Der Besuch Blinkens zeigt, was in der Nahost-Diplomatie nicht stimmt

Der Aufruf des US-Außenministers nach „Ruhe“ und kaum verschleierte, bissige Bemerkungen zu Israels Justizreform-Plan wird zu weiterem palästinensischem Terror und größerer Unruhe in Israel ermutigen.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 2. Februar 2023

Während des Besuchs von US-Außenminister Antony Blinken in Jerusalem diese [inzwischen letzte] Woche unternahm Premierminister Benjamin Netanyahu sein Bestes so zu handeln, als sei die Beziehung zwischen den USA und Israel nie besser gewesen. Netanyahu lobte Blinken und Präsident Joe Biden mit der üblichen Standardrhetorik über die Stärke des Bündnisses. Er wies auch darauf hin, dass Amerikas an Israels Seite stand, während es Terroranschlägen wie dem Massaker an einer Jerusalemer Synagoge letzte Woche ausgesetzt war.

Verteidigungsminister Yoav Gallant machte dasselbe; er nutzte sein Treffen mit Blinken um zu betonen, was nach Israels Hoffnung eine einige Politik mit den USA gegenüber der atomaren Bedrohung durch den Iran sein wird – jetzt, wo die Bemühungen der Administration Biden die Appeasement-Politik gegenüber Teheran aus der Ära Obama eindeutig gescheitert ist.

Die falsche Botschaft

Trotzdem sagt Blinkens Besuch viel mehr über das aus, was in dem Bündnis und der amerikanischen Außenpolitik falsch läuft, als über das, was richtig läuft. Obwohl der den Terroranschlag verurteilte und für Israels Recht auf Selbstverteidigung eintrat, forderte aber auch „Ruhe“ sowohl von Israel als auch von den Palästinensern. Das übermittelte eine schlechte Botschaft zur Haltung Washingtons gegenüber der „Geld für Mord“-Politik der palästinensischen Autonomiebehörde – Terroristen und ihren Familien Gehälter und Pensionen zu zahlen – und ihre Unfähigkeit die Legitimität des jüdischen Staates zu akzeptieren.

Blinkens Versagen dabei PA-Führer Mahmud Abbas für die Steigerung des Terrorismus zur Verantwortung zu ziehen, was er fälschlich dem Fehlen eines durchführbaren Friedensprozesses zuschreibt; er machte deutlich, dass Washington nicht daran interessiert sei die wahren Gründe für die Gewalt anzugehen. Genauso schlecht waren seine kaum verschleierten Attacken auf die Vorschläge zur Justizreform der Regierung Netanyahu eine Art aufdringlicher Einmischung in Israels innere Politik, die die Administration der Demokraten von keinem Land tolerieren würden, das eine Meinung über ihre Innenpolitik äußert.

Es stimmt, dass das Bündnis USA-Israel sich in schlechterer Verfassung befinden könnte. Die Administration Biden unterschiedet sich insofern, als sie die erste amerikanische Regierung des letzten halben Jahrhunderts ist, die nicht mit der fixen Idee ins Amt kam den israelisch-palästinensischen Konflikt lösen zu wollen. Das gilt genauso für die Administration Trump als ihrem Vorgänger, auch wenn diese schließlich zu einer viel produktiveren Politik der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und anderen arabischen Staaten wechselte.

Bidens Team glaubt andächtig an die Mär von der Zweistaatenlösung als einzigem Weg zu einer Lösung des Konflikts. Aber selbst Biden und Blinken begreifen, dass die Palästinenser nicht bereiter sind ernsthaft mit Israel zu verhandeln als sie es in der Zeit der Administration Obama waren (in der die meisten der aktuellen Mannschaft diente), ungeachtet dessen, dass Letztere das diplomatische Spielfeld zugunsten der PA gekippt haben.

Das Scheitern ihrer entschlossenen Bemühungen eine noch schlimmere Version von Obamas desaströsem Atomdeal wiederzubeleben – einen, der eine iranische Bombe garantieren statt verhindern würde – hat Washington Jerusalem ebenfalls näher gebracht. Da der Iran nicht nur das leidenschaftliche Weben des Teams Biden verschmäht, sondern auf der Seite Moskaus im Krieg Russlands in der Ukraine eingegriffen hat (die außenpolitische fixe Idee der Amerikaner), was die von den US-Demokraten so sehr erhoffte Annäherung an Teheran unmöglich gemacht hat.

Es ist schwer Blinkens Behauptung ernst zu nehmen, eine „militärische Option“ den iranischen Durchbruch zu Atomwaffen liege immer noch auf dem Tisch. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass Biden irgendwelche Absichten hat einen solchen Schritt zu unternehmen, egal bei welcher Provokation. Darüber hinaus hat er damit, dass bei den US-Streitkräften Waffen und Munition abgezogen wurden, um den Bedarf der Ukraine zu decken, jede militärische Intervention des amerikanischen Militärs irgendwo anders noch unwahrscheinlicher gemacht.

Dennoch klingen Washington und Jerusalem aktuell in einigen Bereichen zu dieser existenziellen Bedrohung der Existenz Israels gleich. Das stellt Israel – und seine arabischen Verbündeten am Golf – in eine viel stärkere Position um den Ambitionen des Iran in der Region Widerstand zu leisten. Aber Blinkens Ankündigungen veranschaulichen, wie destruktiv die Nahost-Politik der Administration Biden sein kann, während sie demonstrieren, dass eines seiner Ziele der Sturz Netanyahus ist.

Bidens und Blinkens Gerede über das von Netanyahu betonte zueinander stehen wurde von der moralischen Gleichsetzung ihres Aufrufs nach De-Eskalation von beiden Seiten untergraben. Die Annahme des außenpolitischen Establishments und der internationalen Medien, die jüngsten Ereignisse seien ein weiteres Beispiel für einen „Kreislauf der Gewalt“, ist falsch.

Das Fehlen von Frieden und die Zunahme des Terrors sind einzig der Fehler einer Palästinenserführung, die nicht fähig ist sich eine Identität ihres Volks vorzustellen, die nicht mit dem hundert Jahre alten Krieg gegen den Zionismus und die Juden verbunden ist. Das ist der Grund, warum PA-Rhetorik, Medienberichte und Lehrpläne mit Aufstachelung zu Gewalt und Glorifizierung von „Märtyrern“ gefüllt sind, die beim Versuch Juden zu morden getötet wurden.

Blinken nutzte sein Treffen mit Abbas auch nicht, um Ramallahs „Geld für Mord“-Politik zu kritisieren. Die Administration hat versucht jedes Mittel einzusetzen, um den Vollzug des Taylor Force Acts zu umgehen, der US-Hilfen an die PA verbietet, bis diese aufhört Terroristen finanziell zu unterstützen.

Genauso schlimm ist, dass Blinken sagte, die USA würden der UNRWA, der UNO-Flüchtlingsorganisation für palästinensische Flüchtlinge, die hilft den Konflikt lebendig zu erhalten, zusätzliche $50 Millionen geben. Aber für eine Zukunft mit einem Palästinenserstaat zu werben – ohne klarzumachen, dass das Haupthindernis immer die Ablehnung der Palästinenser gewesen ist ihr Hirngespinst der Auslöschung Israels aufzugeben – stellt der Minister nur eine weitere Generation Blutvergießen sicher.

Netanyahu untergraben

Nicht weniger unverschämt waren Blinkens Belehrungen Netanyahus in Sachen Erhalt der Demokratie. Kein Israeli, schon gar nicht der Premierminister, scheitert daran zu verstehen, was er damit meinte. Blinken sprach von „Unterstützung für demokratische Kernprinzipien und Kerninstitutionen, einschließlich des Respekts für Menschenrechte, die gleichberechtigte Anwendung von Recht für alle, gleichen Rechten für Minderheitengruppen, Rechtsstaatsprinzip, freie Presse, einer robusten Zivilgesellschaft.“

Und wenn irgendjemand noch gezweifelt hätte, dass das ein Hieb gegen die Bemühungen der israelischen Regierung war für die dringend nötige Justizreform zu werben, legte er nach, indem er sagte: „Konsens für neue Vorschläge ist der effektivste Weg sicherzustellen, dass sie angenommen werden und dass sie Bestand haben.“

Diese Zeilen kamen direkt aus dem Manuskript der israelischen Opposition. Sie signalisierten Washingtons Ablehnung von Bemühungen den außer Kontrolle geraten obersten Gerichtshof Israels zu bändigen, der die Macht der linken Eliten schützen will und sich über den Willen der israelischen Wähler in einer Weise hinwegsetzt, die kein amerikanischer Politiker von US-Gerichten tolerieren würde.

Mit anderen Worten: Die Administration Biden behandelt die Regierung, die am 1. November die Mehrheit der Knessetsitze gewann, praktisch als illegitim. Weit davon entfernt die Demokratie in Israel zu schützen, wollen die Amerikaner sie hintertreiben, um den Premierminister einer Koalition stürzen, die nicht widerspruchslos Befehle aus Washington befolgen – etwas, von dem Netanyahus Gegner gezeigt haben, dass sie es bereitwillig tun werden.

Biden mag nicht in Richtung desselben Friedensprozess-Kaninchenlochs unterwegs sein wie Obama und andere amerikanische Präsidenten. Aber Blinkens jüngste Reise in den Nahen Osten tat mehr um sicherzustellen, dass es in Zukunft viele weitere palästinensische Terrorgräuel geben wird, als dass die israelischen Opfer der letzten dieser Verbrechen getröstet werden.

Und mit dem Versuch Netanyahus Gegner zu ermutigen eine Regierung zu stürzen, die weniger als drei Monate zuvor einen klaren Wahlsieg erzielte, demonstrierte Blinken scheinheilig, dass Linke in beiden Ländern glauben, dass die Ergebnisse demokratischer Wahlen nur respektiert werden sollten, wenn sie oder ihre Verbündeten sie gewinnen.

In diesem Licht betrachtet ist das Bündnis der USA und Israels nicht annähernd so stark, wie jeder es von ihm behauptet. Das sollte echte Freunde des Friedens und der Demokratie in beiden Ländern beunruhigen.

Offenbar sind die einzigen einseitigen Schritte, gegen die die USA und die EU sind, die von Israel

Elder of Ziyon, 25. Januar 2023

Beim gestrigen Briefing des Außenministeriums gab es einen Wortwechsel zwischen Said Arikat und Sprecher Ned Price:

Frage: Die arabische Presse und die israelische Presse berichten beide, das Israel plant den Abriss palästinensischer Häuser in Area C und in anderen Bereichen zu forcieren. Haben Sie einen Kommentar dazu?

Price: Unser Kommentar ist folgender. Tatsache bleibt, dass wir glauben, dass es entscheiden für Israel und die palästinensische Autonomiebehörde ist auf einseitige Schritte zu verzichten, die die Spannungen verschärfen und Bemühungen zum Fortschritt hin zu einer verhandelten Zweistaatenlösung zu unterlaufen. Dazu gehört die Annexion von Territorium, Siedlungsaktivitäten und Abrisse.

Ich habe gerade eine Reihe Pressebriefings durchgesehen, die im Verlauf des letzten Jahres das Wort „einseitig“ in Bezug auf Israel und die Palästinenser benutzt haben; und die Sprecher sagen zwar oft, dass die USA dagegen sind, dass eine der Seiten einseitige Schritte unternimmt, die die Spannungen verstärken könnten, kann ich kein einziges Beispiel finden, bei dem irgendein Handeln der Palästinenser als einseitig angesehen wird.

Nicht, dass sie Klagen beim IStGH einreichen. Nicht, das sie komplette neue arabische Siedlungen in Area C bauen. Nicht, dass sie Selbstmordbomber und andere Terroristen loben. Nicht, dass Terroristen und ihren Familien lebenslang Gehälter gezahlt werden.

Jemand sollte Ned Price ausdrücklich fragen, gegen welche einseitigen Schritte der Palästinenser die USA sind.

Jubel und Geld für Terroristen haben die Zweistaatenlösung erledigt

Die Administration Biden und linke Gruppen bestehen darauf, dass Israel den Weg zu palästinensischer Souveränität ebnet. Aber breite Unterstützung für judenfeindlichen Terror erklärt, warum das ein Rohrkrepierer ist.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 8. Januar 2023

In seinem ersten Telefongespräch mit dem neuen israelischen Außenminister Eli Cohen – um ihm und dem Rest der Regierung von Premierminister Benjamin Netanyahu zur Amtsübernahme – übermittelte US-Außenminister Blinken zwei sich widersprechende Botschaften.

Wie sein Boss, Präsident Joe Biden, es in den letzten zwei Jahren gemacht hat, versicherte Blinken, dass die Administration Israels Sicherheit und dem Bündnis mit Washington verpflichtet sei. Er leistete auch Lippenbekenntnisse für einen Wunsch „beiderseitige Interessen voranzubringen“, einschließlich Israels weiterer Integration in den Nahen Osten und ein Bedürfnis die Bedrohung durch einen nuklearen Iran anzugehen – zwei Punkte, zu denen Bidens Politik genaugenommen die Interessen des jüdischen Staates untergraben hat.

Dann kam er auf den wahren Zweck des Anrufs zu sprechen: „die fortgeführte Verpflichtung der USA zu einer Zweistaatenlösung und Opposition zu Politik zu betonen, die dessen Realisierbarkeit gefährdet“.

Das ist mehr als gegen die Anwesenheit von Juden im Kern ihrer historischen Heimat in Judäa und Samaria zu sein oder gegen jüdische Rechte in ganz Jerusalem einschließlich der heiligen Orte wie dem Tempelberg. Es ist eine politische Denkweise, die Kräfte wie die Hamas und die angeblich „moderate“ palästinensische Autonomiebehörde zu stärken, denen es letztlich um die Zerstörung von, nicht die Koexistenz mit Israel geht.

Das ist dieselbe Botschaft, die die Israelis sowohl von amerikanischen linken als auch von Mainstream-Judengruppen und Führern erhalten, die Netanyahus neue Regierung widerwillig begrüßen. Sie hängen immer noch der Illusion an, dass die Redewendung „Zweistaaten-Lösung“ eine magische Formel ist, die gestützt werden muss – trotz der Beweise der letzten drei Jahrzehnte, dass die Palästinenser kein echtes Interesse daran haben.

Das steht in starkem Kontrast zur öffentlichen Meinung in Israel, wo selbst die meisten derer, die für die von Yair Lapid geführten Koalition, die von Netanyahus rechtem/religiösem Block besiegt wurde, nichts mit der Art von Politik zu tun haben wollen, die Biden und linke Juden im Ausland befürwortet wird.

Lapid mag zu einer Zweistaaten-Lösung als theoretischer Idee zugestimmt haben, aber weder wer och seine politischen Verbündeten machten mit dem Thema Wahlkampf; stattdessen konzentrierten sie sich auf eine fehlgeschlagene Bemühung die Mehrheit der Wähler davon zu überzeugen, dass Netanyahu ein Verbrecher und seine Koalition ein Rudel unverantwortlicher Extremisten sei. Außer für linksextreme Parteien wie Meretz, die nicht genug Stimmen erhielt, um Sitze in der Knesset zu gewinnen, ist der „Friedensprozess“ mit den Palästinensern in der israelischen Politik tot. Dennoch scheinen nur wenige amerikanisch-jüdischen Linke, für die das Thema ein Glaubensgrundsatz ist, bereit zu begreifen, dass ihre israelischen Gegenüber den Glauben an das Zweistaaten-Märchen weitgehend ausrangiert haben.

Die Entlassung von Karim Younis aus dem Gefängnis am Donnerstag – er war Israels am längsten einsitzende Sicherheitshäftling – ist ein Beispiel für einen Vorfall, der tiefgreifenden Einfluss auf die israelische öffentliche Meinung, macht aber keinen Eindruck auf Amerikaner.

Der 65 Jahre alte arabische Israeli aus einem Dorf bei Haifa war einer von drei Terroristen, die 1980 den IDF-Unteroffizier Avraham Bromberg (20) entführten und töteten, als er auf Urlaub war und nach Hause trampte.

Die drei Mitglieder der Familie Younis wurden wegen Mord und zum Tode verurteilt, ihre Strafen wurden aber in lebenslange Gefängnisstrafen umgewandelt. Einer von ihnen, Karims Cousin Sami – der seine zwei jüngeren Verwandten angewiesen hatten den Mord zu begehen – wurde 2011 als Teil des Deals zur Befreiung des entführten Soldaten Gilad Shalit aus Hamas-Gefangenschaft im Gazastreifen freigelassen.

Die Strafen für Karim und Maher Younis wurden 2012 vom damaligen israelischen Präsidenten Shimon Peres auf Bitten von US-Außenminister John Kerry auf 40 Jahre Gefängnis reduziert. Der Schritt sollte eine Geste des guten Willens gegenüber der PA sein, als Teil der vielen fehlgeschlagenen Versuche der Administration Obama einen Zweistaaten-Deal zu vermitteln.

Während erwartet wird, dass Maher in ein paar Wochen entlassen wird, hatte Karim das Unterscheidungsmerkmal der Terrorist zu sein, der die längste durchgehend Einsitzende in einem israelischen Gefängnis zu sein. Jeder, der erwartete, Letzterer kommen ach 40 Jahren im Gefängnis als veränderter Mann heraus, der sein gefühlloses Verbrechen bereut oder dass seine Freilassung von den übrigen Arabern ignoriert wird, die sich wegen seines Verhaltens schämen, hat keine Ahnung von der palästinensischen Gesellschaft.

Tatsächlich war er bei seiner Freilassung trotzig, äußerte Stolz auf seine üble Tat und erklärte, er wäre glücklich, würden ihm weitere 40 Jahre wegen der palästinensischen Sache gegeben werden. Trotz der Bemühungen israelischer Behörden sicherzustellen, dass das Ereignis eine ruhige Veranstaltung sein würde, wurde Karim Younis in seinem Dorf ein Heldenempfang bereitet, wo er – in eine Palästinenserflagge gehüllt – auf den Schultern seiner vielen Bewunderer umhergetragen wurde.

Es sollte vermerkt werden, dass seine Heimatstadt nicht in den umstrittenen Gebieten liegt, sondern innerhalb des Israel von vor 1967. Dennoch reden er und die, die ihn bejubeln, als wären auch sie „besetzt“. Darüber hinaus ist er, wie Palestinian Media Watchs Direktor Itamar Marcus diese Woche festhielt, ist er von der Führung in Ramallah nicht nur geehrt und finanzielle belohnt worden, sondern er war auch der Fokus einer in PA-Schulen organisierten aktuellen Kampagne, bei der 40.000 Schüler Briefe schrieben, die ihn Zuhause begrüßten und ihn als Vorbild priesen.

Das ist kaum ein isolierter Fall, wie ein schockierend einseitiger Artikel zeigte, der letzte Woche in der New York Times veröffentlicht wurde; die palästinensische Gesellschaft ist besessen davon „Märtyrer“ zu ehren, die beim Versuch Israelis und Juden zu töten und zu verletzen starben. Die Arroganz des Textes konzentrierte sich auf die Behauptungen, die israelischen Verteidigungskräfte hätten zunehmende Anzahlen an Zivilisten getötet und dass 2022 für die Palästinenser das „tödlichste Jahr“ seit 2005 gewesen sei. Aber die Bemühungen die IDF zu verleumden werden von der Tatsache untergraben, dass die meisten der palästinensischen Verluste aus solchen Begegnungen von der Hamas, dem Islamischen Jihad oder Terrorgruppen wie den zur die PA beherrschenden Fatah-Partei gehörenden Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden als die ihren beansprucht werden.

HonestReporting wies darauf hin, dass 90% der von der IDF Getöteten an gewalttätigen Vorfällen beteiligt waren; 60% nahmen an bewaffneten Anschlägen auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte teil, der Rest war an Krawallen beteiligt. Die Behauptung, die IDF ziele gezielt auf unschuldige palästinensische Zivilisten ist schlimmer als schlechte Berichterstattung seitens eines Journalisten, der einseitig gegen Israel eingestellt ist, wie CAMERA in einem Artikel über den Times-Korrespondenten Raja Abdulrahim festhielt; es handelt sich um eine Ritualmordlüge.

Abgesehen von den Lügen über Israel ist eine entscheidende Tatsache, die bei der Berichterstattung zu dem Konflikt wiederholt ausgelassen wird, dass die Gruppierungen, die um die Beliebtheit bei den Palästinensern konkurrieren, begreifen, dass der Weg politischen Einfluss zu gewinnen darin besteht eine Rolle im Terrorismus zu spielen und jüdisches Blut zu vergießen. Das Problem ist nicht nur, dass die PA ein Geld-für-Mord-Programm betreibt, das Younis und seinesgleichen mit Gehältern und Renten belohnt. Das Problem ist, dass ein solcher Anreiz derart beliebt ist, dass weder PA-Führer Mahmud Abbas noch sonst irgendeiner seiner potenziellen Nachfolger es wagen würde das zu beenden.

Die Aufwertung des Terrors ist ein integrales Element der palästinensischen Kultur. Sie ist fester Bestandteil der Art, wie ihre nationale Identität untrennbar mit dem hundert Jahre alten Krieg gegen den Zionismus verbunden ist.

Tatsächlich sind palästinensische Proteste nicht von Klagen wegen israelischer Politik oder Anspruch auf Eigenstaatlichkeit motiviert. Stattdessen geht es um die Ablehnung der Legitimität eines jüdischen Staates, egal, wo seine Grenzen gezogen werden sollten. Das ist der Grund, dass Abbas und sein Vorgänger Yassir Arafat zahlreiche Kompromisse und Friedensangebote ablehnten, die bis zurück zur Administration Clinton zurückgehen und die zur Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaats hätten führen können.

Das lässt Israel in der anormalen Situation zurück, in der es seine Sicherheitskontrolle über Judäa und Samaria (die Westbank) nicht aufgeben darf, auch wenn die palästinensische Bevölkerung in den meisten Gebieten von Fatah und von der Hamas im Gazastreifen regiert wird, der lediglich dem Namen nicht als unabhängiger Palästinenserstaat agiert hat, seit dem Putsch von 2007 die radikalislamistischen Gruppe in die Regierung gebracht hat.

All das oben Geschriebene erklärt, warum die israelischen Wähler sich von Parteien abkehrten, die eine Zweistaaten-Lösung unterstützen und eine Koalition an die Macht brachten, die ihre Entschlossenheit erklärt haben keinen weiteren Palästinenser-Terrorismus mehr zu tolerieren.

Solange die Amerikaner die Realität des Konflikts und die Natur der palästinensischen Politik nicht anerkennen, wird die Trennung der beiden Länder zur Zweistaatenlösung anhalten. Was sowohl die Administration wie auch die linken Juden endlich begreifen müssen, ist, wenn ihre heiß begehrte Lösung tot ist, dann wurde sie nicht von sogenannten israelischen Hardlinern erschlagen wurde. Sie wurde von palästinensischem Jubel und Geld für Terroristen ermordet.

Wiesenthal Center veröffentlicht Top Ten-Liste des Antisemitismus für 2022

Benjamin Weinthal, JNS.org, 29. Dezember 2022

Nr. 3 auf der SWC-Liste: PA-Führer Mahmud Abbas (links) sagt bei einer Pressekonferenz in Berlin neben Bundeskanzler Scholz stehend, Israel habe „50 Holocausts“ begangen; 16. Aug. 2022 (Quelle: YouTube)

Das Simon Wiesenthal Center veröffentlichte am Donnerstag in Jerusalem seine jährliche Weltliste der 10 antisemitischsten Vorfälle.

Die Liste des Wiesenthal Centers beinhaltet einen Exklusiv-Bericht von JNS aus dem November über den früheren deutschen Bischof der Lutherischen Kirche Gerhard Ulrich, der in einen Antisemitismus-Skandal verwickelt ist und dennoch auf den Posten des Beauftragten für die Bekämpfung des Antisemitismus von Schleswig-Holstein ernannte wurde.

Ulrich sah sich Kritik des Wiesenthal Centers ausgesetzt, weil er zu Legitimierung von Antisemitismus in Deutschland beiträgt.

Der Rapper Ye (Kanye West) wurde auf den ersten Platz der Liste gesetzt, weil er „seinen beispiellosen Einfluss über die sozialen Medien nutzte, um diese historisch [judenfeindlichen] Sprachbilder in einen Feuersturm an Echtzeit-Antisemitismus verwandelte – der von Millionen aufgesaugt wird und zu Hass-Akten gegen lebende wie tote Juden inspiriert.“

„Das nie da gewesene Mainstreaming des Judenhasses in den sozialen Medien, angeführt von Kanye West (Ye), befeuerte antisemitische Hass-Verbrechen und normalisierte, judenfeindliche  Hassrede“, sagte Rabbi Marvin Hier, Gründer und CEO des Simon Wiesenthal Centers (SWC).

West fiel auf der Liste in die Kategorie „Influencer“.

NBA-Basketballer Kyrie Irving, der in den sozialen Medien 22,5 Millionen Follower hat, gehörte ebenfalls in die Abteilung „Influencer“, denn er „teilte Werbung für einen antisemitischen Film“.

Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des SWC und Direktor für weltweites Handeln, sagte: „Politiker haben tröstende Worte für jüdische Opfer, versäumen es aber effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Attacken einzudämmen, während Diplomaten der UNO und die akademische Elite oft Hass auf den jüdischen Staat legitimieren.“

Das SWC hielt fest: „An der Harvard University gab es 2022 mehr Vorfälle von Antisemitismus … als an jeder anderen US-Universität“, und fügte hinzu: „Es wurde auch versucht pro-israelische Redner zu stören. In einem Studentenwohnheim wurde ein Hakenkreuz gefunden, die Schulzeitung billigte die israelfeindliche Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) und Harvards Palestine Solidarity Committee errichtete eine Mauer mit Holocaust-Symbolik voller antisemitischer Äußerungen.“

Das SWC skizzierte gewalttätige Ausbrüche von Judenhass in New York und Chicago.

„Im November wurden zwei Männer (Christopher Brown und Matthew Mahrer) von der Joint Terrorism Task Foce des FBI und dem Counterterrorism and Intelligence Bureau der Polizei von New York verhaftet, weil sie mit gewaffneten Angriffen auf eine Synagoge drohten. Die beiden wurden in Gewahrsam genommen, bevor sie ihren Plan zur Ermordung von Mitgliedern der lokalen jüdischen Gemeinschaft ausführen konnten. Bei ihnen wurden mehrere Waffen gefunden, darunter eine halbautomatische Glock-Pistole und eine ‚ghost gun‘[*] mit einem 30-schüssigen Magazin und Laser-Visier“, schrieb das Wiesenthal-Center.

Zur Nummer 6 auf der Liste schrieben Wiesenthal-Experten: „Eltern und Schüler der Eltern-Lehrer-Konferenzen einer jüdischen Mädchenschule waren Zeugen, wie ein Mann in Chicago nur wenige Tage vor dem Hanukka-Fest drohte ‚einen Rabbi in einem Gas-Ofen zu verbrennen‘. Der Mann wurde festgenommen. 2022 ereigneten sich in jüdischen Vierteln weitere Vorfälle, an denen offensichtlich religiöse Menschen beteiligt waren.“

Das Wiesenthal Center hielt fest, dass Hass-Vorfälle in Chicago um 71% zunahmen und das Hauptziel amerikanische Juden und Afroamerikaner waren.

Das Regime des Iran erlangte den vierten Platz. In „Einklang mit den besten Traditionen der Nazis und der Sowjetkommunisten wird der Serien-Völkermord und theologische Hass gegen Juden von einem sogenannten Zentrum für Judaistik-Studien geführt. Irans Zentrum für Judaistik-Studien hat mehr als 1.000 eklatant antisemitische Aufsätze veröffentlicht, die eine toxische Mischung aus Theologie, historischem Judenhass und israelfeindlichen Tiraden im Auftrag des ruchlosen Regimes Khamenei weben“, hielt das SWC fest.

Platz 5 der Liste ging an Malik Akram, einen britischen Pakistaner, der „am Sabbatmorgen des 15. Januar 2022 … tausende Meilen reiste, um eine kleine Synagoge in Colleyville (Texas), einem Vorort des Gebiets von Dallas-Fort Worth ins Visier zu nehmen. Akram … nahm in der Gemeinde Beth Israel vier Geiseln. Er forderte die Freilassung eines Al-Qaida-Agenten, der wegen des versuchten Mordes an Amerikanern verurteilt worden war. Stunden später wurde Akram von einem FBI-Rettungsteam getötet und keine der Geiseln wurde verletzt.“

Mahmud Abbas, Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, sicherte sich Platz 3 auf der Liste, weil er Israel beschuldigte „50 Holocausts“ begangen zu haben, als er in Berlin während einer Pressekonferenz an der Seite von Bundeskanzler Scholz stand. Das Wiesenthal Center tadelte auch Scholz, weil der „die Äußerungen erst einen Tag später verurteilte“.

Ein beträchtlicher Teil der Top Ten-Liste war der Explosion des Antisemitismus in Deutschland gewidmet.

„Jüdische Leiter sind höchst besorgt wegen der anhaltenden Hassverbrechen und der Tatsache, dass zwei der Antisemitismus-Beauftragten in Deutschland [Ulrich in Schleswig-Holstein und Baden-Württembergs Michael Blume] selbst Antisemitismus vorgeworfen wird. Ebenfalls beunruhigend sind Deutschlands anhaltende enge Wirtschaftsbeziehungen zum den Holocaust leugnenden, mit Völkermord drohenden iranischen Regime“, schrieb das SWC.

Im November wurde ein Deutsch-Iraner wegen zahlreicher Molotow-Cocktail-Anschläge auf Synagogen festgenommen. Der jüngste Anschlag war der auf eine Synagoge in Bochum. Ein Zeuge, ebenfalls Deutsch-Iraner, sagte der Polizei, dass der Verdächtige versuchte ihn für den Anschlag zu rekrutieren und ihm zusicherte, er würde ohne Nachwirkungen in den Iran zurückkehren dürfen“, fuhr das Zentrum fort.

Blume wurde in der neuen Liste als einer von zwei deutschen staatlichen Beauftragten für die Bekämpfung von Antisemitismus angeführt, die des Antisemitismus beschuldigt werden. 2021 setzte das SWC Blumes antisemitische Aktivitäten in den sozialen Medien, pro-BDS-Aktivitäten und das Versagen bei der Bekämpfung des Antisemitismus des iranischen Regimes in der Stadt Freiburg als siebtheftigsten Ausbruch von Judenhass auf die Liste.

Blume ist der erste deutsche Antisemitismus-Beauftragte, der zweimal auf der jährlichen Liste des Wiesenthal Centers erscheint.

Im Oktober urteilte ein Gericht in Hamburg, dass es erlaubt ist Blume aufgrund seiner Äußerungen als antisemitisch zu bezeichnen. JNS berichtete im August über die zunehmende Anzahl von Forderungen nach Blumes Rücktritt. Henryk M. Broder, einer der führenden deutschen Antisemitismus-Experten, sagte, Blume praktiziere einen „selektiven Antisemitismus“, der sich gegen konservative Juden und solche rechts der Mitte richtet.

Das Wiesenthal Center hielt fest, dass Semen Gorelik, der Vorsitzende einer jüdischen Gemeinde im Bundesland Brandenburg, letzten Monat „in einem glühenden öffentlichen Brief ankündigte, dass er Deutschland in Richtung Israel verlässt und er drängte deutsche Juden wegen der steigenden Flut des Antisemitismus im Land seinem Beispiel zu folgen“.


[*] ghost guns sind Bausatz-Schusswaffen, die nicht registriert werden und auf Messen sowie im Internet ohne Lizenz erworben und Zuhause zusammengesetzt werden können.

Die Friedensprozessler wenden sich gegen Frieden

Caroline Glick, 9. Dezember 2022

Die israelische Rechte hat Israels Wahl am 1. November gewonnen. Vier Parteien der regierenden rechten Koalition des kommenden Premierministers Benjamin Netanyahu gewann 64 der 120 Sitze in Israels Knesset. Obwohl die Abstimmungen eng waren, ist der eindeutige Sieg der Rechten leicht zu verstehen. Israels Wählerschaft ist mit deutlichem Vorsprung mitte-rechts. Israels dreijährige Wahl-Lähmung war die Folge der Anwesenheit rechter Splitterparteien, die es aus persönlichen Gründen ablehnten in einer von Netanyahu geführten Regierung zu dienen. Eineinhalb Jahre unter der von den Splitter-Rechten, der radikalen Linken und der Muslimbruderschaft zusammengeschusterten Regierung reichten, um die meisten der Mitte-Rechts-Wähler wegen der Netanyahu-feindlichen Obsession ihrer Splitter-Repräsentanten zu verbittern. Diese Wähler stimmten für eine der vier Parteien, die unbestreitbar Mitglieder des vom Likud geführten rechten Blocks waren, womit sie die Pattsituation beendeten.

Netanyahu und seine Koalitionspartner haben sich Zeit gelassen, um ihre Regierungskoalition zusammenzustellen. Die meisten Beobachter erwarten jetzt, dass die neue Regierung bis zum 10. Dezember vereidigt wird. [Anmerkung: Präsident Herzog hat die Frist inzwischen verlängern müssen.] Aber Gegner der kommenden Regierung im In- und Ausland – insbesondere in den USA – haben sich beeilt die Politik der siegreichen Parteien vorbeugend zu dämonisieren und zu delegitimieren, für die die vier Parteien vor ihrer Wahl eingetreten waren.

Ehrenrührige Anschuldigungen, Netanyahu und seine Regierung seien Rassisten, homophob, extremistisch, faschistisch, frauenfeindlich und fremdenfeindlich, sind nicht neu. Die letzten 25 Jahre lang ist jede israelische Regierung, die es ablehnte vor den Forderungen des  außenpolitischen Establishments in Washington nach einseitigen Zugeständnissen gegenüber den Terror fördernden Palästinensern zu kaktzbuckeln, mit denselben Begriffen gegeißelt. Zwei Dinge sind allerdings bei der aktuellen Runde der Dämonisierung einzigartig. Erstens wurden die Drohungen und Attacken bisher „im Namen des Friedens“ erhoben. Israel wurde gesagt, es solle sich fügen, um eine friedliche Lösung des Konflikts der Palästinenser mit Israel zu ermöglichen. Aber heute laufen die Verleumdungen ohne Verweise auf Frieden.

Die derzeitigen Dämonisierungsbemühungen sind ebenfalls deshalb einzigartig, weil sie vorgreifen. Netanyahu hat noch nicht einmal die Koalitionsvereinbarungen bis seinen verschiedenen Partnern beendet und seine Regierung ist immer noch nicht vereidigt. Während die Attacken uns also nichts über die kommende Regierung sagen, sagen sie uns eine Menge über das sie angreifende außenpolitische Establishment.

Die Attacken sind fast identisch, aber eine sticht heraus, einmal, weil sie praktisch ein Ende der US-Allianz mit ihren mächtigsten und loyalsten Verbündeten im Nahen Osten fordert, und zum Zweiten, wegen der Identität ihrer Co-Autoren. Letzten Mittwoch veröffentlichte die Washington Post ein Op-Ed zweier der prominentesten und langjährigen US-„Experten“ für Nahost-„Frieden2. Der ehemalige Nahost-Friedensvermittler Aaron David Miller und der ehemalige US-Botschafter in Israel Dan Kurtzer sind seit 1990 aktiv in den sogenannten Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern involviert gewesen, als sie als Arabisten im Außenministerium des damaligen Präsidenten George H. W. Bush dienten.

Unter der Schlagzeile „Biden sollte mutig auf eine radikale Regierung Netanyahu antworten“ ließen die beiden Architekten der „Nahost-Friedenspolitik“ des Establishments der US-Außenpolitik die Zeile mit dem Frieden fallen und konzentrierten sich auf reine Dämonisierung und zogen als nächstes ihre bevorzugten politischen Rezepte aus dem Ärmel.

Unter der Annahme, dass die kommende Regierung Netanyahu die Wahlkampfversprechen ihrer Mitglieder zur Sicherung der nationalen und strategischen Interessen Israels in Judäa und Samaria, dem Schutz israelischen Eigentums und Bürgerrechte in den  umstrittenen Gebieten und die Förderung der religiösen Freiheiten für Juden wie für Muslime und Christen in Jerusalem umsetzen wird, fordern Miller und Kurtzer die Administration Biden auf Israel präventiv zu sanktionieren. Im Einklang mit Aufrufen von Mitgliedern der antisemitischen BDS-Kampagne (Boykott, De-Investitionen, Sanktionen) gegen Israel drängten sie Biden und seine Berater den Verkauf von „Angriffswaffen“ an den jüdischen Staat zu verbieten. Sie schrieben, die Administration sollte Israel den Schakalen in der reflexhaft israelfeindlichen (und antiamerikanischen) UNO sowie dem Internationalen Strafgerichtshof zum Fraß vorwerfen. Und Präsident Joe Biden und seine Berater sollten Israel warnen, sie würden „auf der Hut vor israelischem Handeln sein, das es verdient angeprangert und verurteilt zu werden“.

Um ihre israelfeindlichen Haltungen zu verschleiern, fügten die beiden eine Pro-Forma-Aufruf an die palästinensische Autonomiebehörde (PA) an – die seit 17 Jahren keine Wahl durchführte und ohne  Unterbrechung seit fast 30 Jahren Terrorismus sponsert – demokratisch zu werden und Terror zu bekämpfen. Aber während ihre Aufrufe Israel präventiv zu sanktionieren detailliert und wütend waren, lief ihr Aufruf an die Palästinenser auf ein bloßes Räuspern hinaus. Es gab keine Hinweise auf rote Linien, die die Palästinenser aus Sicht der USA übertreten könnten, um endlich ihre massive Finanzierung und diplomatische Unterstützung der EU einzustellen.

Die aufschlussreichsten Empfehlungen der angeblichen „Pro-Friedens“-Diplomaten bezogen sich auf Israels Partner bei den Abraham-Vereinbarungen.

„Die Administration Biden“, schrieben sie, „müssen die Länder der Abraham-Vereinbarungen – die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und den Sudan – informieren, dass ihr offensichtliches Desinteresse am Leid der Palästinenser ihre Beziehung zu Israel untergraben und ihre Glaubwürdigkeit beim Voranbringen anderer regionaler Ziele mit den USA schädigen wird.“

Um also ihre israelfeindliche Agenda voranzutreiben, fordern die beiden Männer, die ihre Karriere über ihre angeblichen Bemühungen im Nahen Osten Frieden aufbauten, den Nahost-Frieden zu ruinieren.

Das sagt uns etwas sehr Grundlegendes über die wahre Natur ihrer Arbeit – und die ihrer gleichgesinnten Kollegen – über die Jahrzehnte und heute immer noch. Sie haben nie Frieden verfolgt. „Frieden“ war für sie ein Feigenblatt, hinter dem sie ihre wahres Ziel verbargen. Dieses Ziel ist klar, bedenkt man, dass ihre widerlichen politischen Rezepte heute dieselben sind wie sie es immer waren.

Im Namen des vielgepriesenen „Friedensprozesses“ setzten Miller, Kurtzer und ihre Kollegen im außenpolitischen Establishment in Washington Israel unter Druck zu setzen die Palästinenser trotz ihrer judenfeindlichen Bigotterie und Terrorismus zu beschwichtigen. „Im Interesse des Friedens“ drohten und nötigten sie Israel seine nationalen und strategischen Interessen im vereinten Jerusalem sowie Judäa und Samaria aufzugeben. Das Ziel war nicht Frieden. Das Ziel lautete, die USA dazu zu bringen ihre israelfeindliche Politik umzusetzen.

Gleichermaßen dämonisieren sie Israels kommende Regierung nicht, weil sie tatsächlich glauben, dass irgendwelche furchtbaren Dinge, die sie Netanyahu und seinen Kollegen zuschreiben, wahr sind. Sie dämonisieren sie, weil der totale Fehlschlag des „Friedensprozesses“, den sie einzufädeln und zu beaufsichtigen halfen, jetzt nicht zu bestreiten ist. Wie ihre Freunde in der Administration Biden geben sie offen zu, dass der „Friedensprozess“ „zum Scheitern verurteilt“ ist.

Die intensive Dämonisierung Israels ist das neue Feigenblatt. Sie ist auch eine Möglichkeit tatsächlichen arabisch-israelischen Frieden scheitern zu lassen. Wenn Israel bösartig ist, weil es eine faschistische, rassistische, homophobe Regierung wählt, dann ist auch jeder, der Israel unterstützt oder in Frieden mit ihm lebt, ebenfalls bösartig, faschistisch, rassistisch usw.

Das Millerl/Kurtzer Op-Ed ist eine schlüssige Demonstration dafür, dass der sogenannte „Friedensprozess“, der nie zu Frieden führte, ein kompletter Schwindel war. Sie wussten das schon immer und es war ihnen egal.

Frieden ist nicht das Ziel der „Friedensprozessoren“. Er war es nie. Ihr einziges Ziel, eine ganze Generation falscher „Friedensprozessiererei“ lang, bestand darin das Bündnis zwischen den USA und Israel zu untergraben und durch eine Reihe feindlicher Politik gegenüber Israel zu ersetzen. Das natürliche Ende ihrer Politik ist immer klar gewesen: arabischen Krieg gegen Israel zu fördern, den jüdischen Staat zu delegitimieren und die palästinensischen Terroristen zu legitimieren, die sein Vernichtung anstreben. Ihre Dämonisierung Israels noch nicht vereidigter Regierung ist so dienlich und so verlogen wie ihre frühere Liebe zum „Frieden“. Ohne den Deckmantel eines „Friedensprozesses“ haben die Pfuiteufler ein neues Versagen Israels erfunden, das als neues Feigenblatt dient. Anhänger der Allianz USA-Israel sollten auf der Hut sein nicht auf ihr zynisches Tun hereinzufallen.

Warum christlicher Zionismus wichtiger ist als wir denken

Trotz einiger störender Tendenzen bei ihrer Jugend bleiben Evangelikale die leidenschaftlichsten Hüter des Bandes zwischen den USA und Israel.

Irit Tratt, Israel HaYom, 16. Dezember 2022

In den Tagen vor seinem Wahlsieg wurde Israels designierter Premierminister Benjamin Netanyahu vom Gründer und Vorsitzenden von Christians United for Israel (CUFI), Pastor John Hagee, interviewt. Die angenehme Übereinstimmung zwischen den beiden Männern war während des gesamten Gesprächs offensichtlich. Pastor Hagee überhäufte israelischen Führungspolitiker mit „Gottes Gebet für den Rest seines Lebens“.

Die Zurschaustellung der gegenseitigen Bewunderung spiegelt die Jahre wider, die Netanyahu damit verbracht hat die Verbindung zwischen Israel und der evangelikalen Gemeinschaft in den USA zu pflegen. Zum Beispiel sprach Netanyahu auf der CUFI-Jahreskonferenz 2017 und sagte der christlichen Menge, sie seien „Israels beste Freunde in der Welt“. Netanyahus Rede vor den Teilnehmern beim Christian Media Summit in Jerusalem diese Woche deutet an, dass eine vom Likud geführte Regierung untrennbar mit der Wahrung der Beziehungen Israels zu den Evangelikalen verbunden ist.

Dass Netanyahu sich eine Auszeit vom hektischen Wahlkampf nehmen würde, um mit Pastor Hagee zu sprechen, legt ein Bewusstsein für die aufsässige Reaktion auf die neue israelische Koalitionsregierung nahe, die diese bald von amerikanisch-jüdischen Gruppen erhalten sollte.

Zum Beispiel veröffentlichte das American Jewish Committee (AJC) nach dem Wahlerfolg der Religiös-Zionistischen Partei (RZP) von Bezalel Smotrich eine Erklärung, die „ernste Sorgen“ wegen früherer Äußerungen von RZP-Mitgliedern zum Ausdruck brachte, die mit der Prioritätensetzung des AJC zu „Pluralismus“ und „Inklusion“ im Konflikt befinden. Tatsächlich beunruhigten verständlicherweise die aufwiegelnden Kommentare von Smotrich und Ben-Gvir gegen die LGBTQ- und nicht orthodoxen Gemeinschaften das amerikanisch-jüdische Establishment.

Beide Abgeordnete haben seitdem ihre Rhetorik gemäßigt, wobei Ben-Gvir sich von seiner früheren Verbindung zur rechtsextremen Kahane-Bewegung distanzierte. Dennoch bleibt die Democratic Majority for Israel dabei, dass sie „zutiefst beunruhigt“, dass eine „extremistische Partei einen Fuß in die Knesset“ bekommen hat. Es überrascht nicht, dass die Union for Reform Judaism Sprachgebrauch wählt, der darauf hinweist, dass eine Partnerschaft des Likud mit der RZP möglicherweise Israelis Demokratie „gefährdet“.

Doch es war der frühere Chef der Anti-Defamation League Abe Foxman, der die direkteste Verurteilung publizierte. Im Gespräch mit der Jerusalem Post sagte Foxman letzten Monat, er würde aufhören Israel zu unterstützen, wenn die kommende Regierung die Definition derer ändert, die sich laut Rückkehrgesetz des Landes als Juden qualifizieren.

Solche Reaktionen amerikanisch-jüdischer Leitungspersönlichkeiten unterstreichen die zunehmende Dissonanz zwischen dem US-Judentum und Israels politischer Klasse. Folglich muss der jüdische Staat seine Beziehung zu den USA so umgestalten, dass die Verstärkung der Beziehungen zu verlässlichen evangelikalen Verbündeten betont wird, während es sorgfältig sein Ringen mit den Diaspora-Juden steuert.

In seinem Buch „The Arc of a Covenant“ hält Walter Russell Mead fest, dass amerikanische Juden oft darauf verzichtet haben die US-Regierung zu einer für Israel günstige Politik zu drängen. Stattdessen haben sie dazu geneigt die USA zu ermutigen ihre pro-israelischen Haltungen mäßigen. Historisch, schreibt Mead, waren es nicht führende jüdische Familien wie die Rothschilds und die Warburgs, die stark für die Erschaffung eines jüdischen Staates eintraten, sondern einflussreiche Christen wie J.P. Morgan und John D. Rockefeller.

Bis heute haben das US-Judentum und die Evangelikalen stabile Unterschiede in ihrem Herangehen an die amerikanisch-israelische Beziehung beibehalten. Während mehr als die Hälfte der US-Christen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump beim Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem unterstützten, machten das laut einer AJC-Umfrage nur 16% der amerikanischen Juden.

Angesichts dessen, dass Christen mehr als 60% der US-Bevölkerung stellen, macht es für Israel sowohl demografisch als auch politisch Sinn seine Allianz mit den Evangelikalen zu hegen. Vor der COVID-19-Pandemie veröffentlichte israelische Tourismus-Zahlen zeigen, dass Christen mehr als die Hälfte der Auslandsbesucher in Israel stellen. Und da Israels Tourismus-Ministerium Initiativen einführt, um Christen ins Heilige Land zu locken, während jüdische Missionen wie Birthright finanzielle Rückschläge erleben, wird diese Zahl wahrscheinlich steigen.

Politisch haben jüdische Gruppen ihre Haltungen zu Themen, die für Israels Sicherheit entscheidend sind, aufgeweicht, insbesondere zu Irans Streben zum Erwerb von Atomwaffen. Stattdessen wird ihre gesetzgeberische Agenda von edlen, jedoch konsensgetriebenen Themen wie dem Krieg in der Ukraine und der Bekämpfung von Antisemitismus beherrscht.

Organisationen wie CUFI und die Christian Coalition of America haben ihrerseits Lobbyarbeit gegen die Wiederbelebung des mit Fehlern behafteten Atomdeal mit dem Iran zu einem Eckpfeiler ihrer politischen Anstrengungen gemacht.

Als sie im Amt waren, wiesen Außenminister Mike Pompeo und Vizepräsident Mike Pence wiederholt auf die untrennbare Verbindung zwischen ihrem christlichen Glauben und ihre Verbundenheit zum jüdischen Volk hin. Abgeordnete wie Kevin McCarthy erleben sogar Gegenwind mehrerer jüdischer Institutionen, nachdem sie gelobten linksextreme Ilhan Omar von der „Squad“ aus dem außenpolitischen Ausschuss zu entfernen, sollten sie Mehrheitsführer im Parlament werden.

Trotz einiger beunruhigender Trends bei ihren jungen Leuten bleiben die Evangelikalen die leidenschaftlichsten Hüter des Bandes zwischen den USA und Israel. Im Gegensatz dazu ist öffentliche Missbilligung amerikanisch-jüdischer Organisationen Israels Widerwille ihren pluralistischen Forderungen nachzukommen ein Hinweis auf ein Establishment, das sich mehr darum sorgt progressive Ideologien zu verteidigen als jüdische Interessen zu schützen. Israel darf nicht ins Hegen solch liberaler Orthodoxien verstricken. Momente, die der Abwehr solcher Kritik gewidmet werden, sind Zeit, die nicht damit verbracht wird sich auf innenpolitische und internationale Bedrohungen zu konzentrieren.

Die polarisierenden Kommentare amerikanisch-jüdischer Leiter deuten auf eine Realität hin, die von Israel fordert seine Verbindung zu den Evangelikalen anzupassen, während es versucht jüdische Organisationen von seiner zentralen Rolle und seinem Wert für das jüdische Volk zu überzeugen.

Wie viel Macht haben diese allmächtigen Juden eigentlich?

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 19. November 2022

Laut den Protokollen der Weisen von Zion, einer 1903 veröffentlichten Fälschung der zaristischen Geheimpolizei, kontrolliert eine Geheimverbindung der Juden – reiche Bankiers – die Welt. Wie genau sie das tun, war völlig unklar und wie die Protokolle es schaffte trotz dieser allmächtigen Juden veröffentlicht zu werden, wurde nie erklärt. Heute sind diese jüdischen Banker in den Köpfen der wirren Antisemiten überall durch „jüdische Medien-Magnate“ ersetzt worden. Genauso wie die reichen Bankiers die „Welt kontrolliert“ haben sollen, aber nichtsdestotrotz nicht in der Lage waren sechs Millionen ihrer Mitjuden vor der Ermordung zu bewahren, so sind die Juden, die heute „die Weltmedien kontrollieren“ unfähig zu verhindern, dass ein Tsunami an antisemitischen und israelfeindlichen Inhalten in den Medien der altmodischen Art wie auch noch sintflutartiger in den sozialen Medien zu erscheinen.

Kanye West und Kyrie Irving, der hohlköpfige Sänger und der stumpfsinnige Basketballer, sind zwei Promis, die uns an ihrer Schlussfolgerung teilhaben lassen, bei der jeder der beiden nach viel Denken ankam: dass „die Juden“ heute „allmächtig“ sind. Kyrie erfuhr dies aus einem antisemitischen Film, der ihn alles lehrte, was er über Juden weiß; Kanye weiß es aus eigener Erfahrung im Musik-Business, wo praktisch jeder von Bedeutung, darauf beharrt er, Jude ist, aber aus irgendeinem Grund hatten all diese Juden Freude dabei ihm bei seiner eigenen Karriere zu helfen, die ihm am Ende ein kaum glaubliches Vermögen von $2 Milliarden einbrachte (ein Vermögen, das jetzt plötzlich stark abnahm, weil Sponsoren auf Abstand gingen). Und sie machten das, wohlgemerkt, trotz Kanyes Bewunderung für Hitler – tatsächlich wollte er sein letztes Album Hitler! nennen, aber das wurde ihm ausgeredet, nicht aufgrund moralischer, sondern wirtschaftlicher Gründe. Mehr zum Mythos der „mächtigen Juden“ ist hier zu finden: „The Big Lie of Jewish Power“ von Farley Weiss, JNS, 15. November 2022:

Als der Streit darum ausbrach, dass der NBA-Star Kyrie Irving einen antisemitischen Film guthieß, forderte NB-Allstar Charles Barkley Irvings Sperrung. Er fragte auch, warum die NBA Spieler wegen hassvoller Kommentare zu anderen Gruppen sperrt, aber nicht gegen Juden. Sein NBA-Allstar-Kollege Shaquille O‘Neil stimmte Barkley zu. Obwohl der NBA-Commissioner Jude ist, brauchte die NBA viel zu lange um Irving zu sperren. Darüber hinaus machte sie das erst, nachdem Irving zahlreiche Gelegenheiten gegeben wurden sich zu entschuldigen, was er nicht tun wollte.

Die Kontroverse um Irving kam kurz nach Kanyes antisemitischen Tiraden, die mehrere Firmen veranlassten auf Millionen Dollar zu verzichten, um die Verbindungen zu dem Musiker abzubrechen. Ironischerweise haben viele auf die beiden Kontroversen mit der Wiederholung der antisemitischen Verleumdung reagiert, die Juden würden fast allmächtige politische Macht und Einfluss in Amerika und der Welt im Allgemeinen ausüben.

Dabei handelt es sich um eine uralte Verleumdung, die von der antisemitischen Fälschung „Die Protokolle der Weisen von Zion“ berüchtigt gemacht wurde. Dieses Buch behauptete, es gebe eine Gruppe jüdischer Führer, die das Handeln zahlreicher Staaten kontrolliert, obwohl die Geschichte bewiesen hat, dass die meisten Länder jüdischen Interessen gegenüber bestenfalls antagonistisch eingestellt gewesen sind. Schlimmstenfalls sind sie offen mörderisch gewesen.

Die UNO, das repräsentative Gremium aller Staaten der Welt, ist notorisch israelfeindlich. 2021 verabschiedete ihre Vollversammlung 14 antiisraelische Resolutionen, im Vergleich dazu vier zu allen anderen Ländern. Nur ein einiger Staat von fast 200 wird für solchen Hass ausgesondert.

Israel ist das einzige Land, für das der UNO-Menschenrechtsrat bei jeder Sitzungsperiode einen Sondertagespunkt – Nr. 7 – hat. Israel erhält beim UNHRC mehr Aufmerksamkeit für seine vermeintlichen Missetaten als Russland, China, Pakistan, Iran und die Türkei zusammen.

Vor kurzem stimmte die Vollversammlung mit 98 gegen 7 Stimmen dafür Israel wegen seines Verhaltens bei der sogenannte „Besatzung“ palästinensisch-arabischen Territoriums vor den Internationalen Strafgerichtshof zu zerren, zu denen laut UNO Ostjerusalem, die Westmauer und der Tempelberg gehören. Allein diese Abstimmungen beweisen den außergewöhnlich antisemitischen und israelfeindlichen Hass, den sich ein großer Teil der Welt zueigen macht.

Darüber hinaus sind Juden in Machtpositionen oft nicht in der Lage jüdische Interessen zu schützen oder werden von nichtjüdischen Herrschern hintergangen.

Im späten 15. Jahrhundert zum Bespiel assistierte Don Isaac Abarabanel König Ferdinand und Königin Isabella von Spanien, war aber nicht in der Lage sie davon abzuhalten 1492 Spaniens Juden zu vertreiben. Für ihn spricht, dass er zusammen mit seinen Mitjuden das Land verließ, obwohl Ferdinand und Isabella ihn baten zu bleiben. Ein Drittel der jüdischen Bevölkerung Spaniens starb während der Vertreibung.

Bei einem jüngeren Fall war Präsident Franklin D. Roosevelts jüdischer Finanzminister Henry Morgenthau völlig außerstande Roosevelt zu überzeigen dem Schiff St. Louis zu erlauben seine 973 jüdischen Flüchtlinge in Amerika von Bord gehen zu lassen. Morgenthau misslang es auch Roosevelt zu überzeugen die Eisenbahnlinien nach Auschwitz zu bombardieren, was die Ermordung von rund 10.000 Juden am Tag erschwert hätte.

Kurz nach dem Holocaust lehnten es die Staaten der Welt – einschließlich der USA – ab dem neuen Staat Israel Waffen zu geben, damit er einen völkermörderischen Angriff durch fünf arabische Staaten abwehren konnte. Die Tschechoslowakei war die einzige Ausnahme. 1967 sah sich Israel einem weiteren völkermörderischen Angriff gegenüber ohne jegliche Verbündete zu haben. Jüdische Lobbyarbeit in Amerika scheiterte völlig damit Präsident Lyndon Johnson zu überzeugen Israel zu bewaffnen oder zu unterstützen.

So viel zu jüdischer Macht.

Heute sind die Dinge nicht viel anders. Juden haben z.B. bedeutende Positionen in den Nachrichtenmedien. Dennoch spielte die New York Times, die den Nachkommen der jüdischen Familie Sulzberger gehört, auf empörende Weise den Holocaust herunter und ist lange berüchtigt israelfeindlich gewesen. Aktuell vertuscht sie die zahlreichen physischen Anschläge auf Juden in Brooklyn. Auf dieselbe Weise gibt es tatsächlich viele Juden, die in Hollywood arbeiten, aber der letzte große Film, der Israel positiv darstellte, war kurz vor dem erfolgreichen Einsatz in Entebbe 1976.

Die New York Times hat seit mehr als einem Jahrhundert der jüdischen Familie Sulzberger gehört. Aber die Besitzer der Times hatten, weit entfernt davon ein Instrument „jüdischer Macht“ zu sein, unermüdlich über die Morde der Nazis am europäischen Judentum zu berichten Angst davor „zu jüdisch“ zu erscheinen, indem sie sich auf das konzentrierte, was die Nazis den Juden antaten, obwohl das die größte Story der Zeitung hätte sein müssen. Während der 1930-er Jahre und bis 1945 widmete die New York Times den Judenmorden der Nazis oft wenig Aufmerksamkeit und als sie es machte, setzte sie das auf die hinteren Seiten. So hielt Laurel Leff in ihrer Studie Buried By The Times [Von der Times vergraben], dass die Times große Storys darüber, wie die Nazis die europäischen Juden behandelten, durchweg „zu den Anzeigen für Seife und Schuhcreme“ auf die letzten Seiten setzte. Leff stellte fest, dass es im Zeitraum vom September 1939 bis Mai 1945 sehr wenige Artikel über jüdische Opfer auf die Titelseite der Times schafften. Der Holocaust und damit im Zusammenhang stehende Nachrichten schafften es in diesen sechs Jahren gerade 26-mal auf die Titelseite. Nur sechs dieser Artikel identifizierten Juden als Hauptopfer.

Dann gab es die Minimal-Berichterstattung der Times über die Verfolgung und Ermordung von Juden. Selbst das Wort „Jude“ wurde bei den seltenen Gelegenheiten oft vermieden, wenn über ihr Leid berichtet wurde. Die Sulzbergers wollen nicht, dass irgendjemand denkt, die Zeitung in ihrem Besitz sei „zu jüdisch“ oder betreibe Sonderplädoyers für Juden. Sogar noch schockierender als das chronische verstecken von Artikeln, die das Wort „Jude“ enthielten ist, wie oft das Wort aus Artikeln wegradiert wurden, die sich ausdrücklich dem Zustand der Juden befassten. In seiner Rezension von Leffs Buch schrieb Gal Bekerman: „Es ist manchmal fast surreal. Wie kann man überhaupt die Geschichte des Aufstands im Warschauer Ghetto erzählen ohne Juden zu erwähnen? Aber die Times machte das; sie beschrieb, wie ‚500.000 Personen … auf weniger als 7 Prozent der Gebäude Warschaus gequetscht wurden‘ und wie ‚400.000 Personen in den Tod in Treblinka deportiert wurden‘. Leff drückte das so aus: Die Times ‚beschrieb die Flüchtlinge, die Schutz suchten, sich französischen Beschlagnahmungen gegenübersahen oder Zivilisten, die in deutschen Lagern starben, wenn sie Artikel auf der Titelseite brachten, ohne deutlich zu machen, dass die Franzosen und Zivilisten überwiegend Juden waren.‘“

Wenn wir mit den Behauptungen von Antisemiten über „mächtige Juden, die die Medien kontrollieren“ und für „jüdische Interessen“ werben, konfrontiert werden, sollten wir diejenigen, die versucht sind ihnen zu glauben, dass die „mächtigsten Juden“ der Medienwelt lange Zeit die Mitglieder der Familie Sulzberger waren und das von ihnen kontrollierten Medium die wichtigste Zeitung der Welt war, die New York Times. Aber die Sulzbergers hatten derart Angst zu erscheinen, als würden sie sich besonders für Juden einsetzen, dass sie bewusst wenig über den Holocaust berichteten.

Wir sehen auch keine der „mächtigen Juden“ heute in den sozialen Medien ihre Macht zugunsten der Opfer von Antisemitismus ausüben. Der jüdische Gründer von Facebook (heute Meta), Mark Zuckerberg, hat keinerlei Interesse gezeigt antisemitische Posts zu verhindern. Seine Firma hat die schlimmste Bilanz der großen sozialen Medien; sie hat es versäumt 89% der antisemitischen Einträge zu löschen, die der Firma gemeldet wurden. Warum? Ist es so, dass Zuckerberg, wie die Sulzbergers vor ihm, es vorziehen würde nicht zu sehr mit „jüdischen Themen“ identifiziert zu werden – was in diesem Fall bedeutet, dass er antisemitische Inhalte toleriert? Die Gründer von Google, Larry Page und Sergey Brin, sind beide Juden. Aber auch Google hat ein Problem mit antisemitischen Inhalten, denen erlaubt wird stehenzubleiben, ohne dass der Versuch unternommen wird ihn zu entfernen. Und als entdeckt wurde, dass Kamai Bobb, Googles damaliger „Diversitäts-Direktor“, in einem Post von 2007 Juden beschuldigt hatte einen „unersättlichen Appetit für Krieg und das Töten“ zu haben, wurde er wegen solchen krassen Antisemitismus nicht gefeuert, sondern wechselte einfach in der Firma in einen anderen Job. Somit ist es so, dass zwei der wichtigsten Firmen der sozialen Medien der Welt – Facebook und Google – von Juden gegründet wurden, die diese Firmen noch immer leiten, aber beide regelmäßig antisemitische Inhalte zulassen.

Diesen Monat stellte FBI-Direktor Christopher Wray fest: „Volle 63% der religiösen Hassverbrechen sind von Antisemitismus motiviert – richten sich gegen eine Gruppe, die gerade mal 2,4% unserer Bevölkerung stellen.“ Wie aber hat die Reaktion auf die ausgesehen, die zu dieser Gewalt aufstacheln? Barkley hat völlig recht, dass mit antisemitischen Kommentaren anders umgegangen wird als mit anderer Hassrede.

Zum Beispiel hat sich die Abgeordnete Rashida Tlaib keinen Konsequenzen dafür ausgesetzt gesehen, dass sie für Israels Vernichtung eintritt. Ihre demokratischen Kollegen behandeln sie und ihre Mit-Antisemitin Ilhan Omar weiter als geehrte Kollegen statt sie komplett zu meiden. Die antisemitischen Supermodels Bella und Gigi Hadid hatten kein Problem neue Jobs bei Adidas zu finden, obwohl Adidas Ye wegen seiner antisemitischen Kommentare fallen ließ.

Sowohl Rashida Tlaib als auch Ilhan Omar haben in den sozialen Medien antisemitische und israelfeindliche Ansichten geäußert, besonders in ihren Tweets. Tlaib würde gerne sehen, dass „Palästina“ Israel „vom Fluss bis zum Meer“ ersetzt. Keine von beiden hat von ihren demokratischen Kollegen irgendwelche Konsequenten zu spüren bekommen. Omar ist sogar der von ihr begehrte Traumposten im Ausschuss für äußere Angelegenheiten des Repräsentantenhauses gegeben worden, wo sie höchst passend ihre israelfeindliche Kampagne fahren kann.

Es ist ziemlich deutlich, dass Antisemitismus in den Vereinigten Staaten und in der Welt allgemein weithin toleriert wird. Es gibt nur Konsequenzen, wenn der Antisemitismus – wie bei Ye – derart überzogen ist, dass es peinlich wird nichts zu tun. Das ist bei keinem anderen Hass der Fall. Solche Toleranz für Antisemitismus erlaubt nicht nur ihn zu verbreiten und bringt jeden amerikanischen Juden in Gefahr.

Eine düstere Aussicht. Aber wenn man sich ansieht, wie die Vorfälle antisemitischer Taten in Amerika und Europa sprunghaft anstiegen und wie träge die Reaktion von Regierungen gewesen ist, einschließlich derer von Frankreich, Großbritanniens und Deutschlands, die es weiterhin meiden die Punkte zu verbinden, um daraus den Schluss zu ziehen, dass die Zunahme des Antisemitismus alles mit der unaufhaltsam zunehmenden muslimischen Bevölkerung zu tun hat – ist es dann eine falsche?