Human Rights Watchs scheinheilige Einstellung

gefunden auf Facebook:

vergleich-hausabrisse

Israel zerstört die Wohnung eines Terroristen als Reaktion auf einen Auto-Jihad-Angriff, bei dem ein Baby und eine 22 Jahre alte Frau getötet wurden.

Human Rights Watch bezeichnet Israels Tun als KRIEGSVERBRECHEN
und den Anschlag des Terroristen…

nun… sie sagten gar nichts.

Äypten zerstört mehr als 1.000 Häuser im Gazastreifen,
weil sie in seiner geplanten Pufferzone stehen.

Human Rights Watch nannte Ägptens Tun…

nun… sie sagten gar nichts.

Human Rights Watch
Weil es ist nur dann ein Verbrechen ist, wenn Israel es tut.

Inakzeptabel. Ungerecht.

Daniel Gordis, 28. März 2004

Vor ein paar Jahren nahm unser Büro die Dienste eines neuen Fahrers in Anspruch. Der vorherige, stellte sich heraus, konnte vom Fahren nicht mehr leben, als die Touristen das Land im Stich ließen, und ging in die USA. Meine Sekretärin erzählte mir von Schlomo, dem neuen Fahrer, unmittelbar bevor ich von ihm für die Fahrt zu einem Meeting abgeholt wurde; ich dachte mir angesichts der Neuigkeit nicht viel.

Ich stieg in den Mietwagen, setzte ich auf die Rückbank, stellte mich Schlomo vor (der Mitte fünfzig zu sein schien) und sagte ihm, wohin ich wollte. Wir machten uns auf den Weg; während wir durch die Stadt fuhren, fiel mir ein Foto auf dem Armaturenbrett auf. Eine junge Frau, vermutlich in ihren Zwanzigern. Ein nicht formelles Foto in einem Plexiglas-Rahmen, der auf das Armaturenbrett geklebt war. Man sieht solche Dinge nicht oft auf das Armaturenbrett eines luxuriösen Mercedes geklebt, also war ich neugierig. Ich beugte mich ein wenig nach vorne und las die Worte am Fuß des Rahmens. „Limor, HYD.“ Limor – möge Gott ihr Blut rächen.

Jetzt war ich noch neugieriger. Dies würde eindeutig ein sensibles Thema sein, aber wir sind in Israel und Subtilität war nie eine Stärke dieser Gesellschaft. Also fragte ich einfach.

„Ist das Ihre Tochter?“
“Limor. Sie war 27. Und schön.“
“Tut mir leid.“
“Sie wurde im Café Moment getötet.“

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Einen Moment lang sagte ich also nichts; dann fuhr er fort:

“Wissen Sie, man sagt mir immer wieder, dass es mit der Zeit einfacher wird. Ich warte immer noch darauf.“

Er drehte die Lautstärke des Klassikprogramms im Radio ein wenig höher, vielleicht, um die restliche Welt außen vor zu lassen. Ich weiß es nicht. Er schaute starr durch die Windschutzscheibe und ich aus dem Seitenfenster, sicher, dass alles, was ich sagte, absolut abgedroschen klingen würde. Ich war ihm ja erst vor ein paar Minuten zum ersten Mal begegnet. Selbst, wenn ich etwas zu sagen gehabt hätte, war jetzt wohl nicht die richtige Zeit dafür.

Wir haben diesen Fahrer immer noch. Manchmal ist es Schlomo, der mich abholt, aber meistens ist es sein Sohn Nir, auch etwa Mitte zwanzig. Gemeinsam betreiben die beiden den Mietwagen fast rund um die Uhr, so scheint es. Weil die meisten meiner Fahrten zum Flughafen auf den späten Abend fallen ist es gewöhnlich Nir, den ich sehe. Er holt mich auch am Flughafen ab.

Und jedes Mal, wenn wir die Kurven nach Jerusalem hinauf fahren, nimmt er dieselbe Route zu meinem Haus: An den Wolfson-Towers biegen wir links ab mitten hinein nach Rechavia, folgen den engen Straßen, bis der Wagen am – wieder aufgebauten, wieder eröffneten, besser bewachten und vollen – Café Moment vorbei kommt. Manchmal käme man auf anderen Strecken schneller nach Bakk’a, an Tagen, wenn der Verkehr in Rechavia einfach unglaublich ist. Aber er fährt nie anders. Er fährt immer am Moment vorbei. Er sagt nie etwas und ich frage nicht. Limors Bild ist da, sieht uns beide an, fast wie um uns daran zu erinnern, dass wir wirklich keine Eile haben. Was ist schon dabei, wenn der Verkehr in Rechavia ein wenig stärker ist? Die fünf Minuten Unterschied sind nicht so bedeutend, verglichen mit allem, womit er jedes Mal lebt und woran er denkt, wenn er auf sein Armaturenbrett schaut.

Es war Nir, an den ich dachte, als ich am Montagmorgen aufwachte. Das Radio war um Viertel nach sechs angegangen und die Nachrichten brummten im Hintergrund. Ein Hubschrauber. Eine Rakete. Getötet. Es klang wie gewöhnliche Morgennachrichten. Bis ich wach genug war, um den Namen zu erkennen. Scheik Ahmed Yassin. Seltsam, aber ich dachte an Nir. Vor allem anderen. Und ich fragte mich, ob er es schon gehört hatte. Ich fragte mich, wie er sich fühlte, angesichts des Wissens, dass wir den Kerl erwischt hatten, der seine Schwester tötete. Ich frage mich, ob das irgendwie Trost gibt. Ich bezweifle es.

An manchen Dingen muss man nicht zweifeln. Zum Beispiel, ob Yassin den Tod verdiente. Der britische Außenminister Jack Straw kann uns Vorträge darüber halten, die Tötung sei „inakzeptabel, ungerecht“. Mich kümmert das nicht. Denn wenn ich an die Briten denke, dann denke ich immer noch daran, dass die Küste Palästinas für Juden, die vor den Nazis flohen, geschlossen blieb, geschlossen für verzweifelte und verhungernde menschliche Wesen, die weg geschickt wurden, die manchmal gezwungen wurden, in das Europa zurückzukehren, aus dem sie geflohen waren, manchmal in ein noch schlimmeres Schicksal geschickt wurden. Als Brite sollte Straw tatsächlich das eine oder andere zu „inakzeptabel, ungerecht“ wissen.

„Inakzeptabel“, denke ich, ist eine schwache Art Yassins Lebenslauf zu beschreiben. Yassin war kristallklar. In diesem Konflikt geht es nicht um Territorium. Es geht um alles. Es kann kein „zionistisches“ Gebilde im Nahen Osten geben, der ein muslimischer Teil der Welt ist. Es kann keinen Kompromiss geben, keine Verhandlungen. Die Juden müssen weg. Man muss es ihm lassen, er redete Klartext.

Und er war hartnäckig. Unter Yassin war die Hamas in den letzten zwei Jahren verantwortlich für 425 Bombenanschläge, die 377 Tote und 2076 Verletzte zur Folge hatten. „Ungerecht“? Die Pizzeria Sbarro. Das Dolphinarium, voll gepackt mit Teenagern. Das Café Moment. Der Bus der Linie 37. Das Café Hillel. Der Bus der Linie 19. Viele, viele weitere. Und nun der Hafen von Ashdod, ein strategisches Ziel, das letztlich dazu führte, dass das Kabinett die Entscheidung traf ihn loszuwerden und die Hamas wissen zu lassen, dass wir die Nase voll haben. Und dass wir nicht die Absicht haben hier wegzugehen.

Ich kenne nur sehr wenige Israelis, die sich um die „Gerechtigkeit“ der Entscheidung ihn zu töten sorgen. Wenn er den Tod nicht verdient, dann verdient ihn niemand. Und manche Leute verdienen den Tod. Niemand, den ich kenne, verschwendete auch nur eine Träne, dass es ihn nicht mehr gibt. Aber niemand, den ich kenne, ging auf die Straße, um feiernd mit Sturmgewehren in die Luft zu schießen. Niemand verteilte aus Freude über das Ereignis Süßigkeiten an Kinder. Das, wissen die meisten von uns, wäre „inakzeptabel“.

War es klug, Yassin zu töten? Das ist die einzige Frage. Die moralische Rechtfertigung der Tötung ist, meines Erachtens, keine Frage. Was die Weisheit angeht, wer weiß? Ob sie die Hamas letztlich schwächt und es der Palästinensischen Autonomie ermöglicht, die Macht zu übernehmen, wenn wir uns zurückziehen, wie Sharon es nach eigener Aussage plant, bleibt abzuwarten. Was wir in der Zwischenzeit haben ist ein Patt des Schreckens.

Die Hamasführung ihrerseits ist abgetaucht. Abdel Aziz Rantissi, Yassins Nachfolger im Gazastreifen, droht mit noch nicht da gewesenen Vergeltungsschlägen und am Ende der „Befreiung der Heimat“. Die IDF versucht jetzt zweifellos ihn zu erwischen. Es ist anzunehmen, dass Rantissi weiß, dass es nicht viel Sinn macht, langfristig zu planen.

Aber Rantissis Drohungen sind in Israels Städten nicht ungehört verhallt. Die Menschen glauben ihm. Es gibt praktisch überall Kontrollstellen und jetzt wird dort wirklich kontrolliert. Gestern war ich zum Frühstück im Café Hillel, einem weiteren Erinnerungsstück an Yassin. Meine Sekretärin bat mich inständig, woanders hinzugehen. „Essen Sie diese Woche nicht dort“, bat sie. „Das ist keine gute Idee.“ Aber der Punkt ist, dass wir nicht weggehen. Das ist genau das, weshalb Yassin weg musste. Also blieb ich dabei und ging ins Café Hillel.

Das Café ist, wie das „Moment“, vollständig wieder aufgebaut worden und normalerweise prall gefüllt. Es kann schwierig sein einen Tisch zum Frühstücken zu finden. Gestern nicht. Im ganzen Restaurant waren wir zu sechst, dazu die Kellnerin und der sehr aufmerksame Wachmann an der Tür. Auf dem Weg ins Café, als ich dorthin ging, schaute ich in die Busse hinein, die die Emek Refa’im hinunter fuhren – fast leer. Fünf oder zehn Leute in einem Bus mitten im Berufsverkehr.

Als ich schließlich im Büro ankam, erzählte mir ein Kollege: Mittwoch, auf dem Weg nach Hause, klopfte eine ältere Frau an sein Seitenfenster, als er an einem der offenen Märkte Jerusalems vorbei kam. Sie hatte große Taschen mit Lebensmitteln vom Markt, die sie ihm zeigte; sie wohnte nur ein paar Straßen weiter, aber zu weit, um zu Fuß zu gehen. Sie hatte jedoch Angst den Bus zu nehmen. Ob er sie heim fahren könne.

Vor ein paar Tagen war auf der Kommentar-Seite von Ha’aretz die tägliche politische Karikatur zu finden, diesmal mit einem Fahrer von Domino’s Pizza auf einem Motorrad, der einer Familie Pizza brachte. Nur, dass diese Familie sich hinter Sandsäcken befand und kaum bereit war, einen Arm hervorzustrecken, um die Pizza anzunehmen. Das fasst die Stimmung ziemlich vollständig zusammen.

Die Karikatur ließ allerdings eins vermissen: Warum wir uns in diesem Chaos befinden. Ja, im Moment ist die Lage etwas heikel, aber das kennen wir schon. Woran die Israelis sich erinnern müssen und was der Rest der Welt begreifen muss, ist warum Yassin uns hasste: Einfach, weil wir hier sind. Und warum wir ihn los werden mussten: Weil er geschworen hatte, uns so lange umzubringen, bis wir abhauen. Aber wir hauen nicht ab. Wo könnten wir hin gehen? Selbst wenn wir uns bereit erklärten zu gehen, wohin sollten wir gehen? Als ob Europa uns zurück haben wollte. Als wäre es uns gut gegangen, als wir das letzte Mal dort waren. Oder als hätten die Franzosen seit 1943 viel dazu gelernt.

Letzten Sonntag gingen Elisheva und ich zu einem Vortrag von Aharon Applefeld, einem der herausragenden Romanciers Israels. Tali und Avi waren ausgegangen, also überließen wir Micha sich selbst. Er lag auf dem Sofa im Wohnzimmer und las ein mächtig dickes Buch von über 700 Seiten, das er unbedingt zu Ende bringen wollte, und ihm war ziemlich egal, dass wir gleich weg sein würden. Wir sagten ihm, dass wir unsere Handys dabei hätten, falls er uns brauchte und er solle gegen halb neun ins Bett gehen. Er sah kaum auf, murmelte aber „OK“. Wir wussten, er würde nicht rechtzeitig ins Bett gehen, aber wir konnten uns auch nicht unbedingt beschweren, dass ein Fünftklässler länger aufbleiben wollte, um einen Roman zu Ende zu lesen.

Applefeld erzählte seine Lebensgeschichte. Von idyllischen acht Jahren in einem völlig assimilierten, wohlhabenden jüdischen Heim in Europa. Wie seine Mutter von den Deutschen erschossen wurde. Wie er und sein Vater in ein Lager für Arbeitssklaven gebracht wurden. Und von seiner Entscheidung aus dem Lager zu fliegen, weil er wusste, dass er es nicht überleben würde. Und so fand er sich im Alter von achteinhalb Jahren allein in den Wäldern Europas wieder, sich als Christ stellend, um sein Überleben kämpfend. Er arbeitete in der Wohnung einer Prostituierten, kaufte für sie ein und putzte ihr Haus, bis einer ihrer betrunkenen Kunden ihn einen Juden nannte. Er floh. Er arbeitete für Pferdediebe, die ihn durch Oberlichter in Ställe hinunter fallen ließen, damit er wo auch immer landete und dann die Stalltür öffnete, damit sie die Pferde stehlen konnten. Er erzählte von den Nächten, in denen er allein auf dem Waldboden schlief; von den Tagen, an denen er das Moos von den Bäumen aß. Im Alter von zehn Jahren.

Und ich dachte an Micha, der jetzt genauso alt war. Ich fragte mich: Wenn er morgen allein im Wald wäre, würde er wissen, wie er das machen könnte? Würde er die Geistesgegenwart haben für eine Prostituierte, für Pferdediebe zu arbeiten? Würde er herausfinden, dass er das Moos von den Bäumen essen könnte, wenn er am Verhungern war? Ich bezweifelte das. Was bedeutet, dass wir ihm das nicht zustoßen lassen dürfen.

In den Tagen seit Yassins Tod, seit das deutliche Gefühl der Angst jeden kleinen Teil des Lebens hier durchzieht, habe ich an Applefeld im Alter von zehn Jahren gedacht. Und dann dachte ich an Abdallah Quran, den zehnjährigen Jungen aus dem Balata-Flüchtlingslager, dem man, offenbar ohne dass er das wusste, eine Bombe gab, die er durch eine Kontrollstelle bringen sollte. Ein Zehnjähriger versucht seine Familie zu ernähren, indem er nach der Schule Pakete durch Kontrollstellen bringt; er hatte keine Ahnung, wer die Tasche auf seinen Karren legte. Der Sprengstoff hatte einen Fernzünd-Mechanismus. Jemand, der ihm die Bombe gab, wollte ein Handy benutzen, um sie zu zünden. Und damit vermutlich auch Abdallah in den Himmel zu pusten.

Und die beiden Seiten des Konflikts werden gleich gesetzt?

Dieser Vorfall schaffte es nicht in allzu viele Teile der internationalen Presse. Aber als Hussam Abdo, der 16-jährige Junge, der vor zwei Tagen versuchte mit einem Sprengstoffgürtel durch einen Kontrollpunkt zu gehen, von den Soldaten gefasst wurde, war gerade ein Kamerateam anwesend. Und die ganze Sache wurde gefilmt. Es stellte sich heraus, dass Hussam 100 Schekel bekommen hatte, um den Sprengstoff dort hinzubringen und zu zünden. Ihm wurden auch 70 Jungfrauen im Himmel versprochen, sagte er.

Die gute Neuigkeit war, dachte ich zuerst, dass die palästinensische Gemeinschaft wütend war. Tamam Abdo, seine Mutter, sagte der Presse: „Es ist verboten, ihn in den Kampf zu schicken. Er ist jung, er ist klein, er sollte in der Schule sein. Jemand hat Druck auf ihn ausgeübt.“ Endlich.

Aber dann las ich den Rest des Interviews: „Wenn er über 18 wäre, wäre ich nicht so verärgert… dann ist es seine Entscheidung“, sagte sie. Ah, ein weiteres schönes, humanistisches Gefühl. Oder ihre Nachbarin, Sadia Abdel Rahman: „Wir müssen ernste Angriffe führen. Das ist kein Kinderspiel. Das ist peinlich.“

Ich denke, uns allen sind unterschiedliche Dinge peinlich. Als Israel im Juli 2002 eine F-16 los schickte, um eine 1000kg-Bombe auf das Haus von Salah Schehadeh zu werfen, den damaligen militärischen Chef der Hamas im Gazastreifen, trafen wir ihn. Die Israelis waren damit einverstanden. Aber eine 1000kg-Bombe ist eine enorm starke Waffe und mit Schehadeh töteten wir weitere vierzehn Personen, darunter neun Kinder. Die Israelis waren erbost und beschämt. Wie Yassin verdiente Schehadeh den Tod. Aber die israelische Gesellschaft probte den Aufstand. „So nicht“, sagten die Leute, auf der Linken wie auf der Rechten. „Wir können nicht anfangen wie sie zu sein. Das ist nicht die Grundidee des Lebens hier; das ist ein wichtiger Teil davon, ein Land zu haben, das wir unser eigen nennen. Wenn wir nicht anders sind, besser sind, zu was ist es dann gut?“

Schließlich entschuldigte sich die Regierung. Und die IDF änderte ihre Vorgehensweise. Als sie sich also am 6. September entschied Yassin beseitigen, schickten wir wieder eine F-16, diesmal aber mit einer 250kg-Bombe. Die Bombe funktionierte perfekt und der Pilot traf sein Ziel. Aber das Gebäude wurde nur beschädigt und Yassin kaum verwundet. Und was war die Reaktion des typischen Israeli? Zufriedenheit. Wir hatte etwas gelernt. Wir hatten nicht getroffen, ja, aber immerhin waren wir anders.

Mir fällt die Tatsache auf, dass die Berichterstattung über die Tötung von Yassin so wenig den fehl geschlagenen Anschlag auf sein Leben vom September erwähnte. Ich vermute, das ist so, weil der Grund, dass wir ihn nicht trafen, eine Dimension dieses Konflikts offen legt, die der Großteil der Welt nicht sehen möchte. Sie stellt die moralische Gleichsetzung auf den Kopf, die die internationale Presse aussendet. Sie zeigt auf, dass die Menschen in diesem Konflikt immer noch darüber nachdenken, was „akzeptabel“ und „gerecht“ ist. Sie erinnert die Welt daran, dass es mehr als ein Volk in dieser Region gibt, das befreit werden müsste.

Es ist nur noch ein paar Tage bis Passah. Die Geschäfte füllen sich mit Passah-Produkten. Die Israelis machen sauber. Kaufen ein. Laden ein. Und erinnern sich. Erinnern sich des Passah-Festes vor zwei Jahren und des Blutbades im Park Hotel. Und erinnern sich daran, dass Hamas und Yassin auch dieses verübten.

Wird das Pessah dieses Jahr friedlicher? Schwer zu sagen. Man hofft es. Tatsächlich betet man dafür. Aber egal, was passiert, es wird eine gewisse Befriedigung vorhanden sein, wenn auch eine traurige, in dem Bewusstsein, dass Menschen, die unsere Sederfeiern zerbomben, das nicht ungestraft tun können. Das ist der Unterschied zwischen dem Leben jetzt und dem Leben, in dem Aharon Applefeld in den Wäldern nach Essbarem suchte. Applefeld wuchs in einer Welt auf, in der Leute seine Mutter erschießen und ihn in den Tod schicken konnte und es niemanden gab, der für ihn kämpfte.

Das ist es, was sich geändert hat. Das ist die Bilanz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anständiger Mensch Freude am Tod eines anderen empfindet. Nein, keine Freude. Aber Zufriedenheit? Ja. Denn es muss einen Preis geben, der für den Massenmord an Juden gezahlt wird. Den muss es einfach geben. Alles andere, muss Herr Straw begreifen, ist wirklich „inakzeptabel“.

„Besatzung“ gegen „Völkermord“

Dmitry Radyshevsky, 21. März 2004 (direkt vom Autor)

Ein Freund von mir, israelischer Journalist, wurde kürzlich in eine amerikanische Radiosendung eingeladen, um die Lage im Nahen Osten mit einem Kollegen, Amerikaner arabischer Abstammung, zu diskutieren. Wie so viele solcher Debatten war dies eine für die jüdische Seite verlorene Sache. Alle Fakten zu Terrorismus, die monströse „hasst-die-Juden-Propaganda“ in palästinensischen Schulen, Medien und Moscheen, alle Zahlen und Statistiken und Zitate wurden durch ein einziges Wort seines Gegners zunichte: „Besatzung“. Und das Publikum stimmte zu: Terror ist schrecklich, aber er ist durch diese fiese Besatzung verursacht.

Tausende antiisraelischer Propaganda-Macher haben das Rezept gut gelernt, das vom KGB entwickelt und von europäischen und amerikanischen PR-Firmen für PLO-Kunden aufgenommen wurde: für den Westen ist das Wort „Besatzung“ ein absolutes Negativum und kann (mit begleitenden Begriffen wie „Recht auf Selbstbestimmung“ und „Kampf um Unabhängigkeit“) dazu benutzt werden, um alle Tatsachen zu übertrumpfen.

Können die Verteidiger Israels ein magisches Wort finden, das „Besatzung“ aussticht? Es müsste ein einzelnes Wort sein – ein Wort der Wahrheit, um die Legionen an Lügen zu besiegen.

Es gibt ein solches Wort. Es heißt „Völkermord“.

1948 versuchten fünf arabische Armeen den israelischen Staat noch im Embryo-Stadium zu erdrücken. Nur Tage vor der Invasion verkündete Azzam Pascha, Generalsekretär der Arabischen Liga: „Dies wird ein Auslöschungskrieg sein, ein monumentales Massaker, von dem man reden wird wie von den mongolischen Massakern und den Kreuzzügen.“

1967 erklärte Nasser nur ein paar Tage vor dem Krieg: „Unser Hauptziel ist die Vernichtung Israels.“ Syriens Assad gab das Echo: „Es ist Zeit, einen Vernichtungskrieg in Angriff zu nehmen.“ Dieselben Gefühle wurden 1973 geäußert.

Nur die Angst vor einer weiteren schweren Niederlage oder durch Israels Atomwaffen ausgeschnipst zu werden haben seitdem den Irak, den Iran, Ägypten und Syrien von neuen Versuchen abgehalten.

Und dennoch wächst die satanische Besessenheit mit der „Vernichtung des Namens Israels“ im Islam weiter. Arabische Landkarten zeigen weiterhin kein Israel und nach 55 Jahren Entmenschlichung und Dämonisation der Juden in der arabischen Propaganda und im arabischen Erziehungssystem sind die psychologischen Grundlagen für einen neuen Völkermord gelegt.

Die klare und gegenwärtige Gefahr eines neuen jüdischen Holocaust – nicht bloß die zahnlose Verurteilung des Terrorismus – sollte das Thema der israelischen Delegation bei ihrer Präsentation aller Völkermord-Konferenzen der Welt sein.

Nur durch Israels militärische Abschreckungsfähigkeit ist dieser neue Völkermord nicht zustande gekommen. Der Schlüssel dazu ist die Aufrechterhaltung der vollen militärischen Kontrolle über Judäa, Samaria und Gaza, die minimale territoriale Tiefe, um im Falle eines Angriffs die Reserven zu mobilisieren und die Palästinenser davon abzuhalten, direkt in das Herz Israels vorzustoßen.

Damals, 1967, kam der amerikanische Generalstab zu dem Schluss: In dem Augenblick, in dem die islamische Welt glaubt, dass Israels Eindämmungskapazitäten nicht mehr da sind, wird sie einen Angriff beginnen.

Daher muss Israel permanente militärische Kontrolle über das winzige Land Israel (0,12% der Landmasse des Nahen Ostens) haben, um einen neuen Holocaust zu verhindern.

Jedermann mit einem Überrest westlicher, jüdisch-christlicher Moralvorstellungen muss zugeben, dass die jüdische Militärpräsenz in Judäa und Samaria ein akzeptabler Preis für die Verhinderung eines Holocaust ist.

Wer das Besatzung nennen will, bitteschön. Besatzung ist ein akzeptabler Preis für die Verhinderung eines Holocaust.

Die Besatzung rettet das Leben von 5 Millionen Juden. Darüber hinaus rettet sie 4 Millionen Arabern das Leben, die im Land Israel leben und die mit zugrunde gehen würden, wenn die islamischen Horden wieder versuchen Israel zu vernichten. (Die arabische Welt kümmert das nicht: Anwar Sadat, verstorbener Friedensnobelpreis-Gewinner, pflegte zu sagen: Jeder islamische Staatsmann kann ein paar Millionen seiner Untertanen opfern um Israel von der Erdoberfläche zu radieren.)

Weiterhin dient die Besatzung der Rettung der gesamten Menschheit vor einem nuklearen Armageddon, denn dies wird eintreten, sollten die islamischen Führer, bewaffnet mit Massenvernichtungswaffen, versuchen den jüdischen Staat zu vernichten.

Vom Pharao bis Hitler sind die Juden durch Holocausts gegangen. Und wir werden weder Arafat, noch Mubarak oder die Ayatollahs das Vergnügen lassen, das fortzusetzen.

Nur die Besatzung Deutschlands beendete Hitlers Völkermord. Die ganze Welt akzeptierte das als einzigen Weg zur Rettung. Wenige Antisemiten würden so schamlos sein zu behaupten, dass einer Besatzung immer ein Völkermord voraus gehen sollte.

Erinnern wir uns: Das Wort heißt Völkermord.

Kontrollstellen verhindern Völkermord.

Israelische Soldaten in arabischen Dörfern verhindern Völkermord.

Die „rassistische Trennmauer“ verhindert Völkermord.

Wenn die Europäer, deren Eltern am Holocaust teilnahmen oder Beihilfe dazu leisteten, so besorgt um das Wohlergehen der Palästinenser sind, dann sei ihnen eine weitere Wahrheit gegeben: Die Besatzung ist ihre einzige Hoffnung auf ein normales Leben. Bis zu Arafats Rückkehr aus Tunis waren alle lebenswichtigen Daten der unter der israelischen Besatzung schmachtenden Palästinenser – Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Bildung, Einkommen, freie Presse – unvergleichlich höher als sie es nun nach 10 Jahren unter der palästinensischen Autonomiebehörde sind.

Darüber hinaus ist die Besatzung die einzige Chance der islamischen Welt, sich von der Besatzung durch die unheiligen Kräfte zu befreien, die die islamische Theologie und das Alltagsleben übernommen haben. Wenn die Palästinenser von Israel aufgeklärt werden, werden sie Agenten des Wechsels in der islamischen Welt werden; wenn nicht, dann werden sie der Stoßtrupp des Jihad bleiben, was zur Zerstörung der Zivilisation und ihrer selbst führen wird.

Aber wie, die Israelis – nicht die Europäer – müssen hauptsächlich die Berechnungen anstellen. Wir müssen zugeben, dass wir im Tor von Auschwitz stehen und uns weigern beiseite gestoßen zu werden. Sie nennen unseren Überlebenswillen „Besatzung“. Lasst sie. Nie wieder werden wir ihrem Willen uns zu töten nachgeben. Auch dem Willen unserer eigenen Masochisten, einen Friedhofsfrieden zu bekommen, oder dem der Europäer, eine Konkubine in einem islamischen Harem zu sein, werden wir nicht nachgeben. Wir werden zum Gegenangriff über gehen und wir werden uns durchsetzen, denn unser Gott ist der Gott der Lebenden, die die „Besatzung“ dieses Lichts in der Welt ausbreiten werden. Der entscheidende Wechsel zum Positiven in diesem Krieg wird hier im Herzen Israels stattfinden. Er wird mit einer Veränderung in unseren Herzen beginnen – wenn wir nicht länger um „Frieden“ nachsuchen, für den wir mit Land bezahlen müssen; wenn wir die Verantwortung für dieses Land und das Volk übernehmen, dem Gott erlaubt hier zu bleiben – den Palästinensern – hin zur wirklichen Besatzung, deren teuflischer Auftrag die Vernichtung der Juden ist.

Das 70 Jahre alte Muslim-Verbot, von dem niemand redet

Die muslimische Welt verbietet Israelis effektiv und unverfroren die Einreise in ihre Länder oder auch nur dort zur Durchreise zu landen. Warum wird das zugelassen?

Giulio Meotti, Israel National News, 1. Februar 2017

Es gibt eine Welle schändlicher und verzerrter Vergleiche zwischen Donald Trumps Präsidentenanweisung, die zeitlich begrenzt Bürgen aus sieben mehrheitlich muslimischen Länder – Syrien, Iran, Irak, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen – die Einreise in die USA verbietet, und dem Holocaust, der Auslöschung von sechs Millionen Juden durch die Nazis. Linke sind wegen der Anordnung empört, die die Vereinigten Staaten schützen und den Visa-Mechanismus einfrieren würde, damit die Überprüfung möglicher Immigranten verbessert werden kann – und das für gerade drei Monate.

Es gibt unglaublich scheinheilige Linke, die das Schicksal „irakischer Christen“ anprangern, denen jetzt die Einreise in die USA verweigert wird. Wo waren diese Linken, warum hörten wir nichts von ihnen, als der Islamische Staat diese Christen ins Exil treib und vergewaltigte und ermordete? Wo waren diese Linken, als Barack Obama diese östlichen Christen diskriminierte, indem er statt ihrer mehr und mehr muslimische „Flüchtlinge“ willkommen hieß?

Iran und Irak rächen sich und verbieten jetzt Amerikaner in ihre Länder reisen zu lassen? Wer will Teheran, Bagdad und Damaskus, Tripolis, Mogadischu, Khartum und Sanaa besuchen?

Doch jenseits von allem was man von Trumps Maßnahme hält, habe ich nie dieselbe linke Empörung angesichts der Tatsache erlebt, dass die Gruppe, auf die Trump zielt, die Länder Iran,  Syrien, Libyen, Jemen und Juden tatsächlich die Einreise von Personen ablehnen, die Reisepässe der Dokumente haben, die anzeigen, dass sie in Israel gewesen sind. Israelischen Bürgern ist die Durchreise durch diese Länder nicht gestatten, nicht einmal wenn sie nicht die Absicht haben das Flugzeug zu verlassen.

Diese muslimischen Länder, die heute vom linken Mitgefühl profitieren, gehen gegen die Bürger nur eines Staates vor: des Staates Israel. Ist das keine „rassistische Schikane“ und „religiöse Diskriminierung“? Ist das nicht eine Tirade der New York Times wert? Einen Bericht von Amnesty International? Oder Lamentieren der UNO? Nein? Das muslimische Verbot gegen israelische Bürger ist drei Monate dauernde Präsidentenanordnung. Sie dauert bereits 70 Jahre an.

Liebe Linke, hört auf in der Twittersphäre über „die neue Anne Frank“ zu weinen und kehrt in die Realität zurück.

Gebt den Palästinensern, wovor sie Angst haben

Beth Goodtree, JewishIndy, 20. November 2003 (Link: Arutz-7)

Man muss sich wundern, warum die palästinensischen Araber, wenn sie so sehr ihren eigenen Staat haben wollen, die Gelegenheiten ihn zu bekommen so oft ausschlugen. Die von ihnen angeführten Gründe, die Eigenstaatlichkeit nicht zu akzeptieren, haben immer etwas damit zu tun, dass der angebotene eigene Staat nicht alles umfasste, was sie forderten, selbst, wenn es 99% dessen waren, was sie verlangt hatten. Daher könnte man vernünftigerweise annehmen, dass Arafat & Co. gar nicht wirklich einen souveränen Staat haben wollen.

Daher muss man fragen, warum Arafat von diesem in der Luft hängen profitiert und dann einen Weg zu finden ihm diesen Profit zu entziehen. Grundsätzlich reduzieren sich die Vorteile auf Straffreiheit, mangelnde Verantwortlichkeit, parasitäres Leben und Geld.

Da die palästinensischen Araber keine souveräne Nation sind, können sie keine Unterzeichner internationalen Rechts sein und daher davon frei. Das bedeutet, dass ihre Jihad-Trainingslager für Fünfjährige außerhalb des Rahmenwerks des internationalen Rechts über Kindesmissbrauch unangreifbar sind. Genauso das Lehren des Hasses auf Juden. Wie auch die Ermutigung von Kindern, sich in Bereiche militärischer Operationen zu begeben und Steine zu werfen. Und ebenso die Benutzung von Kindern, sogar Kinderwagen und Wiegen als Versteck von Sprengstoff.

Weil die palästinensischen Araber keinen souveränen Staat haben, hängen sie in ihrer Existenz parasitär von der Großzügigkeit und dem guten Willen anderer ab. Sie fördern keine lebensfähige Wirtschaft, öffentlichen Dienst oder Arbeitsplätze. Alles, was sie tun müssen, ist zu randalieren und genug Leute umzubringen und schon beeilt sich die Welt mit Lebensmitteln, Milliarden von Dollars, Hausbau und Gesundheitsversorgung herbeizueilen. In der Zwischenzeit übt die Welt Druck auf Israel aus, das eingeschworene Feindbild der palästinensischen Araber, um sie mit Arbeitsstellen und Elektrizität zu versorgen.

Das ist an sich schon eine Absurdität. Hat irgendjemand von den Alliierten des Zweiten Weltkriegs verlangt, dass sie die Deutschen mit Arbeitsstellen und Elektrizität versorgen? Wird von den USA verlangt, dass sie ihre Grenzen für Mexikaner öffnen, ihre Zäune nieder reißen und die Mexikaner mit Sachleistungen versorgen? Natürlich nicht. Und die USA sind nicht das erklärte Ziel der Vernichtung, das Israel für die palästinensischen Araber darstellt.

Die palästinensischen Araber bleiben auch straffrei, wenn es um Mord und Krieg geht. Nirgendwo in den Annalen der Geschichte hat ein Land einen solch anhaltenden und in die Länge gezogenen Angriff ertragen wie Israel und nicht extremem Vorurteil zurückgeschlagen. Der Grund? Weil die Welt darin überein stimmt, dass eine Gruppe Leute ohne offiziellen Staat unmöglich eine Armee haben kann und ein groß angelegter Angriff Israels als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen würde. Arafat ist gewieft genug zu wissen, dass Zehntausende gut ausgebildeter, gut bezahlter und gut ausgerüsteter Terroristen als Armee operieren kann – und so lange straffrei, wie er keinen offiziellen Staat hat.

Auch, wenn es einen „offiziellen“ Waffenstillstand gibt, können die Palästinenser ihre Anschläge unbehelligt von internationalen Sanktionen fortführen und tun das auch. Sie benutzen die fehlende Souveränität als Ausrede. Es ist ein richtiges Mantra geworden: „Wir können nichts dafür. Wir können nicht jeden kontrollieren, wenn wir keinen Staat und daher keine offizielle Polizei haben.“

Also habe ich folgenden Vorschlag: Israel erklärt die palästinensischen Araber zu einer souveränen Nation auf allem von ihnen jetzt besetzten Land. ABER: Israel erklärt ebenfalls, dass dies nicht notwendigerweise die endgültigen Grenzen oder Vereinbarungen sind. Diese können verhandelt werden. So haben die palästinensischen Araber jetzt ihren eigenen Staat gewonnen und nichts verloren. Sie können eine Nationalhymne haben, ihre eigene Währung und Briefmarken ausgeben und sich um einen Sitz in der UNO bewerben.

Und sobald die Palästinenser ihr eigenes Land haben, wird Israel nicht länger für sie verantwortlich sein. Und gleichzeitig werden die palästinensischen Araber auf einmal voll selbst verantwortlich sein: für ihre Wirtschaft, ihre öffentlichen Dienstleistungen, ihre öffentlichen Hilfen, ihren Wohnungsbau und besonders für ihr Verhalten. Das bedeutet, wenn die nächste Kassam-Rakete, der nächste Mord-Bomber oder der nächste Feuerüberfall aus dem neuen Land der palästinensischen Araber kommt und sich gegen israelisches Territorium und/oder israelische Bürger richtet, wird Israel dann in der Lage sein, das als einen offiziellen Kriegsakt anzusehen und damit grünes Licht haben, sie von der Bildfläche verschwinden zu lassen.