Arafats Rede vor der UN-Vollversammlung am 10.11.2001

Übersetzter Originaltext Kommentar des Übersetzers
Ankündigung des nächsten Redners:
ANSPRACHE SEINER EXZELLENZ, PRÄSIDENT YASSIR ARAFAT, Arafat ist kein Präsident!
Präsident des Staates Palästina, dass in der UNO der Terrorist Arafat als Staatspräsident vorgestellt wird, ist eine unglaubliche Entgleisung, die durch nichts zu rechtfertigen ist: Es gibt (zumindest bisher) keinen Staat „Palästina“, keinen Staatspräsidenten, aber die UNO will offenbar Fakten schaffen, ohne Rücksicht auf Verluste!
Vorsitzender des Exekutiv-Komitees der Palästinensischen Befreiungs-Organisation (PLO), Präsident der Palästinensischen National-Behörde Eine solche „Nationalbehörde“ gibt es nicht – es gibt eine palästinensische Autonomie-Behörde, deren Vorsitzender Arafat ist; die Bezeichnung „national“ wird von den Palästinensern benutzt und fälschlicherweise von vielen im Westen übernommen; das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland z.B. benutzt den Begriff „national“ nie, weil er international nicht vereinbart ist – auch darüber setzt die UNO sich hinweg.
(Arafat geht ans Rednerpult)
Herr Präsident, Exzellenzen, Herr UN-Generalsekretär, ich möchte damit beginnen, meine Glückwünsche Ihnen, Herr Präsident, zu Ihrer Wahl zum Präsidenten dieser Sitzungsperode der UN-Generalversammlung zu überbringen. Ich möchte auch meine Glückwünsche seiner Exzellenz, Herrn Kofi Annan, dafür überbringen, dass er zu einer zweiten Amtszeit als Generalsekretär gewählt wurde und der UN dafür, dass sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Es ist besonders wichtig, heute in dieser Sitzung bei Ihnen zu sein, die unter sehr kritischen und wichtigen Umständen abgehalten wird, denn wir treffen uns in den Nachwirkungen der terroristischen, erschreckenden, kriminellen und verabscheuungswürdigen Taten des 11. September 2001 gegen New York und Washington, D.C., die wir scharf verurteilten. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal Präsident Bush, dem amerikanischen Volk und Regierung und den Familien der Opfer unsere tiefste und wärmste Sympathie aussprechen. Das palästinensische Volk hat seine Bereitschaft ausgedrückt, alle Formen intenrationalen Terrorismus entgegen zu treten, einschließlich staatlich organisiertem Terror, um eine neue Welt aufzubauen, die Gerechtigkeit, Frieden, Sicherheit und Freiheit für alle Menschen garantiert, eine neue Welt auf der Basis der Menschenrechte, internationaler Legalität. Wir rufen alle Naitonen auf, ihre Bemühungen innerhalb des Rahmens der UNO und internationaler Legalität zu koordinieren, um einen Zusammenstoß der Zivilisationen zu vermeiden und zum Dialog zwischen allen Völkern zu ermutigen.

Herr Präsident, ich hatte letztes Jahr die Ehre, auf dem Milleniuims-Gipfel der UNO zu sprechen; hier bin ich wieder einmal, spreche zu Ihnen, mit dem Schmerz des palästinensischen Volkes und seiner gerechten Sache, das immer noch auf eine gerechte Lösung wartet.

Wie Sie sich alle erinnern, verabschiedete die UN-Vollversammlung die Resolution 181, die die Aufteilung Palästinas in zwei Staaten forderte: einen jüdisch, den anderen palästinensisch, aber der palästinensische Staat wurde von der UNO nicht anerkannt, im Gegenteil: das palästinensische Volk sah sich einer enormen historischen Ungerechtigkeit gegenüber, die Mehrheit wurde von ihren Heimen entwurzelt und zu Flüchtlingen gemacht. Das ist nun wirklich der Gipfel der Unverfrorenheit: Die Araber haben den Teilungsbeschluss nicht anerkannt, es gab nie die Chance, diesen palästinensischen Staat einzurichten, weil die arabischen Nachbarstaaten dies nicht wollten und gegen Israel Krieg führten! Wie Arafat die Entwurzelung der Flüchtlinge auslegt, brauche ich wohl nicht zu schildern – nach PA-Lesart hat Israel die Palästinenser vertrieben! Dabei waren es die Araber, die die Menschen dort weg holten, lockten und teilweise mit Drohungen entfernten.
Dazu kommt dann noch: Was sollte denn die UNO anerkennen? Wo war denn der „palästinensische Staat“? Den wollte kein Araber – und Jordanien und Ägypten besetzten das, was angeblich heute das Staatsgebiet eines palästinensischen Staates werden soll. Dagegen hat kein Araber protestiert. Auch kein Palästinenser, denn die gab es damals noch nicht, sie wurden erst 1964 erfunden!
Das palästinensische Volk setzt seine Suche nach dem Recht auf Selbstbestimmung und Rückkehr weiter fort. Rechte, die heute das Rückgrat aller wichtigen Resolutionen des Sicherheitsrats und der Generalversammlung darstellen, die universelle Erklärung der Menschenrechte und des internationalen Rechts. Rechte, die auf dem nationalen palästinensischen Boden ausgeübt werden sollten. Das ist interessant: Niemand glaubt wirklich, dass Arafat als Herrscher die Menschenrechte in seinem Herrschaftsbereich auch nur im mindesten interessieren. Im Gegenteil: Dort wird ohne ordentliche Gerichtsverfahren (im internationalem Standard) verurteilt und ins Gefängnis (menschenunwürdige Zustände) gesteckt oder hingerichtet; in seinen Gefängnissen wird gefoltert. Und wie er seinem Volk bei der von ihm und seinesgleichen ausgeübten Korruption Gerechtigkeit widerfahren lassen will, ist mir schleierhaft.
Ihnen ist bewusst, meine Damen und Herren, dass wir die Lösung akzeptiert haben, die die ingernationale Gemeinschaft angeboten hat, ja, wir haben weniger als 25 Prozent des historischen Palästinas akzeptiert, während die Vollversammlung uns fast 50 Prozent des historischen Palästina zugestand, wie es die Resolution 181 von 1947 vorsah. Arafat kümmert es nicht, dass es kein „historisches Palästina“ gab. Ihn kümmert es nicht, dass das britische Mandat „Palästina“ ursprünglich das gesamte Gebiet des heutigen Jordanien einschloss und von den Briten ohne Abstimmung mit dem Völkerbund oder später der UNO vom „Palästina“ westlich des Jordan abgetrennt wurde, um als Königreich Transjordanien einen eigenen Staat zu bilden – das heutige Jordanien. Ihn kümmert es nicht, dass eine arabische Akzeptanz des Teilungsbeschlusses von 1947 fehlte und Israel schon vor dem Teilungsplan 75% dessen verweigert wurde, was den Juden vom Völkerbund als Heimstatt zugewiesen wurde. Ihm ist egal, dass die Vergrößerung des israelischen Staatsgebiets nur durch arabisch verursachte Kriege zustande kam. Wie großzügig, auf die Hälfte dessen zu „verzichten“, was man ohnehin nicht mehr bekommen kann.
Auf dieser neuen Basis gingen wir zur Konferenz von Madrid, die auf der Grundlage des Prinzips „Land für Frieden“ und mit der objektiven Umsetzung aller bedeutenden Resolution der internationalen Legalitätsträger einschließlich der Resolutionen 242, 338, 425 und der Resolution 194 der UN-Vollversammlung betreffs der palästinensischen Flüchtlinge abgehalten wurde. Und die Ungenauigkeiten wie die Unwahrheiten gehen weiter: Land für Frieden bedeutet ja wohl, dass die Israelis nicht weiter vom palästinensischen Terror bedroht sind – das hat Arafat mit seinen Kumpanen nie auch nur ansatzweise verwirklicht (weshalb sollte er also Land dafür bekommen?). Die Auslegung der Resolutionen, die Arafat anführt, ist so einseitig, dass Israel nur Pflichten auferlegt bekommt, ohne dass die Palästinenser sich um die von ihnen zu erfüllenden Pflichten kümmern.
Dann unterschrieben wir die Oslo-Vereinbarungen in Washington, D.C., mit den USA, der Russischen Föderation, der Europäischen Union, China, Japan, Ägypten, Jordanien und der ganzen Welt als Zeugen. Später unterzeichneten wir weitere Vereinbarungen und Verständigungs-Abkommen. Nach der Ermordung meines Partners, Herrn Yitzak Rabin, verfolgten die israelischen Regierungen einen Weg der Nicht-Erfüllung und setzten Israels Verpflichtungen aus den zugehörigen, unterschriebenen Vereinbarungen nicht um, was unsere aufrichtigen Bemühungen, einen umfassenden, gerechten, dauerhaften Frieden, den Frieden der Mutigen, erschwerte. Siedlungen und Siedler haben sich seit dem Start des Friedensprozesses verdoppelt, was den Mangel an Ernsthaftigkeit auf Seiten der israelischen Regierung widerspiegelt. Die Behauptung Arafats, er habe sich um umfassenden Frieden bemüht, spottet jeder Beschreibung. Jeder Konflikt mit der Regierung Netanyahu z.B. und die entsprechenden Verzögerungen im Oslo-Prozess resultierte daraus, dass Arafat seinen Verpflichtungen nicht nach kam – und der Westen Israel unter Druck setzte, sich trotzdem aus weiteren Gebieten zurückzuziehen! Arafat verschweigt, dass er noch zu Lebzeiten Rabins den Frieden unterlief und die Abkommen ad absurdum führte, als er (öffentlich und aufgezeichnet!) sagte, dass der Vertrag mit Israel dem gleich setzbar sei, den Mohammed mit den Qureish schloss – und den er (islamisch legal, weil mit Ungläubigen geschlossen!) in dem Moment brach, als er militärisch stark genug war, sie zu besiegen. Damit hat er die Oslo-Verträge für von vorneherein als Mittel zum Zweck klassiert: Eine Wartezeit zu schaffen, um die Israelis zu günstiger Stunde wieder neu angreifen (und vernichten) zu können. So sehen Arafats Bemühung um Frieden aus!
Dann kam Sharons Besuch des Edlen Heiligtums im heiligen Jerusalem, vor dem ich die israelische Regierung gewarnt hatte, dass es schwerste Konsequenzen für den Friedensprozess und die Region haben werde. Eklatanter kann man kaum lügen: Sharon hat sich nicht nur von den Moscheen fern gehalten, die Palästinenser hatten bei den Anfragen der Barak-Regierung gesagt, der Besuch könne problemlos statt finden, solange Sharon sich den Moscheen nicht nähere. Die angebliche Warnung Arafats hat es nicht gegeben. Außerdem bestreitet er weiterhin die Rechte der Juden am Tempelberg.
Diese Aktion löste die palästinensische Intifada aus; sie kam als Reflex der Ablehnung des palästinensischen Volkes gegen die Verstöße der israelischen Regierung gegen unterschriebene Vereinbarungen, israelischer Siedlungspolitik, die die Besatzung vertieft, statt sie durch Abzug aus dem besetzten palästinensischen Gebiet zu beenden sowie auch ihrer Politik, unsere christlichen und moslemischen Heiligen Stätten zu unterwandern. Wo soll denn diese „Unterwanderung“ statt finden? Die Israelis haben ALLE „Heiligen Stätten“ der Christen und Moslems als solche behandelt und ihnen nirgendwo Schaden zugefügt. Sie haben den Moslems die Verwaltung des Tempelbergs überlassen (was nur dazu genutzt wird, Juden vom Tempelberg fern zu halten). Mir kann auch keiner erzählen, dass der Besuch Sharons der Auslöser für den Terror war – er wurde als Anstoß genommen für Maßnahmen, die von langer Hand vorbereitet waren (was inzwischen genügend palästinensische Führer/“Politiker“ zugegeben haben!). Hätte es Sharons Besuch nicht gegeben, hätte Arafat sich einen anderen fadenscheinigen Grund gesucht!
Die derzeitige israelische Regierung führt die Aggression gegen das palästinensische Volk fort, die von der vorherigen Regierung begonnen wurde. Staatsterrorismus wird gegen das palästinensische Volk verübt, wobei die Macht der israelischen Armee, einschließlich F-15, F-16, Apache-Hubschraubern, Panzern, Raketen und Marineschiffen, einschließlich verbotener Waffen genutzt wird. Und wieder wird auf die Propagandapauke gehauen: Die „Aggression“ besteht darin, dass sich Israel gegen den Terror der Arafat-Schergen wehrt. Die Palästinenser selbst wollen und werden „alle Mittel einsetzen“, die sie haben, um gegen Israel vorzugehen – aber wehe, die Israelis handeln entsprechend. Der „Staatsterrorismus“ sind Israels gezielte Schläge, die die Opfer so gering wie möglich halten, während die Leute Arafats möglichst viele Opfer unter Unschuldigen erzielen wollen. Wer übt also Terror aus? Es spricht für die Israelis, dass sie ihre besten High-Tech-Waffen einsetzen, um gegen die Terroristen vorzugehen, weil dadurch unnötige Opfer verhindert werden! Würden sie weniger hoch enwickelte Waffen verwenden, gäbe es mehr Opfer unter den Palästinensern. – Illegale Waffen setzen die Israelis nicht ein. In Europa kam die Diskussion um die amerikanische „Uran“-Munition auf – prompt behaupteten die Palästinenser, Israel würde Uran-Munition gegen sie einsetzen; die ständig behaupteten Gasangriffe konnten sie nicht nachweisen. Arafat lügt seit Jahren gegenüber allen möglichen Leuten, Israel vergifte Palästinenser mit AIDS, setze Gift ein (in Süßigkeiten abgeworfen) usw. Das kann er nicht belegen, aber was soll’s? Hauptsache, es steht in der Welt und die eigenen Leute und die Araber glauben es. Die anderen sind egal, die glauben dann wenigstens die weniger haarsträubenden Sachen. Wieso widerspricht ihm niemand?
Die israelische Armee praktiziert auch die Ermordung palästinensischer politischer Führer, Zerstörung von Häusern, Vernichtung von privaten und Regierungsinstitutionen, der Entwurzelung hunderttausender von Bäumen und Farmen (Oliven und Obst), Praktiken, die die Tötung von Frauen, Kindern und Alten einschließen. 1800 Palästinenser wurden getötet und 37.000 verwundet, wodurch viele ein Leben lang behindert sind, tausende wurden verhaftet. Arafats Zahlen sind lächerlich um ein Vielfaches übertrieben. Das entscheidende sagt er nicht: Warum wohl gibt es die Toten, Verwundeten und Verhafteten? Weil Arafat nicht für Frieden sorgt, sondern den Krieg will. Warum wurden Bäume ausgerissen und Häuser platt gemacht? Weil Arafats Terroristen sie als Deckung für ihre Anschläge nutzten. Im Gegensatz zu Israel, das ausschließlich zum Schutz gegen Angriffe zu solchen Maßnahmen greift, haben Palästinenser gezielt israelische Felder und Glashäuser in Brand gesetzt und auf andere Arten vernichtet. Wer hat hier also mehr Grund zur Beschwerde? Wer tötet ohne Ansehen der Person, wobei Frauen, Kinder und Alte sterben? Bei den Israelis sind das bedauerte palästinensische Opfer, während die Arafat-Terroristen genau diese „Zielgruppe“ haben. Arafat verkehrt die Tatsachen, wenn er anderes behauptet.
Es sollte angemerkt werden, dass die palästinensische Wirtschaft verwüstet wurde, die Verluste erreichen 7 Milliarden Dollar als Resultat aller möglichen Formen von ökonomischer, finanzieller, medizinischer, Lebensmittel-Abriegelungen und Belagerungen, die allen palästinensischen Städten, Dörfern und Flüchtlingslagern aufgezwungen wurden, die weiterhin die Bewegungsmöglichkeiten der Leute und Waren verhindern, inklusive der Bewegungsfreiheit von Schülern und Lehrer, die daran gehindert werden ihre Schulen und Universitäten zu erreichen und die kürzlich verschärft wurden. Unsere internen Verbindunge, Flughäfen sind geschlossen. Alle Maßnahmen stehen in krasser Verletzung der grundlegendsten Menschenrechte. Arbeiter werden davon abgehalten, ihre Arbeitsstellen zu erreichen. Herr Arafat vergisst einmal mehr die Gründe für das israelische Handeln: die terroristischen Aktionen der Verbrecher zu behindern, möglichst verhindern, die von Arafat geschützt, unterstützt und befehligt werden. Er schreibt die katastrofale ökonomische Lage den Israelis zu – und verschweigt dabei die Verantwortung seines eigenen Apparats, der Milliarden-Hilfen der USA und der EU in Korruptionskassen versickern ließ, in illegale Waffenkäufe statt die wirtschaftliche Entwicklung gesteckt und zur Entlohnung der Tanzim und anderer Terroristengruppen der Fatah genutzt hat. Die Selbstmord-Attentäter wurden in palästinensischen Schulen und Universitäten radikalisiert und rekrutiert. Die sonstigen Attentäter kommen aus allen möglichen Schichten und Gegenden der Autonomiegebiete. Um den terroristischen Aktivitäten auch nur einigermaßen vorbeugen zu können bleibt Israel nichts anderes übrig, als die Bewegungsfreiheit der Terroristen (und damit der palästinensischen Bevölkerung insgesamt) zu kontrollieren und einzuschränken. Würde Arafat seinen Verpflichtungen nachkommen und die Terroristen verhaften sowie die Volksverhetzung gegen die Juden beenden und seine Jugend zum Frieden erziehen, dann könnten alle Schranken wieder abgebaut werden. Aber das will Arafat vorsichtshalber nicht ausprobieren, es könnte ja zum Frieden führen – und er verlöre einen Sündenbock für seine eigenen Verbrechen! Für ihn gehört es zu den grundlegenden Menschenrechten, dass Juden ungehindert abgeschlachtet werden können, die Mörder sich frei bewegen können müssen und Israel sich auf keinen Fall wehren darf. Bezüglich der wirtschaftlichen Situation der Palästinenser vergisst Arafat auch geflissentlich, dass seine Untertanen, solange Israel für sie sorgte, in wirtschaftlich besseren Verhältnissen lebten als heute. Er verschweigt, dass Israel mehr für die Palästinenser getan hat als alle Araber des Nahen Ostens zusammen!
Wir stehen einer Aggression, Eskalation und dem blutigen Krieg des Staatsterrors gegenüber, der von der israelischen Regierung gegen unser Volk, Land, die heiligen Stätten geführt wird, den Panzervorstößen in unsere Städte, Dörfer und Flüchtlingslager und den Massakern, die an verschiedenen Orten in der Westbank und dem Gazastreifen verübt wurden. Wir rufen die internationale Gemeinschaft, vertreten durch Sie alle und alle Befürworter des Friedens, der Freiheit, Gerechtigkeit in aller Welt auf, jeden möglichen Versuch zu unternehmen, diesen Aggressionskrieg zu stoppen, internationale Beobachter zu schicken, um unser Volk vor der Besatzung, dem Terror, der ethnischen Säuberung zu schützen, die von Israel ausgeübt wird und um die Umsetzung eines Waffenstillstands zu überwachen, der von unserer Seite mehrfach erklärt wurde und immer durch die israelische Regierung verletzt wurde. Jetzt läuft er zur Hochform in der Desinformation auf: Israels Waffenstillstände, sein Stillhalten z.B. über zwei Monate (von Mitte Mai bis Mitte Juli) werden ignoriert. Im Gegensatz zu Israel haben Arafats „Waffenstillstände“ nie Wirkung gezeigt – der Ankündigung folgten eine Erhöhung der terroristischen Aktivitäten in Qualität oder Quantität, manchmal in beidem. Wenn Arafat von ethnischen Säuberungen spricht, dann verkehrt er die Verhälntnisse: Er will einen judenreinen Palästinenserstaat, er verbietet Juden den Zugang zu ihren heiligen Stätten usw. Wer ist hier der Rassist? Er sagt, die Israelis richteten Massaker an – was gehört dazu? Zielgerichtete Tötung einzelner Terroristen soll schon Massaker darstellen? Wenn Israel Massaker anrichten würde, müssten die Palästinenser weitaus mehr Beerdigungen bewältigen. Wenn Massaker stattfinden, dann dort, wo Palästinenser gezielt in Menschenmengen, Privatwagen oder Busse schießen oder diese per Selbstmordattentat in die Luft jagen – aber da interessiert ja nicht, das ist ja keine israelische Gewalt.
Herr Präsident, die internationale Schirmherrschaft über den Friedensprozess im Nahen Osten ist die einzige Garantie für die Bemühungen, die die internationale Gemeinschaft unternimmt, um Frieden zu einer etablierten Realität in unserer Region zu machen, die Abwesenheit der internationalen Einbeziehung in den Konflikt und die seriöse Suche nach einer Lösung der palästinensischen Frage in Übereinstimmung mit Gerechtigkeit du den Prinzipien des internationalen Rechts wird die Region in die Gewalt, Konfrontation und das Blutvergießen zurücksetzen und die Situation explosiver und brüchiger mache Das ist Arafats Ziel seit Ausbruch der Gewalt – Internationalisierung, damit die Verhältnisse des Libanon und Hebrons auch im übrigen Gebiet entstehen: internationale Beobachter, die unter Druck stehen oder auch bedroht werden und deshalb nur das berichten, was die PLO berichtet wissen will.
Daher rufe ich die internationale Gemeinschaft auf ihre ehrlichen Bemühungen zur Beendung der derzeitigen Situation und der eskalierenden Krise zu verdoppeln, die den Friedensprozess bedrohen. Es ist für die aktiven Eingriffe der internationalen Gemeinschaft und der echten Supermächte ehtscheident, den Friedensprozess zu retten und zurück auf die Gleise zu setzen und ihne ehrlich und effektiv vorwärts zu bringen. Ein dauerhafter Frieden wird nicht erreicht werden und anhalten ohne die Umsetzung internationaler Vorschriften, die für einen effektiven internationalen Mechanismus sorgen sollte, über den die entsprechenden Resolutionen des Sicherheitsrats und der Vollversammlung umgesetzt werden. Die genaue und ehrliche Umsetzung dieser Resolutionen wird den Frieden bringen und erhalten und weiteres Blutvergießen in unserer Region zu verhüten. Arafats Ziel seit Beginn des derzeitigen Terrors ist die Internationalisierung, damit Israels Handlungsfähigkeit möglichst stark beschnitten wird. Wenn er von ehrlicher Umsetzung der Resolutionen redet, dann spricht er von seiner eigenen, völlig einseitigen Auslegung – jede andere akzeptiert er erfahrungsgemäß nicht. Ehrlich und objektiv ist Arafats Sichtweise mitnichten! Und was Araber mit UN-Resolutionen tun, die ihnen nicht passen, haben wir seit 1948 immer wieder erleben können (s. Resolution 181), zuletzt im Fall der „Sheeba-Farmen“, von denen die UNO sagt, sie seien syrisch, die aber von den Arabern auf einmal zu libanesischem Staatsgebiet erklärt wird, damit die Hisbollah weiter gegen Israel um der „Freiheit“ willen bomben kann. Und noch einmal: vorsichtshalber verzichtet Arafat darauf, den israelischen Friedenswillen zu testen und terrorisiert weiter. Von wem also geht das Blutvergießen aus?
Entsprechend unserem Glauben an Frieden als eine strategisch unumkehrbare Option unseres Volkes haben wir vollständig und positiv mit allen internationalen Bemühungen und Initiativen zusammen gearbeitet, z.B. (?) der ägyptisch-jordanischen Initiative, den Tenet-Verständigungen und dem Mitchell-Bericht, die wir als Paket akzeptierten. Allerdings nicht auch nur ansatzweise umsetzten! Und außerdem falsch darstellten.
Wir haben auch einen einseitigen, umfassenden Waffenstillstand ausgerufen und wir haben äußerste Anstrengungen unternommen ihn einzuhalten. Eine glatte Lüge – dagegen spricht alleine die Zahl der Anschläge in Israel, die im Durchschnitt deutlich höher liegen als im Frühjahr, vor dem einseitigen israelischen Waffenstillstand, der von Arafat genutzt wurde, die Gewalt in Qualität und Quantität zu steigern.
Am Vorabend des jüdischen Neujahrs ging von uns eine Aufruf zum Frieden auf und wir entboten dem israelischen Volk unsere aufrichtigen Glückwünsche und riefen sie auf, das neue Jahr eine Gelegenheit zu einem neuen Zeitalter des Friedens, der Sicherheit und Koexistenz zwischen dem palästinensischen und dem israelischen Volk und den Menschen des Nahen Ostens zu machen. Was außer von Shimon Peres, Yossi Beilin und Uri Avnery als lachhafte Propaganda abgetan wird.
Wir haben unsere Strategische Verpflichtung zum Frieden, zu Verhandlungen, einer friedlichen Lösung aller ausstehenden Fragen zwischen uns und der Regierung von Israel sehr deutlich und aufrichtig getroffen. Warum dann weiterhin die Hetzbücher in den Schulen, die Hetzkampagnen in den Medien, die Ausbildungslager für kleine Kinder, die Verherrlichung der „Märtyrer“ und Selbstmörder, die Verteufelung der Juden, die Geschichtsverfälschungen der Waqf zum Tempelberg und Jerusalem, die Angriffe auf die jüdischen heiligen Stätten, der Schutz der Terroristen usw?
Bedauerlicherweise wies die israelische Regierung ihre Armee an, die Militärkampagne gegen unser Volk, unsere Städte, Dörfe und Flüchtlingslager zu eskalieren, wozu die Pufferzonen gehören, die zu Zerstörung unserer Farmen, der Entwurzelung tausender vo Bäumen an den verschiedenen Orten der Westbank und des Gazastreifens gehören. Zu diesen verleumderischen Vorwürfen brauche ich nicht mehr zu sagen, das steht oben schon. Aber Wiederholung braucht Herr Arafat, damit er seine Lügen selber glauben kann.
Erlauben Sie mir, meine größte Hochachtung und aufrichtigen Wünsche an alle brüderlichen, freundlichen Nationen und den Supermächten auszudrücken, die heute mehr als je zuvor erkannt haben, dass die Einrichtung eines palästinensischen Staates mit dem heiligen Jerusalem als seiner Hauptstadt die einzige Garantie für Sicherheit, Frieden und Stabilität in der Region und der Welt ist und einen Grundstein für seine Schaffung und seinen Erhalt ist. Ich wage das zu bezweifeln – Arafat und genügend seiner Schergen haben zu oft und zu glaubhaft gesagt, dass der Palästinenserstaat vom Jordan bis zum Mittelmeer reichen soll. Der „Frieden“ Arafats kann also erst dann stabil und fortdauernd sein, wenn Israel vernichtet ist – genau das, was die PA-Schulbücher, Medien und der Mufti von Jerusalem, wie auch die übrigen „Geistlichen“ predigen.
Wir rufen diese Nationen auf, besonders die USA, Großbritannien, die russische Föderation, Frankreich, China, Japan, die Länder der EU, dass sie jeden möglichen Versuch ausüben, diese Vision auf einen realistischen Weg zu bringen, um dem palästinensischen Volk zu ermöglichen in Frieden, Würde, Freiheit in Unabhängigkeit und eigener Landeshoheit in ihrem eigenen unabhängigen Staat auf ihrem nationalen Boden mit dem heiligen Jerusalem als ihrer Hauptstadt zu leben und sicher zu stellen, dass Israel, die Besatzungsmacht, vollständig und umfassend aus allen palästinensischen und arabischen Gebieten einschließlich dem heiligen Jerusalem auf die Grenzen vom 4. Juni 1967 zurückzieht, die Siedlungsaktivitäten beendet und die Siedler aus unserem Land evakuiert und den palästinensischen Flüchtlingen das Recht auf Rückkehr in Übereinstimmung mit der Resolution 194 garantiert, die dieses Recht aufführt und zur Entschädigung derer aufruft, die nicht zurückzukehren wünschen. Da haben wir wieder die einseitigen Darstellungen zu den UN-Beschlüssen. Nach diesen müssten auch die Juden, die vertrieben wurden, in ihre Gebiete/Häuser usw. zurückkehren dürfen – aber das lehnt Arafat ab, alle „Siedler“ müssen verschwinden, egal, ob sie vor 1948 in dem zukünftigen Palästinenserstaat lebten oder nicht. Eine Entschädigung käme für sie auch nicht in Frage. Nach Arafats Lesart haben nur die Israelis Verpflichtungen, nur die Israelis verletzen die UN-Resolutionen, nur die Israelis sind die, die zahlen müssen. Palästinenser sind zu nichts verpflichtet! Mich würde im Übrigen auch interessieren, was die übrigen arabischen Staaten sagen, wenn sie auf einmal die Resolution zur Rückkehr der Flüchtlinge umsetzen müssten – sie haben 1948/49 hunderttausende von Juden vertriegen, die ihre Rechte einklagen könnten!
Wir heißen die positiven Stellungnahmen von Präsident George Bush und anderer Führer willkommen, die zur Errichtung des palästinensischen Staates aufriefen; wir glauben, dass dies einen entscheidenen Schritt auf dem Weg zur Beendigung des Konflikts und der Errichtung des Friedens im Nahen Osten darstellt. Klar, dass er das so sieht. Die sicherlich etwas schlecht überlegten, aber wohl (wegen der Antiterror-Koalition) gewollten Äußerungen Bushs und Blairs haben ihn darin bestätigt, dass nur genug gelogen, gebombt und terrorisiert werden muss, damit der Westen ihm liefert, was er haben will. Dass dies SEIN „Frieden“ ist, der den jüdischen Staat vernichten wird, stellt er nicht heraus – das will der Westen nicht hören, also verschweigen wir es ihm, es reicht, wenn es die eigenen Leute wissen.
Ich sage Ihnen offen, dass die Wiederbelebung des Friedensprozesses nach allem ,was geschehen ist, nicht durch Interim-Abkommen möglich sein wird; es ist natürlich unmöglich, ein weiteres Interim-Abkommen zu erreichen. Und schon wird der Grund dafür gelegt, dass ein Friede nicht erreichbar wird: Israel hat unter Barak ein Endstatus-Abkommen versucht und ist grausam an Arafat gescheitert. Deshalb wird es erst einmal keinen Versuch in dieser Richtung mehr unternehmen. Sharon und viele andere haben schon gesagt, dass sie weitere Interim-Abkommen suchen werden, um langsam in Richtung eines Endstatus-Abkommens zu gelangen. Alles andere ist nach den Erfahrungen Baraks offensichtlich unrealistisch. Aber Arafat beugt dem vor. Er stellt die Israelis einmal mehr vor die Wahl: Entweder ihr tut, was wir wollen oder wir kommen mit Terror! Wie soll so ein Frieden erreicht werden können? Nicht mit Arafat, der will absolut keinen Frieden, außer dem, den er definiert: Juden raus und alles den Palästinensern. Judenreines Land zwischen Jordan und Mittelmeer!
Um die Situation auf dem Boden zu kontrollieren und zu dem zurück zu bringen, was vor dem 28. September 2000 bestand, braucht einen klaren politischen Horizont, damit die Hoffnung wieder belebt wird.

Was der Friedensprozess nun braucht, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen, ist ein aufrichtiger Versuch unter der Schirmherrschaft der USA, der russischen Föderation, der EU und arabischer und muslimischer Staate und anderer freundschaftlich verbundener Nationen der blockfreien Bewegung, um sofort einen umfassenden Rahmen für eine dauerhafte Lösung auf Grundlage der internationalen Legalität, damit beide Parteien rasch über die Details der dauerhaften Lösung verhandeln können

Und das bedeutet für Arafat: Ich mache keine Kompromisse, ich sage, was ich haben will – und wenn die Juden nicht spuren, dann ist es halt nichts mit Frieden, dann wird wieder gebombt. Das ist dieselbe Strategie wie in Camp David: Ich bestimme, was gerecht ist, die Juden haben den Preis zu zahlen und wer Kompromisse von mir erwartet, der muss sehen, wo er bleibt.
Dem sollte unverzüglich von der Umsetzung des Mitchell-Berichts und der Tenet-Vorschläge voran gehen. Wobei er geflissentlich außer Acht lässt, dass er selbst natürlich die Bedingungen beider Vereinbarungen/Vorschläge nicht erfüllt, aber Israel trotzdem alles tun soll, was darin von ihm gefordert wird. Er verschweigt, dass in beiden Vorbedingung ist, dass die Palästinenser den Terror einstellen und zu Recht und Gesetz zurückkehren. Er verschweigt, dass der erste Schritt von ihm kommen muss. Vorher hat Israel überhaupt keine Verpflichtungen!
Es ist offensichtlich, dass wir mehr internationale Bemühungen und internationale Präsenz vor Ort brauchen. Weiter oben steht alles zu Arafats Internationalisierungs-Versuch.
Auf jeden Fall müssen die UNO und der Generalsekretär ihre wichtige Rolle tragen, damit wir unsere Friedens-Unternehmung erreichen können. Und solange sie Arafats Meinung sind, ist alles gut – aber wehe, sie weichen auch nur einen Millimeter davon ab, dann sind sie die bösen Verbrecher, die das palästinensische Volk verraten und sich der jüdischen Weltverschwörung hingeben – vgl. die palästinensische Presse gegenüber jedem, der Arafat nicht nach dem Mund redet, auch wenn er gerade eben noch ein „Freund“ war.
Ich rufe die israelische Regierung und das israelische Volk auf, auf diesen Ansatz positiv zu reagieren, damit wir zusammen Frieden im Land des Heiligen Landes bauen können. Es ist unnötig zu sagen, dass wir einen schnellen Versuch benötigen, der nicht länger verzögert werden darf, besonders angesichts der derzeitigen internationalen Situation. Es ist klar, dass Arafat schnelles Handeln braucht – bei Verzögerungen ist seine Macht in Gefahr, er könnte von den westlichen Mächten wieder einmal entlarvt werden und seine heuchlerischen Positionen als solche erkannt werden. Die taktischen Unterstützungsrufe der westlichen Welt, wegen der Anti-Terror-Koalition getätigt, könnten weniger ernst gemeint sein, wenn das Afghanistan-Problem sich einer Lösung zuneigt und die Notwendigkeit nicht mehr besteht, die von den Arabern betriebene Verknüpfung des Al-Qaida-Terrorismus mit der Lösung des Nahost-Konflikts zu Politik zu machen. Und vor allem: Es könnte sein, dass die „militanten“ Gruppen und andere anfangen könnten gegen Arafat vorzugehen und ihn abzulösen.
Wir sind bereit, unseren Teil der Verantwortung zu tragen, wir bauen darauf, dass Sie auch bereit sind, dasselbe zu tun. Den ersten Teil der Behauptung führt Arafat Zuhause täglich ad absurdum – und die Welt soll das unterstützen. Er unterstellt, dass die Israelis nicht bereit sind – dabei haben sie es immer und immer wieder bewiesen, während die Palästinenser das nutzten, den Terror auszudehnen.
Ich grüße Sie alle und hoffe, dass diese Sitzungsperiode die geforderten Resolutionen und Empfehlungen hervor bringt, die es unseren Völker und Nationen und die gesamte Menschheit ermöglichen in Frieden, Stabilität und mehr Wohlstand zu leben. Im Falle der Palästinenser braucht es dazu weniger UN-Resolutionen, sondern mehr die Abschaffung der Korruption, die Beendigung der Gewalt und eine Rückkehr zu zivilisiertem Verhalten, damit die Palästinenser zu mehr Wohlstand kommen.
FRIEDE SEI MIT IHNEN In seinen Zeitungen und auf der Website der Fatah heißt es an dieser Stelle immer: REVOLUTION BIS ZUM SIEG! (von wegen Frieden!)

 

Arafat am 02.06.2001 zum Anschlag auf die Dolphinarium-Discothek in Tel Aviv

(Die Ansprache stand auch auf der offiziellen Website der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA; link existiert nicht mehr)

Am 2. Juni 2001 erklärte Yassir Arafat in Gegenwart des deutschen Außenministers Josef Fischer und des UN-Sonderbeauftragen Taerje Larsen in Ramallah, er verurteile die tragische Operation in Tel Aviv, wie auch alle Operationen, die in der Tötung von Zivilisten endeten, seien sie palästinensisch oder israelisch. Der volle Text (wie auch auf der WAFA-Seite angegeben) lautete:

Wir haben den Bombenanschlag, der gestern Abend in Tel Aviv stattfand, mit einer offiziellen Stellungnahme verurteilt.
Wir übten und Wir sind bereit, allen möglichen Druck auszuüben, um das Blutvergießen unseres Volkes und des israelischen Volkes zu stoppen und alles zu tun, das nötig ist, um einen sofortigen und bedingungslosen, wirklichen und effektiven Waffenstillstand durch unsere gemeinsamen Anstrengungen zu erreichen, damit wir an den Verhandlungstisch zurückkehren und den Mitchell-Bericht und die ägyptisch-jordanische Friedensinitiative umzusetzen.
Wir haben um sofortige internationale Bemühungen gebeten, in dieser Richtung zu helfen, zum Schutz und für die Zukunft unserer Kinder und ihrer Kinder und um den Friedensprozess zu schützen, den „Frieden der Mutigen“ – zwischen dem israelischen Volk und dem palästinensischen Volk und allen arabischen Friedensbemühungen in der Region.

Kommentar heplev:
Abgesehen davon, dass Arafat weder Präsident ist noch im Pluralis majestatis reden sollte: Er behauptet also, Druck ausgeübt zu haben, um die Gewalt gegen Israelis und Palästinenser zu stoppen. Ich frage mich, wo er das getan haben will? Er hat seinen Leuten gegenüber schon lange nicht mehr von Frieden gesprochen, nur den westlichen Medien oder Politikern gegenüber! Wird das jetzige Waffenstillstandsangebot auch auf Arabisch als Befehl an die Palästinenser gehen oder ist das wieder nur eine Rauchbombe für den Westen?
Er verbindet die Rückkehr an den Verhandlungstisch mit dem Willen, den Mitchell-Bericht und die jordanisch-ägyptische Friedensinitiative umzusetzen. Er weiß, dass die arabische Initiative für die Israelis unannehmbar ist. Gleichwohl stellt er aber eine Bedingung. Ist das schon wieder die Hintertür?
Der Eröffnungssatz kann auch so gesehen werden (die englische Version kann so verstanden werden), dass Arafat bereits vor dem 1.6.2001 alle denkbaren Versuche unternommen habe, die Gewalt zu stoppen. Diese Interpretation ist möglich, aber nicht zwingend, wird aber von konservativen Kreisen in Israel angewendet. Sie wäre unglaublich arrogant und ein weiterer „Entschuldigungsgrund“ für fortgesetzte palästinensische Gewalt, weil Arafat ja nicht alles kontrollieren kann, wie die vergangenen Monate zeigen.
Insgesamt ist diese Erklärung Arafats reichlich nichtssagend in Bezug auf einen wirklichen Waffenstillstand seitens der Palästinenser. Ich würde ihn als Ausweichmanöver bezeichnen, mit dem dem Westen wieder mal Sand in die Augen gestreut wird.

Reaktion auf Arafats Ankündigung eines Waffenstillstands:
Der Gebiete-Korrespondent von Israel Radio, Avi Yisachar, berichtete heute Abend, dass Yassir Arafat Befehle an die „nationalen“ Streitkräfte ausgegeben hat, das Feuer einzustellen – nicht an die „nationalen und religiösen“ Streitkräfte. Yisachar betonte, dass der Begriff „national und religiös“ auch für Hamas und Islamischer Dschihad gelten würde, während der Begriff „national“ die islamischen Militärkräfte ausschließe.
Yisachar betonte außerdem, dass seit der Veröffentlichung von Arafats Aufruf eine Reihe von Angriffen im Gazastreifen gegen israelische Ziele einschließlich Morag und militärischen Positionen in Atzmona und Neveh Dekalim stattfanden. (Aaron Lerner, Direktor von IMRA)

Nachtrag heplev: Arafat hatte in seiner Erklärung die Operation verurteilt – was ihn nicht hinderte, den Verwandten des „Märtyrers“ (so bezeichneten ihn die PA-Medien) seinen Kondolenz zu erweisen und ihren mutigen und vorbildlichen Verwandten zu loben, der im Kampf für die palästinensische Sache sein Leben geopfert hat. – So viel zur Glaubwürdigkeit der Verurteilung der Tat.

Von der Entnazifizierung zur EntPLOisierung

The Media Line, 11.2.2002, Bereich „Analyse arabischer Medien“ (Autor: Media Line-Mitarbeiter; Link nicht mehr vorhanden)

„Was machen wir mit Yassir Arafat?“ und: „Was machen wir nach Yassir Arafat?“

Dies sind einfach klingenden Fragen, die klare Antworten benötigen, denn die Antworten zu diesen Fragen könnten die Möglichkeiten jeglichen arabisch-israelischen Friedens in der nahen Zukunft genauso bestimmen, wie die Chancen für jede Art regionaler Stabilität.

Zusätzlich gibt es viele in der Bush-Administration, die glauben, dass seine Verfügbarkeit oder seine Absetzung Auswirkungen auf Amerikas Krieg gegen islamistische orientierten Terror, vom Iran, Irak und Nordkorea unterstützt und angestiftet, haben könnte.

Es ist kein Zufall, dass in den letzten Tagen die Internetseite von Arafats offizieller Presseagentur (WAFA) und sein offizieller Radiosender (Voice of Palestine) voll des Lobes für Arafat waren, das ausgerechnet aus – Nordkorea kam.

Das sollte genügen um uns zu sagen, dass Arafat ein Zuhause auf der koreanischen Halbinsel haben könnte (oder auch in Libyen), wenn und falls er aus seinen belagerten Büros in Ramallah im Norden von Jerusalem entfernt werden sollte. (Es gibt nur sehr wenige Länder, die Arafat als permanenten Einwohner haben wollen, auch nicht Tunesien, wohin er nach seinem Rauswurf aus dem Libanon in den 80-er Jahren ging.)

80 Prozent der Israels (einschließlich der arabischen Israelis) sind der Meinung, dass Arafat Teil des Problems ist und nicht Teil der Lösung des jetzigen palästinensisch-israelischen Abnutzungskriegs; und obwohl viele Amerikaner und Europäer dem zustimmen, fällt es ihnen schwer die Konsequenzen daraus zu ziehen: ihr Handeln darauf auszurichten, dass Arafat von der Bühne entfernt wird.

Viele in der Europäischen Union und im US-Außenministerium äußern immer noch die bedeutungslosen Parolen von „Frieden jetzt“ oder „Frieden in unserer Zeit“, zu denen sich schon Winston Churchill abschätzig äußerte.

Churchill, der vor allen anderen die Natur Hitlers und Stalins erkannte, warnte davor, Politik durch Schlagwort-Äußerungen zu ersetzen und sprach sich gegen die aus, die „in gut klingenden Plattitüden schwelgen“ und die es ablehnen „unangenehmen Tatsachen ins Auge zu sehen“, während sie „ohne Rücksicht auf die lebenswichtigen Interessen des Staates ein Streben nach Popularität und Wahlgewinnen“ vorzögen.

Churchill hat nichts als Verachtung für die übrig, die eine „tiefe Liebe zum Frieden“ mit dem „pathetischen Glauben, dass dieser nur und ausschließlich durch Liebe erreicht werden kann“ verbinden. (So in seinen Memoiren zum Zweiten Weltkrieg auf S. 45.)

Es muss anerkannt werden, dass Arafat ein Meister der Diplomatie ist und darin, Botschaften an verschiedene Zuhörerschaften anzupassen. Die Führer vieler demokratischer Gesellschaften haben „Worte des Friedens“ aus Arafats Mund kommen hören. In den meisten Fällen hörten sie nur, was sie hören wollten.

Arafat ist offensichtlich nicht Adolf Hitler und die Palästinensische Autonomie nicht Nazideutschland. Aber Arafats diplomatische Techniken und seine Medienmanöver ähneln Hitlers Manipulation der westlichen Regierenden.

In einem der jüngsten Bestseller untersuchte ein bekannter amerikanischer Historiker, Harvard-Professor Ernest May, Hitlers Verführung der britischen und französischen Führer. In „Strange Victory“ (Seltsamer Sieg) schreibt er auf Seite 453: „Eine offensichtliche Schlussfolgerung, die gezogen werden muss, ist die, dass Hitler die französische und die britische Regierung besser verstand als diese Regierungen ihn… Der Grund für dieses bessere Verständnis schloss die Tatsache mit ein, dass er sich mehr auf die politischen Führer und die öffentliche Meinung als auf die augenscheinlichen nationalen Interessen oder Fähigkeiten konzentrierte; und begleitende Tatsache war, dass seine Einschätzung dieser Regierungen keine verhandelbare Einschätzung war…“

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Hitler dem deutschen Zuhörer gegenüber ehrlicher war als gegenüber der im Ausland. Der Historiker Sir John Wheeler-Bennett erkennt: „Außer in den Fällen, wo er sein Wort gab, meinte Hitler immer, was er sagte.“ (Wheeler-Bennett, Nemesis of Power, S. 461, in: May: Strange Victory, S. 453)

Mit anderen Worten: Wenn Hitler seiner deutschen Zuhörerschaft sagte, er wolle die Welt erobern, dann meinte er das auch so. Als Hitler den westlichen Staatsmännern versprach, er würde sein Wort und die unterschriebenen Vereinbarungen einhalten, log er.

Das klingt wie eine perfekte Beschreibung von Yassir Arafat.

Und genauso wenig, wie man Hitler bessern oder umerziehen konnte, kann man auch Arafat weder bessern noch umerziehen.

Damit haben wir unsere erste Frage beantwortet: Arafat muss weg – und je früher, desto besser.

Die zweite Frage ist die nach Arafats Nachfolger.

Als die West-Alliierten Deutschland geschlagen hatten, suchten sie keinen Nachfolger unter Hitlers engsten Mitarbeitern. Das wäre eine Torheit gewesen.

Der Westen bestand auf der Entnazifizierung Deutschlands.

Israel darf nicht auf weniger bestehen.

Der stoppelgesichtige Arafat ist natürlich das dickste Haar auf dem Schädel, aber seine Entfernung ist ohne eine Gesamt-Enthaarung nicht möglich.

Lassen Sie es uns beim Namen nennen: Ent-PLO-isierung.

Arafats Statthalter (Abu Mazen, Abu Alla, Faruk Kadumi, Jibril Rajoub, Sari Nusseibeh und Mohammed Dahlan) teilen seine Ansichten und seine Methoden, wenn auch einige ein besseres Englisch sprechen und im Fernsehen eine bessere Figur abgeben. Immerhin schrieb der „moderate“ Abu Mazen seine „Doktorarbeit“ mit der Behauptung, dass „geheime Verbindungen“ zwischen den Nazis und der „zionistischen Führung“ bestanden. Nusseibeh half Saddam Hussein dabei, auf Orte in Israel zu schießen, die sich 1991 für seine Scud-Raketenangriffe Erfolg versprachen.

Genau so, wie die Alliierten des Zweiten Weltkriegs alle Top-Nazis entfernten und ihnen den Prozess machten (und auch mit den kaiserlichen Beamten in Japan), muss jeder, der eine führende Stellung in der PLO oder PA hatte, aus dem Apparat entfernt werden.

Palästinensische Wahlen durchzuführen und wie die palästinensische Gesellschaft wieder auf verfassungsgemäße Grundlagen zu stellen, ist keine einfache Aufgabe; aber das war auch in Deutschland und in Japan nicht einfach. Es wird mehrere Jahre dauern und es gibt keine Garantie für politischen Erfolg.

Das ist unglücklicherweise das dauerhafte Erbe der Oslo-Verträge: durch sie wurde ein echter Dialog zwischen den Israelis und den Palästinensern für lange Zeit verhindert.

ZITATE DES VORSITZENDEN ARAFAT

aus verschiedenen Quellenl gesammelt, notiert in chronologisch umgekehrter Reihenfolge:

5. Oktober 2004: Arafat kritisiert „israelische Verbrechen gegen die heiligen Stätten“:

Israelnetz zitiert aus einem Interview Arafats; dieser kritisierte, Israelis tränken in der Al Aksa-Moschee Alkohol (der für Moslems verboten ist) und ließen dem Vorwand „Eintritt für Touristen“ israelische Extremisten in der Moschee beten. „Was sie tun, ist ein Teil des Planes unsere heiligen Stätten zu judaisieren und zu entweihen.“
Klasse nicht? Juden wird verboten auf den Tempelberg zu gehen, aber trotzdem kommen auf einmal die Extremisten IN (!) die Moschee und saufen? Der Mann leidet unter Wahnvorstellungen!


Honestly-Concernd.org-Mailing vom 08.10.2003 (Übersetzung ins Deutsche von mir – heplev):
Arafats Kommentar zum Attentat vom 4. Oktober:

Ramallah, 4.10.03 – Präsident Arafat und die palästinensische Führung verurteilen scharf den Bomben-Angriff im Restaurant Maxim in Haifa, bei dem arabische und israelische Zivilisten getötet wurden.
Seine Exzellenz, Präsident Arafat, betrachtet diesen gefährlichen Angriff als Bruch des nationalen palästinensischen Konsenses, der die palästinensischen Interessen gefährdet und Vorwände für das Anhalten der internationalen Friedensbemühungen bietet.
„Wir verurteilen diesen Bombenangriff und seine blinde Gewalt gegen Zivilisten, seien es Israelis oder Palästinenser, und fordern die israelische Regierung auf, sich von unserem Land zurückzuziehen, internationale Beobachter zu akzeptieren und die palästinensischen Sicherheitskräfte in die Lage zu versetzen, ihre Verantwortlichkeiten in allen von Israel wieder besetzten palästinensischen Gebieten zu übernehmen.“
http://www.p-p-o.com/Eng/defultE.htm

Ist er nicht herzallerliebst? Herr Arafat verurteilt diesen Anschlag. Und aus welchem Grund? Nicht etwa, weil die Tat bestialisch ist. Nein, weil sie Israel Vorwände liefert und die internationale Unterstützung gefährdet! Andere Gründe liefert der Friedensnobelpreisträger nie. Wären diese vermeintlichen Folgen nicht, dann wäre es in Ordnung, dass in Restaurants, Bussen, am Strand usw. Israelis ermordet werden, damit die Palästinenser sich stark fühlen können! Verlogen ohne Ende, würde ich sagen!


Israelnetz-Newsletter vom 16.05.2003:
Arafat: „Fluechtlinge werden nach Palaestina zurueckkehren“
Hervorhebungen und Anmerkungen: heplev

RAMALLAH (inn) – Palaestinenserfuehrer Yasser Arafat hat am Donnerstag den Palaestinensern versprochen, dass alle Fluechtlinge zurueckkehren werden. Anlass fuer seine Rede vor dem palaestinensischen Legislativrat war der „Yom al-Nakba“ („Tag der grossen Katastrophe“), an dem Palaestinenser ueber die Folgen der israelischen Staatsgruendung trauern.

An diesem verfluchten Tag wurde der Staat Israel gegruendet„, sagte Arafat. „Mit Waffengewalt und durch eine imperialistische Verschwoerung, die dazu fuehrte, dass unser Volk in die Diaspora und in Lager geworfen wurde – unter schrecklichen Massakern und Verbrechen.Die Lügen-Legenden müssen unter allen Umständen weiter verbreitet werden, damit alle Welt sie auch glaubt. Die Rede wurde live im palaestinensischen Fernsehen uebertragen, meldet der aktuelle Dienst der Tageszeitung „Yediot Ahronot“. Sieht so Vorbereitung auf ein friedliches Mit- oder Nebeneinander aus?

Die Ereignisse, die zur Gruendung des Staates Israel gefuehrt hatten, beschrieb der PLO-Chef folgendermassen: „1947 beschlossen die Imperialisten, die in der UNO herrschten, unsere Heimat Palaestina in zwei Staaten zu teilen: einen israelisch-juedischen und einen palaestinensisch-arabischen.

Aber der arabische Staat sei nicht entstanden und es wird geflissentlich ausgelassen, dass die Ursache dafür die Ablehnung der Staatsgründung durch die arabische Seite war!!!!, und die internationale Gemeinschaft habe nicht reagiert, „so dass unser Volk einen von zwei Wegen wählen musste – Verschwinden oder Kampf und Festhalten an unsrer ewigen Heimat. Unser heldenhaftes Volk zögerte nicht, den Weg der Verbindung zu unsrer heiligen Heimat zu wählen. Unser Volk wird nicht verschwinden und nicht erniedrigt werden und nicht in die Knie gezwungen werden. Palästina ist unsere Heimat und die Heimat unserer Väter und die Heimat der kommenden Generationen. Wir haben keine Heimat außer ihr.“

Arafat versprach seinen Zuhörern eine Rückkehr der Flüchtlinge, die ihre Häuser während des israelischen Unabhängigkeitskrieges verlassen hatten: „Jeder palästinensische Flüchtling hofft auf den Tag, an dem er den Boden unserer Heimat umarmen wird, Palästina, Palästina, Palästina! Im Namen Allahs, diejenigen, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, werden zu ihnen zurückkehren. 55 Jahre lang sind Märtyrer und Verwundete auf dem Weg der Befreiung und der Rückkehr gefallen, und heute befinden sich Tausende Palästinenser in den israelischen Gefängnissen, weil sie gegen die Besatzung kämpfen und darauf bestehen, in Frieden und Unabhängigkeit zu leben. Ich segne sie und schwöre ihnen, dass ich weiter für ihre Freiheit kämpfen werde. Ihre Freiheit ist höchstes Ziel und gleichbedeutend mit der Freiheit der Heimat.“ Und da rede mal einer davon, die Palästinenser wollten friedlich Seite an Seite mit Israel leben!

Der Palästinenserfuehrer sagte weiter, Allah werde seine Verpflichtungen nicht brechen und das palästinensische Volk werde Erfolg haben – trotz aller Arglist und der Versuche, es in ein in Diaspora und Lagern zerrissenes Volk zu verwandeln. „Der Krieg bricht von Palästina aus und der Friede beginnt in Palästina“, so Arafat. Der mutige Friede, den er mit Israels ermordetem Premier Itzhak Rabin unterzeichnet habe, sei die strategische Wahl der Palästinenser. Also der, durch den der Stufenplan der Palästinenser verwirklicht werden kann – und Israel letztlich besiegt und vernichtet werden soll.

Israel und die internationale Staatengemeinschaft rief der PLO-Chef auf, sich an die abgeschlossenen Verträge zu halten. Dass er selbst sich nicht an Verträge hält, ist für ihn selbstverständlich – nur sagen darf man das nicht! Die Palästinenser ermunterte er, Einheit und Zusammengehörigkeit zu demonstrieren. Er versprach seinen Zuhörern, dass ein palästinensischer Junge die palästinensische Flagge über den Mauern Jerusalems und ihren heiligen Stätten schwenken werde.


Palestinian Media Watch berichtet am 21.08.2002:
Arafat fordert kleine Kinder auf „Märtyrer“ zu werden

Im palästinensischen Fernsehen sprach Yassir Arafat am 18. August 2002 zu Kindern:
„O Kinder Palästinas! Kollegen, Freunde, Brüder und Schwestern von Faris Ouda [ein 14-jähriger, der in dem Konflikt starb und in ein heldenhaftes Symbol der PA verwandelt wurde]. Die Kameraden dieses Helden repräsentieren die immense und fundamentale Stärke, die aus dem Inneren kommt, und wird siegreich sein, mit Allahs Hilfe! Einer von euch, ein Junge oder ein Mädchen, wird die [palästinensische] Flagge über den Mauern Jerusalems aufziehen, über seinen Moscheen und seinen Kirchen…
Weiter, gemeinsam nach Jerusalem!“
Die Kinder antworteten im Chor und riefen: „Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem!“

Es ist nicht das erste Mal, dass Arafat seine Unterstützung der Kinder-Märtyrer ausdrückte. Er hat früher schon klar gemacht, welche Bedeutung er der Show gibt, tote Palästinenserkinder der Welt zeigen zu können, indem er sagt: „Die größte Botschaft an die Welt“ seien Kinder-Märtyrer, so z.B. auch in einem Interiew im Januar 2002 im Fernsehen der PA:
Gastgeberin: „Herr Präsident, welche Botschaft würden Sie dem palästinensischen Volk generell und den palästinensischen Kindern im Besonderen geben?“
Arafat: „…Das Kind, das den Stein aufnimmt, wenn es den Panzer sieht; ist es nicht die größte Herausforderung an die Welt, wenn solch ein Held ein Märtyrer wird [für Allah stirbt]? Wir sind stolz auf sie.“


Am 18.06.2002 sprengte ein Selbstmord-Bomber in Jerusalem einen Bus der Linie 32 in die Luft. Es starben 19 Menschen und mehrere Dutzend verwundet. Saeb Erekat sprach gegenüber CNN davon, dass die Autonomiebehörde „Anschläge auf alle Zivilisten“ verurteile. Die arabischen (also auch die palästinensischen) Medien brachten allerdings nichts von einer solchen Verurteilung.
Am 19.06.2002 erfolgte ein Selbstmord-Bombenanschlag in Jerusalem, bei dem 6 Israelis vom Attentäter getötet (unsere Nachrichten sprechen immer von 7 Toten – einer war der Mörder) und mehr als vierzig verwundet wurden. Unsere Medien meldeten am 20.06., Arafat hätte diese Anschläge scharf verurteilt. Michael Widlanski hat sich die Verurteilungen Arafats in den palästinensischen Medien angehört. Er kommentiert:

Der heutige palästinensische Angriff im Norden der israelischen Hauptstadt folgten einen Tag nach einem anderen arabischen Terroranschlag an einer Kreuzung im Süden der Stadt, in der 19 Personen ermordet und mehr als 70 verwundet wurden.
Nachdem er gestern nicht persönlich auf den Anschlag reagierte und nachdem er mehr als fünf Stunden darüber gebrütet hatte, wie er auf den heutigen Anschlag reagieren sollte, gab Arafat eine mehr als gewundene Erklärung auf Arabisch ab, die den Anschein gibt, dass er sich für die Kritisierung der Selbstmord-Bombenanschläge entschuldigt.
Hier der Wortlaut der Erklärung Arafats:

„Ich behalte meine Ansichten zur nationalen und pan-arabischen Verantwortung bei und bin mir der gefährlichen örtlichen, regionalen und internationalen Umstände bewusst, die unser Volk und unsere Städte und unser Land und unser Dasein und unsere nationale Zukunft der israelischen Aggression und militärischen Eskalation aussetzen. Ich erkläre aus Sorge um unser Volk, unser Land und unsere Zukunft, dass ich alle Operationen gegen israelische Zivilisten verurteile.

Mit anderen Worten: Liebe Landsleute, es tut mir Leid, das zu sagen, aber der internationale Druck zwingt mich dazu, die beiden Operationen zu verurteilen. Das macht aber nichts, ihr wisst ja, was ich wirklich denke.


Im Gespräch mit dem UN-Gesandten Taerje Roed-Larsen (Ha’aretz, 26.04.2002):

…Arafat bracht sein Gesicht ganz nahe an das von Larsen, als ob er ein Geheimnis preis geben wollte: „Ich verrate Ihnen etwas“,… „Ich weiß, wer hinter dem Schiff Karine A steckt.“ … „Es war der israelische Mossad, der die Sache mit dem Schiff organisierte“, sagte Arafat mit einem verschmitzten Lächeln. „Und wissen Sie, wer den Selbstmord-Anschlag auf die Fußgängerzone in Jerusalem organisierte?“ … Er brachte sein Gesicht noch näher an das des UN-Gesandten für den Nahen Osten. „Es war [Generalstabschef Shaul] Mofaz“, offenbarte Arafat. „Ja, ja, General Mofaz ist sehr gefährlich. Er ist gegen Frieden und er ist der Vertreter der jüdischen Siedler in den Territorien und der extremen Rechten in der israelischen Armee.“

So berichtet von einem Mitarbeiter Larsens gegenüber der (linken) israelischen Tageszeitung. Trotzdem ist Herr Larsen nicht bereit, Arafat aufzugeben und ihn als den Lügner zu sehen, der er ist.


„Massaker“ an Palästinensern?

09.03.2002, ICEJ-Newsletter „Arafat sprach heute per Telefon mit (US-Außenminister) Powell und bat die USA einzugreifen und zu stoppen, was er das „Abschlachten“ in den (besetzten) Gebieten nannte.“

Wie sieht das „Abschlachten“ aus?
Isrelische Truppen suchen nach den Terroristen, die Arafat laut Oslo-Abkommen verhaften sollte, die aber von ihm in ihrem Tun gestärkt werden. Der Polizeiaktion der Armee stellen sich bewaffnete Palästinenser entgegen, die möglichst viele Israelis umbringen wollen. In diesen Kämpfen sterben eine große Zahl von „Kämpfern“ – Palästinensern, die sich durch Waffengebrauch als Kombatanten ausweisen. Gegen deren Angriffe wehren sich die israelischen Soldaten. Das „Abschlachten“ sind von den Palästinensern verursachte Kämpfe, in denen Bewaffnete sterben, die töten wollen. Arafat lügt – wieder einmal.


Was meint er denn nun zum Waffenschmuggel-Schiff?

IRAELNETZ, 13.02.2002 (Hervorhebungen: heplev)

BEIRUT / JERUSALEM (inn) – PLO-Chef Yasser Arafat hat den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad für den Waffenschmuggel auf der „Karine A“ verantwortlich gemacht. In einem Interview mit der libanesischen Tageszeitung „An-Nahar“ sagte der Palästinenserführer: „Israels Geheimdienst Mossad hat die Geschichte des Waffenschiffes eingeleitet, um damit den Palästinensern, dem Iran und der Hisbollah zu schaden. Wir beschuldigen Israel, die israelische Regierung und den Geheimdienst.“
Arafat räumte jedoch ein, dass seinen Behauptungen keinerlei Beweise [!] zu Grunde liegen. „Obwohl wir jetzt noch keine Beweise haben, deutet alles auf eine Schuld Israels hin,“ sagte der PLO-Chef.
Politische Beobachter werteten die Äußerungen Arafats als weiteren Schritt in immer tiefere Verstrickungen in der „Karine A“-Affäre. Die Angaben des PLO-Chefs richteten sich offenbar nach den Ländern, in denen sich Arafat zu dem Waffenschmuggel äußert.

In einem Interview mit dem ägyptischen Magazin „Al Mussawar“ hatte Arafat vor wenigen Tagen noch die Hisbollah-Miliz für den Waffenschmuggel verantwortlich gemacht. „Das Ganze ist eine Lügengeschichte. Das Schiff gehörte der Hisbollah, die es von einem Eigner aus dem Irak fuer 400.000 US- Dollar gekauft hat. Die Waffen waren auf dem Weg zur Hisbollah und wir haben keine Verbindung zu diesem Transport,“ so Arafat in dem Interview.

Die Vereinigten Staaten hingegen hatten in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben ein Schreiben Arafats erhalten, in dem der PLO-Chef die „volle Verantwortung“ fuer den Waffenschmuggel uebernahm und auch Details ueber die Herkunft des Schiffes sowie die Vorbereitungen des Schmuggels nannte.

Nachtrag vom 14.2.2002:
Warum wird, wenn der Mossad die ganze Aktion mit dem Schiff veranstaltet hat, der PA-Finanzbeamte Fuad Shuaki von den PA-Behörden seit über einem Monat in Haft gehalten und jetzt vor Gericht gestellt? (ICEJ international newsletter, 14.02.2002)


An Amerika: „Ich verurteile den Terrorismus“ – An die Palästinenser: „Märtyrertum“

Am Sonntag, 03.02.2002, veröffentlichte die New York Times einen ganzseitigen Artikel, in dem vorgeblich Yassir Arafat zu Frieden aufrief und den Terror für illegal erklärte (der Artikel wurde von einem Amerikaner für Arafat geschrieben):

Er schrieb auf Englisch u.a.: „Lassen Sie mich das ganz deutlich sagen: Ich verurteile die Angriffe, die von terroristischen Gruppen gegen israelische Zivilisten ausgeführt werden. Diese Gruppen stehen nicht für das palästinensische Volk oder seine legitimes Streben nach Freiheit. Sie sind terroristische Organisationen und ich bin entschlossen, ihren Aktivitäten ein Ende zu setzen… Keine noch so harte Unterdrückung und keine noch so große Verzweiflung können jemals die Tötung unschuldiger Zivilisten rechtfertigen.“

Am Mittwoch sprach Arafat auf Arabisch auf einer Demonstration in Ramallah und feuerte die Menge mit seinem Aufruf „Eine Million Märtyrer marschieren auf Jerusalem“ an. (Ein Märtyrer ist nach dem Sprachgebrauch der Arafat-Medien jemand, der dabei stirbt, dass er Juden tötet.) Am selben Abend zog ein palästinensischer Terrorist eine israelische Univorm an, drang in die kleine Siedlung Hamra ein und ermordete drei Menschen, darunter eine unbewaffnete Mutter und ihre behinderte 11-jährige Tochter.
Arafats Medien überschlugen sich, diesen „Märtyrer“ für seine Tat zu loben. „Voice of Palestine“ jubelte über den Angriff; der Nachrichtensprecher (Nizar Al-Ghul) erklärte: „Der Mann, der die Operation durchführte, wurde ein heroischer Märtyrer.“ Er sei Mitglied der Al Aksa-Märtyrereinheit, einer Abteilung der Fatah (der von Arafat gegründeten und geleiteten PLO-Fraktion). Der martialische Ton des Berichts wurde durch das Abspielen des Liedes „Al Quds Mdinat Al-Salaam“ vertieft, der „Märtyprer“ und „heldenhaftes Märtyrertum“ glorifiziert.

Donnerstagabend rief Arafat einer weiteren Demonstration zu: „Wir werden den Ungläubigen das Leben zur Hölle machen.“ Er stimmte wieder den Kriegsruf an: „Millionen Märtyrer werden auf Jerusalem marschieren!“

Für ganz hartnäckige Leute erklärt IMRA diese Sätze:
* „Ungläubige“ ist nicht das gleiche wie „unsere jüdischen Brüder, die unseren Glauben an den einen Gott teilen“.
* „Hölle“ ist kein „ein angenehm warmer Platz im Winter“.
* „Märtyrer“ ist nicht jemand, der etwas von seiner Freizeit für Wanderungen in den Bergen opfert,
sondern jemand, der stirbt (wobei er möglichst viele andere mit umbringt).
* „marschieren“ ist keine Teilnahme an einem Sonntagsspaziergang.

So sieht eine Woche der „palästinensischen Vision vom Frieden“ aus!


Erst Friedensaufruf, dann Kriegsruf (27.01.2002)
Die deutschen Medien berichteten, dass Yassir Arafat die „militanten“ Palästinenser-Organisationen aufrief, keine Attentate mehr auszuführen und die zwei letzten Selbstmord-Attentate verteilte.
Nur wenige Stunden später rief Arafat einer Menschenmenge in Ramallah zu:

„Nach Jerusalem werden wir marschieren – Millionen Märtyrer. Und, o Allah, Herr des Universums, bitte, lass mich einer der Märtyrer sein!“
Arafats arabische Worte wurden von Al-Jazira weltweit verbreitet; die Bilder zeigen auch, wie Arafat mit der rechten Hand die Menge im Schlachtruf dirigiert: „Al-jihad, al-jihad, al-jihad…“ (Heiliger Krieg, heiliger Krieg, heiliger Krieg…)
Wie ernst können Verurteilungen von Attentaten sein, wenn das dann direkt hinterher kommt? Das schienen – wenigstens für einen Tag – auch einige unserer Medien verstanden zu haben; das ZDF berichtete an diesem Abend sehr kritisch über Arafat.


Waffenschmuggelschiff Karine-A
„Das Schiff Karine-A fuhr im Auftrag einer israelischen Firma, die Baumaterial aus Rumänien nach Israel liefert.“
(in einem Interview des ägyptischen Fernsehens, weiter geleitet von nai, 20.01.2002)


Waffenstillstand
„Es ist auch Zeit für die internationale Gemeinschaft, den Friedensprozess nach zwei Wochen Ruhe voran zu bringen.“
Dies sagte Herr Arafat Ende Dezember 2001 in seiner Forderung an die USA, General Zinni solle wieder in die Region zurückkehren. In den besagten zwei Wochen haben israelische Soldaten eine ganze Reihe von Terroristen auf dem Weg zur „Arbeit“ festgenommen oder getötet; es sind verschiedene Israelis verletzt und getötet worden – IMRA kommentierte: „Offenbar sind wieder Marsmenschen am Werk, die sich als Palästinenser tarnen, da die PA weiter behauptet, es habe seit zwei Wochen keine palästinensischen Anschläge gegeben.“


Interview mit Yassir Arafat auf Kanal 1 (israelisches Fernsehen)
(Ausgestrahlt am 7., 8. und 9. Dezember 2001, Quelle: Michael Widlanski, The Media Line):
„…diese Selbstmord-Anschläge sind nicht gegen euch [heplev: die Israelis] gerichtet. Sie richten sich gegen das palästinensische Volk.“
„…Der israelische Mossad steckt hinter dem Mord an Minister Rehav’am Ze’evi…“
„…Ariel Sharon und Ehud Barak verschworen sich im September 2000 die Palästinenser zu Gewaltausbrüchen zu provozieren, um eine Rechtfertigung für israelische Angriffe auf die Palästinenser zu bekommen…“


Ansprache im Stadtrat von Ramallah, 12.12.2001 – Wafa
Nachdem er darüber sprach, dass Verhandlungen der einzige Weg zum Frieden seien und nachdem er Israel für die 15 Monate „Intifada“ verantwortlich machte, endete er mit:
„Wir werden unseren Unabhängigkeitstag haben, mit dem Heiligen Jerusalem als unserer Hauptstadt und jeder, der damit nicht überein stimmt, kann aus dem Toten Meer trinken.“
Ein wirklich friedlicher Wunsch!


1996: „Unser Plan ist es, den Staat Israel zu eliminieren und einen rein palästinensischen Staat zu schaffen… Wir Palästinenser werden alles übernehmen, einschließlich ganz Jerusalem.“
Eigentlich hätte seit diesem Zeitpunkt jedem klar sein müssen, wozu die Oslo-Abkommen dienen sollten – aber die Augen vor der Realität zu verschließen ist ja schon lange das Hobby derer, die Israel bedrängen immer weitere Zugeständnisse an Arafat zu machen.

Propaganda der üblen Sorte (2004)

Aus palästinensischen Medien und von palästinensischen Politikern werden gerne Gräueltaten der Israelis in die Welt posaunt, von dieser aber nicht erzählt. Die Palästinenser glauben es wohl. Ob die westlichen Medien und Politiker glauben, dass die Unsinns-Dinge nicht berichtet werden sollten, deshalb aber die nicht so abstrusen Dinge glaubwürdiger werden? Es scheint so, denn vieles, was die PA-Medien oder -Offiziellen von sich geben, wird bei uns als Tatsache abgedruckt oder ausgestrahlt, nicht als palästinensische Behauptung (egal, wie heftig z.B. die israelische Armee das dementiert, was die PA ihnen vorwirft). Hier kommen die schwachsinnigsten Sachen und dicksten Lügen, die die PA im Laufe der Zeit von sich gegeben hat (chronologisch rückwärts aufgelistet).


Reuters meldete am 13. August 2004: Palästinenser täuschen UNO über Tod eines Jugendlichen

Israel beschulidgte die Palästinensische Autonomiebehörde Donnerstag die UNO zu täuschen, weil ein von palästinensischen Militanten niedergeschossener Jugendlicher auf einer Liste von den israelischen Streitkräften getöteter Personen aufgeführt wird.
Hassan Jamil el-Zanin, ein Teenager aus Beit Hanun im Gazastreifen wurden von palästinensischen Militanten am 22. Juli getötet, nachdem er versuchte sie daran zu hindern, Kassam-Raketen aus dem Garten seiner Familie abzuschießen.
In einem Brief an Generalsekretär Kofi Annan vom 9. August listete der palästinensische UN-Beobachter NAsser al-Kidwa den Jungen unter den palästinensischen „Märtyrern“ auf, die „von den israelischen Besatzungstruppen zwischen dem 8. Juli und 6. August getötet wurden.
Der israelische UNO-Botschafter Dan Gillermann schrieb in einem Brief an Annan, dass die Vorwürfe, el-Zanin sei vom israelischen Militär getötet worden, sei „eklatant falsch“.
„Der internationalen Gemeinscahft sind die perversen Falschdarstellungen und glatten Fälschungen in palästinensischen Stellungahmen gut bekannt“, hieß es in Gillermans Brief.

Was man sich vor allem auf der Zunge zergehen lassen muss: Die Terroristen hatten selbst zugegeben, dass sie den Jungen erschossen und seine Verwandten verletzt hatten. Nur Arafat hatte sofort entgegen allen anderen Bekundungen behauptet, die Israelis seien die Mörder. Ich würde gerne sehen, dass Herr Annan diese Lügen endlich einmal rügt. Aber damit würde er sich Ärger bei Arafat einhandeln, das will er sicher nicht riskieren. Gleiches dürfte für die NGOs und Menschenrechtsgruppen gelten – von ihnen wird in der Regel ausschließlich Israel verdammt, bei palästinensischem Mordgebaren setzt man schnell die Scheuklappen auf und rechtfertigt den versuchten Völkermord an Juden.


James Taranto vom WSJ Opinion Journal zitiert eine von Arafat wieder aufgebrühte Behauptung (21.07.2004):

Arafat beschuldigte Israel die Westbank und den Gazastreifen mit Kugeln aus abgereichertem Uran zu verseuchen, was einen starken Anstieg der Krebsfälle verursacht habe.
„Sie haben Krebs verursacht, der wie in Hiroshima und Nagasaki ist“, sagte Herr Arafat in einem Interview…
Krebs-Spezialisten in zwei Krankenhäusern – eins in Ramallah und das andere in Bethlehem, sagten, sie hätten keinen Anstieg der Krebsfälle während des derzeitigen Aufstands (begann im September 2000) festgestellt.
Der Palästinenserführer nahm Bezug auf Kugeln hoher Dichte mit abgereichertem Uran, die manchmal von US-Truppen benutzt werden, um die Panzerung von Panzern zu durchschlagen. Die Palästinenser haben keine Panzer.


nocokehonestreporting.com zeigt ein weiteres Beispiel für Verlogenheit in der palästinensischen Propaganda auf: Ein „Boykottiert amerikanische Firmen. Durch den Kauf amerikanischer Produkte unterstützt ihr Israel“-Plakat zeigt – einen von Palästinensern verprügelten Juden! Er wird als palästinensisches Opfer ausgegeben:
Text des Bildes:
oben: Frage irgendeinen Palästinenser nach seiner Firmenfarbe und er wird’s dir sagen!
unten: Trink Coca Cola. Unterstütze Israel. Durch den Kauf amerikanischer Produkte unterstützt du Israel Text unter dem Bild:
Haben wir nicht genug Demütigung erlebt? Israelis töten palästinensische Kinder und die US-Wirtschaft liefert die Kugeln. Gibt es etwas, das du tun kannst, um das zu stoppen? Ja! Es gibt eine Milliarde Muslime und fünf Milliarden Menschen auf der Welt. Wenn wir uns alle vereinigen und das angehängte amerikanische Produkt boykottieren, werden wir eine kräftige Botschaft and ie USA schicken, die die Tötung von Unschuldigen unterstützen. Wir haben nichts gegen das amerikanische Volk. Wir wollen einfach nur, dass Israel mit dem Töten aufhört. Das ist nur der Anfang! Mehr Produkte werden kommen. Bitte nimm Einfluss. Boykottiere das Produkt und verbreite die Worte. Zusammen können wir einen Unterschied machen.

Das ganze „garniert“ mit dem berühmten Foto von Tuvia Grossman aus den USA, der zu Beginn der „Intifada“ von Palästinenern fast umgebracht wurde. Was AP (und damit viele Zeitungen) nicht daran hinderte, dieses Bild als das eines Palästinensers zu deklarieren, der von dem hinten kommenden israelischen Polizisten verprügelt worden sei. Die Aufklärung des Sachverhalts durch Grossmans Vater veranlasste nur wenige Zeitungen zur Korrektur, eine ganze Reihe brachten „Richtigstellungen“, die fast schlimmer waren als die ursprüngliche Falschmeldung. Nachzulesen unter dem oben angegebenen Link zu honestreporting.

Dass die Palästinenser eines der Opfer ihrer eigenen Gewalttätigkeit dazu benutzen, die andere Seite zu verunglimpfen – das nennt man wohl auf jüdischer Seite „Chuzpe“ – allerdings nur, wenn man sehr langmütig ist.


Palestinian Media Watch Bulletin, 11. Januar 2004

PA-Journalist: Israel griff Pariser Synagoge an, um die französischen Juden zu ermuntern nach Israel zu kommen

von Itamar Marcus

Einleitung:
Eine der üblichen Taktiken der Propaganda der Palästinensischen Autonomie (PA) ist es, Israel für den palästinensischen und arabischen Terrorismus verantwortlich zu machen. Nun ist ein prominenter Redakteur einer PA-Zeitung mit einem neuen Dreh in dieser Taktik angekommen.

Am 13. Juni 2003 versuchte ein belgischer Staatsbürger eine Synagoge in Belgien in die Luft zu sprengen; dafür benutzte er zwei Gas-Ballons, die er in seinem Auto versteckte. Vor zwei Monaten (am 15. November 2003) explodierten zwei Autos vor einer Synagoge in Istanbul, was den Tod von 23 Menschen verursachte.

Letzte Woche wurde von dem Redakteur der offiziellen PA-Tageszeitung „Al-Hayat Al-Jadida“ in einem Interview im PA-Fernsehen eine neue Verleumdung erfunden. Der Redakteur erklärte, dass, weil es unter geringer Einwanderung leidet, es Israel war, das das Feuer in der Pariser Synagoge legte – um die französischen Juden zu überzeugen, dass sie nach Israel immigrieren sollten.

Im Folgenden die Worte von Hafez Barghouty im PA-TV:

„Die geheimen Zionisten-Banden haben es versucht und agieren in Frankreich genauso wie sie es in den arabischen Ländern zu tun pflegten – Irak, Ägypten und Marokko – indem sie jüdische Synagogen sprengen…, um sie [die Juden] zu zwingen [nach Israel] einzuwandern. Und so rief nach dem Anschlag auf eine Synagoge der israelische Botschafter in Frankreich alle Juden Frankreichs auf, [nach Israel] einzuwandern…

… Es gibt israelische oder zionistische Banden, die Terroranschläge gegen Juden ausführt und sie zwingt [nach Israel] einzuwandern, weil Israel unter Auswanderung leidet.“

Das Oslo-Syndrom: Der Irrglaube eines belagerten Volkes

Kenneth Levin, Middle East Forum, 26. September 2005

Ausgerechnet am Abend des Handschlags zwischen Yitzhak Rabin und Yassir Arafat auf dem Rasen des Weißen Hauses im September 1993 ging Letzterer ins jordanische Fernsehen und sagte seiner Anhängerschaft, dass sie die Oslo-Vereinbarungen als die erste Phase des Stufenplans verstehen sollte, den die PLO 1974 ausgearbeitet hatte und dessen Endziel die Vernichtung Israels ist. Arafat wiederholte seine Aussage mindestens ein Dutzend Mal während der ersten Monate von Oslo. Warum bestand Israel auf dem Oslo-Prozess, obwohl es nach Arafats Ankunft in den Gebieten im Juli 1994 die schlimmsten Terroranschläge seiner Geschichte erlebte?

Der Oslo-Prozess hätte am Ende einen echten Frieden zwischen den Arabern und Israelis erreichen sollen; statt dessen ergab sich daraus der schlimmste Terror, den Israel je erlebt hat. Wir müssen fragen, warum das so ist. Warum ging Israel vielfache Vereinbarungen mit Arafat ein, obwohl er offen erklärte, dass sein Ziel die Auslöschung Israels sei?

Nach Angaben von Ari Shavit, der für Ha’aretz schreibt, waren aufgeklärte Israelis während der Oslo-Vereinbarungen von einer messianischen Idee beeinflusst – sie glaubten, dass das Ende des alten Nahen Ostens, das Ende der Geschichte, das Ende der Kriege und das Ende von Konflikten nahe war. Sie täuschten sich selbst mit Wahnvorstellungen, so geblendet, dass sie einen Akt messianischer Trunkenheit begingen.

Um das Warum dieser Situation zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die Psychologie chronisch belagerter Bevölkerungen werfen. Fast unvermeidlich gibt es Teile der Bevölkerung, die die Anklagen der Belagerer in der Hoffnung akzeptieren, dass sie damit Erlösung und Frieden gewinnen können. Das ist eine psychologische Antwort auf das Belagert werden und die Juden sind seit 2000 Jahren belagert worden. Max Nordau schrieb vor mehr als 100 Jahren, dass der größte Erfolg der Antisemiten war, dass sie die Juden dazu gebracht hatten sich selbst durch antisemitische Augen zu sehen. Nordau sah die Idee eines jüdischen Staates als Zuflucht für alle Juden, ungeachtet ihrer politischen Ansichten, Sprache oder Nationalität.

In den 1920-ern und 1930-ern wurde in der zionistischen Bewegung der „neue Jude“ als säkularer Sozialist entworfen, ohne die Ausstattung, die die weitere nichtjüdische Welt erzürnte. Deutsche jüdische Intellektuelle wie Martin Buber setzen ihre Missbilligung in moralische Begriffe und argumentierten, dass Juden sich über die Notwendigkeit eines Staates hinaus bewegt hätten, waren aber auch besorgt, dass sie ihre neu erworbenen Nationalitäten verlieren könnten, wenn ein jüdischer Staat gegründet würde.

Seit der Gründung des jüdischen Staates bis 1977 wurde Israel von sozialistischen Zionisten geführt. Das änderte sich 1977, als erstmals eine nicht sozialistische Regierung gewählt wurde. Von 1977 bis 1992 begann die Wählerschaft der Arbeitspartei die Idee zu akzeptieren, dass, wenn Israel sich auf die Linien von 1967 zurückzog, die Araber ihnen erlauben würde in Frieden zu existieren. Die Bewegung der neuen Historiker unterstützte ebenfalls die Idee, dass Israel, um Frieden zu erreichen, seine Schuld anerkennen und einem Rückzug zustimmen müsse. Mehr noch: Sie bot die Sichtweise an, das Israel die Hauptverantwortung für den Hass trug, mit dem es von seinen Nachbarn gesehen wurde. Die pro-zionistische Bewegung argumentierte, dass Israel zu jüdisch sei und dass es das Rückkehrgesetz aufgeben und die Flagge und die Nationalhymne ändern müsse, weil diese den Arabern gegenüber unfair seien.

Innerhalb eines Jahres nach den Wahlen von 1992 hatte die Arbeitspartei einige dieser Ideen akzeptiert. Trotzdem ging die „Friedensbewegung“ gegen Premierminister Yitzhak Rabin auf die Straße, mit dem Argument, dass er nicht schnell genug Zugeständnisse machte. Diese Bewegung machte weiter Druck, mehr Konzessionen zu machen, trotz Arafats Äußerungen, dass dies die erste Phase im Plan zum Auslöschen Israels sei und trotz der Terroranschläge, die gegen Israel verübt wurden.

Die Koalition der Arbeitspartei wurde 1996 geschlagen, als Benjamin Netanyahu zum Premierminister gewählt wurde. In seinen drei Jahren als Kopf der Regierung war Netanyahus Ton weniger konziliant, aber er setzte die Führung einer Reihe von Verhandlungen fort, die auf dem Prinzip der israelischen Zugeständnisse im Austausch für palästinensische Zusicherungen gründete. Die Terroranschläge nahmen nicht ab.

Ehud Barak und eine von der Arbeitspartei geführte Koalition folgten 1999 Netanyahu nach. Baraks Ansatz war rhetorisch und praktisch dem von Rabin gleich, dessen Nachfolger er zu sein schien. Eine Serie intensiver Verhandlungen wurde unternommen, so z.B. in Scharm el-Scheikh, aber mit jedem Schritt kamen die Anschläge häufiger und schrecklicher.

Der Barak-Ansatz der Hinzufügung schrittweiser Zugeständnisse schlug furchtbar fehl. Im September 2000, als Arafat seinen Terrorkrieg gegen Israel begann, wurde einem zunehmenden Prozentsatz der Bevölkerung Israels klar, dass weder Rückzug noch Zugeständnisse ihnen den Frieden bringen würden, den sie so ernsthaft wünschten. Der Prozess kulminierte Anfang 2001 in der Wahl Ariel Scharons zum Premierminister. Der folgende Terrorkrieg und die Schlacht in Jenin überzeugten viele in der israelischen Öffentlichkeit, dass Zugeständnisse ein Auslaufmodell waren.

Obwohl es fast 60 Jahre belagert wird, hat Israel eine freie, Leben sprühende und kreative Gesellschaft geschaffen. Die Frage ist, ob Israel weiter fördern kann, was es als Mittel für echten Wandel in der arabischen Welt aufgebaut hat, oder ob die Israelis bei ihrer Suche nach wahrem Frieden weiterhin nach Täuschungen von Frieden greifen, die alles bedrohen, was sie geschaffen haben?

Zur neuen „Friedensinitiative“, genannt „Genfer Vereinbarung“ (4/6): Yassir Arafat ist der große Gewinner

Von Arthur Cohn, Israel National News, 20. November 2003

Yassir Arafat ist der einzige, der vom so genannten Genfer „Friedensplan“ profitiert. Der Staat Israel ist der Haupt-Verlierer.

In den letzten Monaten – und besonders nach der Akzeptierung der „Roadmap“ – wurde Arafat gedrängt, endlich konkrete und ernsthafte Schritte gegen den Terror zu unternehmen. Hat er irgendetwas getan, um seinen Verpflichtungen nachzukommen? Was gerade jetzt passiert, in der Realität, ist genau das Gegenteil: während er und seine Komplizen weiterhin Selbstmord-Bomber als Märtyrer hoch leben lassen, werden sie als Friedenspartner bejubelt.

Yossi Beilin und seine Freunde ignorierten während der Oslo-Jahre alle Zeichen palästinensischer Weigerung, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Arafat benutzte das Wort „Frieden“ auf Arabisch nie; er sagte explizit (z.B. in Johannesburg und Stockholm), dass Mohammed selbst keine Vereinbarungen einhielt. Er erzog eine neue Generation zum Hass auf Israel und die Juden; und er missbrauchte enorme Mengen von Geldern aus vielen Quellen – Finanzen, die als Beitrag für das Wohlergehen der Palästinenser gedacht waren – zur Schaffung einer Terror-Infrastruktur. Er und seine Jünger haben gelernt, dass, ungeachtet ihrer Brüche von Versprechungen und Vereinbarungen, nichts passieren wird. In Wahrheit werden sie sogar bald belohnt, trotz ihrer erschreckenden Missachtung formaler Verträge. Selbst die Terroristen, die Dutzende israelischer Zivilisten in Israel töteten – gegen die ausdrückliche Vereinbarung im Oslo-Vertrag – sollen im Rahmen einer neuen Vereinbarung frei gelassen werden. Es ist fast eine Einladung Israel jetzt zu terrorisieren, wenn die Freilassung so sicher folgen wird.

Arafat wurde gedrängt die Demokratisierung seiner Regierung einzuleiten. Jetzt kann er der Welt vorführen, wie die Demokratie im Staat Israel funktioniert. Genau dieselben Personen der Öffentlichkeit, die drei getrennte Wahlen verloren (Burg gegen Ben Eliezer um den Vorsitz der Arbeitspartei, Mitzna gegen Scharon, Beilin wurde nicht einmal in die Knesset gewählt) verhandeln einen „Friedens“-Plan. Und die Regierung der Schweiz – selbst eine stolze Demokratie – unterstützt diesen völlig undemokratischen Prozess finanziell und politisch und übergeht damit die demokratisch gewählte israelische Regierung.

Arafat lehnte alle Friedensangebote ab und machte nie ein konkretes Gegenangebot. Statt dessen begann er, als Reaktion auf die weit reichenden Vorschläge Ehud Baraks und Bill Clintons die zweite Völkermord-Terror-Intifada. Nun haben, wieder einmal, israelische Politiker neue Vorschläge gemacht. Natürlich begrüßt Arafat sie offiziell nicht. Er schaut nur zu, während offizielle Regierungsquellen in Israel sie ablehnen und als Ergebnis davon von den arabischen Ländern, der UNO und der EU beschuldigt werden, den Friedensprozess zu untergraben. Wieder ist Israel der „böse Bube“, der untragbaren Starrköpfigkeit beschuldigt.

Die israelische Gesellschaft, die in ihrer Haltung gegen den Erzterroristen Arafat geeint war, wird wieder geteilt, durch unterschiedliche Reaktionen auf das Genfer Dokument. Im Krieg gegen den unmenschlichen Terror („Tötet die Juden, wo immer ihr ihnen begegnet“) hatte der Genfer Plan Erfolg dabei, die Israelis zu entzweien und sie zu schwächen. Ein weiterer Erfolg für Arafat, der seine Strategie auf die innere Zersetzung Israels aufbaute.

Arafat beschrieb Israel immer als die letzte Kolonialmacht. Er leugnete die historischen Wurzeln Israels in diesem Land und ignorierte sogar die tiefe Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem. Nun wird vorgeschlagen, dass die Juden alle ihre Rechte an der heiligsten Stätte ihrer Tradition aufgeben, dem Tempelberg, der Jahrtausende das Zentrum ihrer Gebete und Sehnsüchte war. Erinnern wir uns: Anwar Sadat betete in Jerusalem in Richtung auf Mekka, während Juden auf der ganzen Welt sich immer nach Jerusalem wenden.

Nun wird zum ersten Mal in der Geschichte Israel von Israelis aufgefordert, willentlich die Rechte im Herzen Jerusalems aufzugeben, die Grundlage ihres Zionismus, womit Arafats Behauptungen recht gegeben wird: er hat historische Bindungen zu Jerusalem, während Israel und die Juden Kolonialisten sind.

Eine zusätzliche Ironie des Genfer Vorschlags ist, dass jüdische Anbetung an heiligen Stätten wieder von den Palästinensern abhängen wird. Wissen wir nicht, wie sie religiöse Rechte respektieren? Von 1948 bis 1967 hatten wir nicht einmal Zugang zur Klagemauer (trotz arabischer Verpflichtungen). Und wer erinnert sich nicht, was seit Oslo mit der Synagoge in Jericho und dem Josephsgrab in Nablus geschah?

Der vorgeschlagene Plan schließt – so wird uns gesagt – einen formalen Verzicht auf das „Rückkehrrecht der Palästinenser“ ein. Allerdings gibt es in der Vereinbarung dazu keinen klaren Paragraphen (und palästinensische Beteiligte streiten solch eine Vereinbarung ab).

Zehntausende Flüchtlinge werden von Israel aufgenommen werden müssen. Gegen die moralische Verantwortung Israels für das Flüchtlingsproblem wird nichts eingewendet. Wie in solchen Beilin-Dokumenten üblich, wird dieses zentrale Thema mit einer unklaren und zweideutigen Weise behandelt; das stellt eine Angst einflößende Gefahr für jede wirkliche Vereinbarung in der Zukunft dar.

Welche Ironie! Israel muss aus seinen historischen Stätten (wie z.B. Hebron, wo Juden immer gelebt hatten) abziehen und den palästinensischen Staat „judenrein“ machen, während Israel mit seiner bereits einen Million palästinensischer Araber noch viele mehr aufnehmen muss.

Der neue Plan wird automatisch die Grundlage zukünftiger Verhandlungen werden; wie der Barak-Plan, der die Ausgangsposition für die jetzige Beilin-Initiative war.

Die Erwartung der Palästinenser bezüglich eines Friedensabkommens mit Israel werden mit jedem Friedensvorschlag dieser Art in einer gefährlichen Weise zunehmen. Wer soll der palästinensische Führer der Zukunft sein, der um weniger verhandeln kann, als dem, was unverantwortliche israelische Politiker in diesem Genfer Dokument bereits zustimmten?

In der Konsequenz bringt das Genfer Dokument nicht den Frieden näher, sondern genau das Gegenteil: der Frieden wird in eine weit weg liegende Zukunft abgeschoben!