Als Hitlers Mufti eine Pressekonferenz hielt

Sean Durns, The Algemeiner, 9. August 2021

Der Mufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, trifft 1941 Adolf Hitler. (Foto: Deutsches Bundesarchiv, via Wikimedia Commons)

Im März vor 60 Jahren hielt ein berüchtigter Nazikollaborateur und Palästinenserführer in Beirut eine Pressekonferenz, in der er sowohl jede Beteiligung am Holocaust als auch jede Beziehung zu dessen führendem Architekten Adolf Eichmann bestritt. Amin al-Husseini, allgemein als „Hitlers Mufti“ bekannt, kannte Eichmann jedoch. Und studiert man die Beziehung zwischen den beiden Männern, die sich über Jahrzehnte und Kontinente erstreckte, dann bietet sich ein Einblick in einen Krieg gegen das jüdische Volk, der noch lange nach der Schoah weiterging und uns bis heute begleitet.

Von der CIA freigegebene Dokumente und Telegramme sowie aktuelle Forschung helfen die Geschichte zu erzählen.

Am 23. Mai 1960 verkündete Israels Premierminister David Ben-Gurion, dass israelische Agenten erfolgreich Adolf Eichmann gefangen genommen hatten, der unter einem Aliasnamen in Argentinien lebte. Zwölf Tage zuvor hatten israelische Geheimdienstoffiziere Eichmann gefangen genommen und ihn für ein Gerichtsverfahren nach Israel gebracht. Die Operation wurde später zwar in Filmen und Büchern gefeiert, die halfen den Mythos vom unbezwingbaren Mossad zu polieren, aber viele westliche Nachrichtenmedien verurteilten Israel ursprünglich für dieses Handeln.

Die Washington Post z.B. „rügte Israel dafür ‚Rache nehmen‘ zu wollen statt nach Gerechtigkeit zu streben“, wie die Historikerin Francine Klagsbrun in ihrer Biografie der israelischen Premierministerin Golda Meir dokumentierte. Die New York Times drückte ähnliche Gefühle aus; sie intonierte, dass „keine unmoralische oder illegale Tat eine weitere rechtfertigt“.

Wie Daniel Gordis festhielt, sagte der Christian Science Monitor, Israel Entscheidung „über Verbrechen an Juden Recht zu sprechen, die außerhalb von Israel begangen wurden, sei identisch mit dem Anspruch der Nazis auf ‚die Loyalität aller Personen deutscher Geburt oder Abstammung‘ wo immer sie leben.“ Und das Magazin TIME bezeichnete seinerseits die Gefangennahme eines gesuchten Nazi-Kriegsverbrechers als „umgekehrten Rassismus“.

Und die Presse war nicht allein. Acht Länder, darunter die Vereinigten Staaten, stimmten für eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats, die erklärte, dass Israel Argentiniens Souveränität verletzt habe und den jüdischen Staat drängte Entschädigung zu zahlen.

Aber Argentinien und zahlreiche weitere Staaten hatten Nazi-Kriegsverbrechern Unterschlupf gewährt. Trotz ihrer Zusagen Völkermord-Täter der Gerechtigkeit zuzuführen, hatte die Welt, einschließlich der Alliierten, weggesehen – oder Schlimmeres getan. Eichmanns Gefangennahme und das folgende Gerichtsverfahren waren auch Anlass weitere Fragen zum Verbleib und der Beteiligung weiterer Nazi-Apparatschiks und -Verbündeten zu stellen.

Golda Meir, damals Israels Außenministerin, war fest entschlossen sich besonders auf einen Kollaborateur zu konzentrieren: Amin al-Husseini.

Das Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis (CAMERA) wies in einem Aufsatz in Mosaic vom 27. Juli 2021 darauf hin, dass die Obrigkeit im des von den Briten regierten Mandats Palästina Husseini mit Prestige, Macht und Posten ausgestattet hatte, wobei sie hoffte einen palästinensisch-arabischen Führer zu besänftigen, der sich unauflösbar gegen den Zionismus stellte, den zu unterstützen die britische Regierung verpflichtet war. Es überrascht nicht, dass die Entscheidung Husseini für den einzuführenden Posten des „Großmufti von Jerusalem“ und als Leiter des Obersten Muslimrats zu unterstützen sich als schlechte Investition der Briten erwies.

Husseini stachelte 1920, 1921 und 1929 zu Pogromen auf. 1936 begann Husseini, reichlich ausgestattet mit Geldern des faschistischen Italien und später bewaffnet und ausgerüstet von Nazi-Deutschland, den sogenannten Arabischen Aufstand, bei dem Juden und britische Offizielle gleichermaßen ermordet wurden.

Der Mufti floh aus dem Mandat Palästina und sollte später in Berlin auftauchen, wo er bei der Rekrutierung für die SS, geplanten Aktionen gegen Juden im Nahen Osten und der Ausstrahlung von Kriegspropaganda gegen die Alliierten half, die in großen Teilen mit Antisemitismus durchsetzt war. Er intervenierte zudem erfolgreich, um zu verhindern, dass jüdische Flüchtlingskinder Hitlers Klauen entkamen, wodurch tausende in den Tod geschickt wurden.

Derweil ermordeten Husseinis Schergen arabische Rivalen und Kritiker und arbeiteten damit daran seine Vorherrschaft als unumstrittener Führer der palästinensischen Araber sicherzustellen. In der Tat verlangte der Mufti große Bereiche des Nahen Ostens, von denen er hoffte, dass sie ihm nach einem Sieg der Nazis zugesprochen würden.

Als die 1960-er Jahre anbrachen hatte sich Husseinis Position allerdings beträchtlich verschlechtert. In Ablehnung von Frieden und jeglicher Übereinkunft mit dem Zionismus hatten seine Kräfte versucht – waren damit gescheitert – Israel während seines Unabhängigkeitskriegs 1948 zu vernichten. Husseini hatte keinen großen Mäzen mehr und war von Unterstützung aus Ägypten und später Saudi-Arabien angewiesen. Trotzdem lebte er vergleichsweise luxuriös mit einem Gefolge an Mitarbeitern, zu denen ein Fahrer für seine Limousine gehörte, und plante ständig Komplotte gegen den jüdischen Staat und den Westen.

Meir wollte, dass Gideon Hausner, der israelische Generalstaatsanwalt und Ankläger bei Eichmanns Verfahren, den berüchtigten Nazi mit Husseini in Verbindung bringt und damit „Israels arabische Feinde mit den Nazis“ verknüpft. Hausner ließ Avraham Zellinger, der für das Gerichtsverfahren recherchierte, die Beziehung zwischen den beiden Männern untersuchen. Zellinger fand einen Eintrag im Tagebuch des Mufti, der von den „besten Freunden der Araber“ spricht und unter dem der Name „Eichmann“ geschrieben stand. Aber das Gericht, hielt Klagsbrun fest, „ging nicht weiter als anzuerkennen, dass Eichmann den Mufti einmal getroffen hatte, ohne Beweise für eine enge Beziehung zwischen den beiden“.

Vor diesem Hintergrund hielt Amin al-Husseini am 4. März 1961 eine Pressekonferenz in Beirut. Der Mufti, enthüllen Noten der CIA, „bestritt kategorisch jegliche Verbindung zur Verfolgung von Juden in Deutschland im Zweiten Weltkrieg“. Er behauptete: „Alle Vorwürfe diesbezüglich sind haltlos und waren von zionistischer Feinschaft ihm und der palästinensischen Nationalbewegung gegenüber veranlasst.“

Der Mufti verteilte auch eine Erklärung als Antwort auf ein gerade veröffentlichtes Buch des amerikanischen Journalisten Quentin Reynolds über Eichmann, in dem behauptet wird, dass Husseini mehrere Kontakte zu dem SS-Offizier hatte und die Nazi-Todeslager besuchte. Husseini „sagte, er kenne Eichmann nicht und dass er keine wie auch immer geartete Verbindung zu ihm habe“. Darüber hinaus „hatten weder er noch irgendein anderer Araber in der Vergangenheit oder Gegenwart Pläne irgendeine Rasse auszulöschen, seien es Juden oder andere“. Husseini beendete die Pressekonferenz mit der Behauptung, dass das, „was die Juden in Israel getan haben dem gleicht, was die Nazis ihnen in Deutschland antaten“ – eine Verleumdung, die von Antisemiten heute immer noch wiederholt wird.

Husseinis Presskonferenz war vollgestopft mit Lügen.

Husseini war sich der Pläne Hitlers für das europäische Judentum sehr bewusst. Tatsächlich hoffte er sie im Nahen Osten zu kopieren.

In seinen Memoiren protokollierte der Mufti ein Treffen mit Hitler am 28. November 1941: „Unsere fundamentale Bedingung für die Kooperation mit Deutschland war freie Hand jeden Juden in Palästina und der arabischen Welt auszulöschen. Ich bat Hitler um seine ausdrückliche Zusage uns zu ermöglichen das jüdische Problem auf eine Weise zu lösen, die unseren nationalen und rassischen Bestrebungen und den wissenschaftlichen Methoden entspricht, die von Deutschland im Umgang mit seinen Juden einführt wurden.“

„Die Antwort, die ich bekam lautete: ‚Die Juden gehören Ihnen.‘“

Viele Fürsprecher, Journalisten und Akademiker verbrachten Jahrzehnte damit zu bestreiten dass Husseini Konzentrationslager besuchte, aber 2017 tauchten schlüssige fotografische Beweise auf, die Husseini zeigen, wie eine Tour durch das Lager Trebbin bei Berlin machte.

„Die Fotos“, schrieb der Historiker Wolfgang Schwanitz im Magazin Tablet, „boten unwiderlegbare Beweise“, dass Husseini „genaue Kenntnisse des Schicksal der Juden in Hitlers Deutschland besaß.“ Es ist auch möglich, dass der Mufti andere Lager besuchte, als er in Polen war.

Husseinis Behauptung zu Eichmann war eine vergleichbare Lüge.

Wie Schwanitz und der verstorbene Historiker Barry Rubin in „Nazis, Islamists and the Making of the Modern Middle East“ ausführten, nahm Eichmann Husseini am 4. Dezember 1941 „mit in den Kartenraum des Büros für jüdische Angelegenheiten des Reichssicherheitshauptamts, um zu erklären, wie Deutschland die Judenfrage lösen würde.“ Man sollte festhalten, dass das vor der Wannsee-Konferenz war, die das Schicksal des europäischen Judentums offiziell beschloss. Husseini „bat Eichmann sogar einen Experten – wahrscheinlich Dieter Wisliceny – nach Jerusalem zu schicken, um sein persönlicher Berater für den Aufbau von Todeslagern und Gaskammern zu sein, sobald Deutschland den Krieg gewonnen hatte und er an der Macht war.“

Tatsächlich hatte Husseine seine Kontaktsuche nach Deutschland begonnen kurz nachdem die Nazis an die Macht kamen. Und am 2. Oktober 1937 schickten die Nazis einen damals obskuren Vertreter nach Haifa, um Husseini zu treffen. Sein Name war Adolf Eichmann. Die Briten schöpften Verdacht und Eichmann wurde auf ein Schiff nach Ägypten gesteckt, aber er schaffte es trotzdem in Kairo Husseinis Repräsentanten und Helfer zu treffen.

Husseini kam Eichmann nach dem Zweiten Weltkrieg sogar zuhilfe. Schwanitz und Rubin halten fest: „Husseini schickte seinen Abgesandten Hussein Haurani im Oktober 1949, um Eichmanns Frau Veronica Geld zu geben, damit sie und ihre Kinder zu ihrem Ehemann nach Argentinien kamen.“

Diese Tatsache veranschaulicht die Tiefe der Hybris Husseinis: Nicht nur kannte er Eichmann, sondern er spielte auch eine Schlüsselrolle dabei einem Nazi-Kriegsverbrecher zu helfen.

Eichmann selbst wurde1962 in Israel hingerichtet. Hitlers Mufti hingegen sollte der Gerechtigkeit entkommen und starb 1974. Aber sein bösartiges Vermächtnis lebt weiter.

Israelfeindlicher Propaganda-Versager des Tages: Eiskrem-Ausgabe

David Lange, Israellycool, 28. Juli 2021

Diese Karikatur des Antisemiten Carlos Latuff ist absolut ein Propaganda-Versager:

Scheint so, dass Latuff nie das Memo bekam, dass Naftali Bennett – nicht Benjamin Netanyahu – seit mehr als einem Monat Israels Premierminister ist und derjenige war, der auf die jüngste Entscheidung von Ben & Jerry’s reagierte. Nicht nur das: Bennett bezeichnete Ben & Jerry’s nicht als „Terroristen“ – der neue israelische Präsident Isaak Herzog kam dem nahe, als er sagte: „Der Boykott Israels ist eine neue Art des Terrorismus, Wirtschafts-Terrorismus.“ Ist aber nicht genau dasselbe.

Zufälligerweise ist alles, was der ehemalige Premier Netanyahu zu Ben & Jerry’s zu sagen hatte, das hier:

Jetzt wissen wir Israelis, welches Eis wir NICHT kaufen sollten.

Mit anderen Worten: Carlos Latuff ist nicht nur Antisemit; er ist auch noch Nichtswisser.

Gedankensplitter: Palästinenser und ihre Anhänger im Westen sind „Reichsbürger“

Da kam doch neulich so eine Intelligenzbestie und fand, israelitische archäologische Funde in Israel (na ja, diese Person sagte natürlich „Palästina“) könnten keinerlei Ansprüche von Juden am Land rechtfertigen. Und verglich das mit den „deutschen Ostgebieten“, wo man ja schließlich auch überall noch „Deutsches“ finden könne und das rechtfertige auch keine Übernahme durch Deutschland, sondern Ostpreußen z.B. gehöre jetzt Russland.

Mal abgesehen davon, dass halb Ostpreußen heute zu Polen gehört: Diese Rollenumkehrung ist schon interessant, nicht wahr?

Das Dritte Reich/Deutschland hatte im Osten Polen und dann die Sowjetunion überfallen (dazu fast ganz Europa) und verlor infolge dieses Angriffskriegs viele Gebiete im Osten. Die arabischen Staaten hatten Israel überfallen, Judäa/Samaria und den Gazastreifen besetzt und beides nach einem weiteren von ihnen angezettelten Krieg verloren.

Aber dass die Russen und Polen die „Ostgebiete“ behalten, ist selbstverständlich; wehe, es kommt jemand auf die Idee sie als „Besatzer“ zu bezeichnen.
Israel hingegen hat sich gewehrt, gewonnen und ist deshalb Besatzer, die Aggressoren die Opfer?

Das ist schizophren. Zweierlei Maß in Reinform.

Die Israelhasser argumentieren da eigentlich nicht anders als die „Reichsbürger“. Sie erkennen die selbstverschuldeten Veränderungen nicht an und wollen die Zeit zurückdrehen auf etwas, das es längst nicht mehr gibt. Sollte man ihnen mal vorhalten, mal sehen, wie sie dann anfangen zu wüten und zu toben, das sei etwas ganz anderes.

Ist es nicht.

Über Judenhasser und Juden, die Juden hassen

Was schafft jüdische Judenhasser im Gegensatz zu anderen? Woher kommt die Krankheit?

Rabbi Prof. Dov Fischer, IsraelNationalNews, 26. April 2021

Montage: Die Logos des New Israel Fund und von J-Street

Der Talmud sagt uns in Traktat Pesachim 49b, dass so schlimm nichtjüdischer Antisemitismus auch werden kann, niemand authentische Juden so tief und ernst hasst, wie es andere Juden tun, die außerhalb des Bereichs jüdischen Wissens stehen.

Mit der gerade erfolgten jährlichen J-Street-Konferenz, einem Hassfest, das den grundlegenden Kern des authentischen Israel niederreißen will, den zwei Drittel seiner Bevölkerung demokratisch unterstützt, sehen wir, wie wahr die traurige Feststellung des Talmud ist., Niemand – wirklich niemand – hasst so viele Juden so heftig, wie es linke Juden tun. Natürlich ist das eine Krankheit.

Zuerst ein Wort der Realität. Da gemäß der Definition seit dreitausend Jahren, das ist die halachische Definition, nur jemand Jude ist, der von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder nach normativem jüdischem Recht zum Judentum konvertierte, sind ganze Schwaden der J-Street-Mitglieder noch nicht einmal Juden. Sie sind entweder klare Nichtjuden oder Leute, die von nichtjüdischen Müttern geboren wurden, die nie korrekt konvertierten – oder überhaupt nie den Konvertierungsprozess durchliefen. Ganze Segmente von J-Street sind schlicht keine Juden. Ja, George Soros ist als Großspender von J-Street entlarvt worden. Aber ganze Schwaden der Mitglieder von J-Street sind keine Juden. So sehen die aus, die das Gemeinwesen hassen, das von den Israelis in ihrer überwiegenden Zahl gestützt wird.

Eine Woche lang wetteiferte J-Street darin Israel auf jede vorstellbare Weise innerhalb ihrer eingeschränkten Leistungsfähigkeit zu schaden. Es drängte auf massive amerikanische Gelder für Abu Mazen (Mahmud Abbas) und seinen israelfeindlichen Apparat, der Terroristen und ihre Familien mit lebenslangen, großzügigen Gehältern für Mord belohnt: Geld für Mord. Noch mehr als das: J-Street gab Abbas seine Plattform, ist nie einen Zentimeter Kompromiss zu seinen absurden territorialen Forderungen eingegangen oder hat gefordert, dass Israel Millionen Arabern gestattet ins Land zu kommen, um die jüdische Mehrheit zu ersetzen.

Und das lief so: Einen Tages feuert J-Street Abu Mazen an. Am nächsten Tag geben sie Jimmy Carter, ein, wie dessen selbst veröffentlichte Borniertheit zeigt, langjährigen Israelhasser, einen „Friedensstifter“-Preis. Dann bieten sie ein oder zwei der bösartigsten Israelhassern im US-Senat – Elizabeth Warren und Bernie Sanders – eine Plattform. Und Sanders hasst den israelischen Staat so abgrundtief, dass er offen und regelmäßig unverfrorene Judenhasser wie Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Linda Sarsour beipflichtet. Sie befürworteten ihn als Präsidenten. Er befürwortet sie. Das macht Sinn: Er verachtet die Regierung und Politik, für die mehr als 70 Prozent der Juden Israels wieder und wieder stimmten, während er in ein politisches Liebesfest mit den schlimmsten Judenhassern im Kongress in unserer Zeit eintaucht.

Wie alle solchen Judenhasser, so wie große Schwaden an Pseudojuden in J-Street, sind diese Hasser darauf vorbereitet Kritik mit dem Satz zu begegnen: „Aber ich bin Jude.“

Dieser Unsinn mag bei der New York Times und bei linken Juden funktionieren, die bei CNN, MSNBC, so vielen Fernsehnachrichten-Organen, Organisationen wie die ADL und ihresgleichen überwiegend vorherrschen. Aber für alle, die über Parolen hinaus denken, ist das bedeutungsloser Mumpitz.

Bernie Madoff war Jude, aber das hielt ihn nicht davon ab Elie Wiesel, Sandy Koufax, Jeffrey Katzenberg, Steven Spielberg, Frank Lautenberg, Norman Braman, die Yeshiva University, den American Jewish Congress, Hadassah und eine lange Liste jüdischer Ikonen zu betrügen und fast in den Bankrott zu treiben. Es machte es dem Juden schlicht einfacher andere Juden zu zerstören. Karl Marx war ein Kind jüdischer Eltern, aber die Schriften und Lehren seines Lebens waren von judenfeindlichem Hass durchdrungen. Es hat Juden gegeben, die in der amerikanischen Nazipartei aktiv waren und sogar zu Führern aufstiegen. Und dieselbe Krankheit finden wir zuhauf bei der amerikanischen Linken. xxx

Was motiviert sie? Was lässt einen Bernie einen so großen Teil seines öffentlichen Lebens den Angriffen und dem Wahlkampf an der Seite der schlimmsten Judenhasser unserer Zeit im Kongress widmen? Es kann alles Mögliche sein. Er redet darüber, dass er einmal nach Israel reiste um in einem Kibbuz zu leben. Er mochte ihn also, Sha’ar Ha’amakim, einen Kibbuz, der so marxistisch-kollektiv war, dass einer seiner Gründungsmitglieder wegen Spionage für die Sowjetunion verurteilt wurde. Während seiner Entstehung dominierte die Kibbuz-Bewegung in Israel politisch. In diesen Jahren war ein beträchtliches Segment der politischen Klasse Israels sozialistisch und stand nicht nur dem Marxismus-Kommunismus allgemein freundlich gegenüber, sonders besonders auch zu Josef Stalin. Die Partei Mapam – ursprünglich pro-stalinistische Kommunisten – gewann 19 Sitze in der ersten Knesset und war, während ihr Anteil ständig sank, von 1955 bis 1977 an allen außer einer israelischen Koalitionsregierungen beteiligt.

Hier finden Sie eine ganzseitige Anzeige, die die Mapam schaltete, um die „große Tragödie“ des Todes Stalins zu betrauern, den sie als den „Großen Führer und Gepriesenen Militärtaktiker“ sowie den „Großen Revolutionskrieger“ beschrieb. Hier ist ein weiteres Plakat der israelischen Kommunistischen Jugendbewegung.

Trotzdem schlug auch dies, wie alle nationalen sozialistischen Experimente, mit der Zeit fehl. Als Stalin anfing Juden zu ermorden, 1953 in der Tschechoslowakei Schauprozesse durchzuführen, die sich unverhältnismäßig gegen Juden richteten, anfing andere Juden zu ermorden, die in die höchsten Ebenen der Sowjetunion aufgestiegen waren – Kamenew, Zinowiew, Radek, Trotsky und so viele andere – ließ der Stalinismus in der israelischen Regierung etwas nach.

Im Verlauf des nächsten halben Jahrhunderts wurde Israel zur kapitalistischen Startup-Wundernation, die in so vielen Technologie-Bereichen weltführend wurde. Israel hat sich also nicht so entwickelt, wie es der Kommunist Bernie wollte – und Benjamin Netanyahu schulterte wahrscheinlich mehr als jeder andere die Wandlung der Wirtschaft Israels vom Marxismus zum Kapitalismus. Entsprechend hasst ihn Bernie Sanders und bezeichnet Bibi als Rassisten, obwohl Netanyahu mit der arabischen Partei Ra’am verhandelt und Vereinbarungen mit arabisch-muslimischen Ländern wie den VAE, Bahrain, dem Sudan und Marokko unterschreibt. Sanders zog derweil vom rassengemischten Brooklyn nach Vermont, in den mit 94,3 Prozent Anteil Weißer in der Bevölkerung zweitweißesten Staat in Amerika.

Das war der Sanders, der zu J-Street ging, um Amerika zu drängen die Hilfe für Israel einzuschränken. Elizabeth Warren machte dasselbe. Und sie begann die „Zweistaatenlösung“ zugunsten derselben einseitigen, linken Medien zu predigen, die 1948 komplett gegen einen jüdischen Staat waren und stattdessen dem American Council for Judaism unverhältnismäßig viel Berichterstattung widmeten, einer Organisation von Reform-Rabbinern und Reform-Tempeln, die eindeutig gegen den Zionismus opponierten.

Was schafft solche Juden? Woher kommt die Krankheit?

Oft liegt dem eine tiefer gehende Geschichte über Kindheitskonflikte mit Eltern zugrunde, manchmal harten Eltern mit scheinheiligen Werten und einer lebenslangen Kindeheitsentschlossenheit es diesen Eltern eines Tages heimzuzahlen, indem man sie da tief verletzt, wo sie es am heftigsten trifft – auf den Werten herumzutrampeln, die sie puschten. Mama und Papa verspotteten die jüdischen Traditionen und Bräuche des Judentums zuhause und verhöhnten Rabbiner – aber sie forderten irrationalerweise, dass die Kinder Juden heiraten und Israel unterstützen. Also beschließen diese verstimmten Kinder zwanzig Jahre später und jetzt mit ihren eigenen Autoschlüsseln und unabhängigem Einkommen: „Jetzt heirate ich einen Nichtjuden und sie können nichts dagegen tun. Jetzt werde ich Israel attackieren und zusehen, wie sie blau anlaufen. Haben sie halt Pech gehabt.“

Zweifeln Sie nicht daran, dass diese Krankheit hier beginnt.

Andere wachsen in einem Zuhause auf, wo sie nichts ausgesetzt sind, also wissen sie trotz all ihrem säkularen Wissen und beruflicher Ausbildung absolut nichts Substanzielles über das Judentum.

Bernie Sanders wurde mit öffentlicher Schulbildung aufgezogen, ergänzt durch „Hebräischschule“ am Wochenende. Er und sein Bruder lernten von biblischen Juden, die den Pharao wegen sozialer Gerechtigkeit bekämpften, aber da blieb nichts Religiöses hängen. Getreu seinem Marxismus lebte er später Jahrzehnte lang vom Geld seiner Freundinnen und ihrem Einkommens und ihrem Vermögen. Mit der Zeit verbrachten seine nichtjüdische Frau und er ihre Flitterwochen in der Sowjetunion, als andere – sowjetische Juden – ihre Freiheit und ihr Leben riskierten, indem sie verzweifelt versuchten dort herauszukommen und während andere Juden – Amerikaner – ihre Freiheit bei Demonstrationen auf der Straße riskierten um ihnen zu helfen herauszukommen … oder wagemutig Millionen Tefillin und Pakete mit Matzen in die Sowjetunion schmuggelten.

Sanders pries sowjetisches Schlangestehen um Brot als „etwas Gutes“. Er pries Castros kommunistisches Kuba. Er nahm an Feiern der kommunistischen Sandinisten in Nicaragua teil und pries sie als heldenhaft, ermutigte sie bis zum Sieg zu kämpfen. Wie Mark Levin festhielt, entsprach Bernie Sanders‘ „Bill of RIghts“ fast zu hundert Prozent den Artikeln 118 bis 122 der stalinistischen Verfassung von 1936.

Mitte der 1980-er Jahre kam ich dem inzwischen verstorbenen Yitzhaq Ben-Ami näher, dem Vater von Jeremy Ben-Ami, der J-Street leitet. Yitzhaq war ein jüdischer Patriot. Er spendete und riskierte alles im vorstaatlichen Irgun-Untergrund. Er organisierte heimliche, illegale Transporte, um Juden aus Nazieuropa herauszuschmuggeln und dann die britische Blockade der Häfen Israels zu trotzen. Hitler war anfangs mehr daran interessiert Europa zu „säubern“, indem er alle seine Juden evakuierte, als daran die Juden zu ermorden und Yitzhaq musste mit Eichmann verhandeln. Hier ist eine überzeugende Mini-Biografie von ihm. Sein Buch Years of Wreath, Days of Glory bietet weitere Einzelheiten. Um zu verstehen, wie ein Jeremy Ben-Ami eine Organisation leiten kann, die Abu Mazen, Bernie Sanders und Elizabeth Warren eine Plattform bietet, um Israels Staatswesen zu attackieren, während regelmäßig so hasserfüllten Maßnahmen wie Einschränkungen dafür, wie Israel amerikanische Hilfe ausgibt, befürwortet werden, ist etwas, das außerhalb der Bereiche meiner Berufsausbildung liegt.

Aber lassen Sie uns diese Dinge festhalten:

1. Die „Zweistaatenlösung“ ist tot. Sie ist nicht beerdigt, nicht eingeäschert, aber so tot wie ein Türknauf. Nennen Sie es „für Bernie geschwächt“. Es leben 325.000 Juden in Ostjerusalem und 475.000 weitere Juden leben an anderen Orten überall in Judäa und Samaria. Es ist absolut unmöglich 800.000 Juden aus ihren Häusern zu vertreiben. Ja, die 2.500 von Yamit konnten aus dem Sinai evakuiert werden. Israel erreichte seine maximale Vertreibungskapazität, als Ariel Sharon 2005 8.600 Juden aus dem Gusch Katif im Gazastreifen vertrieb, die aber ein Jahrzehnt später immer noch nicht in neuen Häusern wieder komplett neu angesiedelt waren.

Eine Vertreibung von 800.000 Juden – das Hundertfache der Vertreibung aus dem Gusch Katif – findet nur statt, wenn (1) praktisch die gesamte arabische Welt beschließt alle Juden aus allen arabisch-muslimischen Ländern über ein Jahrzehnt hinweg und mehr zu vertreiben, während Israel hilft sie auszufliegen oder (2) wenn Hitler und Eichmann ein gesamtes staatliches Unternehmen dem Bau von Eisenbahnlinien widmet, Viehwaggons zu beschlagnahmen, Juden zuerst in Ghettos zu sammeln und dann massiv zusammenzutreiben, Konzentrationslager zu bauen und dann die Vertriebenen so schnell wie möglich zu vergasen und zu verbrennen, um Platz für die Ankömmlinge des nächsten Tages zu machen.

Debatten über eine „Zweistaatenlösung“ sind also lächerlich, weil sie unmöglich ist. Als Ferdinand und Isabella die berüchtigte Vertreibung des spanischen Judentums 1492 betrieben, stellte dies die Exilierung ein Zehntels der heutigen jüdischen Bevölkerung in Judäa und Samaria dar. Doch kein Araberführer wird zustimmen Juden zu erlauben in „Palästina“ zu bleiben. Das wird also nie passieren. Diese Tage sind vorbei, haben ihren letzten Atemzug getan, als Ehud Barak Yassir Arafat mehr als 90 Prozent von Judäa und Samaria plus Ostjerusalem anbot und Arafat – gesegnet seien seine verfluchten Knochen – alles ausschlug und eine Intifada begann.

2. Elizabeth Warren erhält Aufmerksamkeit und macht durchdringenden Lärm, aber sie hat keine Wählerschaft außerhalb der extremen Linken. Sie ist auf ewig öffentlich als Lügnerin bloßgestellt, die behauptete amerikanische Indianerin zu sein, als die Harvard Law School nach jemandem suchte, den sie einstellen konnten und ist jetzt von irgendeinem Stamm weitergezogen, der am besten zu ihrer Bewerbung passte. Während der Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten 2020 verlor sie sogar ihren eigenen Staat Massachusetts in einem blamablen Erdrutsch. Israel hat Hillary Clinton und Obama überlebt, dann vier Jahre die Luft angehalten und überlebt jetzt Joe Biden; es wird gewiss auch Elizabeth Warren ohne Einschränkung überleben.

3. Bernie Sanders ist fast 80. Israel überlebte seinen sechsmonatigen Aufenthalt in einem marxistischen Kibbuz und die gesamte marxistische Kibbuz-Ära. Bernie Sanders hat es verdient eine freie und demokratische jüdische Bevölkerung zu sehen, die 72 rechte Knessemitglieder in die von jüdischen Parteien gewonnenen 110 Sitze gewählt hat. Das ist zu 70 Prozent rechts. Israel wird ihn überleben.