PreOccupied Territory – Aktivist: Zionisten sind antisemitisch, weil Israel Auschwitz nicht bombardiert hat

Anachronistische Manipulation durch Antizionisten und andere Antisemiten hat eine altehrwürdige Geschichte.

PreOccupied Territory, 22. September 2022

New York – Der Führer einer pro-palästinensischen Gruppe an der City University of New York richtete einen neue Vorwurf an die Leute, die er beschuldigt Palästinenser zu unterdrücken und zu enteignen; er argumenteirt, dass diese Leute nicht, wie sie behaupten, eine Antwort auf den Holocaust bieten, weil sie während des Holocaust es versäumten oder ablehnten Flugzeuge zu schicken, die sie auf Jahre noch nicht haben würden, um die Vernichtungslager in Polen oder sogar die Bahngleise zu zerstören, die zu diesen Lagern führten.

Watda Fuq, ein Junior am City College New York, forderte die Zionisten heraus zu erklären, warum ihre Bewegung jüdische Rechte und Schutz nachjagen, obwohl dieselbe Bewegung exakt null Langstreckenbomber schickte, um den Massenmord zu unterbrechen, der in Auschwitz-Birkenau, Treblink, Majdanek, Chelmno, Belzec, Sobibor oder sonst einem der Orte stattfand, an denen Nazis und ihre lokalen Kollaborateure von 1939 bis 1945 sechs Millionen Juden vergasten, verhungern ließen, erschossen, erstickten, niederwalzten, verbrannten, aufhängten oder sonst irgendwie folterten. Israel erreichte 1948 Eigenstaatlichkeit und gründete eine Luftwaffe; die Todeslager in Polen und die Tötungsstätten an anderen Orten in Osteuropa liegen heute immer noch jenseits der Angriffsreichweiter der IAF.

„Es ist nicht nur so, dass die Zionisten ein Bündnis mit den Nazis aufnahmen“, klagte er an, womit er einen verzweifelten Versuch der Jewish Agency falsch darstellte, mit dem Dritten Reich um die Rettung tausender Juden zu erhandeln. „Es ist so, dass ihr sonstiges Handeln ihre Behauptung Lügen straft, die Bewegung sorge sich um Juden, nicht die Kontrolle über Palästina zu erobern und dessen einheimische Bevölkerung zu vertreiben.“ Fuqs letztgenannte Aussage offenbarte eine zweite, gewollte Fehldarstellung, da sich die „Enteignung“ komplett im Kontext arabischer Gegnerschaft zu jüdischem Grundstücksbesitz und Selbstregierung im angestammten jüdischen  Heimatland ereignete, obwohl das „Zionisten sind Imperialisten“-Sprachbild in antisemitischen Kreisen beträchtliches Stehvermögen gezeigt hat.

Anachronistische Manipulation durch Antizionisten und andere Antisemiten hat eine altehrwürdige Geschichte, erklärte Stacy Facepalm, Professorin für jüdische Geschichte an der University of Pennsylvania. „Schon die Verwendung des Begriffs ‚Palästina´ dient als perfektes Beispiel“, stellte sie fest. „Araber bezeichneten das Land selten, wenn überhaupt, mit diesem Namen; das war fremd. Vor 1948 bedeutete ‚Palästinenser‘ ohne das Wort ‚Araber‘ nur ‚Jude‘. Irgendwie scheinen die heutigen Palästinenser und ihre Verbündeten unter dem Eindruck zu stehen, dass ‚das palästinensische Volk‘ bis in die 1960-er Jahre existierte und dass ein palästinensisch-arabisches Gebilde vom Zionismus beseitigt wurde.“

Fuq hat die Zionisten auch beschuldigt es abgelehnt zu haben die Nazis allgemein zu bekämpfen, wobei er palästinensisch-jüdische Soldaten in den britischen Streitkräften, die in Nordafrika Rommel besiegten, als „War-Washing“ abtat.

Gedankenverlorenes Territorium: Findet schnell ein neues alarmistisches Modewort für Israel – „Apartheid“ funktioniert nicht

PreOccupied Territory, 19. September 2022

Von Linda Sarsour – New York: ich kam gerade von einem Solidaritätsbesuch bei unseren palästinensischen Brüdern unter Besatzung zurück und hae sowohl gute als auch schlechte Nachrichten: Unsere Brüder und Schwestern, die sich der brutalen kolonialistischen Politik des Zionismus gegenüber sehen, haben so viel Entschlossenheit wie immer, wenn es darum geht historische Gerechtigkeit zu fordern. Die schlechte Nachricht: Wenige ausreichend wichtige Leute und Organisationen scheint das zu kümmern und die sich immer weiter entwickelnde Liste aufgeladener Schimpfnamen, mit denen wir die Zionisten bedenken, schienen alle Macht zu verlieren, die sie einst hatten, darunter das, was viele von uns als sorgfältig ausgearbeitete Asse betrachten, bei denen wir ein einziges Wort verwenden, um den jüdischen Staat als weitere Inkarnation des von einer weißen Minderheit beherrschten Südafrika darstellen. Aber selbst dieser rhetorische Trick hat enttäuschende Ergebnisse gebracht und wir brauchen dringendst neue Schimpfnamen, um mit den leichtgläubigen westlichen Emotionen, Ignoranz und reflexhaften Antisemitismus zu spielen, wenn wir Palästina auf den Titelseiten und in den trendenden Themen halten wollen.

Einfach gestrickte Aktivisten könnten versucht sein das Verpuffen der „Apartheid!“-Verleumdung finsterer (((zionistischer))) Manipulation oder Medien oder der Unterdrückung von Anschuldigungen zuzuschreiben. Aber ein ehrlicher Blick auf die Medien offenbart keinen Mangel an Medienorganen, die bereit sind den Begriff als auf Israel verweisend zu legitimieren, besonders seit Amnesty International so art daran arbeitete eine Neudefinition des Begriffs zu entwickeln, damit er einzig auf Israel passt. All diese harte Arbeit ergibt praktisch nicht viel an politischen Ergebnissen, was manche dazu veranlassen wird anzunehmen, dass dunkle Kräfte am Werk sind, aber wir dürfen uns nicht in diese Mentalität stürzen, wen weltlichere Faktoren das Scheitern erklären können.

Der wichtigste davon ist rhetorische Ermüdung. Die Tatsache, dass wir uns wegen so vieler fadenscheiniger „Massaker“ durch Israel heiser geschrien haben, könnte vielleicht, aber nur vielleicht unsere Glaubwürdigkeit erodiert haben. Unsere Tendenz alles mit jüdischer Souveränität und Sicherheit in Verbindung stehende als „Nazismus“ zu bezeichnen, hat den Einfluss unserer Arbeit verwässert.

Es scheint auch nicht zu helfen, dass wir zu Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel aufrufen, während wir keine spürbaren Erfolge und so einige peinlichen Vorfälle an Heuchelei unsererseits zu verzeichnen haben. Zum Beispiel war ich gerade dort, genoss einen Ort, wo Juden und Araber unter israelischer Herrschaft mehr oder weniger friedlich leben. Auf jeden Fall friedlicher, als auf den Straßen von Brooklyn. Wer weiß, wie viele von uns Wix als Rückgrat unserer Internetseiten verwenden? Und lasst mich gar nicht erst von der Technologie anfangen, die unsere Smartphones und Computer laufen lässt. Wenn wir unsere Forderungen und Rhetorik nicht ernst nehmen, wie können wir erwarten, dass irgendjemand sonst das tut?

Wenn ihr mich jetzt bitte entschuldigt, ich muss eine progressive Bewegung kapern und dafür sorgen, dass es bei ihr um Palästina geht und sie damit in den Sand zu setzen.

Gedankenverlorenes Territorium: Palästinensische Technologie macht aus erwachsenen Kämpfern posthum Kinder

Das „Before-Interment Alteration System“ oder BIAS* (Vor der Beerdigung“-Veränderungssystem)

PreOccupied Territory, 12. September 2022

Tel Aviv – Vertreter des israelischen Militärs und des Verteidigungsministeriums äußerten gestern Sorge wegen eines Geräts, das verschiedene Terrorgruppen in ihrem Besitz zu haben scheinen, das jede Leiche eines eine Schusswaffe schwingenden, Bomben legenden, Brandsatz werfenden oder mit einem Messer fuchtelnden Arabers nimmt und in einen „Jugendlichen“ oder ein „Kind“ verwandelt, was sich in der Berichterstattung der Mainstream-Medien zu aktuellen Episoden des Konflikts spiegelt.

Offizielle Vertreter weisen auf Artikel und Videoberichte zur Gewalt der letzten Monate im Gazastreifen und der palästinensisch verwalteten Stadt Jenin hin, Fälle, bei denen die IDF ihr Handeln gegen bewaffnete Palästinenser dokumentierte, die sie oft tötete – nur, um zu entdecken, dass so verlässliche, objektive Quellen wie CNN, Associated Press, Reuters, die New York Times und die BBC palästinensische Medien und Offizielle zitieren, wie sie den Militanten als Kind bezeichnen. Der israelische Militärgeheimdienst kam zu dem Schluss, dass die Palästinenser etwas besitzen, das einen erwachsenen Kämpfer irgendwie in ein Kind verwandelt, dessen Tod von Israel verursacht wurde.

„Als Platzhalternamen nennen wir das ein Before-Interment Alteration System (BIAS* – Vor-Beerdigungs-Veränderungssystem)“, verriet ein Offizieller, der nicht genannt werden wollte. „Wir wissen von mindestens 20 Fällen im letzten Jahr, bei denen BIAS eingesetzt worden ist, um einen Propaganda-Effekt zu schaffen, was unterschiedliche Erfolge hatte. Aber weitere Beweise deuten auf die Verwendung von BIAS für denselben Zweck schon vor Jahrzehnten hin, bei der ersten Intifada 1987. Seine Entwicklung hilft hunderte Vorfälle zu erklären, bei denen die IDF einen bewaffneten Terroristen neutralisierte, nur um festzustellen, dass irgendeine unerklärliche Technologie die Leiche so verändert hat, dass sie jetzt einem ausgelassen spielenden Jugendlichen ähnelt, dessen unschuldige Fotos nun die Seiten und Social Media-Accounts westlicher Journalisten und Regierungsinstitutionen zieren. BIAS ist eindeutige eine Waffe, mit der gerechnet werden muss.“

Experten boten keine genaue Beschreibung der Konstruktion oder des Mechanismus, mit dem BIAS arbeitet, aber sie bestätigen seine Auswirkungen. „Wenn es bekannte Technologie verwendet, dann ist das ein Meisterstück der Ingenieurskunst“, räumte ein Major des IDF-Ingenieurskorps ein. „Aber noch eindrucksvoller ist, bedenkt man die primitive Bewaffnung, die die palästinensischen Terroristen im Allgemeinen einsetzt, dass sie eine Technologie verwenden, die der Rest der Welt noch entdecken muss, ganz zu schweigen davon sie zu einzusetzen.“

Ein Oberstleutnant derselben Einheit hielt allerdings fest, dass die Palästinenser bei vielen gewalttätigen Vorfällen immer noch gutgläubige Kinder Gefahren aussetzen, entweder um IDF-Handeln zu verhindern oder den Propaganda-Nutzen zu ernten, den ein durch solches Handeln geschädigtes Kind erleidet – was die Möglichkeit erhöht, dass BIAS sich manchmal als nicht verfügbar erweist und die Palästinenser seine Wirkungen auf andere Art erzeugen müssen.

* das englische Wort „bias“ bedeutet Einseitigkeit, Voreingenommenheit, Befangenheit, Schlagseite,…

Gedankenverlorenes Territorium: Nichtjude freut sich Juden zu sagen, was Juden glauben

„Es ist besonders jüdisch Leute zu tolerieren, die dir schaden wollen, weshalb so viele Juden stolze Progressive sind.

PreOccupied Territory, 24. August 2022

New York – Ein Nichtjude nahm heute die Gelegenheit wahr wieder mal ein Mitglied der hebräischen Stämme zu dem zu lehrmeistern, was solche Mitgliedschaft erfordert und mit sich bringt, ein Zeitvertreib, dem er laut Beobachtern regelmäßig nachgeht.

„Zugang zu Abtreibung ist ein jüdischer Wert“, beharrte Chester Anthony, ein progressiver Aktivist, im Gespräch mit einem Juden. „Echte Juden sind für Abtreibung.“

„Echtes Judentum ist auch antizionistisch“, fügte er an. „Echte Juden sind gegen den Staat Israel und wollen, dass die Palästinenser das gesamte historische Palästina kontrollieren.“

Anthony betrachtet sich selbst als ausreichend sachkundig zum Judentum und jüdischer Geschichte, um dozieren zu können, was Juden tun sollten und was nicht. „Juden hätten aus dem Holocaust lernen müssen Minderheiten unter ihrer Herrschaft nicht zu misshandeln“, hat er zum israelisch-palästinensischen Konflikt erklärt. Andere Lektionen aus dem Holocaust wie die Erkenntnis, dass Juden sich nicht auf Nichtjuden in Sachen Sicherheit verlassen können und sich mit allen nötigen Mitteln selbst schützen müssen, dazu jede Lektion für Nichtjuden bezüglich ihrer Tatenlosigkeit, während Millionen starben, bleibt seiner Rhetorik wie seinem politischen Denken fern.

„Bildung ist ein jüdischer Wert“, hat er auch behauptet, während er abgeschottete jüdisch-religiöse Gemeinden dafür kritisierte, dass sie ihr Leben rund um die Maximierung des Studiums jüdischer Texte strukturieren. Anthony hat zwar noch nicht offen seine Annahme ausgesprochen, dass Assimilation in die breitere Gesellschaft ein jüdischer Wert ist, die Meinung scheint aber in vielen seiner Äußerungen zum Thema Juden durch. Ein Gesprächspartner bat ihn die Widersprüchlichkeit zwischen „echte Juden sind für Abtreibung“ und seinem Argument zu erklären, der Staat müsse die abgeschotteten Gemeinschaften zum Lernen und dazu zwingen Leistungen in säkularen Fächern vorzuweisen. Anthony blockte den Twitterer und meldete ihn wegen Belästigung.

„Toleranz ist ein jüdischer Wert“, erklärte er hinterher. „Juden tolerieren jeden. Es ist besonders jüdisch Leute zu tolerieren, die dir schaden wollen, weshalb so viele Juden stolze Progressive sind.“

„Juden kümmern sich um die Umwelt“, erklärte er unter Verwendung einer kleinen Handvoll, ausgewählter Beispiele aus uralten Texten und indem er ihnen die Empfindlichkeiten des 21. Jahrhunderts überstülpte. „Insbesondere ultraorthodoxe Juden müssen aufhören so viele Kinder zu bekommen, das ist schlecht für den Planeten. Schauen Sie sich nur das massiven Einwegartikeln an, die sie verbrauchen. Das ist so unjüdisch.“ Anthony muss noch mit den Folgen seines ökologischen Arguments rechnen, darunter dem logischen Schluss, dass der Holocaust, wenn der Bevölkerungsrückgang der Umwelt hilft, einen positiven Beitrag für den Planeten leistete. Er bleibt allerdings bei politischen Bündnissen mit Leuten, die solche eine Behauptung ungeachtet der Umweltfrage erheben und entscheidet sich, sie nicht zu hinterfragen.

Gedankenverlorenes Territorium: Bringt meinen Rassismus der niedrigen Erwartungen von Arabern nicht mit meinem offenen Judenhass durcheinander

PreOccupied Territory, 31. August 2022

Jeremy Pine, BBC-Nachostkorrespondent, Jerusalem – Ich habe das Gefühl, mein Publikum macht gewisse irrige Annahmen zu meinen Vorurteilen und jetzt werde ich versuchen Ihnen gegenüber die Voreingenommenheiten zu klären, die meine Berichterstattung beherrschen, so dass Sie es vermeiden können meine Arbeit falsch zu verstehen: Die Tatsache, dass ich z.B. Palästinenser für moralisch unfähig halte, schließt nicht die Möglichkeit aus, dass mich konkrete Feindseligkeit für Juden antreibt und Israel als im Unrecht darzustellen nur als Funktion der Zusammenstöße zwischen denen mit und denen ohne Vertretung geschieht. Ganz im Gegenteil.

Aufgrund einer oberflächlichen Betrachtung meines journalistischen Lebenswerks könnte man schlussfolgern, wenn ich den jüdischen Israelis indirekt Verantwortung für die Gewalt von Palästinensern zuschreibe, dann mache ich das nur, weil mein Rassismus gegenüber Arabern mich daran hindert von ihnen zu erwarten, dass sie Gewalt meiden, wie jede zivilisierte, moralische Person es anstrebt und so werden die Israelis standardmäßig zu den einzigen in den Interaktionen, die die Fähigkeit haben echte moralische Entscheidungen zu treffen – und natürlich haben sie die falschen Entscheidungen getroffen. Das könnte mit dieser falschen Schlussfolgerung als angemessene Erklärung dafür dienen, zum Beispiel mit der Berichterstattung über solche Vorfälle zu warten, bis Israel wegen Raketen aus dem Gazastreifen zurückschießt und es so darzustellen, dass Israel Palästinenser angreift, die einfach nicht anders können als zu versuchen Leute mit willkürlichem Raketenfeuer zu töten.

Diese Schlichtheit stolpert allerdings in simplizistische Gedankengänge, weil ich tatsächlich Juden hasse, ungeachtet arabischer moralischer Fähigkeiten oder ihres Fehlens. Zivilisierte Sitten halten mich und meine Kollegen davon ab uns ausdrücklich auf unseren Antisemitismus zu berufen, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht den gesamten Kontext meiner Berichterstattung mit antisemitischen Untertönen einfärben kann, der perfekt ins zaristische Russland oder zu Nazideutschland passen würde. Bitte nehmt meinen Umgang mit Arabern als moralisch im Kinderstatus oder als Leute, die nicht selbst denken können, als Hinweis darauf, dass ich die Juden nicht aufrichtig hasse. Beides gilt. Wenn ich IDF-Handeln gegen Palästinenser in der Westbank kommentiere, dann trenne ich das nicht vom größeren Kontext der arabischen Gewalt gegen Juden, die die IDF zu neutralisieren versucht. Zugegeben, das Nichtvorhandensein palästinensischer Fähigkeit zu Willenskraft führt dazu, dass dieser Kontext nicht erwähnt wird, aber es ist der zugrundeliegende Antisemitismus in meinem Ethos – und dem meiner Organisation – der zu einer einfachen Erzählung reiner israelischen Überreaktion in eine jüdische moralische Verdorbenheit führt, die universale Rügen, vielleicht sogar Blutvergießen erfordert.

Die „weiche“ Bigotterie niedriger Erwartungen hat lange die britischen Einstellungen (und die von so einigen Europäern) gegenüber nichteuropäischen Völkern geprägt. Aber lassen Sie diese Tatsache nie die tiefgehendere Realität meines Antisemitismus verschleiern, von dem einiges britisch-natürlich ist und der Rest ein stolzes Produkt meiner unabhängigen Kultivierung. Bitte bringen Sie das auf die Reihe. Danke.

Gedankenverlorenes Territorium: Hey, ich habe gerade antike Beweise für Paläst…. Vergiss es, das hier ist auch jüdsch

PreOccupied Territory, 22. August 2022

Tempelberg – Leute! Leute! Seht euch das an! Ich hab’s! Hier ist ein unwiderlegbarer Beweis, dass dieser Ort ein palästinensischer Schrein war, schon währen des späten … Oh, äh. Okay, vergesst das, Leute! Vergesst es! Falscher Alarm! Wieder was Jüdisches. Weitermachen.

Bei Allah, das ist das fünfte Mal heute. Und ich habe wirklich geglaubt, dass wir das im Sack haben.

Die Jungs und ich habe seit Jahren archäologische Stätten abgesucht und nach einem Artefakt gesucht, einem Bauwerk oder einem anderen Fund, um ein für allemal  das zionistische Narrativ der kontinuierlichen, uralten jüdischen Präsenz in Palästina zu widerlegen. Unsere Kollegen in der akademischen Welt und der Politik haben sich hauptsächlich darauf konzentriert, bestehende Beweise jüdischer Souveränität und Indigenität zu vereinnahmen oder vielleicht zionistische „Archäologen“ zu beschuldigen die bestehenden Beweise zu fälschen oder zu verzerren. Oft bezeichnen wir Osmanen, Mamelukken, seltschukische Türken oder andere fremde Eroberer als „Palästinenser“, weil jeder weiß, dass alle Muslime prinzipiell austauschbar sind. Eine ausgewählte Gruppe Aktivisten versucht auch Stätten und Gegenstände zu zerstören, die das palästinensische Narrativ aushöhlen. Aber ich habe immer noch Hoffnung, dass wir die redliche Route nehmen können und etwas finden, das die Sache zweifelsfrei beilegen können.

Es müsste nicht riesig sein; einen Inschrift „Palästina“ auf Arabisch auf einer von unseren antiken islamischen Vorfahren geprägten Münze. Andererseits wäre „gewaltig“ mehr so wie eine Tontafel mit dem Edikt eines antiken palästinensischen Herrschers. Bisher haben wir aber nichts derartiges gefunden. Jede Menge Sachen wie  das für antike Gebilde wie „Juda“ und „Israel“. Aber nur eines für unser Team und wir können das gesamte falsche Gebäude von zweihundert Jahren Archäologie und drei Jahrtausenden dokumentierter Geschichte zusammenbrechen lassen. Das ist Wissenschaft. Und sobald wir sagen, dass es das ist. Bis dahin ist das alles nur zionistische Hasbara.

Nebenbei bemerkt könnte es auch begrüßenswert sein endlich etwas zum Museum Indigener Palästinensischer Kultur beizutragen, das etwas neuer ist als Artefakte des 21. Jahrhunderts. Wir hatten im Verlauf der letzten Jahre eine Reihe Funde mit Hoffnung, die sich als nutzlos erwiesen. Jemand fand nördlich von Jerusalem ein Stück Metall mit arabischer Inschrift, aber es stellte sich als Verschluss einer Coca Cola-Flasche heraus, die irgendein Jordanier dort um 1960 fallen ließ. Darunter befanden sich einige Münzen aus dem jüdischen Bar Kochba-Aufstand 132 n.Chr.; die wir nicht verkaufen konnten, haben wir einfach wieder vergraben.

Aber eines Tages, bestimmt…

Gedankenverlorenes Territorium: Besatzung zwingt Palästinenservertreter kostbares Wasser in seine vier Pools abzuleiten

PreOccupied Territory, 16. August 2022

Jericho – Ein ranghoher Funktionär der Regierung von Mahmud Abbas machte Israel für die Verschlechterung der natürlichen und landwirtschaftlichen Ressourcenlage verantwortlich; er hielt fest, dass er, um seine Wellness-Anlagen, seinen Garten und seine Schwimmbecken in Funktion zu halten, keine andere Wahl hat als diese öffentlichen Ressourcen zu erschöpfen, alles dank der Politik Israels, die darin scheitert ausreichend Nachschub für seine Bedürfnisse sowie die derjenigen zu beschaffen, die trinken, baden, waschen und kochen müssen.

Der stellvertretende Hilfsminister für Häftlingsangelegenheiten der palästinensischen Autonomiebehörde Faschla Scharmuta beklagte den verzweifelte Zustand der den Palästinensern zur Verfügung stehenden Wasserressourcen; die Lage sei derart schlimm, dass, wenn er das Olympia-Schwimmbecken in seinem Haus, dazu seine vier Whirlpools, sein Planschbecken, sein Wellenbad für das Surftraining, sein Ersatz-Langschwimmbecken, die Zierbrunnen und Teiche auf seinem Grundstück und die Bewässerungsanlage seines teuren Rasens auffüllt, nicht genug übrig bleibt, damit die gewöhnlichen Palästinenser Zugang zu dem haben, was sie für Landwirtschaft, Essen und Grundhygiene brauchen.

„Das liegt an der ausbeuterischen Wasserpolitik der Besatzung“, erklärte er in einem Interview. „Sie nehmen das gesamte Wasser aus dem Grundwasserleiter und leiten Ströme davon in ihre illegalen Siedlungen um.“ Israels Wasserquellen kommen hauptsächlich aus der Entsalzung, vom See Genezareth (Kinneret), Regenspeichern, wiederaufbereitetem Abwasser, Flüssen an Schmelzwasser vom Schnee in den Bergen und ähnlichem. Mit der Koordination von Wartung und Reparatur der Wasserversorgungsinfrastruktur beauftragte palästinensische Regierungsabteilungen haben sich lange geweigert mit ihren israelischen Kollegen zusammenzuarbeiten, so dass der Verfall dieser Infrastruktur sich verschlimmert, was die Verschwendung und abnehmende Versorgung verstärkt.

„Das ist ein Langzeit-Problem“, stimmte Abbig Hattub zu, der stellvertretende Manager eines Wasserparks bei Jericho, der seinen Wasserverbrauch nie herunterfuhr. „Im Sommer verbrauchen wir Millionen Liter am Tag und das schlägt sich auf das nieder, was für normale Haushalte und Unternehmen zur Verfügung steht. Die Besatzungstruppen fügen uns da etwas Brutales zu, indem sie kommerzielles Freizeitaktivitäten über Grundbedürfnisse stellen.“

Die von der Besatzung geschaffenen verzerrten Prioritäten wirken sich sogar auf Palästinensergebiete aus, die technisch nicht besetzt sind. Der Gazastreifen, in dem es keine israelischen Soldaten oder Siedler gibt, leidet unter Stromausfällen, weil auf israelische zivile Orte geschossene Hamas-Raketen zu kurz flogen und stattdessen das Kraftwerk des Gebiets trafen. Die Hamas und alliierte islamistisch-militante Terroristen beschlossen die Reparaturen an der Anlage zu verzögern, dessen Beschädigungen und das folgende menschliche Leid aus Mangel an Strom im gesamten Gebiet offensichtlich Israels Fehler ist. Hamas-Vertreter wiesen auch auf die Tatsache hin, dass Israels Existenz als sicherer Ort für Juden den Muslimen keine andere Wahl lässt, also weiter zu versuchen Juden zu töten, um zu beweisen, dass Israels Existenz ihnen keine Sicherheit bietet.