Der Stammbaum der antisemitischen („antizionistischen“) Juden

Daled Amons, Elder of Ziyon, No. 3, 2022

Ich kann mich noch daran erinnern, dass es für Juden verpönt war Israel öffentlich zu kritisieren.

Diesen Punkt haben wir lange hinter uns gelassen.

Um es mit Leon Wieseltier in seiner Kritik an Tony Judt von 2003 zu formulieren: Es gibt Juden, die

die Grenze von Kritik an Israels Politik zu Kritik an Israels Existenz überschritten haben.

Es gibt heute Juden, die sich von der überwiegenden Mehrheit derjenigen Juden abtrennen, die laut Umfragen Israel und den Zionismus als für ihre jüdische Identität wichtig betrachten. Stattdessen geben diese Juden Paul O’Brien wieder, den US-Direktor von Amnesty International, der im März eine Gruppe Juden maßregelte, er lehne eine Meinungsumfrage ab, die ein kulturelles historisches Band der Juden zu Israel andeutet:

„Tatsächlich glaube ich nicht, dass das wahr ist“, sagte O’Brien zu diesen Zahlen. „Ich denke, mein Bauchgefühl sagt mir, was Juden in diesem Land wollen, ist zu wissen, dass es eine Zuflucht gibt, die ein sicherer und nachhaltiger Ort ist, den die Juden, das jüdische Volk Zuhause nennen können.“

Statt eines jüdischen Staates wollten amerikanische Juden „einen sicheren jüdischen Ort“, fuhr O’Brien fort. „Ich denke, sie können mit der Zeit überzeugt werden, dass der Schlüssel zur Nachhaltigkeit darin bestehen das zu bewahren, was ich als jüdische Kernwerte betrachte, die bei der Schaffung dieses Ortes prinzipientreu und fair und gerecht sein müssen.“ [Hervorhebung hinzugefügt – EoZ]

Zufluchtsort?
Nachhaltigkeit?
Hat O’Brien vom Überleben des jüdischen Volks geredet oder davon einen Wald voller Bäume zu erhalten?

Das ist jedoch das, was eine lautstarke Minderheit der Juden heute vertritt – dass Juden sich von Israel distanzieren sollten. Wenn überhaupt, dann haben wir bereits die nächste Ebene erreicht, auf der israelfeindliche Gruppen jetzt dafür werben sich von Juden zu distanzieren, die Israel offen unterstützen oder gar einen Bezug oder eine Bindung zu Israel zeigen.

Diese antizionistischen jungen Juden sind mehr als nur laut. Sie behaupten für eine zunehmende Zahl junger Juden von heute zu sprechen, wenn sie Israel komplett ablehnen. Doch seltsamerweise verteidigen diese selbsterklärt progressiven jungen Juden Juden und jüdische Rechte nicht. Stattdessen verteidigen sie den Antizionismus gegen Antisemitismus-Vorwürfe. Ein Artikel im Tablet Magazine hält fest:

So hat die ironisch benannte „Jewish Voice of Peace“ [Jüdische Stimme für Frieden] sich mit einer ganzen Reihe Antisemiten zusammengetan, die sich als bloße Antizionisten ausgeben, von Miko Peled, der Juden als „schäbige Diebe“ bezeichnete, bis zu Alison Weir von „If Americans Knew“ [Wenn die Amerikaner das wüssten], die sich darüber beschwerte, es gebe zu viele Juden am Supreme Court, die mittelalterliche Ritualmord-Lüge verteidigt und sich wiederholt mit weißen Herrenmenschen und Holocaust-Leugnern wie dem vom Southern Poverty Law Center designierten Clayton Douglas zusammentat. (JVP distanzierte sich kurze Zeit von Weir, nur um sie bald darauf zu einer seiner Veranstaltungen wieder einzuladen.)

Das ist die Gesellschaft, die sie pflegen.

Wichtiger ist aber, dass diese Juden, die Wert darauf legen Israel offen zu verurteilen, einen historischen Stammbaum haben. So wie antizionistische Attacken auf Israel in die Fußstapfen vieler Jahrhunderte antisemitischer Attacken auf Juden folgen, spiegeln auch Juden, die Attacken auf Israel führen, die Juden, die Attacken gegen jüdische Gemeinden anführten.

Doron Ben-Atar trug ein Kapitel zum Buch Deciphering The New Antisemitism [Den neuen Antisemitismus entschlüsseln] bei; darin schreibt er:

In jeder Generation steigen einige Juden aus ihren Gemeinschaften zur vollen Teilnahme an umgebenden Kulturen aus. Diese Konvertiten wenden sich manchmal mit großer Leidenschaft gegen ihre Glaubensgenossen. Der Apostat wird zu einem entscheidenden Informanten – der vertraute Insider, der das Licht gesehen hat und den Auftrag übernimmt die angebliche Widerwärtigkeit der Juden gegenüber der nichts ahnenden Welt offenzulegen. Manchmal kappen Apostaten offiziell ihre Verbindungen zu den Juden und dem Judentum und zu anderen Zeiten ziehen sie den Mantel des „guten“ Juden oder „richtigen Art“ von Juden an – die „Ehre der Rasse“. Ihre judenfeindlichen Kampagnen und Verurteilungen verleihen der Judenfeindlichkeit Glaubwürdigkeit, Authentizität und Legitimität. [Hervorhebung hinzugefügt; S. 112]

Zum Beispiel:

  • Die erste bekannte Ritualmord-Lüge – die Tötung Williams von Norwich1144 – kam erst 30 Jahre später in Gang, als ein Geistlicher 1173 ein Buch schrieb, in dem er die jüdische Gemeinschaft beschuldigte den Jungen gekreuzigt zu haben. Zum Beweis stützte sich der Priester auf Theobald, einen konvertierten Juden. Theobald behauptete, die Juden übten solche Ritualmorde regelmäßig, jährlich aus.
  • Als Ludwig IX. von Frankreich im 13. Jahrhundert einen Prozess, um die Gotteslästerung des Talmud festzustellen, wurde ihm von Nicholas Donin geholfen, einem früheren Jeschiwa-Schüler. Dank seiner Hilfe ordnete das Gericht die Verbrennung und das Verbot des Talmud an.
  • Pablo Christiani war auf mehreren Ebenen erfolgreich. Er überzeugte König Jakob I. von Aragon die Juden zu zwingen an seinen Bekehrungsgottesdiensten teilzunehmen. Zusätzlich überzeugte er Papst Clemens IV. jedes noch vorhandene Exemplar des Talmud in Europa zu vernichten und er war in der Lage König Ludwig IX. dazu zu bringen von den Juden zu fordern, dass sie in der Öffentlichkeit Erkennungskennzeichen zu tragen. [S. 112-113]

Das sind einige der bekannteren Beispiele. Es gibt weitere, weniger bekannte Juden, die zu Vertreibungen, Krawallen, Zwangskonversionen und der Zerstörung jüdischen Lernens beitrugen.

Mit dem Beginn der Aufklärung änderte sich später die Taktik, da die Kritiker der Juden versuchten die Juden zu überzeugen das Judentum zu verlassen und sich zu assimilieren statt an ihren rückständigen Traditionen festzuhalten.

Dieser Versuch die Bande der Juden zum Judentum zu zertrennen, um die jüdische Identität zu verwässern, wenn nicht gar auszumerzen, wird von jungen jüdischen Progressiven heute komplett umfunktioniert, die die Bande der Juden zu Israel trennen wollen.

Cynthia Ozick findet einen Vergleich der heutigen progressiven jüdischen Kritiker mit ihren früheren Ahnen:

Die Nicholas Donins und Pablo Christianis der vergangenen Zeitalter rannten, um ihre jüdischen Beziehungen aufzugeben, obwohl sie sie untergruben. Die Nicholas Donins und Pablo Christianis unserer Zeit laufen, um ihre jüdischen Beziehungen zu umklammern, obwohl sie sie in Verruf bringen. Es ist also so, dass sie als selbsternannte Juden, als treue und ehrenwerte Juden, als Juden auf Linie mit den Propheten, als Juden, die sich um der Integrität der Juden und des Judentums willens äußern, wir heutzutage Argumente gegen das Überleben oder gegen die Notwendigkeit oder die Legitimität des Staates Israel hören.

Das soll nicht heißen, dass Kritik an Israel verboten ist, eine Behauptung, die Kritiker gerne erheben. So schreibt Ben-Atar:

Die Antizionisten machen den Antisemitismus nur koscher, wenn sie die Vernichtung Israels unterstützen, wenn sie alte antisemitische Sprachbilder verwenden um Israels Beziehung zur Welt zu beschreiben und wenn sie Zionismus mit Nationalsozialismus verschmelzen. [S. 115/116]

Eine weitere Taktik dieser „antizionistischen Koschermacher“ ist eine, die die Jewish Voice of Peace nutzt, nicht unähnlich dem, worauf Paul O’Brien verwies:

Sie erfinden ein ästhetisiertes Judentum – einen psychologischen und intellektuellen Geisteszustand – der völlig vom tatsächlichen jüdischen Kollektiv und der Erfahrung von Juden als Individuen und als Volk losgelöst ist. [S. 125]

Es ist verführerisch den Versuch zu unternehmen die Motivation für die jüdischen Kritiker genau zu bestimmen, sei es aus Selbsthass, um sich bei anderen Progressiven anzubiedern oder sogar Macht zu gewinnen. Entscheidender ist aber die Frage, ob sie die Ergebnisse ihres Handelns sehen.

Diese „Nicholas Donins und Pablo Christianis der vergangenen Zeitalter“ machten das natürlich und es kehrte sie eindeutig nicht. Aber was ist mit denen von heute? Sehen sie das Ergebnis von dem, was sie tun? Kümmert es sie überhaupt?

Edward Alexander schreibt:

Die BDS-ler mögen beschränkt, feige, moralisch bankrott sein; aber sie müssten auch taub, dumm und blind sein die Verbindung zwischen ihren Bemühungen und den mörderischen Absichten derer nicht zu erkennen, die den Holocaust nur deshalb bereuen, weil er dem Antisemitismus – eine Zeit lang – einen schlechten Ruf verschafft hat.

Diese Attacken auf Israel, wo die größte Konzentration Juden weltweit lebt, sind von Natur aus antisemitisch. Diese Attacken sind nicht bloß Kritik. Sie sind „eine antisemitische Kampagne, um aus einem Paria-Volk einen Paria-Staat zu machen“.

Einmal mehr der Beleg, dass Juden absolut in der Lage sind ihre eigenen schlimmsten Feinde zu sein.

Der ungesunde Antisemitismus des „europäischen Siedler-Kolonialismus“

First One Through, 29. September 2022

Es gibt einige Narrative, die einfach das Vorstellungsvermögen übersteigen. Manche sind völlig widersinnig und leicht zu widerlegen. Andere scheinen aus Verzweiflung ausgespuckt worden zu sein, um eine Feindposition zu verharmlosen. Und ein paar sind derart verdreht, dass sie von Universitätsprofessoren ausgebrütet und geheiligt worden sein müssen.

Betrachten Sie die Redewendung „europäischer Siedlerkolonialismus“, mit dem nach Israel ziehende Juden beschrieben werden.

Rashid Khalidi von der Columbia University liebte diesen Ausdruck. Noch im November 2017, am 100. Jahrestag der Balfour-Erklärung, erhielt er beim UNO-Komitee zur Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volks Aufmerksamkeit. Er verwendet den Ausdruck auf mehrere Weisen:

  • „… Arabische Stadtbewohner, die mit zunehmender Sorge die ständige Ankunft neuer europäisch-jüdischer Immigranten
  • „… die Erklärung war auf die Bedürfnisse des Zionismus zugeschnitten worden, einem europäischen Kolonisierungsprojekt
  • Die Palästinenser waren daher dreifach gebunden, was in der Geschichte des Widerstands indigener Völker gegen europäischen Kolonialismus vielleicht einzigartig gewesen sein dürfte. Sie sahen sich der Macht des britischen Empires in der Ära zwischen zwei Weltkriegen gegenüber, als nie ein einziger Kolonialbesitz mit der teilweisen Ausnahme Irlands sich erfolgreich aus den Krallen der europäischen imperialen Mächte befreien konnte.“

Joseph Masad ist aktuell Professor an der Columbia, der moderne arabische Politik lehrt; er sagte so ziemlich das Gleiche in einem Artikel im Middle East Eye vom 19. Juli 2022: Algeria, Israel and the last European settler colony in the Arab world (Algerien, Israel und die letzte europäische Siedlerkolonie in der arabischen Welt).

  • „Von den fünf europäischen Siedlerkolonien, die in arabischen Ländern gegründet wurden, waren in den 1960-er Jahren nur noch Algerien und Palästina kolonisiert.“
  • Als die letzten zwei der europäischen siedlerkolonialistischen Mächte in der arabischen Welt bildeten Frankreich und Israel ein enges Bündnis zur Koordinierung der Erhaltung ihrer Siedlerkolonien.“
  • „Wie auch Frankreich und Italien behaupteten die europäisch-jüdischen Zionisten Nachkommen antiker hebräischer Palästinenser zu sein und lediglich in ihr angestammte Land ‚zurückzukehren‘.“
  • „das pan-Judentum des europäischen Zionismus, die „judäischen“ Herrlichkeiten der palästinensischen Hebräer wiederherzustellen, die sie sich als Vorfahren europäischer Konvertiten zum Judentum angeeignet hatten, was als progressiv und sozialistisch dargestellt wird.“
  • „Unglücklich wegen ihrer Isolation als letzte europäische Siedlerkolonie in der arabischen Welt lieferten die Israelis den französischen Kolonisten logistische Unterstützung…“

Die Studenten haben begriffen. Bei einer Abstimmung zum Boykott Israels an der University of Wisconsin im März 2017 ging einer der Studenten einen Schritt weiter:

„Der israelische Staat wurde unter Verwendung derselben nationalistischen und ausschließenden Prinzipien gegründet, mit denen Juden in Osteuropa ausgebeutet wurden. Die Grundlage machte Israel genauso unterdrückerisch wie die Länder, die jüdischen Heime und Leben zerstörten und sie aus Osteuropa trieben. Israel ist von Anfang an keine jüdische Idee gewesen, sondern eine europäische.“

Stellen Sie sich Verderbtheit der antizionistischen Geisteshaltung der Universitäten von heute vor, dass Israel nicht einmal als jüdische Idee betrachtet wird, sondern schlicht als Mittel des europäischen Kolonial-Imperialismus.

Die ungeheuerlichen Gesinnungen werden von den Vereinten Nationen und antizionistischen Medien unterstützt. Dass sie angesprochen und widerlegt werden müssen ist beschämend, geht aber an den Kern des verbreiteten falschen, israelfeindlichen Narrativs, mit dem die hausieren gehen, einen Palästinenserstaat anstreben und der als Anker für ihre antisemitischen Überzeugungen gebraucht wird.

Kolonialismus – der Wunsch zu gewinnen gegen den Wunsch loszuwerden

Viele europäische Länder gründeten in aller Welt Kolonien; zu ihnen gehörten Frankreich, Großbritannien, Spanien, Portugal, die Niederlande, Belgien und Italien. Jedes Land richtete Außenposten ein, um bestimmte Vorteile in weit entfernten Ländern zu erlangen. Einige suchten Rohmaterial wie Getreide und Mineralien, um sie nach Hause zu exportieren. Einige suchten nach Handelsrouten und neuen Märkten. Wieder andere brachten Missionare, um das Christentum zu verbreiten. Jedes Land strebte danach das neue Territorium für eigennützigen Gewinn zu erschließen.

Alle, bis auf einen Fall, der fälschlich als Kolonialismus verleumdet wird: Zionismus als „europäischer Siedlerkolonialismus“.

Das antisemitische Narrativ, das Zionismus als „europäischen Siedlerkolonialismus“ beschreibt, gründet auf zwei prinzipiellen Überzeugungen: dass europäische Länder die Juden des Kontinents loswerden wollten sowie der weitere Wunsch die muslimischen Araber im Nahen Osten zu schwächen.

Mit der ersten ausgeheckten Begründung versuchen antisemitische Antizionisten zu argumentieren, dass die Großmächte Europas die Region kollektiv von ihren Juden säubern wollen. Das ist Antisemitismus in seiner niedrigsten und übelsten Form, der nahelegt, dass Juden allgemein ungewollte Fremde in ihrer Mitte sind.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas puschte dieses Argument im April 2018: „Lord Balfour hatte die Juden, aber trotzdem gab er ihnen einen Staat. Der russische Außenminister war durchaus für seinen Hass auf die Juden bekannt, dennoch sagte er [den Juden]: ‚Kommt, ich werde euch einen Staat in Palästina geben.‘“ Abbas behauptete, dass alle europäischen Führer die Juden hassten und sie loswerden wollten und Palästina als Müllkippe verwendeten. Die Formulierung „europäischer Siedlerkolonialismus“ ist insofern zutiefst antisemitisch, weil er vermittelt, dass Juden widerwärtig und ungewollt sind.

Die zweite Prämisse des europäischen Kolonialismus im Wunsch ein fremdes Gebilde einzusetzen, um die angebliche Einheit der muslimischen Araber im Nahen Osten zu schwächen, ist dumm, weil verschiedene europäische Mächte mit den vielen Stämmen in der Region zu tun hatten und sie zu funktionierenden Regierungen und Ländern aufbauten. Das britische Mandat Palästina wird von Arabisten als etwas Einzigartiges angeführt, obwohl es mit dem Sturz des Osmanischen Reichs Mandate für die ganzen Länder gab, die unabhängige Staaten werden sollten, so wie der Libanon, Syrien und der Irak.

Juden haben nichts mit den Israeliten der Antike zu tun und lebten nie in Israel

Der Antisemitismus des „europäischen Siedlerkolonialismus“ reicht über die Schmähung hinaus, der Zionismus sei von europäischen Führern angestoßen worden, um Europa von seinen Juden ethnisch zu säubern. Er verhöhnt die jüdische Geschichte.

Der amtierende Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas schrieb seine Doktorarbeit über eine bestimmte Form der Holocaust-Leugnung, die behauptete, Juden hätten keine Verbindung zu oder Geschichte in Israel, also schmiedeten die frühen Zionisten Komplotte mit den Nazis, um das Leben derart unerträglich zu machen, dass die Juden gezwungen wären in ein fremdes Land zu emigrieren. Abbas behauptete fälschlich, die Juden seien Nachkommen der Chasaren, ganz ähnlich dem, wie Massad von der Columbia University behauptete, die Juden würden vorgeben von „palästinensischen Hebräern“ abzustammen (was immer dieser lächerliche Ausdruck bedeuten soll), sondern in Wirklichkeit ein Haufen europäischer Konvertiten sind, die sich die Geschichte von jemand anderem „aneigneten“.

Dieses widerwärtige Narrativ ist für die Antizionisten eine entscheidende Komponente, denn die Definition einer „Kolonie“ bedeutet ein „Gebiet unter voller oder partieller Kontrolle eines anderen Landes“. Frankreich mag zwar in Algerien eine fremde Kolonie errichtet haben, aber es ist unsinnig zu sagen, dass der gesamte europäische Kontinent eine gemeinsame Kolonie zum Nutzen aller aufgebaut hätte. Aber welche Wahl haben die Antisemiten? Wenn sie gezwungen werden anzuerkennen, dass Juden aus Judäa und dem Land Israel sind, dann handelt es sich per Definition nicht nur eine jüdische Kolonie, sondern eine rechtmäßige Rückkehr von Juden aus ihrer Diaspora. Der Ausdruck „europäischer Siedlerkolonialismus“ ist antisemitisch, weil er den Juden ihre elementare Geschichte im Land Israel abspricht.

Juden kamen schon vor dem Mandat Palästina nach Palästina

Antisemitische Antizionisten argumentieren, das europäische Kolonisierungsprojekt habe mit der Erklärung von Lord Balfour 1917 und dann mit dem Mandat Palästina begonnen. Wer ein klein wenig mehr von Geschichte weiß, könnte auf Theodor Herzls Ersten Zionistischen Kongress 1897 im schweizerischen Basel hinweisen.

Die Realität lautet, dass Juden immer im Land Israel gelebt haben und dorthin zogen. Während der letzten gut hundert Jahre des Osmanischen Reichs (1800 bis 1914) stieg die jüdische Bevölkerung um mehr als das 13,4-Fache. Die christliche Bevölkerung nahm in dieser Zeit nur um das 3,2-Fache zu, während die muslimische Bevölkerung sich mit der Zunahme auf das 2,1-Fache kaum bewegte, was bedeutet, dass keine Muslime in diesem Zeitraum ins Heilige Land migrierten, weil ein solches Wachstum der natürliche Trend der Geburten minus der Todesfälle ist.

Der Grund, dass die Juden ins Land zogen, ist: Das Land war den Juden heilig war. Juden aus aller Welt beten nach Jerusalem ausgerichtet, die einzige Religion, die das so macht. Juden ist geboten Jerusalem jedes Jahr dreimal zu besuchen. Es gibt Gebote, die Juden nur in Israel einhalten können.

Zu sagen, der Zionismus sei ein „europäisches Kolonialprojekt“ ist antisemitisch, weil das die Zentralität und Heiligkeit des Landes für die Juden leugnet.

Israelische Juden sein keine Europäer

Die Verleumdung „Zionismus ist Rassismus“ wurde von muslimischen Staaten in den 1970-ern ausgebrütet, nachdem die arabische Welt zum Dritten Mal damit scheiterte Israel zu vernichten (die Kriege von 1948/49, 1967 und 1973). Die unfassbare UNO-Resolution wurde von den Vereinten Nationen 1991 gekippt, aber der Vorwurf wurde in modernen Zeiten unter dem Banner der „weißen Vorherrschaft“ und des „europäischen Kolonialismus“ wieder eingeführt.

Die einfache Tatsache lautet, dass weniger als ein Drittel der Israelis Vorfahren aus Europa haben. Stand 2018 ist, dass nur 31,8% der Juden aschkenasisch, also europäischen Erbes, waren und 12,4% aus der ehemaligen UdSSR kamen. Im Vergleich dazu sind 44,9% Mizrahi und 3% aus Äthiopien. Die übrigen Juden (7,9%) haben gemischtes Erbe. Dann gibt es 21,1% Araber (Muslime und Christen) und 5% sind sonstige Gruppen, darunter Ba’hai (eine Religion, die in mehreren Nachbarländern verboten ist), Samaritaner und andere.

Zu sagen, Israel sei ein Geschöpf des „europäischen Kolonialismus“ ist fundamental unsinnig, weil die meisten Israelis nicht aus Europa kommen.

Schwacher Versuch von muslimisch-arabischen, antisemitischen Erlassen abzulenken

Der Vorwurf, der Zionismus gründe auf europäischem Kolonialismus ist auf vielen Ebenen antisemitisch. Er wird in einem armseligen Versuch verwendet die Sache eines Palästinenserstaats voranzutreiben, obwohl er in Wirklichkeit das Gegenteil tut, indem er zeigt, dass Araber furchtbar judenfeindliche Nachbarn sind.

  • Zuzugeben, dass Juden Jahrtausende vor den Arabern da waren, heißt nicht, dass Araber keine Geschichte im Land haben, also hört auf anderes vorzutäuschen.
  • Zuzugeben, dass der Tempelberg der einzige heilige Ort für Juden ist, heißt nicht, dass er für Christen oder Muslime keine Bedeutung hat.
  • Zuzugeben, dass Jordanien/palästinensisch-muslimische Araber Juden das Betreten der Altstadt Jerusalems und die Höhle der jüdischen Patriarchen und Matriarchen in Hebron verboten, als sie sie kontrollierten, heißt nicht, dass Juden andere Religionen das Betreten dieser heiligen Orte verbieten werden.
  • Zuzugeben, dass Jordanien 1954 ein antisemitisches Staatsbürgerrecht erließ, das die Staatsbürgerschaft in Judäa und Samaria nur Menschen gewährte, wenn sie keine Juden waren, heißt nicht, dass der jüdische Staat Israel Nichtjuden untersagt Staatsbürger zu werden.
  • Zuzugeben, dass die meisten Israelis keine europäischen Juden sind, heißt nicht, dass Israel ständig herausstellen wird, dass der größte demografische Anteil in Israel die Juden sind, die aus muslimisch-arabischen Ländern kamen, die aus ihren Heimen vertrieben wurden.

Der moderne Staat Israel ist einfach die Wiedergründung jüdischer Souveränität in ihrem historischen Heimatland. Der Versuch Israel als Produkt europäischen Kolonialismus und Imperialismus zu verunglimpfen, ist sowohl falsch als auch zutiefst antisemitisch und schadet genau genommen der Sache der Palästinenser, weil sie ihre Unfähigkeit zeigt mit dem jüdischen Volk in Frieden zu leben.

Noch ein idiotisches Argument der Antisemiten

Elder of Ziyon, 16. September 2022

Heute twitterte ich dieses Mem:

Du kannst kein Kolonialist sein, wenn du zuerst da warst.

Irgendein Juden hassender Idiot antwortete heute, die heutigen Juden hätten nichts mit den Juden in der Zeit Jesu zu tun und gab als Beweis an: „EDOM IS IN MODERN JEWRY. In: The Jewish Encyclopedia, Ausgabe 1925, Bd. 5, S. 41“

Das war mir neu, also schlug ich das spaßeshalber nach. Und dieses Zitat ist auf allen antisemitischen Internetseiten zu finden, ich sah sogar ein Video darüber in „GoyimTV“.

Sie behaupten, dass die Jewish Encyclopedia sagte, Juden seien in Wirklichkeit Nachkommen von Edom (Esau).

Also schlug ich Seite 41 von Band für der Jewish Encyclopedia von 1925 nach. Das ist tatsächlich der Eintrag über Edom, obwohl er überhaupt nicht das sagt, was sie behaupten.

Was dort steht, ist, dass während der Hasmonäer-Ära einige der Edomiter (Idumäer) von Johannes Hyrcanus I. zwangsweise zum Judentum konvertiert wurden (was der einzige Fall von Zwangskonversion zum Judentum in der aufgezeichneten Geschichte ist).

Die Idumäer wurdne zu begeisterten Mitgliedern der Religion – König Herodes war Idumäer. Sie waren offensichtlich immer noch eine Minderheit unter den Juden (In dem Artikel wird eine interessante halachische Frage dazu aufgeworfen, ob Edomitern erlaubt wurde sich dem jüdischen Volk anzuschließen, aber das ist ein anderes Thema.)

Trotzdem – sie wurden als Juden betrachtet, die dort lebten, was später, um die Zeit Jesu, „Palästina“ genannt werden sollte. Sie sind eindeutig von nahöstlicher Herkunft, Einheimische der Region. Selbst wenn einige von ihnen überlebten, um heute Juden weiter zu sein, wie genau schadet das dem jüdischen Anspruch an Israel? Die Idumäer lebten als Juden in Judäa – sieben Jahrhunderte vor dem Islam!

Das beweist nur, dass Antisemiten, wie Antizionisten, ein winziges Stückchen echter Information nehmen und ein komplettes fiktives Universum darum herum aufbauen, damit das in ihren Hass passt.

Von Antisemiten und Antizionisten

gesehen auf Twitter:

Der Antizionist hat die gleiche Einstellung zu Israel wie der Antisemit zum Juden. Er stört sich nicht daran, was Israel macht oder unterlässt, sondern daran, dass es Israel gibt.

Das zeigt sich an den Lügen, die der Antizionist = Antisemit verbreitet, Beispiel: Die Erfindung des „historischen“ Landkarten-Vergleichs (hier mit Richtigstellung)

Der moderne Zionismus schuf nur zwei Dinge

First One Through, 2. September 2022

„Der Zionismus, die ideologische Untermauerung Israels, ist eine umstrittene politische Philosphie.“
Keith Ellison, Generalstaatsanwalt von Minnesota, ehemaliger Kongressabgeordneter (Demokraten), ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Demokratischen Partei

Mehr als 1.000 Juden aus aller Welt kamen diese Woche nach Basel in der Schweiz, um den 125. Jahrestag des ersten Zionistischen Weltkongresses zu begehen. Sie feierten den unglaublichen Erfolg des modernen Staates Israel, vor 75 Jahren wiedergegründet, der ganze 50 Jahre nach Theodor Herzls erster Konferenz der Inspiration in die Wirklichkeit gebracht wurde.

Der erste Redner war Israels Präsident Isaak „Bougie“ Herzog. Seine Rede hieß die Zionisten aus aller Welt willkommen, ungeachtet ihrer religiösen Konfession oder politischen Zugehörigkeit. Er forderte sie alle auf sich in das zionistische Projekt einzubringen und Fragen bezüglich „des gesamten jüdischen Volks gemeinsam zu erörtern, im Geist gegenseitiger Verantwortung und am wichtigsten: in umfassender und institutionalisierter Partnerschaft.“

Er schloss seine Bemerkungen damit ab, dass die breite Gemeinschaft den Zionismus von den abscheulichen Verleumdungen zurückzuholen muss, die die Gesellschaft heute bevölkern. Herzog offerierte seine Rezepte, zu denen einzigartige jüdische und israelische Ziele gehörten sowie der Umgang mit globalen Themen wie dem Klimawandel. Er erwähnte dreimal „tikkun olam“ (die Welt reparieren) als Mission (und potenzielles Balsam) zur Bekämpfung der hinterhältigen woken, antisemitischen Infektion der Welt.“ Der moderne Zionismus gibt uns unser Gefühl nicht nur eines gemeinsamen Schicksals, sondern auch gemeinsamer Bestimmung, solange das in unseren tiefsten Wurzeln verankert bleibt, die die untrennbaren Fäden von Volk, Land und Staat verwebt.“

„Nichts ist gruseliger als der Zionismus. Weist den Rassismus in die Schranken.“
Linda Sarsour, ehemalige verantwortliche Direktorin der Arab American Society von New York, Vizevorsitzende des Women’s March 2017

Herzogs Appelle an sein vielfältiges zionistisches Publikum war nett, zeigte aber, dass er die Wut und die Fehlvorstellungen zum Zionismus in der antiisraelischen Welt verinnerlicht. Sich der extremen Linken bei der Bekämpfung des Klimawandels unter dem Banner des Zionismus anzuschließen, klingt als habe er ein paar Artikel über Intersektionalität und „Allianzen“ gelesen. Sicher, für globale Themen zu kämpfen ist eine Verantwortung, die Israel mit der gesamten Welt teilt, aber das war kein Grundlagenthema für Herzls Zionismus vor 125 Jahren und den modernen Zionismus heute auf diese Weise umzudefinieren wird nichts dazu beitragen, die Definition von den Israelhassern „zurückzuholen“, die den jüdischen Staat beflecken und zerstören wollen.

„Wir müssen die Anti-Defamation League im Auge behalten. Wir müssen der Jewish Federation Aufmerksamkeit schenken. Wir müssen den zionistischen Synagogen Aufmerksamkeit schenken. Wir müssen den Hillel-Ortsgruppen an unseren Universitäten Aufmerksamkeit schenken. Denn nur weil sie heute unsere Freunde sind, heißt das nicht, dass sie hinter uns stehen, wenn es um Menschenrechte geht. Also tretet den Faschisten vehement entgegen, aber bekämpft auch die höflichen Zionisten. Sie sind nicht unsere Freunde.“
Zahra Billoo, Exekutivdirektorin des Council of American Islamic Relations (CAIR) San Francisco.

Herzog hat Recht, dass wir „den Zionismus zurückholen“ müssen, aber nicht indem wir seine Bedeutung in etwas ausdehnen, die von seinen Kerngrundsätzen weit entfernt sind. Wir müssen die Welt dazu bilden, was die einfachen Grundlagen-Wahrheiten sind und was moderner Zionismus tatsächlich bedeutet und schuf.

Die europäischen jüdischen Zionisten behaupten Nachkommen der antiken palästinensischen Hebräer zu sein und lediglich in ihr angestammtes Land „zurückzukehren“.
Joseph Massad, Professor an der Columbia University

Universitäten und extremistische Medien haben den Zionismus als gewalttätige nationalistische Anstrengung europäischer Juden arabisches Land zu stehlen dargestellt. Sie behaupten, Juden haben keine Geschichte oder Verbindung zum Land und sind einfach die jüngste Version des europäischen Kolonialismus. Glaubt Herzog wirklich, dass Israelis, die sich zu Klimawandel verbinden, helfen können solchen Wahnsinn aufzuhalten?

„Der Zionismus war nie die liebenswürdigste Ideologie.“
Steven Erlander,
Journalist der New York Times

„Der Forschungs- und Entwicklungszweig der Israelischen Verteidigungskräfte ist am besten für seine Pionierarbeit bekannt, innovative Wege zu finden Menschen zu töten und Sachen zu sprengen.“
David Halbfinger, Chef des Jerusalem-Büros der New York Times

Juden, Historiker und alle Menschen guten Willens müssen zu grundlegenden historischen Wahrheiten und dem Auftrag des modernen Zionismus deutlich sein.

Grundwahrheiten und Moderner Zionismus

Grundlegende Fakten:

* Juden sind ein Volk
* Juden haben tausende Jahre Geschichte im Land Israel
* Juden haben immer in Israel gelebt und sind dorthin gezogen.
* Das Land Israel ist ein Herzstück des Judentums

Der Moderne Zionismus

* Juden werden Antisemitismus nur erfolgreich bekämpfen, wenn sie volle Selbstbestimmung haben.
* Juden sollten in ihrer Heimat Souveränität haben.

Der moderne Zionismus stahl den Arabern weder Geschichte noch Land. Er ist keine Ableitung der Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion, die fälschlich behauptet, es gebe als Untermenge der Weltherrschaft das Ziel die palästinensischen Araber zu berauben. Die simple Tatsache ist, dass Juden tausende Jahre Geschichte im Land Israel haben und dass sie immer im Land gelebt und dorthin gezogen sind, weil es ein zentraler Teil des Judentums ist.

„Die zionistische Idee die Region vom Nil bis zum Euphrates zu beherrschen war durchaus bekannt, aber Israel erkannte, dass die Zweistaatenlösung es in dieser Richtung nicht weiterbringen würde.“
Hiba Husseini, Vorsitzender des juristischen Komitees für Endstatus-Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis und Sprecher bei den Vereinten Nationen

„Der zionistische Plan ist grenzenlos. Nach Palästina wollen die Zionisten sich vom Nil bis zum Euphrat ausdehnen. Wenn sie die von ihnen eroberte Region verdaut haben, werden sie weitere Expansion anstreben und so weiter. Ihr Plan ist in den Protokollen der Weisen von Zion enthalten und ihr gegenwärtiges Verhalten ist der beste Beweis für das, was wir sagen.“
Hamas-Charta, Artikel 32

Der moderne Zionismus wurde von Herzl auf nur zwei Ideen begonnen. Erstens, dass Juden auf immer als Minderheit in Ländern rund um die Welt ins Visier genommen werden, ob sie sich als fromme orthodoxe Juden oder assimilierte Säkulare präsentieren; und zweitens ist die einzige Möglichkeit sicher zu sein und eine Zukunft zu haben wieder die Souveränität in ihrer Heimat zu bekommen.

Antizionist zu sein bedeutet, dass man nicht an eines oder beide davon glaubt. Gegen das erste zu sein, bedeutet die furchtbaren Verbrechen zu ignorieren oder zu verharmlosen, die an dem am meisten verfolgten Volk der Geschichte begangen wurden. Sich gegen das Zweite zu stellen bedeutet auf die Vernichtung des einen jüdischen Staates zu drängen. Beides ist unverhohlen antisemitisch.

„Die drei Grundcharakteristiken des Zionismus sind: Rassismus, Expansionismus und Siedler-Kolonialismus.
UC San Diego – Redner bei der Abstimmung über De-Investition.

„Israel ist von Anbeginn an keine jüdische Idee, sondern eine europäische.“
BDS-Abstimmung an der University of Wisconsin

Den „Zionismus zurückzuholen“, wie der israelische Präsident Herzog es wünscht, ist notwendig, aber sein Rezept sich den woken Sachen anzuschließen ist unsinnig. Solche Bemühungen werden Colleg-Campusse und die Medien nicht von ihren Fehlvorstellungen neu auszurichten, Israel sei ein gewalttätiger europäischer Kolonialistenstaat.

Stattdessen müssen wir wiederholt die fundamentalen Wahrheiten zu Juden und dem Land Israel darlegen. Wir müssen die Bedeutung des Zionismus und dass Antizionismus Antisemitismus ist deutlich artikulieren. Und wir müssen laut verkünden, dass wir stolze Zionisten sind und über die liberale Demokratie staunen, die im illiberalen Nahen Osten blüht.

Wollen Sie sehen, wie verlogen antizionistische Gruppen sind? Sehen Sie sich diese Presseerklärung an!

Elder of Ziyon, 16. Mai 2022

Amerikanisch-muslimische Organisationen vereint in der Zurückweisung der „Verleumdung“ durch die ADL und zur Unterstützung palästinensischer Menschenrechte

CAIR und ein Haufen anderer israelfeindlicher Gruppen, die meisten davon muslimisch, veröffentlichten diese Presseerklärung:

Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Allergnädigsten

Wir, die unterzeichnenden muslimisch-amerikanischen Organisationen, geben unserer vereinten Unterstützung für die Menschenrechte aller Völker Ausdruck, einschließlich der Palästinenser. Wir drücken ebenfalls unsere Ablehnung von Versuchen aus, Mitglieder unserer Gemeinschaft zu verleumden und zum Schweigen zu bringen, die für palästinensische Menschenrechte eintreten.

Viel zu oft werden muslimische Amerikaner und andere angegriffen, weil sie es wagen unsere Nation dazu aufzurufen die Menschenrechtsverletzungen der israelischen Regierung am palästinensischen Volk zu stoppen. ADL-Direktor Jonathan Greenblatts Entscheidung prominente jüdische, muslimische, arabische und palästinensische Menschenrechtsaktivisten anzugreifen, darunter Studenten, war nur das jüngste Beispiel für dieses inakzeptable Muster.

Das muss aufhören. Gruppen wie die ADL dürfen Mitglieder unserer Gemeinschaft, die für Menschenrechte eintreten, nicht ausgrenzen und verleumden. Als muslimische Amerikaner  stehen wir vereint mit jedem anderen, der Gerechtigkeit unterstützt. Wir stehen auch zusammen mit den jüdischen Amerikanern, christlichen Amerikanern, arabischen Amerikanern, palästinensischen Amerikanern, Afroamerikanern und vielen anderen, die auf unfaire Weise dafür angegriffen worden sind, dass sie Gerechtigkeit für alle unterstützen.

Die amerikanisch-muslimische Gemeinschaft hat lautstark, kollektiv und beständig allen Formen von Hass die Stirn geboten, darunter Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und antipalästinensischem Rassismus. Wir haben eng mit unseren Freunden und Partnern in der jüdischen Gemeinschaft und anderen Gemeinschaften zusammengearbeitet, um solchen Bedrohungen entgegenzutreten.

Der Grund lautet, dass unser Glaube uns lehrt Gerechtigkeit für alle Menschen zu unterstützen. Egal, welchen Angriffen wir ausgesetzt sind, wir werden das weiter tun – zusammen, so Gott will.

An dieser Erklärung ist buchstäblich nichts wahr.

Jonathan Greenblatt griff keine „Menschenrechtsorganisation“ oder -aktivisten an. Er beleidigte keine Muslime als Muslime.

Er sagte, dass Antizionismus – zu sagen, dass Juden kein Recht auf einen eigenen Staat haben und ein solcher Staat inhärent illegitim ist – Antisemitismus ist.

Er sagte nicht, dass Palästinenser zu unterstützen antisemitisch ist. Nicht ein einziges Wort seiner Rede deutete so etwas auch nur an. Im Gegenteil, er unterstützt einen Palästinenserstaat an der Seite Israels. Er unterstützt palästinensische Menschenrechte. Er unterstützt das Recht auf Protest. Er unterstützt das Recht Israel zu kritisieren.

Diese Erklärung beinhaltete das Wort „Antizionismus“ nicht einmal, weil sie die tatsächliche Botschaft nicht einmal thematisiert, die Greenblatt äußerte. Statt mit dem zu argumentieren, was Greenblatt sagte, erfanden sie Lügen über das, was er sagte – und attackierten diese.

Nun, das ist Unaufrichtigkeit.

Die Presseerklärung der muslimischen Gruppen sagt: „Greenblatt behauptete auch, die ADL betrachte jede Kritik am Zionismus als Antisemitismus.“ Das ist ebenfalls eine Lüge. Er hat das nie gesagt. Er behauptete nie, Kritik an Israel oder dem Zionismus sei antisemitisch, weil alles legitim kritisiert werden kann. Israel vernichtet und seine Anhänger einkassiert und gemieden sehen zu wollen ist keine „Kritik“.

Es ist Hass.

Zusätzlich ist die Behauptung, diese Gruppen stünden gegen Antisemitismus ein, genauso gelogen. In muslimischen und arabischen Medien gibt es tagtäglich Angriffe – Holocaust-Leugnung, Juden werden als „Söhne von Affen und Schweinen“ bezeichnet, jüdische Geschichte wird geleugnet, die Behauptung, dass Juden nicht wirklich Juden sind – und nicht einmal hat eine dieser Organisationen Mitmuslime wegen Antisemitismus kritisiert.

Diese Presseerklärung und Äußerung zeigt eindeutig, dass antizionistische Organisationen nicht fähig sind die Wahrheit zu sagen – weil die Wahrheit beweist, dass sie bigott sind. Stattdessen lügen sie über das, was ihre Kritiker sagen, um ihnen Etiketten anzuheften.

Aber darüber hinaus verleumden sie selbst alle Muslime. Denn sie behaupten, im Namen aller Muslime, es gebe keinen Unterschied dazwischen „pro-palästinensisch“ und „antizionistisch“ zu sein. Sie sagen, im Namen aller Muslime, dass diejenigen, die am Sonntag marschierten und sagen jüdische Zivilisten in Israel zu ermorden sei legitimer „Widerstand“, würden lediglich „Palästinenserrechte unterstützen“ und seien keine hasserfüllten Terroranhänger.

Wäre ihre Behauptung korrekt, dann wären laut ihrer eigenen Logik alle Muslime antisemitische Fanatiker.

Das sind sie aber nicht. Und Zionisten behaupten das nicht.

Diese selbsterklärten Muslimführer sind die Bigotten. Und sie haben keine Gewissensbisse Terror gegen Juden im Nahen Osten und ihre ethnische Säuberung zu unterstützen. Aber darüber hinaus wollen sie Sie Glauben machen, dass sie alle Muslime vertreten – und damit tragen sie genauso viel zur Verbreitung von Islamophobie bei wie jede rechte Gruppe.