Waren Sie mal in Ramallah? Das UNHRC sagt, es ist wie Dachau

Wäre Dachau nur wie Ramallalh gewesen…

Giulio Meotti, Israel National News, 14. Juni 2017

Amensty International hat nie zum Boykott der Besetzung Osttimors oder Papuas durch Indonesien aufgefordert, auch nicht gegen die Zyperns durch die Türkei, Georgiens oder der Krim durch Russland, der Westahara durch Marokko oder Tibets durch China. Es gibt nur einen Staat, für den Amnesty einen ausgesuchten Boykott ausruft: den jüdischen Staat. Und welche bessere Gelegenheit gäbe es als die israelischen Feiern zu fünfzig Jahren seit dem Krieg von 1967, um einen Bann auf seine Waren heraufzubeschwören?

Also hat Amnesty gerade einen Boykott israelischer Waren ausgerufen, die auf Land von vor 1967 produziert werden. Kate Allen, Leiterin von Amnesty UK, sagte, Britannien und andere europäische Länder habe „die rechtliche und moralische Pflicht, das Verbot von in israelischen Siedlungen hergestellten waren“ einzuführen. Das Board of Deputies der jüdischen Gemeinschaft in England hat Amnesty dafür verurteilt, das „die palästinensischen Messeranschläge, Autoanschläge und Schusswaffenanschläge“ ignoriert werden, unter denen Israel leidet. Marie van der UZyl, Vizepräsidentin der jüdischen Organisation, sagte: „Amnesty sollte sich daran erinnern, dass Menschenrechte universal sind und auch für die Israelis gelten.“

Aber Hass verdunkelt nicht nur die Geister der Humanitären an der Themse. An den Gestaden des Genfer Sees hat der UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC) Israel gerade, es würde aus Ramallah, der Hauptstadt der palästinensischen Autonomie, in ein Konzentrationslager machen.

Zeid Ra’ad Al-Hussein, der Leiter des UNO-Rats, sagte gerade während der Vollversammlung: „Cih wuchs nicht weit entfernt vom palästinensischen Flüchtlingslager in Baqa’a auf. Ich arbeitete im Flüchtlingslager Wihdat. Ich bin in Auschwitz-Birkenau gewesen, ich habe Dachau besucht und sah Buchenwald…“ Hussein fuhr damit fort das „palästinensische Leiden“ mit der Schoah zu vergleichen.

In genau denselben Stunden trafen sich bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), einer weiteren UNO-Organisation, die schlimmsten Diktatoren der Erde zu einem Bericht, der Israel beschuldigt die Gesundheitsrechte der Palästinenser zu verletzen. Alle waren da, von Kuba bis China, aber auch Syrien, der Sudan und Simbabwe. Vor allem aber war dort Venezuela vertreten, das Israel wegen „der schweren Probleme des Zugangs zu Wasser, der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit“ verurteilte.

Die UNO-Organisation für Gesundheit hat gestattet, dass Israel von einem Land dämonisiert und herausgehoben wird – Venezuela – in dem Malaria wieder ein nationaler Notfall ist, geistig Kranke auf der Straße ausgesetzt werden und Kinder in einer höheren Rate sterben als in Syrien.

Ja, Syrien. Immer gut, besonders um Israel Schuld zuzuschreiben.

Also hat Pierre Krahenbühl, der Leiter der UNO-Organisation für die Palästinenser (UNRWA), eine Spendensammelkampagne verbreitet, die das Bild eines Mädchens im Schutt verwendet. Es ist schade, dass das Bild nicht im Gazastreifen aufgenommen wurde, sondern in Damaskus. Ein paar Stunden später wurden, um den Kreislauf der humanitären Scheinheiligkeit zu vervollständigen, zwei Tunnel entdeckt, die von der Hamas genutzt wurden, um nach Israel einzudringen; sie waren unter zwei UNO-Schulen gebaut worden.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu nutzte die Gelegenheit, um die Schließung der UNRWA zu fordern. Viele Ressourcen könnten von der Verewigung des Status quo der vierten Generation palästinensischer „Flüchtlinge“ genutzt werden, um neueren Flüchtlingen zu helfen, von denen viele muslimische Opfer der Islamisten in Syrien, dem Irak, Afghanistan, Somalias, des Sudan und Nigerias sind.

Ich bezweifle aber, dass in der nahen Zukunft europäische Städte „Wochen gegen Apartheid in  Aleppo“ organisieren werden. Diese geistesgestörten Humanitären genießen einzig die Dämonisierung der Juden.

Echte Juden vs. echte Palästinenser

Judean Peoples Front, Israellycool, 15. Juni 2017

Ein der Haupttaktiken, die die BDS-Bewegung nutzt, um ihren zugrundeliegenden Judenhass zu verbergen, besteht darin auf die wenigen antizionistischen Juden zu zeigen, die sie unterstützen; das ist dann der „Beweis“, dass sie nicht wirklich antijüdisch sind, nur antiisraelisch oder gegen Besatzung. Sie halten diese Randminderheit der Juden als den einzig „echten Juden“ hoch, während der Rest von uns, der Israel Existenzrecht als jüdischer Staat unterstützt, Blender oder „falsche Juden“ sind.

Aber wie der Rest der BDS-„Logik“ ist diese Argumentation nur akzeptabel, wenn es um Juden geht und keinesfalls, wenn es um Araber, Palästinenser oder Muslime geht. Sollte ein Jude sagen, dass der Islamische Staat die einzig wahren Muslime sind (in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Muslime gegen den IS sind), würde er der Islamophobie beschuldigt. Würd ein Israeli sagen Terrorunterstützer seien die einzig wahren Palästinenser, würde er des Rassismus beschuldigt, obwohl 46% Selbstmord-Bombenanschläge unterstützen, 67% Messeranschläge unterstützen und 89% Raketenangriffe auf israelische Zivilisten unterstützen. Aber wenn die BDS antizionistische Juden (eine sehr kleine Minderheit) als einzig wahre Juden hochhält, dann ist für manche der angeführte Grund akzeptabel.

Es wäre niemals in Ordnung einen Muslime anzugreifen, indem man ihm ein Bild einer ISIS-Gräueltat schickt und sagt: „Das ist der wahre Islam.“ Dennoch sind BDS und ihre Blau-und-weiß-wascher-Freunde von der Jüdischen Stimme für Frieden in Palästina absolut glücklich genau dasselbe mit Juden zu tun.

Wenn also das nächste Mal jemand Ihnen eine Bild der Naturei Karta (die kaum ein paar tausend Mitglieder zählt) twittert, dann twitter Sie doch direkt zurück:

(eingedeutscht von heplev)

Die Politisierung der geistigen Gesundheit und die Ausbildung palästinensischer Kinder

Irwin J. Mansdorf, Jersalem Viewpoints Nr. 522, JCPA, 21. September 2004

  • Akademische und professionelle Berichte, die israelische Politik und israelisches Handeln mit dem Zerfall der geistigen Gesundheit und Ausbildung der palästinensischen Kinder in Verbindung bringen, sind durch fragwürdige wissenschaftliche Methoden und einen Verlass auf Verdrehungen, Auslassungen und Fehlinterpretationen charakterisiert.
  • Konsequenzen für die geistige Gesundheit werden ohne Bezugnahme auf Terroraktivitäten und Aufhetzung zur Gewalt in palästinensischen Medien, Schulen und Universitäten diskutiert.
  • Die Forscher erkennen allgemein nicht an, dass die Palästinensische Autonomiebehörde seit 1994 die volle Kontrolle über das Bildungssystem hat.
  • Es wird wenig Bezug auf das Versagen der PA genommen, einen Lehrplan zu schaffen, der Frieden und Toleranz betont. Er bewirbt Botschaften, die die Juden und Israel dämonisieren, und toleriert offene Aufrufe zur Gewalt durch verschiedene Fraktionen innerhalb der palästinensischen Gesellschaft
  • Behauptungen, Israels Sicherheitswall habe „Auswirkungen“ auf palästinensische Kinder, werden trotz des Fehlens klinischer Daten gemacht, die die Barriere mit irgendwelchen dokumentierten negativen Effekten verbinden.
  • Das palästinensische System zu reformieren, damit zu Frieden erzogen und eine versöhnliche Haltung gefördert wird, wäre im gemeinsamen Interesse aller Parteien der Region.

Einseitigkeit verkleidet als Forschung: Palästinenser, Akademiker und Harvard

Ein Bericht mit dem Titel „Die Auswirkungen der israelischen Besatzung auf die Erziehung vom 28.9.2000 – 6.5.2004“1, durchgeführt vom palästinensischen Erziehungsministerium und veröffentlicht von der palästinensischen Nichtregierungs-Organisation Miftah2, stellt eine Reihe weit gehend in die Irre führender und/oder unsubstantiierter Behauptungen auf, die sich auf die israelische Verantwortung für den Zustand des palästinensischen Bildungssystems beziehen.

Es wird Anklage wegen „israelischer, aggressiver Politik“ als einziger Ursache für diese Auswirkungen seit dem 28. September 2000 erhoben, in der „menschliche, physische und psychologische Folgen für die palästinensische Gesellschaft“ zitiert werden.

Ein weiterer, angeblich professionellerer und von Gleichen in Augenschein genommener Bericht, der von einer Gruppe kanadischer und palästinensischer Forscher veröffentlicht wurde, behauptet, dass „Bedrängung durch israelische Siedlungen“ für die Probleme der geistigen Gesundheit palästinensischer Kinder verantwortlich sind.3

Ein partnerschaftliches Projekt zwischen der Harvard Medical School und des Gaza Community Mental Health Center konzentriert sich auf die Auswirkungen der Gewalt auf die geistige Gesundheit und Funktion palästinensischer Kinder. In einer Zusammenfassung der vorgeschlagenen gemeinsamen Arbeit zwischen den beiden Institutionen4 wird Dr. Eyal El-Sarraj als „hoch respektierter Gemeinde-Psychiater“ beschrieben. Der Bericht fährt fort die Auswirkungen von „politischer“ und „militärischer“ Gewalt anzuführen, denen Kinder in Gaza ausgesetzt worden sind.

Was all diesen Berichten gemein ist, ist der Versuch klinische Befunde bezüglich der geistigen Gesundheit, Bildung und dem allgemeinen Wohlsein palästinensischer Kinder zu politisieren. Was diesen Berichten ebenfalls gemein ist, ist der Gebrauch von Halbwahrheiten, Auslassungen und Verdrehungen, um ein einseitiges und schiefes Bild der behaupteten israelischen Missbräuche angesichts dessen zu zeichnen, was oft als legitimer palästinensischer Widerstand und allgemeiner guter Wille dargestellt wird.

Nehmen wir z.B. den Fall von Dr. El-Sarraj, der – trotz der Behauptung Harvards – aufheizende, fanatische und hetzerische Bemerkungen über Juden und Israelis gemacht hat. In einem Interview in „Tikkun“ verlangte er wiederholt eine formale israelische Entschuldigung für Verhalten gegenüber Palästinensern, wobei er schroff jeglichen Vorschlag zurückwies, dass die Palästinenser sich revanchieren müssten. Er sagte auch: „Ich habe mich selbst gefragt: ‚Sind sie von Natur aus böse, diese Juden? Oder sind sie dumm, geistig unternormal geboren? Warum tun sie das?’ Es ist unglaublich. Und ich fand nach langem, langem Nachdenken darüber heraus, dass sie nicht böse geboren sind. Und sie sind nicht dumm. Sie sind psycho-pathologisch gestört.“5 Das kommt von einem Mann, den Harvard als Vertreter einer „friedlichen Lösung des lange existierenden Konflikts“ beschreibt, der ein Zentrum leitet, das Harvard für Zusammenarbeit Wert hält und finanziell fördert.

Die PA ist seit 1994 für die Bildung palästinensischer Kinder verantwortlich

Obwohl die israelische Verwaltung des palästinensischen Bildungssystem von 1967 bis 1994 lief, als die Palästinensische Autonomiebehörde die Verantwortung übernahm, wählte der erwähnte palästinensische Bericht den 28. September 2000 als Startdatum für die Auswertung der Auswirkungen. Die Folgerung ist, dass Ariel Scharons Besuch auf dem Tempelberg an diesem Tag zum Ausbruch der palästinensischen Gewalt führte. In Wirklichkeit gingen Scharons Besuch mindestens zwei weitere, unprovozierte gewalttätige Vorfälle durch Palästinenser voraus.6 Die Zuschreibung des Scharon-Besuchs als Auslöser der Gewalt wird selbst durch palästinensische Offizielle wie Imad Falouji gekontert, der sagte, dass die Gewalt „seit der Rückkehr des Vorsitzenden Arafat aus Camp David geplant wurde, als er den damaligen US-Präsidenten vor den Kopf stieß und die amerikanischen Angebote ablehnte.“7

So, wie die Beweise zeigen, dass der Ausbruch der palästinensischen Gewalt beabsichtigt und geplant war, so zeigen die Beweise auch, dass palästinensischer Amtsmissbrauch statt israelischer Politik hauptverantwortlich für die Leiden der palästinensischen Kinder und den Zustand des palästinensischen Bildungssystems ist.

Bis zur Übernahme des Systems durch die Palästinensische Autonomiebehörde 1994 hatte sich der Zugang zu Bildungsmöglichkeiten für palästinensische Kinder deutlich verbessert, nachdem Israel die Verantwortung 1967 von Ägypten und Jordanien übernahm. Ein Bericht von 1994 besagt: „Die Zahl der Bildungseinrichtungen wie auch die Schülerzahlen ist deutlich gestiegen. 1967/68 betrug die Zahl der Schulen in der Westbank knapp über 800. Derzeit existieren mehr als 1.300 Schulen. Im Gazastreifen ist die Zahl der Schulen von 166 im Jahre 1967 auf heute rund 340 gestiegen. Insbesondere im Bereich oberhalb der Mittleren Reife auf der Ebene der örtlichen Oberstufenschulen und Universitäten ist die Ausdehnung der Bildungsdienste bemerkenswert.“8

Die gewalttätigen Ergebnisse der palästinensischen Übernahme des Bildungssystems

Hinter einem Großteil der Erfahrung palästinensischer Kinder liegt eine Psychologie der Gewalt. Dies israelischer Politik zuzuschreiben führt allerdings in die Irre.

Viele Berichte tendieren dazu Behauptungen israelischer Aggression, Belagerungen, Vorstöße und militärischer Besatzung hervorzuheben, die Schüler und Lehrer betroffen haben sollen. Der Bericht des palästinensischen Bildungsministeriums und andere zitieren angebliche Leiden und Erniedrigungen der Studenten an „militärischen Kontrollstellen zwischen Städten und Dörfern“, unterlassen es aber, den Zusammenhang der Kontrollstellen und der dokumentierten Vorfälle anzuführen, bei denen palästinensische Terrororganisationen Schüler benutzen, um Terroranschläge auszuführen.

Nach Daten der IDF wurden seit Beginn der Gewalt im Jahr 2000 29 Selbstmord-Anschläge von Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren ausgeführt. Seit Mai 2001 wurden 22 Schieß-Angriffe und Anschläge mit Sprengstoff von Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren verübt. Seit Anfang 2001 waren mehr als 40 Jugendliche im Alter unter 18 Jahren in versuchte Selbstmord-Bombenanschläge verwickelt, die vereitelt wurden (3 davon im Jahr 2004).9

Eine Reihe dieser versuchten oder durchgeführten Anschläge waren viel beachtete Fälle, die von den internationalen Medien berichtet wurden. Ein Fall betraf den 12-jährigen Abdullah Kran, der offenbar unwissentlich von Tanzim-Terroristen benutzt wurde, um eine Bombe durch den Kontrollposten Hawara zu bringen.10 Weniger als zwei Wochen später wurde der 16-jährige Hussein Abdo an demselben Kontrollpunkt gestoppt. In einem in der ganzen Welt ausgestrahlten Filmbericht konnte man diesen Jungen sehen, wie er eine Selbstmord-Bombe entfernte, die ihm angelegt worden war.11 In einer darauf folgenden Untersuchung wurde Nasser Awartani, ein weiterer 16-Jähriger, verhaftet, der andere Teenager rekrutierte, nachdem er selbst – wie berichtet wird – durch Mitschüler seiner zehnten Klasse angeworben worden war.12

Eine palästinensische Menschenrechtsgruppe berichtete dies als die Verhaftung „palästinensischer Schulkinder“.13 Um die deplazierte Empörung der PA weiter zu verdeutlichen, berichteten sie die Verhaftung wie folgt: „Israelische Militärs brachen mit Unterstützung von gepanzerten Militärfahrzeugen in das Flüchtlingslager Balata ein, begannen Such- und Sturm-Operationen, verhafteten dann die Einwohner Thaer Qandil (15), Nasser El-Awartani (15) und Hani Khalil (21).“14

Als zwei weitere Oberstufen-Schüler als verantwortlich für einen Terroranschlag in Aschdod verantwortlich festgestellt wurden, bei dem es elf Tote gab, sagten Nachrichtenberichte, dass ihre Väter „stolz auf ihre Söhne“ waren.15 Israelische Nachrichtensendungen nach dem Anschlag zeigten den Leiter der Schule an der Stelle, wo die Terrorjugend sich versammelt hatte, um einen Gedenkkranz auf dem Stuhl zu niederzulegen, wo einer der Täter gesessen hatte.

Dadurch, dass psychologische Schäden bei palästinensischen Schulkindern behauptet werden, schreiben einige Forschungen diese Erkrankungen ausschließlich israelischem Handeln zu, ohne die aktive Aufhetzung zu und Glorifizierung von Gewalt anzusprechen, die eine Atmosphäre der Bewunderung und Verstärkung bei der palästinensischen Jugend festigt, die an den Gewalttaten teilnimmt.

Dokumentarberichte haben detailliert aufgezeigt, wie palästinensische Kinder systematisch in der Schule und Zuhause indoktriniert werden – durch die offiziellen Medien, dadurch, dass sie als menschliche Schutzschilde dienen, durch Terroristen, Ablenkungsmanöver und die Teilnahme an gewalttätigen Demonstrationen.16 Andere Berichte beschreiben Fälle, in denen sie als Ergebnis von palästinensischem Feuer verletzt oder getötet wruden.17

Professionelle Forschung, einschließlich der hier zitierten Studien, die Israel anklagen, unterlassen oft anzuführen, dass palästinensische Kinder routinemäßig Botschaften ausgesetzt sind, die für „Märtyrertum“ werben. Menschenrechts-Anwalt Justus Weiner beschreib eine solche Fernseh-Sendung:

Fernseh-Sendungen schließen regelmäßig ein, was in vielen westlichen Ländern „Hass-Reden“ genannt würde. Am 2. Juli 1998, in teilweiser Aufhebung ihrer selbst eingegangenen Verpflichtungen die Hetze unter den Interims-Friedensvereinbarungen zu bekämpfen, strahlte die palästinensische Kinder-Fernsehsendung „Der Kinder-Klub“ – von der Grundstruktur her ähnlich der Sesamstraße – eine Folge aus, in der Jungen mit hoch gereckten Waffen skandierten: „Wir stehen mit unseren Gewehren bereit; Revolution bis zum Sieg; Revolution bis zum Sieg.“ In der gleichen Sendung verkündete ein 8 Jahre alter Junge den Zuschauern (einer Gruppe Kinder): „Ich komme hierher um zu sagen, dass wir sie ins stille Meer werfen werden. Besatzer, euer Untergang ist nahe, denn wir werden unsere Rechnung begleichen. Wir werden unsere Forderungen mit Steinen und Patronen durchsetzen.“ Ebenfalls in der Sendung „Kinder-Klub“ erklärte am 8. Februar 1998 ein Mädchen, das nicht älter als 10 Jahre sein konnte, dass sie eine „Selbstmord-Kriegerin in Jerusalem werden“ wolle.18

Die PA unterließ die Einführung eines mit Frieden übereinstimmenden Lehrplans

Ein großer Teil des Hintergrundes für das Phänomen der Gewalt palästinensischer Jugendlicher muss der Autonomiebehörde angelastet werden, die es unterließ einen Lehrplan einzuführen, der Frieden lehrt, wo möglich war. Das Center for Monitoring the Impact of Peace, eine gemeinnützige amerikanische Gruppe, hat in verschiedenen Studien den Gebrauch beleidigender Sprache, die Leugnung der Legitimität Israels, ein Fehlen des Werbens für Frieden und Diskussionen von Krieg, Jihad und Märtyrertum dokumentiert, die in palästinensischen Schulbüchern des gesamten Bildungssystems üblich sind.19

Terroraktivitäten in palästinensischen Bildungseinrichtungen

Bei der Darstellung der Zahlen zu Verlusten an Menschenleben schließt das palästinensisch Erziehungsministerium eine Kategorie ein, die „Märtyrer“ gesondert ausweist, einen Begriff, die die palästinensische Gesellschaft routinemäßig auf diejenigen anwendet, die Terroranschläge gegen Israel verüben. In einer ausführlichen Analyse mit dem Titel „Märtyrertum und Selbstmord-Kultur in palästinensischen Universitäten“ liefert das Intelligence and Terrorism Information Center am Center for Special Studies einen detaillierten Bericht über die Rekrutierung und den Gebrauch von Studenten für Terroranschläge.20

Der Bericht des Zentrums beschreibt in der Übersicht zahlreicher Beispiele terroristischer Aktivitäten, die von einer Reihe palästinensischer Bildungsinstitutionen unterstützt werden, einen Vorfall an der An-Najah-Universität in Nablus: „Ein Beispiel für das Ausmaß der Hetze, der die Studenten in der Universität ausgesetzt sind, ist eine Ausstellung, die nach einem Selbstmord-Anschlag auf die Sbarro-Pizzeria in Jerusalem eröffnet wurde. Diese Ausstellung der Hamas zeigt ein Modell des Restaurants nach dem Anschlag. In dem Modell waren Puppen und Körperteile von Toten verstreut, um die Opfer darzustellen. Die Ausstellung wurde von einem Mitglied des Studentenrats organisiert, der sich mit der Hamas indentifiziert. Während die Ausstellung statt fand, wurden Poster mit Darstellungen der Terror-Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center in New York an den Wänden der Universität aufgehängt.“21

Der Bericht der PA beschreibt ebenfalls den Schaden an der Infrastruktur, der durch die „israelische Besatzung“ verursacht sei. Der Bericht behauptet, dass „in 498 Schulen wegen Ausgangssperren, Belagerungen und Abriegelung von Stadtvierteln der Betrieb gestört und sie geschlossen werden mussten“. Eine Tabelle der Störungen in Schulen vom April 2004 zeigt allerdings, dass die Gesamtzahl der Tage mit Störungen im Durchschnitt nur 0,7% betrug – eine unbedeutende Zahl.

Bei den Daten zu Schäden and Schulgebäuden unterlässt es der Bericht, jeglichen Schaden durch palästinensisches Feuer aufzuführen. Diese Auslassung, jegliche von Palästinensern verursachten Schaden zuzugeben, lässt aus einer logischen Perspektive nicht nur Glaubwürdigkeit vermissen, sondern widerspricht Medienberichten, die in der Tat Fälle von palästinensischem Feuer dokumentieren, das auf nahe gelegene Schulen gerichtet war oder dort einschlug.22

Palästinensische Schulen sind auch als Deckung für Terroristen benutzt worden, die israelische Positionen angriffen. „Es hat verschiedene Fälle von Eindringen bewaffneter Palästinenser in UNRWA-Einrichtungen im Gazastreifen gegeben, wo in von der UNRWA betriebene Schulen oder Wohnungsprojekte, von wo aus Bewaffnete auf die israelischen Militärs in der Gegend schossen.“23 David Raab zitiert Andreas Reinicke, den deutschen Verbindungsmann zur Autonomiebehörde, der warnte, dass die Benutzung einer Schule in Bei Jala durch „bewaffente Palästinenser“ für deren Aktivitäten unweigerlich dazu führen würde, dass die Schule zum „Schlachtfeld“ werde.24

Jerome Marcus, eine ehemaliger Anwalt im US-Außenministerium, hat Bombenfabriken beschrieben, „die Israel in der gesamten Westbank fand und die sich in Schulen und anderen zivilen Stellen befanden“.25

Bei der Beschreibung israelischer Aktionen, bei denen „Festplatten und Disketten mit großen Mengen an Daten gestohlen“ wurden, unterlässt es der Bericht der PA einmal mehr eine Erklärung die Existenz von Material in den Schulen zu liefern, das mit Hass, Gewalt und Terror in Verbindung stand.

Palästinensische Schulen haben als Zentren für die Verewigung und Glorifizierung von Terroristen und Terroraktivitäten gegen Israel gedient. Ein weiterer Bericht des Intelligence and Terrorism Information Center am Center for Special Studies dokumentiert, wie Schulen der Palästinensischen Autonomie als Zentren der Hetze zu gewalttätigem Terror dienen.26 Die Befunde zeigen detailliert auf, wie Fotografien von Terroristen zusammen mit Lesematerial von Terror-Organisationen im gesamten palästinensischen Schulsystem ausgestellt und verteilt werden. Fotografien von Schulen in Kalkilja, Nablus, Ramallah und anderen Orten zeigen auf, wie diese Bilder an herausgehobenen Stellen mit Texten aufgehängt werden, die sie als „Märtyrer“ und „Helden“ beschreiben. Ein solches Beispiel ist ein Foto von Saleh Sawi, der für den Tod von 22 Israelis bei einem Selbstmordanschlag 1994 verantwortlich war und der als „Held der Aktion Dizengoff“ gepriesen wurde.27

Obwohl sie oft als Opfer der Gewalt beschrieben werden, sind palästinensische Kinder oft die Täter. In der kanadisch-palästinensischen Studie werden nicht weiter belegte „Einzelberichte“ und „persönliche Beobachtungen“ mit einem Zitat des bekannten antiamerikanischen und antiisraelischen politischen Aktivisten Noam Chomsky werden zur Unterstützung der Darstellung angeführt, dass die Anwesenheit von und die „Bedrängung“ durch jüdische Siedlungen für den schlechten mentalen Gesundheitszustand der palästinensischen Kinder der Studie verantwortlich sind. Es wird erklärt, dass palästinensische Kinder diese jüdischen Gemeinden fürchten; man unterlässt es aber, auch nur einen einzigen dokumentierten Fall anzuführen, in dem jüdische Einwohner dieser nahe Bethlehem gelegenen Dörfer an Gewalt gegen irgendein Kind beteiligt waren. Die Autoren vermerken eine „bedeutende militärische Präsenz“ und eine Erweiterung der „Infrastruktur“, während sie die dokumentierte Geschichte und Erfahrung hunderter von Israelis ignorieren, die auf einer stark befahrenen Straße der Gegend regelmäßig von Kindern aus palästinensischen Schulen mit Steinen beworfen wurden. Ein UPI-Bericht merkt an: „Ein hoher Zaun, der einmal die israelischen Autofahrer vor arabischen Steinwürfen schützte, ist nicht mehr da. Die Israelis haben weiter westlich eine neue Straße gebaut.“28

Obwohl akademische Forschungsberichte es im Allgemeinen versäumen anzusprechen, wie palästinensische Kinder palästinensisch organisierter und geplanter Gewalt ausgesetzt sind, wurde das Phänomen in der Presse in jüngerer Zeit darüber berichtet. In einem Bericht von Sky News besuchte Korrespondentin Emma Hurd ein Kinderlager in Gaza, wo „die einzige dort gelehrte Lektion die war, wie man Israelis tötet.“29 Mit Kindern, die teilweise erst 10 Jahre alt sind, beschrieb Hurd, wie das Lager sie für „Kriegsführung“ vorbereitete, wozu das Ausführen von Anschlägen, die Benutzung von Sturmgewehren und die simulierte Tötung von Israelis gehörten.

Die Folgen der palästinensischen Indoktrination von Kindern wird selbst in Familien gespürt, in denen die Eltern die friedliche Koexistenz mit Israelis unterstützen. James Bennet beschreibt einen palästinensischen Vater, der von Frieden und einer Zweistaaten-Lösung sprach, dessen Kinder aber auf die Frage, ob sie israelische Freunde im selben Alter oder mit Israelis im selben Alter Umgang hätten, als Antwort sagten: „Ich will sie nur abstechen“ oder: „Das ist unmöglich.“30

Die Finanzierung der Gewalt

Einige Berichte über palästinensische Kinder und das Bildungssystem sprechen von den bedeutenden finanziellen Verlusten, die durch die Beschädigung von Gebäuden, Möbeln und Ausrüstung verursacht wurde. In einem Bericht über Weltbank-Gelder für palästinensische Universitäten jedoch, berichtet Itamar Marcus von Palestinian Media Watch die Praxis der palästinensischen Universitäten als Zentren für die Glorifizierung von Terror zu dienen und sagt: „Die Weltbank wird die universitären Infrastrukturen aufbauen, die von studentischen Terror-Organisationen benutzt werden wird, um das Rückgrat des Selbstmord-Terrors der kommenden Jahre zu formen.“31

Mitglieder des US-Kongresses, die den Missbrauch internationaler Gelder durch die Autonomiebehörde erkannten, riefen nach US-Intervention um sicherzustellen, dass die UNESCO und die Weltbank aufhören die Veröffentlichung von Schulbüchern zu finanzieren, die gegen Frieden arbeiten und die Hetze zu Terror und Gewalt fördern, die Marcus und andere dokumentiert haben.32 Der Abgeordnete Eric Cantor (Republikaner aus Virginia) sprach insbesondere von der Verwicklung der UNRWA in die Unterstützung von Schulen, die Antifriedens-Botschaften unter den Palästinensern bewerben und verlangte, dass die USA die Finanzierung von UNRWA-Aktivitäten dieser Art beenden.33

Arnold Roth beschrieb im Wall Street Journal Europe detailliert, wie die EU und andere Geldquellen praktisch zur Unterrichtung palästinensischer Schulkinder über Botschaften der Gewalt, des Jihad und des Terrors beigetragen haben.34

In An-Najah, Al-Azhar (Gazastreifen) und anderen palästinensischen Universitäten ermutigen Studenten öffentlich zu Terror-Aktivitäten. Verschiedene Terroristen, darunter zwei Frauen, die Anschläge in Tel Aviv planten,35 kamen von An-Najah. Die Studentenzellen von Hamas und Islamischem Jihad an dieser Universität sponserten Aktivitäten, zu denen öffentliche Demonstrationen zur Unterstützung von Osama bin Laden gehörten.36 Die Hebron University ist aktiv in Terroraktivitäten verwickelt gewesen, wobei ein Chemie-Kurs Studenten darin unterrichtete, wie man Sprengstoff herstellt, der später in Terror-Anschlägen benutzt wurde.37 An der Al-Quds-Universität wurde ein Nachruf veröffentlicht der ein Selbstmord-Bomberin pries.38 Die Bir Zeit-Universität eröffnete das akademische Jahr 2003/2004 mit einer Gedenkzeremonie für zwei Studenten, die Selbstmord-Anschläge in Jerusalem ausführten.39

In einem Bericht über UNRWA-Schulen in der Palästinensischen Autonomie wurde ausführlich dokumentiert, wie Material gebraucht wird, das Gewalt gegen Israelis glorifiziert, wodurch Schulen praktisch in „Brutkasten für Hetze und Hass gegen Israel“ umgewandelt werden.40

Falsche Darstellung der Fakten zum Sicherheitswall

Ein gerne immer wieder wiederholtes Thema in vielen Berichten ist die Beschreibung von Israels Sicherheitswall als „Apartheid-Mauer“. Der Bericht des Bildungsministerium der PA erklärte, die „Höhe der Mauer beträgt 8 Meter und seine Lang [sic] ist 360 Kilometer oder mehr“. In Wirklichkeit ist nur ein geringer Teil der Barriere tatsächlich eine „Mauer“ (zumeist an bestimmten Autobahnen, um Autofahrer vor Heckenschützen zu schützen, oder in Gebieten, wo die Topographie den Bau eines Zaunes verhindert) – diese Abschnitte betragen weniger als fünf Prozent der geplanten Gesamtlänge der Barriere.41

Trotz der Behauptungen, dass palästinensische Schüler „von ihren Rechten [sic] beraubt sind“, unterlässt es der PA-Bericht anzumerken, dass es dort, wo die Barriere tatsächlich Schüler von Schulen trennt, Tore gibt, die ungehinderten Zugang zu und aus den Schulen erlauben. Diese Politik der „offenen Tore“ stellt sicher, dass Zivilisten, die nicht in Terror verwickelt sind, über den Wall hinweg kommen, um sich um ihre Felder zu kümmern oder zur Schule zu gehen. Trotz der israelischen Absicht, die Härten zu minimieren, haben als sich unschuldige Zivilisten getarnte Terroristen zynisch versucht diese Politik auszunutzen und versucht diese „offenen Tore“ zu nutzen, um Terroranschläge in Israel zu auszuüben.42

Der PA-Bericht präsentiert eine Tabelle mit 2.898 Schülern und Lehrern, die von dem Sicherheitswall „betroffen“ sind, ohne jegliche Beschreibung oder Dokumentierung von schädlicher Auswirkungen auf die Bildung zu liefern, die durch den Wall entstehen. Tatsächlich liefert der Bericht überhaupt keine Hintergrundinformation oder Zusammenhang zum Bau des Sicherheitswalls, insbesondere die Notwendigkeit das Eindringen von Terroristen nach Israel zu verhindern.43

Schlussfolgerung

Berichte über den Stand der mentalen Gesundheit palästinensischer Kinder und die Natur des palästinensischen Bildungssystems geben vor Daten zu präsentieren, die Israel als verantwortlich für einen beklagenswerten Zustand angeben. In Wirklichkeit liegt die Verantwortung für den derzeitigen Zustand bei der Autonomiebehörde und palästinensischen Terror-Organisationen, die beide eine Kultur der Gewalt, des Hasses, der Hetze und des Terrors betrieben und Kinder und Schüler als Fußvolk benutzen.

Im November 2002 diskutierte Dr. Neil Kieffe von der Bethlehem University einige der Probleme, die das palästinensische Bildungssystem plagen: „Palästinensische Ausbilder haben mit Hilfe von Ausbildern aus anderen Ländern zu entscheiden, welche Resultate sie genau vom System erhalten wollen und dann einen neuen Bildungsgang zu schaffen, der diese liefert. Die Ziele können nicht nur die Beherrschung einer gewissen Menge an Wissen sein. Das schafft Technokraten. Wir brauchen eine Ausbildung, die aus den Schülern die besten Fähigkeiten hervor holt. Die Palästinenser sind sehr kompetente Menschen, aber sie müssen lernen, dass sie kreativ sein können, dass sie Führungspersönlichkeiten sein können, dass Zusammenarbeit mehr schaffen kann als sie es als Einzelne können. Mit einer solchen Ausbildung besteht die Möglichkeit eines neuen Palästina in diesem neuen Jahrtausend.“44

Kieffes Gefühle würden starke Unterstützung bei all denen finden, die ein Aufmöbeln eines Systems unterstützen, das Schüler zum Krieg erzog statt sie auf den Frieden vorzubereiten.

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Anmerkungen:

  1. http://www.miftah.org/Doc/Reports/2004/EducationAssessment60504.pdf
  2. Für eine vollständige Diskussion und Analyse von Miftah s. Simon Lassman: The Anti-Israel Agenda of MTA. NGO Monitor, 27. Januar 2003; http://www.ngo-monitor.org/editions/v1n02/v1n02-1.htm
  3. T.L. Zakrison, A. Shahen, M. Mortaja, P.A. Hamel: The Prevalence of Psychological Morbidity in West Bank Palestinian Children. Can J Psychiatry 49 (2004), S. 60-63.
  4. http://www.hms.harvard.edu/chase/projects/gaza/gazagrant.html
  5. http://www.tikkun.org/magazine/index.cfm/action/tikkun/issue/tik0311/article/031113b.html
  6. http://www.palestinefacts.org/pf_1991to_now_alaqsa_start.php
  7. Palestinian Authority Admits: Warfare Was Planned. Associated Press, 4. März 2001; http://members.tripod.com/arabterrorism/admission.html
  8. M. Heiberg, G. Ovensen: Palestinian Society in Gaza, West Bank and Arab Jerusalem: A Survey of Living Conditions. Fafo Report 151 (1993, 1994); http://almashriq.hiof.no/general/300/320/327/fafo/reports/FAFO151/index.html
  9. http://www1.idf.il/DOVER/site/mainpage.asp?clr=1&sl=EN&id=7&docid=26544
  10. http://www.maarivintl.com/index.cfm?fuseaction=printArticle&articleID=4671
  11. http://www.cbsnews.com/stories/2004/03/25/world/main608756.shtml
  12. http://www.nytimes.com/2004/05/30/international/middleeast/30teen.html
  13. http://66.102.9.104/search?q=cache:4-7YKLDdxN4J:www.pchrgaza.org/files/W_report/English/2004/01-04-2004.htm+Nasser+Awartani&hl=en
  14. http://www.pnic.gov.ps/arabic/quds/eng/news/2004/2004_3/e_update_25.asp
  15. http://www.cbsnews.com/stories/2004/03/15/world/main606213.shtml
  16. http://www.pmw.org.il/
  17. http://www.jcpa.org/brief/brief2-8.htm
  18. http://www.jcpa.org/jl/vp441.htm
  19. http://www.edume.org/reports/report1.htm
  20. http://www.intelligence.org.il/eng/bu/sib_mb/university.htm
  21. ebenda
  22. http://www.wqad.com/Global/story.asp?S=1851505
  23. http://www.intelligence.org.il/eng/bu/dec/htm/dec_03.htm
  24. Siehe http://www.jcpa.org/jl/vp490.htm, n. 31
  25. Jerome Marcus: Jenin’s [Palestinian] War Criminals“. Wall Street Journal, 30. April 2002.
  26. http://www.intelligence.org.il/eng/sib/4_04/y_apc.htm
  27. ebenda
  28. Visitors Get a Feel of Life in the West Bank. UPI, 4. April 2004.
  29. http://www.skynews.co.uk/skynews/article/0,,30200-13154917,00.html
  30. James Bennet: In Chaos, Palestinians Struggle for a Way Out. New York Times, 15. July 2004.
  31. http://www.pmw.org.il/new/Latest%20bulletin.html#worldbank
  32. Fouad Moughrabi: The Politics of Palestinian Textbooks. Journal of Palestine Studies XXXI, Nr. 1 (August 2001), S. 5-19.
  33. http://www.newsmax.com/archives/articles/2002/6/11/74417.shtml
  34. http://www.kerenmalki.org/WSJ_Blood_Money_Education.htm
  35. http://www1.idf.il/DOVER/site/mainpage.asp?sl=EN&id=7&docid=33756.EN
  36. http://edition.cnn.com/2001/WORLD/meast/10/09/ret.mideast.universities/
  37. http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2003/Closure%20of%20the%20Polytechnic%20University%20and%20the%20Isla
  38. http://www.intelligence.org.il/eng/bu/sib_m/m_g.htm
  39. http://www.themedialine.org/news/news_detail.asp?NewsID=4028
  40. http://www.eufunding.org/Textbooks/UNRWA_Kalandia.html
  41. http://securityfence.mfa.gov.il/mfm/Data/48152.doc
  42. http://www.haaretzdaily.com/hasen/spages/478092.html
  43. http://www.securityfence.mod.gov.il/Pages/ENG/purpose.htm
  44. http://www.solidarite-birzeit.org/documents/NKieffe.php

 

 

Wie Israel den westlichen Trend zu mehr Souveränität nutzen kann

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In mehreren westlichen Ländern wendet sich der Trend dahin mehr Souveränität für den eigenen Staat geltend zu machen. Wenn Israels Führungskräfte diese Entwicklung studieren und verstehen, kann das wichtige Perspektiven für die Gestaltung der Politik eröffnen. Manche Bekundungen der „zunehmenden Souveränität“ sind bedeutend.

US-Präsident Donald Trump betont Fragen der Souveränität – manchmal auf brutale Weise. „America First“ ist eine Botschaft der Souveränität, genauso die Einführung stringenterer Grenzkontrollen durch Ausschluss unerwünschter und illegaler Immigranten. Während seines Wahlkampfs erklärte Trump, Menschen mit antisemitischen Ansichten sollte die Immigration in die USA nicht gestattet werden. Wichtige amerikanisch-jüdische Organisationen haben es jedoch verfehlt für diese Idee zu werben, seit Trump ins Amt gewählt wurde.[1]

In Großbritannien gründete die Mehrheitsentscheidung für den Brexit auf demselben Wunsch nach Souveränität. Viele derer, die für das Verlassen der Europäischen Union stimmten, waren weithin von ihrer Opposition zur Einreisefreiheit von Bürgern anderer Mitgliedsländer motiviert. Es scheint so, dass europäische Immigranten den Brexit-Befürwortern mehr Sorge machten als Muslime. Nach den drei Terroranschlägen dieses Jahr durch muslimische Täter in London und Manchester könnten die Bürger des Vereinten Königreichs durchaus bereuen, dass frühere Regierungen in ihrer Einreisepolitik nicht wählerischer waren.

In der Vergangenheit schloss sich das Vereinte Königreich zwei die Souveränität reduzierenden Programmen der EU nicht an: der gemeinsamen EU-Währung und der Schengen-Zone, die interne Grenzkontrollen abschaffte. In der Praxis schützte die Schengen-Gruppe ihre äußeren Grenzen nur dürftig.

Der tschechische Präsident Milos Zeman schlug vor, dass sein Land eine Volksabstimmung zur Mitgliedschaft in der EU und der NATO abhalten solle. Er ist dafür in beiden Organisationen zu bleiben, hatte aber das Gefühl, dass die Bürger seines Landes – in dem Euro-Skeptizismus großen Einfluss hat – eine Gelegenheit haben sollten sich in dieser Frage zu äußern.[2]

Darüber hinaus gibt es auch kleinere Bewegungen die Mitgliedschaft in der EU aufzugeben. In den Niederlanden gehört zum Beispiel fast ein Viertel der Parlamentarier Parteien an, die wollen, dass ihr Land die EU verlässt.

Souveränität wurde auch damit demonstriert, dass einige EU-Mitglieder es ablehnten syrische oder andere Flüchtlinge aufzunehmen, die Brüssel ihnen aufzwingen wollte. Der ungarische Premierminister Viktor Orban war der erste und entschiedenste Gegner.[3] In der Schlussrunde der französischen Präsidentschaftswahlen erhielt Marine Le Pen, die französische Grenzkontrollen wieder einführen will, ein Drittel der Stimmen.[4] Eine Studie der führenden italienischen Investmentbank Mediobanca zeigte, dass es für Italien von Vorteil wäre den Euro zu verlassen und die Lira wieder einzuführen.[5]

Es hat auch kleinere Ausdrucksformen an Souveränität gegeben – die international weniger stark publiziert wurden. Im März diesen Jahres lehnte es der niederländische Premierminister Mark Rutte ab das Flugzeug eines türkischen Ministers – die Türkei ist ein NATO-Verbündeter – in Amsterdam landen zu lassen.[6] Dieser hatte vor bei den niederländischen Türken mit doppelter Staatsbürgerschaft dafür zu werben, in der türkischen Volksabstimmung für mehr Macht für den Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu stimmen. Peter Altmeier, Angela Merkels Chef des Bundeskanzleramtes, sagte, angesichts der abfälligen Äußerungen führender türkischer Politiker gegenüber Deutschland denke man daran ihre Einreise zu verbieten.[7]

Von Zeit zu Zeit verbieten die Niederlande die Einreise radikal-islamischer Prediger oder „Hass-Imame“, wie sie dort landläufig genannt werden.[8] Im Oktober 2016 wies Belgien erstmals einen muslimischen Hassprediger aus. Das war noch bemerkenswerter, weil dieser Imam nicht nur die marokkanische, sondern auch die niederländische Staatsbürgerschaft hatte.[9] Anfang Mai 2017 lehnte Dänemark es ab sechs Hassprediger einreisen zu lassen, fünf Muslime und einen evangelikalen Christen. Das erfolgte aufgrund eines neuen Gesetzes, das 2016 verabschiedet wurde.[10]

Israel hat unter Einmischung des Auslands in seine inneren Angelegenheiten und gewaltiger Aufwiegelung gegen sich gelitten. Ein Teil davon ist antisemitisch, so die Aktivitäten der BDS-Befürworter, die ausschließlich gegen Israel schießen. Das liegt auf einer Linie mit der Antisemitismus-Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz. Das diskriminierende Zielen auf Israel zum Beispiel wurde in Ausführungen von Curtis Marez, dem Präsidenten der American Studies Association (ASA) erklärt. Er bestritt nicht, dass Länder, einschließlich einiger in Israels Region, eine vergleichbare oder schlechtere Menschenrechtsbilanz haben als Israel. Stattdessen sagte er: „Man muss irgendwo anfangen.“[11]

In Israel hat es in letzter Zeit einige Beispiele der Geltendmachung von Souveränität gegeben. Anfang des Jahres nahm die Knesset ein Gesetz an, das BDS-Aktivisten des Auslands die Einreise verweigert. Man muss abwarten, wie dieses Gesetz in der Praxis angewandt wird.[12] Es sollte auf unterschiedliche weitere antiisraelische Hassverbreiter ausgeweitet werden.

Nur ein Beispiel dafür: Die ADL veröffentlichte 2013 eine Liste der zehn antiisraelischsten Organisationen in den USA. Zur von einigen dieser Gruppen eingesetzten Rhetorik gehört, das israelische Führungspolitiker mit Nazis gleichgesetzt werden oder der Gazastreifen als das neue Auschwitz beschrieben wird, dass zur Auflösung des Staates Israel aufgerufen wird oder Unterstützung für Terrorgruppen aufgerufen wird, die Israels Vernichtung anstreben.[13]

Ein weiteres Beispiel für die Ausübung von Souveränität war Premierminister Benjamin Netanyahus Weigerung den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel zu empfangen, weil dieser sich mit der Anti-IDF-Organisation Breaking the Silence traf. Netanyahus Büro hat erklärt, dass er sich nicht mit Besuchern des Auslands treffen wird, „die sich auf diplomatischen Reisen nach Israel mit Gruppen treffen, die IDF-Soldaten als Kriegsverbrecher verleumden.“[14]

Bezüglich Schritten zu Durchsetzung von Souveränität ist die Zeit auf der Seite Israels. Terroranschläge wie die drei dieses Jahr in Großbritannien werden zu verstärkten Einschränkungen dazu führen, wem die Einreise in demokratische Länder erlaubt wird. Was Israel braucht, ist ein systematischer Fokus auf das Thema, wie Souveränität besser ausgeübt werden kann. Gleichzeitig muss es öffentliche Diplomatie entwickeln, um Unterstützung für Schritte zu sammeln, die mehr Souveränität bekunden.

[1] http://www.algemeiner.com/2016/09/22/trump-is-right-ban-antisemitic-immigrants-from-the-united-states/

[2] http://www.reuters.com/article/us-britain-eu-czech-president-idUSKCN0ZH4C8

[3] http://www.politico.eu/article/hungarys-new-hardline-immigration-scheme-viktor-orban-refugees-migration-crisis-europe/

[4] http://www.telegraph.co.uk/news/2017/04/21/marine-le-pen-france-must-stop-naive-reinstate-border-checks/V

[5] http://www.wallstreetitalia.com/italexit-mediobanca-qunto-si-risparmia-uscendo-dalleuro/

[6] http://www.reuters.com/article/us-turkey-referendum-europe-netherlands-idUSKBN16I0CT

[7] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/tuerkei-peter-altmaier-bringt-einreiseverbot-fuer-minister-ins-spiel-a-1138794.html

[8] http://www.elsevierweekblad.nl/politiek/article/2015/02/visa-van-drie-haatimams-jihadgala-rijswijk-ingetrokken-1708438W/

[9] http://www.nrc.nl/nieuws/2016/10/29/belgie-zet-marokkaans-nederlands-imam-uit-a1529154

[10] http://www.reuters.com/article/uk-denmark-security-religion-idUSKBN17Y1N9

[11] Lazar Berman, “Top US academic association decries Israel Boycott,” The Times of Israel, December 22, 2013.

[12] http://www.jpost.com/Israel-News/Will-the-anti-BDS-entry-law-work-483556

[13] http://www.adl.org/news/press-releases/news-ranking-the-top-10-anti-israel-groups-in-2013-adl

[14] http://www.timesofisrael.com/why-netanyahu-gave-germanys-fm-the-silence-treatment/

Die Logik der Region

Micah Halpern, 23. März 2004 (direkt vom Autor)

Manchmal ist die „Logik der Region“ – die politisch korrekte Umschreibung, die ich erfunden habe, um „arabische politische Mentalität“ zu sagen – derart absurd und ungeheuerlich, so weit entfernt von westlichem Verständnis, dass ich, wäre es nicht so tragisch, laut auflachen würde.

Hier haben wir ein perfektes Beispiel: Am Wochenende wurde ein zwanzigjähriger Mann aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen und ermordet, während er abends in einem Viertel von Jerusalem joggte. Er wurde in den Kopf und den Bauch getroffen; beim Eintreffen im Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus wurde sein Tod festgestellt.

Die Al Aksa-Brigaden der Fatah sagten, sie hätten den Anschlag ausgeführt. In einem Zug, der nur als Logik der Region erklärt werden kann, entschuldigten sie sich dann.

Warum entschuldigten sie sich? Weil statt eines „Siedlers“, den sie töten wollten, George Khourie ihr Opfer war, ein christlicher Araber und Sohn eines prominenten palästinensischen Menschenrechts-Anwalts. Nicht nur die Fatah entschuldigte sich; auch Yassir Arafats Büro rief die Familie an und entschuldigte sich – zweimal. Und Arafat selbst rief an und sagte, sie würden die Leute finden, die das getan hatten.

Wenn ein Israeli getötet wird oder auch nur ein Tourist in Israel, dann ist das nach der Logik der Region ein legitimer Terrorakt. Das ist normal und wird erwartet. Und während auch früher schon Araber bei palästinensischen Terroranschlägen getötet wurden, war das zusammen mit Israelis in Bussen oder Einkaufszentren oder am Straßenrand, nie als einziges Opfer. Wenn also ein Araber, ob Christ oder Muslim, als Ziel endet, dann – das wissen wir jetzt – ändern sich die Spielregeln.

Das Verrückte, das Absurde der Lage geht weiter. Nach der Entschuldigung und der Übernahme der Verantwortung für den Tod erklärten die Aksa-Brigaden ihren Fehler damit, dass George „aussah wie ein Siedler“, als mache das das Ganze zu einem ehrlichen und ehrenwerten Fehler. Sie riefen auch nicht nur Georges Eltern an, um ihr Bedauern auszudrücken, sondern sie klebten Plakate und druckten Flugblätter mit ihrer Botschaft.

Und auf diesen Plakaten und Flugblättern erklärten sie, dass George Khourie ein Schahid ist, ein Märtyrer; er ist jemand, der für die Sache starb.

Entschuldigung, aber ist er nicht von Terroristen ermordet worden? Und er wird Schahid? Er wurde ermordet. Wie soll das alles Sinn machen?

So machen die Terroristen Sinn daraus: Sie erklären, dass es eine Verwechslung war. Sie erklären, das sei außerhalb ihrer Verantwortung. Sie erklären, dass sie diesen Fehler wegen den Israelis machten. Sie erklären, dass die Israelis der Grund für den Mord an George sind. Das erklärt, warum George Khourie ein Schahid ist.

So absurd das ist, diese Logik ist nicht so verdreht, wie sie klingt, wenn sie in den Kontext anderen palästinensischen Denkens gestellt wird. In den Augen von Yassir Arafat – und damit aller Palästinenser – ist es z.B. so, dass jemand, der bei einem Verkehrsunfall in Israel oder im Gebiet der Palästinensischen Autonomie umkommt, als Schahid betrachtet wird. Ein Verkehrsunfall. Und jeder, der in einem Feuergefecht zwischen den verschiedenen palästinensischen Fraktionen getötet wird, wird ebenfalls in den Status des Schahiden erhoben. Also war Arafat vermutlich aufrichtig von Stolz erfüllt, als er den trauernden Vater Elias Khourie anrief, um sein Bedauern auszudrücken und den seinem Sohn frisch verliehenen Sonderstatus zu erklären.

Als Westler können wir nie wirklich das Konzept des Schahiden verstehen. In der christlichen und jüdischen Tradition ist ein Märtyrer jemand, der wegen seines Glaubens getötet wird. Nach unserem Denken ist ein Märtyrer jemand, der passiv durch die Hände eines unterdrückerischen Regimes stirbt, das ihm die Erlaubnis verweigert die eigene Glaubensform zu leben.

Für uns kann ein Märtyrer kein Terrorist sein. Ein Märtyrer ist nicht jemand, der unschuldige Menschen tötet und damit Ehre und die Erfüllung seiner religiösen Überzeugungen durch massive Tötungen erhält. Wir nennen so jemanden nicht Märtyrer, sonder Massenmörder.

Ironischerweise könnte in diesem besonderen Fall George Khourie tatsächlich ein Märtyrer sein, einer der wenigen, wirklichen Märtyrer für die palästinensische Sache. Er starb, weil er für einen Juden gehalten wurde, mehr noch, einen jüdischen Siedler. In seinem Leben widmete er sich der Koexistenz. Er machte seinen Schulabschluss an der International Anglican School in Jerusalem, an der Christen und Juden gemeinsam lernen. Er war Teilnehmer bei unzähligen gespielten UN-Sitzungen. Zur Zeit seines Todes war er Student an der Hebräischen Universität, an der Juden und Araber gemeinsam studieren. Er lebte mit seinen Eltern in Beit Hannina, einer Stadt hart an der Grenze zwischen Jerusalem und Ramallah. Er wurde getötet, als er im jüdischen Viertel French Hill joggte, das an das Hadassah-Krankenhaus und die Hebräische Universität grenzt. Der Bürgermeister von Jerusalem nahm an seiner Beerdigung Seite an Seite mit arabischen Würdenträgern und Freunden teil.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Familie Khourie vom Terror erfasst wurde. 1975 explodierte im Herzen von Jerusalem, auf dem Zionsplatz, ein mit Sprengstoff voll gestopfter Kühlschrank. Georges Großvater Daoud war einer der zwölf Menschen, Araber und Juden, die bei diesem Anschlag getötet wurden.

Daoud wurde bei seinem Tod nicht Märtyrer genannt. Und doch wird sich seiner noch dreißig Jahre später erinnert und er wird betrauert. Das macht Sinn, das ist logisch. Unglücklicherweise ist heute die Logik in dieser Region der Welt nur zu oft schlichtweg unlogisch.