Das Ende des Erinnerns an den Holocaust

Jeff Jacoby, The Boston Globe, 1. Mai 2016

Lange bevor der Holocaust seinen Lauf nahm gab es bereits verzweifeltes Drängen ihn nicht vergessen zu lassen. In Verstecken und auf der Flucht, im Schatten der Gaskammern und dem Rauch der Krematorien versuchten Juden verzweifelt Zeugnis von den Ungeheuerlichkeiten der Nazis festzuhalten. Umgeben von Grauen, in Erwartung des eigenen Todes appellierten sie an die Zukunft: Erinnert euch.

In seiner Rede zur Verleihung des Nobelpreises erinnerte sich Elie Wiesel 1986 an den angesehenen Historiker Simon Dubnow, der immer und immer wieder sein Mitbewohner des Ghettos von Riga beschwor: „Yidden schreibt und farschreibt“ – „Juden, schreibt alles auf.“

Viele empfanden ein überwältigendes Bedürfnis die Wahrheit zu bewahren. „Zahllose Opfer wurden zu Chronisten und Historikern in den Ghettos, selbst in den Todeslagern“, sagte Wiesel. „Sie hinterließen außergewöhnliche Dokumente. Zeugnis abzulegen wurde zu einer Obsession. Sie hinterließen uns Gedichte und Briefe, Tagebücher und Fragmente für Romane, von denen einige weltweit Berühmtheit erlangten, andere immer noch unveröffentlicht sind.“ Und als der Krieg aus war und man das wahnsinnige Ausmaß der Endlösung voll begriff – die deutschen und ihre Kollaborateure hatten 6 Millionen Juden aus allen Ecken Europas ausgelöscht und mehr als ein Drittel der jüdischen Weltbevölkerung vernichtet – wurde der moralische Imperativ sich zu erinnern nur noch stärker.

Das Judentum hat mit Erinnerung immer eine intensive Bedeutung beigegeben; in zahlreichen Versen der hebräischen Bibel macht diese sie sogar zu einer ausdrücklichen religiösen Verpflichtung. Es überrascht nicht, dass Israels Parlament dem jüdischen Kalender für jeden Frühling den Yom HaSchoah – oder Holocaust-Gedenktag – hinzugefügt hat. (Er beginnt dieses Jahr Mittwochabend.) Für viele Holocaust-Überlebende und ihre Kinder wurde „Never Forget“ (Niemals vergessen) verständlicherweise fast zum 11. Gebot.

Aber eine Hingabe an Erinnerung ging weit über die Gemeinschaft dieser am stärksten von der industriellen Nazi-Kampagne zur Ausrottung der Juden hinaus. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Holocaust-Gedenken, besonders im Westen, zu einem weit verbreiteten Kulturphänomen. Zahllose Bücher, Vorträge und Dokumentationen sind dem Thema gewidmet worden. Die akademische Welt ist reichlich mit Programmen für Holocaust-Studien ausgestattet. Auf kleinen wie großen Bildschirmen sind Filme und Miniserien zum Thema Holocaust sind zu überragenden Erfolgen geworden. Online-Quellen zum Lernen über den Holocaust sind fast zu zahlreich, als dass man sie zählen kann. Und Holocaust-Gedenkstätten und -Museen sind in großen und kleinen Städten auf jedem Kontinent außer der Antarktis gebaut worden.

Die Auslöschung des europäischen Judentums durch die Nazis, ein Übel, das so ohnegleichen ist, dass das Wort „Genozid“ zu seiner Beschreibung geprägt werden musste, gehört zu den am vollständigsten erforschten, dokumentierten und mit Gedenkstätten versehenen Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Der mächtige Naziführer Heinrich Himmler, der 1943 den bereits gut in Gang gekommenen Massenmord an den von Juden 1943 als „eine ruhmvolle Seite in unserer Geschichte, die niemals geschrieben werden darf“ bezeichnete, lag falsch. Die Geschichte wurde geschrieben. Die Erinnerung daran wird von einem Ozean an Forschung, Zeugenaussagen, Literatur und Bildung aufrechterhalten. Die letzten lebenden Überlebenden des Holocaust sind heute zumeist in ihren 80-er und 90-er Jahren; in ein paar Jahren wird fast niemand mehr übrig sein, um von den persönlichen Erfahrungen dessen zu erzählen, was es bedeutet in den einzigartigen Horror der Schoah eingehüllt zu sein.

Doch die Überlebenden haben zumindest diese Zusicherung: Was ihnen geschah wird nicht vergessen werden.

Oder etwa doch?

Die Ereignisse des Holocaust haben mich verfolgt, sei ich mich erinnern kann. Mein Vater, der 1925 in einem winzigen Dorf an der Grenzen zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn geboren wurde, ist ein Überlebender von Hitlers Vernichtungsprogramm. Mit seinen Eltern und vier seiner Brüder und Schwestern wurde er von den Nazis im Frühjahr 1944 verhaftet, in einem überfüllten Ghetto eingesperrt und dann nach sechs Wochen in einen Viehwaggon getrieben, um nach Auschwitz abtransportiert zu werden. Von den sieben unmittelbaren Familienangehörigen, die im Todeslager ankamen, wurden sechs ermordet; einzig mein Vater entkam dem Tod.

Für mich ist der Holocaust immer immens persönlich gewesen. Er mag zwar vor eineinhalb Jahrzehnte vor meiner Geburt geendet haben, aber ich haben immer verstanden, dass auch ich zur Vernichtung ausgewählt war. In einer öffentlichen Rede hatte Hitler 1939 gelobt „die Vernichtung der jüdischen Rassen in Europa“ zu verwirklichen. Der Kern der Endlösung besteht darin endgültig zu sein. Keine Juden sollten überleben – vor allem keine jüdischen Kinder, über die 3.000 Jahre jüdischer Existenz fortzusetzen. Das war das Ziel, für das Deutschland eine solche, auf dem ganzen Kontinent durchgeführte Operation aufbaute und solch immense finanzielle Ressourcen einsetzte: Um auch den letzten Juden in Europa ausfindig zu machen und zu ermorden.

Niemals zuvor hatte eine Weltmacht, von Antisemitismus wahnsinnig gemacht, die Ausrottung eines gesamten Volks zu ihrem zentralen Ziel gemacht oder es derart zum Äußerten getrieben es zu erreichen. Das ist es, was den Holocaust so grotesk, entsetzlich einzigartig macht. Die beispiellose Bosheit des Antisemitismus, eines Hasses, der älter und anders ist als jeder andere der Menschheitsgeschichte, ist der Kern, um den es beim Holocaust geht – dies und die Rolle der Juden als der Kanarienvogel im Bergwerk der Zivilisation. Wenn eine Gesellschaft sich mit giftigen moralischen Dämpfen vollstopft, werden Juden zum Ziel von Fanatismus und Terror. Aber es endet selten bei ihnen. Hitler macht sich daran die Juden zu verbrennen; am Ende stand ganz Europa in Flammen.

Die Geschichte ist angefüllt mit furchtbaren Illustrationen der menschlichen Fähigkeit zu Grausamkeit, Hass und Gewalt; in jedem Zeitalter hat es skrupellose Tyrannen gegeben, die bereit waren zum Erhalt von Macht und Wohlstand zu foltern und zu töten. Dass unkontrollierte Intoleranz und Rassismus zu barbarischen Verbrechen führen können, ist eine unverzichtbare Lektion. Aber wenn „Nie wieder“ mehr als das ist, dann muss die Holocaust-Erinnerung als Fehlschlag gewertet werden.

Es war immer unausweichlich, dass die Ungeheuerlichkeit im öffentlichen Bewusstsein schwinden würde. Der menschliche Verstand ist zum Vergessen gemacht; weder Einzelne noch Gesellschaften können verhindern, dass das Ausmaß der quälenden Erinnerungen im Lauf der Zeit abnimmt. IN seinem neuen Buch In Praise of Forgetting denkt David Rieff über König Philips Krieg nach, einen mörderischen Konflikt zwischen englischen Siedlern und Indianern im Neuengland des 17. Jahrhunderts. Auf einer Pro-Kopf-Basis war es der blutigste Krieg der amerikanischen Geschichte und diejenigen, die das Gemetzel überlebten, müssen leidenschaftlich überzeugt gewesen sein, dass es niemals vergessen werden wird.

„Und doch“, schreibt Rieff, „redet abgesehen von professionellen Historikern der Krieg von König Philip fast niemand mehr darüber… Die historische Bedeutung eines Ereignisses in seiner eigenen Zeit und in den Jahrzehnten danach bietet keine Garantie, dass man sich im nächsten Jahrhundert noch daran erinnern wird, ganz zu schweigen von den vielen danach.“

Früher oder später – ich fürchte: früher als später – wird dem Holocaust dasselbe Schicksal zuteil werden.

Wie andere furchtbare Ausbrüche an Grausamkeit und Gemetzel wird der Holocaust gewissermaßen „gewöhnliche“ Geschichte werden. Inzwischen gibt es reichlich Belege, dass das, was Europas Juden während des Zweiten Weltkriegs widerfuhr, aus dem Allgemeinwissen verschwindet. 2013 stellte eine Umfrage bei 53.000 Befragten in 101 Ländern fest, dass lediglich 54 Prozent der Erwachsenen der Welt vom Holocaust überhaupt gehört hatten – und von diesen glaubt ein Drittel, dass er entweder ein Mythos ist oder enorm übertrieben worden ist.

So entmutigend diese Zahlen auch sind, sie werden sich zwangsläufig verschlechtern. Da die Generation der Holocaust-Überlebenden stirbt, da Holocaust-Leugner ihr Gift verbreiten, da Gleichgültigkeit gegenüber der Geschichte ihren unvermeidlichen Tribut fordert, wird die Erinnerung an den Völkermord der Nazis an den Juden sich verflüchtigen.

Mehr und mehr werden die Holocaustterminologie und seine Bilder banalisiert werden. Tatsächlich sind die Worte und Bilder seit Jahren furchtbar missbraucht worden. In ihrer Kampagne „Der Holocaust auf Ihrem Teller“ hat die Tierschutzorganisation PETA Hitlers Millionen menschliche Opfer mit Hühnern gleich gesetzt, die als Lebensmittel geschlachtet werden. In Taiwan wurden riesige Hitler-Bilder mit zum Nazigruß erhobenen Arm genutzt, um für Heizgeräte zu werben. In einer Fernsehsendung bestand der evangelikale Prediger Pat Robertson darauf, dass „was Nazideutschland den Juden antat, hat tut das liberale Amerika heute den evangelikalen Christen an … Das ist nichts anderes, das ist dasselbe.“

Holocaust-Erinnerung hat das Einsetzen der Holocaust-Amnesie nicht verhindert.

Während ein paar Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg machte seine schiere Monstrosität den Holocausts als Thema für Witze es undenkbar. Aber auch das ist über Bord gegangen, zusammen mit dem kurzfristigen Nachkriegs-Tabu, das widerlichen Antisemitismus aus der höflichen Gesellschaft verbannte. Heute wuchern Holocaust-Witze. „Geschmacklos und in üblem Geist sind einige davon Teil des Repertoires populärer Stand-up-Comedians geworden“, schreibt Alvin Rosenfeld, ein Forscher an der Indiana University. „Indem man jüdisches Leiden bespöttelt und verhöhnt versuchen Komiker wie Frankreichs Dieudonné, Norwegens Otto Jespersen, Irlands Tommy Tiernan und ihre Pendants in anderen Ländern Hitlers jüdische Opfer mit einem Lachen abzutun, indem sie sie über sie lustig machen.“

Das Gewissen der Welt war – hinterher – schockiert vom Ausmaß und der Grausamkeit des Holocaust. Angesichts solch monumental Bösenkönnte „Niemals vergessen“, wie „Nie wieder“ die einzig mögliche anständige Antwort gewesen sein. „Nach dem Krieg“, sagte Elie Wiesel, „beruhigten wir uns selbst damit, dass es ausreichen würde von einer einzigen Nacht in Treblinka zu erzählen … um die Menschheit aus ihrer Gleichgültigkeit zu rütteln und die Folterer davon abzuhalten jemals wieder zu foltern.“

Aber das reichte nicht. Berichte von dem, was in Treblinka getan wurde, verhinderte den Massenmord in Kamboscha oder Bosnien oder Ruanda nicht. Holocaust-Erinnerung hat die Menschen nicht gegen brutale Behandlung anderer Menschen geimpft. Museen und Filme und College-Kurse über die Schoah haben Völkermord nicht undenkbar gemacht – nicht einmal einen weiteren an Juden, wie die Regime im Iran und dem Gazastreifen regelmäßig deutlich machen.

Holocaust-Erinnerung hat Ausbruch der Holocaust-Vergesslichkeit nicht verhindert.

Für Überlebende wie meinen Vater und für die von ihnen aufgezogenen Söhne und Töchter ist es selbstverständlich, dass „Niemals vergessen“ ein unauslöschbarer moralischer Imperativ bleibt. Ich habe den Holocaust immer persönlich genommen und werde es immer tun. Aber die Welt, das weiß ich, wird es nicht tun. Irgendwann wird alles vergessen. Selbst die schlimmsten Verbrechen der Geschichte.

Wie Obama die Realität sieht

Die Menschen in Syrien, dem Irak, Libyen, Iran und sogar Europa würden sich wohl erlauben anderer Meinung zu sein als US-Präsident Barack Obama in seine Bewertung, wir hätten großes Glück im Hier und Jetzt zu leben, in der „friedlichsten Ära der Menschheitsgeschichte“.

Boaz Bismuth, Israel HaYom, 26. April 2016

US-Präsident Barack Obama (Foto: AP)

Offensichtlich würden wir, kehrten wir ins 14. Jahrhundert zurück, in dem die Beulenpest den Globus verheerte, oder im frühen 20. Jahrhundert, als die Farbe der eigenen Haut ausreichte, um das eigenen Schicksal festzulegen, könnten wir vielleicht zu dem Schluss kommen, dass wir sehr viel Glück haben im Hier und Jetzt zu leben, in der „friedlichsten Ära der Menschheitsgeschichte“, wie US-Präsident Barack Obama sie Montag beschrieb.

Es ist jedoch völlig ungewiss, ob die Menschen in Syrien, dem Irak, dem Jemen, Libyen, Nigeria, Nordkorea und selbst auf den Straßen des Iran glauben, dass Obama recht hat. Selbst die Hauptstädte Europas wie Paris und Brüsse, die Obama so hoch schätzen, stehen derzeit unter der doppelten Bedrohung durch den Terror des Islamischen Staats und den Aufstieg der radikalen Rechten. Wir mögen den Menschen dort verzeihen, dass sie der vom amerikanischen Präsidenten zum Ausdruck gebrachten Euphorie skeptisch gegenüber stehen, der offenbar weiter der Präsident des nie da gewesenen Wunschdenkens bleiben will, bis seine Amtszeit endet. Mancher könnte sogar behaupten, dass Obamas optimistische Sichtweise von der Brille der virtuellen Realität beeinflusst sei, die er in Deutschland auf der Hannovermesse aufsetzte, der weltgrößten Industrietechnologie-Messe. Unter uns gesagt: Ich würde auch gerne eine solche Brille haben.

Obama ist nicht für alle Missstände unserer Welt verantwortlich. Eine große Anzahl der Konflikte in der heutigen Welt hat er geerbt. Es kann aber kaum gesagt werden, dass er viele davon gelöst hätte. Es ist auch schwer zu argumentieren, dass er die Entstehung neuer Konflikte verhindert hätte, wie denen hier im Nahen Osten und dem zwischen der Ukraine und den Russen, trotz des „Reboots“ der Beziehungen zwischen Moskau und Washington im Jahr 2009. Diese neue Ärea hätte bereits da sein sollen. In Wirklichkeit können die Beziehungen zwischen den beiden Ländern bestenfalls als die Vierte Eiszeit beschrieben werden. So ist das mit Obama. So war es auch mit seinen Prognosen zum Islamischen Staat (der „Schulmannschaft“): hochgeschraubte Hoffnungen, die zu harten Schlägen führten.

Obama ist ein Präsident mit vielen guten Absichten (möchte ich hoffen), aber da lief für ihn irgendwann etwas falsch. Der „Messias“-Präsident, der 2009 in Prag eine Reduzierung der Atomwaffenarsenale der Welt auf ein Minimum forderte, bis sie eines Tages ganz verschwinden würden, reagierte nicht, als der Führer eines Landes (Syriens Bashar Assad) bei mindestens 14 Gelegenheiten Chemiewaffen gegen ein eigenes Volk einsetzte. Er unterschrieb sogar einen Atomdeal mit dem Iran, Assads Verbrecher-Komplizen. Der in Wien unterzeichnete Deal heißt den Iran sogar im Club der Atomstaaten willkommen, dem er sich anschließen wird, bevor der kleine Prinz George, der süße Hosenmatz, den er am Wochenende in London traf, 18 Jahre alt wird. Der Iran ändert sich nicht; er wird nur stärker. Aber die Nachbarn der Islamischen Republik sollten nachts gut schlafen, denn dies ist „die friedlichste, wirtschaftlich erfolgreichste, fortschrittlichste Ära der Menschheitsgeschichte“ und es ging uns nie besser.

Ehrlich gesagt lebt Obama in einem Film, in dem wir alle mitspielen. In diesem, seinem Film ist jeder der Gute, jeder liebt jeden und am wichtigsten: Jeder hat eine richtig gute Krankenversicherung. Obamas Wirklichkeit ist genauso wie die Krankenversicherungsreform, die er den Amerikanern aufzwang: in der Theorie wunderbar, aber im realen Leben alles andere als toll. Vielleicht ist das der Grund, dass 83 Senatoren ihn aufforderten die Verteidigungshilfe für Israel zu erhöhen – weil die Welt kein sichererer Ort wird, auch wenn der Hunne Attila nicht mehr auf ihr weilt.

Obama hat die Tendenz große Hoffnungen aufzubauen. Erinnern Sie sich an das Affenspektakel seiner Rede von Kairo? Erinnern Sie sich, was danach passierte? Es ist möglich, dass Obamas Worte in Hannover am Montag es schafften sogar Hosni Mubarak auf die Füße zu schnipsen. Mehr als 80 Millionen Ägypter können sich nicht an solche Ruhe erinnern.

Die Wahrheit sieht so aus, dass Obama ein Präsident mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ist. Er hat es sogar geschafft die mythisch unerschütterlichen Briten zu irritieren. Die Intervention des amerikanischen Präsidenten in die Innenpolitik des Landes, indem er die britischen Bürger aufforderte gegen den Austritt aus der EU zu stimmen, hat nicht nur die Briten erbost, sondern nach laut Umfragen die Zahl derer erhöht, die einen solchen Austritt befürworten.

Rund 400.000 Syrer sind in ihrem eigenen Land abgeschlachtet worden. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist Europa nicht mehr von so vielen Flüchtlingen und Migranten überflutet worden. Ebenfalls seit dem Krieg hat die radikale Rechte in Europa keine solche Herausforderung mehr dargestellt. Die Bedrohung durch Terror ist nie so greifbar gewesen wie die heute durch den Islamischen Staat bestehenden Bedrohung. Und die Stagnation, die derzeit die europäischen Märkte bedroht, ist nie so übel gewesen.

Aber keine Sorge, obwohl wir an vielen Orten des Globus am Abgrund der Hölle stehen dürften, könnte wir nächstes Jahr – Gott behüte – einen großen Schritt nach vorne tun – unter anderem wegen Obamas Hinterlassenschaft.

Jeffrey Goldberg: Zwischen Journalismus und Kriecherei

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Wenn Jeffrey Goldberg Obama interviewt, läuft er zickzack zwischen Journalismus und Speichellecken. Es ist in der Tat eine Ehre, der der Vertraute eines amerikanischen Präsidenten in den Medien zu sein. Allerdings muss man extrem vorsichtig sein, will man nicht seine journalistische Integrität aufs Spiel setzen, da es äußerst wichtig ist präsidiale Äußerungen scharf zu hinterfragen.[1]

Vor kurzem erlaubte Goldberg wieder einige der dubiosen Äußerungen die Fakten zu bestimmen. Dieser Trend war bereits in Goldbergs im The Atlantic veröffentlichtenden Interview mit dem Präsidenten aus dem letzten Jahr offensichtlich.[2] „Die Palästinenser sind kein einfacher Partner“, sagte Obama damals. Goldberg hätte dieser Karikatur eines Statements entgegentreten müssen. 2006 fanden die einzigen Palästinenser-Wahlen statt. Die Völkermord propagierende Terrororganisation Hamas erhielt die Mehrheit der Parlamentssitze.

Angesichts einer solche extremen Untertreibung hätte Goldberg zumindest den Präsidenten herausfordern und verlangen sollen, dass er das erklärt. Er hätte sagen sollen: „Herr Präsident, diese größte Palästinenserpartei will alle Juden ermorden, auch mich. Das sagen sie in ihrer Charta und wiederholen es regelmäßig. Warum glauben Sie, dass Israel eine Vereinbarung mit Menschen erzielen kann, die ideologisch darauf festgelegt sind Israel und alle Juden auszulöschen?“

Dasselbe geschah in Goldbergs neuestem, ausführlichen, zu einem Artikel gewordenen Interview über Obamas Doktrin, das wieder im The Atlantic veröffentlicht wurde.[3] Am besten sieht man es, wenn man sich auf relativ wenige Beispiele konzentriert. Abgesehen von einigen indirekt dazu gehörenden Anmerkungen werden die Palästinenser in dem fast siebzig Seiten langen Artikel nur zweimal direkt erwähnt. Sie erscheinen erstmals in Goldbergs Beschreibung der Kairo-Rede von 2009,[4] als Obama „große Sympathie für die Palästinenser zum Ausdruck brachte“ und „seine Beziehungen zu Benjamin Netanyahu, den israelischen Premierminister, komplizierte – besonders weil Obama sich auch entschieden hatte Jerusalem bei seinem ersten präsidialen Besuch im Nahen Osten zu übergehen.“ Die zweite Erwähnung gibt es, als Obama in der Rede in Kairo seine Absichten erklärte, was er erreichen wollte. „Wir wollen daran arbeiten für die Palästinenser Eigenstaatlichkeit und Würde zu erreichen.“

Diese Bemerkung hätte Goldberg eine Reihe harter Fragen aufbringen lassen müssen, die wie folgt zusammengefasst werden können:

„Herr Präsident, wenn es einen Nobelpreis für innovativen Terror und das Schüren von Hass gäbe, würden die Palästinenser die besten Kandidaten sein. Ihre kriminelle Erfolgsbilanz ist beeindruckend – darunter die Entführung und das Sprengen von Flugzeugen, die Ermordung von Athleten bei den Olympischen Spielen, Sprengstoff in Kaffeebuechsen in den Regalen eines Jerusalemer Supermarkts, wodurch zwei Studenten getötet wurden, einen Kühlschrank mit Sprengfallen zu versehen und diesen auf einem wichtigen Jerusalemer Marktplatz zu zünden, wodurch 15 Menschen getötet und 77 verletzt wurden und weiteres. Da Sie für Ihre jüdischen Bediensteten gerne ein Passah-„Seder“ geben, würde ich vorschlagen, dass Sie Stühle um den Tisch hinzufügen – für die 29 Getöteten und 65 Verletzten des palästinensischen Selbstmordanschlags bei einem Seder in Netanya.[5]

Herr Präsident, Sie wissen, dass dies eine sehr kleine Auswahl der großen Bandbreite und Vielfalt der palästinensischen Terroraktivitäten und anderer Verbrechen ist. Vor und besonders seit den Oslo-Vereinbarungen von 1993 haben die Palästinenser eine neue Generation mit Hass indoktriniert. Ihre Führer, sowohl die der Hamas als auch der Fatah, werben für eine Kultur, die Märtyrertum verherrlicht. Palästinensische Medien und Schulbücher sind mit extremem Antisemitismus gefüllt. Psychologen sagen, es könne Jahrzehnte dauern eine derart von Bösem durchdrungene Gesellschaft umzudrehen.[6] Bitte erklären Sie, warum all das Teil der Würde sein wird, die die Palästinenser zieren wird, wenn sie einen Staat haben.“

Eine Anmerkung: Obama ist nicht der einzige, der das Modewort „Würde“ in Bezug auf die Palästinenser benutzt. Bei dem AIPAC-Treffen sagte Hillary Clinton: „Die Palästinenser sollten in der Lage sein, sich in Frieden und Würde in einem eigenen Staat selbst zu regieren.“[7] Da sie immer noch in einer Reihe Bundesstaaten Wahlkampf führen muss, bietet dies eine exzellente Gelegenheit für Journalisten und andere sie um eine Erklärung zu bitten, wie Eigenstaatlichkeit einer Palästinenserführung und einem zukünftigen Staat unter ihrer Lenkung Würde verleihen wird, die ganz stolz auf ihre Verherrlichung von Mördern und anderen Kriminellen sind.

[1] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/17008#.VvKty-J967Q

[2] http://www.theatlantic.com/international/archive/2015/05/obama-interview-iran-isis-israel/393782/

[3] http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2016/04/the-obama-doctrine/471525/

[4] http://www.nytimes.com/2009/06/04/us/politics/04obama.text.html?_r=0

[5] http://www.shabak.gov.il/English/History/Affairs/Pages/theParkHotelinNetanya.aspx

[6] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/10769

[7] http://www.timesofisrael.com/hillary-clintons-full-speech-to-aipac/

Obama kloppen

„Im Zeitalter Obamas Demokrat zu sein, erfordert, dass man glaubt, dass Polizisten schwarze Kids mit Absicht töten, aber radikale Islamisten Juden versehentlich töten.“ – Facebook-User (10.02.2016)

Mitarbeiter des Monats der Muslimbruderschaft? Der hier:

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Obamas Wirtschaftspolitik – Schulden? Kein Problem:

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Obama: „Irgendwann sind sie satt und verschwinden.“

Seine Lieblingsthemen:

Ach ja, die Verschärfung des Waffenrechts… da muss einer immer noch was begreifen:

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„Kriminelle registrieren Waffen nicht…“

Die Obamanisten:

Sie werfen so gerne mit dem Rassimus-Vorwurf um sich – wie sieht es da wirklich aus?

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Hillary hat einen Plan für eine Steuerreform; Sanders hat einen Plan für eine Steuerreform…

Und dann noch etwas zu einigen Promis, die sich so lauthals in Sachen Trump äußern:

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Verblödung in Höchstform

gefunden auf Facebook:

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Diese Frau ist KEINE Christin, sonst würde sie diesen Schwachsinn nicht schreiben. Wer Christ ist, liebt den Gott Israels und die Bibel, der kann den Koran nicht lieben. Der kann und sollte Muslime  lieben, wie man jeden Menschen lieben sollte. aber ihre heiligen Schriften muss er ablehnen, denn sie widersprechen so gut wie allem, wofür der Gott Israels und seine Schrift steht.

Nicht nur Obama kloppen

Er ist natürlich der Beste!

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Die Karte, die er und seinesgleichen immer spielen, wenn sie Kritik hören:

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Ganz allgemein: Die Top 10 der erfolgreichsten Regierungsprogramme:

Obama_top-10-gov-progs

Obamas Wirtschaftspolitik:

Obama_DefibrillatorSeine Lieblingsthemen:

Der feste Glaube, dass mehr Waffengesetze die Verbrechensrate senken werden…

Obama_stupid-fly„Wenn Dummheit fliegen könnte,
dann wärst du ein Jet.“

Werbung für Obama:

Obama_April-15-BitchesDie Schlampen sollte besser mein Geld dabei haben.

Die Obamanisten – Hillarys Konkurrent Bernie Sanders (Hillarys Konkurrent bei den Demokraten):

Auf dem Wahlparteitag der Demokraten wird wohl jemand heimlich dabei sein und spionieren:

Das sind perfekte Trachten, Captain.
Wir sollten keine Probleme haben bei den
Demokraten reinzupassen.

Nicht nur die Obamanisten:

Das Problem der Republikanischen Partei … und der Demokraten, Großbritanniens, Chinas, Mexikos, der Medien:

„Wir mögen Trump nicht!“
möglicher Trumpwähler: „Genau deshalb mögen wir ihn.“

Langfristig wird Trump vielleicht gut sein. So wie die Titanic zu besserem Procedere bei Schiffssicherheit führte:

trump-titanic

Obama verschiebt formellen Übertritt zum Islam bis nach dem Ausscheiden aus dem Amt

Unterschiedliche Vorhersagen dazu, ob ein Übertritt nach dem Präsidentenamt echte politische Konsequenzen haben wird

PreOccupied Territory, 4. April 2016

Washington DC, 4. April – Barack Obama hat sich entschieden bis zum Ende seiner Amtszeit als US-Präsident zu warten, bis er sich der formellen Annahme des Islam als seinen Glauben unterzieht, kündigten Quellen aus dem Weißen Haus heute an.

Beim täglichen Presse-Briefing heute Morgen sagte Sprecher Josh Earnest gegenüber Reportern, dass zwar der Präsident offensichtlich eine tiefe Zuneigung zu den Anhängern Mohammeds hat und danach strebt bald ihrer Glaubensgemeinschaft anzuschließen, politische Überlegungen es aber für ihn weiser erscheinen lassen nicht zu konvertieren, bis er im kommenden Januar aus dem Amt scheidet.

„Der Präsident hat bei vielen Gelegenheiten seine Affinität zum Islam und den ihn Ausübenden zum Ausdruck gebracht“, merkte er an. „Es scheint nur passend, besonders nach seiner berühmten Rede in Kairo, dass er die Haltung der gesamten Region gegenüber den USA verändert, dass dies der nächste Schritt auf seiner spirituellen Reise sei. Das jetzt formell zu tun, mitten in einem Präsidentschafts-Wahlkampf, bei dem so viel auf dem Spiel steht, würde jedoch das Land von den wichtigen aktuellen Dingen ablenken.“

Kommentatoren erklären, dass Earnest sich auf die negativen Auswirkungen für demokratische Kandidaten bezog. „Wenn Obama jetzt zum Islam konvertiert, wird das rhetorische Munition für Typen wie [den republikanischen Favoriten] Donald Trump sein, dessen Daseinszweck die Ausbeutung und Verschlimmerung ethnischer Spannungen ist“, sagte New York Times-Kolumnist Thomas Friedman. „Und es ist zu diesem Zeitpunkt prinzipiell eine Formalität. Angesichts der Anpassung an die politischen, territorialen, militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Ambitionen des Iran ist es nicht einmal mehr eine Frage dessen, ob er den schiitischen oder den sunnitischen Islam vorzieht.“

Die Vorhersagen unterscheiden sich, ob ein Übertritt nach dem Ausscheiden aus dem Amt echte politische Konsequenzen haben wird. „Selbst wenn der nächste Präsident Demokrat ist -wahrscheinlich, aber nicht notwendigerweise Hillary Clinton – haben sich die Kandidaten der Demokraten bisher große Mühe geben sich von ihrem Vorgänger zu unterscheiden, also sehe ich nicht, wie das sehr viele Menschen über eine Gruppe am rechten Rand hinaus betreffen wird, die behauptet, dass Obama immer Muslim gewesen sei“, offeriert Charles Krauthammer von der Washington Post.

George Will widerspricht: „Die Demokratische Partei wird auf immer befleckt sein“, beharrte er. „Ein Übertritt zum Islam nachdem er aus dem Amt scheidet, auch wenn er nur formell ist, wird schlicht eine Bestätigung von allem sein, was meine konservativen Kollegen und ich vom allerersten Tag an gewettert haben: seine Sympathien für Muslime beeinträchtigen seine Integrität und führen unser Land in eine strategische Katastrophe, besonders in Sachen eines atomwaffenfähigen Iran und eines verratenen Israel.“

Bei Redaktionsschluss waren First Lady Michelle und die Töchter des Paares, Sasha und Malia, dabei Burkas einzukaufen.