Der Völkermord-Mechanismus

Itamar Marcus, Jerusalem Post, 26. April 2009

Überlebende der Völkermorde in Ruanda und Darfur sprachen diese Woche in Genf auf der Parallelkonferenz zu Menschenrechten, mit der die Durban II-Veranstaltung der UNO gekontert wurde. Ihrer Beschreibung zuzuhören, wie sie von ihren Mördern systematisch dämonisiert wurden, machte klar, dass Völkermord nicht in einem Vakuum geschieht. Der Hass-Zustand einer Bevölkerung, die bereit und begierig darauf ist Völkermord zu begehen, muss genährt werden. Völkermord muss in positive Worte gekleidet werden, damit er die notwendige breite öffentliche Unterstützung bekommt.

Dem Rahmen aller Völkermorde ist eine sehr besondere Art von Dämonisierung gemein. In Ruanda lehrten die Hutus, dass die Tutsies Kakerlaken und Schlangen seien. Tutsi-Frauen wurden als listige Verführerinnen dargestellt, die Schönheit und sexuelle Macht nutzten, um die Hutus zu erobern. In Bosnien besagte ein fiktiver Nachrichtentext, dass Muslime Tieren im Zoo von Sarajewo mit serbischen Kindern fütter würden. Radio Ruanda strahlte wiederholt eine Warnung aus, dass Hutus kurz davor stehen würden von Tutsis angegriffen zu werden, um die Hutus zu überzeugen, dass sie, um sich zu schützen, zuerst angreifen müssten.

Zu dieser Dämonisierung gehörten zwei spezielle Komponenten. Erstens mussten die Opfer als klare und aktuelle Gefahr wahrgenommen werden, damit die Mörder überzeugt waren in Selbstverteidigung zu handeln. Zweitens wurden die Opfer dämonisiert, damit die Mörder sich selbst überzeugten, das sie keine wirklich menschlichen Wesen vernichteten.

Ein anständiger Mensch wird sich am Mord an Unschuldigen nicht beteiligen, aber ein anständiger Mensch könnte sich am Töten von Untermenschen beteiligen, die seine Existenz gefährden. Völkermord als Selbstverteidigung zu formulieren kann anständige Menschen zu Mördern machen. Der Schutz von Kindern und Familie kann aus einem ruhigen Nachbarn einen leidenschaftlichen Mörder machen, weil Selbstverteidigung immer gerechtfertigt ist.

In Darfur und Ruanda bestand alles Nötige, um eine Gesellschaft normaler Menschen in Mörder zu verwandeln, darin sie zu überzeugen, dass sie in Gefahr waren und dass die Leute, die sie gefährdeten, weniger menschlich waren.

Ein Blick zurück in die jüdische Geschichte macht klar, dass die Methode, die genutzt wurde, um Gewalt gegen Juden zu schüren, immer diese Formulierung der „Selbstverteidigung“ einschloss, an der nur Details geändert wurden.

Wenn also Juden im Mittelalter fälschlich der Brunnenvergiftung beschuldigt wurden, die tausende Tote verursachte, dann schlossen sich selbst anständige Menschen dem Töten an. Sie empfanden sich nicht als Mörder, denn sie verteidigten sich und ihre Familien. Als man glaubte, Juden würden das Blut von Kindern für ihre Passah-Matzen benutzen, dann empfanden es selbst anständige Menschen als in Ordnung, wenn sie Juden massakrierten, denn sie verteidigten ihre Kinder vor fürchterlicher Folter.

Selbst Hitler benutzt dieses Argument der Selbstverteidigung in Mein Kampf: In diesem Fall [angesichts der Bedrohung des deutschen Volkes durch die Juden] war die einzige Rettung der Krieg, Krieg mit allen Waffeen, die der menschliche Geist, Verstand und Willen aufbringen kann… Wenn der Jude… über die Völker dieser Welt siegt, dann wird seine Krone der Trauerkranz der Menschheit sein… Daher glaube ich heute, dass ich entsprechend des Willens des allmächtigen Schöpfers handle: Wenn ich mich gegen den Juden verteidige, dann kämpfe ich für das Werk des Herrn.“*

Auch Hitler verpackte seinen Völkermord als legitime Selbstverteidigung. Die Details mögen in jeder Gesellschaft anders sein, aber die Formulierung ist immer dieselbe.

Wenn man die palästinensische Werbung für Hass heute untersucht, dann ist es besonders auffällig und verstören, dass diese Komponenten von Genoziden an Juden in der Vergangenheit hervorstechende Elemente der Hass-Werbung der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas gegen Juden und Israelis sind. Zwei Sendungen des Hamas-Fernsehens Anfang des Monats dokumentieren dies klar.

Das Hamas-Fernsehen strahlte einen Sketch aus, in dem Schauspieler einen jüdischen Vater und seinen Sohn in traditioneller Kleidung darstellten, die den Hass gegen Muslime diskutierten, die ihre jüdische Religion fordert. Der Vater belebt sogar den Jahrhunderte alten Ritualmordvorwurf wieder, die Jüden würden das Blut der Muslime trinken: „Shimon, sieh, mein Sohn, ich will dich ein paar Dinge lehren. Du musst die Muslime hassen… wir wollen die Muslime ttöen, wir Juden wollen das Blut der Muslime trinken.“ Er kritisiert seinen Sohn später, dass er sich die Hände vor dem Gebet in Wasser wäscht: „Wir müssen unsere Hände mit dem Blut der Muslime waschen.“ (Al-Aqsa-TV, 3. April) Ironischerweise kam die Beschuldigung der Hamas, die Juden würden muslimisches Blut trinken, in der Woche vor dem Passah-Fest, dem Jahrestag vieler fürchterlicher Ritualmord-Vorwürfe.

Am selben Tag beendete ein religiöser Führer der Hamas seine Predigt mit dem Versprechen, dass letztlich der Völkermord an den Juden stattfinden wird. Um das richtig zu formulieren, begann er mit einer Darstellung der Juden als Feinde der Menschheit. Die Juden sind in sich böse, streben die Weltherrschaft an und sind eine Bedrohung der Muslime und der gesamten Menschheit.

Ziad Abu Alhai formulierte es so: „Hass auf Muslime und den Islam ist in ihren [der Juden] Seelen, sie sind von Natur aus so veranlagt… Israel ist ein Krebs, der die Welt beherrschen will.“ Er schlussfolgerte, dass den Juden die Auslöschung bestimmt ist: „Die Zeit wird kommen, durch Allahs Willen, wenn ihr Besitz zerstört und ihre Kinder ausgelöscht werden und kein Jude oder Zionist auf dem Angesicht dieser Erde verbleiben wird.“ (Al-Aqsa TV, 3. April)

Diese Dämonisierung und Entmenschlichung der Juden ist nicht auf die Hamas beschränkt. Obwohl sie zögert ausdrücklich zum Mord an Juden aufzurufen, während sie Geld vom Westen bekommen will, führt die PA weiterhin ihre unerbittliche Formulierung von Völkermord als Selbstverteidigung und zum Guten der Allgemeinheit fort.

In den PA-Fatah-Medien von heute werden Juden und Israelis durch böswillige Verleumdungen dämonisiert, darunter durch Lügen wie die Behauptung, dass Israel absichtlich AIDS und Drogen verbreite, naziartige medizinische Experimente an Palästinensern durchführe und plane die Al Aksa-Moschee zu zerstören.

Taysir al-Tamimi, der palästinensische religiöse Oberrichter, sagt: „Die AIDS-Frage muss die ihr zustehende Aufmerksamkeit bekommen… da wir Nachbar einer Gesellschaft [Israel] sind, wo diese Seuche weit verbreitet ist und die so handelt, dass [AIDS] in der palästinensischen Gesellschaft übertragen wird. Die Besatzungsbehörden, besonders die in Jerusalem, arbeiten daran Drogen und Drogenabhängigkeit zu verbreiten, ohne Zweifel.“ (PA-Radio, 17. Februar 2008)

Und dies kommt von Dr. Mutawakil Taha, dem Kopf der palästinensischen Schriftstellervereinigung und ehemalige stellvertretende Minister der PA: „Wir haben gesehen, wie sie [die Zionisten] mit Messern in die Bäuche schwangerer Frauen stechen, Kleinkinder abschlachten und kaltblütig Leben fressen. Sie beschossen Kinder und die Schöße von Frauen, damit dieses Volk sich nicht fortpflanzt.“ (PA-TV, 4. März 2008)

Ein Artikel in Al-Ayyam vom Juli 2008 beschuldigt israelische Siedler, sie setzten Ratten in Jerusalems Altstadt frei „um das Leben der [arabischen] Einwohner in eine Hölle auf Erden zu verwandeln, sie zur Flucht zu zwingen…“ (17. Juli 2008). Ein Video auf PA-TV stellte Szenen echter israelischer Panzer fiktiven Szenen eines Kindes gegenüber, auf das geschossen wird, womit die Fiktion geschaffen wurde, dass Israelis absichtlich auf palästinensische Kindern zielen und schießen. (PA-TV, 15. Mail 2008)

So, wie die Tutsis als Kakerlaken und Schlangen beschrieben wurden, haben sowohl die Hamas als auch die PA Juden als verabscheuungswürdige und gefährliche Tiere beschrieben, darunter als Kakerlaken, Spinnen, Skorpione und Alligatoren.

Zwar ist jede Verleumdung ein wenig andres, aber ihr Substanz dieselbe: Die Israelis und die Juden sind gefährlich, sie sind keine Menschen, wir müssen uns gegen sie verteidigen und wir sind klar im Recht, wenn wir das tun.

Es ist tragisch, dass diese Formulierung von Völkermord als notwendige Selbstverteidigung derart erschreckend erfolgreich geworden ist.

Eine Umfrage nach dem Mord an acht Jeschiwa-Schülern im letzten Jahr stellte fest, dass „84 Prozent der Palästinenser die Terror-Anschläge befürworten, bei denen acht junge Schüler in einer Jerusalemer Jeschiwa am 6. März 2008 getötet wurden“ (Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research, New York Times, 19. März 2008). Wie kann eine ganze palästinensische Gesellschaft den Mord an Kindern unterstützen? Eindeutig ist die Bezeichnung von Juden und Israelis als tödliche Gefahr für die Palästinenser ein totaler Erfolg gewesen.

Israel sieht sich jetzt einer Gesellschaft gegenüber, die sehr wahrscheinlich über das Stadium der Formulierung des Völkermords hinaus ist und den Punkt erreicht hat, die Tötung von Israelis, sogar Teenagern, als gerechtfertigt betrachtet. All dies wäre notwendig, damit die Bevölkerung bei dem von ihren Führern so oft in allen Details beschriebenen End-Script mitzieht, das das Mittel dazu wäre.
* Rückübersetzung aus dem Englischen

Israel wird Völkermord an den palästinensischen Arabern vorgeworfen

gefunden auf Facebook:

genocide

Die Bevölkerungsentwicklung der Juden in arabischen/muslimischen Staaten und die der Araber im Gazastreifen und den PA-Gebieten:
Juden (bzw unten: Muslime) 1948, 2015 und in der letzten Spalte der Anteil der noch vorhandenen Bevölkerung.
Wenn der Stand der PA-Araber in den Gebieten unter voller Kontrolle der PA bei 540% der Anzahl von 1948 liegt und in den arabisch-muslimischen Staaten der Anteil der Juden so gut wie überall auf 0% gefallen ist (und in den beiden anderen nur noch einen Bruchteil der früheren Bevölkerungszahl beträgt), dann sind natürlich die Juden die Völkermörder und ethnischen Säuberer, aber niemals die muslimischen Araber, nicht wahr?

Sie posten offen, was sie wollen

Thomas von der Osten-Sacken fand an einem Tag (7.11.15) gleich 2 Bilder (auf einer „Free Palestinee“-Seite), die den ganzen Friedenswillen der Palästinenser-Liebhaber verdeutlichen:

Palli-Frieden2015-11-07Israel, denke daran:
Wir werden den Kampf niemals aufgeben,
bis Palästina frei ist.
(Und als Palästina bezeichnen sie das „ganze historische Palästina“,
„vom Fluss bis zum Meer“.)

Von Proportionalität und Fähigkeiten

Von Nissan, am 19. August, locker übertragen:

Lasst uns mal sehen: Israel schoss rund 5000 Mal in den Gazastreifen. Nach Angaben der Palästinenser wurden rund 2000 Gazaner getötet. Das bedeutet also, dass Israel 2 bis 3 Luftangriffe benötigte, um einen einzelnen Gazaner zu töten.

Wir können offenbar nicht zielen, haben schlechte Waffen oder sind echt grottenschlecht bei diesem „Völkermord“-Geschäft. Vielleicht brauchen wir Lektionen bei Assad oder dem neu ausgerufenen Islamischen Staat – oder von der Hamas, von der berichtet wird, das sie an einem betulichen Abend mit Schießen rund 30 bis 50 Gazaner töteten, weil die Gegner des Regimes waren.

Völkermord – was ist nötig?

Itamar Marcus von Palestinian Media Watch hat reichlich Erfahrung mit antijüdischer Hetze, da er sie seit Jahren in den palästinensischen Medien beobachtet und offen legt. Er hat eine kleine Analyse über allgemeingültige Probleme bei der Durchführung eines Völkermords geschrieben, die es nicht nur für den an Juden gibt. Von diesen greift er auf den Antisemitismus zurück, der nicht nur von der „extremistischen“ Hamas, sondern auch von der „moderaten“ Fatah/PA ausgeht.

Hier ist die deutsche Übersetzung des Textes von Itamar zu lesen.

Die Arabische Liga stützt den Völkermord in Darfur

Robert Spencer, Human Events, 8. April 2009

Völkermord in Darfur? Entspannt euch! Auf dem Gipfel letzte Woch ein Qatar wies die Arabische Liga die Anklage des sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen entschieden zurück. „Wir betonen unsere Solidarität mit dem Sudan und unsere Ablehnung und Zurückweisung der vom internationalen Gerichtshof ausgestellten Entscheidung“, besagte das Kommuniqué der Arabischen Liga.

Es lohnt zu untersuchen, mit wem genau die Arabische Liga da ihre Solidarität bekundet. Al-Baschir hat den völkermörderische Feldzug der von der Regierung gestützten Janjawid-Milizen in der Region Darfur im westlichen Sudan beaufsichtigt, bei dem 400,000 Menschen getötet und mehr als 2.500.000 obdachlos gemacht wurden. 2004 sagte der humanitäre UN-Koordinator für den Sudan, die Lage in Darfur sei „die größte humanitäre Krise der Welt“.

Drei Jahre später berichtete eine Mission des UN-Menschenrechtsrats „grobe Verletzungen von Menschenrechten und schwer wiegende Brüche des Menschenrechts in der Region“ und rief die sudanesische Regierung auf „ihren Verpflichtungen unter den internationalen Menschenrechten und dem humanitären Recht zu entsprechen“. Ein Bericht der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte aus dem Jahr 2008 besagte: „Das Ausmaß der Zerstörung legt nahe, dass der Schaden absichtlich verursacht wurde und integraler Bestandteil der Militärstrategie ist.“ ICC-Ankläger Luis Moreno-Ocampo sagte, Al-Baschir habe die Regierungstruppen angewiesen „keine Verwundeten oder Gefangenen zu machen. Er wollte Völkermord begehen.“

Aber statt den Völkermord in Darfur zu verurteilen und Al-Baschir zur Verantwortung zu ziehen, wie man es von den Anhängern der gepriesenen Religion des Friedens erwarten sollte, hat die Arabische Liga die Reihen um ihn geschlossen. Und nicht nur die Arabische Liga: Der syrische Außenminister Walid al-Moallem erklärte: „Von uns allen wird verlangt, dass wir uns hinter unsere Brüder im Sudan ihre Führung stellen, um die Gefahren abzuwehren, die Auswirkungen auf unsere kollektive Sicherheit haben.“ Wessen kollektive Sicherheit? Die der islamischen Welt: Die 57 Regierungen umfassende Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) nannte den Haftbefehl des ICC „ungerechtfertigt und inakzeptabel“. Der Sprecher des iranischen Parlaments, Ali Larijani, sagte, der Haftbefehl sei nichts als eine „Verschwörung gegen den Islam“. Als Schlag gegen Obama fügte er hinzu: „Wir betrachten den Haftbefehl als politische Beleidigung der Muslime. Was wir von den Veränderungen in der US-Administration erwarteten, war, dass wir nicht mehr Zeugen solcher Haltungen sein würden.“

Al-Baschir selbst würde zustimmen. Schon 2004 behauptete er: „Die internationale Besorgnis um die Darfur-Frage zielt gegen den Status des Islam im Sudan.“

Es ist beunruhigend genug, dass die Arabische Liga und ihre muslimischen Verbündeten die islamische Solidarität höher zu schätzen scheinen als einen Kriminellen der Gerechtigkeit zuzuführen; aber die Behauptung, dass gegen den Völkermord in Darfur zu sein ein Angriff auf den Islam sei, sollte der Obama-Administration zu denken geben. Während seiner Reise in die Türkei in dieser Woche wiederholte Obama, dass die USA „breites Engagement“ mit der islamische Welt anstrebten, „das sich auf gegenseitigen Interessen und gegenseitigem Respekt gründet“.

Es wäre wichtig, er würde die Frage überdenken, was in diesem Zusammenhang „Respekt“ heißt, wenn sich gegen Massenmord auszusprechen als Akt der Respektlosigkeit betrachtet wird. Al-Baschir hat wiederholt den Westen kritisiert; 2007 sagte er: „Westliche Nationen haben keine Ethik und Moral und wir werden sie zu ihnen exportieren.“ Er manifestierte einmal mehr seine Vorliebe für die Auslöschung von Völkern, als er hinzufügte: „Diese Länder sind politisch, militärisch und wirtschaftlich stark. Wir sind stark durch unsere Werte und wir warten auf Allahs Versprechen sie Auszulöschen.“

Statt sich auf Respekt zu konzentrieren, würde Obama den zu Opfern gemachten Muslimen in Darfur einen besseren Dienst leisten, wenn er sich auf Gerechtigkeit konzentrierte. Er hat in der Türkei erklärt: „Die USA sind nicht und werden nie mit dem Islam im Krieg liegen.“ Aber wenn große muslimische Organisationen es so sehen, dass die Verteidigung der grundlegenden Menschenrechte einen Krieg gegen den Islam darstellt, was wird Obama sagen?

Bisher hat er nichts dazu gesagt. Aber der Unwille der Arabischen Liga Al-Baschir entgegenzutreten und gegen den Völkermord im Darfur zu sein kann nichts Gutes bringen, nicht nur für die Völker in Darfur, sondern auch für die immense Wette, die Obama eingegangen ist – seine Hoffnung, dass er dadurch, dass er der islamischen Welt mit Respekt entgegentritt, dieser Respekt erwidert wird. Die Vielen, die weiterhin in Darfur abgeschlachtet werden, deren Tod von muslimischen Führern im Namen der islamische Solidarität unbemerkt und unbetrauert bleibt, geben Zeugnis, wie hohl und naiv diese Hoffnung ist.