Definieren die Medien „Mord“ und „Terrorismus“ für Israelis anders?

Benjamin Amram, HonestReporting, 12. Oktober 2022

Am Abend des 8. Oktober eröffnete ein palästinensischer Terrorist das Feuer auf eine Gruppe Grenzpolizisten und zivile Sicherheitskräfte am Sicherheitscheckpoint Schuafat in Ostjerusalem.

Der Terrorist [zum Zeitpunkt, als der Originaltext geschrieben wurde; inzwischen wurde er bei einem weiteren versuchten Anschlag erschossen – der Übersetzer] noch auf der Flucht befindliche Terrorist ist als 22-jähriger aus Schuafat namens Udi Kamel Tamimi identifiziert worden. Er trampte bis zum Checkpoint, verließ das Auto und eröffnete das Feuer.

Tamimi verletzte den ehemaligen IDF-Soldaten und jetzigen Sicherheitsmann David Morel schwer und tötete Noa Lazar, eine 18-jährige Grenzpolizistin.

Noga Tarnopolky ist eine altgediente israelische Journalistin und Analystin mit zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Berichterstattung zum arabisch-israelischen Konflikt für zahlreiche Nachrichtenmedien, darunter The Daily Beast und die Los Angeles Times. Die in der Schweiz aufgewachsene, in Amherst ausgebildete Journalistin hat aus mindestens acht Ländern weltweit berichtet.

Nur Stunden nach dem Anschlag postete Tarnopolsky auf ihrem Twitter-Account Folgendes:

„Der Trend der Infantilisierung von Militärpersonal geht weiter…
Feldwebel Noa Lazar wurde nicht ermordet. Sie war Kampfsoldatin und starb im Einsatz.“

Doch scheinen Tarnopolskys Definitionen von Terrorismus und Mord nicht mit allgemeingültigen Definitionen übereinzustimmen.

Laut FBI und dem Legal Information Institute (LII) an der Cornell Law School handelt es sich um Mord, wenn jemand absichtlich eine andere Person tötet. Entsprechend kann nicht abgestritten werden, dass Noa Lazar ermordet wurde, obwohl sie Soldatin war.

Eine Frage bleibt dazu, ob der Anschlag von Samstag ein Terrorakt war.

Wenig überraschend sind Terrorismus-Definitionen mehrdeutig und hoch politisiert. Es gibt jedoch einen gemeinsamen Faden bei verschiedenen Quellen: die darunterliegende Motivation und der Einfluss des Anschlags.

Journalisten beim The Atlantic unterscheiden zwischen Mord und Terrorismus; sie beschreiben Letzteren als „öffentliche Gewalt zur Verfolgung einer politischen, sozialen oder religiösen Sache oder Ideologie“.

Das National Institute of Justice (NIJ) unterscheidet ebenfalls zwischen Mördern und Terroristen und schreibt: „Während Terroristen Gewalttaten um politischen Gewinn begehen, fehlt Massenmördern diese Ideologie.“

Robert J. Art und Robert Jervis sind zwei prominente Politikwissenschaftler und Autoren, die untersuchten, was Terrorismus von allen anderen Gewalttaten unterscheidet. Sie entwickeln diese Definitionen weiter und nennen Terrorismus „das gewollte Erzeugen und Ausnutzen von Angst durch Gewalt oder die Drohung mit Gewalt mit dem Ziel politischer Veränderung.“

Tatsächlich haben diese drei Definitionen alle eine Gemeinsamkeit der politischen oder ideologischen Motivation. Jervis und Art geben starke Beweise dafür, dass Terrorismus die psychologischen Folgen einschließt, die dem Anschlag folgen,

Zweifelsohne waren die Schüsse am Übergang Schuafat auf Grundlage aller drei Definitionen ein Terrorakt.

Das Lob der Hamas für den Anschlag spiegelt ein politisches Ziel, was verstärkt, dass der Anschlag ein Terrorakt war. Das US-Außenministerium erklärte die Hamas 1997 zur Terrororganisation.

„Diese Operationen tragen die Botschaft, dass der Aufstand unseres Volkes im Gang ist und nicht abflauen wird und dass die Operationen, Beschießungen und Gewehrfeuer unserer revolvierenden Jugend die Besatzer und Siedlerherden überall als Antwort auf ihre Verbrechen und ihre Einfälle in die Al-Aqsa-Moschee später am Abend verfolgen wird“, kommentierte die Hamas.

Tamimi war von der Bewerbung der politischen Ideologie dieser Terrororganisationen mit Sitz im Gazastreifen und der Westbank motiviert, was die Feiern und Feuerwerk wegen Schuafat später am Abend weiter bestätigten.

Anschläge durch „einsame Wölfe“ sind eine Schlüsselstrategie der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad, weil sie überall und jederzeit stattfinden und von jede, verübt werden können.

Tarnopolskys Analyse ist vorher falsch gewesen. Als die Regierung des früheren Premierministers Naftali Bennett vereidigt wurde, behauptete sie fälschlich im The Daily Beast, dass seine Partei Yamina vertrete „hauptsächlich jüdische Westbank-Siedler“.

Bemerkenswerterweise bezeichnete sie nur einen Tag nach dem Anschlag, bei dem Noa Lazar getötet wurde, russische Soldaten als „Terroristen“. Ihre Definition von Terrorismus scheint sich abhängig vom Kontext zu ändern. [Kann man aber auch anders sehen; Sie zitiert Zelensky, das muss nicht heißen, dass sie diese Meinung teilt. – d. Übers.]

Zelensky fordert die Ukrainer auf nach einem schweren Morgen in Bunkern zu bleiben, sagt Terroristen „Dutzende Flugkörper von iranischen Schahed-Drohnen“, die Energie-Einrichtungen und Menschen, Ziele im ganzen Land beschossen… besonders ausgewählt, so viel Schaden wie möglich anzurichten.“

Während die Lage in der Westbank weiter eskaliert, jeden Tag zahlreiche Anschläge auf Zivilisten und israelische Soldaten stattfinden, ist es wichtig, dass über den Konflikt berichtende Journalisten die Tatsachen berichten und nicht politisierte Worte außerhalb des Kontextes verwenden.

Juden überwachen

First One Through, 28. Oktober 2022

Was ist die größere Nachricht, die Tötung von 80 Zivilisten oder die von 5 Terroristen? Falsche Frage.

Die Medien sind besessen von israel. Glauben Sie nicht? Sehen Sie sich die New York Times an,d ei am 26. Oktober 2022 veröffentlicht wurde.

Führend auf der Seite A4 des Teils „International“ war ein Artikel, der von drei Reportern geschrieben wurde – Isabel Kershner, Gabby Sobelman und Hiba Yazbek. Es war einer von zwei Artikeln auf der Seite und enthielt ein mittelgroßes Bild von Palästinenserm bei der Beerdigung von von Israel getöteten „Militanten“.

Der Artikel sprach von Razzien des israelischen Militärs auf die aktivsten palästinensischen Terroristen, die auf Israelis geschossen haben und Bomben legten. Die Armee eliminierte erfolgreich fünf Mitglieder der Gruppe, darunter ihren Anführer.

In einem anderen Teil der Welt wurden in Myanmar 80 Zivilisten getötet, als mehrere Militärjets absichtlich ein Freiluft-Musikkonzert bombardierten. Diese Story befand sich auf der letzten Seite des Abschnitt „International“, auf Seite A10. Es war eine von drei Meldungen auf der Seite und wurde von einem einzelnen Journalisten geschrieben. Es gab keine Bilder und musste mit zwei großen Farbbildern auf der Seite um die Aufmerksamkeit der Leser konkurrieren, darunter einem mit niedlichen Pinguinen.

Die Bevölkerung von Myanmar beträgt 54,8 Millionen, 5,8-mal die der 9,4 Millionen Israels. Die 80 getöteten Zivilisten in Myanmar sind 16-mal so viele wie fünf arabische Terroristen. Trotzdem wurden 3 Journalisten mit der „kleineren“ Story beschäftigt, was die Minimal-Anzahl zwergenhaft aussehen lässt, die benötigt wird, um über das große Massaker bei einem Freiluftkonzert zu schreiben.

Warum erfährt eine nach jedem Maßstab größere Story weniger Gewichtung und Berichterstattung?

Es sind aber nicht nur die Medien. Die UNO hat Sonderorganisationen, die sich einzig mit Israel beschäftigen. Ihr Menschenrechtsrat hat bei jeder Sitzung einen festen Tagesordnungspunkt für ein Land – Israel – um eine „Datenbank jüdischer Unternehmen zu erstellen“. Sie hat Israel mehr getadelt als den gesamten Rest der zusammen.

Berichterstattung. Ermittlungen. Tadel.

Juden überwachen.

Die Gesellschaft mag anerkannt haben, dass die Protokolle der Weisen von Zion eine antisemitische Fälschung sind, hat aber trotzdem deren Lüge verinnerlicht, dass Juden Komplotte schmieden die Welt zu beherrschen. Die Verleumdung entströmt ständig den Mündern von Antisemiten, so wie bei Mark Lamond Hills from Fergusson to Palestine und dem from Gaza to Detroitder Abgeordneten Rashida Tlaib.

Von daher setzen die Medien Journalisten-Teams ein und vergießen reichlich Tinte zum jüdischen Staat, so wie die UNO ihre Zeit und ihr Geld übermäßig ausgeben, während jeder glaubt, dass Israel letztlich jeden weit mehr als Milliarden Menschen rund um die Welt beeinflusst. Martin Niemöllers berühmter Spruch mag davor gewarnt haben „Dann holten sie die Juden…“, die er als verfolgte Opfer darstellte, aber in Wirklichkeit konzentrieren sich die antisemitischen Verschwörungstheoretiker auf die Juden als Globalisten, die abscheuliche Verbrechen begehen, wo immer sie zu finden sind.

An Israel wird nicht nur zweierlei Maß angelegt; es befindet sich ständig unter einem Mikroskop antisemitischer Voyeure, die darauf warten „den Juden zu fangen“, um ihren widerlichen Judenhass zu bestätigen.

Die Statistiken zeigen, dass die Israelhasser Unrecht haben

Verurteilung Israels ist selten faktenbasiert, sondern entspringt eher Ignoranz und in zu vielen Fällen irrationaler Borniertheit

James Sinkinson, Israel HaYom, 14. September 2022

Israels Feinde brauchen wenig Ausreden, um den einzigen jüdischen Staat der Welt zu kritisieren – und noch öfter zu verurteilen. Ihre grundlosen Anschuldigungen von Apartheid, Völkermord, Massakern und europäischem Kolonialismus respektieren anscheinend keinerlei Anforderungen an Beweise oder Regeln der Beweisführung.

So erhält Israel, trotz seiner hervorragenden Bilanz an bürgerlichen Freiheiten, Wahlen, Rechtsstaatlichkeit für alle Bürger und Chancengleichheit auf allen Ebenen der Gesellschaft, übergroße Dosen Giftigkeit für seinen angeblichen Mangel an demokratischen Werten.

Solche Verurteilungen sind natürlich selten faktenbasiert, sondern entspringen Ignoranz und in allzu vielen Fällen irrationaler Borniertheit. Diese Attacken richten sich in der Regel gegen einen vermeintlichen Umgang Israels mit seinen arabischen Bürgern … sowie insbesondere mit den in den umliegenden umstrittenen Gebieten lebenden nicht-israelischen Arabern.

In krassem, erfrischenden Widerspruch zu unbewiesenen Anschuldigungen gegen Israel stuft der neue „Democracy Index 2021“ der EIU – Economist Intelligence Unit – Israel auf Rang 23 der modernen Demokratien ein, womit es besser liegt als die Vereinigten Staaten, Spanien, Italien und rund 139 weitere Staaten.

Der Index ordnet Länder anhand von 51 Kriterien, wobei die Leistung eines jeden Landes entsprechend seiner Wahlprozesse und Pluralismus, Funktionsfähigkeit der Regierung, politischen Teilhabe, politischen Kultur und bürgerlichen Freiheiten abgedeckt sind.

Israels Einstufung 2021 zeigt beständige Verbesserungen seiner demokratischen Prozesse im Vergleich mit dem ersten solchen Bericht im Jahr 2006, als der jüdische Staat auf Platz 47 kam. Im aktuellen Bericht wurde Israel für seine Einbindung einer arabischen Partei in die heute regierende Koalition globt.

Das ist keine Überraschung, da Israels robuste Demokratie eine lebhafte Wahltradition hat, stabile Regierungsinstitutionen, große politische Teilhabe seiner Bürger, eine energische, sogar ausgelassene politische Kultur und breite, gleichberechtigte Bürgerfreiheiten für all seine Bürger.

Leider stellte die EIU, auch wenn Israels Demokratie sich im letzten Jahr verbesserte, fest, dass die Demokratie tatsächlich weltweit verfiel. Das geschah infolge der COVID-19-Pandemie, hieß es, denn diese verursachte „eine nie da gewesenen Entzug bürgerliche Freiheiten“, darunter „einen gewaltige Explosion von Staatsmacht über große Bereich des öffentlichen und persönlichen Lebens“.

Im Gegensatz zu Israel war der am höchsten eingestufte Staat des Nahen Ostens Tunesien, das lediglich Platz 75 erreichte – und dann nicht als Demokratie, sondern als „Hybrid-Regime“. Die palästinensisch kontrollierten Gebiete wurden als offen „autoritäres“ Regime auf Rang 109 gesetzt.

Wie alle Länder auf dem Index basierte Israels Leistung in der EIU-Auswertung auf der Gesundheit und Leistung demokratischer Institutionen unter seinen Bürgern.

Während Kritiker Israel oft unfair für den Mangel an demokratischen Freiheiten in Judäa und Samaria (der „Westbank“) und dem Gazastreifen verantwortlich gemacht wird, ignorieren diese die Tatsache, dass die Oslo-Verträge die Regierungsverantwortung über die Palästinensern in diesen Gebieten komplett ihren jeweiligen Diktaturen gibt – der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas.

Leider gibt es unter keiner dieser Palästinenserregierungen regelmäßige Wahlen, sie unterstützen bürgerliche Grundfreiheiten – wie freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und freie Religionsausübung – oder setzen den Rechtsstaat durch. Keine respektiert die Gleichberechtigung für Frauen und beide verfolgen gewalttätig Mitglieder der LGBTQ- und religiösen Minderheiten.

Israelfeindliche Kommentatoren unterlassen es in der Regel einzugestehen, dass die Palästinenser seit der Geburt des Staates 1948 einen Terrorkrieg gegen Israels Existenz geführt haben. Ein Großteil des palästinensischen Leides ist das Ergebnis davon, dass Israel sich gegen diese unablässigen Angriffe verteidigt, außerdem der palästinensischen Weigerung Angebote von Land für Frieden und einen eigenen Staat anzunehmen.

Israel wird auch oft die Verabschiedung seines „Nationalstaatsgesetzes“ 2018 vorgeworfen – das erklärte, das Land existiere zur Erfüllung des „Rechts auf Selbstbestimmung“ des jüdischen Volks. Dieser Angriff ist jedoch ein Täuschungsmanöver, ein Versuch ein Statut zu diskreditieren, das keineswegs Israels demokratische Freiheiten einschränkt.

Beachten Sie, dass dieses Gesetz nichts tun, um die Rechte einzelner Israelis zu beeinträchtigen, einschließlich der seiner zwei Millionen arabischen Bürger. Wie viele andere Nationalstaaten formalisiert es lediglich die Symbole seines Volkes – in diesem Fall des jüdischen Volks – wie der Flagge, der Nationalhymne und den Feiertagen.

Beachten Sie auch, dass das Nationalstaatsgesetz Hebräisch zur Nationalsprache erklärt, dies aber nicht anders ist als in den USA, in denen Englisch die Muttersprache ist. Israels Nationalstaatsgesetz legt auch keine offizielle Religion fest – anders als sieben europäische Staaten, die in ihren Verfassungen Staatsreligionen festlegen.

All das soll herausstellen, dass Israel eine stolze Nation des jüdischen Volks und immer noch eine der diversesten und freiesten Demokratie auf Erden sein kann. Fakt ist, dass manche argumentieren, es seien exakt die jüdischen Werte, die Israels robuste Demokratie zu stärken und garantieren helfen.

Kurz gesagt, egal, welche verleumderischen Anschuldigungen Israels Feinde einsetzen: Der jüdische Staat bleibt objektiv eine der stärksten und erfolgreichsten Demokratien der Erde. Das winzige Israel bietet politische Freiheiten und wirtschaftliche Chancen, an die die überwältigende Mehrheit der Staaten der Welt nicht heranreichen.

Beachten Sie schließlich, dass das Leiden und die Notlage der Palästinenser wenig mit Israel zu tun hat und tatsächlich fast vollkommen das Resultat der autoritären Regierungsführung durch ihre diktatorischen Regime und ihrer sturen Weigerung Frieden zu schließen ist.

Bevor sie Israel kritisieren, sollten die USA bei sich selbst aufräumen

Israel hat eine der höchste Anzahlen an Auslandsjournalisten pro Kopf der Bevölkerung weltweit und es schützt sogar die, die es regelmäßig verleumden. Derweil, so eine Studie, waren 71% der Opfer bei Terrorbekämpfungsaktionen der USA im Krieg gegen den Terror Zivilisten.

Mitchell Bard, Israel HaYom, 15. September 2022

Im Juni schrieb ich den Artikel „Was, wenn Israel Amerika so behandelt, wie Amerika Israel behandelt?“ Er erscheint heute besonders relevant, da jetzt der US-Außenminister Israel sagte, es solle nach dem tragischen Tod der Al-Jazira-Reporterin Shireen Abu Akleh im Mai die Einsatzregeln der IDF überdenken.

Antony Blinken dachte offenbar nicht, es sei ausreichend dem israelischen Verteidigungsminister Benny Gantz in einem Telefongespräch zu raten, wie er die IDF leiten soll, dessen Inhalt jemand an die Presse durchsickern ließ (eine der beliebtesten Taktiken dieser Administration, um Missfallen gegen Israel auszudrücken). Er wies auch seinen stellvertretenden Sprecher an Reportern zu sagen: „Wir werden weiterhin unsere israelischen Partner unter Druck setzen ihre Politik und Praktiken der Einsatzregeln genau zu überprüfen und weitere Schritte zu überlegen, um die Risiken für zivile Schäden, den Schutz von Journalisten abzuschwächen und ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.“

Was für eine Chutzpe!

Ein paar Wochen zuvor zwang lausige Publicity und Wut des Kongresses das Pentagon einen neuen „Civilian Harm Mitigation and Response Action Plan“ [Ziviler Schadensminderungs- und Reaktionsplan] anzukündigen, um die Zahl der bei US-Militäroperationen getöteten Menschen zu reduzieren. Das kam nach Jahren, in denen keinerlei Verantwortung für „Kollateralschäden“ übernommen wurde, wie bei einem Drohnenangriff 2019 in Afghanistan, bei dem 10 Zivilisten, darunter 7 Kinder, getötet wurden. Ben-Dror Yemini vermerkte in YNet, dass eine Studie des Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University feststellte, 71% der Opfer bei von den USA durchgeführten Terrorbekämpfungsoperationen im Krieg gegen den Terror Zivilisten waren. Trotzdem umfasst der Plan des Pentagon keine Ermittlung früherer Fälle und es wird auch niemand für den Tod der Unschuldigen zur Verantwortung gezogen.

Bei der Ankündigung des Ergebnisses der Untersuchung der IDF, die eine hohe Wahrscheinlichkeit feststellte, dass Abu Akleh unbeabsichtigt durch israelisches Gewehrfeuer getötet wurde, gab US-Außenamtssprechern Ned Price zu, dass das Verteidigungsministerium „die Notwendigkeit der Verbesserung ihrer eigenen Auswertungen und Praktiken zur Sicherstellung der Milderung ziviler Schäden“ anerkannte. Das hielt ihn nicht davon ab die Bedeutung der Rechenschaftspflicht Israels herauszustellen, um zu verhindern, dass es in Zukunft ähnliche Vorfälle gibt, als sei es für Israelis derart üblich auf Journalisten zu schießen, dass eine neue Politik nötig wäre.

In Reaktion auf die ursprünglichen Anschuldigungen, Israel habe die Journalistin absichtlich getötet, schrieb der damalige Außenminister Yair Lapid im Wall Street Journal, dass Abu Akleh in seit mehr als 20 Jahren in der Region arbeitete, ohne dass ihr etwas zustieß. Dasselbe gilt, sagte er, für die anderen Auslandsjournalisten in Israel. Er merkte auch an, dass ihr Arbeitgeber, „Al-Jazira, ein Sender, der von einem israelfeindlichen islamistischen Staat betrieben wird, ständige Mitarbeiter in Israel hat, die von dem Staat geschützt werden, den der Sender regelmäßig verleumdet.“

Israel hat eine der höchsten Anzahlen an Auslandsjournalisten pro Kopf der Bevölkerung weltweit. Viele sind kritisch, einige nach außen feindselig gegenüber Israel; trotzdem wird ihnen nicht verboten aus Israel oder den umstrittenen Gebieten zu berichten. Wollte Israel Reporter töten, die Negatives über das Land schreiben, wären Dutzende tot. Die Vorstellung, dass die Regierung Journalisten absichtlich ins Visier nimmt, ist grotesk.

Stellen Sie sich vor, Israels Außenministerium würde Äußerungen veröffentlichen, mit denen die USA aufgefordert würden ihre Einsatzregeln infolge der von ihren Streitkräften verursachten Opfer zu überprüfen. Das würde nie geschehen.

Es war gut zu sehen, dass Premierminister Yair Lapid für die Souveränität seines Landes einsteht, indem er erklärte: „Niemand wird uns unsere Politik zu Eröffnung von Feuer diktieren, wenn wir um unser Leben kämpfen. Unsere Soldaten haben vollen Rückhalt der Regierung und des Volks Israels.“ Er fügte hinzu: „Ich werde nicht zulassen, dass ein IDF-Soldat, der sich vor terroristischem Feuer schützt, bestraft wird, um Applaus aus dem Ausland zu erhalten.“

Ähnlich sagte Gantz zurecht: „Der Generalstabschef und nur er bestimmt und wird weiter die Regeln zur Eröffnung des Feuers bestimmen und zwar in Übereinstimmung mit den operationellen Notwendigkeiten und den Werten der IDF, einschließlich der Reinheit der Waffen… Es gab keine politische Einmischung in der Sache und wird auch nie eine solche geben.“

Bemerkenswert ist, dass General Martin Dempsey, der US-Generalstabschef, nach dem Krieg im Gazastreifen 2014 davon redete, dass „Israel außergewöhnlich viel unternahm, um Kollateralschäden und zivile Opfer zu vermeiden“. Das Pentagon, sagte er, schickte ein Offiziersteam nach Israel, um Lektionen aus den Kämpfen zu ziehen, einschließlich „Maßnahmen, die sei unternahmen, um zivile Opfer zu verhindern“.

Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter. Dennoch müssen Amerikas Führer daran erinnert werden, dass Israel ein souveräner Staat ist, wie es Menachem Begin machte, nachdem die Administration Reagan eine Reihe Maßnahmen traf, um Israel für die Annexion der Golanhöhen zu bestrafen. „Sind wir euer Vasallenstaat? Sind wir eine Bananenrepublik?“, fragte er den US-Botschafter in Israel. „Wir sind stark genug“, erklärte Begin, „um unsere Unabhängigkeit zu verteidigen und unsere Rechte zu verteidigen.“

Würden die USA sich jemals dazu herablassen Großbritannien, Deutschland oder Frankreich vorzuschreiben, wie ihr Militär seine Aufgaben erledigen soll?

Nein, was die Herangehensweise gegenüber Israel zu zweierlei Maß macht, eines der Beispiele für Antisemitismus in der Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA), die vom US-Außenministerium verwendet wird.

Bevor die Sondergesandte zur Beobachtung und Bekämpfung von Antisemitismus, Deborah Lipstadt, eine weitere Auslandsreise unternimmt, sollte sie im eigenen Haus aufräumen.

Arabische Rechte und jüdische Rechte: Jaffa 1936

Yisrael Medad, My Right Word, 9. August 2022

Im Juni 1936 wurde ein beträchtlicher Teil von Jaffa abgerissen, weil die britischen Sicherheitskräfte den zunehmenden arabischen Terror bekämpfen mussten.

Aber es gibt eine Nebensorge: Was mit den obdachlosen Arabern anfangen?

Hier ist ein akademischer Beitrag zu dem Thema.

Und hier ist eine parlamentarische Anfrage aus dem Dezember:

Abrisse, Jaffa (Umsiedlungen)

HC 16. Dezember 1936, Bd. 318

Oberst Wedgwood fragte den Außenminister für die Kolonien, ob er die Aufwendungen von £15.000 genehmigte, die aus den Palästina-Einnahmen zum Bau eines Dorfes für die aus Jaffa zwangsgeräumten Araber angewiesen wurden; und ob irgendetwas Ähnliches für die Juden in Jaffa getan wird, die gezwungen waren den Ort zu verlassen und woanders zu leben.

Mr. Ormsby-Gore: Die Palästina-Regierung ist autorisiert worden £15.000 für den Bau von Häusern auszugeben, für die eine angemessene Miete erhoben werden wird, um 100 arabische Familien unterzubringen, die durch den von der Regierung vorgenommenen Sonderabriss in Jaffa obdachlos wurden, wie ich in meiner Antwort im Plenum am 24. Juni durch das ehrenwerte Mitglied für West Fiffe (Mr. Gallaeher) erklärte. Ich verstehe, dass in Abstimmung mit den zugehörigen jüdischen Gremien die Palästina-Regierung zugestimmt hat rund £5.000 für die Kosten der Instandhaltung und Unterhalt der jüdischen Flüchtlinge aus Jaffa in Tel Aviv und andernorts beizutragen.

Oberst Wedgwood: Angesichts dessen, dass sie jüdischen Flüchtlinge aus Jaffa die arabischen Flüchtlinge zahlenmäßig im Verhältnis 20 zu 1 mehr sind, wird der ehrenwerte Gentleman der Palästina-Regierung Darstellungen vorlegen, dass der Wiederaufbau, den sie für arabische Flüchtlinge erledigt, gleichermaßen durch gleichen Wiederaufbau für jüdische Flüchtlinge stattfindet?

Mr. Ormsby-Gore: Ich glaube nicht, dass ich die Zahlen des recht ehrenwerten und höflichen Gentleman akzeptieren kann, noch kann ich seine Beschreibung dieser bestimmten arabischen Flüchtlinge akzeptieren. Im militärischen Interesse und im Interesse von Frieden und Ordnung in Jaffa wurde beschlossen zwei Linien durch die Stadt zu sprengen. Die Royal Engineers sprengten die Häuser und ich denke, die Palästina-Regierung hat die Pflicht diese Leute an andere Orte umzusiedeln, wie sie es jetzt macht.

Oberst Wedgwood: Sieht der recht ehrenwerte Gentlement nicht, dass die Juden, die wegen der Gefahr ermordet zu werden aus Palästina getrieben wurden, denselben Anspruch auf Neuansiedlung mit Regierungshilfe erheben können wie die Araber?

Mr. Ormsby-Gore: Dann wäre es die Pflicht der Regierung fast jeden neu unterzubringen, der in einer Zeit der Unruhe und Störungen entfernt wurde oder sich selbst entfernt hat, was wir alle bedauern. Ich kann die Regierung nicht dazu verpflichten.

Oberst Wedgwood: Es tut mir leid, dass ich hartnäckig bin, aber ist es heute möglich, dass die Juden sicher nach Jaffa zurückgehen oder ist der Schutz immer noch unzureichend?

Mr. Ormsby-Gore: Ich hoffe, dass es, wenn wir wissen, wie die zukünftige Politik sein wird, wenn wir den Bericht 2438 der Royal Commission haben und die gesamte Palästinafrage aufgeklärt ist, den Juden und Arabern möglich sein wird zu leben, wie sie es bis dieses Jahr in freundschaftlichem Einvernehmen getan haben.

Fotos:

Was hat die „Nakba“ mit den vielen Malen gemeinsam, bei denen Juden vertrieben oder aus ihren Häusern gezwungen wurden? Das ist offensichtlich!

Elder of Ziyon, 17. Mai 2022

Judenvertreibungen (1100 bis 1600) – Vertreibungsbereich, Wiederansiedlungsbereich

Mit all dem Gerede vom „Nakba-Tag“ diese Woche wollte ich sehen, wie viele Male Juden in der Geschichte zu Flüchtlingen wurden.

Eine Wikipedia-Seite führt nicht weniger 70 verschiedene Gelegenheiten an, zu denen Juden Flüchtlinge wurden. Und sie listet wirklich nicht alle auf – sie fasst z.B. alle Juden aus arabischen Ländern, die von 1948 bis 1972 gezwungen wurden diese zu verlassen, zu einer einzigen Vertreibung zusammen.

Es gibt viele, die nicht sonderlich bekannt sind, so das Mawza-Exil von 1679, als fast alle Juden im Jemen in eine Wüstenstadt verbannt wurden (ein Jahr lang, bis ihre arabischen Nachbarn, die auf sie angewiesen waren, den König anbettelten ihnen die Rückkehr zu erlauben).

Was haben also diese vielen Vertreibungen von Juden mit der sogenannten „Nakba“ gemeinsam?

Für alle verantwortlich gemacht werden – Juden.

Ein wiederkehrendes Motiv in westlicher wie arabischer antisemitischer Rhetorik lautet, das Verhalten von Juden dafür verantwortlich ist, dass sie aus so vielen Ländern geworfen wurden. Selbst Mahmud Abbas sagte das in einer öffentlichen Rede.

Juden haben die einzigartige Unterscheidung nicht nur für jeden der Missstände der Welt und die Verfolgung anderer verantwortlich zu sein, sondern sie sind auch für ihre eigene Verfolgung verantwortlich!

Irgendwie haben Amnesty und HRW die Story der fortgesetzten Folter eines Juden im Gefängnis im Jemen und die ethnische Säuberung der Juden im Jemen nicht mitbekommen

Elder of Ziyon, 22. März 2022

Vor einem Jahr wurden die letzte Handvoll jüdischer Familien im Jemen von iranisch unterstützten Houthi-Rebellen aus dem Land deportiert, was das Ende von 2.600 Jahren jüdischer Gemeinschaft im Jemen darstellte.

Hier haben wir nicht nur eine Menschenrechtsverletzung durch Zwangsdeportation, sondern eine komplette ethnische Säuberung einer altehrwürdigen Minderheitsgruppe aus einem Land.

Amnesty International und Human Rights Watch sagten dazu jedoch nicht ein einziges Wort. Die Auslöschung der jüdischen Gemeinschaft erreichte nicht einmal die Türschwelle dessen, was für Menschenrechtsgruppen berichtenswert ist. Ihre Seite zum Jemen erwähnen keine Juden und genauso wenig die Abschnitte zum Jemen in ihren Jahresberichten.

Amnesty ist stolz auf sich, dass es für die Freilassung von politischen Gefangenen kämpft. Levi Salem Marhabi ist ein Juden bei schlechter Gesundheit, der weiter in einem Gefängnis im Jemen gefoltert wird. Obwohl dein Gericht im Jemen urteilte, dass er 2019 freigelassen werden sollte und obwohl seine Freilassung angeblich Teil eines Deals zur Deportation der Juden des Jemen war, ist er bis heute weiter in Haft.

Das US-Außenministerium hat seine Freilassung gefordert. Die Notlage der Juden des Jemen und besonders die Merhabis wurden in Menschenrechts-Jahresberichten der US-Regierung angeführt.

Amnesty und HRW schweigen zu Levi Salem Marhabi.

Das letzte Mal, dass Amnesty irgendetwas  zu Juden im Jemen sagte, war im Jahr 2008. Das war auch das letzte Mal, dass HRW sie nebenbei erwähnte.

Die Houthi-Flagge selbst sagt wörtlich: „Verflucht die Juden“. Der Antisemitismus dieser Islamisten ist unzweideutig und gibt noch nicht einmal vor sich hinter „Antizionismus“ zu verstecken. Aber für diese „Menschenrechts“-Gruppen waren die verbliebenen Juden im Jemen, die tagtäglich direkt von den Houthis bedroht werden, keine Presseerklärung wert. Marhabi ist diesen Gruppen keinen Tweet wert.

Der Antisemitismus von Human Rights Watch und Amnesty International ist nicht nur durch ihren obsessiven Hass auf den jüdischen Staat offensichtlich. Es ist auch durch das klar, was sie beschließen nicht zu berichten. Und sie reißen sich ein Bein aus, um Antisemitismus wie diesen zu ignorieren.