Bevor sie Israel kritisieren, sollten die USA bei sich selbst aufräumen

Israel hat eine der höchste Anzahlen an Auslandsjournalisten pro Kopf der Bevölkerung weltweit und es schützt sogar die, die es regelmäßig verleumden. Derweil, so eine Studie, waren 71% der Opfer bei Terrorbekämpfungsaktionen der USA im Krieg gegen den Terror Zivilisten.

Mitchell Bard, Israel HaYom, 15. September 2022

Im Juni schrieb ich den Artikel „Was, wenn Israel Amerika so behandelt, wie Amerika Israel behandelt?“ Er erscheint heute besonders relevant, da jetzt der US-Außenminister Israel sagte, es solle nach dem tragischen Tod der Al-Jazira-Reporterin Shireen Abu Akleh im Mai die Einsatzregeln der IDF überdenken.

Antony Blinken dachte offenbar nicht, es sei ausreichend dem israelischen Verteidigungsminister Benny Gantz in einem Telefongespräch zu raten, wie er die IDF leiten soll, dessen Inhalt jemand an die Presse durchsickern ließ (eine der beliebtesten Taktiken dieser Administration, um Missfallen gegen Israel auszudrücken). Er wies auch seinen stellvertretenden Sprecher an Reportern zu sagen: „Wir werden weiterhin unsere israelischen Partner unter Druck setzen ihre Politik und Praktiken der Einsatzregeln genau zu überprüfen und weitere Schritte zu überlegen, um die Risiken für zivile Schäden, den Schutz von Journalisten abzuschwächen und ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.“

Was für eine Chutzpe!

Ein paar Wochen zuvor zwang lausige Publicity und Wut des Kongresses das Pentagon einen neuen „Civilian Harm Mitigation and Response Action Plan“ [Ziviler Schadensminderungs- und Reaktionsplan] anzukündigen, um die Zahl der bei US-Militäroperationen getöteten Menschen zu reduzieren. Das kam nach Jahren, in denen keinerlei Verantwortung für „Kollateralschäden“ übernommen wurde, wie bei einem Drohnenangriff 2019 in Afghanistan, bei dem 10 Zivilisten, darunter 7 Kinder, getötet wurden. Ben-Dror Yemini vermerkte in YNet, dass eine Studie des Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University feststellte, 71% der Opfer bei von den USA durchgeführten Terrorbekämpfungsoperationen im Krieg gegen den Terror Zivilisten waren. Trotzdem umfasst der Plan des Pentagon keine Ermittlung früherer Fälle und es wird auch niemand für den Tod der Unschuldigen zur Verantwortung gezogen.

Bei der Ankündigung des Ergebnisses der Untersuchung der IDF, die eine hohe Wahrscheinlichkeit feststellte, dass Abu Akleh unbeabsichtigt durch israelisches Gewehrfeuer getötet wurde, gab US-Außenamtssprechern Ned Price zu, dass das Verteidigungsministerium „die Notwendigkeit der Verbesserung ihrer eigenen Auswertungen und Praktiken zur Sicherstellung der Milderung ziviler Schäden“ anerkannte. Das hielt ihn nicht davon ab die Bedeutung der Rechenschaftspflicht Israels herauszustellen, um zu verhindern, dass es in Zukunft ähnliche Vorfälle gibt, als sei es für Israelis derart üblich auf Journalisten zu schießen, dass eine neue Politik nötig wäre.

In Reaktion auf die ursprünglichen Anschuldigungen, Israel habe die Journalistin absichtlich getötet, schrieb der damalige Außenminister Yair Lapid im Wall Street Journal, dass Abu Akleh in seit mehr als 20 Jahren in der Region arbeitete, ohne dass ihr etwas zustieß. Dasselbe gilt, sagte er, für die anderen Auslandsjournalisten in Israel. Er merkte auch an, dass ihr Arbeitgeber, „Al-Jazira, ein Sender, der von einem israelfeindlichen islamistischen Staat betrieben wird, ständige Mitarbeiter in Israel hat, die von dem Staat geschützt werden, den der Sender regelmäßig verleumdet.“

Israel hat eine der höchsten Anzahlen an Auslandsjournalisten pro Kopf der Bevölkerung weltweit. Viele sind kritisch, einige nach außen feindselig gegenüber Israel; trotzdem wird ihnen nicht verboten aus Israel oder den umstrittenen Gebieten zu berichten. Wollte Israel Reporter töten, die Negatives über das Land schreiben, wären Dutzende tot. Die Vorstellung, dass die Regierung Journalisten absichtlich ins Visier nimmt, ist grotesk.

Stellen Sie sich vor, Israels Außenministerium würde Äußerungen veröffentlichen, mit denen die USA aufgefordert würden ihre Einsatzregeln infolge der von ihren Streitkräften verursachten Opfer zu überprüfen. Das würde nie geschehen.

Es war gut zu sehen, dass Premierminister Yair Lapid für die Souveränität seines Landes einsteht, indem er erklärte: „Niemand wird uns unsere Politik zu Eröffnung von Feuer diktieren, wenn wir um unser Leben kämpfen. Unsere Soldaten haben vollen Rückhalt der Regierung und des Volks Israels.“ Er fügte hinzu: „Ich werde nicht zulassen, dass ein IDF-Soldat, der sich vor terroristischem Feuer schützt, bestraft wird, um Applaus aus dem Ausland zu erhalten.“

Ähnlich sagte Gantz zurecht: „Der Generalstabschef und nur er bestimmt und wird weiter die Regeln zur Eröffnung des Feuers bestimmen und zwar in Übereinstimmung mit den operationellen Notwendigkeiten und den Werten der IDF, einschließlich der Reinheit der Waffen… Es gab keine politische Einmischung in der Sache und wird auch nie eine solche geben.“

Bemerkenswert ist, dass General Martin Dempsey, der US-Generalstabschef, nach dem Krieg im Gazastreifen 2014 davon redete, dass „Israel außergewöhnlich viel unternahm, um Kollateralschäden und zivile Opfer zu vermeiden“. Das Pentagon, sagte er, schickte ein Offiziersteam nach Israel, um Lektionen aus den Kämpfen zu ziehen, einschließlich „Maßnahmen, die sei unternahmen, um zivile Opfer zu verhindern“.

Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter. Dennoch müssen Amerikas Führer daran erinnert werden, dass Israel ein souveräner Staat ist, wie es Menachem Begin machte, nachdem die Administration Reagan eine Reihe Maßnahmen traf, um Israel für die Annexion der Golanhöhen zu bestrafen. „Sind wir euer Vasallenstaat? Sind wir eine Bananenrepublik?“, fragte er den US-Botschafter in Israel. „Wir sind stark genug“, erklärte Begin, „um unsere Unabhängigkeit zu verteidigen und unsere Rechte zu verteidigen.“

Würden die USA sich jemals dazu herablassen Großbritannien, Deutschland oder Frankreich vorzuschreiben, wie ihr Militär seine Aufgaben erledigen soll?

Nein, was die Herangehensweise gegenüber Israel zu zweierlei Maß macht, eines der Beispiele für Antisemitismus in der Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA), die vom US-Außenministerium verwendet wird.

Bevor die Sondergesandte zur Beobachtung und Bekämpfung von Antisemitismus, Deborah Lipstadt, eine weitere Auslandsreise unternimmt, sollte sie im eigenen Haus aufräumen.

Wie Israel für die internen Probleme der palästinensischen Autonomiebehörde verantwortlich gemacht wird

Ted Belman, American Thinker, 11. September 2022

Axios berichtete, das die USA Israel drängen Schritte zur Stabilisierung der palästinensischen Autonomiebehörde zu unternehmen.

Das ist eine alte Geschichte; die Araber verursachen Ärger und Israel wird die Schuld dafür gegeben. Zwei Beispiele für dieses Muster sind:

  1. Nach der Intifada von 2001, bei der 1.038 Israelis ermordet wurden, schickte Präsident Bush Senator Mitchell auf einen Faktenfindungsreise nach Israel. Er erstellte den Mitchell-Bericht vom 30. April 2001, der Israel unter anderem die Siedlungsaktivitäten einzufrieren … und andere israelische Vertrauen bildende Maßnahmen empfahl.
  2. Jedes Mal, wenn die Hamas hunderte Raketen auf israelische Zivilisten schießt und Israel sich dann verteidigt, werden Israel Vorwürfe gemacht. Die geforderte Lösung lautete, dass Israel einen Waffenstillstand aushandelt und Zugeständnisse macht.

Dasselbe gilt für die Lage in Israel sowie Judäa und Samaria.

Die Regierung Israels hat die Terrorwelle von 2015 bis 2022 dokumentiert.

Allein dieses Jahr verzeichnet 1.328 Anschläge, 19 Tote und 51 Verletzte.

Die Oslo-Vereinbarungen schreiben vor, dass die palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Area A komplett für die Sicherheit verantwortlich ist, die PA und Israel in Area B gemeinsam die Verantwortung haben und in Area C allein Israel verantwortlich ist.

IDF-Generalmajor (a.D.) Gerschon Hacohen erklärte diese Woche auf Mideast News Hour, im Verlauf des letzten Jahres habe der Palästinensische Islamische Jihad (PIJ) den Raum Jenin in Nordsamaria in eine Art Gaza-Terrorenklave verwandelt hat. Er übt die Kontrolle über Jenin und alle Bereich der Region aus. Vor kurzem hat der Iran die Bildung gemeinsamer Terrorzellen aus PIJ, Fatah, PFLP und Hamas überall in Judäa und Samaria finanziert.

Khaled Abu Toameh schrieb vor ein paar Monaten über die Situation: Jenin: Trotz wirtschaftlichen Wohlstands versäumt es die PA Milizionäre zu entwaffnen:

Seit damals (2002) haben es bewaffnete Gruppen im Lager und an weiteren Stellen in Jenin geschafft wieder ein gewaltiges Netzwerk an terroristischer Infrastruktur aufzubauen. Die PA war nicht sonderlich erpicht darauf das Phänomen zu bekämpfen und entschieden sich oft wegzusehen.

Die PA-Führer wollten von den Palästinensern nicht beschuldigt werden gegen „die ausgezeichneten Männer der Revolution“ vorzugehen, insbesondere an einem Ort wie dem Flüchtlingslager Jenin, das zu einem Symbol des palästinensischen „Kampfs“ gegen Israel wurde.

Obwohl die meiste Hetze auf den Plattformen der sozialen Medien stattfindet, kommt sie auch direkt von der Quelle: Palästinenserführern in Ramallah, dem Gazastreifen, Qatar und dem Libanon.

Axios hielt fest:

Die Administration Biden drängte die israelische Regierung dringend Schritte zu unternehmen, um die palästinensische Autonomiebehörde zu stabilisieren.

Vertreter der USA sind höchst besorgt wegen der sich verschlechternden Lage in der Westbank und eine Zunahme der Gewalt könnte zu einer großen Krise führen.

Gleichzeitig hat die Wirtschaftskrise es der PA erschwert Gehälter zu zahlen, was ihre Legitimität und die Kontrolle in wichtigen Städten wie Hebron, Jenin und Nablus weiter untergräbt.

Und erwartungsgemäß schickte Biden Barbara Leaf, stellvertretende US-Außenministerin für Nahost-Angelegenheiten, nach Israel, um die sich entwickelnde Krise zwischen Israel und der PA zu thematisieren.

Niemand sorgt sich mehr um die sich entwickelnde Krise als Israel, warum also halten sich die USA nicht raus? Stattdessen betreiben sie in der Situation Mikro-Management um sicherzustellen, dass Israel tut, was die USA wollen.

Was die „Wirtschaftskrise“ angeht, so ist das alles das Werk der PA.

Das Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) berichtet:

„Die Gesetzgebung und Zuteilung monatlicher Gehälter und Vorteil zur Belohnung inhaftierter und freigelassener Terroristen sowie der Familien von „Märtyrern“ belaufen sich auf $300 Millionen im Jahr. Diese finanzielle Vergütung demonstriert eindeutig das institutionelle Engagement der PA zum Terror-Sponsoring gegen Israel.“

Um mit dieser Politik umzugehen, verabschiedete der US-Kongress 2017 das Gesetz Taylor Force Act, das US-Hilfen für die PA zurückhält bis:

… der Außenminister bescheinigt den zuständigen Ausschüssen des Kongresses schriftlich, dass die palästinensische Autonomiebehörde, die Palästinensische Befreiungsorganisation und jeder Nachfolger oder angeschlossene Organisation –

(A) glaubwürdige Schritte zur Beendigung der Gewalttaten gegen israelische Staatsbürger und US-Staatsbürger unternimmt […]

(B) die Zahlungen für Terrorakte gegen israelische Bürger und US-Bürger an beliebige Personen eingestellt hat, die nach einem fairen Gerichtsverfahren wegen solcher Terrorakte inhaftiert sind und an Personen, die beim Begehen solcher Terrorakte starben, einschließlich an Familienmitglieder solcher Einzelpersonen;

(C) alle Gesetze, Erlasse, Verordnungen oder Dokumente annulliert hat, die ein Entschädigungssystem für inhaftierte Personen autorisieren […]

(D) solche Gewaltakte öffentlich verurteil und Schritte zur Untersuchung unternimmt oder bei Ermittlungen solcher Akte kooperiert, um die Täter der Gerechtigkeit zuzuführen.

Warum ist Barbara Leaf nicht damit beauftragt die PA zu zwingen diesem US-Gesetz nachzukommen, um die Hilfe der Amerikaner zu erhalten? Stattdessen hat sie den Auftrag Israel dazu zu bringen die PA zu stabilisieren, die zunehmend schwächelt und ihre Kontrolle in Area A verliert.

Der oben angeführte Axios-Bericht beschrieb die Situation im Detail:

… dass PA-Präsident Abu Mazen Israel beschuldigt hat für die Aushöhlung seiner Fähigkeit sein Territorium zu kontrollieren verantwortlich zu sein, sowohl wegen der wirtschaftlichen Härten, die Israels Einfälle zur Verhinderung von Terroranschlägen verursachten, sowie die Einfälle selbst.

Die PA behauptet, sie sei nicht in der Lage die Gehälter ihrer Sicherheitskräfte zu zahlen; Ursache sei die Wirtschaftskrise im Verbund mit den nächtlichen israelischen Angriffen, von denen er behauptet, sie würden „seine Legitimität und Kontrolle in wichtigen Städten wie Hebron, Jenin und Nablus erodieren“.

Shin Bet-Direktor Ronen Bar, der den israelischen Inlands-Geheimdienst leitet, der für die Sammlung von Informationen in der Westbank und dem Gazastreifen zuständig ist, sagte Leaf, er sei höchst besorgt wegen der Lage in der PA und der Funktionsfähigkeit der palästinensischen Sicherheitskräfte, sagten bei dem Treffen informierte israelische Quellen. Die Palästinenserführung macht Israel für die Schwächung der Sicherheitskräfte verantwortlich.

„Die Lage vor Ort ist schlimmer als es scheint“, sagte Bar laut israelischen Quellen zu Leaf. Er sagte aus, dass Israel das Militär nicht in palästinensische Städte schicken will, aber wegen der zunehmenden Gewalt keine andere Wahl hat.

Leaf traf sich auch mit Generalmajor Ghassan Alian, dem Leiter von COGAT, der Agentur des israelischen Verteidigungsministeriums, die für zivile Angelegenheiten in der Westbank zuständig ist, der ebenfalls ein dunkles Bild der Lage malte.

Israelische Quellen sagten, Alian erzählte der ranghohen US-Diplomatin, dass er alles in seiner Macht Stehende tut, um die Lage zu stabilisieren, aber glaubt, es könnte nicht ausreichen „um den Schneeball aufzuhalten“. Er fügte hinzu, dass bedeutsamere Schritte politische Entscheidungen benötigen.

Leaf traf sich dann mit dem nationalen Sicherheitsberater Israels Eyal Hulata; israelische Quellen, die in der Sache informiert wurden, sagten, es habe sich um ein schwieriges Treffen gehandelt.

Leaf betonte, dass die PA kollabieren könnte und „der Ball in Israels Feld ist“, wenn es um darum geht sie zu stärken und zu stabilisieren, sagten israelische Quellen.

Um alles schlimmer zu machen, fordert die Administration Biden, dass Israel „seine Politik und Verfahren zu den Einsatzregeln genau überprüft“. Sie schreibt Israel nicht nur vor, was es tun soll, sondern auch wie.

Die US-Politik ist nicht vom Wunsch diktiert Frieden zu erreichen. Sie verehelicht sich mit der undurchführbaren und unerreichbaren Zweistaatenlösung (ZSL). Hinter allem steht das Ziel der Schwächung des Staates Israel.

Caroline Glick interviewte in ihrer Mideast News Hour Generalmajor Gerschon Hacohen zum Thema Terrorismus in Judäa und Samaria. Er machte für alles die Oslo-Verträge verantwortlich, die dazu gedacht waren eine Trennung von Juden und Arabern zu erreichen. Das ist ansonsten als Zweistaatenlösung bekannt, obwohl die Verträge das nie forderten. Hacohen sagte, diese Lösung werde auf sechs Annahmen gestützt, die sich alle als falsch erwiesen haben.

1. Trennung ist die Lösung. Wir haben uns vom Gazastreifen und Jenin getrennt und bekamen im Gegenzug Terror.

2 Trennung ist umkehrbar, so der verstorbene Premier Rabin, aber die USA wollen das nicht zulassen.

3. Abzug bringt Israel international Legitimität. Stimmt nicht. Jedes Mal, wenn wir in Area A gehen, um Terroristen festzunehmen, oder in den Gazastreifen, verlieren wir international Legitimität. Die Welt behauptet, unser Eingreifen sei das Problem, nicht der Terrorismus.

4. Damit könnte Entmilitarisierung erreicht werden. Das ist nachweislich falsch. Sehen Sie sich den Gazastreifen oder Jenin an.

5. Wohlstand bringt Frieden. Stimmt nicht. Jenin ist die reichste Stadt in Judäa und Samaria, ist aber das Zentrum des Terrorismus und zwar des tödlichsten.

6. Israel und die PA werden Partner sein. Im Gegenteil, die PA fördert Terrorismus, sie bekämpft ihn nicht.

Es ist an der Zeit die Zweistaatenlösung aufzugeben.

Vielleicht sollte Israel seine Einsatzregeln gegenüber den USA überdenken

Der sich vertiefende Streit über den Tod der Journalistin Shireen Abu Akleh hat den unerträglichen Fehler der israelischen Strategie gegenüber der Administration Biden aufgedeckt.

Melanie Phillips, Israel HaYom, 9. September 2022

Eine Schüsselstrategie der israelischen Drück-mich-zieh-dich-Premierminister Israels, Naftali Bennett und Yair Lapid, hat darin bestanden auf öffentliche Kritik an Amerikas Politik im Nahen Osten zu verzichten.

Mit der Beschränkung auf private Diskussionen mit US-Präsident Joe Biden und seinem Team über Israels fundierte Bedenken wegen des vorgeschlagenen Atom-Deals mit dem Iran glaubten Bennett und Lapid, eine dankbare amerikanische Administration würde sich dadurch erkenntlich zeigen, dass sie Israels Interessen fördern würden.

Das ist ein fürchterlicher Fehler gewesen, dessen tödliche Naivität jetzt anschaulich durch die fortgesetzten negativen Auswirkungen der Abu Akleh-Affäre offengelegt wurden, die tagtäglich schlimmer geworden sind.

Shireen Abu Akleh, eine amerikanisch-palästinensische Al-Jazira-Reporterin, wurde am 11. Mai bei einem Feuergefecht zwischen den israelischen Verteidigungskräften und Terroristen des Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ) in Jenin erschossen.

Israel sagte ursprünglich, sie sei höchstwahrscheinlich von willkürlichen palästinensischen Schüssen angeschossen worden. Später sagte es, während das Fehlen der Kugel, die die Journalistin getötet hat, ein Ergebnis unmöglich machte, könne sie aber versehentlich von einem IDF-Scharfschützen erschossen worden sein.

Als die palästinensische Autonomiebehörde schließlich eine Kugel vorlegte, von der sie behauptete, sie haben Abu Akleh getötet, sagte das US-Außenministerium, dieses Projektil sei zu stark beschädigt, als dass irgendeine Schlussfolgerung möglich wäre. Trotzdem, fügte es hinzu, sei es höchstwahrscheinlich, dass eine IDF-Kugel sie getötet hatte.

In Israel gab es wegen dieser Behauptung Empörung; sie wurde von nichts Handfesterem als Spekulation gestützt. Doch am Montag machten die Israelis etwas Ähnliches.

Von der IDF und dem Militär-Staatsanwalt ausgegebene Äußerungen sagten, während es „nicht möglich sei die Quelle der Schüsse eindeutig festzustellen“, die Abu Akleh getötet hatten, gebe es eine „große Möglichkeit“ oder eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass sie „versehentlich von IDF-Gewehrfeuer getroffen wurde, das in Richtung der Verdächtigen gerichtet war, die während eines Feuerwechsels als bewaffnete palästinensische Schützen identifiziert wurden, bei dem lebensgefährliche, breitflächig angelegte und willkürliche Schüsse in Richtung der Soldaten abgegeben wurden“. Die IDF fügte hinzu: „Eine weitere relevante Möglichkeit ist, dass Frau Abu Akleh von Kugeln getroffen wurde, die von bewaffneten palästinensischen Schützen abgegeben wurden.“

Sollte irgendjemand geglaubt haben, mit solchen Äußerung würde Israel einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen, so wurde er auf der Stelle wegen dieses Fehlers eines Besseren belehrt.

Schon am nächsten Tag forderte die Administration Biden öffentlich, Israel solle seine Einsatzregeln ändern, was sie hinter den Kulissen schon seit dem Vorfall gefordert hatte.

US-Außenamtssprecher Ned Price sagte, die USA „haben es sich zur Priorität gemacht durch Militäroperationen verursachte zivile Schäden zu mildern und darauf zu reagieren“.

Was für eine außergewöhnliche Arroganz. Eine souveräne Nation entscheidet allein über ihre eigenen Einsatzregeln. Israel, dessen Bilanz der Verringerung ziviler Opfer bei seinen Militäroperationen weit besser ist als die der Vereinigten Staaten oder sonst irgendeines Landes, braucht keine Lektion in der Vermeidung solcher Tragödien.

Die fraglichen Regeln verlangen von Soldaten die Verdächtigen anzurufen ihre Aktivitäten einzustellen, dann in die Luft zu schießen und tödliche Gewalt erst bei einer direkten Bedrohung einzusetzen. Was davon hält die Administration Biden für unbefriedigend?

Die amerikanische Einmischung war so unverschämt, dass die israelische Regierung ihre Lippen rasch aufknöpfte. „Ich erwarte von unseren Freunden in der Welt uns nicht Moral zu predigen, sondern uns in unseren Kriegsanstrengungen zu unterstützen“, sagte ein wütender Bennett. „Niemand wird uns unsere Einsatzregeln diktieren, wenn wir um unser Leben kämpfen“, sagte Lapid.

Die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington haben sich jetzt öffentlich und katastrophal als verschlechtert erwiesen.

Israel hat das selbst herbeigeführt, indem es seine Schlussfolgerung in der Form von Worten ankündigte, die offensichtlich denen Munition lieferten, die geneigt sind von jeder Handlung Israel nur Schlechtes zu denken.

Noch seltsamer ist jedoch diese nicht eindeutige Schlussfolgerung selbst.

Im Juli berichtete Arutz Sheva, dass der renommierte Ballistik-Experte und Physiker Nahum Shahaf die Andeutung bezweifelte, die IDF habe Abu Akleh getötet. Die von der PA vorgelegt Kugel, sagte Shahaf, sei „einer starken Umformung durch einen Hammer unterzogen worden, der eine tiefe Einbuchtung an ihrer Rückseite schuf“.

Der von der IDF genutzte Gewehrtyp, von dem die PA sagte, damit sei die tödliche Kugel geschossen worden, wurde „als bei einer Entfernung von mehr als 100 Metern nicht tödlich angesehen“. Eine Kugel aus einem solchen Gewehr konnte die furchtbaren Wunden am Kopf und Wirbelsäule des Opfers nicht verursacht haben.

Darüber hinaus, sagte Shahaf, waren die Techniker der IDF, die solche Beweise untersuchen, nicht so ausgerüstet wie er, um mit dieser Art komplexer ballistischer Sachverhalte umzugehen.

Es war Shahaf, der erstmals die Fernsehaufnahmen des 12-jährigen Mohammed al-Durah, der zu Beginn der zweiten Intifada scheinbar von IDF-Soldaten erschossen wurde, als Fälschung entlarvte. Mit typischem PR-Pfusch hatte  Israel öffentlich die Verantwortung für seinen Tod übernommen. Hinterher kam durch nicht gesendetes Videomaterial heraus, dass das Kind, nachdem es hysterisch für tot erklärt worden war, in Wirklichkeit noch sehr lebendig war.

Andere Militärquellen bestreiten hingegen Shahafs Meinung zum Tod von Abu Akleh und sagen, er sei nicht in der Position das zu wissen.

Aber die Beweise der IDF sind dünn. Ein Vertreter des israelischen Militärs sagte, die Echtzeit-Berichte der beteiligten Soldaten im Feuerwechsel in Jenin „deuten auf ein eine Fehlidentifizierung“.

Aber jede nachträgliche Bewertung einer solchen Situation kann lediglich spekulativ sein. Warum nutzte Israel das dann als Grundlage, um seine Schlussfolgerung von einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ zu stärken, womit es eine Verantwortung übernahm, von der es nicht sicher kein konnte? Knickten die israelischen hohen Tiere vor US-Druck ein?

Wie immer die Wahrheit aussieht, es gibt keinen Zweifel, dass Abu Akleh ein ungewolltes Opfer war. Es gibt auch keinen Zweifel, dass die Haltung der Administration Biden zu diesem Vorfall unverhältnismäßig und bösartig gewesen ist.

Das ist alles passend zu ihren breiteren Versuchen Israel dazu zu zwingen seine Verteidigung gegen palästinensische Aggressionen zu schwächen und ihrer verblüffenden Entschlossenheit Israels Feinde stark zu machen.

In den letzten Wochen wurde Israel gezwungen seine Einschränkungen für Ausländer, die in die umstrittenen Gebiete von Judäa und Samaria einreisen wollen, nach Kritik aus Amerika und der Europäischen Union zu lockern.

Amerikas Botschafter in Israel, Thomas Nides, reichte das nicht. Er erklärte, er hatte sich wegen dieser Regelentwürfe seit Februar „aggressiv“ mit Israel auseinandergesetzt und würde es weiterhin unter Druck setzen, damit sie in Koordination mit „wichtigen Interessenvertretern“, einschließlich der PA, weiter gelockert würden.

Nides setzt sich jedoch nicht „aggressiv“ mit der PA wegen der rasch zunehmenden Radikalisierung und terroristischen Gewalt in den Gebieten unter ihrer Kontrolle auseinander. Stattdessen übt er Druck auf Israel auf die Einschränkungen zu lockern, die es einzig deshalb verhängt um seinen Bürger Sicherheit zu bieten.

Amerika setzt sich nicht „aggressiv“ mit dem Iran wegen dessen Terror-Stellvertretern auseinander, die heute diese Palästinensergebiete übernehmen. Im Gegenteil, es spannt jedes Sehne an, um den Iran über einen Deal zu stärken, der Milliarden Dollar nach Teheran fließen lässt, um diesen Terroraktivitäten einen Schub zu geben.

Viele haben Bennett/Lapid die Behauptung abgekauft, die Megafon-Politik des früheren israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu, der laut gegen die Politik des früheren Präsidenten Barack Obama protestierte, habe Israel geschadet, weil sich Obama gegen es wandte.

Das war immer absurd. Netanyahu reagierte auf die Tatsache, dass Obama Israel bereits den Wölfen zum Fraß vorwarf.

Vollgestopft mit Obamas Runderneuerten hat die Administration Biden diese Politik fortgesetzt. Die meisten Amerikaner sind sich der Tiefen dieser Niedertracht nicht bewusst – weil Israel beschlossen hat, es ihnen nicht zu sagen. Wenn die amerikanische Öffentlichkeit es nicht weiß, wird sie keinen politischen Druck schaffen, um die Administration davon abzuhalten ihren Schlüssel-Verbündeten im Nahen Osten zu untergraben.

Schweigen ist ein Desaster gewesen. Israel muss jetzt laut gegen Amerikas Abu Akleh-Zerrbild und sein Iran-Appeasement protestieren.

Es ist unerlässlich die amerikanische Öffentlichkeit über das zu informieren, was ihre eigene Regierung tut, um die Verteidigungsfähigkeit sowohl Israels als auch des Westens gegen die Feinde der Zivilisation zu schwächen – ein Übel, das im Namen Amerikas begangen wird.

Dieser Tag, mal wieder

21 Jahre danach: Wie viele Amerikaner kennen unseren Feind immer noch nicht?

Bruce Bawer, FrontPage Mag, 9. September 2022

Als die USA in den Zweiten Weltkrieg eintraten, verließ der Regisseur Frank Capra (It’s a Wonderful Life/Ist das Leben nicht schön?) Hollywood und verpflichtete sich im Alter von 44 Jahre in der Armee, wo General George C. Marshall ihn Aufnahmen der Kriegsanstrengungen machen ließ. Die Filme, von denen mehrere unter dem Obertitel Why We Fight (Warum wir kämpfen) erklären sollten, warum Amerika sich mit Deutschland und Japan im Krieg befand. Sie umrissen die Ideologien des Nationalsozialismus und des Schintoismus, untersuchten den Militarismus beider Feinde, ihren fanatischen Gehorsam, Herrenrassen-Mentalität und die Lust nach Eroberungen; zudem hielten sie die Verehrung fest, mit der Hitler in Deutschland und Hirohito in Japan behandelt wurden.

Der letzte dieser Filme Know Your Enemy: Japan begann mit einem Eröffnungs-Gekritzel, das die Zuschauer daran erinnerte loyale, Freiheit liebende japanische Amerikaner wie das Nisei-Regiment, das mutig auf dem europäischen Kriegsschauplatz kämpfte, mit dem Volk von Japan zu verwechseln, „für die das Wort Freiheit immer noch bedeutungslos ist“. Ein Erzähler nahm das Thema auf: „Wir werden das japanische Denken niemals komplett verstehen, aber umgekehrt verstehen sie unseres auch nicht… Aber wir müssen versuchen Japan zu verstehen, weil wir in die engste aller Beziehungen gesperrt: Krieg.“ Botschafter Joseph C. Grew führte denselben Punkt an, als er eine weitere Serie Kurzfilme vorstellte, The Enemies in Japan (1943): „Um die Japaner zu besiegen, den Job gründlich zu erledigen, müssen wir sie verstehen.“

Diese Filme waren nicht perfekt und Zuschauer von heute könnten finden, dass sie manchmal krude Stereotype begehen. Aber es handelte sich um ernsthafte Bemühungen den amerikanischen Kämpfern und den Amerikanern allgemein zu erklären, wie unsere Feinde tickten. Sie räumten ein, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Denkweisen und Werte haben, auch wenn sie ganz richtig erkannten, dass sich Menschen, die in einer Kultur erzogen wurden, in einigen Fällen – so wie der der Nisei – sich in einer anderen assimilieren können. Das waren im Grunde Darbietungen von Respekt gegenüber dem amerikanischen Volk und besonders gegenüber Amerikas Gis. Man hatte das Gefühl, wenn Amerikaner bereit waren für den Sieg Opfer zu bringen und wenn mutige junge Männer bereit waren ihr Leben zu geben, dann verdienten sie die ungeschminkte Wahrheit darüber zu wissen, wen sie bekämpften und warum.

Am Abend des 11. September 2001 sprach Präsident George W. Bush im Fernsehen zur Nation. Seine Stimme war wohlüberlegt, aber hölzern. Sein Ton war völlig falsch. Kein gerechter Zorn. Er las offensichtlich ab. Er strauchelte über Worte, machte peinliche Pausen. Er sprach von „Müttern und Vätern“, als ob er bei einem Pfadfindertreffen sprach. Er sagte: „Tausende Leben wurden plötzlich beendet, durch böse, abscheuliche Terrorakte.“ Beachten Sie die passive Stimme, den Impuls zu anonymisieren.

Tatsächlich wurden die Tausende von saudi-arabischen Muslimen ermordet, die dem Aufruf ihrer Religion zum Jihad folgten. Aber Bush erwähnte weder den Islam noch den Jihad. Er sagte, die Terroristen seien gescheitert – nur ein paar Stunden nach dem Anschlag eine lächerliche Äußerung. Im Gegenteil, es war Bush, der, wie er sich entschied nicht offen über die Täter und ihre Motive zu reden, sein Land im Stich gelassen hatte. Er ließ die Toten im Stich. Und mit seinem Versagen hat er unser eigenes nationales Versagen während der nächsten mehr als zwei Jahrzehnte verursacht und vorweggenommen: unsere Feinde nicht zu kennen und damit nicht zu verstehen, wie vereitelt werden kann, dass sie ihre Ziele erreichen.

Bush änderte sein Lied nie. Bei der Gedenkveranstaltung am 14. September sagte er, die „Verantwortung der Amerikaner vor der Geschichte“ bestehe darin, „auf diese Anschläge zu antworten und die Welt vom Bösen zu befreien“. Lächerlich: Als würde die Welt jemals auf dieser Seite des Zweiten Kommens [des Messias] vom Bösen gereinigt werden. (Bush posierte als Experte für den Islam, schien aber nie seine eigene Religion zu begreifen.) Ja, genauso wie Bush vom „Bösen“ sprach, hatte Franklin D. Roosevelt von „Schande“ gesprochen. Aber FDR hatte den Feind auch benannt. Allerdings sollte Bush in späteren Reden manchmal auf Al-Qaida verweisen, aber mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit zog er es vor abstrakt oder vage oder eng zu sein. (Daher „der Krieg gegen den Terror“ – des ersten Krieges, der jemals gegen etwas Abstraktes geführt wurde.)

Zwei Tage später sagte Bush im Islamic Center of Washington DC: „Das Gesicht des Terrorismus ist nicht der wahre Glaube des Islam… Wenn wir an den Islam denken, denken wir an einen Glauben, der einer Milliarde Menschen weltweit Trost bringt.“ Um am 19. September sagte er vor dem Kongress: „Die Terroristen sind Verräter am eigenen Glauben; sie versuchen faktisch den Islam zu kapern. Der Feind Amerikas sind nicht unsere vielen muslimischen Freunde.“ Wer war Bush – ein Ungläubiger – dass er vom „wahren Gesicht des Islam“ spricht und die Terroristen als „Verräter am eigenen Glauben“ zu bezeichnen? Tatsächlich hat Yussuf al-Qaradawi, der wichtigste lebende Theologe des Islam, gesagt, dass Jihadisten, die im Kampf gegen Amerikaner getötet werden, „Märtyrer“ der Sache der „Eroberung Roms“ (d.h. des christlichen Westens) sind. Was die „muslimischen Freunde“ angeht, so verbietet Koran-Sure 3,28 Freundschaft mit Ungläubigen.

Bush wiederholte sein Mantra immer weiter: „Wir führen keinen Feldzug gegen den muslimischen Glauben. Wir führen einen Feldzug gegen das Böse.“ (Chicago, 27. September) „Wir bekämpfen nicht den Islam, wir kämpfen gegen das Böse.“(Warschau, 6. November) Am 15. November verwies Bush sogar auf „den Heiligen Koran“ und beschrieb ihn als „Mildtätigkeit, Gnade und Frieden“ lehrend. Vier Tage später verwies er bei einem Iftar-Essen erneut auf „den Heiligen Koran“ und zitierte zusätzlich „den Propheten Mohammed“. Das war eine Desinformationskampagne, schlicht und einfach – eine, der sich andere führende amerikanische Denker begierig anschlossen, ob sie wussten, ob sie Lügen verbreiten oder nicht. Derweil wurden die wenigen Seelen, die es wagten die Wahrheit über den Islam zu sagen – z.B. zu erklären, dass der 9/11 nur ein Akt des Jihad in einem Jahrhunderte langen islamischen Eroberungskrieg war (und nicht, wie uns ständig gesagt wurde, eine Verzweiflungstat von ein paar armen, unterdrückten Opfern westlichen Imperialismus – als Fanatiker bezeichnet.

Ich behaupte nicht, dass die Mainstream-Medien und die meisten Politiker, hätte Bush eine andere Richtung eingeschlagen, nicht trotzdem die islamfreundliche Linie gefahren wären. Aber drei lang nach dem 9/11 hatte er die stärkste Kanzel. Hätte der die Wahrheit über den Islam gesagt, wäre sie öffentlich geworden. Und wenn er auf Grundlage dieser Wahrheit gehandelt hätte, hätte es andere politische Entscheidungen gegeben. Uns wären die tausenden Toten in Afghanistan und dem Irak erspart geblieben und auch die Terrorakte, die innerhalb unserer Grenzen von Muslimen begangen wurden, von denen einige Nachbarn, Kollegen oder lokale Polizisten – die die Botschaft aufgenommen hatten, dass Muslime als verdächtig zu betrachten gleichbedeutend mit Islamophobie sei – offensichtliche Warngeräusche ignorierten. Und statt die Freiheiten der patriotischen Amerikaner mit dem Patriot Act und dem Ministerium für Heimatsicherheit zu beeinträchtigen, hätte Bush etwas wegen der unzureichend überprüften muslimischen Immigranten tun können, die weiter ins Land strömten.

Stattdessen waren wir sieben Jahren nach dem 9/11 derart ahnungslos, was den Islam angeht,  dass wir, wie ich hier zur gleichen Zeit im letzten Jahr schrieb, „einen Mann ins Weiße Haus setzten, der der Sohn und Stiefsohn von Muslimen war und der viel Zeit seiner Kindheit im muslimischen Staaten Indonesien verbrachte, wo er in Schulen als Muslim eingeschrieben war, Koran-Unterricht nahm, muslimische Kleidung trug und zur Moschee ging“. Es wäre eines gewesen, hätte Obama sich entschieden vom Islam distanziert. Aber sein Buch Dreams from My Father zu lesen bedeutete einen Mann zu treffen, der schlichtweg tiefere emotionale Verbindungen zu Indonesien und Kenia als zu den USA und eine stärkere Verbindung zum Islam als zum Christentum hatte. Seine Rede in Kairo 2009 war pure Islam-Propaganda. Wie ich es letztes Jahr formulierte: „Wenn Bush den Islam reinwusch, dann hat Obama ihn verherrlicht.“

Er machte noch mehr. Nachdem er seinen Wahlkampf mit dem Versprechen führte die Amerikaner wieder zusammenzubringen, eiferte er uns zu teilen. Unterstützt von Wählern, die seine Wahl als triumphales Zeichen betrachteten, dass der Rassismus in Amerika praktisch tot war, gab er der Rassentrennung neues Leben – und half dem Prozess, mit dem der Islam praktisch auf magische Weise von einer Religion in eine Rasse überführt wrude, so dass Antipathie gegen seine abscheuliche, barbarische Ideologie jetzt auf Rassismus hinausläuft. Darüber hinaus versah Obamas Rassen-Besessenheit die boshaften Lieferanten der Kritischen Rassentheorie und der Lüge Weiße seien Rassisten mit Macht.

2016 hatten wir Glück. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit zog ein die Wahrheit sagender Beltway-Außenseiter, der Amerika tatsächlich liebt, dem Amerikas Interessen am Herzen lagen und der tatsächlich wusste, wie man anführt, ins Weiße Haus ein. Am 11. September 2018 feierte ich die Tatsache, dass wir endlich einen Präsidenten hatten, der es begriff: Er erkannte die Bedrohung durch China, offener Grenzen, des Massenexports von Bluecollar-Jobs. Und wenn es um den Islam ging, hatte Trump „ISIS zerschlagen, islamischen Staatsoberhäuptern gezeigt, wer der Boss ist und (gegen den Widerstand der Partei-Establishments beider großen Parteien und des legislativen sowie juristischen Zweigs der US-Regierung) sein Bestes getan, um die Willkommensmatte einzuziehen“. Statt neue Nahost-Kriege zu beginnen, arrangierte er Friedensverträge zwischen Israel und mehreren islamischen Staaten. Endlich – Halleluja – schienen wir anzufangen die Post-9/11-Ära richtig zu verstehen.

Das hielt aber nicht lange an. Der globalistische Deep State, der schon von den Worten „America First“ abgestoßen war und der kein Problem damit hatte die Kinder Erbärmlichen in Schlachten zu schicken, erlegte ihn. Und wir fanden uns mit einer korrupten, autoritären und halbsenilen Schale eines Staatsoberhaupts wieder, unter dem, wie ich am letzten 10. September schrieb, nicht lange nach dem Fiasko des Afghanistan-Abzugs, „Amerika sich anfühlt wie eine beschädigte und herabgesetzte Nation anfühlt – seine Macht geschwächt, seine Bündnisse erschüttert, seine einst unerschütterlichen Kernüberzeugungen weitgehend zerrüttet, nicht zuletzt durch den selbstmörderischen Zwang über den Islam nur Gutes zu sagen“. Ein Jahr später, in der Folge von Bidens Nürnberg-Kundgebung vom 1. September in Philadelphia, steht es in allen Dingen sogar noch schlimmer.

Nein, es dreht sich natürlich nicht alles um den Islam Eigentlich ist Amerika unter der politischen Herrschaft von wem auch immer die Fäden von Joe Biden zieht und unter der bizarren soziokulturellen Herrschaft radikal-woker Aktivisten sehr schnell in ein Land umgeformt worden, das sich absolut dramatisch von dem unterscheidet, in dem wir am 10. September 2001 leben, dass der 21. Jahrestag dieser Gräueltat sich für unsere gegenwärtigen Sorgen und Schicksalschläge fast schon als irrelevant anfühlt. Aber wir sollten uns daran erinnern, dass es am 9/11 war, als unserem System der Schock versetzt wurde, der uns in der präzise falschen Art immer tiefer und tiefer in den aktuellen Dreck aus Zweifel, Täuschung und Spaltung waten ließ.

Es war am 9/11, dass George W. Bush, indem er uns Lügen über den Islam statt der Wahrheit andiente, uns half leichter in die Obama-Welt hineinzugleiten – und damit in die aktuelle tiefe, unehrliche Ära, in der die Eliten uns (mit zunehmend autokratischer Hand) regieren, unser Einverständnis zu einer Reihe grotesker, ideologisch verwurzelter Lügen über Geschlechte, Klima, Rasse, Zuwanderung und ja, dieselben alten Lügen zum Islam fordern. Kolossale Lügen auch über das, was Donald Trump im Amt machte und darüber, was seine Anhänger am 6. Januar 2021 taten.

Am 9/11 waren fast alle Amerikaner, so kurz das auch gewesen sein mag, Patrioten. Heute sind Patrioten laut der grotesken Chef-Marionette, eine „Bedrohung der Demokratie“, die einen „Extremismus verkörpern, der die Grundlagen unserer Republik bedroht“. Am 9/11 wurden wir von Terroristen getroffen; heute unternehmen unsere Führer alles, um tatsächliche Terroristen bei diesem Namen zu nennen, während sie gleichzeitig dieses Etikett friedlichen Trump-Wählern anhängen.  Vor nur ein paar Tagen sahen viele von uns Homeland und fieberten mit den CIA-Agenten mit, die, so glaubten wir, unsere Freiheiten beschützten; heute wissen wir, dass unsere Geheimdienste stasiartige Werkzeuge der Demokraten sind.

Am 9/11 sagte George W. Bush, die Terroristen hätten versagt. Haben sie? In Afghanistan sind die Taliban heute wieder an der Macht (und dank Biden üppig bewaffnet). In Westeuropa marschieren unsere Verbündeten – die ihren eigenen Anteil jihadistischer Anschläge erlitten haben – stetig in die totale Islamisierung. Und Amerika – wo zwei der mächtigsten Mitglieder des Kongresse Amerika hassende Muslime sind – ist offenkundig weniger frei, zuversichtlich, geeint, sicher, mächtig und prosperierend als am 10. September 2021. Bei der Gedenkveranstaltung zum 9/11 stellte Bush fest, dass die Amerikaner den 9/11 noch nicht „aus der Distanz der Geschichte“ betrachten könnten. Sind wir schon da? Ist der 9/11 heute Geschichte? Darf ich es wagen den Kurs zu beklagen, den diese Geschichte eingeschlagen hat und mir liebevoll vorstellen, wie anders die Dinge heute sein sürden, hätten wir am 9/11 Trump im Weißen Haus gehabt?

Was ist Faschismus?

Auszug aus: Andrea Widburg: Democrats to Republicans: We hate you; we really hate you. American Thinker, 27. August 2022

Nur zur Erinnerng: Faschismus ist eine Teilmenge des Sozialismus, anders als Kommunismus (eine weitere Teilmenge des Sozialismus) erlaubt er Privateigentum der Produktionsmittel, vorausgesetzt, alles steht letztlich unter kompletter staatlicher Kontrolle. Deutschland und Italien waren faschistische Länder. China, einst ein kommunistisches Land, ist derzeit faschistisch.

Donald Trumps MAGA-Philosophie wollte den Regierungsanteil senken und die Macht dem Volk zurückgeben. Das ist das Gegenteil von Faschismus. Bidens Administration wird Privateigentum der Produktionsmittel zulassen, wenn alles letztlich unter voller Kontrolle des Staates steht. Wie Enthüllungen über das FBI demonstrieren, hat seine Administration ihre eigene Geheimpolizei. Als sagt mir – welche Partei hat den faschistischen Ansatz zum Regieren?