Noch mehr Beweise, dass Israel die moralischste Armee der Welt hat

Elder of Ziyon, 30. Januar 2023

Aus Iraq News:

Medienorgane berichteten, dass am Sonntag eine Flotte Container-LKWs bombardiert wurde, nachdem sie die irakische Grenze nach Syrien überquerte.

Irakische Sicherheitsquellen erwähnten, dass aus dem Iran kommende 25 Container-LKW aus dem Iran kommend an einem inoffiziellen Übergang die Grenze nach Syrien überquerten.

Die Quellen erklärten, dass die nicht identifizierten Kampfflugzeuge, die die LKW bombardierten, Warn-Raketen schossen und warteten, bis die Fahrer sie verließen, bevor sie die LKW bombardierten.

Wer außer Israel würde so viel unternehmen – ihren Auftrag gefährden, indem sie Minuten lang mehr Zeit am Himmel über Feindesland verbringen – um Menschenleben zu schützen?

Und die Fahrer würden als legitime Ziele gelten, als Unterstützungspersonal, zumindest in Kriegszeiten, obwohl es möglich ist, dass sie nicht wussten, was die transportierten.

Nicht nur das, sondern es scheint so, dass Israel weitere Kontrollen einbrachte, um zu vermeiden, um den Tod dieser Menschen so weit wie möglich zu vermeiden. Bei einem sehr ähnlichen Luftangriff 2015 tötete Israel sieben LKW-Fahrer um eine Ladung Waffen zu stoppen. Still und hinter den Kulissen hat die israelische Luftwaffe eine Möglichkeit gefunden Angriffe wie diese zu fliegen und dabei zu warnen und Leben zu retten.

Der erfordert Ebenen an Bürokratie, geänderten Trainingsmethoden, Dutzenden Übungsflügen – ein große Menge an Zeit und Geld, um das Leben von Menschen zu retten, die von jeder anderen Armee der Welt zurecht als Kollateralschäden betrachtet werden würden.

Es wäre für die IDF leicht zu sagen: „Was soll‘s? Die Leute werden uns ohne hin schlechtzumachen. Warum unseren eigenen Auftrag wegen Fahrern riskieren, die von jedem objektiven Gericht nicht als Kriegsverbrechen betrachtet werden würden?“

Die Tatsache, dass trotzdem so viel unternommen wird um Leben zu retten, wenn die Israelis fast durchgängig als schlimmste Menschenrechts-Verletzer verhöhnt werden, ist nichts weniger als übermenschlich.

Dieser Vorfall beweist, dass die IDF in Wirklichkeit die moralischste Armee der Welt ist.

Der Besuch Blinkens zeigt, was in der Nahost-Diplomatie nicht stimmt

Der Aufruf des US-Außenministers nach „Ruhe“ und kaum verschleierte, bissige Bemerkungen zu Israels Justizreform-Plan wird zu weiterem palästinensischem Terror und größerer Unruhe in Israel ermutigen.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 2. Februar 2023

Während des Besuchs von US-Außenminister Antony Blinken in Jerusalem diese [inzwischen letzte] Woche unternahm Premierminister Benjamin Netanyahu sein Bestes so zu handeln, als sei die Beziehung zwischen den USA und Israel nie besser gewesen. Netanyahu lobte Blinken und Präsident Joe Biden mit der üblichen Standardrhetorik über die Stärke des Bündnisses. Er wies auch darauf hin, dass Amerikas an Israels Seite stand, während es Terroranschlägen wie dem Massaker an einer Jerusalemer Synagoge letzte Woche ausgesetzt war.

Verteidigungsminister Yoav Gallant machte dasselbe; er nutzte sein Treffen mit Blinken um zu betonen, was nach Israels Hoffnung eine einige Politik mit den USA gegenüber der atomaren Bedrohung durch den Iran sein wird – jetzt, wo die Bemühungen der Administration Biden die Appeasement-Politik gegenüber Teheran aus der Ära Obama eindeutig gescheitert ist.

Die falsche Botschaft

Trotzdem sagt Blinkens Besuch viel mehr über das aus, was in dem Bündnis und der amerikanischen Außenpolitik falsch läuft, als über das, was richtig läuft. Obwohl der den Terroranschlag verurteilte und für Israels Recht auf Selbstverteidigung eintrat, forderte aber auch „Ruhe“ sowohl von Israel als auch von den Palästinensern. Das übermittelte eine schlechte Botschaft zur Haltung Washingtons gegenüber der „Geld für Mord“-Politik der palästinensischen Autonomiebehörde – Terroristen und ihren Familien Gehälter und Pensionen zu zahlen – und ihre Unfähigkeit die Legitimität des jüdischen Staates zu akzeptieren.

Blinkens Versagen dabei PA-Führer Mahmud Abbas für die Steigerung des Terrorismus zur Verantwortung zu ziehen, was er fälschlich dem Fehlen eines durchführbaren Friedensprozesses zuschreibt; er machte deutlich, dass Washington nicht daran interessiert sei die wahren Gründe für die Gewalt anzugehen. Genauso schlecht waren seine kaum verschleierten Attacken auf die Vorschläge zur Justizreform der Regierung Netanyahu eine Art aufdringlicher Einmischung in Israels innere Politik, die die Administration der Demokraten von keinem Land tolerieren würden, das eine Meinung über ihre Innenpolitik äußert.

Es stimmt, dass das Bündnis USA-Israel sich in schlechterer Verfassung befinden könnte. Die Administration Biden unterschiedet sich insofern, als sie die erste amerikanische Regierung des letzten halben Jahrhunderts ist, die nicht mit der fixen Idee ins Amt kam den israelisch-palästinensischen Konflikt lösen zu wollen. Das gilt genauso für die Administration Trump als ihrem Vorgänger, auch wenn diese schließlich zu einer viel produktiveren Politik der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und anderen arabischen Staaten wechselte.

Bidens Team glaubt andächtig an die Mär von der Zweistaatenlösung als einzigem Weg zu einer Lösung des Konflikts. Aber selbst Biden und Blinken begreifen, dass die Palästinenser nicht bereiter sind ernsthaft mit Israel zu verhandeln als sie es in der Zeit der Administration Obama waren (in der die meisten der aktuellen Mannschaft diente), ungeachtet dessen, dass Letztere das diplomatische Spielfeld zugunsten der PA gekippt haben.

Das Scheitern ihrer entschlossenen Bemühungen eine noch schlimmere Version von Obamas desaströsem Atomdeal wiederzubeleben – einen, der eine iranische Bombe garantieren statt verhindern würde – hat Washington Jerusalem ebenfalls näher gebracht. Da der Iran nicht nur das leidenschaftliche Weben des Teams Biden verschmäht, sondern auf der Seite Moskaus im Krieg Russlands in der Ukraine eingegriffen hat (die außenpolitische fixe Idee der Amerikaner), was die von den US-Demokraten so sehr erhoffte Annäherung an Teheran unmöglich gemacht hat.

Es ist schwer Blinkens Behauptung ernst zu nehmen, eine „militärische Option“ den iranischen Durchbruch zu Atomwaffen liege immer noch auf dem Tisch. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass Biden irgendwelche Absichten hat einen solchen Schritt zu unternehmen, egal bei welcher Provokation. Darüber hinaus hat er damit, dass bei den US-Streitkräften Waffen und Munition abgezogen wurden, um den Bedarf der Ukraine zu decken, jede militärische Intervention des amerikanischen Militärs irgendwo anders noch unwahrscheinlicher gemacht.

Dennoch klingen Washington und Jerusalem aktuell in einigen Bereichen zu dieser existenziellen Bedrohung der Existenz Israels gleich. Das stellt Israel – und seine arabischen Verbündeten am Golf – in eine viel stärkere Position um den Ambitionen des Iran in der Region Widerstand zu leisten. Aber Blinkens Ankündigungen veranschaulichen, wie destruktiv die Nahost-Politik der Administration Biden sein kann, während sie demonstrieren, dass eines seiner Ziele der Sturz Netanyahus ist.

Bidens und Blinkens Gerede über das von Netanyahu betonte zueinander stehen wurde von der moralischen Gleichsetzung ihres Aufrufs nach De-Eskalation von beiden Seiten untergraben. Die Annahme des außenpolitischen Establishments und der internationalen Medien, die jüngsten Ereignisse seien ein weiteres Beispiel für einen „Kreislauf der Gewalt“, ist falsch.

Das Fehlen von Frieden und die Zunahme des Terrors sind einzig der Fehler einer Palästinenserführung, die nicht fähig ist sich eine Identität ihres Volks vorzustellen, die nicht mit dem hundert Jahre alten Krieg gegen den Zionismus und die Juden verbunden ist. Das ist der Grund, warum PA-Rhetorik, Medienberichte und Lehrpläne mit Aufstachelung zu Gewalt und Glorifizierung von „Märtyrern“ gefüllt sind, die beim Versuch Juden zu morden getötet wurden.

Blinken nutzte sein Treffen mit Abbas auch nicht, um Ramallahs „Geld für Mord“-Politik zu kritisieren. Die Administration hat versucht jedes Mittel einzusetzen, um den Vollzug des Taylor Force Acts zu umgehen, der US-Hilfen an die PA verbietet, bis diese aufhört Terroristen finanziell zu unterstützen.

Genauso schlimm ist, dass Blinken sagte, die USA würden der UNRWA, der UNO-Flüchtlingsorganisation für palästinensische Flüchtlinge, die hilft den Konflikt lebendig zu erhalten, zusätzliche $50 Millionen geben. Aber für eine Zukunft mit einem Palästinenserstaat zu werben – ohne klarzumachen, dass das Haupthindernis immer die Ablehnung der Palästinenser gewesen ist ihr Hirngespinst der Auslöschung Israels aufzugeben – stellt der Minister nur eine weitere Generation Blutvergießen sicher.

Netanyahu untergraben

Nicht weniger unverschämt waren Blinkens Belehrungen Netanyahus in Sachen Erhalt der Demokratie. Kein Israeli, schon gar nicht der Premierminister, scheitert daran zu verstehen, was er damit meinte. Blinken sprach von „Unterstützung für demokratische Kernprinzipien und Kerninstitutionen, einschließlich des Respekts für Menschenrechte, die gleichberechtigte Anwendung von Recht für alle, gleichen Rechten für Minderheitengruppen, Rechtsstaatsprinzip, freie Presse, einer robusten Zivilgesellschaft.“

Und wenn irgendjemand noch gezweifelt hätte, dass das ein Hieb gegen die Bemühungen der israelischen Regierung war für die dringend nötige Justizreform zu werben, legte er nach, indem er sagte: „Konsens für neue Vorschläge ist der effektivste Weg sicherzustellen, dass sie angenommen werden und dass sie Bestand haben.“

Diese Zeilen kamen direkt aus dem Manuskript der israelischen Opposition. Sie signalisierten Washingtons Ablehnung von Bemühungen den außer Kontrolle geraten obersten Gerichtshof Israels zu bändigen, der die Macht der linken Eliten schützen will und sich über den Willen der israelischen Wähler in einer Weise hinwegsetzt, die kein amerikanischer Politiker von US-Gerichten tolerieren würde.

Mit anderen Worten: Die Administration Biden behandelt die Regierung, die am 1. November die Mehrheit der Knessetsitze gewann, praktisch als illegitim. Weit davon entfernt die Demokratie in Israel zu schützen, wollen die Amerikaner sie hintertreiben, um den Premierminister einer Koalition stürzen, die nicht widerspruchslos Befehle aus Washington befolgen – etwas, von dem Netanyahus Gegner gezeigt haben, dass sie es bereitwillig tun werden.

Biden mag nicht in Richtung desselben Friedensprozess-Kaninchenlochs unterwegs sein wie Obama und andere amerikanische Präsidenten. Aber Blinkens jüngste Reise in den Nahen Osten tat mehr um sicherzustellen, dass es in Zukunft viele weitere palästinensische Terrorgräuel geben wird, als dass die israelischen Opfer der letzten dieser Verbrechen getröstet werden.

Und mit dem Versuch Netanyahus Gegner zu ermutigen eine Regierung zu stürzen, die weniger als drei Monate zuvor einen klaren Wahlsieg erzielte, demonstrierte Blinken scheinheilig, dass Linke in beiden Ländern glauben, dass die Ergebnisse demokratischer Wahlen nur respektiert werden sollten, wenn sie oder ihre Verbündeten sie gewinnen.

In diesem Licht betrachtet ist das Bündnis der USA und Israels nicht annähernd so stark, wie jeder es von ihm behauptet. Das sollte echte Freunde des Friedens und der Demokratie in beiden Ländern beunruhigen.

Die historischen Grenzen Palästinas

Miss Conception, LinkedIn, 31. Januar 2023

Mit dem Risiko, diejenigen zu verärgern, die glauben, die aktuelle Form Israels sei ein exaktes Replikat der historischen Form Palästinas, haben wir eine Frage.

Könntet ihr bitte einige Beispiel der Form Palästinas im Verlauf der Jahrhunderte schicken?

Wenn ihr unseren Unglauben aufheben und weiter auf die „Besatzung“ Palästinas verweisen wollt, könntet ihr uns bitte die Ehre erweisen eine alte Landkarte des Ortes schicken, die nicht von der westlichen Welt gezeichnet wurde?

Wir würden liebend gerne sehen, wie antike Kartografen Palästina zeichneten.

Als Inspiration findet ihr unten ein Beispiel für Israel, gezeichnet unter Zuhilfenahme biblischer Anhaltspunkte, um seine Grenzen vom Nil bis zum Euphrat aufzuzeigen.

Unser hier ist ziemlich deutlich: Grenzen ändern sich. Menschen wissen das.

Was bringt so viele Leute dazu sich selbst zu belügen und vorzugeben, der moderne Staat Israel habe exakt dieselbe Form wie der palästinensische Staat, den es niemals gab.

Wenn ihr Großbritannien oder Frankreich oder den alliierten Mächten die Schuld für diesen Einmarsch und die Besatzung zuschieben wollt, dann wisst ihr vermutlich nicht, wie diese Länder aussehen sollten.

Wir glauben, es ist angemessen anzunehmen, das ihr ein paar andere Landkarten habt, die die nationalen oder Staatsgrenzen zeigen, zu denen die Welt eurer Meinung nach „zurückkehren“ soll.

Wir sind immer noch verwirrt.

Im israelisch-arabischen Konflikt geht es um jüdische Präsenz, nicht die „Grenzen von 1967“

First One Through, 30. Januar 2023

Der arabisch-israelische Konflikt bekommt so viel Tinte und Analyse, weil sich die Region immer im Wandel befindet.

Doch manches bleibt immer konstant.

Die Israelis und die palästinensischen Araber führen bei sich regelmäßig über Stimmungen zu einer Vielzahl von Themen durch. Gelegentlich führen sie gemeinsame Umfragen durch, so auch am 24. Januar 2023. Das Palestinian Center of Policy and Survey Research (PCPSR) und das Internationale Magister-Programm für Konfliktlösung und Schlichtung (Israeli Pulse) der Universität Tel Aviv veröffentlichten ihren Bericht als Palästinenser und Israelis, die eine Reihe von Angriffen betrieben. Die gemeinsame Umfrage ist ein weiteres Mittel um abzuschätzen, wie israelische Juden, israelische Araber und palästinensische Araber (es gibt keine palästinensischen Juden mehr, weil die Palästinenser Juden aus der Definition ausschließen) über verschiedene Aspekte des Zusammenlebens denken und wie die Trends bei solchen Einstellungen sich verändern.

Auf viele Arten stimmen die Gruppen bei vielem überein: Nur rund ein Drittel der Israelis und Palästinenser unterstützen eine Zweistaatenlösung, ein Prozentsatz, der seit 2016 immer weiter zurückgegangen ist. Rund 85% der Israelis wie der Araber trauen einander nicht und 84% bei beiden betrachten sich selbst in dem Konflikt als die Opfer. Rund 60% jeder Gruppe fürchten um ihre Sicherheit, etwa 93% jeder Gruppe glaubt, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer des Landes sind und rund 70% beider Seiten glauben, der Konflikt sei eine Nullsummen-Beziehung, bei der das, was gut für die eine Seite ist, schlecht für die andere ist.

Zu den Bereichen mit etwas Unterschieden in den Ansichten gehört einen offenen Krieg zu führen; geschätzte 40% der Palästinenser und 26% der Israelis sind dafür und annähernd ein Drittel der israelischen Juden sind bereit das Land mit den Palästinensern zu teilen, aber nur 7% der Palästinenser sind bereit das zu tun, egal in welchem Umfang.

Die letzte Zahl – nur rund einer von vierzehn palästinensischen Arabern sind dafür irgendetwas vom Land zwischen Jordan und Mittelmeer zu teilen – ist Angst einflö0end und ollste im Kontext einer anderen Frage in der gemeinsamen Umfrage gelesen werden.

„Wann begann der Konflikt?“

Die Papiere zu reden und über die Ideen nachzudenken, die lanciert werden, um der Region Frieden zu bringen, sollte man sich vorstellen, dass die Befragten „der Sechstage-Krieg von 1967“ antworten würden, wenn sie gefragt werden wann der Konflikt entstand, weil das der Zeitpunkt ist, an dem die „Besatzung“ begann und das sind die Konturen, die im saudischen Friedensplan vorgeschlagen wurden. Nur 8% der palästinensischen Araber und 5% der israelischen Juden glauben, dass das der Beginn des Konflikts ist.

Eine Mehrheit sowohl der Palästinenser als auch der israelischen Juden (60% bzw. 52%) glaubt, dass der Konflikt mit der Balfour-Erklärung von 1917 und der zionistischen Immigrationswelle begann. Es ist die zunehmende Präsenz von Juden in der Region – mit internationaler Unterstützung – die im Kern des Konflikts steht und warum nur 7% der Palästinenser das Teilen welchen Landes auch immer mit den jüdischen „Kolonialisten“ in Betracht ziehen.

Unterschiedliche Einschätzung, wann der arabisch-israelische oder arabisch-jüdische Konflikt anfing – womit begann er?

Nur israelische Araber sind nicht dieser Meinung, da sie glauben, der Konflikt habe mit Israels Unabhängigkeitserklärung begonnen, was Sinn macht, da das der Zeitpunkt ist, als ihre Realität begann. Genauso sind sie die Gruppe, die am wahrscheinlichsten für gute Beziehungen zwischen Juden und Arabern wirbt (70%), gefolgt von israelischen Juden (56%). Fast kein Palästinenser will für gute Beziehungen werben (22%), weil das unter dem Banner der „Normalisierung“ auf der schwarzen Liste steht.

Die Palästinenser glauben nicht, dass es im arabisch-israelischen Konflikt um Land oder Religion geht. Sei glaubten, es geht um die physische Präsenz von Juden im Land, das sie als einzig ihres betrachten. Bis die Welt sich darauf konzentriert diese voreingenommene palästinensische Sichtweise zu verändern, gibt es keine Hoffnung auf eine friedliche Lösung.

Das Hirngespinst vom internationalen Jerusalem

Vor hundert Jahren wurde die Internationalisierung Jerusalems über einem Mittagessen irrelevant – und bleibt es.

Martin Kramer, Mosaic, 28. Dezember 2017

In der Aufregung um Präsident Trumps Ankündigung der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt lautet der konstante Refrain, dass man darauf besteht, dass laut langjährigem internationalen Konsens der Status der Stadt erst noch beschlossen werden muss. Die aktuelle Resolution der UNO-Vollversammlung formuliert das mit den Worten: „Jerusalem ist eine Endstatus-Frage, die über Verhandlungen in Übereinstimmung mit den einschlägigen UNO-Resolutionen gelöst werden muss.“

Die am meisten „einschlägigen“ dieser früheren Resolutionen war die Resolution vom November 1947, die eine Teilung Palästinas vorschlug und vorsah, dass zusätzlich zu zwei unabhängigen Staaten – einem arabischen und einem jüdischen – ein komplett eigener Status für Jerusalem als Stadt gehören sollte, die zu keinem Staat gehört, sondern stattdessen von einem „internationalen Sondersystem“ verwaltet wird.

Man sollte gedacht haben, dass die massive arabische Ablehnung des gesamten Teilungsplan, in all seinen Teilen, die Idee eines internationalisierten Jerusalem zunichte gemacht haben sollte. Offenbar ist dieses Hirngespinst aber zu bequem sich, als dass es sich für immer verzieht.

Das ist der Grund, dass es nützlich ist zu wissen, dass die Internationalisierung Jerusalems fast genau drei Jahrzehnte vor dem UNO-Plan von 1947 gekillt wurde – und entscheidend gekillt. Wer hat sie abgeschossen? Daran hängt eine Geschichte und hier ist ein Hinweis: Es waren weder die Araber noch die Juden.

In der ersten Dezemberhälfte 2017 beging Jerusalem den 100. Jahrestag der Kapitulation der Stadt vor dem britischen General Edmund Allenby. Am 11. Dezember 1917 krönte Allenby seinen militärischen Erfolg damit den osmanischen Türken und ihren deutschen Verbündeten Jerusalem zu entreißen mit einer Feier, die bis heute nachhallt.

In einer Vorführung scheinbarer Bescheidenheit betrat Allenby die Stadt durch das Jaffa-Tor zu Fuß, ohne Flaggen oder musikalisches Trara. Dann betrat er das Podium am Eingang zur Zitadelle (Davidturm) und verlas eine unkomplizierte Bekanntmachung: Die Stadt werde unter Kriegsrecht gestellt und der Status quo bezüglich der heiligen Orte würde weiter gelten. Nachdem er einer Auswahl Jerusalemer Honoratioren die Hand schüttelte, verließ er die Stadt, nachdem er eine ganze Viertelstunde in der Stadt verbracht hatte.

Die Illustrated London News brachte ein später berühmtes Foto Allenbys, wie er Jerusalem zu Fuß betrat; Es zeigte die Szene  als den „einfachen und ehrfurchtsvollen Einzug in Jerusalem“. Tatsächlich war der Fototermin sorgfältig inszeniert, um einen Propagandapunkt gegen den deutschen Feind zu schaffe. Kaiser Wilhelm hatte Jerusalem bei seinem Besuch 1898 auf einem weißen Ross mit wehenden Fahnen betreten. Deshalb erhielt Allenby bei seiner Ankunft drei Wochen zuvor von seinem Vorgesetzten, General William Robertson, dem Chef des Imperial General Staff, folgende Anweisung:

Im Falle der Besetzung Jerusalems wäre es von beträchtlicher politischer Bedeutung, wenn Sie beim offiziellen Betreten der Stadt am Stadttor vom Pferd steigen und sie zu Fuß betreten. Der deutsche Kaiser ritt hinein und es ging der Spruch um „ein besserer Mann, als er ging“. Der Vorteil des Kontrastes wird offensichtlich sein.

Es war in der Tat offensichtlich und mit britischen Propaganda-Fotos und –Filmen gut dokumentiert. Das ist der Grund, dass selbst heute der Einzug der Sieger und Allenbys Erklärung einen Ehrenplatz in der Erinnerung an diesen Dezember 1917 einnehmen. Vor zwei Wochen wurde in der Altstadt vor einem begeisterten Publikum von mehreren hundert Menschen sowohl der Einzug wie auch die Proklamation nachgestellt.

Aber am selben Tag 1917 gab es eine weitere Veranstaltung, abseits der Kameras, aber genauso bemerkenswert. Tatsächlich bietet diese zweite Veranstaltung die beste Erklärung dafür, warum die Internationalisierung Jerusalems 1947 niemals eine  Chance hatte – oder zu sonst einer Zeit seitdem.

Als Jerusalem fiel, war die geheime Sykes-Picot-Vereinbarung vom Mai 1916 immer noch in Kraft. Diese Vereinbarung zur Aufteilung des osmanischen Reichs war von den großen alliierten Mächten getroffen worden: Großbritannien, Frankreich und Russland. Wegen der Oktober-Revolution nur Wochen vor der Eroberung Jerusalems schied Russland aus, aber das ließ immer noch Großbritannien und Frankreich übrig (außerdem Italien, das sich dieser Allianz spät anschloss).

Weil sowohl Großbritannien als auch Frankreich Palästina beanspruchten und einen Konflikt noch vor seiner Eroberung verhindern wollten, hatten sie beschlossen es zu teilen. Laut Vereinbarung sollten Jerusalem, Jaffa und die Zone dazwischen eine „internationale Verwaltung“ bekommen, über deren Form durch Konsultationen der Alliierten entschieden werden sollte. Sykes-Picot war damit der erste Plan zur Internationalisierung Jerusalems.

Aber während der Krieg in Palästina vorankam, wurden fast das gesamte Kämpfen und Sterben im Kampf gegen die Türken von den imperialen Streitkräften der Briten erledigt. Der britische Premierminister Lloyd George schreckte vor der Vorstellung zurück, eine britische Eroberung mit den Franzosen zu teilen. Im April 1917 sagte er dem britischen Botschafter in Paris: „Die Franzosen werden unser Protektorat akzeptieren müssen; wir werden durch Eroberung dort sein und bleiben.“

Die Franzosen waren allerdings genauso entschlossen ihre Rechte laut Sykes-Picot-Abkommen geltend zu machen. Und so gehörte zum Einzug der Sieger in Jerusalem am 11. Dezember nicht nur ein kleines französisches Militärkontingent, sondern auch François George-Picot, der französische Diplomat, der die Vereinbarung ausgehandelt hatte.

Picot war gerade von seiner Regierung als „Hochkommissar der französischen Republik in den besetzten Gebieten Palästina und Syrien“ ernannt worden. Er hatte zudem präzise Anweisungen des französischen Premierministers. „Sie müssen die besetzten Gebiete organisieren, um sicherzustellen, dass Frankreich einen ebenbürtigen Halt wie den Englands erhält.“. Im November 1917 erinnerte Picot Allenbys politischen Offizier, Brigadegeneral Gilbert Clayton, an diese Fakten.

„Vor mehr als einem Jahr“ sollte Clayton von Picot berichten, „wurde zwischen der britischen und der französischen Regierung vereinbart, dass, abhängig von der Endregelung zu den Friedensbedingungen, jeder eroberte Teil Palästinas gemeinsam verwaltet werden soll.“ Darüber hinaus, fügte Clayton hinzu, handelte Picot selbst „in der vollen Überzeugung, dass er der französische Vertreter in einer gemeinsamen anglo-französischen provisorischen Verwaltung sein würde, die das besetzte Feindgebiet in Palästina bis zum Ende des Krieges regieren würde – wann eine internationale Vereinbarung getroffen werden würde.“

Das ist der Grund, dass Picot sich im Gefolge von Allenbys siegreicher Armee nach Jerusalem aufmachte. Aber auch Allenby hatte seine Befehle. Generalstabschef Robertson hatte ihn zwei Wochen zuvor angewiesen, dass er „keinerlei Ideen einer gemeinsamen Verwaltung in Erwägung ziehen sollte“. Der Weg die Franzosen zu umgehen bestand darin Jerusalem und den Rest des Landes unter einer Militärregierung zu halten, solange der Krieg andauerte. Da Allenby der Oberkommandierende war, hieß Militärherrschaft die Herrschaft durch Allenby, ausgeübt über jeden Militärstatthalter, den er gegebenenfalls ernannte.

Und das ist genau das, was Allenby in seiner berühmten Ankündigung auf den Stufen des David-Turms sagte. Jerusalem, sagte er der versammelten Menge, war „von meinen Streitkräften“ besetzt worden. „Daher erkläre ich es hier und jetzt als unter Kriegsrecht stehend; unter dieser Art der Verwaltung wird es bleiben, solange militärische Überlegungen das notwendig machen.“

Aber was bedeutete das? Und schloss es die Franzosen aus? Nachdem die Zeremonie in Jerusalem vertagt worden war, zogen sich Allenby, Picot und die anderen Hauptteilnehmer zu einem Mittagessen im militärischen Hauptquartier direkt außerhalb der Stadt bei Ein Kerem zurück. Major T.E. Lawrence (d.h. „Lawrence von Arabien“) nahm ebenfalls teil; er war auf Allenbys Geheiß aus Aqaba gekommen. In seinen Memoiren Seven Pillars of Wisdom beschrieb Lawrence die Szene:

Eine Weile lang fiel eine kurze Zeit der Stille über uns, die von Monsieur Picot, dem französischen politischen Repräsentanten, dem von Allenby erlaubt wurde beim Einmarsch  an der Seite von Clayton zu gehen, mit seiner flötenden Stimme zerschlagen wurde, der sagte: „Und morgen, mein lieber General, werde ich die notwendigen Schritte unternehmen, um in dieser Stadt die Zivilregierung zu bilden.“

Es war das mutigste aktenkundige Wort; es folgte Stille, als ob sie im Himmel das siebte Siegel geöffnet  hätten. Salat, Hühnchenmayonnaise und Foie-Gras-Sandwiches hingen ungekaut in unseren feuchten Mündern, während wir uns Allenby zuwandten und starrten. Selbst er schien für den Moment in Verlegenheit zu sein. Wir begannen zu fürchten, dass das Idol eine Schwäche verraten könnte. Aber sein Gesicht wurde rot: Er schluckte, sein Kinn ging nach vorne (so wie wir das liebten), während er mit grimmiger Miene sagte: „In der militärischen Zone ist die einzige Obrigkeit, die des Oberkommandierenden – meiner selbst.“ „Aber Sir Grey, Sir Edward Gre…“, stammelte M. Picot. [Grey, inzwischen Lord Grey, war 1916 britischer Außenminister, als das Sykes-Picot-Abkommen beschlossen wurde.] Ihm wurde das Wort abgeschnitten. „Sir Edward Grey bezog sich auf die Zivilregierung, die eingerichtet wird, wenn ich urteile, dass die militärische Lage es erlaubt.“

Es wird weithin anerkannt, dass die Verlässlichkeit von Lawrence als Zeuge für Ereignisse draußen in der Wüste viel zu wünschen übrig lässt. Aber diese Episode ereignete sich an Allenbys Seite in Jordanien und in der Anwesenheit anderer britischer Offiziere. Sein Bericht kann daher, so farbenfroh er auch formuliert wurde, als vertrauenswürdig betrachtet werden.

In der Tat mag Lawrence sogar die Kanten weicher gemacht haben. Philip Chetwode, der Kommandant eines Corps in Palästina nahm ebenfalls an dem Mittagessen teil; in einem Brief aus dem Jahr 1939 an einen anderen Offizier, der anwesend gewesen war und der eine Allenby-Biografie verfasste, schrieb Chetwode:

Ich wünsche um Himmels willen, Sie würden einbringen, was der Franzose Allenby gegenüber sagte und was Allenby ihm sagte, als der Franzose sagte, er werde sofort die Zivilverwaltung Jerusalems übernehmen. Aber das kann natürlich niemals in einem Buch erscheinen.

Weil bereits eine Version in Lawrence‘ Seven Pillars of Wisdom erschienen war, könnte der Teil mit Allenbys Zurechtweisung, der „nie in einem Buch erscheinen“ könne, durchaus noch schroffer gewesen sein. (Louis Massignon, ein Picot zugewiesener französischer Offizier, schrieb: „Allenby drohte Picot barsch mit Verhaftung, sollte er sich einmischen.“)

Picots Bemühungen waren damit nicht erschöpft, aber die Würfel waren gefallen. Zehn Tage später beschwerte sich Picot, es habe keinen Fortschritt hin zu „anglo-französischer Verwaltung“ gegeben und sagte einem britischen Gesprächspartner, er „hätte nie zugestimmt nach Palästina zu kommen, hätte er das gewusst“. Obwohl Picots französische Kommission versuchte für katholische heilige Orte wieder ein „religiöses Protektorat“ durchzusetzen (meistens in Gegnerschaft zu den Italienern), sollte es in Jerusalem keine „internationale Verwaltung“ geben, nur rein britische Kontrolle.

Obwohl Allenby militärische Notwendigkeit angeführt hatte, entwickelten die Briten darüber hinaus eine voll entwickelte These, warum sie – und nur sie – qualifiziert waren Jerusalem zu regieren. Die Briten, behaupteten sie kurz gesagt, waren völlig neutral. Lloyd George formulierte es so: „Da wir keines bestimmten Glaubens sind, sind wir die einzige Macht, die fähig sind Mohammedaner, Juden, Römisch-Katholische und alle Religionen zu regieren.“

Auf diese Weise scheiterte die erste Vereinbarung Jerusalem zu internationalisieren.

Warum ist das heute von Bedeutung? Hätte Allenby gezaudert und wäre nach dem Ersten Weltkrieg eine Art gemeinsamer Administration entstanden, könnte das Institutionen internationaler Führung geschaffen haben. Das hätte bis 1947, als die UNO die Teilung Palästinas und die Internationalisierung Jerusalems empfahl, 30 Jahre Erfahrungen angesammelt. Stattdessen zogen es die Briten in diesen Jahrzehnten vor Jerusalem genauso zu regieren, wie es die Osmanen vor ihnen gemacht hatten – nämlich durch Diktat.

1947 gab es für die Internationalisierung daher keinen Präzedenzfall, keine bürokratische Grundlage und keinen Mechanismus zur Umsetzung. Wie 1916 war es keine echte Option, sondern ein Platzhalter für Unentschlossenheit.

In den hundert Jahren seit Allenbys Einzug in Jerusalem hat die Stadt nicht einen einzigen Tag internationaler Verwaltung erlebt. Tatsächlich hat es in 3.000 Jahren keinen solchen Tag gegeben. Die Vorstellung, das stelle eine Art Standardlösung für die Zukunft Jerusalems darstellt, ist nur ein weiteres Beispiel versteinerter Frömmigkeit. Internationalisierung wurde vor einem Jahrhundert bei einem Mittagessen irrelevant und ist es seitdem immer geblieben.

Die uralte Geschichte Israel

gefunden auf Facebook:

Links: Das erste Mal, dass der Name ‚Israel‘ (Yisrael) außerhalb der Bible gefunden wurde: Die Mernepta-Stele [aka Israel-Stele], datiert auf das 13. Jahrhundert v.Chr. (1213 bis 1203 v.Chr.)

Mitte: Das erste Mal, dass er Name ‚Hebräer‘ (Hibiru) außerhalb der BIbel gefunden wurde: Die Amarna-Briefe, 14. Jahrundert v.Chr. (1350-er bis 1330-er Jahre v.Chr.)

Rechts: Das erste Mal, dass der Name ‚David‘ außerhalb der Bibel gefunden war: Die ‚Tel Dan-Stele‘, spätes 9. Jahrhundert v.Chr. erwähnt das ‚Haus David‘ (bytdwd/Beth David)

Likud-Abgeordneter fordert Ermittlung gegen deutsches Außenministerium wegen dessen Antisemitismus

Benjamin Weinthal, Jewish Press, 29. Januar 2023

Der israelische Präsident Isaak Herzog und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 4. September 2022 in Berlin

Die hitzige Debatte um den sich ausweitenden Skandal wegen des mutmaßlichen Boykotts der israelischen zionistischen Organisation Im Tirtzu durch das deutsche Außenministerium und seine NGO Deutsch-Israelische Gesellschaft veranlasste den Likud-Abgeordneten Ariel Kallner eine Sonderermittlung zu fordern.

Kallner, der Vorsitzende von „Zionistischer Horizont“, sagte gegenüber The Jewish Press: „Mit Freunden wie diesen, wer braucht da Feinde? Die Ermittlung der Bewegung Im Tirtzu offenbart ein sehr verstörendes Bild: Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) unter der Führung von [Volker] Beck ist nun gar kein Unterstützer Israels, sondern ist absolut verflochten mit der israelischen Linken und bestreitet die Legitimität rechter zionistischer Meinungen wie die Unterstützung des Jerusalemer Flaggenmarsches. Das von der Bewegung Im Tirtzu aufgedeckte Exposé zu den deutschen „Preisschild“-Handlungen ist so etwas wie eine Ritualmordlüge.“

Der linke Grünen-Politiker Beck beschuldigte Im Tirtzu in einer Audio-Aufzeichnung, die The Jewish Press vorliegt, der „israelischen Linken“ eine „Preisschild“-Botschaft zu senden, indem er sagte, Im Tirtzu hinterlasse israelischen Linken ein Schild mit dem Motto: „Seit vorsichtig, wir waren hier“. Beck lieferte für seine Behauptung keine Beweise.

Kallner fügte hinzu: „Wer sich als Freund Israels bezeichnet, darf keine zionistische Bewegung rechts auf der politischen Landkarte boykottieren und die umstrittenen Aktivitäten des New Israel Fund als legitim akzeptieren. Becks Worte zu den Sanktionen im Auftrag des deutschen Außenministeriums erfordern eine Sonderermittlung und wenn sie wahr sind, dann darf der Staat Israel sie nicht stillschweigend durchgehen lassen.“

Kallner äußerte sich vor der Bildung der neuen israelischen Regierung Ende Dezember.

Im Tirtzu wirft  Volker Beck und den Mitgliedern des Bundesvorstands der DIG vor eingegriffen zu haben, damit Yonathan Shay, der Vorsitzende von Im Tirtzu Hasbara (Israel-Interessenvertretung) in Deutschland keine Vorträge halten kann. Eine Reihe DIG-Ortsgruppen hatten den fließend Deutsch sprechenden Shay eingeladen bei sich zu sprechen.

In der The Jewish Press vorliegenden Aufzeichnung sagt Beck zur Ablehnung Shays: „Wir wollten noch einmal erklären, warum wir beschlossen dem Antrag nicht nachzukommen… Und ich möchte nicht verbergen, dass es auch etwas Besorgnis seitens des Auswärtigen Amtes gab, uns hier von Yonas Shay unterrichten zu lassen.“

Beck fügte hinzu: „Wir stehen schlicht unter Beobachtung durch das Auswärtige Amt.“

Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums sagte gegenüber The Jewish News: „Die Deutsch-Israelische Gesellschaft als Institution wird seit 2012 vom Auswärtigen Amt des Bundes finanziert. Projekte, die darüber hinausgehen, werden auf Einzelfall-Basis beantragt und genehmigt. Das Auswärtige Amt hat allerdings keinen Antrag zur Finanzierung der erwähnten Vortragsreise erhalten. Natürlich übt das Auswärtige Amt auf seine Partner keinen Druck aus und führt keine Listen wie die von Ihnen erwähnte.“

Das deutsche Außenministerium antwortete nicht sofort auf eine Anfrage der Jewish Press zu Kallner. Volker Beck und der Vorstand der DIG lehnten einen Kommentar als Reaktion auf Kallners Kritik ab.

Im Tirtzu wurde 2006 gegründet. Es handelt sich um eine Graswurzel-Organisation mit 6.000 Freiwilligen und Ortsgruppen an 20 Universitäten. Der Auftrag von Im Tirtzu besteht laut ihrer Internetseite darin „die Werte des Zionismus in Israel als jüdisch-demokratischem Staat zu stärken“.

Anfang Dezember ging der israelische Knessetabgeordnete und aktuelle Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli, hart mit der deutschen Regierung und der DIG ins Gericht. Chikli sagte gegenüber Arutz-7: „Die unaufhörliche Einmischung der deutschen Regierung und ihrer Vertreter in innenpolitische Angelegenheiten in Israel über verschiedene Fonds und sogar unter dem Deckmantel ‚pro-israelischer‘ Organisationen wie der DIG, die konservative zionistische Organisationen in Israel wie Im Tirtzu und deren Beschäftigte boykottiert, überschreitet alle politischen Grenzen.“

Matan Peleg, CEO von Im Tirtzu, hat in seinem neuen Buch „State for Sale“ die starke Rolle der von der deutschen Regierung finanzierten NGOs dokumentiert, die Berichten zufolge in die Delegitimierung Israels verwickelt sind.

DIG-Präsident Volker Beck ist im Lauf der Jahre in Skandale verwickelt gewesen. Beck trat für die Entkriminalisierung von Gesetzen ein, die Erwachsenen den Sex mit Kindern verbieten.

Laut dem Magazin Der Spiegel hat Beck in seinem Aufsatz dazu „die Öffentlichkeit bezüglich seiner Rolle bei der Förderung von Pädophilie getäuscht“.

Der Bundesgerichtshof urteilte, dass der Spiegel Becks Pädophilie befürwortenden Aufsatz veröffentlichen durfte.

Manny Waks, ein Israeli, der Tzedek gründete, eine Interessenvertretungsorganisation jüdischer Opfer und Überlebender von Kindesmissbrauch, sagte gegenüber The Jewish Press in Bezug auf Beck: „Jeder, der für die Legalisierung von Pädophilie eintritt, ist völlig fehlgeleitet und ungeeignet für jegliche Führungsposition.“

Beck behauptet, dass er Pädophilie nicht mehr unterstützt. Auf die Frage, ob er sich bei deutschen Opfern von Pädophilie entschuldigt, lehnte Beck einen Kommentar ab. Beck lehnte es auch ab auf Waks Äußerung zu antworten.

Beck unterstützt zudem den mutmaßlich antisemitischen deutschen Bürokraten Michael Blume, der in Baden-Württemberg Antisemitismus bekämpfen soll. Laut Simon Wiesenthal Center und einem Hamburger Gericht schürt Blume Antisemitismus.

Das Wiesenthal Center listete Blume 2021 wegen seiner judenfeindlichen und israelfeindlichen Aktivitäten als siebtschlimmsten Fall von Ausbruch von Antisemitismus. Im Januar fügte ein Gericht in Hamburg der Liste des Wiesenthal Centers neue Beweise hinzu, nach denen Blume als antisemitisch genannt werden kann, weil er die deutsch-jüdische Aktivistin Malca Goldstein-Wolf mit dem Nazi-Massenmörder Adolf Eichmann gleichsetzte.

Blume bezeichnete zudem einige deutsche Juden als „Rechtsextremisten“, ohne Beweise dafür zu liefern.

Der prominente deutsch-jüdische Journalist Henryk M. Broder schrieb auf der beliebten Nachrichten- und Kommentarseite Die Achse des Guten, Blume praktiziere „selektiven Antisemitismus“, weil er gegen konservative und rechte Juden schießt.

Das Gericht sagte zudem, Blumes Beschreibung des israelischen Nationalhelden Orde Wingate als „Kriegsverbrecher“ könne die Grundlage für die Bezeichnung Blumes als antisemitisch bilden. Wingate wird in Israel weithin als „Vater der IDF“ betrachtet.