Gedankenverlorenes Territorium: Juden verwenden Weltraum-Laser, um Mann glauben zu lassen, Juden verwenden Weltraum-Laser für Gedankenkontrolle

PreOccupied Territory, 10. Mai 2022

Atlanta – Ein lokaler Einwohner glaubt, er hat die hinterhältige Methode herausgefunden, mit der Juden ihre bösartige gesellschaftliche und wirtschaftliche Agenda voranbringen: Sie nutzen ihre besondere Photonenstrahl-Technologie in der Erdumlaufbahn, um die Nervenbahnen der Menschen so zu manipulieren, dass diese Menschen glauben, ihre Gedanken gerieten unter die Kontrolle von Photonenstrahl-Projektoren in der Erdumlaufbahn.

Mark Taylor Greenman (40) klatsche Dienstag in die Hände, als er erkannte, dass er seine Neigung zu weit hergeholten, offenkundig dummen Verschwörungstheorien über Juden erklären konnte, nachdem er jetzt herausgefunden hatte, dass die Juden ihre berüchtigten Weltall-Laser dazu nutzen seine Gedanken, seine Wünsche und sogar seine Intelligenz zu kontrollieren.

„Das erklärt alles!“, verkündete er mit begeistertem Gesichtsausdruck, der schnell Triumph Platz machte, dann Frust, dann Wut. „Ich wusste es! Ich wusste es! Aber das heißt, dass wir es mit einer noch teuflischeren Intrige zu tun haben, als sich jeder vorstellen konnte. Wir müssen etwas unternehmen!“

Greenman beeilte sich seine Offenbarung mehreren Kollegen mitzuteilen, von denen jeder die Nachricht auf die gleiche Weise aufnahm. „Mark ist auf etwas zutiefst verstörendes gestoßen“, erklärte Mosh Jandel, ein Aktivist aus Ohio. „Woher kommen diese bekloppten jüdischen Verschwörungstheorien? Sie bringen Leute dazu legitime Sorgen über jüdische Kontrolle der Medien, Banken und gesellschaftlichen Institutionen aufzubringen, die wie Irrsinn aussehen. Sie sorgen jeden Tag dafür, dass normale Leute als durchgeknallt erscheinen, die sich wegen von Juden in Impfstoffe platzierten Peilsendern und Autismus Sorgen machen. Das Phänomen hat sich derart weit verbreitet, dass es kein Zufall sein kann. Nein, die von der Realität losgelösten Verschwörungstheorien über jüdische Macht und Ruchlosigkeit kann nur damit erklärt werden, dass Juden fortschrittliche Technologie einsetzen, um diese Theorien in nichtjüdischen Gehirnen einzupflanzen, um den berechtigten Verdacht gegen Juden als kriminelle Drahtzieher in epischem Ausmaß zu diskreditieren.“

„Da jetzt jemand hingegangen ist und aus uns Freidenkern eine Lachnummer gemacht hat, weil wir behaupten, dass die Juden den transatlantischen Sklavenhandel betrieben“, klagte die Aktivistin Ohan Ilmar aus Minnesota. Es ist teuflisch clever von den Juden das zu arrangieren – das ist die Art von Übel, mit der wir es zu tun haben.“

Greenman und seine Kohorte haben ausführlich die Strategie besprochen, wie man der bösartigen jüdischen Kontrolle des judenfeindlichen Narrativs entgegentritt, wo man an jeder Ecke entdeckt, dass die Juden zuerst dort waren und den rhetorischen Brunnen vergiftet haben, womit effektiv substanzielle Maßnahmen verhindern, mit der jüdische Kontrolle gebremst werden könnte. „Wir müssen die Juden diskreditieren“, drängte er. „Das Ding ist, dass jeder, der versucht die Juden zu diskreditieren, bekloppt erscheint, was lediglich für unsere Diskreditierung sorgt. Wir brauchen auch einen Weltraum-Laser, wenn wir siegreich hervorgehen wollen. Jemand muss Elon Musk überzeugen uns einen zu bauen, wenn er damit fertig ist bei den Linken Wutanfälle zu verursachen.“

Gedankenverlorenes Territorium: Von Antisemitismus durchzogene Bewegung bestreitet antisemitisch zu sein

„Wenn du Fakten zur Allgegenwart des Antisemitismus in der pro-palästinensischen Bewegung anführst, verleumdest du uns.“

PreOccupied Territory, 13. Januar 2022

New York – Eine Kollektion an Organisationen, Aktivisten und Ideologen, die der Sache des „Free Palestine“ anhängen, die alle möglichen Arten von Judenphobie anzieht, bestand heute darauf, dass ihr Druck den einzigen jüdischen Staat der Welt von der Landkarte zu beseitigen, nichts mit Antipathie gegenüber Juden zu tun hat und dass die Häufigkeit von Judenhassern in ihren Reihen das Ergebnis unglücklicher Zufälle ist, aber gewiss kein inhärentes Problem der Sache oder der Leute, die sie unterstützen.

„Wir haben nichts gegen Juden“ argumentierte Ali Abunimah, dessen Internetseite Electronic Intifada gewalttätige Angriffe auf Juden verklärt und tendenziöse Inhalte gegen die jüdische Souveränität im angestammten jüdischen Heimatland postet. „Wir kritisieren nur diejenigen, die die Unterdrückung der Palästinenser billigen. Die Tatsache, dass unsere Bewegung Antisemiten aus aller Welt anzieht und ihnen ein Banner liefert, unter dem sie sich vereinen und einen Mantel, in den sich ihre Bigotterie und Unterstützung für Terrorismus hüllen können, sagt nichts über unsere Bewegung aus. Wir werben für Menschenrechte.“

„In unserer Bewegung sind Juden willkommen“, beharrte Linda Sarsour, die früher zum Vorstand des Women’s March“ gehörte. Alles, was sie tun müssen, um Anerkennung zu gewinnen, ist jeder Überzeugung abzuschwören, dass Juden einen sicheren, souveränen Ort für sich selbst in der Wiege und dem Mittelpunkt ihrer Geschichte und Kultur verdienen. Ebenfalls zuzustimmen, sich mit denen zusammenzusetzen, die jüdische Sicherheit als im Kampf die Welt zu einem besseren Ort zu machen als bestenfalls zweitrangig und manchmal als völlig wertlos betrachten. Es ist, offen gesagt, lästig, dass wir des Antisemitismus beschuldigt werden, nur weil unsere Gruppe vor Judenhass nur so sprudelt, der so mächtig ist, dass unsere Proteste gegen Rassismus ihn nicht kontrollieren kann. Wer Fakten zur Allgegenwart von Antisemitismus in der pro-palästinensischen Bewegung anführt, der verleumdet uns.“

Die Organisatoren haben lange darum gekämpft in der öffentlichen Meinung eine Trennung zu etablieren, dass zwischen den antisemitischen Strolchen, die jeden israelfeindlichen Protest bevölkern, und dem Antizionismus selbst unterschieden wird, wenn auch mit gemischtem Erfolg. „Es ist ein schwieriger Balanceakt“, erklärte der Leiter der Ortsgruppe Students for Justice in Palestine UC-Davis, Awas Afflem. „Wir mögen die Darstellungen von uns als hasserfüllte, Gewalt glorifizierende Eiferer nicht, aber ohne die Hardcore-Antisemiten ziehen unsere Veranstaltungen nur zwei oder drei Leute an und das reicht nicht, um echten Einfluss und Veränderung zu generieren. Die Umstände zwingen uns zu wählen: entweder keinen merklichen Einfluss zu haben oder einen Einfluss, der – ja – pro-palästinensische Anliegen auf die Landkarte setzt, aber auch Juden verängstigt. Es gab einmal eine Zeit, in der es niemanden kümmerte, aber heute müssen wir zumindest so tun als ob. In der Regel spreche ich das damit an, dass ich die Zionisten dafür verantwortlich mache.“

Die Linksextreme und die Rechtsextreme stimmen in Sachen „zionistische Strippenzieher“ überein

Elder of Ziyon, 26. Dezember 2021

Prominente Antizionisten überschreiten ständig die Linie zum Antisemitismus, mit kaum oder keinen Auswirkungen auf ihre Karriere.

Der frühere Pink Floyd-Musiker Roger Waters wurde 2020 von der mit der Hamas verbundenen Schehab News Agency interviewt. In diesem Interview zitierte er im Grunde Nazi-Literatur:

Sheldon Adelson, der der Strippenzieher ist, der die Marionettenfäden an Donald Trump, Mike Pompeo und wie heißt er noch … der Boschafter [in Israel] Greenberg [sic], glaube ich, ist sein Name. Sheldeon Adelson ist der Marionettenspieler, der alle Fäden zieht. Und Sheldon Adelson ist ein rechtsgerichteter, faschistischer, rassistischer Fanatiker, der nicht die geringste Vorstellung davon hat, dass menschliche Wesen Rechte haben könnten. Sheldon Adelson glaubt, dass einzig Juden – nur das jüdische Volk – völlig menschlich ist… Jeder andere auf Erden ist hier, um ihnen zu dienen. Sheldon Adelson glaubt das. Ich sage nicht, dass jüdische Menschen das glauben. Ich sage, dass er das tut und dass er die Strippen zieht.[1]

Es gibt keine Zitate von Sheldon Adelson, die auch nur im Entferntesten dem ähneln, was Waters sagt, was dieser „Strippenzieher“ glaubt. Allerdings gibt es ähnliche Zitate zuhauf überall auf Neonazi-Internetseiten, die sich auf Juden allgemein beziehen. Waters verband im Wissen, dass Adelson ein religiöser Jude war, die gefälschten antisemitischen Talmud-Zitate, die es überall im Internet über jeden religiösen Juden gibt und Adelson – als „Strippenzieher“ – war der gefährlichste religiöse Jude.

Ein weiteres Beispiel, das von den antizionistischen Truppen eifrig aufgegriffen wird, war die Kampagne „Tödlicher Austausch“. Sie begann um 2015 und behauptete, dass Polizei-Austausch- und Trainingsprogramme zwischen örtlichen Polizeibehörden in den Vereinigten Staaten und Israel zu US-Polizeigewalt in den USA führte, die sie von ihren israelischen Gegenübern gelernt hatten.

Der Vorwurf ist offensichtlich und nachweisbar falsch. Die Ausbildung, die US-Polizisten in Israel erhielten, dreht sich nicht um Techniken zur Kontrolle von Krawallen und hatte nichts mit dem Bändigen von Menschen zu tun; die Programme betonten Informationssammlung, Spionageabwehrtechniken, Grenzsicherheit, Mechanismen zum Aufhalten von Terroristen auf dem Weg zu einem Ziel z.B. durch Checkpoints, Sicherheit vor Ort für Terrorziele wie Restaurants, Einkaufszentren, die Verhinderung von Bombenanschlägen, die Sicherung von Flughäfen und Grenzübergängen sowie die Durchführung von Massenrettungsmaßnahmen.[2] Aber diese Fakten halten israelfeindliche Propagandisten und Helden der Linken wie Rania Khalek und Dave Zivin von The Nation nicht davon ab zu behaupten, dass Israel der US-Polizei „die Kunst der Unterdrückung“ lehrt.[3]

Die Beschuldigung schlägt in reinen Antisemitismus um, weil mit ihr angenommen wird, dass lokale US-Polizeibehörden keinerlei Autonomie oder eigenständige Handlungsfähigkeit haben. Wenn, wie sie fälschlich behaupten, israelische Polizisten ihnen einem Verdächtigen das Knie in den Nacken zu drücken oder andere potenziell tödliche Techniken beibringen würden, dann würde das bedeuten, dass die örtliche US-Polizei irgendwie gehirngewaschen wird diese Techniken in ihren eigenen Vorgehenshandbüchern anzuwenden. Das ist eine weitere Variante des jüdischen Puppenspielers, der die Nichtjuden dazu bringt seinen ruchlosen Willen zu tun.

Selbst die Jewish Voice for Peace, die Jahre damit verbracht die Lügen des „tödlichen Austauschs“ zu puschen, führte eine Kehrtwende durch, als sie ihren Fokus von rein israelfeindlichem Aktivismus zu allgemeineren Fragen der sozialen Gerechtigkeit vornahm. Sie gab im Stillen zu, dass für US-Polizeibrutalität Israel verantwortlich zu machen antisemitisch und genau dasselbe ist, was die rechtsextremen Rassisten machen:

Verbindungen zwischen den USA und Israel zu  ziehen, ohne den Kontext zu beachten, kann Schaden anrichten. Diese Polizei-Austauschprogramme ohne ausreichenden Kontext oder Tiefe hervorzuheben, kann am Ende unserer Bewegung für Gerechtigkeit schaden. Nahezulegen, dass Israel der Beginn oder die Quelle amerikanischer Polizeigewalt oder Rassismus ist, verschiebt die Schuld von den USA nach Israel. Das verdeckt die grundlegende Verantwortung und das Wesen der USA und schädigt Schwarze und den von Schwarzen geführten Kampf. Es fördert auch eine antisemitische Ideologie. Weiße Herrenmenschen suchen nach jeder Gelegenheit amerikanischen schwarzenfeindlichen Rassismus zu verklären und voranzubringen und jede Chance zu nutzen Juden hinzustellen, als würden sie heimlich die Welt kontrollieren und manipulieren. Polizeilichen Austausch aus dem Kontext zu nehmen, bietet diesen rassistischen und antisemitischen Sprachbildern Futter.[4]

Sprachbilder, die JVP noch vor ein paar Jahren von Herzen ermutigte, machen für die US-Polizeibrutalität Israel verantwortlich.[5]

In einem UNO-Bericht von 2005 über Gewalt gegen Frauen hieß es:

Frauen mit Ehemännern erklärten, dass die furchtbare wirtschaftliche Lage und der Druck der Besatzung Männer noch gewalttätiger gemacht haben, weil sie ihre Möglichkeit verloren den Lebensunterhalt zu beschaffen und zu beschützen – zwei wesentliche Elemente der Männlichkeit in einer traditionell patriarchalischen Gesellschaft. Wenn Männern ihre Männlichkeit genommen wird, werden Frauen die Stoßdämpfer der Krisen als Ziele häuslicher Gewalt.[6]

Diese Schuldzuweisung an Israel dafür, dass palästinensische Männer ihre Frauen schlagen hat die damalige Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay 2014[7] und erneut 2015[8] wiedergegeben.

Das mag nicht direktes „Puppenspiel“ sein, aber die Botschaft, die unmissverständlich deutlich gemacht wird, lautet, dass Israel für häusliche Gewalt gegen palästinensische Frauen verantwortlich ist. Das ist doppelt voreingenommen: Es gibt das Thema der jüdischen Kontrolle über Nichtjuden wieder und bevormundet die palästinensischen Araber als nicht verantwortlich für ihr eigenes Leben.

Diese zwei Themen werden auf zahllose weitere Arten als Wahrheit akzeptiert. Arabischer Terrorismus ist Israels Fehler, arabische Uneinsichtigkeit ist Israels Fehler, das Fehlen von Impfstoffen in den Gebieten ist Israels Fehler, selbst wenn die Palästinenserführer ausdrücklich sagen, dass sie Israels Hilfe nicht wollen. Israel hat alle Verantwortung und die Palästinenser haben keine. Was ist das, wenn nicht ein Nachplappern der traditionell antisemitischen Themen jüdischer Kontrolle über die „Goyim“?


[1] “Musician Roger Waters On Hamas-Affiliated News Agency: Crazy Puppet Master Adelson Has Donald Trump’s Tiny Little Prick In His Pocket; Israelis Teach U.S. Police How To Murder Blacks.” MEMRI-TV, 20. Juni 2020.

[2] S.: “Idiots blame Israel for – Baltimore!”. Elder of Ziyon, 7. Mai 2015.

[3] S: “’The Nation’ sportswriter blames Israel for US police brutality.” Elder of Ziyon, 28. Juli 2015.

[4] DeadlyExchange.org, erhalten 28. Juni 2020.

[5]Israel Security Forces Are Training American Cops Despite History Of Rights Abuses – The Intercept,” Deadly Exchange, 25. September 2017.

[6] „Report of the Special Rapporteur on violence against women, its causes and consequences, Yakin Ertürk,” E/CN.4/2005/72/Add.4, 2. Februar 2005.

[7] “Report of the United Nations High Commissioner for Human Rights on the implementation of Human Rights Council resolutions S-9/1 and S-1,” ns A/HRC/25,13.  Januar 2014.

[8] “Situation of and assistance to Palestinian women: Report of the Secretary-General,” E/CN.6/2016/6, 22. Dezember 2015.

Als Hitlers Mufti eine Pressekonferenz hielt

Sean Durns, The Algemeiner, 9. August 2021

Der Mufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, trifft 1941 Adolf Hitler. (Foto: Deutsches Bundesarchiv, via Wikimedia Commons)

Im März vor 60 Jahren hielt ein berüchtigter Nazikollaborateur und Palästinenserführer in Beirut eine Pressekonferenz, in der er sowohl jede Beteiligung am Holocaust als auch jede Beziehung zu dessen führendem Architekten Adolf Eichmann bestritt. Amin al-Husseini, allgemein als „Hitlers Mufti“ bekannt, kannte Eichmann jedoch. Und studiert man die Beziehung zwischen den beiden Männern, die sich über Jahrzehnte und Kontinente erstreckte, dann bietet sich ein Einblick in einen Krieg gegen das jüdische Volk, der noch lange nach der Schoah weiterging und uns bis heute begleitet.

Von der CIA freigegebene Dokumente und Telegramme sowie aktuelle Forschung helfen die Geschichte zu erzählen.

Am 23. Mai 1960 verkündete Israels Premierminister David Ben-Gurion, dass israelische Agenten erfolgreich Adolf Eichmann gefangen genommen hatten, der unter einem Aliasnamen in Argentinien lebte. Zwölf Tage zuvor hatten israelische Geheimdienstoffiziere Eichmann gefangen genommen und ihn für ein Gerichtsverfahren nach Israel gebracht. Die Operation wurde später zwar in Filmen und Büchern gefeiert, die halfen den Mythos vom unbezwingbaren Mossad zu polieren, aber viele westliche Nachrichtenmedien verurteilten Israel ursprünglich für dieses Handeln.

Die Washington Post z.B. „rügte Israel dafür ‚Rache nehmen‘ zu wollen statt nach Gerechtigkeit zu streben“, wie die Historikerin Francine Klagsbrun in ihrer Biografie der israelischen Premierministerin Golda Meir dokumentierte. Die New York Times drückte ähnliche Gefühle aus; sie intonierte, dass „keine unmoralische oder illegale Tat eine weitere rechtfertigt“.

Wie Daniel Gordis festhielt, sagte der Christian Science Monitor, Israel Entscheidung „über Verbrechen an Juden Recht zu sprechen, die außerhalb von Israel begangen wurden, sei identisch mit dem Anspruch der Nazis auf ‚die Loyalität aller Personen deutscher Geburt oder Abstammung‘ wo immer sie leben.“ Und das Magazin TIME bezeichnete seinerseits die Gefangennahme eines gesuchten Nazi-Kriegsverbrechers als „umgekehrten Rassismus“.

Und die Presse war nicht allein. Acht Länder, darunter die Vereinigten Staaten, stimmten für eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats, die erklärte, dass Israel Argentiniens Souveränität verletzt habe und den jüdischen Staat drängte Entschädigung zu zahlen.

Aber Argentinien und zahlreiche weitere Staaten hatten Nazi-Kriegsverbrechern Unterschlupf gewährt. Trotz ihrer Zusagen Völkermord-Täter der Gerechtigkeit zuzuführen, hatte die Welt, einschließlich der Alliierten, weggesehen – oder Schlimmeres getan. Eichmanns Gefangennahme und das folgende Gerichtsverfahren waren auch Anlass weitere Fragen zum Verbleib und der Beteiligung weiterer Nazi-Apparatschiks und -Verbündeten zu stellen.

Golda Meir, damals Israels Außenministerin, war fest entschlossen sich besonders auf einen Kollaborateur zu konzentrieren: Amin al-Husseini.

Das Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis (CAMERA) wies in einem Aufsatz in Mosaic vom 27. Juli 2021 darauf hin, dass die Obrigkeit im des von den Briten regierten Mandats Palästina Husseini mit Prestige, Macht und Posten ausgestattet hatte, wobei sie hoffte einen palästinensisch-arabischen Führer zu besänftigen, der sich unauflösbar gegen den Zionismus stellte, den zu unterstützen die britische Regierung verpflichtet war. Es überrascht nicht, dass die Entscheidung Husseini für den einzuführenden Posten des „Großmufti von Jerusalem“ und als Leiter des Obersten Muslimrats zu unterstützen sich als schlechte Investition der Briten erwies.

Husseini stachelte 1920, 1921 und 1929 zu Pogromen auf. 1936 begann Husseini, reichlich ausgestattet mit Geldern des faschistischen Italien und später bewaffnet und ausgerüstet von Nazi-Deutschland, den sogenannten Arabischen Aufstand, bei dem Juden und britische Offizielle gleichermaßen ermordet wurden.

Der Mufti floh aus dem Mandat Palästina und sollte später in Berlin auftauchen, wo er bei der Rekrutierung für die SS, geplanten Aktionen gegen Juden im Nahen Osten und der Ausstrahlung von Kriegspropaganda gegen die Alliierten half, die in großen Teilen mit Antisemitismus durchsetzt war. Er intervenierte zudem erfolgreich, um zu verhindern, dass jüdische Flüchtlingskinder Hitlers Klauen entkamen, wodurch tausende in den Tod geschickt wurden.

Derweil ermordeten Husseinis Schergen arabische Rivalen und Kritiker und arbeiteten damit daran seine Vorherrschaft als unumstrittener Führer der palästinensischen Araber sicherzustellen. In der Tat verlangte der Mufti große Bereiche des Nahen Ostens, von denen er hoffte, dass sie ihm nach einem Sieg der Nazis zugesprochen würden.

Als die 1960-er Jahre anbrachen hatte sich Husseinis Position allerdings beträchtlich verschlechtert. In Ablehnung von Frieden und jeglicher Übereinkunft mit dem Zionismus hatten seine Kräfte versucht – waren damit gescheitert – Israel während seines Unabhängigkeitskriegs 1948 zu vernichten. Husseini hatte keinen großen Mäzen mehr und war von Unterstützung aus Ägypten und später Saudi-Arabien angewiesen. Trotzdem lebte er vergleichsweise luxuriös mit einem Gefolge an Mitarbeitern, zu denen ein Fahrer für seine Limousine gehörte, und plante ständig Komplotte gegen den jüdischen Staat und den Westen.

Meir wollte, dass Gideon Hausner, der israelische Generalstaatsanwalt und Ankläger bei Eichmanns Verfahren, den berüchtigten Nazi mit Husseini in Verbindung bringt und damit „Israels arabische Feinde mit den Nazis“ verknüpft. Hausner ließ Avraham Zellinger, der für das Gerichtsverfahren recherchierte, die Beziehung zwischen den beiden Männern untersuchen. Zellinger fand einen Eintrag im Tagebuch des Mufti, der von den „besten Freunden der Araber“ spricht und unter dem der Name „Eichmann“ geschrieben stand. Aber das Gericht, hielt Klagsbrun fest, „ging nicht weiter als anzuerkennen, dass Eichmann den Mufti einmal getroffen hatte, ohne Beweise für eine enge Beziehung zwischen den beiden“.

Vor diesem Hintergrund hielt Amin al-Husseini am 4. März 1961 eine Pressekonferenz in Beirut. Der Mufti, enthüllen Noten der CIA, „bestritt kategorisch jegliche Verbindung zur Verfolgung von Juden in Deutschland im Zweiten Weltkrieg“. Er behauptete: „Alle Vorwürfe diesbezüglich sind haltlos und waren von zionistischer Feinschaft ihm und der palästinensischen Nationalbewegung gegenüber veranlasst.“

Der Mufti verteilte auch eine Erklärung als Antwort auf ein gerade veröffentlichtes Buch des amerikanischen Journalisten Quentin Reynolds über Eichmann, in dem behauptet wird, dass Husseini mehrere Kontakte zu dem SS-Offizier hatte und die Nazi-Todeslager besuchte. Husseini „sagte, er kenne Eichmann nicht und dass er keine wie auch immer geartete Verbindung zu ihm habe“. Darüber hinaus „hatten weder er noch irgendein anderer Araber in der Vergangenheit oder Gegenwart Pläne irgendeine Rasse auszulöschen, seien es Juden oder andere“. Husseini beendete die Pressekonferenz mit der Behauptung, dass das, „was die Juden in Israel getan haben dem gleicht, was die Nazis ihnen in Deutschland antaten“ – eine Verleumdung, die von Antisemiten heute immer noch wiederholt wird.

Husseinis Presskonferenz war vollgestopft mit Lügen.

Husseini war sich der Pläne Hitlers für das europäische Judentum sehr bewusst. Tatsächlich hoffte er sie im Nahen Osten zu kopieren.

In seinen Memoiren protokollierte der Mufti ein Treffen mit Hitler am 28. November 1941: „Unsere fundamentale Bedingung für die Kooperation mit Deutschland war freie Hand jeden Juden in Palästina und der arabischen Welt auszulöschen. Ich bat Hitler um seine ausdrückliche Zusage uns zu ermöglichen das jüdische Problem auf eine Weise zu lösen, die unseren nationalen und rassischen Bestrebungen und den wissenschaftlichen Methoden entspricht, die von Deutschland im Umgang mit seinen Juden einführt wurden.“

„Die Antwort, die ich bekam lautete: ‚Die Juden gehören Ihnen.‘“

Viele Fürsprecher, Journalisten und Akademiker verbrachten Jahrzehnte damit zu bestreiten dass Husseini Konzentrationslager besuchte, aber 2017 tauchten schlüssige fotografische Beweise auf, die Husseini zeigen, wie eine Tour durch das Lager Trebbin bei Berlin machte.

„Die Fotos“, schrieb der Historiker Wolfgang Schwanitz im Magazin Tablet, „boten unwiderlegbare Beweise“, dass Husseini „genaue Kenntnisse des Schicksal der Juden in Hitlers Deutschland besaß.“ Es ist auch möglich, dass der Mufti andere Lager besuchte, als er in Polen war.

Husseinis Behauptung zu Eichmann war eine vergleichbare Lüge.

Wie Schwanitz und der verstorbene Historiker Barry Rubin in „Nazis, Islamists and the Making of the Modern Middle East“ ausführten, nahm Eichmann Husseini am 4. Dezember 1941 „mit in den Kartenraum des Büros für jüdische Angelegenheiten des Reichssicherheitshauptamts, um zu erklären, wie Deutschland die Judenfrage lösen würde.“ Man sollte festhalten, dass das vor der Wannsee-Konferenz war, die das Schicksal des europäischen Judentums offiziell beschloss. Husseini „bat Eichmann sogar einen Experten – wahrscheinlich Dieter Wisliceny – nach Jerusalem zu schicken, um sein persönlicher Berater für den Aufbau von Todeslagern und Gaskammern zu sein, sobald Deutschland den Krieg gewonnen hatte und er an der Macht war.“

Tatsächlich hatte Husseine seine Kontaktsuche nach Deutschland begonnen kurz nachdem die Nazis an die Macht kamen. Und am 2. Oktober 1937 schickten die Nazis einen damals obskuren Vertreter nach Haifa, um Husseini zu treffen. Sein Name war Adolf Eichmann. Die Briten schöpften Verdacht und Eichmann wurde auf ein Schiff nach Ägypten gesteckt, aber er schaffte es trotzdem in Kairo Husseinis Repräsentanten und Helfer zu treffen.

Husseini kam Eichmann nach dem Zweiten Weltkrieg sogar zuhilfe. Schwanitz und Rubin halten fest: „Husseini schickte seinen Abgesandten Hussein Haurani im Oktober 1949, um Eichmanns Frau Veronica Geld zu geben, damit sie und ihre Kinder zu ihrem Ehemann nach Argentinien kamen.“

Diese Tatsache veranschaulicht die Tiefe der Hybris Husseinis: Nicht nur kannte er Eichmann, sondern er spielte auch eine Schlüsselrolle dabei einem Nazi-Kriegsverbrecher zu helfen.

Eichmann selbst wurde1962 in Israel hingerichtet. Hitlers Mufti hingegen sollte der Gerechtigkeit entkommen und starb 1974. Aber sein bösartiges Vermächtnis lebt weiter.

Israelfeindlicher Propaganda-Versager des Tages: Eiskrem-Ausgabe

David Lange, Israellycool, 28. Juli 2021

Diese Karikatur des Antisemiten Carlos Latuff ist absolut ein Propaganda-Versager:

Scheint so, dass Latuff nie das Memo bekam, dass Naftali Bennett – nicht Benjamin Netanyahu – seit mehr als einem Monat Israels Premierminister ist und derjenige war, der auf die jüngste Entscheidung von Ben & Jerry’s reagierte. Nicht nur das: Bennett bezeichnete Ben & Jerry’s nicht als „Terroristen“ – der neue israelische Präsident Isaak Herzog kam dem nahe, als er sagte: „Der Boykott Israels ist eine neue Art des Terrorismus, Wirtschafts-Terrorismus.“ Ist aber nicht genau dasselbe.

Zufälligerweise ist alles, was der ehemalige Premier Netanyahu zu Ben & Jerry’s zu sagen hatte, das hier:

Jetzt wissen wir Israelis, welches Eis wir NICHT kaufen sollten.

Mit anderen Worten: Carlos Latuff ist nicht nur Antisemit; er ist auch noch Nichtswisser.

Gedankensplitter: Palästinenser und ihre Anhänger im Westen sind „Reichsbürger“

Da kam doch neulich so eine Intelligenzbestie und fand, israelitische archäologische Funde in Israel (na ja, diese Person sagte natürlich „Palästina“) könnten keinerlei Ansprüche von Juden am Land rechtfertigen. Und verglich das mit den „deutschen Ostgebieten“, wo man ja schließlich auch überall noch „Deutsches“ finden könne und das rechtfertige auch keine Übernahme durch Deutschland, sondern Ostpreußen z.B. gehöre jetzt Russland.

Mal abgesehen davon, dass halb Ostpreußen heute zu Polen gehört: Diese Rollenumkehrung ist schon interessant, nicht wahr?

Das Dritte Reich/Deutschland hatte im Osten Polen und dann die Sowjetunion überfallen (dazu fast ganz Europa) und verlor infolge dieses Angriffskriegs viele Gebiete im Osten. Die arabischen Staaten hatten Israel überfallen, Judäa/Samaria und den Gazastreifen besetzt und beides nach einem weiteren von ihnen angezettelten Krieg verloren.

Aber dass die Russen und Polen die „Ostgebiete“ behalten, ist selbstverständlich; wehe, es kommt jemand auf die Idee sie als „Besatzer“ zu bezeichnen.
Israel hingegen hat sich gewehrt, gewonnen und ist deshalb Besatzer, die Aggressoren die Opfer?

Das ist schizophren. Zweierlei Maß in Reinform.

Die Israelhasser argumentieren da eigentlich nicht anders als die „Reichsbürger“. Sie erkennen die selbstverschuldeten Veränderungen nicht an und wollen die Zeit zurückdrehen auf etwas, das es längst nicht mehr gibt. Sollte man ihnen mal vorhalten, mal sehen, wie sie dann anfangen zu wüten und zu toben, das sei etwas ganz anderes.

Ist es nicht.