Totalitäre Gesellschaft, totalitärer Staat

Wir rutschen – vielleicht ist das der falsche Ausdruck, denn das ist weniger ein Rutsch, als ein sehr gesteuertes Agieren – in den Totalitarismus. Dafür gibt es subtile Anzeichen, aber auch eklatant offene Belege.

Zu den subtileren Anzeichen gehört ein Sprachgebrauch, der unnötig ist, aber immer weiter durchgesetzt wird. Wir kennen politisch korrekte, umständliche bis monströse Wortkonstrukte aus totalitären Staaten wie der DDR. „Weihnachtsengel“ durfte es dort nicht geben, das waren „Jahresendflügelfiguren“. Solche Ungetüme werden heute noch weit übertroffen und selbst die werden immer noch wieder geändert, damit sie „besser“, „korrekter“ werden. So reicht inzwischen selbst „Mensch mit Migrationshintergrund“ nicht mehr, das muss – jedenfalls im offiziellen Berlin – jetzt „Mensch mit internationaler Geschichte“ heißen; aus der Zigeunersoße wird „Soße ungarischer Art“ gemacht; „Ausländer“ ist pöhse und verpöhnt, das heißt jetzt – jedenfalls im offiziellen Berlin – „Einwohnende ohne deutsche Staatsbürgerschaft“. Der Trend wird klar, oder?

Die Vehemenz, mit der solche sprachlichen Verunstaltungen vorangetrieben werden, ist das nächste Zeichen, das zeigt, dass es hier nicht um Demokratie oder Gerechtigkeit geht, sondern wir in den Totalitarismus marschieren. Gleiches gilt dafür, dass es diese Verunstaltungen überhaupt gibt, ohne dass sie als so lächerlich bezeichnet werden, wie sie sind. Das nächste Zeichen ist der Einzug dieser Formulierungsungetüme in die Bürokratie.

Die Entwicklung im Zusammenhang mit „Menschen mit internationaler Geschichte“ ist ähnlich wie die mit der vorwiegend afrikanischstämmigen farbigen Bevölkerung, früher vor allem in den USA, heute auch in Europa. Die Neger – damals ein neutrales Wort, das eine Hautpigmentierung beschrieb und nicht mit dem Schimpfwort mit den zwei g in der Mitte verwechselt werden sollte – wurden zu Schwarzen; dann war das auch falsch und es wurden „african Americans“ daraus. Heute ist das zu „People of Color“ weiterentwickelt worden. Ein Weißer darf nicht mehr „schwarz“ sagen, die „people of color“ aber offenbar sehr wohl, sonst könnte die Bewegung, die in den USA haufenweise Innenstädte in Schutt und Asche gelegt und jede Menge kleine Geschäftsleute in den Ruin getrieben hat, sich nicht „Black Lives Matter“ nennen – außer sie beziehen sich tatsächlich ausschließlich auf dunkel pigmentierte Menschen, die ihre Herkunft auf Afrika zurückführen können. Warum heißt es nicht „People of Colors Lives Matter“?

All dieser sprachliche Irrsinn geschieht in totalitären Staats- bzw. Gesellschaftsgebilden (bzw. in solchen, die sich auf dem Weg dahin und kurz davor befinden). Freie Menschen tendieren dazu sich einfach statt in krampfhaften Gebilden auszudrücken und dabei nicht zwanghaft überkandidelte Interpretationen hineinzulesen, die völlig unsinnig nach Diskriminierungen und Beleidigungen suchen, die da nicht vorhanden sind, sondern auf Teufel komm raus hineingelesen werden, um die Menschen nach ideologischen Vorgaben umzuerziehen.

Das spielt sich mehr oder weniger auf der gesellschaftlichen Ebene ab. Der Staat spielt da auch eine wichtige Rolle, weil er über die Bürokratie viel davon durchsetzt. Die eigentlichen politischen Steuerungen in den totalitären Staat laufen anders. Ein Beispiel dafür hat gerade erst Angela Merkel geliefert, als sie in ihrer Pressekonferenz nach dem Impfgipfel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer sagte: „Solange es nach wie vor so ist, dass nur ein kleiner Teil der Menschen geimpft ist, wird es keine neuen Freiheiten geben.“

„Keine neuen Freiheiten“, sagte sie. Tatsächlich. Und welche neuen Freiheiten meinte sie damit? Einzig Freiheiten, die in einer Demokratie seit Jahrzehnten, wenn nicht länger Selbstverständlichkeiten sind. Also mitnichten „neue“ Freiheiten, sondern längst etablierte, die sie uns genommen hat und offenbar nicht wiedergeben will. Wie kann es sein, dass sie von „neuen Freiheiten“ redet, die selbstverständlich waren und alles andere als „neu“? Weil wir auf gewaltig auf dem Weg in den Totalitarismus sind. Solche schon orwell’schen Ankündigungen sind deutlich.

Wollen Sie noch einen Beleg? Bitter, hier ist er: Dieser Totalitarismus braucht immer auch mindestens einen Sündenbock. In unserem Fall sind es die „alten weißen Männer“, was sich nicht auf alte weiße Männer beschränkt, sondern durchaus alle Weißen einschließt, nicht nur, aber vor allem wenn sie nicht kuschen. Heute sind die „alten weißen Männer“ qua Existenz rassistische Unterdrücker, weil sie weiß sind, insbesondere als Männer. Sie dürfen nichts mehr, vor allem keine abweichende Meinung haben. Beschwert sich einer davon, dass er diskriminiert würde oder dass diese Kategorisierung ungerecht oder Blödsinn ist, gilt das als Beweis dafür, dass er ein rassistischer Unterdrücker ist.

Das dürfen jetzt aktuell die Teilnehmer einer „Die letzte Instanz“-Talkrunde des WDR erleben. Diese hatten sich so geäußert, dass u.a. die Verwendung von „Zigeunersoße“ zu verbieten oder Witze darüber zu machen ziemlicher Unsinn ist. Vor allem Janine Kuntze hat ihren überbordenden Shitstorm, weil sie das sehr treffend damit begründete und ein Beispiel anführte – solle sie sich als „blonde Frau mit relativ großer Brust“ jetzt auch über alles Mögliche mokieren, fragte sie in Anspielung auf Blondinenwitze. Das geht ja nun gar nicht, hieß es in den asozialen Medien, dass 4 Weiße sich darüber auslassen, was geht und was nicht, war der Tenor.

Warum nicht? Es spielt doch keine Rolle, welche Hautfarbe jemand hat, der den Schwachsinn nicht mitmacht, denn Farbige, die sich dem entgegenstellen erleben dasselbe. Das war ganz klar während und nach einer Sendung von Frank Plasberg zu sehen, der kurz einen schwarzafrikanischen Koch in einer Sendung dazu reden ließ (er war kein Teilnehmer der Diskussionsrunde!), der in Kiel ein Restaurant namens „Zum Mohren“ betreibt und das überhaupt nicht schlimm findet, sondern sich über Leute aufregte, die sich über den Restaurant-Namen echauffierten, dafür aber nicht glauben wollten, dass er der Inhaber des Restaurants ist. „DAS war rassistisch“, stellte der Mann fest – nur um sich hinterher von weißen Snowflake-Typen erklären lassen zu müssen, dass er ja völlig auf dem falschen Dampfer sei.

Dieser Vorfall ist nur einer von vielen, die demonstrieren, dass es diesen Antidiskriminierern mitnichten um Gleichberechtigung, Ende von Rassismus oder sonstige hehre Ziele geht, sondern um Macht, Deutungshoheit und darum Andersdenkende zu unterjochen. Kennzeichen des Totalitarismus.

Die Auswirkungen der Schoah auf die Nachkriegskinder der Überlebenden

Manfred Gerstenfeld interviewt Prof. Sam Juni (direkt vom Autor)

„Angesichts des gewaltigen Ausmaßes der Erfahrungen der Überlebenden der Todeslager führten einige ihrer Anpassungen zum Erhalt ihrer geistigen Gesundheit in ihrem Leben zu beträchtlichen negativen Nachwirkungen auf die von ihnen großgezogenen Kinder. Daher ist die psychiatrische und Persönlichkeitspathologie in den Familien früherer Insassen von Todeslagern in der Regel schwerwiegender. Überlebende, die nicht in Todeslagern waren – und deren Familien – haben oft keine unerwünschten Anpassungsprobleme.

„Wenn Schoah-Überlebenden ihre Identität unangenehm ist, wird das ihre Kinder tangieren. Diese Menschen werden in der Literatur oft als Überlebende in der zweiten Generation bezeichnet, was auf der Tatsache gründen, dass sie wegen ihres Leidens und ihrer Erziehung tatsächlich Überlebende sind, selbst wenn sie beim eigentlichen Holocaust physisch nicht dabei waren. Eine beträchtliche Anzahl Überlebende der zweiten Generation leiden unter Identitätsproblemen, weil sie Teil eines verlorenen Erbes und nicht in der Lage sind, sich mit der Kultur zu identifizieren, in der sie tatsächlich leben.“

Dr. Sam Juni, Prof. emeritus an der New York University, ist ein bekannter Diagnostiker und Forscher zu psychopathologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Er gründete das Psychology Graduate Program an der NYU Tel Aviv, das er fast ein Jahrzehnt lang leitete. Vor Jahren begann er bei Holocaust-Überlebenden der zweiten Generation ausgeprägte Muster pathologischer Syndrome festzustellen.

Wenn Holocaust-Überlebende der Identität ihrer Kinder Schaden zufügen, betrifft das in den meisten Fällen das älteste Kind, auch wenn die anderen Kinder unter Folgen leiden. Solche Probleme zeigen sich typischerweise früh im Leben.

Holocaust-Überlebende schützen ihre Kinder aufgrund der langwierigen Belastung wegen extremer Bedrohung und Notsituationen oft übermäßig stark. Klinische Praktiker haben gezeigt, dass Überlebende der zweiten Generation Probleme haben sich von übergriffigen, überbesorgten und aufdringlichen Eltern zu unterscheiden.

Es gibt verräterische Krankheitsbilder, die viele Kinder der zweiten Generation gemeinsam haben. Dazu gehören oft Probleme mit Autoritätspersonen, Religiosität, Geld ausgeben und der Umgang mit dem Druck durch Eltern Erfolg zu haben sowie mit Lebensmittel- und Ernährungsfragen. Wir bezeichnen diese Auswirkungen allgemein als pathologisch, wenn sie die „normale“ Schwelle so überschreiten, dass sie das tägliche Funktionieren der Person beeinträchtigen.

Paranoia ist bei Holocaust-Überlebenden ein wiederkehrendes Symptom. Das korreliert oft mit einem Bedürfnis sich zu Menschen mit ähnlichem Hintergrund zu halten und enge Beziehungen zu „Außenstehenden“ zu meiden. Einige Überlebende der zweiten Generation übernehmen eine ähnliche Haltung und praktizieren übertriebene Nähe zu anderen Kindern von Überlebenden. In einigen Fällen gibt es jedoch eine überzogene Offenheit für diejenigen, die als anders wahrgenommen werden. Der letztere Modus ist oft echt und stellt einen psychologischen Umkehrungs-Verteidigungsmechanismus dar, um den darunter liegenden paranoiden Tendenzen entgegenzuwirken.

Für viele Überlebende und ihre Familien passte das Verständnis der Rolle Gottes nicht mit dem Bild eines sich sorgenden Vaters zusammen. Es überrascht daher nicht, dass bei Schoah-Überlebenden regelmäßig religiöse Spannungen und Missklänge auftreten. Emotional ist die direkte Reaktion auf den Holocaust Wut und Enttäuschung, was zu offener Rebellion gegen Gott führen kann. Bei manchen kann sich das als Leugnen seiner Existenz zeigen. Es gibt aber auch eine andere Variante: Manche Überlebenden werden sogar als Ergebnis ihrer Holocaust-Erfahrungen religiöser. Das scheint widersprüchlich zu sein und ist wahrscheinlich das Ergebnis des psychologischen Abwehrmechanismus, den man als Reaktionsbildung kennt.

Ziemlich oft sind Kinder der zweiten Generation gezwungen sich früh im Leben ihrer Beziehung zu Gott zu stellen, selbst wenn sie von ihren Eltern nicht offen zum Ausdruck gebracht wird. Das kann zu bidirektionalen Ergebnissen führen: Manche folgen religiösen Prinzipien im Übermaß, während andere die Religion komplett aufgeben. Eine moderate Reaktion ist in diesem Bereich ungewöhnlich.

Die Entwicklungstheorie geht davon aus, dass das Gottes-Konzept, das Kinder internalisieren, stark mit ihrer prägenden Erfahrung durch Elternpersönlichkeiten zusammenhängt. Das gilt besonders für Überlebende der zweiten Generation, die oft ein nicht idealisiertes „Vaterbild“ haben; Grund ist die empfundene Schwäche ihrer Eltern während des Holocaust. Das verschärft die bereits problematischen Aspekte der Religiosität, die auf den Reaktionen auf den Holocaust an sich beruhen.

Überlebend sind oft knauserig. Auch hier übernehmen die Kinder der zweiten Generation oft eine ähnliche Haltung in ihrer Einstellung zu Geld, während manche sich genau gegenteilig verhalten und Verschwender werden. Einmal mehr ist Maßhalten ungewöhnlich.

Ein charakteristisches Kennzeichen der Eltern, die den Holocaust überlebten, ist der intensive Erfolgsdruck, den sie häufig auf ihre Kinder ausüben. Die meisten Überlebenden der zweiten Generation nehmen diese Einstellung auf und tendieren zu Leistungskarrieren mit hohem Status.

Oft bestehen innerhalb von Überlebenden-Familien besondere Probleme zwischen Kindern, die vor und die nach dem Krieg geboren wurden. Es gibt eine eindeutige Unterscheidung zwischen den Gruppen. Man könnte sie mit Kindern und Stiefkindern in wieder zusammengeführten Familien vergleichen.

Überlebende zeigen eine Bandbreite an Bewältigungs- und Versöhnungsstrategien, die in zwei Hauptverläufe eingeordnet werden können. Einer hat Selbstbeschuldigung und die Internalisierung eines Teils des Leidens zur Folge; bei dieser Strategie spielt die Schuld des Überlebenden eine herausragende Rolle. Der andere behält eine herausfordernde und anklagende Haltung gegenüber den Aggressoren wegen ihrer abscheulichen Taten bei; auch gegenüber der Gesellschaft, weil sie diese zuließen, billigten oder unterstützten; und sogar wegen Gott wegen seiner Rolle. Jede Kategorie beinhaltet eine No-Win-Strategie für die Überlebenden der zweiten Generation, die in diesem jeweiligen Familienstimmungen aufwuchsen.

Viele Holocaust-Überlebende hatten – weil sie damals Erwachsene waren – das große Glück einer emotional soliden Erziehung. Durch ihre Persönlichkeitsanlagen betrachteten sie den Vater als jemanden, auf den man sich verlassen kann und die Mutter als diejenige, zu der man gehen kann, wenn es weh tut. Im Wesentlichen hatten sie dann eine gewachsene Persönlichkeitsgrundlage und ein positives Weltbild. Als die Hölle losbrach und ihnen plötzlich der Teppich unter den Füßen weggezogen wurde, hatte ihr eingebettetes Gefühl der Menschlichkeit sich nicht verflüchtigt. Tief im Inneren gab es noch einen Grundglauben an eine gerechte Welt. Sie hatten viele Fragen und sogar Schuldzuweisungen, aber ihre wesentlichen Maximen wurden nicht ausgebootet.

Im Gegenteil: Von früher Kindheit an wurden Überlebende der zweiten Generation einer vermeintlich unfairen und feindlichen Welt ausgesetzt, die mit furchtbaren Aggressoren angefüllt ist. Ihre Persönlichkeit und Fähigkeit zu gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen waren damit ihrer Natur nach mit Fehlern belastet. Es zeigt sich, dass Überlebende der zweiten Generation unter allgegenwärtigen Persönlichkeitsproblemen und verminderter Fähigkeit angemessene Beziehungen zu Menschen (zwischenmenschliche Objektbeziehungen) und zu Gott (theistische Objektbeziehungen) pflegen. Zu den hervorgehobenen Problemen von Überlebenden der zweiten Generation gehören ein negatives Weltbild, ein geschwächtes Elternbild und die Betrachtung der Welt als eines gefährlichen Ortes.

Kliniker sehen sich oft mit einer scheinbar paradoxen Situation konfrontiert, da wir es oft weit einfacher finden Überlebende zu behandeln als die Kinder der zweiten Generation. Das trifft trotz der Tatsache zu, dass Überlebende unter ausgeprägten – oder sichtbar „abnormen“ – psychiatrischen Symptomen leiden, während Überlebende der zweiten Generation in der Regel mildere Persönlichkeitsstörungen aufweisen.

Um dieses Paradox zu erklären, hält Dr. Juni fest, dass die moderne Psychiatrie medizinische und pharmakologische Mittel entwickelt hat, um mit klinischen Symptomen umzugehen, selbst wenn diese das normale Funktionieren extrem und merklich stören. Er merkt an: Persönlichkeitsstörungen – auch wenn sie für das grundlegende Alltagsleben weit weniger zerstörerisch sind – sind nur sehr schwer zu lindern. Daher fällt es Überlebenden der zweiten Generation schwerer störende Probleme zu beheben, als es bei ihren Eltern der Fall ist, obwohl diese häufig schwere psychiatrische Symptome aufweisen.

Überlebende der zweiten Generation leben in der Regel in einer Kindheit, in der Schuldgefühle sich mit einer negativen Weltanschauung in kaum kontrollierbare Entwicklungsherausforderungen verbinden. Darüber hinaus machen sie oft die Erfahrung eines ungesunden Rollentauschs, in dem sie sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um ihre Eltern kümmern müssen.

Prof. Juni schließt, dass eine professionelle Behandlung diese Überlebenden der zweiten Generation – die häufig von ihrer unangepassten Familiengeschichte betroffen sind – oft nicht in die Lage versetzt, den Großteil ihrer Probleme loszuwerden. Es ist ratsamer Interventionen zu entwickeln, die ihnen helfen trotz ihrer inneren Turbulenzen klarzukommen und ein produktives Leben zu führen.

Völlig durchgeknallt – gegendert, wo es nichts zu gendern gibt

Vorbemerkung: 1998 in Malawi landete ich einmal beinahe im Straßengraben, weil ich dem Fahrer einen Witz erzählte:

Why is it that at the end of a prayer we say „amen“ and not „awomen“?
Probably the same reason we sing hymns, not hers.

Die Eröffnungssitzung des 117. US-Kongresses begann mit einem Gebet. Und dieses Gebet endete mit?

„amen“ und „awoman“

Liebe Wokistan-Einwohner: Wenn schon, dann hätte es wohl „awomen“ heißen müssen, wegen Gleichheit: „men“ ist Plural, „woman“ ist Singlar.

Aber mal ehrlich: Habt ihr überhaupt keine Ahnung, was das Wort „amen“ ist? Wie verblödet muss man sein, um „amen“ unbedingt gendern zu müssen?

„Amen“ ist Hebräisch und hat nichts mit Gender/Geschlecht zu tun, sondern heißt schlicht und einfach: „So sei es.“

Wie man sich eigenständig informieren kann – verlässlich

Twitter wird es nie zugeben, aber Internetseiten, die nicht genehm sind, werden gerne  mal in einen „Shadowban“ gesteckt. Facebook agiert ähnlich.

Twitter, Facebook und YouTube (Google) legen Wert darauf, Accounts zu sperren, denen vorgeworfen wird, sie würden gegen die Regeln der Plattformen verstoßen – natürlich ohne das konkret zu benennen und zu belegen und ohne Möglichkeit, diese auch noch einzufordern. Dazu durfte ein User gerade selbst die entsprechende Erfahrung mit Einträgen aus meinem Blog machen. Das war noch harmlos im Vergleich zu anderen Usern, deren Konten komplett gesperrt bis gelöscht wurden.

Solche Erfahrungen machen deutlich, dass uns über soziale Plattformen eher einseitige Informationen vermittelt werden. Twitter gibt ja offen zu, dass in Sachen Corona gelöscht wird, was nicht genehm ist. Twitter hat US-Präsident Trump zensiert, nachdem ihn zu sperren – auch mit juristischen Mittel bzw. deren Androhung – gerade noch verhindert werden konnte. Es haben aber nicht alle so viel Glück wie Trump.

Bei Facebook wurde von einigen mehr oder weniger Prominenten über Klagen dafür gesorgt, dass ihre Inhalte wieder freigegeben wurden. Seltsamerweise fast immer nur bei Nutzern, die konservativ-aufklärerisch tätig sind und linke Machenschaften offenlegen; oder die von extremistischen und nicht ganz so extremistischen Muslim-Aktivisten. Die ach so sozialen Medienplattformen gehen massiv gegen alles und jeden vor, der vom aktuellen politischen Mainstream nicht gewünscht ist und argumentativ dagegen hält.

Jetzt beschreibt ein ehemaliger Muslim, dass er auf YouTube, twitter und Facebook gesperrt wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass er eine enorm große Anhängerschaft verliert, neu ist, dass diese gleich bei allen dreien der Fall ist. Kian hat es sich zur Aufgabe gemacht, über den Islam aufzuklären. Er kann das aus seiner eigenen Erfahrung und dem, was er früher glaubte, sehr kompetent machen. Dass der Islam (und viele Muslime) dabei nicht gut wegkommen, versteht sich wohl von selbst. Das passt aber nicht in die heutige Zeit, denn Aufklärung dieser Art kann so wahr und korrekt sein, wie sie will, sie wird nicht akzeptiert und soll unterdrückt werden.

Nun ist es leider so, dass die meisten Internetnutzer sich über diese Plattformen informieren. Sie wissen nicht – oder wollen nicht wissen – wie sie desinformiert sie sind, weil ihnen ganze Batterien an  Informationen vorenthalten werden. Twitter, YouTube und Facebook gerieren sich mindestens so einseitig wie die Mainstream-Medien und behaupten auch noch das im Namen der Meinungsfreiheit zu tun.

Aber was sollte der interessierte Nutzer tun, um sich trotzdem umfangreich und vielfältig zu informieren?

Es gibt (leider?) nur eine Möglichkeit: Wann immer man auf eine Seite trifft, die interessant ist, sollte man sie abonnieren – per E-Mail. RSS-Feed oder indem man den Link in seinen Favoriten speichert und diesen regelmäßig anklickt.

Das ist inzwischen das einzige Mittel, nicht von den Informationen abgeschnitten zu werden, die außerhalb dessen liegen, was in den gängigen Medien gebracht und propagiert wird. Alternative Medien sind eine unverzichtbare Ergänzung zu dem, was uns allenthalben vorgesetzt wird, wenn wir uns selbst ein Bild machen wollen, was wir glauben können und was nicht. Und wir sind darauf angewiesen, uns selbst zu informieren. Weder unsere „Traditionsmedien“ noch die „sozialen“ Medien sind bereit, uns diese Möglichkeit zu bieten.