Tu B’Schewat feiert Hoffnung und Leben

The Real Jerusalem Streets, 21. Januar 2016

Tu B’Schevat, der 15. Tag des hebräischen Monats Schevat,
war außerhalb Israels kein großer Feiertag.
Auf einem Stück bokser, einer harten, ausgetrockneten, dunkelbraunen
Schote des Johannisbrot-Baums zu kauen
war das Highlight der internationalen jüdischen Erfahrung dieses Feiertags,
der als Neujahr der Bäume bekannt ist.

Im größten Teil der nördlichen Hemisphäre
sind die Monate Januar und Februar, in die Tu B’Schewat fällt,
mitten im Winter und die Frühlingsknospen erscheinen weit weg.

Aber in Israel erblühen am Tu B’Schewat Blumen.

1949 fand die erste Sitzung der Knesset am Tu B’Schweat statt.
Daher wurde der 67. Geburtstag der Knesset
und das 50. Jahr am aktuellen Ort zusammen mit
Tu B’Schewat gefeiert, obwohl das ein paar Tage zu früh war.

Der JNF [Jüdische Nationalfonds] hatte Hunderte kleiner Pflanzen auf dem Gehweg
vor dem Gebäude aufgestellt, damit die Besucher sie mit nach Hause nehmen konnten.

Der Tag war wolkenverhangen und der Himmel leicht grau,

der Wind war prima für Flaggen.

Trotz der Kälte

war es einen Fototermin für Tausende, die den ganzen Tag über kamen,
angefangen mit kleinen Kindern bis hin zu Senioren.

Es gibt turnusmäßige öffentliche Führungen durch die Knesset.

Aber dies war kein regulärer normaler Tag,
sondern eine riesige öffentliche Geburtagsfeier.

Im Plenarsaal den Gästeführer sprechen hören zu können
war nur eines von Dutzenden Dingen, die stattfanden.

Eine Schautafel der „Grünen Knesset“ begrüßte die Besucher am Haupteingang.

Die große Chagall-Halle ist gewöhnlich leer
oder mit Stuhlreihen für besondere Veranstaltungen vollgestellt,
aber für diese besondere Tag

waren die Tische und Stühle wie für eine Cocktailparty aufgestellt worden.
Die Menschen konnten sich setzen und die Musik genießen,
die von professionellen Musikern und als besonderes Vergnügen
zeigten auch Mitglieder der Knesset ihre Talente.

MK Bezalel Smotisch spielte auf dem Flügel,

während MK Stav Shaffir spielte und sang.

Am anderen Ende der Halle

gab es ein aus Lego gebautes Modell der Knesset
und Tausende Legosteine für jeden,

der sein eigenes Meisterwerk erstellen wollte.

Knessetabgeordnete lasen Kinder Geschichten vor,
stellten in der Cafeteria Marmelade her

und setzten sich für Interviews mit Medienvertretern zusammen.

Ich hielt nicht lang genug an, um hören zu können, was der arabische MK Tibi sagte.

Weiter die Halle hindurch saß diese Gruppe um

einen der Tische, an denen überall im Gebäude gespielt wurde.

Der Klang von Musik führte uns

in dieses Milchprodukte-Restaurant,
das für diesen Tag in eine Musikcafé verwandelt worden war.

Gespräche und Vorträge waren eingeplant.

Einer sollte im Plenarsaal gehalten werden.

In der Synagoge der Knesset
gab es eine besondere mincha, den Nachmittags-Gottesdienst.

Jerusalems Oberrabbiner, Rabbi Aryeh Stern,
schloss sich Knessetabgeordneten, Mitarbietern du Gästen an.

Nach dem Gebet sprach der
sephardische Oberrabbiner Yitzhak Yosef.

Alle genossen Tu B’Schewat-Leckereien.

Einer der Korridore war mit Poster des Simon Wiesenthal Centers
zur die Geschichte des Judentums vollgehängt.

Thema der Poster war „Volk der Hoffnung“.

An einem Tag, an dem die Stimmung und das Wetter draußen beide bedenklich waren,
schlossen sich diese jungen Leute aus allen Gemeinden aus ganz Israel,
einschließlich Busladungen arabischer Oberschüler
an, um den Geburtstag der Knesset zu feiern.

Es war wirklich sehenswert.

Tu B’Schewat-Pflanzen für alle,

der Duft der Kräuter konnte von allen genossen werden.

Volk der Hoffnung,
das so lange Jahre für die Rückkehr nach Jerusalem betete.

In der Vergangenheit
bedeutete Tu B’Schewat für viele, dass sie Geld für Pflanzungen in Israel geben.

Dieses Jahr in Israel gab der JNF mir eine Pflanze.

67 Jahre Knesset,
50 Jahr am jetzigen Ort:

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Die Tu B’Schewat-Feiern haben gerade erst angefangen,
nächste Woche folgt noch viel mehr.

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2 Gedanken zu “Tu B’Schewat feiert Hoffnung und Leben

  1. Vielen, vielen Dank für diese wunderschöne Vorstellung vom „Tu B’Shewat – dem Neujahrsfest der Bäume“ mit den vielen herrlichen Bildern aus Yerushalayim – ich habe mich sehr, sehr darüber gefreut und das auch aus einem sehr persönlichen Lebensbereich heraus!

    Ja, wirklich wunderschön zusammengestellt lieber „heplev“ – der GOTT ISRAELS segne Dich für Deinen unermüdlichen, kompetenten und wichtigen Einsatz für Israel!

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