Gedankenverlorenes Territorium: Die wahre Bedeutung von Weihnachten ist, dass es um die Palästinenser gehen muss

Die wahre Bedeutung von Weihnachten besteht darin, keinen allzu genauen Blick auf die vordergründigen Analogien palästinensischer Aktivisten zu werfen.

PreOccupied Territory, 23. Dezember 2021

Bethlehem, 23. Dezember – Die meisten Christen der Welt feiern dieses Wochenende das Fest der Geburt Christi. Wir Einwohner der Stadt, in der Christus geboren wurde, Christen wie Nichtchristen, kosten die Gelegenheit aus, jeden daran zu erinnern, dass das richtige Begehen der Feier und wie er wahre spirituelle Erfüllung bringt, es erfordert, die heilige Rhetorik, Liturgie und guten Werke der Jahreszeit auf Palästina zu konzentrieren.

Es möge mir fern liegen, auf den simplizistischen und lächerlichen Behauptungen zu beharren, denen wir jedes Jahr zu dieser Zeit begegnen, „Jesus war Palästinenser“. Natürlich war er das, aber das eröffnet das haarige Problem, dass die Palästinenser Jesus töteten. Wir vermeiden solche Komplikationen, indem wir stattdessen in Parallelen zwischen den Einschränkungen für moderne Palästinenser und dem Leid des Christuskindes und seiner Menschenfamilie eintauchen. Der niederträchtige Herodes wollte die prophezeite Geburt des Messias verhindern und das wurde vereitelt! Genauso werden auch gute Christen daran arbeiten die Machenschaften des herodesartigen zionistischen Feindes zu durchkreuzen, der anstrebt zu verhindern, dass die palästinensische Eigenstaatlichkeit entsteht. Was die Andeutung angeht, es habe hier lange vor 1948 ein jüdisches Königreich gegeben, übergehen Sie das einfach.

Wie sonst sollte man die Geburt der Hoffnung für eine ansonsten verdammte Welt feiern, als einen Konflikt zu thematisieren, der vor Jahrzehnten hätte enden können, hätten die Araber den Mumm gehabt sich Juden mit echter politischer Macht vorzustellen und nicht als ewige Unterklasse von Dhimmis? In der Tat Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Sehen Sie sich an, wie wenige Leute zur Geburtskirche kommen können! Ich meine, sie steht komplett unter palästinensischer Kontrolle, aber das passt nichts ins Narrativ. Selbst die Autoren der Evangelien wussten, dass man immer wieder kommen muss, um das beste, politisch nützliche Narrativ zu erhalten, was dazu führte, dass wir am Ende vier Versionen der Geschichte hatten. Und das sind nur die, die kanonisiert wurden.

Einst hatte Bethlehem eine große christliche Bevölkerung, aber die ist geschrumpft. Die wahre Bedeutung von Weihnachten fordert von Ihnen abzutun, dass sich dieser Bevölkerungsrückgang komplett während der Zeit ereignet hat, in der die Stadt unter voller palästinensischer Kontrolle steht, also müssen wir das ignorieren und diesen tragischen Zustand stattdessen der „brutalen Fremdbesatzung“ zuschreiben, einer todsicheren Möglichkeit emotionales Echo und Solidarität zu generieren. Mir ist egal, was der Film ihres Lieblingssenders behauptet; die wahre Bedeutung von Weinachten besteht darin, sich die oberflächlichen Analogien palästinensischer Aktivisten nicht allzu sorgfältig anzuschauen. Vom Fluss bis zum Heiligen Stuhl wird Palästina frei sein!

Palästinensische Araber behauptetn sie hätten in Bethlehem schon vor Jesu Tod Weihnachten gefeiert

David Lange, Israellycool, 29. Dezember 2020

Es ist kaum zu glauben, dass die antiisraelische Propagandaseite Quds News Network glaubt, alle ihre Leser hätten auch nur ein Mindestmaß an Intelligenz. Wie anders erklärt man, was sie gestern auf ihrer Facebookseite posteten?

Genießen Sei diese Bilder von Weihnachtsfeiern in der biblischen Stadt Bethlehem in Palästina aus dem Bethlehem des frühen 20. Jahrhunderts. Obwohl diese Fotos die frühesten verfügbaren sind, sind Bethlehemer Weihnachtstraditionen hunderte oder sogar tausende Jahre alt.

Angesichts der Tatsache, dass Jesus vor weniger als 2.000 Jahren starb und die ersten Aufzeichnungen über Weihnachtsfeiern in Rom vom 25.Dezember 336 stammen, ist das, was sie behaupten, mathematisch unmöglich.

Es überrascht aber nicht, kommt es doch von einer Seite, die auch behauptet, dass ihre Geschichte Millionen Jahre alt ist.

Wann ist in Israel Weihnachten?

Je nachdem, wenn man fragt, wird Weihnachten in Israel an einer Reihe unterschiedlicher Tage gefeiert.

Maayan Jaffe-Hoffman, Jerusalem Post, 20. Dezember 2019

In der Kathedrale des Heiligen Jakobus, einer armenischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert in Jerusalems Armenischem Viertel. (Foto: Wikimedia Commons)

Amerikanische Christen sind es gewohnt Weihnachten am 25. Dezember zu feiern, dem Datum, von dem heute viele glauben, dass es der Jahrestag der Geburt Jesu ist.

Aber in Israel wird Weihnachten am 25. Dezember, 7. Januar und 19. Januar gefeiert.

Warum?

Es gibt zwei verschiedene Kalender, zwei unterschiedliche Daten für Feiern und drei Kirchen.

Dr. Sergio La Porta, Haig und Isabel Berberian-Professor für Armenien-Studien und Interim-Dekan in Stellvertretung am College of Arts and Humanities der California State University in Fresno, erklärte dem Magazin, dass die römisch-katholische Kirche dem gregorianischen Kalender folgt, während die armenische Kirche in Jerusalem und die griechisch-orthodoxe Kirche dem julianischen Kalender folgen.

Armenier im Rest der Welt folgen dem gregorianischen Kalender, der erstmals 1582 von Papst Gregor XIII. eingesetzt wurde. Heute ist der gregorianische Kalender natürlich der international anerkannte Zivilkalender und auch als der westliche, säkulare oder christliche Kalender bekannt.

Der julianische Kalender ist ein Datierungssystem, das von Julius Caesar eingeführt wurde.

„Das machten sie bewusst während der osmanischen Zeit, damit ihre Feiern in der Geburtskirche sich nicht überschneiden“, erklärte La Porta die unterschiedlichen Daten. „Aber das schafft eine Menge Verwirrung – nun, uns verwirrt es stark.“

Die römischen Katholiken feiern am 25. Dezember. Die griechisch-orthodoxe Kirche feiert auch am 25. Dezember, aber nach dem julianischen Kalender, der vom gregorianischen etwa 13 Tage abweicht. Der 25. Dezember des julianischen Kalender fällt auf den 7. Januar [des gregorianischen Kalenders].

Die armenische Kirche in Jerusalem feiert Weihnachten am 6. Januar des julianischen Kalenders, der im gregorianischen Kalender auf den 19. Januar fällt.

La Porta sagte, die Armenier feiern die Geburt und die Offenbarung – den Tag, von dem sie glauben, dass Jesus als Gottes Sohn offenbart wurde – innerhalb von zwei Tagen, vom 5. auf den 6. Januar des julianischen Kalenders oder vom Nachmittag des 18. bis Mitternacht des 19. Januar im gregorianischen Kalender.

„Das half in der osmanischen Zeit immens“, sagte La Porta unter Verweis darauf, dass die Armenier Jerusalems am julianischen Kalender festhalten, während der Rest der armenischen Welt den logischen Wechsel vornahm. „Andernfalls würde jeder zur gleichen Zeit zur Geburtskirche gehen und es hätte Auseinandersetzungen gegeben. Weil sie die Armenier dazu bringen am julianischen Kalender festzuhalten, findet Weihnachten für sie etwa zwei Wochen später statt. Das hilft wirklich.“

La Porta erklärte, dass man in der Zeit des römischen Kaisers Konstantin, der selbst Christ war, anfing Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. Das römische Imperium wählte diesen Tag wahrscheinlich, weil die Wintersonnenwende und das antike heidnisch-römische Sonnenwendfestes Dies Natalis Solis Invicti oder Fest der „uneroberten“ Sonne in diesem Zeitraum gefeiert wurden.

„Konstantin hatte die Geburt auf den 25. geschoben, um die Erinnerung an den Sonnen-Feiertag auszulöschen und auch, weil die Menschen damals schon etwas feierten, also war es ein guter Zeitpunkt für einen Feiertag“, sagte La Porta. „Die meisten Forscher glauben, dass Jesus im Frühling geboren wurde, aber es gibt eine Menge Streit darüber.“

Es gibt aber dazu, welcher Kalender genauer ist, keine Diskussion. Der gregorianische Kalender ist genauer als der julianische, der zu viele Tage hatte. Tatsächlich gingen, als 1582 der Wechsel vom julianischen zum gregorianischen Kalender vorgenommen wurde, 10 Tage verloren.

Weihnachtsfeiern in Israel nähern sich langsam stärker an westlichen Feiern an, einschließlich des Aufstellens von Weihnachtsbäumen und Lichterschmuck. Aber der Feiertag im heiligen Land konzentriert sich weiter auf liturgischen Gottesdienst in Bethlehem und gemeindliche Feiern.

Eine Sprecherin der armenischen Presse- und Informationsabteilung des armenischen Patriarchats erzählte dem Magazin von Weihnachtsfeiern am Krippenplatz, wo die Stimmen der jungen Chorsänger und Freudenrufe ihrer Aussage nach von Trompetenklängen, Dudelsäcken und Musik begleitet sind.

Der armenischen Gemeinschaft Jerusalems schließen sich Gottesdienstbesucher aus Jaffa, Haifa und Ramle sowie Pilger aus der Türkei, Armenien und den Vereinigten Staaten an. Die frommeren Besucher beten in der Mitternachtsmesse in der Kirche; der Gottesdienst beginnt zwischen 22 und 23 Uhr und endet erst gegen 6 oder 7 Uhr am nächsten Morgen.

Dann, sagte die Sprecherin, sammelt sich die Gemeinde zu besonderen Kuchen, Brot und Süßigkeiten.

„Es gibt immer Essen für alle“, sagte sie.