Gedankenverlorenes Territorium: Palästinenser entführen Schlitten, halten Weihnachtsmann als Geisel

PreOccupied Territory, Elder of Ziyon, 22. Dezember 2022

Bethlehem – Eine Gruppe Terroristen, die am anerkannten traditionellen Geburtsort Jesu agierten, unterbrachen die Fahrt des von St. Nikolaus‘ Rentieren gezogenen Fahrzeugs, als es über der Stadt vorbeikam und haben ihn seitdem an einem unbekannten Ort festgehalten, verkündete ein Sprecher der Gruppe heute.

Ein maskierter Mann, der sich Abu Knaffeh nannte, veröffentlichte ein Video auf dem neuen Twitter-Account einer Organisation namens Leoparden von Al-Quds, in dem er behauptete, er und seine Genossen hätten den Weihnachtsmann entführt. Der zweiminütige Clip zeigte einen fetten, bärtigen Mann in einem mit weißem Pelz verbrämten roten Anzug, der auf einen Stuhl gefesselt ist, der Inhalt verschiedener Säcke im Raum verstreut, während maskierte Männer mit Schusswaffen sie durchwühlen. Abu Knaffeh drohte damit, jede halbe Stunde ein Rentier und dann den Weihnachtsmann selbst zu schlachten, sollte Israel nicht alle Palästinenser aus den Gefängnissen freilassen.

Israelische Beamte schworen dem Terror nicht nachzugeben. „Dem Weihnachtsmann wird es gut geben“, versicherte Minister für öffentliche Sicherheit Itamar Ben-Gvir. „Rentiere sind entbehrlich und Rudolf war immer ein etwas zweifelhafter Typ. Vermutlich schwul. Was diesen Weihnachtsmann-Typen angeht, so sind mir heidnische Ikonen nicht sonderlich wichtig. Lasst ihn verrotten. Außer wir können eine dramatische Rettungsaktion inszenieren, bei der unsere Leute einen Haufen Drecksterroristen töten können. Das schließen wir nicht aus.“

Europäische Progressive nannten die Entwicklung unglücklich, aber ein vorhersagbares Ergebnis israelischer Politik. „Wir haben das früher schon gesehen“, jammerte UN-Berichterstatterin Francesca Albanese. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Palästinenser das Gefühl hatten, die hätten keine andere Wahl als genau das zu tun, was sie seit mehr als 50 Jahren tun, weil der Westen immer nachgibt und Israel unter Druck setzt, was das ist, wie es sein sollte.“

Augenzeugenberichte deuten auch an, dass der Inhalt der Weihnachtsmann-Säcke jetzt in Geschäften in Bethlehem verkauft werden, neben von der UNRWA gelieferten Mehl und Reis, die als „nicht zum Verkauf“ markiert wurden.

Experten stellten fest, dass die einst starke christliche Bevölkerung Bethlehems drastisch geschrumpft, seit die uralte Stadt direkt südlich von Jerusalem infolge der Vereinbarung mit Israel aus den 1990-er Jahren unter palästinensische Kontrolle kam. „Das wäre unter israelischer Kontrolle nicht passiert“, vermerkte Dick Move vom Mideast Fallacy Purim, einem Thinktank. „Gegenden unter israelischer Kontrolle sind die einzigen Stellen im Nahen Osten, wo die christliche Bevölkerung nicht abnimmt. Bethlehem ist ein mächtiger Mikrokosmos des Glaubensgeschicks in der Region, wo Schikanen islamistischer Herrenmenschen die Christen in großen Zahlen verdrängt haben. Im Gazastreifen z.B. gibt es fast keine Christen mehr und er wird als Bollwerk benutzt. Was jetzt mit dem Weihnachtsmann geschieht, ist mehr oder weniger das logische Ergebnis eines Prozesses, der seit langer Zeit in diese Richtung geführt hat.

„Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für ein Wortspiel mit Schlitten und Schlachten“, fügte er hinzu.

Gedankenverlorenes Territorium: If Not Now liegt eine Woche daneben, feiert Yom Kippur Fest mitten in Sukkot

Die Entdeckung der Verspätung veranlasse hektisches Googeln und Diskussionen bei den sieben Teilnehmern, wie man Sukkot für antiisraelische Propagandazwecke vereinnahmen kann.

PreOccupied Territory, 13. Oktober 2022

New York – Seine selbsternannte jüdische Organisation beging einen Fehler bei der Planung ihres besonderen Festessens zum Versöhnungstags der Solidarität mit den Palästinensern, gab ein Mitglied der Organisation heute zu, als die Gruppe erst gestern bemerkte, dass sie die Veranstaltung nicht am eigentlichen Tag abhielt, sondern sieben Tage später, dem dritten Tag des achttägigen Laubhüttenfestes, Grabenjuden als Sukkot bekannt.

Chris Murphy, en Aktivist von If Not Now, verrite heute, dass die Yom Kippur-Veranstaltung einen volle Woche nach dem tatsächlichen Yom Kippur stattfand, der auf den 10. Tag des jüdischen Monats Tuschrei fällt – dieses Jahr der 5. Oktober. Murphy gestand ein, dass der jüdische Kalender, der sich nach dem Mondmonaten richtet, von Jahr zu Jahr eine Verschiebung relativ zum fixen Sonnenkalender hat, den die meisten in der Welt als Standardmaß nutzt, besonders weil in diesem Jahr ein zusätzlicher, verwirrender Monat zur Anpassung an die Jahreszeit dazu gehörte.

„Es ist so schwer den jüdischen Kalender zu überschauen“, gestand er ein. „Ich denke, das ist das, was die Sache durcheinander brachte. Jemand schaut auf den 10. Oktober, in der Annahme, dass der jüdische Kalender mit dem zivilen Monat übereinstimmt. Aber der 10. Oktober dieses Jahr war ein Montag  und jemand hatte das bereits nachgesehen und sich erinnert, dass Yom Kippur dieses Jahr auf einen Mittwoch fällt. Also nahmen wir den am nächsten liegenden Mittwoch. Wie sollten wir wissen, dass es einen weiteren Feiertag nur ein paar Tage später gibt, der Tar-bernakel-irgendwas heißt? Wir sind keine Bibelforscher.“

„Jedenfalls hat uns, nachdem wir unser Solidaritäts-Festmahl hatten, ein faschistischer Zionistentroll auf Twitter gezerrt und irgendetwas von Su-Kot geredet“, fuhr er fort. „Die meisten von uns glaubten, das sei erfunden, aber es stellte sich heraus, dass das echt ist und auf die Bibel selbst zurückgeht! Das kannte ich bisher nicht. Ziemlich esoterisch – auf den ersten Blick ist nicht einmal ein Hauch von Tikkun Olam drin. Der Teil über das Fasten ist ebenfalls schräg. Wir sind nicht diejenigen, die für Versöhnung fasten müssen – das sind die zionistischen Imperialisten. Wir sind die Guten.“

Die verspätete Entdeckung löst aufgeregtes Googeln und Diskussionen unter den sieben Teilnehmern aus, wir man Sukkot für israelfeindliche Propaganda vereinnahmen kann. „Wir konnten es den idealisierten Platz für die Juden nennen – ohne Wurzeln, durch die Wildnis wandernd“, schlug einer vor. „Wie die ursprünglichen Hütten nicht in einem Land, das die Hebräer jemandem weggenommen hatten.“

„Ich finde das Palmwedel-Dings fesselnd“, teilte ein anderer mit. „Damit wird in verschiedene Richtungen geschwenkt, so wohin die Juden gehören, nicht an irgendeinen Ort, wo ihre Anwesenheit eine Provokation einheimischer Völker ist.“

Die nächste von der Gruppe geplante Aktivität beinhaltet ein mittägliches Anzünden der Menora, um nächsten Monat den Veteranentag zu begehen, zur Ehre von Tu Bischwat, dem jüdischen Neujahr der Bäume.

PreOccupied Territory – Aktivist: Zionisten sind antisemitisch, weil Israel Auschwitz nicht bombardiert hat

Anachronistische Manipulation durch Antizionisten und andere Antisemiten hat eine altehrwürdige Geschichte.

PreOccupied Territory, 22. September 2022

New York – Der Führer einer pro-palästinensischen Gruppe an der City University of New York richtete einen neue Vorwurf an die Leute, die er beschuldigt Palästinenser zu unterdrücken und zu enteignen; er argumenteirt, dass diese Leute nicht, wie sie behaupten, eine Antwort auf den Holocaust bieten, weil sie während des Holocaust es versäumten oder ablehnten Flugzeuge zu schicken, die sie auf Jahre noch nicht haben würden, um die Vernichtungslager in Polen oder sogar die Bahngleise zu zerstören, die zu diesen Lagern führten.

Watda Fuq, ein Junior am City College New York, forderte die Zionisten heraus zu erklären, warum ihre Bewegung jüdische Rechte und Schutz nachjagen, obwohl dieselbe Bewegung exakt null Langstreckenbomber schickte, um den Massenmord zu unterbrechen, der in Auschwitz-Birkenau, Treblink, Majdanek, Chelmno, Belzec, Sobibor oder sonst einem der Orte stattfand, an denen Nazis und ihre lokalen Kollaborateure von 1939 bis 1945 sechs Millionen Juden vergasten, verhungern ließen, erschossen, erstickten, niederwalzten, verbrannten, aufhängten oder sonst irgendwie folterten. Israel erreichte 1948 Eigenstaatlichkeit und gründete eine Luftwaffe; die Todeslager in Polen und die Tötungsstätten an anderen Orten in Osteuropa liegen heute immer noch jenseits der Angriffsreichweiter der IAF.

„Es ist nicht nur so, dass die Zionisten ein Bündnis mit den Nazis aufnahmen“, klagte er an, womit er einen verzweifelten Versuch der Jewish Agency falsch darstellte, mit dem Dritten Reich um die Rettung tausender Juden zu erhandeln. „Es ist so, dass ihr sonstiges Handeln ihre Behauptung Lügen straft, die Bewegung sorge sich um Juden, nicht die Kontrolle über Palästina zu erobern und dessen einheimische Bevölkerung zu vertreiben.“ Fuqs letztgenannte Aussage offenbarte eine zweite, gewollte Fehldarstellung, da sich die „Enteignung“ komplett im Kontext arabischer Gegnerschaft zu jüdischem Grundstücksbesitz und Selbstregierung im angestammten jüdischen  Heimatland ereignete, obwohl das „Zionisten sind Imperialisten“-Sprachbild in antisemitischen Kreisen beträchtliches Stehvermögen gezeigt hat.

Anachronistische Manipulation durch Antizionisten und andere Antisemiten hat eine altehrwürdige Geschichte, erklärte Stacy Facepalm, Professorin für jüdische Geschichte an der University of Pennsylvania. „Schon die Verwendung des Begriffs ‚Palästina´ dient als perfektes Beispiel“, stellte sie fest. „Araber bezeichneten das Land selten, wenn überhaupt, mit diesem Namen; das war fremd. Vor 1948 bedeutete ‚Palästinenser‘ ohne das Wort ‚Araber‘ nur ‚Jude‘. Irgendwie scheinen die heutigen Palästinenser und ihre Verbündeten unter dem Eindruck zu stehen, dass ‚das palästinensische Volk‘ bis in die 1960-er Jahre existierte und dass ein palästinensisch-arabisches Gebilde vom Zionismus beseitigt wurde.“

Fuq hat die Zionisten auch beschuldigt es abgelehnt zu haben die Nazis allgemein zu bekämpfen, wobei er palästinensisch-jüdische Soldaten in den britischen Streitkräften, die in Nordafrika Rommel besiegten, als „War-Washing“ abtat.

Gedankenverlorenes Territorium: Findet schnell ein neues alarmistisches Modewort für Israel – „Apartheid“ funktioniert nicht

PreOccupied Territory, 19. September 2022

Von Linda Sarsour – New York: ich kam gerade von einem Solidaritätsbesuch bei unseren palästinensischen Brüdern unter Besatzung zurück und hae sowohl gute als auch schlechte Nachrichten: Unsere Brüder und Schwestern, die sich der brutalen kolonialistischen Politik des Zionismus gegenüber sehen, haben so viel Entschlossenheit wie immer, wenn es darum geht historische Gerechtigkeit zu fordern. Die schlechte Nachricht: Wenige ausreichend wichtige Leute und Organisationen scheint das zu kümmern und die sich immer weiter entwickelnde Liste aufgeladener Schimpfnamen, mit denen wir die Zionisten bedenken, schienen alle Macht zu verlieren, die sie einst hatten, darunter das, was viele von uns als sorgfältig ausgearbeitete Asse betrachten, bei denen wir ein einziges Wort verwenden, um den jüdischen Staat als weitere Inkarnation des von einer weißen Minderheit beherrschten Südafrika darstellen. Aber selbst dieser rhetorische Trick hat enttäuschende Ergebnisse gebracht und wir brauchen dringendst neue Schimpfnamen, um mit den leichtgläubigen westlichen Emotionen, Ignoranz und reflexhaften Antisemitismus zu spielen, wenn wir Palästina auf den Titelseiten und in den trendenden Themen halten wollen.

Einfach gestrickte Aktivisten könnten versucht sein das Verpuffen der „Apartheid!“-Verleumdung finsterer (((zionistischer))) Manipulation oder Medien oder der Unterdrückung von Anschuldigungen zuzuschreiben. Aber ein ehrlicher Blick auf die Medien offenbart keinen Mangel an Medienorganen, die bereit sind den Begriff als auf Israel verweisend zu legitimieren, besonders seit Amnesty International so art daran arbeitete eine Neudefinition des Begriffs zu entwickeln, damit er einzig auf Israel passt. All diese harte Arbeit ergibt praktisch nicht viel an politischen Ergebnissen, was manche dazu veranlassen wird anzunehmen, dass dunkle Kräfte am Werk sind, aber wir dürfen uns nicht in diese Mentalität stürzen, wen weltlichere Faktoren das Scheitern erklären können.

Der wichtigste davon ist rhetorische Ermüdung. Die Tatsache, dass wir uns wegen so vieler fadenscheiniger „Massaker“ durch Israel heiser geschrien haben, könnte vielleicht, aber nur vielleicht unsere Glaubwürdigkeit erodiert haben. Unsere Tendenz alles mit jüdischer Souveränität und Sicherheit in Verbindung stehende als „Nazismus“ zu bezeichnen, hat den Einfluss unserer Arbeit verwässert.

Es scheint auch nicht zu helfen, dass wir zu Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel aufrufen, während wir keine spürbaren Erfolge und so einige peinlichen Vorfälle an Heuchelei unsererseits zu verzeichnen haben. Zum Beispiel war ich gerade dort, genoss einen Ort, wo Juden und Araber unter israelischer Herrschaft mehr oder weniger friedlich leben. Auf jeden Fall friedlicher, als auf den Straßen von Brooklyn. Wer weiß, wie viele von uns Wix als Rückgrat unserer Internetseiten verwenden? Und lasst mich gar nicht erst von der Technologie anfangen, die unsere Smartphones und Computer laufen lässt. Wenn wir unsere Forderungen und Rhetorik nicht ernst nehmen, wie können wir erwarten, dass irgendjemand sonst das tut?

Wenn ihr mich jetzt bitte entschuldigt, ich muss eine progressive Bewegung kapern und dafür sorgen, dass es bei ihr um Palästina geht und sie damit in den Sand zu setzen.

Gedankenverlorenes Territorium: Palästinensische Technologie macht aus erwachsenen Kämpfern posthum Kinder

Das „Before-Interment Alteration System“ oder BIAS* (Vor der Beerdigung“-Veränderungssystem)

PreOccupied Territory, 12. September 2022

Tel Aviv – Vertreter des israelischen Militärs und des Verteidigungsministeriums äußerten gestern Sorge wegen eines Geräts, das verschiedene Terrorgruppen in ihrem Besitz zu haben scheinen, das jede Leiche eines eine Schusswaffe schwingenden, Bomben legenden, Brandsatz werfenden oder mit einem Messer fuchtelnden Arabers nimmt und in einen „Jugendlichen“ oder ein „Kind“ verwandelt, was sich in der Berichterstattung der Mainstream-Medien zu aktuellen Episoden des Konflikts spiegelt.

Offizielle Vertreter weisen auf Artikel und Videoberichte zur Gewalt der letzten Monate im Gazastreifen und der palästinensisch verwalteten Stadt Jenin hin, Fälle, bei denen die IDF ihr Handeln gegen bewaffnete Palästinenser dokumentierte, die sie oft tötete – nur, um zu entdecken, dass so verlässliche, objektive Quellen wie CNN, Associated Press, Reuters, die New York Times und die BBC palästinensische Medien und Offizielle zitieren, wie sie den Militanten als Kind bezeichnen. Der israelische Militärgeheimdienst kam zu dem Schluss, dass die Palästinenser etwas besitzen, das einen erwachsenen Kämpfer irgendwie in ein Kind verwandelt, dessen Tod von Israel verursacht wurde.

„Als Platzhalternamen nennen wir das ein Before-Interment Alteration System (BIAS* – Vor-Beerdigungs-Veränderungssystem)“, verriet ein Offizieller, der nicht genannt werden wollte. „Wir wissen von mindestens 20 Fällen im letzten Jahr, bei denen BIAS eingesetzt worden ist, um einen Propaganda-Effekt zu schaffen, was unterschiedliche Erfolge hatte. Aber weitere Beweise deuten auf die Verwendung von BIAS für denselben Zweck schon vor Jahrzehnten hin, bei der ersten Intifada 1987. Seine Entwicklung hilft hunderte Vorfälle zu erklären, bei denen die IDF einen bewaffneten Terroristen neutralisierte, nur um festzustellen, dass irgendeine unerklärliche Technologie die Leiche so verändert hat, dass sie jetzt einem ausgelassen spielenden Jugendlichen ähnelt, dessen unschuldige Fotos nun die Seiten und Social Media-Accounts westlicher Journalisten und Regierungsinstitutionen zieren. BIAS ist eindeutige eine Waffe, mit der gerechnet werden muss.“

Experten boten keine genaue Beschreibung der Konstruktion oder des Mechanismus, mit dem BIAS arbeitet, aber sie bestätigen seine Auswirkungen. „Wenn es bekannte Technologie verwendet, dann ist das ein Meisterstück der Ingenieurskunst“, räumte ein Major des IDF-Ingenieurskorps ein. „Aber noch eindrucksvoller ist, bedenkt man die primitive Bewaffnung, die die palästinensischen Terroristen im Allgemeinen einsetzt, dass sie eine Technologie verwenden, die der Rest der Welt noch entdecken muss, ganz zu schweigen davon sie zu einzusetzen.“

Ein Oberstleutnant derselben Einheit hielt allerdings fest, dass die Palästinenser bei vielen gewalttätigen Vorfällen immer noch gutgläubige Kinder Gefahren aussetzen, entweder um IDF-Handeln zu verhindern oder den Propaganda-Nutzen zu ernten, den ein durch solches Handeln geschädigtes Kind erleidet – was die Möglichkeit erhöht, dass BIAS sich manchmal als nicht verfügbar erweist und die Palästinenser seine Wirkungen auf andere Art erzeugen müssen.

* das englische Wort „bias“ bedeutet Einseitigkeit, Voreingenommenheit, Befangenheit, Schlagseite,…

Gedankenverlorenes Territorium: Nichtjude freut sich Juden zu sagen, was Juden glauben

„Es ist besonders jüdisch Leute zu tolerieren, die dir schaden wollen, weshalb so viele Juden stolze Progressive sind.

PreOccupied Territory, 24. August 2022

New York – Ein Nichtjude nahm heute die Gelegenheit wahr wieder mal ein Mitglied der hebräischen Stämme zu dem zu lehrmeistern, was solche Mitgliedschaft erfordert und mit sich bringt, ein Zeitvertreib, dem er laut Beobachtern regelmäßig nachgeht.

„Zugang zu Abtreibung ist ein jüdischer Wert“, beharrte Chester Anthony, ein progressiver Aktivist, im Gespräch mit einem Juden. „Echte Juden sind für Abtreibung.“

„Echtes Judentum ist auch antizionistisch“, fügte er an. „Echte Juden sind gegen den Staat Israel und wollen, dass die Palästinenser das gesamte historische Palästina kontrollieren.“

Anthony betrachtet sich selbst als ausreichend sachkundig zum Judentum und jüdischer Geschichte, um dozieren zu können, was Juden tun sollten und was nicht. „Juden hätten aus dem Holocaust lernen müssen Minderheiten unter ihrer Herrschaft nicht zu misshandeln“, hat er zum israelisch-palästinensischen Konflikt erklärt. Andere Lektionen aus dem Holocaust wie die Erkenntnis, dass Juden sich nicht auf Nichtjuden in Sachen Sicherheit verlassen können und sich mit allen nötigen Mitteln selbst schützen müssen, dazu jede Lektion für Nichtjuden bezüglich ihrer Tatenlosigkeit, während Millionen starben, bleibt seiner Rhetorik wie seinem politischen Denken fern.

„Bildung ist ein jüdischer Wert“, hat er auch behauptet, während er abgeschottete jüdisch-religiöse Gemeinden dafür kritisierte, dass sie ihr Leben rund um die Maximierung des Studiums jüdischer Texte strukturieren. Anthony hat zwar noch nicht offen seine Annahme ausgesprochen, dass Assimilation in die breitere Gesellschaft ein jüdischer Wert ist, die Meinung scheint aber in vielen seiner Äußerungen zum Thema Juden durch. Ein Gesprächspartner bat ihn die Widersprüchlichkeit zwischen „echte Juden sind für Abtreibung“ und seinem Argument zu erklären, der Staat müsse die abgeschotteten Gemeinschaften zum Lernen und dazu zwingen Leistungen in säkularen Fächern vorzuweisen. Anthony blockte den Twitterer und meldete ihn wegen Belästigung.

„Toleranz ist ein jüdischer Wert“, erklärte er hinterher. „Juden tolerieren jeden. Es ist besonders jüdisch Leute zu tolerieren, die dir schaden wollen, weshalb so viele Juden stolze Progressive sind.“

„Juden kümmern sich um die Umwelt“, erklärte er unter Verwendung einer kleinen Handvoll, ausgewählter Beispiele aus uralten Texten und indem er ihnen die Empfindlichkeiten des 21. Jahrhunderts überstülpte. „Insbesondere ultraorthodoxe Juden müssen aufhören so viele Kinder zu bekommen, das ist schlecht für den Planeten. Schauen Sie sich nur das massiven Einwegartikeln an, die sie verbrauchen. Das ist so unjüdisch.“ Anthony muss noch mit den Folgen seines ökologischen Arguments rechnen, darunter dem logischen Schluss, dass der Holocaust, wenn der Bevölkerungsrückgang der Umwelt hilft, einen positiven Beitrag für den Planeten leistete. Er bleibt allerdings bei politischen Bündnissen mit Leuten, die solche eine Behauptung ungeachtet der Umweltfrage erheben und entscheidet sich, sie nicht zu hinterfragen.

Gedankenverlorenes Territorium: Bringt meinen Rassismus der niedrigen Erwartungen von Arabern nicht mit meinem offenen Judenhass durcheinander

PreOccupied Territory, 31. August 2022

Jeremy Pine, BBC-Nachostkorrespondent, Jerusalem – Ich habe das Gefühl, mein Publikum macht gewisse irrige Annahmen zu meinen Vorurteilen und jetzt werde ich versuchen Ihnen gegenüber die Voreingenommenheiten zu klären, die meine Berichterstattung beherrschen, so dass Sie es vermeiden können meine Arbeit falsch zu verstehen: Die Tatsache, dass ich z.B. Palästinenser für moralisch unfähig halte, schließt nicht die Möglichkeit aus, dass mich konkrete Feindseligkeit für Juden antreibt und Israel als im Unrecht darzustellen nur als Funktion der Zusammenstöße zwischen denen mit und denen ohne Vertretung geschieht. Ganz im Gegenteil.

Aufgrund einer oberflächlichen Betrachtung meines journalistischen Lebenswerks könnte man schlussfolgern, wenn ich den jüdischen Israelis indirekt Verantwortung für die Gewalt von Palästinensern zuschreibe, dann mache ich das nur, weil mein Rassismus gegenüber Arabern mich daran hindert von ihnen zu erwarten, dass sie Gewalt meiden, wie jede zivilisierte, moralische Person es anstrebt und so werden die Israelis standardmäßig zu den einzigen in den Interaktionen, die die Fähigkeit haben echte moralische Entscheidungen zu treffen – und natürlich haben sie die falschen Entscheidungen getroffen. Das könnte mit dieser falschen Schlussfolgerung als angemessene Erklärung dafür dienen, zum Beispiel mit der Berichterstattung über solche Vorfälle zu warten, bis Israel wegen Raketen aus dem Gazastreifen zurückschießt und es so darzustellen, dass Israel Palästinenser angreift, die einfach nicht anders können als zu versuchen Leute mit willkürlichem Raketenfeuer zu töten.

Diese Schlichtheit stolpert allerdings in simplizistische Gedankengänge, weil ich tatsächlich Juden hasse, ungeachtet arabischer moralischer Fähigkeiten oder ihres Fehlens. Zivilisierte Sitten halten mich und meine Kollegen davon ab uns ausdrücklich auf unseren Antisemitismus zu berufen, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht den gesamten Kontext meiner Berichterstattung mit antisemitischen Untertönen einfärben kann, der perfekt ins zaristische Russland oder zu Nazideutschland passen würde. Bitte nehmt meinen Umgang mit Arabern als moralisch im Kinderstatus oder als Leute, die nicht selbst denken können, als Hinweis darauf, dass ich die Juden nicht aufrichtig hasse. Beides gilt. Wenn ich IDF-Handeln gegen Palästinenser in der Westbank kommentiere, dann trenne ich das nicht vom größeren Kontext der arabischen Gewalt gegen Juden, die die IDF zu neutralisieren versucht. Zugegeben, das Nichtvorhandensein palästinensischer Fähigkeit zu Willenskraft führt dazu, dass dieser Kontext nicht erwähnt wird, aber es ist der zugrundeliegende Antisemitismus in meinem Ethos – und dem meiner Organisation – der zu einer einfachen Erzählung reiner israelischen Überreaktion in eine jüdische moralische Verdorbenheit führt, die universale Rügen, vielleicht sogar Blutvergießen erfordert.

Die „weiche“ Bigotterie niedriger Erwartungen hat lange die britischen Einstellungen (und die von so einigen Europäern) gegenüber nichteuropäischen Völkern geprägt. Aber lassen Sie diese Tatsache nie die tiefgehendere Realität meines Antisemitismus verschleiern, von dem einiges britisch-natürlich ist und der Rest ein stolzes Produkt meiner unabhängigen Kultivierung. Bitte bringen Sie das auf die Reihe. Danke.