Juden zählen nicht

Wenn von Vielfalt und Inklusion geredet wird, sind Juden kein Teil der Diskussion

Richard L. Cravatts, FrontPage Mag, 14. Januar 2022

1978 brachte der Prozess Regents of the University of California gegen Bakke den Begriff „diversity“ [Vielfalt] ins Lexikon höherer Bildung. Obwohl das Gericht feststellte, dass die medizinische Fakultät der University of California in Davis ein verfassungswidriges Quotensystem einsetzte, mit dem sie Alan Bakke die Aufnahme verweigerte, stellte Richter Lewis Powell in seiner berühmten Ausführung fest, dass Universitäten ungeachtet des ihm innewohnenden Fehlers eines solchen Quotensystems wahrscheinlich die Qualität ihrer Einschreibungen verbessern könnten, indem sie eine „diverse Studentenschaft“ anstreben, die „einen robusten Ideenaustausch betreibt“ und dass es „ein zwingendes staatliches Interesse“ daran gibt zu versuchen ein solches  Ziel zu erreichen und die Inklusion historisch unterrepräsentierter Gruppen auf dem Campus zu fördern.

Statt Studenten zu helfen sich an die reale Vielfalt der Gesellschaft außerhalb der Campusmauern anzupassen, hat die Kampagne zur Steigerung der Vielfalt jedoch dazu gedient balkanisierte Universitäten zu schaffen, in denen momentane Opfer sich in eigenständige und sich nach innen orientierende Rassen- und Kulturgruppen ausgrenzen – genau das Gegenteil der Absicht der Universitäts-Diversokraten und ihrer aufgeblasenen Lehensgüter, mit denen sie für diese Theologie der Viktimisierung, Radikalgerechtigkeit und Inklusion werben.

Es scheint jedoch so, dass nicht alle ethnischen Gruppen die Sorge der Sozialkrieger der Woke-Campusse benötigen. Juden, eine winzige, aber stark sichtbare und einflussreiche Minderheitengruppe, werden regelmäßig ignoriert, wenn Opfergruppen um Anerkennung auf der Sensibilitätsskala konkurrieren. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass genau die Personen, deren Rolle darin besteht sicherzustellen, dass alle Menschen anerkannt und alle Gruppen geschützt werden, eine besondere Feindseligkeit gegenüber Juden und dem jüdischen Staat Israel an den Tag legen.

In der anspruchsvollen Atmosphäre der Rassengleichheit und Diskussion um Unterdrückung und Opferrolle gelten Juden heute als weiß und „weiß privilegiert“, die, obwohl sie lange eine verleumdete und verhasste Minderheit gewesen sind, heute von der Einordnung als Opfer ausgeschlossen werden und selbst zu Zielen von Verurteilung, Kritik und Rüge geworden sind – sogar durch diese Profis der Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI – diversity, equity, inclusion), deren Hauptrolle darin besteht am Campus Umfelder zu schaffen, die frei von Bigotterie, Hass und Einseitigkeit sind.

Konzerne wie Google, zusammen mit Facebook und Twitter haben sich als zentrale Vermittler der zeitgenössischen Woke-Kultur erwiesen, aber nirgendwo ist identitäsbasierte Herschaft offensichtlicher als an Universitäten, wo DIE-Polizisten, „Vielfalts-Beauftragte“ auf ihrem jeweiligen Campus, entscheiden, wer die Opfergruppen dieser Generation bildet und wie sie verhätschlet werden sollten und wie man Kümmernisse belohnt.

Beunruhigenderweise hat aber 2021 ein Bericht von Jay Greene und der James Paulat Heritage Foundation namens „Irrglaube Inklusion: Der Antisemitismus der Mitarbeiter für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion an Universitäten“ aufgedeckt, dass genau die Leute, die damit beauftragt sind Campus-Umfelder zu schaffen, die frei von Bigotterie und Orte zu sein, an denen alle Gruppen sich willkommen fühlen, besonders dunkle und hasserfüllte Einstellungen hegen, wenn es um Juden und Israel, den jüdischen Staat geht.

Die Studie beruhte auf einer Analyse „der Twitter-Accounts von 741 DEI-Mitarbeitern an 65 Universitäten, um zu dokumentieren, ob es Beweise für Antisemitismus zur Unterstützung anekdotischer Behauptungen zu israelfeindlichen Aktivitäten seitens DEI-Mitarbeitern gibt“ und offenbarte, dass die DEI-Profis keine neutralen Beobachter des Klimas an Universitäten sind und „deutlich machten, dass DEI-Mitarbeiter an Universitäten in Wirklichkeit als politische Aktivisten wirken, eine enge und radikale ideologische Agenda artikulieren und erzwingen.“

Und im Einklang mit der aktuellen Campus-Kampagne Israel unerbittlich zu verleumden und zu beleidigen, indem geholfen wird palästinensische Selbstbestimmung zu unterstützen, schießen diese DEI-„Polizisten“ wahllos gegen Israel, so dass die Autoren des Berichts „… feststellten, dass DEI-Mitarbeiter von Israel besessen sind, über das jüdische Heimatland fast dreimal so oft kommunizieren wie über das Land [China], das seine muslimischen Bürger aktiv interniert“,

Und die Besessenheit mit Israel war, wie vorherzusehen, nicht positiv. Tatsächlich, stellte der Bericht fest, „sind Tweets zu Israel auch durchweg negativ: 96% brachten Kritik zum Ausdruck …“ während „im Gegensatz dazu 62% der Tweets mit Verweis auf China [als Vergleichsthema im Bericht behandelt] wohlwollend sind“.

Die in dem Bericht untersuchten Tweets bestätigen, dass diese DEI-Diversokraten regelmäßig Reden führen, die gemäß der Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) eindeutig antisemitisch sind. „Die regelmäßige Verwendung von Begriffen [in den Tweets] wie Apartheid und Kolonialismus sollen Israel als ein rassistisches Unterfangen darstellen und ihm sein Existenzrecht als Heimat des jüdischen Volks verweigern“, eines der in der Definition angführten Anzeichen für antisemitisches Reden.

Nicht nur das: Indem an Israel ein Standard angelegt wird, den man von keinem anderen Land erwartet oder fordert, das sich ähnlichen Herausforderungen ausgesetzt sieht, demonstrieren die DEI-„Polizisten“ laut der IHRA-Definition ein weiteres Beispiel für Antisemitismus. „Der energische Angriff auf israelische Reaktionen auf Raketen und Terroranschläge zeigen auffälliges zweierlei Maß“, befand der Bericht, „da nur vom jüdischen Staat erwartet wird seine Bürger nicht so zu verteidigen, wie es alle anderen Staaten der Welt tun würden. Dass Kritik an China im Vergleich zu Israel so selten ist, ist ebenfalls ein starker Beweis für zweierlei Maß. Israel des Völkermords oder ethnischer Säuberung zu beschuldigen bedeutet ganz klar, dass israelische Politik mit der der Nazis gleichgesetzt wird“ – laut der Definition weiteres antisemitisches Tun.

Wie sehen die Abschlussausführungen des Berichts aus? Die Autoren regen an, weil die Wahrnehmung lautet „Juden besitzen, anders als andere Minderheitengruppen, Privilegien und Macht, Juden und Opfer von Judenhass verdienten oder bräuchten die Aufmerksamkeit „derer in DEI-Machtpositionen“ nicht. Der Report schließt: Tatsächliche wird „schmerzhaft deutlich, dass viele Mitarbeiter für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion, die mit der Verfolgung dieser löblichen Ziele beauftragt sind, ihren Auftrag preisgeben, zumindest wenn es um Juden geht“.

Obwohl jüdische Studenten gemäß jedem normalen Maßstab als Gruppe gesehen werden müssten, die Schutz vor Voreingenommenheit, Hass und Schikane durch ihre Kommilitonen und Professoren verdient, hat die Debatte um Israel und die Palästinenser jüdische Anhänger des Zionismus und Israels in eine ungemütliche Position gebracht, oft dort, wo sie sich von progressiven Bewegungen ausgeschlossen fanden. Radikale Aktivistengruppen wie Students for Justice in Palestine waren oft erfolgreich damit schwarze, muslimische, schwule und hispanische Studenten für sich zu gewinnen, für die israelfeindliche Kampagne, die Israel als weißen, kolonialen Unterdrücker eines braunen, einheimischen Volks darstellt, was zum Ergebnis hat, dass Studenten und Dozenten, die Israel unterstützen, als unbußfertige Rassisten und Anhänger eines Apartheidregimes sind.

Linke Studenten, die durchaus die progressiven Werte und Überzeugungen ihrer Kommilitonen teilen, aber Israel unterstützen, finden sich daher regelmäßig von der Teilnahme an Kampagnen für Rassengleichberechtigung ausgeschlossen, mit denen sie eigentlich sympathisieren, weil sie wegen ihrer Loyalität gegenüber dem Zionismus und Israel als linke Ausgestoßene gebrandmarkt werden.

Und weil Juden, zu Recht oder zu Unrecht, als mächtig, „weiß“ und mit „weiß privilegiert“ wahrgenommen werden, sind DEI-„Polizisten“ ihnen gegenüber weniger mitfühlend gewesen, wenn jüdische Studenten sich über die Schikanen und Verunglimpfungen beschweren, die sie oft als Ergebnis bösartig israelfeindlicher Veranstaltungen, von pro-palästinensischen Rednern und israelfeindlichen Dozenten erfahren, die Studienpläne mit einseitig antiisraelischen, antiwestlichen und manchmal antisemitischen Lehrmaterialien aufladen.

Dass jemand, der mit der Förderung von Inklusion, Vielfalt und Gleichheit unter Studenten beauftragt ist, einerseits vorgibt sich um dieses Ziel zu kümmern und dennoch öffentlich Israel und Juden verachtet, sollte widersprüchlich scheinen, aber ein Beispiel für dieses Doppeldenken versetzt derzeit den Campus der University of Southern California in Aufruhr. In den Fall involviert ist die widerwärtige Yasmeen Mashayekh, eine Studentin an der USC Viterbi School of Engineering, die von einer Gruppe von rund 60 USC-Dozenten „fortgesetzter offen antisemitischer und zionophobischer Äußerungen“ beschuldigt wurde.

Es ist nicht zu fassen, wenn auch möglicherweise kein Zufall, dass Frau Mashayekh eine Senatorin für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion in der Studentenvertretung der USC-Aufbaustudenten ist, wie der Katalog der Canary Mission (eine Internetseite, die Dossiers über antisemitische, radikale Studenten und Dozenten zusammenstellt) zeigt; Mashayekh twitterte am 9. Mai 2021: „Ich will jeden motherfucking Zionisten töten.“ Als Canary Mision auf diesen widerlichen Tweet mit einem eigenen antwortete, in dem stand, ihr Tweet sei „erschreckend“, twitterte Mashayekh: „Oh nein, wie erschreckend, dass ich töten will, wer mich kolonisiert!!“

Im Juni twitterte Mashayekh: „Tod Israel und seine Schlampe USA“ und retweetete einen Tweet, in dem es hieß: „Möge I****l [Israel] bis auf die Grundmauern niederbrennen. #Rettet Silwan.“ Und für den Fall, dass es irgendwelche Zweifel wegen ihrer Gefühle zum jüdischen Staat gibt, gehörte zu ihren Tweets im Juni Unterstützung für Terrorismus und den Tod von Juden: „Wenn du nicht für die komplette Vernichtung Israels und der Besatzungskräfte bist, dann bis du palästinenserfeindlich“; „Tod Israel“ und „Ja, ich fucking liebe Hamas, wie stfu [shut the fuck up = halt dein verdammtes Maul.“]

Aber während eine Gruppe des Lehrkörpers die USC-Verwaltung aufrief proaktiv zu handeln und das Reden und die Stimmung dieser boshaften Studentin zu verurteilen, sind andere, die Mashayekh unterstützen, eifrig damit beschäftigt gewesen aus dieser hasserfüllten, antisemitischen Fanatikerin ein Opfer von Islamophobie und Rassismus zu machen, sogar jemanden, der Rufschädigung zugefügt worden sei.

So konnte Mashayekh sich mit einem Mantel der Opferrolle schützen und straflos den Zionismus, die Juden und Israel attackieren, wegen ihres mutmaßlichen Opferstatus und der Tatsache, dass die  Ziele ihrer widerwärtigen Ideologie „weiße“ Juden sind, Verteidiger eines Rassistenstaates, die es, zumindest ihrer Meinung nach, nicht verdienen vor Hass geschützt zu werden.

An der Stanford University befindet sich das DEI-Programm des Beratungs- und Psychologischen Dienstes der Universität (CAPS) im Zentrum einer Klage, die vom Brandeis Center for Human Rights Under Law im Auftrag zweier Berater für psychologische Gesundheit – Dr. Ronald Albucher und Sheila Levin – eingereicht wurde, die „eine feindselige und unwillkommene Umgebung für Juden im Programm Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI) erlebten, die gegen Title VII des Civil Rights Act von 1964 und den Fair Employment and Housing Act von Kalifornien verstoßen“.

„Das DEI-Programm“, fordert die Klage ein, „fördert das Stereotyp, dass Juden, auch Frau Levin und Dr. Albucher, ‚weiß‘ oder ‚vorübergehend weiß‘ sind und führte das klassisch antisemitische Sprachbild ein, dass Juden mächtig, reich und privilegiert sind.“ Bei DEI-Trainingsstunden wurden Levin und Albucher mit der Sprache der Viktimisierung konfrontiert, zu der „weiße“ Juden als Unterdrücker von „People of Color“ gehören. „Mit der Befürwortung eines antisemitischen Narrativs, das Juden kollektiv als Unterdrücker bezeichnet, die für systematischen Rassismus verantwortlich sind, während gleichzeitig die uralte jüdische Identität bestritten wird“, heißt es in der Klage, „fördert das DEI-Programm judenfeindliche Stimmung und ermutigt zu Feindseligkeiten gegen Juden.“

Und während das „DEI-Programm entworfen wurde, um allen Mitarbeitern ‚zu helfen Fähigkeiten und Vertrauen zu entwickeln sich auf Studenten unterschiedlicher Hintergründe einzulassen‘“, verletzt Juden und die jüdische Erfahrung als für Schutz untauglich zu erklären, der anderen ethnischen Gruppen gewährt wird, Geist wie Absicht dieses DEI-Auftrags. Beunruhigender ist, vermerkt die Klage, „dass das DEI-Programm antisemitische Vorfälle auf dem Campus von Stanford ignoriert und die antisemitische Falschmeldung verbreitet, Juden hätten ‚immense Macht und Privilegien‘, was Stanfords Mitarbeiter für psychologische Gesundheit lehrt die Folgen antisemitischer Vorfälle für die psychische Gesundheit durch antisemitische Vorfälle zu ignorieren.“

Diese Verschmelzung von Juden und weißem Herrenmenschentum, der zentralen Ideologie der Nazis, ist natürlich historisch absurd und moralisch pervers, genauso wie die Annahme, dass jüdische Studenten und Dozenten „weiße Privilegien“ genießen. Für jüdische Studenten ist zudem potenziell gefährlich, dass sie sich jetzt vielleicht selbst verteidigen müssen – nicht nur gegen die ständigen Beschuldigungen das rassistische Apartheid-Regime Israels zu unterstützen, das die unglücklichen Palästinenser unterdrückt – sondern auch, dass sie Teil einer großen, unheilvollen Bewegung sind, zu der im Denken der DEI-„Polizisten“ und anderer woken Campus-Linken die schlimmsten, radikalsten Elemente der neuen Rechten gehörten, die angeblich während der Administration Trump ermutigt und Sichtbarkeit und Einfluss gegeben wurden: Konservativen, Republikanern, Zionisten und allerlei Sonderlingen aus dem Neonazi-Rand.

Die unerbittliche Fokussierung auf Vielfalt, Inklusion und Gleichheit hat Juden vorsätzlich vom ideologischen Auftrag ausgenommen und in dem Prozess die Rechte und Sicherheit von Juden wurden gefährdet, ignoriert und heruntergespielt.

„Tatsächlich“, hielt die Stanford-Klage auf zum breiteren Thema fest, um das es hier geht, „dient dieser Fall als warnende Geschichte: Diese [DEI-Profis] … die an der wichtigen und notwendigen Arbeit der Bekämpfung von systemischem Rassismus und Diskriminierung beteiligt sind, müssen gewissenhaft sicherstellen, dass sie im Prozess des Konterns von Bigotterie, die sich gegen eine Gruppe richtet, nicht die Schikanierung oder Diskriminierung einer anderen Gruppe fördern oder begehen.“

Neben guten Absichten müssen Juden auch zählen.

Die Ecke des Historikers: Zivilisatorischer Tod oder Erneuerung?

Victor Davis Hanson, Private Papers, 27. Juli 2021

Der Palast von Knossos, Ruinen der minoischen Kultur (Bild von Wladimir Timofejew @ Getty Images)

Die Geschichte steckt voller Beispiele für Gesellschaften, die entweder implodierten oder durch interne wie externe Kräfte zerstört wurden – aber auch von solchen, die sich derartigen Gefahren stellten und das durchstanden.

Leben oder Tod?

Es gibt weiter Kontroversen, warum das Weströmische Reich Ende des 5. Jahrhunderts auseinanderbrach, während das Östliche Reich in Konstantinopel überlebe und als das fortbestehen sollte, was als Byzantinisches Reich 1.000 Jahre lang als Außenposten der Christenheit im Osten bekannt wurde. Natürlich hatte Rom weniger verteidigungsfähige Grenzen als Konstantinopel, das vom Meer umgeben war und dessen Geografie als Ventil zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer diente.

Religiöse Spaltungen und Irrlehren waren im Westen vielleicht alltäglicher als im Osten. Und mindestens bis zum Aufstieg des Islam war die Heftigkeit marodierender nördlicher und nordöstlicher Stämme – Hunnen, Goten, Vandalen – für Italien eine größere Bedrohungen als für Kleinasien. Das Griechisch sprechende östliche Reich war Jahrhunderte lang als die ältere, gelehrtere und vielleicht reichere Region des Mare Nostrum verehrt worden als die späteren Hinzufügungen Nordafrika und Westeuropa. Vielleicht erwiesen sich „Unnachgiebigkeit“, stärkeres Festhalten an Tradition, die einheitlichere Religion und eine Garnisonskultur nach dem Fall des Westens allesamt existenzfähiger als westlicher Ökumenismus.

Hochentwickelte, aber kopflastige hierarchische Gesellschaften – der Nahe Osten, das minoische Kreta, das mykenische Griechenland oder die Azteken in der Neuen Welt – waren besonders anfällig für Herausforderungen von außen, seien sie natürlich oder menschgemacht. Wann immer Wissen der Eliten in Naturwissenschaften, Regierung, Landwirtschaft, Schifffahrt und Verwaltung nicht weit verbreitet sind oder wenn eine Mittelklasse stagniert oder nicht existiert, dann sind solche Zivilisationen besonders anfällig für Enthauptung. Schalte die Herrscher-Clique von Knossos, Mykene, Pylos oder Tenochtitlan aus und das ist vielleicht vergleichbar mit dem Zertrümmern des Kopfes eines Oktopus und zuzusehen, wie seine Tentakel erschlaffen.

Die Vielen und die Wenigen

Wir alle machen uns Sorgen, dass wir übermäßig zentralisiert werden. Es gibt nur etwa 10 Millionen von 330 Millionen Amerikanern, die in den Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Medizin und Wirtschaft unsere Vorrangstellung sicherstellen. Die Meisten wissen nicht nur nicht, wer sie sind oder was sie tun, sondern nehmen auch an, dass ihr eigenes Leben auf Autopilot läuft, ohne Wertschätzung für die paar Millionen im Schatten, von denen Amerikas Sicherheit und Wohlstand manchmal abhängen.

Wenn ich von der Tragödie und zivilisatorischen Krankheit der 700 jedes Jahr in Chicago Ermordeten lese, denke ich in der Regel an tausende, die jedes Jahr auch in die Notaufnahme kommen und gerettet werden, von brillanten Chirurgen, Technikern und Pflegern aller Rassen und Hintergründe, mit großen Kosten für die Stadt, den Bundesstaat und das Land. Das sind die, die ansonsten in ruhigeren Zeiten von genau den Patienten, die sie retten, als Nerds abgeschrieben oder ausgenutzt würden.

Zu vielen Zeitpunkten in unserer Geschichte, besonders von 1861-65, 1929-38, 1941-45 und 1967-71 gab es Zweifel am Überleben von Amerika, ob wegen des internen Gemetzels des Bürgerkriegs, der Großen Depression, des nicht Vorbereitet seins darauf, dass die USA tödlichen Achsen-Feinden gegenüber stand und die Kulturrevolution der Sechziger. Ich würde heute die Woke-Epidemie von 2020/21 – die viel weniger gewalttätig ist – als mindestens vergleichbar gefährlich für den Staat dazu rechnen, wie das Chaos in Corcyra 427 v.Chr. oder die zivile Gewalt in Konstantinopel während der niedergeschlagenen Nika-Krawalle oder die Jakobiner-Terrorherrschaft 1793/94.

Wir befinden uns nicht nur einer politischen, sondern auch einer kulturellen Revolution, die unsere Grunddaten, unsere grundlegenden Dokumente, unsere grundlegenden Ikonen, Traditionen und Bräuche zerstören und ersetzen will, unter der Prämisse, dass wir zwar die freieste, fairste, reichste und müßigste Zivilisation der Geschichte, aber immer noch mangelhaft und nicht perfekt und daher nicht gut sind – als ob unsere Moral von 1776 schon so fortschrittlich hätte sein müssen wie unsere Technologie von 2021.

Die gefährlichste aller Entwicklungen ist jedoch der aktuelle Rückfall in den Tribalismus. Bisher haben wir das weitgehend als neue Ablehnung von Martin Luther Kings Traum einer integrierten und assimilierten Gesellschaft betrachtet, in der Rasse irrelevant geworden ist, jedenfalls verglichen mit dem individuellen „Inhalt unserer Charaktere“.

Das alte, immer alte Lied: Von der Sklaverei über Jim Crow und Affirmative Action zu Woke

Wie seltsam, dass die Partei des demos, die Demokraten, zwischen 1860 und 1970 der Verkünder des Rassen-Tribalismus war (wie in der hinterhältigen Erscheinungsformen des Rassismus von Woodrow Wilson oder in seiner extremen Hässlichkeit des George Wallace und Lester Maddox). Dann zwischen 1970 und 2020, also die nächsten 50 Jahre lang, wurden die Demokraten fast so rassenfixiert wie der Dreh- und Angelpunkt der Great Society.

Affirmative Action bestand darauf, dass Rasse, nicht Klasse, eine großartige Voraussetzung für Wiedergutmachungsmaßnahmen des Bundes sei. Demokraten erfanden die moderne Version der proportionalen Repräsentation und der unterschiedlichen Wirkung. Es waren die verqueren Vorstellungen, dass, wenn ein begehrter Beruf oder die Zulassungspolitik einer Universität die Rassenzusammensetzung des Landes insgesamt nicht widerspiegelte (allerdings war alles von der Post bis zum Profisport von solchen Verordnungen ausgenommen), dann Rassismus Teil davon und Abhilfemaßnahmen nötig waren.

Und jetzt werden in unserer Woke-Revolution auch die Anstrengungen von fünfzig Jahren zum Fehlschlag erklärt und auch das wieder von Demokraten. Um Rassismus aufzuhalten und „antirassistisch“ zu werden, muss man jetzt genauso auf Rasse fixiert und rassistisch werden. Proportionale Repräsentation hat Platz gemacht für Wiedergutmachungsmaßnahmen. Von Colleges wird heute nicht erwartet Afroamerikaner aller Klassen und Familieneinkommen nicht nur zu 12 Prozent ihrer Einkommensklassen zuzulassen, sondern vielleicht 15 bis 20 Prozent, um die Diskriminierung „auszugleichen“, die weitgehend durch ihre eigene Partei einen Großteil der Zeit ihrer Existenz gezeugt und angeheizt wurde.

Werden wir die Wokeness überleben? Nicht, wenn rassischer Tribalismus zu den Normen des ehemaligen Jugoslawien oder Ruanda zurückkehrt. Nicht, wenn Leistung als manipulierter Rassismus abgeschrieben wird. Nicht, wenn die Durchsetzung des Gesetzes von der Rasse des Kriminellen kontextualisiert wird, und nicht, wenn 30 Prozent der Bevölkerung, die die akademische Welt, Unterhaltung, Profisport, große Finanzwelt- und Konzernvorstände zusammen mit den traditionellen, sozialen und Internetmedien, die Stiftungen, das Schulsystem und die Regierungsbürokratien kontrollieren, allesamt die öffentliche Meinung abwürgen und öffentliche Meinungsäußerung unterdrücken.

Nie wieder? Wirklich?

Naomi Ragen, 24. Mai 2021

Es passiert nicht jeden Tag, dass eine Frau aufwacht, um festzustellen, dass ihre Kinder und Enkel die Nacht in einem Luftschutzbunker verbracht haben, bombardiert von Raketen, die von einer bösartigen, antisemitischen Terrororganisation geschossen werden, die sich verpflichtet jeden einzelnen Juden auf der Erde zu ermorden; Raketen, die wahllos auf dicht besiedelte Wohngebiete im Herzen des Landes geschossen werden. Ich denke an meine Schwiegereltern, beides Überlebende, eine von Auschwitz, der andere von Sklavenarbeit in Ungarn, dessen Ehefrau und zwei Kinder von den Nazis vergast wurden. Und hier sind wir im Jahr 2021 und ihre kostbaren Nachkommen sind auch wieder Gegenstand intensiver Versuche der Auslöschung, während die sogenannte zivilisierte Welt unisono in Unterstützung der Hamas kreischt – den spirituellen Erben der Nazis.

Bedenkt man die extreme Empfindsamkeit und fast fanatische Beachtung von Menschenrechten, die diese Generation begeistert aufgenommen hat, die vom Gebrauch falscher Pronomen, die Forderung nach „sicheren Orten“, an dem ihre empfindlichen Ohren nicht durch sich von ihren eigenen unterscheidenden Meinungen angegriffen sein könnten, so finde ich das erstaunlich. Doch die Tatsache, dass die Kinder und Enkel der Überlebenden sowie die dahinschwindenden, aber kostbaren und eindeutig lebenden Entkommenen von Hitlers Endlösung auf obszöne Weise der Angst und den Schrecken existenzieller Angriffe auf ihr Existenz unterzogen werden, scheint niemanden zu kümmern, ganz zu schweigen davon sie zu der Art von fieberhaften Aktivitäten zu bewegen, die – sagen wir – ein Transgender-Geschichtenerzähler auslösen würde, dem Zugang zu kleinen Kindern in einer Bibliothek verweigert wird. Fakt ist: Wenn sie beschließen überhaupt involviert zu sein, dann um sich in Solidarität mit Hamasterroristen und ihren Anhängern unterzuhaken, aufgebracht, erklären sie, durch Israels „barbarischen“ Umgang mit den Palästinensern im „besetzten“ Gazastreifen. Oder weil Israelis auf den Tempelberg gingen, Israels heiligsten Ort, für den Bau der Al-Aqsa-Moschee überpflastert. Lassen Sie uns diese Argumentation untersuchen und einige Fakten anbringen.

Gaza, eine uralte Stadt, erobert und zurückerobert, wurde von Juden bereits 96 v.Chr. unter Herodes regiert. Erst sieben Jahrhunderte später, 637 n.Chr., tauchten Muslime auf. In modernen Zeiten gab es sogar eine jüdische Gemeinde in Gaza, bis ihre Mitglieder 1929 vor muslimischen Krawallen flohen. Ägypten herrschte über die Gegend, bis sie den Sechstage-Krieg anfingen. Jüdische Siedlungen im Gusch Katif hatten, ermutigt von der israelischen Regierung, Israels Grenzen zu sichern, Erfolg darin Raketen-Schießer von der Grenze weiter entfernt zu halten. Mit Israels einseitigem Abzug 2005 nach den Oslo-Vereinbarungen, wurde dieser Puffer komplett zerstört, Juden aus ihren Häusern geworfen, ihre Synagogen und jedes einzelne Grab entfernt und ihre lukrativen Gewächshäuser zurückgelassen, alles im Namen des Friedens.

Was folgte, war das komplette Gegenteil. Zuerst gab es die internen Kämpfe zwischen PLO und Hamas, beides Organisationen, die sich dem Terror gegen Israel verschrieben haben, bis die Hamas erfolgreich die Herzen der Gazaner gewann, die sie in die Regierung wählten.

Die Gewächshäuser, den Gazanern von einem großzügigen Amerikaner gespendet, wurden zerstört. Milliarden an Hilfen aus aller Welt wurden zum Bau von Tunneln und der Aufrüstung mit Raketen verwendet. Die Gazaner wurden von gewalttätigen Hamas-Banden in Schweigen und Armut terrorisiert; die einzige Agenda der Hamas besteht darin, sie als Schutz für Offensiven gegen die Zionisten zu benutzen. Bald folgte Chaos, was Israel bewies, dass seine Hoffnungen dumm und naiv gewesen waren.

2007 wurden Langstreckenraketen auf Aschkelon geschossen. 2008 landete eine Grad-Rakete zweihundert Meter vor der Neugeborenen-Station des Barzilai-Krankenhauses. 2009 wurden 571 Raketen geschossen. 2010 waren es 250 Raketen. 2011 680. Ein auf einen Schulbus geschossener Mörser tötete den 16-jährigen Daniel. Im selben Jahr stationierte Israel das Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel und das gerade rechtzeitig, denn 2012 wurden 360 mit weißem Phosphor vergiftete Raketen geschossen. Diese ganze Zeit über war die israelische Marine damit beschäftigt russische und iranische Langstrecken-Raketen abzufangen, die dem Gazastreifen geschenkt wurden. 2014 errichtete die Hamas in Gaza Stadt ein liebevolles Monument für die Rakete M-75 und prahlte: „Mit ihrer Hilfe schafften sie es den Kampf ins Herz des zionistischen Gebildes Israel zu tragen.“ 2014 wurden 3.000 Raketen auf dicht bevölkerte Wohngebiete in Israel geschossen, Raketen, die nicht gezielt werden können. Selbst Human Rights Watch, dieses israelfeindliche Sprachrohr, fühlte sich verpflichtet Protest einzureichen.

Die Hamas sorgt sich nicht um Zivilisten. Tatsächlich stellt sie ihre Raketenabschussrampen zwischen Wohngebäude, in Moscheen, Schulen und Krankenhäuser, Terroristen feuern und rennen dann in der Hoffnung weg, dass die IDF, die humanste Armee der Welt, nicht zurückschlagen wird, weil sie zivile Opfer befürchtet oder – noch besser – dass sie es tut und damit ausgezeichnete Propagandafotos für die von Hass getriebene Agenda der Hamas schafft.

Dieses Szenario ist ohne Unterbrechung weiter gelaufen, hat sich in Brandballons ausgeweitet, die friedlichen israelischen Bauern entlang der Gaza-Grenze Millionen Schekel an Schäden zufügten. Israel hat sich alles in allem entschlossen (meiner Meinung nach eine Katastrophe) das Raketenfeuer der Hamas zu ignorieren, außer im Fall, dass tatsächlich menschliches Leben verloren geht.

Das ist der giftige Terrorsumpf, in den ihr eure empfindlichen Jahrtausender-Zehen getaucht habt, Pronomen-Umarmer. Um Israel für diesen Konflikt verantwortlich zu machen, muss man wahrlich wie die Hamas sein, ein Verehrer und Altardiener von den Nazis inspirierten Hasses gegen das jüdische Volk.

Wie der Gründer der Palästinenser, der Großmufti von Jerusalem Haddsch Amin al-Husseini, müsst ihr wahre Bewunderer von Mein Kampf und Hitler sein, was Husseini war. Während des Zweiten Weltkriegs sagte er: „Deutschland ist das einzige Land der Welt, das die Juden nicht nur Zuhause bekämpft hat, sondern auch dem gesamten Weltjudentum den Krieg erklärt hat; in diesem Krieg gegen das Weltjudentum fühlen sich die Araber Deutschland tief verbunden.“ Husseini besuchte mit  Himmler Auschwitz und bettelte die Deutschen an sich zu beeilen, damit die halbe Million Juden in Israel auf ähnliche Weise abgefertigt werden können. 1944 begann Husseini einen Fallschirmspringer-Angriff, um die Wasserversorgung von Tel Aviv zu vergiften. Als Kriegsverbrecher wurde ihm von der Muslimbruderschaft in Ägypten Unterschlupf gewährt. Er ist der Gründungsvater der palästinensischen Bestrebungen. Zu seinen Anhängern gehört Yassir Arafat – der Mein Kampf ins Arabische übersetzen und en gros an seine Anhänger verteilen ließ; und Mahmud Abbas, der „Moderate“, der eine Doktorarbeit schrieb, in der er den Holocaust zu einem „zionistischen Hirngespinst“ erklärte.

Und doch ist die Hamas noch schlimmer als die PLO. Ihre Gründungscharta verkündet eindeutig ihre Ergebenheit alle Juden zu töten. Ihr Verbündeter, die von Hassan Nasrallah geführte Hisbollah, erklärte 2002, dass es gut sei, wenn die Juden sich in Israel sammeln, denn „das wird uns ersparen sie in der ganzen Welt zu jagen zu müssen.“

Alle da draußen, die über Anne Franks Tagebuch geweint haben, die mit entsetzter Empörung „Der Pianist“ gesehen haben und die Holocaust-Museen und -Mahnmale besucht haben und sich fragten, wie so etwas in der modernen Welt passieren konnte, müssen sich nicht länger wundern. Wenn Sie „Nie wieder“ wirklich ernst nehmen, dann ist jetzt die Zeit etwas deswegen zu unternehmen. Macht euren Mund auf, geht online, macht Gegendemonstrationen, sagt euren Politikern, sie sollen keine Hilfe für Israel zurückhalten, das versucht sich zu verteidigen. Bewaffnet euch und eure Gemeinschaften gegen die neuen Braunhemden, die Juden verprügeln und in euren Städten Synagogen niederbrennen. Betrügt euch nicht selbst, dass ihr damit, euch dem Mob anzuschließen irgendwie von dem ausgenommen werdet, was sie für jeden einzelnen Juden der Welt planen, nicht nur für Israelis. Ihr alle habt jetzt einen Platz in der ersten Reihe für die Neuauflage des Holocaust. Wenn ihr euch entschließt euch zurückzulehnen und zuzusehen, werden wir in Israel, isoliert durch eure Gleichgültigkeit, eure Politik und eure Feigheit, eben ohne euch weiter machen. „Nie wieder“ ist heute. Sagt das nicht, wenn ihr es nicht meint.

Rassismus durch rassistisch sein bekämpfen?

Brian C. Joondeph, The American Thinker, 12. April 2021

Rassismus wird definiert als „eine Überzeugung, dass Rasse eine fundamentale Festlegung menschlicher Eigenschaften und Fähigkeiten ist und dass Rassenunterschiede eine von Natur aus dazu gehörende Überlegenheit einer bestimmten Rasse schafft“.

Die Geschichte ist reich gefüllt mit Gesellschaften und Kulturen, die einem solchen Denken anhängen. Hitler war besessen von „Rassenreinheit“ und der Überlegenheit der germanischen oder arischen „Herrenrasse“ und wollte diejenigen auslöschen, die nicht blond, blauäugig und groß sind.

Im Gegensatz dazu träumte Martin Luther King Jr. von einer farbenblinden Gesellschaft: „Ich warte auf den Tag, an dem Menschen nicht über die Farbe ihrer Haut beurteilt werden, sondern vom Gehalt ihres Charakters.“

Präsident Joe Biden pries MLK als einen seiner „nur zwei politischen Helden“, der andere ist Robert F. Kennedy. Statt MLK zu loben, plagiierte Vizepräsidentin Kamala Harris eine von MLK berichtete Geschichte, die im Einklang mit der langen Geschichte der geistigen Diebstähle ihres Chefs steht.

Dennoch stehen diese beiden dem genauen Gegenteil dessen vor, von dem MLK träumte und spornten dazu an, dass Menschen jetzt einzig über die Farbe ihrer Haut (oder nach ihrem Geschlecht) beurteilt werden, statt nach dem Gehalt ihres Charakters. Hier ein paar aktuelle Beispiele:


YouTube screen grab

Das Brigham and Women’s Hospital in Boston, eines der bekanntesten Lehrkrankenhäuser, plant im Rahmen seiner neuen „antirassistischen Medizin-Agenda“ eine Vorzugsbehandlung auf Grundlage von „Rasse“ und „rassenexpliziten Eingriffen“. Ein derartiges Programm nutzt einen „Reparationsrahmen“, um medizinische Ressourcen zuzuweisen.

Reparationen heißt, dass Leute, die nie Sklaven hielten, Geld an andere zahlen, die nie Sklaven waren, wegen Ungerechtigkeiten, die vor eineinhalb Jahrhunderten stattfanden, begangen von Leuten, die keine Verbindung zu den aktuellen Reparationsbeteiligten haben. Mit anderen Worten: Es wird Rassismus angewendet, um Rassismus zu bekämpfen.

Wie ironisch, dass die Vision des Mass General Brigham-Gesundheitssystems darin besteht medizinischen Einsatz – unter anderem – zu bieten, der „gleichberechtigt“ ist. Nichts wirbt mehr für Gleichberechtigung als ein rassistisches Konzept „Vorzugsbehandlung auf Grundlage von Rasse“.

Die Princeton University, eine Elite-Institution höherer Bildung, vergleichbar mit dem Brigham in der Welt der Krankenhäuser, ließ rund 1.500 Bewerbern für den Bildungsjahrgang 2025 zu, berichtet der PlowerLine Blog. Nur 28 Prozent waren weiße Amerikaner, 68 Prozent identifizierten sich als „Persons of Color“. Das sind weniger als die Hälfte der Zahl von 61 Prozent weißer Studenten, die an öffentlichen Schulen der USA angemeldet sind. So viel zu einer Studentenklasse, die „wie Amerika aussieht“.

Letztes Jahr gestand Princetons Universitätspräsident Christopher Eisgruber mehr oder weniger ein, dass seine Schule rassistisch ist, die „rassistischen Annahmen aus der Vergangenheit“ blieben „in die Strukturen der Universität eingebettet“. Jetzt hat Princeton sich eine neue Form des Rassismus zu eigen gemacht, um seinen Rassismus der Vergangenheit in Ordnung zu bringen.

Dieses Eingeständnis, dass Princeton eine rassistische Institution ist, veranlasste das Bildungsministerium des damaligen Präsidenten Trump eine Ermittlung gegen Princeton wegen Verletzung des Civil Rights Acts zu eröffnen, die jetzt unter der Administration Biden zweifelsohne zu nichts führen wird. Einmal mehr ist Princeton ein Beispiel für eine Woke-Institution, die sich Rassismus zu eigen macht, um Rassismus in Ordnung zu bringen.

United Airlines schloss sich dem Trio an Woke-Airlines an, protestierte nicht gegen das [neue] Wahlgesetz von Georgia, sondern gegen die eigenen Einstellungsverfahren. Abgesehen davon in den „friendly skies“ zu fliegen wollen United-Passagiere kompetente Piloten haben, die ein Flugzeug sicher landen können, wenn ein oder zwei Triebwerke explodieren, wie es vor kurzem auf einem von Denver abgehenden Flug geschah. Oder die wie Kapitän Sully auf dem Hudson notlanden.

Uniteds neues Woke-Ziel lautet: „Unser Flugdeck sollte jeden Tag die diverse Gruppe Menschen an Bord unserer Flugzeuge spiegeln.“ Vergleichen sie das mit der Universität Princeton, die nicht will, dass ihre Studentenschaft die amerikanische Bevölkerung spiegelt. Warum nicht einfach die am besten Geeigneten für das Cockpit oder den Klassenraum spiegeln?

United hat seinen eigenen Plan, um Rassismus in Ordnung zu bringen, sei er strukturell, institutionell oder was auch immer. „Das ist der Grund, warum für planen, dass 50% der 5.000 Piloten, die wir in den nächsten zehn Jahren ausbilden werden, Frauen oder People of Color sind.“

United-Passagiere werden beruhigt sein zu wissen, dass die Piloten, denen sie ihr Leben anvertrauen, aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe ausgesucht werden, statt aufgrund von Kompetenz. Wie Tucker Carlson feststellte: „Sicherheit ist nicht länger das Hauptaugenmerk der Fluggesellschaften – sondern Identitäts-Politik.“

Tucker weiter: „Die Art, wie die Leute aussehen, ist völlig irrelevant. Was sie leisten, ist alles, was Sie kümmern sollte. Sobald Sie das vergessen, neigen Flugzeuge dazu abzustürzen. … Wenn Einstellungen auf Grundlage irrelevanter Kriterien erfolgen, werden im Lauf der Zeit Menschen getötet und das wird auch so eintreten.“

Die meisten Fluggäste sehen die Piloten nie, die sicher hinter einer gepanzerten Cockpittür versteckt sind; und wahrscheinlich kümmert es sie nicht, wie die Piloten aussehen, sie wollen nur überzeugt sein, dass ihr Leben in fähigen Händen liegt. Ganz so, wie ein Patient seinen Chirurgen betrachten dürfte.

United kann auf seine Wokeness stolz sein, mit der es Rasse und Geschlecht den Vorzug über Qualifikationen und Kompetenz gibt, dass es Rassismus damit bekämpft rassistisch zu sein. Von „get woke, go broke“ [werde woke, geh pleite] zu „get woke and you might croak“ [werde woke und du könntest abkratzen]. Ob durch die Hände eines auf Grundlage von Hautfarbe ausgesuchten Piloten oder durch ein Krankenhaus, das Leben rettende medizinische Versorgung auf Grundlage der Ethnie bereitstellt.

Dieselben, die am lautesten von Rassismus und Sexismus brüllen, sind oft am schuldigsten. CNN-Moderator Brooke Baldwin verlässt den Woke-Sender; dafür führt er „Missstände fehlender Frauen in Schlüsselrollen bei dem linken Sender“ an.

CNNs Muttergesellschaft AT&T hat überwiegend weiße und männliche Vorstandsmitglieder. CNN-Boss Jeff Zucker ist ein weiterer alter, weißer Mann. Warum praktiziert CNN nicht, was es predigt?

Wenn Diversität in Princeton oder bei United so etwas Gutes ist, wie ist es mit dem Profisport? 59 Prozent der NFL-Spieler sind schwarz, aber nur 13 Prozent der US-Bevölkerung ist es. Und in der NFL spielen keine Frauen. Wenn Profisport-Ligen ausreichend woke sein sollen, die Diversität Amerikas spiegeln sollen, dann müssten die Hälfte aller Spieler Frauen sein und nur 13 Prozent Schwarze, 18 Prozent Hispanics, 6 Prozent Asiaten und so weiter.

Warum praktizieren woke Nachrichtensender, Ivy-League-Universitäten und Profisport-Ligen nicht die Diversität, die sie predigen?

Major League Baseball glaubt, die neuen Wahlgesetze in Georgia seien rassistisch. Sie sollten in den Spiegel ihrer Eigentümer, Manager und Spieler blicken und sehen, wie sehr sie die amerikanische Diversität spiegeln und ihren eigenen Rassismus und Sexismus eingestehen.

Vielleicht wäre Martin Luther King Jrs Anmahnung einer farbenblinden Gesellschaft der beste Weg nach vorne. Ob nun in den Hallen der akademischen Welt, auf dem Sportplatz, im Flugzeug-Cockpit oder in Unternehmensvorständen – wie wäre es, wenn die qualifiziertesten, kompetentesten Leute angeheuert werden statt Identitätspolitik zu betreiben?

Moralische Zurschaustellung von Gegnerschaft zu Rassismus, indem man rassistische Einstellungspolitik betreibt, ist selbst rassistisch und tut nichts, um das angebliche Problem zu lösen, statt es nur zu verschlimmern. Verstehen sie das nicht oder ist es Absicht Identitätspolitik zu benutzen um Amerika von innen heraus zu zerstören, was Teil des Great Reset ist?