Geimpfte Studentin an israelischer Universität verleumdet Israel weiter

David Lange, Israellycool, 25. März 2021

Im März schrieb ich über einen versuchten Anschlag des Magazins +972 auf Israel: Ein Artikel über einen palästinensisch-arabische Studentin an der Universität Tel Aviv, der Berichten zufolge eine Impfung bei der Impfkampagne an der Universität verweigert wurde. Wie ich damals erklärte, erhielt die Studentin keine Impfung infolge einer bürokratischen Oberaufsicht. Fakt ist, dass die Universität Tel Aviv kurz darauf eine Impfkampagne für mehr als 400 internationale und palästinensisch-arabische Studenten durchführte.

Jetzt hat Business Insider South Africa die Geschichte entdeckt und das ist ein weiterer Anschlag:

Die Studentin im Aufbaustudium Nadiah Sabnah braucht fünf Stunden für ihre Fahrt von ihrem Zuhause in der nördlichen Westbank an ihre Universität in Tel Aviv. Sie muss sich Transportgelegenheiten besorgen, dem Wetter trotzen und drei militärische Checkpoints passieren, um ihren Campus zu erreichen.

Am 16. Februar war ihr aber die vom Regen durchweichte Fahrt an die Universität in Tel Aviv egal. Ihre Schwierigkeiten, glaubte sie, wären es wert, als sie die Impfkampagne der Schule erreichte und schließlich ihre erste Covid-19-Spritze erhielt, sagte sie dem Insider.

Als sie ankam, zog sie eine Nummer und stellte sich in die Schlange, wartete geduldig, dass sie dran kam und erhielt einen Impfstoff gegen den Virus, der ihre Mutter auf die Intensivstation gebracht hatte.

Sabaneh sagte, sie habe sich bei der Universität erkundigt, bevor sie losfuhr, um zu bestätigen, dass auch sie berechtigt war die Impfung zu bekommen, was Teil der Bemühungen der Universität ist die gesamte Campus-Gemeinde zu impfen, bevor im Frühling wieder Unterricht in Anwesenheit beginnt. Obwohl einige ihrer Freunde und Familienmitglieder sie wegen ihrer Nachfrage getadelt hatten, wurde ihr versichert, dass ihre Fahrt eine Spritze zur Folge haben würde.

Als Sabaneh an die Spitze der Schlange kam, sagte sie, ein freiwilliger Gesundheitsdienstler wollte ihre Identitätsnummer sehen – das Ausweisdokument der Regierung, das allen israelischen Bürgern bei ihrer Geburt zugewiesen wird. Der Beamte brauchte ihre Nummer oder den Beleg einer israelischen Krankenversicherung, irgendetwas, um ihren Namen ins System einzugeben.

Aber Sabaneh konnte keine Nummer, auch keine Versicherung vorweisen, denn obwohl sie in einem von israelischen Streitkräften besetzten Gebiet lebt, ist Sabaneh keine Israelin. Sie ist Palästinenserin. Und weil sie Palästinenserin ist, sagt sie, wurde sie an diesem Tag abgewiesen und ihr eine Impfung verweigert.

Sabaneh sagte, sie sah von abseits im Raum zu, wie Professoren, Studenten, Hausmeister und Beschäftigte unterschiedlicher Hintergründe allesamt ohne Probleme ihre Spritzen erhielten. Trotz zahlreicher Versuche von Universitätsvertretern, die Situation zu korrigieren, sagte Sabaneh, wurde klar, dass keine Ausnahmen gemacht werden konnten. Sie musste nach Hause zurückkehren, ungeimpft; der enttäuschende Gipfel dessen, was sie als eine „schmerzhafte Erfahrung“ bezeichnete.

„Ich wollte Gerechtigkeit und Gleichbehandlung“, sagte Sabaneh. „Ich habe mir das Recht geimpft zu werden, genauso verdient wie jeder andere Student.“

Nach sechs Stunden Warten, sagte Sabaneh, ging sie schließlich. Es wurde dunkel und sie musste durch die Checkpoints nach Hause, bevor diese schlossen.

Obwohl ihre Situation inzwischen korrigiert wurde, ist sie sinnbildlich für Israels bisherige umstrittene Impfanstrengungen; hervorragender Erfolgt bei der Impfung der eigenen Bürger und ein missgönnender Widerstand dasselbe für die Palästinenser zu tun.

Die Ungerechtigkeit hat eine weltweite Debatte darüber veranlasst, ob Israel als Besatzungsmacht die Verpflichtung hat das palästinensische Volk zu impfen.

Sabanehs Geschichte war zu erwarten, sagt  Omar Shakir, Human Rights Watch-Direktor für Israel und Palästina.

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Öffentlicher Druck mag eine Rolle für den Ausgang von Sabanehs Geschichte gespielt haben. Ob es die Berichterstattung über ihre Situation in den in zahlreichen lokalen Medien war oder die Bemühungen entschlossener Vertreter der Universität waren, die halfen die Wende herbeizuführen, Sabaneh bekam schließlich am 9. März ihre erste Spritze.

Nur Minuten, bevor ein Organ der Mainstream-Medien ihre Geschichte veröffentlichen wollte, sagte Sabaneh, änderte das israelische Gesundheitsministerium seine Politik bezüglich palästinensischer Studenten an israelischen Universitäten. Sabaneh wie auch ihre neu palästinensisch Mitstudenten sollten geimpft werden.

Mit anderen Worten: Obwohl sie an einer israelischen Universität ausgebildet wird, Universitätsvertreter für sie kämpften und sie schließlich kostenlos geimpft wurde (ich nehme an, sie musste keine 20 Schekel für ein Impfzertifikat zahlen, wie es bei den unter PA-Schirmherrschaft Geimpften der Fall ist), hält es Sabaneh für angebracht Israel in den internationalen Medien zu verleumden.

Und hier ist noch etwas, das ich herausheben wollte:

In der Story von +972 wurde das hier berichtet:

Die palästinensische Studentin, die anonym bleiben wollte, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, sagte, nach Erhalt der E-Mail erkundigte sie sich bei ihrem Studienprogramm, ob sie impfberechtigt sei.

Jetzt hat sie keine Sorge mehr wegen ihrer Sicherheit?

Ich denke, Sabaneh ist nicht ehrlich. Nicht, dass es das erst Mal ist, dass ein palästinensischer Araber seine Version der Ereignisse an die Mainstream-Medien weitergibt.

Abbas liebt die Lüge von den „verhungernden Palästinensern“ – bis sie gegen ihn gerichtet wird

Elder of Ziyon, 24. März 2021

Viele Jahre lang haben wir gelesen, die Palästinenser würden verhungern.

News Line (sozialistisch) 2006: „Israels brutale Besatzung des palästinensischen Volks hat Flüchtlinge, Todestrupps und jetzt Hungersnot im Gazastreifen sowie Hunger in den gesamte besetzten Gebieten geschaffen.“
Die UNO 2007: „Die erzwungene Hungerdiät der Palästinenser“
Richard Falk 2007: „Israel … hat die Menschen mi  Gazastreifen an den Rand kollektiven Verhungerns und Verwüstung gebracht.
– Business Insider 2011: „Die Israelische Kampagne die Palästinenser mit Hunger zur Unterwerfung zu bringen, ist ein Verbrechen.“
WRMEA 2019: „Das Szenario einer Million Palästinenser, die im Gazastreifen hungern.“
Guardian 2019: „Eine Million vor dem Verhungern, nachdem die USA die Hilfe für die Palästinenser kürzten.“

Die palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas haben sich nie über diese Storys beschwert – im Gegenteil, sie ermutigten dazu, denn sie machten Israel und die USA für das „Verhungern“ der Palästinenser verantwortlich und das Ergebnis davon konnte mehr Geld für sie sein.

Letzte Woche passierte dann etwas Interessantes.

Mohammed Dahlan, Fatah-Gazaführer im Exil, der jetzt versucht sich in die geplanten Palästinenserwahlen einzuschalten, sagte in einem Interview mit Al-Arabiya: „Das palästinensische Volk hat 15 Jahre lang unter Armut, Unterdrückung und Hunger gelitten“, genau das, was Israelkritiker behaupteten  -nur machte Dahlan dafür die Palästinenserführung verantwortlich, nicht Israel.

Palästinensische Pro-Abbas-Medien reagierten abweisend: „Wir haben nie von einem einzigen Palästinenser gehört, der an Hunger starb.“

Oh, wow. Es scheint, die Palästinenser sind nicht wirklich seit 15 Jahren den Hungertod gestorben, wie uns immer gesagt wurde. (Sie starben buchstäblich an Hunger – in Syrien – aber niemand redet darüber.)

Ohne das zu wollen verrät der Artikel auch eine Menge über palästinensische Korruption. Er sagt, dass Dahlan eines Tages in Yassir Arafts Rag kam, gegen die finanzielle Korruption in der PA protestierte und Arafat ihm höhnisch entgegnete: „Oh Mohammed, lass andere von Korruption reden, nicht du. Übrigens, sage mir: Woher kam das Geld, mit dem du deine Villa Al-Schawa gekauft hast, vom Konto deines Vaters?“

Wenn diese Geschichte wahr ist, bedeutet das, dass Arafat vom Ausmaß der Korruption auf jeder Ebene seiner Fatah-Kumpane wusste und nichts deswegen unternahm. Mit Korruption hielt er alle auf Linie.

Nichts hat sich geändert – wir wissen, dass die Familie Abbas mit ihren Geschäften reich geworden ist, die von den Entscheidungen der palästinensischen Autonomie finanziert werden.

NGOs schüren die Anti-Israel-Maschinerie 2021

Gruppen zu finanzieren, die einseitig Konzepte wie „Staatlichkeit“ und „Apartheid“ neu definieren wollen, werden weder das Schicksal der Palästinenser noch das der Israelis verbessern.

David Schiff, Israel HaYom, 11. März 2021

Gerade mal zwei Monate des Jahres 2021 sind vergangen, aber die antiisraelische Propaganda-Maschine läuft bereits auf Hochtouren.

Erstens behaupten Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die den Anspruch erheben Menschenrechte zu propagieren, eine Verleumdungskampagne mit der Behauptung, dass Israel es mitten in der effizientesten COVID-19-Impfkamagne der Welt versäumt habe seiner Verpflichtung nachzukommen die Palästinenser zu impfen. Die NGOs ignorierten dabei die Tatsachen: Eine solche Verpflichtung gibt es nicht und damals hatte die palästinensische Autonomiebehörde nach eigenen Angaben von Israel keine Impfstoff angefordert.

Dann veröffentlichte Mitte Januar die israelische Gruppe B’Tselem einen Bericht, in dem sie erklärte, Israel betreibe nicht nur in den „besetzten Palästinensergebieten“ ein Apartheid-Regime, sondern „vom Fluss bis zu Meer“. Damit verlieh B’TSelem Israel die Auszeichnung der erste Apartheidstaat zu sein, der in seinem Gründungsdokument Minderheitenrechte verankert hat.

Und früher diesen Monat beschloss der Internationale Strafgerichtshof (ICC)in Den Haag, dass er die Zuständigkeit habe Israel unterstellte Kriegsverbrechen im Gazastreifen und der Westbank zu untersuchen, eine Entscheidung, die von Menschenrechtsorganisationen als „wichtiger Durchbruch“ und „lange überfälliger Schritt hin zu Gerechtigkeit“ bejubelt wurde.

Die gemeinsame Bedrohung innerhalb jeder dieser Begebenheiten lautet, dass sie von direkt oder indirekt durch europäische Regierungen finanzierte NGOs beschleunigt werden, die eine Agenda der Delegitimierung und Dämonisierung des Staates Israel betreiben.

Jede dieser Kampagnen hat dieselben Nutznießer haben, aber sie stecken voller Ungereimtheiten. Die Entscheidung des ICC zum Beispiel führt den Beitritt der Palästinenserregierung im Jahr 2015 nach einer aggressiven NGO-Kampagne als Rechtsgrundlage für seine angenommene Zuständigkeit an. Mehr als ein Jahrzehnt langhaben internationale Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch sowie ihre palästinensischen Gegenstücke wie das Palestinian Center for Human Rights wiederholt das Gericht bearbeitet, eine Ermittlung gegen Israel zu eröffnen; sie traten für die Anerkennung Palästinas als souveräne staatliche Einheit ein, die den Fall vor das Gericht bringen kann.

Vergleichen Sie das mit der Rhetorik genau derselben Organisationen zum Thema der Verteilung der COVID-19-Impfstoffe. In einer Erklärung vom 23. Dezember forderten Amnesty International und andere durch Europäer finanzierte NGOs Israel auf „seinen Verpflichtungen und moralischer Verantwortung Palästinensern im Gazastreifen und der Westbank gegenüber nachzukommen“ und „volle finanzielle Unterstützung [für den Kauf von Impfstoffen] zur Verfügung zu stellen“. Die NGOs vermerkten auch ihre „große Sorge“ bezüglich Berichten, dass die PA vorhatte eigenverantwortlich Impfstoffe aus Russland zu kaufen; dazu erklärten sie: „Israel muss sicherstellen, dass die den Palästinensern in den Besetzten Palästinensergebieten gelieferten Impfstoffe ebenfalls die Genehmigung des israelischen Gesundheitssystems erhalten.“ Mit anderen Worten: Sie argumentieren, dass die PA de facto kein unabhängiger Staat ist und nicht mit der öffentlichen Gesundheit ihrer eigenen Bürger betraut werden kann.

Ähnliche Widersprüche sind im „Apartheid“-Bericht von B’Tselem zu finden, ein weiterer Empfänger von Zuwendungen Europas. Einerseits besteht B’Tselem darauf, dass jede Annexion von Teilen der Westbank durch Israel illegal wäre und andererseits tritt es für ein einheitliches rechtliches Rahmenwerk „zwischen dem Fluss und dem Meer“ ein. B’Tselem ging noch einen ungeheuerlichen Schritt weiter und nutzte sehr belastete Ausdrücke wie Apartheid, Rassismus und sogar „jüdisches Herrenmenschentum“, was eine Ausdrucksform ist, die ihre Wurzeln im weißen Herrenmenschentum hat und von Typen wie David Duke [ehem. Leiter des Ku Klux Klan – heplev] verwendet worden ist.

Ironischerweise wurde der aufhetzende Bericht von B’Tselem in derselben Woche veröffentlicht, in der tausende arabischer Bürger sich anderen Israelis anschlossen, um zu den ersten weltweit zu gehören, die gegen COVID-19 geimpft wurden.

Geld gebende Organisationen, einschließlich Regierungen, die Gruppen bezahlen, die nastreben Konzepte wie „Staatlichkeit“ und „Apartheid“ einseitig neu zu definieren, werden weder das Schicksal der Palästinenser noch das der Israelis verbessern. Diese Taktik hat sich immer und immer wieder als beklagenswert ineffektiv erwiesen. Fakt ist: Diejenigen, die das Meiste aus der Verbreitung von Ungereimtheiten und Desinformation gewinnen, sind diejenigen, die aus der Fortsetzung des Konflikts Profit ziehen – die NGOs selber.

Administration Biden und sogar israelische Medien von palästinensischem Doppelsprech genarrt: Nein, die Hamas hat sich keiner Zweistaatenlösung verpflichtet.

Elder of Ziyon, 26. Februar 2021

Hier sind zwei Schlagzeilen, die letzten Sonntag von der Times of Israel und i24 News veröffentlicht wurden:

Bericht: In Brief an Biden verpflichten sich PA und Hams zur Zweistaatenlösung in den Linien von 1967

PA sagt Hamas hat ich friedlichem Widerstand, zwei Staaten verpflichtet – Bericht

Diese Berichte besagten, dass nach Angaben eines Briefs, den die PA der Administration Biden schrieb, die Hamas sich einer Zweistaatenlösung und friedlichem Widerstand verpflichtet hat.

Ich habe bereits angeführt, dass Hamasführer Ismail Haniyeh letzten Samstag sehr deutlich gesagt hat, dass sie weiter Terror unterstützen und Israel absolut auf keinen Fall anerkennen.

Die USA bestehen darauf, dass alle Partieen bei einer palästinensischen Wahl die 2006 festgelegten Prinzipien des Quartetts (USA, UNO, EU und Russland) einhalten. Die Haltung des Quartetts hat gelautet: „Alle Mitglieder einer zukünftigen Palästinenserregierung müssen sich zu Gewaltlosigkeit, Anerkennung Israels und Akzeptanz der bisherigen Vereinbarungen und Verpflichtungen bekennen.“

Die erste Seite des Briefs, den die PA den USA geschickt haben soll, findet sich auf der Internetseite Amad.ps und sie zeigt, dass die Palästinenser immer noch Meister darin sind leichtgläubige Westler glauben zu machen, sie würden Dinge sagen, die sie überhaupt nicht sagen.

Es gibt keinen Widerspruch zwischen dem an die Administration Biden geschickten Brief und den unnachgiebigen Äußerungen der Hamas vom letzten Samstag. Es gibt keine Gemeinsamkeiten zwischen diesem Brief und der US-Haltung dazu, zu was die Palästinenser sich verpflichten müssen. Und doch sind die israelischen Medien und offenbar die Administration Biden bereit sich von dem doppelzüngigen Gerede in dem Brief irreführen zu lassen und vorzugeben, er sage etwas, was er mit vollkommener Sicherheit nicht sagt.

In dem mit Rechtschreibfehlern gespickten Brief heißt es:

Der folgende Konsens (Anhang 1) wurde zwischen allen politischen Fraktionen, einschließlich der Hamas, auf dem Treffen aller Generalsekretäre der politischen Fraktionen der Palästinenser am 3. September 2020 erzielt.

1. Verpflichtung zu den Standards des Völkerrechts
2. Verpflichtung auf einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 und Ostjerusalem als seiner Hauptstadt
3. Verpflichtung auf die PLO als politische Dachorganisation und dem einzigen legitimen Repräsentanten des palästinensischen Volks
4. Verpflichtung auf das Prinzip der friedlichen Machtübergabe durch Wahlen
5. Verpflichtung auf (friedlichen) Volkswiderstand

Nicht eine einzige der Bedingungen des Quartetts wird von dem Brief erfüllt!

Gewaltlosigkeit: Die Hamas sagt, dass sie umfassenden Widerstand „in all seinen Formen“ befürwortet und eine Ausdrucksform davon ist Volkswiderstand. Sie ist immer noch dem Terrorismus verschrieben.

Anerkennung Israels: Die PA sagt, dass die Hamas einen Palästinenserstaat akzeptiert – aber nirgendwo sagt sie oder impliziert auch nur, dass die Hamas Israel oder einer Zweistaatenlösung anerkennt. Hamas sagt, sie hält am Prinzip der „Nichtanerkennung der Legitimität der Besatzer“ fest. Heißt: Wenn die Palästinenser es schaffen einen Staat in irgendeinem Teil Palästinas zu bekommen, wird die Hamas das akzeptieren, ist aber weiterhin verpflichtet Israel zu vernichten.

Akzeptieren früherer Vereinbarungen und Verpflichtungen: Es wird in diesem Brief nichts dazu gesagt, lediglich eine vage „Verpflichtung zu Standards des internationalen Rechts“, was bedeutungslos ist. Da es keinen Konsens dazu gibt, was tatsächlich internationales Recht ist, können sie mit ihren eigenen Interpretationen behaupten diesem verpflichtet zu sein – zum Beispiel, dass Israel verpflichtete ist die Millionen Palästinenser die „Rückkehr“ zu gestatten. Das ist keinesfalls die Bestätigung der Verpflichtung der Einhaltung der Oslo-Vereinbarung und in Wirklichkeit hat der Hamas-Führer sie in derselben Rede auch ausdrücklich abgelehnt.

Es handelt sich um einen Test für die Administration Biden, um zu sehen, ob sie wirklich den Prinzipien verpflichtet ist, auf denen die USA in Sachen einer potenziellen  Palästinenserregierung bestanden haben. Bisher rasselt sie auf Grundlage der Berichte über diesen Brief, dabei durch.

Es überrascht nicht, das die PA genau dieses Spiel während der Administration Obama gespielt hat, auch damals ohne deswegen Gegendruck zu bekommen.

Allerdings kann man, wenn einen Seite etwas vormachen will und die andere vorgeführt werden will, nicht viel dagegen tun.

Doppelt aufgedeckt: Wo der BDS-Aktivismus auftaucht, kommt der Antisemitismus hinterher

Lay of the Land, 24. Mai 2020

Die Bewegung Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) will den jüdischen Staat delegitimieren, während an ihn zugleich andere Maßstäbe angelegt werden als an den Rest der Welt.

Sie gibt sich als gewaltfreie Bewegung zur Unterstützung der Rechte der Palästinenser, aber für ihre Gründer und Führer ist sie ein Mittel dem Staat Israel das Ende zu bereiten. Jedes Jahr versucht BDS während der Israel Apartheid Week (IAW) – einer Woche, die antiisraelischen Aktivitäten an Universitäten in der ganzen Welt gewidmet ist – Israels Vernichtung anzustreben, während sie versucht die Öffentlichkeit so zu täuschen, dass sie glaubt, die Bewegung stehe für Menschenrechte ein. Dieses Jahr bleibt den Studenten diese Schädigung durch Covid-19 erspart, wahrscheinlich das einzig Positive, was die Pandemie mit sich brachte.

Das Mentekel. Die riesige israelische Flagge an den Stufen des Hauptgebäudes der Universität von Kapstadt in der IAW 2018 wurde rot beschriftet, um Blut heraufzubeschwören. Die  Schrift lautet: „Apartheidstaat, Blut klebt an deinen Händen“. Das war eine der vielen Einschüchterungstaktiken, denen jüdische Studenten an Universitäten in Südafrika sich gegenüber sehen mussten. An der Universität Wits in Johannesburg wurden Parolen wie „F*** Zionism“, „F***  Israel“, „Israel ist schwarzenfeindlich“ und „Zionismus ist Rassismus“ überall auf dem Campus gesprüht.

Wofür steht BDS dann wirklich? Sie können zwar ihre Forderungsliste auf https://bdsmovement.net/call ansehen, aber im Wesentlichen erklären sie, dass die einen Boykott Israels beibehalten werden, bis es allen palästinensischen Flüchtlingen das „Rückkehrrecht“ einräumt – d.h. bis zum Ende Israels.

BDS-Mitgründer Omar Barghouti erklärt die wahren Auswirkungen des von seiner Organisation geforderten „Rückkehrrechts“:

„Wenn die Flüchtlinge zurückkehren, wird es KEINE Zweistaatenlösung geben. Ein palästinensischer Kommentator formulierte es so: ‚Dann gibt es ein Palästina neben einem Palästina, statt eines Palästina neben Israel.‘“

Ein Mann, der meint, was er sagt. Man muss sich nur die Worte von BDS-Mitgründer Omar Barghouti ansheen, um die Wahrheit hinter der Fassade der Lügen offenzulegen: Wir sind definitv, absolut gegen einen jüdischen Staat auf irgendeinem Teil Palästinas. Kein Palästinenser, rationaler Palästinenser, kein Verräter-Palästinenser wird jemals einen jüdischen Staat in Palästina akzeptieren.“

Um es deutlicher zu sagen: Wenn die palästinensischen Flüchtlinge und Millionen ihrer Nachkommen in die Häuser zurückkehren sollten, die sie 1948 verließen – ein Recht, das keiner anderen verlegten Bevölkerung eingeräumt wird, auch nicht den Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten, und gewiss nicht ihren Nachkommen – dann würde es kein Israel, keinen jüdischen Staat, keine jüdische Selbstbestimmung mehr geben.

Herr Barghouti – und die BDS-Führung – glauben nicht, dass das jüdische Volk das Recht hat einen souveränen Staat wo auch immer im Land zwischen Jordan und Mittelmeer zu haben.

Die globale BDS-Bewegung – sowohl durch ihre Ziele wie ihre Taktiken – ist direkt gegen eine wirklich gerechte und friedliche Lösung. Nach jedem der fünf großen Kriege, die allesamt von den Arabern/Palästinensern begonnen und dann verloren wurden, war Israel bereit um Frieden und Grenzen zu verhandeln, aber die Palästinenser lehnten alle Ouvertüren ab. Wann immer Waffenstillstände in Kraft gesetzt wurden, wurden sie von den Palästinensern nur als Vorwand eingehalten sich wieder zu bewaffnen und die nächste Runde ihres nie endenden Konflikts vorzubereiten.

Jeden März startet die BDS ihre berüchtigte IAW (Israel Apartheid Week) an Universitäten in aller Welt. „IAW“ ist der Höhepunkt einer Jahre andauernden Aktivität an Universitäten, während die BDS und ihre Anhänger eine antiisraelische, antisemitische und antizionistische Agenda propagieren, die einen breiten Boykott Israels fordert. Ihre antisemitischen Wurzeln und Rhetorik sollte allen demokratischen Gemeinschaften Sorge bereiten.

BDS produziert regelmäßig antiisraelische Inhalte, darunter veröffentlichte Briefe, Artikel, Broschüren und Kampagnen in sozialen Medien, die alle durch ungenaue, nicht verifizierte und falsche Berichterstattung mit Fehlern behaftet sind. Dadurch, dass Israel als schlimmer als Nordkorea, der Iran und Syrien behandelt wird, unterlässt BDS faire oder ausgewogene Kommentierung. Ihre Äußerungen, die fordern Israel solle „internationales Recht und universelle Prinzipien der Menschenrechte einhalten“, untergraben ihre Glaubwürdigkeit durch die ihr fehlende Erwartung der Einhaltung durch die angeführten und andere Länder; deren Menschenrechtsbilanz grauenhaft ist. Die absolute Einseitigkeit von BDS gegen Israel wird dadurch offenbart, dass die Welt die dringendsten Menschenrechtsprobleme ignoriert.

Selektive Moral. Palästinensergebiet im Flüchtlingslager Yarmuk in Syrien 2018 nach schwerem Beschuss lockt kein Interesse von BDS, weil die Verursacher der Notlage keine Juden oder Israelis sind. (Foto: Louai Beshara/AFP via Getty Images)

BDS ist eine Organisation, die von antiisraelischen und antijüdischen Dämagogen bemannt wird, die keine Rolle bei irgendeiner Lösung der Situation zwischen Israel und den Palästinensern haben dürfen.

Das Konzept der Boykotte, De-Investitionen und Sanktionen gegen Israel ist nicht neu. Vor der Gründung der BDS musste Israel um seinen Platz in der globalen Wirtschaft kämpfen, während es von den arabischen Staaten der Welt boykottiert wurde. Weil ihre Bemühungen es nicht schafften Israels robuster, exportorientierter Wirtschaft zu schaden, greift BDS auf ein widerwärtiges Niveau der anstößigen und schmähenden Beschimpfungen zurück.

Für diejenigen, die daran erinnert werden müssen – Israel gründet auf einer Reihe jüdischer Werte:

  • Menschenwürde
  • Heiligkeit des menschlichen Lebens
  • Menschenrecht Bildung
  • das Ideal des Weltfriedens
  • Gerechtigkeit für alle
  • soziale Verantwortung

Auf dieser Grundlage ist Israel in der Lage gewesen eine florierende Wirtschaft aufzubauen, führenden internationalen Wirtschaftsorganisationen wie der OECD beizutreten und einer der führenden Innovatoren in Hi-Tech, Bio-Tech, medizinischem Fortschritt und Sicherheit zu werden.

Wo BDS-Aktivismus hingeht, folgt Antisemitismus. Es hat eine beunruhigende Zunahme antisemitischer Vorfälle an südafrikanischen Universitäten gegeben, wo BDS am aktivsten ist. Unter den berichteten Vorfällen befinden sich Schikanen und antisemitischer Vandalismus. Erst vor einem Jahr erlebte die UCT (Universität Kapstadt) Vandalismus, bei dem während der „Israel Apartheid Week“ eine gestohlene israelische Flagge entstellt wurde. Diese Aktionen verstoßen gegen die Gesetze der südafrikanischen Verfassung gegen die Verbreitung von Hass.

Das Angesicht des Bösen. So wurden jüdische Studenten begrüßt, die die Haupthalle der UCT betraten. Ist das etwa keine Einschüchterung der schlimmsten und gefährlichsten Sorte?

Das entstehende Bild ist beunruhigend. Neben der antisemitischen BDS-Strategie zur Delegitimierung einzig des jüdischen Staates und an ihn andere Standards anzulegen als an den Rest der Welt, versteckt die Bewegung sich hinter dem Argument, das sei nicht antisemitisch, sondern „antizionistisch“, während man versucht den Unterschied zwischen den beiden Konzepten zu verwischen. Das jüdische Recht auf Selbstbestimmung wird ignoriert, während man ihre verdrehte Definition von Zionismus als „kolonialistische“ Politik propagiert, die danach trachtet „die Kontrolle von Land und Ressourcen zu übernehmen und die Palästinenser zwangsweise zu entfernen sowie ‚ethnische Säuberungen‘ zu betreiben“.

Schlimmer noch: Man schreibt jede Erscheinungsform jüdischer Identität um, die nicht ins Propagandabild passt; und stellt Juden mit den alten Kolonialmächten und dem früheren Apartheidregime in Südafrika auf eine Stufe. Ich war dem bei einer Podiumsdiskussion zu Israel persönlich ausgesetzt, an der ich 2016 an der Universität Kapstadt (UCT) teilnahm.

Südafrikanische Graffiti. ‚Menetekel‘, als an der Universität Kapstadt in  Südafrika Bilder von Hitler und Hakenkreuzen auf Säulen gesprüht wurden; 18.  März 2015 (Foto: SAUJS-Cape Town)

Das war schockierend; schlimmer, es war furchterregend!

Mit antiisraelischen Aktivisten wie dem Antikriegs-Aktivisten und Autor Terry Crawford-Browne und dem ehemaligen Geheimdienst-Minister Ronnie Kasrils auf dem Podium ging es in der Diskussion weniger um Israel als gegen Israel. Von den Podiumsteilnehmern kamen typische Unwahrheiten, darunter:

  • „Israel wurde von kolonialistischen Juden gegründet, die den bestehenden Palästinenserstaat zerstörten.“
  • „Von der IDF wurden unschuldige Palästinenser ermordet.“

Der Versuch die Leute hinters Licht zu führen. Der  hitzige BDS-Vertreter Terry Crawford Browne führte am 21. September 2015 in Kapstadt einen fehlgeschlagenen Protest gegen den Einzelhandels-Riesen Woolworth wegen Handels mit Israel an.

Ich hob die Hand um etwas zu sagen, wurde aber von dem offenkundig voreingenommenen Moderator ignoriert; als eine junge Studentin im Publikum – vermutlich unbekannt – zu Wort kam und mutig einige der ungeheuerlichsten Vorwürfe der Podiumsteilnehmer widerlegte, wurde ihr vom Publikum mit stürmischer Feindseligkeit und Hohn begegnet. Es war einschüchternd. Das Klima des Hasses und Antisemitismus bei der Versammlung, getarnt als Antizionismus, war nichts, das ich in Südafrika zuvor persönlich erfahren hatte. Leider ist diese Art von Verhalten an Universitäten weltweit üblich.

Solche Campus-Aktivitäten vermitteln auf gefährliche Weise die Botschaft, dass gegenüber Unschuldigen mit anderer Sichtweise gewalttätig zu werden gerechtfertigt und akzeptabel ist. Tatsächlich gefährdet das die Sicherheit anderer Studenten. Diese Manifestationen aus Lügen und Verdrehungen scheinen in unseren Tagesmedien auch eine Gefahr für jeden Studenten in Südafrika darzustellen; durch die Aufstachelung anderer, dass sie körperliche Schäden zufügen oder Immobilien beschädigen.

Seit die palästinensische Zivilgesellschaft 2005 eine Kampagne zu Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) gegen Israel forderte, brachte der Oberste iranische Revolutionsführer Ali Hosseini Khamenei das vor kurzem auf ein neues Niveau, als er die muslimische Welt dazu drängte alles und jedes zu boykottieren, was vom jüdischen Volk stammt.

Barghouti ignoriert die allgemein akzeptierte Wahrheit, dass zwar Kritik an irgendeinem Land der Welt legitim, BDS-Kritik an Israel aber grundlegend und prinzipiell antisemitisch ist.

Die wahre Gestalt

Während die Wahrheit über den Nahost-Konflikt durchsickert und die sorgfältig aufgebaute BDS-Fassade entlarvt wird, wird ihr wahrlich antisemitischer Charakter offengelegt.

Ein Beispiel dafür ist Norman Finkelstein, eines der Aushängeschilder der BDS, den die Organisation nach Südafrika brachte, um ihre Kampagne gegen Israel zu stärken. In einem Interview mit Frank Barat am Imperial College in London im März 2012 war Finkelstein, immer noch kritisch Israel gegenüber, zumindest ehrlich genug, die wahren Absichten der BDS zu offenbaren, die hinter ihrer arglistig gefertigten Fassade steckt; er tat es mit dieser Äußerung, die den BDS unterstützenden Interviewer überraschte:

„BDS ist nichts anderes als ein Kult… Das Problem mit diesen Solidaritätsbewegungen ist, dass sie ein Spiegelbild der sogenannten palästinensischen Autonomiebehörde sind, deren Mittel niemals ihr Ziel erreichen werden, das in der Vernichtung Israels besteht. … Tretet aus eurem kleinen Kult aus, aus eurem kleinen Ghetto und betrete die reale Welt. Ich werde nicht lügen, ihr wollt nicht das Gesetz durchsetzen, ihr wollt Israel vernichten. Dass ihr euch auf Israels Minderheiten konzentriert und nicht auf das Leid der 10 Millionen anderen Minderheiten im gesamten Nahen Osten und andernorts, ist ein Hinweis darauf, was für Heuchler ihr seid. Israel hat einen Anspruch und ich bin es nach so vielen Jahren müde über diese Lügen nachdenken und auf sie antworten zu müssen.“

Beschimpfung von BDS. Berüchtigt für seine antiisraelischen Aktivitäten und sein Buch über die „Holocaust-Industrie“ sorgte Norman Finkelstein für einiges Aufsehen in der Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS), als er in einem Interview vom Script abwich, das den BDS unterstützenden Interviewer sprachlos machte.

Im Lauf der Zeit wird durch deren eigenes Tun und Reden das wahre Gesicht der BDS-Bewegung als hasserfüllte Organisation offenbart, die Lügen und Verzerrungen verbreitet, um ihre Ziele zu verfolgen. Das gewünschte „Ziel“ ist das Ende Israels.

Das dürfte die zunehmende Zahl von BDS-Anhängern erklären, die diese Vorwände durchschauen und die destruktive Botschaft der Organisation ablehnen.

Natürlich ist Israel als rassistisch zu bezeichnen antisemitisch. Hier ist ein perfektes Beispiel.

Elder of Ziyon, 3. Februar 2021

Nada Elia lehrt Amerikanische Kultur an der Western Washington University. Sie schreibt regelmäßig für Mondoweiss.

Vor kurzem schrieb sie einen Artikel im Middle East Eye, der sowohl ihre Ignoranz als auch ihren Antisemitismus zeigt.

Nachdem Israels Innenministerium gerade ankündigte, dass Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft Ugandas nicht nach Israel einwandern dürfen, verurteilten viele progressive Israelis und Diaspora-Juden die Entscheidung als rassistisch.

Natürlich ist es das; Rassismus ist ein prägendes Charakteristikum des Zionismus, der eine ethnische Gruppe anderen gegenüber privilegiert. Die Entscheidung stimmt zudem mit dem virulenten Rassismus gegen Schwarze im Einklang, der Israel plagt; dem nur der antipalästinensische Rassismus des Landes gleichkommt oder ihn übertrifft.

Wie jemand mit auch nur flüchtigen Kenntnissen Israels begreift, hat diese Entscheidung des Innenministeriums nichts mit der Ethnie der Ugander zu tun. Es liegt daran, dass der Staat Israel nur Übertritte zum Judentum anerkennt, die von orthodoxen Rabbinern vorgenommen wurden und die Abayudaya-Gemeinde in Uganda wurde von jüdisch-konservativen Rabbinern konvertiert.

Man kann darüber streiten, ob Israel Überritte durch nichtorthodoxe Bewegungen akzeptieren sollte, aber das ist nun gar keine Frage von ethnischer Überlegenheit oder Rassismus. Wäre das der Fall, dann hätte Israel nicht mehr als 100.000 äthiopische Juden willkommen geheißen.

Jeder, der Israel besucht, kann auch sehen, dass es keinen „virulenten Rassismus gegen Schwarze“ gibt; eine ganze Generation Hebräisch sprechender äthiopischer Juden haben sich in die Gesellschaft integriert und niemand blinzelt deswegen auch nur. Es gibt etwas Rassismus, der dem in jedem einzelnen westlichen Staat ähnelt und der wird von niemandem gebilligt.

Warum also lügt Nada Elia?

Weil jemanden als Rassist zu bezeichnen die schlimmste Beschimpfung ist, die man heute von sich geben kann. Und Nada Elia ergötzt sich daran Israel (heißt: die Juden Israels) als rassistisch zu bezeichnen. Als Herabsetzung ist das das linke Äquivalent zu „kike“ [eine beleidigende, herabsetzende Bezeichnung, die in Nordamerika verwendet wurde/wird].

„Ethnische Säuberer“, „Kolonialisten“, „Rassisten“, „Apartheid“, „weiße Herrenmenschen“ – all diese Begriffe sind bewusste Beschimpfungen für Juden und nur für Juden, wenn sich das auf Israel bezieht. Sie sind die moderne, progressive Version von „sheeny“, „Christusmörder“ und „Wucherer“.

Israelische Juden als „Nazis“ zu bezeichnen – was die Kritiker der IHRA-Definition billigen – ist das direkte moralische Äquivalent und geschaffen um genau denselben Schmerz zu verursachen, wie für schwarze Menschen das andere „N“-Wort zu verwenden.

Auf gewisse Weise sind diese Beleidigungen schlimmer, weil sie vorgeben Darstellungen der Wahrheit zu zionistischen Juden zu sein und in höflicher Gesellschaft verwendet werden können. Das Hauptargument dagegen diese Verunglimpfungen als antisemitisch zu bezeichnen lautet im verdrehten Geist der Hasser, sie seien korrekt. Komplette Schriften wurden verfasst, die es rechtfertigen Israel als „Apartheid“-Staat oder als „rassistischen“ Staat zu bezeichnen, ohne die offensichtlichen Gegenbeispiele zu zeigen, die beweisen, dass die Argumente nichts anderes als Beschimpfungen ohne Basis in der Realität sind.

Die IHRA erkennt das und stellt diese Verunglimpfungen korrekt dar. Moderne Antisemiten wie Nada Elia geben vor, die Beleidigungen seien derart offensichtlich wahr, dass es kaum wert sei sie zu beweisen.

Die „absurden und realitätsfernen Ansprüche“ der größten Universität des Islam

Raymond Ibrahim, 28. Januar 2021

Al-Azhar, die prestigeträchtigste, wenn nicht maßgebende islamische Universität, verriss vor kurzem Jerome, den Erzbischof von Athen und ganz Griechenland, weil der am 14. Januar in einem Interview sagte: „Der Islam, sein Volk, ist keine Religion, sondern eine politische Partei“ – dass Muslime „das Volk des Krieges sind … die Expansion anstreben“, was ein „Charakteristikum des Islam ist“.

Statt mit Wut und „Islamophobie“-Anschuldigungen zu antworten – wie es die Türkei und andere Staaten am 19. Januar machten – wurden diese „unverantwortlichen Äußerungen des Erzbischofs von Athen“ von einem Zweig der Al-Azhar verurteilt und hinzugefügt, es handele sich „lediglich um absurde und realitätsferne Behauptungen – Trivialitäten, die keiner Antwort oder Diskussion nicht würdig sind“.

Warum? Weil, führte Al-Azhar weiter aus, „der Islam die letzte, himmlische Botschaft ist, die Allah, der Allmächtige, unserem Herrn Mohammed schickte, das Siegel der Propheten und Apostel, um die Menschheit aus der Dunkelheit und den Klauen der Ignoranz zu führen und ins Licht der Wahrheit und die Sonne der Führung zu bringen.“

Für jeden, der von dieser hagiografischen Erklärung nicht überzeugt ist, fuhr die Al-Azhar fort:

Muslime zu beschuldigen, sie seien ein Volk des Krieges und der Expansion, ist eine reine Lüge – ein Betrug und eine Fälschung muslimischer Geschichte, die voller Vergebung und Pardon ist. … Die Invasionen des Propheten fanden entweder in Verteidigung von Muslimen statt oder um diejenigen zu maßregeln, die ihren Pakt nicht einhielten. … Die islamische Geschichte widerspricht der Behauptung, dass Muslime expandieren wollen!

Tatsächlich ist hier das einzig Widersprüchliche die Leugnung der militanten, expanisionistischen Geschichte des Islam. Zum Beispiel erklärte Scheik Ahmed al-Tayeb – der Großimam der Al-Azhar und enger Verbündeter von Papst Franziskus – am 30. April 2020 in einer Fernsehsendung, die von Millionen Ägyptern und der arabischen Welt gesehen wird: „Der Islam strebt nicht nach Krieg oder Blutvergießen und Muslime kämpfen nur, um sich zu verteidigen.“

Diese ziemlich surreale Behauptung war sogar die große Schlussfolgerung, zu der eine aktuelle Mega-Konferenz kam, die dem Finden von Lösungen für „Extremismus“ gewidmet war und mit der diese zur Farce gemacht wurde. Sie wurde in Ägypten von der Al-Ahzar veranstaltet, an der führende Repräsentanten aus 46 muslimischen Staaten teilnahmen; Al-Tayeb setzte der zweitägigen Konferenz die Krone auf, als er erneut erklärte:

Der Jihad ist im Islam nicht synonym mit Kampf; vielmehr ist der Kampf, den der Prophet Mohammed und seine Kameraden führten, eine seiner Formen; und er dient dazu die Aggression der Aggressoren gegen die Muslime abzuwenden, nicht dem Töten derer, die in Fragen der Religion beleidigen, wie es die Extremisten behaupten. Die bestehende Herrschaft der Scharia verbietet Feindseligkeit gegenüber denen, die gegen die Religion sind. Sie zu bekämpfen ist verboten – solange sie nicht Muslime bekämpfen.

Es muss gar nicht erst gesagt werden, dass solche Behauptungen mehr als einem Jahrtausend gut dokumentierter islamischer Geschichte vollkommen widersprechen. Angefangen mit Mohammed – dessen späte Kriege kaum defensiv waren, sondern Überfälle, die dazu dienten ihn und seine Anhänger gegenüber Nichtmuslimen zu stärken und im Ansehen zu heben – und unter den ersten „redlichen“ Kalifen und praktisch allen folgenden Sultanen und Herrschern bestand der Jihad daraus  benachbarte Nichtmuslime „einzuladen“ den Islam anzunehmen oder sich zumindest seiner politischen Obrigkeit zu unterwerfen (als Dhimmis zweiter Klasse); wenn die Nichtmuslime das ablehnten, wie sie es fast immer machten, wenn sie darauf bestanden ihre eigene religiöse Identität und die Freiheit vom Islam zu behalten, dann wurde der Jihad erklärt, in die Länder der Nichtmuslime einmarschiert und hinterher sah es aus wie ein Schauplatz von ISIS, mit Schädelpyramiden, verbrannten Kirchen und anderen Tempeln, mit das Land übersäenden Sklavenmärkten für Frauen und Kinder.

Man muss sich nur die Landkarte der heutigen muslimischen Welt ansehen und erkennen, dass die überwiegende Mehrheit davon – der gesamte Nahe Osten, Nordafrika, die Türkei, Zentralasien bis nach Pakistan und darüber hinaus – durch gewalttätige Eroberung im Namen des Jihad übernommen wurde. Daran gibt es nichts, das „der Verteidigung dient“.

In der Tat sind Erzbischof Jeromes Worte innerhalb des Kontextes seines Interviews besonders korrekt, denn er diskutierte die islamische Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453. Wie bei den schon erwähnten den vorausgehenden muslimischen Eroberungen war der einzige Grund es anzugreifen und auf wahnsinnige Weise mit seinen Bürgern umzugehen, der, dass sie es ablehnten sich dem Islam zu unterwerfen und es vorzogen Christen zu bleiben, wie es über tausend Jahre lang gewesen war.

Kurz gesagt: Die Geschichte und folgende Expansion des Islam gründet fast ausschließlich auf gewalttätiger Eroberung oder Jihad. Jeder, der das bestreitet – und das gilt für die prestigeträchtigste und maßgebliche Institution der muslimischen Welt – ist derjenige, der „absurde und leere Behauptungen aufstellt – Trivialitäten, die es nicht Wert sind auf sie zu antworten oder sie zu diskutieren“.