„Hallo Du“: Gemeinsames Lied aus Israel und den VAE wird YouTube-Hit

Der israelische Sänger Ellkana Marziano und der emiratische Künstler Walid Aljasim bekommen mehr als eine Million Zugriffe auf einen Clip, der Normalisierung feiert, getrennt in Dubai und Tel Aviv aufgenommen wurde.

The Times of Israel, 18. Oktober 2020

Die Szene springt von Dubai nach Tel Aviv um, der Text von Arabisch auf Hebräisch, dann auf Englisch und das Lied ist ein leicht kitschiges Elektro-Pop-Duett von Künstlern, die – im Moment – getrennt bleiben.

Die Normalisierung der Verbindungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat eine erste musikalische Zusammenarbeit hervorgebracht: „Ahlan Bik“ oder „Hallo du“ auf Arabisch.

„Das ist ein historischer Moment“, sagte der israelische Sänger Elkana Marzioano, dessen Duett mit dem emiratischen Künstler Walid Aljasim merh als 1,1 Millionen Zugriffe auf YouTube bekommen hat, seit es am 30. September eingestellt wurde.

Marziano (28) ist ein ehemaliger Gewinner der israelischen Version von The Voice, eines Gesangswettbewerbs im Fernsehen, sowie Arabisch sprechender, der von der Mizrahi-Kultur der  Juden aus der arabischen Welt beeinflusst ist. Er sagte gegenüber AFP, dass er und Aljasimüber den Video-Konferenzdienst  Zoom zusammenarbeiteten, wobei einige Teile des Liedes in Dubai und andere in Israel aufgenommen wurden. „Wir haben uns sofort verstanden“, sagte Marziano über die Partnerschaft.

Eine Online-Kommentatorin, die unter dem Nahen Shaked Sharon postete, sagte: „Mit diesem Lied spürst du den neuen Nahen Osten.“

Im August kündigten Israel und die VAE an, dass sie einen von den USA vermittelten Deal erzielt hatten ihre Beziehungen zu normalisieren; dieser folgte Jahren diskreter wirtschaftlicher und Sicherheitskooperation. Israels Parlament genehmigte den VAE-Deal am Donnerstag.

Bahrain schloss sich dem als „Abraham-Vereinbarungen“ bekannten Pakt sofort an, der letzten Monat im Weißen Haus unterschrieben wurde, was es und die VAE zum dritten und vierten Staat machte, die volle diplomatische Beziehungen zu Israel aufnahmen. Israel unterzeichnete 1979 eine Friedensvereinbarung mit Ägypten und 1994 eine mit Jordanien.

Palästinenserführer haben die Vereinbarungen verurteilt und die arabische Welt aufgefordert die Aufnahme von Beziehungen zu Israel zu verweigern, bis es einen existenzfähigen Frieden mit den Palästinensern erzielt hat.

Einige Kommentierende auf YouTube haben „Ahlan Bik“ gefeiert, andere haben das Lied und die israelisch-emiratische Normalisierung verurteilt, während sie die Gründung eines Palästinenserstaates fordern.

Der israelische Sänger Elkana Marziano (28) singt am 15. Oktober 2020 während deines Interviews mit AFP in seinem Haus in Giv’at Schmuel bei Videoclip eines Liedes mit, an dem er mit dem emiratischen Künstler Walid Aljasim (nicht im Bild) zusammenarbeitete. (Foto: Jack Guez/AFP)

Live-Konzert

Das Lied wurde von Doron Medalie geschrieben, der auch Netta Barzilais „Toy“ schrieb, mit dem sie 2018 den Eurovision Song Contest für Israel gewann.

Der Refrain – „Ich höre dich, mein weit weit entfernter Freund“ – wird in drei Sprachen wiederholt, während die Handlung im Musikvideo vom Israel mit Freunden tanzenden Marziono zu Aljasim in Dubai schwenkt.

Marziano sagte, Frieden sei ein gemeinsames Thema in der Musik Israels, das sich siet seiner Gründung 1948 regelmäßig in Konflikten mit seinen Nachbarn und unter ständiger Bedrohung durch Angriffe befand.

Er sagte, es sei ein „persönlicher Sieg“ junge Israelis und Emiratis online miteinander interagieren zu sehen, um das Lied auf seiner YouTube-Seite zu diskutieren und fügte hinzu, er plane ein Live-Konzert mit Aljasim, wenn die Coronavirus-Pandemi vorbei ist. „Ich bin sehr bewegt von der Idee dieses Lied – und andere – auf einer Bühne (mit Aljasim) zu singen“, sagte Marziano gegenüber AFP.

Sprache als Mittel des Antiisraelismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Aufeinanderfolgende israelische Regierungen haben nie eine umfassende Politik zum systematischen Kampf an all den vielen Fronten gehabt, an denen das Land angegriffen wird. Premierminister und ihre Ministerkollegen schienen nie zu begreifen, was ein Anfänger-Stratege verstehen würde: Der Kampf gegen den israelischen Staat hat viele Waffen und Werkzeuge. Israel muss alle davon bekämpfen.

Niemand kann offenen Krieg und Terroranschläge ignorieren. Die israelische Regierung widmete daher diesem Aspekt der Front viel Aufmerksamkeit. Die dafür geschaffenen Organe – die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) und die Geheimdienste – erfüllen ihre Aufgaben ziemlich gut. Vor ein paar Jahren begriff die israelische Regierung auch, dass Cyber-Kriegsführung für das Land gefährlich ist und baute eine Dienststelle auf, die sich damit beschäftigt.

In anderen Bereichen des Schlachtfeldes ist Israel weniger effektiv aufgetreten und ist oft fahrlässig. Boykotten entgegenzutreten war und gelingt Israel auf weniger bemerkenswerte Weise. Den anfänglichen arabischen Boykott gab es seit Jahrzehnten.[1] Israel versuchte ihn auf viele Weisen zu umgehen; einige waren erfolgreich, manche weniger.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kam eine weitere Form des Boykotts auf, die als BDS (Boykott, De-Investition, Sanktionen bekannt ist). BDS begann in der Universitätswelt mit einem offenen Brief im Guardian am 6. April 2002, der von mehr als 100 Akademikern unterschrieben wurde.[2] Er forderte einen Stopp aller kulturellen und Forschungsverbindungen mit Israel auf europäischer oder nationaler Ebene, bis die israelische Regierung alle UNO-Resolutionen befolgt und „ernste Friedensverhandlungen mit den Palästinensern beginnen, die sich entlang der in vielen Friedensplänen, einschließlich des jüngsten, von den Saudis und der Arabischen Liga unterstützten, orientiert.“ Dem offenen Brief folgten andere, ähnliche Initiativen. Freunde Israels sprachen sich gegen sie aus. Die israelische Regierung unternahm viele Jahre lang kaum etwas.

Israel hat den gewaltigen Krieg der Worte gegen sich weitgehend ignoriert. Einige Staaten sind Meister des verbalen Kampfes. Nazideutschland stand fast an der Spitze und erfand eine beinahe komplett neue Sprache für die von ihm begangenen kriminellen Taten. Es wurden viele Synonyme für Mord entwickelt.[3]

Die Sowjetunion war ein kompetenter Zweiter. Bevor sie anfing den Begriff „Antizionismus“ zu propagieren, gab es dieses Wort in keinem Wörterbuch.[4] Jahrtausende zuvor – im ersten Buch der Bibel – war das Sprachproblem bereits auf dramatische Weise präsent. Gott zerstörte die gemeinsame Sprache derer, die den Turm zu Babel bauten. So wurde großes Durcheinander in der Kommunikation geschaffen.

George Orwell verstand die Rolle des Sprachspiels sehr gut. In seinem Buch „1984“ – 1949 veröffentlicht – erfand er „Neusprech“, das durch die Austauschbarkeit der Bedeutung von Worten charakterisiert war. Es ersetzte traditionelles Englisch. Regelmäßig wurden diese Wendungen zitiert: „Freiheit ist Sklaverei, Ignoranz ist Stärke“ und sehr wichtig für die Palästinenser: „Krieg ist Frieden“.[5]

Die israelische Linke und sogar eine Reihe Mainstream-Israelis haben oft für die fundamental falsche Vorstellung des „Land für Frieden“ geworben. Sie beurteilten radikal falsch, wie viel die Palästinenser von Frieden zu gewinnen haben. Das ist heute zum Teil durch „Frieden für Frieden“ ersetzt worden.

Die israelische Regierung mag von Zeit zu Zeit – aber weit entfernt davon das immer zu tun – reagieren, wenn ein Prominenter Israel der „Apartheid“ beschuldigt. Zum Beispiel verwendete der ehemalige deutsche, sozialistische Außenminister Sigmar Gabriel diesen Ausdruck und entschuldigte sich später dafür.[6]

Eine der häufigsten gegen Israel eingesetzten Verfälschungen lautet, es sei „Besatzer“ der Westbank.[7] Dabei ist Israel höchstens Besatzer eines Teils des Golan, der früher zum syrischen Staat gehörte. Die Westbank war in der Hand Jordaniens. Dessen Souveränität dort wurde lediglich von Großbritannien und Pakistan anerkannt.[8] Es gab nie einen palästinensischen Staat, also konnte er nicht besetzt werden. Dore Gold erklärte eingehend, dass der Status der Westbank „umstrittenes Gebiet“ lautet. Er erklärte das kurz, nachdem er im Jahr 2000 Präsident des Jerusalem Center of Public Affairs wurde.[9]

Eine „Zweistaatenlösung“ ist ein weiterer tief eingegrabener Begriff. Es ist schwierig mit ihm umzugehen, weil US-Präsident Barack Obama viel Druck auf Premierminister Benjamin Netanyahu ausübte dieses Konzept zu akzeptieren. Netanyahu machte das 2009 in seiner Rede an der Bar Ilan Universität, als er sagte: „Wenn wir diese Garantie bezüglich der Entmilitarisierung und Israels Sicherheitsinteressen erhalten und wenn die Palästinenser Israel als Staat des jüdischen Volks anerkennen, dann werden wir bereit sein bei einer zukünftigen Friedensvereinbarung eine Lösung zu erzielen, in der neben dem jüdischen Staat ein entmilitarisierter Palästinenserstaat besteht.“[10] Ein Palästinenserstaat war zuvor bereits von den Premierministern Ehud Barak und Ehud Olmert in ihren Friedensvorschlägen an die Palästinenser akzeptiert worden.[11][12]

In diesem Zusammenhang erwähnen offizielle Vertreter Israels kaum jemals, dass es bereits zwei Staaten auf dem ehemaligen Land des Mandats Palästina gibt. Der erste war der palästinensische Staat Jordanien, der etwa 75% dieses Territoriums belegt; der zweite ist Israel. Ein weiterer Palästinenserstaat – vorausgesetzt, dass Hamas und Fatah sich darüber einigen können –in der Westbank und dem Gazastreifen wäre damit ein dritter Staat. Auch der Trump-Plan, den Israel akzeptiert hat, gründet auf einem Palästinenserstaat neben Israel.[13]

Mehrere Autoren haben die gefährliche Verwendung von Semantik gegen Juden und Israel betont. Viel Arbeit dazu ist von dem französischen Linguisten Georges-Elia Sarfati geleistet worden. Er unternahm eine detaillierte Analyse des Phänomens. Sarfati stellte heraus, dass Diskurs auf Grundlage der ideologischen Verwendung derer geführt wird, die ihn betreiben. Er sagte: „Anstatt dass Worte neutral sind, dienen sie dazu eine gewisse Vision zu der von ihnen behandelten Frage einzuführen.“[14]

Diese Wendung „Zweistaatenlösung“ ist im Westen derart tief eingegraben, dass es enormer Anstrengungen bedarf Zweifel an ihr zu streuen. Nicht weil die Botschaft so einfach wäre. Warum sollte man die kriminelle Palästinenser-Instanz – deren Führer Völkermord verherrlichen, die Mörder von Zivilisten belohnen und der von einem Todeskult durchdrungen ist – zu einem Staat aufwerten?

Israels Kampf gegen den Missbrauch des Wortes „palästinensische Flüchtlinge“ durch die UNO ist von Israel nur auf lauwarme Weise geführt worden. Es gibt eine allgemeine Definition von Flüchtlingen, die besagt: Flüchtling ist eine „Person, die sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat, und die wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht vor Verfolgung nicht dorthin zurückkehren kann.“[15]

Für die Palästinenser hat die UNO diese Definition ausdrücklich so erweitert, dass sie die Nachkommen der Flüchtlinge einschließt.[16] Das hat die Bedeutung des Wortes ausgehöhlt und die sich daraus ergebenden Probleme vervielfacht. Fast alle palästinensischen „Flüchtlinge“ sind gemäß der Originaldefinition keine wirklichen Flüchtlinge. Sie flohen nicht aus Israel, auch wenn ihre noch lebenden Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern das vielleicht getan haben und echte Flüchtlinge sind. Dennoch weist nicht ein einziger internationaler Journalist darauf hin oder verwendet für sie den Ausdruck „UNO-Fake-Flüchtlinge“.

Ein weiterer Missbrauch von Sprache ist, die Israelis als „Kolonisten“ zu bezeichnen. Dieses Wort wurde exklusiv für Personen verwendet, die in Länder zogen, die in der Regel tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt waren. Die Teilungslinien von 1967, die Israel von den Palästinensergebieten trennten, waren Waffenstillstandslinien, werden aber regelmäßig und fälschlich als die „Grenzen von 1967“ bezeichnet.[17][18]

Es gibt zudem viele Bespiele für den Missbrauch von Sprache im antisemitischen Diskurs. Die französische Regierung sprach oft von „Spannungen zwischen Gemeinschaften“. Sie legte nach, dass zwei Gemeinschaften, die muslimischen und die jüdischen Gemeinden, einander gegenüber aggressiv waren. In Wirklichkeit waren es eine einseitige Aggression und Hass gegen die jüdische Gemeinschaft, die aus Teilen der muslimischen Gemeinschaft kam.[19]

Die Palästinenser werden wahrscheinlich abwarten, um zu sehen, ob Biden zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wird und ob er den Trump-Plan verwirft. Es könnte durchaus sein, dass die Palästinenser dann entscheiden werden, ob sie versuchen eine Friedenskonferenz zu arrangieren. Diese wird sich mit konkreten Themen wie endgültigen Grenzen, dem Status des Tempelbergs, der Entmilitarisierung eines Palästinenserstaats und so weiter beschäftigen. Es ist unwahrscheinlich, dass dabei ein entscheidendes Thema angegangen wird: Wie wollen die Palästinenser sich ihres Kultes der Verherrlichung von Völkermord und Tod entledigen, der ihre Gesellschaft durchzieht?

Dieses Thema sollte von Israel groß auf die internationale Agenda gesetzt werden. Andernfalls wird, sollte ein Palästinenserstaat gegründet werden, eine kriminelle Instanz zu einem kriminellen Staat ausgebaut.

[1] Dan S. Chill: The Arab Boycott of Israel: Economic Aggression and World Reaction. New York (Praeger) 1976)

[2] http://www.euroisrael.huji.ac.il/original.html, “Protest against Call for European Boycott of Academic and Cultural Ties with Israel,” The Guardian, Original Press Release, 6 April 2002.

[3] https://www.welt.de/kultur/plus216563504/Lexikon-des-Grauens-Die-1001-Woerter-der-Nazis-fuer-Mord.html

[4] https://www.jcpa.org/phas/phas-17.htm

[5] www.amazon.com/1984-Signet-Classics-George-Orwell/dp/0451524934

[6] http://www.jpost.com/international/former-german-fm-says-regrets-calling-israel-apartheid-regime-551362

[7] www.timesofisrael.com/german-foreign-minister-under-fire-for-accusing-israel-of-apartheid/; http://www.bbc.com/news/world-middle-east-39703128

[8] www.britannica.com/place/West-Bank

[9] jcpa.org/jl/vp470.htm

[10] https://ecf.org.il/issues/issue/70

[11] https://abcnews.go.com/International/story?id=82027&page=1

[12] http://www.timesofisrael.com/abbas-admits-he-rejected-2008-peace-offer-from-olmert/

[13] http://www.whitehouse.gov/peacetoprosperity/

[14] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Georges-Elia Sarfati. Language as a Tool against Jews and Israel. Post-Holocaust and Anti-Semitism 17, 1. Februar 2004.

[15] https://www.unhcr.org/dach/de/services/faq/faq-fluechtlinge

[16] http://www.unrwa.org/palestine-refugees

[17] https://www.theatlantic.com/international/archive/2011/05/what-obama-meant-1967-lines-why-irked-netanyahu/350925/

[18] https://www.npr.org/2011/05/24/136495202/background-israels-pre-1967-boundaries

[19] S. z.B. Paul Ceaux : Manif pro-palestinienne autorisée: les organisateurs critiquent Hollande. L’Express, 22. Juli 2014; Manfred Gerstenfeld: Dutch Jews Wonder About Their Future. Israel National News, 8. August 2014; Reuters/AP: France vows harsh hand on anti-Semitic violence after Paris riots. Haaretz, 32. Juli 2014.

Als israelische Bürger Panzer für die IDF kauften

1955 beschloss die israelische Regierung inmitten von Gerüchten über einen Waffenhandel zwischen der Tschechoslowakei und Ägypten, einmal mehr den vertrauten israelischen Pioniergeist und Kameradschaft einzusetzen und einen unkonventionellen Appell an seine Bürger zu richten.

Chen Malul, the Librarians, 31. Januar 2018

Sobald die Führung des Staates Israel 1955 vom gigantischen Waffenhandel zwischen der Tschechoslowakei und Ägypten erfuhr, beeilte sie sich nach Ressourcen zu suchen, die neue Waffen finanzieren würden.

Bilder wie diese: Ein junges Land (kaum 7 Jahre alt), das mutig kämpft, um sich auf der internationalen Bühne zu etablieren, während es gleichzeitig enorme Wellen an Immigranten eingliedert, die seine Bevölkerung mehr als verdoppelt und die öden Wüstenstriche zu entwickeln, die es in ihm gibt.

Zusätzlich versuchte Israel andere Länder zu überzeugen warme Beziehungen zu ihm aufzunehmen und den jungen Staat als neuen strategischen Verbündeten anzunehmen.

Wenn Ihnen das den Kopf nicht schon schwirren lässt, bedenken Sie, wie man sich fühlt, wenn man hört, dass ein riesiger Waffenhandel zwischen einem feindlichen Nachbarn und einem ehemaligen Partner unterzeichnet wurde, der dir während des Unabhängigkeitskriegs beträchtlich geholfen hat. Und übrigens: Dieser Nachbar gibt gelegentlich Furcht einflößende Drohung zu deiner Zukunft von sich.

„Eine nationale Kundgebung angesichts des feindlichen Komplotts“ in Tel Aviv-Jaffa – ein Spendenplakat für den Verteidigungsfonds.

Das ist genau die Situation, in der sich der brandneue Staat Israel im März 1955 wiederfand, als seine Führungskräfte den enormen Waffenhandel entdeckten, den Ägypten mit der Tschechoslowakei abgeschlossen hatte. „Die zweite Runde“, die die arabischen Länder Israel nach dessen Sieg im Unabhängigkeitskrieg versprochen hatten, wurde von einer Drohung zu einem Versprechen.

Das oben war der Hintergrund der Entscheidung der israelischen Regierung, wieder einmal den berühmten israelischen Pioniergeist und Kameradschaft einzusetzen und den unkonventionellen Appell an seine Bürger: Helft uns neue und hochwertige Ausrüstung für die IDF zu kaufen.

Die Zeit ist knapp, spendet schnell für den Verteidigungsfonds! Ein Plakat der Shamir Brothers Collection.

Diese Graswurzel-Operation bekam den Namen „Keren Magen“ [Verteidigungsfonds]. Dutzende Plakate und Aushänge wurden im ganzen Land verteilt. Der Dichter Haim Hefer schrieb für den Nachal-Chor das angemessen benannte Lied „Totachim Bimkomk Garbaim“ [Kanonen statt Socken].

Spendet schnell an den Verteidigungsfonds. Ein Plakat der Sammlung der Stadtverwaltung Tel Aviv.

Zwischen Herbst 1955 und Frühjahr 1956 spendete die israelische Öffentlichkeit massenhaft: Die Stadt Netanya sammelte von ihren Bürgern Geld für ein Kampfflugzeug, das „Netanya 1“ heißen sollte, die Stadt Haifa finanzierte mit den Spenden ihrer Einwohner einen Flotte Torpedoboote und Ramat Gan beschloss ein Frachtflugzeug und 100 Fallschirme für das Bataillon 890 zu kaufen.

Nein, Sie sehen keine feindlichen Zivilisten, die Waffen der IDF beschlagnahmen, sondern eine Militärparade auf der King George Street in Jerusalem zur Unterstützung des „Verteidigungsfonds“. Fotos aus der Sammlung Eddie Hirschbein in der Nationalbibliothek.

Nicht nur Städte spendeten für die Kaufanstrengungen: Die Berufssoldaten spendeten aus ihrem Sold für den Kauf zweier Flugzeuge, die Nationale Kibbuz-Bewegung und die Bewegung Shomer HaZair kauften zusammen zwei Kampfflugzeuge. Die Arbeitergewerkschaft sorgte für den Kauf eines Flugzeugs. Selbst kommerzielle Firmen schlossen sich den Bemühungen an: die Discount-Bank und Bank HaPoalim kauften jeweils einen Panzer.

Wir alle sind vereint für den Verteidigungsfonds. Ein Plakat aus der Sammlung der Stadt Tel Aviv.

Im ganzen Land schlossen sich Lehrer, Arbeiter, Kinder, Moschawim und Kibbuzim, Schüler und Studenten den Anstrengungen an und eigentlich spendete das gesamte jüdische Volk Geld, Ausrüstung und manchmal sogar Schmuck und andere Wertsachen. Im Geist der Rekrutierung und der Zeiten rief die Frau des Präsidenten, Rachel Yanait Ben Zvi, Hinterbliebenenfamilien von Unabhängigkeitskrieg getöteten Soldaten auf ihre Entschädigungszahlungen im Gedenken an ihre Lieben dem „Verteidigungsfonds“ zu spenden.

Waffen für den IDF-Verteidigungsfonds. Ein Plakat aus der Sammlung der Stadt Tel Aviv.
„Einwohner von Netanya! Spendet für das Flugzeug „Netanya 1“. Ein Plakat aus der Sammlung Ephemera der Nationalbibliothek.

 

Nur dagegen sein ist der falsche Ansatz

Paula R. Stern, Facebook, 8. Oktober 2020

Ich habe Tage lang überlegt, ob ich das schreiben soll, aber es hat so sehr überhand genommen, dass ich das Gefühl bekam, ich müsse etwas tun.

Eine negative Botschaft ist eine ineffektive Botschaft.

Ich sage Firmen immer, wenn ihre Hauptbotschaft mit der Angst oder der Verletzbarkeit der Leute spielt, dann ist es vielleicht an der Zeit zurück ans Reißbrett zu gehen. Verbreitet eine positive Botschaft. Das kommt bei den Leuten etwas viel besser an. Sagt mir, warum ich euer Produkt brauche, nicht warum das Produkt der Konkurrenz stinkt.

Wir alle kennen dieses Geschäft, aber in der Politik vergessen wir das irgenwie.

Die amerikanische Politik ist das perfekte Beispiel. Ich musst immer noch jemanden finden, der mir etwas erklärt, warum er für Biden stimmt, das nicht „Er ist nicht Trump“ ist. Das ist keine positive Sichtweise und keine positive Botschaft.

Es erinnert mich an die palästinensische Autonomiebehörde. Wie lautet die Hauptbotschaft ihrer Charta? Kein Israel! Hm, wie wäre es damit mir zu sagen, was positiv ist und nicht eure gesamte Existenz und Identität auf dem Völkermord an einer Nation und der Vernichtung eines Staates zu gründen? Kein Wunder, dass sie als Volk keine Fortschritte gemacht haben. Sie wollen nicht voran kommen, sie wollen zerstören. Ich rede von der Führung, nicht dem Durchschnittsmenschen auf der Straße.

Die israelische Politik ist natürlich nicht anders. Mein gesamter Feed ist voll mit Leuten, die das Wort „geh“ als Profilbild haben. Es richtet sich gegen Netanyahu und wie sehr sie ihn aus dem Amt haben wollen.

„Geh“? Kannst du das wirklich nicht besser? Sie protestieren auf der Straße dafür, dass Bibi zurücktreten soll, statt die Leute zu ermutigen rauszugehen und Bibi demokratisch aus dem Amt zu wählen. Das wäre eine positive Botschaft. Sagt mir, ich soll wählen gehen. Sagt mir, wer ihn ersetzt, schreibt nicht einfach nur „geh“.

Wie kann das eine positive Botschaft sein?

Jeder konzentriert sich auf Negatives und das ist so außer Kontrolle geraten, dass die Leute Trump bei seiner Infektion mit COVID wörtlich einen negativen Ausgang wünschen! Echt jetzt, Leute? Sind wir so tief gesunken?

Ich verstehe: Ihr mögt den Mann nicht, ihr glaubt, er ist verrückt. Ich könnte zustimmen oder auch nicht. Aber jemandem, der mit einem Virus infiziert ist, etwas Schlechtes wünschen? Kommt schon, das könnt ihr besser.

Dasselbe gilt für Bibis Familie. Ja, sein Sohn sagt schwachsinnige Sachen. Auch seine Frau. Aber ihnen etwas Schlechtes wünschen? Kommt schon, das muss aufhören.

Ich habe immer noch keinen Post eines „Bibi-Hassers“ gefunden, der ihm Anerkennung wegen des Deals mit den USA zollt. Wie kann jemand das Positive daran leugnen? Ganz zu schweigen von all den anderen Gesprächen, die mit der arabischen Welt laufen. Können wir nicht zugeben, dass er etwas machte, was Lob verdient? Nein, denn das ist positiv und er ist Bibi. Nichts Positives gestattet.

Wir stecken alle gemeinsam in dieser Pandemie, sie ist der ultimative Gleichmacher der Gesellschaft. Keine Armen und Reichen mehr, keine Berühmten und Unberühmten, wir alle stehen vor derselben Bedrohung und wir können alle etwas Positives brauchen.

Ich sagte euch nicht, was ihr tun sollte, aber ich sage euch, dass so viel Hass und Negativität anzustauen nicht gut ist, für niemanden, auch nicht für euch. Hauptsächlich für euch.

Versucht Positives zu verbreiten. Ihr werdet euch um einiges besser fühlen.

Ist nur meine unbedeutende Meinung.

Als Leonard Cohen in der Wüste Sinai Ariel Sharon traf

Lesen Sie die Geschichte, wie ein internationaler jüdischer Superstar dazu kam im Yom Kippur-Krieg kämpfende israelische Truppen zu unterhalten

Shai Ben-Ari, the Librarians, 4. Oktober 2018

Lenoard Cohen singt während des Yom Kippur-Kriegs für israelische Soldaten. (Foto: Uri Dan, Farkash Gallery Collection, Rechte vorbehalten)

„Ich bin in meiner mythischen Heimat, aber ich habe keinen Beleg dafür und kann nicht diskutieren und ich bin nicht in der Gefahr mir selbst zu glauben … Ohne Hebräisch zu sprechen genieße ich meine legitime Stille.“

So beschrieb Leonard Cohen, jüdisch-kanadischer Liedermacher und Dichter, seine Ankunft in Israel im Herbst 1973 kurz vor Ausbruch des Yom Kippur-Krieges. Damals lebte Cohen mit seiner Freundin Suzanne Elrod und dem gemeinsamen Sohn Adam auf der griechischen Insel Hydra. Ihre Beziehung befand sich in Turbulenzen und es war für ihn eine unglückliche Zeit.

Cohens abrupter Entschluss einen Flug nach Israel zu buchen könnte zum Teil von zunehmenden Spannungen zwischen dem jüdischen Staat und seinen Nachbarn angespornt gewesen sein, aber es scheint so, dass es auch weiter Gründe gab. In seinem unveröffentlichten Manuskript „The Final Revision of My Life in Art“ schrieb Cohen: „… weil es so furchtbar zwischen uns ist, werde ich hingehen und Ägyptens Kugel aufhalten. Trompeten und ein Schleier von Rasierklingen.“

Cohen kannte in Israel niemanden. Ein Ehepaar im Flugzeug bot ihm an bei seinen Verwandten in Herzliya zu wohnen, einem Vorort von Tel Aviv. Nach Angaben seiner Biografin Ira Nadel hatte Cohen in diesem Zeitraum eine Reihe kurzer Affären mit mehreren Frauen, wobei der Sänger seine Abende oft damit verbrachte in recht einsamem Zustand durch die Straßen von Tel Aviv zu wandern.

Eines Tages, nachdem der Krieg ausgebrochen war, saß eine Gruppe israelischer Musiker, darunter die Sänger Oshik Levi, Matti Caspi und Ilana Rovina, im beliebten Tel Aviver Pinati Café als Levi einen alleine in einer Ecke sitzenden Mann entdeckte, der genauso wie Leonard Cohen aussah. Als Levi auf Cohen zuging und bestätigte, dass er es tatsächlich war, fragte der einheimische Sänger den internationalen Promi, was er in Israel mache. Cohen antwortete, dass er als Freiwilliger in einem Kibbuz gehen wollte, um bei der Ernte zu helfen, während die Einheimischen in den Krieg zogen.

Der israelische Musiker erklärte Cohen, dass es nicht Erntezeit war; er fügte hinzu, dass sie dabei waren in den Sinai zu fahren, um die Truppen zu unterhalten, die dort verzweifelt versuchten den ägyptische Überraschungsangriff abzuwehren. Sie boten Cohen an sich ihnen anzuschließen. Der Besucher zögerte, gab eine Reihe von Ausreden an: Er sei Pazifist, er habe keine Gitarre, seine Lieder seien traurig und kaum dazu geeignet die Moral zu stärken. Aber das alles wurde beiseite gewischt und Cohen stimmte schließlich zu sich der Band anzuschließen.

Von links nach rechts: Ilana Rovina, Matti Caspi und Leonard Cohen. (Foto: Uri Dan, the Farkasch Gallery Collection, Rechte vorbehalten)

Der Sänger war in Israel beliebt, obwohl er sich nur ein Jahr zuvor politisch pro-arabisch geäußert hatte. Er sagte der Zeitung „Davar“: „Ich schließe mich meinen in der Wüsten kämpfenden Brüdern an. Mir ist egal, ob ihr Krieg gerecht ist oder nicht. Ich weiß nur, dass Krieg grausam ist, dass er Knochen, Blut und üble Flecken auf dem heiligen Boden zurücklässt.“ In Erklärung seiner offensichtlichen Änderung seiner politischen Haltung sagte Cohen: „Ein Jude bleibt ein Jude. Jetzt ist Krieg und es muss nichts erklärt werden. Ich heiße Cohen, nicht wahr?“

Von seinen Erfahrungen mit den israelischen Musikern im Sinai sprach Cohen in einem Interview, das er ein Jahr später Robin Pike vom Magazin Zigzag gab: „Wir hielten einfach an kleinen Stellen an, einer Raketenstelle und sie richteten ihre Lampen auf uns und wir sangen ein paar Lieder. Oder sie gaben uns einen Jeep und wir fuhren die Straße weiter Richtung Front und wo immer wir ein paar Soldaten sahen, die auf einen Hubschrauber warteten oder sonst etwas, sangen wir ein paar Lieder. Und zurück im Fliegerhorst gaben wir vielleicht ein kleines Konzert, vielleicht mit Verstärkern. Es war sehr informell und sehr, wissen Sie, intensiv.“

Matti Caspi, einer der populärsten israelischen Musiker, begleitete Cohen, der nur einer von einer Reihe von Künstlern war, mit der klassischen Gitarre. Er wirkte auch als Cohens Übersetzer wo immer der Sänger ein paar Worte an sein Publikum aus von der Schlacht erschöpften Soldaten richtete. In einer Aufzeichnung des Armee-Radios ist Cohen zu hören, wie er sein beliebtes Lied „Suzanne“ ankündigt: „Diese Lieder sind zu leise für die Wüste. Sie gehörten in einen Raum mit einer Frau und etwas zu trinken. Wo wir hoffentlich sehr bald alle wieder sein werden.“

Caspi erinnert sich auf seiner Internetseite an einige ihrer Erlebnisse, erzählt, wie Cohen sein berühmtes Lied „Lover, Lover, Lover“ bei ihren frühen Auftritten zusammenbrachte: „Er schrieb den Text und die Melodie auf der Bühne während eines Auftritts für ein paar Soldaten und von Auftritt zu Auftritt verbesserte er sie.“

Und vielleicht wird der Geist dieses Liedes
rein und frei aufsteigen
Möge es euch ein Schild sein
ein Schild gegen den Feind

(Letzter Vers von „Lover, Lover, Lover“ von Leonard Cohen

Caspi erzählt auch das folgende Erlebnis: „Ich kann mich an ein surreales Bild von uns direkt neben der Landebahn des Flugplatzes in Rapidim erinnern. Wie sahen eine Hercules landen und Dutzende Soldaten strömten heraus. Sie bekamen den Befehl sich auf die Landebahn zu setzen und dann begleitete ich Leonard Cohen, während er „Bird on the Wire“ sang. Als das Lied zu Ende war, wurden sie auf LKWs befohlen, die zum Suezkanal fuhren. Direkt danach landete eine weitere Hercules und die Szene wiederholte sich. Sie setzten sich auf die Landebahn, Leonard Cohen sang dasselbe Lied und sofort danach stiegen sie auf die LKW, die zum Kanal fuhren.“

Foto von Uri Dan (The Farkash Gallery Collection, alle Rechte vorbehalten)

Cohen und Caspi verbrachten den gesamten Tag so, während LKW-Ladung um LKW-Ladung Soldaten einen kleinen Auftritt durch einen internationalen Superstar am unmöglichsten Ort erhielten. Nach Anbruch des Abends bestiegen die Musiker selbst den letzten der LKWs und fuhren nach Westen. Sie überquerten den Suezkanal und kamen in der Enklave auf der ägyptischen Seite an, die von IDF-Soldaten unter dem Kommando von Generalmajor Ariel Sharon an, dem umstrittenen Offizier, der schließlich Jahrzehnte später Israels Premierminister werden sollte. Caspi fügte hinzu: „Wir fanden uns wieder, wie wir halfen verletzte Soldaten zu wartenden Hubschraubern zu tragen. Das waren dieselben Soldaten, für die wir ein paar Stunden zuvor gespielt hatten.“

Cohens Zwiespältigkeit gegenüber dem Krieg wird auch aus seinen Erinnerungen an dieses Treffen mit Sharon klar: „Ich werde dem großen General vorgestellt, dem ‚Löwen der Wüste‘. Flüsternd frage ich ihn: ‚Wie kannst du das wagen?‘ Er bereut nichts. Wir trinken im Sand sitzend unter dem Schatten eines Panzers ein Cognac. Ich will seinen Job.“

Generalmajor Ariel Sharon, ein umstrittener israelischer Kriegsheld und später Premierminister, traf Cohen in seiner Zeit im Sinai. Der Sänger hatte gemischte Gefühle wegen des Generals. (Foto: Uri Dan, Farkash Gallery Collection, alle Rechte vorbehalten)

Die Erlebnisse des Sängers während des Yom Kippur-Krieges waren eine wichtige Inspirationsquelle für seine nächste Schallplatte, „New Skin for the Old Ceremony“ wurde im August 1974 veröffentlicht. Außer „Lover, Lover, Lover“ beinhaltete das Album auch Lieder mit Titeln wie „Field Commander Cohen“, „There is a War“ und „Who by Fire“, ein Lied, das das Yom Kippur-Gebet „Unetanneh Tokef“ als Grundlage hat.

Cohen erzählte Robin Pike von dem emotionalen Einfluss, den der Krieg auf ihn hatte: „… du wirst davon gefangengenommen. Und die Wüster ist schön und du denkst, dein Leben ist einen oder  zwei Momente lang bedeutungsvoll. Und Krieg ist wunderbar. Sie werden ihn nie ausmerzen. Er ist eines der wenigen Male, wo Leute ihr Bestes geben können. Er ist in Begrifflichkeiten von Gesten und Bewegung so ökonomisch, jede einzelne Geste ist präzise, jede Anstrengung ist eine maximale. Niemand faulenzt. Jeder ist für seinen Bruder verantwortlich. Das Gefühl von Gemeinschaft und Verwandtschaft und Brüderlichkeit, Hingabe. Es gibt Gelegenheiten Dinge zu fühlen, die man im modernen Stadtleben einfach nicht fühlen kann.“

Lenoard Cohen sollte den Rest seines Lebens weiterhin Israel besuchen und dort auftreten. Er verstarb im November 2016.

Sie können mehr über Leonard Cohens Leben und Erlebnisse im Yom Kippur-Krieg in Ira Nadels Biografie „Various Positions – A Life of Leonard Cohen“, das in der Nationalbibliothek Israels zur Verfügung steht.
Die Origionalfotos, die oben eingestellt sind, finden Si ein der Farkash Gallery:
https://farkash-gallery.com/

Zeitmaschine ins Jerusalem von 1897 – in Farbe

Leah Rosenberg, IsraelUnwired, 1. Oktober 2020

Bewegte Bilder Jerusalems von 1897 zu sehen ist an sich schon etwas Erstaunliches. Aber sie digital verbessert zu sehen? Das gibt dir das Gefühl dort zu sein.

Jerusalem aus Gold … 1897

Dieses Video ist echtes Gold. Jedes Video von Jerusalem – oder auf Hebräisch: Yeruschalayim – ist erstaunlich. Die moderne Stadt ist genauso schön und inspirierend. Aber dieses Video hat etwas. Es ist etwas, das dir wahrlich das Gefühl gibt, du würdest in der Zeit zurückreisen. Es fängt Jerusalem auf eine Weise ein, die sich viele Leute bisher nicht vorstellen konnten.

Israels Hauptstadt hat 70 Namen. Einige der üblichsten, abgesehen von Yeruschalayim, lauten Zion, Moriah, Ariel und Davids Stadt.

Der Fokus auf der Heiligen Stadt

Im Judentum konzentriert man sich enorm auf diese heilige Stadt. Die Bibel erwähnt sie hunderte Male. Jüdische Liturgie kreist um Yeruschalayim. Religiöse Texte und Lieder sprechen von ihrer Heiligkeit. Am Ende des Pessah-Seders skandieren Juden: „Nächstes Jahr in Jerusalem.“

Im Talmud gibt es einen sehr bekannten Text, Kidduschin 49b. Darin heißt es (Übersetzung ins Englische durch Chabad.org): „Der Welt wurden zehn Maße für Schönheit gegeben. Neun wurden von Jerusalem genommen, und eines wurde über die Erde verteilt.“

Sie ist nicht nur die schönste Stadt der Welt, sie ist die heiligste Stadt. Sie ist eine Stadt, die die Macht hat die Unterdrückten aufzurichten; den Traurigen Freude zu bringen.

Jerusalem ist wahrlich eine goldene Stadt.