Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07. Januar 2017)

Sonntag, 01.01.2017:

Mahmud Abbas hat ja behauptet er wolle mit Trump am Frieden arbeiten. Problem für die Gültigkeit dessen, was er (unwahrscheinlich) schaffen würde: Zwei Drittel der PalAraber wollen ihn endlich weg sehen.

Die Hamas verhöhnt die Israelis mit zwei gefakten Geburtstagsvideos für einen der von ihr verschleppten toten Soldaten.

Die Hamas beschwert sich, dass Israel die Leichen mehrerer Terroristen nicht an sie zurückgibt. Das sei Beweis dafür wie kriminell und barbarisch Besatzung die Besatzung ist – tönt ausgerechnet die Terrortruppe, die seit 2 Jahren die Leichen zweier Israelis nicht rausrücken will…

Montag, 02.01.2017:

Nach der UNSC-Resolution kurz vor Weihnachten haben die Pal-Araber die Anschläge mit Steinwürfen intensiviert. Allein heute gab es mindestens 9 davon.

Die Fatah feiert ihr 52-jähriges Bestehen: „Um ein echter Palästinenser zu sein, musst du ein Kämpfer sein, der sich opfert.“ Dazu wurden Terrorführer geehrt, die für Hunderte Terrortote verantwortlich sind. Als Vorbilder wurden einige weitere Terroristen gerühmt. (Elder of Ziyon hat Fotos von den Feiern.)

Die Hamas hat ihre jährliche „Märtyrerstatistik“ veröffentlicht. 2016 gab es 29 Märtyrer, wobei die Hamas selbst weit erfolgreicher war solche zu schaffen als Israel: 21 starben in einstürzenden Tunneln, 2 bei Trainingsunfällen, 2 bei „Arbeitsunfällen“, einer beim Entschärfen eine Bombe, einer erlag früher erlittenen Verletzungen, einer wurde von israelischen Truppen in Hebron getötet (nach der Ermordung von Rabbi Miki Mar), und einer soll in Tunesien vom Mossad getötet worden sein.

Am Berg Hebron stürzte eine Drohne ab. Es wurde festgestellt, dass sie der EU gehört, die damit in Zusammenarbeit mit den Pal-Arabern jüdische Orte ausspioniert (die in der Regel IDF-Basen haben).

Die ägyptischen Behörden geben an 12 Schmuggeltunnel in den Gazastreifen zerstört zu haben.

Dienstag, 03.01.2016:

Die Fatah/PA dreht die Gebetsmühle; jetzt war Sultan Abu al-Einein dran einer Zeitung zu verkünden, dass eine Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem zu Judenmord führen wird.

Letzten Monat wurde eine 17-jährige Terroristin überwältigt, bevor sie Schaden anrichten konnte. Sie zeigte während der Vernehmungen eigene Zeichnungen, die ihre Mordabsichten illustrieren.

Sonntag führte der Archäologe Gabriel Barkay eine Gruppe amerikanischer Studenten über den Tempelberg. Waqf-Wächter zerrten ihn zur Polizei und forderten, er solle des Tempelbergs verwiesen werden, weil er nicht „Haram al-Scharif“, sondern „Tempelberg“ sagte. Die Polizisten lehnten das ab, „rieten“ Barkay aber den Begriff „Tempelberg“ nicht mehr zu benutzen. Dieser sagte während der restlichen Führung nur noch „TM“ (für Temple Mount).
Barkay und viele Reiseführer berichten, dass sie immer wieder von Waqf-Wächtern angegriffen und belästigt werden, wenn sie auf dem Tempelberg historische Erklärungen geben.

Mittwoch, 04.01.2016:

Karikatur der PA in ihrer Tageszeitung: Der Weihnachtsmann wurde von Israel ermordet, weil er ein Terrorist sein soll.

WAFA „berichtet“ alle zwei Wochen über „antiarabische israelische Hetze und Rassismus“ – und es stellt sich heraus, dass alles, was die PalAraber schlecht aussehen lässt, „antiarabische Hetze und Rassismus“ ist.

Donnerstag, 05.01.2016:

10 chassidische Juden gingen zu Josuas Grab in Kifl Hares bei Ariel in Samaria. Sie worden von Arabern angegriffen und riefen die Polizei, die daraufhin die Juden festnahm. Nach Angaben der NGO Honenu, die für jüdische Rechte in Israel eintritt, befindet sich Kil Hares in Area B, die von Juden betreten werden darf. Die Polizei behauptet die Juden hätten die Gegend illegal betreten.

Gut, wundern sollte sich niemand: Die Stadt Ramallah hat eine Straße nach einem katholischen Erzbischof benannt, der zu den boshaftesten Antisemiten der katholischen Kirche gehörte (und am Sonntag in Rom im Alter von 94 Jahren verstarb). In den 1970-er Jahren hatte der Erzbischof in seinem Dienstfahrzeug automatische Waffen für PLO-Terroristen geschmuggelt.

Seit heute ist klar, dass ein Mord in Haifa am Mittwochmorgen ein Terroranschlag war. Der Terrorist wird immer noch gesucht. Inzwischen hat er sich nach Angaben von YNet selbst gestellt.

Freitag, 06.01.2017:
Mittwochabend (gegen 22.30 Uhr) sank ein arabisches Fischerboot aus dem Gazastreifen nach einer Kollision mit einem israelischen Patrouillenboot. Die IDF sagt, das sei den Umständen auf See geschuldet gewesen, die PalAraber behaupten die Marine habe das gezielt gemacht.
Gestern behaupteten PalAraber, IDF-Soldaten hätten auf das Auto eines stellvertretenden PA-Ministers geschossen. Die IDF bestreitet dies kategorisch.
– Am Nachmittag bewarfen Araber im Gush Etzion israelische Autofahrer mit Felsbrocken.

Mahmud Abbas verkündet, die Konferenz in Paris (ohne Israel) sei eine Gelegenheit eine Friedensvereinbarung zu erreichen (über einen „internationalen Mechanismus und einen Zeitplan). Er wolle Frieden durch Verhandlungen erreichen (wie, wenn er nicht mit Netanyahu redet???), lehne jeden anderen Weg ab (warum dann die Terrorhetze gegen die Juden?) und sei gegen jeglichen Terror, Extremismus und Gewalt überall in der Welt.

Die PA erhielt von Israel die Leichen zweier Terroristen, die vor vier Monaten Anschläge in Hebron verübten.

Hysterie versus Realität auf dem Tempelberg

Elder of Ziyon, 5. Juni 2016

Die vom Westen finanzierte Nachrichtenagentur Ma’an berichtet auf Arabisch:

Dutzende extremistische Siedler stürmten am Sonntagmorgen die Al-Aqsa-Moschee im Gedenken an die „Naksa“, die Besetzung Jerusalems im Jahr 1967, um an den Türen der Moschee und auf den Straßen der Altstadt Jerusalems mit den Touren und provokativen Märschen unter israelischem Polizeischutz zusammenzutreffen.

Der Direktor der Al-Aqsa-Moschee, Scheik Omar Kiswani, sagte, dass 208 Siedler in kleinen Gruppen durch das Mughrabi-Tor die Al-Aqsa-Moschee stürmten; sie wurden stark von israelischer Polizei und Spezialkräften beschützt.

Al-Kiswani sagte, die Israelis begannen ihre Tour am Marokkaner-Tor, bevor sie sich zu den Moscheen Al-Qibli und al-Marwani auf dem Gelände und dann in den Bereich Bab al-Rahma begaben. Einige von ihnen versuchten religiöse Rituale auszuführen, wurde aber von Wachen daran gehindert.

Scheik Kiswani betonte, dass die Siedler kein Recht haben die Al-Aqsa zu stürmen; er machte die israelische Regierung und die israelische Polizei für die angespannte Lage am Vorabend des heiligen Monats Ramadan verantwortlich.

Die islamische Waqf verurteilte die provokante Praxis, die durch Siedler in der Aqsa-Moschee stattfand.

Dass Juden friedlich den Tempelberg besuchen ist heute bei Ma‘an die Top-Story sowohl in der englischen (wo die Rhetorik etwas abgemildert ist) wie in der arabischen Ausgabe.

Diese Hysterie wird tagein, tagaus in arabischen Medien weltweit veröffentlicht.

Letztes Jahr beschloss der säkulare israelische Journalist Shlomo Eldar die heilige Stelle zu besuchen, um zu sehen, worum es bei der Aufregung geht. Er veröffentlichte die Wahrheit in Al-Monitor:

Ich besuchte den Tempelberg nicht aus religiösen, politischen oder ideologischen Gründen. Stattdessen kam ich als Journalist, der wissen wollte, was es mit dem ganzen Tumult auf sich hat. Ich wollte aus eigener Anschauung herausfinden, ob die palästinensischen Vorwürfe, die Al-Aqsa-Moschee sei in Gefahr, begründet sind. Hat Israel wirklich den geheiligten Status quo auf dem Tempelberg verändert oder ist es – wie israelische Offizielle behaupten – die hemmungslose und gewollte Hetzte durch den nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung in Israel und die Offiziellen der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die die aktuelle Terrorwelle entfachten?

Das Gelände zu besuchen ist nur über organisierte Gruppen möglich oder durch solche, die vor Ort organisiert werden. Das ist der Grund, dass ich darum bat mich einer Tour der Stiftung Tempelberg-Erbe anschließen zu können, die vom rechten Aktivisten Yehuda Glick geleitet wird, der die LIBA-Initiative für freien jüdischen Zugang zum Tempelberg leitet. Zu meiner Überraschung entdeckte ich allerdings, dass ich der einzige Tourist in der Initiative war, weshalb das Privileg hatte eine private Reiseführerin zu haben, die mir einen detaillierten Überblick über die Geschichte Jerusalems und des Tempelbergs gab.

Orna – eine zertifizierte Reiseleiterin und säkulare Frau – war einen Monat lang als Freiwillige dort, wie es viele andere Reiseführer tun, die kostenfreie, professionelle Touren „ohne religiöse, politische oder ideologische Agenden“ für jeden anbieten, der den Ort sehen und informiert werden möchte.

Als wir am Eingangstor ankamen, erwartete mich eine weitere Überraschung: Hunderte Touristen aus aller Welt reihten sich ein, warteten geduldig auf die Besuchszeiten. Mit Touristen vollgepackte Busse parkten auf dem Parkplatz nahe der Westmauer. Reihe auf Reihe Besucher aus unterschiedlichen Ländern schlossen sich der mäandrierenden Warteschlange an, die sich den ganzen Weg vom Eingang bis am Dungtor der Altstadt ausbreitete. Naiverweise glaubte ich, dass nur eine handvoll Menschen, hauptsächlich rechtsgerichtete israelische Gruppen, die auf einer Veränderung der bestehenden Ordnung bestehen, kommen würden, um diesen Krisenherd zu besuchen.

Wie sich herausstellte haben Touristen beim Zugang zum Gelände Vorrang. Wenn eine Gruppe Juden organisiert wird, nimmt sie die letzte Stelle für den Aufgang ein. Juden, die den Tempelberg zu besuchen wünschen, werden Polizisten, Grenzpolizisten und Waqf-Wächtern zugewiesen, die sicherstellen, dass sie keine jüdischen rituellen Objekte welcher Art auch immer mitbringen. Es ist einem auch verboten zu beten, sich zu verbeugen, sich zu setzen, still Gebete zu sprechen, ein Gebetsbuch, ein Foto des Geländes oder einen Davidstern mitzubringen. Ihnen ist nicht erlaubt irgendetwas mitzubringen, das möglicherweise muslimische Beter aufbringen und weitere Spannungen schüren könnte. Bevor wir hinauf gingen, verstaute Orna sorgfältig alle Fotos, Zeichnungen und Landkarten, die sie dabei hatte, unter der Treppe, um die strikten Besuchsregeln zu erfüllen. Neben der langen Reihe Touristen standen fünf Juden mit Kippot. Als sie erst einmal als Gruppe organisiert waren, warteten sie auf die Anweisungen der Sicherheitsleute, damit diese sie hinein ließen. Nach einem rigorosen Sicherheitscheck am Eingangstor wurden sie einem Grenzsoldaten sowie Waqf-Wächtern zugewiesen, die sie während des gesamten Besuchs umringten. Sobald sie das Plateau betraten, begannen die Frauen der Mourabitat (organisierte Muslim-Aktivistinnen) laut zu kreischen: „Allahu Akbar.“ Es war das erste Mal, dass ich aus der Nähe Frauen sah, die von der Nördlichen Islamischen Bewegung in Israel angeworben worden sind und ein Gehalt für die Beteiligung an dem Auftrag „die Al-Aqsa-Moschee zu verteidigen“ erhalten.

Im weiteren Umkreis des Eingangs saßen 20 Frauen einer religiösen Lerngruppe in einem Kreis und lasen den Koran. Auf einem kleinen Hügel auf der anderen Seite, außerhalb des Gebäudes, waren die Mourabitoun – die Männer – die ebenfalls Koranunterricht abhielten. Als diese die religiösen Juden sahen, begannen auch sie mit lauter Stimme „Allahu Akbar“ zu brüllen, was sich mit dem Kreischen der Frauen mischte.

Von diesem Skandieren ungerührt ging die kleine jüdische Gruppe langsam weiter den Platz entlang, bis zum Eingang der Moschee, der durch einen Streifen auf dem Boden markiert ist. An diesem Punkt hielten sie aus Angst, sie könnten einen Bereich betreten, der verboten ist. Von dort gingen sie eine weitere Runde den Platz entlang. Dann verließen sie das Gelände, begleitet von den Wachen und dem Allahu-Akbar-Gebrüll.

Ich näherte mich der Gruppe Mourabitoun-Männer. Ich holte mein Smartphone heraus und machte ein Foto. Plötzlich tauchten Waqf-Wächter auf, die forderten, dass ich ihnen mein Handy übergebe und behaupteten, ich hätte ein Foto von einem Ort gemacht, der nicht fotografiert werden darf.

„Ich habe nichts dagegen ein verbotenes Foto zu löschen“, sagte ich einem der Wächter, der sicherstellte, dass ich alle Fotos von den Mourabitoun und Mourabitat auf dem Tempelberg löschte, ebenso Fotos der Waqf-Sicherheitswächter um die Moschee. Sie ließen mich allerdings ein Foto von mir vor dem Hintergrund der Moschee behalten. Dann tauchte aber eine weitere Gruppe Waqf-Sicherheitswachen mit ihrem Kommandeur auf (was ich aufgrund des Tons in seiner Stimme und den Befehlen annehme, mit denen er seine Untergebenen gängelte). Sie verlangten, dass ich vom Tempelberg entfernt werde, weil ich nach ihren Angaben die Regeln verletzt hätte. „Niemand sagte mir, dass ich keine Fotos von Gläubigen machen darf“, versuchte ich zu erklären. Um mein Argument zu stützen, fügte ich an, dass ich alle Fotos offen und in Anwesenheit der Sicherheitswachen gelöscht hatte. „Hätte ich gewusst, dass ich keine Fotos von Mourabitoun machen darf, hätte ich das dann vor euren Augen gemacht?“, wunderte ich mich laut.

Der Kommandeur der Waqf-Einheit wurde lauter: „Bringt ihn weg von hier, sofort. Khalas! [Das reicht!] Raus!“ Als sie begannen mich zum Ausgangstor zu geleiten, tauchte ein Grenzpolizist auf, der an einem der Sicherheitsposten stationiert war, an dem die Auseinandersetzung stattfand. An diesem Punkt entstand ein Streit über die Souveränität auf dem Tempelberg. „Ihr habt kein Recht irgendwelche Besucher vom Platz zu entfernen“, sagte der Grenzer seinen Waqf-Gegenüber, die darauf bestanden den „gefährlichen Touristen“ zu entfernen.

Einer der Waqf-Offiziellen wandte sich zu mir und sagte auf Englisch: „Hier treffen wir die Entscheidungen. Hier haben wir das Sagen. Hier sind wir die Könige – die Herrscher.“ Er wiederholte immer und immer wieder das Wort „König“. „Niemand kann anfechten, was wir sagen“, argumentierte er. „Wir bestimmen, wer hereinkommt und wer hinausgeht und was sie tun können oder nicht. Wir sind der Souverän an der Al-Aqsa-Moschee.“ Der Grenzpolizist versuchte ihn zu beruhigen; er sagte ihm, dass das nicht die Verfahrensweisen sind und dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Doch der Waqf-Wächter bestand darauf, dass sie der Souverän sind und dass ihnen ausdrücklich befohlen worden war mich des Ortes zu verweisen.

Das beendete meinen Besuch auf dem Tempelberg, durch den ich erfuhr, dass die Al-Aqsa-Moschee nicht in Gefahr ist, da die Waqf-Offiziellen die Autorität und Fähigkeit haben zu entscheiden, wer das Gelände besuchen darf und wer die Messlattenkriterien nicht erfüllt.

Der Knesset-Abgeordnet Ghattas behauptete, dass Israel seine Kontrolle und Besatzung vertiefe, allerdings verstehe ich nicht, was er sah. Die Sicherheitswächter der Waqf sind auf dem Tempelberg dicht formiert und unternehmen große Anstrengungen sicherzustellen, dass im Vergleich zu den tausenden Touristen, deren Besuche fast ungestört zugelassen werden, nur kleine Gruppen Juden auf das Gelände kommen. Während der Erhalt von Ordnung und Sicherheit auf dem Tempelberg und an der Al-Aqsa-Moschee von Israel und der Waqf geteilt werden, belohnen die Spannungen die Palästinenser mit der fast totalen Kontrolle darüber, wer auf den Tempelberg kommen darf und wer nicht. Das steht natürlich in scharfem Gegensatz zu den palästinensischen Vorwürfen, Israel habe den Status quo verändert und die Al-Aqsa sei in Gefahr.

Selbst ein israelischer Journalist hatte die Hysterie ohne Fragen zu stellen geglaubt, bis er sich entschied selber einen Blick auf die Lage zu werfen.

Die Realität sieht so aus, dass Juden friedlich den Tempelberg besuchen und rigorosen Einschränkungen unterworfen werden, die für säkulare Touristen und Muslime nicht gelten. Und jedes Mal, wenn sie kommen, machen die Muslime eine große Sache daraus, um eine Situation zu schaffen, in der Juden komplett der Zugang gesperrt wird.

Und zu einem großen Teil hat die Strategie bereits funktioniert.

Die Davidstadt gegen die Propagandamaschinerie

Im Kampf um Jerusalem ist Archäologie der Schlüssel

Moran Shirazi, Israel National News, 21. Januar 2015

Während die politischen Schlagen im nationalen Kampf zwischen den Juden und Arabern Israels weiter toben, findet eine andere Schlacht hinter den Kulissen statt, außerhalb der Augen der Öffentlichkeit. Seit Jahren hat die Archäologie eine zunehmend entscheidende Rolle im Kampf zweier gegnerischen nationalen Narrative gespielt; während aber israelische Archäologen und die Israelische Antiken-Behörde (IAA) daran gearbeitet haben islamische Stätten zu erhalten, haben islamische Behörden alles ihnen mögliche unternommen, um jeden Beweis einer historischen jüdischen Verbindung zum Land Israel zu bestreiten und zu vernichten, besonders in der Stadt Jerusalem.

In der politischen Arena reichen Angriffe auf israelische archäologische Praxis in Jerusalem sogar viele Jahre zurück. 1974 wurde die UNESCO von den arabischen Staaten gezwungen für Sanktionen gegen israelische Grabungen in Jerusalem zu stimmen und Israel die Mitgliedschaft in der Europa-Regionalgruppe der Organisation zu verweigern. Obwohl Israel 1977 wieder aufgenommen wurde, ging die Einseitigkeit der UNESCO weiter, darunter dass das Rahelgrab zu einer Moschee erklärt wurde und selbst, dass Israel archäologische Stätten in Judäa und Samaria auf die Liste seines nationalen Erbes setzte, wurde verurteilt.

In ihren eigenen archäologischen Praktiken entfernt der islamische Waqf ständig immense Mengen an Schutt vom Tempelberg und lädt ihn ab, der unbezahlbare Überreste antiker jüdischer Relikte enthält. Derweil wandelte er die inneren Zwischenräume in Moscheen. Muslimische „Gräber“ tauchen auf einmal an umstrittenen Grundstücken in Jerusalem auf und es wurden sogar Bemühungen unternommen archäologische Artefakte im Boden sicherzustellen, dass sie illegal erlangtes palästinensisches Eigentum seien.

Gleichzeitig hilft die internationale Linke bei der arabischen Propagandakampagne.

Zum Beispiel bringt eine Google-Suche zum Begriff „Judaization of Jerusalem“ (Verjudung Jerusalems) mehr als 100.000 Ergebnisse; das mag sich zwar auf jeden Versuch beziehen zu demonstrieren, dass Juden ein historische Verbindung zu Jerusalem haben, es verweist aber öfter auf jegliche Veränderung der politische, demografischen, wirtschaftlichen, architektonischen oder anderen Aspekte Jerusalems, die als in Israels Interesse interpretiert werden können. In der Suche nach Bestätigung des ersten liegt die Macht der Archäologie und es gibt heute vielleicht keinen wichtigeren Ort dafür als die Davidstadt in Jerusalem.

Die Davidstadt

Die Davidstadt wird weithin als der Ort der Geburt Jerusalems betrachtet, wo vor 3.000 Jahren König David die Stadt von den Jebusitern eroberte und seine Hauptstadt auf dem errichtete, was bald ein israelitisches Reich an den Ausläufern des Berges Moriah werden sollte. Dieser Teil Jerusalems liegt aber heute im arabischen Viertel Silwan, außerhalb der Mauern der Altstadt, in „Ostjerusalem“, einem großen Bereich, der nach dem Krieg von 1967 in die Stadt und den Staat Israel annektiert wurde, der aber von der internationalen Gemeinschaft nicht als israelisch anerkannt worden ist.

Diese Lage macht jegliche Entdeckung in dem Bereich aus archäologischer Perspektive enorm wichtig, ganz abgesehen von ihren sozialen und politischen Folgen. Es ist kein Zufall, dass zwar die Davidstadt unter dem Schutz der Israel Nature and Parks Authority steht, diese besondere Stelle aber tatsächlich von Elad verwaltet wird, einer privaten Nichtregierungs-Organisation, die sicherstellt, dass jede Entdeckung ordnungsgemäß erhalten wird.

Im Verlauf der Jahre haben dazu der vor 2000 Jahren während der Zeit des König Herodes gebaute Teich Siloah gehört, der als zentraler Treffpunkt für die Jerusalem-Pilger diente, die in die Stadt kamen, um an den drei wichtigsten jüdischen Feiertagen den Tempelberg zu besuchen: Pessah, Sukkot (das Laubhüttenfest) und Schawuot (das Wochenfest 50 Tage nach Pessah); die Herodes-Straße, die den Teich Siloah mit dem Tempelberg vergand und als Hauptdurchgangsstraße für alle Pilger und Besucher Jerusalems diente; der Hiskia-Tunnel, der von König Hiskia im Jahr 701 v.Chr. 500m unter der Davidstadt gebaut wurde, um Jerusalems Wasserquellen zu schützen, die Gihon-Quelle der eindringenden Assyrer (2. Chronik 32, 2-4); antike jüdische Staatsmünzen, juristische Dokumente und weiteres. Jede Entdeckung ist ein authentisches Zeugnis der Präsenz des jüdischen Volks in ihrer ewigen Hauptstadt seit undenkbaren Zeiten.

Wie können sie helfen? Besuchen Sie die Internetseite der Davidstadt und sehen Sie sich das Geschäft der Davidstadt an, dessen einzigartige Kunstwerke von den tatsächlichen Entdeckungen während dieser Ausgrabungen inspiriert und gestaltet wurden.

Jude besucht heilige Stätte; Araber nennen das „Provokation“

Elder of Ziyon, 23. Juni 2009

Aus Ma’an:

Israels Minister für innere Sicherheit, Yitzhak Aharonowitsch, besuchte Dienstagmorgen den Al-Aqsa-Moscheekomplex in Jerusalems Altstadt unter schwerer Bewachung; palästinensische Offizielle verurteilten dies als „Provokation“.

… Die Al-Aqsa Foundation for Heritage sagte in einer Erklärung, dass der israelische Minister auch in die Marwani-Moschee und in den Felsendom hinein platze und die Al-Aqsa-Moschee umkreiste.

Die Organisation sagte: „Dieser Besuch zeigt, dass die israelische Institution auf die Al-Aqsa schießt“, und fragte: „Ist dieses Eindringen nur eine Provokation oder steckt etwas anderes hinter dem Besuch?“

Schließlich zeigt der letzte Absatz, dass der Besuch mit der Waqf koordiniert wurde:

Scheik Azzam Khatib, der Direktor der Jerusalemer Waqf (Stiftung) sagte, der Besuch sei in Zusammenarbeit mit der Waqf durchgeführt worden, die für das Gelände zuständig ist. Er sagte, er kenne die Gründe für den Besuch nicht.

Was bedeutet, dass die „Provokation“ nicht darin bestand, dass ein israelischer Minister irgendwo „hinein platzte“, einseitig unbefugt eindrang oder sonst etwas Derartiges tat. Er war geplant und vorher bekannt.

Die „Provokation“ besteht darin, dass ein Jude sich entschied den heiligsten Ort des Judentums zu besuchen.

Update: Inzwischen hat Ma’an den Artikel geändert; dort steht jetzt „ohne Zusammenarbeit“ (mit der Waqf).

Kommentar: Weitere Informationen zu dem Besuch gibt es von Ulrich Sahm auf Hagalil: Der Minister wollte die ständig vorhandene Polizei-Präsenz inspizieren. Er wurde u.a. auch von Waqf-Vertretern begleitet. Die Lügen der PalAraber sind einfach unglaublich.

Die Toleranz der Religion des Friedens

…hört immer ganz schnell da auf, wo
1. andere Religionen ihre Rechte wahrnehmen wollen und
2. man sie mit Fakten konfrontiert, die ihre widersprüchlichen Unwahrheiten entlarven und sie argumentativ den Kürzeren ziehen.

Und so werden Scheinargumente umgestrickt, über die die Herrschaften sich lächerlich machen und sich dann noch bitter beschweren und beleidigt sind, wenn man ihren Schwachsinn nicht ernst nimmt und glaubt. Ein Beispiel dafür findet sich in einem Interview mit Waqf-Vertretern, die die Tageszeitung Israel Today führte. Dass unlogische Behauptungen hinterfragt wurden, missfiel den hochnäsigen Muslim-Führern so sehr, dass das Interview schlagartige abgebrochen wurde.

Christen, Juden, die auf dem Tempelberg beten, „wollen religiösen Krieg“

Muslimische Autoritäten sagen, sogar das Recht an der heiligen Stätte zu Gott zu sprechen, gehört ausschließlich ihnen

Ryan Jones, WorldNetDaily, 3. August 2008

Wenn Jerusalems Tempelberg im Herzen des Nahost-Konflikts steht und Unnachgiebigkeit bezüglich der religiösen Rechte andere an dieser Stelle ein Hinweis ist, dann dürfte jedes Gespräch von regionalem Frieden irgendwie voreilig sein.

In einem Interview mit Israel Today sagte Azzam Khatib, Direktor der Islamischen Verwaltung (oder Waqf), die die Moscheen auf dem Tempelberg schützt, dass Juden und Christen, die versuchen auf der alten heiligen Stätte zu beten, praktisch den Krieg erklären.

Jeder Nicht-Muslim, „der so etwas versucht, strebt in Wirklichkeit einen religiösen Krieg an“, sagt Khatib, der darauf bestand, dass der Tempelberg eine ausschließlich muslimische Stätte ist und dass Juden und Christen nicht einmal dort beten wollen sollten. Khatib ist nicht einmal mit dem Begriff „Tempelberg“ einverstanden und verlangte verärgert, dass die Stätte al-Haram al-Sharif – erlauchtes Heiligtum – genannt wird.

Khatib lehnte es ab die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass die Stätte einst der Ort des ersten und zweiten jüdischen Tempels war; er nannte solche Behauptungen unbewiesene Märchen. Konfrontiert mit dem Zitat aus einem Touristenführer, der 1929 vom Obersten Muslimischen Rat veröffentlicht wurde und der den Tempelberg als Stätte von Salomos Tempel anerkennt, wies Khatib die Vorstellung zurück, dass ein solches Buch jemals von einer muslimischen Behörde veröffentlicht wurde.

Nach Angaben Khatibs war der Tempelberg, als die Muslime vor 1.400 Jahren erstmals Jerusalem erreichten, leer; es verblieben keine verwertbaren Beweise vorher bestehender Gebäude, was jeden nicht muslimischen Anspruch auf die Hügelkuppe zu purer Spekulation mache. „Als die Muslime hier ankamen, fanden sie weder ein stehendes Gebäude noch eine lebendige Kultur vor, also bedrohten sei nie ein bestehendes Gebäude“, sagte der Direktor der Waqf. „Wir werden uns nicht mit Theorien über Gebäude beschäftigen, die hier früher gestanden haben könnten oder nicht.“

Immer eine Quelle des Widerspruchs, verneinten muslimische Vertreter später ihre eigenen Behauptungen, dass der Tempelberg im Jahr 600 n.Chr. leer war mit ihren Geschichten von Mohammeds mitternächtlichem Besuch an der Al-Aksa-Moschee, die heute über den südlichen Ende des erhöhten Geländes überragt.

Ein Waqf-Führer deutete auf eine massive Stützmauer, die, wenn man den muslimischen Offiziellen glauben sollte, vor 1.400 Jahren ebenfalls nicht existiert haben soll, als die Stelle identifiziert wird, wo Mohammed sein Pferd Buraq anband, nachdem er der Legende nach tausende Kilometer innerhalb von nur wenigen Stunden gereist sein soll.

Verschiedenste Waqf-Offizielle konnten auch nicht eine einzige, plausible Antwort auf die Frage geben, warum das Tor an der Ostseite des Tempelbergs, der in der Bibel Goldenes Tor genannt wird, zugemauert wurde. Historische muslimische Quellen besagen, dass das Tor versiegelt und ein Friedhof davor angelegt wurde, um Jesus’ prophezeite Wiederkehr zu verhindern.

Aber Khatib sagte, das To sei einfach deshalb geschlossen, weil es vor einem Friedhof gebaut worden war; und: „Es ist schwierig ein Tor zu erreichen, wenn man durch einen Friedhof, zwischen Gräbern hindurch gehen muss.“

Unter Druck gesetzt, warum das Tor hätte da gebaut werden sollen, wo es bereits einen Friedhof gab, schaltete sich Khatibs Helfer und Übersetzer ein und veränderte die Geschichte; er sagte, das Tor sei zuerst dort gewesen und „nach der Blockade des Tores und nachdem die Leute aufgehört hätten das Tor zu nutzen, hätten die Menschen das Areal genutzt (indem sie dort ihre Toten begruben)“.

Eine dritte Erklärung wurde von einem Waqf-Vertreter namens Abu Qatis geliefert, der etwas von einem Massaker der Kreuzfahrer an Muslimen vor dem Tor murmelte.

In Rückkehr zum Thema des Schutzes des Zugangs zum und der religiösen Freiheit auf dem Tempelberg, stritten Kahtib und sein Helfer vehement Anspielungen darauf ab, dass jüdischen und christlichen Besuchern jemals der Zutritt versagt würde. Nur Augenblicke später allerdings verteidigte Khatib die Maßnahme Juden Christen, die den Tempelberg besuchten, zurückzuschicken, als legitime Gegenmaßnahme israelische Sicherheitsmaßnahmen, die palästinensisch-arabischen Muslimen von außerhalb der Stadtgrenzen Jerusalems den Zugang verweigern. „Man kann nicht von uns erwarten, dass wir jeden hereinlassen, wenn Palästinenser von außerhalb Jerusalems nicht hierher kommen und beten können“, sagte Khatib.

Ein israelischer Polizist, der an einem der Aufgänge zum Tempelberg Wache stand, erzählte uns, dass die Einschränkungen für muslimischen Zugang nur gelegentlich eingesetzt werden und nur deshalb nötig sind, weil in der Vergangenheit muslimische Krawalle an dem Ort damit geendet haben, dass Steine auf jüdische Betende an der Westmauer geworfen wurden.

„Das ist nur ein Vorwand“, insistierte Khatib. „Sagen Sie mir: Welche Krawalle hatten wir in den letzten fünf Jahren in Jerusalem, in diesem Gebiet?“

Khatib und sein Helfer waren es klar nicht gewohnt, dass man ihrer Haltung etwas entgegensetzte und so beendeten sie abrupt das Interview, als der Vorschlag gemacht wurde, dass die fehlende Gewalt der letzten fünf Jahre vielleicht auf die israelischen Maßnahmen zurückzuführen sei.