Arabische Wissenschaftler bekriegen sich wegen Kamel-Urin als Wunderheilmittel

Elder of Ziyon, 7. November 2022

Amal Kenawy, Psychologie-Professorin an der medizinischen Fakultät der Ain Schams-Universität in Ägypten, hat den Menschen empfohlen, sie sollten Kamel-Urin trinken, weil dieses viele Vorteile hat. Kenawy sagt, viele wissenschaftliche Experimente haben beweisen, wie vorteilhaft Kamelurin ist.

Sie ist nicht die einzige. Ein Prediger in Kuwait erstellte den Sommer über ein Video, in dem er nicht nur die gesundheitlichen Vorteile von Kamel-Urin rühmte, sondern auch seinen wunderbaren Geschmack, mischt man ihn mit Kamel-Milch.

Es gibt jede Menge Artikel auf arabischen Internetseiten, die den Nutzen von Kamel-Urin für die Behandlung von Krebs und Nierensteinen und als Wundermittel gegen andere Krankheiten rühmen. Ein Iraner sagte 2020, er heile COVID-19.

Schließlich schaltet sich ein Jordanischer Arzt ein und sagt, dass Kamel-Urin zu trinken, nicht nur lächerlich ist, sondern gefährlich.

In einem Eintrag auf Facebook sagte Ali al-Saudi: „Diese Nachrichten [über die gesundheitlichen Vorteil von Kamel-Urin] sind Märchen, die keine wissenschaftliche Grundlage haben und von keinerlei Forschung oder Studien unterstützt werden; tatsächlich sind sie genau das Gegenteil.“

Al-Saudi warnte vor großen Mengen Giften und Harnstoffen im Kamel-Urin, was Menschen töten und Krankheiten verursachen kann.

Er sprach Amal Kenawy an: „Bring die Welt nicht dazu noch mehr über uns zu lachen.“

Die Weltgesundheitsorganisation rät davon ab Kamel-Urin zu trinken.

Israelische Forscher sagen, Magnetfelder liefern Möglichkeit biblische Ereignisse sicher zu datieren

Ein Team entdeckt, dass Schichten historischer Zerströung eine neue Hoffnung auf genaue chronologische Datierung entspringt, außerdem ein besseres Verständnis einer mächtigen kosmischen Kraft

Amanda Borschel-Dan, The Times of Israel, 25. Oktober 2022

Burnt mud stones (Tel Aviv University)
Gebrannte Schlammziegel-Mauler vom Tel Batasch (dem biblischen Timna) mit Markierungen der Feldorientierung (Foto: Universität Tel Aviv)

Ein interdisziplinäres Team israelischer Wissenschaftler und Archäologen könnte einen Schritt näher daran gekommen sein die historische Richtigkeit der Bibel zu „beweisen“.

Über archäomagnetische Datierung können Archäologen jetzt die heilige Dreieinigkeit der modernen biblischen Archäologie – den Bericht des biblischen Textes, außerbiblische historische Quellen und wissenschaftlich ausgegrabene Artefakte – kombinieren, um die Zerstörungsschichten aus in der Bibel beschriebenen militärischen Eroberungen präzise zu datieren.

Die Methode nutzt Grabungsschichten, die bereits verlässlich datiert sind, um Basisanker für archäomagnetische Daten zu schaffen, die dann auf andere Stellen angewandt werden können, die bisher unmöglich überzeugend datiert werden konnten. Je mehr Anker geschaffen werden, sagen die Forscher, desto genauer kalibriert wird die Datierungsmethode werden.

„Es passte alles perfekt zusammen – besser, als ich mir das vorstellen konnte – was die Kraft dieser Methode wirklich beweist“, sagte Yoav Vaknin, Doktorand an der Universität Tel Aviv (TAU), der führende Autor einer Studie, die die Methode an 20 Grabungsschichten ausprobierte, von denen einige zuvor nicht sicher datiert werden konnten. Der Artikel mit dem Titel „Wiederherstellung biblischer Feldzüge unter Nutzen der Daten geomagnetischer Felder“ wurde Dienstag im Open Source-Wissenschaftsmagazin Proceedings oft he National Academy of Sciences of the USA (PNAS) veröffentlicht.

Das Magnetfeld ist ein sich ständig verändernder, unsichbarer Schild, der von magnetischem Erz im Erdkern herrührt, von dem Wissenschaftler glauben, er könne der Schlüssel für die Schaffung und Fortsetzung des Lebens sein, wie wir es kennen.

Archäologische Funde wie Tonscherben, Ziegel, Dachpfannen und Schmelzöfen zeichnen das Magnetfeld der Erde auf, während sie bei hohen Temperaturen gebrannt werden, was dafür sorgt, dass ihre magnetischen Mineralien in Richtung und Ausmaß des Feldes wieder magnetisiert werden, als sie erhitzt wurden. Diese Daten sind ähnlich einem Fingerabdruck und für das Datum, an dem sie festgehalten wurden einmalig.

Der zerstörten Schichten aus biblischen militärischen Eroberungen bieten reichlich Material für die „Slash-and-burn“-Kampagnen.

Die Zerstörung des antiken Jerusalem durch die Babylonier 586 v.Chr., die von biblischern und außerbiblischen Quellen bezeugt wird, gaben Vaknin die perfekte Möglichkeit das neue Datierungsmittel anzufangen. 2020 veröffentlichte Vaknin einen Artikel, der die archäomagnetischen Daten zu diesem Ankerereignis stützen.

Es gibt mehrere weitere militärische Eroberungen, die die Bibel durchziehen, die ebenfalls von außerbiblischen Quellen bestätigt sind, was mit der Zeit weitere Anker schafft. Z.B. sagt die Bibel in 2. Könige 12,18, dass das Gat der Philister von Hazael, dem König von Aram-Damaskus zerstört wurde.

Am Fuß der judäischen Berge gelegen, wird Gat in dem fast drei Jahrzehnte dauernden archäologischen Projekt Tell es-Safi/Gat ausgegraben, das von Prof. Aren Maeir von der Bar Ilan-Universität geleitet wird.

Gat, sagte Maeir gegenüber der Times of Israel in einer E-Mail, „war einer der Orte mit einer gut datierten Zerstörung (Hazaels Zerstörung, ca. 830 v.Chr.) und könnte dafür verwendet werden diese Datierungsmethode in Beziehung zu anderen bekannten Zerstörungen (wie des Sennacherib in Lachisch 701 v.Chr.) zu bringen und mit solchen zu vergleichen, deren Datierung nicht klar war.“

Die allgemein recht verlässliche Radiocarbon-Datierung ist für einen Großeteil der bibblischen Erzählspanne weniger brauchbar; Grund ist ein Kalibrierungsproblem, das die Zeit von ca. 800 bis 400 v.Chr. abdeckt, die als Hallstatt-Plateau bekannt ist. Die archäomagnetische Datierungstechnik, die von Geowissenschaftlern verwendet wird, um das historische Magnetfeld des Globus nachzuvollziehen, könnte für dieses Defizit wettmachen und schließlich als normatives, ergänzendes Datierungsmittel in der Werkzeugkiste eines jeden biblischen Archäologen dienen.

Dr. Yoav Vanin (Foto: Universität Tel Aviv)

„Diese Forschung demonstriert, wie eine aus einem dichten archäomagnetischen Datensatz eine archäointensive Kurve konstruiert wird, in dem die Chronologie auf C14 gründet (für Perioden vor dem 8. Jahrhundert v.Chr.) und feste historische Zeitalter (vom 8. Jahrhundert v.Chr. und danach) als machtvolles chronologisches Mittel verwendet werden können. Das ist besonders für das Hallstatt-Plateau (ca. 800 – 400 v.Chr.), ein Zeitraum, in dem die Auflösung von Radiokarbon-Datierung begrenzt ist“, heißt es in Vaknins Abhandlung.

Im aktuellen Aufsatz stellten die Wissenschaftler die Richtung und/oder Intensität des Magnetfelds der Erde in 20 Brand-Zerstörungsschichten wieder her, die in 17 archäologischen Sätten und in zwei keramischen Ansammlungen dargelegt waren. Die Studie beinhaltete die Analyse von 1.186 Mustern aus 144 Proben und waren auf magnetische Richtung und Intensität getestet.

„Das ist der erste Aufsatz, in dem wir eine ausreichend große Datenbasis haben, um zu sagen, wir könnten tatsächlich archäologische Datierung vornehmen, die verlässlich ist“, sagte Vaknin. „Und die Ergebnisse waren erstaunlich.“

Der Archäologe Aren Maeir (links) beaufsichigt eine Zerstörungsschicht von 830 v.Chr. im Archäologischen Projekt Tel Tzafit/Gat, Juli 2018. (Foto: amanda Borschel-Dan/Times of Israel)

Vaknin sagter der Times of Israel, dass ein paar Dinge ihn überraschten, als er seine Forschung durchführte.

„Eins ist die Übereinstimmung zwischen Orten, die wahrscheinlich zu einer bestimmten Zeit zerstört wurden – sowohl die [magnetische] Richtung als auch die Intensität. Das beste Beispiel ist die Hazael zugeschriebene Zerstörung um 830 v.Chr. Wir haben perfekte Übereinstimmung der Intensität von vier Stellen gefunden und in den meisten davon haben wir auch Ergebnisse für die Richtung“, sagte er. Zu den Orten gehören Gat, Tel Rehov Stratum IV, Horvat Tevet Level V und Tel Zayit Level XII.

An einem anderen Ort, Tel Beth Sche’an, wurde ein Jahrzehnte langer Streit darüber, wann die Zerstörung stattfand, durch das neue Datierungsmittel zu den Akten gelegt.

„Die Datierung war offen. Es gab kein klares Datum, aber innerhalb der Zeitalter-Bandbreite liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Angaben des Ausgräbers Ami Mazar, der auch ein Co-Autor ist, wahrscheinlich später, in etwa bei 830 v.Chr. – auch wahrscheinlich Hazael. Unsere Ergebnisse zeigten eindeutig, dass die Zerstörung nicht durch Hazael vorgenommen werden konnte und dass sie früher stattgefunden haben musste, sogar viel früher. Das war daher eine sehr interessante Überraschung“, sagte er.

Die Erkenntnis, dass Beth Sche’an wahrscheinlich 70 bis 100 Jahre früher zerstört wurde, als bisher angenommen wurde, setzt den Untergang der Stadt in eine Zeit der militärischen Feldzüge des ägyptischen Pharaohs Schoschenk, glauben die Forscher. Laut einer TAU-Pressemitteilung wird dieser Feldzug ins Heilige Land in der Bibel und in einer Inschrift auf einer Mauer des Tempels von Amun in Karnak (Ägypten) beschrieben, die Beth-Sche’an als eine seiner Eroberungen erwähnt.

Gebrannte Schlammziegel (Foto: Yoav Vaknin)

Praktische Grundlagen

Das Magnetfeld dient als Schild der Erde gegen kosmische Strahlung und aufgeladene Teilchen der Sonne. Der magnetische Norden wird vom Menschen – denken Sie an Kompasse – und vielen Vögeln und Meeressäugetieren, die von Natur aus eingestellt sind, als Navigationsmittel verwendet. Es verschiebt sich im Verlauf der Zeit und jedes Zeitalter hat sein eigenes Signal oder „Fingerabdruck“ an Intensität und Richtung.

Dasselbe Signal hat, wird es an einem anderen Ort in der Levante gefunden, höchstwahrscheinlich dasselbe Datum, was es Archäologen erlaubt es als Mittel für sichere Datierungen zu verwenden, z.B. beim kaskadenartigen Untergang des Königreichs Juda, der sich über mehrere Jahrzehnte hinzog.

„Das Magnetfeld ist unsichtbar, aber es spielt eine entscheidende Rolle im Leben unseres Planeten. Ohne das geomagnetische Feld wäre nichts auf der Welt so, wie es ist – vielleicht würde Leben sich ohne es nicht entwickelt haben“, sagte Prof. Ron Scha’ar von der Hebräischen Universität, ein Co-Autor der Studie, gegenüber der Times of Israel, als er die frühere Forschung zu 586 v.Chr. diskutierte.

Landkarte der studierten Zerstörungsschichten und der verschiedenen militärischen Feldzüge (Itamar Ben-Ezra)

„Das Magnetfeld wird durch chaotische elektrische und flüssige Ströme im Erdkern erzeugt. Wir Geophysiker versuchen zu verstehen, wie es sich im Lauf der Zeit verändert, denn es verändert sich ständig und wir versuchen zu verstehen warum und wie der Mechanismus aussieht, der die Veränderungen antreibt“, sagte Scha’ar.

Laut Vaknin vermessen Wissenschaftler, um archäomagnetische Datierungen durchzuführen, Muster gebrannter Bestandteile oder Artefakte wie gebrannte Schlammziegel oder Keramik auf ihre magnetische Intensität und Ausrichtungn.

Je mehr die Technik an archäologischen Stätten angewandt wird, die als „Ankerdaten“ dienen können – Daten, die über eine historisch hohe Sicherheit verfügen wie die Zerstörung Jerusalems an Tischa B’Av im Jahr 586 v.Chr. – desto mehr können die Forscher Ergebnisse verlgeichen und komplettere Datenbanken aufbauen – sowie Computermodelle eines der rätselhaftesten Themen der Physik erstellen: des Magnetfelds.

Vaknin erklärte, dass das Magnetfeld nicht überall in der Welt gleich ist und während es globale Aspekte gibt, gibt es auch Anomalien. Seine Arbeit und die der rund 20 Forscher, die an diesem Artikel arbeiteten, konzentriert sich auf die Levante. Ihre Ergebnisse, sagte er, bildeten eine statistische Kuve, die er die Levantinische archäomagnetische Kurve oder „LAC“ nannte; diese umfasst einen 1.000 bis 1.500 km großen Radius, der die Türkei, Nordägypten, das Heilige Land, Syrien und etwas darüber hinaus umfasst.

Artefakte wie Töpferwaren aus der Levante können getestet und mit einer Reihe möglicher Daten versehen werden. Leider, sagte Vaknin, ändert sich die Intensität des Magnetfelds nicht linear, sondern hat stattdessen im Lauf der Jahre Steigerungen und Tiefen. Im Fall der Töpferwaren verengt sich die Typologie auf die Bandbreite für ein bestimmtes Jahrhundert und dann kann er, auf Grundlage des Fingerabdrucks eines Artefakts, mit dem magnetischen Signal für Datenpunkt verglichen werden, die sich bereits auf der Kurve befinden und wahrscheinlich ein Datum innerhalb weniger Jahrezehnte liefern kann.

„Das neue Datierungsmittel ist einzigartig, weil es auf geomagnetischen Daten von Stellen gründet, deren exkate Zerstörungsdaten aus historischen Quellen bekannt sind“, sagte Prof. Oded Lipshits von der Universität Tel Aviv in einer Pressemitteilung. „Mit der Kombinierung präziser historischer Informationen mit fortschrittlicher, umfangreicher archäologischer Forschung waren wir auch in der Lage die magnetische Methode auf verlässlich verankerte Chronologieen zu gründen.“

Vaknin führte seine paleomagnetischen Experimente unter der Leitung von Scha’ar im magnetisch abgeschirmten paläomagnetischen Labor am Institut für Geowissenschaffen an der Hebräischen Universität an Jerusalems Givat Ram-Campus durch.

TAU-Doktorand Yoav Vaknin vermisst bei den Grabungen in der Stadt David Park in Jerusalem einen Boden, der während der Zerstörung Jerusalems 586 v.Chr. druch die Babylonier kollabierte. Foto: Shai Halevi/Israelische Antikenberhörde)

Die Motivation der Archäologien und der Geowissenschafter mag unterschiedlich sein, aber beide hoffen die Testungen zu steigern und die Kurven der Computermodelle der Magnetfelder der Erde weiter zu füllen.

„Wir sitzen in Israel auf einer Goldmine! Es ist unglaublich“, sagte Scha’ar. „Wir haben sofortigen Zugang zu einer unbegrenzten Anzahl an Artefakten, die wir vermessen und datieren können und verstehen das Feld in der Vergangenheit.“

Glücklicherweise braucht es keine Goldmine, um die Testungen zu finanzieren. „Was den Preis angeht, so ist es nicht allzu teuer. Proben zu nehmen, ist sehr einfach. Sobald man die Proben hat, arbeitet man mit ihnen im Labor. Das Labor ist sehr besonders und einzigartig. Es gibt nur ein solches Labor, das in Israel. Aber sobald man das Labor hat, ist die Bearbeitung der Proben nicht allzu teuer“, sagte Vaknin.

„Ich hoffe wirklich und glaube, dass es Teil des Werkzeugkoffers der Archäologen hier in Israel und allgemein in der Welt wird“, sagte Vaknin. „Je mehr Daten wir haben, desto genauer und verlässlicher ist diese Datierungsmethode und ich denke wir sind schon da.“

Darwinismus, Judentum und der Zusammenprall von Naturwissenschaften und Religion

Melanie Phillips, 6. September 2019 (Jewish News Syndicate)

David Gelernter, Professor für Computerwissenschaften an der Yale University, hat seine bisherige Überzeugung von der Darwinschen Evolution aufgegeben.

Er schrieb, er sei betrübt „eine brillante und wunderschöne wissenschaftliche Theorie“ aufzugeben, sagte aber, er sei zu dem Schluss gekommen, dass sie das große Ganze nicht erklären könne – nicht das Feintuning bestehender Arten, sondern die Entstehung von neuen.

Ob dieses Argument stichhaltig ist oder nicht, soll ein anderes Mal diskutiert werden. Der Punkt hier ist, dass das von niemandem gesagt werden darf, der nicht bereit ist beruflichen und sozialen Selbstmord zu begehen.

Der Darwinismus, sagte Gelernter, habe die wissenschaftliche Argumentation hinter sich gelassen. Obwohl seine Kollegen in Yale höflich und kollegial mit ihm umgingen, hätten Leute ihr Leben in die eigene Hand genommen, um die darwinistische Evolution infrage zu stellen.

„Sie werden dich vernichten, wenn du sie anzweifelst“, sagte er. Es gab nichts, was in die Nähe von freier Meinungsäußerung kommt, wenn es um dieses Thema geht. „Das ist eine Art bittere, fundamentale, wütende, empörte, gewalttätige Reaktion, die einer wissenschaftlichen oder intellektuellen Diskussion nicht einmal ähnelt.“

Gelernters Schlüsse zum Darwinismus sind hauptsächlich aus seiner Analyse der statistischen Wahrscheinlichkeit der Evolution neuer Arten hergeleitet. Jedoch wird jeder, der den Darwinismus bezweifelt, sofort als „anti-wissenschaftlich“ etikettiert und beschuldigt ein religiöser Fanatiker zu sein.

Tatsächlich gehörte zur Gegenreaktion auf Gelernters Abfall die Feststellung, dass er religiöser Jude ist. Offenbar kann der einzige Grund, dass er zu seiner „leugnerischen“ Schlussfolgerung kam – heißt es auf einer pro-evolutionistischen Internetseite – sein, dass er die Wissenschaften durch eine „alttestamentliche Brille“ betrachtet.

In Wirklichkeit hat eine Überzeugung, die nicht angetastet werden darf, die Charakteristika eines religiösen Glaubens. Das ist der Grund, dass Gelernter den Darwinismus als Religion bezeichnet.

Es gibt jede Menge anderer unsagbarer Dinge in unserer von der Gedankenpolizei kontrollierten Gesellschaft. Menschgemachte Klimaerwärmung wird zum Beispiel als jenseits von Infragestellung betrachtet, weil von den Wissenschaften gesagt wird, dass das „entschieden“ ist. Das ist faktisch antiwissenschaftliches Dogma, denn in den Wissenschaften ist nichts jemals „entschieden“, das immer offen dafür ist neu hinterfragt zu werden.

Wie kommt dann unser wissenschaftliches Zeitalter dazu antiwissenschaftliche Ideen zu propagieren, die religiöser Doktrin gleichkommen und diese als Wissenschaft bezeichnet?

Unser Zeitalter hat sich angeblich der Förderung individueller Freiheit, Toleranz und dem Ende von Vorurteilen verschrieben. Warum werden dann so viele Ansichten zum Schweigen gebracht? Warum ist Diskussion so weithin durch hasserfülltes Beleidigen ersetzt worden? Und wie kommt es, dass dies von einer Welle des Antisemitismus begleitet worden ist, oft bei genau denselben Subskribenten der liberalen, antirassistischen „Woke“-Agenda[1]?

Es könnte hier eine Verbindung geben, die allgemein übersehen wird. Und die involviert die Juden.

Im Kern all dieses moralischen und intellektuellen Durcheinanders liegt ein Angriff auf die Kernprinzipien der westlichen Zivilisation auf der Grundlage, dass diese von Haus aus ausschließend, von Vorurteil befallen und unterdrückerisch seien.

Der Grund dafür lautet, sie sei in biblischen Werten verwurzelt, die für grausam, verdunkelnd und schädlich für die Vernunft, die Aufklärung und die Großzügigkeit des Geistes gehalten werden.

Im Gegensatz dazu wird von der säkularen Agenda geglaubt, sie stehe für alles Gute, das man mit der Moderne verbindet: Freundlichkeit, Rationalität und Fortschritt.

Der Westen sagt sich selbst, dass die Moderne einer Ablehnung der Religion in der Aufklärung des 18. Jahrhunderts entsprang.

Fakt ist, wie ein neues Buch aufzeigt, dass das Christentum im Kern des zeitgenössischen westlichen Denkens verbleibt, selbst bei denen, die es verachten. „Dominion“, geschrieben vom britischen Historiker Tom Holland, ist eine meisterhafte Analyse der Art, wie christliche Werte den Westen geformt haben und das immer noch an den unwahrscheinlichsten Stellen tun.

Sein Buch ist nicht nur ein faszinierender Bericht der außergewöhnlichen Reichweite und Beharrlichkeit des Christentums, das sich über Generationen und Gesellschaften hinweg entwickelt und angepasst hat. Er argumentiert zudem, dass christliche Werte, die manchmal zu Sklaverei, Imperium und Krieg geführt haben, trotzdem im Kern dessen liegen, was den Westen zivilisiert und gut macht.

Das hat Leute aufgeschreckt, für die es unumstößlich ist, dass nur der Säkularismus Gutes produziert, während Religion nur Schlechts schafft. Aber Holland stellt heraus, dass sogar Angriffe säkularer Liberaler auf christliches Denken von den christlichen Werten der Toleranz und Fairness motiviert sind.

Natürlich gibt auch einen Elefanten in diesem besonderen Raum. Denn obwohl diese westlichen Kernprinzipien vom Christentum eingeführt und verbreitet wurden, liegt ihre Herkunft in der hebräischen Bibel.

Holland schenkt den jüdischen Grundlagen des Christentums gebührende Beachtung, ebenso der furchtbaren Art, wie das Christentum sich in der Vergangenheit gegenüber den Juden verhalten hat.

Was aber so viele übersehen: Die moralischen Prinzipien, die vermeintlich vom Christentum erfunden wurden – z.B. Mitgefühl, Fairness, für die Armen sorgen oder andere an die erste Stelle setzen – sind der Welt allesamt von der hebräischen Bibel vorgestellt worden.

Es ist der mosaische Kodex des Judentums, der dem Westen sein Gewissen und die Wurzeln seiner Zivilisation gab, indem er dem selbstsüchtigen Appetit der Menschen Ketten anlegte. Und es fällt auf: Jede zeitgenössische Ideologie, die darauf abzielt den Westen zu untergraben oder umzuformen, gründet auf Gegnerschaft zu jüdischen religiösen Überzeugungen, jüdischem Moralkodex oder dem jüdischen Heimatland in Israel.

Tiefgrünes Umweltbewusstsein zum Beispiel will die Menschen von ihrem Sockel aus der Genesis stoßen, dass er die Krone der Schöpfung ist; die Wahl sexueller Lebensstile negiert die moralischen Codizes des Judentums; wissenschaftlicher Materialismus verwirft den Glauben an den göttlichen Schöpfer der Welt; der Antizionismus bestreitet das Recht der Juden auf ihr eigenes Heimatland; und linkem Universalismus ist es angeboren das Judentum anzugehen, das mit einem sturen und einzigartigen Überzeugungssatz immer einer jeden Universalisierungsideologie im Weg stand.

Ein großer Teil des säkularen Ansturms geht auf die zentrale Idee der Aufklärung einer Welt zurück, die auf Vernunft gründet, von denen besonders französische Denker der Aufklärung meinten, sie stünde in Gegnerschaft zu Religion.

Aber das westliche Konzept der Vernunft kommt in Wirklichkeit aus der hebräischen Bibel. Vorstellungen wie ein geordnetes und rationales Universum, das gemäß einem linearen Konzepts strukturiert ist, waren revolutionäre Konzepte, die im ersten Buch Mose eingeführt wurden.

Diese Ideen waren grundlegend für die Entwicklung der westlichen Wissenschaften. Frühe Wissenschaftler glaubten, dass Naturgesetze notwendigerweise einen Gesetzgeber voraussetzen. So sagte Galileo Galilei: „Die Gesetze der Natur sind von der Hand Gottes in der Sprache der Mathematik geschrieben.“

Die Gegnerschaft von Religion und Wissenschaften, die säkulare Liberale als fundamental annehmen, ist dem Judentum sogar fremd. Da so viel aus der hebräischen Bibel im Verlauf der Jahrhunderte als Allegorie oder Metapher interpretiert worden ist, hat das Judentum Wissenschaften nicht als Bedrohung betrachtet.

Der jüdische Weise Maimonides im 12. Jahrhundert war das große Beispiel der Überzeugung, dass Wissenschaften und Religion einander ergänzen. Er schrieb, dass der Konflikt zwischen Wissenschaft und Bibel entweder einem Mangel an wissenschaftlichem Wissen oder einem fehlerhaften Verständnis der Bibel entstammt.

Ohne die hebräische Bibel hätte es keine westliche Rationalität oder Prinzipien wie Gerechtigkeit und Mitgefühl gegeben. Aber der Säkularismus behauptet, dass die Regel der Vernunft, getrennt von biblischer Religion, Schlechtes wie Vorurteil oder Krieg aus der Welt und dem menschlichen Herzen verbannen werde.

Unmöglicher Utopismus wie dieser führt unweigerlich zu Unterdrückung. Das erwies sich beim apokalyptischen Christentum des Mittelalters so, bei der französischen Revolution, dem Kommunismus und dem Faschismus; und so erweist es sich heute beim kulturellen Totalitarismus der Linken.

Wie alle Utopisten glaubt die Linke, ihre Ideen seien unangreifbar, weil sie angeblich für die Tugend selbst stehen. Alle, die gegen sie sind, liegen daher nicht nur falsch, sondern sind auch böse. Also müssen Häretiker wie Gelernter ausgemerzt werden, weil keiner Herausforderung des Säkularismus jemals Pardon gegeben werden darf.

Was säkulare Liberale nicht begreifen: Angriffe auf die jüdischen Konzepte im Kern des christlichen Westens sind nicht nur einfach eine Zurückweisung ihrer angeblichen Ideale der Toleranz und Rationalität, sondern sägen den Ast ab, auf dem sie selbst sitzen.

[1] „woke“ = wach, politisch bewusst (insbes. bzgl. linker Themen, diesen sehr positiv gegenüber eingestellt)

Pierres neuer Freund – der Großimam der Al-Aqsa-Moschee

Pierre Rehov, Facebook, 14. Februar 2017

pierres-neuer-freund

Der Großimam der Al-Aqsa-Moschee wurde gefragt: „Wie kannst du wissen, dass Jerusalem der Ort ist, an dem die Al-Aqsa-Moschee gebaut werden sollte.“ Er antwortete: „Als der Prophet Mohammed zur ersten Moschee gefragt wurde, sagte er, dass die erste Moschee die Heilige Moschee in Mekka ist und die zweite in der Welt gebaute, war die Al-Aqsa-Moschee. Das ist, was der Prophet uns als Beweis gegeben hat. Und dass vierzig Jahre zwischen ihnen liegen. Das bedeutet, dass derjenige, der die Heilige Moschee baute, ADAM ist und der eine, der die Al-Aqsa-Moschee baute entweder ADAM oder sein Sohn ist…“

Das habe ich nicht erfunden. Das ist die genau Übersetzung von seinem Auftritt auf Arabisch auf ITV auf. Noch viel mehr von diesem Quatsch können Sie in „Unveiling the Tempel Mount“ (Entschleierung des Tempelbergs) sehen, der Dokumentation, die zu drehen ich die Ehre hatte (Danke für eure großzügigen Spenden! Übrigens, weitere Spenden sind weiterhin willkommen.)

Wissenschaften nach Madrassa-Art

Elder of Ziyon, 18. November 2008

Aus der „The National” der Vereinigten Arabischen Emirate:

Mitte der 1980-er Jahre reiste der Cousin meines Vaters, ein bekannter Notar, zu Madrassen (Religionsschulen) entlang der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan, die zu enormen Teilen von der saudischen Regierung finanziert werden. Diese Schulen waren Stützen des Jihad, denn sie lehrten die Kinder der afghanischen Flüchtlinge und produzierten am laufenden Band tausende von Kämpfern.

Mein Cousin beobachtete, dass Lehrer, die Geschichte oder grundlegende wissenschaftliche Konzepte lehrten – zum Beispiel, dass die Erde um die Sonne kreist – gefeuert und durch Mullahs ersetzt wurden, die nur ein paar Verse des Koran kannten; und die „Bedeutung“ des Tötens von Ungläubigen.

Die Ignoranz dieser Männer wurde durch eine besonders dumme Frage hervorgehoben, die meinem Cousin von einem Mullah gestellt wurde: „Wie kann jemand die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne kennen? Niemand hat ein Lineal gemacht, das dafür lang genug wäre.“