Wem gehört das Land?

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 2. August 2020

Es hört niemals auf: Die Europäer beschweren sich, dass Israel etwas baut bzw. eher, dass Israelis planen etwas zu bauen. Solche Aktivitäten, behaupten sie, sind illegal, weil nach ihren Angaben nichts, das östlich der Waffenstillstandslinien von 1949 liegt, Israel gehört.

Aber wem gehört es wirklich? Ein Anfang wäre die Frage, die der Blogger, der sich „Elder of Ziyon“ nennt, neulich in einem Tweet stellte: „Welches Land war am Tag vor Beginn des Sechstage-Kriegs der legitime Souverän in Judäa und Samaria?“

1948 besetzte Jordanien das Territorium illegal, als es eines der fünf arabischen Länder war, die in das Gebiet des ehemaligen britischen Mandats einfielen, um die Juden davon abzuhalten dort einen souveränen Staat zu gründen (und sogar versuchten die Juden zu töten und aus dem Land zu vertreiben). 1950 annektierte es (wiederum illegal) das Gebiet und nannte es die „Westbank“.)

Diese Aggression verletzte eindeutig die UNO-Charta und in den 19 Jahren, die Jordanien es hielt, erkannten nur zwei Staaten (Großbritannien und Pakistan) seine angebliche Inhaberschaft an. Zufällig begingen die Jordanier während ihrer Eroberung und Besatzung zahlreiche Kriegsverbrechen, angefangen mit der gewaltsamen ethnischen Säuberung seiner jüdischen Einwohner; dazu gehörte auch die vorsätzliche Zerstörung von Synagogen und die Weigerung Juden und Christen zu erlauben ihre heiligen Stätten in Jerusalem zu besuchen – etwas, das Jordanien in den Waffenstillstandsvereinbarungen zugesagt hatte.

Aus mehreren Gründen war Israels Anspruch 1967 stärker als der von Jordanien. Einer lautet, dass Nutznießer des Mandats das jüdische Volk ist; es verweist auf die Schaffung einer „jüdischen Heimstatt“, keiner arabischen. Es ist auch angemessen die „Heimstatt“ als einen Staat zu verstehen, obwohl die Briten sie sich wahrscheinlich eher als ein Protektorat innerhalb ihres Empires vorstellten. Und ein arabischer Staat (Jordanien) war bereits als Teil davon geschaffen worden.

Ein weiteres Argument ist die Doktrin des uti possidetis juris, die feststellt, dass neue souveräne Staaten, die durch Entkolonisierung entstehen, dieselben Grenzen bekommen wie die vorher kolonialen Einheiten (ein Artikel, der die Anwendung auf Israel erklärt, ist hier). Die Doktrin soll die Schaffung von „Niemandsland“ verhindern, was die Quelle von Konflikt werden könnte – wie es in dieser Region tatsächlich eingetreten ist!

Ich habe den UNO-Teilungsplan von 1947 aus einem wichtigen Grund nicht angeführt: Er ist für das Völkerrecht irrelevant. Als Resolution der Vollversammlung war er nur eine Empfehlung; und da die Araber ihn sofort ablehnten, wurde er nie umgesetzt. Er gab den Willen der Mehrheit der UNO-Mitglieder zur damaligen Zeit kund, dass ein jüdischer (und ein arabischer) Staat im Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer geschaffen werden könnte aber er hatte keine bindende Kraft.

Schließlich gibt es das Argument für die Rechte des ältesten vorhandenen indigenen Volkes – die eingeborenen Einwohner.

400 Jahre kontrollierten die Osmanen das Land. Davor war es eine Reihe fremder Herrscher bis zurück zum letzten jüdischen Staat in Judäa, der Hasmonäer-Dynastie, die etwa 80 Jahre um 100 v.Chr. andauerte. Davor gab es  Perioden griechischer und babylonischer Herrschaft nach der Zerstörung der biblischen Königreiche Judäa und Israel. Beachten sie, dass die einzigen indigenen Regime im Land Israel von da an bis in die Moderne jüdisch waren. Alle anderen wurden durch Eroberung aufgebürdet, einschließlich einer arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert, die den Islam in die Region brachte.

Obwohl einige Juden in ihrem Heimatland blieben, wurden viele in alle Welt zerstreut, besonders nachdem die Römer die jüdische Rebellion des Bar Kochba 135 n.Chr. niederschlugen. In der Diaspora behielten diese Juden ihre Verbindung zu ihrem Heimatland bei, was ein wesentlicher Teil des Judentums war.

Diese Geschichte wurde von der internationalen Gemeinschaft im Beschluss vom San Remo anerkannt, der das Mandat Palästina einrichtete, in dem Großbritannien das Land treuhänderisch „als nationale Heimstatt des jüdischen Volks“ zu halten versprach. Die Verpflichtung das Mandat einzuhalten, wie es vom Völkerbund übernommen wurde, ging per Artikel 80 von deren Charta an auf die UNO über.

Was ist mit den Palästinensern? Es gibt und gab nie ein arabisches Land namens „Palästina“. Vor 1967 betrachteten sich überhaupt kaum palästinensische Araber als Teil eines „palästinensischen Volks“, sondern als Angehörige ihrer jeweiligen Clans oder arabische Nationalisten als Teil der „arabischen Nation“ und andere Mitglieder als der muslimischen ummah. Seither haben sie jedoch behauptet ein eigenes Volk und die eingeborenen Einwohner des Landes zu sein und auf dieser Basis erheben sie den Anspruch auf Souveränität.

Da dieser Anspruch dem des jüdischen Volkes entgegen steht ist, ist er bei anderen Muslimen und Europäern beliebt, die es alle vorziehen würden, dass die jüdischen Luftmenschen sich in Luft verwandeln würden, wie die denkwürdigen Worte von André Schwarz-Bart lauten. Tatsache ist aber, dass die meisten Familien, die sich als „Palästinenser“ bezeichnen, nur eine kurze Geschichte im Land haben. Ein paar wenige von ihnen könnten von Juden und anderen abstammen, die hier in biblischen Zeiten lebten; und einige könnten Wurzeln haben, die bis zur arabischen Eroberung zurückreichen. Fast alle übrigen kamen nicht früher als 1830, der Zeit der Eroberung der Region durch Mohammed Ali. Eine sehr große Zahl kam, nachdem der zionistischen Zustrom und die britische Anwesenheit begannen wirtschaftliche Chancen zu schaffen, die besser waren als die derer, die in Syrien, Ägypten, Jordanien und anderen lebten. Beweise dafür finden sich in vielen palästinensischen Namen, die sich auf Herkunftsorte beziehen, so al-Haurani (Syrien) und al-Masri (Ägypten).

Ein einzigartiges Volk, das hunderte oder tausende Jahre zusammen gewesen ist, wie das jüdische Volk, entwickelt eine einzigartige Sprache, Religion und Kultur. Die Palästinenser sind ein neues Volk, das sehr wenige speziell palästinensische – im Gegensatz zu arabischer – Kultur hat, außer vielleicht ihre gewalttätige Gegnerschaft zu jüdischer Souveränität und Hass auf Juden, die von ihren Führern seit Amin al-Husseini in den 1930-ern geschürt worden sind.

Es gibt keine archäologischen oder historischen Belege antiker Kulturen, die mit den heutigen Palästinensern verbunden werden können. Die Juden andererseits können eine Fülle solcher Belege vorzeigen, vermutlich mehr als jede andere heute existente Kultur. Wenn jemand beanspruchen kann die Eingeborenen im Land Israel zu sein, dann sind es die Juden.

Das Argument, dass Siedlungsaktivitäten illegal sind, wird üblicherweise aus den Genfer Konventionen zu kriegerischer Besatzung gezogen, die eintritt, wenn im Verlauf eines Krieges oder einer Aggression ein Land die physische Kontrolle über einen Teil eines anderen übernimmt. Da aber das fragliche Territorium keinem anderen Land gehört, kann die Anwesenheit israelischer Streitkräfte oder Siedler keine kriegerische Besatzung sein. Selbst wenn dem so wäre, bestand die ursprüngliche Absicht des Abschnitts der Vierten Genfer Konvention, der einem Land verbietet seine Bevölkerung in besetztem Territorium anzusiedeln, darin Massenvertreibungen und Exil zu verhindern, wie es bei der Nazi-Deportation deutscher Juden ins besetzte Polen der Fall war, die in keiner Weise der freiwilligen Migration von Israelis nach Judäa und Samaria sowie das Jordantal gleicht.

Aber betrachtet Israel sich selbst als kriegerischen Besatzer? Nicht wirklich. 1971 urteilte Meir Schamgar, Israels Generalstaatsanwalt, dass die Territorien zwar genau genommen nicht besetzt waren, Israel aber den Haager und Genfer Konventionen zum Schutz von Zivilisten in besetzten Gebieten folgen würde, um so den Weg für die letztliche Rückkehr einiger der Gebiete im Tausch für Friedensverträge unter arabische Kontrolle zu bereiten und internationaler Kritik vorzubeugen. Mit anderen Worten: Wir würden uns verhalten als ob die Gebiete besetzt seien.

2004 schrieb der vorsitzende Richter des Obersten Gerichtshofs, Aharon Barak, in einem Urteil zur Sicherheitsbarriere: „Der Startpunkt für alle Seiten“ ist, dass die Gebiete in kriegerischer Besatzung gehalten werden. Aber das war schlicht eine Arbeitsdefinition und ein Ausdruck dieser Meinung; das Gericht hat in Wirklichkeit nie über die Frage der Besatzung geurteilt.

Um die von Elder of Ziyon gestellte Frage zu beantworten: Das Land gehörte 1967 und tatsächlich auch schon 1948 dem Staat Israel. Es gehört uns auch heute. Wir sind die eingeborenen Einwohner des Landes, wir haben unsere Verbindung zu ihm nie verloren, wir haben Genehmigung durch das Völkerrecht und wir haben es (bisher) erfolgreich verteidigt. Einer unserer größten Fehler im Kampf um die Weltmeinung ist es, dies nicht stark oder regelmäßig genug zu hervorzuheben.

Wenn Israelhasser nicht einmal wissen, wie die Landkarte von „Palästina“ aussieht

David Lange, Israellycool, 27. Juli 2020

Die antiisraelische Facebook-Seite Quds News Network hat als Teil einer Kampagne eine Reihe von Fotos gepostet; diese Kampagne wurde weltweit von einer Gruppe Designer „in Solidarität mit Palästina nach den viraler Nachrichten“ gestartet, weil „das Land auf Google- und Apple-Landkarten nicht enthalten und durch ‚Israel‘ ersetzt worden ist“.

Hier sind einige Beispiele für das Gepostete.

Bemerken Sie irgendetwas Seltsames?

Die Antwort lautet, dass diese Landkarten die Golanhöhen beinhalten, von denen „Pro-Palästinenser“ nicht behaupten sollten, dass sie ihnen gehören, weil das syrisches Territorium war.

Was einfach nur zeigt: So viele der Hasser wissen nicht einmal, welches Territorium sie angeblich als den Palästinensern gehörend beanspruchen. Alles, was sie wissen, ist, dass sie wollen, dass ganz Israel vernichtet wird, also nehmen sie reflexartig die Landkarte Israels als ihre Grundlage.

Denken Sie daran: Die „Westbank“ war vor 1967 im Besitz von Jordanien; und der Gazastreifen war im Besitz von Ägypten und niemand forderte in diesen Jahren, dass diese Territorien Teil eines palästinensischen Staates sein sollten. Artikel 24 der PLO-Charta (1964) lautete:

Diese Organisation übt keinerlei regionale Souveränität über die Westbank im haschemitischen Königreich Jordanien, den Gazastreifen oder den Bereich Himmah aus.

Die am wenigsten berichtete Story: Palästinenser leiden unter der Weigerung der PA mit Israel zu kooperieren

Elder of Ziyon, 31. Juli 2020

Die Weigerung der palästinensischen Autonomiebehörde mit Israel zu kooperieren, vordergründig wegen der „Annexions“-Pläne, die nicht eingetreten sind, schadet einzig Palästinensern.

Was bedeutet, dass die Medien nicht über die Auswirkungen berichten; sie haben Angst das Narrativ zu stören, dass das Leiden der Palästinenser ausschließlich durch Israel verschuldet ist.

Liest man die Berichte der OCHA-OPT der UNO aus den letzten zwei Monaten genau, dann bekommt man einen flüchtigen Eindruck der Sache, obwohl auch sie versuchen das herunterzuspielen.

Aus dem diese Woche veröffentlichten Bericht der OCHA zum Gazastreifen: „Snapshot June 2020

Zwei Kleinkinder starben, weil sich ihre Ausreise-Absprachen zur Behandlung in Israel und Ostjerusalem infolge der Einstellung der Koordination zwischen den palästinensischen und den israelischen Behörden seit dem 21. Mai verzögerten.

Aus dem Dringlichkeitsbericht Nr. 14 der OCHA zu COVID-19 (15. bis 28. Juli 2020):

Weltweiter Mangel an medizinischer Ausrüstung und die Unterbrechung der Koordination zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und Israel als Reaktion auf Israels Plan Teile der Westbank zu annektieren, haben die Beschaffung von medizinischer Schlüsselausrüstung erheblich verzögert. Nach Angaben der MoH werden bis Ende 2020 bis zu 150.000 Tests pro Monat benötigt, dazu mindestens zwei Millionen Handschuhe und bis zu 750.000 OP-Masken.

Das United Nations Development Programme schreibt in einem Artikel auf der OHCA-Website:

Das öffentliche Gesundheitsrisiko für Müllsammler sowie die Menschen, die in der direkten Umgebung dieser inoffiziellen Standorte leben, wird infolge der Praxis gefährlichen infektiösen medizinischen Abfall einfach zusammen mit gewöhnlichem Hausmüll abzuladen verschärft … was aus festen Müll sickert, der überall in den Besetzten palästinensischen Gebieten unsicher abgeladen wird, hat ebenfalls zur Verschlechterung des Grundwassers beigetragen.

Nach Erwägung verschiedener Alternativen hat das UNDP sich entschieden ein spezialisiertes Mikrowellen-Gerät als Hauptmittel zur Behandlung von infektiösem Abfall einzusetzen. Nach Beratungen mit dem Gesundheitsministerium, der Umweltqualitätsbehörde und der WHO und mit der finanziellen Unterstützung durch den Humanitären Fonds der Besetzten palästinensische Gebiete beschaffte das UNDP eine solche Behandlungseinheit mit einer Kapazität von 1,5t, die auf der Müllkippe Johr Ad Dik installiert werden soll. Wegen des Stopps der Koordination zwischen der PA und Israel ist jedoch die Bearbeitung der erforderlichen wichtigen Dokumente verzögert worden, was die Lieferung des Geräts von Belgien nach Israel behindert.

Mahmud Abbas beschloss aus einem Gefühl von „Stolz“ heraus sein eigenes Volk zu schädigen, indem er die Koordination zu kritischen, Leben rettenden Projekten mit Israel einstellt. Er stellte sich damit zudem wissentlich ins Abseits, weil Abbas, obwohl Israel über seine Souveränität auf keinen Teil der Territorien ausweitete, seine Meinung nicht ändern kann ohne noch schwächer zu erscheinen, als er es schon ist.

Das einzige, was ihn zwingen kann wie ein verantwortlicher Führer zu handeln, wäre Medienaufmerksamkeit für seine Politik, die seine eigenen Leute schädigt und sogar umbringt. Aber wie üblich wollen die internationalen Medien diese Story nicht anrühren.

Leistungskurs ethnische Säuberung

David Lange, Israellycool, 23. Juli 2020

Hier sind zwei Grafiken, die ich heute Morgen erstellt habe. Können Sie raten, was jede der beiden zeigt? (Bevölkerungsentwicklung in Lauf der Zeit)


Die erste zeigt die jüdische Bevölkerung in diesen arabischen Ländern seit 1947:

  • Algerien
  • Ägypten
  • Irak
  • Libyen
  • Marokko
  • Syrien
  • Tunesien
  • Jemen

Von wo ungefähr 850.000 weggingen (überwiegend wegen Verfolgung, Antisemitismus, politischer Instabilität, Armut und Vertreibung, obwohl manche aus zionistischen Gründen umzogen), während die zweite die Gesamtbevölkerung der Araber in Israel und dem, was allgemein Gazastreifen und die Westbank genannt wird, zeigt.

Dennoch haben die Israelhasser eine gewaltige Lockvogeltaktik ausgeführt, was viele überzeugt, dass Israel ethnische Säuberung (und sogar Völkermord) betreibt, wenn in Wirklichkeit argumentiert werden kann, dass das Gegenteil der Fall ist.

Quellen:

Weltbank

Inter-Agency Task Force on Israeli Arab Issues

Britannica proCon.org

Times of Israel

Jewish Virtual Library

Westler, die die Verherrlichung palästinensischer Mörder wissentlich ignorieren

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Israels Gegenpropaganda-Aktivitäten sind seit Jahrzehnten durch große Inkompetenz gekennzeichnet. Soweit es diese Aktivitäten gibt, ist ein Element, das keine markante Aufmerksamkeit erhält, die Tatsache, dass die palästinensische Gesellschaft von einer Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord durchdrungen ist. Das gilt nicht nur für die Hamas, die ihren Wunsch Juden zu ermorden auf das gründen, was sie als göttlichen Wunsch Allahs bezeichnen. Genauso trifft es auf die palästinensische Autonomiebehörde zu, die terroristische Mörder belohnt. Wenn Terroristen bei kriminellem Tun sterben, geht ihre monatliche finanzielle Belohnung an ihre Familien. Und nicht nur die Palästinenserführung verherrlicht den Tod. Es gibt auch viele Einzelne, die das tun, darunter einige Mütter derer, die bei Terroraktionen gestorben sind.

Wie könnten Israel und seine Freunde diese Kultur der Verherrlichung des Todes entlarven? Ein erstes Ziel hätte die christliche Welt sein müssen. Ein Teil des Todesethos hat eine theologische Grundlage. Viele muslimische Mörder auch an anderen Orten in der Welt brüllen „Allahu Akbar“ (Allah ist größer), bevor sie ihr Verbrechen begehen. Christen können nicht von ihren biblischen Texte abkehren, in denen in den zehn Geboten steht: „Du sollst nicht töten.“

Eine wichtige prominente antiisraelische christliche Organisation ist der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat).[1] Er besteht hauptsächlich aus protestantischen und orthodoxen christlichen Denominationen. Dem ÖRK sollten regelmäßig neue theologische Beispiele für das Zitieren Gottes als Befürworter von Mord durch palästinensische Möchtegern-Terroristen regelmäßig vorgelegt werden. Dieses Handeln sollte durch die israelischen Regierung oder interessierte Organisationen und alle betroffenen Einzelpersonen erfolgen.

Ein weiteres Ziel für solche Erhellung sind die Kirchen, die Israel boykottieren und die wissentlich vor den palästinensischen Morden und Verbrechen die Augen verschließen. Eine davon ist die amerikanische presbyterianische Kirche. Bei ihrer Synode am 25. Juni 2018 wurde eine Resolution zur Gewalt zwischen Gaza-Palästinensern und israelischen Streitkräften an der Grenze des Küstenstreifens verabschiedet. Ursprünglich bezog sie sich auch auf die Hamas. Dennoch wurden aus ihr alle Verweise auf diese völkermörderische Terrororganisation vor dem Beschluss herausgenommen.[2][3] Das ist ein klarer Fall von christlichen Leitern, die wissentlich ihre Augen vor strukturellem Mord verschließen.

Man könnte den presbyterianischen Synodalen immer wieder empfehlen jeden Tag vor dem Frühstück die zehn Gebote zu lesen. Man könnte sie auch fragen, wann sie sich zuletzt gegen die – teilweise theologische begründete – Verherrlichung des Todes durch Muslime positioniert haben. Das wäre erst der Anfang ihrer Verlegenheiten. Kirchen sollten auch regelmäßig mit neuen Beispielen palästinensischer Verherrlichung des Todes im Namen Allahs auf dem Laufenden gehalten werden.

Kopien dieser Informationen sollten zudem an Prediger und Leiter lokaler presbyterianischer Kirchen geschickt werden. Für diejenigen, die die BDS-Kampagne gegen Israel unterstützen, wäre es eine gute Lehre für ihr Fehlverhalten. Für diejenigen, die gegen BDS sind, wäre es eine Stärkung ihres Kampfes dafür, die Entscheidung ihrer Kirche rückgängig zu machen. Vor ein paar Wochen sprachen sich 1.080 scheinheilige europäische Parlamentarier gegen die Annexion von Land durch Israel in der Westbank und für eine Zweistaatenlösung aus.[iv] Wohl nie zuvor hat eine solche Anzahl europäischer Parlamentarier eine Resolution gegen wirkliches Übel unterschrieben.

Es gab auch hier einen theologischen Aspekt. Anglikanische Bischöfe, Mitglieder im britischen Oberhaus, unterzeichneten den Brief. Das waren der Bischof von Southwark, Rt. Rev. Christopher Chessun und die Bischöfe von Coventry, Portsmouth, Salisbury und Worcester zusammen mit dem früheren Leiter der anglikanischen Kirche, Rowan Williams.[5] Man sollte sie fragen, wann sie sich zum letzten Mal – wenn überhaupt – gegen die Verherrlichung des Todes durch Palästinenser ausgesprochen haben, insbesondere die auf Grundlage von Allahs Befehl. Sie sollten auch regelmäßig über neue Beispiele für die Verherrlichung des Todes informiert werden. Warum sollten sie es unterstützen, dass den Palästinensern ein Staat gegeben wird, da offensichtlich ist, dass die Verherrlichung des Todes, die frontal gegen ihre eigenen religiösen Lehren verstößt, mit dessen Gründung nicht verschwinden wird? Tief in kulturelle Elemente eingebettete Elemente ändern sich nicht auf die Schnelle.

Auch die EU kann für die Offenlegung ihrer Passivität zum palästinensischen Todesethos als ein Hauptziel gelten. Sie hat selten ausdrücklich die Verherrlichung von Tod und Mord durch Palästinenser erwähnt. Eine der unmoralischsten Äußerungen kann vom EU-Vizepräsidenten Josep Borrell, dem Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Dieser sozialistische ehemalige spanischer Minister wurde nach dem Aufruf des Iran nach Israels Vernichtung gefragt. Er antwortete: „Der Iran will Israel auslöschen? Das ist nicht neu. Damit muss man leben.“[6] Die europäische Haltung der Unterstützung einer „Zweistaatenlösung“ ist sogar eine indirekte Unterstützung palästinensischer Verherrlichung der Todeskultur.

Die UNO ist ein weiteres leichtes Ziel für das Entlarven von Heuchelei. Das gilt für die ganze Organisation. Es sollte festgehalten werden, dass der UNO-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Nikolay Mladenov, ein Büro in Jerusalem hat. Da er in Israel lebt, kennt er die Details der Verherrlichung von Tod und Mord durch die Palästinenser ganz genau. Er sollte ständig gefragt werden, warum er nichts gegen die palästinensische Werbung für Mord sagt. Die UNO veröffentlichte die Universale Erklärung der Menschenrechte. In dieser heißt es, dass jeder für sein Tun verantwortlich ist. Das gilt auch für Mladenov und er versagt mächtig, wenn er die Palästinenser nicht ständig entlarvt.

All dies wirft einmal mehr die Frage der Mitschuld auf. Diese gilt besonders für die amerikanischen Presbyterianer, die für eine Resolution stimmten, aus der die Hamas-Verbrechen entfernt wurden. Sie verschließen wissentlich die Augen vor dem Handeln einer völkermörderischen Terrorbewegung.

Man kann der grundlegenden Frage nicht ausweichen: Wer sich in den palästinensisch-israelischen Konflikt einbringt und über die massive Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord in der palästinensischen Gesellschaft schweigt, ist der dann an dem Bösen mit Schuld?

Diese Frage kam vor kurzem in einem weiter fortgeschrittenen Fall auf. Der niederländische Außenminister Stef Blok (VVD) und die Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag (D66) haben das niederländische Parlament informiert, dass die niederländische Regierung der NGO, die zwei palästinensische Terroristen beschäftigte, die des Mordes an der 17-jährigen Israelin Rina Schnerb im August 2019 verdächtig sind, Entwicklungshilfe gezahlt hat. 2017 erhielten beide Personen einen Ausweis der niederländischen diplomatischen Vertretung in Ramallah. Mit diesem Dokument konnten sie sich als „Mitarbeiter“ einer Partnerorganisation der niederländischen Vertretung ausweisen. Die palästinensischen Terroristen arbeiteten bis 2019 für die palästinensische NGO Union of Agriculture Work Committees (UAWC)[7]. Kaags Ministerium hat der Organisation 20 Millionen Euro gezahlt. Selbst nachdem sie von NGO Monitor und UN Lawyers for Israel (UKLFI) gewarnt worden war, subventionierte sie die Organisation bis 2020 weiter.[8]

Das führte zu einer Reaktion eines Parlamentariers der niederländischen rechten Partei Forum für Demokratie, der twitterte, dass Kaag für diesen Mord mitverantwortlich war. Er entschuldigte sich dann. Man kann solche Vorwürfe nicht bestätigend erheben, sondern nur über Fragen.

Es gibt viele andere Organisationen mit ähnlichen Ansätzen in ihrer Einstellung gegenüber dem palästinensischen Todesethos. Dazu gehört die führende masochistische jüdische Organisation in den USA: J-Street. Hat man dort jemals die Frage palästinensischer Verherrlichung des Todes angesprochen? Sie können mit Beispielen davon bombardiert werden, während man ihr Schweigen aufzeigt. Da sie so stark in den palästinensisch-israelischen Konflikt involviert sind, können sie für sich keine Unschuld in Anspruch nehmen und die Frage ist berechtigt, ob ihr Schweigen sie zu Mittätern macht.

Dieser Artikel führt, verglichen mit der viel größeren Zahl aufgetretener und anhaltender Fälle nur eine kleine Zahl von Beispielen an. Was hier aufgeschrieben ist, zeigt die riesige Inkompetenz aufeinander folgender israelischer Regierungen und Premierminister, dieses Argument nicht öffentlich entwickelt haben.

[1] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/11053

[2] https://ngo-monitor.org/data/images/File/NGOM_IPMN_June_2014%20(1)_NEW.pdf

[3] www.jpost.com/diaspora/presbyterian-church-usa-passes-resolutions-critical-of-israel-560826

[4] www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/282693

[5] https://southwark.anglican.org/news/press-releases/2020/joint-letter-by-1080-european-parliamentarians-against-israeli-annexation-of-west-bank

[6] www.israelhayom.com/2019/07/04/eu-appoints-outspoken-israel-critic-foreign-policy-chief/

[7] Verband der landwirtschaftlichen Arbeitsausschüsse

[8] https://tpo.nl/2020/07/20/twee-palestijnse-terreurverdachten-betaald-van-nederlands-belastinggeld-droegen-pas-van-nederlandse-vertegenwoordiging/

Die palästinensische Kultur der Verherrlichung des Todes

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die palästinensische Gesellschaft ist durchdrungen von einer Kultur der Verherrlichung des Todes. Ein Schlüsselelement ist die Vorstellung, dass für die Vernichtung Israels zu sterben nicht nur edel ist, sondern der Wunsch Allahs. Diese Kultur der Todesverherrlichung zeigt sich auf zahlreiche Weisen. Eine davon ist in der Original-Charta der Hamas zu finden. Dort heißt es in einem Absatz, dass die Hamas sich darauf freut Allahs Versprechen auszuführen, wie lange auch immer das dauern mag. „Der Prophet, Gebet und Friede sei mit ihm, sagte: ‚Die Zeit wird nicht kommen, bis die Muslime die Juden bekämpfen (und töten) werden; bis die Juden sich hinter Felsen und Bäumen verstecken, die rufen werden: Oh Muslim! Da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn!‘“[1]

Die von der Fatah kontrollierte palästinensische Autonomiebehörde (PA) drückt ihre Wertschätzung des Tötens von Israelis über die Zahlung von Renten an Mörder aus. Wenn sie als Ergebnis ihres Terroranschlags sterben, erhalten die Familien die Zahlungen. Auch die PA verklärt die Mörder, indem Einrichtungen und Straßen nach ihnen benannt werden.[2] Eine Terroristin, an die auf diese Weise erinnert wird, ist Dalal Mughrabi, die 1978 am Küstenstraßen-Massaker beteiligt war, bei dem 38 Israelis, darunter 13 Kinder getötet wurden.[3]

Ein falsches Argument lautet, dass diese Kultur der Verherrlichung des Todes aufgrund der schwierigen Umstände für die Palästinenser charakteristisch ist. Dennoch gibt es im Islam allgemein eine führende Strömung, die den Tod verherrlicht. 2018 waren die vier tödlichsten Terrororganisationen der Welt für 58% aller Terror-Todesopfer weltweit verantwortlich. Allesamt sind muslimische Bewegungen: die Taliban, der Islamische Staat, der Khorasan-Verband des Islamischen Staates und Boko Haram.[4]

Die Unterstützung für islamischen Terrorismus – alles andere als marginal – ist an einer Vielzahl von Orten in der muslimischen Welt zu finden.[5] Selbst in einem angeblich moderaten Land wie Jordanien gibt es Anerkennung und bedeutsame Unterstützung für solche Mörder. Am 18. November 2014 ermordeten zwei muslimische Terroristen aus Ostjerusalem vier Menschen in einer Jerusalemer Synagoge und einen heldenhaften israelisch-drusischen Polizisten. Die Terroristen wurden getötet. Am nächsten Tag hielten jordanische Parlamentarier eine Schweigeminute für die Mörder und lasen laut Koranverse – „um ihre reinen Seelen und die Seelen all der Märtyrer in den arabischen und muslimischen Nationen zu verherrlichen.“ Der jordanische Premierminister Abdallah Ensour, schickte den Familien der Terroristen ein Kondolenzschreiben, in dem es hieß: „Ich bitte Gott sie mit Gnade zu umhüllen und euch mit Geduld, Trost und Erholung von eurer Trauer zu gewähren…“[6]

Wichtig ist zu begreifen, dass dieser Todeskult nicht nur etwas ist, das die herrschende Obrigkeit inne hat. Er wird auch von Einzelpersonen unterstützt. Verschiedene palästinensische Mütter haben Freude daran zum Ausdruck gebracht, dass ihre Söhne dabei starben, als sie einen Juden töteten oder das zu tun versuchten. 2019 pries die Mutter eines palästinensischen Terroristen, der während seines Anschlags getötet wurde, wie ihr Sohn das Messer schwang als er den Polizisten angriff. Sie erklärte, dass er Schlachter war. Dann sang sie: „Mohammed Ali war ein mutiger Mann, oh Messer-Spezialkämpfer… Ihr seid der Stolz des Islam…“[7]

Diese Täter, die bei diesen Terroranschlägen sterben, werden als Märtyrer betrachtet. Itamar Marcus und Nan Jacques Zilberdik von Palestinian Media Watch erwähnen, dass die offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida vom 2. Oktober 2018 herausstellt, dass gemäß Islamischem Glauben ein Märtyrer im Paradies 72 dunkeläugige Jungfrauen heiratet. Sie erklären, dass dieser theologische Aspekt des Todeskultes nicht ignoriert werden sollte.[8] Während der zweiten Intifada berichtete die PA, dass Kinder das Schahid (Märtyrer)-Spiel spielten und darüber stritten, wer den besten Teil bekommt und als Märtyrer stirbt:[9] „Ein siebenjähriges Mädchen sagte zu ihren Freundinnen: ‚Lasst uns das Schahid-Spiel spielen!‘ Die Kinder… streiten darüber, wer den Schahid spielt. Fa’iz, sechs Jahre alt, sagte: ‚Du warst gestern der Schahid, heute bin ich dran! Ich bin jünger als du. Ich werde derjenige sein, der stirbt!“[10]

Die israelisch-amerikanische Psychiaterin Daphne Burdman sagt, dass sowohl die PA als auch die Hamas Kinder dazu anleitet ihre Beteiligung an Terroraktionen, bei denen sie ihr Leben riskieren, positiv zu sehen. Sie fuhr fort: „Diese Massenindoktrination von Kindern basiert auf einer sorgfältig geplanten Kampagne, die sich auf kulturelle Überzeugungen und tief sitzende psychologische Mechanismen stützt. Die Hetze verwendet eine multimodale Methodik, predigt palästinensischen Nationalismus, Märtyrologie und betont unter der Hamas weltweite Hegemonie der Scharia. Die Kampagne nutzt die Medien, Schulen und die Straße sowie religiöse Persönlichkeiten.“

Burdman fügt hinzu: „Die Indoktrination in den Palästinensergebieten ist weitaus umfassender als Schulbücher und Fernsehquellen; sie umfasst allgemeine gesellschaftliche Elemente wie Zeitungen, Eltern, Lehrer, Unterrichtsmethoden mit Ermutigung und Lob für Wohlverhalten sowie heftige Missbilligung für weniger engagierte Schüler.“ Sie schließt: „Selbst wenn die Gewalt zwischen den Palästinensern und den Israelis endet, wird sich der Geisteszustand der palästinensischen Kinder nicht von selbst ändern. Sind sie erst einmal gelehrt worden, dass Selbstmordanschläge die Türen des Paradieses für sie selbst und ihre Familie öffnen, ist zur Entgiftung viel mehr nötig.“ Burdman sagt, dass es aus professioneller Erfahrung fraglich ist, ob eine Behebung der Märtyrertum-Indoktrination überhaupt erfolgreich sein kann und wenn, dann wird das ein langwieriger und komplexer Prozess sein.[11]

Aus dem Obigen kann eine Reihe Schlussfolgerungen gezogen werden. Eine lautet, dass die Schaffung eines Palästinenserstaats die Glorifizierung des Todesethos nicht beseitigen wird. Eine so tiefgreifend durchdrungene Kultur wird sich nicht schnell ändern. Geht man einen Schritt weiter, so kann man zu dem Schluss kommen, dass diejenigen, die für eine Zweistaatenlösung werben – ganz zu schweigen von einer Einstaaten-Lösung – eine Idee bewerben, die denjenigen nutzt, die von der Kultur der Verherrlichung des Todes erfüllt sind.

Das ist eine schwere Anschuldigung gegenüber der israelischen Linken, wie auch gegenüber der Europäischen Union und anderen, die die Zweistaatenlösung propagieren. Die Europäische Union gibt Geld an Teile der Führer der Verherrlichung der Kultur des Todes – die palästinensische Autonomiebehörde.

Als er Präsident der Vereinigten Staaten war, hat Barack Obama im Nahen Osten eine Vielzahl übler Handlungen unternommen. Eine davon war der extreme Druck auf den israelischen Premierminister Netanyahu, er solle eine Zweistaatenlösung unterstützen. Glücklicherweise hat letzterer sich seitdem aus dieser Position zurückgezogen.

Man könnte fragen, ob diejenigen, die die Zweistaatenlösung propagieren, zu einem gewissen Ausmaß mit den Interessen der Praktizierenden der Todesverherrlichung konform gehen. Das ist bei denen sogar noch stärker der Fall, die einerseits Israel kritisieren, andererseits aber vor der palästinensischen Todeskultur die Augen verschließen.

Die israelische Regierung sollte in der laufenden internationalen Debatte über den palästinensisch-israelischen Konflikt häufig Informationen über die palästinensische Verherrlichung der Todeskultur weitergeben. Weitere Ideen dazu sollten in einem eigenen Artikel erläutert werden.

[1] Raphael Israeli: Fundamentalist Islam and Israel. Lanham, MD (JCPA, University Press of America) 1994, S. 132-159.

[2] PMW

[3] www.cjnews.com/news/canada/ottawa-briefed-on-palestinian-authoritys-glorification-of-terrorism

[4] www.forbes.com/sites/dominicdudley/2019/11/20/most-lethal-terrorist-groups/#7d7c0bf5641a

[5] https://www.pewresearch.org/global/2006/05/23/where-terrorism-finds-support-in-the-muslim-world/

[6] www.timesofisrael.com/jordanian-mps-hold-moment-of-silence-for-two-palestinian-terrorists/; www.jpost.com/middle-east/jordanian-parliament-observes-moment-of-silence-for-terrorists-of-synagogue-attack-382433

[7] www.memri.org/reports/mother-palestinian-knife-attacker-praise-son-he-was-butcher-knew-how-slaughter

[8] https://palwatch.org/page/14803

[9] Official PA daily, Al-Hayat Al-Jadida, Dec. 26, 2001

[10] ebenda

[11] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/10769; https://jcpa.org/article/hatred-of-the-jews-as-a-psychological-phenomenon-in-palestinian-society/

Das Jordantal 1930 und 2020

First One Through, 8. Juli 2020

Israel überlegt in naher Zukunft das Jordantal zu annektieren, um eine sichere und natürliche Grenze zu Jordanien im Osten einzurichten. Die propalästinensische Presse hat wenig überraschend eine schroffe Sicht zu dem überlegten Tun eingenommen. Es ist skurril zu lesen, wie die Medien das physische Land an sich beschreiben.

Beachten Sie Al-Jazira, ein Qatar gehörendes Medien-Konglomerat, das sein pro-arabisches Narrativ um die Welt treibt. Dort schrieb man, es würde fruchtbares Ackerland Teil Israels werden“. Der Artikel behauptet, dass die Palästinenser „das Land seit Generationen bearbeitet haben. Das Land wird als reich beschrieben, es „bringt der israelischen Wirtschaft eine Menge Einkommen und deshalb arbeitet Israel daran die Ressourcen und das Land auszunutzen.

Die BBC schrieb: „Das Jordantal als fruchtbarer Streifen Land verläuft entlang der jordanischen Grenze, die fast 30% der Westbank ausmacht. Es ist spärlich besiedelt – Heimat für rund 65.000 Palästinenser und 11.000 jüdische Siedler. Als solches ist es der größte Land-Reserve, den die Palästinenser für die zukünftige Entwicklung eines unabhängigen Staates haben würden.

CNN hält dafür, dass das Jordantal Heimat vieler Landwirtschaftsorte“ ist, die Nutzen aus dem fruchtbaren Land nahe des Jordan ziehen“.

NBC News nannte es das „strategische und fruchtbare Jordantal, der Brotkorb der Region an der Grenze zu Jordanien.

Scheint fast ein Paradies zu sein … heute, unter israelischer Kontrolle.

Aber 1930, bevor die Juden in Massen zurück ins heilige Land kamen, war das Jordantal weit davon entfernt „fruchtbares Ackerland“ und der „Brotkorb der Region“ zu sein.

Die Briten gaben einen Bericht in Auftrag, nachdem die Araber 1929 Juden im ganzen Land abschlachteten; man gab zu bedenken, dass die Spannungen und Gewalt allzu üblich wurden. Die Shaw-Kommission gab einen detaillierten Hintergrund von Land und Geschichte Ende der 1920-er Jahre, um den Kontext zu ihrer Analyse und Empfehlungen zu liefern. Bezüglich des Jordantals schrieb sie:

„Ein Großteil des Jordantals ist bisweilen drückend heiß, Regen fällt nur wenig und es scheint zweifelhaft, ob die fruchtbaren Gebiete innerhalb des Tales eine große landwirtschaftliche Bevölkerung tragen können.

Das war kein Brotkorb, sondern eine raue Wüste mit gelegentlichen Oasen.

Palmen im Jordantal (Foto: First One Through)

Selbst in diesem, dem Zionismus kritisch gegenüber stehenden britischen Bericht, der dafür eintrat jüdische Zuwanderung einzuschränken, stellte der Autor fest: „Jüdische Immigration und Betriebe sind für Palästina von großem Vorteil gewesen,“ da das Land schon 1930 aufzublühen begann. Als aber am Ende „wirtschaftliche Flaute und Arbeitslosigkeit der Zeit starker Immigration folgten, waren die indirekten Vorteile, die die jüdischen Aktivitäten vielen Teilen Palästinas mitgebracht hatten, vergessen und überall unter den Arabern wurde die zionistische Bewegung als Ursache der Wirtschaftsprobleme des Landes betrachtet.“

Die Medien verfassen Geschichten, dass das fruchtbare Ackerland der Palästinenser, das Generationen lang bearbeitet worden ist und ihnen von jüdischen „Ausbeutern“ (eine typische, antisemitische Falschmeldung) aus den Händen gerissen wurde, obwohl es in Wirklichkeit Israel war, das das Jordantal in den „Brotkorb der Region“ verwandelte und weiter verbessert, als den die Presse es heute beschreibt.