Die Terroristen können nichts falsch machen

Warum die Linke Iran unterstützt und Trump die Schuld zuweist.

Daniel Greenfield, FrontPageMag, 17. Januar 2020

Nachdem der Iran Ukraine International Airlines Flug 752 abschoss, füllten iranische Demonstranten die Straße und verurteilten das Kriegsverbrechen ihrer eigenen Regierung, während die [US-] Demokraten und ihre Medien Trump die Schuld zuschrieben.

„Das ist nur ein weiteres Beispiel für Kollateralschäden durch Taten, die vom Präsidenten der Vereinigten Staaten auf provokative Weise unternommen wurden“, sagte die Jackie Speier gegenüber CNN.

„Das ist eine dieser Folgen dieser Eskalation und dieses Kriegszustandes, in dem wir uns befinden. Mit Weitblick und in der Lage zu betrachten, welche Konsequenzen es hat gegen den Iran in den Krieg zu ziehen, denke ich, ist etwas Ernstes und Verantwortung für den aktuellen Oberkommandierenden“, insistierte die Abgeordnete Tulsi Gabbard.

In der Weltsicht von Linken wie Speier und Gabbard ist der Iran nicht wirklich für irgendetwas verantwortlich. Der islamische Terrorstaat initiiert nichts, er reagiert auf unser provokatives Handeln. Wenn der Iran ein ukrainisches Flugzeug abschießt, bedeutet das, dass Amerika etwas falsch gemacht haben muss, um den Angriff herbeizuführen.

Die Linke verbrachte die letzten 40 Jahre damit, beharrlich zu behaupten, der Iran könne für keines seiner Verbrechen verantwortlich gemacht werden, weil sie alle aus der Unterstützung Amerikas für den Schah stammen. Das ist nicht nur übertrieben. Es ist Regierungspolitik.

Obama sagte den Unterhändlern im Iran-Deal: „Teil der Psychologie des Irans wurzelt in dem Gefühl, dass ihr Land untergraben wurde, dass die Vereinigten Staaten oder der Westen in ihrer ersten Demokratie hineinpfuschten und dann den Schah unterstützten.“ Er drängte sie, dem „defensiven Iran gegenüber, der sich verletzbar fühlt“, sensibel zu sein.

Gemäß Obama entwickelte der Iran Atomwaffen nicht um Israel zu vernichten oder in der Region ein schiitisches Imperium zu schaffen, sondern weil er von der Politik der Administration Carter emotionelle Narben davontrug.

Dritte-Welt-Außenpolitik wandte die moralisch herablassende Haltung Linker gegenüber Minderheiten in globalem Ausmaß an. Dasselbe soziale Gerechtigkeitsdenken, dass Unterschicht-Kriminelle vor der Verantwortung für ihre Verbrechen befreite, indem eine unterdrückerische Gesellschaft für sie verantwortlich gemacht wurde, befreite ganze Staaten von moralischer Rechenschaftspflicht.

Die Theokraten des Iran sind, wie der Räuber an der Straßenecke, Opfer von Unterdrückung, nicht eigenverantwortlich Handelnde.

Dieselbe simplifizierende Mathematik der sozialen Gerechtigkeit teilt die Welt in die Unterdrücker und die Unterdrückten ein. Die Unterdrücker sind die Stärksten und die Fähigsten, die Kapitalistenschweine und die Fahnenschwenker westlicher Staaten, während die Unterdrücker jeder ist, der sie mit jedem Mittel bekämpft.

Nur die Unterdrücker haben moralische Instanz, während die Unterdrückten einzig auf ihre Unterdrückung reagieren.

Als das iranische Regime ein ukrainisches Verkehrsflugzeug abschoss, reagierte es auf Präsident Trumps Unterdrückung und die gesamte Geschichte amerikanischer Unterdrückung des Iran, die bis in die 1970-er Jahre zurückgeht. Nicht der Iran schoss das Flugzeug ab, das machten 40 Jahre amerikanischer Unterdrückung. So wie der Obdachlose einer alten Frau ins Gesicht boxte, das nicht tat. Gentrifizierung und unser Klassensystem machten das.

Das iranische Regime machte nichts aus eigener Initiative. So wie der Typ, der dein Auto aufbrach, nichts machte. Er ist ein Opfer der Gesellschaft. So wie General Soleimani. Und der Typ, der diese Raketen abfeuerte. Unterdrückte Leute haben keine moralische Instanz. Ihre einzige moralische Aktivität ist Widerstand. Und wenn der Widerstand einen ganzen Haufen iranischer Studenten am Himmel und auf der Straße tötet, dann ist das nachvollziehbar.

Ein gewisser Reporter der New York Times mit einem Pulizer-Preis sagte eins über kommunistische Massenmörder: „Um es brutal zu sagen – man kann kein Omelett machen ohne Eier zu zerschlagen.“ Denken Sie einfach von all diesen nach Kanada fliegenden Menschen als Eier und die Revolutionsgarden und Soleimanis alte Bande als die, die Omeletts von Utopia braten.

Die Linke reagiert auf eine Enthauptung durch MS-13-Mitglieder in einem Vorort an Washington DC oder auf Irans Raketenangriffe auf ein ukrainisches Passagierflugzeug mit der scharfen Antwort moralischer Idioten: „Was erwartet ihr von unterdrückten Leuten?“

Unterdrückte Leute haben keine moralische Instanz. Von ihnen kann man nicht erwarten keine Flugzeuge zu entführen, Millionen kambodschanische Bauern zu ermorden, ein Mädchen in Queens zu vergewaltigen, das von der Arbeit kommt oder einen koreanischen Lebensmittelstand umzuwerfen.

Sie sind unterdrückt.

Die traditionelle Religion glaubt, dass wir alle, Adlige wie Leibeigene, die Reichen und die Armen, die Oberen und die Niederen, eine moralische Beziehung zu Gott haben. Die Kirche der sozialen Gerechtigkeit lehnt diese göttliche Beziehung ab und definierten Moral über unsere feststehenden Macht-Beziehungen untereinander. Und diese Beziehungen wurden über Gruppenidentitäten definiert, zuerst nach Klassen, dann nach Rassen, Geschlecht, Religion, Sexualität und eine hereinkommende Masse neuer Identitäten , die von dem sich entwickelnden System des intersektionalen Opfertums vermittelt wird.

Die Mitglieder der mächtigen Gruppen waren die unterdrückerischen Sünder und die Unterdrückten waren die Heiligen.

Das einzige Gesetz war die Unterdrückung zu bekämpfen. Jedes Verbrechen existierte innerhalb dieses Kampfes, des Klassenkampfs, des Rassenkampfs und all der anderen vielfältigen Konflikte gegen Sexismus, Homophobie, Islamophobie, Transphobie und all die neuen Ismen und Phobien, ihre offensichtlichen Widersprüche innerhalb des größeren Kontextes sind irrelevant.

Es spielt keine Rolle, dass der Iran Schwule tötet, denn die wirklich Homophoben sind weiße amerikanische Christen. Genauso wenig spielt es eine Rolle, dass ein schwarzer Nationalist eine Synagoge mit einer Machete angriff, denn die wirklichen Antisemiten sind weiße amerikanische Christen. Es spielt keine Rolle, dass der Iran ein Passagierflugzeug mit eigenen Leuten abschoss, denn die wirklichen „Flugzeugabschießer“ sind Präsident Trump und seine Anhänger.

Das schlechte Verhalten unterdrückter Völker ist eine Reaktion auf unsere Unterdrückung. Sie internalisierten unsere Homophobie, Rassismus, Massenmord an braunen Menschen und wenn wir vernichtet werden, werden sie geläutert.

Wenn du begreifst, wie jeder Linke es tut, dass Amerika die Quelle des Bösen der Welt ist, dann wirst du begreifen, so wie Parlamentspräsidentin Pelosi, dass das, was der Iran mit dem Jet oder seinen Demonstranten tut, keine Rolle spielt.

Die Linke verteidigt die Architekten eines kommunistischen Völkermords in Kambodscha, bei dem Millionen getötet wurden, weil auf die Krise des amerikanischen Imperialismus reagiert wurde. Kommunistische Gräueltaten in China waren genauso eine Reaktion auf die US-Außenpolitik. Stalins Verbrechen, einschließlich seiner Allianz mit Hitler, wurden aus denselben Gründen verziehen, als Reaktionen auf amerikanische und europäische Politik gegenüber der UdSSR.

Selbst Hitler wurde anfänglich verteidigt, er würde auf die unfairen Lasten reagieren, die [Deutschland] am Ende des Ersten Weltkriegs auferlegt wurden.

Auf diese Weise kommen wir zu der Vorstellung, dass der Iran ein Passagierflugzeug abschießen kann und das unser Fehler ist.

Die Demokraten, die Medien, die akademische Welt und der Rest des Zugs der moralisch mit Fehlern behafteten und immerwährenden Widerstandskämpfer, die für Utopia eine Million Vorschriften und Leichen gleichzeitig aufrichten, betrachten jeden, der gegen Amerika ist, besonders gegen Präsident Trump, als Verbündeten ihres gerechten Widerstands.

In dieser Rückwärtsrechnung sind Iran und China Mitglieder des Anti-Trump-Widerstands, die Vorhut der unterdrückten Völker der Welt, während die Gegner dieser totalitären Regime, die ihr Leben riskieren um Xi und Khamenei zu verdammen, die Hunde der kapitalistischen Ordnung sind und es verdienen erschossen zu werden.

Die Unterdrücker sind die Unterdrückten. Und die Unterdrückten sind die Unterdrücker. Freiheit ist Sklaverei und Sklaverei ist Freiheit. Das ist so einfach, dass man keinen Doktorandenkus in Orientalismus braucht, um es zu verstehen.

Verbringen Sie einfach ein paar Wochen damit MSNBC zu sehen, bis Ihr Gehirn weich ist.

Ein Jahrhundert an Verbrechen wurde von Progressiven entschuldigt, die einen Kampf zwischen „uns/wir“ und „denen/die“ sahen. „Die“ waren Flaggen schwenkender, bougeoiser Kapitalistenabschaum, der sich dem Erhalt der bestehenden Ordnung verschrieben hat. „Wir“ waren eine zusammengewürfelte Mannschaft, zu der jeder gehörte, von westlichen Akademikern und Reportern bis zu massenmordenden Kommunisten und in jüngerer Zeit islamischen Terroristen, die für Allah Schwule von Gebäuden stürzen.

Was die „Wir“-Fraktion eint, war ihre Gegnerschaft zur unterdrückerischen Ordnung der Vereinigten Staaten. Die Mitglieder dieses „Widerstands“ könnten diese Gegnerschaft durch die Ermordung von Millionen Kambodschanern, russische Bauern verhungern zu lassen, Juden zu erschießen und ukrainische Verkehrsflugzeuge abzuschießen zum Ausdruck bringen, aber das sind reine Reaktionen auf die Unterdrückung durch die Vereinigten Staaten. Oder wie die Abgeordnete Speier sie beschreibt: „Kollateralschäden“.

Die Weltsicht, die die Ermordung von Brillen tragenden Kambodschanern erlaubt oder von iranischen Studenten, die nach Kanada unterwegs sind, geht davon aus, das das einzige moralische Ziel eine Weltrevolution gegen das Hauptübel Kapitalismus, Globalismus, Neoliberalismus ist oder wie auch immer der aktuelle Modebegriff für die bestehende Ordnung lautet.

Diese neue Weltordnung wird utopisch sein. Sie wird nicht länger Massaker an Protestierenden auf den Straßen, Bauern verhungern zu lassen benötigen; sie wird die Gänge der Revolution mit menschlichem Blut schmieren, sei es eine sozialistische, islamische oder sonstige.

Aber bis dieser gesegnete Tag kommt, kann niemand, der Überstunden leistet, um die bestehende Ordnung zu stürzen und die neue Ordnung einzuleiten, für die Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden, egal, wie viele Millionen Menschen sie töten.

Die Ziele der neuen Weltordnung rechtfertigen jede und allen mörderischen Mittel.

Die Medien fühlen sich verpflichtet den Iran als Mitglied der Koalition des Widerstands gegen Amerika zu schützen. Und gegen die derzeitige reaktionäre Inkarnation in der Form von Präsident Trump, MAGA-Mützen und Anstecknadeln.

Sie konspirieren beim Massenmord brutaler Tyranneien im Namen einer besseren Welt.

Diese bessere Welt, wird uns erzählt, wird den Rassismus beenden. Aber Menschen ihrer moralischen Instanz zu berauben, weil sie anders sind, ist immer der wahre Rassismus gewesen. Es gibt kein schlimmeres Verbrechen als einem Menschen die Moral wegzunehmen.

Der Westen betrauert die toten Juden. Aber was ist mit den lebenden?

Melanie Phillips, 17. Januar 2020

In Yad Vashem in Jerusalem werden am 23. Januar etwa 46 politische Führungskräfte und Royals, darunter Großbritanniens Prinz Charles, am fünften Welt-Holocaust-Forum teilnehmen, um den Holocaust-Gedenktag sowie den 75.  Jahrestag der Befreiung von Auschwitz zu begehen.

Bei diesem und zweifellos auch bei anderen solchen Gedenkveranstaltungen werden viele eloquente, wichtige und aufrichtige Beobachtungen zum Übel des Nationalsozialismus und des Judenhasses gemacht. Im heutigen Klima gibt es jedoch, was solche Gedenkfeiern angeht, etwas Beunruhigendes.

Angesichts des Ausbruchs physischer und verbaler Angriffe auf Juden in Großbritannien, Amerika und Europa könnte man sagten, dass es nie so wichtig gewesen ist sich der Schrecken des Holocaust zu erinnern.

Aber der Westen strotzt vor Holocaust-Mahnmalen und -Museen, Schulen haben seit den 1980-er Jahren Holocaust-Bildung vermittelt. Und doch hat es seit der Niederlage des Nationalsozialismus nie eine solche Epidemie des Judenhasses in der westlichen Gesellschaft gegeben.

Darüber hinaus unterstützen einige der Länder, die in Yad Vashem repräsentiert sein werden, Leute, die Juden töten wollen. Sie finanzieren die Palästinenser, die mörderische und antijüdische  sowie antiisraelische Hetze herauspumpen.

Einige dieser Länder haben zudem Jahre lang vor der Völkermord-Agenda des iranischen Regimes gegenüber Israel und der jüdischen Diaspora die Augen verschlossen und haben sogar versucht trotz der US-Sanktionen weiter Milliarden Dollar an den Iran zu schleusen.

Um es ganz offen zu sagen: Es könnte so scheinen, dass der Westen, während der sich kollektiv wegen toter Juden an die Brust schlägt, weitgehend gleichgültig gegenüber den tödlichen Bedrohungen ist, die derzeit den lebenden drohen.

Zum Allermindesten ist klar, dass all dieses Holocaust-Gedenken und -Bildung den Antisemitismus nicht zurück in die Kompost-Kiste gesteckt hat.

Tatsächliche wird solcher Judenhass perverserweise am stärksten unter Linken propagiert, die ständig mit ihren antirassistischen und Anti-Nazi-Qualifikationen protzen.

Ohne den einen Faktor hinter einem komplexen Phänomen übertreiben zu wollen, zeigt dies zumindest zum Teil die tiefgreifenden Fehler in der Art auf, wie der Westen sich selbst gegenüber über den Holocaust geredet hat.

2016 beendete das Centre for Holocaust Education des University College London eine dreijährige Studie unter Abiturienten in England, wo der Holocaust das einzige verpflichtende Thema im nationalen Lehrplan für Geschichte ist. Obwohl die weit überwiegende Mehrheit der Schüler sagte, sie wollten dazu lernen, damit sie in der Lage sind, etwas Ähnliches nicht wieder geschehen zu lassen, gab es in ihrem Wissen verstörende Lücken.

Viele verstanden nicht, wer die Nazis waren oder dass sie Kollaborateure bei anderen Regimen hatten. Oder sie hatten nicht einmal eine Vorstellung davon, wie viele Juden ermordet wurden.

Während die Mehrheit wusste, dass Juden die Hauptopfer waren, hatten sie wenig Verständnis davon, weshalb sie verfolgt wurden. Schlimmer noch: Sie selbst warteten mit judenfeindlichen Stereotypen auf, von denen eine Reihe sich auf Juden als Einzelgruppe bezogen, die „reich sind“ oder „Macht haben“ und daher als Bedrohung wahrgenommen werden.

Solche verstörenden Befunde entstehen nicht nur als Folge von Ungenauigkeiten der Art und Weise, wie das Thema gelehrt wird, sondern sind das Ergebnis fundamentalerer Mängel. Denn die Geschichte des Holocaust hat man sich für den Dienst einer Reihe verschiedener Agenden angeeignet.

In Polen präsentieren Politiker und andere Obrigkeiten die einheimischen Polen als gleichwertige Opfer des Holocaust, wobei der von Polen bei den Gräueln an den Juden vor, während und nach der Nazizeit gespielte Teil ignoriert oder bestritten wird.

In Großbritannien, sagen Forscher, wird der Holocaust oft auf selbstgefällige Weise gelehrt, die sich auf die Rolle des Landes beim Sieg über den Nationalsozialismus konzentriert, während man es versäumt zu erwähnen, dass das Land auch die Juden in Nazi-Europa davon ausschloss Zuflucht in Palästina zu finden – eine Politik, die den rechtlichen Verpflichtungen der Briten zur damaligen Zeit zuwider lief.

Holocaust-Bildung ist zudem dazu verwendet worden einen gefährlichen moralischen und kulturellen Relativismus zu propagieren. Dem wird die Sensibilisierung der Kinder mit schädlichen kulturellen Stereotypen, Intoleranz und Entmenschlichung zugeschrieben. Aber ihre implizite Botschaft lautet, dass jeder in der Lage ist etwas solch Böses zu tun.

Als Ergebnis davon tendiert man dazu, den Holocaust mit anderen Massakern zusammenzuklammern. Nach Angaben von Mike Levy, einem Holocaust-Lehrer in Cambridge (England), „liegt eine Atmosphäre der Erschöpfung in der Luft, wenn es um Gespräche über den Holocaust geht“, wobei Schüler und Lehrer „mehr über andere Völkermorde lernen“ wollen und ihn damit kontextualisieren. Er schrieb: „Kinder müssen gelehrt werden, dass es keinen Wettkampf darum gibt, welcher Völkermord schlimmer ist.“

Der angesehene Holocaust-Forscher Professor Yehuda Bauer hat gesagt: „Der Holocaust wird zu oft in vage Lektionen der Gefahren von Hass oder Vorurteil umgemünzt, auf Kosten des wirklichen Versuchs die Gründe und Motivationen für den Völkermord zu verstehen.“

Folglich entwickelte sich die Ansicht, dass jeder ein Nazi sein kann und dass es nichts Besonderes daran gab, wie die Juden zu Opfern gemacht wurden. Und von diesem Standpunkt aus ist es nur ein kleiner Schritt in die falsche und böswillige Ansicht gewesen – die man immer wieder zu hören bekommt – dass die Juden Israels letztlich den Palästinensern das antun, was ihnen selbst angetan wurde.

Es ist nicht nur Israel, das dieser falschen Gleichsetzung zum Opfer fällt. Jeder, der anerkannter linker Weisheit widerspricht, wird voraussichtlich als Faschist oder Nazi bezeichnet. Das sind lässig verwendete Schmähworte geworden, Waffen für Rufmord, um Menschen mit widersprechenden Ansichten zum Schweigen zu bringen, indem sie fälschlich nicht nur als starrköpfig, sondern als übel etikettiert werden.

2018 zitierte Edna Friedberg vom United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC beunruhigende Beispiele solcher „salopper Analogisierung“. Konservative Medienschaffende hatten Schüler mit der Hitlerjugend verglichen, weil sie die Waffengesetze verschärfen wollten; dabei verbanden sie die Bilder dieser Schüler  mit historischem Filmmaterial von Nazi-Kundgebungen.

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums sind Anschuldigungen mit „Nationalsozialismus“ und „Faschismus“ in Hülle und Fülle vorhanden, die gegen Bundesbehörden erhoben werden; Grund ist der Umgang mit Kindern, die an der US-Grenze mit Mexiko von ihren Eltern getrennt werden.

„Denken Sie daran, dass andere Regierungen Kinder in Lager steckten“, ist ein typischer Schlachtruf solcher Kreise. Ein ehemaliger CIA-Chef, der Kritik an der Politik gegenüber illegalen Migranten twitterte, verwendete sogar ein historisches Foto der nach Auschwitz führenden Gleise.

Solcher moralisch bankrotter Relativismus ist verbunden mit einem Versagen die Einzigartigkeit sowohl des jüdischen Volks als auch des Antisemitismus zu begreifen, der sie seit frühester Zeit verfolgt.

Es ist klar, dass der Fokus auf der Bildung nicht auf dem Holocaust hätte liegen sollen, sondern auf der Kultur, die auszulöschen er sich vorgenommen hatte. Der Westen hätte sich zum jüdischen Volk und seine Geschichte bilden müssen. Das wäre der korrekte Weg gewesen den Holocaust zu kontextualisieren.

Natürlich ist es unbestreitbar, dass alle möglichen Leute in der Lage sind anderen fruchtbare Dinge anzutun. Die Geschichte gibt uns zahllose Beispiele und es gibt heutzutage keinen Mangel daran.

Aber der Nazi-Genozid an den Juden war einzigartig, weil der deutsche Nationalsozialismus einzigartig war. Sein Haupt-Antreiber war nicht Rassismus, wie es die Leute heute nennen, oder Hass auf „den anderen“, auch nicht seine entmenschlichende Sicht auf bestimmte Gruppen in der Gesellschaft – eine Sicht, die die Nazis mit einem Großteil der progressiven westlichen Meinung im 19. Und frühen 20. Jahrhundert teilten.

Stattdessen war der Kern des deutschen Nationalsozialismus sein Antisemitismus – seine paranoide und geistesgestörte Sicht auf das jüdische Volk als üble Verschwörung absolut übernatürlichen Ausmaßes, das daher vom Angesicht der Erde getilgt werden musste.

Das ist nicht als eine andere Form des Vorurteils, Fanatismus oder Hasses nachvollziehbar oder erkennbar. Er war und ist allein den Juden vorbehalten.

Solange der Judenhass nicht als das einzigartige Phänomen erkannt wird, der er ist – und solange die Kinder des Westens nicht die Geschichte des jüdischen Volks und seine Beiträge zur Zivilisation gelehrt werden – werden weder Holocaust-Mahnmale und -Museen noch Bildungsmaterialien sie die wahre Bedeutung von „nie wieder“ lehren.

Apartheid? (58)

Elder of Ziyon, 19. Januar 2020

Es wird Zeit sich auf die einmonatige „Israel Apaftheid Week“ vorzubereiten,; dazu bedarf es ein paar neuer Beispiele dafür, dass Israel Menschen aller Farben, Gaubensrichtungen udn Hintergründe aufnimmt.

Oberleutnant G.
Erster drusischer Pilot der iraelischen Luftwaffe

Die ganze Geschichte steht hier (auf Englisch).

„Experten“ perpetuieren Nahost-Mythen

Mehr als ein Jahrhundert lang haben Leute versucht die palästinensischen Araber mit Geld dazu zu bringen Frieden mit den Juden zu schließen und sie geben vor, dass ein paar terroristische Banden „moderater“ seien als andere.

Stephen M. Flatow, JNS.org, 7. Januar 2020

Egal, wie oft die Think-Tank-„Experten“ bezüglich ihrer Vorhersagen zum arabisch-israelischen Konflikt Lügen gestraft wurden, sie propagieren immer weiter dieselben alten Mythen.

Sie müssen glauben, dass die Öffentlichkeit ein sehr kurzes Gedächtnis hat.

Das Jerusalem Institiute for Strategy and Security (JISS) gab letzte Woche seine Empfehlungen für die israelische Politik für 2020 bekannt. Die Männer und Frauen, die bei ihm gelistet sind, haben eindrucksvolle Referenzen in ihren Fachgebieten.

Bemerkenswerterweise propagieren sie aber weiter politische Positionen, die immer wieder und wieder und wieder diskreditiert worden sind.

Mythos Nr. 1: palästinensisch-arabischer Terrorismus ist von Armut verursacht

2020 „wird die palästinensische Verstimmung hauptsächlich in internationale Schritte gegen Israel münden, nicht in gewalttätige Unruhen – außer die wirtschaftliche Lage in den Gebieten verschlechtert sich“, heißt es von der JISS.

Nennen wir es die „Barack Obama-Theorie für die Ursachen von Terrorismus“. In einem Interview in „This Morning“ auf CBS-TV am 4. Dezember 2015 erklärte der damalige Präsident Obama seine Ansicht zu dem, was Terrorismus verursacht: Der Klimawandel strapaziert die natürlichen Ressourcen rund um die Welt und „wenn Menschen nicht in der Lage sind ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder für ihre Familien zu sorgen“, dann „verzweifeln sie“ und als „menschliche Wesen werden sie belastet, so dass Schlimmes passiert“.

Viele der modernen zionistischen Pioniere, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts am Wiederaufbau des Landes Israel beteiligt waren, glaubten genauso, dass die palästinensischen Araber ihre Gegnerschaft zu den Juden aufgeben würden, sobald sie erst einmal von jüdischer Zuwanderung profitieren.

Arbeit, fließend Wasser, Strom, Eisenbahn. Ihnen folgten Kühlschränke, Telefone, die Post und Autos. Araber aus Syrien, Ägypten und von der anderen anderes Seite des Jordan strömten in das Land und genossen bessere Jobs, bessere Häuser und bessere Lebensmittel. Aber das hielt sie nicht davon ab Juden zu hassen. 1920, 1921, 1929 und ständig von 1936 bis 1939 wurde von palästinensischen Arabern auf Juden im ganzen Land geschossen, eingestochen und Bomben geworfen, selbst wenn das ihr eigenes wirtschaftliches Wohlergehen untergrub.

Mythos Nr. 2: „Moderate“ Hamas und „extremistischer“ Islamischer Jihad.

Die Hamas wird „sich mittelfristig auf ‚Übereinkünfte‘ mit Israel zubewegen“, evaluiert das JISS. „Der vom Iran gestützte Palästinensische Islamische Jihad wird weiter versuchen solche Übereinkünfte scheitern zu lassen.“

Bevor die Hamas gegründet wurde, wurde uns gesagt, Yassir Arafat sei „moderat“, während andere PLO-Führer die „Verweigerer“ seien. Nachdem die Hamas hinzukam, wurde uns erzählt, dass die palästinensische Autonomiebehörde sei moderat, während die Hamas die Verweigerer seien. Heute sollen wir in der jüngsten Version der Gute Terroristen/Schlechte Terroristen glauben, dass die plötzlich vernünftige, flexible, rationale Hamas bereit ist eine Vereinbarung mit Israel einzugehen und der Islamische Jihad die Extremisten sind.

Die Wahrheit lautet: Arafat war genauso extrem wie andere PLO-Führer. Die PA war genauso extrem wie die Hamas. Und die Hamas ist genauso extrem wie der Islamische Jihad. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Fraktionen sind geringfügig, vorübergehend und rein taktischer Natur. Sie alle haben sich der Ermordung von Juden und der Vernichtung Israels verschrieben.

Mythos Nr. 3: Man kann Frieden mit dem Gazastreifen kaufen.

JISS empfiehlt: „Im Gazastreifen muss Israel sowohl auf härteres militärisches Vorgehen als jemals zuvor vorbereitet sein, um die Hamas abzuschrecken, als auch für großzügigere wirtschaftliche Absprachen als jemals zuvor, die die Ruhe mit der Hamas absichern könnte.“

Der Ausdruck „wirtschaftliche Absprachen“ ist vage. Er könnte Hilfe für den Gazastreifen von Seiten der USA, Europas oder arabischer Regime bedeuten; oder er könnte beinhalten, dass Israel den Gazanern gegenüber verschiedene Arten von Wirtschaftskonzessionen macht. Aber an welchen Mechanismus das JISS auch denken könnte, alle Optionen wurzeln in derselben diskreditierten Ansicht, dass mehr Gelder in den Gazastreifen zu pumpen zu „Ruhe mit der Hamas“ führen wird.

Das ist derselbe Unsinn, den offizielle Vertreter des US-Außenministeriums seit undenkbaren Zeiten propagieren. Dennis Ross übte Druck auf Israel aus, um der Hamas die Einfuhr von Beton zu gestatten. Solche „großzügiger als je zuvor gemachten wirtschaftlichen Absprachen“ würden bestimmt zu „Ruhe“ führen, versicherte er ihnen. Immerhin brauchten die Gazaner Beton um Häuser zu bauen. Ross gestand später ein, dass er falsch lag, als der Beton dazu verwendet wurde Terrortunnel zu bauen.

David Makovsky drängte Israel dazu täglich 100.000 Gazaner nach Israel hereinzulassen. Solche „Absprachen, die großzügiger sind als je zuvor“ würden sicher zu „Ruhe“ führen, insistierte er. Und dann wurden die Gazaner, denen gestattet wurde zur Arbeit oder medizinischer Versorgung oder aus anderen Gründen nach Israel gelassen wurden, dabei erwischt, wie sie Terrorismus betrieben. Große Überraschung.

Mehr als ein Jahrhundert lang haben Leute versucht die palästinensischen Araber zu bezahlen, um Frieden mit den Juden zu schließen; und sie geben vor, dass einige Terrorbanden „moderater“ als andere seien. Solche Mythen zu perpetuieren hat bisher nie zu Frieden geführt und es gibt keinen Grund zu glauben, dass es jetzt funktionieren wird, egal, was die „Experten“ behaupten.

Was will BDS? Israel vernichten.

Auf Twitter einen weiteren Beleg gesehen:

Palästinenser laufen Gefahr zu verhungern – im Libanon. Also werden Sie in den Medien davon nichts lesen.

Elder of Ziyon, 2. Januar 2020


Die Apartheid gegen Palästinenser im Libanon wird immer schlimmer – aber da Israel nicht beteiligt ist, gibt auch niemand vor mit ihnen solidarisch zu sein.

Yassir Ali, Mitglied des Generalsekretariats der Volkskonferenz für Palästinenser im Ausland, warnte vor „dem Schreckgespenst der Hungersnot“ in Palästinenserlagern im Libanon.

Er erklärte, dass die Arbeitslosenrate in den Lagern, in denen Palästinenser zu leben gezwungen sind, sich 2019 von 56% auf 65% verschlechterte und die Armutsrate sich von 65% auf 80% verschlimmerte.

Palästinenser im Libanon sind von etwa 73 Kategorien an Jobs im Libanon ausgeschlossen, was der Grund dafür ist, dass ihre Arbeitslosigkeits- und Armutsraten so hoch liegen.

Zusätzlich, sagte Ali, wird Palästinensern von libanesischen Banken nicht erlaubt Gelder abzuheben oder sich auch nur Gelder aus dem Ausland überweisen zu lassen.

Eine große Zahl der Flüchtlinge ist hauptsächlich von den Auslandsüberweisungen ihrer Kinder abhängig, die auf etwa 100 Millionen Dollar jährlich geschätzt werden. Die meisten bei der UNRWA „registrierten Flüchtlinge“ im Libanon haben den Libanon schon vor langer Zeit verlassen; vor ein paar Jahren waren von 470.000 gelisteten tatsächlich nur 174.000 im Libanon. Heute sind die Zahlen wahrscheinlich noch niedriger, weil junge Palästinenser im Libanon buchstäblich keine Zukunft haben.

Zusätzlich gibt es rund 20.000 syrische palästinensische Flüchtlinge, die sich immer noch im Libanon befinden; auch sie sind gezwungen in denselben übervölkerten Lagern zu leben wie die anderen Palästinenser.

Palästinenser im Libanon veranstalten massive Demonstrationen, um zu erreichen, dass ihnen dieses Jahr mehr Jobs möglich sind, heißt es von Ali. Aber als die größeren Demonstrationen gegen die Regierung begannen, entschieden die Palästinenser ihre eigenen Proteste einzustellen, weil ihre Lage so prekär ist und sie nicht wollten, dass es so aussieht, als würden sie Partei ergreifen. Immerhin hassen die meisten Libanesen ihre palästinensischen „Gäste“ und die armen Palästinenser wollen es für sich und ihre Familien nicht noch schlimmer machen.

Der Libanon ist für Palästinenser nach jedem Maßstab der schlimmste Ort der Welt. Diskriminierung ihnen gegenüber ist im Libanon gesetzlich verankert. Ihnen ist es nicht erlaubt Land zu kaufen oder auch nur ihre Häuser zu erweitern. Sie werden von der Bevölkerung gehasst. Sie würden liebend gerne in der Westbank oder sogar im Gazastreifen leben.

Aber wie oft sehen Sie irgendeinen Artikel über Palästinenser im Libanon? Wie viele NGOs, die vorgeben sich um die Palästinenser zu sorgen, erwähnen die Lage im Libanon überhaupt? Wann war das letzte Mal, dass Human Rights Watch über die Palästinenser im Libanon twitterte?

Die traurige Tatsache lautet: Wenn Juden nicht beteiligt sind, schert man sich den Teufel um die Palästinenser. 5.000 wurden in Syrien getötet – die Medien schweigen. In der Westbank herrscht Korruption – niemand kümmert das. Christen haben den Gazastreifen wegen Verfolgung durch Muslime praktisch alle verlassen – aber ihre einzige Erwähnung in den Meiden erfolgt, wenn Israel ihre Weihnachtsreisen einschränkt.

Zu praktisch jedem Menschen und jeder Gruppe, die sagen, dass sie pro-palästinensisch sind, wird mit dieser Geschichte und anderen bewiesen, dass sie nichts dergleichen sind. Sie sind schlicht antiisraelisch. Und der einzige Grund, dass irgendjemand sich mehr um Israels Umgang mit den Palästinensern kümmert als um den weit schlimmeren Umgang mit ihnen im Libanon, ist der gute, altmodische Antisemitismus.

Die große, elende Armut im Gazastreifen, mal wieder

gefunden auf twitter: Ein neues Apartmenthaus mit Ladeneinheiten in Gaza Stadt. Das Gebäude ist mit einem Fitness-Studio ausgestattet, Überwachungskameras, Security rund um die Uhr und privaten Parkplätzen. Das Beste? Es hat nur einen kurzen Fußweg bis zu Strand.