Grenzen, die Israel nach Angaben des US-Generalstabs von 1967 verteidigen kann (Memo und Karte)

Elder of Ziyon, 28. Januar 2019

Hier ist ein Memo, geschrieben vom US-Generalstabschef nach dem Sechstagekrieg; darin wird beschrieben, welches Territorium Israel für Frieden behalten muss. Es wurde 1979 freigegeben.

Es ist etwas erstaunlich, dass dieses Dokument nicht mehr Öffentlichkeit erhalten hat. Es gab einen Artikel, der im Journal of Palestine Studies den vollen Text ausführlich beschreibt, außerdem brachte das Wall Street Journal 1983 einen Artikel über dieses Memo.

Die Empfehlungen beinhalteten, den Großteil der Westbank, die gesamten Golanhöhen, den ganzen Gazastreifen und nur einen begrenzten Teil des Sinai zu behalten (alles natürlich unter der Annahme, dass die arabischen Staaten Feinde bleiben).

JCSM-373-67
29. Juni 1967
1. Es erfolgt Bezugnahme auf Ihr Memorandum vom 19. Juni 1967, Thema wie oben, das die Sicht des Generalstabs erfragte, ohne Berücksichtigung politischer Faktoren, zum Minimal-Territorium über das hinaus, was am 4. Juni 1967 gehalten wurde, das Israel gerechtfertigterweise behalten könnte, um eine effektivere Verteidigung gegen mögliche konventionelle arabische Angriffe und terroristische Überfälle zu verteidigen.

2. Aus strikt militärischer Sicht müsste Israel einen Teil des eroberten Territoriums behalten, um militärisch zu verteidigende Grenzen zu erhalten. Die Festlegung des einzubehaltenden Territoriums sollte auf Grundlage akzeptierter taktischer Prinzipien wie der Kontrolle über beherrschendes Terrain, Nutzung natürlicher Hindernisse, Eliminierung feindlicher Landvorsprünge und die Verfügbarkeit von Geländetiefe zur Verteidigung wichtiger Einrichtungen und Anlagen gründen. Detailliertere Diskussionen der in dem erwähnten Memorandum angegebenen Schlüssel-Grenzgebiete finden sich im Anhang. Zusammengefasst lauten die Ansichten des Generalstabs zu diesen Gebieten wie folgt:

a. Die jordanische Westbank. Kontrolle über die herausragenden Höhen, die in etwa in der Mitte des Westjordanlandes von Norden nach Süden verlaufen, im Allgemeinen östlich der Schnellstraße von Norden nach Süden entlang der Achse Jenin-Nablus-Bira-Jerusalem und dann nach Südosten ein Anschluss ans Tote Meer am Wadi al-Daraja würde Israel eine militärisch verteidigbare Grenze bieten. Die gedachte Verteidigungslinie würde direkt östlich von Jerusalem verlaufen; es wäre allerdings auch möglich die Stadt zu internationalisieren ohne bedeutende Nachteile für Israels Verteidigungsstellungen zu schaffen.

b. Syrisches Territorium, das direkt an Israel angrenzt. Israel ist besonders sensibel bezüglich der Häufigkeit von terroristischen Überfällen und Grenzvorfällen in diesem Bereich. Das aktuell besetzte Territorium, die allgemein von Nord nach Süd verlaufenden Höhen um Quneitra, rund 15 Meilen innerhalb der syrischen Grenze, würden Israel Kontrolle über Terrain geben, das Syrien effektiv dazu genutzt hat die Grenzregion zu drangsalieren.

c. Der Bereich Jerusalem-Latrun. Siehe Unterabsatz 2a oben.

d. Der Gazastreifen. Mit der Besetzung des Gazastreifens würde Israel ungfähr 45 Meilen feindlicher Grenze gegen acht eintauschen. Bei der bestehenden Konfiguration dient der Streifen als Landzunge zur Einleitung von arabischer Subversion und Terrorismus und seine Einbehaltung würde Israel militärischen Vorteil verschaffen.

e. Die Grenze Negev-Sinai. Bis auf den Einbehalt der entmilitarisierten Zone um Al-Awja und einigem Territorium zum Schutz des Hafens Eilat, was unten diskutiert wird, würde die fortgesetzte Besetzung des Sinai Israel Probleme bereiten, die jeden militärischen Gewinn übertreffen.

f. Der Bereich Negev-Jordanien (Aqaba)-Straße von Tiran. Israels Ziele hier würden in unbehelligter Durchfahrt durch den Golf von Aqaba und dem Schutz seines Hafens Eilat bestehen. Israel könnte, verbunden mit beträchtlichen Unannehmlichkeiten, Scharm el-Scheik besetzen, könnte sich aber auf eine Art Internationalisierung verlassen, um freien Zugang zum Golf sicherzustellen. Sollte das scheitern, würde Israel Schlüsselterrain im Sinai verlangen, um seine Nutzung der Straße von Tiran zu schützen. Eilat, das am Scheitelpunkt der schmalen, südlichen Spitze Israels liegt, ist anfällig für direktes Handeln am Boden von ägyptischem Territorium aus. Israel würde die Bedrohung durch Einbehalt eines Teils der Halbinsel Sinai südlich und östlich des Wadi el-Gerafi, dann nach Osten zu einem Schnittpunkt mit dem Golf von Aqaba ungefähr bei 29°20‘ nördlicher Länge mindern.

3. Es wird betont, dass die oben angeführten Schlüsse in Übereinstimmung mit Ihren Angaben für die Empfehlungen sich ausschließlich auf militärische Überlegungen aus israelischer Sicht erfolgten.
Für den Generalstab
Unterschrift von Earle G. Wheler
Generalstabschef

Hier ist der Teil des Anhangs, der die Bereiche in Judäa und Samaria betrifft:

b. Voraussetzung. Eine Grenzlinie entlang des beherrschenden Terrains mit Überblick über den Fluss Jordan von Westen her könnte eine kürzere Verteidigungslinie bieten. Als Minimum bräuchte Israel allerdings eine Verteidigungslinie, die allgemein entlang der Achse Bardala-Tubas-Nablus- Bira- Jerusalem und dann zum nördlichen Teil des Toten Meeres verläuft. Diese Linie würde den schmalen Bereich Israels erweitern und zusätzliches Terrain zur Verteidigung von Tel Aviv bieten. Es böte einen ergänzenden Puffer für den Fliegerhorst in Beer Sheva. Darüber hinaus gäbe diese Linie einen Teil der Bergausläufer an Israel und würde eine Abriegelung der israelischen Dörfer im Tiefland durch Artillerie verhindern. Diese Linie würde zudem eine kürzere Verteidigungslinie bieten als die Grenzen vom 4. Juni 1967 und den jordanischen Landvorsprung nach Israel hinein reduzieren. Sie böte zudem Raum und Wege für Seitwärtsbewegungen.

Hier ist eine Karte, die zeigt, was Israel nach dem Gefühl der US-Verteidigungsexperten bräuchte, um seine Verteidigungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Beachten Sie, dass die Linie sogar östlich des heutigen Ariel verläuft.

Wahrscheinlich ist diese Karte das, was die Amerikaner im Sinn hatten, als die Resolution 242 des UNO-Sicherheitsrats formuliert wurde, der darauf bestand, dass Israel „sichere und anerkannte Grenzen“ haben müsse.

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Ist „Frohe Weihnachten“ wichtig?

Der Krieg der Linken gegen den religiösen Charakter Amerikas

Dennis Prager, FrontPageMag, 18. Dezember 2018

Ist „Frohe Weihnachten“ etwas aus der Vergangenheit, ein Gruß einer längst vergangenen Ära, ein Überbleibsel einer Vergangenheit, mit dem wir nicht länger in Verbindung gebracht werden wollen? So weit dürften wir noch nicht sein, aber wenn die aktuellen Trends anhalten, ist es nicht mehr weit bis dahin. Wenn dem so ist, dann ist es eine Schande, eine weitere Verrohung der Kultur – und Schlimmeres. Es ist ein weiteres Beispiel für die Beseitigung der Religion, insbesondere des Christlichen, aus einem Land, das lange Zeit die religiöseste der industrialisierten Demokratien der Welt war.

Verfechter des „frohe Feiertage“ argumentieren, das sei keine große Sache. Sie sagen, die Vertreter des „Frohe Weihnachten“-Sagens „machen aus einer Mücke einen Elefanten“. Es gibt keinen „Krieg gegen Weihnachten“, behaupten sie. Aber die Befürworter der „frohen Feiertage“ wollen beides. Sie tun die für „Frohe Weihnachten“ Werbenden als hysterisch ab, während sie gleichzeitig „Frohe Weihnachten“ durch „frohe Feiertage“ ersetzen, „Weihnachtsferien“ durch „Winterferien“ und „Weihnachtsfeier“ durch „Feiertagsfeier“.

Ist also all die Beseitigung des Wortes „Weihnachten“ wichtig oder nicht?

Die Antwort sollte offensichtlich sein. Das ist sehr wichtig. Es ist der Grund, dass so viel Aufwand zur Ersetzung von „Weihnachten“ durch andere Worte getrieben wird. Und diese Bemühungen sind außerordentlich erfolgreich. Anstatt des universellen „Frohe Weihnachten“ meiner Jugend ist uns in den letzten Jahrzehnten von praktisch jedem Kellner und jeder Kellnerin in praktisch jedem Restaurant, in dem wir gegessen haben, „frohe Feiertage“ gewünscht worden; von praktisch jedem der mich in irgendeinem Geschäft begrüßt; von Flugbegleiterinnen und Piloten; und von fast jedem sonst.

Wenn ich mit „Frohe Weihnachten!“ antworte, spüre ich oft, dass ich für Spannungen gesorgt habe. Ich vermute, viele derer, denen ich „Frohe Weihnachten!“ wünsche, sind wahrscheinlich erleichtert jemanden aussprechen zu hören, was das „C“-Wort (Christmas) geworden ist, aber das ganze Sensibilitätstraining, das sie durchmachen mussten,  schafft kognitive Dissonanzen.

Die Gegner von „Frohe Weihnachten“ und anderer Verwendung des Wortes „Weihnachten“ wissen genau, was sie tun. Sie sind hinterhältig, wenn sie Verteidiger von „Frohe Weihnachten“ als „einen Krieg gegen Weihnachten fabrizierend“ abqualifizieren. Natürlich ist es ein Krieg gegen Weihnachten – oder genauer gesagt, ein Krieg gegen die religiöse Natur Amerikas. Sie Linke in Amerika, wie auch die Linke in Europa, will eine durch und durch säkulare Gesellschaft schaffen, nicht nur eine säkulare Regierung – die ein erstrebenswertes Ziel ist und was auf jeden fall in Amerika der Fall gewesen ist – sondern eine säkulare Gesellschaft.

Die meisten Menschen erkennen nicht, das die Linke so leidenschaftlich an Säkularismus glaubt, wie religiöse Christen und Juden an die Bibel. Das ist der Grund, warum „Frohe Weihnachten“ säkulare Aktivisten beunruhigt. Es ist eine krasse Erinnerung daran, wie religiös Amerika ist – und immer gewesen ist. Darum sage ich voraus, dass Aktivisten der Linken früher oder später danach streben werden Weihnachten als nationalen Feiertag abzuschaffen.

Heute kündigt die Linke nicht an, dass ihre Agenda lautet, die amerikanischen und europäischen Gesellschaften durch und durch zu säkularisieren. Stattdessen tarnen sie ihr Tun mit dem Argument, was sie tun sei das Angebot von „Offenheit“: „Frohe Weihnachten“ oder „Weihnachtsfeier“ oder „Weihnachtsferien“ ist nicht „offen“.

Dieses Argument der Offenheit spielt mit dem hoch entwickelten Gefühl der Amerikaner für Anstand. Aber das Argument ist absurd: Wer, genau, wird „ausgeschlossen“, wenn man jemandem „Frohe Weihnachten“ wünscht? Nichtchristen?

Ich bin ein Nichtchrist. Ich bin Jude. Weihnachten ist für mich kein religiöser Feiertag. Aber ich bin Amerikaner und Weihnachten ist ein amerikanischer nationaler Feiertag. Daher ist es für mich als Amerikaner genauso mein Feiertag – wenn auch für mich kein heiliger Tag – wie für meine amerikanischen Mitbürger, die Christen sind. Es war ein jüdischer Amerikaner, Irving Berlin, der „White Christmas“ schrieb, eines der beliebtesten amerikanischen Weihnachtslieder. Fakt ist, nach Angaben eines jüdischen Musikers in der New York Times, dass „fast alle der beliebtesten [amerikanischen] Weihnachtslieder von Juden geschrieben wurden“.

Offenbar fühlten sich all diese amerikanischen Juden in Weihnachten einbezogen.

Und während wir beim Thema Juden sind: Hier ist eine Frage für die Juden, die „Frohe Weihnachten“ stört: Sollten israelische Radio- und Fernsehsender aufhören „Schabat Schalom“ zu sagen, um Israels nichtjüdische Minderheiten stärker einzubeziehen?

Es grenzt ans Menschenfeindliche, ganz zu schweigen vom Engherzigen, fast allen Mitbürgern die Freunde zu verweigern Weihnachtsfeiern zu haben oder Frohe Weihnachten gewünscht zu bekommen.

Indem Sie mir kein Frohe Weihnachten zu wünschen, sind Sie nicht gerade einschließend. Sie schließen mich von einem der nationalen Feiertage meiner Nation aus.

Aber selbst wenn Weihnachten kein nationaler Feiertag wäre, würde ich wollen, dass Piloten ihren Passagieren ein Frohes Weihnachtsfest wünschen, Firmen Weihnachtsfeiern veranstalten und Schulen weiterhin Weihnachtsferien haben. Warum sollte ich, nur weil ich persönlich Weihnachten nicht feiere, von meiner Gesellschaft fordern, dass sie das Wort „Weihnachten“ fallen lässt, wenn der Feiertag von 90 Prozent meiner amerikanischen Mitbürger gefeiert wird?

Die weit überwiegende Mehrheit der Amerikaner, die Weihnachten feiern – und die mit Nichtchristen so gut umgehen – verdienen Besseres.

Bitte sagen Sie „Frohe Weihnachten“ und „Weihnachtsfeier“ und „Weihnachtsferien“. Wenn Sie das zu tun ablehnen, dann sind sich nicht „inklusiv“. Sie verletzen die meisten Ihrer amerikanischen Mitbürger.

Amerikas führender Antisemit: Louis Farrakhan

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In den Vereinigten Staaten nahmen antisemitische Vorfälle 2017 um 57% zu, heißt es von der ADL. Das ist die stärkste Zunahme seit 1979.[1] Die Morde an 11 Juden in einer Synagoge in Pittsburgh im Oktober 2018 warfen ein Scheinwerferlicht auf weiße Rassisten, die eine wichtige Komponente des Problems der Propagierung von antijüdischem Hass im Land sind.

Die Vorstellung, dass Juden absolut böse sind, hat ihren Ursprung im Christentum. Jahrhunderte lang wurden Juden oft als Gottesmörder dargestellt, als Antichrist und auch als Satan. Joshua Trachtenberg fasst zusammen, dass das mittelalterliche Christentum den Juden als „Hexer, Mörder, Kannibalen, Giftmischer, Gotteslästerer“ sah.[2]

Sich jedoch ausschließlich auf die extreme Rechte zu konzentrieren, führt zu großen Verzerrungen bei der Analyse des sich ausbreitenden Antisemitismus-Problems. Das ist leicht zu demonstrieren, wenn man versucht die Person zu bewerten, die den Antisemitismus in den USA am stärksten personifiziert.

Der Hauptkandidat dafür ist Louis Farrakhan, Prediger und Führer der Nation of Islam (NOI), einer afroamerikanischen politischen und religiösen Bewegung. Die NOI wurde 1930 gegründet. Ihre Mitglieder werden auf 20.000 bis 50.000 Menschen geschätzt. Farrakhan qualifiziert sich wegen der Verwendung einer großen Vielzahl antisemitischer Motive für den Titel des führenden Vollzeit-Antisemiten Amerikas.

Farrakhan hat das Judentum als „Drecksreligion“ und „eine Religion des Satans“ bezeichnet. Er rotzt zudem weiter Hass gegen Juden als Volk und den Staat Israel. Seine Hetze hat über Jahrzehnte angehalten. Im März 1984 pries Farrakhan Adolf Hitler und nannte ihn einen „sehr großen Mann“.[3] Farrakhan ist darüber hinaus schwulenfeindlich und ein antiweißer Rassist.

Die Jewish Virtual Library hat eine limitierte Auswahl für Farrakhans antisemitische Äußerungen in mehrere Kategorien eingeteilt.[4] Eine markante davon sind Verschwörungstheorien. Farrakhan behauptet, dass israelische und zionistische Juden Schlüsselrollen bei den Anschlägen vom 9/11 spielten. Er macht geltend, dass Juden SMS erhielten, die sie warnten, sie sollten am 11. September nicht zur Arbeit kommen.[5]

In Übereinstimmung mit dem Motiv „Juden sind das absolut Böse“ spricht Farrakhan von „satanischen Juden“. In einer Predigt sagte er 2018, „satanische Juden“ hätten die moderne Welt mit Gift und Betrug infiziert.[6] Die Juden als „Giftmischer“ ist ein weiteres klassisches Motiv des Antisemitismus. Im 14. Jahrhundert wurden Juden während der Seuche des Schwarzen Todes beschuldigt Bäche und Brunnen zu vergiften. Viele Juden wurden aufgrund dieser falschen Beschuldigungen ermordet.[7]

Die deutschen Nazis biologisierten die Sprache. Innerhalb dieses Rahmens wurden Juden zu „Bakterien“, „Ungeziefer“, „Parasiten“ und anderer Typen niederer Untermenschen. Damit legten sie die Grundlage für ihren Völkermord. Farrakhans Wortwahl „Termiten“ für Juden gehört in diese Untermenschen-Kategorie.[8]

Zusätzlich zu den antisemitischen Motiven des absolut Bösen, der Vergiftung und der Biologisierung bekundet Farrakhan auch regelmäßig: „Jüdische Macht ist gigantisch.“ In den 1990-er Jahren sagte er, Juden sind „als Volk sehr gering an Zahl, aber sie sind das mächtigste der Welt“.[9] Er sagte auch: „Wenn man in dieser Welt etwas will, dann haben die Juden die Tür in der Hand.“[10] Farrakhan behauptete, dass Juden die Welt und die Finanzmacht kontrollieren sowie „einen gewaltigen Einfluss auf die Regierungsangelegenheiten“ ausüben.[11] Er versichert, dass Israel und die Juden sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus unter Kontrolle haben. Er bezeichnet darüber hinaus Weiße in wichtigen Positionen in Mexiko als „mexikanische Juden“.[12] Farrakhan macht die Juden sogar dafür verantwortlich, sie hätten dem Dritten Reich auf dem Weg an die Macht geholfen.[13]

Von Farrakhan werrden manchmal zwei antisemitische Motive verflochten. Er erklärt: „Ihr [die Juden] habe eure Tentakel um die US-Regierung gewickelt.“[14] Das reflektiert seine Hassmotive gigantischer jüdischer Macht und der untermenschlichen Natur der Juden.

Duale Loyalität, das häufigste antisemitische Motiv der Welt, ist ebenfalls Teil von Farrakhans antisemitischen Anschuldigungen. Er listet eine Reihe Juden auf, die eng mit US-Präsidenten gearbeitet haben und fügt hinzu: „Jede jüdische Person, die sich um den Präsidenten herum aufhält, ist ein doppelter Staatsbürger Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika.“[15]

Als Farrakhan im November 2018 Teheran besuchte, sprach er vor Jura-Studenten an der dortigen Universität. Am Ende seiner Ansprache skandierten Farrakhan und die Studenten „Tod Israel“ und „Tod Amerika“.[16][17]

Farrakhan bezeichnete die Gründung des Staates Israel zudem eine „illegale Tat“ und beschuldigte den jüdischen Staat des „Diebstahls, der Lüge und des Betrugs“.[18]

Es gibt verschiedene weitere Dimensionen von Farrakhans Antisemitismus. Man hätte erwarten sollen, dass im Verlauf der Jahre in seiner Bewegung laute Stimmen des Protestes gegen ihren Führer zu hören gewesen wären. Aber das ist nicht der Fall, die Nation of Islam ist eine befleckte Bewegung.

Alan Dershowitz hat aufgezeigt, dass – anders als bei sonstigen bekannten Antisemiten – Personen des Mainstream-Amerika bereit sind sich mit ihm zu treffen. Dershowitz vermerkt, dass vor kurzem ein Foto eines lächelnden Barack Obama mit Farrakhan aus dem Jahr 2005 auftauchte.[19] Dieses Treffen wurde vom Schwarzen-Ausschuss des Parlaments arrangiert. Dershowitz hat herausgestellt, dass sich kein Prominenter mit dem weißen Rassisten und Vollzeit-Antisemiten David Duke, einem ehemaligen Großwesir des Ku-Klux-Klans an einen Tisch setzen würde.[20]

Auf der Beerdigung der Sängerin Aretha Franklin im August 2018 erfreute sich Farrakhan des Promi-Status mit einem Platz nur zwei Sitze entfernt vom ehemaligen Präsidenten Bill Clinton.[21] Bei dieser Gelegenheit posierte Obamas früherer Generalstaatsanwalt Eric Holder für ein Foto mit Farrakhan.[22]

Linda Sarsour, die Nationale Vizevorsitzende des Women’s March und palästinensisch-amerikanische, ehemalige Exekutivdirektorin der Arab American Association von New York, die den Boykott Israels befürwortet, ist seit Jahren ebenfalls ein großer Fan von Farrakhan.[23]

Im Februar 2018 nahm Tamika D. Mallory, eine weitere Vizevorsitzende des Women’s March an der jährlichen Veranstaltung Saviours‘ Day der Nation of Islam in Chicago teil. Dort hielt Farrakhan eine aufwiegelnde Hauptrede, zu der Aussagen über „mächtige Juden“ gehörten, die er als seine Feinde betrachtet. Während Mallory und Sarsour Antisemitismus, Homophobie und andere Formen des Hasses verurteilt haben, haben sie sich nicht von Farrakhan distanziert. Es gab Aufforderungen an die Vizevorsitzenden zurückzutreten.[24]

Die Republican Jewish Coalition hat sieben Abgeordnete der Demokraten aufgefordert zurückzutreten, die sich mit Farrakhan zu persönlichen Treffen zusammensetzten, während sie im Amt waren – Andre Carson (aus Illinois), Maxine Waters (Kalifornien), Danny Davis (Illinois), Al Green (Texas), Barbara Lee (Kalifornien) und Gregory Meeks (New York) nebst Keith Ellison (Minnesota), dem stellvertretenden nationalen Vorsitzenden der Parteiführung der Demokratischen Partei.[25] Ellison ist inzwischen zum Generalstaatsanwalt von Minnesota gewählt worden. Nach der Kritik verurteilten einige dieser Politiker Farrakhan ausdrücklich. Es hat auch Verurteilungen dieser Treffen durch einige andere Repräsentanten der Demokraten gegeben.[26] Durch die Treffen mit Farrakhan legitimieren diese sieben demokratischen Politiker und andere ranghohe Persönlichkeiten Amerikas führenden Antisemiten.

Politiker, die nicht zögern würden David Duke zu verurteilen, wenn man sie dazu auffordert, zögern oft, das mit Farakhan zu tun. Ein Beispiel kam von Rabbi Shmuley Boteach, der darauf aufmerksam machte, dass US-Senator Cory Booker, der Ambitionen hat Präsident zu werden, sich gegen Antisemitismus äußerte, aber es vermied Farrakhan zu verurteilen.[27]

Das oben Beschriebene stellt ein fundamentales Problem dar. In einem demokratischen Land sollte ein Mann, der eine so regelmäßige Quelle beträchtlichen Hassredens ist, vor ein Gericht gestellt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden. Das ist in den Vereinigten Staaten infolge des ersten Verfassungszusatzes allerdings nicht möglich, denn dieser garantiert freie Meinungsäußerung selbst für extreme Hetzer.

[1] www.theguardian.com/society/2018/feb/27/antisemitism-us-rises-anti-defamation-league

[2] Joshua Trachtenberg, The Devil and the Jews (Cleveland: Meridian, 1961), 159.

[3] http://www.newsweek.com/nation-islam-leader-louis-farrakhan-loses-twitter-verification-calling-jews-971427

[4] www.jewishvirtuallibrary.org/minister-louis-farrakhan-in-his-own-words

[5] ebenda

[6] ebenda

[7] http://www.historyrevealed.com/eras/medieval/the-burning-of-jews-during-the-black-death/

[8] http://www.newsweek.com/louis-farrakhan-nation-islam-jews-anti-semite-termite-kanye-west-jewish-1174659

[9] www.jewishvirtuallibrary.org/minister-louis-farrakhan-in-his-own-words

[10] ebenda

[11] www.jewishvirtuallibrary.org/minister-louis-farrakhan-in-his-own-words

[12] www.adl.org/blog/farrakhan-rails-against-jews-israel-and-the-us-government-in-wide-ranging-saviours-day-speech

[13] www.jewishvirtuallibrary.org/minister-louis-farrakhan-in-his-own-words

[14] ebenda

[15] ebenda

[16] http://www.foxnews.com/world/farrakhan-chants-death-to-america-in-iran

[17] http://www.algemeiner.com/2018/11/04/renowned-antisemite-louis-farrakhan-chants-death-to-america-on-solidarity-trip-to-iran/

[18] www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/241264

[19] www.newyorker.com/culture/annals-of-appearances/the-politics-of-race-and-the-photo-that-might-have-derailed-obama

[20] http://www.thetimes.co.uk/article/former-kkk-wizard-praised-corbyn-victory-rztzv263g

[21] http://www.dailymail.co.uk/news/article-6119447/Nation-Islam-leader-Louis-Farrakhan-sits-stage-Bill-Clinton-Aretha-Franklins-funeral.html

[22] https://www.frontpagemag.com/point/271236/heres-ex-ag-eric-holder-posing-hitler-praising-daniel-greenfield

[23] https://forward.com/opinion/396003/linda-sarsour-has-been-a-farrakhan-fan-for-years/

[24] http://www.washingtonpost.com/local/anger-over-farrakhan-ties-prompts-calls-for-womens-march-leaders-to-resign/2018/11/21/6d925942-edb4-11e8-8679-934a2b33be52_story.html

[25] http://www.politico.com/story/2018/03/08/louis-farrakhan-democrats-448241

[26] https://abcnews.go.com/Politics/republican-jewish-coalition-calls-resignation-democrats-ties-farrakhan/story?id=53601481=

[27] http://www.jpost.com/Opinion/No-Holds-Barred-Cory-Booker-refuses-to-condemn-Farrakhan-or-Iran-at-ADL-summit-574097

Sie wissen doch, dass „jeder“ wusste, die Anerkennung Jerusalems würde die Beziehungen zur muslimischen Welt zerstören?

Elder of Ziyon, 13. Dezember 2018

Die USA eröffneten am 13. Mai offiziell ihre Botschaft in Jerusalem.

Indonesien verurteilte den Schritt, aber selbst während Protestierende zum Boykott der USA aufriefen

Auf einer Kundgebung von rund 80.000 Menschen am Sonntag forderte der Ulema-Rat, das Organ der muslimischen Geistlichen, einen Boykott von Produkten aus den USA und Israsel, wenn Trump seine Tat nicht aufhebt.
Vizepräsident Jusuf Kalla sagte Reportern, Indonesien versuche über die Vereinten Nationen Druck auf Washington auszuüben und es sei nicht einmal praktikabel aufzuhören amerikanische Produkte zu verwenden.
„Seiten Sie nicht emotional… wagen wir es iPhones zu boykottieren, Google nicht mehr zu nutzen? Könne Sie ohne die leben?“, fragte er.
„Sich können heute nicht ohne sie leben. Wenn Sie heute aus dem  Haus gehen, stecken Sie (ein iPhone) in die Tasche“, sagte er.
Kalla sagte, selbst wenn Menschen aufhörten amerikanische Filme anzusehen, würden andere amerikanische Waren wie spezielles Öl-Gerät für das Öl fördernde Indonesien, Südostasiens größte Wirtschaft, lebenswichtig.

In der Tat: Am Tag nach dem Umzug der Botschaft führte Indonesien Gespräche mit den USA, um den Handel zwischen den beiden Länder zu bewerben.

In den letzten Monaten drohte Indonesien den Handel mit Australien einzustellen, wenn es Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkennt.

In Australiens Presse erschienen Weltuntergangs-Artikel über den Verlust eines geplanten $11 Milliarden Handelsabkommens, der Australien schaden würde.

Scott Morrison sagt, sich er Anerkennung Jerusalems durch die USA anzuschließen wird helfen eine Zweistaatenlösung zu erreichen (Foto: Alex Alinghausen)

Am Dienstag zwang Australien Indonesien Farbe zu bekennen:

Die Regierung Morrison ist vorsichtig optimistisch: Ihre Entscheidung bezüglich Australiens Botschaft in Israel wird die Unterschrift unter das Freihandelsabkommen mit Indonesien nicht gefährden.
Es heißt, das Kabinett stimmte am Dienstag überein, dass Australien Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, aber es werde keinen sofortigen Umzug der Botschaft von ihrem aktuellen Standort in Tel Aviv geben.
Quellen sagte, dass mit dem Erreichen der endgültigen Entscheidung die Wahrscheinlichkeit, dass Indonesien vom Freihandelsabkommen zurücktritt, in Betracht gezogen wurde und unterm Strich geglaubt wurde, der Deal werde durch die Entscheidung nicht gefährdet.

Muslimische Länder sind groß darin Drohungen auszusprechen, aber am Ende kümmert sich jeder um seine eigenen Interessen. Indonesien will den Handel mit Australien nicht verlieren und wird wütenden Lärm machen, aber wie üblich mit dem Geschäft weiter machen.

Genauso wie mit den USA.

Die fatalen Folgen der Neuschreibung der Geschichte des Westens und der Muslime

Raymond Ibrahim, 27. November 2018 (Jerusalem Post)

Wie kann eine fundamental schwache muslimische Welt eine Bedrohung für einen wirtschaftlich und militärisch überlegenen Westen sein?

Eine der am wenigsten ausgeloteten Antworten auf dieses Rätsel kreist um eine Antithese – nämlich wie der Westen den Islam heute darstellt, verglichen mit seinen tatsächlichen Erfahrungen mit dem Islam.

Fakt ist, dass seit dem ersten Kontakt mit westlicher Zivilisation und mehr als ein Jahrtausend danach Muslime sich nicht unähnlich dem Islamischen Staat verhalten und das aus derselben Überzeugung heraus: dass der Islam Krieg gegen – und die Versklavung von – Nichtmuslimen befiehlt.

Während dieses immerwährenden Jihad, der im siebten Jahrhundert begann, wurden fast drei Viertel des ursprünglichen Territoriums der Christenheit – einschließlich ganz Nordafrikas, Ägyptens, Großsyriens und Anatoliens – dauerhaft vom Islam geschluckt.

Zu den europäischen Nationen und Gebieten, die angegriffen wurden und/oder unter muslimische Herrschaft kamen (manche Jahrhunderte lang), gehören: Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Island, Dänemark, England, Sizilien, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland, Russland, Polen, Bulgarien, die Ukraine, Litauen, Rumänien, Albanien, Serbien, Armenien, Georgien, Kreta, Zypern, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrussland, Malta und Sardinien.

Allein vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert wurden circa 5 Millionen Europäer im Namen des Jihad entführt und versklavt. (Wie viele genau während der großen arabischen Sklavenzüge nach Europa während der schwach dokumentierten Zeit vom achten bis elften Jahrhundert entführt wurden, ist nicht bekannt.)

Die größte islamische Armee aller Zeiten, die in europäisches Gebiet vordrang – rund 200.000 das Martyrium anstrebende Jihadisten – kam noch 1683, um Wien zu erobern, scheiterte aber.

Doch selbst als das osmanische Reich seinen langsamen Rückzug aus Osteuropa antrat, richteten die muslimischen Sklavenhändler der sogenannten Berberstataten in Nordafrika verheerendes Unheil entlang der Küsten Europas an – sie erreichten sogar Island. Der erste Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika – den sie austrugen, noch bevor sie ihren ersten Präsidenten wählen konnten – wurde gegen diese islamischen Sklavenhändler geführt. Als Thomas Jefferson und John Adams den Botschafter der Berber fragten, warum seine Landsleute amerikanische Seeleute versklavten, „antwortete der Botschafter uns, dass das in den Gesetzen ihres Propheten gründete, dass es in ihrem Koran geschrieben steht, dass … es ihr Recht und ihre Pflicht sei Krieg gegen sie [die Nichtmuslime] zu führen, wo immer sie zu finden seien und alle, die sie gefangen nehmen könnten, zu Sklaven zu machen…“

Kurz gesagt: Mehr als ein Jahrtausend lang – unterbrochen von einer Gegenaktion der Kreuzritter, von dem der moderne Westen besessen ist – stellte der Islam eine existenzielle Bedrohung der westlichen Zivilisation dar (wie in meinem neuen Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West umfassend dokumentiert ist).

Nachdem er schrieb: „Fast ein Jahrtausend lang, von der ersten Landung der Mauren in Spanien [711] bis zur zweiten türkischen Belagerung von Wien [1683] stand Europa unter ständiger Bedrohung durch den Islam“, führte Bernard Lewis näher aus: „Alle östlichsten Provinzen des islamischen Reichs waren christlichen Herrschen genommen worden… Nordafrika, Ägypten, Syrien und sogar der von Persien beherrschte Irak waren christliche Länder gewesen, in denen die Christenheit älter und tiefer verwurzelt war als im größten Teil Europas. Ihr Verlust wurde schmerzlich gefühlt und verstärkte die Angst, dass Europa ein ähnliches Schicksal bevorstand“, während Welle um Welle islamischer Attacken gegen den Kontinent brandeten.

Aber kaum hatte Europa den Islam neutralisiert, da vergaß es alles über seinen uralten Widersacher. Der Historiker Hilaire Belloc (geb. 1870) stellte auf dem Höhepunkt westlicher Macht und muslimischer Schwäche fest:

Millionen moderner Menschen der weißen Zivilisation – das heißt die Zivilisation Europas und Amerikas – haben alles zum Islam vergessen. Sie sind mit ihm nie in Kontakt geraten. Sie betrachten es als selbstverständlich, dass er vergeht und dass er sowieso eine fremde Religion ist, die sie nicht betreffen wird. Er ist in Wirklichkeit der schrecklichste und hartnäckigste Feind, den unsere Zivilisation gehabt hat und könnte in jedem Moment eine so große Bedrohung in der Zukunft werden, wie er es in der Vergangenheit war.

Aber schlimmer als nur zu „vergessen“ ist, dass der Westen die Geschichte neu geschrieben hat, damit sie seinen postmodernen Paradigmen entspricht. Heute lautet das vorherrschende Narrativ, wie es in Oberstufen oder an Universitäten gelehrt, wie es von Hollywood oder den Nachrichtenmedien dargestellt wird, dass Muslime die historischen Opfer intoleranter westlicher Christen sind (wie ich einmal während eines Fernsehinterviews informiert wurde).

Selbst ansonsten objektive Geschichtsbücher tragen zu diesem verzerrten Denken bei. Sie sprechen von „arabischen“, „maurischen“, „osmanischen“ oder „Tataren“– selten von islamischen – Invasionen, ohne zu erwähnen, dass die nämliche Ratio – Jihad – dies ansonsten unterschiedlichen Völker dazu antrieb den Westen zu überfallen.

Aber all das ist Geschichte, könnte argumentiert werden. Warum es wieder aufwärmen? Warum nicht ruhen lassen und weitergehen, ein neues Kapitel gegenseitiger Toleranz und Respekts beginnen, auch wenn die Geschichte dafür ein wenige „nachgebessert“ werden muss?

Das wäre eine einigermaßen plausible Haltung, gäbe es da nicht die Tatsache, dass rund um den Globus viele Muslime immer noch denselben imperialen Impuls und intolerante Herrenmenschentum ihrer Vorfahren aufweisen (Berichten zufolge erleben derzeit 215 Millionen Christen einen „hohen Grad an Verfolgung“, zumeist in der muslimischen Welt; andere erleben einen „Völkermord im Namen des Jihad“).

Nichts davon sollte überraschen: In Klassenräumen überall in der islamischen Welt werden muslimische Kinder gelehrt die jihadistischen Eroberungen von früher zu glorifizieren – wohingegen die Ungläubigen zu verachten sind. So wird im progressiven Westen die europäische/christliche Geschichte dämonisiert – als ich in der Grundschule war, war Christoph Kolumbus ein Held; als ich das College erreichte, wurde er zum Verbrecher – während Mehmet der Eroberer, ein Pädophiler, dessen Gräueltaten an Osteuropa den Islamischen Staat zahm erscheinen lassen, jedes Jahr in der „säkularen“ Türkei am Jahrestag der barbarischen Brandschatzung Konstantinopels gepriesen wird.

Oft wird gesagt, dass diejenigen, die die Geschichte ignorieren, dazu verdammt sind sie zu wiederholen. Was sagt das über diejenigen, die die Geschichte auf eine Art neu schreiben, die ihre Vorfahren dämonisiert, während die Verbrechen ihrer Verfolger weißgewaschen werden?

Das Ergebnis liegt vor uns. Die in Sword and Scimitar Geschichte erzählte Geschichte wiederholt sich nicht, nicht Schwerter schwingende Muslimen erzwingen sich den Weg nach Europa. Stattdessen öffnen allerlei westeuropäische Staaten ihre Türen für und liegen ausgestreckt vor der islamischen Aggression. In Deutschland und Großbritannien sind Verbrechen und Vergewaltigung massiv angestiegen, in direktem Verhältnis zur Zahl der aufgenommenen muslimischen Flüchtlinge. Allein Schweden – wo Vergewaltigungen um 1.472% zugenommen haben, seit das Land den „Multikulturalismus“ umklammert hat – steht Berichten nach am Rande des Zusammenbruchs.

In der Zukunft (wie auch immer für eine es geben mag) wird die über unsere Zeit geschriebene Geschichte voraussichtlich betonen, wie unser Zeitalter, ironischerweise das „Informationszeitalter“ genannt, keine Ära war, in der Menschen so gut informiert wurden, sondern vielmehr eine Ära, in der Desinformation derart weit verbreitet und nicht infrage gestellt war, dass Generationen von Menschen in Blasen alternativer Realitäten lebten – bis man diese schließlich platzen ließ.

Erinnerungen an eine lebenslange Freundschaft mit Elie Wiesel

Manfred Gerstenfeld interviewt Ted Comet (direkt vom Autor)

Im Alter von 16 Jhren kam Elie Wiesel mit 400 Kindern aus Buchenwald nach Frankreich. Ich traf ihn in Versailles in dem Haus, dem ich als Studenten-Freiwilliger für das American Jewish Joint Distribution Committee (Joint) zugewiesen war. Wir wurden Freunde fürs Leben und als er sich erstmals in New York niederließ, kam er zu Sabbat-Essen in unser Haus. Ich werde nie die himmlische Qualität vergessen, mit der er Sabbat-Lieder sang. Ich fühlte mich in ein anderes Reich befördert.

Elie wurde 1926 in Sighet in Transsylvanien geboren, der einzige Junge in einer Familie mit vier Kindern. Er lernte in einer traditionellen Jeschiwa, aber er lernte auch Geige und Schach zu spielen und lernte modernes Hebräisch. Er wurde erstmals in einem Ghetto in Haft genommen und dann nach Auschwitz deportiert, wo seine Mutter und seine jüngere Schwester umkamen, später auch sein Vater.

Ted Comet war von 1956 bis 1968 Direktor der American Zionist Youth Federation. Er war Gründer und Vorsitzender der Celebrate Israel-Parade in New York. Comet war ein Schlüssel-Vertreter des Council of Jewish Federations und der Joint.

Elie wurde die französische Staatsbürgerschaft angeboten. Da er kein Französisch verstand, blieb die Frage, ob er sie haben wollte, unbeantwortet. Er blieb staatenlos, bis er ein Jahrzehnt später amerikanischer Staatsbürger wurde. Elie studierte französische Literatur und Philosophie, fasziniert von ihrer Konzentration auf moralisches Dilemma; er betrachtete Frankreich als den Ort, wo er sein Leben in Freiheit wieder herstellte.

In einer Zeit, in der uns heldenhafte Vorbilder fehlen, war Elie Wiesel ein Mann, der es nicht zuließ, dass seine Erfahrung in der Hölle von Auschwitz ihn verbittert, zynisch, losgelöst oder bewegungsunfähig zurückließ. Im Gegenteil: Er entdeckte das tiefgehende Geheimnis des Lebens – wie man Trauma in kreative Energie und Handeln umsetzt, den eigenen Schmerz stillt, indem man den Schmerz anderer stillt, sich selbst heilt, indem man andere heilt.

Die meisten jüdischen Leiter Amerikas hatte eine Machtbasis: eine wichtige Organisation, Institution, politische Position, Menschenliebe. Elie schloss sich keiner theologischen oder historischen Doktrin an. Wie kam er also in seine Position? Durch die Macht seiner Botschaft, seine Wortgewandtheit und sein Charisma.

1970 sorgte ich dafür, dass er der Hauptredner der Vollversammlung der (jüdischen) Föderationen war. Der Teil, der in meiner Erinnerung noch mehr als vier Jahrzehnte später herausragt, war sein Statement: „Wie waren wir fähig zu überleben? Darüber hinaus: Warum sollten wir überhaupt überleben wollen? Wir waren angetrieben von der Notwendigkeit die Geschichte zu erzählen, denn wir fühlten, wenn ihr sie kennen würdet, würdet ihr handeln. Hätten wir gewusst, was wir heute wissen, dass ihr sie kanntet und nicht handeltet, dann wären wir nicht fähig gewesen zu überleben.“

Elie war die Person, die am meisten dafür verantwortlich war den Holocaust auf vielen Ebenen der amerikanischen Kultur und Gesellschaft einzubinden. Eine Form das zu tun warten seine mehr als sechzig Bücher, deren bekanntestes Night [Nacht] war. Seine Hauptbotschaft lautete „Zachor“, die Erinnerung an den Holocaust aufrecht zu erhalten und am wichtigsten, die Erinnerung in moralisches Handeln zu verwandeln. Das wurde in seiner Konfrontation mit drei amerikanischen Präsidenten dramatisch verdeutlicht.

Präsident Jimmy Carter wollte, dass das US-Holocaust-Museum sich auf all jene konzentriert, die unter den Nazis litten. Elies Haltung war die: Sie alle verdienten es, dass man ihrer gedenkt, doch der Holocaust war eine einzigartige Form menschlicher Vernichtung der Juden, die erkannt werden musst. Er gewann diese Schlacht. In dem Museum geht es in erster Linie um den Holocaust, aber es hat eine Sonderabteilung für andere, die im Holocaust litten.

Als Vorstandsvorsitzender des Museums machte Elie daraus kein Monument, sonder etwas Monumentales. Es beinhaltet Lernen, Lehren und Forschung sowie Forscher aus aller Welt zu holen. Fünfundzwanzig Millionen Menschen habe das Museum bisher besucht.

Seine zweite Konfrontation fand mit Präsident Ronald Reagan statt. Der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl wollte, dass Deutschland zu einem vollen Teil des Westens wurde und lud Reagan zu einem Besuch ein. Als bekannt wurde, dass der geplante Besuch eine Kranzniederlegung auf dem Friedhof Bitburg beinhaltete, zu dem Gräber von Nazi-Soldaten gehörten, rügte Elie Reagan bei einer öffentlichen Feier, auf der ihm die Congressional Gold Medal verliehen wurde. Er sagte: „Der Talmud gebietet uns Macht mit der Wahrheit zu begegnen und die Wahrheit lautet, dass Ihr Platz bei den Opfern und nicht bei den Tätern sein sollte.“ Darauf wurde der Besuch des Präsidenten in Bitburg auf zehn Minuten beschränkt und der Ort des ehemaligen KZ Bergen-Belsen wurde in die Reiseplanung aufgenommen. Seitdem wurden amerikanische Regierungsbeamte sensibler im Umgang mit Dingen, die mit Nazis zu tun hatten.

Die dritte Begegnung fand mit Präsident Bill Clinton statt. Nach einem Besuch in Bosnien berichtete Elie über das Blutvergießen und die Notwendigkeit einzugreifen. Sein Druck half dabei die Friedensvereinbarungen von Dayton 1995 herbeizuführen.

Elie Wiesel erhielt 1986 den Friedensnobelpreis. In seinem Vortrag sagte er: „Wir müssen immer Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, nie dem Opfer, ermutigt den Peiniger, nie den Gepeinigten… Wo immer Männer oder Frauen verfolgt werden, wegen ihrer Rasse, Religion oder politischen Ansichten, muss dieser Ort zum Zentrum des Universums werden. Es mag Zeiten geben, in denen wir nicht die Macht haben Ungerechtigkeit zu verhindern, aber es darf nie eine Zeit geben, in der wir es verfehlen gegen Ungerechtigkeit zu protestieren.“

Elie Wiesel starb 2016. Es gab Nachrufe auch vom amerikanischen Präsidenten und Führungspolitikern der Welt.

Was will uns die Tagesschau damit sagen?

Die UNO-Vollversammlung hat am 6. Dezember einen Resolutionsvorschlag der USA vorliegen gehabt, mit dem die Hamas und ihr Terror gegen israelische Zivilisten verurteilt werden sollte.

Die Arabische Liga brachte einen Entschluss zu Abstimmung ein, mit dem für die von den USA vorgelegte Resolution eine Zweidrittelmehrheit nötig sein solle. Dieser Vorschlag wurde mit knapper Mehrheit angenommen (zuerst hieß es, mit 1 Stimme Mehrheit, später dann mit 3 Stimmen Mehrheit). Das war ein zulässiger, äußerst seltener Schritt. Aber damit war auch klar, dass der US-Beschluss verhindert werden konnte.

Und so geschah es dann auch. Die von den USA vorgelegte Resolution bekam 87 Ja-Stimmen, 58 Nein-Stimmen und 32 Staaten enthielten sich. Einige waren auch abwesend. Das heißt, dass zwar eine relative Mehrheit für die Resolution gefunden wurde, es fehlte aber die Zweidrittelmehrheit – und weniger als die Hälfte konnte sich dazu durchringen eine Terrororganisation Terroristen zu nennen bzw. ihren Terror zu verurteilen.

Das sagt schon einiges über die UNO aus. Und zwar nur Schlechtes.

Noch schlimmer ist dann die deutsche Medienlandschaft in Gestalt der tagesschau.de. Hier wird wieder typisches Trump-Bashing ebenso betrieben, wie eine Verharmlosung der Hamas.

Nikki Haley wollte kurz vor ihrem Abgang „noch einmal auf den Tisch hauen“ – mit anderen Worten: Das, was die da machte, war nicht ernst zu nehmen, Selbstaufplusterung, überflüssig und unredlich. Eher ungehörig.

Die Resolution sei einseitig, behauptet das Qualitätsmedium. Wann wäre das nicht einseitig gewesen? Wenn Israel mit dafür verurteilt worden wäre, dass die Hamas seine Zivilbevölkerung terrorisiert? Wenn Terrormaßnahmen wie die Brand-/Sprengdrachen und –Ballone, über die die ARD ohnehin nicht berichtet, außen vor gelassen worden wären? Wenn Israel dafür verantwortlich gemacht worden wäre, dass die Hamas ihren Völkermord nicht verwirklichen kann?

„Resolutionen des Gremiums sind anders als die des Sicherheitsrats allerdings rechtlich nicht bindend“, schreiben sie zu Haleys Bemerkung, die Resolution sei ein – und das wird in Anführungszeichen gesetzt – essenzieller Schritt hin zu einem Frieden. Also bezeichnen sie Haleys Aussage als Blödsinn. Warum? Weil eine Aufforderung zur Einstellung des Terrors keinen Frieden möglich macht? Weil damit die „Weltgemeinschaft“ der Hamas nicht die Gelbe Karte gezeigt hätte? Oder eher, weil nach Meinung der tagesschau.de Israel die Alleinverantwortung für Frieden im Nahen Osten zugewiesen werden muss?

Wann haben diese Qualitätsmedienmacher jemals auf die Bedeutung der Beschlüsse der Vollversammlung hingewiesen, wenn es gegen Israel ging?

Übrigens: Sie sagte nicht, die Resolution sei ein essenzieller Schritt hin zum Frieden. Sie fragte ausdrücklich die Araber: Ist der Hass so groß? Ist der Hass auf Israel so groß, dass Sie eine Terrororganisation verteidigen? Eine, die dem palästinensischen Volk direkt Schaden zufügt? Ist es nicht Zeit, das loszulassen? Damit wahrer Frieden und Sicherheit in der gesamten Region einkehren kann: Ist es nicht an der Zeit, dass beide Seiten das loslassen? Um des Frieden willens und um dieser Institution [UNO] willen dränge ich meine Kollegen mit allem Respekt die Resolution der Vereinigten Staaten zu unterstützen.

Mit anderen Worten: Die tagesschau.de verzerrt, was Haley gesagt hat – und lügt daher diesebezüglich.

Wie sehr es den Superjournalisten gegen den Strich geht, wenn sich jemand auf die Seite Israels stellt, zeigen sie im letzten Absatz ihres Pamphlets:

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen. Unter Präsident Donald Trump fahren die USA bei den UN einen stark pro-israelischen Kurs. Aus dem UN-Menschenrechtsrat und der Kulturorganisation Unesco stiegen sie unter dem Vorwurf antiisraelischer Tendenzen aus. Zudem erkannten sie Jerusalem als Israels Hauptstadt an, verlegten ihre Botschaft dorthin und strichen Hilfsgelder in Millionenhöhe für Palästinenser. Trotz dieser umstrittenen Maßnahmen hat Trump für Anfang 2019 einen Plan für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern angekündigt.

Ja, das geht gar nicht. Merkt man schon am missbilligenden Duktus des Textes. Die Weltregierung UNO ist heilig, die darf nicht kritisiert werden, auch nicht ihre Unterabteilungen. Und schon gar nicht darf das Mantra infrage gestellt werden, wie der Nahost-Konflikt zu lösen ist. Deshalb müssen die Terrorbanden weiter alimentiert werden, muss Israel seiner Rechte beraubt werden. Den Palästinensern die Leviten lesen und einen Friedensplan ankündigen widerspricht sich bei den Herrschaften der aktuellen Kamera tagesschau.

Dass sie selbst die Einseitigkeit par excellence sind, werden sie natürlich bis mindestens zum Mond von sich weisen. Dass sie mit ihrer Einseitigkeit ausschließlich gegen Israel unter die IHRA-Definition von Antisemitismus fallen könnten, werden sie mehr als empört zurückweisen. Wie alles, was sich diesbezüglich an berechtigter Kritik gegen sie richtet. Sie sind deutsche Journalisten. Volkserzieher. Meinungsvorgeber. Hofberichterstatter. Und das ist ihrer Meinung nach gut so. Auch wenn sie diese Begriffe natürlich bestreiten. Wie alles, was sie entlarvt.