UNO auf neuem israelfeindlichem Tiefpunkt

Neue „Untersuchungskommission“ der UNO ist „das feindlichste und gefährlichste antiisraelische Gremium, das die UNO jemals geschaffen hat“ und muss diskreditiert werden

Yochanan Visser, Israel National News, 29. Dezember 2021

Vereinte Nationen (Foto: iStock)

Letzten Freitag erhielt ich eine E-Mail von Anne Bayefsky, einer kanadischen Menschenrechts-Professorin, Mitglied der International Law Association on International Human Rights Law and Practice (Internationale Jura-Vereinigung zum internationalen Menschenrecht und seiner Anwendung). Anne dient auch im Vorstand des Jewish Institute for National Security Affairs (JINSA), einem Thinktank, der sich auf die Sicherheit Israels in seinen Beziehungen zu den USA konzentriert.

Es folgt der Hauptteil ihrer alarmierenden Mail:

Vor zweieinhalb Stunden beschloss der Haushaltsausschuss der UNO-Vollversammlung (ein Gesamt-Komitee, d.h. er setzt sich aus allen 193 Mitgliedstaaten zusammen) eine neue „Untersuchungskommission“ zu finanzieren, die vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzt wurde und die Israel kastrieren soll.

Ohne zu übertreiben: Es ist das feindseligste und gefährlichste antiisraelische Gremium, das die UNO jemals geschaffen hat.

Es wird entscheiden, dass Israel der Apartheid schuldig ist, Strafverfahren gegen Israelis bestätigen und entfesseln, den Druck auf „Drittstaaten“ und Wirtschaftsunternehmen gewaltig verstärken BDS zu betreiben und auf einem Waffenembargo gegen Israel bestehen.

Es handelt sich um eine dauerhafte Einrichtung. Es wird 18 permanente UNO-Mitarbeiter haben, die aus dem regulären Haushalt bezahlt werden – was bedeutet, dass 22% davon vom amerikanischen Steuerzahler kommen werden – die eine interne Rechtsbürokratie schaffen, die Strafverfahren gegen Mitglieder der IDF und die höchsten Ebenen der israelischen Regierung anstrebt („Befehlsverantwortung“).

Die drei Mitglieder der „Untersuchungskommission“ sind ernannt worden – und alle haben öffentliche Bilanzen extrem antiisraelischer Feindschaft.

Navi Pillay ist eine berüchtigte Unterstützerin der Durban-Konferenz (die Israel als rassistischen Staat etikettierte) und des Goldstone-Berichts; die ehemalige UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte hat den Vorsitz in der Kommission.

Wir können und wir müssen diese Untersuchung in Verruf bringen. Deshalb schreibe ich Ihnen.

So ist das möglich:

Die Untersuchung – die als Pillays Pogrom bekannt gemacht werden sollte – hat einen „Vorlagenaufruf“ ausgegeben.

Sie stellt fünf riesige Themen zur Vorlage auf – die faktisch auf eine Zeit der Rechtfertigung des jüdischen Staats zurückgehen. Sie ist besonders daran interessiert die Verbreiter rassischer und religiöser „Diskriminierung“ und „Unterdrückung“ zu ermitteln.

Eine Vorlage abzugeben ist eine Gelegenheit, Geschichte, Missstände, Fakten, Recht wieder zu schildern – die Wahrheit, die die Untersuchungskommission nicht hören will.

Wenn eine große Anzahl Vorlagen von der Untersuchungskommission ignoriert oder herabgewürdigt wird, wird das ihre Glaubwürdigkeit aushöhlen.

Massive Zahlen an pro-israelischen Vorlagen, die sich gegen den modernen Antisemitismus stellen, werden die nie da gewesene Attacke der UNO auf Israel und das jüdische Volk zurückdrängen.

Der erste Bericht der Untersuchungskommission wird für  Juni 2022 erwartet.

Schockierende 125 Länder unterstützten die Gründung der neuen UNO-„Menschenrechtskommission“, Ungarn war das einzige europäische Land, das gegen das Budget der UNO-Kommission stimmte. Der Rest der europäischen Länder sowie Kanada und Australien enthielten sich der Stimme.

Die Vereinigten Staaten stimmten allerdings gegen die israelfeindliche Resolution und der Gesandte der Administration von Präsident Joe Biden machte deutlich, dass es „unfair“ sei Israel für dauerhafte Menschenrechtsuntersuchungen herauszugreifen, die das gesamte Land umfasst.

Die USA, die unter Präsident Biden ihre Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC) erneuerten, versprachen auch, den Auftrag der Kommission in Genf zu überdenken, wo der UNHRC seine Einrichtung begann. Das war nach dem Krieg zwischen Israel und den palästinensischen Terrorbewegungen im Mai 2021.

Der UNHRC verabschiedete dann in einer Dringlichkeitssitzung einen Antrag, mit dem beschlossen wurde einzig Israels Anteil an dem Krieg zu untersuchen und nicht den Terror von Hamas und Palästinensischem Islamischem Jihad (PIJ).

Israels Botschafter bei der UNO Gilad Erdan sagte nach der Abstimmung, dass die UNO gerade ein Budget für eine „verachtenswerte und befangene Kommission genehmigte, die kein Existenzrecht hat“.

Er beschuldigte die UNO zudem, die von Hamas und PIJ begangenen Kriegsverbrechen aus dem Jahr 2014 zu ignorieren, als Israel ebenfalls in einen Krieg mit den Terrororganisationen im Gazastreifen verwickelt war.

Die neue UNHRC-Kommission wird sich einzig mit Ermittlungen jeglicher israelischer Verbrechen gegen die Menschheit beschäftigen und nicht mit den von den palästinensischen Arabern begangenen.

Die anderen beiden Mitglieder der Permanenten Untersuchungskommission sind Millon Kothari und Chris Sidoti. Beide haben lange Bilanzen des Aktivismus gegen Israel und des Handelns zugunsten der palästinensischen Araber.

Das war das vierte Mal in diesem Monat, dass die UNO einen israelfeindlichen Beschluss fasste.

  • Anfang Dezember verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) eine Resolution, die jegliche jüdische Verbindung zum Tempelberg in Jerusalem bestreitet.
    In der mit 129 zu 11 Stimmen Mehrheit genehmigten Resolution verwendete die UNGA für den Tempelberg einzig den muslimischen Namen al-Haram al-Scharif und machte deutlich, dass die Stelle ein ausschließlich muslimischer heiliger Ort ist.
    Fast alle westlichen Länder enthielten sich der Stimme, während die USA gegen diese schockierende Resolution stimmte.
    Die palästinensische Autonomiebehörde steckte hinter der jüngsten israelfeindlichen Resolution, die auf die Unterstützung des muslimischen Blocks in der UNGA setzen konnte.
  • Am 14. Dezember verabschiedete die UNGA mit großer Mehrheit eine Resolution mit dem Namen „Ölfleck an der Küste des Libanon“. Sie griff Israel als einziges Land heraus, das unter dem Tagesordnungspunkt „nachhaltige Entwicklung“ getadelt wurde und auf einen angeblichen Vorfall im Krieg des Jahres 2006 zwischen der Hisbollah und Israel Bezug nimmt, wie UN Watch berichtete.
  • Am selben Tag stimmte die UNGA für eine Resolution, die Israel wegen angeblicher Ausbeutung von natürlichen Ressourcen der palästinensischen Araber und auf den Golanhöhen verurteilte.

Bisher verabschiedete die UNGA dieses Jahr 14 israelfeindliche Resolutionen, hingegen nur insgesamt 4 gegen Nordkorea, Myanmar, den Iran und die Krim. Eine Syrien kritisierende Resolution wurde zurückgestellt.

UN Watch-Direktor Hillel Neuer kommentierte diesen einseitigen und voreingenommenen UNO-Ansatz zu Israel mit der folgenden Äußerung:

Der unverhältnismäßige Angriff der  UNO auf den jüdischen Staat untergräbt die Glaubwürdigkeit dessen, was ein unterparteiisches internationales Gremium sein sollte. Wenn die Vollversammlung der Politisierung und Selektivität durch Diskriminierung Israels nachgibt, verletzt sie im Großen wie im Kleinen die Garantie der Gleichbehandlung aller Nationen in der UNO-Charta.“

Neuer fuhr damit fort, dass er die europäische Scheinheiligkeit bloßstellte, wenn  es um den Umgang mit Israel in der UNO geht.

„Wir stellen fest, dass Frankreich, Deutschland, Schweden und weitere EU-Staaten zwar fast alle der 14 gegen Israel verabschiedeten Resolutionen dieser Sitzung der Vollversammlung unterstützt haben, dieselben europäischen Staaten es aber verfehlten auch nur eine einzige UNGA-Resolution zur Menschenrechtslage in China, Venezuela, Saudi-Arabien, Kuba, der Türkei, Pakistan, Vietnam, Algerien oder 170 anderen Ländern einzubringen“, schäumte der Direktor von UN Watch.

„Wo ist die angebliche Sorge der EU um das Völkerrecht und Menschenrechte?“, fragte Neuer und fügte an, dass diese „Rituale“ nur ein Ziel haben: „Israel zu Sündenbock zu machen.“

„Die Vollversammlung unterstreicht eine simple Tatsache: Die automatische Mehrheit der UNO hat kein Interesse daran den Palästinensern wirklich zu helfen, auch nicht daran irgendjemandes Menschenrechte zu schützen; das  Ziel dieser rituell einseitigen Verurteilungen besteht darin Israel zum Sündenbock zu machen“, klagte er an.

Die selektive Empörung der Medien: AP-Fotograf in Jerusalem verletzt vs. Israeli von palästinensischen Terroristen ermordet

HonestReporting, 19. Dezember 2021

Ein palästinensischer Fotograf von Associated Press (AP) namens Mahmud Illean wurde am 17. Dezember durch israelische Polizisten verletzt, als er von den jüngsten wöchentlichen Proteste im ostjerusalemer Viertel Scheik Jarrah/Schimon HaTzadik berichtete. Illean soll mit Prellungen im Gesicht nach Hause gegangen sein und unter Kopf- und Rückenschmerzen leiden. Die israelische Polizei erklärte, dass der Vorfall von den betreffenden Behörden untersucht werden wird.

An dem Tag, an dem der Vorfall sich ereignete, prangerten AP, ABC News und Newsweek die Polizei direkt wegen der Misshandlung des Fotografen an. Die Berichte enthielten Verurteilungen durch zahlreiche Organisationen, Details der Verletzungen Illeans und seine Aussage, was geschehen sei.

Dieselben Medien brauchten hingegen mehr als zwei Tage, um auch nur die verstecktesten Hinweise auf die Tötung des 25-jährigen Religionsschülers Yehuda Dimentman und die Verletzungen seiner zwei Kameraden, die sie am 16. Dezember in der Westbank erlitten. Ein palästinensischer Schütze stand neben der Straße und schoss auf das Fahrzeug als Dimentman nahe des Außenpostens Homesch in der nördlichen Westbank vorbeifuhr. Dimentman, Vater eines Kleinkindes, erlitt eine lebensgefährliche Halswunde und wurde von Sanitätern kurz nach Wiederbelebungsversuchen für tot erklärt.

Dieser tödliche Anschlag in der Westbank ereignete sich vor Illeans Begegnung mit israelischen Polizisten in Jerusalem.

Trotz der ungleichen Natur dieser Vorfälle hat der Tod von Yehuda Dimentman im Vergleich zur Berichterstattung über Illeans Tortur während einer gewalttätigen palästinensischen Demonstration herzlich wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Tatsächlich kam APs erste Bestätigung der tödlichen Schüsse erst als Teil eines größeren Textes mit dem Titel „Siedler greifen palästinensische Dorfbewohner nach Tötung in der Westbank an“. Der Artikel beginnt mit der Aussage: „Jüdische Siedler platzten am Freitag in mehrere Dörfer in der besetzten Westbank hinein.“ Erst dann fügt Associated Press an: „Die Angriffe erfolgten einen Tag nachdem palästinensische Bewaffnete einen Israeli bei einem Schieß-Hinterhalt in dem Gebiet töteten.“

Von daher war der von AP für den palästinensischen Terroranschlag dargebrachte Kontext Teil einer breiteren Ablehnung israelischer Politik – daher die Leugnung der Zentralität des Mordes an einem jungen Vater. Noch Besorgnis erregender ist, dass AP-Autor Jack Jeffrey andeutete, Dimentmans Ermordung sei irgendwie eine logische Folge von „unzulässigem“ Siedlungsbau.

Dimentmans Auto kam unter Beschuss, nachdem er ein jüdisches Seminar im Außenposten Homesch verließ, einer ehemaligen Siedlung, die als Teil des Rückzugs Israels aus dem Gazastreifen 2005 evakuiert wurde. In den letzten Jahren haben Siedler an der Stelle wieder einen nicht genehmigten Außenposten errichtet, einen von Dutzenden Außenposten in der Westbank, die von der israelischen Regierung als illegal angesehen, aber oft toleriert werden.

Von AP wurde später ein weiterer Bericht veröffentlicht und von ABC News zwei Tage nach den Schüssen verwendet. Der Artikel, der einmal mehr Dimentmans Tod herabsetzte, trug die Überschrift „Israelische Armee verhaftet 4 Verdächtige bei tödlichen Westbank-Schüssen“. Das Opfer wird lediglich einmal erwähnt, als Teil einer breiteren Kritik des jüdischen Siedlungsvorhabens in der Westbank: „Yehuda Dimentman (25)“, heißt es in dem Artikel, „wurde getötet und zwei weitere bei Homesch verwundet, das von der israelischen Regierung als illegal betrachtet wird.“

Bis zum 19. Dezember hatte Newsweek, das die Prellungen im Gesicht des Fotografen lauthals verurteilte, es nicht für erwähnenswert gehalten den kaltblütigen Mord und die Verletzung israelischer Bürger zu berichten.

Für AP, ABC und Newsweek war der Tod von Yehuda Dimentman nur insofern berichtenswert, als diese bekannten Nachrichtenorganisationen die Story als Mittel dafür nutzten das Narrativ jüdischer Siedlergewalt und die angebliche Unterstützung dieser Gewalt durch die israelische Regierung zu puschen, die die gewalttätige palästinensische Reaktion provozieren soll. All das sind Behauptungen, die zu widerlegen HonestReporting geholfen hat (siehe hier, hier, hier, and hier).

Mahmud Illeans Zusammenstoß mit der israelischen Polizei, der sich ereignete, nachdem er sich in eine hoch explosive Situation begeben hatte – in der Menschen randalierten, Drohungen aussprachen und Stühle auf Polizisten warfen – verdient natürlich eine Untersuchung.

Doch Yehuda Dimentman hatte nicht vor, sich in Gefahr zu begeben. Er wurde kaltblütig auf seinem Weg nach Hause von mindestens einem palästinensischen Angreifer in einem Akt ermordet, der nur als Terrorismus beschrieben werden kann. Seine zwei Kameraden wurden durch von den in der Absicht zu töten geschossenen Kugeln zerstörtes Glas verletzt..

Offenbar kann sogar die menschliche Tragödie israelischer Opfer palästinensischer Terroranschläge von den Medien so verdreht werden, dass sie es so erscheinen lassen, als ob irgendwie das Opfer Schuld hat.

Die „woke“ Gleichgültigkeit gegenüber Judenhass

Judith Bergman, Gatestone Institute, 10. September 2020

  • Twitter selbst spielt eine bedeutende Rolle bei der Förderung des Antisemitismus.
  • Trotz tausender Beschwerden ließ Twitter die meisten Tweets des Rappers (Wiley) sechs Tage lang stehen und entschied sich erst nach einem 48-stündigen Boykott der Plattform durch tausende britischer User, darunter Innenministerin Priti Patel, ihn lebenslang zu sperren.
  • Twitter hat sogar versucht zu behaupten, die völkermörderische Variante des Judenhasses, die Art, in der die Führer des Iran sich auszeichnen, würde nicht gegen seine Regeln verstoßen.
  • Es scheint so, als sei die selbstgerechte Empörung der Wokeratis fehlen, wenn die Person, gegen die sich der Rassismus wendet, Jude ist.
In Britannien hielt der Rapper Wiley vor kurzem eine 48-stündige antisemitische Wutrede auf Twitter, mit der er Verschwörungstheorien und Beleidigungen von Juden verbreitete und sagte, sie sollten erschossen werden. Totz tausender Beschwerden ließ Twitter die meisten von Wileys Tweets sechs Tage lang stehen und beschloss erst nach einem 48-stündigen Boykott der Plattform durch tausende britische User, darunter die britische Innenministerin Priti Patel, ihn zu sperren. Bild: Priti Patel am 8. September 2020 in London. (Foto: Leon Neal/Getty Images)

Der Judenhass hat in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren immer mehr Überhand genommen. 2019 gab es nach Angaben des Berichts der Anti-Defamation League im Mai 2.107 antisemitische Vorfälle. Das war die höchste Zahl seit 40 Jahren. Zu den Vorfällen gehörten 61 Fälle physischer Angriffe, 1.127 Vorfälle von Belästigung und 919 Fälle von Vandalismus.

Auch in mehreren europäischen Ländern erreicht der Antisemitismus einen Höchststand: 2019 erlebte Deutschland mit 2.032 Vorfällen die höchste Zahl antisemitischer Verbrechen innerhalb von fast zwei Jahrzehnten. Großbritannien registrierte 2019 mit 1.805 Vorfällen im vierten Jahr in Folge „einen Rekordzahl“ antisemitischer Vorfälle – die höchste Zahl, die jemals innerhalb eines Kalenderjahres erfasst wurde, so ein Bericht im Guardian. In Frankreich stiegen antisemitische Anschläge 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 74% an und 2019 um weitere 27%. Ein gewalttätiger Angriff 2018 war die brutale Ermordung Mireille Knolls, einer 85-jährigen französisch-jüdischen Holocaust-Überlebenden, die in ihrer Pariser Wohnung von zwei Männern ermordet wurde, die „Allahu Akbar“ brüllten, als sie elfmal auf sie einstachen und ihre Wohnung in Brand setzten.

Die Zunahme des Antisemitismus kommt nur 80 Jahre, nachdem Millionen Juden in Europa zusammengetrieben und Versklavung, Massenerschießungen und „medizinischen Experimenten“ sowie industriellem Massenmord in Konzentrationslagern der Nazis einzig deshalb unterzogen wurden, weil sie Juden waren.

In unserer hypersensiblen, hyper-radikalisierten „Woke“-Kultur, in der offensichtliche Wahrheiten wie „alle Leben zählen“ auszusprechen sofort dazu führen, dass du ausgegrenzt wirst, deinen Job verlierst und man dich als Rassisten einordnet, sollte man annehmen, dass der Anstieg des Antisemitismus für maximale Empörung sorgen würde. Antisemitismus zu propagieren sorgt jedoch selten dafür, dass irgendjemand – abgesehen vom gelegentlichen weißen Herrenmenschen – ausgegrenzt wird. Dieses zweierlei Maß setzt sich fort, obwohl Hassreden allgemein als völlig inakzeptabel und gefährlich angesehen wird, wie es sich in der Politik gegen Hassreden in den sozialen Medien und den Tech-Giganten spiegelt.

Louis Farrakhan, der Führer der schwarzen, muslimischen Nation of Islam und von vielen als professioneller Antisemit eingestuft, hat Verschwörungstheorien über Juden propagiert. Er bezeichnete sie als „satanisch“ und „Termiten“ und pries Hitler als „einen sehr großen Mann“. Prominente und andere, die für Farrakhan werben, machen selten die Erfahrung öffentlicher Empörung und der damit einhergehenden Ausgrenzungen, die Menschen normalerweise begleitet, die solchen Rassismus zur Schau stellen. Seine Reden und Interviews sind auf YouTube frei verfügbar, das zweifelhaft erklärte, es stehe „solidarisch gegen Rassismus und Gewalt“. Offensichtlich erstreckt sich diese Solidarität nicht auf judenfeindlichen Rassismus. Stattdessen vermittelt YouTube die Botschaft, dass – um es mit Orwells Worten zu sagen – mancher Rassismus rassistischer ist als anderer.

Ein neuer Streaming-Fernsehkanal, Fox Soul TV, „der für afrikanisch-amerikanische Zuschauer da ist“, so seine Internetseite, plante am 1. Juli eine Rede Farrakhans zu senden, änderte aber sein Programm, vermutlich wegen des Gegenwinds, den der Sender auf Twitter erfuhr.

Chelsea Handler, eine amerikanische Komikerin, warb vor kurzem auf ihrem Instragram-Account für einen Videoclip Farrahans, in dem sie ihn für das „starke Video“ über weiße Menschen und schwarze Macht pries. Mehrere Hollywood-Promis, darunter Jennifer Aniston, „likten“ ihren Post. Handler löschte ihn erst nach viel Kritik und bot eine unausgegorene Entschuldigung, in der sie sagte:

„Ich betrachte diese Botschaft als ziemlich kraftvoll… Vielleicht formten sich Farrakhans antisemitische Ansichten während seiner eigenen Unterdrückung. Wir wissen  heute, dass die Unterdrückung einer Rasse zur Unterdrückung aller Rassen führt.“

Niemand grenzte Handler dafür aus, dass sie Antisemitismus propagiert.

Mehrere weitere Promis haben ebenfalls Farrakhans Art des Judenhasses in den sozialen Medien gefördert. Anfang Juni gab der Rapper Ice Cube, offenbar ein Bewunderer Farrakhans, eine Reihe von Tweets ab, zu denen nach Angaben von Kareem Abdul-Jabbar im Hollywood Reporter „einige gruselige Symbole und Bilder gehörten … und die implizierten, dass Juden für die Unterdrückung von Schwarzen verantwortlich waren“. Trotz einer Geschichte des Antisemitismus verursachten Ice Cubes aktuelle Tweets kaum einen Kratzer an seinem Image. Noch am 29. Juli veröffentlichte der Rapper ein Op-ed in The Hill.

Typischerweise erhalten „Falschdenker“, die den Karriere zerstörenden Fehler machen ihre Gedanken in sozialen Medien zu veröffentlichen, keine Gnade und werden mit sofortiger Ausgrenzung begrüßt. Angebotene Entschuldigungen, so kriecherisch sie auch sein mögen, werden in der Regel nicht akzeptiert. In sozialen Medien unwoke Ansichten zum Ausdruck zu bringen ist eine Sünde, für die es keine Vergebung gibt, wie Akademiker, Medienpersönlichkeiten und andere erfahren haben.

In seltenen Fällen, wenn Antisemiten anhaltenden Gegenwind und in ihren Karrieren sogar Konsequenzen erfahren, scheint es aber eine starke Bereitschaft derer zu geben zu vergeben und zu vergessen, die gewöhnlich die Ausgrenzung betreiben. US-Medienstar Nick Cannon zum Beispiel wurde vor kurzem von ViacomCBS gefeuert, nachdem er in seinem Podcast antisemitische Verschwörungstheorien propagierte; trotzdem feuerte Fox Cannon nicht aus seiner Rolle als Moderator der Reality-Serie The Masked Singer, die der Sender ausstrahlt. „Als wir auf Nick Cannons Interview mit Richard Griffin auf YouTube aufmerksam gemacht wurden, begann wir sofort einen Dialog mit Nick“, sagte Fox in einer Stellungnahme.

Ihm ist klar und er bedauert, dass seine Worte falsch waren und ihnen sowohl das Verständnis und der Kontext fehlten und sie ungewollt Hass förderten… Fox verurteilt alle Formen von Hass, gegen welche Gemeinschaft auch immer er sich richtet und wir werden Bigotterie jeglicher Art bekämpfen.“

Twitter selbst spielt eine bedeutende Rolle bei der Förderung von Antisemitismus. In Großbritannien veranstaltete der Rapper Wiley vor kurzem eine 48-stündige antisemitische Wutrede auf Twitter; er verbreitete nicht nur eine Reihe Verschwörungstheorien und Beleidigungen von Juden, sondern sagte auch, sie sollten erschossen werden und dass er kommen würde um sich in Golders Green (einem jüdischen Viertel von London) „zu ihnen zu setzen“. Trotz tausender Beschwerden ließ Twitter den Großteil der Tweets des Rappers sechs Tage lang stehen und erst nach einem 48-stündigen Boykott durch tausende britische User, darunter Innenministerin Priti Patel, beschloss die Plattform ihn zu sperren.

Twitter hat sogar versucht zu behaupten, die völkermörderische Variante des Judenhasses, die Art, in der die Führer des Iran sich auszeichnen, würde seine Regeln nicht verletzen. Als Twitter kürzlich von Israels Knessetausschuss für Zuwanderung, Aufnahme und Diaspora-Angelegenheiten gefragt wurde, warum der iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei, der auf Twitter zur „Beseitigung“ des jüdischen Staats aufrief, frei weiter twittern darf, während Präsident Donald Trumps Tweets wegen Verletzung der Twitter-Politik zu Hassreden gekennzeichnet wurden, antwortete Twitters Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Regierung und Philantropie für die nordischen Länder und Israel, Ylwa Pettersson:

„Wir haben einen Ansatz gegenüber Weltführern, der aktuell besagt, dass direkte Interaktionen mit Persönlichkeiten der Öffentlichkeit, Kommentaren zu politischen Tagesthemen oder außenpolitischem Säbelrasseln in militärischen und wirtschaftlichen Fragen allgemein die Twitter-Regeln nicht verletzen.“

Pettersson wurde dann gefragt, ob „zu Völkermord aufzurufen in Ordnung ist, aber politische Situationen zu kommentieren nicht“? Sie antwortete:

„Missachtet ein Weltführer unsere Regeln, aber es gibt ein klares Interesse das auf dem Dienst zu behalten, können wir es hinter einen Hinweis setzen, der etwas mehr Kontext zur Regelverletzung gibt und den Menschen erlaubt ihn anzuklicken, wenn sie diesen Inhalt sehen wollen. Das ist das, was mit dem Trump-Tweet geschah. Dieser Tweet verletzte unsere Politik zur Verherrlichung von Gewalt aufgrund der letzten Zeile dieses Tweets und dem Risiko, dass er zu Schädigungen und ähnlichem Handeln inspirieren könnte.“

Für diejenigen, die eine Erinnerung brauchen, wie wenig tatsächlich nötig ist, um lebenslang von Twitter gesperrt zu werden (vorausgesetzt das beleidigende Thema ist nicht Antisemitismus): Letztes Jahr entfernte die Plattform Meghan Murphy, eine kanadische Feministin, die das Sprechverbrechen begangen hatte eine Transgender-Person nicht mit ihrem bevorzugten Pronomen anredete.

Es scheint so, als ob die selbstgerechte Empörung der Wokerati fehlt, wenn die Person, die Rassismus erfährt, Jude ist.

Zweierlei Maß bei Antisemitismus und Islamophobie

Behauptungen moralischer Äquivalenz sind falsch. Bigotterie gründet auf Unwahrheiten, nicht auf Tatsachen.

Melanie Phillips, Israel National News, 10. Dezember 2021

Eines der offensichtlichsten Merkmale des Antisemitismus ist die Doppelmoral, die er betreibt, durch die Juden für schädigende Unterstellungen und Umgang ausgesucht werden, die sich gegen kein anderes Volk der Welt richtet.

Allerdings wird zweierlei Maß auch gegenüber dem Antisemitismus selbst angewandt, wie vor kurzem bei beunruhigenden Entwicklungen in Amerika wie in Belarus zu sehen war.

In Amerika ist die republikanische Kongressabgeordnete Lauren Boebert (Colorado) wegen Äußerungen der Islamophobie beschuldigt worden, die sie über die muslimische Abgeordnete der Demokraten Ilhan Omar (Minnesota) machte. Letzten Monat bezeichnete Boebert Omar als Mitglied der „Jihad Squad“. Sie riss auch einen Witz darüber, dass ein besorgter Polizist von Omar nichts zu befürchten habe, weil sie keineb Rucksack trage, ein typisches Bekleidungsstück einer menschlichen Bombe.

Lauren Boebert (Wahlkampffoto)

Boebert entschuldigte sich später bei „allen in der muslimischen Gemeinschaft, die ich mit meinem Kommentar vor den Kopf gestoßen habe“, hat aber bisher keine Entschuldigung bei Omar veröffentlicht und beschuldigte sie weiterhin antiamerikanischer Rhetorik.

Als Ergebnis davon haben die Vorsitzenden von fünf demokratischen Ausschüssen gefordert Boebert sollten ihre Ausschusszuordnungen aberkannt werden.

Omar ihrerseits sagte, Boeberts Äußerungen seien „nicht nur ein Angriff auf mich, sondern auf Millionen amerikanische Muslime überall im Land“, und dass „Islamophobie unsere Kultur, unsere Politik und sogar Entscheidungen bei der Polizei durchdringt“. Sie lenkte die Aufmerksamkeit auch auf Drohungen, die sie als Resultat dieses Aufruhrs erhielt.

Boeberts Kommentare waren beleidigend und falsch. Und Morddrohungen wie auch andere Übergriffe gegen Omar sind offensichtlich völlig inakzeptabel.

Omar ist jedoch selbst der Verbreitung antisemitischer Sprachbilder schuldig, die suggerieren, dass die Juden bösartige Kontrolle über die Welt ausüben und Einzelpersonen sowie Ereignisse finanziell manipulieren. 2012 twitterte sie: „Israel hat die Welt hypnotisiert, möge Allah die Menschen wachrütteln und ihnen helfen die bösartigen Taten Israels zu sehen.“

2019 twitterte sie, nachdem der Vorsitzende der Minderheitsfraktion im Repräsentantenhaus Kevin McCarthy (Republikaner aus Kalifornien) sie wegen Angriffen auf die Unterstützung des Kongresses für Israel kritisierte: „Es dreht sich alles um die Benjamins, Baby“,[*] und sagte, das American Israel Public Affairs Committee stütze republikanische Kandidaten ausdrücklich, um sich damit Unterstützung für Israel zu erkaufen.

Später im selben Jahr sagte sie mit Verweis auf Israel: „Ich möchte über den politischen Einfluss in diesem Land reden, der sagte, es ist in Ordnung, dass Menschen auf Loyalität gegenüber einem fremden Land drängen.“

Doch trotz ihrer wiederholten antisemitischen Äußerungen haben es die Demokraten abgelehnt irgendetwas zu unternehmen. Von der Partei wurde sie nicht persönlich getadelt; ihre Mitglieder sind nicht gegen sie aufgetreten, weil sie zur Rekordzahl an Angriffen auf amerikanische Juden beigetragen hat; kein Demokrat hat gefordert, dass sie aus Ausschüssen entfernt wird.

Ähnliches zweierlei Maß wegen Antisemitismus ist vor kurzem in Großbritannien zur Schau gestellt worden. Ende letzten Monats verließ eine Gruppe hareidischer Jugendlicher in Londons Stadtzentrum einen Bus, um auf dem Bürgersteig zur Feier von Hanukka zu tanzen.

London (Archiv) – Nati Shohat/FLASH90

Prompt wurden sie von einer Gruppe Männer – von denen zumindest einige Muslime waren – bespuckt und beschimpft; die Täter gaben auch den Nazi-Gruß und traten mit ihren Schuhen gegen den Bus (eine arabische Beleidigung), als dieser die Jungen in Sicherheit brachte.

Diese furchtbare Szene wurde von jemanden im Bus gefilmt. Die BBC hingegen fügte ihrem Bericht über diesen Angriff die Behauptung ein, dass aus dem Fahrzeug „rassistische Verleumdungen“ zu hören gewesen wären. Das wurde später in eine einzige „muslimfeindliche Verleumdung“ geändert, von der die BBC sagte, sie sei deutlich zu hören.

Aber niemand sonst, der dieses Video ansah, hörte eine solche Verleumdung. Vor einer Menge Hintergrundlärm scheinen die einzigen entdeckten Worte Hebräisch zu sein: tikra lemischehu, ze dachuf, was „Ruf jemanden an, es ist dringend“ bedeutet.

Erstaunlicherweise schien die BBC also fälschlich diese jungen jüdischen Opfer zu beschmutzen, um moralische Schmach zu verbreiten und damit den Makel des Antisemitismus zu mildern.

Das BBC-Gebäude (Foto: iStock)

Während die BBC ihre Behauptung noch einmal bestärkte, hat der ehemalige Labour-Abgeordnete Lord Austin – der eine Bilanz der Anständigkeit gegenüber den Juden hat – wütend geschrieben, dass er „sich keinen Vorfall mit einer anderen Gruppe vorstellen kann, über den auf diese Weise berichtet wird“.

Aus diesen Episoden entstehen eine Reihe wichtiger Punkte. Der erste ist, dass Boeberts Äußerungen über Omar kein Angriff auf Muslime allgemein waren, sondern auf Omar persönlich, aufgrund ihrer Vorgeschichte. Omars Behauptung, Amerika sei institutionell „islamophob“ ist unwahr (tatsächlich ist das ein weiteres Beispiel ihrer antiamerikanischen Rhetorik).

Gewiss, manche Leute haben wirklich intolerante Ansichten über Muslime, genauso wie es Intoleranz gegenüber allen Minderheiten gibt. Die Beleidigung der „Islamophobie“ wurde allerdings geschaffen, um legitime Kritik am Islam oder eines von Muslimen begangenen Verbrechens abzuschalten.

Viele Muslime sind vorbildliche Bürger, aber es bleibt eine nachweisbare Tatsache, dass eine alarmierende Anzahl Terrorismus unterstützt; eine noch größere Anzahl, die gegen Terrorismus sind, unterstützen aber dessen Ziele, ob es sich nun um die Vernichtung Israels oder des Westens allgemein handelt; und diese gefährlichen Einstellungen sind in einer Interpretation des Islam verwurzelt, die derzeit in der muslimischen Welt dominiert.

Der Punkt ist, dass diese Beobachtungen auf Faktenbeweisen basieren. Und Beobachtungen auf Faktengrundlage können nicht als Bigotterie eingestuft werden, weil Bigotterie auf Lügen, Verdrehungen und einer Verdunkelung des Verstandes beruht.

Das ist der Grund, dass im Gegensatz dazu Antisemitismus die reinste Form der Bigotterie ist – weil er komplett aus Fälschungen, Verdrehungen und der Verdunkelung des Verstandes geschaffen ist, die das jüdische Volk sowie den Staat Israel als kollektiven Juden dämonisiert.

Und das ist auch der Grund, dass Antisemitismus sich komplett von Islamophobie unterscheidet. Doch trotz dieses entscheidenden Unterschieds heißt es, dass sie gleichwertig seien (tragischerweise sagen viele liberale Juden genau dasselbe). Solche falsche Äquivalenz dient dazu unbegründete Anschuldigungen der „Islamophobie“ aufzublasen, während gleichzeitig die einzigartige und mörderische Bösartigkeit des Antisemitismus abgewertet wird.

Eine Annahme genau solcher moralischer Gleichsetzung war im Bericht der BBC über den Angriff auf den Londoner Bus zu sehen. Selbst wenn ihre Journalisten aufrichtig glaubten, sie hätten eine muslimfeindliche Beleidigung in dem Video gehört, dann haben sie es unbekümmert versäumt eine so explosive Behauptung zu verifizieren, bevor sie sie sendeten.

Ihre Begründung wurde aus einem Interview mit einem beteiligten Journalisten deutlich, der sagte, sein Team „dachte, es sei wichtig zu spiegeln, dass es dort Beschimpfung von beiden Seiten gab“.

Mit anderen Worten: Sie glaubten, sie müssten eine Vorstellung von Ausgewogenheit demonstrieren. Doch scheint die BBC nur bei einem antisemitischen Angriff zu glauben, dass zu Ausgewogenheit gehört die Bedeutung des Angriffs zu mindern, indem suggeriert wird, seine Oper seien moralisch genauso schuldig.

Darüber hinaus involviert der Bericht der BBC einen weitere Doppelstandard – denn er beschrieb den sichtbar antisemitischen Angriff als lediglich „vorgeworfen“, während die vorgeworfene antimuslimische Verleumdung als Tatsache präsentiert wurde.

Der Westen hat allgemein ein Problem Antisemitismus einzuräumen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Weil er die Tatsache nicht verkraftet, dass der Holocaust im Epizentrum der europäischen Hochkultur stattfand, versucht der Westen beharrlich die Beweise zu vergraben, dass viel davon immer noch ein eingeborenes Vorurteil gegen das jüdische Volk ist.

Auch wenn es die antisemitische Rechtsextreme gibt, kommt ein Großteil des heutigen Antisemitismus von der Linken, die von sich selbst annimmt der Gipfel der Tugend und daher nicht zu schlimmen Dingen fähig zu sein; außerdem von Muslimen, die die Linke als Opfer und daher nicht in der Lage Schlimmes zu tun betrachtet.

Der schlimmste Grund von allen ist, dass diejenigen, die glauben die Antisemitismus-Behauptungen seien übertrieben, das tun, weil sie glauben, dass die Juden wirklich die Welt mit Hilfe von Geld, Medien und Politik beherrschen und versuchen sie für ihre eigenen Interessen zu manipulieren.

Mit anderen Worten: Das zweierlei Maß, das verwendet wird, um Antisemitismus zu verharmlosen oder zu leugnen, ist selbst weiterer Beweis des judenfeindlichen Gefühls, das den Westen weiterhin auf so beängstigende Weise vergiftet.


[*] „Benjamin“ werden die $100-Banknoten genannt, auf denen Benjamin Franklin abgebildet ist.

Bezeichnet sie nur ja nicht als „Terroristen“

Die Tatsache, dass Medienorgane und Lobbygruppen praktisch gleich reden, ist Beleg für eine Mentalität – die Mentalität von Parteigängern, die eine bestimmte Sichtweise präsentieren wollen, mit der sie die öffentliche Meinung zu beeinflussen hoffen.

Stephen M. Flatwo, Israel HaYom, 30. November 2021

Wann ist ein Terrorist kein Terrorist? Natürlich wenn er ein Palästinenser ist.

In jedem anderen Teil der Welt, unter allen anderen Umständen wird jemand, der aus nationalistischen Gründen mit einer Maschinenpistole in eine Gruppe Zivilisten schießt, als Terrorist begriffen.

Aber als Fadi Abu Schkaydam neulich in Jerusalem mit einer Maschinenpistole das Feuer auf eine Gruppe jüdischer Zivilisten eröffnete, den Reiseführer Eliyahu Kay ermordete und vier weitere Personen verletzte, war das Wort „Terrorist“ nirgendwo zu sehen.

Der erste Satz des Artikels der New York Times über den Anschlag lautete: „Ein palästinensischer Lehrer erschoss einen israelischen Reiseführer…“ Als ob dessen Beruf maßgeblich wäre; als ob das das ist, was Lehrer gewöhnlich tun.

Aber andere Darstellungen des Mörders durch die Nachrichtenmedien und verschiedene Lobbygruppen waren nicht viel besser:

  • Eine Presseerklärung von J-Street bezeichnet Schkaydam als „einen palästinensischen Bewaffneten“.
  • Der Guaridan nannten ihn „einen Militanten der Hamas“.
  • Im National Publik Radio war er „ein palästinensischer Angreifer“.
  • In der Washington Post war er einfach „ein palästinensischer Mann“.

Wir alle werden von der unablässig propalästinensischen Einseitigkeit eines Großteils der internationalen Nachrichtenmedien irritiert. Wir alle sind es inzwischen gewohnt die Zähne zusammenzubeißen, wenn wir unsere morgendliche Zeitung aufschlagen oder die Schlagzeilen des Tages durchklicken. Mein Punkt zur Art, wie Schkaydam beschrieben wurde, ist nicht mich über die Einseitigkeit der Medien an sich zu beschweren. Das ist, als würde man sich über den Tod oder Steuern zu bezahlten beschweren. So unausweichlich ist das geworden.

Stattdessen bringe ich die Frage auf, weil wir etwas davon lernen können einen genaueren Blick auf diese Episode zu werfen. Zu erkennen, warum die pro-arabische Seite sich für solche Terminologie entscheidet, ist wichtig um zu begreifen, wie man sie effektiv bekämpft.

Die Tatsache, dass so viele Medienorgane und Lobbygruppen praktisch denselben Sprachgebrauch verwenden, ist kein Beleg für eine Verschwörung. Sie ist Beleg für eine Mentalität – die Mentalität von Parteigängern, die eine bestimmte Perspektive vorlegen wollen, von der sie hoffen, dass sie die öffentliche Meinung beeinflusst.

Der Guardian, J-Street und die anderen sind leidenschaftliche Anhänger der palästinensisch-arabischen Sache. Und das Wort „Terrorist“ schadet dieser Sache. Ein „Terrorist“ ist offensichtlich ein schlechter Mensch, der etwas Schlechtes tut. Das Wort enthüllt die wahre, scheußliche Natur des Killers. Das ist der Grund, dass Terroristen und ihre Verteidiger alles ihnen Mögliche tun, um das Wort „Terrorist“ aus dem Gespräch herauszuhalten.

„Bewaffneter“ ist neutral. Er ist ein Mann mit einer Waffe. Könnte ein Räuber sein.

„Angreifer“ ist ebenfalls neutral. Jemand, der jemanden oder etwas angreift. Man kann nicht sagen, ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

„Militanter“ deutet an, dass Gewalt involviert ist, aber es ist immer noch im Wesentlichen neutral. Das Wort an sich sagt nicht, ob die Gewalt Aggression ist oder Selbstverteidigung.

Einen Mörder schlicht als „einen Mann“ oder schlimmer „einen Lehrer“ zu bezeichnen, ist so irreführend, dass es fast die Tatsache verrät, dass der Schreiber das Wesen des Mörders vertuscht.

Ich sage jetzt nicht, dass J-Street oder National Public Radio palästinensische Angriffe mit Maschinengewehren auf jüdische Zivilisten unterstützen. Was ist sage: Sie wählen ihre Worte sorgfältig und sie entscheiden sich bewusst für Beschreibungen Schkaydams, die es vermeiden anzuerkennen, dass er ein palästinensisch-arabischer Terrorist ist.

Und sie machten das aus einem klaren und offensichtlichen Grund: Weil die Wahrheit zu sagen, unter Verwendung wahrheitsgemäßer Worte, die Sache der palästinensischen Araber untergraben würde.

Wenn wir also von palästinensisch-arabischen Terroristen lesen und feststellen, wie sie beschrieben werden, dann lassen Sie uns versuchen im Hinterkopf zu behalten, dass das kein Zufall ist. Es gibt einen Grund, dass sie so beschrieben werden – um das Bild des Killers reinzuwaschen, um die Sache des Killers reinzuwaschen.

Das unveräußerliche Rechte der Juden auf dem Tempelberg zu beten

First One Through, 29. November 2021

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Universal Declaration of Human Rights – UDHR) legte 30 Prinzipien fest, die allen Menschen weltweit gewährt werden. Die Vereinten Nationen zitieren sie oft, außer wenn es um Juden geht.

Artikel 2 der UDHR erklärte, dass alle Menschen Anspruch auf Rechte und Freiheiten haben, ungeachtet von „Rasse, Farbe, Geschlecht, Religion, politischer oder sonstiger Meinung, nationaler oder sozialer Herkunft, Eigentum, Geburt oder sonstigen Status.“Das deckt eindeutig Juden ab – sogar solche aus Israel oder den umstrittenen Gebieten.

Artikel 18 der UDHR beschäftigt sich mit dem Thema Religion, darunter ihren Bräuchen: „Jeder hat das Recht auf Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit; dieses Recht beinhaltet die Freiheit seinen Glauben zu wechseln und die Freiheit alleine oder in Gemeinschaft mit anderen und öffentlich oder privat seine Religion oder seine Überzeugung in Lehre, Praxis, Anbetung und Ausübung zeigen.“ Viele muslimische Länder treten diese Fähigkeit seine Religion zu wechseln mit Füßen, verbieten in ihren Verfassungen Glaubensabfall, eine offenkundige Verletzung der UDHR, die in der UNO wegen muslimischem Privileg niemals diskutiert wird.

Die Fähigkeit der Juden zu beten, wie es ihr historischer Brauch und ihr Recht ist, wird in der UNO nicht ignoriert, sondern mit einem unverschämten und verankerten Verbot gekontert.

Der jüdische Tempelberg

Der für die Juden heiligste Ort ist der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem. Er ist seit mehr als 3.000 Jahren, seit König David die Hauptstadt des jüdischen Volks von Hebron hierher verlegte und sein Sohn Salomo den ersten Tempel baute, der Mittelpunkt jüdischer Konzentration und Gebete gewesen. Den größten Teil der ersten tausend Jahre hatten Juden zu verschiedenen Zeiten einen Tempel an diesem Ort, wo sie entsprechend den Anweisungen der hebräischen Bibel Tiere opferten. Nachdem im Jahr 70n.Chr. der zweite Tempel zerstört wurde stiegen, Juden weiter auf den Berg, um still zu beten und machten das 1.500 Jahre lang. Die Osmanen kamen 1517 ins jüdische heilige Land und Suleiman I. (1494-1566) baute einen Großteil Jerusalems wieder auf, einschließlich der ikonischen Stadtmauern. Als Teil seines gewaltigen Jerusalem-Projekts warf er die Juden vom Tempelberg und bot ihnen ein kleines Stück der westlichen Umfassungsmauer des Tempelbergs an – die Westmauer oder Kotel – um dort zu beten. Juden ist seit dieser Zeit praktisch das Beten an ihrem heiligsten Ort verboten worden.

Das osmanische Reich endete 1918, aber die Welt dachte bis nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust an den Juden nicht daran die katastrophalen Gefahren durch tief verwurzelten Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit anzugehen,

Wer dafür sorgte, dass jüdische Gebetsrechte abgeblockt wurden

Im Dezember 1948 versuchte die Welt den Kriegen und Hass ein Ende zu setzen und entwarf die UDHR in der Hoffnung, dass Menschen Respekt für andere zeigen könnten, die anders sind. Die Erwähnung von Religion in den Artikeln war ein direktes Ergebnis der Gräueltaten, die den Juden durch Nichtjuden widerfuhr, wie in der Präambel beschrieben, in Bezug auf die „Missachtung und Verachtung für Menschenrechte sind in barbarischen Taten gemündet, die das Gewissen der Menschheit empört haben.“

Dennoch kämpfte der jüdische Staat, als die Weltorganisation diese Rechte formulierte, gegen mehrere eindringende arabische Armeen um sein Überleben. Die einmarschierende jordanische Armee säuberte alle Juden ethnisch aus dem östlichen Teil des heiligen Landes, einschließlich der Altstadt von Jerusalem, nur ein paar Jahre nach dem Holocaust. Die Jordanier verboten dann den Juden sogar den Besuch oder das Gebet in der Stadt, einschließlich an der Kotel und auf dem Tempelberg.

Der widerliche muslimische Antisemitismus wurde angesprochen, als Jordanien Israel im Juni 1967 erneut angriff und die illegal eroberten Landstriche verlor, was es den Juden ermöglichte wieder in ihre heilige Stadt zu ziehen. Um einen Waffenstillstand mit den verschiedenen muslimischen Ländern zu ermöglichen, die versucht hatten den jüdischen Staat zu vernichten, erlaubte Israel der jordanischen Waqf den Tempelberg zu verwalten und sein Verbot jüdischen Gebets beizubehalten.

Bis heute fordert die UNO eine Veränderung des Status quo der Kontrolle Israels über den Ostteil Jerusalems einschließlich der Altstadt, während sie gleichzeitig verlangt die antisemitische Politik des Verbots von jüdischen Gebeten an ihrem heiligsten Ort aufrechtzuerhalten. Es ist praktisch Wahnsinn zu versuchen dutzende muslimische UNO-Mitglieder zu beschwichtigen, während gleichzeitig die grundlegenden Menschenrechte der Juden mit Füßen getreten werden. Lassen Sie uns dieses Jahr zu Hanukka, einer Zeit, in der die Juden rund um die Welt ihre Menoren in ihre Fenster stellen, um der Welt zu zeigen, dass sie jüdische Gebetsrechte auf dem Tempelberg feiern, die Forderung stellen, dass die Regierung des Staates Israel deutlich geltend macht, dass die Würde von Juden wichtig ist. Juden haben unveräußerliche Rechte an ihrem heiligsten Ort zu beten – auf dem jüdischen Tempelberg.