Arabischer Christ hilft Juden in der Corona-Krise Pesach zu feiern

Bürgermeister eines jüdischen Ortes fassungslos von einem Israel liebenden arabischen Christen angerufen zu werden

David Lazarus, Israel Today, 30. März 2020

Ein arabischer Christ aus Nazareth hat organisiert, dass seine Kirche während der Corona-Abriegelung Lebensmittelpakete an alte Menschen und bedürftige Familien liefert. Was den örtlichen Bürgermeister überraschte: Die Kirche lieferte auch Kisten mit Matzen, um sicherzustellen, dass jüdische Familien richtig Pessah feiern können.

Israel Today sprach mit Salim, dem arabischen Pastor, der Israel und das jüdische Volk liebt.

„Als ich Bürgermeister Ronen Plot morgens um halb acht anrief, war er genauso überrascht wie ich es war, dass er ans Telefon ging“, sagte Salim. Bürgermeister Plot von Nof HaGalil, der jüdischen Gemeinde von Ober-Nazareth, war fassungslos zu hören, dass ein Araber daran interessiert war jüdischen Familien zu helfen. Noch einmaliger war die Tatsache, dass Pastor Salims Kirche den jüdischen Einwohnern des Ortes des Bürgermeisters helfen wollte in dieser herausfordernden Zeit Pessah zu feiern.

Pastor Salim (links) trifft sich mit Bürgermeister Ronen Plot in Nof HaGalil.

„Wir bringen Behälter mit Lebensmitten, ungesäuertem Brot und Wein zu unseren jüdischen Nachbarn, um den Feiertag zu begehen“, sagte der arabische Pastor Bürgermeister Plot. „Als ich dem Bürgermeister von unseren Plänen erzählte, wollte er mich persönlich treffen, um mehr über unsere Kirchengemeinde zu erfahren“, sagte Salim.

Der Pastor erklärte dem Bürgermeister, dass seine Kirche das jüdische Volk liebt. „Früher hasste ich die Juden“, erklärte Salim. „Sie kreuzigten meinen Erlöser!“, sagte er. Salim fuhr mit der Erklärung fort, wie sein Glaube an den jüdischen Messias ihn veränderte und ihn lehrte die Juden zu lieben. Heute betrachtet er das jüdische Volk als seinen „älteren Bruder“.

Zusätzlich zu seiner humanitären Hilfe für die von der Corona-Krise gebeutelten Gemeinde von Galiläa in Nazareth, wo er geboren wurde, ist Salim auch Freiwilliger für seine lokale Polizei. Salim hat einer Gruppe von US-Senatoren gegenüber Zeugnis gegeben.

Die Tragödie der Gemeinsamen Arabischen Liste

Israelische Araber zeigen während der Pandemie ihre Entfremdung und haben das Gefühl, ihre Stimmen seien ignoriert worden. Aber wenn Integration ihr Ziel ist, brauchen sie eine neue politische Partei.

Mitglieder der Gemeinsamen Liste in der Parteizentrale in der arabischen Stadt Schfar’am während der Knessetwahlen am 2. März 2020. Foto: David Cohen/Flash90

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 2. April 2020

Es stellt sich heraus, dass einige ultraorthodoxe Juden nicht die einzigen sind, die sich gegen Israels strengen Regeln der sozialen Distanzierung während der Coronavirus-Pandemie wehren. Es hat auch Vorfälle gegeben, bei denen Einwohner israelisch-arabischer Gemeinden die Regeln nicht einhalten. In einem Fall führten Polizei-Bemühungen die soziale Distanzierung durchzusetzen, zu einem Krawall in einem arabischen Viertel der Stadt Jaffa, bei dem Protestierende Polizisten angriffen und Reifen sowie Mülleimer verbrannten – eine Szene, die an die erste Intifada erinnerte.

Kritiker Israels stellen diese unglückliche Begebenheit als Beweis für die Misshandlung der arabischen Bürger des Landes dar. Das ist Unsinn, doch in einer Zeit, in der die BDS-Bewegung die Unterstützung führender US-Demokraten wie Senator Bernie Sanders erhalten hat, der den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu regelmäßig als „Rassisten“ bezeichnet, darf das nicht ignoriert werden.

Bemühungen dieses irreführende Narrativ zu propagieren haben seit der Knessetwahl am 2. März an Boden gewonnen; die Gemeinsame Arabische Liste gewann die Rekordzahl von 15 Sitzen. Der Erfolg der Partei wurzelte in einer starken Wahlbeteiligung arabischer Wähler. Aber während der Erfolg der Gemeinsamen Arabischen Liste Israels Demokratie beweist, wird die Tatsache, dass sie an der nächsten Regierung nicht beteiligt sein wird, als Beweis für Rassismus dargestellt.

Ein Teil der von der arabischen Bevölkerung zum Ausdruck gebrachten Enttäuschung hat seine Ursache im Handeln von Benny Gantz, dem Parteichef von Blau und Weiß. Obwohl er sich schließlich entschloss sich mit Netanyahu zusammenzutun und eine Einheitsregierung zu bilden, verbrachte Gantz Wochen mit dem Flirt mit der Idee eine Regierung mit Hilfe der Gemeinsamen Liste zu bilden. Er entschied sich zum Teil wegen des Widerstands von Mitgliedern seiner eigenen Partei dagegen; außerdem zeigten Umfragen, dass die Israelis angesichts dieser Vorstellung empört waren. Die Gemeinsame Liste ist ein Bündnis von Befürwortern eines kommunistischen Staates, eines islamistischen Staates, eines palästinensisch-nationalistischen Staates und eines panarabischen States und hat in einer Regierung eines Staates nichts zu suchen, den zu vernichten sie anstrebt. Aber Gantz‘ Entscheidung wird in Israels linken Medien als Beleidigung aller arabischen Wähler dargestellt, ein Thema, das in den internationalen Medien aufgegriffen worden ist.

Das Problem ist hier nicht nur die verzerrte Berichterstattung über israelische Einstellungen gegenüber der Gemeinsamen Liste. So unfair die Rassismus-Falschmeldung in Bezug auf die Gegnerschaft zu ihrer Beteiligung an einer israelischen Regierung auch sein mag, diese Debatte hat unglücklicherweise die Diskussion über den Platz der arabischen Bürger in der israelischen Gesellschaft polarisiert. Wenn die Partei, für die die Araber stimmten, „Terroristen“ und Anhänger derer sind, die den jüdischen Staat abschaffen wollen, dann untergräbt das die Bemühungen die Araber voll in die israelische Gesellschaft zu integrieren.

Einmal abgesehen von dem hitzigen Reden über die Gemeinsame Liste und ihre Absichten ist das Ziel die israelischen Araber zu vollen Partner werden zu lassen ein Ziel, das alle Freunde Israels unterstützen sollten. Die Gründungsväter des Zionismus – sowohl die der Linken wie David Ben-Gurion als auch Ze’ev Jabotinsky auf der Rechten – stellten sich einen jüdischen Staat immer als einen Ort vor, wo die arabische Minderheit volle Rechte haben und an seiner Regierung beteiligt sein würden. Trotz der Lügen der BDS-Bewegung über Israel, es sei ein „Apartheid“-Staat, gewährt Israel der arabischen Minderheit volle Rechte. Sie sind vor dem Gesetz und an der Wahlurne gleichberechtigt. Araber dienen nicht nur in der Knesset, sondern auch in Positionen im gesamten israelischen Regierungsapparat.

Dennoch fühlen sich die israelischen Araber oft so, als seien sie permanente Außenseiter, während sie in einem Staat leben, dessen Zweck es ist dem jüdischen Volk eine nationale Heimstatt zu geben. Das manifestiert sich nicht nur in Beleidigungen der Gemeinsamen Liste, sondern in unzulänglichen Regierungsleistungen für arabische Orte und Städte. Israel muss diesbezüglich besser handeln; das Problem besteht jedoch nicht nur  in der Tatsache, dass die Führer des Landes dem Thema keine Priorität eingeräumt haben.

Das Problem ist die Gemeinsame Liste.

Wenn israelische Araber voll in die israelische Gesellschaft integriert werden wollen und wollen, dass ihre Stimmen nicht nur gehört, sondern auch beachtet werden, dann müssen sie politische Repräsentanten haben, die für diese Sache eintreten. Stattdessen haben sie Leute gewählt, deren Ziel kein Israel ist, das ein besserer Ort für seine arabische Minderheit ist; stattdessen haben sie Repräsentanten, die der jüdischen Mehrheit ihre Rechte auf Selbstbestimmung in einem jüdischen Staat verweigern wollen.

Man kann von arabischen Wählern nicht erwarten, dass sie begeisterte Zionisten sind, doch sie können erwarten als volle Partner behandelt zu werden, wenn die Leute, die behaupten für sie zu sprechen, den Staat, wie er ist, einreißen und durch etwas anderes ersetzen wollen, das die Juden entrechten wird.

In der Westbank und dem Gazastreifen lebende Palästinenser haben sich damit abgefunden von Gruppen wie der Fatah und der Hamas geführt zu werden, die einzig daran interessiert sind mit dem Zionismus im Krieg zu bleiben, statt daran einen unabhängigen Palästinenserstaat zu schaffen. Dasselbe kann von israelischen Arabern gesagt werden, die für die Konfrontation mit dem Zionismus stimmen, indem sie die Gemeinsame Arabische Liste statt eine Partei wählen, die sich ihrem Wohlergehen und ihren Interessen verschrieben hat. Leider gibt es keine solche Partei, die um arabische Stimmen konkurriert.

Traurigerweise hat sich dieselbe toxische und zerstörerische politische Kultur, die die palästinensischen Araber in den Gebieten zu endlosem Konflikt statt konstruktiven Lösungen verdammt hat, sich auch im Wahlverhalten der arabischen Bürger Israels manifestiert. Wenn ihre Knessetmitglieder, wie ihre Gegenüber auf der anderen Seite der Grünen Linie, sich nur auf den Versuch konzentrieren, die letzten hundert Jahre der Geschichte rückgängig zu machen, dann wird ihnen das jede Möglichkeit nehmen die vollen Vorteile als Bürger einer blühenden Demokratie einzufahren. Genauso gefährlich ist es, dass es die israelischen Juden überzeugt, dass ihre arabischen Nachbarn ihren Staat vernichten wollen, nicht dass sie darin gleichberechtigt sein wollen.

In diesem Licht betrachtet ist das Versagen der Gemeinsamen Arabischen Liste nicht, dass ihr ein Platz in der Regierung Israels verweigert wird, wie die Kritiker behaupten. Das Problem ist, dass sie das größte Hindernis für einvernehmliche Koexistenz für Juden und Araber geworden ist. Das ist kein Beweis für israelischen Rassismus, sondern es ist eine Tragödie.

Pessah-Putz

The Jewish Press, 19. März 2020

Ein Arbeiter in Schutzanzug desinfiziert eine Bushaltestelle in Kfar Chabad, 18. März 2020

Überall in Israel wird das Land vor den anstehenden Pessah-Feiertagen gereinigt wie nie zuvor in der jüdischen Geschichte. Da könnte jede Hausfrau neidisch werden.

Wie sah das Land Israel vor 1948 aus?

David Brummer, HonestReporting 27. Februar 2020

Blickt man auf die geografische und geopolitische Landschaft im 21. Jahrhundert, dann ist das Land Israel vor 1948 fast nicht zu erkennen.

Wenn wir das moderne Israel sehen – ein ultramodernes Land mit mehr als 9 Millionen Bürgern – dann ist es oft schwer in Begriffe zu fassen, wie das Land vor 1948 aussah. Blickt man auf die Skylines vieler der Städter Israels mit ihren schimmernden, funkelnden, vielstöckigen Bürogebäuden, Wohnhäusern – und zunehmend Wolkenkratzern (zumindest in Tel Aviv) – dann ist die Landschaft räumlich nicht mehr zu erkennen.

Die Veränderungen und Unterschiede enden hier aber nicht. Bevor David Ben Gurion, der erste Premierminister Israels, am 14. Mai 1948 Israels Unabhängigkeitserklärung verlas, lebten 600.000 Juden im Land. Gemäß Schätzungen lebten in Jerusalem – der neu erklärten Hauptstadt des entstehenden Staates – etwa ein Fünftel oder bis zu 120.000 Juden. Rund 2.000 Juden lebten– wie sie es Jahrhunderte lang legitim getan hatten – innerhalb der 500 Jahre alten Stadtmauern Jerusalems, sicherlich seit der Rückkehr aus dem Exil in Babylon im 6. Jahrhundert v.Chr.

Außerhalb von Jerusalem waren Juden weithin über das Mandat Palästina verstreut. Etwa die Hälfte der übrigen 480.000 im Land lebenden Juden – 244.000 Menschen – lebten im Raum Tel Aviv. Das erste jüdische Viertel – Never Tzedek – wurde erst 1887 gegründet, das Ergebnis einer Lotterie von anfänglich 60 Familien und eine Notwendigkeit in Jaffa Raum zu schaffen, einer damals mehrheitlich arabischen Stadt. Tel Aviv selbst wurde 1909 gegründet. Vor dem Bürgerkrieg zwischen den Juden und Araber Palästinas 1947/48 und dann dem internationalen Konflikt, der Israels Unabhängigkeitserklärung folgte, war das Land spärlich besiedelt.

Israel Zangwill, ein jüdisch-britischer Roman- und Theaterautor (und jemand, der stark in die Frauenrechtsbewegung involviert war) schrieb früh in seiner Karriere eine Artikelserie; darin beschrieb er Palästina als „Wildnis … eine Verwüstung … ein verlassenes Heim“ und ein Land das „zerstört war“.

Eine damals beliebte Sicht auf das Land lautete, Palästina sei ein „Land ohne Volk, das auf ein Volk ohne Land wartet“. Das ist nicht ganz richtig – da es offensichtlich Menschen gab, die Palästina bevölkerten, aber sie waren nicht so organisiert, dass der Eindruck eines funktionierenden Landes entstand. Es war ein verwaltungsmäßig rückständiger Landstrich des rasch zerfallenden osmanischen Reiches, das die Region 400 Jahre lang beherrschte und kaum etwas zu seiner Entwicklung tat.

Die Araber im Heiligen Land

Aber was ist mit der lokalen arabischen Bevölkerung?

Gegen Ende der osmanischen Herrschaft lebten mehrere tausend in Jerusalem; und was den Rest angeht – größtenteils waren sie weit verteilt – zumeist in Dörfern und Kleinstädten – über Judäa und Samaria sowie Galiläa verteilt. Während der osmanischen Zeit lebten die meisten als Pachtbauern in einem ziemlich feudalen System mit Landbesitzern, aber einige auch in Städten wie Gaza, Hebron, Haifa und anderen Orten.

Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Anzeichen arabischen Nationalismus, wobei wohlhabendere palästinensische Araber die türkische Obrigkeit drängten jüdischen Flüchtlingen und Pionieren die Siedlung im Land nicht zu erlauben.

Eine der heute am meisten irritierenden Fragen – oder Themen – ist die Vorstellung, dass irgendwie alle palästinensischen Araber ohne viel Federlesen  von ihrem Land vertrieben wurden – oder dass ihnen zumindest angemessene Entschädigung verweigert wurde. Das ist schlicht nicht so. Erst 1856 hatten die Osmanen ein Gesetz erlassen, das es Ausländern erlaubte Land im Reich zu kaufen; das geschah mit den tanzimat-Reformen, die ein verspäteter und irgendwie halbherziger Versuch waren Menschen zu erlauben sich als Teil des Staates zu fühlen, indem man ihnen Rechte gab.

1881 begannen die Osmanen Landverkauf an Juden und Christen zu verbieten; sie erklärten zudem, dass Juden noch erlaubt sei ins osmanische Reich einzuwandern – allerdings mit der Ausnahme Palästinas. Wie mit so vielen Funktionen türkischer Herrschaft wurden offizielle Erklärungen aus Konstantinopel verwässert, wenn sie in Palästina ankamen.

Der legale Weg zu jüdischem Landerwerb in Palästina blieb offen und der Jischuw machte das Beste aus der Gelegenheit. Araber waren bereit an wohlhabende Juden – wie Moses Montefiore oder Baron Edmond de Rothschild – zu oft überhöhten Preisen [Land] zu verkaufen. Der Jüdische Nationalfond war zudem in der Lage große Landstücke von den Osmanen zu kaufen und viel davon wurde durch ein dauerhaftes Erbe der Zweiten Aliyah (1904-1914) genutzt – die Kibbuz-Bewegung. Die Aufzeichnungen sind für diejenigen eindeutig, die bereit sind die Augen zu öffnen.

Palästinas Haupthafen war Jaffa, vor 1948 der wichtigste Einreiseort ins Land Israel. Ende der 1920-er Jahre entwickelten die Briten Haifa als Tiefseehafen im Versuch einen Vorteil aus dem Öl zu ziehen, das vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Persien gefunden wurde.

Es erscheint ironisch, dass die arabische Revolte von 1936 bis 1939 – ein gewalttätiger nationalistischer Aufstand der palästinensischen Araber, der zum Teil Protest gegen die zunehmende jüdische Einwanderung war – zur Entwicklung von Tel Aviv als neuem Hafen führte. Jaffa zu nutzen wurde als zu unsicher betrachtet; und ein Versuch systematische Veränderung im Land zu bewirken, schlug nicht zum ersten Mal massive auf die zurück, zu deren Gunsten er angeblich erfolgte. Palästinas Juden bauten derweil weiter die Infrastruktur eines potenziellen Staates auf, erwarben Land, investierten in Wassertechnologie, entwickelten die hebräische Sprache weiter und versuchten eine Zivilgesellschaft zu schaffen, die in der Zukunft nötig sein würde.

Die Zivilgesellschaft im jüdischen Teil des Mandats Palästina, als Jischuw bekannt, beinhaltete das Funktionieren von Quasi-Regierungsinstitutionen. Die Position des Jischuw war komplex – er hatte ständig mit veränderlichen Schicksalen zu ringen, die die Briten und deren Versuche, die palästinensischen Araber und Juden gegen einander auszuspielen, betrafen.

Ein entscheidender Moment kam im November 1917 mit der Balfour-Erklärung; eine hart gewonnene Anerkennung der langen historischen Verbindung der Juden  zum Land Israel durch eine imperiale Supermacht, die trotz ihrer (möglicherweise beabsichtigten) Zweideutigkeit dem jüdischen Volk eine Heimat zu garantieren schien. Andere imperiale Mächte diskutierten das Schicksal des Jischuw ebenfalls, besonders im April 1920 in der italienischen Stadt San Remo. Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan kamen zusammen, um die Teilung des Landes zu diskutieren, das früher vom osmanischen Reich gehalten worden war.

Die palästinensischen Araber waren wütend, dass die Juden als Ergebnis davon eine nationale Heimstatt in Palästina haben würden. Ihre Reaktion – wie es so oft der Fall war – und ein Muster, das sich mehr als ein Jahrhundert lang wiederholt hat – bestand darin mit Gewalt zu reagieren. Die Krawalle in Jaffa 1921 begannen eine koordiniertere Verteidigung zu begegnen, die in der Gründung der Haganah sichtbar wurde.

1922 erhielt der Jischuw einen weiteren Schlag, als Winston Churchill, der bis dahin als Freund er zionistischen Sache betrachtet wurde, beschloss die Landkarte des Nahen Ostens neu zu zeichnen. Er schnitt den Teil Palästinas ab, der östlich des Jordan lag und schuf das Land Transjordanien (später als Jordanien bekannt).

Der jüdische Staat, von dem der Jischuw glaubte, er würde ihn am Ende des Mandats bekommen, sollte jetzt 75% kleiner sein als man sie hatte glauben lassen. Er würde in den folgenden Jahrzehnten weiter schrumpfen, obwohl sie das damals noch nicht hätten wissen können. Doch trotz dieser massiven Rückschläge war das übergeordnete Ziel einen Staat zu erringen weiter zentrales Element der zionistischen Sache. Ben-Gurion und andere waren pragmatisch genug zu begreifen, was das bedeuten und was es kosten würde.

Die rapide Entwicklung Israels vor 1948

Das Land Israel vor 1948 war eine eigentümliche Mischung aus uralten, sich langsam bewegenden und traditionellen Lebensstilen und zudem eine Ort, der vor Pioniergeist explodierte. Während des frühen 20. Jahrhunderts, einer Periode, in der das erstarrte osmanische Reich immer noch dominierte, veränderten jüdische Zuwanderung und Landkäufe zunehmend einen vergessenen Ort. Jüdische Zuwanderer belebten rapide ein Land, das während 400 Jahren Herrschaft kaum Infrastruktur und Modernisierung erlebt hatte.

Die physische Landschaft veränderte sich durch die Fortschritte in der Wassertechnologie – die während der Periode des britischen Mandats weiter entwickelt wurde – insbesondere Bewässerung und die Fähigkeit selbst Brackwasser für die Landwirtschaft zu verwenden, zeigte, dass sogar in der Wüste menschliches Leben erhalten werden konnte.

Zusätzlich begannen kleine Städte in große zu wachsen und neue Viertel begannen aus bestehenden Ballungszenten heruaszuschwappen. In dieser Atmosphäre entwickelte sich die hebräische Sprache weiter, wurde in Büchern, Zeitungen, Radio und Theater verwendet – eine fortgesetzte Auferstehung von den Toten. Politische Organisationen waren ebenfalls entscheidend, da die Hebel des Staates – bevor es überhaupt einen Staat gab – auf täglicher Grundlage angewandt wurden. Sie schufen die Bausteine für den blühenden, modernen Staat Israel, den wir heute sehen.

Warnung: Bomben-Ballons voraus

The Jewish Press, 1. Februar 2020

Im Süden Israels wurden für Wanderer neue Schilder aufgestellt, man soll sich vor Ballon-Bomben hüten und was sie tun sollen, wenn sie welchen begegnen, während sie die Zeit im Freien genießen.

Nicht berühren, nicht in ihre Nähe gehen und sie melden.

Corona-Zustände

The Jewish Press, 15. März 2020

Jerusalems Stadtzentrum und der Schuk Machane Yehuda-Markt in Jerusalem, normalerweise am Samstagabend voller Leben, sind verriegelt und leer, weil die Menschen in Selbstisolation gehen, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.