Gedankenverlorenes Territorium: Besatzung zwingt Palästinenservertreter kostbares Wasser in seine vier Pools abzuleiten

PreOccupied Territory, 16. August 2022

Jericho – Ein ranghoher Funktionär der Regierung von Mahmud Abbas machte Israel für die Verschlechterung der natürlichen und landwirtschaftlichen Ressourcenlage verantwortlich; er hielt fest, dass er, um seine Wellness-Anlagen, seinen Garten und seine Schwimmbecken in Funktion zu halten, keine andere Wahl hat als diese öffentlichen Ressourcen zu erschöpfen, alles dank der Politik Israels, die darin scheitert ausreichend Nachschub für seine Bedürfnisse sowie die derjenigen zu beschaffen, die trinken, baden, waschen und kochen müssen.

Der stellvertretende Hilfsminister für Häftlingsangelegenheiten der palästinensischen Autonomiebehörde Faschla Scharmuta beklagte den verzweifelte Zustand der den Palästinensern zur Verfügung stehenden Wasserressourcen; die Lage sei derart schlimm, dass, wenn er das Olympia-Schwimmbecken in seinem Haus, dazu seine vier Whirlpools, sein Planschbecken, sein Wellenbad für das Surftraining, sein Ersatz-Langschwimmbecken, die Zierbrunnen und Teiche auf seinem Grundstück und die Bewässerungsanlage seines teuren Rasens auffüllt, nicht genug übrig bleibt, damit die gewöhnlichen Palästinenser Zugang zu dem haben, was sie für Landwirtschaft, Essen und Grundhygiene brauchen.

„Das liegt an der ausbeuterischen Wasserpolitik der Besatzung“, erklärte er in einem Interview. „Sie nehmen das gesamte Wasser aus dem Grundwasserleiter und leiten Ströme davon in ihre illegalen Siedlungen um.“ Israels Wasserquellen kommen hauptsächlich aus der Entsalzung, vom See Genezareth (Kinneret), Regenspeichern, wiederaufbereitetem Abwasser, Flüssen an Schmelzwasser vom Schnee in den Bergen und ähnlichem. Mit der Koordination von Wartung und Reparatur der Wasserversorgungsinfrastruktur beauftragte palästinensische Regierungsabteilungen haben sich lange geweigert mit ihren israelischen Kollegen zusammenzuarbeiten, so dass der Verfall dieser Infrastruktur sich verschlimmert, was die Verschwendung und abnehmende Versorgung verstärkt.

„Das ist ein Langzeit-Problem“, stimmte Abbig Hattub zu, der stellvertretende Manager eines Wasserparks bei Jericho, der seinen Wasserverbrauch nie herunterfuhr. „Im Sommer verbrauchen wir Millionen Liter am Tag und das schlägt sich auf das nieder, was für normale Haushalte und Unternehmen zur Verfügung steht. Die Besatzungstruppen fügen uns da etwas Brutales zu, indem sie kommerzielles Freizeitaktivitäten über Grundbedürfnisse stellen.“

Die von der Besatzung geschaffenen verzerrten Prioritäten wirken sich sogar auf Palästinensergebiete aus, die technisch nicht besetzt sind. Der Gazastreifen, in dem es keine israelischen Soldaten oder Siedler gibt, leidet unter Stromausfällen, weil auf israelische zivile Orte geschossene Hamas-Raketen zu kurz flogen und stattdessen das Kraftwerk des Gebiets trafen. Die Hamas und alliierte islamistisch-militante Terroristen beschlossen die Reparaturen an der Anlage zu verzögern, dessen Beschädigungen und das folgende menschliche Leid aus Mangel an Strom im gesamten Gebiet offensichtlich Israels Fehler ist. Hamas-Vertreter wiesen auch auf die Tatsache hin, dass Israels Existenz als sicherer Ort für Juden den Muslimen keine andere Wahl lässt, also weiter zu versuchen Juden zu töten, um zu beweisen, dass Israels Existenz ihnen keine Sicherheit bietet.

Schauen Sie, was die Hamas mit Wasserrohren im Gazastreifen macht, statt die Einwohner zu ernähren

Leah Rosenberg, IsarelUnwired, 27. Dezember 2021

Willkommen im Gazastreifen, wo eine Terror-Organisation die Show betreibt. Das bedeutet, dass sie den Tod unschuldiger Juden über die Ernährung der Gazaner stellen.

Der Gazastreifen wird von Terroristen regiert

Das passiert, wenn die Hamas den Gazastreifen regiert. Sie verwenden Wasserrohre, die genutzt werden sollten, um dabei zu helfen die Gazaner zu ernähren und bauen daraus stattdessen Raketen. Ihr Ziel besteht darin, unschuldige israelische Männer, Frauen und Kinder zu töten. Die Hamas kehrt es nicht einmal, wenn ihre eigenen Leute getötet werden oder infolge ihres Handelns sterben. Sie interessiert einzig das Töten von Juden.

Der Welt tun die Gazaner leid – aber sie glaubt, dass die Gazaner durch Israel leiden. Das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein! Die Gazaner leiden durch ihre Führung – ihre TERRORISTISCHE Führung. Wenn ihnen Lebensmittel und Wasser fehlen, dann weil die Hamas ihre Ressourcen für Terrorismus verwendet statt dafür die Gazaner am Leben zu erhalten. Der Hamas ist der Tod wichtiger als das Leben.

Es ist unglaublich, dass die Welt die Wahrheit nicht sehen kann! Die Menschen im Gazastreifen werden weiter leiden, bis die Welt aufwacht und Israel bei seinem Kampf gegen die Hamas und den Terrorismus unterstützt. Zu viele in der Welt stehen auf der falschen Seite. Es gibt hier ein deutliches Richtig und Falsch und bis die Menschen das nicht sehen, werden unschuldige Gazaner unter der Hamas gefangen sein.

Nissans Notes and Quotes Corner: Die Brunnen vergiften

Nissan Ratzlav-Katz, 4. Juli 2008

Hier ist wieder etwas aus der Grabbelkiste der Geschichte und wie sich das auf die derzeitigen Ereignisse auswirkt:

Im Januar 2003 berichtete WAM, die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate, dass das in den Emiraten beheimatete Zayed Centre for Coordination and Follow-Up ein Buch mit dem Titel „Israel’s Water Security“ (Israels Wasser-Sicherheit) veröffentlichte; dieses „beschäftigte sich mit dem Konflikt, der aus den israelischen Plänen und expansionistischen Entwürfen aufkam“. Das Buch versucht „die Auswirkungen dieser Pläne auf die Sicherheit der Araber zu analysieren“, berichtete WAM.

Nach dem Vermerk, dass die Wassersicherheits-Politik Israels lediglich eine Tarnung für „expansionistische Pläne“ sei, stellt die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate die Schlussfolgerung des Zayed Centre vor: „Israel leidet keine Wasserknappheit wie andere Länder in seiner Nachbarschaft. Es hofft lediglich das Problem zu eskalieren, um daraus Nutzen zu ziehen und seine Hegemonie und Kontrolle über die natürlichen Ressourcen, einschließlich des Wassers, in der Region zu rechtfertigen.“ Die einzige Antwort, schließt WAM in dieser Frage, ist „ein kollektives arabisches Handeln, um diesen Plänen entgegenzutreten.“

Was hat das mit 2008 zu tun? Ich frage mich, ob B’Tselem sich an diesem „kollektiven arabischen Handeln“ bewusst beteiligt oder nur zufällig. B’Tselem behauptete: „Der chronische Wassermangel ist zu einem großen Teil das Ergebnis der diskriminierenden Politik Israels bei der Verteilung der gemeinsamen Wasser-Ressourcen in der Westbank und den Grenzen, den Möglichkeiten der palästinensischen Autonomiebehörde zum Bohren von neuen Brunnen auferlegt.“

Es gab einmal die Verleumdung, dass die Juden die Brunnen vergifteten; heute besteht sie darin, dass die Juden die Brunnen verhindern.

Sagte ich „Verleumdung“?

Auf Israel National News wurde berichtet:

„Mekorot, die nationale Wasserversorgungsgesellschaft, stritt Vorwürfe der Gruppe B’Tselem ab, dass Israel eine diskriminierende Wasserpolitik gegenüber arabischen Dörfern in Judäa und Samaria betreibe. Die Firma berichtete, dass sie diesen Gegenden mehr Wasser zur Verfügung stellt als nach den Oslo-Vereinbarungen verlangt.

Mekorot sagte, es liefere 500 Millionen Kubikmeter pro Jahr in arabisch kontrollierte Gebiete von Judäa und Samaria, was 30 Prozent mehr ist als nach den derzeitigen Vereinbarungen verlangt ist. Das bedeutet, dass Israel 80 Prozent des von diesen arabisch kontrollierten Bereichen benötigten Wassers liefert. Die Nationale Wasserbehörde antwortete, dass Knappheiten in diesen Gegenden von der schlechten durch die PA gebauten Infrastruktur und örtlichen Wasserdieben herrührt.“

Und das während der Woche von Parshat Chukat, die die Rolle des Wassers für die Juden während ihres Zugs durch die Wüste Sinai betont.


Einige Informationen mehr zur Wasser-Lage in den Paläestinensergebieten findet sich auch (größtenteils auf Englisch; aber bitte in die Kommentare sehen) bei der Bloggerin Beer7: Hatte ich schon erwaehnt, dass wir ein Jahr der Duerre erleben?
In den Kommentaren wird auch auf einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema in einem weiteren Blog verwiesen, den man sich in Ruhe durchlesen sollte.

ARD änderte Stellungnahme zum Wasserfilm

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. August 2016 (direkt vom Autor)

Markus Rosch von der ARD änderte im Nachhinein seine Stellungnahme zu dem am 14.8. ausgestrahlten Film zur vermeintlichen Wassernot unter Palästinensern. Er hat eingefügt: „Die Dreharbeiten zu den Beiträgen fanden ab dem achten August statt.“ Das ist eine wichtige Angabe, weil es wegen eines „hohen jüdischen Feiertags“ angeblich nicht möglich war, Reaktionen israelischer Sprecher einzuholen.

Rosch verwickelt sich mit dieser Angabe in weitere Widersprüche, denn zwischen dem 8. August und dem Sendedatum gab es keinen jüdischen Feiertag. Schlimmer noch. Seine Lüge, weshalb er keinen Israeli filmen konnte, hat er aus der neu aufgefrischten Stellungnahme nicht gelöscht: „Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.“

Der einzige jüdische Feiertag fand erst am Sendetag, dem Sonntag 14.8. statt.

Neu hinzugekommen ist folgender Passus: „Die Debatte um den Beitrag zeigt, um welch sensibles Terrain es sich hier handelt. Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen weiter darüber berichten.“

Andere nachweisliche Falschdarstellungen wurden in der neuen Version der Stellungnahme belassen, so zum Beispiel, die Behauptung, dass eine Reaktion der Abgeordneten Michaela Engelmeier nicht auf Facebook zu finden gewesen seien.

Zahlreiche Kritiker hatten dazu angemerkt, dass die Tagesschau es versäumt hatte, auf ihre eigene Facebook-Seite zu schauen.

Meine Antwort auf die ARD – „Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen über Wassermangel im Westjordanland, Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016“

ARD/BR hat auf die Kritik an ihrem Lügenbericht in der tagesschau/den Tagesthemen vom 14. August reagiert: http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/08/15/stellungnahme-zur-kritik-am-tagesthemen-beitrag-vom-14-08-2016.html. Darin wurde auch Ulrich Sahm angegriffen. Er kontert:

Von Ulrich Sahm, Jerusalem, 16. August 2016 (direkt vom Autor)

Mitte Juni wurde der Bruch einer Wasserleitung gemeldet. Das habe zu zeitweiligen Engpässen bei der Wasserversorgung geführt. Der Grund war Wasserdiebstahl, was zum Bruch der Hauptleitung nach Salfit führte.

Am 28.7. wurde der Radiobericht des BR gesendet: Der Streit ums Wasser ARD Studio Tel Aviv am 28/07/2016 um 06:00 Uhr

Wie der reine Zufall so will, wurden der gleiche Ali Osman und der gleiche Clemens Messerschmid (nicht „Wasserschmid“ wie bei der unfehlbaren ARD) interviewt, die fast 3 Wochen später dann auch in Tagesschau und in den Tagesthemen auftauchten.

Das Filmchen über einen Rohrbruch hat Cogat auf Facebook am 15.6. gepostet: https://www.facebook.com/cogat.israel/posts/1027620780666939

Am 21. Juli berichtet Cogat erneut über Wasserdiebstahl durch Palästinenser in der gleichen Gegend: https://www.facebook.com/cogat.israel/posts/1049708118458205

In dem Bericht vom 26.6. schreibt die Jerusalem Post über die palästinensischen Verantwortlichkeiten für die Wasserknappheit: Wasserdiebstahl (5 Millionen m³ Wasser pro Jahr), Verweigerung von Gesprächen mit den Israelis, 20-40% mehr Bedarf vor allem für die Landwirtschaft (nicht zum Duschen und Trinken). Um den erhöhten Bedarf zu decken, habe Israel Maßnahmen ergriffen, die aber nicht umgesetzt werden könnten, solange die Autonomiebehörde keine Genehmigung für eine Modernisierung der Infrastruktur gegeben habe. Ohne palästinensische Erlaubnis können die Israelis nicht tätig werden. Die Folgen dieser Weigerung trafen besonders das palästinensische Dorf Salfit. Wasser habe genauso in jüdischen Siedlungen in der Gegend gefehlt: Shiloh, Ariel, Yitzhar, Eli, Kedumim, Itamar, Elon Moreh und Rechilim. Am Freitag (24.6.) habe es in mehreren Siedlungen gar kein Wasser gegeben. Es handelte sich also nicht um eine Maßnahme gegen Palästinenser, sondern um ein allgemeines Problem der Infrastruktur, von der Siedler genauso betroffen waren. Genau in dieser Zeit hat Mahmoud Abbas die Israelis von dem Europäischen Parlament bezichtigt, palästinensische Brunnen zu vergiften. Dieses hat Abbas innerhalb von Stunden widerrufen.

Die ARD hat nicht verraten, wann sie den Rundfunk/Fernsehbericht angefertigt hat.

„Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.“ Der nicht erwähnte Rohrbruch „galt“ also als repariert. Warum hat dann die Stadtverwaltung von Salfit das Wasser nicht fließen lassen?

Es heißt in dem BR-Bericht wörtlich: „Nur noch ein- bis zweimal in der Woche pumpen die örtlichen Wasserwerke Trinkwasser in den Stadtteil, in der Familie Osman lebt. Alle Haushalte füllen dann ihre Tanks: Das Wasser muss dann solange reichen, bis die Stadtwerke das nächste Mal den Hahn für diesen Teil der Stadt aufdrehen. In Zahlen heißt das: 167 Liter pro Tag für eine sechsköpfige Familie. In Deutschland liegt der durchschnittliche Verbrauch pro Kopf und Tag bei 126 Litern.”

Darf ich also annehmen, dass das ARD Team gefilmt hat, just bevor die Stadtverwaltung wieder Wasser geliefert hat?

Waschmaschinen: Ich frage erneut, warum denn „früher“ genügend Wasser für die Waschmaschine vorhanden war und jetzt nicht mehr. Da gemäß allen offiziellen Angaben das Wasser früher noch knapper war als heute, müsste man mal prüfen, wie alt die Waschmaschine ist, die Familie Osman allein aus „Hoffnung auf Normalität“ gekauft hat. Wer kauft sich teure Geräte, wohl wissend, sie mangels Wasser nicht benutzen zu können? Die ARD behauptet: „Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität.“

Da Ali Osman hier der einzige „Kronzeuge“ ist, müsste man wenigstens prüfen, ob auch bei anderen in Salfit das Wasser fehlt, oder ob es nur ein Problem in Osmans Stadtteil ist.

Bei einer Pressetour nach Ouja bei Jericho stellte sich heraus:

1) Keiner der Bürger hatte eine installierte Wasseruhr, also zahlte keiner für seinen Wasserkonsum.

2) Der Bürgermeister zeigte (aufgrund meiner Nachfrage) den Journalisten eine happige Wasserrechnung aus Ramallah(!). Diese Rechnung sollten die Europäer bezahlen, da er kein Geld dafür habe. Kein Wunder, da seine Bürger nichts bezahlt haben.

3)  Aus diesem Grund wäre es sinnvoll gewesen, auch Ali Osman nach seinen Wasserrechnungen zu befragen, um seinen früheren Wasserverbrauch zu prüfen. Es geht hier um die grundsätzlichste Recherche. Ebenso hätte der Verantwortliche für Wasserfragen in der Stadtverwaltung von Salfit befragt werden können. Der war gewiss nicht durch „hohe jüdische Feiertage“ verhindert.

4) Niemand bezweifelt, dass die Palästinenser kein Wasser im Überfluss haben, obgleich es durchaus ausreicht, zahlreiche Swimmingpools zu füllen, Straßen mit Wasserstrahl aus dem Hydranten abzuspritzen (mehrfach in Bethlehem gesehen, auf dem Krippenplatz und vor einer Woche an einer der Hauptstraßen). Es reicht für die netten Wasserfontänen in Hebron und anderswo. Der Bericht wäre aufrichtiger gewesen, wenn einerseits die Wasserverschwendung und andererseits die Knappheit gezeigt worden wäre. Denn es gibt beides. Und hat nicht die ARD selber mal eine große Reportage über die reichen Leute im Westjordanland gebracht, mitsamt ihren Pools?

5) Was den Namen der Familie Osman angeht: Nein, darüber sollte man sich nicht lustig machen. Aber wieso heißen einige „Iraki“ und sehr bekannte Palästinenser „el Masri“, auf gutdeutsch „der Ägypter“ usw. Es gibt viele Beispiele für die Herkunft waschechter arabischer „Palästinenser“, die man anhand der Namen sehen kann. Zum Beispiel der Präsident des lutherischen Weltbundes. Der stammt aus Jerusalem und heißt Younan (der Grieche). In Deutschland gibt es das genauso. Jeder Adelige ist nach seinem Herkunftsort („von“ XYZ, oder Graf von XYZ) benannt. Und darf ich ungeprüft vermuten, dass unser Innenminister französische Ursprünge hat? Gleiches Spiel können sie bei den israelischen „Toledanos“ spielen, die heute sogar einen spanischen Pass beantragen dürfen oder den zahlreichen Spiros, Schapiras usw, deren Wurzeln mal in Speyer lagen. Das ist alles sehr irrelevant. Aber wenn ein Volk von sich behauptet, „Ureinwohner“ und „Eingeborene“ zu sein, spielt es vielleicht doch eine Rolle, wenn deren Namen anzeigen, dass sie im 19. oder 20. Jahrhundert aus der Ferne eingewandert sind.

6) „Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.“
Ich habe viel Empathie für leidende Menschen, aber nicht so sehr, wenn sich herausstellt, dass die Leiden hausgemacht sind. Die ARD meint hier wohl mit „Empathie“, dass Israel beschuldigt werden müsse, und nicht etwa, dass Palästinenser vielleicht für die eigenen Versäumnisse verantwortlich sind.

7) Ali Osman besitzt ein anständiges Haus und kann sich Mineralwasser aus dem Supermarkt leisten. Wie steht es um arme Bauern oder gar Flüchtlinge, die sich das nicht leisten können? Wir wissen nicht einmal, welchen Beruf Osman ausübt, jedenfalls hat er ausreichend Geld. Es wäre interessant zu erfahren, warum der gut situierte Osman zweimal bei ARD Zeuge der Anklage gegen Israel sein durfte.

8) „Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.“ Hat der von Ihnen erwähnte „hohe jüdische Feiertag“ auch einen Namen? In dieser fast feiertagslosen Sommerzeit gibt es seit Juni nur Tischa Be´av. Und der wurde am 14.8. begangen, am Tag der Aussendung Ihres Beitrags. Es ist unvorstellbar, dass Sie den Film ausgerechnet an einem Sonntag recherchiert, gedreht und ausgestrahlt haben, zumal es drei Wochen zuvor schon den Radiobericht gab. Es wäre auch hilfreich zu erfahren, bei welchen israelischen Experten Sie angefragt haben. Nur so könnte man nachforschen, warum die alle abgesagt haben. Der Fastentag wäre kein triftiger Grund gewesen.

9) „Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank. http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html.” Diese Texte sind mir alle wohlbekannt. Wenn ich die ARD richtig verstehe, ist es den Palästinensern zum Beispiel in der “fruchtbaren Jordansenke” richtig gut gegangen, als sie noch “frei” waren, ehe die israelischen Besatzer kamen. Da stimmt was nicht, denn die Jordanier waren genauso „Besatzer“ und davor die Briten und davor 400 Jahre lang die Osmanen. Bei meiner ersten Fahrt 1968 durch das westliche Jordantal (auf der israelisch besetzten Seite) war es eine desolate Wüste. Erst unter den Israelis wurden über 90% der Haushalte im Westjordanland an fließendes Wasser angeschlossen.

„Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“ Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.“

Dieser Briefwechsel liegt auch mir vor. Meine erste Mail an Herrn Messerschmid habe ich am Donnerstag, 19.Dezember 2013 um 20:31 Uhr geschickt: „Sehr geehrter Herr Messerschmid, ein Bekannter hat mir empfohlen, dass ich mich an Sie wenden sollte, wegen der Überschwemmungen in Gaza (Rafah und Deir el Balah). Wissen Sie etwas von israelischen Staudämmen, die gebaut worden seien, um den Palästinensern Wasser vorzuenthalten und die jetzt beim Wintersturm geöffnet worden seien, um die Palästinenser zu überschwemmen? Arabische und iranische Medien berichteten. Die Israelis dementierten.”

Herauf antwortete er am 20.12 um 09:35 Uhr:

„Tja, Herr Sahm

nix Genaues weiss ich auch nicht.

Sie meinen wohl technische Details ueber die flood gates…Amira (Hass vom Haaretz, U.S.) hat mich auch schon gefragt und ich musste passen.

die wenigen Dinge, die ich Weiss:

– Israel faengt tatsaechlich den Abfluss aus dem Wadi Hebron-Wadi Besor(Isr)-Wadi Gaza so weit es geht ab. Wenn ich recht im Kopf habe, etwa 12.3 Mio Kubikmeter im Jahr – also stattlich, wenn man bedenkt, dass das zufaellig genau die Menge aller Brunnen ist, die wir seit Oslo in der West Bank bohren konnten.

– Es ist nicht das erste mal, dass Wadi Gaza ueberflutet.

– Das Design ist leider genau so, dass Israel allen ruhigen (nutzbaren) Abfluss fuer sich allein zurueckhaelt, aber den (zerstoererischen) Strom-Runoff, Starkregenabfluss, dann ueber die Kammkannte nach Gaza ablaesst. –> Gaza kriegt also per design immer nur die Flash floods ab.

– Das ist seit vielen Jahren so. Leider spitzt sich aber in Gaza selbst die lage immer mehr zu.

– Immer leute fangen aus Verzweiflung und im Chaos der Zustaende an, IM Wadi selbst zu siedeln (squatten). Das muesste unterbunden werden, aber wer hat schon Ausweichunterkuenfte fuer sie.

– Vor Jahren sollten storm conductance pipes verlegt werden – das wurde auch fleissig von gebern (UN? ich weiss nicht mehr) begonnen, brach aber nach der verhaengung der Totalblockade vor 6 Jahren rapide ab. (Baustoffmangel, etc. – man kennt’s ja zum Ueberdruss). Hier liegt also eindeutig auch eine Verantwortung Israels (und uns Gebern, die wir uns das klaglos gefallen lassen!). Zuverlaessige Freunde berichteten mir von den aufgelassenen,abgebrochenen Baustellen, und wie die Leute aus Gaza dann die „wertvollen“ Bauteile abschleppten…

– Gaza hat natuerlich auch keinen PLATZ (ganz anders wiederum als Israel zw. Beer Sheva und Re’im), um die natuerliche Loesung (Ponder, Auen, Ueberschwemmungs-Feuchtgebiete) anzugehen – Sie kennen die Diskussion ja aus Deutschland (Oberrhein Hochwaesser).

– Und dann noch das Problem der Pumpen, die Strom braeuchten! (Seit November eine E-Werke, bzw.kein Fuel- und dazu Israel’s Strafregime der Unterversorgung – ebenfalls, planvoll, absichtlich…)

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Es gibt ein paar relative zuverlaessige Quellen, die von aktiver Oeffnung von Daemmen sprechen. http://www.ewash.org/en/?view=79YOcy0nNs3D76djuyAnkRVT

Aber aktiv wissen tun wir es nicht. Ich enthalte mich da immer einer Vermutung.

Fuer mich steht aber nach all dem oben Aufgefuehrten fest, dass die eventuelle aktive Oeffnung der Schleusen nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs waere und somit vom eigentlichen Skandal ABLENKEN, der ja im Design verankert ist.

Ich vermute, dass, wenn Israel das Wasser nutzbringend auffangen koennte, es dies auch mit Sicherheit getan haette. Nur hier war die Flut zu stark…

Alles unklar?

Clemens Messerschmid“

Hierzu einige Anmerkungen:

– Israel fängt also doch Wasser ab. Dazu braucht man Mauern oder eben Dämme, die nicht zu finden waren und von den Israelis dementiert worden sind. Messerschmid weiß nichts von solchen Staudämmen, aber er kennt die von Israel so abgefangene Wassermenge.

– Er kennt zwar nicht diese Dämme, aber er kann sich ausführlich zu deren Design äußern: „aber den (zerstoererischen) Strom-Runoff, Starkregenabfluss, dann ueber die Kammkannte nach Gaza ablaesst“. Welch unglaubliche wissenschaftliche Erkenntnis! Wenn ein (nicht existentes) Staubecken vollgelaufen ist, dann fließt das Wasser über die Kante ab. Das ist nun einmal so. Daraus aber zu folgern, dass die Israelis das bewusst tun, um Gaza zu überschwemmen, ist eine heftige Unterstellung. Es sollte Messerschmid und der ARD bekannt sein, dass Israel nicht einmal fähig ist, schwere Überflutungen in Tel Aviv zu verhindern. Und selbst die tollen Amerikaner sind ziemliche Stümper: Siehe die Überschwemmungen in Louisiana. Oder die Deutschen bei Dresden oder entlang des Rheins. Hierzu auch noch ein Kommentar zu den Überschwemmungen in Gaza: https://medforth.wordpress.com/2013/12/19/kommentar-israel-uberflutet-den-gazastreifen/

– Verwunderlich war für mich, dass jemand im Dienst und Lohn deutscher Regierungsbehörden steht, darunter viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN), und dann die Einladung zum Empfang aus Anlass des 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) der Vertretung in Ramallah, im Mövenpick ausgerichtet, aus ideologischen Gründen ausschlägt. In einer Mail vom 22.12.2013 um 18:35 Uhr schrieb er: „Dass Sie mich am 3. Oktober nicht trafen, ist kaum verwunderlich. Am 3. Oktober feiere ich naemlich nicht – Sie schon? Und noch dazu im Moevenpick!?“

– Wenn Messerschmid bei Muslim Markt auftritt, für die palästinensische Kampfseite „electronic intifada“ schreibt und ansonsten sehr anti-israelische Äußerungen an verschiedenen Stellen hinterlassen hat, sollte er sich nicht wundern, wenn das auch seine „Reputation“ als Wasserexperte in Frage stellt. Dass er Landeszentralen, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen berät, sagt nichts aus über seine Glaubwürdigkeit. Gewisse Staudämme nicht zu kennen, sich dann aber ausführlich über deren Design zu äußern, mitsamt der bösen israelischen Absicht, damit den Palästinensern zu schaden, ist ein Widerspruch in sich.

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Auch tapfer in nirgendwo hat auf die Reaktion reagiert:
Tapfer im Nirgendwo antwortet der ARD Tagesschau

Dreist gelogen oder einfach nur zu blöde? Die ARD, ihre tagesschau, und die Wasser-„Berichterstattung“

Am 14. August brachte die ARD in tagesschau und Tagesthemen einen „Bericht“ über die Wasserknappheit im „Westjordanland“ – natürlich nur über die bei den „Palästinensern“. Und es wurde mehr als deutlich gemacht, dass daran die Israelis schuld sind, bei denen Wasser im Überfluss sprudelt.

Der Bericht hatte reichlich Kritik zur Folge, unter anderen von Ulrich Sahm, von Gerd Buurmann und vielen anderen. Buurmann zeigte auch, dass eine Bundestagsabgeordnete der tagesschau Lügen vorwarf.

Die Kritik war so massiv, dass die verantwortlichen Redakteure veranlasst sahen eine Stellungnahme abzugeben. Diese strotzte derart vor Selbstgerechtigkeit, dass man versucht sein könnte zu fragen, wo diese Leute ihr Hirn haben:

ARD-TA-160814

Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen
über Wassermangel im Westjordanland,
Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016

Zu den oben erwähnten Beiträgen erreichten uns dermaßen viele Anfragen, Kommentare und Kritik, dass wir dazu Stellung beziehen möchten.

Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr.
Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben, der einiger Richtigstellungen bedarf.

Die wohl schwerwiegendste Kritik an unserem Beitrag bezieht sich darauf, dass wir Bilder manipuliert hätten, in dem wir den Wassermangel in Salfit während eines aktuellen Wasserrohrbruches gedreht hätten. Diese Mutmaßung von einem der ersten Kritiker des Beitrages, noch in der vergangenen Nacht, wurde in den sozialen Netzwerken unhinterfragt übernommen und entwickelte sich dort zu einer festen Behauptung. Bis hin zum sehr vorbelasteten Begriff der „Lügenpresse“. Dazu müssen wir sagen: Diese Unterstellung ist falsch! Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.

Wir verwahren uns somit dagegen, dass man uns einer solchen Manipulation bezichtigt. Vor allem aber sind wir traurig darüber, dass unseren palästinensischen Protagonisten Lügen unterstellt werden. Im Sinne von: „Warum haben sie denn Waschmaschinen gekauft, wenn sie wissen dass die nicht funktionieren?“ etc. Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität. Sie leiden unter Wassermangel. Dies ist ein Fakt, den sie dem deutschen Publikum erzählt haben. Man sollte sich nicht darüber lustig machen. Auch nicht über den Namen der palästinensischen Familie.
Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.

Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank  Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank.

http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf

West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html

Der zweite Vorwurf, der ebenfalls wie der erstgenannte auf eine Kritiker-Behauptung zurückzuführen ist, und der im Laufe der Diskussion ebenfalls ohne weitere Diskussion als Tatsache dargestellt wurde, ist: Der im Beitrag interviewte deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmid sei nicht glaubwürdig. Auch hier stellen wir uns mit Nachdruck vor unseren Interviewpartner, der wie wir selbst von den Angriffen auf seine Reputation schockiert ist.

Clemens Messerschmid arbeitet seit fast 20 Jahren vor Ort als Hydrogeologe für viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN). Er berät auch z.B. Landeszentralen für politische Bildung, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen. In Artikeln unter anderem z.B. für die SZ (10.3.2014, „Wasser und Krieg“) hat er sich mit der Wasserproblematik intensiv auseinandergesetzt. Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“
Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.

Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben. Wir haben deshalb die israelische Seite aus dem Beitrag unserer ARD-Hörfunk-Studiokollegin zitiert. Die in der Woche zuvor zu diesem Thema mit Yisrael Medad, Sprecher der Siedlung Shilo und COGAT der israelischen Verwaltung für die besetzten Gebiete ein Gespräch geführt hat.

http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/07/28/der-streit-ums-wasser.html

Aus journalistischer Sicht halten wir dies für inhaltlich weiterhin voll vertretbar. Weil wir davon ausgehen, dass sich die israelischen Argumente in dem kurzen Zeitraum nicht verändert haben. Es ist uns aber bewusst, dass dies für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein Ungleichgewicht an Experten-Tönen dargestellt hat. Wir haben in diesem Fall der Schnelligkeit den Vorrang gegeben. Wir lernen aus Ihren Anmerkungen, dass wir dies künftig anders handhaben.

Auch sei angemerkt, dass unser Beitrag – weil wir eben leider die Siedlerseite (auch zu ihrer Verteidigung) nicht vor die Kamera bekommen haben, bewusst darauf verzichtet, den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen, sondern lediglich im Halbsatz erwähnte, dass im Sommer Siedlungen überproportional viel Wasser verbrauchen, was auch statistisch belegt ist.

http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.729777

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates.
Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.
Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch

Es dauerte nicht lange, bis dieser irre Schwachsinn auseinandergenommen wurde.

Auf Facebook schrieb ein Elio Adler:

Meine Reaktion auf die Stellungnahme des ARD-Studios:
Sehr erhellend ist der ausführliche O-Ton, den der Journalist, Herr Rosch, vor 3 Tagen auf Twitter gepostet hat. Er fragt wieder und wieder ähnliche, tendenziöse Fragen und muss sogar bei seiner Bemerkung, dass die Israelis sogar ein Geschäft mit der Wasserknappheit der Palästinenser machen würden von seinem Gesprächspartner gebremst werden.
Die trotzig anmutende Stellungnahme zu dem Beitrag vermag nicht zu überzeugen.
a) Der Hydrologe Clemens Messerschmid ist politisch engagiert. Er ist Anhänger der Intifada – wenn auch „nur “ der elektronischen: https://electronicintifada.net/people/clemens-messerschmid

b) Die lapidare Entschuldigung, der anderen Seite wegen eines jüdischen Feiertags kein Gehör verschafft zu haben, läuft ins Leere. Der pro-palästinensische Aktivtist Messerschmidt wurde wahrscheinlich am 11.8. interviewt. Da hätte es genug Zeit gegeben, andere Stimmen zu hören.

c) Zur fachlichen Frage der Wasserverteilung kann ich wenig sagen, außer, dass in den palästinensisch kontrollierten Bereichen – und gerade das lt Hydrologen wasserreichere als London seiende Ramallah liegt da drin – der Brunnenbau keinen israelischen Beschränkungen unterliegt. Die negativ geschilderten israelischen Landwirte verwenden wieder aufbereitetes Wasser (Israel hat die weltweit höchste Wasser-Recyclingquote) und eben KEIN Trinkwasser.
Weitere offizielle Details hier: http://www.botschaftisrael.de/…/aus-aktuellem-anlass…/

d) Subtiler wird es, wenn man sich den Bericht hinsichtlich seiner emotionalisierenden Machart ansieht: Vom süßen, blitzsauberen Mädchen (kann nach dem Feriencamp nicht duschen), bis zum vertraut wirkenden, deutschen Fachmann ist alles ein perfekter pro-Palli-Clip.
Das Antwortschreiben ist ebenfalls emotionalisierend strukturiert: Pseudo-Dank fürs Feedback und dann ein Argument nach dem anderen Abschütteln. Bis schließlich zur Drohung, dass man auch Swimmingpool-Bilder von Siedlern zeigen könne. Stimmt! Hätte man.

e) Michaela Engelmeier, MdB hat mit Ihrer pointierten Meinungsäußerung Recht und ich hoffe, dass ihr noch andere folgen werden.

f) Ich hatte mir von der Stellungnahme (vielleicht naiverweise) etwas in dieser Richtung erhofft : da ein ein „Experte“, von dem wir nicht wussten, dass er Politaktivist ist, uns eine so eindeutig wirkende Story präsentierte und wir den Fehler gemacht haben, uns emotional zu sehr mitreissen zu lassen, haben wir versäumt, etwas genauer hinzusehen. Aber Pustekuchen, statt dessen Nebelkerzen

Schade letztlich auch, dass ein so polarisierender Bericht keinen konstruktiven Beitrag zur Annäherung beider Konfliktparteien bringt. Es GIBT ein Wasserproblem, dessen Linderung ein gemeinsames Ziel von Israelis und Palästinensern sein sollte. Ein solcher Bericht eskaliert aber: Er füttert das Narrativ der einen Seite und vergrätzt in seiner Einseitigkeit die auf der anderen Seite, die zuhören wollen.

Auch Chaya Tal aus dem Gush Etzion hat einiges klargestellt, allerdings noch eher zum Bericht selbst. Dabei stellte sie u.a. auch ein Foto ein, das zeigt, wie sehr so manche PA-Araber unter der Wasserknappheit leiden:

Wasserknappheit_Salfeet

Sie führt allerdings auch einiges auf, wer da welches Wasser verschwendet – nämlich nicht die israelischen Bauern/„Siedler“, denn die nutzen aufgearbeitetes Brauchwasser.

Am intensivsten hat sich wieder tapfer im nirgendwo dem verlogenen Rechtfertigungsschwall gewidmet. Dabei dokumentierte er u.a. die Behauptung der ARD-Korrespondenten, die Kritik der Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier sei nicht zu finden und daher wohl erfunden.

Vielen Dank für diese Stellungnahme, liebe ARD. Meine Antwort darauf fällt deutlich aus:

Der Kommentar von Michaela Engelmeier findet sich auf der Facebook-Seite der ARD Tagesschau direkt unter dem Artikel zur Wasserversorgung. Der Kommentar von Michaela Engelmeier hat sogar so viele Likes bekommen, dass er prominent und unübersehbar angezeigt wird, um genau zu sein, genau unter Ihrer Stellungnahme, in der Sie schreiben, den Kommentar nicht zu finden.

Dafür gibt es ein Fachwort: Peinlich!

Wenn die Tagesschau es nicht mal schafft, diesen Kommentar auf ihrer eigenen Seite, unter ihren eigenem Bericht, unter der eigenen Stellungnahme zu finden, dann kann es mit der Recherche der Tagesschau nicht so weit her sein.

Wenn die Tagesschau schon daran scheitert, ihre eigene Seite zu lesen, dann möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie sehr sie in anderen Bereichen scheitert. Wenn die Tagesschau so über Israel recherchiert, wie sie auf ihrer eigenen Seite recherchiert, dann gute Nacht Qualitätsjournalismus.

Ich nehme daher alles zurück. ARD steht nicht für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland sondern offenkundig für Arbeitsverweigernde Rundfunkanstalt Deutschland.

Liebe ARD,

wenn Sie immer noch nicht den Kommentar von Michaela Engelmeier finden, lesen Sie meinen Blog, da ist der Kommentar sogar verlinkt und als Screenshot zu sehen.

Und schiebt im Wissen, dass die Qualitätsjournalisten das nicht schaffen nach:

Liebe Redaktion,

Sie schreiben in einer öffentlichen Stellungnahme, ich hätte in meinem Beitrag auf Tapfer im Nirgendwo unrichtige Behauptungen aufgestellt.

Können Sie mir bitte mitteilen, um welche unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten es sich handelt?

Ich möchte und werde alles sofort korrigieren.

Vielen Dank,
Gerd Buurmann

Fazit: Die ARD und ihre Qualitätsberichterstatter sind nicht nur einseitig; recherchieren nicht/lassen weg, was ihnen nicht ins Konzept der Hetze gegen Israel passt. Sie sind zumindest an der Grenze zum Antisemitismus, haben ihn teilweise schon überschritten.

Und da fragt es sich wirklich, ob sie nur dumm und ignorant sind oder sich gezielt und willentlich Instrument arabisch-muslimischen Hasspredigens machen. Was wäre schlimmer?

Vielleicht gibt es ja wieder eine Stellungnahme. Ich gehe davon aus, dass das nicht der Fall sein wird. Denn mit der nächsten wird sich wieder nur Arroganz, Ignoranz und weitere unglaubliche Dummheit und Verblödung offenbaren – und selbst diesen Qualitätsjournalisten könnte dämmern, dass das so ist und sie lassen es deshalb sein – was wiederum Bände über das spricht, was sie in ihrem Beruf verbrechen.

Die Große Lüge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Wassernot in der ARD-Tagesschau-Redaktion

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 14. August 2016 (direkt vom Autor)

Die Tagesschau der ARD brachte am Sonntagabend um 20 Uhr ohne aktuellen Aufhänger einen Bericht von Markus Rosch über die „Wassernot“, unter der „viele Palästinenser“ leiden, wie Moderator Jan Hofer verkündete. „Die Ressource ist knapp und wird von den Israelis streng rationiert“, behauptet Hofer weiter. Das Wasser ist gewiss knapp, aber von einer „Rationierung“ kann keine Rede sein!

„Verschärfend komme hinzu, dass Palästinenser keine Baugenehmigungen für Brunnen erhielten, um sich selbst zu versorgen,“ setzt Hofer fort.

Selbstverständlich muss es Genehmigungen für das Bohren von Brunnen geben. Genauso ist es in Deutschland und anderswo. Da kann nicht jeder in seinem Hinterhof nach Gutdünken einen Brunnen bohren oder das Wasser aus dem Rhein, der Elbe oder der Spree abpumpen. Denn sonst würde sehr schnell das passieren, was im Gazastreifen kurz nach dem kompletten Abzug der Israelis 2005 geschehen ist. Sowie die „scharfe Kontrolle“ der Israelis weggefallen war, und die örtlichen Behörden der Palästinenser sich um nichts mehr kümmerten, haben die Menschen nur ein paar Meter tief in den Sand gebohrt, eine Pumpe angeschlossen und schon sprudelte kostenfrei das Wasser ins Haus. Ohnehin war man im Gazastreifen (und teilweise auch im Westjordanland) nicht „gewöhnt“, eine Wasser- (oder Strom-) Rechnung zu zahlen. Das Dumme war, dass der hohe Spiegel des Grundwassers in Gaza ganz schnell sank. Dann floss Salzwasser aus dem Mittelmeer nach. Heute ist 95% des Süßwassers im Gazastreifen ungenießbar. Das einzige Trinkwasser im Gazastreifen pumpt Israel dorthin. Eine „Selbstversorgung“, wie Hofer sagt, indem man Brunnen bohrt, muss in jedem Fall mit allen Beteiligten abgesprochen sein, weil man sonst ganz schnell das Grundwasser unwiederbringlich zerstört und dem Nachbarn das Wasser abgräbt.

Nun zur Reportage von Markus Rosch. Er berichtet über die Ortschaft Salfit, ohne mitzuteilen, wann er die Reportage gedreht hat.

Vor etwa 2 Wochen hat es (wegen schlechter Instandhaltung) einen Rohrbruch bei einer Hauptleitung gegeben. Einige Tage lang war tatsächlich in Salfit wie in Siedlungen, die alle über das gleiche Rohr versorgt wurden, das Wasser knapp.

Rosch erwähnt nicht, dass es sich hierbei um Wasser handelt, das von Israel in das Westjordanland gepumpt wird. Er sagt auch nicht, ob er seine Reportage ausgerechnet während dieses Rohrbruchs gedreht hat. Die emotionalen Darstellungen, des Mädchens, das sich nicht waschen könne, der Vater mit den Wasserflaschen oder die entnervte Schwester, die nicht einmal die Waschmaschine benutzen kann, bedürfen keines Kommentars. Angemerkt sei nur, dass die sich gewiss keine Waschmaschine angeschafft hätte, wenn die Wasserknappheit ein Dauerzustand wäre. Auch der feine tröpfelnde Wasserhahn wirkt nicht so, als würde der nur im Winter nach einem Regenfall benutzt werden.

Rosch schwenkt mit der Kamera in Richtung einer Siedlung und auf das Schild nach Schiloh. O-Ton: „Doch während Siedlungen wie Schiloh, das in der Nähe von Salfit liegt, viel Wasser bekommen, gehen palästinensische Dörfer oft leer aus.“ Anstatt in der Siedlung mal nachzufragen oder mit einem israelischen Hydrologen zu sprechen, bleibt es bei seiner Behauptung, ohne jegliche Nachweise.

Im Gegenteil. Rosch trifft sich mit den deutschen Hydrologen Clemens Messerschmidt.

Über Messerschmidt sei hier erst einmal erwähnt, dass er Empfänge der deutschen diplomatischen Vertretung in Ramallah grundsätzlich aus ideologischen Gründen boykottiert. Er scheint also nicht in deutschen Diensten zu stehen. Das verriet er im Dezember 2014, als es im ganzen Nahen Osten schwere Unwetter mit Schnee in den Bergen und Überschwemmungen in Tel Aviv gab. Selbstverständlich stand wegen der Regengüsse auch der Gazastreifen unter Wasser. Was behauptete damals der diplomierte Hydrologe aus Deutschland? Israel habe Staudämme geöffnet, die es allein gebaut habe, um im Winter den Gazastreifen zu überschwemmen – oder vielleicht besser ausgedrückt – wegzuschwemmen. Tatsache ist, dass es diese von Messerschmidt behaupteten „Staudämme“ gar nicht gibt. Sie waren reine Erfindung. Messerschmidt tritt übrigens auch im „Muslim-Markt“ auf, eine üble anti-israelische Plattform.

Messerschmidt hat sogar recht mit der Behauptung, dass das Bergland im Westjordanland ziemlich regenreich sei. Doch verschweigt er, dass der Regen die unterirdischen Grundwasser-Seen füllt und dass Wasser per Schwerkraft immer nach unten fließt. Anders ausgedrückt: Der Regen fällt im „palästinensischen“ Gebiet, fließt aber unterirdisch nach Westen in Richtung Israel und nach Osten in Richtung Jordan und Totes Meer. Aus Sicht Messerschmidts müssten die Israelis offenbar alles Wasser ihrer Quellen ins Westjordanland pumpen, weil der Regen dort gefallen ist und deshalb den Palästinensern gehöre. Auf Europa übertragen müssten alle Anwohner des Rheins ihre Wasserrechnung an die Schweiz entrichten, weil dort der Rhein entspringt.

Rosch verschweigt zudem, dass Israel heute etwa ein Drittel mehr Wasser in die palästinensischen Gebiete pumpt, als in den Osloer Verträgen festgelegt. Er verschweigt auch, dass etwa 40% des verfügbaren Wassers bei den Palästinensern wegen maroder Infrastruktur verloren geht. In Israel und in Europa sind 10% Wasserverlust „normal“.

Während in Israel etwa 90% das Abwassers geklärt und in separaten Rohren der Landwirtschaft zugeführt wird, haben die Palästinenser Lieferungen billigen geklärten Wassers für ihre Landwirtschaft abgelehnt mit dem Argument: „Eure Sch… wollen wir nicht“. So vergeuden palästinensische Bauern weiterhin kostbares Trinkwasser in traditionell verschwenderischer Weise für ihr Gemüse auf den Feldern.

Abschließend sei hier erwähnt, dass viele Palästinenser ihre Wasserrechnung nicht bezahlen. In der Folge hat sich ein Schuldenberg in Millionenhöhe* für Strom und Wasser angehäuft. Rosch hat sich nicht die Mühe gemacht, die Familie Osman nach ihrer monatlichen Rechnung zu befragen. Dass Israel dennoch weiterhin Strom und Wasser liefert, liegt am internationalen Druck und an der Selbstverständlichkeit, dass Israel die Palästinenser weder verdursten noch im Finsteren sitzen lassen wollen.

Hier sei noch angemerkt, dass die „palästinensische“ Familie Osman einen Namen führt, der nicht sehr arabisch klingt, sondern eher „osmanisch“.

(C) Ulrich W. Sahm
Wortprotokoll der Sendung:

Jan Hofer: Im Westjordanland leiden viele Palästinenser unter Wassernot. Die Ressource ist knapp und wird von den Israelis streng rationiert

Kritiker werfen Israel vor, eigene Siedlungen bevorzugt zu versorgen. Verschärfend komme hinzu, dass Palästinenser keine Baugenehmigungen für Brunnen erhielten, um sich selbst zu versorgen.

Markus Rosch

Salfit, eine Stadt im Westjordanland. Mit knapp 10.000 Einwohnern. Aber ohne Wasser. Ein Problem auch für die Familie Osman, bei über 30 Grad. Vater Ali schleppt Wasserflaschen nach Hause. Maximal 2 Mal in der Woche füllt die Stadtverwaltung die Wassertanks auf. Die 7-köpfige Familie Osman bekommt etwa 100 Liter am Tag, wenn denn der Wasserlaster kommt. Ali: „Wir brauchen Wasser zum Leben. Jetzt gibt es keines mehr. Wie lange soll das noch so gehen?“ Tochter: „Ich geh mit meinen Freunden zum Ferienlager. Danach sind wir immer schmutzig. Aber wir können uns danach nicht waschen. Unsere Eltern wollen nun, dass wir nicht mehr dahingehen.“

Bild schwenkt zu einer Siedlung in der Ferne.

Rosch: Das Wasser im Westjordanland kontrollieren und verteilen die Israelis.

(Im Bild Straßenschild nach Schiloh)

Doch während Siedlungen wie Schiloh, das in der Nähe von Salfit liegt, viel Wasser bekommen, gehen palästinensische Dörfer oft leer aus. Dabei gäbe es genug Wasser, so der deutsche Hydrologe Clemens Messerschmidt. Die Gegend sei eine Wasserreiche Region, doch Israel kontrolliere die Verteilung.

Messerschmidt: „Die Palästinenser brauchen eine Erlaubnis für jede Arbeit im Wassersektor. Ob für einen Brunnen bohren oder eine Leitung legen. Oder eine Pumpstation aufbauen. Oder einen Wasserturm hinstellen wollen. Immer brauchen wir eine Erlaubnis und das Militär sagt einfach nein.

Rosch: Ali Osmans Schwester ist mit den Nerven am Ende. Kein Abwasch ist möglich. Auch die Waschmaschine kann sie nicht benutzen. Mittlerweile isst die Familie von Plastiktellern. (Neben der Spüle ist lauter normales Geschirr zu sehen). Hier in Salfit ist es ein täglicher Kampf um jeden Tropfen Wasser.

Dazu auch zu lesen:
– Henrik M. Broder: Die Tagesschau nimmt es mit der Wahrheit so genau wie Präsident Abbas
Israel, die Palästinenser und das Wasser (Lizas Welt)

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* meines Wissens sind es mehere HUNDERT Millionen Euro (hepelv)