Die Ecke des Historikers: Zivilisatorischer Tod oder Erneuerung?

Victor Davis Hanson, Private Papers, 27. Juli 2021

Der Palast von Knossos, Ruinen der minoischen Kultur (Bild von Wladimir Timofejew @ Getty Images)

Die Geschichte steckt voller Beispiele für Gesellschaften, die entweder implodierten oder durch interne wie externe Kräfte zerstört wurden – aber auch von solchen, die sich derartigen Gefahren stellten und das durchstanden.

Leben oder Tod?

Es gibt weiter Kontroversen, warum das Weströmische Reich Ende des 5. Jahrhunderts auseinanderbrach, während das Östliche Reich in Konstantinopel überlebe und als das fortbestehen sollte, was als Byzantinisches Reich 1.000 Jahre lang als Außenposten der Christenheit im Osten bekannt wurde. Natürlich hatte Rom weniger verteidigungsfähige Grenzen als Konstantinopel, das vom Meer umgeben war und dessen Geografie als Ventil zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer diente.

Religiöse Spaltungen und Irrlehren waren im Westen vielleicht alltäglicher als im Osten. Und mindestens bis zum Aufstieg des Islam war die Heftigkeit marodierender nördlicher und nordöstlicher Stämme – Hunnen, Goten, Vandalen – für Italien eine größere Bedrohungen als für Kleinasien. Das Griechisch sprechende östliche Reich war Jahrhunderte lang als die ältere, gelehrtere und vielleicht reichere Region des Mare Nostrum verehrt worden als die späteren Hinzufügungen Nordafrika und Westeuropa. Vielleicht erwiesen sich „Unnachgiebigkeit“, stärkeres Festhalten an Tradition, die einheitlichere Religion und eine Garnisonskultur nach dem Fall des Westens allesamt existenzfähiger als westlicher Ökumenismus.

Hochentwickelte, aber kopflastige hierarchische Gesellschaften – der Nahe Osten, das minoische Kreta, das mykenische Griechenland oder die Azteken in der Neuen Welt – waren besonders anfällig für Herausforderungen von außen, seien sie natürlich oder menschgemacht. Wann immer Wissen der Eliten in Naturwissenschaften, Regierung, Landwirtschaft, Schifffahrt und Verwaltung nicht weit verbreitet sind oder wenn eine Mittelklasse stagniert oder nicht existiert, dann sind solche Zivilisationen besonders anfällig für Enthauptung. Schalte die Herrscher-Clique von Knossos, Mykene, Pylos oder Tenochtitlan aus und das ist vielleicht vergleichbar mit dem Zertrümmern des Kopfes eines Oktopus und zuzusehen, wie seine Tentakel erschlaffen.

Die Vielen und die Wenigen

Wir alle machen uns Sorgen, dass wir übermäßig zentralisiert werden. Es gibt nur etwa 10 Millionen von 330 Millionen Amerikanern, die in den Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Medizin und Wirtschaft unsere Vorrangstellung sicherstellen. Die Meisten wissen nicht nur nicht, wer sie sind oder was sie tun, sondern nehmen auch an, dass ihr eigenes Leben auf Autopilot läuft, ohne Wertschätzung für die paar Millionen im Schatten, von denen Amerikas Sicherheit und Wohlstand manchmal abhängen.

Wenn ich von der Tragödie und zivilisatorischen Krankheit der 700 jedes Jahr in Chicago Ermordeten lese, denke ich in der Regel an tausende, die jedes Jahr auch in die Notaufnahme kommen und gerettet werden, von brillanten Chirurgen, Technikern und Pflegern aller Rassen und Hintergründe, mit großen Kosten für die Stadt, den Bundesstaat und das Land. Das sind die, die ansonsten in ruhigeren Zeiten von genau den Patienten, die sie retten, als Nerds abgeschrieben oder ausgenutzt würden.

Zu vielen Zeitpunkten in unserer Geschichte, besonders von 1861-65, 1929-38, 1941-45 und 1967-71 gab es Zweifel am Überleben von Amerika, ob wegen des internen Gemetzels des Bürgerkriegs, der Großen Depression, des nicht Vorbereitet seins darauf, dass die USA tödlichen Achsen-Feinden gegenüber stand und die Kulturrevolution der Sechziger. Ich würde heute die Woke-Epidemie von 2020/21 – die viel weniger gewalttätig ist – als mindestens vergleichbar gefährlich für den Staat dazu rechnen, wie das Chaos in Corcyra 427 v.Chr. oder die zivile Gewalt in Konstantinopel während der niedergeschlagenen Nika-Krawalle oder die Jakobiner-Terrorherrschaft 1793/94.

Wir befinden uns nicht nur einer politischen, sondern auch einer kulturellen Revolution, die unsere Grunddaten, unsere grundlegenden Dokumente, unsere grundlegenden Ikonen, Traditionen und Bräuche zerstören und ersetzen will, unter der Prämisse, dass wir zwar die freieste, fairste, reichste und müßigste Zivilisation der Geschichte, aber immer noch mangelhaft und nicht perfekt und daher nicht gut sind – als ob unsere Moral von 1776 schon so fortschrittlich hätte sein müssen wie unsere Technologie von 2021.

Die gefährlichste aller Entwicklungen ist jedoch der aktuelle Rückfall in den Tribalismus. Bisher haben wir das weitgehend als neue Ablehnung von Martin Luther Kings Traum einer integrierten und assimilierten Gesellschaft betrachtet, in der Rasse irrelevant geworden ist, jedenfalls verglichen mit dem individuellen „Inhalt unserer Charaktere“.

Das alte, immer alte Lied: Von der Sklaverei über Jim Crow und Affirmative Action zu Woke

Wie seltsam, dass die Partei des demos, die Demokraten, zwischen 1860 und 1970 der Verkünder des Rassen-Tribalismus war (wie in der hinterhältigen Erscheinungsformen des Rassismus von Woodrow Wilson oder in seiner extremen Hässlichkeit des George Wallace und Lester Maddox). Dann zwischen 1970 und 2020, also die nächsten 50 Jahre lang, wurden die Demokraten fast so rassenfixiert wie der Dreh- und Angelpunkt der Great Society.

Affirmative Action bestand darauf, dass Rasse, nicht Klasse, eine großartige Voraussetzung für Wiedergutmachungsmaßnahmen des Bundes sei. Demokraten erfanden die moderne Version der proportionalen Repräsentation und der unterschiedlichen Wirkung. Es waren die verqueren Vorstellungen, dass, wenn ein begehrter Beruf oder die Zulassungspolitik einer Universität die Rassenzusammensetzung des Landes insgesamt nicht widerspiegelte (allerdings war alles von der Post bis zum Profisport von solchen Verordnungen ausgenommen), dann Rassismus Teil davon und Abhilfemaßnahmen nötig waren.

Und jetzt werden in unserer Woke-Revolution auch die Anstrengungen von fünfzig Jahren zum Fehlschlag erklärt und auch das wieder von Demokraten. Um Rassismus aufzuhalten und „antirassistisch“ zu werden, muss man jetzt genauso auf Rasse fixiert und rassistisch werden. Proportionale Repräsentation hat Platz gemacht für Wiedergutmachungsmaßnahmen. Von Colleges wird heute nicht erwartet Afroamerikaner aller Klassen und Familieneinkommen nicht nur zu 12 Prozent ihrer Einkommensklassen zuzulassen, sondern vielleicht 15 bis 20 Prozent, um die Diskriminierung „auszugleichen“, die weitgehend durch ihre eigene Partei einen Großteil der Zeit ihrer Existenz gezeugt und angeheizt wurde.

Werden wir die Wokeness überleben? Nicht, wenn rassischer Tribalismus zu den Normen des ehemaligen Jugoslawien oder Ruanda zurückkehrt. Nicht, wenn Leistung als manipulierter Rassismus abgeschrieben wird. Nicht, wenn die Durchsetzung des Gesetzes von der Rasse des Kriminellen kontextualisiert wird, und nicht, wenn 30 Prozent der Bevölkerung, die die akademische Welt, Unterhaltung, Profisport, große Finanzwelt- und Konzernvorstände zusammen mit den traditionellen, sozialen und Internetmedien, die Stiftungen, das Schulsystem und die Regierungsbürokratien kontrollieren, allesamt die öffentliche Meinung abwürgen und öffentliche Meinungsäußerung unterdrücken.

Nie wieder? Wirklich?

Naomi Ragen, 24. Mai 2021

Es passiert nicht jeden Tag, dass eine Frau aufwacht, um festzustellen, dass ihre Kinder und Enkel die Nacht in einem Luftschutzbunker verbracht haben, bombardiert von Raketen, die von einer bösartigen, antisemitischen Terrororganisation geschossen werden, die sich verpflichtet jeden einzelnen Juden auf der Erde zu ermorden; Raketen, die wahllos auf dicht besiedelte Wohngebiete im Herzen des Landes geschossen werden. Ich denke an meine Schwiegereltern, beides Überlebende, eine von Auschwitz, der andere von Sklavenarbeit in Ungarn, dessen Ehefrau und zwei Kinder von den Nazis vergast wurden. Und hier sind wir im Jahr 2021 und ihre kostbaren Nachkommen sind auch wieder Gegenstand intensiver Versuche der Auslöschung, während die sogenannte zivilisierte Welt unisono in Unterstützung der Hamas kreischt – den spirituellen Erben der Nazis.

Bedenkt man die extreme Empfindsamkeit und fast fanatische Beachtung von Menschenrechten, die diese Generation begeistert aufgenommen hat, die vom Gebrauch falscher Pronomen, die Forderung nach „sicheren Orten“, an dem ihre empfindlichen Ohren nicht durch sich von ihren eigenen unterscheidenden Meinungen angegriffen sein könnten, so finde ich das erstaunlich. Doch die Tatsache, dass die Kinder und Enkel der Überlebenden sowie die dahinschwindenden, aber kostbaren und eindeutig lebenden Entkommenen von Hitlers Endlösung auf obszöne Weise der Angst und den Schrecken existenzieller Angriffe auf ihr Existenz unterzogen werden, scheint niemanden zu kümmern, ganz zu schweigen davon sie zu der Art von fieberhaften Aktivitäten zu bewegen, die – sagen wir – ein Transgender-Geschichtenerzähler auslösen würde, dem Zugang zu kleinen Kindern in einer Bibliothek verweigert wird. Fakt ist: Wenn sie beschließen überhaupt involviert zu sein, dann um sich in Solidarität mit Hamasterroristen und ihren Anhängern unterzuhaken, aufgebracht, erklären sie, durch Israels „barbarischen“ Umgang mit den Palästinensern im „besetzten“ Gazastreifen. Oder weil Israelis auf den Tempelberg gingen, Israels heiligsten Ort, für den Bau der Al-Aqsa-Moschee überpflastert. Lassen Sie uns diese Argumentation untersuchen und einige Fakten anbringen.

Gaza, eine uralte Stadt, erobert und zurückerobert, wurde von Juden bereits 96 v.Chr. unter Herodes regiert. Erst sieben Jahrhunderte später, 637 n.Chr., tauchten Muslime auf. In modernen Zeiten gab es sogar eine jüdische Gemeinde in Gaza, bis ihre Mitglieder 1929 vor muslimischen Krawallen flohen. Ägypten herrschte über die Gegend, bis sie den Sechstage-Krieg anfingen. Jüdische Siedlungen im Gusch Katif hatten, ermutigt von der israelischen Regierung, Israels Grenzen zu sichern, Erfolg darin Raketen-Schießer von der Grenze weiter entfernt zu halten. Mit Israels einseitigem Abzug 2005 nach den Oslo-Vereinbarungen, wurde dieser Puffer komplett zerstört, Juden aus ihren Häusern geworfen, ihre Synagogen und jedes einzelne Grab entfernt und ihre lukrativen Gewächshäuser zurückgelassen, alles im Namen des Friedens.

Was folgte, war das komplette Gegenteil. Zuerst gab es die internen Kämpfe zwischen PLO und Hamas, beides Organisationen, die sich dem Terror gegen Israel verschrieben haben, bis die Hamas erfolgreich die Herzen der Gazaner gewann, die sie in die Regierung wählten.

Die Gewächshäuser, den Gazanern von einem großzügigen Amerikaner gespendet, wurden zerstört. Milliarden an Hilfen aus aller Welt wurden zum Bau von Tunneln und der Aufrüstung mit Raketen verwendet. Die Gazaner wurden von gewalttätigen Hamas-Banden in Schweigen und Armut terrorisiert; die einzige Agenda der Hamas besteht darin, sie als Schutz für Offensiven gegen die Zionisten zu benutzen. Bald folgte Chaos, was Israel bewies, dass seine Hoffnungen dumm und naiv gewesen waren.

2007 wurden Langstreckenraketen auf Aschkelon geschossen. 2008 landete eine Grad-Rakete zweihundert Meter vor der Neugeborenen-Station des Barzilai-Krankenhauses. 2009 wurden 571 Raketen geschossen. 2010 waren es 250 Raketen. 2011 680. Ein auf einen Schulbus geschossener Mörser tötete den 16-jährigen Daniel. Im selben Jahr stationierte Israel das Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel und das gerade rechtzeitig, denn 2012 wurden 360 mit weißem Phosphor vergiftete Raketen geschossen. Diese ganze Zeit über war die israelische Marine damit beschäftigt russische und iranische Langstrecken-Raketen abzufangen, die dem Gazastreifen geschenkt wurden. 2014 errichtete die Hamas in Gaza Stadt ein liebevolles Monument für die Rakete M-75 und prahlte: „Mit ihrer Hilfe schafften sie es den Kampf ins Herz des zionistischen Gebildes Israel zu tragen.“ 2014 wurden 3.000 Raketen auf dicht bevölkerte Wohngebiete in Israel geschossen, Raketen, die nicht gezielt werden können. Selbst Human Rights Watch, dieses israelfeindliche Sprachrohr, fühlte sich verpflichtet Protest einzureichen.

Die Hamas sorgt sich nicht um Zivilisten. Tatsächlich stellt sie ihre Raketenabschussrampen zwischen Wohngebäude, in Moscheen, Schulen und Krankenhäuser, Terroristen feuern und rennen dann in der Hoffnung weg, dass die IDF, die humanste Armee der Welt, nicht zurückschlagen wird, weil sie zivile Opfer befürchtet oder – noch besser – dass sie es tut und damit ausgezeichnete Propagandafotos für die von Hass getriebene Agenda der Hamas schafft.

Dieses Szenario ist ohne Unterbrechung weiter gelaufen, hat sich in Brandballons ausgeweitet, die friedlichen israelischen Bauern entlang der Gaza-Grenze Millionen Schekel an Schäden zufügten. Israel hat sich alles in allem entschlossen (meiner Meinung nach eine Katastrophe) das Raketenfeuer der Hamas zu ignorieren, außer im Fall, dass tatsächlich menschliches Leben verloren geht.

Das ist der giftige Terrorsumpf, in den ihr eure empfindlichen Jahrtausender-Zehen getaucht habt, Pronomen-Umarmer. Um Israel für diesen Konflikt verantwortlich zu machen, muss man wahrlich wie die Hamas sein, ein Verehrer und Altardiener von den Nazis inspirierten Hasses gegen das jüdische Volk.

Wie der Gründer der Palästinenser, der Großmufti von Jerusalem Haddsch Amin al-Husseini, müsst ihr wahre Bewunderer von Mein Kampf und Hitler sein, was Husseini war. Während des Zweiten Weltkriegs sagte er: „Deutschland ist das einzige Land der Welt, das die Juden nicht nur Zuhause bekämpft hat, sondern auch dem gesamten Weltjudentum den Krieg erklärt hat; in diesem Krieg gegen das Weltjudentum fühlen sich die Araber Deutschland tief verbunden.“ Husseini besuchte mit  Himmler Auschwitz und bettelte die Deutschen an sich zu beeilen, damit die halbe Million Juden in Israel auf ähnliche Weise abgefertigt werden können. 1944 begann Husseini einen Fallschirmspringer-Angriff, um die Wasserversorgung von Tel Aviv zu vergiften. Als Kriegsverbrecher wurde ihm von der Muslimbruderschaft in Ägypten Unterschlupf gewährt. Er ist der Gründungsvater der palästinensischen Bestrebungen. Zu seinen Anhängern gehört Yassir Arafat – der Mein Kampf ins Arabische übersetzen und en gros an seine Anhänger verteilen ließ; und Mahmud Abbas, der „Moderate“, der eine Doktorarbeit schrieb, in der er den Holocaust zu einem „zionistischen Hirngespinst“ erklärte.

Und doch ist die Hamas noch schlimmer als die PLO. Ihre Gründungscharta verkündet eindeutig ihre Ergebenheit alle Juden zu töten. Ihr Verbündeter, die von Hassan Nasrallah geführte Hisbollah, erklärte 2002, dass es gut sei, wenn die Juden sich in Israel sammeln, denn „das wird uns ersparen sie in der ganzen Welt zu jagen zu müssen.“

Alle da draußen, die über Anne Franks Tagebuch geweint haben, die mit entsetzter Empörung „Der Pianist“ gesehen haben und die Holocaust-Museen und -Mahnmale besucht haben und sich fragten, wie so etwas in der modernen Welt passieren konnte, müssen sich nicht länger wundern. Wenn Sie „Nie wieder“ wirklich ernst nehmen, dann ist jetzt die Zeit etwas deswegen zu unternehmen. Macht euren Mund auf, geht online, macht Gegendemonstrationen, sagt euren Politikern, sie sollen keine Hilfe für Israel zurückhalten, das versucht sich zu verteidigen. Bewaffnet euch und eure Gemeinschaften gegen die neuen Braunhemden, die Juden verprügeln und in euren Städten Synagogen niederbrennen. Betrügt euch nicht selbst, dass ihr damit, euch dem Mob anzuschließen irgendwie von dem ausgenommen werdet, was sie für jeden einzelnen Juden der Welt planen, nicht nur für Israelis. Ihr alle habt jetzt einen Platz in der ersten Reihe für die Neuauflage des Holocaust. Wenn ihr euch entschließt euch zurückzulehnen und zuzusehen, werden wir in Israel, isoliert durch eure Gleichgültigkeit, eure Politik und eure Feigheit, eben ohne euch weiter machen. „Nie wieder“ ist heute. Sagt das nicht, wenn ihr es nicht meint.

Rassismus durch rassistisch sein bekämpfen?

Brian C. Joondeph, The American Thinker, 12. April 2021

Rassismus wird definiert als „eine Überzeugung, dass Rasse eine fundamentale Festlegung menschlicher Eigenschaften und Fähigkeiten ist und dass Rassenunterschiede eine von Natur aus dazu gehörende Überlegenheit einer bestimmten Rasse schafft“.

Die Geschichte ist reich gefüllt mit Gesellschaften und Kulturen, die einem solchen Denken anhängen. Hitler war besessen von „Rassenreinheit“ und der Überlegenheit der germanischen oder arischen „Herrenrasse“ und wollte diejenigen auslöschen, die nicht blond, blauäugig und groß sind.

Im Gegensatz dazu träumte Martin Luther King Jr. von einer farbenblinden Gesellschaft: „Ich warte auf den Tag, an dem Menschen nicht über die Farbe ihrer Haut beurteilt werden, sondern vom Gehalt ihres Charakters.“

Präsident Joe Biden pries MLK als einen seiner „nur zwei politischen Helden“, der andere ist Robert F. Kennedy. Statt MLK zu loben, plagiierte Vizepräsidentin Kamala Harris eine von MLK berichtete Geschichte, die im Einklang mit der langen Geschichte der geistigen Diebstähle ihres Chefs steht.

Dennoch stehen diese beiden dem genauen Gegenteil dessen vor, von dem MLK träumte und spornten dazu an, dass Menschen jetzt einzig über die Farbe ihrer Haut (oder nach ihrem Geschlecht) beurteilt werden, statt nach dem Gehalt ihres Charakters. Hier ein paar aktuelle Beispiele:


YouTube screen grab

Das Brigham and Women’s Hospital in Boston, eines der bekanntesten Lehrkrankenhäuser, plant im Rahmen seiner neuen „antirassistischen Medizin-Agenda“ eine Vorzugsbehandlung auf Grundlage von „Rasse“ und „rassenexpliziten Eingriffen“. Ein derartiges Programm nutzt einen „Reparationsrahmen“, um medizinische Ressourcen zuzuweisen.

Reparationen heißt, dass Leute, die nie Sklaven hielten, Geld an andere zahlen, die nie Sklaven waren, wegen Ungerechtigkeiten, die vor eineinhalb Jahrhunderten stattfanden, begangen von Leuten, die keine Verbindung zu den aktuellen Reparationsbeteiligten haben. Mit anderen Worten: Es wird Rassismus angewendet, um Rassismus zu bekämpfen.

Wie ironisch, dass die Vision des Mass General Brigham-Gesundheitssystems darin besteht medizinischen Einsatz – unter anderem – zu bieten, der „gleichberechtigt“ ist. Nichts wirbt mehr für Gleichberechtigung als ein rassistisches Konzept „Vorzugsbehandlung auf Grundlage von Rasse“.

Die Princeton University, eine Elite-Institution höherer Bildung, vergleichbar mit dem Brigham in der Welt der Krankenhäuser, ließ rund 1.500 Bewerbern für den Bildungsjahrgang 2025 zu, berichtet der PlowerLine Blog. Nur 28 Prozent waren weiße Amerikaner, 68 Prozent identifizierten sich als „Persons of Color“. Das sind weniger als die Hälfte der Zahl von 61 Prozent weißer Studenten, die an öffentlichen Schulen der USA angemeldet sind. So viel zu einer Studentenklasse, die „wie Amerika aussieht“.

Letztes Jahr gestand Princetons Universitätspräsident Christopher Eisgruber mehr oder weniger ein, dass seine Schule rassistisch ist, die „rassistischen Annahmen aus der Vergangenheit“ blieben „in die Strukturen der Universität eingebettet“. Jetzt hat Princeton sich eine neue Form des Rassismus zu eigen gemacht, um seinen Rassismus der Vergangenheit in Ordnung zu bringen.

Dieses Eingeständnis, dass Princeton eine rassistische Institution ist, veranlasste das Bildungsministerium des damaligen Präsidenten Trump eine Ermittlung gegen Princeton wegen Verletzung des Civil Rights Acts zu eröffnen, die jetzt unter der Administration Biden zweifelsohne zu nichts führen wird. Einmal mehr ist Princeton ein Beispiel für eine Woke-Institution, die sich Rassismus zu eigen macht, um Rassismus in Ordnung zu bringen.

United Airlines schloss sich dem Trio an Woke-Airlines an, protestierte nicht gegen das [neue] Wahlgesetz von Georgia, sondern gegen die eigenen Einstellungsverfahren. Abgesehen davon in den „friendly skies“ zu fliegen wollen United-Passagiere kompetente Piloten haben, die ein Flugzeug sicher landen können, wenn ein oder zwei Triebwerke explodieren, wie es vor kurzem auf einem von Denver abgehenden Flug geschah. Oder die wie Kapitän Sully auf dem Hudson notlanden.

Uniteds neues Woke-Ziel lautet: „Unser Flugdeck sollte jeden Tag die diverse Gruppe Menschen an Bord unserer Flugzeuge spiegeln.“ Vergleichen sie das mit der Universität Princeton, die nicht will, dass ihre Studentenschaft die amerikanische Bevölkerung spiegelt. Warum nicht einfach die am besten Geeigneten für das Cockpit oder den Klassenraum spiegeln?

United hat seinen eigenen Plan, um Rassismus in Ordnung zu bringen, sei er strukturell, institutionell oder was auch immer. „Das ist der Grund, warum für planen, dass 50% der 5.000 Piloten, die wir in den nächsten zehn Jahren ausbilden werden, Frauen oder People of Color sind.“

United-Passagiere werden beruhigt sein zu wissen, dass die Piloten, denen sie ihr Leben anvertrauen, aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe ausgesucht werden, statt aufgrund von Kompetenz. Wie Tucker Carlson feststellte: „Sicherheit ist nicht länger das Hauptaugenmerk der Fluggesellschaften – sondern Identitäts-Politik.“

Tucker weiter: „Die Art, wie die Leute aussehen, ist völlig irrelevant. Was sie leisten, ist alles, was Sie kümmern sollte. Sobald Sie das vergessen, neigen Flugzeuge dazu abzustürzen. … Wenn Einstellungen auf Grundlage irrelevanter Kriterien erfolgen, werden im Lauf der Zeit Menschen getötet und das wird auch so eintreten.“

Die meisten Fluggäste sehen die Piloten nie, die sicher hinter einer gepanzerten Cockpittür versteckt sind; und wahrscheinlich kümmert es sie nicht, wie die Piloten aussehen, sie wollen nur überzeugt sein, dass ihr Leben in fähigen Händen liegt. Ganz so, wie ein Patient seinen Chirurgen betrachten dürfte.

United kann auf seine Wokeness stolz sein, mit der es Rasse und Geschlecht den Vorzug über Qualifikationen und Kompetenz gibt, dass es Rassismus damit bekämpft rassistisch zu sein. Von „get woke, go broke“ [werde woke, geh pleite] zu „get woke and you might croak“ [werde woke und du könntest abkratzen]. Ob durch die Hände eines auf Grundlage von Hautfarbe ausgesuchten Piloten oder durch ein Krankenhaus, das Leben rettende medizinische Versorgung auf Grundlage der Ethnie bereitstellt.

Dieselben, die am lautesten von Rassismus und Sexismus brüllen, sind oft am schuldigsten. CNN-Moderator Brooke Baldwin verlässt den Woke-Sender; dafür führt er „Missstände fehlender Frauen in Schlüsselrollen bei dem linken Sender“ an.

CNNs Muttergesellschaft AT&T hat überwiegend weiße und männliche Vorstandsmitglieder. CNN-Boss Jeff Zucker ist ein weiterer alter, weißer Mann. Warum praktiziert CNN nicht, was es predigt?

Wenn Diversität in Princeton oder bei United so etwas Gutes ist, wie ist es mit dem Profisport? 59 Prozent der NFL-Spieler sind schwarz, aber nur 13 Prozent der US-Bevölkerung ist es. Und in der NFL spielen keine Frauen. Wenn Profisport-Ligen ausreichend woke sein sollen, die Diversität Amerikas spiegeln sollen, dann müssten die Hälfte aller Spieler Frauen sein und nur 13 Prozent Schwarze, 18 Prozent Hispanics, 6 Prozent Asiaten und so weiter.

Warum praktizieren woke Nachrichtensender, Ivy-League-Universitäten und Profisport-Ligen nicht die Diversität, die sie predigen?

Major League Baseball glaubt, die neuen Wahlgesetze in Georgia seien rassistisch. Sie sollten in den Spiegel ihrer Eigentümer, Manager und Spieler blicken und sehen, wie sehr sie die amerikanische Diversität spiegeln und ihren eigenen Rassismus und Sexismus eingestehen.

Vielleicht wäre Martin Luther King Jrs Anmahnung einer farbenblinden Gesellschaft der beste Weg nach vorne. Ob nun in den Hallen der akademischen Welt, auf dem Sportplatz, im Flugzeug-Cockpit oder in Unternehmensvorständen – wie wäre es, wenn die qualifiziertesten, kompetentesten Leute angeheuert werden statt Identitätspolitik zu betreiben?

Moralische Zurschaustellung von Gegnerschaft zu Rassismus, indem man rassistische Einstellungspolitik betreibt, ist selbst rassistisch und tut nichts, um das angebliche Problem zu lösen, statt es nur zu verschlimmern. Verstehen sie das nicht oder ist es Absicht Identitätspolitik zu benutzen um Amerika von innen heraus zu zerstören, was Teil des Great Reset ist?