Zeit die palästinensische Mentalität gegen Terrorismus zu wenden

Hamas kann nicht im Gazastreifen mit Schutzgeld entlohnt werden, während sie gleichzeitig Terrorismus von der Westbank, dem Libanon und unter israelischen Arabern anzettelt.

Dan Schueftan, Israel HaYom, 10. Mai 2022

Palästinensischer Terrorismus, sowohl bei israelischen Arabern und aus der Westbank kommend, entstammt in einem großen Ausmaß aus der Erosion der Abschreckung seit der Zweiten Intifada. Seit der zweiten Intifada und den Krawallen vom Oktober 2000 ist eine neue Generation Palästinenser entstanden und die Krawalle. Sie haben nicht selbst erfahren, was passiert, wenn die Juden den Ernst der Gefahr begreifen, der sie ausgesetzt sind und beschließen den Willen der palästinensischen Gesellschaft Mörder loszuschicken und zu unterstützen unter Anwendung von Gewalt zu brechen.

Der Terrorist, der versuchte in den Ort Tekoa einzudringen und einen Anschlag zu verüben – genauso wie die Morde in Beer Sheva, Hadera, Bnei Brak und Tel Aviv, die Randalierer in Lod und Akko, die Schläger auf den Straßen im Negev und die Rowdys am Kibbuz Kfar Masaryk sind die jungen Leute, die die Erfahrung der Operations Schutzschild nicht hatten, die die zweite Intifada und die Zwangsunterdrückung der gewalttätigen Ausschreitungen arabischer Israelis in diesem Zeitraum löschte.

Wir reden von einem Teil der arabischen Gesellschaft, der das Konzept nicht vertraut ist, mit dem kultivierte Menschen „leben und leben lassen“. Was ihnen vertraut ist, ist, dass sie, wenn sie aufhören den Staat und die Mehrheit zu fürchten, eine kranke Befriedigung aus der Fähigkeit ziehen Angst und Schrecken zu verbreiten.

Diese Faktoren können nur mit Zwangsmitteln unterdrückt und vor ihnen abgeschreckt werden. „Versengen des Bewusstseins“, wie der ehemalige Generalstabschef Mosche Ya’alon es während der zweiten Intifada ausdrückte, war ein Konzept, dem damals mit der typischen hysterischen Kritik der Schwätzer in den Studios und der Presse begegnet wurde. Aber dank des Versengens des Bewusstseins wurde fast zwei Jahrzehnte lang jeder größere Ausbruch von Gewalt in den Gebieten verhindert und es gab Koordination mit den palästinensischen Sicherheitsapparaten.

Israels bestimmte Reaktion auf die Massenkrawalle arabischer Bürger im Oktober 2000 zur Unterstützung des gegen den Staat begonnen Terrorkriegs verhinderte breiter und organisierte Gewalt „zusätzlich zur Jagd auf und Eliminierung der Terroristen selbst und was jetzt nötig ist, ist eine Eskalation und weitere Operationen um das Umfeld zu treffen, das Terrorismus unterstützt. Die Eliminierung von Yahya Sinwar und Salah Arouri und ihrer Banden ist bei angemessener operationeller Gelegenheit wünschenswert, aber gezielte Tötungen selbst stellen keine strategischen Gewinne sicher.

Die Veränderung muss wahrnehmbar sein: Die Hamas kann nicht im Gazastreifen mit Schutzgeld entlohnt werden, während sie von der Westbank, dem Libanon aus und bei israelischen Arabern Terror anzuzetteln. Jenin kann keinen wirtschaftlichen Nutzen erhalten (Einreisegenehmigungne für israelische Araber), wenn es Terroristen aus seiner Mitte losschlickt und als von Terroristen betriebene exterritoriale Obrigkeit agiert. Die Hauptsache besteht darin die Anarchie daran zu hindern aus Israel herauszusickern.

Es muss eine Botschaft geschickt werden, die bei jungen Arabern in Israel widerhallt und einen Trend abbricht, die vor unseren Augen Fahrt aufnimmt. Neben der Barbarei der Pogrome in Akko und Lod, die patriotische Legitimation durch die arabische Führung in Israel erhalten hat, haben junge Araber jüngst angefangen Juden Angst aufzubürden wegen ihres perversen Vergnügens und dem Angriff auf Repräsentanten des Staates, seiner  Infrastruktur, einen Institutionen und seinen Symbolen anzugreifen. Sie tun dies, während sie ihre Ausschreitungen dokumentieren, weil sie sich vor dem Gesetz als immun fühlen. Sie verhalten sich so, weil ein Großteil der arabischen Gemeinschaft sie in den sozialen Netzwerken las Helden betrachtet und ihre Taten als emotionalen Ausgleich für die gerechtfertigten Unterlegenheitsgefühle.

Wenn das israelische Strafverfolgungssystem es versäumt sie streng zu bestrafen und diese Krawallmacher demütigen und wenn es nichts tut, um der arabischen Gemeinschaft die schwerwiegenden und anhaltenden Schäden zu zeigen, die ihnen über viele Jahre zugefügt werden, dann wird der Staat Israel sich schnell einer internen Bedrohung gegenüber sehen, deren Dimensionen ihm viel schwerere Maßnahmen gegen weit größere Zahlen abverlangen werden.

Von den Krawallmachern selbst ins Internet gestellte Videos zeigen, wie die in den Kibbuz Kfar Masaryk einbrachen,  ihre Gossensprache gegen die Einwohner richteten und offene Verachtung für ihre bewaffnete Wache zeigten. Sie dokumentieren zum Beispiel, wie sie die Polizei provozierten, indem sie wild vor einem Streifenwagen herumfuhren, auf ihren Pferden in ein Café ritten und weitere Provokationen dieser Art. Sie wagen es sich so barbarisch zu verhalten, weil sie sich des jämmerlichen Zustands des israelischen Strafverfolgungssystems bewusst sind, von der Polizei über die Staatsanwaltschaft bis selbst zu den Richtern.

Die Polizei ist stolz auf große Operationen, aber sie hat die öffentlichen Räume aufgegeben, während die Staatsanwaltschaft auf ihrer Ebene ihre Rolle missachtet, indem sie unerklärlichen Absprachen zu Gerichtsurteilen zustimmt und die Richter lächerlich leichte Strafen verhängen. Es beginnt mit der Art von gewalttätigen Ausschreitungen auf Israels Straßen, die die Stadt Arad isolierten und geht mit Pogromen in gemischten Städten weiter und wenn das nicht kräftig abgestellt wird, wird es mit dem Verlust der Sicherheit für Juden in ihrem eigenen Land und Versuchen enden das Militär in Kriegszeiten auf dem Weg zur Front abzuriegeln.

Die „Protokolle der Weisen von Zion“ sind zurück

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 27. Januar 2022

Kennen menschliche Dummheit und Boshaftigkeit irgendwelche Grenzen?

Nachdem ich den umfangreichen Wikipedia-Artikel über „Die Protokolle der Weisen von Zion“ gelesen habe, muss ich mit einem dröhnenden „Nein“ antworten.

Die Protokolle sind seit ihrer Erstveröffentlichung in Russland im Jahr 1903 durch Pawel Kruschewan, einen antisemitischen Aktivisten, Verleger und Politiker, dessen Zeitungsartikel das berüchtigte Pogrom von Kischinew anzettelten, bis zur ihrem Einsatz durch Henry Ford, die Nazis und die Hamas eines der effektivsten Mittel zur Verbreitung von Judenhass in aller Welt gewesen.

Es ist nicht klar, wer die Autoren der angeblichen Abschrift des Geheimtreffens jüdischer Verschwörer waren. Ein Großteil war aus verschiedenen Quellen abgeschrieben, darunter große Brocken an Dialogen aus einer (nicht antisemitischen) Arbeit aus dem Jahr 1864 namens „Dialog in der Hölle zwischen Macchiavelli und Montesquieu“ von Maurice Joly, in der judenfeindliches Material verarbeitet wurde. Der Text wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter natürlich Englisch, Deutsch und Arabisch. Er erscheint in allerlei Versionen im Internet und ist auch gedruckt ein Bestseller. Die Jerusalem Post berichtet, dass „Walmart, Book Depository, Thrift Books, Hudson Books und Barnes & Noble alle Dutzende Versionen verkaufen“, darunter einige mit einleitendem Material, das andeutet, er könne authentisch sein.

Lassen Sie mich wiederholen: einleitendes Material, das andeutet, er könne authentisch sein. Die gefälschte Natur dieses Dokuments wurde in den 1920-er Jahren schlüssig belegt, aber in manchen Bereichen werden sie immer noch als „umstritten“ betrachtet!

Dieses Dokument bespielt jede mögliche antisemitische Saite. Es stellt die Juden als arrogant, verlogen, korrupt, habgierig, hinterlistig, mörderisch, promisk, manipulativ und kalt dar. Es legt ihre angeblichen Pläne zur Zerstörung von Familie, Staat, Kirche und nationaler Wirtschaft dar. Es schildert ihre Verschwörung zur Kontrolle der Seelen und Körper der Nichtjuden, um sie auszutricksen und dazu zu zwingen, ihre Pläne auszuführen. Es erzählt, wie sie Krieg und Aufruhr schüren, um ihre Ziele zu erreichen. Und natürlich beschreit es den großen Oktopus der verborgenen jüdischen Kontrolle aller wichtigen Institutionen der Gesellschaft, von der die dummen Nichtjuden glauben, es handle sich um unabhängige.

Es ist eine perfekte Theorie, denn sie erfasst alles Üble, das denen passiert, die an sie glauben. Geschäftliche Rückschläge? Die Juden haben dich betrogen! Krieg? Die Juden haben ihn angefangen! Deine Frau hat eine Affäre? Die Juden haben die Unmoral in die Kunst, Literatur und Medien gebracht! Du bist konservativ? Die Juden sind für die Zerstörung der traditionellen Werte überall verantwortlich, in der Regierung, in der Geschäftswelt und der Familie! Bist du links? Die Juden sind die Privilegiertesten unter den Privilegierten, beuten die unterdrückten Klassen aus! Sie sind rebellische Kommunisten und habgierige Kapitalisten, gottlose Wüstlinge und angeblich von Gott auserwählt.

Fast jede antisemitische Tat, die in die Schlagzeilen kommt, plappert die Protokolle nach. Robert Bowers ermordete in Pittsburgh elf alte Juden, weil er glaubte, die Juden seien für unkontrollierte Zuwanderung von Nichtweißen in die USA verantwortlich. Malik Faisal Akram nahm in Texas jüdische Geiseln, weil er glaubte, die Juden könnten Strippen ziehen, damit ein Terrorist aus dem Gefängnis freigelassen wird. John Earnest tötete eine Frau und verletzte mehrere andere Menschen, als er 2019 eine Synagoge in Poway (Kalifornien) zusammenschoss, weil er glaubte Juden würden einen „sorgfältig geplanten Völkermord an der europäischen Rasse“ durchführen, ermutigt offenbar von rassengemischten Beziehungen.

Vor kurzem sind überall jüdische Verschwörungen „gefunden“ worden. Bei einer der unerhörtesten Verletzungen der Prinzipien von Logik und Beweis sind Fälle von Übergriffen amerikanischer Polizisten gegen Schwarze der Teilnahme einiger amerikanischer Polizeivertreter an Programmen zum Studium von Terrorbekämpfung in Israel zugeschrieben worden. Aber selbst wenn beträchtliche Misshandlung von Minderheiten durch die Polizei aufgrund von Rasse bestehen sollte (tatsächlich dürfte dem nicht so sein), geht das solchen Trainingsprogrammen weit voraus, die auf jeden Fall mit der geheimdienstlichen Sammlung von Informationen oder SWAT-Training und nicht mit Techniken der Festnahme von Verdächtigen verbunden sind. Und natürlich gibt es keine Rasseninhalte! Trotzdem wurde die Theorie – gepuscht von einer „jüdischen“ israelfeindlichen Organisation – ungezügelt populär. Weil nichts so gut „passt“ wie eine jüdische Verschwörung.

Solche Verschwörungstheorien sind seit dem Mittelalter beliebt (Jesus ermordet, Brunnen vergiftet, Ritualmorde usw.). Aber die große Verschwörung zur Beherrschung der Welt, die so umfassend in den Protokollen zum Ausdruck kommt, dürfte zwar aus dem späten 19. Jahrhundert stammen und ich denke, es ist nur fair zu sagen, dass nichts mehr dazu beitrug sie populär zu machen als die Protokolle. Ob es das Denken von Hitler und anderen Nazis beeinflusst haben dürfte oder nicht – es gibt keine Beweise, dass Hitler sie für echt hielt – nutzten sie sie natürlich effektvoll als Propagandamittel. Und andere Antisemiten machen das noch heute. 2002 wurde aus den Protokollen eine dramatische Serie namens Reiter ohne Pferd gemacht, die vom ägyptischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Sie wurde 2012 erneut ausgestrahlt und auch im der Hisbollah gehörenden Sender Al-Manar gezeigt.

Es gibt keinen Zweifel, dass ein Buch oder eine andere Arbeit künstlerischen Ausdrucks unheilvolle Auswirkungen haben kann. Aber macht es Sinn zu sagen, dass sie inhärent böse sein kann?

Ich denke, die Protokolle der Weisen von Zion sind ein Argument für diese Aussage.

Studien zeigen: Der extreme Hass auf Zionismus geht Hand in Hand mit klassischem Judenhass

Elder of Ziyon, 29. März 2022

Der New Zealand Jewish Council veröffentlichte am frühen Mittwochmorgen Neuseeland-Zeit eine Studie zu antisemitischen Einstellungen im Land.

Wie bei ähnlichen Studien aus dem letzten Jahrzehnt wird eine Reihe Fragen gestellt, um herauszukitzeln, ob der Befragte antisemitische und antizionistische Meinungen hegt.

Die Studie stellte eine hohe Übereinstimmung zwischen denen fest, die die antizionistischsten Ansichten haben und denen, die die meisten klassisch antisemitischen Ansichten haben:

Zweiundzwanzig Prozent der Neuseeländer hegen zwei oder mehr klassisch antisemitische Ansichten (bei acht Fragen) und 25% hegen zwei oder mehr zionophobische Ansichten (bei sieben Fragen). Diese Studie stellte fest, dass es eine Beziehung zwischen denen gibt, die zionophobische Ansichten und denen, die klassisch antisemitische Ansichten hegen. Sie zeigt, dass je extremer antiisraelische Ansichten jemand hegt, an desto mehr klassisch antisemitische Sprachbilder glauben sie und umgekehrt. Zum Beispiel gibt es eine Chance von nur 25%, dass jemand, der vier klassisch antisemitische Ansichten hegt, keine antiisraelisch antisemitischen Ansichten hegt und nur eine Chance von 29%, dass jemand, der vier israelfeindlich antisemitische Ansichten hegt, keine klassisch antisemitischen Ansichten hegt. Das entspricht einer Studie in Großbritannien, die ebenfalls eine klare empirische Verbindung zwischen den beiden Formen des Antisemitismus zeigte.

Ich hatte die hohen Ergebnisse der britischen Studie gesehen, aber nicht die Analyse der Verbindung zwischen klassischen Einstellungen und israelfeindlichen Einstellungen.

Der Zusammenhang, an dem sich Antisemitismus und Antizionismus treffen, liegt vielleicht in den Fragen, die Israel mit Nazideutschland vergleichen. In der neuseeländischen Studie stimmten 12% zu, dass „israelische Regierungspolitik der des Nazi-Regimes ähnelt“. In der jüngsten britischen Studie stimmten 24% zu, dass „Israel die Palästinenser behandelt, wie die die Nazis die Juden behandelten“. Dem stimmten 2019 noch 31% zu!

Die andere Frage, die in Neuseeland, aber nicht in Großbritannien gestellt wurde, ist auch ein weiterer Hinweis, wo linke Antisemitismus klassische Antisemiten widerspiegeln: 14% stimmten zu, dass „Juden weiße Privilegien haben“.

(Weil die genauen Ergebnisse noch nicht offiziell veröffentlicht wurden, zeige ich hier nicht die wichtigen Ergebnisse der Umfrage.)

Die Linken können Antisemitismus nicht lösen, weil sie Teil des Problems sind

Elder of Ziyon, 24. Mai 2021

Die Arbeit Antisemitismus, Schwarzenfeindlichkeit, Islamophobie, palästinenserfeindlichen Rassismus und jede andere Art von Hass aufzulösen, ist UNSERE Arbeit.
Wir werden NUR kollektive Befreiung erreichen, indem wir mit radikaler Liebe führen.
Für Hass jeglicher Art gibt es in unserer Bewegung für Gerechtigkeit keinen Raum.
[Behauptet diese weißen- und israelfeindliche linke Hetzerin]

Die größte progressive Lüge zu Antisemitismus lautet, dass er in Verbindung mit der Bekämpfung von Rassismus, Homophobie, Islamophobie usw. geführt werden muss.

Das kommt der Wahrheit nicht einmal nahe.

Dafür gibt es ein paar Gründe.

Erstens: Keine der anderen Hassformen gründet auf einer Verschwörungstheorie. Die Leute hassen Minderheiten, weil sie die „anderen“ sind oder weil sie sich bedroht fühlen und die Leute sich in Angst und Hass zurückziehen.

Aber Judenhass ist anders – es ist der einzige Hass, der sich auf eine Verschwörungstheorie stützt. Er behauptet, dass Juden (Israel) heimlich die Medien, die Banken, die Regierung kontrollieren. Dass sie in geheimen Verbindungen und mit dem Ziel arbeiten die Welt zu beherrschen (oder Hegemonie im Nahen Osten auszuüben). Keine Anschuldigung ist zu grell, um den Juden/Israel entgegengeschleudert zu werden – Babykiller, ethnische Säuberer, Seuchenverbreiter, Organdiebe zu sein, über ihre Geschichte zu lügen.

Die Mittel zur Bekämpfung der anderen Fanatismen nun gar nicht die Mittel zur Bekämpfung des Judenhasses.

Zweitens: Wenn die Linksextremen sagen, alle Fanatismen sollten zusammen bekämpft werden, dann meinen sie in Wirklichkeit, dass Antisemitismus ans Ende ganz hinten eingereiht wird. Erst nachdem aller anderer Hass eliminiert ist – was niemals geschehen wird, weil dieselben Linken behaupten, Rassismus sei systemisch und in der DNA von Weißen verankert – werden sie die niedrigste Priorität angeblich aufnehmen. Also nie.

Drittens: Dieser angebliche Plan trägt der Tatsache nicht Rechnung, dass ein großer Teil des Antisemitismus von den anderen „Opfer“-Parteien selbst kommt – schwarzer Antisemitismus und arabisch-muslimischer Antisemitismus sind in diesen Gruppen viel stärker verbreitet, als in der Gesamtbevölkerung. Die Linke kann sich das selbst nicht eingestehen, weil es ihre These zerstört, dass Opfer rein sind. Sie behaupten Täter bestrafen zu wollen, nicht Opfer. (Juden sind nie Opfer.)

Schließlich bestreitet das gesamte Konstrukt die grundlegende Tatsache, dass es eine Menge linken Antisemitismus gibt, der sich als Antizionismus kaschiert. Die Sprachbilder sind dieselben, der sie animierende Hass ist derselbe, die Besessenheit ist dieselbe. Wenn die extreme Linke behauptet gegen Antisemitismus zu sein, dann meint sie nur eine spezielle Art von Antisemitismus und sie haben nicht die Fähigkeit in den Spiegel zu sehen und ihren eigenen zu erkennen. Was der wahre Grund sein könnte, dass sie ihn unter den Teppich kehren und nicht nur Lippenbekenntnisse abzugeben.

Wir sehen heute eine gewaltige Zunahme des Antisemitismus – und alles wegen Jahren, den Westen dazu zu bringen die Lügen über Israels unübertroffenes Übel zu glauben. Die aktuelle Welle ist kein Defekt, sondern ein Merkmal der Dämonisierung des jüdischen Staates, die auf den Meinungsseiten der führenden Zeitungen der Welt zum Mainstream geworden ist. Heute sind die Hasser zuversichtlich, dass sie mit ihrem Hass an die Öffentlichkeit gehen können ohne sonderlich Angst haben zu müssen; immerhin haben sie ihre widerlichen Meinungen seit Jahren privat untereinander ausgetauscht, ohne dass irgendein mutiger Linker aufstand und sagte, das dass gegen alles ist, wofür sie stehen sollten.

Selbst heute können die führenden Lichter der Progressiven-Bewegung der USA Antisemitismus nicht einstimmig verurteilen – weil ein solches Statement ihnen bei anderen Extremisten schaden würde, auf deren enthusiastische (und hirnlose) Unterstützung sie angewiesen sind.

Die Linke ist nicht ausgerüstet Antisemitismus zu bekämpfen, weil die Linke sich den heutigen Antisemitismus begeistert zu eigen macht.

Die überraschende Herkunft der Kritischen Rassentheorie

L.K. Samuels, The American Thinker, 28. August 2021

Oft wurde die Kritische Rassentheorie (KRT) als Ableger der Theorie des Klassenkampfs von Karl Marx angeführt, die dazu geschaffen wurde eine Klasse gegen die andere kämpfen zu lassen, um so zu von den Arbeitern geführte Revolutionen zu anzufachen. Es wird auch weithin akzeptiert, dass die marxistische Frankfurter Schule in Deutschland Marx‘ Theorie des gesellschaftlichen Konflikts in den 1950-er Jahren umarbeitete, indem „Rasse“ zu ihrer langen Liste „unterdrückter“ Minderheiten hinzugefügt wurde. Aber historisch waren die Theoretiker der Frankfurter Schule Nachzügler am Tisch der Rassentheorie. Sie waren nicht die Erfinder der Kritischen Rassentheorie. In Deutschland hatte bereits Jahrzehnte zuvor eine revolutionäre sozialistische Bewegung existiert. Diese Rassengerechtigkeitskrieger wollten eine Rasse gegen die andere ausspielen und die Unterdrückten ermutigen den Unterdrücker zu stürzen. Sie bezeichneten sich als die deutschen Nationalsozialisten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Intellektuellen und Akademiker der Frankfurter Schule den „Rassenkampf-“ und die „Opferrollen“-Theorien abzuschreiben, die Mitte der 1920-er Jahre mit den Nazi-Theoretikern entstanden. Es stimmt, dass die Theoretiker der Nazis, viele mit marxistischen Neigungen, in ihrem Ansatz der Rassenüberlegenheit weniger hochentwickelt waren. Aber ihre Langzeit-Ziele zu Rassenunterschieden und -kampf waren bemerkenswert ähnlich.

Die Nationalsozialisten widmeten sich, wie die Führer der marxistischen Frankfurter Schule, der Bekämpfung von Rassenunterdrückung, die von anderen, bevorteilten Rassen auferlegt wurden. Aber im Fall der Nazis identifizierten diese als „unterdrückte Rasse“ das arische und deutsche Volk und als „Unterdrückerrasse“ die Juden. Sie glaubten, dass die Juden die Welt als Mitglieder einer Reichen und privilegierten Rasse kontrollierten, die angeblich die sogenannte arische Rasse misshandelte.

Um die sogenannten „jüdischen Unterdrücker“ herabzuwürdigen, lehrten die Nationalsozialisten deutsche Kinder, dass die Juden, von Juden geführte Banken und Kapitalisten die deutsche Nation und ihr Volk verfolgten. Dieses Narrativ der „Unterdrücker gegen Unterdrückte“ ist reiner Rassen-Marxismus, der verheerende Folgen in allen Annalen der modernen Geschichte hatte. Solcher Rassenunsinn spaltet die Gesellschaft, schafft feindseligen Tribalismus und nicht endende ethnische Gewalt.

Natürlich war dieser Rassenkampf genau das, was die Nazi-Propagandisten in ihrem Versuch bestimmte „Unterdrücker“-Rassen zu eliminieren vorhatten. Sie wollten, dass es in deutsch kontrollierten Gebieten nur eine Rasse gibt. Das ist der Grund, dass die Kritische Rassentheorie so giftig ist. Ihr Endspiel resultiert fast immer in furchbaren Endlösungen, um sogenannte privilegierte und Unterdrückerrassen zu bestrafen.

Der Marsch zur Sicherung der Überlegenheit über eine Unterdrückerrasse begann ernsthaft, nachdem die Nazis 1933 die meisten deutschen Schulen verstaatlicht hatten. Schulverwaltungen fügten schnell Rassenpolitik in neu geschriebene Schulbücher und Schulpolitik ein. Mit Hilfe des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (der offiziellen Lehrergewerkschaft der Nazis) wurden Schüler mit Rassentheorien überschwemmt, die in die meisten Fächer eindrangen. Vertreter der Nazi-Partei propagierten

Bild: Bundesarchiv, Bid 102-00089

das Führer-Konzept der Gleicheit in der Volksgemeinschaft des Führers, zu dem Social Engineering, soziale Gerechtigkeit, Rassen-Tribalismus, nationale Kollektivität und Sozialdarwinismus gehörten. Aber ihre größte Aufgabe bestand darin die tendenziösen ethnischen Rassenstudien in Deutschlands Klassenzimmern einzuprägen.

Nach Angaben von Richard J. Evans in The Third Reich in Power 1933-1939 geboten die Pädagogen und Verwalter des Bildungsministeriums, dass die Themen der „Rassenbiologie“ und „Rassenkunde“ in fast jeden schulischen Lehrgang in ganz Deutschland eingefügt wird. Die Biologie wurde als Schlüssel für das Verständnis und die Identifizierung von Rassenunterschieden verkündet. Die Nationalsozialisten entwickelten für ihre Schulbücher sogar eine rassengesellschaftliche Arithmetik um Schüler zu indoktrinieren. Diese rassische Mathematik verwendet z.B. Formeln, um Berechnungen zu konstruieren, die bestimmen sollten, wie viel blonde Arier in einer deutschen Bevölkerungsgruppe lebten.

Der Politisierung der Bildung entkam auch die deutsche Sprache nicht. Sprache musste sich auf Sprachmuster konzentrieren, um reinen rassischen Hintergrund zu liefern, der deutschen Schulkindern unterbewusst die rassensozialistische Ideologie des Nationalsozialismus einpflanzte. Das Studium der Geografie musste sich einer rassischen Umgestaltung beugen, die verlangte, dass die Nazi-Ideologie vereinbar mit Heldentum, Heimat und Rasse ist. Erstaunlicherweise fanden Nazi-Pädagogen sogar Wege das Klima mit der Rasse zu verbinden.

Es überrascht nicht, dass solcher Rassismus der alten Schule jetzt in unsere Welt zurückkehrt, zumeist geäußert von Progressiven, dem Woke-Mob und Black Lives Matter. Ähnlich den Nationalsozialisten ist diese Orthodoxie ein Sammelsurium aus sozialer Gerechtigkeit, Unterdrücker-gegen-Unterdrückte-Opfertum und rassischen Tribalismus. Ein deutsches Plakat aus dem Jahr 1933 hebt die Hingabe der Nazis an einen sozial gerechten Rassenstaat hervor und verkündet: „Weil das Dritte Reich Adolf Hitlers die soziale Gerechtigkeit bringen will, darum ist das großkapitalistische Judentum der schlimmste Gegner dieses Reiches und seines Führers.“

Eine Reihe heutiger „antirassistischer“ Aktivisten ahmen die Pogrompolitik der Nationalsozialisten nach. Zum Beispiel rief die Mitgründerin von Black Lives Matter in Toronto, Yusra Khogali, die Vernichtung bestimmter Rassen. In Spitzen gegen weißes Privileg und Unterdrückerrassen und -Geschlechter sinnierte sie 2016, dass sie einen Drang verspüre „Männer und Weiße zu töten“. Darüber hinaus twitterte sie, dass „weiße Haut untermenschlich ist“. Hitler und seine Nazihorde spien dieselben „Untermenschen“-Anschuldigen gegen Juden und schließlich handelten sie gemäß ihrer Überzeugungen im Holocaust.

Die Ursprünge der Kritischen Rassentheorie haben eine dunkle Geschichte. Warum sollte jemand in der heutigen Welt Rassismus, Rassenüberlegenheit oder rassische Minderwertigkeit rechtfertigen? Solche aufhetzerische Rhetorik hat nie zu rassischer oder sozialer Gleichberechtigung geführt. Die KRT muss im Ascheimer der Geschichte entsorgt werden, zusammen mit jedem Wiederaufleben des Nationalsozialismus und seinen sozialistisch-rassistischen Narrativen.

Wie gegen Antisemitismus den Mund aufmachen?

Die Plattitüden der Politiker werden das Anschwellen des Judenhasses nicht eindämmen, das seit dem Zweiten Weltkrieg in Amerika ohne Beispiel ist.

Jeff Jacoby, The Boston Globe, 9. Juli 2021

Rabbi Shlomo Noginski am Sonntag in seinem Haus in Brighton, drei Tage, bevor er vor dem Shaloh House, einer jüdischen Schule, niedergestochen wurde (Foto: Erin Clark/Boston Globe)

Vertreter der Öffentlichkeit äußerten sich schnell, nachdem Rabbi Shlomo Noginski vor dem Shaloh House, einer jüdischen Schule und Synagoge in Brighton am 1. Juli brutal niedergestochen wurde. Die von ihnen zum Ausdruck gebrachten Gefühle waren des Moments angemessen. Sie gelobten „auf der Seite der jüdischen Gemeinde zu stehen“. Sie beschrieben die Anschläge als „entsetzlich“. Sie erklärten, sie seien „vereint gegen Hass“. Sie insistierten, „ein Angriff auf jedes Mitglied unserer Gemeinschaft ist ein Angriff auf uns alle“. Sie verkündeten, dass „Antisemitismus in Massachusetts keinen Platz hat“.

Die Worte waren so weit in Ordnung. Sie gingen leider nicht sonderlich weit.

Das ist nicht herabsetzend gemeint. Gemeinplätze und sichere Wortwahl gehören zum Rüstzeug der meisten Politiker. Wenn am helllichten Tag auf einer belebten Straße in Boston inmitten einer nationalen Welle antisemitischer Gewalt wiederholt mit einem Messer auf einen orthodoxen jüdischen Rabbiner eingestochen wird, dann sollte es eine natürliche Reaktion sein, dass Regierungsvertreter instinktiv das Verbrechen verurteilen.

Reine Floskeln werden jedoch wenig tun, um das Anschwellen des Judenhasses einzudämmen, der ein Niveau erreicht hat, das in Amerika seit vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu finden war. Juden stellen gerade einmal 2 Prozent der US-Bevölkerung, aber sie sind in mehr als 60 Prozent der religiös motivierten Hassverbrechen die Opfer, so der jüngste Bericht des FBI zu Statistiken von Hass-Verbrechen. Am Donnerstag wurde der wegen des Stichangriffs auf Noginski Verdächtige, der 24-jährige Khaled Awas, formell wegen eines Hassverbrechens angeklagt. Nach Angaben seines früheren Zimmergenossen ist Awad gewalttätig und „sehr antisemitisch“ – so sehr, dass er nach einem Angriff auf sich ein Kontaktverbot erwirkte.

Als Einwohner des Großraums Boston, Wähler in Massachusetts und praktizierender Jude war ich froh zu sehen, dass Vertreter der Öffentlichkeit den gewalttätigen Angriff auf den Rabbiner verurteilen. In manchen Bereichen ist dieser Tage einfach Antisemitismus zu verurteilen eine Beleidigung geworden, durch die man entlassen werden kann: Letzten Monat verlor April Powers ihren Job als Leiterin für Gleichstellung und Inklusion bei der Society of Children’s Book Writers and Illustrators, nachdem sie einen Eintrag in sozialen Medien einstellte, die die „Zunahme von Hassreden und willkürlicher Gewalt gegen Juden“ beklagte. Erstaunlicherweise generierte dieser Eintrag eine aufgebrachte Gegenreaktion, weil er keine Islamophobie erwähnte. Powers, eine Schwarze und Jüdin, wurde zum Rücktritt gezwungen und mit Morddrohungen überflutet.

Es ist unmöglich sich vorzustellen, dass jemand eine Arbeit wegen einer Äußerung verliert, mit der gewalttätiger Fanatismus gegen Amerikaner verdammt wird, die schwarz, asiatisch, muslimisch oder LGBT sind. Tatsächlich sind solche Äußerungen allgegenwärtig. Sie triggern nie die Art verwirrter Wut, die gegen Powers entfesselt wurde. Die Erklärung für den Unterschied lautet, dass Antisemitismus selbst verwirrt ist. Er ist eine Geistesstörung. Judenhass unterscheidet sich fundamental von anderen Formen des Vorurteils oder Gruppenfeindseligkeit. Das ist ein Punkt, den zu unterstreichen sich für jeden lohnt, der über reine Plattitüden hinausgehen will, wenn er von Antisemitismus spricht.

„Der meiste Fanatismus ist eine Behauptung von Unterlegenheit und spricht die Sprache der Unterdrückung“, hat David Brooks geschrieben. „Antisemitismus ist die Behauptung von Unreinheit und spricht die Sprache der Auslöschung.“

Rassische Vorurteile sind unbestreitbar abscheulich, genauso Hass gegen Muslime oder Katholiken, Sexismus und schwulenfeindliche Grausamkeit. Fanatiker würdigen Mitmenschen herab, missbrauchen oder unterdrücken sie, weil sie sie als minderwertig betrachten.

Aber Antisemitismus ist etwas anderes. Die gefährlichsten Antisemiten betrachten Juden oder das Judentum nicht als minderwertig, sondern als Verkörperung dessen, was sie am stärksten beschimpfen. Jahrtausende lang haben Antisemiten Juden mit allem identifiziert, was gemäß ihrem Weltbild einzigartig verabscheuenswürdig oder heimtückisch ist: Christen im Mittelalter verabscheuten Juden, weil sie nicht Jesus anbeteten. Kommunisten beschrieben Juden als habgierige, bourgeoise Kapitalisten. Der Industrielle Henry Ford beschuldigte die Juden die Weltwirtschaft zu manipulieren. Die Nazis stellten die Juden als Ungeziefer dar, das die Reinheit der deutschen Rasse verunreinigte. America Firsters beschuldigen die Juden illoyal zu sein. Weiße Nativisten und Fremdenfeinde werfen Juden Werbung für Zuwanderung vor. Schwarze Nationalisten verleumden Juden als Rassisten, die den Sklavenhandeln und Jim Crow verursachten. Israelhasser grenzen Juden aus, weil sie den jüdischen Staat unterstützen. Islamisten verabscheuen Juden, weil der Zionismus die Hegemonie des Islam im Nahen Osten untergräbt.

Eine interreligiöse Kundgebung gegen Antisemitismus in Miami Beach (Florida) am 3. Juni (Foto: Joe Raedle/Getty)

Antisemitismus hat es so lange gegeben, wie es Juden gibt und er hat sich in seinen Formen den Zeiten angepasst. Er hat sich als der unausrottbarste Hass erwiesen; wie ein Virus mutiert er. „Im Mittelalter wurden Juden wegen ihrer Religion verfolgt“, hielt der verstorbene Rabbi Sir Jonathan Sacks fest, Mitglied des britischen Oberhauses und ein renommierter öffentlicher Intellektueller. „Im 19. und 20. Jahrhundert wurden sie wegen ihrer Rasse geschmäht. Heute werden Juden angegriffen, weil es ihren Nationalstaat Israel gibt. Israels Existenzrecht zu bestreiten ist der neue Antisemitismus.“

Wenn Vertreter der Öffentlichkeit aufrichtig „auf der Seite der jüdischen Gemeinschaft“ gegen die steigende Flut des Judenhasses stehen wollen, dann ist es wichtig, dass sie ihn besonders dann mit einem Bann belegen, wenn er von der eigenen politischen Seite kommt. Für Progressive und Demokraten war es leicht Entsetzen zum Ausdruck zu bringen, als ein rechter Mörder in einer Synagoge in Pittsburgh das Feuer eröffnete, aber viele zögern die zahlreichen Anschläge auf US-Juden und jüdische Institutionen zu verurteilen, die israelfeindliche Fanatiker während der jüngsten Kämpfe im Gazastreifen begingen. Hartnäckige Republikaner haben nicht gezögert den üblen Antisemitismus der Abgeordneten Ilhan Omar scharf zu kritisieren, aber als ein republikanischer Abgeordneter für eine Benefizveranstaltung mit einem weißen, herrenmenschlichen Holocaust-Leugner wirbt, wurde der GOP-Chor ganz leise.

Es ist auch entscheidend, dass Schwarzenführer, die sehr laut für Rassengerechtigkeit und die Auslöschung aller Spuren von Rassismus eintreten, zum unverhältnismäßig hohen Niveau des Antisemitismus bei schwarzen Amerikanern genauso lautstark sind. Das ist kein neues Phänomen. Schon 1992 beklagte Henry Louis Gates Jr, der Vorsitzender von Harvards Abteilung für Afroamerikanische Studien war, Daten, die zeigten, „dass es zweimal so wahrscheinlich war, dass Schwarze antisemitische Ansichten haben“. Schwarze Täter sind für einige der tödlichsten Hassverbrechen an Juden der letzten Jahre verantwortlich. Dennoch sind wenige gewählte Schwarze als starke Führer gegen Antisemitismus aufgetreten. Einer, der das gemacht hat, ist der Abgeordnete Ritchie Torres, ein progressiver Demokrat, der unverblümt die „hysterische Dämonisierung Israels“ als Ursache von so viel antisemitischer Gewalt benannte.

Mehr als je zuvor brauchen Juden Verbündete, die sachkundig und offen über die Bedrohung sprechen können, die die sich verbreitende Plage des antisemitischen Hasses darstellt. Sie brauchen Vertreter der Öffentlichkeit, die Antisemitismus ohne Wenn und Aber und nicht nur als eine von vielen Formen des Fanatismus zurückweisen. Sie brauchen Politiker, die begreifen und artikulieren können, dass angepasst an die Bevölkerung Juden bei weitem die wahrscheinlicheren Opfer von Hassverbrechen sind als Mitglieder jeder anderen Minderheit.

Eine zeitlose Lehre der Geschichte lautet, dass gegen Juden vorzugehen für Antisemiten nur ein Anfang ist; sie hören selten dort auf. Der islamistische Terror schickte viele Juden in ein frühes Grab, bevor er es dann dasselbe am 9/11 mit tausenden Amerikanern machte. Die Nazis begannen mit der Verbrennung von Juden; am Ende stand ganz Europa in Flammen. Antisemitischer Hass und Gewalt gefährden die amerikanische Gesellschaft als Ganzes, nicht nur speziell Juden. Nie in der erlebten Erinnerung ist es so wichtig gewesen, dass Vertreter der Öffentlichkeit und Oppositionsführer das begreifen. Nie ist es unerlässlicher gewesen, dass sie das sagen.