Die historische Wahrheit verpesten

Dan Margalit, Israel HaYom, 25. August 2015

Der idiotischste Streit in der extremen Linken Israels gab es in den frühesten 1950-er Jahren: Statt zuzugeben, dass Joseph Stalins Sowjetunion von einer Bande Mörder regiert wurde, hatten Mitglieder der Partei Mapam (einer 1948 gegründeten marxistisch-zionistischen Partei) ausführlich darüber diskutiert, ob die Zusammensetzung aus Marxismus und Leninismus mit Bindestrich oder mit der Konjunktion „und“ geschrieben werden sollte.

Die hitzigen, bornierten Ideologen betonten, dass die Doktrinen von Karl Marx und Wladimier Lenin ein und dasselbe waren und keine trennbaren Lehren. Doch dann wurden die Schrecken des Gulags (sowjetische Zwangsarbeitslager) aufgedeckt und Alexander Solschenizyns Bücher wie „Ein Tag im Leben des Ivan Denissowitsch“ wurden veröffentlicht und die bittere Wahrheit wurde offengelegt – diese Halunken hatten Hunderte Millionen unschuldiger Opfer mit falscher Propaganda manipuliert.

Dieselbe Art von Absurdität ist in der neuesten Initiative des Van Leer Institute zu finden ein Symposium zur Veröffentlichung eines Buchs mit dem Titel „Der Holocaust und die Nakba: Erinnerung, nationale Identität und die jüdisch-arabische Partnerschaft“ zu veranstalten, das eine gemeinsame Überlegung zur Verbindung zwischen Holocaust und der Nakba „dem arabischen Begriff für die Dislokation palästinensischer Flüchtlinge während Israels Unabhängigkeitskriegs) anregt. Dieser Gedanke könnte möglicherweise Wurzeln schlagen, was der Himmel verhüten möge.

Nach Angaben der Nachrichtenseite NRG lehnte Professor Gavriel Motzkin, der Direktor des Instituts die Kritik am Symposium ab, indem der sich dumm stellte und sagte, das Institut setze den Holocaust nicht mit der Nakba gleich. Er fügte jedoch sofort den Traumafaktor als gemeinsamen Nenner beider Ereignisse hinzu, womit er sie unter ein gemeinsames verbales Dach zusammenfügte.

Es gibt keine zwei Worte um zu beschreiben, wie diese zwei Ereignisse noch unterschiedlicher sein könnten und jeder, der versucht sie mit einem „und“ oder einem Bindestrich zu vereinen, verpestet die historische Wahrheit.

Mit was kann das verglichen werden? Vor kurzem wurde ein Buch des britischen Autors Ben MacIntyre mit dem Titel „A Spy Among Friends“ (Ein Spion unter Freunden) veröffentlicht. Das Buch beschreibt in allen Einzelheiten die wahre Geschichte des Spions Kim Philby, der zum Leiter des britischen Spionageabwehrdienstes gegen Sowjetunion im Kalten Krieg aufstieg – während er heimlich als Doppelagent agierte und für den Feind in Moskau spionierte.

Philby wurde an der prestigeträchtigen Universität Cambridge von den Ideen des Kommunismus gefesselt und formte zusammen mit Donald Maclean, Guy Burgess und Anthony Blunt einen Spionagering, der Geheimnisse an die Sowjetunion verkaufte.

Was würde wohl Professor Motzkin sagen, wenn jemand ein Symposium mit dem Titel „Van Leer und Cambridges großer Verrat“ veranstalten würde? Dieser Jemand würde offensichtlich festhalten, dass beide Institutionen ausgezeichnete akademische Einrichtungen sind, aus denen gefeierte Forscher und Professoren hervorgegangen sind, aber auch ein paar verfaulte Äpfel. Und wie Motzki würden die Organisatoren ihr Symposium damit rechtfertigen zu sagen, dass sie keinesfalls behaupten, das Van Leer Institute sei eine Brutstätte für Verräter.

Auch wenn die Situation am Van Leer in keiner Weise der Atmosphäre der Spionage in Cambridge in den 1930-er Jahren ähnelt, könnte jemand den Vergleich ziehen, obwohl die beiden Fälle keinerlei Ähnlichkeiten miteinander haben.

Es muss ausdrücklich gesagt werden, dass es absolut keine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen gibt, aber das Wesen einer solch primitiven, unterschwelligen und oberflächlichen Propaganda besteht darin, dass sie die Idee in die Gemüter der Massen einpflanzt und damit zwei Ereignisse miteinander verbindet, die keine wirkliche Verbindung haben. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bevor das „und“ oder der Bindestrich auftauchen.

Es besteht keine Notwendigkeit einzuschreiten oder – Gott behüte – das Symposium des Van Leer Institute zu unterbinden, das es das Vorrecht der Organisatoren ist Schaden anzurichten.

Typisch deutsch – Schilder aufstellen und schon ist alles gut…

Vor ein paar Jahren sah ich einen amerikanischen Kabarettisten, der in Deutschland damals recht populär wurde. Er hatte ein deutsches Programm, weil er hier lebt und seine Themen von hier bezieht. Damals ging gerade mal wieder die Diskussion um Waffenbesitz und -verbote rum, weil in den USA ja so viel tödlich geschossen wird. Der gute Mann sinnierte darüber, wie man wohl in Deutschland mit der Situation umgehen würde, die im New Yorker Central Park herrschte: Drogendealer und jede Menge Schüsse. Seine „deutsche Lösung“: Hier würden sie ein Schild aufstellen – „Schusswaffen verboten“. Damit wäre die Sache für Deutschland geregelt und gut. (Oder auch nicht…)

Etwas Ähnliches ging mir jetzt durch den Kopf, als ich beim Gatestone Institute in den Notizen am Anfang des Artikels zur (illegalen) Masseneinwanderung nach Europa dies las:

In Deutschland, wo Schlepper inzwischen illegal Einreisende auf Autobahnen aussetzen, haben die Behörden reagiert – nicht, indem sie die Schlepper abfangen oder abschrecken, sondern indem sie neue Verkehrsschilder aufstellen, die die Autofahrer auf die Gefahr durch mögliche Fußgänger auf der Autobahn aufmerksam machen.

Das ist die deutsche Lösung. Schilder aufstellen, schon ist alles gut. Die allerdeutscheste der deutschen Lösungen wäre wohl den Autofahrern das schnelle Fahren zu verbieten oder an der Grenze ein Schild aufzustellen: Illegale Einwanderung verboten. Schon ist alles gut. Auch bei den Grünen (und Roten und …), die sich dann über den Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit aufregen können, die in Deutschland auch noch von Staats wegen herrscht.

Zweierlei Maß nach Antischwulen-Anschlag in Jerusalem

Nur der seltene israelische Verbrecher kommt in die Nachrichten

Jack Engelhard, Israel National News, 2. August 2015

Im Verlauf der letzten sechs Tage haben die Behörden auf 112 Anrufe jüdischer Zivilisten reagiert, dass sie von Arabern angegriffen wurden.

Woche um Woche werden Israelis belästigt, gesteinigt, mit Brandsätzen beworfen, überfahren, beschossen, mit Messern angegriffen … wofür es keine Schlagzeilen gibt.

Überhaupt keine Berichte. Nichts geschah. Es gibt nur Lärm, wenn alle paar Jahre mal ein einzelner Israelis ausrastet.

Gut, sagen wir, dass zwei Israelis ausrasteten, einer bei dem Anti-Schwulen-Messerangriff in Jerusalem, gefolgt von einem Brandanschlag im arabischen Dorf Duma; beide Verbrechen werden aktiv und hämisch „religiösen jüdischen Extremisten“ angelastet. Das Anhäufen beginnt auf der Stelle.

Der Jewish Daily Forward, bei dem Jane Eisner als Herausgeberin agiert, will, dass die gesamte „Siedler“-Bewegung bestraft wird. (Eisner glaubt, es sei ein Zeichen von „Reife“, wenn amerikanische Juden Israel im Stich lassen.) Andere fanatische linke Juden wollen, dass die religiösen Israels beseitigt werden. „Es muss etwas getan werden“, sagen sie.

Wegen zweier vereinzelte Anschläge.

In Israel stellen zwei oder drei abweichende Jude eine „Welle der Kriminalität“.

Die EU, die zu der über Europa hinwegfegende Vergewaltigungswelle schweigt, bei der muslimische Männer christliche englische Frauen in gigantischen Zahlen für sexuellen Zeitvertreib benutzen, reagierte rasch und bestand darauf, dass Israel „Null Toleranz“ für „Siedlergewalt“ zeigen müsse.

Danke für die Belehrung. Aber sagt das erstmal den Palästinenser, für die Gewalt gegen Israelis so unerträgliche Routine ist.

Die vermeitnlich von Israelis in den letzten Tagen begangenen kriminellen Taten sind die Ausnahme, niemals die Regel. Weil sie so unregelmäßig stattfinden, reisen die Bilder so schnell und die Schlagzeilen werden so fett geschrieben… und weshalb einmal alle Jubeljahre Israels Feinde jubeln und brüllen können: „Ich hab’s ja gesagt!“

Die New York Times und Ha’aretz waren von der Möglicheit begeistert über Israel als Nation der Intoleranz gegen Schwule herziehen zu können – nur weil EIN EINZIGER Mann durchdrehte.

Israels Gastfreundlichkeit gegenüber Schwulen wird selten erwähnt.

Es gibt keine Berichte über in der muslimischen Welt abgestochene Schwule, denn es gibt in der muslimischen Welt keine Schwulen – keine die noch am Leben sind.

In Amerika haben wir dieselbe sensationalisierte Berichterstattung, aber die richtet sich gegen die Polizei und es ist dasselbe Geschäft der Stereotypisierung. Im Verlauf der letzten acht Tage hat jeder Fernsehsender einen weiteren Schieß-Vorfall mit einem weißen Polizisten und einem schwarzen Opfer rauf und runter gespielt, diesmal aus Cincinnati. Das kommt nach Ferguson, Baltimore und New York, es waren also insgesamt vier Cops im Fadenkreuz ekstatischer Medien. Vier.

Nie erwaähnt werden die Millionen Cops, die ihre täglichen Stopps heldenhaft und ehrenhaft ohne Trara erledigen. Zu Cincinnati war das ein ziemlicher Medientaumel, die Leute sagen, es sei mehr Beweis für Polizeibrutalität gegen Schwarze.

Nein! Das beweist das Gegenteil. Wir sind schockiert von dem vorgeworfenen polizeilichen Fehlverhalten in Amerika, nicht weil es so regelmäßig ist, sondern weil es so selten ist. Wäre es die Regel, dann wäre es langweilig und würde so wenig berichtet wie die 38 Schießereien zwischen Schwarzen in Chicago gestern Abend.

Wir sind schockiert von kriminellen Taten, die von Israels begangen werden, weil sie untypisch sind.

Von Israelis fordern wir Perfektion. Genauso von Polizisten. Ein falscher Zug und es heißt: „Erwischt!“

In der Folge eines tödlichen Brandanschlags

This Onging War, 31. Juli 2015

Eine furchtbare Nachricht. Berichte über ein totes Baby, eine am Boden zerstörte Familie, Hinweise auf einen hämischen Angreifer und erste Zeichen der Rechtfertigung. Das ist ein Szenario, das wir von innen heraus miterlebt haben.

Es ist zwar noch zu früh, als dass jemand sicher sein kann, was geschehen ist, aber zwei Punkte stechen sofort heraus:

  • In all den Jahren (und diese Woche ist es genau 14 Jahre her) seit unsere Tochter ermordet wurde, haben nicht einen einzigen Eintrag – Artikel, Tweet oder Rede – auf Arabisch gefunden, der diesen Anschlag im Zentrum Jerusalems oder die Morde verurteilte. Wir sagen nicht, dass es keinen gegeben hat und wir erheben keinen Anspruch auf vollständiges Wissen. Aber wir suchen ständig danach (wie wir hier, hier und an weiteren Orten vermerkten) und haben sie nicht gefunden – und wir möchten diesbezüglich sehr gerne falsch liegen. Andererseits gibt es ein endloses Angebot des Gegenteils (leicht zu finden – es ist nicht notwendig sie hier wieder noch einmal einzustellen) in Kommentarspalten, auf Twitter und Facebook und YouTube.
  • Keine Gesellschaft ist frei von Menschen mit Herzen, nie, nirgends. Was eine von anderen unterscheidet, ist wie die Gesellschaft damit umgeht. Bezweifelt irgendjemand, dass eine Fahndung im Gang ist, es ein Gerichtsverfahren, eine Inhaftierung geben wird und Abscheu bei den Menschen auf unserer Seite geben wird?

Und einiges an Spekulation. Es ist (gelinde gesagt) unwahrscheinlich, dass, wer immer diese furchtbare Tat beging und am Ende zur Rechenschaft gezogen wird, als „Gefangener“ beschrieben wird, den die Polizei wegen seiner/ihrer „Widerstandsaktivität“ „entführte“. Oder dass von Demonstranten Poster hochgehalten werden, mit denen seine/ihre sofortige Freilassung gefordert wird. Was immer an selbstrechtfertigenden Argumenten durch den/die Täter heute oder später zum Ausdruck gebracht werden wird, wird von Israels mit Mainstream Verachtung beiseitegeschoben werden.

Insgesamt wissen wir, welcher der beiden Gesellschaften, der beiden Wertesystem, die hier Seite an Seite leben, zugerechnet werden wollen.

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Auf Facebook geht ein Bild von dem Messeranschlag rund, das den mörderischen Fanatiker in Aktion zeigt:

Anschlag2015-07.31Weitere gibt es z.B. hier.

Möge er nie wieder die Freiheit erleben.

Im Namen Allahs

Paula Stern, Israel National News, 2. Juli 2015 (übersetzt von Cora)

Dieser Artikel wurde zuerst vor zwei Tagen der Times of Israel angeboten. Etwas mehr als vier Stunden später antwortete diese mir, wie folgt:

to_editor sagte am 30. Juni 2015 um 1:51
Dieser Artikel wird nicht zur Veröffentlichung freigegeben, da er nicht den Richtlinien gegen Beleidigungen entspricht.

Zwei Tage später haben sie mir immer noch nicht gesagt, was sie genau beleidigend finden. Da sie den Artikel nicht drucken wollen, bitte ich euch, dass ihr ihn über Facebook, Twitter und eure Freunde verbreiten wollt.

Im Namen Allahs

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, bewarfen Palästinenser gestern einen Bus voller Kinder mit Steinen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, näherte sich eine Palästinenserin einer jungen israelischen Frau und stach ihr in den Hals. (Nach genauerer Bekanntgabe war die junge Frau 19 Jahre alt und trug Uniform, was zeigte, dass sie ihrem Land damit dient, dass sie heilige Stätten beschützt, die von den benachbarten Arabern mit Steinen, Molotowcocktails etc. angegriffen werden.)

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurden vier junge israelische Männer auf dem Heimweg von einem Fußballspiel angegriffen. Einer ringt um sein Leben, die anderen drei wurden ebenfalls verletzt, werden aber wieder genesen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurden Dutzende in Tunis und Jemen ermordet.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurde in Paris ein Mann geköpft und der Mörder machte ein Selfie mit dem Leichnam um seinen Stolz über die Tat zu zeigen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurde ein Krankenwagen angegriffen; der Fahrer überlebte nur knapp die 19 Schüsse, die auf, rund um und in das Gefährt geschossen wurden. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt kein Patient darin.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurde die Jeshiva meines Sohnes in Ramle allein in der letzten Woche drei Mal angegriffen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurden heute morgen Molotowcocktails in ein jüdisches Viertel in Jerusalem geworfen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, zeigen Muslime rund um die Welt weder Gnade noch Barmherzigkeit im heiligen Monat Ramadan.

Was mich aber wirklich wütend macht, sind zwei Dinge.

Erstens, dass niemand erstaunt ist. So ist das nun mal in jedem Ramadan, wird mir gesagt. Jeden Ramadan erkläre ich Neueinwanderern, die über den Anstieg der Angriffe schockiert sind, das ist halt Ramadan.

Das zweite ist, die absolute Ironie, dass der Papst genau in dem Monat, in dem er eilig einen palästinensischen Staat anzuerkennt, der gar nicht existiert, der keine Grenzen hat, der keine Verantwortlichkeit kennt, keine Wahlen – nichts!

Die Vereinten Nationen verurteilen eiligst Israel, wobei sie all die lebensrettenden Maßnahmen ignorieren, die wir im letzten Jahr während der Operation Fels in der Brandung ergriffen haben. Israel, das niemals damit gedroht hat, atomare Waffen einzusetzen, wird von der Regierung Obamas verraten indem sie mit dem Iran verhandelt und auf ein Abkommen drängt, das nur den Erhalt einer solchen Bombe sicherstellt … und mit deren Einsatz sie jetzt schon drohen, obwohl sie sie noch gar nicht haben.

Wir retteten Leben, indem wir die Bewohner des Gazastreifens mit Flugblättern, Durchsagen und Textnachrichten warnten. Indem sie all diese Maßnahmen ignorierten, legt der idiotische Bericht der UN-Menschenrechtskommission nahe, dass die Drohung der Hamas, Tel Aviv auszuradieren, genügend Warnung sei und es gereiche IHNEN zur Ehre, nicht uns.

Eine Flottille segelt an Ägypten vorbei, das den Schlüssel zu einer Seite Gazas hat und verlangt von Israel die Aufhebung der Blockade. Und auf dem Schiff: Kameras und Handys – das nennt man humanitäre Hilfe?

Ist es in einer Welt, die auf dem Kopf steht und mitunter irrsinnig ist, überhaupt verwunderlich, dass Muslime begeistert morden und glauben, damit den Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen zu ehren?

Doch heute morgen, immer noch zornig und verzweifelt über die Angriffe der letzten Nacht, dämmerte mir Erleuchtung. Es ist gar nicht so, wie wir immer dachten – dass uns die Welt hasst, als Israelis, als Juden. Der Anstieg der antisemitischen Angriffe in New Jersey auf 27%, in der gesamten USA auf 21%, auf 23% in den Niederlanden und die noch schlimmeren Zahlen aus den verschiedenen europäischen Ländern, werden eindeutig missverstanden.

Was ist passiert? Ich sah eine Facebooknachricht meines jüngsten, adoptierten, Sohnes, der gerade in Italien Urlaub macht. Er schrieb, dass er auf einem Konzert in einem „…scheiß alten Kolosseum in Verona“ gewesen war. „Die ätzendsten 2 ½ Stunden meines Lebens.“

Atzendsten 2 ½ Stunden … nun, mein Chaim liebt einiges … er liebt das Reisen, liebt gute Weine und Bier (genauso wie ich, auch wenn ich nicht so viel trinke) und er liebt Musik. Nicht die Art von Musik, die ich liebe, aber eben auch Musik. Also meint ätzend hier wohl gut. Also so, wie das schlecht schlecht hieß und zu gut wurde.

Der hebräische Satz „chaval al ha´sman“ meinte ursprünglich etwas, das reine Zeitverschwendung sei; jetzt bedeutet es, dass es toll, dass es seine Zeit wert war. Anscheinend ist der Höhepunkt einer Reise ein Konzert, das einen krank macht.

Also ist es nicht die Welt, die uns missversteht, sondern vielmehr unsere Interpretation ist falsch. Vielleicht bedeutet Barmherzigkeit nicht wirklich Erbarmen und Gnade nicht, dass man freundlich und nachgiebig ist.

Vielleicht lobt die UNO nicht die Hamas und vielleicht erkennt der Islam, dass ein Gott, der jene ehrt, die morden, köpfen, sprengen, schießen, erstechen und steinigen, nicht wirklich Gott sein kann.

Zuviel zum Nachdenken, wenn ich derart wütend bin. Ich ziehe es vor, Englisch so anzuwenden, wie es eigentlich gemeint ist. Gerade wenn ich müde und zornig bin.

Die UNO ist scheinheilig und voreingenommen. Allah ist weder gnädig noch barmherzig. Einer Frau in den Hals zu stechen ist barbarisch, einen Mann zu köpfen ist Terrorismus. Auf einen Krankenwagen zu schießen ist grausam und auf vier junge Männer zu schießen ist feige und kriminell.

Und hoffentlich war das Konzert überwältigend!

Für eure Gebete: Die Namen der Verwundeten lauten:

  • Chananya ben Shula
  • Shai ben Nili
  • Yair ben Shoshana

Und bitte, G´tt, schick Trost und Liebe an die Familie von Malachi Moshe ben Eliezer, der ermordet wurde. Er ist nun ein Engel und sein Name ist auf ewig eingeschrieben. Möge er über seine Familie und Israel wachen.

G´tt, bitte wache über sie, heile sie und tröste jene Familien, die an der Seite ihrer Söhne sitzen. Möge diesen jungen Männern eine rasche und vollständige Heilung gegeben werden und mögen jene, die all jene, oben aufgezählten, Angriffe ausführten, rasch und vollständig vor den höchsten aller Richter gebracht werden.

Möge der G´tt Israels fortfahren uns in diesen anstrengenden Tagen des Ramadans seine Barmherzigkeit zu zeigen.