Warren Harding – ein vergessener zionistischer Held

Michael Freund, The Jerusalem Post, 5. November 2020

Diese Woche vor hundert Jahren gewann ein unbesungener Verfechter der zionistischen Sache, der seinen Lohn nicht erhalten hat, erdrutschartig sein Rennen um das Weiße Haus. Und weil sein wichtiger Beitrag für die schließliche Gründung des modernen Staates Israel weitgehend übersehen worden ist, wäre jetzt die passende Zeit sich mit Dankbarkeit daran zu erinnern, was Warren G. Harding für das jüdische Volk tat.

Bild: Wikipedia

Am 2. November 1920 gewann Harding, ein Republikaner, 60,2% der Wählerstimmen und satte 404 Wahlmänner-Stimmen, mit denen er zum 29. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Er übernahm das Amt am 4. März 1921 (erst 1937 wurde die Amtseinführung des Präsidenten auf den 20. Januar verschoben) und starb am 2. August 1923 nach kaum der Hälfte seiner ersten und einzigen Amtszeit. Trotzdem tat Harding in dieser kurzen Zeit eine Menge, um die Grundlagen für die zukünftige Unterstützung des noch nicht wiedergeborenen jüdischen Staates zu legen.

Erst einmal zögerte der in die Fußstapfen seines Vorgängers Woodrow Wilson getretene Harding nicht, öffentlich Sympathie für den Zionismus und dessen hochfliegende Ziele zu äußern. Am 1. Juni 1921, weniger als drei Monate nach Amtsübernahme, vermerkte Harding vorherwissend: „Für jemanden, der den Dienst des hebräischen Volks insgesamt studiert hat, ist es unmöglich den Glauben zu vermeiden, dass es eines Tages in seine historische Heimat zurückgeführt wird und dort in eine neue und noch großartigere Phase seines Beitrags zur Förderung der Menschheit eintreten wird.“ In der Folge hatte Harding am 13. Januar 1922 Nahum Sokolow, den Präsidenten des Exekutivrats des World Zionist Congress, fast eine Stunde lang im Weißen Haus zu Gast und gab seiner „Sympathie für den Zionismus“ Ausdruck, währen er auch die „Unterstützung der Regierung der Vereinigten Staaten“ versprach. Das Treffen gab Sokolow und seiner Delegation einen wichtigen Anschub bei ihren Bemühungen darum die Werbetrommel für amerikanische Unterstützung für einen jüdischen Staat zu rühren.

Mehrere Monate später, am 11. Mai 1922, schrieb der Präsident in einem Brief an ein zionistisches Komitee: „Ich bin sehr froh meine Zustimmung und herzliche Sympathie für die Bemühungen der Palestine Foundation zur Wiederherstellung Palästinas als Heimat für das jüdische Volk zum Ausdruck bringen zu können. Ich habe immer mit Interesse, das ich für genauso praktisch wie gefühlsbetont halte, den Vorschlag zur Wiederherstellung Palästinas und der Erneuerung einer realen jüdischen Nationalität betrachtet und ich hoffe, die jetzt vorgenommenen Anstrengungen hierzu in diesem wie in anderen Ländern werden die vollsten Erfolgsmaßstäbe haben.“ In ähnlicher Weise rief er in einem an die Zionist Organization of America am 25. Juni des Jahres versandten Schreiben noch energischer aus: „Ein lange gehegtes Interesse an der zionistischen Bewegung, sowohl vom Gefühl her als auch praktisch, veranlasst mich zu dem Wunsch, dass ich die Mitglieder der Organisation treffen könne und die Wertschätzung zum Ausdruck bringen kann, die ich für die großartige Bewegung empfinde.“

Harding beschränkte sich aber nicht nur darauf über den Zionismus, die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes, unterstützend zu reden. Er setzte auch seinen Präsidentenstift ein, um zionistische Geschichte zu schreiben.

Am 21. September 1922 unterschrieb Harding die Loge-Fish Resolution, einen von beiden Häusern des Kongresses einstimmig verabschiedet Beschluss, der die Balfour-Erklärung von 1917 bestätigte, mit der die britische Regierung ihre Unterstützung einer jüdischen  nationalen Heimstatt im Land Israel zum Ausdruck brachte.

Die Resolution war im Juni 1922 von zwei Republikanern, den Abgeordneten Hamilton Fish III. und Senator Henry Cabot Lodge, eingebracht wurde, aber schnell breite, parteiübergreifende Zustimmung erhielt. Tatsächlich sagte der Kongressabgeordnete James A. Gallivan (Demokrat aus Massachusetts), er hoffte sie würde „eine Quelle der Ermutigung des jüdischen Volkes in seinem Kampf darum ins Land zurückgebracht zu werden, aus dem sie zwangsvertrieben wurden“. Es überrascht nicht, dass sowohl das US-Außenministerium als auch die New York Times gegen die Resolution waren, aber der Präsident ignorierte ihre Proteste und bestand darauf, dem sein Prüfsiegel zu geben.

Mit seiner Unterschrift unter den Beschluss erteilte Harding den Zielen der zionistischen Bewegung offizielle US-Unterstützung, womit er sie in den Augen vieler Amerikaner wie auch vieler Juden legitimierte, von denen einige auf der Hut waren den Zionismus offen zu unterstützen, weil sie Angst vor dem hatten, was ihre nichtjüdischen Nachbarn denken könnten, aber das parteiübergreifende Votum zusammen mit der Genehmigung des Präsidenten half diese Ängste zu dämpfen. Darüber hinaus bereitete das die Bühne dafür, dass folgende US-Regierungen Israel sowohl 1984 bei seiner Gründung als auch darüber hinaus unterstützten.

Die Unterzeichnung der Resolution versinnbildlichte Hardings tiefe Überzeugung, dass das jüdische Volk unweigerlich ins Land seiner Vorväter zurückkehren würde. Nur wenige Wochen zuvor, am 21. August 1922, als er dem amerikanischen Judentum Neujahrsgrüße schickte, schrieb Harding bewegend: „Das Gedenken zum diesjährigen Rosch Haschanah, den Neujahrstag des jüdischen Volkes, wird das Ende eines Jahres kennzeichnen, das in den jüdischen Annalen besonders bemerkenswert war. Es ist die endgültige Zusage an das jüdische Volk, dass sein langes Streben nach Wiederbegründung der jüdischen Nationalität im Heimatland dieses großartigen Volks definitiv verwirklicht werden wird. Das ist ein Ereignis bemerkenswerter Bedeutung nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch für seine Freunde und Gratulanten überall, zu denen zu zählen die amerikanische Nation stolz gewesen ist.“ Weniger als ein Jahr später starb Harding plötzlich im Alter von 57 Jahren. Obwohl er damals extrem beliebt war, erlitt sein Ruf einen schrecklichen Schlag, als nach seinem Tod eine Reihe von Skandalen und außerehelichen Affären ans Tageslicht kamen. In der Tat ist er unter Historikern lange als einer der schlimmsten Präsidenten der amerikanischen Geschichte eingestuft worden. Trotzdem schuldet das jüdische Volk Harding Dankbarkeit dafür, dass er den Zionismus förderte und der Sache der jüdischen Eigenstaatlichkeit wichtigen Auftrieb gab, insbesondere nach der Balfour-Erklärung. Damit nahm er eine prinzipielle Haltung ein, widersetzte sich Kritikern und setzte einen Präzedenzfall für seine Nachfolger, von denen einer bis heute lebt.

Und dafür kann und sollte das jüdische Volk immer dankbar sein.

Der Mythos Antizionismus

@americanzionism, Elder of Ziyon, 29. Juni 2020

Lasst mich ausreden. Ich weiß, dass einige der Dinge, die Sie hier lesen, für Sie schwer glaubhaft sein werden, denn Sie sind schon lange vorprogrammiert worden das Gegenteil zu glauben. Aber haben Sie etwas Geduld mit mir.

So etwas wie Antizionismus gibt es nicht, jedenfalls nicht so, wie Sie es kennen. Es gab einmal eine Intellektuellen-Bewegung namens Antizionismus, aber die gibt es nicht mehr. In den Tagen lange vor der Gründung des Staates Israel, als Juden unter furchtbarer Verfolgung litten, kam eine moderne Denkschule auf, die glaubte, der Weg zur Lösung des Antisemitismus-Problems sei, dass Juden ihr eigenes Land haben, wo sie als Juden leben können ohne den antisemitischen Launen ihrer Gastgeber ausgesetzt zu sein, die uns verfolgen; und der einzige gerechte und akzeptable Ort dafür ist die jüdische Heimat, die ihnen vor Langem genommen, die aber nie vergessen wurde. Diese Bewegung wurde als das bekannt, was wir politischen Zionismus (heute einfach Zionismus) kennen.

Fast so schnell, wie der Zionismus als eindrucksvolle politische Bewegung aufkam, stieg der Antizionismus auf. Es gab zwei Schulen des intellektuellen Antizionismus[1]. Die erste war der antizionistische Jüdische Arbeiterbund, eine jüdisch-sozialistische Bewegung, die glaubte, das Klassensystem habe den Antisemitismus geschaffen und wenn man sich mit den nichtjüdischen sozialistischen Bewegungen verbündet, dann könne man das Klassensystem eliminieren und dem Antisemitismus ein Ende setzen. Die andere waren die Assimilationisten. Sie glaubten, der Antisemitismus sei aufgekommen, weil die Juden sich von ihren Gastgebern abgesondert hätten. Wenn Juden z.B. wie Deutsche sprechen würden (statt des bäurischen Jiddisch) und wie Deutsche kleideten (statt wie Chassidim), dann würden sie von den Deutschen akzeptiert.

Die zwei Schulen des Zionismus versus Antizionismus existierten damals auf einer intellektuellen Ebene. Niemand wusste, wer richtig oder falsch lag und deshalb konnten beide Seiten ihren Standpunkt als den wahren propagieren. Aber sobald der Staat Israel gegründet und ein lebensfähiges jüdisches Heimatland verwirklicht war, erlosch der Antizionismus. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen „es sollte kein Heimatland für die Juden geben, weil das den Antisemitismus nicht lösen wird“ und „Ich will die Vernichtung des Heimatlandes der Juden sehen“. Die erste Äußerung ist Antizionismus, aber man kann das Argument nicht mehr anführen. Es gibt ein neues Heimatland für die Juden. Israel existiert, ob man es mag oder nicht. Die zweite Äußerung ist kein Antizionismus. Während also der Zionismus weiterging und immer noch weitergeht, von einer theoretischen, intellektuellen zu einer praktischen Bewegung, hörte der Antizionismus auf zu existieren.

Werfen Sie einen anderen Blick darauf. Während der Renaissance gab es zwei Denkschulen, die über unser Sonnensystem nachdachten, die Geozentristen, die glaubten, die Sonne und die Planeten umkreisen die Erde; und die Heliozentristen, die glaubten, die Erde und die anderen Planeten kreisen um die Sonne. Bis das bewiesen werden konnte, waren es einfach zwei konkurrierende intellektuelle Theorien. Die vorherrschende Theorie war der Geozentrismus. Aber sobald Kopernikus den Heliozentrismus bewiesen hatte, war es kein intellektueller Kampf mehr. Sicher, einige Leute waren weiter dagegen, lehnten naturwissenschaftliche Vernunft ab (mancher tut das heute noch), aber es stand nicht mehr wirklich zur Debatte. Dass die Erde um die Sonne kreist, war erfolgreich bewiesen. Der Heliozentrismus siegte.

Genauso wurde bewiesen, dass der Zionismus korrekt ist. Der Zionismus siegte. Er löste den Antisemitismus rund um die Welt nicht, aber er löste ihn für die Juden, die nach Israel zogen. Sicher, sie haben Völker um sich herum, die sie hassen, weil sie Juden sind und sie tot haben wollen, aber innerhalb Israels leben sie zumeist in seliger Ignoranz des Antisemitismus, den Juden in der Diaspora immer noch erleben. Es ist nicht unüblich für mich einem jungen Israeli zu begegnen, der zum ersten Mal außerhalb von Israel auf Reisen ist, der das Konzept des Antisemitismus befremdlich finden wird, weil er ihn nie selbst erfahren hat. Das ist der Triumph des Zionismus. Als freies Volk im eigenen Land zu leben, nicht abhängig von der Gnade der antisemitischen Launen anderer. Juden sind nie sicherer gewesen, selbst mit den ständigen Bedrohungen von Angriffen und den Raketen und den Terroristen, als sie es heute im Staat Israel sind. Der Zionismus geht nach der Gründung der jüdischen Heimat weiter, nicht als intellektuelles Konzept, sondern als praktische Bewegung. Wie bauen wir ein Land auf, wie verteidigen wir das Land, wie ernähren wir das Land? Die Lebensfähigkeit des Landes steht nicht länger in Frage. Es war ein Erfolg. Der Zionismus siegte. Nicht nur hat sich der intellektuelle Zionismus als richtig erwiesen, sondern der intellektuelle Antizionismus hat sich als falsch erwiesen.

Von den beiden Hauptzweigen des intellektuellen Antizionismus schlugen das Bund-System wie auch das assimilationistische fehl. Dier Jüdische Bund gab 1920 nach der bolschewistischen Revolution auf. Viele der jüdischen Bündler, die in Russland und Osteuropa blieben, schlossen sich der sowjetischen Revolution an. Die Revolution triumphierte, die Juden nicht. Der Antisemitismus blieb und schließlich wurden die Juden in Positionen von Macht oder Prestige von Stalin in den 1930-er Jahren eliminiert. Ein Überrest des Bundes überlebte an verschiedenen Orten noch eine Weile, unternahm aber nichts, um den Antisemitismus zu eliminieren. Das sozialistische System ließ die Juden der Sowjetunion im Stich. Das Versprechen den Antisemitismus zu beenden verwandelte sich für sowjetische Juden in den Albtraum eines gesteigerten Antisemitismus. Man muss nur einen Blick auf die Katastrophe zu werfen, die das autonome jüdische Oblast in Birobizhan und das Schicksal ihrer Gründer war. Sozialistisch-intellektueller Antizionismus wurde als falsch bewiesen. Sozialismus funktionierte für die Juden auf einigen Ebenen, aber nur in der jüdischen Heimat und nur unter dem Schutz des Zionismus.

Der andere Zweig der Antizionisten waren die Assimilationisten. Sie wollten sich voll in die europäische Gesellschaft integrieren. Sie glaubten, volle Integration reiche aus, um den Zionismus zu beenden und eine Heimat sei nicht nötig. Die Juden in Westeuropa begann sich wie Europäer zu kleiden, sprachen wie Europäer, handelten wie Europäer und einige hörten sogar komplett auf sich mit dem Judentum zu identifizieren. Aber sie wurden nie als Europäer akzeptiert, nicht einmal diejenigen, die das Judentum aufgaben und sich als Mitglieder ihrer Gastgeberländer identifizierten. Das Versprechen der Aufklärung galt für die Juden nicht oder zumindest wurden sie dabei ausgelassen. Assimilation tat nichts, um den Hass auf Juden in Europa zu verringern. Wenn, dann wurde er schlimmer. Theodor Herzl begann als Assimilationist, entdeckte aber schließlich, dass er das eine gescheiterte Ideologie war und wurde zum Zionisten. Selbst mit Assimilation nahm der Antisemitismus zu und nahm zu und nahm zu, gipfelte in der Tragödie des Holocaust, wo das Judentum aufzugeben dieses nicht rettete und sogar nur ein Viertel jüdisches Blut zu haben dich zum Tode verdammen konnte. Es war erwiesen, dass assimilationstischer Antizionismus falsch lag.

Wen der Zionismus nicht länger ein intellektuelles, sondern ein praktisches Konzept ist und wenn es den intellektuellen Antizionismus nicht mehr gibt (weil es die jüdische Heimat gibt und diese ein überwältigender Erfolg ist), was ist dann übrig? Ist es praktischer Antizionismus? Nun, denken wir darüber nach, was praktischer Antizionismus ist. Praktischer Antizionismus bedeutet die Auflösung des Heimatlandes der Juden, ein Projekt das über seine wildesten Vorstellungen hinaus Erfolg hatte, das seine Hauptziele erreicht. Es bedeutet, die Juden aus einer Position der Sicherheit und Selbstbestimmung zu nehmen und sie dahin zurückverzusetzen, wo sie vor mehr als 100 Jahren waren, eine Nation ohne ein Land, den Launen eines antisemitischen Gastgebers ausgeliefert. In der Diaspora erleben wir jeden Tag Antisemitismus. Angegriffene Juden, beschossene Synagogen, verwüstete Gräber, diskriminierte Schüler, dass Juden für die Schaffung und Verbreitung von Krankheiten verantwortlich gemacht werden, die Juden als Gemeinwesen zu Unrecht dämonisiert werden. Dieselben Lügen, derselbe Hass auf Juden, der seit dem Altertum in der Diaspora bis heute fortbesteht, aber nicht innerhalb Israels. Alles zurückzudrehen, was die Juden erreichten und die Juden 100 Jahre zurückzusetzen ist kein praktischer Antizionismus. Es gibt keine Beziehung zwischen „eine jüdische Heimat wird die Juden nicht beschützen“ zu sagen und zu sagen „Israel muss vernichtet werden“. Niemand kann heute ehrlich sagen: „Ich bin Antizionist, weil ein jüdisches Heimatland die Juden nicht schützen wird“, denn es wurde bewiesen, dass das falsch ist. Das ist nicht nur kein praktischer Antizionismus, sondern das ist nicht einmal praktisch, Punkt.

Da sie jetzt wissen, was Juden früher nicht wussten, werden die Juden keine Rückkehr zur Zeit der Hoffnungslosigkeit akzeptieren. Praktischen Antizionismus gibt es nicht. Intellektuellen Antizionismus gibt es nicht mehr. Antizionismus ist ein Märchen. Was Menschen heute Antizionismus nennen, ist in Wirklichkeit verschleierter Antisemitismus. Man kann heute genauso wenig ein intellektuelles Gespräch über Antizionismus führen, wie man es über Geozentrismus führen kann. Praktischer Antizionismus würde die Umkehr von etwas bedeuten, das bewiesen hat, dass es die Juden beschützt und den Juden mehr nutzte als jedes andere Ereignis in der modernen Geschichte. Wie anders soll man das sonst nennen außer Antisemitismus? Ich sage nicht, dass Israel perfekt ist. Bei Weitem nicht. Israel hat Fehler wie jedes andere Land. Und das ist gut. Das ist der Punkt. Es ist ein weiterer Triumph des Zionismus, dass die Juden ein Volk wie jedes andere in der Welt sein können, mit der Freiheit Fehler zu haben und nicht perfekt sein zu müssen.

Es gibt eine Form des intellektuellen Antizionismus, die immer noch existiert, wenn auch mit Unzulänglichkeiten; das ist der religiöse Antizionismus. Ich rede nicht von dem Kult der Schilder trägt und die Aushängeschilder eines jeden Judenhassers auf dem Planeten ist, das ist Antisemitismus; ich rede von den echten antizionistischen ultraorthodoxen Sekten, die mit der Interpretation heiliger Texte gegen den Zionismus opponieren. Sie wissen tief in ihrem Innern, dass Juden in Israel sicherer sind, aber sie sind aus religiösen Gründen dagegen. Allerdings unterstützen viele Mitglieder dieser Sekten innerlich Israel und fast alle von ihnen unterstützen ihre Mitjuden. Darüber hinaus wird oft übersehen, dass viele ultraorthodoxe Gruppen Israel aus genau demselben Grund unterstützen, aus religiösen Gründen. Sie finden die Rechtfertigung dafür, dass Juden das Land Israel besitzen, in genau denselben Abschnitten und Texten wie die andere Seite, die sie nutzt, um Juden zu verbieten das Land zu besitzen. Das ist keine eindeutige Sache. Zufällig sind die ultraorthodoxen Sekten, die behaupten Antizionisten zu sein, in Wirklichkeit Zionisten; es gibt nur ein Zeitproblem. Sie glauben, wenn der Messias kommt, werden alle Juden nach Zion zurückkehren. Ich sage nicht, dass religiöser Antizionismus richtig ist, das ist er nicht; nur: Er ist der einzige verbleibende realistische Antizionismus, der noch existiert.

Vielleicht lesen Sie dies und sagen: „Ich will nicht erleben, dass die Juden getötet werden. Ich will nicht erleben, wie sie aus dem Land vertrieben werden. Ich bin ein Antizionist, weil ich will, dass alle Barrieren fallen und dass alle ein gemeinsames Land haben.“ Damit gibt es zwei Probleme. Erstens forderst du damit, dass alles ungeschehen gemacht wird, was Juden in den letzten mehr als 100 Jahren erreicht haben und dass die Juden, historisch eine unterdrückte Minderheit, sich wieder in die Launen anderer begeben. Es hat Bereiche gegeben, in denen Juden relativ autonom waren, wie der Tscherta [der Ansiedlungsrayon im zaristischen Russland – heplev]. Aber das war keine echte Autonomie. Ohne eigenes Land mit eigener Verteidigung und Selbstbestimmung wurden sie ständig angegriffen und erlitten furchtbare Tragödien. Alles, was kein jüdisches Heimatland ist, ein Ort in der Welt, wo Juden keine Minderheit sind und sich verteidigen können, ist für Juden gefährlich.

Zweitens – und das ist wichtiger: Diese Lösung ignoriert Hunderte Jahre Geschichte, die gezeigt haben, dass die beiden Völker nicht als eines beieinander leben können. Die Briten versuchten das Mandat als Region für beide, Araber und Juden, aufzubauen. Jedes Straßenschild, jeder Pfund, jedes Regierungsdokument trug sowohl die Sprache der Juden als auch die der Araber. Jede Regierungsbehörde bestand aus Arabern und Juden. Das hatte zum Ergebnis, dass niemand glücklich damit war. Die Araber und die Juden kämpften schlimmer als je zuvor gegeneinander. Das ist so, als würde man verheiratetes Paar nehmen, das sich getrennt hatte, weil es ständig stritt – das sich auch getrennt weiter streitet, es ist klar, dass sie nicht für einander bestimmt waren – und ihnen zu sagen, dass die Lösung all ihrer Probleme nicht in einer Scheidung bestehen würde, sondern dass sie zusammenziehen müssten. Alles, was diese Lösung erreichen würde, wäre ein langer Bürgerkrieg und schließlich das Ende aller echten Anwesenheit von Juden in ihrer Heimat. Wenn du diese Haltung immer noch unterstützt, dann darfst du das, aber mach dir nichts vor: Das ist kein Antizionismus, das ist Antisemitismus.

Für Menschen, die sich Antizionisten nennen, weil sie irgendetwas meinen wie „Juden sind nicht aus dem Nahen Osten“, „Ihr seid nicht die echten, ursprünglichen Juden“, „Ihr seid konvertierte Khasaren“, „Das ist nicht eure Heimat“, „Das ist gegen die Thora“, „Ihr seid Eroberer, Kolonisten, Kolonialisten, Rassisten usw.“, „Israel hat wegen Netanyahu, der Regierung, Politik, Umgang mit den Palästinensern, weil ihr Frauen sterilisiert, weil ihr Babys verkauft, weil ihr Organe stehlt“ usw. kein Existenzrecht und das als Vorwand nehmen, um die Vernichtung Israels zu fordern, nun: Das ist nicht nur antisemitisch, sondern du bist ein Antisemit.

Wenn du nun sagst: „Israel hat kein Recht zu existieren, aber ich unterstütze eine Zweistaaten-Lösung und dass die Palästinenser auch ein Land haben“ – das ist nicht antisemitisch. Aber das ist auch kein Antizionismus, also hör auf dich als Antizionist zu bezeichnen und lass uns reden.

[1] Es gab andere zionistische und antizionistische Unter-Bewegungen. Das ist ein kompliziertes Thema jenseits des Umfangs dieses Artikels. Selbst innerhalb von Unter-Bewegungen gibt es Varianten.

Vom osmanischen Palästina zur Todespforte in New York – Die Geschichte der israelischen Nationalhymne?

Wie kam die einzige Originalschrift der „HaTikva“ in die israelische Nationalbibliothek? Und wie unterscheidet sie sich von der Version, wie wir sie heute kennen?

Chen Malul, the Librarians, 28. April 2020

Jahrzehnte nach seinem Tod sollte der Autor der israelischen Nationalhymne „HaTikvah“ als „der erste hebräische Hippie“ bekannt werden. Ein gebräuchlicherer Spitzname, der vielleicht besser passt, war „Imber, der Wandernde Jude“. In der Tat spiegelt dieser Name etwas vom Abenteuergeist dieses Mannes, der in den Augen seiner Zeitgenossen etwas von einem Rätsel hatte, was bis heute weithin so geblieben ist. Selbst nachdem er am Zielort ankam, über den er so viele Gedichte schrieb, schaffte es nur fünf Jahre lang dort zu bleiben, bevor er seine Wanderung fortsetzte.

1882 schloss Naftali Herz Imber den Laden, in dem er auf dem Markt von Istanbul Streichhölzer, Talismane und Amulette verkaufte und traf auf Sir Laurence Oliphant, Mitglied des britischen Parlaments und Geschäftsmann. Imbers ursprüngliches Ziel war es, Oliphant zu erklären, dass das jüdische Volk nicht auf Großbritanniens Gefälligkeiten angewiesen sei, um in seine angestammte Heimat zurückzukehren. Allerdings, so beschrieb er das später, „als ich eintrat, fiel mein Auge zum ersten Mal auf Mrs. Oliphant.“ Das reichte, damit der junge Man einen neuen Plan entwarf – eine gemeinsame Reise ins Heilige Land. Im selben Jahr erreichten die drei – komplett von Oliphant finanziert (Imber war pleite und konnte nicht anders) – den Hafen von Haifa.

Naftali Herz Imber, Schwadron Portrait Collection in der Nationalbibliothek Israels

Nach der Ankunft im osmanischen Palästina trennten sich die Mitglieder dieses seltsamen Liebes-Dreiecks. Die Oliphants, die praktisch protestantische Zionisten waren, bevor der Begriff überhaupt im modernen Sinn geprägt wurde, entschieden sich zu reisen und die Schönheit des Landes und seiner heiligen Stätten zu genießen; dabei arbeiteten sie die ganze Zeit an einem Plan zur Rückkehr der Juden in deren Heimatland – was natürlich das Kommen des Messias beschleunigen würde.

Mittlerweile zog es Imber nach Angaben aller verfügbaren Berichte vor die Tage vertrinken. Wann immer er sich in der Nähe einer schönen Maid wiederfand, die seine Aufmerksamkeit auf sich zog oder eines Gönners, der genug Wein zur Verfügung hatte, gab der Poet vor, er sei genau in diesem Moment von der Inspiration befallen worden und mache mit der „Komposition“ des legendären Gedichts weiter, das das Wesen der zionistischen Sehnsucht vor ihren Augen einfing: Tikvatenu – „Unsere Hoffnung“.

Die von Imbers Zeit im Land hinterlassenen Eindrücke sind heute noch zu sehen, an Orten wie Gederea, Yesod HaMa’ala, Mischmar HaYarden und Rischon LeZion, die alle ausnahmslos den Anspruch erheben, das Gedicht, das später zur Hymne der zionistischen Bewegung und des Staates Israel werden sollte, sei innerhalb ihrer Stadtgrenzen geschrieben worden.

In Wahrheit begann Imber höchstwahrscheinlich in der Stadt Iași in Rumänien den Text des Gedichts zu komponieren, das ihm Weltruhm einbringen sollte; Grundlage war ein deutsches Lied, „Der Deutsche Rhein“, in dem jede Strophe ebenfalls mit dem Wort „Solang‘“ beginnt. 1884 vollendete er schließlich in Jerusalem das Gedicht. Die Endversion von Tikvatenu bestand aus neun Strophen. Später wurde das Gedicht auf zwei Strophen gekürzt und ein paar der Worte wurden verändert, um in den zeitgenössischen Kontext der in ihre Heimat zurückkehrenden Menschen zu passen. Die letzten Modifikationen wurden von Dr. Y. L. Matmon-Cohen vorgenommen, dem Gründer des Hebräischen Gymnasiums Herzliya. Cohen ersetze die Worte „die uralte Hoffnung“ (hatikva hanoschana) durch die Worte „die Hoffnung, zweitausend Jahre alt“ und ersetzte „um in das Land unserer Väter zurückzukehren, die Stadt, in der David lagerte“ durch „zu sein ein freies Volk, in unserem Land, im Lande Zion und in Jerusalem“. Diese Veränderungen war das Siegel für die Endfassung des Liedes mit seinem neuen Namen: „HaTikvah“. 1886 komponierte ein Bauer namens Samuel Cohen eine Melodie für Imbers Hymne der Sehnsucht.

Drei Jahre später, als die Bauern der jüdischen Siedlung Rischon LeZion sich rebellierend gegen die Bürokraten des Barons Rothschild erhoben, sollten sie „Tikvatenu“ zu ihrem Protestlied wählen. Imber, der damals zufällig Rischon LeZion besuchte, hatte das Glück zu hören, wie sie gesungen wurde – als er zum Essen am Tisch ausgerechnet eines dieser Bürokraten saß. Dieses Ereignis markierte den Beginn des Aufstiegs des Liedes ins Herz des zionistischen Pantheon und es diente Imber auch als Zeichen seine Wanderungen fortzusetzen. Er reiste bald nach England ab und von dort weiter nach New York.

Während des letzten Jahres seines Lebens wurde Imber im jüdischen Krankenhaus in New York aufgenommen, wo er eine junge Sängerin traf – Jeanette Robinson-Murphy. Auf ihren Wunsch hin schrieb er auf einem Blatt Krankenhauspapier, das er in diesem Moment gerade zur Verfügung hatte, die Originalworte der ersten zwei Strophen seines Liedes auf, das die Nationalhymne werden sollte. 1936 schickte Frau Robinson-Murphy das Manuskript, soweit wir wissen das weltweit einzige seiner Art, zum ewigen Andenken an Israels Nationalbibliothek in Jerusalem.

Imbers handschriftliches Originaltext von Tikvatenu, The Schwadron Collection in der israelischen Nationalbibliothek

 

Die wunderschönen Postkarten, die Theodor Herzl an seine Tochter schickte

Über die berührenden Postkarten, die er seiner jungen Tochter von unterwegs schrieb, lässt sich Herzls Reise ins Land Israel nachverfolgen.

Nati Gabbay, the Librarians, 3. April 2019

Herzl und seine Kinder

Am 12. Oktober 1898 machte sich der Visionär des Staates, Binjamin Ze’ev (Theodor) Herzl, zu einer Reise ins Land Israel auf, um seinen großen Traum voranzubringen – einen jüdischen Staat für das jüdische Volk.

Seine gesamte Reise hindurch schickte Herzl einfache Postkarten und Briefe an seine Familie. Die einzigartige Sammlung der Korrespondenz ist in der Nationalbibliothek Israels untergebracht. Sie zeigt kurze, auf Postkarten geschriebene Grüße, die er während der Reise seiner achtjährigen Tochter Pauline von verschiedenen Aufenthaltsorten schrieb.

Die Beschriftung jeder der Postkarten war kurz, einen oder zwei Sätze in Herzls Handschrift. Aber die rührenden Worte werfen ein Licht auf Herzls große Liebe zu seiner Tochter und sein Verlangen sie über die Fortschritte seiner Reise auf dem Laufenden zu halten und ihr zu versichern, dass alles in Ordnung war.

Die erste Postkarte der Serie wurde aus Konstantinopel geschickt, das bald zu Istanbul werden sollte. Sie trägt das Datum 15. Oktober 1898:[1]

Zärtliche Küsse meiner feinen Tochter Pauline von ihrem treuen Papa.

Herzl hatte seine Reise ins Heilige Land so gelegt, dass sie zeitlich mit einem Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. zusammenfiel. Der zionistische Visionär hoffte, die Einzelheiten eines zukünftigen jüdischen Heimatlandes mit dem Kaiser diskutieren zu können. Am selben Tag, an dem er die obige Postkarte schickte, schrieb Herzl Folgendes in sein persönliches Tagebuch:

„Ich habe mit Bodenheimer [einem Mitglied der Delegation, die Herzl begleitete] die Bedingungen besprochen. Die Grenze der Region: vom Fluss Ägyptens bis zum Euphrat. Mit unabhängigen Institutionen eine Übergansperiode festlegen. Ein jüdischer Gouverneur für die Übergangszeit. Wenn die (jüdische) Bevölkerung in einem bestimmten Gebiet zwei Drittel der Gesamtbevölkerung erreicht, wird die Verwaltung von einem politischen Standpunkt aus zu einer jüdischen werden.“[2]

Fünf Tage später, am 20. Oktober, schrieb Herzl seiner Tochter aus Smyrna, der türkischen Hafenstadt Izmir:

Viele zärtliche Küsse aus Kleinasien meiner lieben feinen Tochter Pauline von ihrem treuen Papa

Bereits am nächsten Tag, in Athen, schrieb er:

Zärtliche Küsse aus Griechenland meiner fernen Tochter Pauline von ihrem treuen Papa.

Die Reise ging weiter und am 29. Oktober erreichte sie ihren Höhepunkt – das Treffen mit Kaiser Wilhelm II. in Mikveh Yisrael in Jerusalem. Herzl hoffte mit seiner Hilfe eine Sondererlaubnis des Sultans zur Gründung eines jüdischen Staates erhalten zu können. Ein Kamermann aus Herzls Delegation sollte den historischen Augenblick einfangen, aber der Amateurfotograf verpasste die Gelegenheit, worüber Herzl sehr enttäuscht war…

Am nächsten Tag schrieb Herzl wieder an Pauline, diesmal auf einer Postkarte, die sein Treffen mit dem Kaiser feierte:

Meine gute Pauline, dich umarmt zärtlich dein treuer Papa in Jerusalem.

Am nächsten Tag schickte Herzl eine weitere Postkarte, diesmal mit einem Bild von Hebron; auf ihr schrieb er:

Küsse von deinem treuen Papa.

„Wenn ich mich zukünftig an dich erinnere, Jerusalem, dann werde ich das nicht mit Vergnügen tun“, schrieb Herzl am 31. Oktober in sein Tagebuch. „Die schimmeligen Rückstände von zweitausend Jahren Grausamkeit, Intoleranz und Schmutz liegen in den stinkenden Straßen. Wenn wir Jerusalem jemals erhalten und es in meinen Möglichkeiten liegt, werde ich es erst einmal säubern. Ich werde alles entfernen, was nicht heilig ist, ich werde außerhalb der Stadt Wohnhäuser für Arbeiter bauen, ich werde die Drecknester leeren, sie zerstören, diese Ruinen verbrennen, die nicht heilig sind und die Bazare werde ich an einen anderen Ort verlegen. Den alten Baustil so weit als möglich bewahrend werde ich um die heiligen Stätten eine moderne, bequeme, saubere und funktionierende Stadt bauen.“

(Dank an Dr. Gil Weissblei von der Archivabteilung für seine Hilfe bei der Recherche und Vorbereitung dieses Artikels.)

[1] Herzl schreibt immer „Pauleline“, offenbar seine zärtliche Namensgebung für seine Tochter oder wie sie sich als kleines Kind ausdrückte, wenn sie nach ihrem Namen gefragt wurde.

[2] aus dem Englischen zurück übersetzt.

Ein muslimischer Zionist im Jahr 1909

Elder of Ziyon, 23. Juli 2019

In The Jewish Times vom 26. März 1909 bezeichnete sich der Jungtürke Dr. Riza Tewfik als Zionisten und sagte: „Palästina gehört den Juden mehr als uns Muselmanen (Muslimen), wir kamen viele Jahrhunderte nachdem ihr es bessessen hattet, um über dieses Land zu herrschen.“


Jungtürken und der Zionismus

Der Konstantinopel-Korrespondent des „Neue Jüdischer Korrespondent“ erzählt von einer Rede, die von Dr. Riza Tewfik, einem der führenden Führer der Jungtürken, gehalten wurde, der sich sehr positiv bezüglich zur zionistischen Bewegung äußerte. Dr. Tewfik, Mitglieder des türkischen Parlaments, hielt am 20. Februar in der Stadt Balat bei Konstantinopel vor der Gesellschaft jüdischer Jugendlicher einen Vortrag zum jüdischen Jugend-Frage. Gegen Ende der Ansprache wurden dem Redner eine Reihe Fragen gestellt. In Reaktion auf die Frage, ob seiner Meinung nach ein guter Untertan der Osmanen Zionist sein kann, sagte er unter anderem: „Natürlich, ich bin selbst Zionist. Der Zionismus ist im Wesentlichen nicht mehr als der Ausdruck der Solidarität mit Eigenschaften des jüdischen Volkes. Die Mittel des Zionismus sind absolut friedlich. Palästina gehört den Juden mehr als uns Muselmanen; wir kamen erst viele Jahrhunderte zur Herrschaft über dieses Land, nachdem ihr es besessen hattet. Die Kolonisierung und Besiedlung Palästinas durch euer Volk würde unserem Land einen großen Dienst erweisen. Euer Volk hat außergewöhnliche Fähigkeiten für Kommerz und Handel. Eure Religionsbrüder sind ein nüchternes und fleißiges Volk; sie werden dieses verlassene Land wieder erblühen lassen; sie werden all ihre Fähigkeiten in den Dienst unseres Reiches stellen. Ich versichere euch, wann immer es in meiner Macht steht, werde ich froh sein der Sache des Zionismus zu helfen.“