Foto: Ein Überlebender

Kay Wilson, Facebook, 2. März 2017

Ich weiß nicht, ob Sie das Buch über einen Holocaust-Überlebenden namens “Der Pianist” gelesen (oder den Film gesehen) haben – aber die Lebensgeschichte von Rubin Katz übertrifft das noch.

Rubin wuchs ein einem Schtetl in Polen auf. Als Kind überlebte er das Elend und die Krankheiten im Ghetto, indem er sich in Bunkern versteckte und der Deportation in den Gaskammern umging. Nach dem Krieg, als er in sein polnisches Dorf zurückkehrte, war er am Boden zerstört zu sehen, dass es keine Juden mehr dort gab und viele aus seiner Familie ermordet worden waren. Elternlos und immer noch ein Kind ging er dann alleine nach England, wo er später eine Familie gründete und den Großteil seines Lebens verbrachte. Der beste Teil ist heute. Im reifen Alter von mehr als 80 Jahren erfüllte er endlich seinen Traum und machte Aliyah nach Israel.  🙂 ❤

Ich traf in meinem Leben eine Menge inspirierender Menschen. Dieser Mann ist nur schwer zu übertreffen. Rubin strotzt vor Leben und Weisheit. Wenn Sie seine Geschichte lesen wollen (er ist ein fantastischer Autor), dann können Sie sein Buch hier erwerben. Zumindest werden Sie bereichert sein, wenn Sie ihm auf Facebook folgen.

Am Israel Chai!

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26. März – 1. April 2017)

Sonntag, 26.03.2017:

Die PA hat die arabischen Schulen in Jerusalem angewiesen einen Tag lang zu streiken. Grund: Israel hat verfügt, dass diese Schulen zu denselben Zeiten Ferien machen wie die übrigen Schulen in Israel. Nach Lesart der PA soll die israelische Anweisung die Bildung in den Schulen untergraben. (Und um gegen Ferien und Unterrichts-„Ausfall“ zu protestieren, wird halt Unterricht ausfallen gelassen…)

Nach dem Mord an dem Hamas-Führer im Gazastreifen sind die israelischen Streit- und Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Hamas hat Racheaktionen angekündigt.

Der Generalsekretär erzählte einer saudischen Zeitung, dass Mahmud Abbas plant auf dem Arabischen Gipfel einen neuen „Friedensplan“ vorzulegen. Dieser soll „neue Lösungen“ beinhalten.

Montag, 27.03.2017:

Fatahs Botschaft an PA-Studenten: Israel wird ausgelöscht und „Palästina“ werden – und das wird durch Gewalt und Terror erreicht werden.

Dienstag, 28.03.2017:

Ausgerechnet: Mahmud Abbas forderte Israel in Brüssel nach einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini auf, die „neuen Gelegenheiten“ für Frieden nicht zu verschwenden.

Die Hama hat eine Kurzstreckenrakete entwickelt, die einen stärkeren Sprengsatz hat.

Hamas-Führer Khaled Meschaal tönt wieder (aus dem sicheren Exil): Wir befinden uns in einem offenen Krieg mit Israel. Unser Wille und unser Glaube sind mächtiger als ihre (Israels) Waffen.

Der diabolische Plan von PA und EU für die Area C

Josh Hasten, The Jerusalem Post, 13. März 2017

Blaupausen für die Gründung einer legalen Stadt bei Jericho, die den Namen Ramat Nueimah tragen soll, wurden gezeichnet, aber dieser Plan ist schon lange zu den Akten gelegt.

Ein Beduinen-Schulmädchen sieht am Donnerstag,aus dem Fenster ihres Klassenzimmers an der Al-Kahn al-Ahmar-Schule nahe der Westbank-Stadt Jericho (Foto: REUTERS)

Ich möchte ja niemandem den Urlaub versauen, aber das nächste Mal, wenn Sie zur Erholung über Jerusalem ans Tote Meer fahren, sehen Sie sich die Szenerie neben der Straße mal genau an.

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts hat es einen enormen Anstieg der Zahl der Gebäude, die in illegalen Beduinendörfern und Lagern auf beiden Seiten der Autobahn 1 von der Einfahrt zur Stadt durch das, was als Gebiet „E1“ zwischen Jerusalem und den „Adumims“ die Berge hinunter bis zum Toten Meer gebaut wurden.

Warum sollte irgendein illegales Beduinenbauwerk Ihre Reise ruinieren? Weil diese nicht nur kleine Hirtengemeinden sind, wie es scheinen soll, sondern strategisch platzierte Mini-Städte, erstellt von der palästinensischen Autonomie und finanziert durch die Europäische Union mit Hunderten Millionen Euros und dem ausdrücklichen Ziel strategische Landbereich in Area C zu übernehmen; damit soll de facto ein Palästinenserstaat geschaffen werden.

Dieses Komplott wird in einem langatmigen politischen Papier des damaligen palästinensischen Premierministers Salam Fayyad klar umrissen. Als Fayyad-Plan bekannt war die Logik dahinter, dass man beträchtliche Fakten vor Ort schafft und die PA dann mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft Anspruch auf diese Bereiche erhebt und fordert, dass sie bei jeglichen zukünftigen Verhandlungen mit Israel Teil von „Palästina“ werden.

Und hier kommt die EU ins Spiel – um als Schlüsselfinancier des Projekts zu dienen. Mehr als 1.000 illegale Gebäude – einschließlich Häusern, Badezimmern, Lagerorten usw. – und weiteren, die fast täglich überall in Judäa und Samaria errichtet werden, tragen jetzt stolz die EU-Flagge. Der falsche Anspruch der EU lautet, dass sie aus „humanitären Gründen“ am Bau dieser Anstrengungen beteiligt ist, mit denen die Beduinen in diesen Gebieten versorgt werden.

Es ist schon ironisch, dass das EU-Symbol nur auf Bauten in Area C zu sehen ist; es ist nirgendwo in den Areas A oder B zu finden, genauso wenig in den Beduinengemeinden überall sonst im Nahen Osten. Das gibt zu denken.

Daher reichte Regavim 2009 die ursprüngliche Eingabe gegen die Gemeinschaft beim Obersten Gerichtshof ein. Aber acht Jahre später liegt sie immer noch vor. Erst im Sommer kursierten Gerüchte, dass die Zivilverwaltung sich darauf vorbereitet zur Tat zu schreiten, um mit dem Abriss der Schule zu beginnen. Doch sobald der erste Unterrichtstag begann war klar, dass das nicht passieren würde.

Stellen Sie sich die in die Welt ausgestrahlten Bilder vor, wie die „bösen“ Israelis am 1. September eine Schule abreißen, egal wie ihr Status aussieht. Der Fayyad-Plan hoffte auf genau diese Art von Dilemma für die Israelis, wobei die Betonung darauf lag strategische Bereiche durch den Bau von Schulen zu übernehmen.

Vielleicht wird die Zivilverwaltung diesmal ihre Pflichten erfüllen und das gesamte Lager ein für allemal abreißen und so das Recht aufrecht erhalten. Aber nach Angaben des Berichts in der Post wendet sich der Anwalt der Dörfler an den Obersten Gerichtshof und die Aufhebung der Entscheidung beantragt.

Zwischen dem Antrag und dem Druck der EU hat die Zivilverwaltung alle Hände voll zu tun, sollte aber trotzdem das ursprüngliche Urteil des Gerichts durchsetzen.

Es ist wichtig festzuhalten, dass rotz der illegal ausgeführten Aktivitäten der PA/EU durch Beduinen, die überall im Bereich von Adumim Land besetzen; die Regierung hat immer wieder alles in ihrer Macht stehende getan, um dauerhafter Unterkunftslösungen für diese Familien anzubieten.

Blaupausen für die Gründung einer legalen Stadt namens Ramat Nueimah bei Jerioch wurden gezeichnet, aber dieser Plan ist fürs Erste zu den Akten gelegt worden. Das war das Ergebnis davon, dass die PA-Führung (und die EU) eine praktische Lösung ablehnte, die das Leben dieser Beduinen verbessern würde, aber ihren Zugriff auf diesen strategischen Korridor schmälern würde.

Das Fazit lautet, dass es für diese Leute Chancen gibt, die aber derzeit nicht genutzt werden.

Wenn Sie also Richtung Totes Meer fahren, dann sehen Sie sich die Situation selbst an und erkennen Sie, dass auf der globalen Ebene eine Menge mehr passiert als das, was ins Auge fällt. Die Barackenstädte mit ihren vielen das EU-Logo tragenden Bauten sind mit einem hinterhältigen und diabolischen Zweck dorthin gesetzt worden.