Die UNO bleibt immer dieselbe

Elder of Ziyon, 24. Dezember 2016

Ein Motiv aus dem ersten Weltkrieg, das die UNO heute darstellt. Man hätte auf den Leichenhaufen auch das Wort Syrien schreiben können, weil die Siedlungen von den Leichenbergen Syriens aus gut zu sehen sein dürften. Aber Syrien ist nur das jüngste der ungeheuerlichen Beispiel für die einseitige Boshaftigkeit der UNO gegenüber Israel.

An die Antisemiten – Satirisches, Nachdenkliches und Witze (6): Eine Entschuldigung

Nach der letzten Grausamkeit in Jerusalem bettelte Minister Powell die Palästinenser an, dass sie irgendeine Art von öffentlicher Verurteilung äußern sollten. Arafat beschwerte sich, dass nur von der palästinensischen Seite immer wieder verlangt würde, den Terror zu verurteilen. Vorhersagbar murmelte die palästinensische Verurteilung später etwas davon, dass man „die Morde an Zivilisten auf beiden Seiten bedauere“. Vielleicht muss man den Palästinensern hier Recht geben; daher möchte ich die Sache gerade rücken und drücke hiermit mein Bedauern im Namen des jüdischen Volkes aus für:

1. Alle jüdischen Selbstmord-Bomber, die jemals gegen die Araber agiert haben.

2. Alle arabischen Busse, die von Juden in die Luft gejagt wurden.

3. Alle arabischen Pizzerien, Einkaufszentren, Diskotheken und Restaurants, die durch jüdische Terroristen zerstört wurden.

4. Alle Flugzeuge, die seit 1903 von Juden entführt wurden.

5. Alle Ramadan-Feste, die von jüdischen Bomben gestört wurden.

6. Alle in israelischen Städten gelynchten Araber; alle arabischen Olympia-Teilnehmer, die von Juden ermordet wurden; alle arabischen Botschaften, auf die Juden Bomben geworfen haben.

7. Alle Moscheen, Friedhöfe und religiösen Schulen in Nordafrika, Frankreich, Belgien, Deutschland, England oder sonstigen Ländern, die durch Juden mit Brandbomben beschädigt oder anders entheiligt wurden.

8. Die Zerstörung amerikanischer Militär-, Regierungs- und Zivil-Einrichtungen in Kenia, Pakistan, Iran, Saudi Arabien und dem Jemen – mit der Ermordung von US Marines und diplomatischem Personal durch Juden.

9. Alle jüdischen Schulbücher, die behaupten, dass Araber Brunnen vergiften, das Blut von Christen benutzen um Pitabrot zu backen, die Finanzwelt aller Länder kontrollieren und Jesus ermordeten; oder dass arabische Weise sich heimlich treffen um das Komplott zur Übernahme der Weltherrschaft zu planen.

10. Ich schäme mich besonders über die Art und Weise, wie meine Mitjuden am 11. September mit Verkehrsflugzeugen das World Trade Center und das Pentagon angriffen und das feiernd in den Straßen tanzten.
Prof. Stephen Berger
Tel Aviv Medical Center
im Mai 2002

Mahmud Abbas’ „judenreines“ Palästina

Joseph Puder, FrontPageMag, 3.Oktober 2016

„In der Endlösung werden wir die Anwesenheit keines einzigen Israelis – weder Zivilist noch Soldat – auf unserem Land sehen.“

Anfang September folgte auf der jährlichen Sitzung der UNO-Vollversammlung der israelische Mp Benjamin Netanyahu dem Palästinenserführer Mahmud Abbas (Abu Mazen) als Redner vor der Versammlung. Abbas beschuldigte Israel der „ethnischen Säuberungen“ und klagte an, Israel ziele in Tötungsabsicht auf Palästinenser, habe ein rassistische Annektierungsmauer gebaut und führe Ausgrabungen durch, von denen er behauptete, sie bedrohten islamische heilige Stätten. Natürlich versäumte Abbas es zu erwähnen, dass seine Hetze gegen Israel und seine falschen Vorwürfe über die Bedrohung der Al-Aqsa-Moschee zum Ergebnis haben, dass Palästinenser jüdisch-israelische Zivilisten und Soldaten mit Messern angreifen und Autos in sie rammen. Die Israelis haben in einem eindeutigen Fall von Selbstverteidigung auf ihre palästinensischen Angreifer geschossen.

Die sogenannte „rassistische Annektierungsmauer“, von der Abbas grummelte, ist nichts anderes als ein Lebensretter für israelische Zivilisten gegen terroristische Infiltration. Vor dem Bau der Barriere am Gazastreifen und er Westbank verursachte terroristisches Eindringen eine Spitze bei Terroranschlägen. Seitdem die Schutzbarriere gebaut wurde, ist die terroristische Infiltration nach Israel jäh zurückgegangen. Stimmt, es hat in letzter Zeit einen Anstieg der palästinensischen Terroranschläge mi Messern oder in Form von Rammanschlägen mit Autos durch Einzelpersonen gegen Israelis gegeben, aber große Anschläge hat es infolge der Schutzbarriere nur noch wenige gegeben.

Abbas‘ ironischster Vorwurf war jedoch seine Bezugnahme auf Israels „ethnische Säuberung“. Anne Bayefsky berichete am 14. September 2016 für Fox News, dass Abbas‘ „Mantra der ethnischen Säuberung regelmäßig von palästinensischen Vorwürfen der ‚Apartheid‘, des ‚Rassismus‘ und Verjudung begleitet ist“. Es ist derselbe Mahmud Abbas, der für einen Palästinenserstaat wirbt, der „judenrein“ ist. Bei einem Besuch in Kairo im Juli 2013 sagte Abbas: „Keinem Juden, Zivilist oder sonstiger, wird es erlaubt sein in dem zukünftigen Palästinenserstaat, den er sich vorstellt, zu leben.“ Abbas erklärte nach Angaben von Reuters: „In der Endlösung werden wir die Anwesenheit keines einzigen Israelis – weder Zivilist noch Soldat –  auf unserem Land sehen.“

In einem Fall klaren zweierlei Maßes, das an Antisemitismus grenzt, schalt das US-Außenministerium Netanyahu wegen eines Videos, das er am 9. September 2016 online stellte und in dem er herausstellte, dass die palästinensischen Bemühungen die Westbank (Judäa und Samaria) von allen Juden zu reinigen, auf ethnische Säuberung hinausläuft und das ethnisches Säuberung für Frieden absurd ist. Soweit es das Außenministerium betrifft ist Netanyahus Behauptung „unangemessen und nicht hilfreich“, jedoch Abbas‘ „keine Juden“ im zukünftigen Palästina ist in Ordnung. Soweit es Netanyahus Kritiker angeht, ist die Entfernung „jüdischer Siedler“ „natürlich und angemessen“, weil ihre Anwesenheit in einem Palästinenserstaat Ursache für Spannungen und Probleme wäre; außerdem hätten sie überhaupt gar nicht erst dort (in Judäa und Samaria) sein sollen.

Wir können daher schlussfolgern, dass, soweit es die US-Administration und andere Netanyahu-Kritiker angeht, ein „judenreines“ Saudi-Arabien, Jordanien und Palästina etwas Akzeptables ist. Die Tatsache, dass Juden nicht gestattet ist auf saudischem Boden zu leben oder der Gedanke an Mahmud Abbas‘ Vorbedingung, dass der zukünftige Palästinenserstaat „judenrein“ sein muss – für die Kritiker KEINE „ethnische Säuberung“ darstellt. Wenden wir jedoch den Gedanken für die Genehmigung der Beseitigung jüdischer Siedler als „natürlich und angemessen“ an, dann ist die Anwesenheit von nahezu zwei Millionen Arabern, die als Staatsbürger in Israel leben, nach derselben Definition eine „Ursache für Spannungen und Probleme“, die ebenfalls einen Grund für ihre Entfernung darstellen würden. Von der UNO und ihrer Besessenheit den jüdischen Staat zum Sündenbock zu machen zweierlei Maß zu erwarten ist eines; aber dass die US-Regierung das tut, wenn sie sich über die Juden von Judäa und Samaria äußert, ist eine ganz andere Geschichte.

Die Behauptung, die jüdischen Siedler „sollten überhaupt gar nicht erst dort sein“ ist eine krasse Verzerrung der Geschichte wie der Realität. Jura-Professor Eugene Kontorovich schrieb (15. September 2016): „Bis zur Eroberung durch Jordanien 1949 lebten Juden immer in dem was später die Westbank genannt wurde. Die Jordanier vertrieben jeden einzelnen Juden aus dem von ihnen kontrollierten Gebiet. Anders als die Flucht der Araber aus Israel wurde diese Säuberungsaktion eindeutig eine Zwangsmaßnahme, was die Tatsache zeigt, dass nicht ein einziger Jude auf dem von Jordanien besetzten Gebiet verblieb. Diese Vertreibung war eindeutig ethnische Säuberung und hinterließ das Gebiet in der Tat rein (von Juden – JP).“ Darüber hinaus wurde das Palästina-Mandat 1920 eingerichtet, um eine jüdische Heimstatt in Palästina sicherzustellen, zu dem das Land vom Mittelmeer bis zum Jordan gehörte, einschließlich der Westbank.

Es ist eine Tatsache, dass die arabische Welt ihre jüdische Bevölkerung seit 1948 ethnisch gesäubert hat. Die jüdische Bevölkerung des Irak geht bis in biblische Zeiten zurück. Das Pogrom von 1941, in Arabisch auch „Farhud“ genannt, war der Anfang vom Ende dieser uralten jüdischen Gemeinschaft. In Ägypten, dem Libanon und Libyen wurden die uralten jüdischen Gemeinschaften ethnisch gesäubert. Keinem Juden wurde erlaubt in Saudi-Arabien zu leben, seit der Prophet Mohammed im frühen siebten Jahrhundert Arabien von Juden säuberte. Mahmud Abbas passt sich einem althergebrachten antijüdischen Muster in der arabisch-muslimischen Welt an.

Abbas liebt es Begriffe wie „Apartheid“ und „Rassismus“ zu verwenden, wenn er von Israel redet – Begriffe, die die bösartige BDS-Bewegung (Boykott, De-Investition, Sanktionen) entlehnt hat, um Israel an europäischen und amerikanischen Universitäten herunterzuputzen. In einer Stellungnahme in YNet (4. August 2010) schrieb Jonathan Dahoah Halevi, ein ranghoher Forscher und Fellow am Jerusalem Center for Public Affairs: „Der von Abbas verwendete Begriff ‚Israeli‘ bedeutet ‚Jude‘, da die palästinensische Autonomiebehörde (PA) israelische Araber, Muslime wie Christen, als integralen Teil des palästinensischen Volks betrachtet. Der zukünftige Staat Palästina muss nach Abbas gegen jegliche jüdische Präsenz auf seinem Territorium sein. Mit anderen Worten: Die PA macht sich eine rassistische Politik zu eigen – palästinensische Apartheit – die sich gegen Juden richtet, auf die Leugnung jüdische Geschichte und er kulturellen wie religiösen Verbindung des jüdischen Volks zum Land gründet.“ Im Fall von Abbas „wirft dieser im Glashaus mit Steinen.“

Professor Kontorovich schlug vor: „Es gibt in der internationalen Praxis schlicht keinen Rückhalt für die Vertreibung von Siedlern aus besetzten Gebieten. In vielen Umständen mit Siedlern überall in der Welt hat die internationale Gemeinschaft niemals Vertreibung unterstützt und hat durchgängig Pläne gebilligt, dass Siedler in einem neuen Staat verbleiben. Siedlungsaktivität ist in Situationen kriegerischer Besatzung überall in der Welt eher die Regel als die Ausnahme. An Orten wie der Westsahara und Nordzypern stellen die Siedler heute die Bevölkerungsmehrheit. An den meisten anderen Orten stellen sie einen weit höheren Anteil an der Bevölkerung des Territoriums als die Juden es in einem potenziellen Palästinenserstaat tun würden.“

Damit Vorstellung, dass eine Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt überhaupt Gültigkeit haben kann, muss Mahmud Abbas die historische Verbindung der Juden zum Land Israel anerkennen. Das impliziert, dass die jüdische historische du religiöse Verbundenheit zu biblischen Orten in Judäa und Samaria anerkannt wird, die das Herz der zwei jüdischen Staaten bildete, die dort existierten. Gleichermaßen sollte er Israel als Staat des jüdischen Volks anerkennen. Am wichtigsten ist, wenn Abbas wirklich eine Friedenslösung für Israelis wie Palästinenser anstrebt, dass er die Vorstellung eines „judenreinen“ Palästina verwirft, an der er derzeit festhält. Er muss bereit sein Juden zu integrieren, die sich entscheiden in einem zukünftigen Palästina zu leben und ihre Sicherheit und Gleichberechtigung vor dem Gesetz garantieren, so wie Israel volle Integration und gleiche Rechte für seine große arabische Minderheit bietet.

Wenn zwei das gleiche tun, wer verstößt gegen die Facebook-Regeln?

Na, immer der, der für Israel ist:

FB_double-standard-Israel

links: Es heißt Israel, nicht „Palästina“!
rechts: Es heißt Palästina, nicht „Israel“!

Das links verstößt gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards.
Das rechts ist völlig „Facebook-koscher“.

Sage nochmal einer Facebook habe kein Judenproblem.

Dreist gelogen oder einfach nur zu blöde? Die ARD, ihre tagesschau, und die Wasser-„Berichterstattung“

Am 14. August brachte die ARD in tagesschau und Tagesthemen einen „Bericht“ über die Wasserknappheit im „Westjordanland“ – natürlich nur über die bei den „Palästinensern“. Und es wurde mehr als deutlich gemacht, dass daran die Israelis schuld sind, bei denen Wasser im Überfluss sprudelt.

Der Bericht hatte reichlich Kritik zur Folge, unter anderen von Ulrich Sahm, von Gerd Buurmann und vielen anderen. Buurmann zeigte auch, dass eine Bundestagsabgeordnete der tagesschau Lügen vorwarf.

Die Kritik war so massiv, dass die verantwortlichen Redakteure veranlasst sahen eine Stellungnahme abzugeben. Diese strotzte derart vor Selbstgerechtigkeit, dass man versucht sein könnte zu fragen, wo diese Leute ihr Hirn haben:

ARD-TA-160814

Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen
über Wassermangel im Westjordanland,
Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016

Zu den oben erwähnten Beiträgen erreichten uns dermaßen viele Anfragen, Kommentare und Kritik, dass wir dazu Stellung beziehen möchten.

Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr.
Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben, der einiger Richtigstellungen bedarf.

Die wohl schwerwiegendste Kritik an unserem Beitrag bezieht sich darauf, dass wir Bilder manipuliert hätten, in dem wir den Wassermangel in Salfit während eines aktuellen Wasserrohrbruches gedreht hätten. Diese Mutmaßung von einem der ersten Kritiker des Beitrages, noch in der vergangenen Nacht, wurde in den sozialen Netzwerken unhinterfragt übernommen und entwickelte sich dort zu einer festen Behauptung. Bis hin zum sehr vorbelasteten Begriff der „Lügenpresse“. Dazu müssen wir sagen: Diese Unterstellung ist falsch! Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.

Wir verwahren uns somit dagegen, dass man uns einer solchen Manipulation bezichtigt. Vor allem aber sind wir traurig darüber, dass unseren palästinensischen Protagonisten Lügen unterstellt werden. Im Sinne von: „Warum haben sie denn Waschmaschinen gekauft, wenn sie wissen dass die nicht funktionieren?“ etc. Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität. Sie leiden unter Wassermangel. Dies ist ein Fakt, den sie dem deutschen Publikum erzählt haben. Man sollte sich nicht darüber lustig machen. Auch nicht über den Namen der palästinensischen Familie.
Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.

Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank  Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank.

http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf

West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html

Der zweite Vorwurf, der ebenfalls wie der erstgenannte auf eine Kritiker-Behauptung zurückzuführen ist, und der im Laufe der Diskussion ebenfalls ohne weitere Diskussion als Tatsache dargestellt wurde, ist: Der im Beitrag interviewte deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmid sei nicht glaubwürdig. Auch hier stellen wir uns mit Nachdruck vor unseren Interviewpartner, der wie wir selbst von den Angriffen auf seine Reputation schockiert ist.

Clemens Messerschmid arbeitet seit fast 20 Jahren vor Ort als Hydrogeologe für viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN). Er berät auch z.B. Landeszentralen für politische Bildung, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen. In Artikeln unter anderem z.B. für die SZ (10.3.2014, „Wasser und Krieg“) hat er sich mit der Wasserproblematik intensiv auseinandergesetzt. Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“
Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.

Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben. Wir haben deshalb die israelische Seite aus dem Beitrag unserer ARD-Hörfunk-Studiokollegin zitiert. Die in der Woche zuvor zu diesem Thema mit Yisrael Medad, Sprecher der Siedlung Shilo und COGAT der israelischen Verwaltung für die besetzten Gebiete ein Gespräch geführt hat.

http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/07/28/der-streit-ums-wasser.html

Aus journalistischer Sicht halten wir dies für inhaltlich weiterhin voll vertretbar. Weil wir davon ausgehen, dass sich die israelischen Argumente in dem kurzen Zeitraum nicht verändert haben. Es ist uns aber bewusst, dass dies für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein Ungleichgewicht an Experten-Tönen dargestellt hat. Wir haben in diesem Fall der Schnelligkeit den Vorrang gegeben. Wir lernen aus Ihren Anmerkungen, dass wir dies künftig anders handhaben.

Auch sei angemerkt, dass unser Beitrag – weil wir eben leider die Siedlerseite (auch zu ihrer Verteidigung) nicht vor die Kamera bekommen haben, bewusst darauf verzichtet, den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen, sondern lediglich im Halbsatz erwähnte, dass im Sommer Siedlungen überproportional viel Wasser verbrauchen, was auch statistisch belegt ist.

http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.729777

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates.
Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.
Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch

Es dauerte nicht lange, bis dieser irre Schwachsinn auseinandergenommen wurde.

Auf Facebook schrieb ein Elio Adler:

Meine Reaktion auf die Stellungnahme des ARD-Studios:
Sehr erhellend ist der ausführliche O-Ton, den der Journalist, Herr Rosch, vor 3 Tagen auf Twitter gepostet hat. Er fragt wieder und wieder ähnliche, tendenziöse Fragen und muss sogar bei seiner Bemerkung, dass die Israelis sogar ein Geschäft mit der Wasserknappheit der Palästinenser machen würden von seinem Gesprächspartner gebremst werden.
Die trotzig anmutende Stellungnahme zu dem Beitrag vermag nicht zu überzeugen.
a) Der Hydrologe Clemens Messerschmid ist politisch engagiert. Er ist Anhänger der Intifada – wenn auch „nur “ der elektronischen: https://electronicintifada.net/people/clemens-messerschmid

b) Die lapidare Entschuldigung, der anderen Seite wegen eines jüdischen Feiertags kein Gehör verschafft zu haben, läuft ins Leere. Der pro-palästinensische Aktivtist Messerschmidt wurde wahrscheinlich am 11.8. interviewt. Da hätte es genug Zeit gegeben, andere Stimmen zu hören.

c) Zur fachlichen Frage der Wasserverteilung kann ich wenig sagen, außer, dass in den palästinensisch kontrollierten Bereichen – und gerade das lt Hydrologen wasserreichere als London seiende Ramallah liegt da drin – der Brunnenbau keinen israelischen Beschränkungen unterliegt. Die negativ geschilderten israelischen Landwirte verwenden wieder aufbereitetes Wasser (Israel hat die weltweit höchste Wasser-Recyclingquote) und eben KEIN Trinkwasser.
Weitere offizielle Details hier: http://www.botschaftisrael.de/…/aus-aktuellem-anlass…/

d) Subtiler wird es, wenn man sich den Bericht hinsichtlich seiner emotionalisierenden Machart ansieht: Vom süßen, blitzsauberen Mädchen (kann nach dem Feriencamp nicht duschen), bis zum vertraut wirkenden, deutschen Fachmann ist alles ein perfekter pro-Palli-Clip.
Das Antwortschreiben ist ebenfalls emotionalisierend strukturiert: Pseudo-Dank fürs Feedback und dann ein Argument nach dem anderen Abschütteln. Bis schließlich zur Drohung, dass man auch Swimmingpool-Bilder von Siedlern zeigen könne. Stimmt! Hätte man.

e) Michaela Engelmeier, MdB hat mit Ihrer pointierten Meinungsäußerung Recht und ich hoffe, dass ihr noch andere folgen werden.

f) Ich hatte mir von der Stellungnahme (vielleicht naiverweise) etwas in dieser Richtung erhofft : da ein ein „Experte“, von dem wir nicht wussten, dass er Politaktivist ist, uns eine so eindeutig wirkende Story präsentierte und wir den Fehler gemacht haben, uns emotional zu sehr mitreissen zu lassen, haben wir versäumt, etwas genauer hinzusehen. Aber Pustekuchen, statt dessen Nebelkerzen

Schade letztlich auch, dass ein so polarisierender Bericht keinen konstruktiven Beitrag zur Annäherung beider Konfliktparteien bringt. Es GIBT ein Wasserproblem, dessen Linderung ein gemeinsames Ziel von Israelis und Palästinensern sein sollte. Ein solcher Bericht eskaliert aber: Er füttert das Narrativ der einen Seite und vergrätzt in seiner Einseitigkeit die auf der anderen Seite, die zuhören wollen.

Auch Chaya Tal aus dem Gush Etzion hat einiges klargestellt, allerdings noch eher zum Bericht selbst. Dabei stellte sie u.a. auch ein Foto ein, das zeigt, wie sehr so manche PA-Araber unter der Wasserknappheit leiden:

Wasserknappheit_Salfeet

Sie führt allerdings auch einiges auf, wer da welches Wasser verschwendet – nämlich nicht die israelischen Bauern/„Siedler“, denn die nutzen aufgearbeitetes Brauchwasser.

Am intensivsten hat sich wieder tapfer im nirgendwo dem verlogenen Rechtfertigungsschwall gewidmet. Dabei dokumentierte er u.a. die Behauptung der ARD-Korrespondenten, die Kritik der Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier sei nicht zu finden und daher wohl erfunden.

Vielen Dank für diese Stellungnahme, liebe ARD. Meine Antwort darauf fällt deutlich aus:

Der Kommentar von Michaela Engelmeier findet sich auf der Facebook-Seite der ARD Tagesschau direkt unter dem Artikel zur Wasserversorgung. Der Kommentar von Michaela Engelmeier hat sogar so viele Likes bekommen, dass er prominent und unübersehbar angezeigt wird, um genau zu sein, genau unter Ihrer Stellungnahme, in der Sie schreiben, den Kommentar nicht zu finden.

Dafür gibt es ein Fachwort: Peinlich!

Wenn die Tagesschau es nicht mal schafft, diesen Kommentar auf ihrer eigenen Seite, unter ihren eigenem Bericht, unter der eigenen Stellungnahme zu finden, dann kann es mit der Recherche der Tagesschau nicht so weit her sein.

Wenn die Tagesschau schon daran scheitert, ihre eigene Seite zu lesen, dann möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie sehr sie in anderen Bereichen scheitert. Wenn die Tagesschau so über Israel recherchiert, wie sie auf ihrer eigenen Seite recherchiert, dann gute Nacht Qualitätsjournalismus.

Ich nehme daher alles zurück. ARD steht nicht für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland sondern offenkundig für Arbeitsverweigernde Rundfunkanstalt Deutschland.

Liebe ARD,

wenn Sie immer noch nicht den Kommentar von Michaela Engelmeier finden, lesen Sie meinen Blog, da ist der Kommentar sogar verlinkt und als Screenshot zu sehen.

Und schiebt im Wissen, dass die Qualitätsjournalisten das nicht schaffen nach:

Liebe Redaktion,

Sie schreiben in einer öffentlichen Stellungnahme, ich hätte in meinem Beitrag auf Tapfer im Nirgendwo unrichtige Behauptungen aufgestellt.

Können Sie mir bitte mitteilen, um welche unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten es sich handelt?

Ich möchte und werde alles sofort korrigieren.

Vielen Dank,
Gerd Buurmann

Fazit: Die ARD und ihre Qualitätsberichterstatter sind nicht nur einseitig; recherchieren nicht/lassen weg, was ihnen nicht ins Konzept der Hetze gegen Israel passt. Sie sind zumindest an der Grenze zum Antisemitismus, haben ihn teilweise schon überschritten.

Und da fragt es sich wirklich, ob sie nur dumm und ignorant sind oder sich gezielt und willentlich Instrument arabisch-muslimischen Hasspredigens machen. Was wäre schlimmer?

Vielleicht gibt es ja wieder eine Stellungnahme. Ich gehe davon aus, dass das nicht der Fall sein wird. Denn mit der nächsten wird sich wieder nur Arroganz, Ignoranz und weitere unglaubliche Dummheit und Verblödung offenbaren – und selbst diesen Qualitätsjournalisten könnte dämmern, dass das so ist und sie lassen es deshalb sein – was wiederum Bände über das spricht, was sie in ihrem Beruf verbrechen.