Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (6. – 12. August 2017)

Dieser Artikel wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 06.08.2017:

Mahmud Abbas will die Kürzung der Gelder für den Gazastreifen beibehalten, solange die Hamas dort herrscht. Die Hamas ihrerseits soll bereit sein einen von Ägypten vorgeschlagenen Einheitsdeal anzunehmen (den Abbas noch nicht angenommen hat, seit er ihm vom ägyptischen Präsidenten im Juli vorgeschlagen wurde).

Einem Terrorist, der 2015 bei einem Messeranschlag vier Israelis verletzte und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, wird zudem die israelische Staatsbürgerschaft aberkannt werden.

Montag, 07.08.2017:

Soldaten sicherten während der Nacht 1.000 Juden, die am Josefgrab in Schechem/Nablus beteten.

Die Polizei nahm zwei minderjährige Araber fest, die verdächtig sind letzten Monat Sprengsätze gegen das Rahelgrab geworfen zu haben.

Der Inlandsgeheimdienst bestätigte, dass es arabische Personengruppen gibt, die keine Laptops oder andere große elektronische Gerätschaften über den Übergang Eretz mitnehmen dürfen. Das gilt insbesondere für Personen, die nach Jordanien weiterreisen. Zu den nicht erlaubten Gegenständen gehören für diese Personen darüber hinaus auch armierte Koffer und Lebensmittel.

Die PA fordert von Präsident Trump, dass er die Gründung eines Palästinenserstaats entlang der „Grenzen von 1967“ zum Endziel der Verhandlungen mit Israel erklärt.

Dienstag, 08.08.2017:

Die vom Westen finanzierte „Nachrichtenagentur“ Ma’an veröffentlichte die „Geschichte eines Märtyrers“: eines Teenagers, der beim Anschlag auf israelische Polizisten getötet wurde. Ein Freund des Terroristen schrieb den mit antisemitischen Verunglimpfungen gespickten poetischen Text.

Offiziell hat die PA weiterhin die Sicherheitszusammenarbeit mit Israel eingestellt und nicht wieder aufgenommen. In aller Stille verhafteten PA-Sicherheitskräfte allerdings Verwandte eines Terroristen, der bei einem Anschlag von Soldaten erschossen wurde, ebenso mehrere „Aktivisten“ der Hamas und des Islamischen Jihad. Allerdings stellen die Terrorfürsten Forderungen an Israel: Alle Aktivitäten in von der PA kontrollierten Gebiete sollen eingestellt werden, PA-Araber müssen sich ohne Einschränkungen bewegen dürfen und die PA hat die Souveränität über die Grenzkontrollen zu erhalten.

Die Fatah bestreitet, dass es einen Einheitsvorschlag von Ägypten gibt, von dem Sonntag berichtet wurde.

Araber aus Jerusalem werden Genehmigungen erhalten, um geschäftlich in den Gazastreifen zu reisen und dort zu investieren. Damit soll die (private) Wirtschaft dort gestärkt werden.

Mittwoch, 09.08.2017:

Vier Hamas-Terroristen in israelischen Gefängnissen klagen gegen die Streichung der Besuche durch ihre Familien. Das sei inakzeptable Diskriminierung, die „fundamentale Rechte verletzt“. (Und das kommt von Leuten, deren Kumpane 2 Israelis und die Leichen zweier gefallener Soldaten festhält, ohne jegliche Information über sie zuzulassen.)

Die IDF hat inzwischen neben anderen Verwandten auch den Vater und einen Bruder des Terroristen von Halamisch festgenommen, die im Verdacht stehen ihm geholfen zu haben.

Das Hamas-Fernsehen (Al-Aqsa TV) feiert den Terroranschlag auf die Sbarro-Pizzeria vor 16 Jahren. Dabei wird die Jaffa-Straße in Jerusalem, an der das Restaurant sich beand, als „besetztes Jerusalem“ bezeichnet. Sie liegt in der „Neustadt“, von 1948 bis 1967 „Westjerusalem“. Die Explosion des gefeierten Selbstmord-Bombes ermordete 15 Zivilisten, darunter 7 Kinder und eine Schwangere; 130 wurden verletzt, eine Frau liegt heute noch im Koma. Al-Aqsa TV feiert nicht nur den Mord-Terroristen, sondern auch seine Haupthelferin, die ihn dorthin brachte; besonders hervorgehoben wird zu ihr, dass sie ihre lebenslange Freiheitsstrafe nicht verbüßen musste, weil sie in einem Austausch (gegen Gilad Shalit) frei kam.

Die PA macht Stimmung bei der UNO; Israel soll für keinen Posten dort kandidieren dürfen (es steht im Raum, dass Israel für den UNO-Sicherheitsrat kandidieren könnte). Israel würde die Geschichte der heiligen Stadt (Jerusalem) und habe von Beginn an die Umsetzung der UNO-Resolutionen 181 und 194 abgelehnt. (Ausgerechnet…)

Ma’ariv berichtet, dass die Polizei den Familien der Killer aus Um el-Fahm den Zutritt zum Tempelberg verwehrt. Die hatten geplant dort eine Szene zu machen.

Donnerstag, 10.08.2017:

Einmal mehr wurde von der PA ein Sommerlager mit dem Namen von Dalal Mughrabi versehen, die 1978 den „Küstenstraßen-Anschlag“ mit 37 ermordeten Israelis (darunter 12 Kinder) anführte.

Die Waqf veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie des Jerusalem International Center widersprach, der behauptet hatte Israel habe wichtige Dokumente aus dem Waqf-Archiv gestohlen. Es fehlt nichts. Allerdings hätte die Polizei bei „ungerechtfertigten Durchsuchungen“ eine Reihe von Lagerräumen gewaltsam geöffnet.

Die IDF will den Bau der unterirdischen Sperre am Gazastreifen voranbringen und hofft die Arbeiten innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen zu haben.

Ein ranghoher Abbas-Berater warnte (erneut) davor, dass Israel die Al-Aqsa-Moschee „judaisieren“ will, um den Bau des „imaginären Tempels“ vorzubereiten.

Freitag, 11.08.2017:

Ein Fortbildungskurs des Internationalen Management-Institutes für Galiläa bringt Palästinenser, Jordanier und Israelis in der Stadt Nahalal zusammen. Sie sind allesamt Olivenöl-Produzenten und gelernte Bauern, die im Institut auf den Export von Avocados umgeschult werden. – Israel gibt mal wieder Wissen weiter, das Leuten hilft, die eigentlich seine Feinde sind (sein müssten).

Gegen zwei Brüder aus Um el-Fahm wurde jetzt Anklage erhoben, weil sie sich dem IS in Syrien anschließen wollten und illegal Waffen besaßen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30. Juli – 5. August 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 30.07.2017:

PA-Führer Rami Hamdallah pries die Randalierer für ihren „Kampf“ zur Entfernung der Metalldetektoren am Tempelberg und nannte die PalAraber die „souveränen Herren des Landes“.

Ein israelischer Journalist berichtete, dass Mahmud Abbas und die PA den Jerusalemer Arabern Geld und andere Anreize dafür bieten zu randalieren und israelische Sicherheitskräfte gewalttätig anzugreifen. U.a. wurde allen Waqf-Beschäftigten die Geldzahlungen angeboten. Schülern arabischer Colleges in „Ost“-Jerusalem wurde u.a. die Zahlung ihrer Schulgebühren angeboten. Insgesamt soll Abbas dafür $20 Millionen bereitgestellt haben.

Ein Vertreter der (verbotenen) Islamischen Bewegung behauptete, Israel habe die Schließung des Tempelbergs genutzt, um „gefährliche Chemikalien in der Moschee zu platzieren“.

Montag, 31.07.2017:

Die IDF hat die Mauern um das Rahelgrab erhöht, nachdem PA-Araber immer wieder mit Brandsätzen und Felsbrocken warfen.

Der Abbas-Vertraute Nabil Sha’at schloss Landtausch in einer Regelung mit Israel aus; diese Idee könne nur überlegt werden, wenn Israel Palästina als Staat in den „Grenzen von 1967“ anerkennt, wobei Landtausch in Jerusalem und an anderen Orten innerhalb der Grünen Linie  ausschloss.

Der Shin Bet gab bekannt, dass am Samstag eine Frau festgenommen wurde, deren beiden Söhne vor kurzem wegen des Verdachts auf Planung eines Terroranschlags festgenommen wurden. Sie hatte Geld dabei, das für Terroraktivitäten verwendet werden sollte.

Die (verbotene) Islamische Bewegung behauptete, Israel habe auf dem Tempelberg Dokumente gestohlen. Die Waqf (muslimische Verwaltung des Tempelbergs) dementierte das.

Nabil Sha’ath verkündete, dass die PA die zivilen Kontakte mit Israel wieder aufnehmen werde, um den Palästinensern das Leben zu erleichtern. Die Sicherheitskoordination werde aber weiter auf Eis liegen.

Dienstag, 01.08.2017:

Anlässlich von Tischa B’Av, der Gedenktag für die zerstörten Tempel besuchten mehr 1.263 Juden den Tempelberg. Mehrere Hundert warteten, konnten ihn aber nicht besuchen.

Die Polizei gab bekannt, dass sie im Verlauf der letzten zwei Wochen 94 israelische Araber wegen illegalem Waffenbesitz festgenommen hat; dabei wurden Schusswaffen, Granaten, Leuchtgeschosse, Munition und Drogen konfizsiert. 2017 wurden bereits mehrere hundert Schusswaffen beschlagnahmt.

Die Hamas hat wieder etwas Grundsätzliches wissen lassen: Angegriffene Israelis sind weder Zivilisten noch unschuldig.

Nach Angaben von WAFA hat Israel 21 PalArabern den Zugang zum Bereich der Al-Aqsa-Moschee verboten.

Es gibt ein palästinensisches Musikvideo (auf Hebräisch), mit dem zur Ermordung von Juden mit Messerangriffen ermutigt wird.

Die PalAraber haben, ermutigt durch ihren Sieg in der Frage der Überwachung und Kontrolle an den Eingängen zum Tempelberg-Plateau – eine neue Parole ausgegeben – sie wollen jetzt die Westmauer (Kotel, „Klagemauer“) „erobern“. Dazu verkündete WAFA bereits, dass „tausende Siedler den Platz an der Al-Buraq-Mauer schändeten, die Westmauer der gesegneten Al-Aqsa-Moschee“. Grund dieses „Angriffs“ (was nicht erwähnt wird) war Tischa B’Av, der Tag, an dem der Zerstörung der Tempel gedacht und diese bedauert wird.

Hanin Zoabi (arabische Knesset-Abgeordnete) hat ausdrücklich gesagt, dass der „Sieg“ über Israel auf dem Tempelberg genutzt werden muss um neue Forderungen zu stellen.

Saeb Erekat geifert weiter, diesmal gegen die USA. Weil die nichts gegen die „Siedlungen“ unternehmen, würden sie Apartheid fördern und die Zweistaatenlösung verhindern.

Mittwoch, 02.08.2017:

Sommerlager der Hamas: Kinder lernen auf „zionistische Schweine“ zu schießen, weil die „das heilige Areal in Jerusalem besudeln“. So sollen sie den Tempelberg befreien.

Die Fatah hat einmal mehr ein Sommerlager nach Dalal Mughrabi benannt, die einen Terroranschlag anführte, bei dem 37 Zivilisten, darunter 12 Kinder, getötet und mehr als 70 verletzt wurden.

Abschlussfeier eines Hamas-Sommerlagers im Gazastreifen: Die Jugendlichen „stürmen“ „Sicherheitsvorkehrungen“ am Tempelberg und töten israelische Soldaten. (Transkript)

Die PA-Nachrichtenagentur Ma’an hat ein Musikvideo veröffentlichte (u.a. auf YouTube, aber nur auf der arabischen Seite), mit dem eindeutig Israelis bedroht werden. (Nachdem Aussied Dave auf das Video aufmerksam machte, hat Ma’an es gelöscht und verbreitet die Lüge, sie hätten es nie genutzt, um damit Stimmung gegen Israel zu machen.)

Ein Mord aus dem Mai wurde aufgeklärt: Eine junge Israelin aus der Region Binjamin wurde von ihrem arabischen Freund getötet.

Arabische Knessetabgeordnete übten so viel Druck aus, dass arabische Ortsvorsteher ein Treffen mit Präsident Rivlin absagten.

Die Sicherheitsmauer bei Meitar (Hebron) wurde fertiggestellt. Sie ist fast 42km lang und ersetzt einen Zaun, der vor 10 Jahren errichtet worden war.

Donnerstag, 03.08.2017:

Die „Präsidentengarde“ der PA greift verbal ein und zitierte ihren Helden Yassir Arafat: Ein Volk wie das Volk Palästinas, das den Frieden mit dem Blut seiner Söhne gewässert hat, kann nur gewinnen.“ Bezogen ist das auf den „Sieg“ über Israel am Tempelberg, versehen mit dem Hinweis, dass dies nur eine Runde von weiteren gewesen sei.

Meinungsumfrage: Die meisten Israelis wie Araber glauben nicht, dass es innerhalb der nächsten 5 Jahre einen Palästinenserstaat geben wird. Beide befürworten ihn mit einer knappen Mehrheit, wobei die Befürwortung bei den Israelis abnimmt, während sie bei den PA-Arabern zunimmt.

Es gibt bisher von israelischer Seite werden nicht näher erläuterte Sicherheitsgründe angeführt: 10 Spielern der Gaza-Fußballmannschaft Shabaab Rafah ist die Genehmigung zur Reise zum Fußballpokalspiel nach Hebron verweigert worden.

Friedensabkommenspartner: 2 Drittel der Abgeordneten des jordanischen Parlaments unterschrieben eine Aufforderung an die Regierung den israelischen Botschafter auszuweisen und den jordanischen Botschafter aus Israel zurückzurufen.

Der Geheimdienst Shin Bet hat einen Kanal zur Versorgung der Hamas mit (Bar-)Geld auffliegen lassen. Aus dem Gazastreifen lieferte die Terrororganisation über die Türkei Gelder nach Judäa und Samaria, wo damit Terroranschläge finanziert werden sollten. Die Ermittlungen ergaben, dass etwa $200.000 auf diese Weise geflossen sind.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23. – 29. Juli 2017)

Sonntag, 23. Juli 2017:

Neben den übrigen Maßnahmen hat Mahmud Abbas jetzt auch ausdrücklich die Sicherheitskooperation mit Israel ausgesetzt.

Die Polizei will die Metalldetektoren eventuell durch Sicherheitskameras ersetzen. Auch das wird von der Waqf abgelehnt (wie alle Sicherheitsmaßnahmen der Israelis).

Die 3 Todesopfer des Terroranschlags vom Freitagabend wurden heute in Modi’in beerdigt. An dem Begräbnis nahmen mehrere tausend Israelis teil (die die Opfer gar nicht kannten).

Das Zentralkommando der IDF hat 60 Reservisten zusätzlich zu einem Sondereinsatz einberufen; sie sollen kleine bzw. jüdische isolierte Siedlungen (besser) schützen.

Das „Nahost-Quartett“ äußert „Besorgnis wegen der Gewalt in Jerusalem“.

Ein Journalist besuchte die Eltern des Mörders von Freitagabend. Der Vater äußerte Kritik am Handeln seines Sohnes, die Mutter ist besonders stolz auf ihn.

Nach dem Terroranschlag vom Freitag ist der Zugang von PA-Arabern in israelische Orte in Judäa und Samaria eingeschränkt worden.

Benjamin Netanyahu hat angeordnet, dass das Haus des Terroristen von Halalmisch abgerissen wird.

Montag, 24. Juli 2017:

Fatah-Veröffentlichung: „Oh Allah, befreie unsere Moschee vom Dreck der Besatzung.“
Mahmud Abas: Die islamischen und christlichen heiligen Stätten müssen verteidigt werden.
Ein Abbas-Sprecher: Was Israel auf dem Tempelberg macht, ist ein Schritt auf dem Weg zum Bau des Dritten Tempels.
Editorial in der offiziellen Zeitung der PA: Den heiligen Stätten wird Schaden zugefügt, sie werden verjudet.

Ein PA-Araber, der im Februar 2014 versuchte Soldaten zu überfahren, machte das in der Gewissheit, dass die PA daraufhin seine Familie finanziell versorgt, wenn er getötet wird oder ins Gefängnis muss. So wollte er seine Schulden loswerden.

Trumps Sondergesandter für den Nahen Osten, Jason Greenblatt, ist in Israel, um die Lage um den Tempelberg zu beruhigen. Das wird wohl schlecht gehen, wenn es nach dem Islamistenführer Saleh geht – der fordert, dass beim Tempelberg keine Kompromisse gemacht werden.
Derweil fordert der UNO-Gesandte für den Nahen Osten, Nikolai Mladenow, dass die Krise bis Freitag gelöst wird, damit die Gewalt nicht weiter eskaliert.

Angeblich sollen König Abdallah von Jordanien und Netanyahu eine Lösung gefunden haben; demnach sollen die Metalldetektoren entfernt und anderer Sicherheitsmaßnahmen ersetzt werden.

Dienstag, 25. Juli 2017:

Die PA hat das Budget für die Zahlungen an die in Israel einsitzenden Terroristen und für deren Familien bzw. die Familien toter Terroristen im Jahr 2017 deutlich erhöht: Insgesamt stehen dafür jetzt mehr als 350 Millionen Dollar jährlich zu Verfügung.

Die IDF hat die Mutter des Halimisch-Terroristen festgenommen, nachdem sie die Palästinenser aufforderte weitere Juden zu töten.

Natürlich reicht es nicht, dass Israel die Metalldetektoren (und Kameras!) abbaut. Nein, die PA-Terroristen wollen mehr und deshalb bleiben laut Abu Mazen die Beziehungen zu Israel komplett eingefroren. Und auch die Waqf fordert die Muslime auf weiterhin nicht auf den Tempelberg zu gehen.

Mittwoch, 26. Juli 2017:

Mahmud Abbas und seine Fatah/PA-Führer ermuntern die PalAraber, dass sie weiter wegen des Tempelbergs randalieren sollen.

Meinungsumfrage: 67% der Israelis glauben, dass der Abbau der Metalldetektoren am Tempelberg ein Fehler ist. Nur 23% stützen die Entscheidung von Netanyahus Sicherheitskabinett. Volle 77% finden, dass Israel damit vor der Gewalt kapituliert hat.

Der Direktor der Al-Aqsa-Vereinigung lehnt Kameras auf dem Tempelberg ab. Im Übrigen sei das ein Eingang zu einer Moschee, nicht zu einem Restaurant und niemand müsse gute Laune haben, wenn er dorthin kommt.

Die Waqf hat Forderungen vorgelegt, um die Krise zu „beenden“ – es darf demnach keinerlei Sicherheitsmaßnahmen geben, die Muslime betreffen. Das ist keine „Rückkehr zur Situation vor dem 14.7., das ist viel mehr – nämlich „freie Fahrt“ für Terroristen.

Derweil feiert die Hamas im Gazastreifen den „Sieg über Israel“; trotzdem hat sie für Freitag zu einem „Tag des Zorns“ wegen der „israelischen Angriffe auf die Al-Aqsa-Moschee“ aufgerufen. Die PA hat sich dem Aufruf angeschlossen. Die Tanzim-Terroristen der Fatah wollen in Judäa und Samaria „demonstrieren“, Straßen blockieren und „Siedlungen isolieren“.

Die Hisbollah gratuliert den PalArabern zu ihrem „Tempelberg-Sieg“.

Und Erdowahn muss auch weiter seinen Senf dazugeben: Es reicht nicht, dass die Metalldetektoren abgebaut wurden. Es sei (für die Türkei!) inakzeptabel, wenn Muslimen Einschränkungen auferlegt würden. Im Übrigen wolle Israel den islamischen Charakter der Stadt vernichten – „mit täglich neuen Maßnahmen“.

Donnerstag, 27. Juli 2017:

Was für ein verlogener Haufen: Die PA lässt in ihrem Fernsehen behaupten, der Mörder von letztem Freitag, der drei Mitglieder einer Familie umbrachte und eine weitere Frau schwer verletzte, bevor er von einem Soldaten angeschossen wurde, habe aus Mitleid und Mitgefühl die Kinder nicht ermordet und auch die Frau nicht getötet. Er sei der Beweis dafür, dass es auch im Krieg Moral gebe. (Der einzige Grund, dass er Mutter und ihre Kinder nicht ermordete, bestand darin, dass der aufmerksame israelische Soldat ihn anschoss, bevor er sich gegen sie wenden konnte!)

Gegen die Mutter des Terrormörders von Halamisch wurde jetzt Anklage wegen Aufstachelung zu Gewalt erhoben.

Ein PA-Sprecher bezeichnete die „israelische Kapitulation am Tempelberg“ als „Sieg, der das Verschwinden der Besatzung näher bringt“.

Die Arabische Liga fordert „internationale Garantien, damit sich die israelischen Übertretungen auf dem Tempelberg nicht wiederholen. Die Eskalation auf dem Tempelberg bedrohe die gesamte Region.

Tausende nahmen in Um el-Fahm an der Beerdigung der 3 Tempelberg-Terroristen teil; dabei wurden auch PLO-Flaggen geschwenkt.

Ein arabischer Rechtsanwalt aus der PA: Juden sind wie streunende Tiere. (Was durch die Metalldetektoren bewiesen wird, die sie überall aufstellen.)

Ein PA-Araber, der bei „Zusammenstößen“ mit Sicherheitskräften in Hizme vor drei Tagen verletzt wurde, ist jetzt seinen Wunden erlegen.

Freitag, 28.07.2017:

Die IDF bilanziert: An den gewalttätigen Krawallen in Judäa und Samaria den Freitag über beteiligten sich mehrere Hundert Araber; sie warfen Molotowcocktails, Steine, 2 selbstgebaute Sprengsätze und verbrannten Reifen. 4 Personen wurden festgenomen.

Am Donnerstagabend wurde die Entscheidung getroffen das Haus des Terrormörders von Neve Tzuf (Halimisch) zu zerstören. Die Bewohner haben 72 Stunden das Haus zu verlassen oder eine Gegenklage einzureichen.

Am Nachmittag hob Israel die Altersbeschränkung für den Besuch des Tempelbergs auf; daraufhin strömten viele Araber auf das Plateau. Die Polizei bereitete sich auf weitere „Zusammenstöße“ nach den Abendgebeten vor.

Der PA-„Außenminister“ erklärte die „Schlacht um Jerusalem“ für eröffnet.

Arbeitsunfall: Ein Hamasnik wurde bei der Arbeit in einem Terrortunnel durch einen Stromschlag getötet.

Samstag, 29.07.2017:

Mahmud Abbas lässt wissen, dass die Sicherheitskooperation mit Israel nur allmählich wieder aufgenommen werden wird. Die Zusammenarbeit werde vom ungehinderten Zugang der Muslime zum Tempelberg abhängig gemacht.

Ein arabischer Mann wandte sich Hilfe suchend an Grenzpolizisten an einem Checkpoint nahe der Machpela in Heborn. Sein Sohn war gestürzt und hatte sich am Kopf verletzt. Ein israelischer Sanitäter versorgte den Jungen, bis ein Krankenwagen des Roten Halbmonds kam und ihn ins Krankenhaus brachte.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07. Januar 2017)

Sonntag, 01.01.2017:

Mahmud Abbas hat ja behauptet er wolle mit Trump am Frieden arbeiten. Problem für die Gültigkeit dessen, was er (unwahrscheinlich) schaffen würde: Zwei Drittel der PalAraber wollen ihn endlich weg sehen.

Die Hamas verhöhnt die Israelis mit zwei gefakten Geburtstagsvideos für einen der von ihr verschleppten toten Soldaten.

Die Hamas beschwert sich, dass Israel die Leichen mehrerer Terroristen nicht an sie zurückgibt. Das sei Beweis dafür wie kriminell und barbarisch Besatzung die Besatzung ist – tönt ausgerechnet die Terrortruppe, die seit 2 Jahren die Leichen zweier Israelis nicht rausrücken will…

Montag, 02.01.2017:

Nach der UNSC-Resolution kurz vor Weihnachten haben die Pal-Araber die Anschläge mit Steinwürfen intensiviert. Allein heute gab es mindestens 9 davon.

Die Fatah feiert ihr 52-jähriges Bestehen: „Um ein echter Palästinenser zu sein, musst du ein Kämpfer sein, der sich opfert.“ Dazu wurden Terrorführer geehrt, die für Hunderte Terrortote verantwortlich sind. Als Vorbilder wurden einige weitere Terroristen gerühmt. (Elder of Ziyon hat Fotos von den Feiern.)

Die Hamas hat ihre jährliche „Märtyrerstatistik“ veröffentlicht. 2016 gab es 29 Märtyrer, wobei die Hamas selbst weit erfolgreicher war solche zu schaffen als Israel: 21 starben in einstürzenden Tunneln, 2 bei Trainingsunfällen, 2 bei „Arbeitsunfällen“, einer beim Entschärfen eine Bombe, einer erlag früher erlittenen Verletzungen, einer wurde von israelischen Truppen in Hebron getötet (nach der Ermordung von Rabbi Miki Mar), und einer soll in Tunesien vom Mossad getötet worden sein.

Am Berg Hebron stürzte eine Drohne ab. Es wurde festgestellt, dass sie der EU gehört, die damit in Zusammenarbeit mit den Pal-Arabern jüdische Orte ausspioniert (die in der Regel IDF-Basen haben).

Die ägyptischen Behörden geben an 12 Schmuggeltunnel in den Gazastreifen zerstört zu haben.

Dienstag, 03.01.2016:

Die Fatah/PA dreht die Gebetsmühle; jetzt war Sultan Abu al-Einein dran einer Zeitung zu verkünden, dass eine Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem zu Judenmord führen wird.

Letzten Monat wurde eine 17-jährige Terroristin überwältigt, bevor sie Schaden anrichten konnte. Sie zeigte während der Vernehmungen eigene Zeichnungen, die ihre Mordabsichten illustrieren.

Sonntag führte der Archäologe Gabriel Barkay eine Gruppe amerikanischer Studenten über den Tempelberg. Waqf-Wächter zerrten ihn zur Polizei und forderten, er solle des Tempelbergs verwiesen werden, weil er nicht „Haram al-Scharif“, sondern „Tempelberg“ sagte. Die Polizisten lehnten das ab, „rieten“ Barkay aber den Begriff „Tempelberg“ nicht mehr zu benutzen. Dieser sagte während der restlichen Führung nur noch „TM“ (für Temple Mount).
Barkay und viele Reiseführer berichten, dass sie immer wieder von Waqf-Wächtern angegriffen und belästigt werden, wenn sie auf dem Tempelberg historische Erklärungen geben.

Mittwoch, 04.01.2016:

Karikatur der PA in ihrer Tageszeitung: Der Weihnachtsmann wurde von Israel ermordet, weil er ein Terrorist sein soll.

WAFA „berichtet“ alle zwei Wochen über „antiarabische israelische Hetze und Rassismus“ – und es stellt sich heraus, dass alles, was die PalAraber schlecht aussehen lässt, „antiarabische Hetze und Rassismus“ ist.

Donnerstag, 05.01.2016:

10 chassidische Juden gingen zu Josuas Grab in Kifl Hares bei Ariel in Samaria. Sie worden von Arabern angegriffen und riefen die Polizei, die daraufhin die Juden festnahm. Nach Angaben der NGO Honenu, die für jüdische Rechte in Israel eintritt, befindet sich Kil Hares in Area B, die von Juden betreten werden darf. Die Polizei behauptet die Juden hätten die Gegend illegal betreten.

Gut, wundern sollte sich niemand: Die Stadt Ramallah hat eine Straße nach einem katholischen Erzbischof benannt, der zu den boshaftesten Antisemiten der katholischen Kirche gehörte (und am Sonntag in Rom im Alter von 94 Jahren verstarb). In den 1970-er Jahren hatte der Erzbischof in seinem Dienstfahrzeug automatische Waffen für PLO-Terroristen geschmuggelt.

Seit heute ist klar, dass ein Mord in Haifa am Mittwochmorgen ein Terroranschlag war. Der Terrorist wird immer noch gesucht. Inzwischen hat er sich nach Angaben von YNet selbst gestellt.

Freitag, 06.01.2017:
Mittwochabend (gegen 22.30 Uhr) sank ein arabisches Fischerboot aus dem Gazastreifen nach einer Kollision mit einem israelischen Patrouillenboot. Die IDF sagt, das sei den Umständen auf See geschuldet gewesen, die PalAraber behaupten die Marine habe das gezielt gemacht.
Gestern behaupteten PalAraber, IDF-Soldaten hätten auf das Auto eines stellvertretenden PA-Ministers geschossen. Die IDF bestreitet dies kategorisch.
– Am Nachmittag bewarfen Araber im Gush Etzion israelische Autofahrer mit Felsbrocken.

Mahmud Abbas verkündet, die Konferenz in Paris (ohne Israel) sei eine Gelegenheit eine Friedensvereinbarung zu erreichen (über einen „internationalen Mechanismus und einen Zeitplan). Er wolle Frieden durch Verhandlungen erreichen (wie, wenn er nicht mit Netanyahu redet???), lehne jeden anderen Weg ab (warum dann die Terrorhetze gegen die Juden?) und sei gegen jeglichen Terror, Extremismus und Gewalt überall in der Welt.

Die PA erhielt von Israel die Leichen zweier Terroristen, die vor vier Monaten Anschläge in Hebron verübten.

Hysterie versus Realität auf dem Tempelberg

Elder of Ziyon, 5. Juni 2016

Die vom Westen finanzierte Nachrichtenagentur Ma’an berichtet auf Arabisch:

Dutzende extremistische Siedler stürmten am Sonntagmorgen die Al-Aqsa-Moschee im Gedenken an die „Naksa“, die Besetzung Jerusalems im Jahr 1967, um an den Türen der Moschee und auf den Straßen der Altstadt Jerusalems mit den Touren und provokativen Märschen unter israelischem Polizeischutz zusammenzutreffen.

Der Direktor der Al-Aqsa-Moschee, Scheik Omar Kiswani, sagte, dass 208 Siedler in kleinen Gruppen durch das Mughrabi-Tor die Al-Aqsa-Moschee stürmten; sie wurden stark von israelischer Polizei und Spezialkräften beschützt.

Al-Kiswani sagte, die Israelis begannen ihre Tour am Marokkaner-Tor, bevor sie sich zu den Moscheen Al-Qibli und al-Marwani auf dem Gelände und dann in den Bereich Bab al-Rahma begaben. Einige von ihnen versuchten religiöse Rituale auszuführen, wurde aber von Wachen daran gehindert.

Scheik Kiswani betonte, dass die Siedler kein Recht haben die Al-Aqsa zu stürmen; er machte die israelische Regierung und die israelische Polizei für die angespannte Lage am Vorabend des heiligen Monats Ramadan verantwortlich.

Die islamische Waqf verurteilte die provokante Praxis, die durch Siedler in der Aqsa-Moschee stattfand.

Dass Juden friedlich den Tempelberg besuchen ist heute bei Ma‘an die Top-Story sowohl in der englischen (wo die Rhetorik etwas abgemildert ist) wie in der arabischen Ausgabe.

Diese Hysterie wird tagein, tagaus in arabischen Medien weltweit veröffentlicht.

Letztes Jahr beschloss der säkulare israelische Journalist Shlomo Eldar die heilige Stelle zu besuchen, um zu sehen, worum es bei der Aufregung geht. Er veröffentlichte die Wahrheit in Al-Monitor:

Ich besuchte den Tempelberg nicht aus religiösen, politischen oder ideologischen Gründen. Stattdessen kam ich als Journalist, der wissen wollte, was es mit dem ganzen Tumult auf sich hat. Ich wollte aus eigener Anschauung herausfinden, ob die palästinensischen Vorwürfe, die Al-Aqsa-Moschee sei in Gefahr, begründet sind. Hat Israel wirklich den geheiligten Status quo auf dem Tempelberg verändert oder ist es – wie israelische Offizielle behaupten – die hemmungslose und gewollte Hetzte durch den nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung in Israel und die Offiziellen der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die die aktuelle Terrorwelle entfachten?

Das Gelände zu besuchen ist nur über organisierte Gruppen möglich oder durch solche, die vor Ort organisiert werden. Das ist der Grund, dass ich darum bat mich einer Tour der Stiftung Tempelberg-Erbe anschließen zu können, die vom rechten Aktivisten Yehuda Glick geleitet wird, der die LIBA-Initiative für freien jüdischen Zugang zum Tempelberg leitet. Zu meiner Überraschung entdeckte ich allerdings, dass ich der einzige Tourist in der Initiative war, weshalb das Privileg hatte eine private Reiseführerin zu haben, die mir einen detaillierten Überblick über die Geschichte Jerusalems und des Tempelbergs gab.

Orna – eine zertifizierte Reiseleiterin und säkulare Frau – war einen Monat lang als Freiwillige dort, wie es viele andere Reiseführer tun, die kostenfreie, professionelle Touren „ohne religiöse, politische oder ideologische Agenden“ für jeden anbieten, der den Ort sehen und informiert werden möchte.

Als wir am Eingangstor ankamen, erwartete mich eine weitere Überraschung: Hunderte Touristen aus aller Welt reihten sich ein, warteten geduldig auf die Besuchszeiten. Mit Touristen vollgepackte Busse parkten auf dem Parkplatz nahe der Westmauer. Reihe auf Reihe Besucher aus unterschiedlichen Ländern schlossen sich der mäandrierenden Warteschlange an, die sich den ganzen Weg vom Eingang bis am Dungtor der Altstadt ausbreitete. Naiverweise glaubte ich, dass nur eine handvoll Menschen, hauptsächlich rechtsgerichtete israelische Gruppen, die auf einer Veränderung der bestehenden Ordnung bestehen, kommen würden, um diesen Krisenherd zu besuchen.

Wie sich herausstellte haben Touristen beim Zugang zum Gelände Vorrang. Wenn eine Gruppe Juden organisiert wird, nimmt sie die letzte Stelle für den Aufgang ein. Juden, die den Tempelberg zu besuchen wünschen, werden Polizisten, Grenzpolizisten und Waqf-Wächtern zugewiesen, die sicherstellen, dass sie keine jüdischen rituellen Objekte welcher Art auch immer mitbringen. Es ist einem auch verboten zu beten, sich zu verbeugen, sich zu setzen, still Gebete zu sprechen, ein Gebetsbuch, ein Foto des Geländes oder einen Davidstern mitzubringen. Ihnen ist nicht erlaubt irgendetwas mitzubringen, das möglicherweise muslimische Beter aufbringen und weitere Spannungen schüren könnte. Bevor wir hinauf gingen, verstaute Orna sorgfältig alle Fotos, Zeichnungen und Landkarten, die sie dabei hatte, unter der Treppe, um die strikten Besuchsregeln zu erfüllen. Neben der langen Reihe Touristen standen fünf Juden mit Kippot. Als sie erst einmal als Gruppe organisiert waren, warteten sie auf die Anweisungen der Sicherheitsleute, damit diese sie hinein ließen. Nach einem rigorosen Sicherheitscheck am Eingangstor wurden sie einem Grenzsoldaten sowie Waqf-Wächtern zugewiesen, die sie während des gesamten Besuchs umringten. Sobald sie das Plateau betraten, begannen die Frauen der Mourabitat (organisierte Muslim-Aktivistinnen) laut zu kreischen: „Allahu Akbar.“ Es war das erste Mal, dass ich aus der Nähe Frauen sah, die von der Nördlichen Islamischen Bewegung in Israel angeworben worden sind und ein Gehalt für die Beteiligung an dem Auftrag „die Al-Aqsa-Moschee zu verteidigen“ erhalten.

Im weiteren Umkreis des Eingangs saßen 20 Frauen einer religiösen Lerngruppe in einem Kreis und lasen den Koran. Auf einem kleinen Hügel auf der anderen Seite, außerhalb des Gebäudes, waren die Mourabitoun – die Männer – die ebenfalls Koranunterricht abhielten. Als diese die religiösen Juden sahen, begannen auch sie mit lauter Stimme „Allahu Akbar“ zu brüllen, was sich mit dem Kreischen der Frauen mischte.

Von diesem Skandieren ungerührt ging die kleine jüdische Gruppe langsam weiter den Platz entlang, bis zum Eingang der Moschee, der durch einen Streifen auf dem Boden markiert ist. An diesem Punkt hielten sie aus Angst, sie könnten einen Bereich betreten, der verboten ist. Von dort gingen sie eine weitere Runde den Platz entlang. Dann verließen sie das Gelände, begleitet von den Wachen und dem Allahu-Akbar-Gebrüll.

Ich näherte mich der Gruppe Mourabitoun-Männer. Ich holte mein Smartphone heraus und machte ein Foto. Plötzlich tauchten Waqf-Wächter auf, die forderten, dass ich ihnen mein Handy übergebe und behaupteten, ich hätte ein Foto von einem Ort gemacht, der nicht fotografiert werden darf.

„Ich habe nichts dagegen ein verbotenes Foto zu löschen“, sagte ich einem der Wächter, der sicherstellte, dass ich alle Fotos von den Mourabitoun und Mourabitat auf dem Tempelberg löschte, ebenso Fotos der Waqf-Sicherheitswächter um die Moschee. Sie ließen mich allerdings ein Foto von mir vor dem Hintergrund der Moschee behalten. Dann tauchte aber eine weitere Gruppe Waqf-Sicherheitswachen mit ihrem Kommandeur auf (was ich aufgrund des Tons in seiner Stimme und den Befehlen annehme, mit denen er seine Untergebenen gängelte). Sie verlangten, dass ich vom Tempelberg entfernt werde, weil ich nach ihren Angaben die Regeln verletzt hätte. „Niemand sagte mir, dass ich keine Fotos von Gläubigen machen darf“, versuchte ich zu erklären. Um mein Argument zu stützen, fügte ich an, dass ich alle Fotos offen und in Anwesenheit der Sicherheitswachen gelöscht hatte. „Hätte ich gewusst, dass ich keine Fotos von Mourabitoun machen darf, hätte ich das dann vor euren Augen gemacht?“, wunderte ich mich laut.

Der Kommandeur der Waqf-Einheit wurde lauter: „Bringt ihn weg von hier, sofort. Khalas! [Das reicht!] Raus!“ Als sie begannen mich zum Ausgangstor zu geleiten, tauchte ein Grenzpolizist auf, der an einem der Sicherheitsposten stationiert war, an dem die Auseinandersetzung stattfand. An diesem Punkt entstand ein Streit über die Souveränität auf dem Tempelberg. „Ihr habt kein Recht irgendwelche Besucher vom Platz zu entfernen“, sagte der Grenzer seinen Waqf-Gegenüber, die darauf bestanden den „gefährlichen Touristen“ zu entfernen.

Einer der Waqf-Offiziellen wandte sich zu mir und sagte auf Englisch: „Hier treffen wir die Entscheidungen. Hier haben wir das Sagen. Hier sind wir die Könige – die Herrscher.“ Er wiederholte immer und immer wieder das Wort „König“. „Niemand kann anfechten, was wir sagen“, argumentierte er. „Wir bestimmen, wer hereinkommt und wer hinausgeht und was sie tun können oder nicht. Wir sind der Souverän an der Al-Aqsa-Moschee.“ Der Grenzpolizist versuchte ihn zu beruhigen; er sagte ihm, dass das nicht die Verfahrensweisen sind und dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Doch der Waqf-Wächter bestand darauf, dass sie der Souverän sind und dass ihnen ausdrücklich befohlen worden war mich des Ortes zu verweisen.

Das beendete meinen Besuch auf dem Tempelberg, durch den ich erfuhr, dass die Al-Aqsa-Moschee nicht in Gefahr ist, da die Waqf-Offiziellen die Autorität und Fähigkeit haben zu entscheiden, wer das Gelände besuchen darf und wer die Messlattenkriterien nicht erfüllt.

Der Knesset-Abgeordnet Ghattas behauptete, dass Israel seine Kontrolle und Besatzung vertiefe, allerdings verstehe ich nicht, was er sah. Die Sicherheitswächter der Waqf sind auf dem Tempelberg dicht formiert und unternehmen große Anstrengungen sicherzustellen, dass im Vergleich zu den tausenden Touristen, deren Besuche fast ungestört zugelassen werden, nur kleine Gruppen Juden auf das Gelände kommen. Während der Erhalt von Ordnung und Sicherheit auf dem Tempelberg und an der Al-Aqsa-Moschee von Israel und der Waqf geteilt werden, belohnen die Spannungen die Palästinenser mit der fast totalen Kontrolle darüber, wer auf den Tempelberg kommen darf und wer nicht. Das steht natürlich in scharfem Gegensatz zu den palästinensischen Vorwürfen, Israel habe den Status quo verändert und die Al-Aqsa sei in Gefahr.

Selbst ein israelischer Journalist hatte die Hysterie ohne Fragen zu stellen geglaubt, bis er sich entschied selber einen Blick auf die Lage zu werfen.

Die Realität sieht so aus, dass Juden friedlich den Tempelberg besuchen und rigorosen Einschränkungen unterworfen werden, die für säkulare Touristen und Muslime nicht gelten. Und jedes Mal, wenn sie kommen, machen die Muslime eine große Sache daraus, um eine Situation zu schaffen, in der Juden komplett der Zugang gesperrt wird.

Und zu einem großen Teil hat die Strategie bereits funktioniert.

Die Davidstadt gegen die Propagandamaschinerie

Im Kampf um Jerusalem ist Archäologie der Schlüssel

Moran Shirazi, Israel National News, 21. Januar 2015

Während die politischen Schlagen im nationalen Kampf zwischen den Juden und Arabern Israels weiter toben, findet eine andere Schlacht hinter den Kulissen statt, außerhalb der Augen der Öffentlichkeit. Seit Jahren hat die Archäologie eine zunehmend entscheidende Rolle im Kampf zweier gegnerischen nationalen Narrative gespielt; während aber israelische Archäologen und die Israelische Antiken-Behörde (IAA) daran gearbeitet haben islamische Stätten zu erhalten, haben islamische Behörden alles ihnen mögliche unternommen, um jeden Beweis einer historischen jüdischen Verbindung zum Land Israel zu bestreiten und zu vernichten, besonders in der Stadt Jerusalem.

In der politischen Arena reichen Angriffe auf israelische archäologische Praxis in Jerusalem sogar viele Jahre zurück. 1974 wurde die UNESCO von den arabischen Staaten gezwungen für Sanktionen gegen israelische Grabungen in Jerusalem zu stimmen und Israel die Mitgliedschaft in der Europa-Regionalgruppe der Organisation zu verweigern. Obwohl Israel 1977 wieder aufgenommen wurde, ging die Einseitigkeit der UNESCO weiter, darunter dass das Rahelgrab zu einer Moschee erklärt wurde und selbst, dass Israel archäologische Stätten in Judäa und Samaria auf die Liste seines nationalen Erbes setzte, wurde verurteilt.

In ihren eigenen archäologischen Praktiken entfernt der islamische Waqf ständig immense Mengen an Schutt vom Tempelberg und lädt ihn ab, der unbezahlbare Überreste antiker jüdischer Relikte enthält. Derweil wandelte er die inneren Zwischenräume in Moscheen. Muslimische „Gräber“ tauchen auf einmal an umstrittenen Grundstücken in Jerusalem auf und es wurden sogar Bemühungen unternommen archäologische Artefakte im Boden sicherzustellen, dass sie illegal erlangtes palästinensisches Eigentum seien.

Gleichzeitig hilft die internationale Linke bei der arabischen Propagandakampagne.

Zum Beispiel bringt eine Google-Suche zum Begriff „Judaization of Jerusalem“ (Verjudung Jerusalems) mehr als 100.000 Ergebnisse; das mag sich zwar auf jeden Versuch beziehen zu demonstrieren, dass Juden ein historische Verbindung zu Jerusalem haben, es verweist aber öfter auf jegliche Veränderung der politische, demografischen, wirtschaftlichen, architektonischen oder anderen Aspekte Jerusalems, die als in Israels Interesse interpretiert werden können. In der Suche nach Bestätigung des ersten liegt die Macht der Archäologie und es gibt heute vielleicht keinen wichtigeren Ort dafür als die Davidstadt in Jerusalem.

Die Davidstadt

Die Davidstadt wird weithin als der Ort der Geburt Jerusalems betrachtet, wo vor 3.000 Jahren König David die Stadt von den Jebusitern eroberte und seine Hauptstadt auf dem errichtete, was bald ein israelitisches Reich an den Ausläufern des Berges Moriah werden sollte. Dieser Teil Jerusalems liegt aber heute im arabischen Viertel Silwan, außerhalb der Mauern der Altstadt, in „Ostjerusalem“, einem großen Bereich, der nach dem Krieg von 1967 in die Stadt und den Staat Israel annektiert wurde, der aber von der internationalen Gemeinschaft nicht als israelisch anerkannt worden ist.

Diese Lage macht jegliche Entdeckung in dem Bereich aus archäologischer Perspektive enorm wichtig, ganz abgesehen von ihren sozialen und politischen Folgen. Es ist kein Zufall, dass zwar die Davidstadt unter dem Schutz der Israel Nature and Parks Authority steht, diese besondere Stelle aber tatsächlich von Elad verwaltet wird, einer privaten Nichtregierungs-Organisation, die sicherstellt, dass jede Entdeckung ordnungsgemäß erhalten wird.

Im Verlauf der Jahre haben dazu der vor 2000 Jahren während der Zeit des König Herodes gebaute Teich Siloah gehört, der als zentraler Treffpunkt für die Jerusalem-Pilger diente, die in die Stadt kamen, um an den drei wichtigsten jüdischen Feiertagen den Tempelberg zu besuchen: Pessah, Sukkot (das Laubhüttenfest) und Schawuot (das Wochenfest 50 Tage nach Pessah); die Herodes-Straße, die den Teich Siloah mit dem Tempelberg vergand und als Hauptdurchgangsstraße für alle Pilger und Besucher Jerusalems diente; der Hiskia-Tunnel, der von König Hiskia im Jahr 701 v.Chr. 500m unter der Davidstadt gebaut wurde, um Jerusalems Wasserquellen zu schützen, die Gihon-Quelle der eindringenden Assyrer (2. Chronik 32, 2-4); antike jüdische Staatsmünzen, juristische Dokumente und weiteres. Jede Entdeckung ist ein authentisches Zeugnis der Präsenz des jüdischen Volks in ihrer ewigen Hauptstadt seit undenkbaren Zeiten.

Wie können sie helfen? Besuchen Sie die Internetseite der Davidstadt und sehen Sie sich das Geschäft der Davidstadt an, dessen einzigartige Kunstwerke von den tatsächlichen Entdeckungen während dieser Ausgrabungen inspiriert und gestaltet wurden.

Jude besucht heilige Stätte; Araber nennen das „Provokation“

Elder of Ziyon, 23. Juni 2009

Aus Ma’an:

Israels Minister für innere Sicherheit, Yitzhak Aharonowitsch, besuchte Dienstagmorgen den Al-Aqsa-Moscheekomplex in Jerusalems Altstadt unter schwerer Bewachung; palästinensische Offizielle verurteilten dies als „Provokation“.

… Die Al-Aqsa Foundation for Heritage sagte in einer Erklärung, dass der israelische Minister auch in die Marwani-Moschee und in den Felsendom hinein platze und die Al-Aqsa-Moschee umkreiste.

Die Organisation sagte: „Dieser Besuch zeigt, dass die israelische Institution auf die Al-Aqsa schießt“, und fragte: „Ist dieses Eindringen nur eine Provokation oder steckt etwas anderes hinter dem Besuch?“

Schließlich zeigt der letzte Absatz, dass der Besuch mit der Waqf koordiniert wurde:

Scheik Azzam Khatib, der Direktor der Jerusalemer Waqf (Stiftung) sagte, der Besuch sei in Zusammenarbeit mit der Waqf durchgeführt worden, die für das Gelände zuständig ist. Er sagte, er kenne die Gründe für den Besuch nicht.

Was bedeutet, dass die „Provokation“ nicht darin bestand, dass ein israelischer Minister irgendwo „hinein platzte“, einseitig unbefugt eindrang oder sonst etwas Derartiges tat. Er war geplant und vorher bekannt.

Die „Provokation“ besteht darin, dass ein Jude sich entschied den heiligsten Ort des Judentums zu besuchen.

Update: Inzwischen hat Ma’an den Artikel geändert; dort steht jetzt „ohne Zusammenarbeit“ (mit der Waqf).

Kommentar: Weitere Informationen zu dem Besuch gibt es von Ulrich Sahm auf Hagalil: Der Minister wollte die ständig vorhandene Polizei-Präsenz inspizieren. Er wurde u.a. auch von Waqf-Vertretern begleitet. Die Lügen der PalAraber sind einfach unglaublich.