Palästinensische Araber behauptetn sie hätten in Bethlehem schon vor Jesu Tod Weihnachten gefeiert

David Lange, Israellycool, 29. Dezember 2020

Es ist kaum zu glauben, dass die antiisraelische Propagandaseite Quds News Network glaubt, alle ihre Leser hätten auch nur ein Mindestmaß an Intelligenz. Wie anders erklärt man, was sie gestern auf ihrer Facebookseite posteten?

Genießen Sei diese Bilder von Weihnachtsfeiern in der biblischen Stadt Bethlehem in Palästina aus dem Bethlehem des frühen 20. Jahrhunderts. Obwohl diese Fotos die frühesten verfügbaren sind, sind Bethlehemer Weihnachtstraditionen hunderte oder sogar tausende Jahre alt.

Angesichts der Tatsache, dass Jesus vor weniger als 2.000 Jahren starb und die ersten Aufzeichnungen über Weihnachtsfeiern in Rom vom 25.Dezember 336 stammen, ist das, was sie behaupten, mathematisch unmöglich.

Es überrascht aber nicht, kommt es doch von einer Seite, die auch behauptet, dass ihre Geschichte Millionen Jahre alt ist.

Wann ist in Israel Weihnachten?

Je nachdem, wenn man fragt, wird Weihnachten in Israel an einer Reihe unterschiedlicher Tage gefeiert.

Maayan Jaffe-Hoffman, Jerusalem Post, 20. Dezember 2019

In der Kathedrale des Heiligen Jakobus, einer armenischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert in Jerusalems Armenischem Viertel. (Foto: Wikimedia Commons)

Amerikanische Christen sind es gewohnt Weihnachten am 25. Dezember zu feiern, dem Datum, von dem heute viele glauben, dass es der Jahrestag der Geburt Jesu ist.

Aber in Israel wird Weihnachten am 25. Dezember, 7. Januar und 19. Januar gefeiert.

Warum?

Es gibt zwei verschiedene Kalender, zwei unterschiedliche Daten für Feiern und drei Kirchen.

Dr. Sergio La Porta, Haig und Isabel Berberian-Professor für Armenien-Studien und Interim-Dekan in Stellvertretung am College of Arts and Humanities der California State University in Fresno, erklärte dem Magazin, dass die römisch-katholische Kirche dem gregorianischen Kalender folgt, während die armenische Kirche in Jerusalem und die griechisch-orthodoxe Kirche dem julianischen Kalender folgen.

Armenier im Rest der Welt folgen dem gregorianischen Kalender, der erstmals 1582 von Papst Gregor XIII. eingesetzt wurde. Heute ist der gregorianische Kalender natürlich der international anerkannte Zivilkalender und auch als der westliche, säkulare oder christliche Kalender bekannt.

Der julianische Kalender ist ein Datierungssystem, das von Julius Caesar eingeführt wurde.

„Das machten sie bewusst während der osmanischen Zeit, damit ihre Feiern in der Geburtskirche sich nicht überschneiden“, erklärte La Porta die unterschiedlichen Daten. „Aber das schafft eine Menge Verwirrung – nun, uns verwirrt es stark.“

Die römischen Katholiken feiern am 25. Dezember. Die griechisch-orthodoxe Kirche feiert auch am 25. Dezember, aber nach dem julianischen Kalender, der vom gregorianischen etwa 13 Tage abweicht. Der 25. Dezember des julianischen Kalender fällt auf den 7. Januar [des gregorianischen Kalenders].

Die armenische Kirche in Jerusalem feiert Weihnachten am 6. Januar des julianischen Kalenders, der im gregorianischen Kalender auf den 19. Januar fällt.

La Porta sagte, die Armenier feiern die Geburt und die Offenbarung – den Tag, von dem sie glauben, dass Jesus als Gottes Sohn offenbart wurde – innerhalb von zwei Tagen, vom 5. auf den 6. Januar des julianischen Kalenders oder vom Nachmittag des 18. bis Mitternacht des 19. Januar im gregorianischen Kalender.

„Das half in der osmanischen Zeit immens“, sagte La Porta unter Verweis darauf, dass die Armenier Jerusalems am julianischen Kalender festhalten, während der Rest der armenischen Welt den logischen Wechsel vornahm. „Andernfalls würde jeder zur gleichen Zeit zur Geburtskirche gehen und es hätte Auseinandersetzungen gegeben. Weil sie die Armenier dazu bringen am julianischen Kalender festzuhalten, findet Weihnachten für sie etwa zwei Wochen später statt. Das hilft wirklich.“

La Porta erklärte, dass man in der Zeit des römischen Kaisers Konstantin, der selbst Christ war, anfing Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. Das römische Imperium wählte diesen Tag wahrscheinlich, weil die Wintersonnenwende und das antike heidnisch-römische Sonnenwendfestes Dies Natalis Solis Invicti oder Fest der „uneroberten“ Sonne in diesem Zeitraum gefeiert wurden.

„Konstantin hatte die Geburt auf den 25. geschoben, um die Erinnerung an den Sonnen-Feiertag auszulöschen und auch, weil die Menschen damals schon etwas feierten, also war es ein guter Zeitpunkt für einen Feiertag“, sagte La Porta. „Die meisten Forscher glauben, dass Jesus im Frühling geboren wurde, aber es gibt eine Menge Streit darüber.“

Es gibt aber dazu, welcher Kalender genauer ist, keine Diskussion. Der gregorianische Kalender ist genauer als der julianische, der zu viele Tage hatte. Tatsächlich gingen, als 1582 der Wechsel vom julianischen zum gregorianischen Kalender vorgenommen wurde, 10 Tage verloren.

Weihnachtsfeiern in Israel nähern sich langsam stärker an westlichen Feiern an, einschließlich des Aufstellens von Weihnachtsbäumen und Lichterschmuck. Aber der Feiertag im heiligen Land konzentriert sich weiter auf liturgischen Gottesdienst in Bethlehem und gemeindliche Feiern.

Eine Sprecherin der armenischen Presse- und Informationsabteilung des armenischen Patriarchats erzählte dem Magazin von Weihnachtsfeiern am Krippenplatz, wo die Stimmen der jungen Chorsänger und Freudenrufe ihrer Aussage nach von Trompetenklängen, Dudelsäcken und Musik begleitet sind.

Der armenischen Gemeinschaft Jerusalems schließen sich Gottesdienstbesucher aus Jaffa, Haifa und Ramle sowie Pilger aus der Türkei, Armenien und den Vereinigten Staaten an. Die frommeren Besucher beten in der Mitternachtsmesse in der Kirche; der Gottesdienst beginnt zwischen 22 und 23 Uhr und endet erst gegen 6 oder 7 Uhr am nächsten Morgen.

Dann, sagte die Sprecherin, sammelt sich die Gemeinde zu besonderen Kuchen, Brot und Süßigkeiten.

„Es gibt immer Essen für alle“, sagte sie.