Tweets, Kontext und Geschichte

Daniel Gordis, 30. Dezember 2014

Immer wieder mal ist etwas Einfaches wie ein Tweet Ursache für die Erinnerung daran, dass – im Leben allgmein, aber besonders in dieser Region – Kontext und Geschichte wichtig sind.

Der fragliche Tweet dieser Woche kam von Gershon Baskin, dem Gründer des Israel/Palestine Center vor Research and Information und selbsterklärtem Befreier von Gilad Shalit. Der Tweet war einfach: „Wenn die Welt die Anerkennung des Staats Palästina befürwortet, befürwortet sie auch Israel auf 78% des Landes zwischen Fluss und Meer.“

Nun, da fühle ich mich doch gleich viel besser.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, als Stockholm, Paris, Dublin und andere „Palästina“ (in Anführungszeichen, weil es Palästina nicht gibt) anerkannten, war das zu einem gewissen Grad ein feindlicher Akt gegenüber Israel. Immerhin erkennten die Führer von „Palästina“ Israel als jüdischen Staat nicht an und beharren darauf, dass sie es nie tun werden. Sie bestehen auf dem Rückkehrrecht der Flüchtlinge, was Israel als jüdischen Staat vernichten würde und sagen zumindest öffentlich, dass sie sich in dieser Sache niemals bewegen werden.

Also ja, ich gebe es zu: Wenn europäische Hauptstädte einen Staat anerkennen, der sowohl nicht existiert als auch anstrebt Israel als jüdischen Staat zu vernichten, dann bin ich besorgt.

Doch jetzt, wird mir gesagt, soll ich mich besser fühlen. Denn diese Länder – sowie die, die ihnen wahrscheinlich noch folgen werden – versuchen überhaupt nicht Israel Schaden zuzufügen. In Wirklichkeit ist eine solche Anerkennung Palästinas „Unterstützung Israels“ auf 78 Prozent des Landes zwischen Fluss und Meer.

Abgesehen davon, dass der Tweet Palästinas Haltung zu Israel ignoriert, ist es auch wert erwähnt zu werden, was für ein kleiner Teil dessen diese 78% sind, was dem jüdischen Volk ursprünglich versprochen wurde. Wir mögen deswegen nichts unternehmen können, aber wir sollten scharfsichtig sein, welches Spiel die internationale Gemeinschaft schon seit langem spielte und weiterhin spielt.

Die Balfour-Erklärung von 1917 besagte: Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Es können viele Fragen zu Balfour gestellt werden. Ist eine „nationale Heimstatt“ ein Staat? Wie kann die jüdische Heimat aufgebaut werden, ohne irgendwie die „bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina“ zu beeinflussen? Und vieles mehr. Aber für unsere Vorhaben ist eine Frage absolut vorherrschend: Was ist dieses Palästina, wo die jüdische Heimstatt aufgebaut werden soll und wie sehen seine Grenzen aus? Das sagt Balfour nicht.

Später fügten britische Dokumente Klarheit hinzu. Die Palestine Royal Commission von 1937 (allgemein als Peel-Kommission bekannt) erklärte klar: „Als Feld, in dem die jüdische nationale Heimstatt gegründet werden sollte, wurde zur Zeit der Balfour-Erklärung das ganze historische Palästina verstanden.“

Das „Ganze“ schloss natürlich Transjordanien ein, das man heute als Jordanien kennt. Das hielt die Peel-Kommission nicht davon ab die Größe eines vorgeschlagenen jüdischen Staates noch weiter zu reduzieren. Damit wurde das Land, das das britische Empire dem jüdischen Volk versprach 1922 erstmals geteilt, als 75% des „historischen Palästina“ abgeschlagen und zur Schaffung eines Landes namens Jordanien genutzt wurde.

Peel schlug dann etwas noch Kleineres vor.

Dann wurden, als 1947 die UNO über eine (zweite) Teilung abstimmte, weitere Teile aus einem zukünftigen jüdischen Staat ausgeschlossen; das Sonderkomitee der UNO zu Palästina hatte entschieden noch einen zweiten arabischen Staat auf den Land zu gründen, den die Balfour-Erklärung für die Juden vorgesehen hatte. (zum Beispiel hatte die Peel-Kommission vorgeschlagen Westgaliläa den Arabern zu geben.) Die Karte, über die die UNO-Vollversammlung am 29. November 1947 abstimmte, war eine, die den Juden weniger als ein Achtel dessen gab, wie ihnen mit Balfour nur 30 Jahre früher versprochen worden war.

Dem jüdischen Staat Land wegzunehmen ist eine langjährige Tradition.

Der einzige Grund, dass Israel niemals dazu gezwungen war tatsächlich innerhalb der nicht zu verteidigenden und unbewohnbaren Grenzen von 1947 zu leben, besteht darin, dass die Araber Israel nach der Abstimmung in der UNO angriffen; und dann noch lärmender, nachdem Israel am 14. Mai 1948 seine Unabhängigkeit erklärte. In dem von den Arabern losgetretenen Krieg war Israel in der Lage – mit Waffengewalt – Land zu erobern, das die UNO ihm nicht versprochen hatte. Die 1949 erreichten Linien, die sogenannte Grüne Linie, sind keine in irgendeinem Friedensvertrag vereinbarten Grenzen. Sie sind Waffenstillstandslinien: Sie sind einfach da, wo die zwei erschöpften Seiten sich entschieden die Dinge ruhen zu lassen, als die Kämpfe abklangen.

Israel eroberte dann im Juni 1967 weiteres Land, in einem weiteren Krieg, den es nicht wollte. Es übernahm die Westbank von Jordanien, nachdem es König Hussein anbettelte nicht in die Kämpfe einzutreten – eine Warnung, die der König dummerweise ignorierte. Die internationale Gemeinschaft hat entschieden, dass das von Israel 1967 eroberte Territorium zurückgegeben werden muss.

Wird sie das eines Tages auch von Land sagen, das Israel zwischen der Abstimmung in der UNO im November 1947 und dem Ende des Unabhängigkeitskriegs im März 1949 eroberte? Vielleicht nicht, aber wer weiß? Das Schachbrett namens Naher Osten unterscheidet sich stark von dem vor nur gerade mal einem Jahrzehnt. Israels Aktien in der internationalen Gemeinschaft stehen schlechter als seit langer Zeit, vielleicht schlechter als je zuvor. Die Kälte in den Beziehungen zwischen den USA und Israel (von beiden Seiten bestritten, aber offensichtlich sehr real) schächte Israel weiter. Amerikanische Juden sind zunehmend wegen eines Israel frustriert, das ihrer Meinung nach zu wenig Annäherungsversuche den Palästinenser gegenüber macht. Der Iran kommt Atomwaffen immer näher und Israel könnte die USA durchaus benötigen (wahrscheinlich mit einem ganz anderen Präsidenten), um ihn aufzuhalten.

Ungeachtet aller Beteuerungen einiger Israelis könnte Israel sich auf dem Rückzug vom Jordan zu etwas finden, das der Grünen Linie nahe kommt. Einige Israelis werden jubeln, andere werden trauern. Der Rückzug könnte Frieden bringen; wahrscheinlicher ist, dass er das am Ende nicht tut.

Doch was immer auch geschieht, wir sollten zumindest verstehen, was geschieht. Ja, Israel würde mit kolossalen 78% des Landes zwischen Fluss und Meer zurückbleiben. Aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was dem jüdischen Volk ursprünglich versprochen wurde und wenn die internationale Gemeinschaft weiterhin darauf besteht, dass Israel Territorium aufgibt, das es kämpfend gewonnen hat, könnte uns am Ende weit mehr fehlen.

Täuschen wir uns nicht. Die europäischen Regierungen, die Palästina anerkannten, erkennen nichts zu Israel an. Sie warten lediglich darauf, ihren nächsten Zug auf dem Schachbrett tun zu können.

Islamischer Staat: Rottet die Juden und Israel aus

Manfred Gerstenfeld interviewt Jacques Neriah (direkt vom Autor)

Es ist extrem wichtig die Pläne des Islamischen Staats zu verstehen. Nach Angaben dieser Bewegung müssen sowohl der Staat Israel als auch die Juden ausgerottet werden. Im Prinzip hat der sunnitische Islam keine Feindschaft mit dem Judentum und dem Christentum. Der Islamische Staat jedoch proklamiert, dass Israel und das Judentum nicht nur Teil des westlichen Kolonialismus sind sondern auch mit dem „zionistischen Programm“ verbunden sind und deshalb ausgemerzt werden müssen.

Daher können Juden nach Ansicht dieser muslimischen Bewegung nicht von ihrem historisch schwächeren Status im Islam profitieren. (Historisch lebten Juden in islamischen Ländern im Status der Dhimmis, Bürger zweiter Klasse , denen erlaubt wird ihr Leben zu leben solange sie die Jizjah zahlen – eine Kopfsteuer.) Daher ist es für Juden und Israelis entscheidend die Ideologie und konkreten Ziele der IS-Bewegung zu verstehen und nicht nur ihre globalen Ansichten.

Jacques_NeriahOberst a.D. Dr. Jacques Neriah war früher außenpolitischer Berater von Premierminister Yitzhak Rabin und stellvertretender Leiter der Auswertungsabteilung des israelischen Militärgeheimdienstes. Heute ist er leitender Analytiker für den Nahen Osten am Jerusalem Center for Public Affairs.

Er stellt fest: Der IS ist ein Produkt sunnitischer Ideologie. Das lange, historische Zerwürfnis zwischen Schiiten und Sunniten ist nie überbrückt worden. Beide kämpfen heute um die Vorherrschaft in der islamischen Welt. Sie setzen den internen muslimischen Krieg fort, der geführt wird, seit Mohammeds Cousin Ali das Kalifat entzogen und seine Söhne getötet wurden. Die Schiiten betrachten Ali als den ersten Imam.

Der IS betrachtet Schiiten als Häretiker, die bekämpft, bestraft und vom Angesicht der Erde vertilgt werden müssen, Was Christen angeht, so kann ihnen zwar der Dhimmi-Status gegeben werden, aber islamische Kämpfer können sie in der Hitze der Schlacht weiterhin ausrauben und ausplündern. Islamische Kämpfer können die Kriegsbeute genießen, zu der Frauen als Sexsklaven, die Häuser der Menschen und ihr Vermögen gehören. Hinterher wird diesen Christen gestattet innerhalb der Grenzen des islamischen Kalifats zu leben. Allerdings sind Christentum und der Papst fundamental mit dem westlichen Kolonialismus verbunden und als solche werden sie bekämpft, bis sie besiegt sind.

Der IS ist ein Magnet, der tausende Ausländer angezogen hat, die erpicht darauf sind zu kämpfen und die Gemetzel des Krieges zu genießen. Große IS-Triumphe entstammen der Tatsache, dass die meisten arabischen Staaten keine alternativen sozialen Lösungen und Ideologien bieten. Die fehlende Geschlossenheit in diesen Ländern wie auch die zunehmende Welle sozialer Unruhen in Europa und Asien haben dem IS erlaubt ein Leuchtturm und eine Sammelkraft zu werden. Jeder Erfolg des IS auf dem Schlachtfeld lockt mehr Freiwillige an. Darüber hinaus haben verschiedene Parteien, die mit Al-Qaida verbunden waren, ihre frühere Identität aufgegeben und dem IS die Treue geschworen. Das zeigt die Anziehungskraft der IS-Bewegung.

Die extreme Ideologie des IS, der alle mit westlichen Werten verbundene Elemente bekämpft, hat in muslimischen Gemeinschaften überall in der Welt ein warmes Willkommen gefunden. Es scheint so, dass sie eine Lösung für den Verlust der nationalen Identität bietet, die einige Muslime in den verschiedenen Staaten erfahren haben, in denen sie seit Jahrzehnten leben. Auf eine gewisse Weise ist das eine Form der Rache an der materiellen und technologischen Überlegenheit des Westens. Mit der Bekämpfung des Westens und seiner vermeintlichen Speerspitzen – Israel, Saudi-Arabien, Ägypten – hat der IS eine Antwort für tausende junger Muslime vorgestellt, die das Gefühl haben in einer Kultur vom Weg abgekommen zu sein, die sie weder akzeptieren noch respektieren.

Heute erstreckt sich der Einfluss des IS von Marokko über Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan bis nach China. Islamische Gruppen in Afrika und vor allem Boko Haram sind Teil dieser Gemeinschaft. Die IS-Präsenz in jedem der arabischen Staaten höhlt beständig die Autorität der Zentralregierungen aus. Selbst radikalmuslimische Staaten wie Saudi-Arabien, die das Scharia-Recht anwenden, sind nicht immun. Nach Jahren, in denen sie von den Geldern profitierten, die aus radikalen arabischen Staaten in salafistische Bewegungen flossen, hat der IS sich jetzt gegen diese Gönner gewandt. Er behauptet, dass sie illegal und antimuslimisch sind. Selbst die Türkei, die maßgeblich für den Aufbau des Militärapparats des IS gewesen ist, wird heute als ultimativer Kollaborateur der „Kreuzfahrer“ betrachtet und muss daher bekämpft werden.

Israel weiß, dass IS-Zellen in Jordanien aktiv sind. In Syrien kämpfen IS-Militäreinheiten nicht weit entfernt von Israels Grenze auf dem Golan. Im Libanon hat der IS Vorteile aus dem existierenden Hass zwischen libanesischen Sunniten und der vom Iran finanzierten schiitischen Organisation Hisbollah genutzt. Der IS hat zahlreiche Zellen gegründet, die hauptsächlich im Nordlibanon und dem Beeka-Tal agieren. Im Gazastreifen predigen IS-Unterstützer offen für ihre Sache.[1]

Die Präsenz des IS ist bisher in Israel nur in begrenztem Maß sichtbar. Nach Angaben des Inlands-Geheimdienstes (Shabak) haben rund dreißig arabische Israelis sich dem IS in Syrien und dem Irak angeschlossen. IS-Zellen existieren und funktionieren jedoch zumeist im Untergrund. In Städten wie Umm el-Fahm und Bakaah el-Gharbiyya kann man von Zeit zu Zeit die Flaggen des Islamischen Staats auf Hausdächern gehisst sehen. IS-Zellen sind außerdem in Südisrael in Beduinengemeinden wie Rahat und Tel-Sheva enttarnt worden.

Im Sommer 2015 brachte Muhammad Abd al-Ghani, Imam einer Moschee in Umm el-Fahm, seiner Unterstützung des IS zum Ausdruck. Er nannte Premierminister Benjamin Netanyahu einen „jüdischen Hund“ und machte Israel für alle Probleme in der muslimischen Welt verantwortlich.[2]

All das zeigt, dass wir uns in einer extrem dynamischen Situation befinden. Daher muss Israel den Entwicklungen auf einer im Fluss befindlichen Grundlage folgen. Die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) brachten vor kurzem ein Dokument heraus, das die Bedrohungen umreißt, denen Israel sich derzeit gegenüber sieht. Eine wichtige Veränderung in der Haltung der IDF zu wahrgenommenen Bedrohungen betrifft ihre Einstellung gegenüber dem IS. Die IDF betrachtet den IS heute als Feind. Israel wird IS-Kämpfern nicht gestatten seinen Grenzen nahe zu kommen, selbst wenn das israelische Einfälle auf syrisches Territorium auf den Golanhöhen erfordern sollte.

[1] http://www.timesofisrael.com/gaza-imam-weapons-will-help-us-build-islamic-state/

[2] http://www.timesofisrael.com/israeli-imam-backs-islamic-state-in-anti-semitic-rant/

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.08.-05.09.2015)

Sonntag, 30.08.2015:

Eine 92-jährige Araberin kann sich heute noch für das Massaker von Hebron 1929 begeistern und wünscht sich, dass die „Palästinenser“ von heute das weiter machen werden. Ein entsprechendes Video konnten von MEMRI gesichert werden.

Dienstag, 01.09.2015:

Katastrophenalarm durch die UNO: Bis 2020 könnte der Gazastreifen infolge von sozialen, Gesundheits- und Sicherheitsproblemen unbewohnbar werden. Die hohe Bevölkerungsdichte und Überbevölkerung seien dabei wichtige Faktoren. (Fragt sich nur, wer das wieder schuld sein soll – der Leiter von COGAT berichtet wieder einmal, dass die Hamas den Wiederaufbau des Gazastreifens verzögert bis verhindert.)

Heckmeck:
Premierminister Netanyahu vor einer Frauengruppe: Israel ist interessiert daran die Friedensgespräche mit Abbas wieder aufzunehmen. Ohne Vorbedingungen.

Mittwoch, 02.09.2015:

Die Polizei von Jerusalem hat nach einer Terrorwarnung ihre Präsenz im Bereich der Straßenbahn verstärkt.

Der Premierminister hat angeordnet, dass die Sicherheitskräfte an der Straße 443 (von Jerusalem nach Modi’in) verstärkt und dort auch vermehrt Beobachtungsposten eingerichtet werden. (An der Straße hat es zunehmend Angriffe mit Steinwürfen und Brandsätzen auf Verkehrsteilnehmer gegeben.)

Abbas und die PA befürworten fortgesetzten Konflikt auf dem Tempelberg, ermutigen zu „Ribat“ (religiösem Konflikt/Krieg) zum Schutz von als islamisch beanspruchtem Land.

Apartheid! (25)

Vorbemerkung heplev (Dank an Ulrich Sahm für die Klarstellung):
Anoush Belian ist offensichtlich – das zeigt ihr Name – Armenierin. Sie wohnt im Armenischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, in dem praktisch ausschließlich Armenier leben. Von Armeniern, die sich als „Palästinenser“ fühlen oder bezeichnen, hat Ulrich Sahm noch nie etwas gehört.
Insofern ist zeugt es von Unwissen, Ignoranz oder Dummheit, wenn der
Globe and Mail eine Armenierin als „Palästinenserin“ bezeichnet.
Nichtsdestotrotz ist der Erfolg dieser jungen Frau eine weitere Widerlegung der Behauptung, Israel sei ein Apartheidstaat.

The Globe and Mail, 25. August 2015

Anoush Belian aus Jerusalem wurde am Sonntag die erste palästinensische Bodybuilderin, die an einem israelischen Wettbewerb teilnahm; sie gewann. Belian wurde Erste in der Kategorie Miss Fitness in einem von der Nationalen Amateur-Bodybuilder-Vereinigung (NABBA) in Israel organisierten Wettbewerb.

Sommerabende in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 25. August 2015

An den Sommerabenden in Jerusalem in Israel

könnte ich jeden Tag durch die Straßen von Yemin Mosche wandern
und wie gelangweilt sein, weil es immer etwas Neues gibt.

Oft kommen junge Bräute an den Abenden um Fotos zu machen,
aber erst vor kurzem sah ich

eine elegant weinfarben und golden gekleidete Frau.

Oh, Wein:
Das Jerusalemer Weinfest im Israel Museum
ist zu einer beliebten Tradition im August geworden.

Tausende drängen sich jeden Abend im Garten des Museums,

wobei der Donnerstagabend mit Weinproben,
Live-Musik und mehr ausverkauft war.

Über die Donnerstagabende kann man sich kaum auf dem Laufenden halten,

denn es gibt in diesem Sommer so viele neue.

Der Jerusalemer Nachtmarkt in der Jaffa-Straße

war am Zionplatz voller Verkaufsstände.

Näher am Kikar Zafra, dem Regierungsplatz,
bot eine neue Straßeninstallation

denen, die ihr zu nahe kamen, eine Nebeldusche.

Ein Verkäufer schien seinen Landen ohne einen offiziellen Stand zu öffnen.

Menschenmengen kamen zurück ins Stadtzentrum von Jerusalem,

spazierten gemächlich die Jaffa- und die Ben Yehuda-Straße entlang,

wo Musiker spielten.

Ein weiteres kostenloses musikalisches August-Konzert findet
donnerstagsabends in den Hansen House Gardens statt.

Ein hell erleuchteter Weg führt zum Eingang

des renovierten alten Krankenhausgebäudes.
Wie anders das aussieht als vor ein paar Jahren,

es ist für die Öffentlichkeit zugänglich, mit farbenfrohen Lichtern und Musik.

Heute kann man zuhören, genießen und auf einer Schaukel entspannen.

Musik aus Parks und dem alten Bahnhof und einige wunderbare
Klänge füllen die Straße von Jerusalem in Israel.

Während eine kühle Nacht und feuchte, graue Morgenwolken
die ersten Zeichen des Endes des Sommers waren,
gibt es immer noch Zeit für den Mini-Luna Park, den Kinderpark des alten Bahnhofs
und Dinosaurier im Botanischen Garten, bevor die Schule wieder beginnt.

Das jährliche Bierfest und das Fest heiliger Musik
wird die Sommerfest-Saison beenden.

Es geschieht immer viel in Jerusalem in Israel,
nichts für die Nachrichten, aber gutes Neues, das sich mit dem Alten mischt.