen das zu glauben. Was genau das ist, was sie mit „Besatzung“ gemacht haben.

Es ist alles Propaganda. Die Strategie ist von +972 genau hier aufgeschrieben worden. Und sie erklärt, warum all diese Organisationen vorgeben, sie würden unabhängig voneinander mit derselben Verleumdung aufwarten, um den tolerantesten Staat der Region zu beschreiben.

Der absurdeste Teil ist der nächste Satz von +972, direkt nachdem sie sagen, sie würden das A-Wort verwenden, um Israel gegenüber der Welt zu dämonisieren:

Zweitens bekräftigen wir unsere Verpflichtung zu genauem und fairem Journalismus.

Es ist leicht solche offensichtlichen Lügen und Widersprüche in aufeinander folgenden Absätzen abzutun. Aber Tatsache ist, dass diese modernen Antisemiten gut von den vorherigen gelernt haben und was in Studien bewiesen wurde: Lügen zu wiederholen, führt dazu, dass die Leute sie glauben.

Die Wahrheit zu sagen, ist für diese Hetze kein Gegenmittel. Aber das einzige Mittel, das wir haben.

Die „Apartheid“-Verleumdung war von Anfang an als rhetorische Waffe gedacht, nicht die Wahrheit. Und so ist es auch heute noch.

Elder of Ziyon, 1. Februar 2022

Ich fand eine interessante, wenn auch sehr einseitige akademische Arbeit namens „Palestinian Non-Violent Resistence and the Apartheid Analogy (Gewaltfreier palästinensischer Widerstand und die Apartheid-Analogie), die die Anfänge der Anschuldigung zurückverfolgt, Israel sei der Apartheid schuldig – eine Anschuldigung, die es bereits vor der „Besatzung“ gab.

Die Autorin, Nina Fischer von der Goethe-Universität Frankfurt, versucht zwar die Apartheid-Verleumdung als nur ein weiteres Mittel des „Widerstands“ der Palästinenser einzuordnen, aber sie erkennt nicht wirklich, dass sie sagt, zu Israel zu lügen und es zu verleumden sei eine bewusste Entscheidung seitens der Palästinenserführer als Mittel es zu vernichten – genauso, wie es gewalttätiger Widerstand ist.

Sie führt die Anschuldigung auf Fayez Sayegh zurück, einen dieser „Palästinenser“, die in Syrien geboren wurden und dessen Familie in den 1920-er Jahren die von den Juden geschaffenen wirtschaftlichen Chancen wahrnahmen. Sayegh wurde ein wichtiger palästinensischer Theoretiker. Er schrieb vor 1967 ein Buch über „zionistischen Kolonialismus“ und wurde dann der UNO-Sonderberichterstatter bei der Internationalen Konvention zur Eliminierung aller Formen von Rassendiskriminierung, was es ihm ermöglichte einer der Architekten der Resolution „Zionismus ist Rassismus“ der UNO-Vollversammlung von 1975 zu werden.

Er sollte oft Zionismus mit „Völkermord“, „Verbrechen gegen die Menschheit“ und „Rassendiskriminierung“ gleichsetzen. Allen ist klar, dass dies – zusammen mit palästinensischen Bomben – seine Waffe war.

Sayegh dürfte geholfen haben die UNO-Resolution 3151 von 1974 gegen Apartheid zu formulieren, indem er Zionismus in den Text einfügte. Die Resolution beklagte die „unheilige Allianz“ zwischen „portugiesischem Kolonialismus, südafrikanischem Rassismus, Zionismus und israelischem Imperialismus“.

Fischer gibt zu, dass Sayegh die Aparheid-Verleumdung hauptsächlich als „ein metaphorisches Sprachbild mit viel emotionaler Kraft“ verwandte, „das den internationalen Diskurs prägte und darauf abzielte die Verurteilung und politische Isolation Israels zu bewirken“.

Fischer bekräftigt das:

Der Begriff Apartheid wird wegen seiner emotionalen Kraft eingespannt. … Die palästinensische Geschichte muss auf eine Weise erzählt werden, die bei einem Publikum Widerhall findet und die Interpretationen der Zuhörer führt. Das bedeutet, dass im palästinensischen Kontext die Apartheid-Analogie so politisch funktioniert … dass sie erlaubt gehört zu werden, darauf abzielt Meinungen zu beeinflussen und zu formen und eine Reaktion schaffen kann. … Intern, auf Arabisch, könnte bezüglich der verwendeten Begriffe eine andere Geschichte stattfinden, aber der palästinensische Diskurs auf Englisch, der die Apartheid als Prisma verwendet, war immer für den internationalen Gebrauch bestimmt.

Mit anderen Worten: Bei der Apartheid-Analogie ging es immer um Propaganda und nie um Fakten. Ihre Effektivität spiegelte nicht die Realität, sondern das Verlangen vieler Leute Juden als bösartig zu kennzeichnen.

Die Abfolge der Ereignisse seitdem besteht darin, dass die Anschuldigung, Zionismus sei rassistisch und Apartheid, immer wieder aufkommt und jede neue Generation justiert die Verleumdung mit mehr „Fakten“, mit denen sie von arglistigen Akademikern gefüttert werden, um die Anschuldigung legitimer klingen zu lassen. Selbst die Berichte von B’Tselem, HRW und jetzt Amnesty zeigen eine Evolution: Jeder nachfolgende versucht das Argument zu verfeinern, weil die vorherigen vernichtet wurden.

Der Punkt ist: Wenn man sich die Geschichte der Verleumdung ansieht, dann geht sie den Rechtfertigungen voraus. Judenhasser erfanden die Beschimpfung und als aufgedeckt wurde, dass sie Antisemiten waren, versuchte der nächste Durchlauf das Argument ein wenig besser und zu einer weniger offensichtlichen Manifestation von Judenhass zu machen. Die Berichte geben vor, einen objektiven Blick auf die Definition von Apartheid und dass Israel schuldig ist zu werfen, aber sie gehen von vorneherein davon aus, dass Israel schuldig ist und sie verdrehen die Fakten so, dass sie ins Urteil passen.

Wenn Amnesty, HRW et. al. sagen, Israel sei der Apartheid schuldig, dann wissen sie genauso gut wie Sayegh, dass sie Propaganda betreiben, statt die Wahrheit zu sagen. Sie steuern haufenweise Fußnoten und zirkuläre Definitionen bei, im vollen Wissen, dass sie denen, die Israel und die Juden hassen, nur einen Vorwand für ihren Hass geben müssen. Da reichen jede Menge Fußnoten und das Ignorieren der gewaltigen Menge an Gegenbeweisen, die sie Lügen strafen.

Die Absicht ist immer dieselbe gewesen, die sie schon war, als die PLO gegründet wurde: Israel mit allen nötigen Mitteln zu vernichten. Amnesty und HRW sind die Propagandaarme von Fatah und Hamas. Und sie sind in etwa genauso an der Wahrheit interessiert wie diese.

Manche Leute sind so voller Hass,
dass sie den Unterschied nicht sehen können:
Strand nur für Weiße in Südafrika,
Araber und Juden schwimmen gemeinsam in Tel Aviv.

Der „Apartheid“-Mythos: Der unanständige Einsatz falscher und irreführender Behauptungen zu Israel

Gideon Ben-Zvi, HonestReporting, 23. Januar 2022

Die Behauptung Israel sei ein „Apartheidstaat“ intensiviert sich weltweit. Nach Angaben des israelischen Außenministers Yair Lapid ist die Rhetorik „in ihrer Gehässigkeit und ihrer Radioaktivität“ beispiellos und darüber hinaus kommt er zum Schluss, dies könne das Jahr sein, in dem das Etikett tatsächlich kleben bleiben und für Israel zur realen Gefahr werden könnte.

Es wäre lediglich ein Fall konkurrierender Ideen, mit der Ausnahme, dass die Apartheid-Behauptung nachweislich falsch und irreführend ist (wie unten demonstriert wird) und die unanständige Verwendung einer solch ernsten Bezeichnung für Israel, die Palästinenser und Demokratien allgemein eine Gefahr darstellt.

In der Tat wird Lapids Analyse durch die jüngsten Ereignisse gestützt.

Die palästinensische Autonomiebehörde, die 2010 eine „diplomatische Intifada“ gegen Israel ausrief, ist in den Mittelpunkt gerückt.

PA-Außenminister Riyad Malki fragte letzte Woche die Diplomaten im UNO-Sicherheitsrat: „Werden Sie diese [israelische] Apartheid im 21. Jahrhundert akzeptieren oder werden Sie sich in Befürworter der Einstaatenlösung der Freiheit und gleichen Rechte für alle zwischen Fluss [Jordan] und [Mittel-] Meer werden?“

Die Einstaatenlösung beinhaltet praktisch die Ersetzung Israels durch ein mehrheitlich arabisches Land.

Den UNO-Diplomaten ist vielleicht entgangen, dass die PA diese Möglichkeit unterstützt, indem sie auf dem „Rückkehrrecht“ Abermillionen palästinensischer „Flüchtlinge“ nach Israel besteht.

PA-Premierminister Mohammed Schtayyeh seinerseits sagte im November, Israel riskiere ein System der „Apartheit“ zu verewigen. Seine Bemerkungen wurden von vielen Nachrichtenmedien nachgebetet, die es beiläufig verfehlten israelische Friedensouvertüren auch nur zu erwähnen, die von der PA zurückgewiesen wurden.

Medien geben Apartheid-Lügen von B’Tselem und HRW weiter

Es ist legitim, wenn Medien Nachrichten verbreiten, dass ein öffentlicher Bediensteter oder eine NGO eine bestimmte Erklärung abgegeben haben, selbst wenn diese Erklärung falsch ist. Es ist jedoch unanständig diese Erklärung ohne angemessene Recherche oder Widerlegung blind wiederzugeben, was exakt das ist, was die Medien in diesem Fall gemacht haben.

Im Januar letzten des letzten Jahres veröffentlichte B’Tselem einen Bericht, in dem behauptet wurde, dass Israel keine Demokratie mehr sei, sondern ein „Apartheid-Regime“, das sich der Zementierung der Überlegenheit der Juden über die Palästinenser verschrieben hat.

Die Medien stellten B’Tselem, das die Auslöscher-Bewegung BDS (Boykott, De-Investitionen, Sanktionen) unterstützt, als führenden Verfechter der Menschenrechte dar – womit sie der Kaperung des Wortes „Apartheid“ durch eine israelfeindliche Gruppe erleichtern.

Im April 2021 veröffentlichte Human Rights Watch (HRW) einen eignen Bericht, der Israel der Einführung eines Apartheidsystems beschuldigte. Der Bericht beinhaltete zahlreiche Deformationen von Tatsachen, die HonestReporting analysierte und widerlegte:

Globale und nationale juristische Institutionen sollten vortreten, um den boshaften Kreislauf der gesetzeswidrigen Angriffe und Straffreiheit für Kriegsverbrechen zu durchbrechen“ sagte Gerry Simpson [HRW-Partner-Direktor für Krisen und Konflikt].

Diese Untersuchung sollte auch den größeren Kontext thematisieren, einschließlich der vernichtenden Schließung des Gazastreifens durch die israelische Regierung und ihrer Verbrechen der Apartheid und Verfolgung von Millionen von Palästinensern.

Die New York Times und andere Nachrichtenorganisationen erzeugten umfangreiche Berichterstattung des „explosiven“ HRW-Vorwurfs, ungeachtet der ihm fehlenden Stichhaltigkeit.

Abgesehen von der Fehldeutung fest etablierter Fakten erklärte Human Rights Watch Israel über eine besonders hinterhältige Methode zum „Apartheidstaat“: über Veränderung der Definition des Wortes. Tatsächlich ist, wie HonestReporting früher schon demonstriert hat, HRWs neue und ursprüngliche Definition von „Apartheid“ so weit gefasst, dass sie bei fairer und rigoroser Anwendung auf die eine oder andere Art fast jeden Staat der Schuldigkeit überführen würde.

Das befindet sich innerhalb des Kontextes einer klar erkennbaren und fortbestehenden Einseitigkeit derjenigen Leute von HRW, die mit Israel zu tun haben (siehe z.B. hier, hier und hier).

Aus Berichten zu Resolutionen: UNO genehmigt unbefristete Ermittlung gegen Israel

Die Behauptungen sind keine reine Rhetorik, sondern Teil eines größeren Bildes, in dem Berichte und Reden schrittweise zu juristischem Handeln eskalieren.

Im Dezember genehmigte die UNO-Vollversammlung eine unbefristete Ermittlungskommission (Commission of Inquiry – COI) zu Israels Handeln gegenüber den Palästinensern, die nach dem elftägigen, von der Hamas initiierten Konflikt vorgeschlagen wurde.

Der UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC) stimmte im Mai dafür eine Ermittlung von Beschuldigungen zu beginnen, dass israelische Streitkräfte im Gazastreifen Kriegsverbrechen verübt hätten. Damals wies HonestReporting nach, dass die Behauptungen auf fehlerhaften Informationen sowie einer Fehlinterpretation der Genfer Konventionen beruhten.

Die COI ist die höchste Untersuchung, die vom UNO-Menschenrechtsrat angeordnet werden kann. Die zu den angeblichen israelischen Missetaten ist die erste aller Zeiten, die einen „ständigen“ Auftrag hat. Andere, wie die, die sich auf den Krieg in Syrien konzentriert, wo hunderttausende Menschen massakriert wordne sind, müssen jedes Jahr erneuert werden.

Darüber hinaus ist die ehemalige UNO-Menschenrechtschefin (2008-2014) und südafrikanische Richterin Navi Pillay für die Leitung der UNHRC-Ermittlung vorgesehen. Von ihr ist festgehalten, dass sie sagte, Israel habe „Rassentrennung erzwungen“; sie drückte auch Unterstützung für die BDS-Bewegung aus, die nach Angaben ihrer Führer dem gesamten jüdischen Staat ein Ende setzen soll. Pillay ist dafür eingetreten Firmen auf eine Schwarze Liste zu setzen, die Geschäfte mit jüdischen Gemeinden jenseits der Grünen Linie machen.

Während jedermann das Recht auf eine eigene persönliche Meinung hat, sind Richter verpflichtet Fälle mit professioneller Neutralität anzugehen. In diesem Fall hat die Richterin eine klare, vorgefasste Meinung und entsprechend ist das Ergebnis der COI praktisch vorherbestimmt.

Das israelische Außenministerium nannte die Initiative einen „moralischer Fleck auf der internationalen Gemeinschaft und der UNO“.

Der Schritt ist zwar ein nie da gewesener, aber nicht ungewohnter: 1975 machte sich die internationale Gemeinschaft auf den Weg den jüdischen Staat durch Verabschiedung der UNO-Resolution 3379 praktisch für kriminell zu erklären, die bestimmte, dass „Zionismus ein Form von Rassismus und Rassendiskriminierung ist“.

Obwohl die Resolution 1991 widerrufen wurde, wurde ihre falsche Prämisse auf der inzwischen berüchtigten UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz von 2001 wiederbelebt. Diese Veranstaltung wird von vielen als Beginn der erneuerten Bemühungen betrachtet, den jüdischen Staat mit dem Südafrika der Apartheid gleichzusetzen. Die Konferenz von Durban – oder Durban I – zeigte, was viele Staaten seitdem als offenen Antisemitismus definiert haben; Forscher haben die Wurzeln der BDS-Bewegung zu dieser Zusammenkunft zurückverfolgt.

Der IStGH stellt Israels Befugnis sich zu verteidigen infrage

Der nächste Schritt hin zu konkretem Handeln gegen Israel nach UNO-Resolutionen kommt in Form von Handeln beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH – International Criminal Court = ICC).

Im Februar 2021 verkündete der IStGH, er werde zum Zweck der Untersuchung „möglicher Kriegsverbrechen“ die Zuständigkeit für den jüdischen Staat und Palästina  ausüben. Die Entscheidung löste eine wütende Reaktion Israels und Verurteilung seitens der USA aus.

Tatsächlich ist unklar, ob der IStGH diese Zuständigkeit hat. Erstens gehört Israel nicht zu den Unterzeichnern des Status von Rom, der Gründungscharta des Gerichts. Außerdem existiert „Palästina“ laut Völkerrecht formell nicht.

Trotzdem laufen beim IStGH mit Unterstützung der palästinensischen Regierung Aktionen auf eine Weise, die realistisch in Haftbefehlen gegen Israels in aller Welt führen könnten – von ranghohen Politikern über jeden, der jemals in der IDF diente, bis zu gewöhnlichen Bürgern, die „schuldig“ sind am falschen Ort gewohnt zu haben.

Das ist tatsächlich das Endspiel der Apartheid-Rhetorik: Eine Situation, in der Israelis buchstäblich nicht in der Lage sind ihr Land zu verlassen, weil sie fürchten müssen verhaftet und in den Haag vor Gericht gestellt zu werden.

Von Brüssel nach Hollywood: „Apartheid“ wird Mainstream

Zu guter Letzt ist da die Art, wie Promis zunehmend die „Apartheid“-Verleumdung akzeptiert haben. Zum Beispiel löste das Supermodel Bella Hadid letzten Mai einen Aufschrei aus, als sie auf ihrem Instagram-Account, der 42 Millionen Follower hat, eine Reihe Karikaturen postete, die die Israelis als „Besatzer“ und die Palästinenser als „unterdrückt“ bezeichneten.

In einer der Karikaturen sagt eine Frau zu ihrer Freundin: „Es gibt keinen ‚Kampf‘. Es gibt nur israelische Kolonisierung, ethnische Säuberung, militärische Besatzung und Apartheid.“

Im November gehörten Richard Gere, Simon Pegg und Claire Foy zu den mehr als 100 Prominenten, die einen Brief unterschrieben, der die „Apartheid“-Attacke beinhaltete und Israels Kennzeichnung palästinensischer „Rechte“-Gruppen als Terrororganisationen verurteilte.

Memo an die Medien: Zeit für einen Faktencheck zur Apartheid

Der israelische Außenminister Yair Lapid warnte am 3. Januar: „Wir glauben, dass es im kommenden Jahr eine Debatte geben wird, die in ihrer Gehässigkeit und in ihrer Radioaktivität um die Worte ‚Israel als Apartheidstaat‘ beispiellos sein wird.“

„2022 wird das eine konkrete Bedrohung sein“, sagte er voraus.

Dass Apartheid sich auf die Politik der Rassentrennung im Südafrika vor den 1990-er Jahren bezieht, ist ein Konstrukt, das nicht im Entferntesten auf Israel anwendbar ist, scheint für die UNO, scheinbare Menschenrechtsgruppen und die Medien irrelevant zu sein.

Tatsächlich wird „Apartheid“ im Merriam-Webster-Lexikon so definiert:

…eine frühere Politik der Trennung und politischen, sozialen sowie wirtschaftlichen Diskriminierung der nichtweißen Mehrheit in der Republik Südafrika.

Jetzt vergleichen Sie das bitte mit der Beschreibung von Israels Beziehung zu den Palästinensern.

Seit Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen in den 1990-er Jahren ist die überwiegende Mehrheit der Palästinenser entweder von der palästinensischen Autonomiebehörde in der Westbank oder von der Hamas – die wohlgemerkt von den meisten westlichen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird – im Gazastreifen regiert worden. Die PA wurde ausdrücklich mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft geschaffen, wobei die Palästinenserführer bereitwillig einer partiellen Autonomie zustimmten, während Israel die Sicherheitskontrolle über einige umstrittene Gebiete gewährt wurde.

Der Apartheid-Vorwurf ist falsch

Israel ist ein Land, in dem Araber als Richter am Obersten Gerichtshof, Kampfpiloten, Knessetabgeordnete, Athleten, tatsächlich bei fast allem, was Israelis, israelische Araber tun, dienen, wie von HonestReporting ausführlich sehr oft schon untersucht hat. In umwerfender Ironie erwarb Omar Barghouti, Mitbegründer von BDS und Anhänger der Apartheid-Behauptung, seinen Abschluss an der Universität von Tel Aviv.

Israel erlebt dieselbe Rassenspannungen wie jede andere moderne, westliche, liberale Demokratie mit einem aussagekräftigen Maß an Vielfalt. Die legale, staatlich sanktionierte Diskriminierung hingegen, die eigentliche Definition von Apartheit, ist in Israel nicht nur nicht vorhanden, sondern wird von Israels Gesetzen und Gerichtsystem heftig bekämpft.

Israel Grundlagengesetze und seine rigorose Durchsetzung dienen als juristische Absicherungen. Insbesondere erklärte das Gesetz zu Menschenwürde und Freiheit (1992):

Alle Personen haben Anspruch auf den Schutz ihres Lebens, ihres Körpers und ihrer Würde.

Auch andere Gesetze sowie das Funktionieren von Israels unabhängiger Justiz bilden die Grundlage eines demokratischen Rechts mit gleichen Rechten für alle Gruppen, einschließlich ethnischer Minderheiten.

Von daher entlarvt Israel herauszugreifen ein zweierlei Maß und stellt den tatsächlichen rechtlichen und praktischen Zustand innerhalb des Landes falsch dar.

Der Unterschied zwischen Rechtfertigungen und Gründen für Judenhass

Elder of Ziyon, 25. April 2021

Seit die Juden in Ägypten waren, hat es Judenhass gegeben. Die gesamte Zeit über rechtfertigten die Judenhasser ihren Hass mit Gründen, die für die jeweilige Generation vernünftig klangen.

Pharao sagte, Juden seien eine Fünfte Kolonne. Haman sagte, Juden würden die Gesetze des Königs nicht respektieren. Antiochus sagte, Juden lehnten es ab sich zu assimilieren. Christen sagten Juden töteten ihren Gott. Juden wurden beschuldigt Nichtjuden zu töten, besonders ihre Kinder. Juden nahmen Zinsen auf Kredite. Juden lebten abgetrennt für sich. Juden versuchten sich zu assimilieren und Staaten zu übernehmen. Juden repräsentierten den Kapitalismus. Juden repräsentierten den Kommunismus. Juden waren eine Untermenschen-Rasse.

Praktisch niemand sagte, er würde Juden ohne Grund einfach so hassen. Sie hatten immer einen Grund. Aber spätere Generationen konnten leicht erkennen, dass jeder Grund überhaupt kein Grund war – es handelte sich um eine Ausrede, um den Hass zu rechtfertigen.

In jedem Fall kam der Hass zuerst – und dann die Ausrede.

Zu der Zeit, in der diese Dinge geschahen, glaubten manche Juden, die Gründe seien gültig und sie sollten versuchen sich von den „schlechten“ Juden zu distanzieren, um sich bei ihren Unterdrückern zu integrieren. Hellenisten, frühe jüdische Christen, die mittelalterlichen Apikorsim und Minim, die deutsche Reformation, sie alle versuchten in einem gewissen Ausmaß der Verfolgung als Juden zu entkommen, indem sie sich mit den Antisemiten ihres jeweiligen Zeitalters identifizierten.

In diesem Sinn lässt sich der neue Antisemitismus nicht von den vielen alten Versionen unterscheiden.

Die Leute hassen Israel und den Zionismus nicht wegen zionistischer Philosophie oder Handeln der israelischen Regierung. Sie hassen Israel, weil es jüdisch ist. Die vielen Gründe, die sie angeben, um diesen Hass zu rechtfertigen, sind alle im Nachhinein gegeben. Das war in der Frühzeit des Zionismus bis zur Wiedergeburt Israels sehr offensichtlich, aber im Kielwasser des Holocaust war deutlicher Judenhass nicht mehr in Mode, also wurde er durch Hass auf den jüdischen Staat ersetzt, der bis heute besteht. Die Klasse an Menschen, die sagen, sie würden „Besatzung“ hassen, hassten Israel vor 1967; die Leute, die es als „kolonialistisch“ bezeichnen, hassten es, bevor das Wort zum Schimpfwort wurde.

Ihre Gründe sind Ausreden und das ist offensichtlich, denn ihr Hass erstreckt sich nicht auf andere Staaten, die dieselben unterstellten Merkmale haben.

Heute kann niemand ernsthaft die Einwände gegen einen jüdischen Staat lesen, die die arabischen Führer vor1948 angaben, und glauben, dass sie nichts als Ausreden für ihren Wunsch sind die Juden ethnisch aus der Region zu säubern. Niemand kann die Geschichte der Juden in arabischen Staaten im 20. Jahrhundert betrachten und glauben, dass ihre Führer wirklich nur gegen den Zionismus und nicht gegen die Juden sind.

In einer Generation oder zwei wird dasselbe für die Argumente gegen Israel von heute gelten – aber sie werden durch andere ersetzt werden.

Die neuen Antisemiten sind ganz scharf darauf den Zionismus und Israel vom Judentum zu trennen. Sie wollen an ihren Ausreden festhalten und vorgeben, dass sie legitime Gründe für ihren Hass haben. Wenn man wahrhaftig sieht, dass der heutige Antizionismus eine durchdachte Fiktion ist und nichts mehr als eine neue Erscheinungsform des „ältesten Hasses“, dann ist es einfacher zu sehen, dass ihre Argumente die der Antisemiten von früher spiegeln. Juden/Zionisten haben zu viel Macht! Juden/Zionisten haben Gefallen daran Nichtjuden zu töten! Juden/Zionisten glauben, sie seien besser als alle anderen! Die Welt wäre ohne Juden/Israel besser dran! Das ist ein neues Etikett auf einer sehr, sehr alten Flasche.

Wie wir es so oft im Verlauf der Geschichte gesehen haben, gibt es jede Menge Juden, die die Argumente der heutigen Antisemiten enthusiastisch aufnehmen. Juden, die wie ihre hellenistischen und Reformvorfahren hoffen nicht zum Objekt des heutigen Antisemitismus zu werden, indem sie sich mit den neuen Hassern identifizieren – und sie sogar übertreffen.

Die neuen Minim sind so stolz auf ihren Hass, wie es die alten waren. Sie nutzen ihren jüdischen Hintergrund, um ihre Argumente gegen Juden zu untermauern, wie Generationen von jüdischen Konvertiten zum Christentum es machten. Sie verallgemeinern das Tun einiger weniger Juden, um alle Juden Israels in klassischer Zurschaustellung purer Bigotterie zu stereotypisieren und zu behaupten, dass sie antirassistisch sind.

Die Scheinheiligkeit, die beweist, dass ihre Argumente wertlos sind, hört hier nicht auf. Menschen, die oft nur die dünnste Beziehung zum Jüdisch sein haben, tun so, als ob sie vor Jüdisch sein definieren. Menschen, die modernen Antisemitismus rechtfertigen, tun so, als ob sie Antisemitismus definieren können. Menschen, die schnell dabei sind gewalttätige Randale von Leuten zu rechtfertigen, die sie unterstützen sind noch schneller dabei weit weniger gewalttätige Demonstrationen von Juden zu verurteilen.

Die Ausreden für Antisemitismus haben sich im Lauf der Zeit immer in Beziehung zu dem verwandelt, was in der jeweiligen Generation als am anstößigsten gilt. Der Holocaust beendete den Antisemitismus nicht – er veranlasste Antisemiten nur dazu mit neuen Rechtfertigungen für denselben Hass aufzuwarten und Israel ist das perfekte Ziel für diesen Hass.

Die Antisemiten haben immer Gründe. Man muss sich nur die Geschichte des Antisemitismus ansehen, um zu erkennen, dass ihre Rechtfertigungen für ihren wirren, irrationalen Hass genauso grotesk sind wie es die Ausreden ihrer Vorgänger waren.