Die fatalen Folgen der Neuschreibung der Geschichte des Westens und der Muslime

Raymond Ibrahim, 27. November 2018 (Jerusalem Post)

Wie kann eine fundamental schwache muslimische Welt eine Bedrohung für einen wirtschaftlich und militärisch überlegenen Westen sein?

Eine der am wenigsten ausgeloteten Antworten auf dieses Rätsel kreist um eine Antithese – nämlich wie der Westen den Islam heute darstellt, verglichen mit seinen tatsächlichen Erfahrungen mit dem Islam.

Fakt ist, dass seit dem ersten Kontakt mit westlicher Zivilisation und mehr als ein Jahrtausend danach Muslime sich nicht unähnlich dem Islamischen Staat verhalten und das aus derselben Überzeugung heraus: dass der Islam Krieg gegen – und die Versklavung von – Nichtmuslimen befiehlt.

Während dieses immerwährenden Jihad, der im siebten Jahrhundert begann, wurden fast drei Viertel des ursprünglichen Territoriums der Christenheit – einschließlich ganz Nordafrikas, Ägyptens, Großsyriens und Anatoliens – dauerhaft vom Islam geschluckt.

Zu den europäischen Nationen und Gebieten, die angegriffen wurden und/oder unter muslimische Herrschaft kamen (manche Jahrhunderte lang), gehören: Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Island, Dänemark, England, Sizilien, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland, Russland, Polen, Bulgarien, die Ukraine, Litauen, Rumänien, Albanien, Serbien, Armenien, Georgien, Kreta, Zypern, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrussland, Malta und Sardinien.

Allein vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert wurden circa 5 Millionen Europäer im Namen des Jihad entführt und versklavt. (Wie viele genau während der großen arabischen Sklavenzüge nach Europa während der schwach dokumentierten Zeit vom achten bis elften Jahrhundert entführt wurden, ist nicht bekannt.)

Die größte islamische Armee aller Zeiten, die in europäisches Gebiet vordrang – rund 200.000 das Martyrium anstrebende Jihadisten – kam noch 1683, um Wien zu erobern, scheiterte aber.

Doch selbst als das osmanische Reich seinen langsamen Rückzug aus Osteuropa antrat, richteten die muslimischen Sklavenhändler der sogenannten Berberstataten in Nordafrika verheerendes Unheil entlang der Küsten Europas an – sie erreichten sogar Island. Der erste Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika – den sie austrugen, noch bevor sie ihren ersten Präsidenten wählen konnten – wurde gegen diese islamischen Sklavenhändler geführt. Als Thomas Jefferson und John Adams den Botschafter der Berber fragten, warum seine Landsleute amerikanische Seeleute versklavten, „antwortete der Botschafter uns, dass das in den Gesetzen ihres Propheten gründete, dass es in ihrem Koran geschrieben steht, dass … es ihr Recht und ihre Pflicht sei Krieg gegen sie [die Nichtmuslime] zu führen, wo immer sie zu finden seien und alle, die sie gefangen nehmen könnten, zu Sklaven zu machen…“

Kurz gesagt: Mehr als ein Jahrtausend lang – unterbrochen von einer Gegenaktion der Kreuzritter, von dem der moderne Westen besessen ist – stellte der Islam eine existenzielle Bedrohung der westlichen Zivilisation dar (wie in meinem neuen Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West umfassend dokumentiert ist).

Nachdem er schrieb: „Fast ein Jahrtausend lang, von der ersten Landung der Mauren in Spanien [711] bis zur zweiten türkischen Belagerung von Wien [1683] stand Europa unter ständiger Bedrohung durch den Islam“, führte Bernard Lewis näher aus: „Alle östlichsten Provinzen des islamischen Reichs waren christlichen Herrschen genommen worden… Nordafrika, Ägypten, Syrien und sogar der von Persien beherrschte Irak waren christliche Länder gewesen, in denen die Christenheit älter und tiefer verwurzelt war als im größten Teil Europas. Ihr Verlust wurde schmerzlich gefühlt und verstärkte die Angst, dass Europa ein ähnliches Schicksal bevorstand“, während Welle um Welle islamischer Attacken gegen den Kontinent brandeten.

Aber kaum hatte Europa den Islam neutralisiert, da vergaß es alles über seinen uralten Widersacher. Der Historiker Hilaire Belloc (geb. 1870) stellte auf dem Höhepunkt westlicher Macht und muslimischer Schwäche fest:

Millionen moderner Menschen der weißen Zivilisation – das heißt die Zivilisation Europas und Amerikas – haben alles zum Islam vergessen. Sie sind mit ihm nie in Kontakt geraten. Sie betrachten es als selbstverständlich, dass er vergeht und dass er sowieso eine fremde Religion ist, die sie nicht betreffen wird. Er ist in Wirklichkeit der schrecklichste und hartnäckigste Feind, den unsere Zivilisation gehabt hat und könnte in jedem Moment eine so große Bedrohung in der Zukunft werden, wie er es in der Vergangenheit war.

Aber schlimmer als nur zu „vergessen“ ist, dass der Westen die Geschichte neu geschrieben hat, damit sie seinen postmodernen Paradigmen entspricht. Heute lautet das vorherrschende Narrativ, wie es in Oberstufen oder an Universitäten gelehrt, wie es von Hollywood oder den Nachrichtenmedien dargestellt wird, dass Muslime die historischen Opfer intoleranter westlicher Christen sind (wie ich einmal während eines Fernsehinterviews informiert wurde).

Selbst ansonsten objektive Geschichtsbücher tragen zu diesem verzerrten Denken bei. Sie sprechen von „arabischen“, „maurischen“, „osmanischen“ oder „Tataren“– selten von islamischen – Invasionen, ohne zu erwähnen, dass die nämliche Ratio – Jihad – dies ansonsten unterschiedlichen Völker dazu antrieb den Westen zu überfallen.

Aber all das ist Geschichte, könnte argumentiert werden. Warum es wieder aufwärmen? Warum nicht ruhen lassen und weitergehen, ein neues Kapitel gegenseitiger Toleranz und Respekts beginnen, auch wenn die Geschichte dafür ein wenige „nachgebessert“ werden muss?

Das wäre eine einigermaßen plausible Haltung, gäbe es da nicht die Tatsache, dass rund um den Globus viele Muslime immer noch denselben imperialen Impuls und intolerante Herrenmenschentum ihrer Vorfahren aufweisen (Berichten zufolge erleben derzeit 215 Millionen Christen einen „hohen Grad an Verfolgung“, zumeist in der muslimischen Welt; andere erleben einen „Völkermord im Namen des Jihad“).

Nichts davon sollte überraschen: In Klassenräumen überall in der islamischen Welt werden muslimische Kinder gelehrt die jihadistischen Eroberungen von früher zu glorifizieren – wohingegen die Ungläubigen zu verachten sind. So wird im progressiven Westen die europäische/christliche Geschichte dämonisiert – als ich in der Grundschule war, war Christoph Kolumbus ein Held; als ich das College erreichte, wurde er zum Verbrecher – während Mehmet der Eroberer, ein Pädophiler, dessen Gräueltaten an Osteuropa den Islamischen Staat zahm erscheinen lassen, jedes Jahr in der „säkularen“ Türkei am Jahrestag der barbarischen Brandschatzung Konstantinopels gepriesen wird.

Oft wird gesagt, dass diejenigen, die die Geschichte ignorieren, dazu verdammt sind sie zu wiederholen. Was sagt das über diejenigen, die die Geschichte auf eine Art neu schreiben, die ihre Vorfahren dämonisiert, während die Verbrechen ihrer Verfolger weißgewaschen werden?

Das Ergebnis liegt vor uns. Die in Sword and Scimitar Geschichte erzählte Geschichte wiederholt sich nicht, nicht Schwerter schwingende Muslimen erzwingen sich den Weg nach Europa. Stattdessen öffnen allerlei westeuropäische Staaten ihre Türen für und liegen ausgestreckt vor der islamischen Aggression. In Deutschland und Großbritannien sind Verbrechen und Vergewaltigung massiv angestiegen, in direktem Verhältnis zur Zahl der aufgenommenen muslimischen Flüchtlinge. Allein Schweden – wo Vergewaltigungen um 1.472% zugenommen haben, seit das Land den „Multikulturalismus“ umklammert hat – steht Berichten nach am Rande des Zusammenbruchs.

In der Zukunft (wie auch immer für eine es geben mag) wird die über unsere Zeit geschriebene Geschichte voraussichtlich betonen, wie unser Zeitalter, ironischerweise das „Informationszeitalter“ genannt, keine Ära war, in der Menschen so gut informiert wurden, sondern vielmehr eine Ära, in der Desinformation derart weit verbreitet und nicht infrage gestellt war, dass Generationen von Menschen in Blasen alternativer Realitäten lebten – bis man diese schließlich platzen ließ.

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Erinnerungen an eine lebenslange Freundschaft mit Elie Wiesel

Manfred Gerstenfeld interviewt Ted Comet (direkt vom Autor)

Im Alter von 16 Jhren kam Elie Wiesel mit 400 Kindern aus Buchenwald nach Frankreich. Ich traf ihn in Versailles in dem Haus, dem ich als Studenten-Freiwilliger für das American Jewish Joint Distribution Committee (Joint) zugewiesen war. Wir wurden Freunde fürs Leben und als er sich erstmals in New York niederließ, kam er zu Sabbat-Essen in unser Haus. Ich werde nie die himmlische Qualität vergessen, mit der er Sabbat-Lieder sang. Ich fühlte mich in ein anderes Reich befördert.

Elie wurde 1926 in Sighet in Transsylvanien geboren, der einzige Junge in einer Familie mit vier Kindern. Er lernte in einer traditionellen Jeschiwa, aber er lernte auch Geige und Schach zu spielen und lernte modernes Hebräisch. Er wurde erstmals in einem Ghetto in Haft genommen und dann nach Auschwitz deportiert, wo seine Mutter und seine jüngere Schwester umkamen, später auch sein Vater.

Ted Comet war von 1956 bis 1968 Direktor der American Zionist Youth Federation. Er war Gründer und Vorsitzender der Celebrate Israel-Parade in New York. Comet war ein Schlüssel-Vertreter des Council of Jewish Federations und der Joint.

Elie wurde die französische Staatsbürgerschaft angeboten. Da er kein Französisch verstand, blieb die Frage, ob er sie haben wollte, unbeantwortet. Er blieb staatenlos, bis er ein Jahrzehnt später amerikanischer Staatsbürger wurde. Elie studierte französische Literatur und Philosophie, fasziniert von ihrer Konzentration auf moralisches Dilemma; er betrachtete Frankreich als den Ort, wo er sein Leben in Freiheit wieder herstellte.

In einer Zeit, in der uns heldenhafte Vorbilder fehlen, war Elie Wiesel ein Mann, der es nicht zuließ, dass seine Erfahrung in der Hölle von Auschwitz ihn verbittert, zynisch, losgelöst oder bewegungsunfähig zurückließ. Im Gegenteil: Er entdeckte das tiefgehende Geheimnis des Lebens – wie man Trauma in kreative Energie und Handeln umsetzt, den eigenen Schmerz stillt, indem man den Schmerz anderer stillt, sich selbst heilt, indem man andere heilt.

Die meisten jüdischen Leiter Amerikas hatte eine Machtbasis: eine wichtige Organisation, Institution, politische Position, Menschenliebe. Elie schloss sich keiner theologischen oder historischen Doktrin an. Wie kam er also in seine Position? Durch die Macht seiner Botschaft, seine Wortgewandtheit und sein Charisma.

1970 sorgte ich dafür, dass er der Hauptredner der Vollversammlung der (jüdischen) Föderationen war. Der Teil, der in meiner Erinnerung noch mehr als vier Jahrzehnte später herausragt, war sein Statement: „Wie waren wir fähig zu überleben? Darüber hinaus: Warum sollten wir überhaupt überleben wollen? Wir waren angetrieben von der Notwendigkeit die Geschichte zu erzählen, denn wir fühlten, wenn ihr sie kennen würdet, würdet ihr handeln. Hätten wir gewusst, was wir heute wissen, dass ihr sie kanntet und nicht handeltet, dann wären wir nicht fähig gewesen zu überleben.“

Elie war die Person, die am meisten dafür verantwortlich war den Holocaust auf vielen Ebenen der amerikanischen Kultur und Gesellschaft einzubinden. Eine Form das zu tun warten seine mehr als sechzig Bücher, deren bekanntestes Night [Nacht] war. Seine Hauptbotschaft lautete „Zachor“, die Erinnerung an den Holocaust aufrecht zu erhalten und am wichtigsten, die Erinnerung in moralisches Handeln zu verwandeln. Das wurde in seiner Konfrontation mit drei amerikanischen Präsidenten dramatisch verdeutlicht.

Präsident Jimmy Carter wollte, dass das US-Holocaust-Museum sich auf all jene konzentriert, die unter den Nazis litten. Elies Haltung war die: Sie alle verdienten es, dass man ihrer gedenkt, doch der Holocaust war eine einzigartige Form menschlicher Vernichtung der Juden, die erkannt werden musst. Er gewann diese Schlacht. In dem Museum geht es in erster Linie um den Holocaust, aber es hat eine Sonderabteilung für andere, die im Holocaust litten.

Als Vorstandsvorsitzender des Museums machte Elie daraus kein Monument, sonder etwas Monumentales. Es beinhaltet Lernen, Lehren und Forschung sowie Forscher aus aller Welt zu holen. Fünfundzwanzig Millionen Menschen habe das Museum bisher besucht.

Seine zweite Konfrontation fand mit Präsident Ronald Reagan statt. Der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl wollte, dass Deutschland zu einem vollen Teil des Westens wurde und lud Reagan zu einem Besuch ein. Als bekannt wurde, dass der geplante Besuch eine Kranzniederlegung auf dem Friedhof Bitburg beinhaltete, zu dem Gräber von Nazi-Soldaten gehörten, rügte Elie Reagan bei einer öffentlichen Feier, auf der ihm die Congressional Gold Medal verliehen wurde. Er sagte: „Der Talmud gebietet uns Macht mit der Wahrheit zu begegnen und die Wahrheit lautet, dass Ihr Platz bei den Opfern und nicht bei den Tätern sein sollte.“ Darauf wurde der Besuch des Präsidenten in Bitburg auf zehn Minuten beschränkt und der Ort des ehemaligen KZ Bergen-Belsen wurde in die Reiseplanung aufgenommen. Seitdem wurden amerikanische Regierungsbeamte sensibler im Umgang mit Dingen, die mit Nazis zu tun hatten.

Die dritte Begegnung fand mit Präsident Bill Clinton statt. Nach einem Besuch in Bosnien berichtete Elie über das Blutvergießen und die Notwendigkeit einzugreifen. Sein Druck half dabei die Friedensvereinbarungen von Dayton 1995 herbeizuführen.

Elie Wiesel erhielt 1986 den Friedensnobelpreis. In seinem Vortrag sagte er: „Wir müssen immer Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, nie dem Opfer, ermutigt den Peiniger, nie den Gepeinigten… Wo immer Männer oder Frauen verfolgt werden, wegen ihrer Rasse, Religion oder politischen Ansichten, muss dieser Ort zum Zentrum des Universums werden. Es mag Zeiten geben, in denen wir nicht die Macht haben Ungerechtigkeit zu verhindern, aber es darf nie eine Zeit geben, in der wir es verfehlen gegen Ungerechtigkeit zu protestieren.“

Elie Wiesel starb 2016. Es gab Nachrufe auch vom amerikanischen Präsidenten und Führungspolitikern der Welt.

Was will uns die Tagesschau damit sagen?

Die UNO-Vollversammlung hat am 6. Dezember einen Resolutionsvorschlag der USA vorliegen gehabt, mit dem die Hamas und ihr Terror gegen israelische Zivilisten verurteilt werden sollte.

Die Arabische Liga brachte einen Entschluss zu Abstimmung ein, mit dem für die von den USA vorgelegte Resolution eine Zweidrittelmehrheit nötig sein solle. Dieser Vorschlag wurde mit knapper Mehrheit angenommen (zuerst hieß es, mit 1 Stimme Mehrheit, später dann mit 3 Stimmen Mehrheit). Das war ein zulässiger, äußerst seltener Schritt. Aber damit war auch klar, dass der US-Beschluss verhindert werden konnte.

Und so geschah es dann auch. Die von den USA vorgelegte Resolution bekam 87 Ja-Stimmen, 58 Nein-Stimmen und 32 Staaten enthielten sich. Einige waren auch abwesend. Das heißt, dass zwar eine relative Mehrheit für die Resolution gefunden wurde, es fehlte aber die Zweidrittelmehrheit – und weniger als die Hälfte konnte sich dazu durchringen eine Terrororganisation Terroristen zu nennen bzw. ihren Terror zu verurteilen.

Das sagt schon einiges über die UNO aus. Und zwar nur Schlechtes.

Noch schlimmer ist dann die deutsche Medienlandschaft in Gestalt der tagesschau.de. Hier wird wieder typisches Trump-Bashing ebenso betrieben, wie eine Verharmlosung der Hamas.

Nikki Haley wollte kurz vor ihrem Abgang „noch einmal auf den Tisch hauen“ – mit anderen Worten: Das, was die da machte, war nicht ernst zu nehmen, Selbstaufplusterung, überflüssig und unredlich. Eher ungehörig.

Die Resolution sei einseitig, behauptet das Qualitätsmedium. Wann wäre das nicht einseitig gewesen? Wenn Israel mit dafür verurteilt worden wäre, dass die Hamas seine Zivilbevölkerung terrorisiert? Wenn Terrormaßnahmen wie die Brand-/Sprengdrachen und –Ballone, über die die ARD ohnehin nicht berichtet, außen vor gelassen worden wären? Wenn Israel dafür verantwortlich gemacht worden wäre, dass die Hamas ihren Völkermord nicht verwirklichen kann?

„Resolutionen des Gremiums sind anders als die des Sicherheitsrats allerdings rechtlich nicht bindend“, schreiben sie zu Haleys Bemerkung, die Resolution sei ein – und das wird in Anführungszeichen gesetzt – essenzieller Schritt hin zu einem Frieden. Also bezeichnen sie Haleys Aussage als Blödsinn. Warum? Weil eine Aufforderung zur Einstellung des Terrors keinen Frieden möglich macht? Weil damit die „Weltgemeinschaft“ der Hamas nicht die Gelbe Karte gezeigt hätte? Oder eher, weil nach Meinung der tagesschau.de Israel die Alleinverantwortung für Frieden im Nahen Osten zugewiesen werden muss?

Wann haben diese Qualitätsmedienmacher jemals auf die Bedeutung der Beschlüsse der Vollversammlung hingewiesen, wenn es gegen Israel ging?

Übrigens: Sie sagte nicht, die Resolution sei ein essenzieller Schritt hin zum Frieden. Sie fragte ausdrücklich die Araber: Ist der Hass so groß? Ist der Hass auf Israel so groß, dass Sie eine Terrororganisation verteidigen? Eine, die dem palästinensischen Volk direkt Schaden zufügt? Ist es nicht Zeit, das loszulassen? Damit wahrer Frieden und Sicherheit in der gesamten Region einkehren kann: Ist es nicht an der Zeit, dass beide Seiten das loslassen? Um des Frieden willens und um dieser Institution [UNO] willen dränge ich meine Kollegen mit allem Respekt die Resolution der Vereinigten Staaten zu unterstützen.

Mit anderen Worten: Die tagesschau.de verzerrt, was Haley gesagt hat – und lügt daher diesebezüglich.

Wie sehr es den Superjournalisten gegen den Strich geht, wenn sich jemand auf die Seite Israels stellt, zeigen sie im letzten Absatz ihres Pamphlets:

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen. Unter Präsident Donald Trump fahren die USA bei den UN einen stark pro-israelischen Kurs. Aus dem UN-Menschenrechtsrat und der Kulturorganisation Unesco stiegen sie unter dem Vorwurf antiisraelischer Tendenzen aus. Zudem erkannten sie Jerusalem als Israels Hauptstadt an, verlegten ihre Botschaft dorthin und strichen Hilfsgelder in Millionenhöhe für Palästinenser. Trotz dieser umstrittenen Maßnahmen hat Trump für Anfang 2019 einen Plan für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern angekündigt.

Ja, das geht gar nicht. Merkt man schon am missbilligenden Duktus des Textes. Die Weltregierung UNO ist heilig, die darf nicht kritisiert werden, auch nicht ihre Unterabteilungen. Und schon gar nicht darf das Mantra infrage gestellt werden, wie der Nahost-Konflikt zu lösen ist. Deshalb müssen die Terrorbanden weiter alimentiert werden, muss Israel seiner Rechte beraubt werden. Den Palästinensern die Leviten lesen und einen Friedensplan ankündigen widerspricht sich bei den Herrschaften der aktuellen Kamera tagesschau.

Dass sie selbst die Einseitigkeit par excellence sind, werden sie natürlich bis mindestens zum Mond von sich weisen. Dass sie mit ihrer Einseitigkeit ausschließlich gegen Israel unter die IHRA-Definition von Antisemitismus fallen könnten, werden sie mehr als empört zurückweisen. Wie alles, was sich diesbezüglich an berechtigter Kritik gegen sie richtet. Sie sind deutsche Journalisten. Volkserzieher. Meinungsvorgeber. Hofberichterstatter. Und das ist ihrer Meinung nach gut so. Auch wenn sie diese Begriffe natürlich bestreiten. Wie alles, was sie entlarvt.

Christliche Gegnerschaft zu Israel bedarf einer christlichen Antwort

Dexter Van Zile, The Algemeiner, 19. November 2018

Ein Luftbild des Tempelbergs in der Altstadt von Jerusalem (Foto: Wikimedia Commons)

„Besteht unserer Alternative wirklich aus böswilligen Feinden und gönnerhaften Freunden?“

Diese schmerzliche Frage wurde von Hannah Arendt 1941 gestellt, nachdem Jules Romains – ein prominenter französischer Autor und langjähriger PEN-Präsident – sich beschwerte, Juden würden nicht dankbar genug für seine Anstrengungen sein sie vor der Nazi-Gefahr zu retten. Nachdem er auf einem Treffen der PEN (gegen die Einwände von H.G. Wells) für die Verabschiedung einer Resolution gekämpft hatte, die Antisemitismus verurteilte und jüdischen Intellektuellen half nach der Machtübernahme durch die Nazis aus Frankreich zu entkommen, war Romains wütend ob der offensichtlichen Undankbarkeit von Juden gegenüber seiner Arbeit für sie. Und er sagte das öffentlich.

„Du beschwerst dich in der Tat sehr laut und ausdrucksstark über die Undankbarkeit von Juden, für die du so viel getan hat“, schrieb Arendt in Reaktion auf Romains Beschwerden.

Aber mit dem Risiko einen Beschützer jüdischen Lebens vor den Kopf zu stoßen erklärte Arendt, dass das Letzte, worüber sich Romains sogen sollte, ist, ob Juden für seine guten Taten dankbar sind. Indem er das Leben von Juden schützte und ihnen half ihrem Schicksal unter Naziherrschaft zu entkommen, verteidigte Romains die „Freiheit und Ehre“ des französischen Volks, das scih ebenfalls unter der Knute des Nazi-Regimes befand, sagte sie. Arendt fuhr mit der Frage fort, ob Romains begriff, dass die „arrogante Forderung nach Dankbarkeit seitens eines Beschützers tiefere Wunden verlässt als die offene Feindschaft der Antisemiten“.

Die darunter liegende Botschaft Arendts an Romains war, dass er mit seiner Solidarität mit Juden in ihrer problematischen Zeit sein besseres Selbst und das Land, das er Heimat nennt, beschützt. Mit anderen Worten: Bei Romains Tun zugunsten von Juden in Europa ging es nicht nur um Juden, sondern auch um Frankreich.

Würde Arendt leben und den Anstrengungen zusehen den Fluss des Antizionismus zu stillen, der in den protestantischen Großkirchen in den USA heute Wurzeln geschlagen hat, dann würde sie ein gequältes Wort hervorbringen, das dem ähnelt, das sie 1941 offerierte. Es würde sich in etwa so lauten: „Haben wir wirklich nur die Alternative zwischen bösartigen Feinden und ineffektiven Freunden?“

Es ist nicht so, als hätten Israel und die jüdische Gemeinschaft keine Freunde in den amerikanischen protestantischen Großkirchen. Die haben sie. Das Problem ist: Diese Freunde verlieren die Kämpfe bei den landesweiten Versammlungen der Großkirchen. Sie kämpfen gut darum die jüdischen Freunde und Beobachter daran zu erinnern, dass sie immer noch ihren Job tun, aber nicht gut genug, um die antiisraelischen Propagandisten zu mattzusetzen oder zu behindern, die die prophetischen Stimmen der Großkirchen an sich gerissen haben.

Angesichts ihres unfreien Status befinden sich jüdische Leiter in den Vereinigten Staaten in keiner Position sich über die ineffektive Reaktion zu beschweren, die ihre Freunde und Verbündeten in der christlichen Welt ihnen bieten, aber sie können sich nicht länger etwas darüber vormachen, was in den amerikanischen Großkirchen passiert ist. Und die Christen können das auch nicht.

Trotz der rührigen Bemühungen von Christen wie Juden sind die großen Kirchen zu hartnäckigen Quellen antijüdischer Schmährungen in der amerikanischen Gesellschaft geworden; daher können sie sich nicht glaubwürdig gegen die steigende Welle antisemitischer Gewalt äußern, die sich im Nahen Osten, Europa und in jüngster Zeit in den USA kund tut.

Das ist etwas Schlechtes.

Die großen Kirchen sind eindeutig nicht die Kraft, die sie einst waren, aber selbst angesichts ihres Niedergangs sollten sie sich in einer guten Position befinden der amerikanischen Linken eine gut platzierte Warnung zu den Gefahren des Antisemitismus für das Gemeinwesen zu geben. Aber sieht man sich an, was in diesen Kirchen geschah, dann können die Leiter dieses dringend nötige Korrektiv nicht bieten. Ihre Kirchen sind Teil des Problems und das schon seit langem.

Die Presbyterian Church USA ist das beste, aber nicht das einzige Beispiel für dieses Phänomen. Pro-Israel-Aktivisten in der Konfession, die unter dem Banner der Presbyterians for Middle East Peace (PFMEP) agieren, sind nicht in der Lage gewesen die Verabschiedung eines antiisraelischen Schmusekurses zu verhindern, der vom Israel-Palestine Mission Network (IPMN) eingebracht wurde, der im Lauf der Jahre antiisraelische und antijüdische Propaganda hervorbrachte, der des Stürmers würdig gewesen wäre.

PFMEP ist auch unfähig gewesen die Verabschiedung von Vorschlägen zu erzielen, die die Bedrohungen der Sicherheit Israels in der Region beleuchten. Auf der Synode der Kirche, die letzten Sommer in St. Louis stattfand, waren mit IPMN verbundene Aktivisten in der Lage die Tagesordnung mit Resolutionen zu fluten, die Israels angebliche Verbrechen herausstellten, währed die PFMP es nur schaffte zwei „ausgewogene“ Vorschläge auf die Tagesordnung der Synode zu setzen. Die meisten der Vorschläge der IPMN wurden im Komitee genehmigt und dann vom Plenum der Synode beschlossen.

An einem Punkt während der Synode wurde der Antrag ergänzt, so dass er erklärte, die Versammlung würde die von Hams im Gazastreifen betriebene Hetze „stillschweigend billigen“, aber selbst dieser Verweis auf die Hamas wurde vor der letzten Abstimmung entfernt – weil es Hetze auf beiden Seiten des Konflikts gebe. Unterhalten wir uns darüber dem ganzen die Krone aufzusetzen.

Eine ungeheure Demonstration der Hetze kam von Anti-Israel-Aktivisten auf der Synode, die hasserfüllte Dinge über Bassam Eid sagten, einen Menschenrechtsaktivisten, der von der PFMEP eingeladen worden war dort zu sprechen. Eid wurde im Kongresszentrum und auf den Straßen von St. Louis bedrängt und die Führung der Kirche unternahm nichts, trotz lautstarker Beschwerden der PFMEP.

Weitere Hinweise darauf, wie wenig Einfluss die PFMEP innerhalb der PCUSA hat, erscheinen in den Äußerungen der Organisation selbst. Am letzten Tag der Synode gab die PFMEP eine Mitteilung aus, die die Vereinigung aufrief die Anträge zu unterstützten, wie sie vom Middle East Committee kamen, „obwohl wir mit der Haltung, die das Komitee zu mehreren Anträgen einnahm, nicht einverstanden sind“.

Die PFMEP pries sogar, dass die das Middle East Committee der Synode erklärte: „Das Komitee arbeitete hart, diskutierte die Themen gründlich und vervollkommnete die Anträge nach seinem Geschmack. Wir sehen wenig Gewinnbringendes, sollte das Plenum versuchen die Debatte erneut zu eröffnen.“

Die PFMEP gestand– nicht mit so vielen Worten – ein, dass sie den Kampf im Komitee verloren hatte und keine Hoffnung bestand ihn in der Gesamtversammlung zu gewinnen. Stattdessen kam sie zu dem Schluss, das Beste sei zu schweigen. Das ist praktisch das Schwenken der weißen Flatter oder das Fußballfeld zu verlassen, bevor der Schlusspfiff ertönt, weil deine Mannschaft keine Hoffnung hat noch zu gewinnen.

Am Tag nach dem Ende der Synode gab die PFMEP eine weitere Erklärung ab; darin sagte sie, dass die Vollversammlung „den Ton und die Substanz der Gespräche veränderte, die seit mehr als einem Jahrzehnt“ innerhalb der PCUSA geführt werden und verwies dann auf Themen, die überhaupt nichts mit dem Nahen Osten zu tun hatten – fossile Brennstoffe und die Organisation der Kirchenbürokratie.

Leider hatte die Veränderung im Ton nichts damit zu tun, wie die Konfession mit Israel umgeht, eine Tatsache, die von der eigenen E-Mail der PFMEP nach der Synode unterstrichen wurde; darin hieß es: „Die Morddrohung gegen unseren lieben Freund Bassam Eid wegen seiner Zeugenaussage vor dem Komitee für Nahostfragen ist etwas, das wir sehr persönlich und sehr ernst nehmen . Wir können die schwache Reaktion der offiziellen Vertreter der Synode auf diese furchterregende Situation nicht stehen lassen.“

Fairerweise muss gesagt werden, dass es im Verlauf der Jahre auch ein paar Siege gegeben hat. Zum Beispiel war die PCUSA 2014 gezwungen den Verkauf eins von der IPMN produzierten Dokuments mit dem Titel „Zionism Unsettled“ (Zionismus ohne festen Wohnsitz; oder: Zionismus beunruhigt) auf ihrer Internetseite einzustellen. Die Konfession traf die Entscheidung, nachdem das Simon Wiesenthal Center (SWC) erklärte, es breche die Verbindung zur Kirchenführung in Louisville ab. „Wir beenden jeglichen Dialog mit der PCUSA wegen eines Musters böswilligen Verhaltens seitens der Kirchenverwaltung“, sagte Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des SWC-Zentrums in Los Angeles.

Es steht mehr auf dem Spiel als die Beziehungen der Großkirchen zu den Juden. Anti-Israel-Aktivisten der Großkirchen haben mehr getan als zu helfen eine Einstellungsbarriere zwischen liberalen Juden und der progressiven Linken in den USA aufzubauen.

Sie haben auch die Fähigkeit ihrer Kirchen beengt, glaubwürdig den christlichen Glauben zu bezeugen.

Juden mit doppelter Loyalität – das wichtigste antisemitische Stereotyp

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Dem Mord an 11 Juden in einer Synagoge in Pittsburgh folgte die Veröffentlichung einer FBI-Publikation zu 2017, die festhielt, dass 60% aller voreingenommen-religiösen Hassverbrechensvorfälle in den USA sich gegen Juden richteten, womit die Zahl für andere Religionen bei weitem überschritten wurde. Diese und eine Reihe weitere Erscheinungsformen des Antisemitismus machen eine Analyse der wichtigsten negativen Stereotype zu Juden in den Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund der internationalen Lage notwendig.[1]

Statistiken zeigen, dass das wichtigste antisemitische Hass-Motiv weltweit das ist, Diaspora-Juden würden Israel gegenüber mehr Loyalität zeigen als gegenüber dem Land, in dem sie leben. Die von der ADL 2014 veröffentlichte Studie „Global 100“ stellte fest, dass 30% der erwachsenen Amerikaner – also 75 Millionen Menschen – diese Falschmeldung glauben.[2] Eine Studie der ADL aus dem Jahr 2015 stellte sogar einen leicht höheren Anteil fest.[3]

Die Global 100-Studie der ADL von 2014 stellte auch fest, dass die falsche Anschuldigung der doppelten Loyalität das wichtigste internationale antisemitische Stereotyp ist. 41 Prozent der in dieser Studie eingeschlossenen Weltbevölkerung glauben, dass das wahr ist,[4] was rund 1,7 Milliarden Menschen ergibt. Diese gewaltige Zahl bietet eine fruchtbare Infrastruktur für viele weitere antisemitische Anschuldigungen. Wenn die Interessen Israels denen des Landes entgegen stehen, n dem die Juden leben, könnte das israelische Interesse Vorrang bekommen. A priori untergräbt dies das Vertrauen in Juden. Man kann es so ausdrücken: „Du bist nicht wirklich einer von uns.“ In seiner extremsten Form ist Doppelloyalität ein verschleierter Vorwurf von Verrat.

Die Anschuldigung Juden seien der Gesellschaft oder dem Land gegenüber, wo sie leben, nicht loyal, existierte lange, bevor der Staat Israel gegründet wurde. Mitte des vierzehnten Jahrhunderts ermöglichte sie zur Zeit der Plage des Schwarzen Todes das Verbrennen von Juden; sie wurden beschuldigt Lebensmittel, Brunnen und Flüsse zu vergiften. Es gab eine Reihe Variationen dieses Themas der zweierlei beziehungsweise des Fehlens von Loyalität. Eine Version lautete, Juden seien Kosmopoliten, ein Volk ohne Vaterland, die nur anderen Juden gegenüber loyal seien. Das bot eine bequeme Grundlage für die Beschuldigung und anschließende Verurteilung des französischen Offiziers Alfred Dreyfus wegen Hochverrat im Jahr 1894. Als Jude war er der ideale Kandidat um ihm Spionage gegen Frankreich vorzuwerfen, die in Wahrheit von einem nichtjüdischen Offizier begangen worden war.

Juden doppelter Loyalität zu beschuldigen ermöglicht die Schaffung weiterer antisemitischer Stereotype. Eines lautet: „Juden wollen die Welt kontrollieren.“ Die globale ADL-Studie von 2014 zeigt, dass 29% der Befragten weltweit glauben, Juden hätten zu viel Macht in Weltangelegenheiten.[5]

In den USA offenbarte 2015 eine Studie der ADL, dass 16% der Bevölkerung der Amerikaner (das sind 40 Millionen) glauben, Juden hätten zu viel Macht in der Geschäftswelt.[6] Dieselbe Zahl an Amerikanern zieht in Erwägung, dass Juden in den internationalen Finanzmärkten zu viel Macht haben. Zwölf Prozent oder 30 Millionen waren der Meinung, dass Juden zu viel Kontrolle über die US-Regierung ausüben, während dieselbe Anzahl glaubt, dass Juden zu viel Kontrolle über die Weltmedien haben. 25 Millionen erwachsene Amerikaner glauben, dass Juden zu viel Kontrolle über Weltangelegenheiten haben.[7]

Unter der Administration Obama entstand eine beträchtliche Uneinigkeit zwischen den USA und Israel bezüglich des Iran-Abkommens. Der jüdische Senator Chuck Shumer stimmte dagegen und wurde dann beschuldigt Israel gegenüber loyaler zu sein als Amerika.[8] Juden fürchten oft doppelter Loyalität beschuldigt zu werden, wenn einer von ihnen einen größeren Fehltritt begeht. Der extremste Fall war Jonathan Pollards Spionage für Israel. Er ist die einzige Person, die jemals eine lebenslange Strafe wegen Spionage gegen die USA im Auftrag eines Verbündeten erhielt.[9]

Es kann leicht gezeigt werden, dass auf grundlegenden Fragen großer Bedeutung für Israel die Beschuldigung der doppelten Loyalität amerikanischer Juden im Wesentlichen gelogen ist. Bisher ist Donald Trump der pro-israelischste US-Präsident gewesen. Wenn es doppelte Loyalität von Juden gäbe, sollte die große Mehrheit der amerikanischen Juden heute ihn heute unterstützen. 2016 stimmten 71% der Juden für Hillary Clinton; landesweit waren im Vergleich dazu 48%. Nur 24% der Juden stimmten für Trump.[10] Im neu gewählten Kongress wird von einer Vielzahl jüdisch-demokratischer Ausschuss-Leiter erwartet, dass sie den Präsidenten auf bedeutende Weise angreifen.[11]

Es gibt viele weitere Belege dafür, dass das Konzept der doppelten Loyalität amerikanischer Juden falsch ist. Barack Obama gehörte zu den Israel gegenüber unfreundlichsten US-Präsidenten, doch Juden stimmten in großer Zahl für ihn. 2008 stimmten 78% der Juden für Obama, landesweit waren es 53%. 2012 stimmten 69% der Juden für ihn, landesweit waren es 58%.[12][13] Die Mehrheit der amerikanischen Juden, die für Obama stimmten, taten das anscheinend gegen ihre eigenen Interessen. Er und seine Frau waren lange Zeit Mitglieder einer Kirche, deren Pastor Jeremiah Wright Antisemit ist.[14]

Wie wackelig Behauptungen der doppelten Loyalität von Juden sind, lässt sich auch in anderen Ländern zeigen. In einer in den Niederlanden während des Wahlkampfs durchgeführten Meinungsumfrage wurde festgestellt, dass 19% der niederländischen Juden beabsichtigten für die antiisraelische Arbeitspartei (PvdA) zu stimmen, während nur 6% der Gesamtbevölkerung für diese stimmte.[15]

In Großbritannien sagten 13% der Juden, sie würden bei den Parlamentswahlen 2017 immer noch für die Labour Party stimmen.[16] Und das trotz der Tatsache, dass Parteichef Jeremy Corbyn Sympathisant völkermörderisch-terroristischer Angreifer Israels und ein Anti-Israel-Hetzer ist.[17] Mehrere Menschen in seinem Umfeld hetzen extreme gegen Israel.

Stark verwässerte Versionen der doppelten Loyalität sind in vielen Ländern zu finden. Immigranten mögen beim Sport ihr Herkunftsland gegen das Land, in dem sie leben, unterstützen. Manchmal gerät dies jedoch radikal außer Kontrolle. Ein sehr bekannter Fall ist das Fußball-Freundschaftsspiel 2001 in Paris zwischen Frankreich und Algerien. In Frankreich lebende Algerier pfiffen, als die französische Nationalhymne gespielt wurde. Das Spiel musste abgebrochen werden, als Algerier das Spielfeld stürmten.[18]

Viele Länder haben eine problematische Diaspora. Anschuldigungen doppelter Loyalität ist jedoch ein typisches und weit verbreitetes, antijüdisches Stereotyp. Es gibt Fälle anderer Ethnien, wo das Problem doppelter Loyalität offensichtlich ist. Ein Beispiel ergibt sich aus der Tatsache, dass die Türkei ihren im Ausland lebenden Bürgern gestattet an Wahlen teilzunehmen. Mehr als 450.000 Türken oder 65% derer, die in Deutschland an der Wahl teilnahmen, unterstützten bei den Parlamentswahlen von 2018 Erdoğans AKP. Das ist beträchtlich mehr als der Anteil derer, die in der Türkei für sie stimmte. Trotzdem führte das nicht zu allgemeiner Entrüstung in Deutschland darüber, dass diese Leute eine Partei im Ausland unterstützen, deren Ansichten mit demokratischen Normen und Werten nicht kompatibel sind.

Der ehemalige Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir war fast der einzige deutsche Politiker, der die offensichtlichen Schlüsse zog. Er sagte: „Die feiernden deutsch-türkischen Erdoğan-Anhänger jubeln nicht nur ihrem Alleinherrscher zu, sondern drücken damit zugleich ihre Ablehnung unserer liberalen Demokratie aus. Das muss uns alle beschäftigen.“[19]

Intelligente Wege zu finden, diese falschen Behauptungen doppelter Loyalität gegen Juden zu entlarven, könnte der Anfang eines neuen Typs des Kampfs gegen Antisemitismus sein.

[1] https://ucr.fbi.gov/hate-crime/2017/topic-pages/tables/table-1.xls

[2] https://global100.adl.org/public/ADL-Global-100-Executive-Summary.pdf

[3] http://global100.adl.org/#country/usa/2015

[4] https://global100.adl.org/public/ADL-Global-100-Executive-Summary.pdf.

[5] ebenda

[6] http://global100.adl.org/#country/usa/2015

[7] ebenda

[8] http://www.timesofisrael.com/us-jewish-group-slams-dual-loyalty-smears-on-iran-deal/

[9] http://www.theguardian.com/world/2015/nov/20/spy-jonathan-pollard-to-be-free-after-30-years-but-still-a-thorn-in-us-israeli-ties

[10] http://www.jewishvirtuallibrary.org/jewish-voting-record-in-u-s-presidential-elections

[11] http://www.jpost.com/Diaspora/Jewish-Americans-are-now-the-face-of-Trump-resistance-571399

[12] ebenda

[13] http://www.jta.org/2018/10/17/news-opinion/politics/poll-shows-jewish-voters-favor-democrats-midterms-dislike-trump

[14] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/19883

[15] http://www.niw.nl/enquete-joods-nederland-kiest-555/

[16] http://www.thejc.com/news/uk-news/labour-support-just-13-per-cent-among-uk-jews-1.439325

[17] https://besacenter.org/perspectives-papers/corbyn-against-jews-israel/

[18] http://www.leparisien.fr/sports/france-algerie-pourquoi-le-match-a-degenere-08-10-2001-2002494338.php

[19] http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-06/reaktionen-tuerkei-wahl-cem-oezdemir

Der Sinai-Feldzug – Lektionen eines vergessenen Krieges

Die Torheit internationaler Garantien.

Ari Lieberman, FrongPage Mag, 1. November 2018

Vor 62 Jahren, am 29. Oktober 1956, setzten sechzehn C-47 Dakotas-Transportflugzeuge der israelischen Luftwaffe (eines von einer Frau pilotiert) 395 Fallschirmjäger tief hinter ägyptischen Linien auf der Sinai-Halbinsel ab, direkt außerhalb des Mitla-Passes. Stunden zuvor durchtrennten israelische P-51 Mustang ägyptische Telefonleitungen im Sinai mit ihren Flügeln und Propellern, womit sie die ägyptische Militärkommunikation erheblich störten. Diese Aktionen stellten die Eröffnungsschüsse des Sinai-Feldzugs dar, der den Codenamen Operation Kadesch hatte; es handelte sich um ein groß angelegtes israelischen Militärunternehmen, das sich gegen Israels damaligen Hauptgegner Ägypten richtete. Der Absetzung der Fallschirmjäger folgten Vorstöße am Boden.

Es gab vier Gründe für den Angriff. Erstens blockierte Ägypten unters seinem angriffslustigen, pan-arabischen Führer Gamal Abdel Nasser, die Straße von Tiran, einen internationalen Seeweg, für israelische Schiffe. Als Ergebnis wurde damit Israels südliche Hafenstadt Eilat nutzlos gemacht und sein Seezugang zu Teilen von Asien und Afrika war abgeschniten.

Zweitens hatte Ägypten seit den frühen 1950-er Jahren Fedajin-Angriffe auf Israel gesponsert. Die Fedajin waren zumeist Palästinenser, von Ägypten bewaffnet, ausgebildet und bezahlt. Sie starteten ihre Terroranschläge zum größten Teil aus Ägypten und Jordanien heraus. Einer der berüchtigsten davon war als Massaker am Skorpionpass bekannt , ein tödlicher Anschlag aus dem Hinterhalt, bei dem 11 Eggedbus-Fahrgäste, darunter Frauen und Kinder, tot zurückblieben. Mindestens eine Passagierin wurde vor ihrer Ermordung vergewaltigt. Kadesch zielte darauf Ägypten für seine Rolle bei den Fedajin-Anschlägen zu bestrafen und Fedajin-Basen im Gazastreifen und dem Sinai zu zerstören.

Drittens schloss Ägypten 1955 eine großen Waffenkauf mit der Sowjetunion ab, die im Gegenzug die Tschechoslowakei als geeigneten Gesprächspartner nutzte. Der Deal beinhaltete den Verkauf hunderter T-34-Panzer, Schützenpanzer, Artillerie, MiG-15-Jagdflugzeuge, Iljuschin Il-28-Bomber und Marinefahrzeuge an Ägypten. Ein solch großer Waffentransfer veränderte die Machtbalance zugunsten von Ägypten. Israels Verteidigungsminister Mosche Dayan schätzte, dass es Ägypten Jahre kosten würde diese massive Menge an Material aufzunehmen und wenn es das getan hätte,-würde es Israel angreifen. Nasser verpasste keine Gelegenheit seiner Basis und der arabischen Welt als Ganzem seine schändlichen Absichten zu verkünden. Und Israel nahm diese Drohungen ernst. Von daher entschied sich Israel, dass, wenn Krieg schon unvermeidlich war, es besser war, wenn er eintrat, bevor die Ägypter lernten mit ihren neuen Spielzeugen umzugehen.

Schließlich unterzeichnete Nasser nur Tage vor Ausbruch der Feindseligkeiten gegenseitige Verteidigungsverträge mit Syrien und Jordanien. Israel war nun an allen Grenzen von feindlichen Gegner umringt. Nasser provokatives Handeln überzeugte Premierminister David Ben-Gurion, dass Israel keine andere Wahl hatte.

Es war eine Blitzoperation und beinhaltete klassische israelische gekonnte und schnelle Manöver sowie zahlreiche Finten, die den Feind weiter verwirren und desorientieren sollten. Innerhalb einer Woche war alles vorbei. Die ägyptische Armee im Sinai war vernichtet und die Fedajin-Basen ausgelöscht worden. Große Mengen an sowjetischer Ausrüstung fielen den Israelis in die Hände. Diese schafften es sogar einen ägyptischen Zerstörer zu erobern, den Israel prompt in den eigenen Dienst nahm. Am wichtigsten aber war, dass Israels Schiffe nun die Straße von Tiran ohne Angst beschossen zu werden passieren konnten.

Ägypten legte nie eine offizielle Verlustliste offen, aber es wird geschätzt, dass das ägyptische Militär rund 3.000 Soldaten verlor, während weitere 5.000 gefangen genommen wurden. Israel hatte 177 im Kampf Getötete. Israels Sieg stellte die Fortsetzung eines Musters dar, das mit dem ersten arabisch-israelischen Krieg begann und bis heute andauert.

Ägypten bezeichnet den Sinai-Feldzug etwas unaufrichtig als dreifache Aggression, weil Israel einige seiner Aktivitäten mit Frankreich und Großbritannien koordiniert hatte. Aber die ägyptische Namensgebung übersieht die Tatsache, dass der anglo-französische Kriegszug mit dem Codenamen Musketeer noch nicht einmal begann, bis Israels Operation Kadesch abgeschlossen war. Mit anderen Worten: Allein Israel stand Ägypten gegenüber und besiegte es gründlich. Nebenher wird Musketeer als anglo-französisches Debakel betrachtet, getrübt von politischer und militärischer Unentschlossenheit.

Wegen Drucks aus der Administration Eisenhower wurde Israel genötigt seine territorialen Errungenschaften aufzugeben, aber die Israelis sicherten sich etwas Raum zum Atmen. Eine multinationale Streitmacht, die unter der Aufsicht der Vereinten Nationen agierte, wurde in den von den Israelis geräumten Gebieten stationiert. Israel stellte auch eine Garantie der Vereinigten Staaten und der Weltmächte sicher, dass Israels maritime Rechte an der Straße von Tiran geschützt würden.

Elf Jahre später, im Mai 1967, erwiesen sich diese Garantien als nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben waren. Und die UNO-Streitkräfte, die stationiert waren, um den Frieden zu sichern, zerstreuten sich sang- und klanglos auf Nassers Forderung hin abzuziehen. Am 5. Juni 1967 trieb arabische Kriegslust Israel ein weiteres Mal den Rasen zu mähen.

Der Sinai-Feldzug ist heute eine ferne Erinnerung und fast vergessen, aber eine wichtige Lektion darf trotz daraus gezogen werden. Israel kann sich niemals erlauben sich in Sachen der eigenen Sicherheit auf internationale Garantien oder die Dritter zu verlassen. Die  Umstände ändern sich mit der Zeit und die Seite, die die Garantie aussprach, egal wie wohlwollend oder gutmeinende, könnte nicht länger in der Position sein diese Garantien durchzusetzen oder könnte durch andere Verpflichtungen abgelenkt sein. Im Fall der Erneuerung der ägyptischen Blockade über die Straße, war Lyndon Johnson von Vietnam zu abgelenkt, um sich um einen kleinen Seeweg in einem fernen Land zu sorgen. Was die UNO angeht, sie hat sich als nutzlos erwiesen, weil sie korrupt ist. Israel darf sich nie erlauben seine Sicherheit irgendjemand anderem anzuvertrauen als seinen Verteidigungskräften. 1967 lernte Israel das auf die harte Tour.

Der Antisemitismus kommt von links

Vorbemerkung: In diesem Text geht es um die amerikanische Linke (vor allem die Demokratische Partei); er wirft damit aber auch ein Bild auf Deutschland/Europa, denn mit den Linken bei uns ist es nicht anders. Außerdem stellen unsere Medien die US-Demokraten und was sie tun fast immer als positiv dar, während die US-Republikaner und besonders Präsident Trump niedergemacht werden. Auch bei uns gilt Antisemitismus als ein „rechtes“ Phänomen, wird links nicht verortet. Und das ist verlogen; es muss sich ändern. Die Linken müssen endlich eingestehen, dass der Antisemitismus bei ihnen nicht weniger, sondern eher mehr grassiert als sonst irgendwo im politischen Spektrum. Und dass er auch ein stark muslimisches Phänomen ist.

Monica Showalter, The American Thinker, 28. Oktober 2018

Der Massenmörder, der in einer Synagoge in Pittsburgh das Feuer eröffnete, war ein Antisemit und ein fanatischer Trump-Hasser. Das hat die Linken aber nicht davon abgehalten den Versuch zu unternehmen Trump das Massaker anzuhängen, wie sie es mit allen Unglücken machen. Egal, was Trump sagt. Egal, wie groß die Unterstützung für ihn aus Israel ist. Egal, dass seine Liblingstochter orthodoxe Jüdin ist und seine drei Enkel ebenfalls jüdisch sind. Die verzweifelte Logik dafür Trump zu beschuldigen kann man hier, hier und hier nachlesen.

Und vergessen Sie nicht den unglaublichen Tweet hier (für den sie sich immer noch nicht entschuldigt hat), den Clarice Feldman in ihrer Kolumne zitierte, mit dem Trump nicht nur das Übel angehängt wurde, sondern auch die Juden für den Anschlag verantwortlich gemacht wurden, ein verblüffend widerwärtiges Tun der Linken.

(Und ein Wort an meine amerikanischen jüdischen Glaubensgeschwister. Der Präsident macht das möglich. Hier. Wo ihr lebt. Ich hoffe, die Verlegung der Botschaft da drüben, wo ihr nicht lebt, war es wert.)

Dabei ist seit Jahren offensichtlich, dass die Linken und ihre Demokraten im Amt die besten Freunde der Antisemiten gewesen sind.

Erst vor ein paar Wachen sahen wir, wie der früher Präsident Bill Clinton und andere Top-Demokraten Seite an Seite mit dem offenen und offenkundigen Antisemiten Louis Farrakhan auf Aretha Franklins Beerdigung in der ersten Reihe saßen. Ich erinnere mich, dass ich damals schrieb:

Ernsthaft: Wie konnte dieser Freak da reinkommen und warum zum Henker wurde er in die erste Reihe gesetzt? Neben die anderen sogenannten Führer der schwarzen „Gemeinschaft“, wie dem kaum oberhalb von respektabel befindlichen Jesse Jackson, Al Sharpton und Amerikas angeblichem „ersten schwarzen Präsidenten“ und Bill Clinton?

Jüdische Republikaner haben aufgezeigt, dass nicht nur Farrakkan selbst in der Demokratischen Partei berühmt gewesen ist, die Partei selbst ist geladen mit Leuten, die eng mit ihm verbunden sind. Sie schreiben:

Unten die von Matt Brooks, dem Geschäftsführer der Republican Jewish Coalition, ausgegebene Erklärung:

Sieben lange dienende Demokraten haben enge Beziehungen zu Louis Farrakhen. Jeder von ihnen sollte zurücktreten.

Dazu gehört der ehemalige Angestellte der Nation of Islam, der Kongressabgeordnete Keith Ellison, der stellvertretender Vorsitzender des nationalen Parteivorstands ist. Ellison hat versucht sein Treffen mit Farrakhan im Jahr 2013 zu rechtfertigen, während er sein späteres Treffen mit dem Führer der NOI in Farrakhans Hotelzimmer 2015 ignorierte. Von mindestens sechs weiteren Demokraten ist bekannt, dass sie Farrakhan mit offenen Armen begrüßen. Diese Kongressmitglieder – Maxine Waters, Barbara Lee, Danny Davis, Andre Carson, Gregory Meeks und Al Green – haben sich allesamt im Amt gemütlich mit Farrakhan zu persönlichen Treffen hingesetzt.

Es kann kein Zweifel darüber bestehen, wie abstoßend es ist, dass diese Demokraten mit Louis Farrakhan in Verbindung stehen. Farrakhan ist vor allem ein Hassprediger. Er predigt, dass Juden die Regierung und die Medien „kontrollieren“ und hat behauptet, „diesen satanischen Juden den Schutz weggezogen“ zu haben; er sagte dazu: „Eure Zeit ist vorbei, eure Welt ist vorbei.“ Und das waren nur die Kommentare der letzten Woche.

Antisemitismus ist inakzeptabel. Farrakhan ist das moralische Äquivalent eines Führers des Ku-Klux-Klans. Sollte entdeckt werden, dass Mitglieder des Kongresses sich mit dem Führer des KKK getroffen hätten, würden sie zurücktreten müssen. In diesem Fall ist infolge des Treffens mit und der Befürwortung von Louis Farrakhan alles weniger als ein Rücktritt dieser sieben Demokraten nicht akzeptabel.

Unter den Farrakhan ergebenen ist Keith Ellison, die Nummer Zwei der Demokratischen Partei, besonders berüchtigt für seinen Antisemitismus. Der Daily Caller berichtet:

Der Mann, der die Demokratische Partei führen soll, war bis in seine 30-er Sprecher der Nation of Islam, der öffentlich Antisemitismus spie und später in seinem Leben als Kandidat für den Kongress wissentlich $50.000 Wahlkampfspenden annahme, die von islamischen Radikalen gegeben und gesammelt wurden, die offen islamischen Terrorismus unterstützten und Führer von Fassengruppen der Hamas und der Muslimbruderschaft waren.

Einmal als Kongressabgeordneter im Amt deutete Keith Ellison mehr als an, dass der 9/11 ein Inside-Job war, ausgeführt um einen Vorwand für Krieg gegen die Muslime zu schaffen – eine oft von Antisemiten oft voran getriebene Version, die behauptet Israel oder der „Mossad“ sei Mittäter – indem er den 9/11 mit dem Reichstagsbrand gleichsetzte, der berüchtigten Brandstiftung am deutschen Parlamentsgebäude 1933, das die Nazis Kommunisten anhängten und damit nutzten, um die Mehrheitskontrolle über die Regierung zu erlangen und Nazideutschland aufzubauen.

Vergessen Sie nicht Hillary Clinton, bis vor kurzem die Top-Führerin der Demokraten, die einen Wahlkampfhelfer bekanntlich einen „Fucking Jewish Bastard“ nannte. Das wurde, nach Angaben des Daily Caller, von drei Augenzeugen bestätigt.

Dann gibt es Pastor Jesse Jackson, der Juden als „Hymietown“ (Itzig-Städter) bezeichnete und noch schlimmer, es gibt Pastor Al Sharpton, den Anstifter der antisemitischen Krawalle von Crown Heights und des antisemitischen Feuers in Freddie’s Fashion Mart, und ein weiterer Demokraten, vor dem die Top-Demokraten nie vergessen sich zu verbeugen. Er zeigt immer noch keine Reue. Der Daily Caller schreibt:

Sharpton hat zudem kaum verhüllte Hinweise auf Juden gegeben, indem er sie während der Krawalle von Crown Heights „Diamantenhändler“ nannte; die Krawalle fanden 1991 in Brooklyn statt. Sharpton, der Proteste anführte, die zu den Krawallen führten, sagte damals: „Wenn die Juden das weiter wollen, dann sagt ihnen, sie sollen ihre Kippot wieder aufpieken und zu meinem Haus kommen.“

Oh, das war ja damals, nicht heute, mag mancher Demokrat sagen. Heute ist das verstohlener, aber genauso schlimm. Wir haben Linda Sarsour, die immer noch wie die anderen Demokraten mit Farrakhan abhängt, aber einen ausgeklügelteren Antisemitismus propagiert, der den jüdischen Staat Israel ausradieren soll. Die New York Post schreibt:

Ein Beispiel dafür, wie das funktioniert, ereignete sich letzten Monat in Durham (North Carolina), wo der Stadtrat einen Beschluss fasste, mit dem der örtlichen Polizei verboten wird an „militärartigem“ Training in Israel teilzunehmen. Die Maßnahme war das Ergebnis von Unruhe bei der Jewish Voice for Peace und deren Verbündeten in der Bewegung Black Lives Matter. Anscheinend bestand das Ziel darin gegen einen landesweiten Trend der Militarisierung der Gesetzeshüter gegenzuhalten, der angeblich in Verbindung mit Schüssen der Polizei auf Afroamerikaner steht. Aber der wahre Zweck bestand darin der BDS-Bewegung zu einem Sieg zu verhelfen, der Israel untergraben und die amerikanischen Juden beschmutzen würde.

Selbst Courtney Love, grottenschlechter linker Grunge-Rockstar, war von Sarsours Antisemitismus erschüttert und hat sie deswegen angeprangert.

Dann gibt es die kleineren Spieler, Demokraten, die Posterkinder für demokratische Bemühungen gewesen sind, um republikanische Präsidenten aus dem Amt zu bringen; Demokraten wie die verhinderte Valerie Plume – eine rabiate und verwirrte Antisemitin. Erinnern Sie sich hieran:

Valerie Plame, die nicht-heimliche CIA-Beamtin, die eine Riesensache daraus machte, dass man ihren Namen in Bezug auf ihre Gegnerschaft zu Präsident Bush durchsickern ließ und die auf dem Cover von Vanity Fair als wagemutige, glamouröse Superspionin gerühmt wurde, stellte sich als Wald-und-Wiesen-antisemitische Fanatikerin heraus.

Und es hat auch vor kurzem Vorfälle gegeben, so als ein MSNBC-Moderator Trumps Anwalt Michael Cohen als „Kikle“ bezeichnete. („Kike“ – sprich: kaik – ist ein sehr herabwürdigender Begriff für Juden.)

Einige dieser Leute haben sich entschuldigt, als sie ertappt wurden, aber viele, so wie Farrakhan, den man zuletzt erlebte, wie er Juden als „Termiten“ bezeichnete, haben das nicht getan. Andere, wie Sarsour, die darauf besteht, dass ihre Anstrengungen zur Auslöschung des jüdischen Staats nichts mit Antisemitismus zu tun haben, behaupten überhaupt keine Antisemiten zu sein.

Das ist Müll. Wir können sehen, was mit diesen Bemühungen abgeht der Verantwortung zu entgehen und unbehelligt mit dem Antisemitismus weiterzumachen. Und die Folgerung ist offensichtlich: Die Linken haben aus sich eine Quelle des Antisemitismus gemacht, wobei alle wichtigen Strömungen seins Giftes aus ihrer Richtung kommen. Demokraten haben ihn normalisiert, die gefördert und gefeiert, die ihn verfechten. Heute versuchen sie ein grässliches Massakaer druch ein verstörtes Monster Trump anzuhängen. Das zieht nicht.