Verklagt die Bartasde!

Beth Goodtree, JewishIndy, 31. Mai 2004 (Arutz-7-Version)

Wie in Industrie und Handel kann ein Name alles sein. Wenn jemand in der Industrie versucht einen etablierten Namen zu benutzen, kann er auf jede Menge Arten verklagt werden. Nun, vor 40 Jahren stahl jemand einen 2000 Jahre alten Namen und sie verlangten ihn für sich. Es ist an der Zeit sie zu verklagen, sie dazu zu bringen das zu unterlassen und Abstand davon zu nehmen, wir müssen Entschädigung bekommen und richtig stellen, wer wer ist und wer woher kommt, wer die anderen sind und woher sie kommen. Mit anderen Worten: Es ist an der Zeit unsere Namen zurückzuholen, unser Leben und unsere Geschichte. (Oder, wie meinem Mutter sagte, die es so vermied zu fluchen, wie sie Insekten vermied: „Verklag die Bartasde!“)

Wir haben Marken-Gesetzte, um den Diebstahl eines eingeführten Namens zu verhindern. Sie sind dazu da, einen neu einsteigenden Usurpator aufzuhalten, der versuchen könnte, mit dem guten Ruf und der Geschichte einer bestehenden Einheit Geschäfte zu machen und damit den eigentlichen Besitzer des Namens zu ruinieren. Diese Marken-Gesetze sind nicht auf die USA beschränkt; sie gelten international.

Weil der Diebstahl, von dem ich spreche, in der Geschichte einmalig ist, gibt es keine Präzedenzfälle. Allerdings gibt es viele ähnliche Fälle. Und im Gesetz können ähnliche Situationen genutzt werden, um ein Gesetz auszudehnen, das neue oder sich weiter entwickelnde Umstände nicht direkt abdeckt.

Nehmen wir als Beispiel den Markennamen „McDonald’s“. Jeder weiß, das ist eine Kette mit Fast food-Restaurants mit einem bestimmten Service-Stil und Essen. Vor Kurzem öffnete ein Mann namens McDonald, der keinerlei Bezug zu der Restaurant-Kette hat, ein Geschäft, das er „McDonald’s“ nannte. Obwohl sein Geschäft keine Konkurrenz mit der Fast food-Kette war, obwohl er seinen eigenen Namen für das Geschäft benutzten, obwohl er nichts wollte, was mit der McDonald’s-Kette zu tun hat, wurde er gezwungen seinen Laden nicht weiter „McDonald’s“ zu nennen.

Jetzt stellen Sie sich eine von außen kommende Gruppe Gauner daher, die Anerkennung, Geld und Territorium wollte und ließ sich auf etwas dünn besiedeltem Land irgendwo am Rande des Irak nieder. Dann begannen sie sich selbst „Sumerer“ und ihr Land „Sumer“ zu nennen – und behaupten, das ursprüngliche irakische Volk aus antiker Zeit zu sein. Das mag dumm erscheinen, aber es ist ganz genau das, was an einem anderen Ort in den 1960-ern gemacht wurde (obwohl die Wurzeln dieses Diebstahl in den 1940-ern liegen).

Das heute Israel genannte Land hieß 2000 Jahre lang Palästina. Obwohl das nicht sein ursprünglicher Name war, wurde er zum allgemein akzeptierten Namen dieses Landes und der dort lebenden Menschen.* Und die dort lebenden Menschen waren die Juden (auch Hebräer genannt), die sowohl eine Geschichte der Verbindung zu diesem Land hatten, die viele tausend Jahre zurück ging, als auch eine kontinuierliche Präsenz im Land. (Muslime lebten dort sicher nicht, denn der Islam ist ein Neuankömmling in der Welt der Religion und tauchte erst 4.300 Jahre nach dem Beginn des Judentums auf der Bühne auf – 600 Jahre, nachdem die in Palästina lebenden Juden als „Palästinenser“ bekannt wurden.)

Während der ganzen 2000 Jahre hat es nie ein arabisches Land namens Palästina gegeben. Auch sind Araber nie Palästinenser genannt worden – sie wurden nur „Araber“ genannt, hauptsächlich, weil sie, bis im letzten Jahrhundert das Öl zur Handelsware wurde, nomadisierende Stämme waren, die ein primitives Leben führten und ihren Herden ohne Rücksicht auf Grenzen oder höhere Konzepte zivilisierter Regierung, Grenzen usw.

Die jüdische Heimat wurde (in den letzten 2000 Jahren) immer Palästina genannt, bis Israel 1948 gegründet wurde. Durch die Benennung des neuen Landes als „Israel“ waren die Geschichte Palästinas und des jüdischen Volks allerdings nicht plötzlich verfügbar, damit der lauteste, gewalttätigste und am meisten lügende Häuptling sich ihrer bemächtigte. Und es gibt Gesetze, solchen Diebstahl zu ahnden, wenn sie auch bisher in diesem Zusammenhang von niemandem benutzt wurden.

„Palästina und „palästinensisch“ können dahin gehend als ähnlich wie eine Marke betrachtet werden, dass sie sich auf den Namen eines bestimmten Volkes wie auch auf die Produkte dieses Volks beziehen – eine Religion, ein Ethnik, eine Kultur und eine Geschichte. Das internationale Recht verlangt nicht, dass eine Marke juristisch registriert ist. Wer einen Namen als erster benutzt und kontinuierlich verwendet, ist derjenige, der die Urheberrechte an besagtem Namen.

Was uns zu den Namen „Palästina“ und „Palästinenser“ bringt. Da die Juden – um 2000 Jahre – die ersten waren, die kontinuierlich die Bezeichnung „Palästina“ und „Palästinenser“ kontinuierlich verwendeten, haben wir die Rechte an diesen Namen und allem, was sie einschließen. Und damit niemand denkt, der Begriff „Israel“ habe solchen Gebrauch ersetzt: Hat er nicht. So lange es gedruckte Bücher gibt und solche weiter gedruckt werden, die sich Juden als „Palästinenser“ bezeichnen und die jüdische Heimat als „Palästina“ bezeichnen, deckt das die Forderung nach „kontinuierlichem Gebrauch“ ab.

Also ist es lange überfällig, dass die Araber, die den Namen „Palästina“ fälschlich und unehrlich benutzen, ihn aufgeben und Abstand davon nehmen und eine Strafe zahlen, die alle Gelder und alles Land einschließt, die sie durch den kriminellen Diebstahl des Namens und der Geschichte der originalen und einzigen Palästinenser, den Juden, angesammelt haben. Und wenn sie keine Ahnung haben, wie sie sich selbst wahrhaftig nennen sollen: Einer von ihnen hat es am besten formuliert. Zahir Musein, Mitglied des Exekutiv-Komitees der PLO sagte in einem Interview mit der holländischen Zeitung „Trouw“ am 31. März 1977 folgendes:

„Es existiert kein palästinensisches Volk. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel zur Fortführung unseres Kampfes gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heut von der Existenz eines palästinensischen Volks, da die nationalen arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines besonderen „palästinensischen Volks“ behaupten um gegen den Zionismus zu opponieren.“

In Wirklichkeit sind diese Leute, die nun israelisches Land in Gaza, Judäa und Samaria besetzt halten, ganz durchschnittliche, gewöhnliche Araber, die parasitär Nutzen aus dem gestohlenen Namen und der Geschichte des hebräischen Volks einstecken. Und selbst, wenn die UNO ein Mandat propagiert, nach dem sie das „ursprüngliche“ Volk seien oder das Volk, das jetzt den Namen „besitzt“, können sie dir Wirklichkeit nicht umschreiben, die Wahrheit gesetzlich regeln oder Jahrhunderte altes internationales Recht durch eine islamistische Agenda und mit einem Federstrich verneinen.

* Selbst einige unserer älteren Mitbürger nennen Israel und die Juden immer noch synonym Palästina und Palästinenser. Dieser Punkt wurde mir eingehämmert, als ich unseren Hund adoptierte. Im Nahen Osten geboren, kam er über Hong Kong nach Amerika. Als ich nachfragte, wo er geboren wurde, wurde mir gesagt: „Palästina“. Auf weiteres Nachfragen, wo, sagten die ursprünglichen Besitzer: „Israel“.

Gebt den Palästinensern, wovor sie Angst haben

Beth Goodtree, JewishIndy, 20. November 2003 (Link: Arutz-7)

Man muss sich wundern, warum die palästinensischen Araber, wenn sie so sehr ihren eigenen Staat haben wollen, die Gelegenheiten ihn zu bekommen so oft ausschlugen. Die von ihnen angeführten Gründe, die Eigenstaatlichkeit nicht zu akzeptieren, haben immer etwas damit zu tun, dass der angebotene eigene Staat nicht alles umfasste, was sie forderten, selbst, wenn es 99% dessen waren, was sie verlangt hatten. Daher könnte man vernünftigerweise annehmen, dass Arafat & Co. gar nicht wirklich einen souveränen Staat haben wollen.

Daher muss man fragen, warum Arafat von diesem in der Luft hängen profitiert und dann einen Weg zu finden ihm diesen Profit zu entziehen. Grundsätzlich reduzieren sich die Vorteile auf Straffreiheit, mangelnde Verantwortlichkeit, parasitäres Leben und Geld.

Da die palästinensischen Araber keine souveräne Nation sind, können sie keine Unterzeichner internationalen Rechts sein und daher davon frei. Das bedeutet, dass ihre Jihad-Trainingslager für Fünfjährige außerhalb des Rahmenwerks des internationalen Rechts über Kindesmissbrauch unangreifbar sind. Genauso das Lehren des Hasses auf Juden. Wie auch die Ermutigung von Kindern, sich in Bereiche militärischer Operationen zu begeben und Steine zu werfen. Und ebenso die Benutzung von Kindern, sogar Kinderwagen und Wiegen als Versteck von Sprengstoff.

Weil die palästinensischen Araber keinen souveränen Staat haben, hängen sie in ihrer Existenz parasitär von der Großzügigkeit und dem guten Willen anderer ab. Sie fördern keine lebensfähige Wirtschaft, öffentlichen Dienst oder Arbeitsplätze. Alles, was sie tun müssen, ist zu randalieren und genug Leute umzubringen und schon beeilt sich die Welt mit Lebensmitteln, Milliarden von Dollars, Hausbau und Gesundheitsversorgung herbeizueilen. In der Zwischenzeit übt die Welt Druck auf Israel aus, das eingeschworene Feindbild der palästinensischen Araber, um sie mit Arbeitsstellen und Elektrizität zu versorgen.

Das ist an sich schon eine Absurdität. Hat irgendjemand von den Alliierten des Zweiten Weltkriegs verlangt, dass sie die Deutschen mit Arbeitsstellen und Elektrizität versorgen? Wird von den USA verlangt, dass sie ihre Grenzen für Mexikaner öffnen, ihre Zäune nieder reißen und die Mexikaner mit Sachleistungen versorgen? Natürlich nicht. Und die USA sind nicht das erklärte Ziel der Vernichtung, das Israel für die palästinensischen Araber darstellt.

Die palästinensischen Araber bleiben auch straffrei, wenn es um Mord und Krieg geht. Nirgendwo in den Annalen der Geschichte hat ein Land einen solch anhaltenden und in die Länge gezogenen Angriff ertragen wie Israel und nicht extremem Vorurteil zurückgeschlagen. Der Grund? Weil die Welt darin überein stimmt, dass eine Gruppe Leute ohne offiziellen Staat unmöglich eine Armee haben kann und ein groß angelegter Angriff Israels als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen würde. Arafat ist gewieft genug zu wissen, dass Zehntausende gut ausgebildeter, gut bezahlter und gut ausgerüsteter Terroristen als Armee operieren kann – und so lange straffrei, wie er keinen offiziellen Staat hat.

Auch, wenn es einen „offiziellen“ Waffenstillstand gibt, können die Palästinenser ihre Anschläge unbehelligt von internationalen Sanktionen fortführen und tun das auch. Sie benutzen die fehlende Souveränität als Ausrede. Es ist ein richtiges Mantra geworden: „Wir können nichts dafür. Wir können nicht jeden kontrollieren, wenn wir keinen Staat und daher keine offizielle Polizei haben.“

Also habe ich folgenden Vorschlag: Israel erklärt die palästinensischen Araber zu einer souveränen Nation auf allem von ihnen jetzt besetzten Land. ABER: Israel erklärt ebenfalls, dass dies nicht notwendigerweise die endgültigen Grenzen oder Vereinbarungen sind. Diese können verhandelt werden. So haben die palästinensischen Araber jetzt ihren eigenen Staat gewonnen und nichts verloren. Sie können eine Nationalhymne haben, ihre eigene Währung und Briefmarken ausgeben und sich um einen Sitz in der UNO bewerben.

Und sobald die Palästinenser ihr eigenes Land haben, wird Israel nicht länger für sie verantwortlich sein. Und gleichzeitig werden die palästinensischen Araber auf einmal voll selbst verantwortlich sein: für ihre Wirtschaft, ihre öffentlichen Dienstleistungen, ihre öffentlichen Hilfen, ihren Wohnungsbau und besonders für ihr Verhalten. Das bedeutet, wenn die nächste Kassam-Rakete, der nächste Mord-Bomber oder der nächste Feuerüberfall aus dem neuen Land der palästinensischen Araber kommt und sich gegen israelisches Territorium und/oder israelische Bürger richtet, wird Israel dann in der Lage sein, das als einen offiziellen Kriegsakt anzusehen und damit grünes Licht haben, sie von der Bildfläche verschwinden zu lassen.

Verfolgt sie bis nach Damaskus

Nissan Ratzlav-Katz, Israel National News, 12. November 2003

Sie zwangen den Feind zur Flucht. Sie plünderten die Ausrüstung des Feindes und das Beutegut nach allen Regeln der Kunst. Dann nahmen sie Geiseln.

Als der jüdischen Führung bekannt wurde, dass Verwandtschaft gefangen genommen wurde, wurde eine Entscheidung gefällt. Nein, nicht zu sehen, was zur Freilassung der Gefangenen verhandelt werden konnte. Nein, nicht das Rote Kreuz oder die Deutschen herbeizurufen, um Kontakt mit den Entführern herzustellen. Und nein, nicht sitzen zu bleiben und zu warten, in der Hoffnung, dass irgendwie Informationen über das Schicksal der Geiseln angeboten würden.

Statt dessen traf die jüdische Führung sofort eine Entscheidung, tief im Feindgebiet einen Zangenangriff bei Nacht mit mehr als 300 Mann zu führen, um die Geiseln zu befreien. Der Stoßtrupp war mehr als erfolgreich. Die Geiseln wurden befreit, das Eigentum wurde zurückgegeben und die Feindkräfte zur Flucht Richtung Damaskus gezwungen.

Ein Journal der Ereignisse berichtet wie folgt darüber: „Er jagte nach bis nach Dan. Und nachts teilte er ‹und fiel› über sie her, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte nach bis nach Hoba, das links von Damaskus liegt. Und er brachte die ganze Habe zurück; und auch Lot, seinen Neffen, und dessen Habe brachte er zurück und auch die Frauen und das Volk.“

Inzwischen sollte natürlich klar sein, dass die fragliche „jüdische Führung“ der biblische Patriarch Abraham ist – oder Abram, wie er damals noch genannt wurde – und der beschriebene Vorfall die Entführung und Rettung seines Neffen Lot ist, während der Schlacht der vier Könige gegen die fünf Könige (1. Mose/Genesis 14,1-24; Lekh Lekha, letzte Woche in allen Synagogen der Welt gelesen).

Und wie mit allen Geschichten der Bibel ist diese lehrreich für die heutigen jüdischen Führer. Insbesondere für die, die sich einer Situation gegenüber sehen wie der verhandelten Erpressung durch die Hisbollah-Mafia im Libanon.

Heutzutage erwarten wir von Ariel Scharon nicht, wie Abraham die Soldaten selbst in die Schlacht zu führen – obwohl er das einst sehr fähig tat –, aber wir können eine abrahamische Lösung erwarten, nicht mit den Terroristen zu verhandeln. In diesem Stil sollten sich Verhandlungen mit der Hisbollah nicht auf der Freilassung dieses oder jenes Terroristen im Austausch für diese oder jene kleine Information oder Geisel konzentrieren. Solches Gerede erhöht nur die Motivation arabischer Terroristen Israelis zu entführen, da es eine recht ansehnliche Belohnung für solche Handelsware und praktisch keine operationellen Kosten gibt.

Stattdessen muss die israelische Regierung, um den Hisbollah-Entführungen ein Ende zu bereiten, unzweideutig erklären: „Wir haben die Verhandlungen mit der Hisbollah beendet, da die libanesische Terrorbande sich als unfähig zu Veränderung erwiesen hat – sie versuchten erst letzte Woche eine weitere Entführung. Daher verlangen wir nun die unverzügliche Freilassung von Elchanan Tennenbaum und die sich ihrem Besitz befindlichen Leichen unserer Soldaten, sonst werden wir die gezielten Tötungen von Hisbollah-Führern überall und an jedem Ort aufnehmen, dazu die nicht so genaue Bombardierung libanesischer Dörfer, die sich unter der Kontrolle der Hisbollah befinden. Wir kündigen das nur an, um den südlibanesischen Zivilisten eine Gelegenheit zur Flucht zu geben. Nasrallah, du hast 24 Stunden unsere Forderungen zu erfüllen, sonst wird beginnen, was wir ‚Operation unerledigte Geschäfte’ nennen.“

Es gibt solche, wie Außenminister Silvan Schalom, die darauf bestehen, dass die Nichterfüllung der Hisbollah-Erpressung die Entführung weiterer Israelis zur Folge haben könnte, da Hisbollah versucht, den Preis für Israel zu erhöhen. Natürlich benutzte Schalom nicht genau diese Sprache. Die Logik diktiert allerdings, dass, wenn Israel angesichts von Erpressung standhaft bleibt und statt dessen die Erpresser einen hohen Preis für ihre Torheit zahlen lässt, sie dann gezwungen sein werden zu begreifen, dass es für die Entführung von Israelis keine erpresserischen Gewinne gibt.

Dann gibt es allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass Hisbollah sich entscheidet andere Taktiken anzuwenden – wie die Bombardierung israelischer Städte oder das Eindringen aus dem Südlibanon. Aber wenn Israel Verhandlungen über Geiseln zustimmt, weil es Katjuscha-Angriffe auf Nahariya fürchtet, dann hat Nasrallah einmal mehr praktisch mehr nicht nur Tennenbaum als Geisel genommen, sondern den gesamten Staat Israel.

Aus demselben Grund muss die Drohung gegen Hisbollah völlig unproportionale Vergeltung für ihre Geiselnahmen sein und eine klare Erklärung, dass kein Staat, auch nicht Syrien, davor immun ist.

Der jüdische Wert andererseits, der die israelische Bereitschaft unterstreicht, hunderte Terroristen freizulassen, um eine israelische Geisel zu erlösen und drei tote Soldaten, ist, Alles in Allem, ehrenwert. Der Geisel-Deal wird von dem moralischen Imperativ motiviert, alles in der eigenen Kraft stehende zu tun, um die Freilassung Gefangener zu erreichen.

Während 2.000 Jahren im Exil, als geknechtete Minderheit, bedeutete die Umsetzung dieses jüdischen Wertes in Handlung im Allgemeinen eine Art von Zahlung an einen feudalen Lehnsherrn. Jetzt aber, als unabhängiger Staat, muss die Umsetzung dieses Wertes in Begriffe stattfinden, die unserem Vorvater Abraham verständlicher sein sollte; in Begriffe, die Yoni Netanyahu, der Held des Entebbe-Einsatzes von 1976, absolut gut verstehen würde.

Kurz gesagt: keine Verhandlungen mit Terroristen; verfolgt sie bis nach Uganda und Damaskus, oder weiter.

Der Geruch von Blut im Wasser

Beth Goodtree, JewishIndy, 7. November 2003 (Link: Arutz-7)

Einmal mehr überlegt Israel Gefangene freizulassen. Und ich sage einmal mehr voraus, dass sie zurückkommen werden, um Israel an der unschuldigen, zivilen Gurgel zu packen. Das ist dabei nicht einmal das Schlimmste. Die israelische Regierung unterstützt und ermutigt durch ihr Tun auch noch zu Entführungen.

Das mit der Hisbollah ein Austausch arabischer Gefangener für die Leichen dreier Israelis und die Freilassung eines israelischen Geschäftsmanns mit kriminellem Umgang stattfinden soll ist in sich an der Grenze zum Kriminellen. Es setzt auch die Rückkehr von drei Leichnahmen und eines Mannes über das Leben vieler unschuldiger Israelis – mit größter Wahrscheinlichkeit von Frauen und Kindern, wenn man nach dem Verhalten in der Vergangenheit geht.

Erst einmal stehen Israels Verhandlungen mit der Hisbollah gegen ihre frühere, eiserne Politik, nicht sich mit Terroristen abzugeben. Sogar, während Israel mit diesen Völker mordenden Monstern verhandelt, fahren sie fort israelische Häuser zu beschießen, nicht Militäreinrichtungen, wie es jeder mutige und ehrbare Soldat tun würde, sondern Häuser mit Frauen und Kindern; das ist typisch für die arabischen Feiglinge, die den Nahen Osten judenrein haben wollen. Es widerspricht auch dem gesunden Menschenverstand, Kidnapper zu beschwichtigen. Einem Kidnapper zu geben, was er haben will, wird ihn nur ermutigen, weiter zu machen. Einem Erpresser zu geben, was dieser verlangt, öffnet einen selbst für weitere Erpressungen. Will Israel das?

Zum Zweiten sagt Ariel Scharon, dass nur Gefangene ohne Blut an den Händen frei gelassen werden. Wo habe ich das nur schon einmal gehört? Und was gilt als „Blut an den Händen“? Nach der letzten israelischen Gefangenen-Freilassung (ein Verusch, den angeblich moderaten Palästinenserführer, Herrn Holocaust-Leugner Abbas, zu stützen), machten einige dieser gerade frei gelassenen Gefangenen so weiter, das sie weitere völkermörderische Bombenanschläge verübten , bei der Dutzender unschuldiger Juden ermordet und viele dauerhaft verstümmelt wurden.

Offenbar bedenkt Herr Scharon nicht die Gefährlichkeit dieser Menschen, über deren Entlassung er nachdenkt, so wie er es in der jüngsten Vergangenheit auch nicht tat. Genozid-Bombern, die versagt haben, und ihre Helfershelfern wird erlaubt, frei auszugehen. Nicht ein einziger Gedanke wird an ihr zukünftiges Verhalten verschwendet. Offensichtlich ist auch Mord das einzige Kriterium, das nach Herrn Scharon als „Blut an den Händen“ zählt. Nach Informationen von DEBKAfile ist einer der Gefangenen , dessen Freilassung in Betracht kommt, ein Folterer namens Dirani, der für die Folterung des Navigators Ron Arad verantwortlich war. Gibt es unblutige, angenehme Folter?

Zum Dritten benutzt Israel als jüdischer Staat die Torah als moralische und juristische Leitlinie. Gemäß der Torah hat das Leben Vorrang vor allem anderen. Selbst vor den Leichnamen von Juden in Feindeshand. Das Leben vieler hat Vorrang vor dem Leben eines Einzelnen. Und das Leben eines Kindes hat Vorrang vor dem Leben eines Erwachsenen. Die Torah sagt auch, dass Verhalten in der Vergangenheit mit fehlender Reue ein ziemlich guter Hinweis auf zukünftiges Handeln ist.

Daher würde nur ein Dummkopf die Annahme unterhalten, das diese Araber, wenn sie entlassen werden, auf einmal Israel und das jüdische Volk lieben und nie wieder Völkermord gegen es begehen oder den Staat Israel untergraben werden. Wenn man die Konsequenzen dessen, was passieren wird, auf Grundlage jüngster Erfahrungen abwägt, dann ist es offensichtlich, dass eine große Anzahl jüdischer Zivilisten zukünftig Opfer werden, um drei Leichnahme und einen Geschäftsmann zurückzukaufen, der eine kriminelle Handlung beging, indem er mit dem Iran Geschäfte betrieb, um seine Schulden zu verringern. Trotz meiner Sympathie für die Familien der von der Hisbollah festgehaltenen toten Soldaten und meines Erschreckens angesichts dessen, was sie mit lebenden Gefangenen tun, wie werden diese Opfer sich fühlen, wenn sie wissen, dass die Erlösung ihrer Familien den Tod von Babys, Müttern und Vätern bei zukünftigen Genozid-Anschlägen verursachte?

Aber Israel hat eine andere Wahlmöglichkeit, ebenfalls auf Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Dafür muss es aber zuerst die Annahme aufgeben, es führe einen politisch korrekten Krieg auf kleiner Flamme, die darauf zielt eine Welt zu beschwichtigen, die seiner Existenz feindselig gegenüber steht. So etwas gibt es aber nicht. Entweder gewinnt man einen Krieg und damit den Respekt (oder zumindest die Furcht) der Feinde und Frieden oder man verliert in einem sich lange hin ziehenden Prozess ähnlich dem des sich ausbreitenden und nicht zu stoppenden Krebses: Stückchen für Stückchen, von einem Schrecken zum nächsten.

Israel kann sich ein Beispiel an Erfolgen seiner eigenen Vergangenheit nehmen. Dazu fallen einem Entebbe und der Krieg von 1967 ein. Angesichts von Bedrohungen handelte es. Mit harten und entscheidenden Aktionen. Es ist an der Zeit, dass Israel seinen Feinden wieder entgegen tritt, sie nicht beschwichtigt und hofft, sie würden nicht weiter handeln. Sie werden. Am wahrscheinlichsten sogar schlimmer als bisher. Es ist an der Zeit die Hisbollah und ihrer Helfer mit allem zu treffen, was Israel aufbieten kann. Wird Israel verurteilt werden? Darauf kann man wetten. Aber es wird jedes Mal verurteilt, wenn es atmet und mit dem Atmen nicht aufhört. Es werden sich zwei Dinge ändern: Es wird gezeigt haben, dass Aktionen wie Entführungen und Erpressung den Übeltätern mehr Schaden zu fügen als Israel und es wird widerstrebenden Respekt für seinen Willen zu überleben gewinnen. Die arabische Gesellschaft respektiert nichts als Stärke. Appeasement ist für Araber das, was der Geruch von Blut im Wasser für einen Hai ist.

Es ist für die israelische Regierung an der Zeit, dass sie sich entscheidet, ob sie weiter Opfer sein will. Es ist für die israelische Regierung an der Zeit, dass sie ihre Bürger beschützt und mehr Wert schätzt, als die drei Leichname und einen Mann, der bereit war mit dem Feind Handel zu treiben. Es ist an der Zeit Stellung zu beziehen.

Zur neuen „Friedensinitiative“, genannt „Genfer Vereinbarung“ (4/6): Yassir Arafat ist der große Gewinner

Von Arthur Cohn, Israel National News, 20. November 2003

Yassir Arafat ist der einzige, der vom so genannten Genfer „Friedensplan“ profitiert. Der Staat Israel ist der Haupt-Verlierer.

In den letzten Monaten – und besonders nach der Akzeptierung der „Roadmap“ – wurde Arafat gedrängt, endlich konkrete und ernsthafte Schritte gegen den Terror zu unternehmen. Hat er irgendetwas getan, um seinen Verpflichtungen nachzukommen? Was gerade jetzt passiert, in der Realität, ist genau das Gegenteil: während er und seine Komplizen weiterhin Selbstmord-Bomber als Märtyrer hoch leben lassen, werden sie als Friedenspartner bejubelt.

Yossi Beilin und seine Freunde ignorierten während der Oslo-Jahre alle Zeichen palästinensischer Weigerung, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Arafat benutzte das Wort „Frieden“ auf Arabisch nie; er sagte explizit (z.B. in Johannesburg und Stockholm), dass Mohammed selbst keine Vereinbarungen einhielt. Er erzog eine neue Generation zum Hass auf Israel und die Juden; und er missbrauchte enorme Mengen von Geldern aus vielen Quellen – Finanzen, die als Beitrag für das Wohlergehen der Palästinenser gedacht waren – zur Schaffung einer Terror-Infrastruktur. Er und seine Jünger haben gelernt, dass, ungeachtet ihrer Brüche von Versprechungen und Vereinbarungen, nichts passieren wird. In Wahrheit werden sie sogar bald belohnt, trotz ihrer erschreckenden Missachtung formaler Verträge. Selbst die Terroristen, die Dutzende israelischer Zivilisten in Israel töteten – gegen die ausdrückliche Vereinbarung im Oslo-Vertrag – sollen im Rahmen einer neuen Vereinbarung frei gelassen werden. Es ist fast eine Einladung Israel jetzt zu terrorisieren, wenn die Freilassung so sicher folgen wird.

Arafat wurde gedrängt die Demokratisierung seiner Regierung einzuleiten. Jetzt kann er der Welt vorführen, wie die Demokratie im Staat Israel funktioniert. Genau dieselben Personen der Öffentlichkeit, die drei getrennte Wahlen verloren (Burg gegen Ben Eliezer um den Vorsitz der Arbeitspartei, Mitzna gegen Scharon, Beilin wurde nicht einmal in die Knesset gewählt) verhandeln einen „Friedens“-Plan. Und die Regierung der Schweiz – selbst eine stolze Demokratie – unterstützt diesen völlig undemokratischen Prozess finanziell und politisch und übergeht damit die demokratisch gewählte israelische Regierung.

Arafat lehnte alle Friedensangebote ab und machte nie ein konkretes Gegenangebot. Statt dessen begann er, als Reaktion auf die weit reichenden Vorschläge Ehud Baraks und Bill Clintons die zweite Völkermord-Terror-Intifada. Nun haben, wieder einmal, israelische Politiker neue Vorschläge gemacht. Natürlich begrüßt Arafat sie offiziell nicht. Er schaut nur zu, während offizielle Regierungsquellen in Israel sie ablehnen und als Ergebnis davon von den arabischen Ländern, der UNO und der EU beschuldigt werden, den Friedensprozess zu untergraben. Wieder ist Israel der „böse Bube“, der untragbaren Starrköpfigkeit beschuldigt.

Die israelische Gesellschaft, die in ihrer Haltung gegen den Erzterroristen Arafat geeint war, wird wieder geteilt, durch unterschiedliche Reaktionen auf das Genfer Dokument. Im Krieg gegen den unmenschlichen Terror („Tötet die Juden, wo immer ihr ihnen begegnet“) hatte der Genfer Plan Erfolg dabei, die Israelis zu entzweien und sie zu schwächen. Ein weiterer Erfolg für Arafat, der seine Strategie auf die innere Zersetzung Israels aufbaute.

Arafat beschrieb Israel immer als die letzte Kolonialmacht. Er leugnete die historischen Wurzeln Israels in diesem Land und ignorierte sogar die tiefe Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem. Nun wird vorgeschlagen, dass die Juden alle ihre Rechte an der heiligsten Stätte ihrer Tradition aufgeben, dem Tempelberg, der Jahrtausende das Zentrum ihrer Gebete und Sehnsüchte war. Erinnern wir uns: Anwar Sadat betete in Jerusalem in Richtung auf Mekka, während Juden auf der ganzen Welt sich immer nach Jerusalem wenden.

Nun wird zum ersten Mal in der Geschichte Israel von Israelis aufgefordert, willentlich die Rechte im Herzen Jerusalems aufzugeben, die Grundlage ihres Zionismus, womit Arafats Behauptungen recht gegeben wird: er hat historische Bindungen zu Jerusalem, während Israel und die Juden Kolonialisten sind.

Eine zusätzliche Ironie des Genfer Vorschlags ist, dass jüdische Anbetung an heiligen Stätten wieder von den Palästinensern abhängen wird. Wissen wir nicht, wie sie religiöse Rechte respektieren? Von 1948 bis 1967 hatten wir nicht einmal Zugang zur Klagemauer (trotz arabischer Verpflichtungen). Und wer erinnert sich nicht, was seit Oslo mit der Synagoge in Jericho und dem Josephsgrab in Nablus geschah?

Der vorgeschlagene Plan schließt – so wird uns gesagt – einen formalen Verzicht auf das „Rückkehrrecht der Palästinenser“ ein. Allerdings gibt es in der Vereinbarung dazu keinen klaren Paragraphen (und palästinensische Beteiligte streiten solch eine Vereinbarung ab).

Zehntausende Flüchtlinge werden von Israel aufgenommen werden müssen. Gegen die moralische Verantwortung Israels für das Flüchtlingsproblem wird nichts eingewendet. Wie in solchen Beilin-Dokumenten üblich, wird dieses zentrale Thema mit einer unklaren und zweideutigen Weise behandelt; das stellt eine Angst einflößende Gefahr für jede wirkliche Vereinbarung in der Zukunft dar.

Welche Ironie! Israel muss aus seinen historischen Stätten (wie z.B. Hebron, wo Juden immer gelebt hatten) abziehen und den palästinensischen Staat „judenrein“ machen, während Israel mit seiner bereits einen Million palästinensischer Araber noch viele mehr aufnehmen muss.

Der neue Plan wird automatisch die Grundlage zukünftiger Verhandlungen werden; wie der Barak-Plan, der die Ausgangsposition für die jetzige Beilin-Initiative war.

Die Erwartung der Palästinenser bezüglich eines Friedensabkommens mit Israel werden mit jedem Friedensvorschlag dieser Art in einer gefährlichen Weise zunehmen. Wer soll der palästinensische Führer der Zukunft sein, der um weniger verhandeln kann, als dem, was unverantwortliche israelische Politiker in diesem Genfer Dokument bereits zustimmten?

In der Konsequenz bringt das Genfer Dokument nicht den Frieden näher, sondern genau das Gegenteil: der Frieden wird in eine weit weg liegende Zukunft abgeschoben!

Zur neuen „Friedensinitiative“, genannt „Genfer Vereinbarung“ (3/6): IMRA-Kommentar

Aaron Lerner, IMRAs wöchentlicher Kommentar – 23. Oktober 2003

Seit Jossi Beilins „Genfer Initiative“ (auch „Genfer Vereinbarung“) veröffentlicht wurde, hat sie beträchtliche Medien-Berichterstattung erfahren. Berichterstattung, ja. Aber Analyse des eigentlichen Dokuments? Die existiert fast nicht. Es scheint so, dass wir unter derselben Nachlässigkeit leiden, die das Kennzeichen des Oslo-Jahrzehnts kennzeichnete, als Politiker und Journalisten gleichermaßen dazu tendierten, auf regelmäßig ungenauen, sich selbst dienenden Kurzfassungen zu verlassen, statt sich die Zeit zu nehmen, die verschiedenen Oslo-Dokumente wirklich zu lesen und zu begreifen.

Es gibt den Vorschlag, am besten Beilins jüngstes Produkt zu ignorieren und einfach zu warten, bis es eines natürlichen Todes stirbt.

Die „Genfern Initiative“ ist aber nicht das Produkt eines Häufleins harmloser Akademiker. Es wird von politischen Persönlichkeiten vertreten, die – wenn sie auch heute nicht gerade populär sind – alle Hoffnung und Absicht haben, um die zukünftige Führung Israels zu kämpfen.

Das Dokument, das sie heute befürworten, dient als Maßstab – und umgekehrt als Warnung vor ihrer rücksichtslosen Inkompetenz.

Hier ein paar wenige Highlights:
#1 Leichtfertige Haltung gegenüber der bestehenden Terror-Infrastruktur

Während es einen Zeitplan für israelische Rückzüge gibt, wobei der erste Rückzug „unmittelbar nach in Kraft treten dieser Vereinbarung (Aritkel 5, Absatz 7(b)), wird keinerlei Zeitvorgabe mit der Beseitigung von „irregulären Kräften und bewaffneten Banden“ (Artikel 5, Absatz 1(b)iv) verbunden.

Es gibt keine Vorgaben für die Abschaffung der Waffen, die im Gebiet des palästinensischen Staates vorhanden und die durch die „Initiative“ verboten sind.
#2 Bewaffnung des palästinensischen Staates durch andere

Während die „Initiative“ die Waffen, die die palästinensischen Sicherheitskräfte des „entmilitarisierten“ palästinensischen Staates besitzen darf, in dem noch zu schreibenden Anhang X aufgelistet werden sollen, kann diese Liste jederzeit ohne Israelis Zustimmung geändert werden. [„Jede vorgeschlagene Änderung zu Anhang X muss von einem Dreier-Komitee aus den beiden Parteien und der MF (=Multinational Force = multinationale Streitkraft) überdacht werden. Wenn im Dreier-Komitee keine Vereinbarung erzielt wird, kann die IVG (= Implementation and Verification Group = Umsetzungs- und Kontrollgruppe, bestehend aus den USA, der russischen Föderation, der EU, der UN und anderen) ihre eigenen Vorschläge unterbreiten.“ (Artikel 5, Absatz 3(b)).
#3 Krisenformel: Militärbündnisse erlaubt

Der palästinensische Staat kann Militärbündnisse eingehen, selbst mit den radikalsten Staaten, so lange das erklärte Ziel des Paktes nicht ausdrücklich den „Beginn von Aggression oder anderer feindseliger Akte“ gegen Israel einschließt (Artikel 4, Absatz 1(b)iii).

Diese Bündnisse, zusammen mit der Präsenz der multinationalen Streitkraft (Artikel 5, Absatz 6(d)ii) würde es für Israel beträchtlich schwieriger, teurer und gefährlicher machen, Verteidigungsoperationen innerhalb des Gebiets des palästinensischen Staates durchzuführen, wenn das Abkommen nicht eingehalten wird.
#4 Kurzlebige Sicherheitsvorkehrungen

Die Überwachung internationaler Grenzübergänge des palästinensischen Staates kann von der IVG, bestehend aus den USA, Russland, EU, UNO und anderen, nach 5 Jahre eingestellt werden.

Israel wird auf eine „kleine militärische Präsenz im Jordantal unter der Aufsicht der MF“ begrenzt; diese Präsenz ist nur für fünfeinhalb Jahre garantiert (Artikel 5, Absatz 7(f)).

Die beiden Israel in der „Initiative“ zugestandenen Frühwarnstationen werden nur für einen Zeitraum von zehn Jahren garantiert (Artikel 5, Absatz 8(f)).
#5 Jerusalem außerhalb der israelischen Luftverteidigungsbereichs

Die Westbank, einschließlich Teile Jerusalems, werden aus Israels Luftverteidigungsbereich heraus geschnitten und der IDF Patrouillen in Luftraum über der Westbank untersagt (Artikel 4, Absatz 1(a)), was die IDF in einer Position belässt, dass sie den jüdischen Staat praktisch von der Küste aus verteidigen muss.
#6 Aufgezwungene Schlichtung durch Dritte

Alle Streitigkeiten zwischen Israel und dem palästinensischen Staat sind letztlich Gegenstand aufgezwungener Schlichtung Dritter (Artikel 17, Abastz 4).
#7 Formel für Krisen: finanzieller Ausgleich für Flüchtlinge

Während „die Parteien das Recht auf Entgeld für die Staaten anerkennen, die palästinensische Flüchtlinge beherbergt haben“ (Artikel 7, Absatz 3(b)), gibt es keine Bezugnahme auf die Möglichkeit den Wert des palästinensischen Eigentums „zur Zeit der Vertreibung“ gegen den Wert verlorenen jüdischen Eigentums in arabischen Ländern aufzurechnen. Und da „keine weiteren Ansprüche bezüglich Ereignissen, die vor dieser Vereinbarung liegen, von beiden Parteien aufgebracht wurden“ (Artikel 1, Absatz 2), scheint es so, dass die „Vereinbarung“ dieses Recht verspielt.

Israel wird eine „Pauschalsumme“ zahlen, die den Gesamtwert des „palästinensischen Eigentums zur Zeit der Vertreibung“ abdeckt. Dieses Eigentum wurde nicht als Eigentum „palästinensischer Flüchtlinge“ festgestellt, sondern als „palästinensisches Eigentum“, was die Möglichkeit eröffnet, dass Land, das israelische Araber ebenfalls einfordern, in die Rechnung einbezogen wird. Eine dritte Partei wir die Gesamtsumme der „Pauschale“ festlegen, was Israel der Wahrscheinlichkeit aussetzt, dass eine nicht umsetzbare Summe festgelegt wird (Artikel 7, Absatz 9).
#8 Jüdische religiöse Recht verspielt

Die Waqf kann jüdische Besucher vom Tempelberg ausschließen. Grund: dies störe die religiöse Anbetung oder die Schicklichkeit des Ortes (Artikel 6, Absatz 5(b)iii).

Während das Zwischenabkommen von Oslo den Respekt „der Anbetungsarten“ und der „religiösen Rechte der Juden“ an religiösen Orten berücksichtigt (Anhang III, Zusatz 1, Artikel 32), bezieht sich die „Initiative“ nur auf „Zugang“ (Artikel 10). Es muss angemerkt werden, dass es sowohl die Ansicht des von der PA ernannten Muftis von Jerusalem, als auch anderer palästinensischer religiöser Führungsfiguren ist, dass Juden zwar „Zugang“ zu heiligen Stätten wie dem Grab der Patriarchen in Hebron oder dem Rahelgrab in Bethlehem haben können, dass es aber für die Juden und andere Ungläubige Blasphemie darstellt, an diesen Stätten zu beten, da sie auch als Moscheen betrachtet werden.

Das ist noch längst nicht alles.

Die Öffentlichkeit sollte wissen, dass die Politiker, die diese „Initiative“ formuliert und begrüßt haben, einen stümperhaften Job erledigt haben.

Inkompetenz sollte nicht ignoriert werden – sie sollte offen gelegt werden.

Erniedrigung

Nissan Ratzlav-Katz, 4. Juli 2003 (Israel National News, Link besteht nicht mehr)

„Täglich schmähen mich meine Feinde und die mich spotten, fluchen mit meinem Namen“ (Pslam 102,9)

Als die Nazis beim Anschluss 1938 in Österreich einmarschierten, machten sie sofort und mehr als deutlich klar, wie die neue Politik bezüglich der Juden in der neuen alten Provinz des Reichs aussah. Als Teil dieser Politik war der erste Schritt der Nazis die örtlichen jüdische Führung und ihre Familien zu erniedrigen und zu terrorisieren. Die Erniedrigung der Juden durch uniformierte Deutsche, wussten die Nazis, machte die Juden fügsamer und bestätigte und rechtfertigte die Verachtung der Nichtjuden gegenüber ihren jüdischen Nachbarn.

In Wien suchten sich Nazi-Offiziere den unter Chassidim als Sadigerer Rebbe bekannten, berühmten Rabbi Avrahom Yaakov Friedman aus Sadigora für ihre Belustigung aus. Sie zwangen den gelehrten religiösen Führer unter den spöttischen Blicken der zuschauenden Deutschen und Wiener die Straßen zu fegen. Der Rabbi sagte seinen Chassidim: „Es stört mich nicht ein Straßenkehrer zu sein. Sind die Straßen Wiens nicht auch die Straßen Gottes? Was mich ärgert ist die Schändung des Namens Gottes, dass die Juden in den Augen der Nichtjuden erniedrigt werden.“ Der Rabbi erzählte, er legte eines Tages ein Gelübde ab, dass, sollte Gott ihm irgendwann ermöglichen in das Land Israel zu emigrieren, er bereitwillig dort die Straßen fegen würde.

Im Land Israel, am 30. Juni 2003, war es Tag Eins nach einem weiteren israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen. Unbeschränkter palästinensischer Verkehr war auf den großen Durchgangsstraßen in der Region wieder hergestellt. Bewaffnete PA-Wachen standen an einigen der wichtigsten Straßen. Israelische Soldaten, die an der großen Kreuzung von Gush Katif dienten, nachdem die Kontrolle der PA übergeben wurde, wie auch Zivilisten, die die Straße benutzten, erzählten, dass aus fast jedem vorbei fahrenden arabischen Auto eine Kalaschnikow ausgelassen und spöttisch auf die israelischen Soldaten und Zivilisten gerichtet wurde. Die IDF hatte natürlich Befehl, diese Provokationen zu ignorieren.

Noch einmal: „Was mich ärgert“, sagte der Sadigerer Rebbe, „ist, dass die Juden abgewertet werden…“

Wir werden wieder erniedrigt, Rabbi. Aber diesmal findet das im Land Israel statt. Wir haben keine anderen Straßen, die wir gehen können; dies sind unsere Straßen. Unsere nationale Ehre muss hier wieder gewonnen werden – und das muss jetzt geschehen.

Mancher mag sagen, dass ein Kampf – physisch oder anders – um einen so esoterischen Wert wie „nationale Ehre“ zu führen, kindisch ist, falsch geleitet, sogar unmoralisch. Das ist es aber nicht. Es ist von übergeordneter praktischer Wichtigkeit. Ein Volk, das erlaubt, dass seine nationalen Symbole erniedrigt und seine heiligen Stätten geschändet werden; das seinen Feinden erlaubt, öffentlich zur Vernichtung seiner Mitglieder aufzurufen; das erlaubt, dass seine grundlegendsten historischen Ansprüche durch relativistische Behauptung über „wettstreitende Erklärungen“ herabgesetzt werden; das internationale Diffamierung und Lügen mit Gleichmut erleidet – dieses Volk untergräbt letztlich seine eigene Moral wie auch seine Abschreckungsfähigkeit. Damit schwächt es jeden moralischen Anspruch, den es zur Unterstützung seiner physischen Selbstverteidigung erheben könnte, wenn die Zeit dafür kommt. Die Völker der Welt, Freunde wie Feinde, werden den Schluss ziehen, dass ein Volk, das nicht bereit ist seine Ehre zu verteidigen, ein unehrenhaftes Volk sein muss. Solch eine tolerante, nachsichtige Nation ist dazu bestimmt, entweder immer währende Opferschaft zu akzeptieren oder sie ist gezwungen ihre Ehre– ihre Abschreckungsfähigkeit – wieder zu gewinnen, indem sie weitaus tragischere Mittel benutzen, als es andernfalls nötig gewesen wäre.

Arabischen Bewaffneten zu erlauben vorbeizufahren und dabei ihre Kalaschnikows spöttisch auf israelische Soldaten zu richten, bedeutet jetzt, dass später Israelis durch diese Kalaschnikows sterben werden. Den arabischen Terroristen, die die palästinensische Autonomie leiten, ist es erlaubt worden, in ihren Medien die Juden seit zehn Jahren zu verunglimpfen; arabische Mobs skandieren auf den Straßen von Judäa, Samaria und Gaza: „Tod den Juden!“; pausenlos belügen arabische Führer die Welt und uns; und israelische Führer murmeln wiederholt Entschuldigungen dafür, dass Juden in ihrem alt hergebrachten Heimatland leben. Wir fanden Entschuldigungen für unsere arabischen Feinde, wir ignorierten sie, wir zahlten, wir erlaubten ihnen Verbrechen gegen die Moral ohne Strafe zu verüben. Das Ergebnis all dieser Geduld ist beständig steigende, gegen Juden hier und andernorts gerichtete Gewalt gewesen. Was der Staat Israel vor zehn Jahren mit minimalen politischen und physischen Kosten dadurch hätte verhindern können, dass er aus Prinzip standzuhalten, wird er nun mit massiver Gewalt und Zerstörung beenden müssen – wenn er das überhaupt kann.

Der Sadigerer Rebbe starb 1961. Er hielt sein Versprechen aus dem Krieg, nachdem er im Land Israel eintraf. Früh an jedem Morgen, bevor die meisten Leute überhaupt erst wach waren, nahm der ehrenwerte Rabbi einen Besen in die Hand und fegte die Straßen im Umfeld seines Hauses in Tel Aviv.

Wann wird der Staat Israel endlich seine Erniedrigung beenden und die drohenden, spottenden Feinde von den Straßen fegen?