Melonis Sieg stellt für Israel eine Chance dar

Israels Einstellung europäischen Parteien gegenüber sollte von Fall zu Fall beurteilt werden, nicht aufgrund des Etiketts, das ihnen gegeben wird.

Arial Kahana, Israel HaYom, 29. September 2022

Der Sieg der dynamischen rechten Führungspolitikerin Girogia Meloni bei Israels Parlamentswahlen diese Woche hat in Israel automatische Reaktionen ausgelöst. Bei der israelischen Rechten waren die Leute schnell dabei die Nachricht willkommen zu heißen, dass die wahrscheinliche Regierungschefin eines großen europäischen Landes bereit ist öffentlich zu erklären, dass sie „verteidigen würde, was heilig ist, Gott, Land und Familie“ und dass sie die Linke dafür verantwortlich macht „unsere Identität auszulöschen“. Bei der israelischen Linken haben die Leute gewarnt, dass Italiens zukünftige Premierministerin „ eine Faschistin der radikalen Rechten und die Nachfolgerin von Benito Mussolini“ ist.

Wie die Schweden-Demokraten, Geert Wilders in den Niederlanden, Viktor Orban in Ungarn und Marine Le Pen in Frankreich sowie andere rechte Führungspolitiker überall in Europa sind allesamt von den akademischen und Medien-Eliten als rechtsradikal eingeordnet worden. So auch Meloni.

Vielleicht mag diese Etikettierung im europäischen Sinn zutreffen. Aber Israel sollte die Dinge nicht so betrachten. Womit sich Israel beschäftigen sollte, sind der jüdische Staat und israelische Dimensionen. Rechte europäische Parteien stellen Jerusalem vor eine komplexe Situation, denn wenn es um Juden und israelische Themen geht, stellt jede Partei ihren eigenen, einzigartigen Fall dar.

Wilders ist pro-israelisch, aber Le Pen hat nie wirklich die antisemitischen Elemente aus ihrem Umkreis entfernt, wie es die Schwedendemokraten getan haben. Orban ist ein Verbündeter der ungarischen jüdischen Gemeinschaft gewesen und hat den Holocaust zum Teil des Kerncurriculums in den Schulen gemacht. Er hat auch stolz erklärt, dass Ungar der für Juden sicherste Ort ist.

Was Meloni angeht, so scheint sie kein antisemitisches oder israelfeindliches Gepäck zu haben. Ja, ihre politische Kinderstube mögen mit faschistischen Elementen befleckt sein, aber sie hat sich schon vor langem von ihnen distanziert. Sie ist allgemein pro-israelisch und ist Teil der Europäischen Konservativen und Reform-Gruppe gewesen – einer Mitte-Rechts-Grupp im EU-parlament, zu der der Likud gehört. Sie wird wahrscheinlich Giulio Terzi zum Außenminister berufen, das zweite Mal in seiner Karriere. Er war ein Verteidiger Israels und diente sogar als Botschafter im jüdischen Staat. Er hätte sich ihrer Partei nicht angeschlossen, würde er glauben, dass sie faschistisch oder antisemitisch ist.

Meloni ist eine sehr ambitionierte Politikerin. Sie hat bisher darauf verzichtet sich gegen den Iran zu äußern. Sie sollte in dieser Sache genau unter die Lupe genommen werden, aber der Generalangriff der israelischen Linken auf sie, sie sei irgendwie faschistisch ist schlicht ungerechtfertigt und haarsträubend. Die traurige Tatsache ist, dass es überall Antisemitismus gibt, auch in Italien. Erst vor kurzem machte ein Mitglied der Demokratischen Partei Italiens niemand anderes als die Juden beschuldigt Nazis zu sein. Ein weiterer Parlamentarier der Partei sagte, Israel fehle Legitimität und dass Jerusalem besetztes Gebiet ist. Bevor also die israelische Linke mit dem Finger auf die europäische Rechte zeigt, sollte sie vielleicht die problematischen Elemente bei sich selbst aussortieren und sich von ihnen distanzieren.

Ein Tag im Leben eines muslimischen Notfallsanitäters in Jerusalem

Ramzi Batsh, Israel HaYom, 20. September 2022

Mein Name ist Ramzi Batesh und ich leben im Jerusalemer Viertel Beit Safafa. Ich arbeite in der Einsatzzentrale von United Hatzalah und als einer der Freiwilligen Rettungssanitäter und Ambulanzmotorrad-Fahrer.

Letzten Freitag rettete ich drei Menschen, die medizinische Notfälle waren. Das ist nicht unbedingt ungewöhnlich, aber daran gab es etwas Einzigartiges, weil denen, die ich rettete und wo das war.

Der Tag begann mit Morgengebeten. Dann er hielt ich einen medizinischen Notruf und reagierte darauf, bei dem ein jüdischer Mann einen Anfall erlitten hatte. Ich behandelten, indem ich seinen Kopf schützte, um sicherzustellen, dass er keine ernste Verletzung erhielt und versorgte ihn mit Sauerstoff.

Als ich nach Hause zurückkehrte, bereitete ich mich auf die Freitags-Hauptgebete vor. Ich hatte vor in der Al-Aqsa-Moschee zu beten. Ich fuhr in die Altstadt und als ich am Parkplatz im jüdischen Viertel ankam, erhielt ich einen Alarm wegen eines medizinischen Notfalls mit einer bewusstlosen Person im nahe gelegenen muslimischen Viertel. Ich eilte zu der angegebenen Adresse und mir schlossen sich zwei jüdische Rettungssanitäter an, Schlomo eisenman und Yagel Mizrachi, die ich gut kenne.

Wir fanden einen Mann in seinen Sechzigern, der bewusstlos auf dem Boden seiner Wohnung lag. Er atmete nicht und hatte keinen Puls. Zusammen mit Schlomo und Yagel legte ich einen Defibrilator an und wir führten ein volles Wiederbelegungsprotokoll durch, einschließlich Herzdruckmassage und unterstützter Beatmung sowie zwei Schocks durch den Defibrilator.

Wir setzten unsere Anstrengungen mehr als 30 Minuten fort, gemeinsam mit einem mobilen Besatzung Intensivmedizinern, die kurz darauf eintrafen. Am Ende hatten wir den Erfolg einen Puls zurückzubekommen und der Mann begann wieder zu atmen. Er wurde in ernstem, aber stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Ich hatte die Gebete verpasst, aber ich rettete ein Leben, was immer wichtiger ist.

Als ich meine Ausrüstung einsammelte, um nach Hause zu gehen, erhielt ich einen weiteren Alarm. Diesmal war es ein medizinischer Notfall am Jaffa-Tof. Ich eilte auf meinem Ambulanz-Motorrad hinüber und wurde zu einem besorgten Familienmitglied im christlichen Viertel dirigiert, wo ich einen Christen vorfand der sehr kurzatmig war. Ich versorgte ihn mit reinem Sauerstoff und sein Sauerstoffspiegel nahm langsam zu. Ich blieb bei dem Mann, bis ein Krankenwagen ankam und die Besatzung ihn ins Krankenhaus transportierte.

Ich sitze jeden Tag in der  Einsatzzentrale und leite unsere Freiwilligen zur Behandlung von Menschen aller Altersstufen, Glaubensrichtungen und Nationalitäten; Leute, die einfach so sind wie ich und medizinische Versorgung benötigen. Wenn ich meine Schicht beende, werde ich zum Freiwilligen und helfe anderen Einsatzleitern auf Notfälle zu reagieren, um Menschen zu helfen, ungeachtet ihrer rassischen oder religiösen Grenzen.

Für mich ist es eine Quelle des Stolzes, dass ich mit gleichgesinnten Menschen arbeite und Freiwilligendienst leiste, die alle glauben, dass, egal wer Hilfe benötigt, wir da sein werden um zu helfen. Wir glauben daran, weil wir alle vor allem anderen Menschen sind und menschliches Leben alle anderen Grenzen aufhebt. Darin sind wir vereint.

Das war der eigentliche erste Zionistenkongress

Uns wird oft erzählt, dass „der jüdische Staat in Basel gegründet wurde“, der Stadt, in der der erste Zionistische Kongress zusammentrat. Allerdings versammelten sich 15 Jahre früher Juden in der Stadt Focşani in Rumänien, um für die Siedlung im Land zu werben. Israel Gilad, ein Mitglied der Ersten Aliyah-Vereinigung und Urenkel des Gründers von Rosch Pina und Zikhron Ya’akov, möchte unsere Leser an die erinnern, die vor Herzl kamen…

Israel Gilad, (Goldenberg), the Librarians, 6. September 2022

Teilnehmer der Konferenz Hovevei Zion in Kattowitz, 1884. Teh Pritzker Family Nationla Photography Collection, Nationalbibliothek Israels.

1878 versammelten sich Europas Großmächte zum Berliner Kongress, um die Beute aus dem russischen und rumänischen Sieg über das Osmanische Reich im Russisch-türkischen Krieg aufzuteilen. Rumänien und Bulgarien riefen danach ihre Unabhängigkeit aus, dabei versprachen sie allen Einwohnern die Staatsbürgerschaft. Führend waren dabei der britische Premierminister Benjamin Disareli und der französische Justizminister Adolf Crémieux. Disraeli war Abkömmling einer zum Christentum konvertierten jüdischen Familie und Crémieux war selbst Jude.

Rumänien unternahm alles in seiner Macht, um diesen Schritt zu verhindern. Es setzte Jahre früher beschlossene Gesetze durch, die die Juden des Landes diskriminierten und ihre Lebensgrundlage zerstörten. Die Gesetze waren vorher nicht umgesetzt worden. Dieses Handeln, das die bereits brutale Realität des jüdischen Lebens in Osteuropa verschlimmerte, spornte die Juden an die Idee einer Rückkehr ins Land Israel zu unterstützen, eine Vorstellung, die sich bei den Juden der Region zu verbreiten begann.

Ende 1880 veröffentlichte David Gordon, der Herausgeber der jüdischen Zeitung Hamagid, einen Artikel, der die Bemühungen zur Organisation von Siedlungsvereinen für das Land Israel analysierte. Eine Schlussfolgerung lautete, dass kleine Organisationen oder Einzelpersonen bei dem Ziel scheitern würden „eine große landwirtschaftliche Siedlung für unser Volk im Land unserer Vorfahren zu gründen“. Er glaubte, eine starke Zentralkörperschaft, ähnlich der „Alliance“ der französischen Juden, gegründet werden sollte, die die Organisation und Siedlung leitet.

Porträt von David Gordon, dem Herausgeber von Hamagid. The Abraham Schwadron Collection, Nationalbibliothek Israels

Die erneuerte jüdische Siedlung im Land Israel hatte zu der Zeit nur zwei Kolonien, Gei Oni (das sich später in Rosch Pina entwickeln sollte) und Petah Tikva; beide wurden 1878 mit dem Ziel gegründet eine landwirtschaftliche Siedlung zu schaffen, die ihren Einwohnern einen Lebensunterhalt bieten sollte. Die Einwohner von Gei Oni mussten ihre Siedlung aufgrund von landwirtschaftlichem Scheitern aufgeben, während die Leute von Petah Tikva unter schweren Anfällen von Malaria litten. Bis Anfang 1880 waren die Gründer beider Kolonien gezwungen nach Safed und Jerusalem zurückzukehren, wo sie mit halukkah-Geldern (in jüdischen Gemeinden in Europa gesammelte Almosen, die an jüdische Einwohner des Landes Israel verteilt wurden) überlebten.

Gordons Idee war einfach: Die Grundlage der Organisation sollten die lokalen Vereine sein, die in Palästina Land kaufen sollten; jede Kolonie sollten eine gewisse Zahl an Bauernfamilien einsetzen (gemäß der Erlaubnis des Sultans bis zu 150 Haushalte), um darin zu arbeiten, so dass die Siedler von der Landwirtschaft leben. Gordon glaubte, dass eine große Zahl an Kolonien schließlich zur Anerkennung des Landes Israel als Heimat und Staat des jüdischen Volkes führen würde.

Am 13. März 1881 wurde der russische Zar Alexander II. von einer Terrorgruppe ermordet. Zu deren Mitgliedern gehörte eine jüdische Frau. Es folgten Pogrome an russischen Juden, die drei Jahre lang weitergingen. Die bei den Juden als „Stürme im Süden“ bekannten Pogrome motivierten Gruppen in Russland die Immigration nach Palästina zu organisieren. Die Juden Rumäniens, die erkannten, dass die Ereignisse in Russland sich bald verbreiten würden, erhöhten ebenfalls die Mitgliedschaft in zionistischen Vereinigungen.

Der Kongress in Focşani, der Beginn der Ansiedlung, „Hibat Zion“ und die zionistische Organisation

Ich würde behaupten, dass die zionistische Bewegung am 30. Dezember 1881 (nach dem julianischen Kalender) in Focşani in Rumänien gegründet wurde, beim eigentlichen „ersten Zionisten-Kongress“, an dem 51 Delegierte aus 32 Siedlungsorganisationen teilnahmen, die sich in der jüdischen Schule der Stadt trafen. Die Konferenz dauerte zwei Tage, während denen fünf Mitglieder gewählt wurden, um als „Zentralkomitee zur Besiedlung des Landes Israel und Syriens“ zu dienen. Samuel Pineles, ein zionistischer Aktivist aus Rumänien, wurde zum Vorsitzenden des Komitees und dessen Sekretär gewählt. Pineles, ein weiser und gewandter Organisator, leitete die Konferenz mit Links im Wissen, wann er, abhängig von den Umständen, entscheidend handeln und wann er flexibel sein musste.

Porträt von Samuel Pineles. Sammlung Abraham Schwadron, Nationalbibliothek Israels

Die beim Kongress in Focşani gegründete Bewegung, die später in Hovevei Zion (Liebhaber Zions) oder Hibat Zion (Liebe Zions) umbenannt werden würde, setzte sich als Ziel „die Lösung des Problems des rumänischen Judentums durch sofortige Immigration ins Land Israel, landwirtschaftliche Besiedlung und unabhängige Arbeit seitens der Siedler“. In seinem hebräischen buch Die Fackel wurde in Rumänien entzündet (Ha-Avuka Hudleka be-Rumanyah) schreibt Mosche Schaerf, dass der Kongress in Focşani „ein neues Phänomen in der jüdischen Geschichte war“.

Und so entstand das Zentralkomitee für die erste jüdische Siedlungsbewegung im Land Israel. Es finanzierte und managte die Gründung von zwei Kolonien: Zichron Ya’akov, das komplett von ihm gemanagt wird; und Rosch Pina, dem es lediglich Hilfe leistete.

Das Komitee schickte mit vier Reisen rund 120 Familien (mehr als 600 Leute) ins osmanische Palästina; diese brachten mehr als die Hälfte der ersten Siedlerwelle. Die erste zionistische Pionier-Gruppe, die ankam, war eine Gruppe aus der Stadt Moineşti; sie kaufte das Land in Gei Oni, auf dem sie Rosch Pina gründeten.

Samuel Pineles führte die zionistische Bewegung in Rumänien bis zu seinem Tod 1928 mit Ausnahme von rund fünf Jahren, während der er seine Aufmerksamkeit persönlichen geschäftlichen Dingen zuwandte.

Leider ging das Zentralkomitee für die Besiedlung des Landes Israel und Syriens im Frühjahr 1883 bankrott. Ende September in dem Jahr überwies das Komitee die Aktiva der von ihm gegründeten Kolonie, Zichron Ya’akov, in die Schirmherrschaft des Barons Edmund James de Rothschild.

Siegel der Stadt Focşani in Rumänien. Foto: Nadav Mann, Bitmuna. Aus der Sammlung Kfar Tavor, the Pritzker Family National Photography Collection, Nationalbibliothek Israels

Während Sukkot (dem Laubhüttenfest) 1882 traf Baron Rothschild Rabbi Mohilever, der von Rabbi Zadoc Kah, dem Oberrabbiner der französischen Juden begleitet wurde. Der Baron stimmte Rabbi Mohilevers Anfrage zu in Palästina eine Siedlung zu gründen und bot später ein wirtschaftliches Sicherungsnetz für die meisten der Siedlungen der ersten Welle an, die bankrott gegangen waren. Die Philanthropie des Barons verhinderte, dass die Siedlungen kollabierten, was, wäre der Fall tatsächlich eingetreten, zu einer großen Krise des Vertrauens in das zionistische Ziel geführt hätte.

Im November 1884 trat die Konferenz von Kattowitz zusammen und gründete offiziell die Bewegung „Hibat Zion“ und mit ihr wurde die Führung der Bewegung vom rumänischen ans russische Judentum übergeben.

Wir müssen zugeben, dass Hibat Zion als Bewegung ein Fehlschlag war, was ihre Fähigkeit angeht Pioniere zu motivieren und sie im Land Israel anzusiedeln. Die Bewegung agierte in „Salven“, die in erster Linie Reaktionen auf Pogrome und institutionalisierten Antisemitismus waren. Als Theodor Herzl auf der Bildfläche erschien, war die Führung der Bewegung in Osteuropa glücklich den Stab der gesamten zionistischen Bewegung an ihn weiterzugeben.

Im August 1897 trat in Basel der „Erste Zionistische Kongress“ zusammen – aber wie am Anfang dargelegt, lehne ich diesen offiziellen Titel ab. Wenn jemand mit der Zählung beim Kongress von Focşani bginnt, dann war der Kongress in Basel die siebte Versammlung.

Herzl war ein außergewöhnlich talentierter Journalist und der verehrte Anführer der zionistischen Bewegung, der sogar aus eigener Tasche ihre Aktivitäten finanzierte. Er gründete auf dem Kongress in Basel die World Zionist Organization und baute im Vergleich mit dem vorhergehenden einen eindrucksvollen Verwaltungsapparat auf. Trotzdem waren die praktischen Erfolge der zionistischen Organisation in ihren frühen Jahren bestenfalls unbedeutend. In den ersten Jahren schwand die Mitgliederzahl der Bewegung, der politische Zionismus konnte wenige Errungenschaften aufweisen und die Siedlungsaktivität der Organisation im Land Israel war bis etwa 1910 überschaubar.

Die Teilnehmer der Konferenz „Hovevei Zion“ 1890 in Odessa. Bitmuna, Sammlung Lancet. The Pritzker Family National Photography Collection, Nationalbibliothek Israels

Die Siedlungsaktivitäten der Zionist Organization folgte Herzls Konzept „keine Charta, keine Aliyah“ und brachte daher in diesen ersten Jahren nichts zustande. Die erste unter der Schirmherrschaft der Zionist Organization gegründete Siedlung war Degania im Jahr 1909. Erst Ende der 1930-er Jahre wurde die Zionist Organization zur Hauptsiedlungsbewegung und selbst dann gründete sie nur Kibbuzim und Moschawim (Gemeinschafts- und kooperative landwirtschaftliche Siedlungen).

Der Zusammenbruch und die Rettung der Siedlungen im Land Israel

Baron Rothschilds Zustimmung die Besiedlung im Land Israel zu finanzieren und sie vor dem Zusammenbruch zu retten sollte nicht vergessen werden. Die Gründerväter der jüdischen Siedlung im osmanischen Palästina zahlten allerdings den Preis dafür damit, dass sie ihre Unabhängigkeit verloren und Tagelöhner für den Baron wurden. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir unsere Schuld diesen frühen Pionieren gegenüber anerkennen und ihnen zugestehen, was ihnen zusteht.

David Ben-Gurion erkannte Baron Edmund de Rothschild als  den einzigen an, der einen Ehrenplatz in der zionistischen Geschichte beanspruchen konnte, weil er mehr für die Besiedlung des Lands israel getan hatte als jeder andere oder jedes Gremium. Damit bagatellisierte Ben-Gurion das Tun udnd ei schwere Arbeit der Organisationen und Pioniere, die von 1882 bis 1897 aktiv waren und Herzls World Zionist Organization vorausgingen.

All das begann vor hundertfünfundzwanzig Jahren, als der Kongress in Basel der „Erste Zionistische Kongress“ genannt wurde, obwohl sein voller Name „Der Erste Weltzionisten-Kongress“ lautete. Der Kongress in Basel war in Wirklichkeit der siebte seiner Art. Bis heute ist der erste Kongress des Zentralkomitees für die Besiedlung des Landes Israel und Syriens den meisten Juden unbekannt. Ich habe meine Ergebnisse hier in der Hoffnung veröffentlicht, dass Historiker eines Tages dieses historische Versehen im üblichen zionistischen Narrativ korrigieren werden.

Noch’n Grund…

…für die Mullahs Israel zu vernichten: Israelische Frauen treten für die Freiheit der iranischen Frauen ein (twitter, 27.09.2022)

Die 5 besten Momente Israels in der UNO

Chaim Lax, HonestReporting, 22. September 2022

Am Donnerstag sollte der israelische Premierminister Yair Lapid vor den versammelten Repräsentanten der Nationen der Welt auftreten und als Teil des Eröffnungstreffens der 77. Sitzung der UNO-Vollversammlung reden über Themen von entscheidender Wichtigkeit für den Jüdischen Staat reden.

Wenn Lapid ans Podium tritt, wird er sich einer Reihe langer und würdevoller Führungspolitiker und Repräsentanten anschließen, die vor der internationalen Gemeinschaft aufgetreten sind, um für Israel einzutreten sowie seine Bürger und ihr Recht auf Leben in Frieden und Sicherheit zu verteidigen.

Im Verlauf der letzten 75 Jahre sind eine Reihe mit Israel verbundene Momente in der UNO herausgestanden, sowohl wegen ihrer Wichtigkeit und ihres langfristigen Einflusses.

Die folgenden sind die fünf Top-Momente Israels bei den Vereinten Nationen (in chronologischer Reihenfolge):

1. Die Abstimmung zum Teilungsplan der UNO (1947)

Einer der wichtigsten Momente Israels in der UNO ereignete sich tatsächlich vor der Gründung des jüdischen Staates.

Im Februar 1947 kündigte die britische Regierung ihre Absicht an das britische Mandat für Palästina zu beenden, was die Frage der Zukunft des Landes an die UNO übergab.

Als Reaktion richtete die UNO das United Nations Special Committee on Palestine (UNSCOP – UNO-Sonderkomitee für Palästina) ein und beauftragte es damit eine Lösung für die Palästina-Frage zu finden.

Nach einem Treffen mit Repräsentanten der britischen Verwaltung, der jüdischen Gemeinschaft und der arabischen Gemeinschaft (trotz des offiziellen arabischen Boykottes des Komitees), empfahl die Mehrheit der UNSCOP-Mitglieder der UNO, dass das Land in einen jüdischen und einen arabischen Staat geteilt und Jerusalem zu einer internationalen Stadt werden sollte.

Obwohl der Vorschlag die Größe ihres Heimatlandes reduzierte, außerdem ihre heiligste Stadt unter internationale Verwaltung gebracht werden sollte, unterstützte die jüdische Gemeinschaft die Teilung in überwältigender Zahl. Die Mehrheit der arabischen Gemeinschaft lehnte sie ab.

Am 29. November 1947 wurde der Teilungsplan der UNO-Vollversammlung in ihrer Sitzung zur Abstimmung vorgelegt. Im verabschiedet zu werden, benötigte sie eine Zweidrittel-Mehrheit der Stimmen.

Nach zionistische Aktivisten im Vorlauf der Abstimmung unermüdlich Lobbyarbeit leisteten, wurde der Teilungsplan als Resolution 181 mit den Ja-Stimmen von 33 Ländern angenommen; 13 waren dagegen und 10 enthielten sich.

Obwohl der Teilungsplan nie umgesetzt wurde, betrachten ihn viele als das erste Mal, dass die internationale Gemeinschaft die Legitimität eines jüdischen Staates im Heimatland des jüdischen Volks akzeptierte.

2. Abba Ebans „historische“ Rede (1967)

Nach Israels mirakulösem Sieg über Ägypten, Syrien und Jordanien im Sechstage-Krieg hielt die UNO-Vollversammlung einen Dringlichkeitssitzung, um den Konflikt im Nahen Osten zu diskutieren. Angeführt von der Sowjetunion nutze eine Reihe von Ländern diese Sondersitzung dafür Israel wegen seines Verteidigungskriegs zu verurteilen und beschuldigten es sich kriegslüstern und Aggressiv zu verhalten.

Nach einer Rede des sowjetischen Premiers am 19. Juni 1967 trag Israels Botschafter bei der UNO, Abba Eban vor das Plenum, um auf die gegen den jüdischen Staat gerichteten Anschuldigungen zu antworten sowie Israels Handeln während des Krieges zu verteidigen.

Der für seine geschickte Redekunst und scharfen Witz bekannte Eban war bereit wegen der Rede gefeiert worden, die er am zweiten Tag des Krieges vor dem Sicherheitsrat hielt; diese war von einem Beobachter als „eine der größten diplomatischen Reden aller Zeiten“ beschrieben worden.

Am 19. Juni vertrat Eban einmal mehr Israels Fall vor der internationalen Gemeinschaft effektiv, indem er den kriegerischen Geist beschrieb, de Israels Feinde vor dem Krieg gepackt hatte, das Versagen der internationalen Gemeinschaft die Spannungen vor dem Krieg im nahen Osten und Jerusalems Hoffnung auf Ruhe und eine friedliche Zukunft zu reduzieren.

Abba Ebans wortgewandte Darstellung bei der Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung war so inspirierend, dass sie später als Audio-Aufzeichnung mit dem Titel Abba Eban: His Memorable, Historic Speech of June 19, 1967 (Abba Eban: Seine denkwürdige historische Rede vom 19. Juni 1967) veröffentlicht wurde.

3. Israel vs. Yassir Arafat bei der Vollversammlung (1974)

Am 13. November 1974 wurde Yassir Arafat, der damalige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) eingeladen im Plenum der Vollversammlung zu sprechen, womit er der erste seit 1965 wurde, der kein Repräsentant einer Regierung, der das machte.

Gekleidet mit einer traditionellen Keffiyeh auf dem Kopf und einem Pistolenholster an der Hüfte beinhaltete Arafats 90-minütige Rede Anprangerungen Israels, forderte eine Einstaatenlösung und behauptete, der Zionismus sei eine Art imperialer Kolonialismus.

Arafats Ansprache wurde oft vom Applaus der Repräsentanten des Sowjetblocks, ostasiatischer Staaten und afrikanischer Länder unterbrochen.

Das Vermächtnis dieser Rede ist gewesen, dass die UNO der PLO Nichtstaaten-Beobachterstatus verlieh sowie die Bedeutung, die Arafats Schlusssatz gegeben wurde: „Ich komme zu Ihnen mit einem Olivenzweig in einer Hand und der Waffe eines Freiheitskämpfers in der anderen. Lassen Sie den Olivenzweig nicht aus meiner Hand fallen.“

Für Israel war Arafats Einladung zu den Vereinten Nationen ein Schlag ins Gesicht, weil die PLO damals vom jüdischen Staat als Terrororganisation betrachtete; Grund waren die Anschläge der PLO auf israelische Zivilisten und Infrastruktur, darunter ein versuchter Bombenanschlag auf die nationale Wasserversorgung, grenzübergreifende Überfälle und die Ermordung von 21 Schulkindern ein Jahr zuvor.

In Reaktion auf Arafats Rede trat Israels Botschafter bei der UNO Yosef Tekoah ans Podium und bezeichnete die PLO als „Mörder“ und „Agenten des Todes“.

Gegenüber den Delegationen, die in der Vollversammlung repräsentiert wurden, sprach Tekoah sogar noch offener; er erklärte: „Die Mörder von Sportlern bei den Olympischen Spielen in München, die Schlächter von Kindern in Ma’alot, die Ermordung von Diplomaten in Khartoum gehören nicht in die internationale Gemeinschaft.“

4. Der israelische Botschafter Chaim Herzog zerreißt die UNGA-Resolution 3379 (1975)

Weniger als ein Jahr nach Arafats Rede vor der UNO stimmte die Vollversammlung für Resolution 3379, die den Zionismus mit Rassismus gleichsetzte. Die Resolution, die vom Sowjetblock, den arabischen Staaten und einige afrikanischen Staaten unterstützt wurde, wurde mit 72 Stimmen dafür, 35 dagegen und 32 Enthaltungen verabschiedet.

Während eine Reihe Länder sich gegen die Resolution und ihre antisemitische Prägung aussprachen, wurde eine der überzeugensten Reden von Israels Botschafter bei der UNO – und zukünftigem israelischen Präsidenten – gehalten: Chaim Herzog.

Herzog begann seine Antwort damit, dass er festhielt, dass die Abstimmung zur Delegitimierung des jüdischen Staates auf den Jahrestag der Kristallnacht fiel und  tauchte dann tief in die Geschichte des Judentums, des Zionismus und des Antisemitismus ein.

Herzog wies auch auf die Integration der Araber in die israelische Gesellschaft hin, womit er bewies, dass die Behauptungen Lügen und Unwahrheiten waren.

Der Höhepunkt seiner Rede kam am Ende, als Herzog den versammelten Nationen ankündigte: „Für uns, das jüdische Volk, entbehrt diese Resolution, die auf Hass, Fälschung und Arroganz gründet, jeglicher Moral oder juristischen Wertes. Für uns, das jüdische Volk, ist das nicht mehr als ein Stück Papier und wir werden damit wie mit einem solchen umgehen“ – und dann zerriss er den Text der Resolution in zwei Hälften.

Die Resolution wurde 1991, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, schließlich widerrufen.

Chaim Herzogs glühende Rede im Namen des jüdischen Volks inspiriert und ermutigt weiterhin bis heute Verteidiger Israels und der Menschenrechte. Am 40. Jahrestag der Abstimmung veranstalteten sowohl die Knesset als auch die UNO selbst (!) Feiern, die Herzogs bewegender Worte gedachten.

5. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu verwendet visuelle Hilfen, um vor dem Iran zu warnen (2009 bis 2018)

Als der am längsten dienende Premierminister Israels hatte Benjamin Netanyahu zahlreiche Gelegenheiten gehabt vor der UNO-Vollversammlung als Teil ihrer Eröffnungssitzung zu sprechen.

Ab 2009 nutzte Netanyahu das Podium der UNOGA, um die Welt vor der zunehmenden Bedrohung für Israel und die internationale Gemeinschaft durch den Iran zu warnen.

Ein Markenzeichen der Reden Netanyahus vor der UNO über den Iran bestand darin visuelle Hilfsmittel einzusetzen, um seine Punkte zu unterstreichen.

2009 hielt Netanyahu bei seiner Verurteilung des damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads Holocaust-Leugnung vor den versammelten Nationen der Welt Originalkopien der Nazipläne für den Holocaust hoch und fragte rhetorisch: „Ist dieses Protokoll eine Lüge?“ Und: „Sind auch diese Pläne Lügen?“

2012 brachte Netanyahu eine Karikatur-artige Zeichnung einer Bombe mit und malte dann eine rote Linie darauf, die Israels „rote Linie“ für die Entwicklung von Atomwaffen durch die Islamische Republik symbolisierte.

2018 nutzte Netanyahu bei seiner Rede vor der Vollversammlung das Bild einer geheimen iranischen Atomanlage, eine Landkarte von Hisbollah-Standorten in Beirut und als Landkarte der Atomanlagen des Iran, um sein Argument über die Bedrohung durch die Islamische Republik und ihre regionalen Stellvertreter zu verdeutlichen.

Wenn auch ohne visuelle Hilfe, so nutzte Netanyahu bei seiner Rede 2015 dramatische Redekunst vor der Vollversammlung. Nachdem er die internationale Gemeinschaft wegen ihres „ohrenbetäubenden Schweigens“ angesichts der iranische Bedrohung Israels und des jüdischen Volks heftig tadelte, starrte Netanyahu die versammelten Delegierten 45 Sekunden lang schweigend an.

Lapid hätte es besser wissen müssen: Zwei dicke Fehler in seiner Rede

Sheri Oz, Israel Diaries, 23. September 2022

Abgesehen von zwei Dingen habe ich die Rede von Premierminister Yair Lapid vo der UNO total genossen. Diese zwei Dinge allerdings ließen mich wegen ihrer schieren Dummheit das Gesicht verziehen. Ungeachtet der Teile seiner Rede, die ihn zu einem Stolz machenden Redner für unser Land machen, wird die ganze Welt die fehlerhaften Teile betonen und den Rest vergessen. Das hätte der medienkundige und Unterhaltungszauberer-Premierminister wissen sollen, bevor er seine Reche beendete.

Der erste Fehler, den Lapid in seiner UNO-Rede machte

Leider war Lapids Eröffnungssatz Grund für Bestürzung. Darin zementiert er die Missverständnisse weltweit zu unserem uralten Heimatland. Wie können wir andere Weltführer wegen dieses Fehlers anprangern, wenn unser eigener Premierminister, geschäftsführend oder sonstwas es vom UNO-Podium aus verkündet. Er begann damit:

Im November 1947 trat diese Vollversammlung zusammen und beschloss die Schaffung eines jüdischen Staates.

Der jüdische Staat wurde 1947 nicht „geschaffen“. Er wurde 1947 wieder hergestellt. Jordanien wurde aus dem Nichts geschaffen. Israel wurde wiederhergestellt. Hier ist das, was er hätte sagen sollen: „Im November 1947 trat die Vollversammlung zusammen und beschloss die Neugründung des jüdischen Staates anzuerkennen.“ Beachten Sie den Unterschied in dem was vermittelt wird.

Der wirklich schlechte Teil von Lapids UNO-Rede

Eine Vereinbarung mit den Palästinensern, auf Grundlage von zwei Staaten für zwei Völker, ist das Richtige für Israels Sicherheit, für Israels Wirtschaft und für die Zukunft unserer Kinder.

Trotz all der Hindernisse unterstützt eine große Mehrheit der Israelis die Vision dieser Zweistaatenlösung. Ich bin einer davon.

Erst einmal bezweifle ich, dass eine große Mehrheit der Israelis eine Zweistaatenlösung unterstützt. Ich bezweifle, dass es überhaupt eine Mehrheit gibt. Gäbe es sie, würden Meretz und die Avoda mehr Sitze in der Knesset haben, als es der Fall ist. Oder?

Zweitens gibt es andere mögliche Wege als die Zweistaatenlösung, um den Konflikt zu lösen. Diese hätte er erwähnen sollen. Er hätte etwas in der Art sagen sollen:

„Die große Mehrheit der Israelis unterstützt eine menschliche gerechte Lösung des Konflikts zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und Israel. Diese Lösung ist nicht notwendigerweise die Zweistaatenlösung. Es gibt andere vorgeschlagene Ideen, die ernsthaft in Erwägung gezogen werden müssen und wir laden jeden weltweit ein sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten vertraut zu machen, wenn sie wirklich daran interessiert sind Frieden zu fördern.“

Und tief im Herzen könnte er sich sagen, was viele von uns glauben – statt sich für die antisemitischen Ziele der totalen Vernichtung Israels zu interessieren oder zumindest die Juden auf ihren natürlichen Dhimmi-Status zu kürzen.

Lapid widerholte auch etwas, das jeder für wahr zu halten scheint – dass es zwei lebende Israelis gibt, die von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden. In Wirklichkeit sind es drei: Abera Mengistu, ein Israeli äthiopischer Herkunft, der seit September 2014 in Gaza festgehalten wird, Hischam al-Syed, israelischer Beduine, festgehalten seit April 2015 und Juma Ibrahim Abu Anima, israelischer Beduine, der seit Juli2016 festgehalten wird.

Die Teile von Yair Lapids Rede, die mich stolz machten:

Hier sind ausgewählte Zitate aus seiner Rede, manche gekürzt, damit dieser Artikel nicht zu lang wird:

75 Jahre später [nach 1947] ist Israel eine starke liberale Demokratie. Stolz und blühend. Die Start-up Nation, die Waze und die Eiserne Kuppel erfand, Medikamente für Alzheimer und Parkinson und ein Roboter, der Wirbelsäulenoperationen durchführen kann. Ein Weltführer in Wasser- und Lebensmitteltechnologie, Cyber-Verteidigung und erneuerbaren Energien. Mit 13 Nobelpreisgewinnern für Literatur, Chemie und Frieden.

Wie kam es dazu?

Es geschah, weil wir beschlossen haben kein Opfer zu sein.

Wir entschieden uns unsere Energien in den Aufbau einer Nation zu investieren, in den Aufbau einer glücklichen Gesellschaft, die optimistisch und kreativ ist.

Weiter:

Das Volk des Nahen Ostens, das Volk der gesamten Welt, sollte sich umsehen und sich fragen:

Wem geht es besser?

Denen, die den Weg des Friedens wählten oder denjenigen, die den Weg des Krieges wählten?

Diejenigen, die in ihr Volk und Land investierten oder diejenigen, die sich entschieden in die Zerstörung anderer zu investieren?

Weiter:

Es gibt jedoch zwei große Bedrohungen, die über dem Kopf unseres wunderbaren Lands hängen.

Sie hängen auch über Ihren Köpfen, obwohl Sie versuchen könnten sie zu bestreiten. Die erste ist die atomare Bedrohung. Die Angst, dass Terrorstaaten und Terrororganisationen Atomwaffen in die Hände bekommen. Die zweite Bedrohung ist der Untergang der Wahrheit.

Unsere Demokratien werden langsam von Lügen und Fake News vergiftet. Rücksichtslose Politiker, totalitäre Staaten und radikale Organisationen untergraben unsere Wahrnehmung der Realität.

Letzten Mai wurde das Bild von Malak al-Tanani, einem dreijährigen palästinensischen Mädchen in der ganzen Welt mit der furchtbaren Nachricht veröffentlicht, dass sie mit ihren Eltern bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe getötet wurde.

Es war ein herzzerreißendes Bild, aber Malal Al-Tanani gibt es nicht. Das Foto wurde aus Instagram genommen. Es handelt sich um ein Mädchen aus Russland.

Warum hört ihr Leuten zu, die Milliarden Dollar in die Verzerrung der Wahrheit investiert haben?

Weiter:

Wir werden nicht schweigen, wenn die, die uns Böses wollen, genau diese Bühne benutzen, um Lügen über uns zu verbreiten.

Antisemitismus ist die Bereitschaft das Schlimmste über die Juden zu glauben, keine Frage.

Antisemitismus heißt Israel nach einem anderen Standard zu beurteilen als jedes andere Land.

Dieses Orchester des Hasses wird vom Iran dirigiert.

Ich kann Ihnen tausende weitere Beispiele ähnlicher Fake News zu Israel geben. Die israelfeindliche Bewegung hat diese Lügen seit Jahren verbreitet. In den Medien, an Universitäten und in den sozialen Medien. Die Frage ist nicht, warum sie es tun, sondern warum Sie bereit sind dem zuzuhören.

Weiter:

Es gibt nur einen Mitgliedstaat der UNO, der offen erklärt einen anderen Mitgliedstaat vernichten zu wollen.

Der Iran hat immer wieder erklärt, dass er an der „völligen Vernichtung“ des Staates Israel interessiert ist.

Und dieses Gebäude schweigt.

Wovor haben Sie Angst?

Hat es in der Menschheitsgeschichte jemals eine Zeit gegeben, in der Schweigen Gewalt aufgehalten hat?

Weiter:

Israels wirtschaftliche und militärisch Stärke erlaubt es uns, uns selbst zu schützen, aber es erlaubt uns auch etwas anderes: nach Frieden zu streben…

Weiter:

Sie können uns auffordern gemäß den Werten in der UNO-Charta zu leben, aber Sie können uns nicht auffordern für sie zu sterben.

Und schließlich:

Der Staat Israel ist das einzige Land der Welt, das auf einem Buch gründet. Dem Buch der Bücher. Dem Tanach.

Dieses Buch und die Prinzipien der liberalen Demokratie fordern uns auf unsere Hand in Frieden auszustrecken. Unsere Geschichte verlangt von uns klare Augen und sehr vorsichtig zu sein.

Alles in allem war es eine wunderbare Geschichte, die, wäre sie sorgfältiger formuliert worden, hätte alle Israelis hinter unserem geschäftsführenden Premierminister stehen lassen können.