25 Jahre nach Oslo: Der Elefant im Raum

Ist es muslimischen Palästinensern möglich mit Israel Frieden zu schließen?

Robert L. Meyer, FrontPageMag, 17. April 2019

Vorbemerkung des Autors: Ich habe den Islam mehr als fünf Jahre lang studiert, weil ich wissen wollte, was sogenannte „islamistische“ oder „radikale“ Muslime gegen Juden, Israel und den Westen antreibt. Ich verstehe das jetzt. Der folgende kurze Artikel legt die Argumente dar, warum „Land für Frieden“ unter dem Islam schlicht unmöglich ist, aufgrund von Sure 2,191- und es ist dieser Grund (und die Ignoranz westlicher und israelischer Diplomaten und Unterhändler diesbezüglich), die es muslimischen Palästinensern unmöglich gemacht hat und weiter machen wird Frieden mit Israel zu schließen. Diese palästinensische Haltung ist von den obersten religiösen Fürhern der Palästinenser bestätigt worden, die bekräftigt haben, dass GANZ Palästina eine heilige islamische Waqf (Arabisch: eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß islamischem Scharia-Recht) ist und daher „nicht einmal ein Millimeter“ davon aufgegeben werden darf. Der Artikel ist von einer Reihe Islamexperten überprüft und auf seine Richtigkeit hin bestätigt worden.

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Es sind jetzt mehr als 25 Jahre seit im Oktober 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieben wurden. Doch in den vielen veröffentlichten Kommentaren und Berichten zu diesem Jubiläum und dem Versagen der Seiten zu einer endgültigen Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu kommen ist nirgendwo ein israelischer Politiker oder Journalist zu finden, der die leiseste Ahnung der massiven Auswirkungen des Islam auf die Beeinflussung und Motivation der angeblichen Friedenschaffenden bei den Palästinensern hat.

Der Islam ist in der Tat der „Elefant im Raum“ (das Offensichtliche).

Der Koran erklärt in Sure 2,191: „Vertreibt sie von dort, von wo immer sie euch vertrieben.“

Islamische Gelehrte haben diesen Vers durchgängig so interpretiert, dass Land, das durch Eroberung oder anders einmal islamisch wurde, auf ewig islamisch bleibt und dass Muslime jede nichtmuslimische Regierung vertreiben muss, die in einem Land die Macht übernimmt, das einmal unter islamischer Herrschaft stand.

Kalif Omar eroberte Jerusalem und Palästina im Jahr 637 n.Chr. und das Land Israel blieb (mit Ausnahme der 188 Jahre der Kreuzritterzeit von 1099 bis 1187) bis zum September 1923 unter islamischer Herrschaft; damals begann das britische Mandat. Für Muslime ist Palästina seit seiner Eroberung durch den Islam 637 „muslimisches Land“.

Darüber hinaus ist diese Haltung von Mahmud Al-Habbasch untermauert und bestätigt worden; al-Habbasch ist Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas für Islam und zudem der oberste Scharia-Richter der palästinensischen Autonomiebehörde (PA):

Mahmud Al-Habbasch betonte, dass gemäß dem islamischen Scharia-Recht das gesamte Land Palästina ein waqf ist (d.h. eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß dem islamischen Recht) und ein gesegnetes Land, von dem verboten ist auch nur einen Millimeter zu verkaufen, zu verschenken oder Die Besatzung zu ermöglichen.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-lJadida, 22. Oktober 2014; Übersetzung: Palestinian Media Watch (PMW)]

Siehe auch die Erklärung PA unten, übersetzt aus dem arabischen Original:

Jeder, der glaubt, das sie Nation ihr Palästina oder ihr Jerusalem verkauft hat, bildet sich nicht nur etwas ein. Jeder, der glaubt, dass ein Tag kommen wird, an dem die Nation einen Zoll oder Millimeter des gesetzten und geheiligten Landes Palästina verkauft ist reine Einbildung. Die gesamte Nation sagt, was [PA-] Präsident Mahmud Abbas sagt: ‚Der Palästinenser, Araber, Muslime und Christen, die auch nur einen Zoll von Jerusalem preisgeben, ist noch nicht geboren und wird nie geboren werden.‘“

[Offizielles PA-Fernsehen, 20., April 2018; Übersetzung: PMW]

Der derzeitige Mufti der palästinensischen Autonomie, Mohammed Hussein, hat dieselbe Haltung bekräftigt:

Palästina, dazu gehört Jerusalem, ist Waqf-Land und es ist durch Scharia-Gesetz verboten es preiszugeben oder die Eigentums-Übertragung auf seine Feinde zu erleichtern, denn es ist Teil des öffentlichen islamischen Eigentums. Besitz über islamisches Territorium oder Teil davon Feinden zu übertragen ist ungültig und stellt Hochverrat dar.

[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 13. April 2018; Übersetzung: PMW]

Bitte beachten Sie, dass die palästinensische Autonomiebehörde dieselbe Sichtweise spiegelt, die in der Hamas-Charta dargelegt ist (Artikel 11):

Die Islamische Widerstandsbewegung [Hamas] glaubt, dass das Land Palästina ein islamisches waqf ist, geweiht für zukünftige Generation muslimische Generationen, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts. Es oder jeder Teil davon darf nicht vergeudet werden; es oder kein Teil davon darf nicht aufgegeben werden.

Aus diesen Gründen ist der Austausch von muslimischem „Land für Frieden“ mit Israel unter dem Islam schlicht unmöglich. Hat irgendjemand in Israel je diesen Punkt bemerkt oder darüber nachgedacht – oder sind wir so ignorant dem Islam gegenüber, dass es nie angemessen in Betracht gezogen und bewertet worden ist?

Der Koran Sure 2, Vers 191 wird von Shimon Peres gegenüber 2015 einmal erwähnt. Er antwortete: „Nein. Sie haben Unrecht. Wir schlossen Frieden mit Ägypten. Wir schlossen Frieden mit Jordanien.“

Shimon Peres hatte Recht – und Unrecht.

Vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten im März 1979 bestand der ägyptische Präsident Anwar Sadat auf seiner erklärten Forderung – die auch erfüllt wurde – „jeden Quadratzentimeter des Sinai zurückzuerhalten“. Das geschah ungeachtet der ursprünglichen Verhandlungsposition Israels nach einer fortgesetzten israelischen Beobachtungspräsenz in Scharm el-Scheik und den westlichen Bergen des Sinai und Beibehaltung sowohl der von Israel entwickelten Tourismusorte Taba und Yamit nahe Eilat auf dem Sinai.

Nachdem der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet wurde, konnte Sadat zum ägyptischen Volk zurückkehren und zurecht behaupten, dass er „jeden Quadratzentimeter“ des von Ägypten verwalteten muslimischen Landes zurückbekommen hatte.

Der Fall Jordanien ist noch interessanter und erhellender.

In einem zweistufigen Manöver, das im Juni 1988 begann, gab König Hussein alle jordanischen Ansprüche an Judäa und Samaria auf, die im jordanischen Wunschdenken „Westbank“ (Westufer des Jordan) genannt wurde. Sechs Jahre später, im Oktober 1994, unterschrieben Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

Es hatte aber ein ernstes Problem gegeben: Israel besetzte seit dem Juni 1967 drei Bereich jordanisches Land: die winzige „Friedensinsel“ mitten im Jordan und zwei Felder, die zu israelischen Siedlungen in der Arava, südlich des Toten Meeres gehörten.

In Anhang 1A und 1B des Friedensvertrags wurde das gelöst: Israel erkannte die volle jordanische Souveränität über all dieses Land an. Jordanien stimmte zu, dass Israel das Land auf dieselbe Weise weiter „nutzen“ konnte, wie vorher, für einen „rollenden“ Zeitraum von 25 Jahren, außer das wird von Jordanien mit einer einjährigen Vorlaufzeit aufgekündigt (was Jordanien Ende Oktober 2018 tat).

Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags konnte König Hussein dem jordanischen Volk gegenüber richtigerweise den Anspruch erheben, dass er jeden Quadratzentimeter des jordanisch verwalteten muslimischen Landes zurückgeholt hatte.

Was das Land Israel/Palästina selbst angeht, das „vom Fluss bis zum Meer“ reicht, überließen die Arabische Liga und Jordanien es Palästinenserpräsident Yassir Arafat und der Palästinensischen Befreiungsorganisation als einziger Instanz, die darüber mit Israel verhandeln und das lösen sollte.

Was machten Yassir Arafat und sein Nachfolger Mahmud Abbas?

Bei den Verhandlungen in Camp David im Juni 2000 zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Barak und Yassir Arafat bot Israel an 97% von Judäa und Samaria den Palästinensern abzugeben; Arafat verblüffte Barak und Präsident Bill Clinton damit, dass er nie ein Gegenangebot machte. Warum? Weil er das nicht tun konnte: Der Koran (Sure 2,191) erlaubte es nicht. Allah sagt, dass muslimisches Land niemals den Kuffar (Ungläubigen) überlassen werden kann; darauf steht der Tod. Das die Palästinenser israelische Souveränität über irgendeinen Teil palästinensischen Landes anerkennen was unmöglich. Muslimische Palästinenser hätten das nie akezptiert und Arafat wäre von seinen eigenen Leuten ermordet worden.

Nachdem die Verhandlungen in Camp David gescheitert waren, wurde Arafat von einem arabisch-israelischen muslimischen Journalisten auf Arabisch gefragt, warum er die Verhandlungen verlassen habe. „Weil die Israelis uns nicht 100% geben wollten!“, antwortete er. Der Koran verfügt, dass Arafat ganz Palästina zurückholt, angefangen mit der sogenannten „Westbank“. Er hatte nicht die Freiheit es anders zu machen.

Sieben Jahre später war es bei den Verhandlungen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf der Konferenz in Annapolis im November 2007 genau dasselbe: Ehud Olmert machte den Palästinensern ein sehr großzügiges Angebot von 97% von Judäa und Samaria, wobei Jerusalem kreuz und quer zerschnitten wurde, eine Landverbindung zwischen dem Gazastreifen und Judäa und Samaria geschaffen wurde und sogar einige palästinensischen Flüchtlingen die Rückkehr nach Israel gestattet wurde.

Aber wie reagierte Abbas? Auch er machte kein Gegenangebot. Warum? Weil er das nicht tun konnte (Sure 2,191). Der Koran verbot die Anerkennung israelischer Souveränität über jeglichen Teil muslimisch-palästinensischen Landes, muslimische Palästinenser würde das nie akzeptieren und Abbas wäre von den Palästinensern ermordet worden.

Gemäß dem Koran ist den Palästinensern befohlen ALLES palästinensisch-muslimische Land „vom Fluss bis zum Meer“, ein heiliges waqf unter dem Scharia-Recht zurückzuholen. Das Konzept des israelisch verwalteten muslimischen Landes (d.h. Anerkennung der Souveränität des Staates Israel über jeglichen Teil von Palästina) ist im Islam nicht möglich.

Ist Ihnen jemals aufgefallen, dass palästinensische Ansprüche immer in auf Land baiseenden Begriffen wurzeln? Sie sprechen von der „Besatzung“ ihres Landes, davon von den Israelis 1948 aus Palästina „vertrieben“ worden zu sein und ihr gesamtes Land „vom Fluss bis zum Meer“ zurückzugewinnen. Das oberste Gesetz der palästinensischen Autonomie macht Landverkäufe von Palästinensern an Juden zur Straftat, die mit dem Tod bestraft wird. Mohammed gab auf seinem Todesbett einen Befehl „die Juden und Christen aus der Arabischen Halbinsel zu vertreiben und niemanden außer Muslimen dort zu behalten“. Die Hamas–Krawalle an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen finden im Gedenken an den „Tag des Landes“ statt. Lässt irgendetwas davon etwas klingeln?

In den Oslo-Vereinbarungen versprachen die Palästinenser den Staat Israel innerhalb der „Grünen Linie“ anzuerkennen und die PLO-Charta entsprechend zu abzuändern. Das haben sie nie getan. Sie können und wollen das nicht tun, ohne gegen Allahs Gebot in Sure 2,191 zu verstoßen.

Wenn man an die tausenden Stunden Verhandlungen von Israel, den USA und anderen internationalen Unterhändlern denkt, die seit Oslo versuchen eine Endvereinbarung mit den Palästinenser zu einer „Zweistaatenlösung“ zu finden, dann erinnert das an das „Spiegel-Prinzip“.

Israelische, amerikanische und andere Politiker und Unterhändler glauben weiter, dass sie mit „dem Mann im Spiegel“ verhandeln, d.h. jemandem, der wie sie auf eine westliche, säkulare Weise denkt, ohne Rücksicht auf vorherrschende religiöse Faktoren.

Manche Kommentatoren erklären, dass die Führung der Palästinenser, angefangen mit Yassir Arafat, säkular ist. In dem Maß, wie das stimmen könnte, spielt es keine Rolle. Das palästinensische Volk ist gewiss nicht säkular. Eine vom Jerusalem Media and Communication Centre durchgeführte Umfrage, die am 6. August 2018 veröffentlicht wurde, wollte von den Palästinensern in Judäa und Samaria (der „Westbank“) und dem Gazastreifen wissen: „Spielt Religion im Allgemeinen eine wichtige Rolle in Ihrem Leben?“ Die Antwort lautete in der Westbank zu 96,8% „Ja“, im Gazastriefen zu 99,2% „Ja“.

Israelische und amerikanische Unterhändler verhandeln nicht mit „dem Mann im Spiegel“ wie sie selbst es sind, sondern mit religiösen Palästinensern muslimischen Glaubens. Ein wenig mehr harte Kenntnisse über den Islam, der der „Elefant im Raum“ ist, würde helfen die Palästinenser als von ihren eigenen, ernst genommenen religiösen und kulturellen Imperativen getrieben zu begreifen, die das genaue Gegenteil derer der Israelis und Amerikaner sind.

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„Zweistaatenlösung“ und „Frieden“ – Deutschlands Tabus

Ulrich Sahm (direkt vom Autor)

„Friede sei mit Euch“ sagt jeder Priester und jede Pastorin im Gottesdienst. Niemand würde diesem frommen Wunsch widersprechen. Deshalb gilt es auch als Selbstverständlichkeit, wenn Regierungschefs diesen Spruch in ihr Programm übernehmen. Das gilt besonders für die deutsche Regierung. Denn Deutschland hat zweimal einen verheerenden Weltkrieg ausgelöst, was Millionen Menschen das Leben gekostet und zu flächendeckender Zerstörung geführt hat. In Folge dessen ist man bemüht, möglichst viel Frieden in die Welt zu bringen.

Deutschlands alternativlose Einseitigkeit

Wenn nun Deutschland mit erhobenem Zeigefinger ausgerechnet den Israelis ins Gewissen redet, die Zweistaatenlösung ohne Wenn und Aber zu akzeptieren, weil das die „alternativlose Lösung“ für den Nahostkonflikt sei, wirft das einige peinliche Fragen auf.

So hatte Kanzlerin Angela Merkel den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu ermahnt, als sie ihm mit einer Woche Verspätung telefonisch zu seinem Wahlsieg gratulierte. Als Frau Merkel kurz darauf dem frisch ernannten Regierungschef Muhammad Schtaye der Palästinenser ebenfalls gratulierte, gab es keine mahnenden Worte, wie etwa zur Kluft zwischen der PLO in Ramallah und der Hamas-Organisation, den hungernden Menschen in Gaza zu helfen, das von Präsident Mahmoud Abbas aufgelöste Parlament wieder einzusetzen oder die seit 2006 zum letzten Mal erfolgten Wahlen abzuhalten, um der Regierung in Ramallah demokratische Legitimation zu geben. Wenn Deutschland sich so eifrig um Frieden in Nahost bemüht und speziell Israel ermahnt, ohne die Kriege in Syrien, Libyen oder im Jemen zu erwähnen, und ohne zu sehen, dass kein anderes Land in der Welt von allen Seiten mit der Auslöschung seiner puren Existenz bedroht wird, fragt sich, wie es eigentlich um Deutschland steht.

Wie legitimiert sich Deutschlands Wille zum Frieden in Nahost?

 Der letzte Friedensvertrag in Europa wurde in Versailles nach dem ersten Weltkrieg unterzeichnet, und führte direkt zum noch schlimmeren Zweiten Weltkrieg. Adolf Hitler und seine Nationalsozialisten empfanden die Vorgaben jenes Friedensvertrages als Schmach für Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde bis heute kein Friedensvertrag abgeschlossen. Zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern wie Frankreich, Dänemark und Polen, sowie den sogenannten Siegermächten wie den USA, Russland und Großbritannien, gibt es nur Waffenstillstandsabkommen, nachdem die Deutschen im April 1945 bedingungslos kapitulierten.

Bringt der „Friede“ wirklich Frieden?

 Seitdem hat es in Deutschland und Europa großartige Entwicklungen gegeben, die allesamt wie „Frieden“ aussehen: Wirtschaftsabkommen, das deutsche Wirtschaftswunder, die EU mit gemeinschaftlicher Währung, offenen Grenzen, diplomatischen, kulturellen Beziehungen und mehr.

Angesichts dieses traumhaften nie dagewesenen Zustands in Europa nach Jahrhunderten von Krieg und blindem Hass sollte niemand an diesen friedlichen Zuständen rütteln.

Es mag deshalb wie eine Wortklauberei klingen, wenn wir behaupten, dass dies dennoch kein Frieden ist. Denn nach einem Krieg muss es einen unterzeichneten Friedensvertrag geben, um von „Frieden“ reden zu können. Das ist bis heute nicht geschehen. Und das ist auch gut so. Denn zu einem Friedensvertrag gehören auch Entschädigungen für Kriegsschäden. Sollte Deutschland dazu gezwungen werden, würde das wunderbare Gebilde des friedlichen Europas wirtschaftlich zusammenbrechen.

Der Mangel an „Frieden“ wird gleichwohl immer wieder aufgebracht. Vorreiter ist Griechenland, das bis heute unter den deutschen Zerstörungen zu leiden hat oder zum Beispiel Polen, das sich ebenfalls noch nicht von den Schlägen der Reichswehr erholt hat.

Trotz Abkommen und Beschlüssen der Alliierten wurden die territorialen Änderungen nie im Rahmen von Verhandlungen und Verträgen zwischen den bestehenden Staaten geregelt. Die Übernahme von Schlesien, Danzig und Königsberg war eine einseitige Strafaktion der Alliierten gegen Deutschland. Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als Ostgrenze Deutschlands war eine einseitige Erklärung Bonns und nicht das Ergebnis eines „Friedensvertrags“ zwischen der Bundesrepublik und Polen.

Warum sollte Israel leisten, was Deutschland verweigert?

Wenn also ausgerechnet Deutschland allein von Israel Zustimmung zu einer Zweistaatenlösung fordert, weil sonst kein Friedensvertrag zustande kommen könne, muss man sich fragen, wieso Deutschland glaubt, selbst ohne Friedensvertrag gut existieren zu können. Das ist nicht nur eine Formalität, zumal in Deutschland viele Menschen leben, die als Vertriebene den Verlust ihrer alten Heimat im Osten bis heute beklagen, auch wenn sie sich nicht anbiedern, als Selbstmordattentäter auf polnischen Marktplätzen ihr Heil zu suchen.

Für Deutschland sind „Frieden“ und „Zweistaaten-Lösung“ tabu

 Interessant ist auch die Geschichte der Zauberformel „Zweitstaatenlösung“. Von der wollen laut Umfragen weder die Palästinenser noch die Israelis hören. Zudem enthält sie einige Schönheitsfehler: Solange die Spaltung der Palästinenser in Gaza unter der Hamas und das Westjordanland unter der PLO als unüberwindbar gilt, wer könnte im Namen der Palästinenser einen Vertrag unterzeichnen? Keiner der heutigen Politiker ist mehr legitimiert, im Namen aller Palästinenser zu reden, mangels Parlament und Wahlen,.

Die Idee einer Zwei-Staaten-Lösung wurde in den 1970er Jahren von Nordvietnam konzipiert und den Deutschen vorgetragen. Bonn hatte diese Idee damals unter Willy Brandt brüsk zurückgewiesen. Eine Anerkennung der DDR und damit eine Sanktionierung der Spaltung Deutschlands kam allein wegen der damals geltenden Hallstein-Doktrin nicht in Frage. Hätte Bonn die DDR anerkannt, wäre es wohl nicht zur „Wiedervereinigung“ gekommen. Kanzlerin Angela Merkel sollte sich dieser Tatsachen bewusst werden, ehe sie wieder mal anderen Ländern Vorhaltungen macht, einen Weg zu gehen, der für Deutschland selbst nicht akzeptabel ist.

Auf den Punkt gebracht hat es der Karikaturist Harm Bengen (ERL 18):

 

Die Davidstadt und das Problem der Teilung Jerusalems

Archäologische Funde widerlegen weiterhin palästinensische Versuche jüdische Geschichte zu leugnen. Aber ohne die jüdische Präsenz vor Ort würden all diese kostbaren Altertümer auf dem Müll landen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 3. April 2019

Diejenigen, die weiterhin die historischen Fakten zum jüdischen Jerusalem leugnen, erhielten diese Woche weitere schlechte Nachrichten. Archäologen, die im Bereich der Davidstadt in Jerusalem arbeiten, zeigten einige ihrer neuesten Funde, darunter eine Bulle (ein kleines Siegel), die auf das sechste Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und damit vor die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier datiert werden kann.

Dieses besondere Stück wurde im letzten Herbst in der Davidstadt gefunden, einem Gebiet direkt außerhalb der heutigen Altstadtmauern Jerusalems, das aber Stätte der biblischen Hauptstadt des Königreichs Judäa war. Das Siegel trägt eine Inschrift, die feststellt, dass es „Natan Melech, Diener des Königs, gehörte“.

Die Bedeutung des kleinen Siegels liegt in der Tatsache, dass sein Eigentümer in 2. Könige als Beamter erwähnt wird, der im Dienst König Josiahs stand, der vor rund 2.600 Jahren lebte und starb. Als solches ist es ein weiterer in der zunehmenden Liste von Belegen, die in Ausgrabungen an der Davidstadt gefunden wurden und die beweisen, dass die in der Bibel geschilderten Geschehnisse des davidischen Königtums in historischen Fakten wurzeln, nicht in religiöser Fiktion.

Das ist aus zwei Gründen wichtig.

Einer ist, dass damit Behauptungen der Palästinenser widerlegt werden, die die jüdische Geschichte und die Verbindungen des jüdischen Volks zum Land bestreiten, insbesondere zu Jerusalem.

Zweitens setzt es die fortgesetzte Kontroverse um die Ausgrabungen in der Davidstadt und das Recht der Juden, in dieses Gebiet zu ziehen, in Kontext.

Wie Bari Weiss in einem ausgewogenen Text in der Sunday New York Times am vergangenen Wochenende vermerkt, sind die Archäologen seitens der palästinensische Autonomiebehörde und örtlichen arabischen Bewohner so unwillkommen wie die Juden, die herkamen, um in diesem Teil der antiken Stadt zu leben.

Während die Bedeutung des dort gefundenen Schatzes nicht zu bestreiten ist, betrachten Israels Kritiker die Grabung als etwas eher Politisches denn Geschichte. Mit der Entwicklung des Orts in einen Geschichtspark ist die City of David Foundation als Siedlergruppe verdammt worden, die mehr die Absicht hat Israels Zugriff auf einen Teil der Stadt zu festigen, der vom Großteil der Welt nicht als Teil Israels anerkannt wird.

Wie die Altstadt und die Westbank, so besetzte Jordanien von 1948 bis 1967 illegal den Bereich der Davidstadt. Die palästinensischen Araber, die in diesem Umfeld lebten, betrachten Juden als fremde Eindringlinge, obwohl fast alles Grundeigentum in dem Bereich vor der Gründung des Staates Israel Juden gehört oder gehörte. Obwohl niemand sie aus ihren Heimen vertreibt, fühlen sie sich zunehmend von einem Zustrom an Juden in das Viertel bedroht, die heute nach Angaben der Times ein Sechstel der Bevölkerung vor Ort ausmachen. Darüber hinaus nehmen sie die Entwicklung des archäologischen Parks bitter übel und betrachten die dort gemachten Entdeckungen als Beleidigung ihrer Überzeugungen, dass Jerusalem und all seine heiligen Stätten ausschließlich den Arabern gehören.

Ihre Märchen über diesen Versuch die physischen Beweise des jüdischen Jerusalems – wie der Tempelberg selbst und die Westmauer – als entweder gefälscht oder islamischer Natur zu behandeln, sind von Palästinenserführern wie Yassir Arafat und seinem Nachfolger Mahmud Abbas, dem Leiter der palästinensischen Autonomiebehörde, bestärkt worden.

Kritiker der City of David Foundation sind gegen diese Aktivitäten, weil sie glauben, dass der Bereich Teil eines zukünftigen Palästinenserstaats sein soll. Sie sagen, dass die Entwicklung der Stätte und die Grabungen Teil eines Versuchs sind, die erneute Teilung Jerusalems zu verhindern, die es der palästinensischen Autonomie ermöglicht ihre Hauptstadt dorthin zu legen.

Viele Israelis glauben immer noch im Prinzip an die Idee einer Zweistaaten-Lösung, wenn auch nicht annähernd so viele wie in der Vergangenheit, denn es fehlt ein glaubwürdiger palästinensischer Friedenspartner. Aber die Anstrengungen die Arbeit in der Davidstadt zu delegitimieren zeigt zwei grundlegende Probleme des Konzepts auf, sobald es auf eine sensible Stelle angewendet wird. Wenn die jüdischen Rechte an einem Ort bestritten werden, an dem König David und seine Nachkommen ihr antikes Königreich regierten, dann können sie überall im Land bestritten werden. Und das zu tun, dem haben die Palästinenser sich verschrieben. Ihre Anstrengungen die Davidstadt oder auch die Westmauer als mit jüdischen Mythen verbunden zu behandeln, statt als den Beginn der jüdischen Zivilisation, ist untrennbar mit ihrer Weigerung verbunden die Legitimität eines jüdischen Staates anzuerkennen, egal, wo dessen Grenzen gezogen werden könnten.

Es kann auch nicht argumentiert werden, dass die Palästinenser bei einer Zweistaaten-Lösung das Vertrauen gegeben werden kann die heiligen Stätten als solche zu schützen.

Erst diese Woche tauchten Beweise auf, dass antike Gräber im Raum Jericho – Territorium, das von der palästinensischen Autonomie regiert wird – von lokalen Arabern geplündert werden. Das ist in den gesamten Gebieten ein gewöhnliches Vorkommnis; das uralte jüdische Erbe der Region wird von Leuten systematisch zerstört, die auf Profit aus sind oder deren Hauptziel darin besteht die in Hülle und Fülle vorhandenen Beweise für die uralten jüdischen Verbindungen zu diesem Land auszulöschen.

Tatsächlich gibt es kein besseres Beispiel für solchen Vandalismus als den Tempelberg selbst, wo die muslimische Waqf, die den Ort verwaltet, archäologische Beweise in massivem Ausmaß verwüstete. Wir kennen das Ausmaß des Schadens aufgrund der Arbeit der Freiwilligen, die den Schutt durchsieben und bei ihrer Arbeit vor Ort viele wichtige archäologische Funde entdeckt haben, die aufzeigen, dass die jüdischen Ursprünge des Berges böswillig als Müll weggeworfen wurden.

Die einzige Möglichkeit das Erbe der Davidstadt zu schützen, besteht darin sicherzustellen, dass sie und der Rest Jerusalems unter der ungeteilten israelischen Obrigkeit verbleiben, mit dem Recht der Juden ungehindert in ihrer uralten Hauptstadt zu leben. Jede andere Lösung ist kein Weg zum Frieden, sondern etwas, das die Geschichtsleugner der PA nur weiter dazu ermutigt ihren Krieg gegen die jüdische Geschichte weiterzuführen.

Hütet euch vor falschen Propheten

Yehuda Shalem, Israel HaYom, 16. Oktober 2018

„Und als es Mittag wurde, verhöhnte Elija sie und sprach: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist ein Gott. Sicher ist er gerade beschäftigt, oder er ist weggegangen und ist nun unterwegs; vielleicht schläft er auch und muss erst aufwachen.“ (1. König 18,27)

An diese Begebenheit aus der Bibel, in der Elia bewies, dass die Baals-Anhänger einem falschen Gott huldigten, erinnerte ich mich, als ich Premierminister Netanyahu neulich sah. Netanyahu hatte sich entschieden keine Mühen zu scheuen um Fragen von Reportern zu beantworten: „Bitte rufen Sie ihre Redaktionen an, die werden Ihnen einige peinliche Fragen schicken“, sagte er, als er bei einer Veranstaltung sprach, die sich auf Wirtschaftsfragen beschränkte. Die anwesenden Reporter waren verblüfft und verfielen auf die Stellung der langweilen Fragen über die verschiedenen Ermittlungen, denen sich Netanyahu ausgesetzt sieht.

Netanyahus impliziter Spott über diese Reporter unterstrich den traurigen Zustand der israelischen Medien, die Tiefe und Kreativität verloren haben. Zur Verteidigung der Wirtschaftsreporter vor Ort: Es war nicht zu erwarten, dass sie sich mit Themen jenseits ihres Gebiets auskennen und das ist der Grund dafür, dass sie Netanyahu keine politischen Fragen stellten.

Doch selbst bei Wirtschaftsthemen hätten sie es besser machen können. Sie hätten zum Beispiel fragen können, warum die Regierung eine Politik verfolgt hat, die nur zu Überbevölkerung in Zentralisrael ermutigte, statt den Israelis Anreize zu geben sich im Jordantal oder auf den Golanhöhen niederzulassen.

In den 1930-er Jahren besuchte der Literatur-Nobelpreisträger André Paul Guillaume Gide die Sowjetunion. Rund 20 Jahre später schrieb er in seinem Buch „The God That Failed“ (Der Gott, der versagte): In der Sowjetunion wird ein für allemal akzeptiert, dass es zu jedem Thema – welche Angelegenheit auch immer das ist – es nur eine einzige Meinung geben kann, die richtige. Und jeden Morgen sagt die Prawda den Leuten, was sie wissen, glauben und denken müssen.“

In totalitären Regimen konnte man erwarten, dass die Medien ihre Marschbefehle vom Großen Bruder annehmen, aus Angst, was den Reportern geschehen könnte, wenn sie die Herrscher herausfordern.

Aber was in Israel am meisten beunruhigt, einer Demokratie, trotz der Wunden von 30 Jahren Mapai-Regierung, ist, dass manche Medienorgane immer noch einen monolithischen Ansatz zu allerlei Themen haben, egal, wer sendet oder schreibt. Das ist wie in dem berühmten Lied von Shalom Hanoch: „Dieselben Antworten, dieselben Fragen, sie sind von da her klein und sie von dort her groß und sie sind alle genau dieselben.“

Das ist der Grund, dass die Geschichte von Elia und den Baal-Propheten in unserer Zeit so aktuell ist, in der die falschen Propheten der Medien die Öffentlichkeit täuschen. Lasst uns die Schwarzmaler nicht vergessen, die uns erzählten Israel würde wegen der „demografischen Bedrohung“ und der „korrumpierenden Besatzung“ zerstört werden. Solche Phrasendrescherei hat oft zum Ergebnis gehabt, dass Israel selbstmörderische Entscheidungen traf wie die der Abkoppelung des Gazastreifens und des nördlichen Samaria im Jahr 2005.

Das sind keine isolierten Vorfälle, sondern ein andauernder Trend des Messianismus, der Think Tanks dazu inspiriert hat Friedenspläne zu formulieren. Amos Yadlin, Leiter des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien, enthüllte gerade einen Plan, der folgendermaßen lautet: „Das Ziel lautet die Bedingungen zu schaffen, die eine Zweistaaten-Realität fördert, die ein demokratisches, jüdisches, sicheres und moralisches Israel gewährleistet.“

Dieser einzelne Satz demonstriert eindeutig den Einfluss dieser falschen Prophezeiungen zur demografischen Bedrohung und moralischen Korruptheit. Yadlin sagt auch, dass der Friedensplan würde ergänzt durch ein „Wirtschaftsprogramm, das kurzfristig darauf abzielt die Lebensqualität der Palästinenser zu stärken“.

Aber vielleicht sollte Yadlin entgegen dieser utopischen Vision daran erinnert werden, dass sich die Palästinenser im Gazastreifen in den Jahren seit der Abkoppelung 2005 einer humanitären Krise gegenüber sehen.

Die unermüdlichen Bemühungen das falsche Versprechen der Zweistaatenlösung zu propagieren, obwohl Brandballons aus dem Gazastreifen die Felder der nahe gelegenen Kibbuzim in Brand setzen, belegen das Fehlen von Moral auf Seiten dieser Zweistaaten-Träumer und beweist, dass ihr falscher Messianismus immer noch nicht der Vergangenheit angehört.

Panische Israelkritiker puschen fingierte „Einstaaten“-Drohung

Stephen M. Flatow, JNS.org, 8. Januar 2018

PA-Chefunterhändler Saeb Erekat (mitte rechts) begrüßt den damaligen US-Außenminister John Kerry in Amman (Jordanien) im Juni 2013 (Foto: US-Außenministerium)

Sie wissen, dass Israelkritiker Panik bekommen, wenn sie den alte „Einstaaten“-Buhmann hervorholen.

„Zweistaatenlösung verliert an Schwung, daher gewinnt Einstaatenlösung an Boden“, verkündete eine Schlagzeile der New York Times am 5. Januar über einem Artikel, der so offenkundig absurd war, dass er nur die verrückte Panik bei Befürwortern der palästinensischen Eigenstaatlichkeit spiegeln kann, weil sie ihren Traum dahinschwinden sehen. Und die Tatsache, dass Die Times sich entschied das zu einer Nachricht auf Seite 1 zu machen, sagt eine Menge über die ängstliche Mentalität bei den linken Nachrichtenmedien, auf Israel einprügelnden Experten und jüdischen Friedenslager-Typen

Geschrieben wurde der Artikel von David L. Halbfinger, der vor sechs Monaten Jerusalemer Bürochef der Times wurde. Bevor er diese Position übernahm, war Halbfinger einer der Hollywood-Korrespondenten der Times und Redakteur für Stadtpolitik von New York City. Das klingt nicht so, als hätten ihn die früheren Posten gut für das Verständnis Israels und der Palästinenser vorbereitet.

Andererseits scheint es manchmal so zu sein, dass die einzige „Qualifikation“, die die Times von jemandem erwartet, der als ihr Jerusalem-Korrespondent (oder Bürochef!) arbeitet, die Fähigkeit ist mit Möglichkeiten aufzuwarten, wie man Israel predigen undbeschmutzen und die Palästinenser angenehm aussehen lassen kann. Das ist gewiss etwas, dem Halbfinger mit seiner „Einstaaten“-Erklärung gewachsen zu sein scheint

Die Grundidee lautet Israel zu drohen: Wenn du nicht zustimmst einen unabhängigen Palästinenserstaat in unmittelbarer Nähe deiner wichtigen Städte und Flughäfen zu schaffen, dann steckst du echt in Schwierigkeiten, denn die Palästinenser werden fordern, dass sie Teil eines einzigen Staates mit euch Israelis werden und dann werden sie euch zahlenmäßig überlegen sei und dann – Simsalabim – gibt es kein Israel mehr.

Gemäß der „Einstaaten“-Idee, über die Palästinenser angeblich reden, nachdenken und in Erwägung ziehen, „sollte die Palästinenserbewegung zu einem Kampf für gleiche Rechte wechseln, einschließlich der Verkehrs- und Versammlungsfreiheit sowie der Freiheit auf Meinungsäußerung sowie dem Recht in nationalen Wahlen abzustimmen.

Was Halbfinger zu erwähnen vergaß: Israel gab den Palästinenser all diese Dinge bereits – es ist nur die palästinensische Autonomiebehörde (PA), die da stört. 1995 zog der damalige Premierminister Yitzhak Rabin Israels Streitkräfte aus den Bereichen ab, in denen 98 Prozent der Palästinenser leben. Seit 1995 bestimmt Israel nicht mehr über die Bewegungsfreiheit der Palästinenser, ihre Versammlungsfreiheit, freie Meinungsäußerung oder das Stimmrecht. Sie können sich bewegen, versammeln, reden und wählen wann immer die PA-Führung sie lässt.

Fakt ist: Erst letzten Mai gingen Hunderttausende Palästinenser zu 461 Wahllokalen und entschieden über die Mitglieder der 391 Kommunalräte in den von der PA kontrollierten Teilen von Judäa und Samaria. Insgesamt 3.489 Ratsmitglieder wurden gewählt.

Der einzige Grund, dass es keine palästinensischen Präsidentschaftswahlen gegeben hat, ist, dass der aktuelle Besetzer dieses Postens, Mahmud Abbas, keine Präsidentenwahlen gestatten will. Warum schreibt Halbfinger über Palästinenser, die nicht auf Israel wütend sind, sondern auf die faschistische Diktatur, unter der sie leiden? Ich denke, wir alle kennen die Antwort auf diese Frage.

Die Israelis lachen über das „Einstaaten“-Gerede. Natürlich würden sie nie eine Forderung nach einem Staat mit arabischer Mehrheit akzeptieren. Es spielt keine Rolle, wie viele schlaue Sprüche die Palästinenser (mit der Hilfe ihrer westlichen PR-Firmen) erfinden. Es spielt keine Rolle, wie viele Kritiker Israels falsche „Apartheid“-Beschuldigungen brüllen oder wie viele als Nachrichten getrante Angriffe Halbfinger in der New York Times schreibt.

Die „Einstaaten“-Drohung ist billige eine Propagandaübung, deren einziger Zweck darin besteht den Israelis und ihren amerikanisch-jüdischen Unterstützern Angst zu machen. Die Ironie ist: Die New York Times und J-Street sind diejenigen, die wirklich Angst haben. Sie haben Todesangst, weil ihnen ihr Traum ein paar Kilometer von Tel Aviv entfernt einen Palästinenserstaat zu schaffen entgleitet.

Und sie schienen so nah dran zu sein! Acht Jahre lang hatten sie einen amerikanischen Präsidenten, der wirklich glaubte ein Palästinenserstaat würde Frieden für unsere Zeit bringen. Sie verwandelten die Demokratische Partei praktisch in die Sache der Palästinenser. Sie setzten Israel unter Druck all jüdische Bautätigkeit in den Gebieten zehn Monate lang einzustellen.

Aber dann griff die Demokratie ein. 2013 und 2015 entschieden die Israelis sich eine Regierung wieder zu wählen, die die tödlichen Gefahren eines Palästinenserstaats und 16km breiter Grenzen erkennt. 2016 wählten die Amerikaner einen Präsidenten, dessen Wahlprogramm die frühere Unterstützung für palästinensische Eigenstaatlichkeit fallen ließ. Das Volk hat – auf beiden Seiten des Atlantik – hat gesprochen. Alles, was Israels Kritiker bleibt, ist ein Haufen abgestandener Schlagwörter und armseliger Angstmacherei.

Das magische Denken der EU zum israelisch-arabischen Konflikt

Wie viel Fehlschlag genügt?

Bruce Thornton, FrontPage Mag, 18. Mai 2018

Als in Shakespeares Heinrich IV. Teil 1 der walisische Zauberer Glendower prahlt: „Ich kann die Geister aus dem Abgrund hervorrufen.“, kontert der skeptische Hot-Spur: „Das kann ich auch, und das kann jedermann; aber kommen sie, wenn Ihr ihnen ruft?“ Sieben Jahrzehnte lang hat das politische Establishment des Westens versucht mit ritualisierten Rufen des „Land für Frieden“ und „Zweistaatenlösung“ den Frieden im Nahen Osten aus dem Abgrund endloser Gipfeltreffen und Konferenzen und Vereinbarungen hervorzurufen. Aber alles, was sie zu produzieren schafften, war Krieg, Terrorismus und kriecherisches Appeasement. Der Frieden ist ihrem Ruf nicht gefolgt.

Die EU ist besonders nutzlos gewesen; sie gab Milliarden Euros dafür aus die palästinensischen Araber zu bestechen, damit die und ihre Jihad-Genossen die Terrorhorden nicht loslassen und la dolce vita der europäischen Eliten stören. Aus Furcht vor den verstimmten, nicht angepassten muslimischen Immigranten, die sie in ihre Länder haben eindringen lassen, haben sie Israels „illegale Besatzung“ und „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ dämonisiert sowie über die Zunahme des Antisemitismus und der muslimischen Gewalt geflissentlich hinweggesehen, alles in der Hoffnung dem Zorn der „Märtyrer“ Allahs zu entkommen. Natürlich sind sie das nicht, wie die mit Blut und Gewalt besudelten Straßen von Paris, London, Brüssel, Berlin und Madrid belegen. Genauso wenig haben sie eine Atempause vor dem „kleinen Terror“, wie der norwegische Blogger Fjordman es nennt, erhalten: täglichem Vandalismus, Vergewaltigung, Tätlichkeiten und schleichender Scharia, zusammen mit der Beschlagnahme und Kolonisierung der öffentlichen Plätze und bürgerlichen Institutionen.

Doch trotz ihres Versagens die Geister des regionalen Friedens und der Versöhnung aus Tiefen zu heben setzt die politische Elite der EU blindwütig damit fort ihre diplomatischen Mantras zu wiederholen. Der jüngste Versuch kam in Form einer Reaktion auf Präsident Trumps Erfüllung seines Versprechens die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, seit 3.000 Jahren der spirituellen, kulturellen und politischen Hauptstadt des jüdischen Volks einer Stadt, deren arabischer Einfluss durch Invasion, Besatzung und Kolonisierung zustande kam-.

Jahrzehnte der Fehlschläge haben aber die EU-Bürohengste nicht gelehrt ihre anerkannte Weisheit neu zu bewerten. Am Vorabend des Botschaftsumzugs nach Jerusalem bereiteten EU-Diplomaten eine gemeinsame Erklärung der EU vor, die ihren Grund für die Ablehnung darlegte:

Jerusalem sollte die Hauptstadt beider Staaten sein – Israel sowie des künftigen Staats Palästina.

Der Endstatus von Jerusalem sollte verhandelt und nur durch Verhandlungen zwischen den Parteien festgelegt werden.

Die Mitgliedstaaten der EU werden den USA nicht folgen und werden ihre Botschaften nicht nach Jerusalem verlegen.

Hinter den Standardklauseln liegt der zentrale Fehlschluss westliche Diplomatie in diesem Konflikt: dass die Araber sich magisch in ein „palästinensisches“ Volk verwandelt haben, das seinen eigenen Staat wünscht, der mit Israel „Seite an Seite in Frieden lebt“. Weitere fantastische Annahmen bestehen darin, dass die Region eine uralte Heimat dieses Volkes, dass Jerusalem für ihre Geschichte besonders heilig und dass die Rückgewinnung von Judäa und Samaria im Sechstagekrieg von 1967 eine von apartheidartiger Diskriminierung gekennzeichnete „illegale Besatzung“ sei.

All diese hinter westlicher Diplomatie und Dämonisierung Israels steckenden Behauptungen sind Entstellungen oder offene Lügen. Nehmen wir die Wendung „illegale Besatzung“. Historisch ist sie sinnlos. Es gibt gemäß dem Völkerrecht keine Besatzung, denn es hat nie ein moderner Staat gegeben, der besetzt werden konnte. Das Territorium bleibt bis heute umstritten, nicht „besetzt“. Das ist der Grund, warum es geografisch als die „Westbank“ des Jordan beschrieben wird. „Palästina“ war der Name, der zur Beschreibung einer Provinz des Osmanischen Reichs verwendet wurde und „palästinensisch“ beschrieb jeden Untertan, ob nun christlich, jüdisch oder muslimisch, der dort lebte.

Nach dem Zusammenbruch der Osmanen in der Folge des Ersten Weltkriegs kam das Territorium unter die rechtliche Kontrolle des Mandatssystems, das vom Versailler Vertrag und dem Völkerbund eingerichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die kontrollierende Obrigkeit an die UNO weitergegeben, die 1947 die Resolution 181 zur Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates auf dem Gebiet verabschiedete, das ursprünglich für Israel vorgesehen war, aber für die Gründung von Jordanien reduziert worden war. Sechs arabische Staaten lehnten den Teilungsplan 1948 ab und marschierten in den frisch gegründete Staat ein – nicht um einen arabischen Staat zu schaffen, sondern den jüdischen zu vernichten, ein Ziel, dass sie 70 Jahre lang mit Krieg und Terror unentwegt weiter verfolgt haben.

Bis 1967 war das Gebiet tatsächlich „besetzt“ – von Jordanien, dessen Annexion international nie anerkannt wurde. Unter die Kontrolle Israels kam es als Ergebnis des Verteidigungs-Sechstagekriegs. Wahrscheinlich wäre das Territorium trotz internationaler Missbilligung im Lauf der Zeit zu einem Teil Jordaniens geworden wäre, gemäß der alten Weisheit, dass Besitz 90 Prozent des Gesetzes ist. Wer boykottiert immerhin China oder macht es zu einem internationalen Paria, weil es Tibet besetzt hält? Oder was ist mit Nordzypern, das 3.000 Jahre lang griechisch war und fortlaufend von Muslimen besetzt wurde, zuletzt 1974 von den Türken? Sie vertrieben 150.000 Griechen, verwüsteten oder zerstörten300 Kirchen und kolonisierten das Land mit türkischen „Siedlungen“. Wir hören aber keine Proteste der EU, der UNO oder der BDS-Bewegung. Hätten die Araber 1967 nicht angegriffen, wäre aus ihrer „illegalen Besatzung“ der uralten jüdischen Gebiete Judäa und Samaria de facto wie Tibet oder Zypern eine legale Provinz eines fremden Invasoren geworden.

Der in der EU-Proklamation implizite Ruf nach einem „Palästinenserstaat“ ist historisch ebenfalls hinfällig, weil es als ein Punkt historischer Tatsache so etwas wie ein „palästinensisches Volk“ nicht gibt, dessen „historisches Heimatland“ das Land zwischen Jordan und Mittelmeer ist., zwischen dem  „Fluss und dem Meer“, das judenrein gemacht werden muss, bevor es ein Palästinenserstaat wird. Die meisten der in dem angestammt jüdischen Land Judäa und Samaria lebenden Araber sind die Nachkommen von Eroberern und Besatzern oder kürzlich Eingewanderte, die von der wirtschaftlichen Entwicklung durch jüdische Siedler angezogen wurden. Die heute „Palästinenser“ genannten Araber unterschieden sich ethnisch, sprachlich und kulturell nicht sonderlich von den Arabern, die in Jordanien, dem Libanon oder Syrien leben. Sie unterscheiden sich vielmehr durch ihren Status als Opfer und ewige Flüchtlinge, eine Identität, die von anderen arabischen Staaten genährt wird, um deren internationalen Interessen zu dienen, begünstigt durch die korrupte und nutzlose UNO und die internationale Linke, die Israel als neokolonialen kapitalistischen Außenposten betrachtet.

Sollten Sie irgendwelche Zweifel daran haben, dass „palästinensisch“ ein Propagandamittel ist, dann hören Sie Farouk Kaddoumi zu, 1977 Leiter der Politischen Abteilung der PLO. „Jordanier und Palästinenser werden von der PLO als ein Volk betrachtet“, sagte der dem Magazin Newsweek. Früher, nach dem Sechstagekrieg, sagte Zouhair Mushin vom Exekutivrat der PLO: „Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir sind alle Teil einer Nation. Einzig aus politischen Gründen unterstreichen wir sorgfältig unsere palästinensische Identität… Ja, die Existenz einer separaten palästinensischen Identität dient ausschließlich taktischen Zwecken. Die Gründung eines Palästinenserstaats ein sein neues Mittel in der Fortsetzung des Kampfs gegen Israel.“

Die Vorstellung eines „palästinensischen“ Nationalstaats ist daher ein Propagandamittel zur Führung eines Kriegs gegen Israel in „Phasen“ gewesen. Es gefällt ignoranten Westlern und ihrenm eigenen kulturellen, spezifischen Idealen der „ethnischen Selbstbestimmung“ oder Eigenstaatlichkeit. Beide Konzepte sind traditionellen muslimischen Vorstellungen von der Umma, der weltweiten Gemeinschaft der Muslime, fremd, die nicht von Blut oder Nationalität geeint sind, sondern durch die Religion.

Gleichermaßen fadenscheinig ist der Hinwies auf den Anspruch, dass Jerusalem für Muslime eine besonders bedeutende Stadt sei. In Wirklichkeit wird sie im Koran nur zweimal erwähnt, verglichen mit 660 malen im Alten Testament. Sie hat für das Judentum die zentrale Bedeutung, die Mekka für den Islam hat. Tatsächlich ist ihre Beziehung zu muslimischer Geschichte belanglos, vergleicht man sie mit der zentralen elektrisierenden Rolle Jerusalems für das Judentum und die Juden als Heimat des Tempelbergs, Standort des Zweiten Tempels. Die zwei Moscheen auf dem Tempelberg erreichten ihr derzeitige, übergroße Bedeutung erst nachdem Israel die Stadt 1967 eroberte.

Dann erst wurde Jerusalem ein Symbol der „Katastrophe“ von 1948 und zum Schlachtruf für die Vernichtung Israels. Das ist der Grund, warum die den Tempelberg kontrollierenden Araber systematisch die archäologischen Beweise für Jerusalems Zentralität in der jüdischen Geschichte zerstören. Eingedenk der römischen damnatio memoriae, der Auslöschung aller Beweise für die Existenz eines Feindes, erfinden die Araber Fakten vor Ort, um ihren „Versuch die einzigartige Verbindung zu untergraben und zu entstellen oder zu vernebeln, die wir, das Volk Israel, zur Hauptstadt Israels haben“, wie Benjamin Netanyahu es 2010 sagte; sie wollen ihren Anspruch stärken, die ursprünglichen Einwohner einer Region zu sein, in die sie einmarschiert sind, die sie erobert und besetzt haben, 2.000 Jahre nachdem die Juden Jerusalem aufgebaut hatten.

Schließlich verraten die verzweifelten Rufe nach „Verhandlungen“ nach 70 Jahren diplomatischer Fehlschläge, wie bankrott das institutionalisierte Narrativ geworden ist. Und das außenpolitische Establishment der EU hat alles Recht verzweifelt zu sein. Die Wahl von Donald Trump hat dieses Paradigma gesprengt, weil der Präsident erkannt hat, was die außenpolitischen „Experten“ nicht erkannten: Die Dinge haben sich geändert. Barack Obamas Ermächtigung des Iran hat die Gemüter der sunnitisch-muslimischen Staaten konzentriert, die vorerst erkennen, dass Israel als Verbündeter mehr wert ist denn als Sündenbock. Die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen ist ein machtvolles, konkretes Statement der Freundschaft seines Landes zu Israel und der Ablehnung der lange schon toten, diplomatischen, von der EU eingenommenen Weisheit, die so wichtig ist wie Glendowers Zaubersprüche und Parolen.

Am wichtigsten ist: Die EU-Proklamation scheiterte, als Ungarn, die Tschechische Republik und Rumänien eine gemeinsame EU-Erklärung blockierten, die einstimmige Zustimmung erforderte. Magisches Denken, das auf vergeblichem Hoffen gründet, wird durch Fakten und Taten ersetzt, die auf Wahrheit gründen – ein passendes Geschenk zu Israels 70. Geburtstag.