Fragen an Herrn Maas

Außenminister Heiko Maas hat wieder getwittert:

Fragen:

1) Warum wird dann der Iran so hofiert und unterstützt, warum mit ihm Geschäfte gemacht? Die Islamische Republik Iran ist der am heftigste antisemitische Staat der Welt. Die Islamische Repbulik Iran wetteifert mit ein paar anderen Staaten um den Titel des schlimmsten Diskriminierers der Welt. Warum stimmte dann Deutschland in der UNO so oft mit dem Iran und seinen Zielen?

2) Warum wird der muslimische Antisemitismus – auch gerade derer, die massenhaft noch nicht so lange hier wohnen – meist unter den Teppich gekehrt und Leute, die davor warnen verteufelt?

 

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Internationaler Holocaust-Gedenktag

Es ist „internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords an den europäischen Juden“.

Jetzt ergehen sie sich wieder im Gedenken an die ermordeten Juden. Ganz besonders in Deutschland wird das „Nie wieder“ so herausgekramt wie immer auch am 9. November zum Kristallnacht-Gedenken. Deutschland hat die tollste Gedenkkultur der Welt. Wir können uns an die eigene Brust schlagen, wie niemand sonst. Und das tun wir in Deutschland mit Inbrunst.

Da gibt es Aktionen ohne Ende. In Leverkusen zum Beispiel putzten Gymnasiasten die „Stolpersteine“ – in einer Fußgängerzone. Was ist mit den anderen? Sollten die nicht auch sauber sein? Oder gelten sie nicht so viel, weil sie weiter abseits liegen? Nein, das war wohl „praktischer Geschichtsunterricht, denn die Aktion fand während der Unterrichtszeit statt.

In Regensburg gibt es eine Gedenkfeier der Stadt u.a. mit einem Kurzfilm von Schülern über das KZ Ravensbrück.

Die Grünen in Aachen haben eine Ausstellung zu bieten, die bis 1. Februar in einer Kirche zu sehen ist und am Sonntag mit einer Klezmer-Band eröffnet wird.

In Weimar war schon am Freitag offizielles Kranzniederlegen im KZ Buchenwalt unter Ausschluss der AfD, weil diese – angeblich – „antidemokratische, menschenrechtsfeindliche und geschichtsrevisionistische Positionen“ vertritt. (Nur der dritte Punkt trifft auf einzelne, sicherlich noch zu viele Mitglieder zu, nicht die Gesamtpartei. Aber hier wird wieder eine politische Suppe gekocht, das Gedenken einmal mehr instrumentalisiert. Es wird ausgegrenzt und verleumdet.)

In Frankfurt-Flörsheim steht die „Musik jüdischer Künstler der Weimarer Zeit … ganz im Fokus des Programms“, „deren Namen heute zu Unrecht oft völlig vergessen sind.“

Berlin gedenkt in einer „Erinnerungsstunde“ am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma; dazu ein „stilles Gedenken“ am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten. Am Gedenktag für die Ermordung der europäischen Juden werden die Mahnmale anderen Opfer in den Mittelpunkt gerückt.

Auf ZDF info liefen von der Nacht (!) von Freitag auf Samstag 14 Dokumentationen und Filme. Ganz gewichtig anscheinend 3 Folgen „Die Wahrheit über den Holocaust“ von 1.15 bis 3.30 Uhr.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland mahnte vor wachsender Geschichtsvergessenheit in Deutschland und Europa. „Das mangelnde historische Wissen und die fehlende Empathie mit den Opfern der Schoah führten zu Gleichgültigkeit, fürchtet Zentralratspräsident Josef Schuster. Der Holocaust-Gedenktag soll hiergegen ein deutliches Zeichen setzen.“

NRW-Ministerpräsident Laschet reist extra (auf Einladung der Union progressiver Juden) nach Auschwitz. Info dazu: Für Laschet und die Landesregierung seien das Mahnen und Erinnern an das Menschheitsverbrechen der Schoah sowie die Förderung der Erinnerungskultur und das entschlossene Eintreten gegen Antisemitismus zentrale Anliegen, hieß es weiter. Wie manifestiert sich dieses „entschlossene Eintreten gegen Antisemitismus“? Tut die Landesregierung das auch gelegentlich auch mal außerhalb des Neonazi-Antisemitismus? Da fehlen die handfesten Beispiele.

Für Wien gilt: „Aktive Gedenkpolitik bedeutet aber nicht nur die Beschäftigung mit der Vergangenheit, sie bedeutet sich den Ideologien der Ungleichheit in der Gegenwart entgegen zu stellen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen! Nachdem Zeitzeug_innen uns in den vergangenen Jahrzehnten unermüdlich erzählt haben, zu welchem unfassbaren Elend radikaler Nationalismus und rassistischer Wahn in Europa geführt haben, sehen wir in Europa heute erneut nationalistische und rassistische Bewegungen wiederentstehen oder bereits mit Macht ausgestattet”, so „Jetzt Zeichen setzen”. Deshalb wolle man wie jedes Jahr ein Zeichen am geschichtsträchtigen Heldenplatz setzen. Ah, ganz wichtig: Instrumentalisierung gegen „rechts“, aber der heutzutage am stärksten manifeste Antisemitismus wird ausgeklammert.

Es wird überall wieder hehre Worte geben und beschworen den Anfängen zu wehen – und dem werden wohl keine Taten folgen. Wenn der Regierende Bürgermeister von Berlin und amtierende Bundesratspräsident Müller wissen lässt: „Wir dürfen rassistischer und antisemitischer Hetze und Ausgrenzung keinen Raum geben. Wir können das Verbrennen von Flaggen des Staates Israel auf unseren Straßen nicht hinnehmen. Wir müssen verhindern, dass alte und neue Formen des Antisemitismus und Rassismus alltäglicher Begleiter werden“, dann sind das richtige Worte – die aber auch nur wieder hohl bleiben, weil sie keine Folgen haben. Das Verbrennen israelischer Flaggen anzuprangern ist schön und gut. Aber die Hetzpropaganda gegen Israel bleibt außen vor. Und dass es auch hier nur gegen „rechts“ geht, ist ohnehin selbstverständlich, denn: „Ausgrenzung, Hetze und Vorurteilen müssen wir Aufklärung und Wachsamkeit der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaates entgegenstellen“, gilt nicht für Antifa und muslimische Einstellungen.

Ähnlich Jean-Claude Juncker, der „nie gedacht hätte“, „dass ich es noch erleben würde, wie Juden in Europa Angst bekommen, ihren Glauben auszuüben. Es erfüllt mich mit Trauer, dass fast 40 Prozent von ihnen darüber nachdenken, Europa zu verlassen. In Europa ist Holocaustleugnung salonfähig. Während jeder dritte Europäer nach eigenen Angaben ’nur ein bisschen‘ über den Holocaust weiß, hat einer von zwanzig nie etwas davon gehört.“ Und die „Erinnerung am Leben erhalten“ sehen will. Ross und Reiter des aktuellen Antisemitismus nennt er nicht.

Es wird sich wie immer in viel Symbolismus ergangen. Konkrete Folgen? Fehlanzeige. Und schon gar kein Angehen der tatsächlichen Probleme und Problembereiter. Im Zweifelsfall werden eher eigener Hass und Vorurteile gepflegt, um politische Süppchen zu kochen.

Wunderbares Erinnern! Ganz toll! Wie jedes Jahr zweimal. Hinterher gehen wir wieder zum Alltag über. Ignorieren linken und islamischen Antisemitismus. Hetze gegen Israel. Beschimpfen nicht nur die AfD, um sie zu Antisemiten zu machen. Damit die wahren Antisemiten nicht bekämpft werden müssen, das wäre zu aufwändig und wohl auch noch gefährlich.

Wie war das noch? Je länger das Dritte Reich tot ist, desto stärker wird Hitler bekämpft? Wie passend. Nur keine neuen „Kriege“ führen. Den Tätern von heute ergeben wir uns lieber vorab. Bis wir gemerkt haben, dass es zu spät ist, sind wir da selbst schon ermordet worden. Weil ein Wunsch-Weltbild wichtiger ist als die Realität. Weil ideologisierte Verbohrtheit mehr zählt als nüchterne Bestandsaufnahmen. Weil aus der Vergangenheit zu lernen mühsam und es viel leichter ist, sich erneut dumm und blind zu verhalten. Weil „wehret den Anfängen“ so schön klingt, wenn man es gegen unliebsame Menschen und Gruppen anwendet, die gerade unbequem sind – und man es gegenüber denen längst verpasst hat, die die tatsächlichen Gefahrenherde stellen: Islamistischen Predigern, die Hass verbreiten und Judenfeindschaft einimpfen; Verbänden, die vor allem eins können: Beleidigtsein in die Welt zu trompeten und die Täter in den eigenen Reihen schützen und reinwaschen sowie die Schuld auf Opfer schieben. Oder als Regierung auch gegenüber Regimen, die Völkermord an Juden propagieren, imperialistischen Terror nicht nur in der eigenen Region verbreiten – aber mit denen man unbedingt Geschäfte machen muss, sie hofiert und „kritischen Dialog“ führt, der seit 40 Jahren einmal nicht ansatzweise das gebracht hat, was er bringen soll, sondern genau das Gegenteil.

Der Hass, der Antisemitismus, Gewalttaten kommen heute in unserer Gesellschaft zu enorm großen Teilen aus den Reihen der Muslime; in der Weltpolitik von radikal-muslimischen Staaten. Die Ursachen dafür zu bekämpfen geht nicht. Das ist „islamophob“, wird als ausgrenzend und rassistisch gebrandmarkt. Warum? Weil das ideologische Bild stimmen muss. Und wenn die Juden da nicht reinpassen, weil es Israel gibt, dann ist dieser Antisemitismus eben auch in Ordnung.

Auf diese Art von Gedenken verzichte ich lieber. Mir sind dazu die hasserfüllten Gesichter mit dem Gebrüll der „Gegendemonstranten“ zu sehr präsent, denen ich bei Kundgebungen begegnete, die tatsächlich gegen Antisemitismus stattfanden. Von „Gegendemonstranten“, die denen angehörten, die heute als Vorbilder zur Bekämpfung von Rassismus und Ausgrenzung da stehen.

Vorweihnachtliche ZDF-Lügenpropagandashow am 23. Dezember 2018

Arye Sharuz Shalicar, Facebook, 23. Dezember 2018 [Anmerkungen in Klammern, kursiv gestellt, von mir]

Der ZDF -Jahresrückblick aus Israel ist an Unprofessionalität kaum zu überbieten.
In 7 Punkten kurz erklärt:

1. Mit keinem Wort werden Hunderte Rakete erwähnt, die von der Terrororganisation Hamas im Laufe des Jahres aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert wurden und teilweise Häuser trafen und zerstörten. Auch Dutzende Quadratkilometer an verbrannter Erde auf israelischer Seite wegen Terrordrachen und Ballons aus Gaza haben keinen Platz gefunden in dieser “Analyse”.

2. Die auf mehreren internationalen Terrorlisten geführte Hamas wird als “palästinensische Organisation” relativiert/nett geredet. Nicht einmal, dass es sich hierbei um Radikalislamisten handelt spielt eine Rolle. Man möge sich vorstellen ein deutscher Sender würde eine ähnliche Herangehensweise bei ISIS haben. Unvorstellbar.

3. Der Gazastreifen wird brutal von den Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad regiert. Zu behaupten, dass “zivilgesellschaftliche Organisationen” zu Demonstrationen aufgerufen hätten und die Hamas dann irgendwann später auf den rollenden Zug aufgesprungen sei, ist an Naivität oder Realitätserfindung kaum zu überbieten. [Ist aber gewollt, um Israel zu verleumden.]

4. Mit keinem Wort werden die 4 Hisbollah-Terrortunnel erwähnt, die aus dem Libanon nach Israel hineingebuddelt worden sind, mit dem Ziel Terrorkommandos nach Israel hineinzuschmuggeln, um laut Nasrallah den “Galil [Galiläa] zu erobern”.

5. Das Wort “Iran” kommt nicht ein einziges Mal vor. Auch nicht Russland, Syrien, Revolutionsgarden, Quds-Brigaden, Hisbollah, ISIS oder schiitische Söldner. Dafür aber die USA, Ungarns Orban und die Saudis. Entweder alle oder keinen. Nur die eine Seite schlecht reden, alle anderen aber komplett rauslassen ist ein unvollständiges Bild liefern und das sollte nicht das ZDF-Niveau sein. [Ist es aber leider – schon lange!]

6. Die ermordeten Juden vom Terroranschlag im Industriegebiet Barkan am 7.10.2018, Kim Levengrond und Ziv Hagbi, WAREN WEDER SIEDLER NOCH SOLDATEN! Es ist eine absolute Frechheit palästinensischen Terror zu relativieren, indem alle Juden als Siedler und Soldaten “deligitimiert”werden.

7. Es war ein relativ friedliches Jahr für israelische Verhältnisse, ohne lang andauernde Kriegssituationen und das, obwohl um Israel herum Tausende Muslime und nicht-Muslime dieses Jahr von Muslimen abgeschlachtet, gefoltert und vergewaltigt wurden.
Durch den Abzug der Amerikaner aus Syrien, der verzweifelten Lage der Hamas in Gaza und der bloßgestellten Hisbollah, die eine ihrer wichtigsten strategischen Waffen (Tunnel nach Israel) verloren hat, besteht eine relativ große Chance, dass 2019 kein besseres Jahr wird. Und man sollte nicht ausblenden, dass 2019 Wahljahr ist in Israel…

Dieser Bericht spiegelt eine verdrehte Realität wieder, relativiert Terror und Terrororganisationen, lässt zentrale Fakten und Spieler komplett aus und bezeichnet ermordete Juden als Siedler und Soldaten, das alles mit nur einem Ziel: dem deutschen Zuschauer am Vorweihnachtsabend die bösen, bösen, bösen Juden zu liefern.

Euer Arye

[Das ZDF ist das Paradebeispiel für die Nahost-Berichterstattung der deutschen Medienlandschaft – lückenhaft bis zum Geht-nicht-mehr, um eine einseitige Darstellung zu erzielen, die auch noch als Qualitätsjournalismus verkauft wird. Das ist seit inzwischen Jahrzehnten zu beobachten; wer die Augen aufmacht, kennt es nicht (mehr) anders. Diese Leute sollten ganz heftig den Mund halten, wenn ihnen „Lückenpresse“ bis „Lügenpresse“ vorgehalten wird, denn das sind äußerst exakte Beschreibungen dessen, was hier journalistisch geschieht!]

Antizionismus – ist antisemitisch

Peter Fox auf auf twitter, 6. Juli 2018

Ich sehe etwas Geplappere, ob Antizionismus Antisemitismus ist.

Ist er. Hier die Gründe:

1/ Antizionisten werden behauptet, dass sie lediglich Kritiker israelischer Politik sind und wie diese die Palästinenser beeinträchtigt. Allerdings ist Antizionismus per Definition Gegnerschaft gegen den Staat Israel und sein Recht als Staat mit jüdischem Charakter zu existieren.

2/ Wenn es für dich in Ordnung ist, dass Palästina ein muslimischer Staat ist, aber nicht, dass Israel ein jüdischer Staat ist, dann erhebst du Antisemitismus zum politischen Diskurs.

3/ Gegen das Existenzrecht eines Staates zu sein ist etwas, das du zu anderen Länder nicht hörst, nicht einmal zu den verabscheuungswürdigsten. Niemand sagt jemals, er sei Anti-Nordkorea oder Anti-Iran. So unterirdisch diese Staaten auch geworden sind, die meisten hoffen auf Reformen, nicht auf ihre Vernichtung.

4/ Das soll nicht heißen, dass alle Antizionisten Antisemiten sind, aber alle Antizionisten betreiben eine Form von Borniertheit, die sich gegen Juden richtet, ob sie das nun wissen oder nicht.

5/ Wenn deine Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit das einzige jüdische Land der Welt von der Landkarte wischt, dann gibst du die Worte des iranischen Regimes wieder. Sieht nicht gut aus.

6/ Legitime Kritik an der Regierung Israels ist absolut akzeptabel. Antizionistische Opposition zur Existenz Israel ist es nicht.

7/ Wenn ein Schwuler sagt, etwas sei homophob, hören wir hin. Wenn ein Schwarzer sagt, etwas sei rassistisch, hören wir hin. Wenn eine Frau sagt, etwas sei sexistisch, hören wir hin. Wenn eine jüdische Person sagt, etwas sei antisemitisch, dann solltest du auch hinhören.

8/ Antisemitismus ist die einzige Form der Bigotterie, die nicht ernst genommen wird, außer sie nimmt das extremste Ausmaß an.

9/ „Aber nicht alle Juden sind Zionisten.“ – Jawoll, und nicht alle Frauen waren Sufragetten. Eine kleine Minderheit an Gegner macht die überwiegende Ansicht einer marginalisierten Gruppe nicht ungültig. Jede Bewegung hat ihre Außenseiter und jüdische Antizionisten sind da keine Ausnahme.

10/ Jüdischer Antizionismus ist so alt wie der Zionismus selbst, aber das macht ihn für das Weltjudentum nicht weniger destruktiv.

11/ Es gibt nichts Progressives an dem Versuch das jüdische Recht auf Selbstbestimmung zu beenden. Wenn du an Gleichberechtigung für die Palästinenser glaubst, dann sollte dein Herz auch die Gleichberechtigung für die Israelis zu schätzen wissen.

12/ Der Zionismus ist perfekt vereinbar mit Solidarität für Palästinenser und für mich spiegelt mein Zionismus meine progressiven Werte, zu denen palästinensische Eigenstaatlichkeit gehört. Frieden benötigt gegenseitige Verantwortung; und wenn alle Schuld auf Israel geschoben wird, dann ist das inhärent parteiisch.

13/ Der Zionismus und die Geschichte Israels und Palästinas sind ein vielschichtiges Thema, also gibt es selten eine eindeutige Antwort, die für beide Seiten gleich sind. Von Respekt und Empathie auszugehen ist immer ein guter Anfang.

14/ Nationen und ihr Trauma kategorisch abzulehnen verleiht dem Diskurs keinen Wert. Wenn du dich um die Fragen sorgst, die Israel und Palästina betreffen und nach einer fairen Lösung suchst, dann wäre es gut damit anzufangen Fragen zu stellen und weniger Urteile zu fällen.

Der hohe Preis der israelischen Großzügigkeit

Keine gute Tat für die Palästinensern bleibt ungestraft

Mordechai Nisan, FrontPage, 5. April 2018

Obwohl eine sture Israelis nicht zustimmen werden: Israel ist tatsächlich vorzuwerfen, dass es keinen Frieden mit den Palästinensern gibt. Das soll nicht heißen, dass Israel auch am Krieg mit den Palästinensern schuld ist, obwohl Leute das irrtümlicherweise glauben könnten, bedenkt man die jüngsten toten 18 Palästinenser im Gazastreifen, die eine pseudo-zivile Invasion israelischen Territoriums am 30. März betrieben.

Die wahre Geschichte ist klar, wird aber im Allgemeinen von den Fake News-Medien falsch oder unterberichtet: Israels sträflichen Zugeständnisse, zahllose Gesten des guten Willens und weitreichende Hilfe, die seit der Oslo-Vereinbarung von 1993 Frieden mit den Palästinenser bringen sollten, aber allesamt gescheitert sind. Israel zog im Geist des „Land für Frieden“ aus dem gesamten Gazastreifen und Teilen von Judäa und Samaria ab. Angesichts der Palästinenser mit ihren Batterien an Terroristen und Steine werfenden Jugendlichen, Messerstechern und Brandstiftern, Nahrungsvergiftern und Fanatikern, die ihre Fahrzeuge in Soldaten und Fußgänger rammen, hat Israel oft unangemessene Nachsicht gezeigt, wo eiserne Bestimmtheit erwartet und gerechtfertigt gewesen wäre.

Israels selbstgefällige Großzügigkeit hat palästinensischen Feinden des Zionismus qualitativ hochwertige medizinische Behandlung in Krankenhäusern geboten, verurteilten und inhaftierten arabischen Terroristen akademische Studienabschlüsse ermöglicht und Gaza und Strom in den Gazastreifen und seinem Feind Hamas geliefert. Und die Gerichte – nun, Israels oberster Gerichtshof – ist ständig in Alarmbereitschaft jegliche Regierungsinitiative zu blockieren, mit dem die Sicherheitswand auf leeren Feldern neben arabischen Dörfern gebaut werden soll;  Bestrafungs- und Abschreckungsentscheidungen zur Zerstörung der Häuser von Terroristen werden aufgehoben.

In kulturellen Begriffen des Nahen Ostens haben wir eine Erklärung für den unaufhörlichen Konflikt aufgedeckt. Wir müssen darüber offen reden, frei von politisch korrekter Gedankenkontrolle und Mantras des Edward Said.

DESORIENTIERTE ARABER

Sommerpause

Dieser Blog geht jetzt erstmals in die Sommerpause, leider schon 2 Tage früher als geplant. Es gibt noch ein paar vorbereitete Texte, Fotos und Poster, die in den nächsten Tagen automatisch veröffentlicht werden. Aber Kommentare werden nicht freigeschaltet.

Ende August sollte dann wieder alles seinen normalen Gang gehen.

Sie sagen, sie lieben das Land

Die Juden sagen es. Die palästinensischen Araber sage es. Sie bestehen darauf, beide. Vehement. Und sie kämpfen darum. Es sei ihre angestammte Heimat, seit „ewigen Zeiten“. Es ist ihr „Baby“, um das sie sich kümmern.

So weit, so gleich. Oder ähnlich. Die Unterschiede hören nämlich damit schon auf. Wie die beiden Gruppen – vielleicht sogar Völker, auch wenn das eine nur erfunden ist – mit dem Land umgehen, sagt jedoch eine Menge darüber aus, wie sie wirklich über ihr Land denken.

Es gibt eine Geschichte, die veranschaulicht, wie wir mit der Behauptung umgehen und sie einordnen können, dass sie das Land lieben. Sie steht in der Bibel (1. Könige 3):

Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König.
Die eine sagte: Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren.
Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort.
Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt.
Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite.
Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.
Da rief die andere Frau: Nein, mein Kind lebt und dein Kind ist tot. Doch die erste entgegnete: Nein, dein Kind ist tot und mein Kind lebt. So stritten sie vor dem König.
Da begann der König: Diese sagt: Mein Kind lebt und dein Kind ist tot! und jene sagt: Nein, dein Kind ist tot und mein Kind lebt.
Und der König fuhr fort: Holt mir ein Schwert! Man brachte es vor den König.
Nun entschied er: Schneidet das lebende Kind entzwei und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!
Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König – es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind und tötet es nicht! Doch die andere rief: Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!
Da befahl der König: Gebt jener das lebende Kind und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.

Salomo hatte von Gott Weisheit erbeten und bekommen. So fand er heraus, wer die wahre Mutter des Kindes war. Es war die Frau, die ihr Kind lieber weggab, als es tot zu sehen.

Übertragen wir das auf das Land Israel.

Auf der einen Seite haben wir die Juden, die seit rund 140 Jahren in großer Zahl wieder in das Land zurückkehren, das in biblischen Zeiten schon das ihre war. Sie gehen sehr sorgsam damit um. Sie kultivieren es, haben Sümpfe trocken gelegt, die Wüste ergrünen lassen, Wälder gepflanzt und setzen das immer weiter fort. Wohin sie in diesem Land gingen um sich niederzulassen, war es anfangs öde und praktisch unbrauchbar; sie bekamen Land verkauft, das als wertlos galt. Mit viel Geduld haben sie es urbar gemacht, so dass heute darauf Landwirtschaft betrieben werden kann. In urbanen Bereichen und auf dem „platten Land“ haben sie Industrie- und inzwischen Hightech-Betriebe angesiedelt, um den Menschen ein Auskommen zu schaffen. Das ganze Land wird entwickelt und bildet die Lebensgrundlage für seine Einwohner.

Die israelischen Technologien, gerade die landwirtschaftlichen, werden geteilt, anderen – gerade auch palästinensischen Arabern – weiter gegeben, damit auch die das Land bearbeiten können. Israel holt Bauern aus dem Gazastreifen sowie aus Judäa und Samaria und lehrt sie Agrartechniken, richtet Messen aus, damit sie ihre Produkte auch international vermarkten können. Macht das jemand, der das Land nicht liebt?

Wie gehen die Araber, die sich Palästinenser nennen, mit dem Land um?

Die Juden im Gazastreifen hinterließen gut funktionierende Landwirtschaftsbetriebe. Die Araber konnten sie übernehmen und damit weiterarbeiten, Geld verdienen. Aber sie zerstörten alles, vernichteten mögliche Lebensgrundlage. Innerhalb weniger Tage waren teuer erbaute und ihnen zum Gebrauch hinterlassene Gewächshäuser, Felder und Erntemöglichkeiten vernichtet.

Tut man das mit dem Land, das man liebt?

Heute leben die Israelis im Umfeld des Gazastreifens in Angst um ihre Naturschutzgebiete, Felder, Wälder und Gewächshäuser, ganz abgesehen von ihren Wohnhäusern und Orten. Denn diese sind bedroht: Aus dem Gazastreifen werden Drachen und aus Kondomen hergestellte Ballons gestartet, die Brand- und Sprengsätze mit sich führen.

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Seit drei Monaten brennt es im Land um den Gazastreifen. Etwa 30.000 Morgen Land sind schon vernichtet, zu Asche gemacht worden; jede Menge Tiere sind dort verendet, Wälder und Ernten vernichtet. Am letzten Wochenende musste Israel 9 Feuerwehren und 4 Löschflugzeuge einsetzen, um nur einen dieser Brände zu löschen.

Tut man das mit dem Land, das man liebt?

Zu Beginn des sogenannten „Marsch der Rückkehr“ verbrannten Araber zehntausende Reifen an der Grenze – nicht zu ersten Mal, dass auf diese Weise die Umwelt verschmutzt und geschädigt wurde, aber in diesem Ausmaß war das vorher noch nicht der Fall. Bis heute werden weiter jede Menge Reifen verbrannt, die Schadstoffe ziehen in den Gazastreifen und nach Israel.

Tut man das mit dem Land, das man liebt?

Die Einstellung der arabischen Führer und ihrer Handlanger lautet: Wir wollen nicht, dass ihr das Land habt. Also vernichten wir es.

Sie verhalten sich so, wie die üble Frau vor Salomo, die nicht die Mutter des lebenden Kindes war. Damit ist klar, wer das Land liebt und wer sich um es sorgt, wer es hegt und pflegt – und wer das Land eben nicht liebt.

Wer das Land nicht liebt, wer seine Vernichtung nicht nur in Kauf nimmt, sondern aktiv betreibt, dem kann das Land nicht gehören.

Am Yisrael Chai!

(Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt eine Menge Araber, die lieber in Frieden mit den Israelis/Juden leben würden, auch und gerade im Gazastreifen. Aber die haben nichts zu sagen. Sie zählen leider nicht. Sie werden unterdrückt und müssen um ihr Leben bangen, wenn sie sich entsprechend äußern.)