Ein paar ungewöhnliche Worte zum Azaria-Urteil

Kay Wilson, Facebook, 4. Januar 2017

Ganz Israel klebte heute an den Nachrichten, um auf das Urteil im Verfahren gegen den israelischen Soldaten Elor Azaria warten, der vom Militärgericht wegen der Tötung eines Terroristen verurteilt wurde, der versucht hatte unschuldige Zivilisten zu ermorden.

Hier ein paar Gedanken aus einer persönlichen Perspektive – statt amateurhafte juristische Kommentare zum Ausgang des Verfahrens abzugeben.

An dem Tag, als „meine“ palästinensischen Terroristen wegen dem Mord an Kristine Luken (und versuchtem Mord an mir) verurteilt wurden, stellte ich dem Richter eine Frage:

Würde er bitte entscheiden, dass die Terroristen das mir gestohlene Geld zurückgeben – die $100, die Kristine mir als Bezahlung für die Tour gegeben hatte?

Bedenkt man, dass die gnadenlosen Barbaren dafür gesorgt hatten, dass mein Leben eine tägliche emotionale und physische Qual ist, war meine Bitte um diese milde Gabe nicht mehr als eine ironische, wenn auch symbolische Geste.

Stellen Sie sich meinen Schock vor, dass der Richter mich einfach ansah und das mit der Begründung ablehnte: „Sie haben es nicht.“

Zusätzlichen Schmerz bereitet mir (und allen Terror-Überlebenden) ist das Wissen, dass diese Terroristen in israelischen Gefängnissen sitzen, in denen die Umstände einem Country-Club ähneln, statt so eingekerkert zu sein, die zu kaltblütigen Mördern passen. Mörder haben Privilegien, einschließlich Tischtennis, Zigaretten, Kantine und Bildungsmöglichkeiten. Sie drohen zudem mit Krawallen, wenn sie kein Fußball im Fernsehen sehen können und werden in politische und Religionsgruppen nach ihren eigenen Vorlieben aufgeteilt.

Ich bin nicht die einzige Terrorüberlebende, die von unserer nationalen Versicherung, einer Regierungsorganisation, weiter gequält, erschöpft und missbraucht wird.

Kann man mir vergeben, dass ich das Gefühl habe, unser System sei den Tätern gegenüber barmherziger als den Opfern?

Schließlich wünsche ich unserem verurteilten Soldaten/Mörder von ganzem Herzen eine Strafe, die zu der der Terroristen passt, statt der Art von Strafe, die von unserer Regierung ihren Bürgern und Terror-Überlebenden auferlegt wird – den Menschen, für deren Verteidigung unsere Soldaten ihr Leben riskieren.

Die Rassisten seid ihr, nicht ich

Rachel Moore, The Times of Israel (blogs), 30. Dezember 2016

Ich bin eine orthodoxe jüdische Siedlerin, die in der Westbank sieben Kinder großzieht. Ich bin außerdem eine amerikanische Staatsbürgerin und habe für Donald Trump gestimmt. Jau, so eine bin ich. Ich habe ihr ein Geschäft eröffnet und ich machte das bewusst. – um auf die Antisiedler-Aktivitäten der BDS-Bewegung zu antworten, indem ich jüdische Einwohner der Westbank ermutige in der Westbank zu arbeiten und ihre eigenen Geschäfte vor Ort in der Westbank zu belassen. Ich glaube an Annexion und ich unterstütze die Zweistaatenlösung nicht.

Und das macht mich zu einer friedliebenden, Palästinenser respektierenden Person. Nicht ich bin rassistisch. Ihr seid es.

Ihr, meine linken, Antisiedler-, Anti-Trump-Freunde, die ihr meine Ansichten hasst – wenn auch mich (noch) nicht – seid die Rassisten. Ich habe eine Menge Zeit insbesondere in den letzten drei Monaten damit verbracht mir von Wählern der US-Demokraten und UNO-Fans sagen zu lassen, was für eine monströs rassistische Gruppe von Leuten wir sind, solche Leute „wie ich“.

Mir reicht es jetzt. Ich habe so viele von euch eingeladen sich mit echten Menschen zu beschäftigen und von ihnen zu hören, statt zu urteilen und ihr zeigt kein Interesse. Offenbar ist es vorzuziehen sich vom Fernsehen und der New York Times zu euren Ansichten über meine kleine Ecke der Welt informieren zu lassen.

Ich möchte mit den US-Wahlen beginnen. Ich habe einen Blogeintrag nach dem anderen gelesen, der mir erzählte, warum Trump-Wähler für ihn stimmten. Wie wir denken, wie wir fühlen, was uns wichtig ist (und was nicht, z.B. Frauen und/oder Minderheiten) und wer wir sind. Mit reichlich ernsten Beleidigungen. Aber ihr habt mich nicht gefragt. Und ihr wisst nicht wirklich, was ich denke oder fühle oder will oder warum ich gewählt habe. Ihr vorverurteilt mich. Auf Grundlage eines ganzen Haufens von Zeugs. Aber das ist Vorurteil, egal, wie ihr es dreht. Und ich habe– so gerade eben – acht Jahre einen Präsidenten ertragen, der mir nicht nur sagte, was ich zu denken und zu fühlen habe, sondern der Welt Unterstellungen über mich erzählte als weiße Person erzählte, die „privilegiert“ aufwuchs, die schlicht nicht stimmen. Ich habe zugesehen, wie meine Lebensentscheidungen und Werte als in der Westbank in Israel lebender Mensch vom Führer der westlichen Welt auf eine Weise zusammengefasst, beurteilt und betrachtet wurden, der schlicht falsch ist und mein Gefühl für Fairness, Gerechtigkeit und Menschlichkeit beleidigt. Ich bin ohne angemessenes Verständnis dessen, wie die Realität hier aussieht, fehlverurteilt und falsch charakterisiert, faktisch sogar bestraft worden.

Ich habe zugesehen, wie ein Präsident Exekutivgewalt an sich riss, während der Kongress schrie und die Bürger es ignorierten. Ich habe einem Präsidenten der politischen Linken zugesehen, der demokratisch gewählt wurde und einen Anspruch auf seine Ansichten hat, wie er eine Kultur der Dämonisierung der Rechten auf eine Art schuf, die für mich zeitlebens ohnegleichen ist. Ich sah Politik, die die USA in Richtung Sozialismus bewegte. Und ich stimmte gegen jedes weitere Jahr davon. Nicht, dass ihr mich gefragt hättet. Aber wenn ihr – oder er oder Hillary – mit frauenfeindlich oder rassistisch oder ein Schwein oder „erbärmlich“ nennt, weil ich so stimmte, wie ich stimmte, dann beurteilt ihr eine ganze Gruppe von „denen“, die nicht ihr seid. Un ich weiß, wie sehr ihr es hasst, wenn andere das tun.

Was ist damit, dass ich israelische Siedlerin bin? Ich lebe und arbeite mit und unter Palästinensern. Sie sind meine Nachbarn, meine Kollegen, meine Freunde und ja, meine Bedrohung. Sie, ihre Würde, ihr Schmerz, ihre Realität und Familien sind mir täglich vor Augen und in meinem Bewusstsein. Ich setze nicht voraus zu wissen, was alle Palästinenser als Gruppe denken oder glauben. Was ich weiß ist: Es gibt ein sehr breites Spektrum und jedem Menge Grau-Schattierungen ohne viel Schwarz und Weiß. Lasst mich damit beginnen euch zu fragen: Wusstet IHR das?

Währen die Welt zusieht, wie Aleppo brennt und syrische Kinder jedes Jahr zu tausenden abgeschlachtet werden, ohne auch nur einen einzigen Protest oder Aufruf zum Handeln, ist dieselbe Welt hinter uns her, um zu zeigen, dass israelische Besatzung eines anderen Volkes das wahre Böse in der Welt ist.

Und dass dieselbe von Vorurteilen volle Welt so lange mit einer Demokratie gelebt hat, dann denke ich, vielleicht habe ihr alle vergessen, was es wirklich heißt sie nicht zu haben. Hier ist das Problem, mit dem ich einen Moment ringen muss: Es gibt keine Option für eine Palästinenserführung, die dem Volk eine Stimme gibt, es stärkt und Frauen bildet, individuelle Freiheit schafft und aufbaut. Palästinensische Bürger Israels (viele von ihnen nennen sich stolz arabischen Israelis und nicht Palästinenser, wenn auch nicht alle, aber das ist Teil der Grautöne und für einen anderen Blog-Eintrag) haben heute Zugang zu subventionierter Bildung, allgemeiner Gesundheitsversorgung, können ein Geschäft eröffnen, Richter am Obersten Gerichtshof und Mitglied in Israels Parlament sein. Sie können auf legale Weise und von innen gegen das System kämpfen und in unserem Parlament, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, aufstehen und erklären, warum Israels die Lage der heutigen Palästinenser verbessern müssen.

Wisst ihr überhaupt, welche „rassistische“ Realität es heute gibt? Israelis müssen dem Gesetz verpflichtet, auch in der „Westbank“, es befolgen und hochhalten. Das macht uns rechtlich und finanziell haftbar, sollten wir irgendjemandem oder irgendetwas Schaden zufügen. Aber ein Einwohner eines von der palästinensischen Autonomie kontrollierten Gebiets, nur ein paar Kilometer von meinem Haus, kann in die Seite meines Autos krachen, lachen und weggehen. Ein Palästinenser kann Land kaufen und darauf bauen. Ein Jude kann das nicht. Fakt ist: Ein Jude kann überhaupt nicht in von den Palästinensern kontrolliertes Gebiet reisen, ohne Angst zu haben, dass man ihn lnycht, verprügelt und ermordet. Was dann nicht nur nicht bestraft wird, sondern wenn das passiert, wird es auf den Straßen gefeiert. Das macht MICH hier in der Westbank zum Opfer von Rassismus und Apartheid. In Israel lebende Araber haben mehr Freiheit, mehr Bildung, mehr Demokratie, mehr Stimme und mehr Möglichkeiten als die Menschen der sich über tausende und tausende Kilometer erstreckenden Länder im Nahen Osten. Juden gibt es in diesen Ländern nicht mehr, weil der Rassismus/die Apartheid gegen sie dort so grassiert, so alltäglich ist und doch keine einzige Rede in der UNO oder im Weißen Haus veranlasst hat, die das verurteilt.

Wenn ich gegeißelt werde, weil ich die Annexion von Land befürworte, das einige fälschlich als „besetzt“ kennzeichnen (es ist umstritten, nicht besetzt, so sagt das Völkerrecht; schaut nach), dann sagt ihr mir, dass Palästinenser, deren aktuelle Lage weit, weit weniger als ideal ist und Wut und Trauer auslöst und verbessert werden muss, alle unter einem unterdrückerischen, diktatorischen, gangsterartigen Regime leben wollen, das Unterschlagungen begeht, Mädchen keine angemessen Ausbildung erlaubt, Hass einübt und keine Demokratie hat, nur weil es aus Palästinensern besteht. (Führungskräfte nach der Ethnie aussuchen? Ihr Rassisten!)

Ihr sagt mir, dass „sie“ sich das mehr wünschen als in 100% Freiheit und Demokratie in einem „jüdischen“ Staat zu leben, der arabische/muslimische Religionsrechte, Bildung, Gesundheitssystem hat und die Möglichkeit Veränderungen legal vorzunehmen und effektiv zu sein, indem sie in der Regierung dienen. Und wenn ihr mir sagt, was sie wollen, dann sagt ihr mir, dass ihr wisst, dass es das ist, was für sie am besten ist. Das ist die beste Alternative für die, die da draußen auf sie warten. Es ist auf jeden Fall die Alternative, die John Kerry gerade entwarf.

Ihr sagt mir, was sie wollen, was sie bevorzugen … Oder zumindest, dass ihr, die ihr da drüben in Massachusetts und Kalifornien (und Herzliya) sitzt, wisst, was sie wollen SOLLTEN. Was für sie am besten ist. Ihr nehmt eure westlichen Ideale und Annahmen und Wahlmöglichkeiten und verhängt sie über Menschen hier, ohne dass ihr tatsächlich das Volk, die Geschichte begreift. Ihr schluckt politische Rhetorik über eine Gruppe Menschen – über sie und über mich. Und das ist euer Vorurteil – euer Rassismus.

Annexion würde den Streit um umstrittene Gebiete beenden. Sie würde denen, die in den als „post-1967-Linien“ bekannten Gebieten leben, volle Rechte geben. Sie würde Juden und Arabern erlauben Land zu kaufen und bauen, wo sie leben. Und zu streiten und einander zu widersprechen und zu WÄHLEN. Und das System im Lauf der Zeit zu verbessern. Mit echter Demokratie. Sie würde Frauen erlauben Ärzte zu werden und Rechtsanwälte und berühmte Nachrichtensprecher, wie die arabischen Vorbilder, die Israel bereits hat! Sie würde Israel erlauben alle Terroristen rauszuwerfen und zu deportieren. Gleiche Gelegenheit die Bösewichter auszuweisen. Denn ich glaube, dass nicht terroristische Palästinenser nicht unter Terroristen leben wollen oder von Terroristen regiert werden oder Terroristen beschützen müssen. Oder von der Welt wegen dieser Terroristen abgestempelt zu werden. Ich denke über sie besser als so. Ihr auch?

Annexion würde, ja, „meine jüdische demografische „verdünnen“. Aber das macht mir keine Sorge und es macht mir keine Angst. Ihr habt einfach angenommen, dass es das tun würde – wegen eurer rassistischen Vorurteile gegen mich. Ich würde lieber Menschen aller Religionen auf der einen Insel der Demokratie, Freiheit und Hoffnung leben sehen, die inmitten einer geistesgestörten Welt der Gewalt, des Todes, der Klitorisbeschneidung, Kinderbräute und viel Schlimmerem existiert, die der Nahe Osten heute ist, statt die Palästinenser den Händen von Gangsterführern zu übergeben, die sie weder mögen noch respektieren, vor denen sie nur Angst haben und denen sie einfach gehorchen müssen. Was das ist, was diejenigen, die nicht damit gesegnet sind in „Kern“-Israel zu leben, heutzutage erleiden müssen.

Die im Gazastreifen lebenden Palästinenser werden im Hass erzogen. Sie haben Raketen in ihren Kindergärten und Kinderzimmern. Mädchen und Frauen können verprügelt werden, wie im größten Teil des Nahen Ostens, aufgrund der vorherrschenden Kultur und Führung. Währen ihr durchaus bereit zu sein scheint mit einer „Zweistaatenlösung“ einen offiziellen zu schaffen, in dem das das ist, wo die Latte angesetzt wird, habe ich keinen so geringen Respekt für palästinensisches Leben. Was kleine palästinensische Mädchen angeht, so will ich Besseres für sie. Israel kann ihnen Besseres geben – weil Israel es für viele bereits tut.

Ich denke, sie verdienen ein so reiches und wunderbares Leben, wie ich es zu haben gesegnet bin. Und Israel ist der einzige Ort im Nahen Osten, der ihnen das geben kann. Ihr wollt ihnen den Gazastreifen geben? Wie wäre es mit Aleppo? Oder Saudi-Arabien, wo Frauen nicht Auto fahren dürfen und wo im Fernsehen Lehrstunden dazu gegebenw erden, wie man Makeup nutzt, um die Spuren von Prügel abzudecken? Das, glaubt ihr, ist alles, was sie wert sind?

Wenn ihr so sehr für eine Realität kämpft, in der das das Beste ist, was sie bekommen können, dann werft einen Blick in den Spiegel, denn bin sicher nicht ich rassistisch. Ihr seid es.

Kurioses und Verblüffendes

übermittelt von honestly-concerned.com:

Schild an einem Geschäft in Philadelphia (Pennsylvania, USA):

„Wir würden lieber mit 1000 arabischen Terroristen Geschäfte machen, als mit einem einzigen Juden“

Dieses Schild war auffällig im Fenster des Ladens in Philadelphia angebracht. Die meisten Leute würden wegen eines solch aufheztenden Satzes empört sein. Man sollte glauben, dass die Anti-Hass-Gruppierungen aus dem ganzen Land auf dieses Geschäft losgehen würden. Die Nationalgarde müsste vielleicht gerufen werden, um die verärgerten Menschenmengen zurückzuhalten. Aber vielleicht liegt es an den stressigen Zeiten, man könnte versucht sein, die Übeltäter einfach ihre Meinung sagen zu lassen. Wir sind eine Gesellschaft, die die „Meinungsfreiheit“ als vielleicht unsere größte Freiheit betrachtet. Immerhin, das ist ja nur ein Schild.

Sie könnten versucht sein zu fragen, welches Geschäft es wagt, solch ein Schild aufzuhängen.

Goldbergs Beerdigungsinstitut
(Wer hätte gedacht, dass Leichenbestatter Humor haben?)

 

Zwei Geschichten (Übermittelt von Arutz-7, 03.02.2003):

Elitzur Segal aus Ofrah, Mitglied von „Jewish Leadership“, erzählt die folgende Geschichte:

Kurz vor dem Tod von Faisal Husseini (im Mai 2001), der von Arafat zum Verantwortlichen für Jerusalem-Angelegenheiten ernannt worden war, führten dieser und der Gründer von „Jewish Leadership“, Mosche Feiglin, eine Diskussion im Tzavta-Club in Jerusalem. Die Diskussion fand unter der Schirmherrschaft einer linken Organisation statt und war von Auslands-Reportern besucht. Der Moderator wollte, dass sich Feiglin und Husseini die Hände schütteln, aber Feiglin lehnte das ab und sagte, er schüttle Leuten nicht die Hand, die ihn vernichten wollten. „Das kostete Feiglin natürlich einige Punkte bei der linken Zuschauerschaft“, berichtet Segal.

Als Feiglin an der Reihe war, zog er einen Koran heraus und fragte Husseini: „Ist das Ihr heiliges Buch?“ Als Husseini bestätigte, zog Feiglin ein Tanach (eine Bibel) und sagte: „Und Sie stimmen mit zu, dass dies mein heiliges Buch ist, nicht wahr?“ Nachdem auch hierzu Zustimmung kam, sagte Feiglin: „In meinem heiligen Buch wird Jerusalem hunderte Male namentlich erwähnt, außerdem gibt es hunderte anderer Bezugnahmen“, und führte mehrere Beispiel-Verse an. Nachdem hierüber auch Einigkeit herrschte, sagte Feiglin: „Jetzt zeigen Sie mir eine Stelle, wo Jerusalem in Ihrem heiligen Buch erwähnt wird!“ Hussein „verschluckte fast seine Zunge“, berichtet Segal. Und nach einigen unangenehmen Sekunden der Stille brach eine Welle des Applauses durch den Raum.

„Obwohl klar war, dass die Diskussion jetzt vorbei war“, schloss Segal seine Geschichte, „stellte der Moderator ein oder zwei weitere Fragen, um den Eindruck abzuschwächen, aber es war klar, dass Mosche mit einem totalen K.O. gewonnen hatte. Einige Tage später brach Husseini zum Persischen Golf auf, wo er an einem Herzinfarkt starb.“
Elitzur Segal berichtet diese Geschichte:
Als eine Straße zur Sicherheit für die Gemeinde Ofrah geebnet wurde, traf Amram, einer der Einwohner, einen Araber, der in der Nähe wohnte. Der Araber fragte ihn: „Wer hat euch erlaubt diese Straße zu bauen?“
Amram: „Sag du es mir.“
Araber: „Arafat?“
Amram: „Nein.“
Araber: „Wer dann?“
Amram: „Frag deinen Vater, was im Koran dazu gesagt wird!“

Nach einigen Tagen trafen sie sich wieder. Amram sagte: „Nun, hast du deinen Vater gefragt, was der Koran sagt?“

Der Araber sagte: „Mein Vater kennt den Koran nicht, also befragte ich den weisen Mann des Dorfes. Er sagte, dass die Juden im Recht seien und dass der Koran sagt, dass die Juden in das Land Israel kommen werden und es ihres sein wird. Ich frage den Weisen dann: ‚Wenn das so ist, warum führen wir dann Krieg?‘ Und er sagte mir: ‚Die Juden werden tatsächlich in das Land Israel zurückkehren und es wird ihnen gehören, aber unsere Aufgabe ist es, ihnen in die Quere zu kommen.’“

Die Auswahl der antisemitischsten Vorfälle 2016

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Es ist zur Tradition geworden, dass das Simon Wiesenthal Center am Jahresende eine Auswahl der wichtigsten antisemitischen Vorfälle veröffentlicht. Als die Liste 2010 erstmals erstellt wurde¸ war sie zwei Seiten lang.[1] Bis letztes Jahr hatte sie sich auf sechs Seiten verdreifacht.[2] Was 2016 angeht, gibt es zwei neue Aspekte. Der erste ist die breite Anerkennung einer Antisemitismus-Definition, die seit Mai gültig ist, nämlich die der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA).[3] Ihre Annahme erforderte die Zustimmung aller 31 demokratischen Mitgliedsstaaten.

Der zweite Aspekt ist, dass der vielleicht größte antisemitische Vorfall dieses Jahres Juden nicht einmal erwähnte. Durch dieses Fehlen wurde er extrem antisemitisch. 2016 nahm die UNESCO eine Resolution an, die den Tempelberg ausschließlich als Al-Haram Al-Sharif/Al-Aqsa-Moschee bezeichnet.[4] Damit schnitt sie Juden und Christen von der Bedeutung Jerusalems für ihre Religionen ab.

Dieses Jahr wird es für die Führungskräfte des SWC schwierig sein ihre Arbeit zu tun, denn es gab eine Vielzahl wichitger antisemitischer Vorfälle, aus denen sie aussuchen können. Ein paar Vorschläge könnten hilfreich sein. Die Black Lives Matter-Koalition (BLM) sollte weit oben auf der Liste stehen. Ihr Programm behauptet fälschlich, Israel sei ein „Apartheidstaat“, der Völkermord an den Palästinensern begeht.[5]

Ein weiterer Spitzenkandidat für die SWC-Liste ist Jeremy Corbyn, der linksextreme Parteichef der Britischen Labour Party. Unter seiner Führung hat der Antisemitismus sich in der Partei enorm ausgeweitet. Corbyn hat Hamas und Hisbollah als seine Freunde bezeichnet und es so viele Monate lang abgelehnt sich von dieser Äußerung zu distanzieren,[6] dass dies, nachdem er es schließlich machte, bedeutungslos geworden war.

Corbyn ernannte als seinen strategischen Berater Seumas Milne,[7] der ein Fürsprecher der Hamas ist.[8] Er gab zudem Kenneth Livingstone, dem berüchtigten Produzenten antisemitischer Verleumdungen, eine wichtige Position in der Partei.[9] Letzerer wurde später wegen antisemitischer Äußerungen suspendiert. Er sagte, Hitler habe den Zionismus unterstützt.[10] Als der wiet verbreitete Antisemitismus in der Partei offenbar wurde, wählte er eine ungeeignete Untersucherin zur Ermittlung des Sachverhalts, die einen höchst unprofessionellen Bericht erstellte.[11]

Corbyns Tun passt aber nicht in die IHRA-Definition. Das zeigt, dass diese in Bezug auf antiisraelischen Antisemitismus viel zu kurz greift und durch eine detailliertere Definition dieser Art des Antisemitismus ergänzt werden sollte.[12]

Es gibt weitere Kandidaten aus Großbritannien. Eine ist Malia Bouattia, die Präsidentin der National Union of Students (NUS). Der innenpolitische Ausschuss des Unterhauses verurteilte, dass sie die Universität Birmingham als „zionistischen Außenposten“ bezeichnete. Der Ausschuss sagte zudem, dass die National Union of Students es versäumt hat eine zunehmende Kultur des Antisemitismus an den Universitäten ernst zu nehmen.[13]

Das SWC wird auch zu entscheiden haben, ob man auf ihrer Liste wieder Menschen anführen will, die regelmäßig antisemitische Verleumdungen produzieren. Dazu gehört Baroness Tonge. Dieses Jahr hat sie gesagt, Israels Umgang mit den Palästinensern sei eine wichtige Ursache für das Aufkommen des Jihadismus und des islamischen Staates;[14] sie war Gastgeberin einer Veranstaltung im Oberhaus, bei der Juden für den Holocaust verantwortlich gemacht wurden und die britische Regierung die Aufforderung bekam sich für die Balfour-Erklärung von 1917 zu entschuldigen.[15]

Die muslimische Welt ist ein Hauptlieferant antisemitischer Wiederholungstäter. Einer davon ist der türkische Präsident Tayyip Recep Erdoğan. Eine Erklärung von 2016, die ihn qualifiziert, lautet gemäß einer Übersetzung von AFP: „Ich akzeptiere nicht, was Hitler machte und ich akzeptiere auch nicht, was Israel getan hat. Wenn es darum geht, dass so viele Menschen sterben, ist es nicht angemessen zu fragen, wer barbarischer war.“[16]

Angesichts des ungarischen Antisemitismus sollte mindestens ein Kandidat aus diesem Land auf die Liste kommen. Vielleicht sollte es die ungarische Regierung sein, denn sie verlieh Zsolt Bayer, dem antisemitischen Kolumnisten der Magyar Hirlap und Publizisten der konservativen Partei Fidesz das Ritterkreuz des ungarischen Verdienstordens, die dritthöchste Auszeichnung, die die Regierung für Leistungen verleiht.[17]

Keine jährliche Liste antisemitischer Verleumdungen kann ohne Kandidaten aus den skandinavischen Brutstätten der Scheinheiligkeit und des Antisemitismus vollständig sein: Norwegen und Schweden. Die drittgrößte norwegische Stadt, Trondheim, ist jetzt im Rennen als Kandidat für Europas Hauptstadt der antiisraelischen Version des Antisemitismus, weil sie beschloss Produkte aus den Siedlungen zu boykottieren.[18]

Kreise des SWC informierten mich, dass die schwedische Außenministerin Margot Wallström nur knapp der Liste antisemitischer Vorfälle des letzten Jahres entging. Dieses Jahr sollte sie definitiv darauf erscheinen, denn sie forderte eine Untersuchung, ob Israel außergerichtlicher Tötungen von Palästinensern während der jüngsten Terrorwelle schuldig ist. Der Parteichef von Yesh Atid, Yair Lapid, bezeichnete sie während einer Kundgebung in Stockholm ausdrücklich als Antisemitin.[19]

BDS ist ebenfalls ein jedes Jahr wiederkehrendes antisemitisches Phänomen. Siebzig Juden schrieben einen Brief an die New York Book Review, mit dem sie einen gezielten Boykott aller Waren und Dienstleistungen ausschließlich aus allen israelischen Siedlungen und aller Investitionen dort forderten.[20] Wegen ihres zweierlei Maßes, das ein Kernelement des Antisemitismus ist, wären sie ein stellvertretender Kandidat für die BDS-Liste.

Die oben angeführte Auswahl könnte den Führungskräften des SWC helfen. Das Problem besteht darin, dass sie nur einen kleinen Anteil der vielen Kandidaten enthält, die ihnen die Unehre verleiht auf die Liste zu kommen.

[1] http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TTASS.PDF

[2] http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TT_2015.PDF

[3] http://www.holocaustremembrance.com/sites/default/files/press_release_document_antisemitism.pdf

[4] http://whc.unesco.org/archive/2016/whc16-40com-19-en.pdf

[5] http://www.jta.org/2016/08/09/news-opinion/united-states/author-of-black-lives-matter-position-on-israel-defends-genocide-claim

[6] https://www.theguardian.com/politics/2016/jul/04/jeremy-corbyn-says-he-regrets-calling-hamas-and-hezbollah-friends

[7] https://heplev.wordpress.com/2016/05/23/jeremy-corbyn-der-antisemiten-legitimiert/

[8] http://www.theguardian.com/commentisfree/2012/nov/20/palestinians-have-right-defend-themselves

[9] https://heplev.wordpress.com/2016/05/23/jeremy-corbyn-der-antisemiten-legitimiert/

[10] http://www.bbc.com/news/uk-politics-36160135

[11] https://heplev.wordpress.com/2016/07/18/die-hoechst-unprofessionelle-untersuchung-des-britischen-labour-antisemitismus/

[12] https://heplev.wordpress.com/2016/09/19/die-gerstenfeld-definition-fuer-antiisraelischen-antisemitismus/

[13] http://www.independent.co.uk/news/education/nus-president-malia-bouattia-anti-semitism-parliament-home-affairs-select-committee-israel-a7363591.html

[14] http://jewishnews.timesofisrael.com/baroness-tonge-shares-article-about-jewish-power/

[15] http://www.dailymail.co.uk/news/article-3878392/Israel-condemns-shameful-House-Lords-event-audience-applauded-claims-JEWS-responsible-Holocaust.html

[16] http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/erdogan-turkish-president-israel-hitler-more-barbarous-gaza-interview-palestinians-decide- holocaust-a7431311.html

[17] hungarianspectrum.org/2016/08/19/zsolt-bayer-the-purveyor-of-hate-in-his-own-words/

[18] https://heplev.wordpress.com/2016/12/12/trondheims-fortwaehrender-israel-hass/

[19] http://www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/WATCH-Pro-Israel-demonstrators-battle-anti-Zionism-at-Swedish-rally-466231

[20] http://www.nybooks.com/articles/2016/10/13/economic-boycott-israeli-settlements/

Mal vergleichen…

Idee aus Facebook:

Sind nicht die, die heute fordern, dass wir uns den Zugewanderten anpassen (Türkisch/Arabisch lernen, von ihrer Kultur vieles übenehmen), auch die, die sich darüber aufregen, dass die aus Europa gekommenen Amerikaner die einheimischen Amerikaner („Indianer“) besetzten, ihre Kultur nicht anerkannten, sich ihrer Kultur nicht anpassten, sie bekämpften? Und heute fordern sie, dass wir uns freiwillig in die Rolle der „Indianer“ begeben, damit die zugewanderten Muslime sich wohlfühlen und ausbreiten können?

usa-indianerland