Apartheid? (55) – Drusischer Oberst zu Militärsekretär für Präsident Rivlin ernannt, zum Brigadegeneral befördert

Elder of Ziyon, 11. April 2019

Aus YNet:

IDF-Oberst Ala Abu Rukon ist zum neuen Militärsekretär für Präsident Reuven Rivlin ernannt worden, sagte dessen Büro a Donnerstag.

Abu Rukon wird mit der Ernennung in den Rang eines Brigadegenerals befördert, sagte Rivlins Büro. Die Entscheidung wurde von Rivlin, Benjamin Netanyhau, der agierender Verteidigungsminister sowie Premierminister ist, und IDF-Generalstabschef Aviv Kochavi getroffen.

Der 47-jährige Offizier aus dem drusischen Ort Isfiya dient derzeit als Militärattache in China. Er ist seit 25 Jahren Mitglied der Streitkräfte und hat Positionen in der Fallschirmjägerbrigade und im Geheimdienstbereich bekleidet.

Rivlin gratulierte Abu Rukon zu seiner Ernennung; er nannte ihn „eine beeindruckende und professionelle Ergänzung meines Beraterstabs“.

Ich konnte kein Foto von Ala Abu Rukon finden, aber er ist nicht der erste Druse – noch nicht einmal der erste Abu Rukon! – der einen hohen Rang in der IDF erreicht.

Letztes Jahr wurde Generalmajor Kamil Abu Rukon zum neuen Leiter der COGAT[*] der IDF ernannt.

Es ist ironisch, dass dies einen Tag nach der Wahl Netanyahus in eine neue Amtszeit als Premierminister geschah – zu jeder Menge Geschichten darüber, wie rassistisch er doch sei.

Und doppelte Ironie, dass diese währen des Monats der „Israel Apartheid Week“ geschieht.

[*] Coordinatior of Government Activities in the Territories – Koordinator der Aktiviäten/des Handelns der (israelischen) Regierung in den Gebieten (Judäa/Samaria und Gazastreifen), die IDF-Einheit, die alles regelt, was mit den Beziehungen zu den Gebieten und der Verwaltung der Gebiete betrifft.

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„Alle wissen das“ … aber alle liegen falsch

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 12. April 2019

Ich weiß nicht, wie oft ich es erlebt habe, dass Judäa und Samaria als „besetzte Palästinensergebiete“ bezeichnet und jüdische Siedlungen dort „nach internationalem Recht illegal“ genannt wurden. Aber die Gebiete sind nicht „palästinensisch“, sie sind nicht „besetzt“, jüdische Gemeinden dort sind nicht illegal und Israel unterdrückt keine Millionen Palästinenser, die auch dort leben.

Premierminister Netanyahus Versprechen Israels Souveränität auf die Siedlungen auszuweiten – übrigens nicht, „die Westbank zu annektieren“, wie so viele Schlagzeilen behaupten – hat die Debatte über diese Themen wieder angeheizt. Aber es hat sich nichts verändert. Hier ein paar beliebte, aber falsche Aussagen zu Judäa/Samaria und die jüdischen Gemeinden, die dort gegründet wurden:

1. Die „Westbank“ ist „palästinensisches Land“, das Israel besetzt hält

Judäa und Samaria waren, wie der Rest von Israel und Jordanien, vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil des Osmanischen Reichs. Nach dem Krieg stimmte der Völkerbund zu, diesen Teil des ehemaligen osmanischen Territoriums von Großbritannien treuhänderisch verwalten zu lassen, um die nationale Heimstatt des jüdischen Volkes zu werden. Großbritannien gab den östlichen Teil an Abdallah bin Hussein, als Belohnung für seine und seines Vaters, Scherif Hussein vom Hedschas, Hilfe während des Krieges; daraus sollte letztlich Jordanien werden. Das Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer, einschließlich dessen, was der Staat Israel werden sollte, mit Judäa/Samaria und dem Gazastreifen wurde das Mandat Palästina.

Die im Mandat lebenden Araber waren heftig gegen jüdische Souveränität eingestellt und die Briten, aus einer Kombination des Wunsches die Araber zu beschwichtigen, um die Gewalt einzudämmen (die gegen die Juden wie auch gegen die britischen Herrscher eingesetzt wurde), des Wunsches „Palästina“ aus strategischen Gründen unter ihrer Kontrolle zu halten und schierem Antisemitismus, ließen ihre Verantwortung dem jüdischen Volk gegenüber fallen und versuchten die jüdische Zuwanderung zu drosseln, während sie Araber aus den umliegenden Gebieten ins Land ließen.

Im November 1947 beschloss die UNO – die die Verpflichtungen des Völkerbundes übernommen hatte – eine Resolution (UNGA 181), die die Teilung des Mandats in einen jüdischen und einen arabischen Staat empfahl. Die palästinensischen Juden waren bereit einen gestutzten Staat zu akzeptieren (es wäre die zweite Verkleinerung des ursprünglich für die Juden vorgesehenen Landes gewesen), aber die palästinensischen Araber und die arabischen Staaten wollten, dass das ganze Gebiet unter arabischer Souveränität steht und lehnten die Resolution ab.

Es ist wichtig zwei Dinge festzustellen: Erstens hatte die Resolution, weil sie von der Vollversammlung und nicht vom Sicherheitsrat unter Kapitel VII der UNO-Charta beschlossen wurde, beratenden Charakter, keinen verpflichtenden. Und zweitens war sie, weil die Empfehlungen nie umgesetzt wurden, irrelevant.

Die Briten, nach dem Zweiten Weltkrieg erschöpft und der Angriffe der Juden wie der Araber auf ihre Besatzungskräfte müde, beendeten das Mandat im Mai 1948 und gingen nach Hause. Die Juden, die die Mandatszeit genutzt hatten, um all die für einen Staat nötigen Institutionen – eine Armee, ein Bildungssystem, eine Gewerkschaft, verschiedene Staatsunternehmen und weiteres –aufzubauen, riefen den Staat Israel auf dem ihnen durch die Teilungsresolution zugewiesenen Bereich aus. Die Araber, die dasselbe hätten tun können, machten es nicht. Sie verstärkten ihre Angriffe auf die Juden. Gleichzeitig drangen die Armeen von fünf arabischen Staaten auf das Gebiet vor, in der Absicht, den neuen Staat Israel zu vernichten und das Land für sich selbst zu erobern (und nicht einen Staat für die Palästinenser zu gründen!).

Der folgende Krieg endete 1949 mit einem Waffenstillstand. Die arabischen Staaten stimmten keinem dauerhaften Frieden oder der Anerkennung des jüdischen Staates zu, sondern unterschrieben ein Waffenstillstandsabkommen, das die Stellungen ihrer Truppen markierte. Diese Vereinbarungen legten ausdrücklich fest, dass die Waffenstillstandslinien keine Staatsgrenzen waren. Die Bereich Judäa/Samaria wurde von Jordanien und der Gazastreifen von Ägypten besetzt; Jordanien annektierte das von ihm besetzte Gebiet 1950 und nannte es „Westbank“ (Westufer). Das ist das erste Mal, dass dieser Name verwendet wurde, um das zu benennen, was vorher „Judäa und Samaria“ hieß.

Die arabische Invasion verletzte eindeutig die UNO-Charta; sie war „Einsatz von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit“ des Staates Israel und daher war die Annexion von Judäa und Samaria ebenfalls illegal. Nur Großbritannien (und möglicherweise Pakistan) erkannten sie an. Während des Krieges und danach beging Jordanien regelmäßig Kriegsverbrechen; es verletzte die Genfer Konvention, indem es die jüdische Bevölkerung aus den von ihm besetzten Gebieten ethnisch säuberte, jüdische Synagogen und Friedhöfe zerstörte und während der gesamten 19 Jahre seiner Besatzung keinen Zugang zu jüdischen und christlichen heiligen Stätten zuließ.

1967 planten die Araber erneut Israel zu vernichten und einige arabische Führer äußerten sogar Völkermordabsichten. Obwohl es stimmt, dass Israel den ersten Schuss abgab, wird allgemein akzeptiert, dass es sich um den Fall eines legitimen militärischen Erstschlags vor einem unmittelbar bevorstehen Angriff handelte und dass Israels Handeln gerechtfertigte Selbstverteidigung war. Der Krieg endete damit, dass Israel Judäa und Samaria sowie den Gazastreifen in Besitz hatte.

Es wird argumentiert, dass die UNO-Charta den Erwerb von Territorium durch Gewalt verbietet. Das ist nicht korrekt. Dort heißt es:

Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt. (Artikel 2, Abs. 4)

Aber dort heißt es auch:

Maßnahmen, die ein Mitglied in Ausübung dieses Selbstverteidigungsrechts trifft, sind dem Sicherheitsrat sofort anzuzeigen; sie berühren in keiner Weise dessen auf dieser Charta beruhende Befugnis und Pflicht, jederzeit die Maßnahmen zu treffen, die er zur Wahrung oder Wiederherstellung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit für erforderlich hält… (Art. 51)

Wenn Israels Handeln 1967 legal war, wie sieht dann der Status von Judäa und Samaria aus? Viele sagen, dass es sich um eine „kriegerische Besatzung“ handelt. Wenn dem so wäre, wäre es immer noch absolut legal, so wie die Besetzung Deutschlands durch die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg legal war. Aber wenn es eine Besatzung ist, wessen Territorium wird dann besetzt? Nicht Jordaniens, dessen Besitz der Gegend von Anfang an illegal war!

Die letzte Instanz, die Judäa/Samaria legitim in Besitz hatte, war das britische Mandat, das es nicht mehr gibt. Aber die einzige Staatsinstanz, die vernünftigerweise als Erbe der Grenzen des Mandats betrachtet werden kann, ist der Staat Israel. Da das Mandat zudem dazu gedacht wer eine nationale Heimstatt für das jüdische Volk zu gründen und wenn man den gut belegten Anspruch des jüdischen Volks als Eingeborene des Landes in Betracht zieht, ist es vertretbar die Ereignisse von 1967 als die Befreiung von Territorium zu betrachten, das illegal besetzt war und das jetzt wieder bei seinem legitimen Besitzer ist: Israel.

1988 gab König Hussein seinen Anspruch auf Judäa und Samaria zugunsten der PLO auf. Da aber Jordanien überhaupt keine legitimen Rechte an dem Gebiet hatte, war die Geste bedeutungslos.

Es stimmt, dass die palästinensischen Araber Judäa und Samaria besitzen wollen (ganz zu schweigen von Haifa und Tel Aviv) und dass es zahlreiche Mitglieder der UNO gibt, die ihnen aus religiösen, kulturellen, wirtschaftlichen und ja: antisemitischen Gründen beipflichten. Aber Wünsche machen die Waffenstillstandslinien von 1949 nicht zur Grenze und Wünschen macht die palästinensischen Araber nicht zu legitimen Erben des britischen Mandats, noch – trotz ihres kreativen Herangehens an Geschichte – zu Ureinwohnern des Landes Israel.

2. Siedlungen sind gemäß des Völkerrechts illegal

Das ist ein Liebling vieler Nachrichtenmedien und europäischen Regierungen, die den Drang verspüren, jeder Erwähnung der israelischen Siedlungen „die nach dem Völkerrecht illegal sind“ anzufügen. Doch selbst wenn man akzeptiert (was ich nicht mache), dass Israels Besitz von Judäa und Samaria eine kriegerische Besetzung darstellt, ist das übliche Argument, dass Siedlungen eine Verletzung der Vorkehrungen der Vierten Genfer Konvention gegen Bevölkerungstransfer in ein besetztes Territorium ist, schwach. Dieses Protokoll wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Absicht beschlossen, Handeln wie das der Deportation seiner jüdischen Einwohner im besetzten Polen durch Deutschland zu kriminalisieren und nicht freiwillige Besiedlung von öffentlichem Land zu verbieten (eine umfangreichere Abhandlung dieses Themas finden Sie hier). Es sollte vermerkt werden, dass der Genfer Konvention Ergänzungen hinzugefügt wurden (z.B. das „Zusatzprotokoll“ von 1977), die speziell auf israelische Politik abzielten, die aber von Israel und weiteren Staaten, darunter den USA, nicht ratifiziert wurden.

3. Israel unterdrückt in Judäa und Samaria Millionen Palästinenser

Als Israel und die PLO 1993 bis 1995 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieben, kamen sie überein Judäa und Samaria in drei Gebiete aufzuteilen, die Areas A, B und C. Area A stand unter mit Sicherheits- und ziviler Kontrolle durch die Palästinenser, Area B (viel kleiner) unter palästinensischer ziviler und israelischer Sicherheitskontrolle und Area C unter voller israelsicher Kontrolle. In Area C befinden sich alle jüdischen Siedlungen. Mehr als 95% der palästinensischen Bevölkerung lebt in den Areas A und B, wo sie von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) regiert werden. Es stimmt zwar, dass Israels Sicherheitskräfte sich das Recht vorbehalten Area A zu betreten, um gesuchte Terroristen zu verhaften, aber die Palästinenser haben von der PA gewährte Bürger- und politische Rechte zu wählen und Ämter zu bekleiden. Es gibt palästinensische Gerichte und palästinensische Polizei, palästinensische Ministerien für Gesundheit, Finanzen, Arbeit usw. Es ist kaum fair zu nennen, wenn Israel für die Tatsache verantwortlich gemacht wird, dass die PA korrupt und diktatorisch ist und seit Jahren keine Wahlen abgehalten hat.

Schlussfolgerung

Premierminister Netanyahus Entscheidung israelisches Recht auf die Siedlungen in Area C auszuweiten, würde keinerlei Auswirkungen welcher Art auch immer auf die unter der Kontrolle der PA lebenden Palästinenser haben und es ändert den Status der Gebiete nicht, in der sie liegen. Israel wird Judäa und Samaria nie komplett aufgeben, obwohl es möglich ist, dass einige Teile davon eine autonome Instanz der Palästinenser werden. Aber – aus Sicherheitsgründen, aus keinem sonstigen Grund – könnte Israel nie einem souveränen arabischen Staat westlich des Jordan zustimmen, noch könnte es der Art massiven Abzugs und Abrisses von Siedlungen zustimmen, die man sich in der Zeit Obamas vorstellte. Die Idee, dass „Netanyahu die Zweistaatenlösung getötet hat“ ist albern. Die Zweistaatenlösung hat aus einfachen geostrategischen Tatsachen heraus nie gelebt.

Ist es nicht schön, dass sich das mit dem Völkerrecht deckt?

Die Davidstadt und das Problem der Teilung Jerusalems

Archäologische Funde widerlegen weiterhin palästinensische Versuche jüdische Geschichte zu leugnen. Aber ohne die jüdische Präsenz vor Ort würden all diese kostbaren Altertümer auf dem Müll landen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 3. April 2019

Diejenigen, die weiterhin die historischen Fakten zum jüdischen Jerusalem leugnen, erhielten diese Woche weitere schlechte Nachrichten. Archäologen, die im Bereich der Davidstadt in Jerusalem arbeiten, zeigten einige ihrer neuesten Funde, darunter eine Bulle (ein kleines Siegel), die auf das sechste Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und damit vor die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier datiert werden kann.

Dieses besondere Stück wurde im letzten Herbst in der Davidstadt gefunden, einem Gebiet direkt außerhalb der heutigen Altstadtmauern Jerusalems, das aber Stätte der biblischen Hauptstadt des Königreichs Judäa war. Das Siegel trägt eine Inschrift, die feststellt, dass es „Natan Melech, Diener des Königs, gehörte“.

Die Bedeutung des kleinen Siegels liegt in der Tatsache, dass sein Eigentümer in 2. Könige als Beamter erwähnt wird, der im Dienst König Josiahs stand, der vor rund 2.600 Jahren lebte und starb. Als solches ist es ein weiterer in der zunehmenden Liste von Belegen, die in Ausgrabungen an der Davidstadt gefunden wurden und die beweisen, dass die in der Bibel geschilderten Geschehnisse des davidischen Königtums in historischen Fakten wurzeln, nicht in religiöser Fiktion.

Das ist aus zwei Gründen wichtig.

Einer ist, dass damit Behauptungen der Palästinenser widerlegt werden, die die jüdische Geschichte und die Verbindungen des jüdischen Volks zum Land bestreiten, insbesondere zu Jerusalem.

Zweitens setzt es die fortgesetzte Kontroverse um die Ausgrabungen in der Davidstadt und das Recht der Juden, in dieses Gebiet zu ziehen, in Kontext.

Wie Bari Weiss in einem ausgewogenen Text in der Sunday New York Times am vergangenen Wochenende vermerkt, sind die Archäologen seitens der palästinensische Autonomiebehörde und örtlichen arabischen Bewohner so unwillkommen wie die Juden, die herkamen, um in diesem Teil der antiken Stadt zu leben.

Während die Bedeutung des dort gefundenen Schatzes nicht zu bestreiten ist, betrachten Israels Kritiker die Grabung als etwas eher Politisches denn Geschichte. Mit der Entwicklung des Orts in einen Geschichtspark ist die City of David Foundation als Siedlergruppe verdammt worden, die mehr die Absicht hat Israels Zugriff auf einen Teil der Stadt zu festigen, der vom Großteil der Welt nicht als Teil Israels anerkannt wird.

Wie die Altstadt und die Westbank, so besetzte Jordanien von 1948 bis 1967 illegal den Bereich der Davidstadt. Die palästinensischen Araber, die in diesem Umfeld lebten, betrachten Juden als fremde Eindringlinge, obwohl fast alles Grundeigentum in dem Bereich vor der Gründung des Staates Israel Juden gehört oder gehörte. Obwohl niemand sie aus ihren Heimen vertreibt, fühlen sie sich zunehmend von einem Zustrom an Juden in das Viertel bedroht, die heute nach Angaben der Times ein Sechstel der Bevölkerung vor Ort ausmachen. Darüber hinaus nehmen sie die Entwicklung des archäologischen Parks bitter übel und betrachten die dort gemachten Entdeckungen als Beleidigung ihrer Überzeugungen, dass Jerusalem und all seine heiligen Stätten ausschließlich den Arabern gehören.

Ihre Märchen über diesen Versuch die physischen Beweise des jüdischen Jerusalems – wie der Tempelberg selbst und die Westmauer – als entweder gefälscht oder islamischer Natur zu behandeln, sind von Palästinenserführern wie Yassir Arafat und seinem Nachfolger Mahmud Abbas, dem Leiter der palästinensischen Autonomiebehörde, bestärkt worden.

Kritiker der City of David Foundation sind gegen diese Aktivitäten, weil sie glauben, dass der Bereich Teil eines zukünftigen Palästinenserstaats sein soll. Sie sagen, dass die Entwicklung der Stätte und die Grabungen Teil eines Versuchs sind, die erneute Teilung Jerusalems zu verhindern, die es der palästinensischen Autonomie ermöglicht ihre Hauptstadt dorthin zu legen.

Viele Israelis glauben immer noch im Prinzip an die Idee einer Zweistaaten-Lösung, wenn auch nicht annähernd so viele wie in der Vergangenheit, denn es fehlt ein glaubwürdiger palästinensischer Friedenspartner. Aber die Anstrengungen die Arbeit in der Davidstadt zu delegitimieren zeigt zwei grundlegende Probleme des Konzepts auf, sobald es auf eine sensible Stelle angewendet wird. Wenn die jüdischen Rechte an einem Ort bestritten werden, an dem König David und seine Nachkommen ihr antikes Königreich regierten, dann können sie überall im Land bestritten werden. Und das zu tun, dem haben die Palästinenser sich verschrieben. Ihre Anstrengungen die Davidstadt oder auch die Westmauer als mit jüdischen Mythen verbunden zu behandeln, statt als den Beginn der jüdischen Zivilisation, ist untrennbar mit ihrer Weigerung verbunden die Legitimität eines jüdischen Staates anzuerkennen, egal, wo dessen Grenzen gezogen werden könnten.

Es kann auch nicht argumentiert werden, dass die Palästinenser bei einer Zweistaaten-Lösung das Vertrauen gegeben werden kann die heiligen Stätten als solche zu schützen.

Erst diese Woche tauchten Beweise auf, dass antike Gräber im Raum Jericho – Territorium, das von der palästinensischen Autonomie regiert wird – von lokalen Arabern geplündert werden. Das ist in den gesamten Gebieten ein gewöhnliches Vorkommnis; das uralte jüdische Erbe der Region wird von Leuten systematisch zerstört, die auf Profit aus sind oder deren Hauptziel darin besteht die in Hülle und Fülle vorhandenen Beweise für die uralten jüdischen Verbindungen zu diesem Land auszulöschen.

Tatsächlich gibt es kein besseres Beispiel für solchen Vandalismus als den Tempelberg selbst, wo die muslimische Waqf, die den Ort verwaltet, archäologische Beweise in massivem Ausmaß verwüstete. Wir kennen das Ausmaß des Schadens aufgrund der Arbeit der Freiwilligen, die den Schutt durchsieben und bei ihrer Arbeit vor Ort viele wichtige archäologische Funde entdeckt haben, die aufzeigen, dass die jüdischen Ursprünge des Berges böswillig als Müll weggeworfen wurden.

Die einzige Möglichkeit das Erbe der Davidstadt zu schützen, besteht darin sicherzustellen, dass sie und der Rest Jerusalems unter der ungeteilten israelischen Obrigkeit verbleiben, mit dem Recht der Juden ungehindert in ihrer uralten Hauptstadt zu leben. Jede andere Lösung ist kein Weg zum Frieden, sondern etwas, das die Geschichtsleugner der PA nur weiter dazu ermutigt ihren Krieg gegen die jüdische Geschichte weiterzuführen.

Gedankenverlorenes Territorium: Bei den nächsten Wahlen wird es mehr politische Parteien als Wähler geben

PreOccupied Territory, 4. April 2019

Seit 2016 ist jeder Abiturient einer neuen Partei zugordnet worden.

Journalisten und politische Analysten sagten heute voraus, wenn die nächste Regierung die volle, vierjährige Legislaturperiode übersteht, wird die Zahl der Parteien, die um die Sitze in der Knesset konkurrieren, im nächsten Wahlkampf die Zahl der Wahlberechtigten überschreiten.

In ihrem Artikel in Ha’aretz von heute Morgen vermerkten professonielle Demoskopen und Politikexperten, dass das Tempo der Registrierung von Parteien beim Wahlvorstand die der Geburtenrate überschritten hat; wenn also beide Raten ihrem aktuellen Trend folgen, werden die Parteien bis ins erste Halbjahr 2023 die Zahl der Wähler überschreiten.

„Das alles gilt nur, wenn die Regierung, die sich nach den aktuellen, für den 9. April geplanten Wahlen bilden wird die vollen zweieinhalb Jahre übersteht, was israelische Regierungen in den letzten 7 Jahrzehnten selten getan hat“, erklärte der Artikel. „Wenn die Rate der neuen Partei-Registrierungen sich ändert, wird sich außerdem entsprechend der Punkt verschieben, an dem die Parteien die Wähler an Zahl übertreffen.“ Das offizielle Datum für Wahlen kommt an einem Dienstag im jüdischen Monat Heschwan – im Herbst – nach der Vollendung von vier Jahren seit dem vorherigen Wettstreit, so dass theoretisch fast fünf Jahre zwischen Wahlen vergehen können. Die letzten Wahlen wurden im Mai 2015 abgehalten.

Derzeit gibt es in Israel in etwa fünf Millionen Wahlberechtigte; im Vergleich dazu gibt es vierhunderttausend politische Parteien. Es haben allerdings neue Parteien viel schneller angefangen sich zu bilden als in früheren Jahren: Zur Zeit der früheren vorigen Jahren vor fast vier Jahren gab es etwa zweihunderttausend Partien und zwei Jahre davor waren es nur siebzigtausend. Beim aktuellen Tempo werden die Parteien die Wähler rechtzeitig vor dem Heschwan 5884 nach dem jüdischen Kalender oder Oktober/November 2023 nach dem gregorianischen überholen.

„Besonders diese letzen 15 Jahre haben geometrische Zunahmen in der Bildung von Parteien erlebt“, stellt der Artikel fest. „Seit 2016 ist jeder Oberschul-Absolvent einer einzigartigen neuen Partei zugeordnet worden und Haushalte haben  versucht ihren politischen Einfluss sowie ihr Einkommen zu verstärken, indem sie sich seit den späten 1990-er Jahren als Einheiten registrieren ließen.“

Der Einfluss dieses Phänomens auf Wahlen bleibt unklar. „Die meisten der fraglichen Parteien werden es niemals zu irgendetwas Konsequentem bringen oder längere Zeit Aufmerksamkeit auf sich ziehen“, warnen die Autoren. „Wie Lyndon Johnsen gesagt haben soll, beseht die grundlegendste Fähigkeit eines Politikers darin zu wissen, wie er zählt. Die Leute werden zumeist für die bestehenden, traditionellen Parteien stimmen, die eine Chance haben in die Knesset einzuziehen – immerhin beträgt die Hürde immer noch 3,25% der Stimmen. Es wäre daher vergeblich für die singuläre Partei der eigenen Familie zu stimmen oder für eine obskur, irrelevante, die niemand außer einem selbst kennt und von der die eigenen Freunde noch nie gehört haben, wie die ‚Kulanu‘.“